Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Zu strenge Vorsätze sind zum Scheitern verurteilt. Modifizieren Sie Ihre Vorsätze und formulieren Sie diese positiv, dann kanns klappen mit Rauchstopp, Gewichtsreduktion oder Fitnessprogramm. Sandra Figlioli Hofstetter ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie empfiehlt, sich selbst mit Vorsätzen nicht zu überfordern. Sonst sind sie nämlich zum Scheitern verurteilt. Figlioli Hofstetter macht ein Beispiel: Jemand will im neuen Jahr weniger Süsses essen. Besser ist es, sich dies nicht ganz zu verkneifen, sondern sich ab und zu ein Dessert zu genehmigen. «Formulieren Sie sich den Vorsatz positiv: Immer am Sonntag oder am Mittwoch gibt's ein Dessert!», schlägt sie vor.

Die Knallerei an Silvester ist für Tiere ein Problem. Während viele Menschen Spass an einem Feuerwerk haben, löst die Knallerei vor, an und nach Silvester bei vielen Tieren Panik aus. Es gibt Möglichkeiten, sie zu schützen - wenn auch beschränkte. Tiere haben Schwierigkeiten, Feuerwerksgeräusche und helle Blitze einzuordnen. Die Geräusche und Blitze sind für sie nicht nur extrem laut, sondern auch unberechenbar. Tiere assoziieren solche Geräusche mit Gefahr und sie folgen ihren Instinkten, die sie zur Flucht drängen. Währenddem Wildtiere der Knallerei ungeschützt ausgesetzt sind, können Haustiere davor geschützt werden. · Hunde früh ausführen und nicht erst, wenn es dunkel wird. An der Leine führen. · Katzen sollten über Silvester im Haus bleiben. · Für Hund und Katze sollte im Haus oder der Wohnung ein sicherer Ort, mehrere Verstecke zur Verfügung stehen. · Fenster und Vorhänge schliessen. · Radio oder Fernsehen laufen lassen. · Das Tier beachten und allenfalls beschützen. Wenn Sie ein Haustier haben, dass von Feuerwerksknallern extrem gestresst oder nicht in der Lage ist, mit lauten Geräuschen umzugehen, ist ein Gespräch mit einem Tierarzt/einer Tierärztin hilfreich.

Silvester als ausschweifende Party oder gemütlicher Abend? Wie lädt man richtig ein, und was gilt für Gäste? Eine Kniggeexpertin erklärt, wie man Erwartungen klärt und Fettnäpfchen vermeidet. Silvester ist für viele der Höhepunkt des Jahres – und oft auch eine organisatorische Herausforderung. Und was gilt für Gäste Kniggeexpertin Susanne Schwarz empfiehlt: • Für Silvesterpartys zuhause sollte man Gäste idealerweise drei Monate oder mehr im Voraus einladen, um sicherzustellen, dass sie Zeit haben. • Bei der Einladung sollte man wichtige Informationen wie Uhrzeit, Art der Veranstaltung (Abendessen, Apéro, Party) und den Rahmen (gemütlich oder ausgelassen) mitteilen. • Geschenke für den Gastgeber sind nicht zwingend erforderlich. Man kann aber fragen, ob man etwas zum Essen oder Trinken beitragen kann. • Bezüglich Übernachtungsmöglichkeiten sollte man sich selbst organisieren, außer bei sehr engen Freunden oder Familie. Ansonsten ist es besser, ein Hotelzimmer zu buchen. • Als Gast sollte man authentisch bleiben und zum Fest beitragen, ohne übertrieben den «Party-Löwen» zu spielen. Als Gastgeber kann man übermässig ausgelassene Gäste diskret unter vier Augen ansprechen. • Und nicht vergessen: Andertags danke sagen - am schönsten ist noch immer eine Karte!

Das schöne Silberbesteck fürs Weihnachtsfest, die Schalen und Schüsseln oxidieren mit der Zeit. Es gibt aber ganz einfache Tipps, um sie im Nu fürs Weihnachtsfest aufzufrischen. Silberbesteck läuft weniger an, wenn es regelmässig benutzt wird. Besonders bei Eierspeisen sollte es jedoch nicht verwendet werden, da Eier das Silber angreifen. Oxidiertes Silber kann auf zwei Arten gereinigt werden: mechanisch mit Zahnpasta oder chemisch mit einem Hausmittel: • Die mechanische Reinigung mit Zahnpasta eignet sich besonders für verzierte Silbergegenstände, da die Patina in den Vertiefungen erhalten bleibt. • Für die chemische Reinigung werden heisses Wasser, Alufolie, Salz und ein Becken benötigt. Diese Methode ist einfach und effektiv, kann aber die Patina entfernen. • Nach der chemischen Reinigung erscheint das Silber komplett silbrig, ohne dunkle Schattierungen. Es dauert etwa ein halbes Jahr, bis die Tiefe der Verzierungen wieder sichtbar wird.

Die Weihnachtszeit – oft eine Quelle der Freude, manchmal aber auch von Familienkonflikten. Warum es gerade an den Festtagen zu Spannungen kommen kann und wie man Streit unterm Weihnachtsbaum vermeiden oder schlichten kann. An Weihnachten treffen viele komplexe Familienbeziehungen aufeinander, was Konfliktpotenzial birgt. Susanne Bongers, Dozentin an der Hochschule Luzern für Mediation sowie selbstständige Mediatorin, kennt das explosive Gebräu aus der eigenen Tätigkeit. Krach an Weihnachten komme sprichwörtlich in den besten Familien vor. Typische Auslöser sind oft oberflächliche Dinge wie Geschenke, dahinter stecken aber oft tiefere Themen. • Familienkonflikte an Weihnachten sind normal und häufig, da viele Faktoren wie Müdigkeit, unterschiedliche Erwartungen und komplexe Familienbeziehungen zusammenkommen. • Typische Auslöser für Streit sind oberflächliche Themen wie Geschenke, aber dahinter stecken oft tiefere Probleme wie alte Muster, unterschiedliche Werte oder ungelöste Konflikte. • Zur Prävention ist es hilfreich, im Vorfeld Erwartungen und Bedürfnisse zu kommunizieren, Regeln zu vereinbaren und eventuell professionelle Hilfe wie Mediation in Anspruch zu nehmen. • In Konfliktsituationen helfen Techniken wie Entschleunigung, Deeskalation und der Versuch, die Bedürfnisse hinter den Vorwürfen zu verstehen. Als Vermittler kann man versuchen, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen. • Nach den Feiertagen sollte man reflektieren, ob Themen nachbearbeitet werden müssen. Bei grundsätzlichen Problemen kann externe Unterstützung sinnvoll sein, um konkrete Lösungen zu finden.

