Ausgewählte Features nehmen Sie mit in das riesige Themenspektrum der Kultur, vom Blick in die Geschichte bis zu hochaktuellen Fragen unserer Zeit, vom Wissenschafts- bis zum Lifestyle-Thema – lassen Sie sich inspirieren!

Der Maler Strawalde heißt eigentlich Böttcher, Jürgen Böttcher und als "Strawalde" hängen seine Bilder inzwischen in vielen bedeutenden Kunstsammlungen dieser Welt. Als Böttcher, Jürgen Böttcher, hat er unvergleichbare Dokumentarfilme gedreht, im DEFA-Studio für Dokumentarfilme, in der DDR. Um Fronarbeit kam Jürgen Böttcher allerdings auch nicht herum. Der Staat dankte sie ihm mit Preisen. Eine Ehrung als bildender Künstler erfuhr er nach "Deutschlands Heirat". Böttcher-Strawalde wuchs in Strawalde, einem Ort in der Oberlausitz auf: Kriegskind, von 1949 bis 1953 Studium an der Akademie für Bildende Künste in Dresden, danach Lehrer für Malerei an der Volkshochschule in Dresden, später Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Der Hörfunkautor Günter Kotte zeichnet ein akustisches Porträt des Künstlers.Feature von Günter KotteMit Klaus ManchenProduktion: MDR 2004Verfügbar bis 20. Juli 2027

Im Mai 1914 leiht sich der 32-jährige Max Pechstein von seinem Kunsthändler Wolfgang Gurlitt 10.000 Mark und reist mit seiner Frau Lotte zur deutschen Insel-Kolonie Palau. Ihren einjährigen Sohn lassen sie bei den Großeltern in Zwickau zurück. Während sich für den deutschen Expressionisten der Traum vom Malerparadies in der Südsee zu erfüllen scheint, stellt sich bei der Künstlergattin alsbald Heimweh ein. Ihr erst 2016 veröffentlichtes Tagebuch erzählt von der Reise und vom Leben auf der Insel. Anfang August 1914 notiert sie: "Max hat es schön, er kann gehen, wann und wo er will - ich immer allein. Er hat oft schlechte Laune." Der Aufenthalt auf der Insel soll nur wenige Wochen dauern. Am 8. Oktober 1914 besetzt die japanische Armee den Archipel und deportiert die Pechsteins und alle anderen deutschen Kolonisten nach Nagasaki in die Gefangenschaft. Angeregt vom exklusiven Material aus Lottes Reisetagebuch und bisher ebenfalls unveröffentlichten Autographen Max Pechsteins (1881-1955), erzählt das Feature von den Ansichten eines Künstlerpaares auf großer Fahrt.Feature von Jürgen BalitzkiRegie: Nikolai von Koslowski Mit: Erwin Schastok (Erzähler), Lisa Hrdina (Lotte), Stephan Grossmann (Max), Susanne BardProduktion: MDR 2026Verfügbar bis 29. Juni 2027

Sankt Helena: Als die Insel vor mehr als 500 Jahren entdeckt wurde, war sie unbewohnt. Abwechselnd nahmen Portugiesen, Holländer und Engländer sie in Besitz. Denn weit abseits aller Kontinente gelegen, war sie bei monatelangen Seereisen ein wichtiger Stützpunkt. 300 Jahre nach ihrer Entdeckung wurde ein einzelner Gefangener dorthin ins Exil geschickt und mit ihm 2.000 Wachsoldaten, die rings um die Insel Kanonen in die Felsen bauten, falls eine Flotte käme, um den Gefangenen zu befreien. Sein Name: Napoleon. Heute leben 5.000 Menschen auf diesem felsigen Eiland, das keinen Flugplatz hat. Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Postschiff – 10 mal im Jahr. Es gibt keinen Zug oder Buslinien auf der 122 Quadratkilometer großen Insel, dafür einige Taxis, zwei Hotels und die kleinste Radiostation der Welt. Es ist ein Abenteuer und eine logistische Herausforderung, zur Insel hin- und dann auch wieder wegzukommen ...Feature von Friedrich Schütze-QuestMit: Peter Friscke, Bodo PrimusRegie: Florian LindemannProduktion: SR/HR/MDR/NDR/WDR/SFB-ORB/ORF 2002Verfügbar bis 25. Juni 2026

Torgau eine Stadt an der Elbe: Im dortigen Jugendwerkhof wurden Jugendliche, die nicht ins System DDR passten, bestraft. Dort herrschte Drill statt Pädagogik. Jahrzehnte später brechen Betroffene ihr Schweigen.

Der Schriftsteller Tschingis Aitmatow (1928-2008) wuchs in Schecker einem winzigen Dorf in der kirgisischen Steppe auf. Seine Werke wurden Weltliteratur. Sie verbinden Mythos, Sowjetgeschichte, Identität und Erinnerung.

Als am 26. April 1.23 Uhr der Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte, war unsere Autorin Olga Kapustina ein Kind. Zusammen mit ihrer Familie wohnte sie 300 Kilometer vom Unfallort entfernt.

Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl setzte enorme Strahlung frei. Kontaminierte Güterzüge aus dem Osten verbreiteten die radioaktiven Stoffe zusätzlich und verschärften so die Folgen für Mensch und Umwelt.

Gerade war der Sound der wilden 90er noch im Ohr, doch plötzlich sind 20, 30 Jahre vergangen. Wohin geht man, wenn man mit Ü40 mal wieder Tanzen will? Eins steht fest: Es ist nie zu spät, die Nacht zum Tag zu machen.

1943 wird Gert Schramm von den Nazis verhaftet, von der Gestapo verhört und am 20. Juli 1944 ins KZ Buchenwald eingeliefert. Der Grund: Seine Hautfarbe ist schwarz. Mithäftlinge verstecken ihn in der Mitte vom Block.

Ein Mikrofon ist weit mehr als Technik: Es verleiht Stimmen Präsenz, Tiefe und Klarheit und es ist unverzichtbar für alle, die Radio, Podcast, Hörspiel, Feature, Filme, tik-tok oder Insta machen.

Stephen Hawking war einer der größten Physiker unserer Zeit. Trotz seiner Krankheit, die ihn an den Rollstuhl fesselte, erforschte er Schwarze Löcher und das Universum.

Der Frühling bringt das Gefühl von Aufbruch, Veränderung und neuen Möglichkeiten. Ein Reise-Autor begleitet Mitte der 70er-Jahre zu Zeiten des Kalten Krieges den Frühling auf seinem klassischen Weg durch ganz Europa.

1989 suchten tausende DDR-Bürger Zuflucht in der bundesdeutschen Botschaft Prag. Wochenlang harrten sie im Palais Lobkowicz aus. Am 30. September wurde ihre Ausreise verkündet: ein Moment der Hoffnung im Umbruch der DDR.

Johann Sebastian Bach wird 1723 Thomaskantor in Leipzig – er war nur die vierte Wahl des Rates. Trotz vieler Konflikte beginnt hier sein gewaltiger Kantatenzyklus. Ein Feature über Genie, Pflicht und Musikgeschichte.

Der Kormoran ist ein Erfolg des Naturschutzes – und zugleich Auslöser eines heftigen Konflikts. Fischer klagen über leere Netze, während Naturschützer den Schutz der Vogelart verteidigen.

Die Schamanin von Bad Dürrenberg sah Geister, heilte Schmerzen, und sie war schwarz. Den 9.000 Jahre alten Fall rollt die Forschung neu auf. Was sie entdeckt, bringt das Bild von den Europäern der Steinzeit ins Wanken.

Über drei Jahre lang arbeiteten die beiden Berliner Filmstudenten Julius und Moritz an ihrem Animationsfilm "Butty". Mit ihrem Film wollten sie den Sprung in die große Filmwelt schaffen und der Weg doprthin führt auch über verschiedene Festivals. Als eines Tages die Nachricht eintrifft, sie seien disqualifiziert worden und sie ihre Einreichung zurückziehen mussten, werden sie hellhörig. "Butty" kursiere bereits online und wird einem Filmemacher aus den USA zugeordnet, so die Begründung.Die Filmstudenten sind sich sicher, dass es sich um eine Verwechslung handeln muss. Doch je mehr sie der Sache nachgehen, desto unglaublicher wird die Geschichte des "talentierten Mr. F." aus den USA, der ihren Animationsfilm offensichtlich geklaut hat, der Titel und Credits veränderte und sich schließlich im Rampenlicht von Filmfestivals und US-amerikanischen TV-Shows sonnte."Der talentierte Mr. F. – Die Jagd auf einen Filmdieb“ ist eine Produktion der Neuen Flimmer GmbH im Auftrag des MDR in Zusammenarbeit mit ARD Kultur, BR, RBB und HR. Buch/Regie: Igor Plischke Umarbeitung: Ulf Köhler Verfügbar bis 23. Februar 2027

Das Feature erzählt vom Entstehen des folgenreichsten Romans von Erich Loest "Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene". Das Buch von 1978 schrieb gegen die Tabus der DDR an: wahrhaftig, witzig und präzise.

Es gelte, den "Personenkult" um Stalin zu beenden. So sagte es sein Amtsnachfolger Chruschtschow 1956. Die Abrechnung mit dem Stalinismus löste im gesamten Ostblock Hoffnung aus. Aber sie blieb unvollendet – bis heute.

Frisches Grün im Winter und Engagement, das Mut macht: Dies ist die Geschichte eines Gärtners, der die Tradition hochhält und dabei an die Zukunft denkt. Und es ist die Geschichte einer unterschätzten Pflanze.

Lithium ist ein zentraler Rohstoff für Batterien, Elektroautos und die Energiewende. Der Lithiumabbau beeinflusst Umwelt, Wasserverbrauch, Klimaschutz, Rohstoffpolitik und globale Lieferketten.

Gar nicht so wenige Menschen fallen mit der Rente in ein tiefes Loch. "Unwertgefühle" machen sich breit. Was da helfen kann, ist ein Neuanfang als "Senior Expert". Der Autor hat es ausprobiert.