Weihnachten ist das Fest der Familie – doch wie lädt man stilvoll ein, und wie verhält man sich als Gast? Eine Kniggeexpertin gibt praktische Tipps für Einladungen, Absagen und kleine Gesten, die das festtägliche Zusammensein harmonisch machen. Weihnachten bringt Menschen zusammen – und manchmal auch in heikle Situationen: Wie früh sollte man zu einer privaten Feier einladen? Ist eine WhatsApp-Nachricht okay oder lieber ein persönlicher Anruf? Und was gilt für Gäste: Muss man ein Geschenk mitbringen, darf man fragen, ob man jemanden mitbringen kann? Kniggeexpertin Susanne Schwarz erklärt im «Ratgeber» von Radio SRF 1, wie Gastgeber und Gäste mit Stil und Wertschätzung agieren. Sie verrät, wie man höflich absagt, warum Pünktlichkeit wichtig ist und wie kleine Gesten grosse Wirkung haben. So wird das Fest nicht nur schön, sondern auch entspannt. Zusammengefasst empfiehlt Susanne Schwarz: • Es ist angebracht, jemanden zu einer privaten Weihnachtsfeier einzuladen, solange man die Person über den familiären Charakter der Feier informiert. • Bei der Einladung einer fremden Person sollte man telefonisch einladen und Erklärungen zur Familie geben, damit sich der Gast wohlfühlt. • Man darf eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier ablehnen, wenn man sich unwohl fühlt oder andere Pläne hat. Eine ehrliche Begründung ist angebracht. • Als Gast sollte man pünktlich sein, ein kleines Mitbringsel ist in Ordnung. Man kann nach dem Dresscode fragen, um sich angemessen zu kleiden. • Nach der Feier ist es höflich, sich nochmals zu bedanken - per Karte, Telefon oder Nachricht. Auch kurzfristige Einladungen sind möglich, besonders wenn jemand sonst allein wäre.

Weisse Pünktchen auf den Nägel, Längs- oder Querrillen - unsere Nägel können viel über uns und unsere Gesundheit verraten. Der Mythos, dass weiss Pünktchen auf den Nägeln auf einen Calciummangel zurückgehen hält sich hartnäckig. Meistens handelt es sich um eine traumatische Verletzung, sprich: einen eingeklemmten Finger, wenn wir ein weisses Pünktchen auf einem Nagel haben. Und diese Verletzung liegt dann meistens auch ein paar Monate zurück. Schliesslich wachsen Fingernägel gerade mal einen Millimeter pro Woche. Bei den Fussnägeln geht es noch länger, diese wachsen nur einen Millimeter pro Monat. Weisse Punkte auf mehreren Nägeln können auch ein Hinweis auf eine Schuppenflechte oder ein Ekzem liefern, sagt die Dermatologin und Oberärztin an der Nagelsprechstunde des Inselspitals Bern. Sie erklärt auch was es mit Uhrenglasnägeln, Löffelnägeln, Längs- und Querrillen auf sich hat.

Sie sind beliebt, die Acrylnägel und die Gelnägel. Aber sie bergen auch Risiken und können mitunter Nebenwirkungen haben. Mit den künstlichen Nägeln ist es so eine Sache: Die einen vertragen sie gut, andere überhaupt nicht. Simone Böll, Dermatologin und Oberärztin an der Nagelsprechstunde des Inselspital Bern, sieht in ihrer Praxis immer wieder Kontaktallergien auf die Acrylate, welche beim Auftragen von Kunstnägeln verwendet werden. Unter Kunstnägeln können sich aber auch Keime ablagern und zu Entzündungen führen. Und was bei künstlichen Nägeln und Gelnägeln auch nicht von allen gleich gut vertragen wird ist, dass die Nagelplatte vor dem Auftragen aufgeraut werden muss. Wer sowieso schon zu brüchigen Nägeln neigt, für den oder die beginnt dann oft ein Teufelskreis.

Er ist eine hartnäckige Sache, der Nagelpilz. Häufig betrifft er die grossen Zehennägel, er kann aber auch an den Fingernägeln vorkommen. Deshalb: Wehret den Anfängen. Ist Ihr Nagel verdickt und zeigt eine gelb-weiss Färbung und allenfalls blättert das Ganze noch, dann könnte es sein, dass Sie einen Nagelpilz haben. Und: Nagelpilz ist ansteckend. Deshalb: Socken täglich wechseln und bei 60°C waschen. Desinfizieren Sie auch Ihre Nagelschere oder Ihren Nagelclipper. Häufig reicht eine Therapie mit einer Lösung, die auf den Nagel aufgetragen wird, alleine nicht aus, sagt die Dermatologin an der Nagelsprechstunde des Berner Inselspitals, Simone Böll. Der Nagelpilz kann auch mit Tabletten zum Schlucken bekämpft werden. Häufig kommt eine Kombinationstherapie zur Anwendung, so die Dermatologin. Auf jeden Fall dauert es lange, bis der Nagelpilz bekämpft ist. Schliesslich wachsen Zehennägel gerade mal einen Millimeter pro Monat, bei den Fingernägeln ist es immerhin ein Millimeter pro Woche. Deshalb ist es wichtig, dass man die Therapie konsequent und täglich durchzieht.

Man glaubt, man tue den Nägeln oder der Haut rund um den Nagel etwas Gutes. Aber das Gegenteil ist der Fall. Zurückgeschobene Nagelhäutchen, abgefrickelte Hautfetzchen, nicht sachgemäss geschnittene Nägel und mangelnde Hygiene, wenn eine Verletzung rund um den Nagel vorliegt, können sich entzünden. Eine Nagelbettentzündung zeigt sich häufig durch eine Rötung, allenfalls durch angeschwollene Haut rund um den Nagel. Und das ist im schlimmsten Fall überhaupt nicht harmlos. Deshalb: Wer Haut rund um den Fingernagel abpuhlt oder abnagt, wer «chnüblet» und nicht desinfiziert, läuft Gefahr, dass sich die Haut und das unter dem Nagel befindliche Nagelbett entzündet, sagt die Dermatologin Simone Böll. Sie ist Oberärztin an der Nagelsprechstunde des Inselspitals Bern.

Gerade der Winter mit den Temperaturunterschieden, aber auch häufiges Händewaschen machen Fingernägel brüchig. Natürlich spielen auch die Gene mit. Machen Sie Ölumschläge im Winter und tun Sie Ihren Nägeln etwas Gutes. Olivenöl oder Mandelöl auf einen Wattebausch geben und die Fingernägel damit einreiben. Bei den Füssen lässt man den mit Öl getränkten Wattebausch am besten eine Weile auf den Nägeln liegen. Auch Nagelbalsam oder Nagelöl, das man auf die Nägel aufpinselt, können helfen. Diese gibt es im Fachhandel.

Die Beeren des Efeus werden im März vollreif – genau dann, wenn die Mönchsgrasmücke aus dem Süden zurückkehrt. Für sie sind die Efeubeeren wichtig und sie baut auch gerne ihr Nest in eine mit Efeu begrünte Wand oder Mauer. Efeu kriecht lange Jahre über den Boden, bis er sich entschliesst an einem Baum oder einer schattigen Wand in die Höhe zu wachsen. Erst, wenn seine Zweige hoch oben von der Sonne beschienen werden, blüht und fruchtet er. Seine erst im September/Oktober erscheinenden gelbgrünen Blüten sind sehr Nektar- und Pollenreich und bei verschiedenen Insekten sehr beliebt. Die Efeu-Seidenbiene ist sogar auf diese Nahrungsquelle für ihre Larven angewiesen.

Die verschiedenen Wildrosen blühen im Mai und Juni. Sie stellen den Insekten nur Pollen zur Verfügung, aber keinen Nektar. Darum sind sie bei verschiedenen Käfern und Hummeln sehr beliebt. Der Marmorierte Rosenkäfer ist ein prächtiger, glänzendgrüner und grosser Käfer. Er legt seine Eier in Komposterde, seine dicken Engerlinge werden aber leider oft als Schädlinge betrachtet. Doch sie fressen nur verrottende Erde und abgestorbene Pflanzenteile. Die über 30 heimischen Wildrosenarten eignen sich alle für den Garten – die Zimtrose und die Essigrose sogar für den Topf. Die Hundsrose vermag, 4 bis 5 Meter an der Hauswand emporzuklettern und die Feldrose verwandelt einen Zaun in eine zartweisse Blütenwolke. Zudem sind ihre Hagebutten bei verschiedenen Vögeln beliebt.

Der Zitronenfalter gehört zu den bekanntesten heimischen Tagfaltern. Ein paar Exemplare des Faulbaums im Garten locken die schönen Schmetterlinge zuverlässig an. Der Faulbaum (Frangula alnus) ist ein unauffällig gelbgrün blühender Strauch. Seine lange Blütezeit trägt dazu bei, dass über 300 verschiedene Insektenarten an ihm Nahrung finden. Im Herbst trägt er kleine schwarze Beeren, welche nach und nach ausreifen und wertvolle Nahrung für verschiedene Vögel sind. So ist der Faulbaum ein wertvolles Gehölz für schattige Standorte. Zitronenfalter überwintern beispielsweise in den Blättern des Efeus in einer Froststarre. An sonnigen Tagen sind sie aber bereits im Februar wieder unterwegs auf der Suche nach Nektar. Zitronenfalter kommen gerne in die Gärten, und wenn zwei bis drei Faulbäume im schattigen Teil des Gartens stehen, legt der Schmetterling Eier darauf ab. Die Blätter sind für die Raupen wichtig, die auf Faulbaum und Kreuzdorn spezialisiert sind.

Der einheimische Gemeine Goldregen mag sonnige Standorte. Er gedeiht in kalkhaltiger Erde im Garten und auch in grösseren Kübeln. Der grossen, blauschwarzen Holzbiene bietet er paradiesische Bedingungen. Am besten wählt man eine mehrtriebige Pflanze des Gemeinen Goldregens (Laburnum anagyroides), die sich zu einem Strauch entwickelt. Sie blüht im Mai in langen Trauben voller gelber Schmetterlingsblüten, die sehr gerne von der Blauschwarzen Holzbiene aufgesucht werden. Zusammen mit einem Stapel aus dickem Laubholz (z.B. Weiden- und Obstbäume) zu seinen Füssen bildet der Gemeine Goldregen eine kleine Oase für diese häufig auftauchende, eindrückliche Wildbiene. Sie nagt ihre Brutzellen in das morsche Holz.

Im Winter wird die Nahrung für die Vögel knapp. Beliebte Fruchtgehölze wie Eberesche und Holunder haben längst keine Beeren mehr. Da kommt der Gewöhnliche Wacholder gerade recht! Die blauschwarzen Beeren des Gewöhnlichen Wacholdern (Juniperus communis) sind im Dezember noch immer am Strauch und bei Amseln sehr beliebt. Und auch bei uns Menschen: Was wäre ein Sauerkraut ohne Wacholderbeeren? Zudem ist er wintergrün und seine Nadeln sind spitz. So bietet er ein perfektes, schützendes Versteck für verschiedene Vögel. Erhältlich ist der Wacholder im Plastiktopf, da langsam wachsend. Er ist auch für den Topfgarten geeignet.