Als der Lockdown beginnt, entdeckt die dreijährige Tochter des Autors Lars Meyer die "Zauberflöte". Bald überstrahlen Mozarts Musik und die Entdeckerlust des Mädchens alles andere. Ein Feature über die Kraft der Kultur.

Mann! – das Wort ist Diagnose und Aufschrei. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Ist das so?

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten" – so heißt es in der Bibel. Wir alle säen den Wind, der als Sturm auf uns niederkommt, als Erderhitzung mit all ihren Folgen. Wie lässt sich globaler Klimawandel einmal lokal erzählen?

Was macht es mit einem, wenn man in der Kleinstadt aufwächst? Und ausgerechnet in dem Ort, wo auch Alice Weidel groß wurde? Tobias Siebert erzählt von Sehnsucht und Enge, von NS-Vergangenheiten und Familiengeheimnissen.

Der Mond oder die Mondin? Das ist noch die einfachste Frage in stiller Betrachtung des Himmelskörpers. Was ist mit seiner Magie, seinem Einfluss auf die Gezeiten, auf uns Menschen? Ein Feature über den Erdtrabanten.

Einsamkeit ist gerade ein Riesenthema. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass Alleinsein auch eine uralte Kulturtechnik ist. Das Feature von Hannelore Hippe erzählt vom Einsiedeln als ultimative Selbstverwirklichung.

5.000 Meilen Amerika. Ein Klangkünstler auf der Suche nach Sprachen in den USA. Alessandro Bosetti will die Vielfalt eines Landes wiederfinden, das nach außen oft genug als Motor der weltweiten Gleichmacherei erscheint.

Ein Jahr nach dem Mauerbau meldet die FAZ, in Leuna sei an zwei Tagen gestreikt worden. Wurde dieses für die DDR gigantische Vorkommnis erfolgreich vertuscht oder handelt es sich um eine westdeutsche "Zeitungsente"?

Das fränkische Bamberg ist Weltkulturerbe, ein Kunstwerk aus Hochmittelalter und Barock. Sylvia Kabus hat sich auf den Zauber eingelassen und erzählt von Heinrich dem Zweiten und ETA Hoffmann, von Kirchen und Brauereien.

Leuna – eine Erfolgsstory der Einheit. Doch wo Wohlstand und Zufriedenheit wachsen, wächst auch Protest. Aber warum? Leuna: Ein Ort, der nie zur Ruhe kommt.

Sie dienten in Afghanistan, Mali, im Kosovo. Doch wieder zurück in Deutschland tobt der Einsatz weiter: Das sind Nächte ohne Schlaf, Erinnerungen an den gefallenen Kameraden, an das Gefecht.

Das "Heizungsgesetz abschaffen" – das will die Koalition. Oder doch nicht? Wie kam es zu diesem Gesetz, warum war es ein Sargnagel für die Ampelkoalition und weshalb setzt sich die Wärmepumpe trotzdem immer mehr durch?

Die neuen Regelungen für Hebammen könnten für viele von ihnen das Aus bedeuten. Schon einmal geriet der Berufszweig arg in Bedrängnis – 2016 ging es um die hohen Haftpflichtprämien. Feature über Geburtshelferinnen.

Was hat eine Chemnitzer Plattenbausiedlung mit der Wahl zur Kulturhauptstadt Europas zu tun? Was meint Transformation konkret, wie lebt es sich im "Fritz-Heckert-Gebiet"? Feature über einen Stadtteil im Wandel.

Der Autor Lorenz Hoffmann erlebt mit Mitte Vierzig, womit sich viele in diesem Alter konfrontiert sehen: Ein Elternteil wird krank und pflegebedürftig – und plötzlich geht es um letzte Dinge.

Es ist ein Rohstoff von strategischer Bedeutung. Einer, der Weltgeschichte schrieb: Ohne Uran aus dem Erzgebirge hätte es keine sowjetischen Atomwaffen gegeben. Alexa Hennings erzählt vom Bergbau in Schlema und Umgebung.

Sechs Jahre Haft für einen Millionenbetrug – der Fall Achenbach erschütterte 2014 die Welt des Kunsthandels. In dem Feature erzählen der Täter und sein Umfeld wie es dazu kam. Psychogramm eines gewieften Charmeurs.

Wie lange können sich Traditionsgeschäfte in den Zeiten des Onlinehandels noch in den Innenstädten halten? Und doch: Sorgt nicht gerade der Fachhandel für Flair? Feature über eine Musikalienhandlung in Leipzig.

Was geschah hinter den Kulissen der Ereignisse, die als "friedliche Revolution" in die Geschichte eingingen? Wieso blieb es friedlich? Zeitzeugen – auch aus dem Sicherheitsapparat – sprechen teils erstmals Klartext.

Mit imposanten Felstürmen ist die Sächsische Schweiz seit mehr als 150 Jahren Tummelplatz für Bergsportler. Mit eigenen Regeln haben die sächsischen Kletterer einen Stil kreiert, der nun immaterielles Kulturerbe ist.