Es ist ein grosses Tabuthema – jemand aus dem Team stinkt und niemand wagt es, die übel riechende Person darauf anzusprechen. Das verlangt viel Fingerspitzengefühl. Und auch das richtige Setting. Linda Hunziker ist Knigge Expertin, berät Firmen und hat Mandate in der Verwaltung. «Das ist ein grosses Tabu, das praktisch bei allen unseren Kursen von den Teilnehmenden thematisiert wird.» Wichtig ist Hunziker, dass man das Thema unter vier Augen anspricht. Auch die Vereinbarung eines Termins zu zweit sollte man diskret angehen. Wäre das nicht Chefsache? «Natürlich», sagt die Expertin. «Aber wer besonders Betroffen ist vielleicht eher bereit, das Gespräch zu suchen.» Wichtig: In der Ich-Form kommunizieren. Zum Beispiel: «Mir ist aufgefallen ... Ich habe bemerkt ...» Am besten vermeidet man darzulegen, dass jemand immer schlecht rieche. «Am einfachsten ist es, man betont, dass einem das Thema auch unangenehm sei.»

Wenn jemand übel riecht, ist es häufig nicht eine Krankheit, sondern schlicht und einfach mangelnde Hygiene. Klar, die Gene haben auch einen Einfluss darauf wie jemand riecht. Schweissgeruch entsteht aber erst, wenn der Schweiss von den Bakterien auf der Haut zersetzt wird. Bei Körpergeruch, nur schon präventiv helfen, so der Dermatologe Willi Balandies, bekannt aus «Puls Check»: · Regelmässiges Duschen mit einer ph-neutralen Seife oder einem milden Duschmittel. Besonders unter den Armen und im Intimbereich. · Deo benutzen. · Kleider wechseln und diese bei 60°C waschen. Die Bakterien leben nicht nur auf der Haut, sie sind auch in der Kleidung zu finden. · Möglichst natürliche Materialien tragen, diese lassen sich entsprechend auch mit hohen Temperaturen waschen und sie sind atmungsaktiv.

Mit einem einfachen Riechtraining kann man recht viel erreichen. Vier Düfte reichen. Natürlich muss regelmässig trainiert werden - wie bei jedem Training. Klassiker, für ein Riechtraining sind ätherische Öle wie Nelke, Rose, Zitrone und Eukalyptus. «Man kann aber auch ganz einfach mit Gewürzen aus dem Küchenschrank trainieren», sagt die Fachfrau für Aromapflege und psychiatrische Aromatherapie in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel. Oder im Sommer mit dem Duft von Blumen. Wichtig ist, dass man regelmässig trainiert. Das heisst zweimal pro Tag. Am besten morgens und abends. Während zehn Sekunden schnuppert man am Duft. Dabei darf man wissen, an welchem Duft man schnuppert. Das Training macht man mindestens über 12 Wochen hinweg.

Düfte wirken unmittelbar, kein Wunder haben sie auch therapeutische Wirkung. Einige peitschen auf, andere helfen bei der Entspannung und die dritten sind bei praktisch allen beliebt. Bei praktisch allen beliebt sind Zitrusdüfte, sag Regula Rudolf von Rohr. Sie ist ist Fachfrau für Aromapflege und psychiatrische Aromatherapie an den universitären psychiatrischen Klinken Basel. Als anregenden Duft empfiehlt sie Rosmarin. Allerdings mit der Einschränkung, dass dieses ätherische Öl wegen seiner anregenden Wirkung für Menschen mit hohem Blutdruck nicht geeignet ist. Zum Entspannen kann der Rosmarin helfen. Wer Mühe hat mit diesem Duft mischt ihn am besten mit Orangenduft, sagt die Fachfrau.

Vanille, Nelke, heisse Schokolade oder Glühwein. Und dann sind da noch die Tannenzweige und eine frisch gerüstete Mandarine – so riecht Weihnachten. Ein Sammelsurium von Düften. Wer diese Düfte in der Kindheit wohlbehütet und zufrieden erlebt hat, verbindet damit Geborgenheit. Düften können wir nicht ausweichen. Sie treffen und unmittelbar im Hirn ein und zwar im limbischen System. Dieses besteht aus unterschiedlichen Gehirnbereichen, welche bei einer Geruchswahrnehmung eine emotionale Verknüpfung erstellen. Und diese kann je nach Erinnerung gut oder schlecht sein. Keine Angst, wer beim Nelkengeruch eher an den Zahnarzt und eine Wurzelbehandlung, als an Weihnachten denkt, kann schlecht konnotierte Gerüche auch in gute verwandeln. Es bedarf dazu aber einiger Übung und die Verbindung mit positiven Emotionen, sagt die Professorin für Sozialpsychologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, Bettina Pause.

Die Mythen rund um die Zähne sind wohl so alt wie die Menschheit. Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn. Einen Apfel zu essen ist wie Zähneputzen. Was hat es mit all den Mythen rund um unser Gebiss auf sich? Nur genug schrubben und man hat keinen Zahnstein. Oder: Ein Kaugummi nach dem Essen ist ebenfalls wie Zähneputzen. Was ist dran an diesen Mythen? Der Zahnarzt Reto Spycher hat die Antworten.

Kaum jemand hat keinen Zahnstein. Er ist schmerzlos, aber mit der Zeit ein ästhetisches Problem. Und er kann Mundgeruch verursachen. Und im schlimmsten Fall ist er die Vorstufe für entzündetes Zahnfleisch oder Paradontitis. Nur, was kann man gegen Zahnstein tun? Zahnstein ist kurz gesagt verkalkter Bakterienbelag auf unseren Zähnen, sagt der Zahnarzt Reto Spycher. Kaum jemand hat keinen Zahnstein. Natürlich kommt es auch auf den Speichel an. Oder, ob jemand mit offenem Mund schläft. Dem Zahnstein kann man nicht selber zu Leibe rücken. Hat man ihn einmal, so muss er professionell von der Dentalhygienikerin entfernt werden. Aber man kann prophylaktisch mit einer guten Mundhygiene für etwas weniger Zahnstein sorgen.

Früher verbreitete die Werbung Angst und Schrecken vor Paradontose. Heute sagt man Paradontitis. Aber gewarnt sein soll davor immer noch. Es beginnt mit Zahnfleischbluten oder entzündetem Zahnfleisch. Dies kann im schlimmsten Fall zu Zahnfleischrückgang führen und sogar der Knochen kann sich zurückbilden. Deshalb empfiehlt der Zahnarzt Reto Spycher konsequente Mundhygiene. Am besten dreimal pro Tag mit einer supersoften Zahnbürste die Zähne putzen und einmal pro Tag Zahnseide benutzen.

Ob Zahnbürste oder Zahnpaste - man hat die Qual der Wahl. Soft, supersoft, medium und hard bei der Bürste. Und bei der Zahnpasta gibt es neben den Geschmacksrichtungen auch welche mit und ohne Weisseffekt. Welche sind für unsere Zähne am besten? Bei der Zahnbürste empfiehlt der Zahnarzt Reto Spycher klar soft oder supersoft. Harte Bürsten können zu Verletzungen führen, welche schlussendlich vom Zahnarzt geflickt werden müssen. Ob elektrisch oder konventionell gebürstet wird, spielt keine Rolle. Bei der Zahnpasta empfiehlt Spycher eine Zahncreme, welche keinen zu hohen RDA-Wert hat. Der RDA-Wert sagt, wie stark die Zahnpasta beim Putzen die Zähne abschleift. Der RDA-Wert sollte nicht höher als 50 oder 60 sein.

Ein heisser Tee im Winter draussen, eine Glace im Sommer - und dann hört man oft ein lautes Autsch! Kein Wunder, wenn die empfindlichen Zahnhälse freiliegen. Die häufigste Ursache ist zu enthusiastisches Zähneputzen, sagt der Zahnarzt Reto Spycher. Helfen können in einem ersten Stadium Spezialzahnpastas. Nützen diese nichts, kommt der Zahnarzt zum Zug und versiegelt die empfindlichen Stellen. Manchmal helfe aber nur eine Füllung oder gar eine Krone. Deshalb ist Prävention besonders wichtig. Der Zahnarzt empfiehlt eine weiche Zahnbürste und sanftes Putzen.

Kastration ist das einzige Mittel, die Überpopulation wildlebendee Katzen nachhaltig und tiergerecht in den Griff zu bekommen. Streundende Katzen sind oft unterernährt, leiden unter Parasiten, Krankheiten oder Unfallfolgen. Um das Leid der wildlebenden Katzen zu verhindern, hat sich Esther Geisser, Gründerin und Präsidentin der Tierschutzorganisation NetAP, zum Ziel gesetzt, möglichst viele der Tiere einzufangen und zu kastrieren. Eine solche Aktion braucht aber einiges an Vorbereitungszeit. Und Geduld: Wildlebende Katzen meiden den Kontakt zu Menschen, dür die Kastration müssen sie überlistet und in Fallen gelockt werden.

Ivo Zürcher betreibt in Aeugst am Albis ZH einen Gnadenhof mit 200 Tieren. Eine Arbeit, die nie zu Ende geht. Irgendwo sucht immer ein Tier einen neuen Platz. Gezweifelt hat der gelernte Bauer und Tierpfleger nie an seiner Tierliebe. Er hat es nie bereut, so vielen Tieren eine neue Heimat zu geben. Bereut hat er nur, dass er nicht alle Tiere aufnehmen konnte, die ihm angeboten oder bei ihm abgegeben wurden.

Wer Tierleid vermutet, sollte nicht wegsehen. Bei Verdacht auf Tierquälerei, Misshandlung, Verwahrlosung und so weiter gibt es verschiedene Möglichkeiten, Meldung zu erstatten. Tierquälerei bleibt oft unentdeckt, weil sie hinter verschlossenen Türen passiert. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Tier misshandelt oder vernachlässigt wird, gilt: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und handeln Sie besonnen. Die wichtigsten Schritte: · Gespräch suchen: Sprechen Sie zuerst mit dem Tierhalter, der Tierhalterin und schildern Sie Ihre Beobachtungen. · Dokumentieren: Machen Sie Fotos, notieren Sie Ort, Datum und Details. Zeugen können helfen. · Melden: Bleibt die Situation unverändert, wenden Sie sich an das kantonale Veterinäramt. · Beratung: Bei Unsicherheit können Sie sich an den Schweizer Tierschutz STS wenden – auch anonym. Wichtig: Betreten Sie kein fremdes Grundstück und bringen Sie sich nicht in Gefahr. Mit Zivilcourage und korrektem Vorgehen helfen Sie, Tierleid zu verhindern.

Tierquälerei ist in der Schweiz klar gesetzlich definiert – doch viele Fälle bleiben lange unentdeckt. Man kann aber Anzeichen erkennen, bevor es zu spät ist. Das Schweizer Tierschutzgesetz spricht von Tierquälerei bei besonders schwerwiegenden Verstössen. Dazu gehören Misshandlung, Vernachlässigung, unnötige Überanstrengung, die qualvolle Tötung eines Tieres sowie das Aussetzen oder Zurücklassen, um sich seiner zu entledigen. Auch Tierkämpfe fallen unter diese Kategorie. Weniger gravierende Verstösse – wie zu kleine Gehege für Heimtiere – gelten als Verletzung der Tierschutzverordnung, sind aber ebenfalls strafbar. Wie erkennen Sie Tierquälerei? · Offensichtliche Anzeichen sind Verletzungen, Unterernährung oder extreme Verwahrlosung. · Auch das Verhalten gibt Hinweise: übermässige Angst, Stress oder Aggressivität können auf Missstände hindeuten. · Bei Heimtieren ist oft nicht sofort sichtbar, dass sie leiden – achten Sie auch auf das Umfeld und fragen Sie sich, ob die Bedürfnisse der Tierart erfüllt sind. Was tun bei Verdacht? · Suchen Sie zuerst das Gespräch mit dem Tierhalter. · Bleibt die Situation unverändert, melden Sie den Fall dem kantonalen Veterinäramt. · Wichtig: Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen (Fotos, Datum, Ort) und sammeln Sie, wenn möglich, Zeugen.

Tierquälerei ist strafbar – doch wie erkennt man sie und wohin meldet man Verdachtsfälle? Und wie handeln Behörden und Tierschutzorganisationen? Tierquälerei kann viele Gesichter haben: Misshandlung, Vernachlässigung oder das Aussetzen von Heimtieren. Doch wie erkennt man Anzeichen von Leid? Und was ist der richtige Weg, um Verdachtsfälle zu melden? Im «Ratgeber» gibt Arlette Niederer von der Fachstelle Heimtiere des Schweizer Tierschutz STS praktische Tipps: von der Beweissicherung über die Meldung an Behörden bis hin zu den rechtlichen Konsequenzen. · Tierquälerei ist strafbar: Freiheitsstrafe bis 3 Jahre oder Geldstrafe. · Typische Anzeichen: Unterernährung, Verletzungen, Angst oder Aggression, verdreckte Umgebung. · Beweise sichern: Fotos, Videos, Notizen mit Datum und Ort. · Richtig melden: - Kantonales Veterinäramt (zuständig für Kontrollen). - Polizei (bei akuter Gefahr oder ausserhalb Bürozeiten). - Schweizer Tierschutz STS (Fachstelle Tierschutzkontrollen). · Anonymität möglich, aber Erreichbarkeit für Rückfragen ist hilfreich. · Nicht selbst eingreifen, wenn Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. · Prävention: Aufklärung über artgerechte Haltung und Meldung von Missständen.

Der Verkauf eines Gebrauchtwagens kann aufwändig sein und viele Fragen aufwerfen. Es gibt verschiedene Optionen, um dabei den besten Erlös zu erzielen, ohne unnötig Zeit und Nerven zu verlieren. Christian Wyssmann, Geschäftsführer des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) und TCS-Experte Thomas Bollinger geben im Ratgeber verschiedene Tipps: Inzahlungnahme beim Neuwagenkauf: Dies ist oft die praktischste Lösung, da das alte Fahrzeug direkt beim Kauf des neuen Modells abgegeben wird und man sich den Verkaufsaufwand spart. Verkauf im Auftrag durch Garage: Garagen bieten an, das Auto im Kundenauftrag zu verkaufen. Professionelle Verkäufer übernehmen die Verhandlungen, was einem viel Aufwand erspart, aber mit einer Provision verbunden ist. Privatverkauf über Online-Börsen: Hier kann möglicherweise ein höherer Preis erzielt werden. Zu bedenken ist jedoch der erhebliche Aufwand für Besichtigungstermine, Garantiefragen, Bezahlung und Übergabe. Realistischen Preis ermitteln: Nutzen Sie Online-Tools zur Preiseinschätzung. Der tatsächliche Wert hängt stark vom Zustand ab. Lassen Sie Ihr Auto vorab in einer Werkstatt auf mögliche versteckte Mängel prüfen. Vorsicht bei unseriösen Angeboten: Seien Sie misstrauisch gegenüber Kaufangeboten von Visitenkarten oder Flugblättern, die am Auto oder im Briefkasten landen. Gehen Sie darauf nur ausnahmsweise und sehr vorsichtig ein. Fazit: Aufwand vs. Erlös abwägen: Entscheiden Sie, ob Ihnen ein potenziell höherer Verkaufspreis den Mehraufwand eines Privatverkaufs wert ist, oder ob Sie Bequemlichkeit und Zeitersparnis beim Eintausch bevorzugen.

Die Möglichkeiten der Finanzierung eines Autokaufs sind vielfältig und die Angebote unübersichtlich. Je nach eigenen finanziellen Möglichkeiten und Präferenzen bei der Wahl des Autos bieten sich verschiedene Lösungen an. Am gängigsten beim Autokauf sind Barbezahlung, Leasind und Kredit. Finanzexperte Mahir Yalin von Financescout hat folgende Tips: Stellen Sie sich die grundlegenden Fragen zur persönlichen Situation Wie wichtig ist mir eigentlich Eigentum am Fahrzeug? Wie sieht es mit der Flexibilität aus? Wie sicher ist mein Einkommen? Die 1/3-Regel beim Barkauf beachten Beim Barkauf sollte man nicht mehr als einen Drittel des Ersparten für das Auto ausgeben. Dies stellt sicher, dass für Notfälle oder zukünftige Anschaffungen (Service, Reifen etc.) genügend finanzielle Polster bleiben. Leasing: Flexibilität für die Nutzungsdauer Leasing ist besonders bei Neuwagen beliebt, wegen der Flexibilität bei der Vertragszusammenstellung. Bezahlt wird nur für die effektive Nutzungsdauer, meistens im Verhältnis zu einem Kredit mit einem günstigeren Zinssatz. Man wird jedoch nicht Eigentümer oder Eigentümerin des Autos und es bestehen Kilometerbegrenzungen sowie Vollkaskopflicht. Autokredit: Eigentum und Freiheit Ein Autokredit macht Sie von Anfang an zum Eigentümer des Fahrzeugs. Zudem können Sie die Schuldzinsen steuerlich absetzen. Kredite eignen sich oft gut für Occasionsfahrzeuge. Die 20%-Regel für die monatliche Rate als Richtwert Um eine Überschuldung zu vermeiden, empfiehlt sich die «20%-Regel»: Die monatliche Rate sollte 20% des Einkommens nicht übersteigen. Diese Faustregel hilft, die monatliche Belastung realistisch einzuschätzen und finanziell handlungsfähig zu bleiben. Angebote vergleichen und nicht blind vertrauen Egal für welche Finanzierungsart Sie sich entscheiden, der Vergleich ist unerlässlich. Gerade bei Neuwagen gibt es oft attraktive Aktionen von Markenvertretern. Bei Occasionen ist besondere Vorsicht und ein umfassender Vergleich ratsam, um das beste und fairste Angebot zu finden. Allgemeine Faustregel Leasing für kurze Zeit, Kredite für Eigentum, Abos für maximale Flexibilität und für Sparfüsse der Barkauf.

Ein Occasionsauto kann eine kluge und kostengünstige Wahl sein. Doch wie erkennt man ein gutes Angebot und vermeidet teure Überraschungen? Der TCS-Experte gibt wertvolle Tipps für den sicheren Gebrauchtwagenkauf – von der Garage bis zum Online-Angebot. Der Kauf eines Occasionsautos ist oft finanziell attraktiv, da der grösste Wertverlust bereits abgeschrieben ist. Doch mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Reparaturen. TCS-Experte Thomas Bollinger empfiehlt daher, beim Kauf auf folgende Punkte zu achten: Kauf beim Garagisten: Bevorzugen Sie Garagen mit eigener Werkstatt. Bei Occasionen, die älter als fünf Jahre sind, sollte der Verkäufer das Auto auf seine Kosten beim TCS einem Occasionstest unterziehen. Das schafft Transparenz über den Zustand und mögliche Mängel. MFK und Garantie: Die letzte MFK-Kontrolle sollte nicht länger als acht Monate zurückliegen, besonders bei Autos über vier bis fünf Jahren. Achten Sie zudem auf eine Garantie von mindestens drei Monaten auf Teile und Arbeit, um sich vor unerwarteten Kosten zu schützen. Viele Garantie-Versicherungen schliessen oft wichtige Punkte aus. Elektroautos: Für Elektro-Occasionen bieten Garagen und der TCS spezielle Batterietests an, die Aufschluss über den Zustand der Batterie geben. Ein Batteriezertifikat ist hier ein wichtiges Kriterium. Preis-Leistungs-Verhältnis: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oft vier bis fünf Jahre alte Occasionen mit weniger als 75'000 km Laufleistung. Vorsicht bei «Kiesplatz»-Händlern und Privatkäufen: Wer wenig Ahnung von Autotechnik hat, sollte bei grossen Occasionsmärkten oder Privatverkäufen vorsichtig sein. Ein umfassender Test und ein Batteriezertifikat bei E-Autos sowie ein vollständiges Service-Heft sind unerlässlich. Bei moderneren Autos ist zudem die Software ein wichtiger Faktor, die oft nur von Vertragshändlern ausgelesen, analysiert und aktualisiert werden kann. Der private Online-Kauf älterer Occasionen birgt erhöhte Risiken.

Wer ein umweltfreundliches Auto kaufen möchte, landet schnell beim Elektroauto. Doch worauf sollte man achten, damit die Wahl wirklich nachhaltig ist? Ein Experte erklärt die wichtigsten Kriterien – vom Batteriecheck bis zur Fahrzeugklasse. Die 5 wichtige Tipps von Luca Maillard, Spezialist für Fahrzeugbewertung, VCS/eco-auto: · eco-auto bewertet Elektroautos nach drei Hauptkriterien: Batteriegrösse, Effizienz und Lärmemission. Kleinere Batterien und effizientere Modelle schneiden besser ab. · Elektroautos werden als umweltfreundlichste Option empfohlen, da sie effizienter sind und weniger Energie, Lärm und Schadstoffe produzieren als andere Antriebsarten. · Bei der Auswahl eines Elektroautos sollten Käuferinnen und Käufer Fahrzeugklasse, Batterie, Effizienz, Anzahl der Sitzplätze und andere individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. · Langfristig sind Elektroautos oft günstiger als Verbrenner aufgrund niedrigerer Energie- und Wartungskosten sowie längerer Garantien für die Batterie. · Es gibt inzwischen über 20'000 gebrauchte Elektroautos auf dem Schweizer Markt. Beim Kauf sollte man auf den Batteriezustand und fortlaufende Garantien achten.

Ein neues Auto soll her, aber welches, woher und zu welchem Preis? Die Auswahl ist riesig, die Vielfalt an Marken und Modellen unüberblickbar und vor Angeboten und Aktionen kann man sich kaum erwehren. Im Ratgeber bietet ein Branchenprofi Orientierungshilfe. Ob Neuwagen, Occasion oder Vorführmodell – wer ein Auto kaufen will, steht vor vielen Entscheidungen. Christian Wyssmann ist Geschäftsführer des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS). Im Ratgeber gibt er praxisnahe Tipps für den Weg zum passenden Fahrzeug. Bedürfnisse und Fahrverhalten analysieren Wie oft und wie weit fahre ich? Brauche ich Platz für Familie, Hund oder Sportgeräte? Wer seine Gewohnheiten kennt, trifft die bessere Wahl. Fahrzeuggrösse und Ausstattung bewusst wählen Ob Kleinwagen oder Kombi: Entscheidend ist, was im Alltag wirklich gebraucht wird – inklusive Komfort, Infotainment und Unterhaltskosten. Neu oder Occasion? Budget und Garantie vergleichen Occasionsfahrzeuge sind günstiger, bieten aber weniger Garantie. Neuwagen punkten mit Werksgarantie und individueller Ausstattung. Lagerfahrzeug oder individuelle Bestellung? Lagerfahrzeuge sind sofort verfügbar, aber nicht immer exakt nach Wunsch konfiguriert. Wer genaue Vorstellungen hat, bestellt besser neu. Vertrauen ist zentral – Garage mit gutem Service wählen Ob Dorfgarage oder Markenvertretung: Ein vertrauensvoller Kontakt ist entscheidend. Oft lohnt sich der Gang zur bekannten Service-Garage.

Tiere sind für ein funktionierendes Ökosystem lebenswichtig und auch für den Menschen sind sie auf viele Arten nützlich. Einige bestäuben Blüten, andere schützen vor Schädlingen. Wildbienen sind unabdingbar im Garten: Sie bestäuben Obstgehölze und Beeren. Und Schwebfliegen, Marienkäfer und Florfliegen legen ihre Eier in Blattlauskolonien, die geschlüpften Larven fressen bis zu 100 Blattläuse pro Tag. Auch das Grüne Heupferd, die grösste Heuschrecke der Schweiz, ist ein wichtiger Nützling: Sie frisst verschiedene Insekten, mit Vorliebe die beiden eingeschleppten Wanzenarten Grüne Reiswanze und Marmorierte Baumwanze, die grosse Schäden an Gemüsen und Früchten anrichten. Das Grüne Heupferd mag sonnige, warme Gartenteile, eine Strauchgruppe, eine Blumenwiese oder eine Gründüngung mit Getreide. Mit einer Strauchgruppe und passenden Begleitpflanzen lassen sich auch verschiedene andere verschiedenen Nützlinge in den Garten locken. · Geeignete Sträucher: Weissdorn, Gemeiner Schneeball, Gemeiner Liguster. · Geeignete Blütenstauden: Schafgarbe, Zitronenmelisse, Wildes Rüebli, Dost, Bergminze.

Der Biswind ist kalt und trocken. Wenn er über den Boden fegt, trocknet er ihn aus und kühlt ihn ab. Empfindliche Pflanzen können austrocknen und absterben. Die Permakultur bietet Möglichkeiten zum Schutz. Sind empfindliche Pflanzen (Rosmarin, Echter Lorbeer, Heidelbeeren) der Bise ausgesetzt, können sie austrocknen und absterben. In der Permakultur werden Gestaltungselemente (z.B. eine Hecke) so angelegt, dass sie mehrere Bedürfnisse erfüllen und verschiedene Funktionen ausüben. Das macht den Garten vielseitig und vernetzt. Windschutzhecke · Durch eine im Nordosten stehende Hecke wird der Biswind abgebremst. · Wird die Hecke halbrund geführt, so werden auch kalte Nord- und Nordwestwinde abgebremst und es entsteht im Innern eine warme, geschützte Zone. · Werden Wildfruchtpflanzen verwendet, gibt es eine vielfältige Ernte (z.B. Kornelkirsche, Hasel, Weissdorn, Schlehe, Mispel). · Zweige und Äste liefern Schnitzel für die Wege, Futter für Tiere, Schnittgut für Hügelbeet. · Das Laub dient als winterliche Abdeckung der Gartenbeete. · Nistende Vögel sorgen für eine Dezimierung von schädlichen Insekten.

In einem Permakulturgarten möchte man möglichst wenig aus dem Garten wegführen. Auch das Schnittgut von Gehölzen wird wiederverwendet, z.B. um ein Hügelbeet aufzubauen. Das Hügelbeet benötigt einen sonnigen Standort und wird in Nord-Süd-Richtung angelegt, damit das Gemüse allseitig besonnt wird. So geht man vor: · Im Verlauf des Herbstes Schnittgut (Äste, Zweige), Laub, grobe Komposterde bereitstellen. · Grundform des Hügelbeetes mit Pföstchen markieren: Breite 150 - max.180 Zentimeter, Länge variabel. · Erde 25 Zentimeter tief ausheben, Grasmutten und Erde separat deponieren. · Grobe Äste in der Mitte ca. 40 - 50 Zentimeter hoch zu einem Walm schichten, rundum ca. 50 Zentimeter frei lassen. · Grasmutten umgekehrt darauflegen, danach 25 Zentimeter nasses Laub schichten, dann 15 Zentimeter grobe Komposterde und zuletzt die Erde mit feinem Reifkompost darauf verteilen. Das Material beginnt zu verrotten und es entsteht im Frühling Wärme. Weitere Düngung ist nicht nötig. Im ersten Jahr ist das Hügelbeet ideal für Starkzehrer wie Zucchini, Kürbis, Kohl, Tomaten, Chilis etc. Im zweiten Jahr nochmals Kohlgewächse, gemischt mit Zucchini und mit Mittelzehreren wie Rande, Fenchel, Kohlrabi, Knobli, Erdbeeren. Im dritten Jahr Pastinaken, Mangold, Rüebli, Zwiebeln. Ab dem vierten Jahr Schwachzehrer wie Salate, Bohnen, Erbsen Kefen, Radiesli, Kresse anbauen. Das Hügelbeet hält 5 - 7 Jahre. Ab dem fünften Jahr allenfalls reife Komposterde darüber streuen.

Aufbau und Pflege des Bodens sind in der Permakultur sehr wichtig: Man möchte mit wenig Input von aussen wie Dünger etc. eine stabile und ausgeglichene Bodenfruchtbarkeit aufbauen, die die darauf wachsenden Pflanzen ernährt und gesund hält. Die Grundsätze der Permakultur legen grossen Wert darauf, das Bodenleben zu fördern und die Mikroorganismen im Boden zu ernähren. Ein Boden in der Natur ist auch nie lange Zeit leer: Im Wald bedecken Laub, Zweige und Baumfrüchte die Erde, die darunter lebenden Kleinstlebewesen ernähren sich von dieser Schicht und wandeln sie in Humus um. Und offene, nackte Erde wird rasch bedeckt, hier wachsen innert kürzester Zeit schnell wachsende Pflanzen. In der Permakultur gilt deshalb die Regel, Böden nicht unbedeckt zu lassen. Sie sind entweder gemulcht oder mit Pflanzen bewachsen. Die Inspiration für den heimischen Garten darum: Hat es noch nackte Erde im Gemüsegarten, kann er mit Mulch bedeckt werden, also mit gehäckseltem Laub, gehäckseltem Stroh etc.

Der Begriff Permakultur verschmilzt die beiden englischen Wörter «permanent» und «agriculture». Übersetzt heisst das «permanente Kultur», und dahinter steht die Anschauungsweise, nur das im Leben zu verbrauchen, was wir wirklich benötigen und für uns verfügbar ist. Wenn man einen Garten im Sinne der Permakultur gestaltet, gibt es drei ethische Leitplanken: · für die Erde Sorge zu tragen · für die Menschen Sorge zu tragen · sorgfältig vorzugehen. Es geht im Garten um eine ganzheitliche Bewirtschaftungsform, z.B. um den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, sparsam mit Wasser umzugehen, Verschwendung zu vermeiden und Material zu recyclen, einen Teil der eigenen Nahrung selber zu produzieren. Und es geht darum, den Garten auch als Lebensraum von Wildtieren zu verstehen. Inspiration aus der Permakultur In einer Obstbaum-Pflanzengemeinschaft werden kurzlebige und mehrjährige Pflanzen kombiniert, so kann man vielfältig ernten und gleichzeitig den Obstbaum vor Wühlmäusen schützen: · Sonnigen Standort im Garten, z.B. im Gemüsegarten auswählen. · Im Spätherbst und Winter bei frostfreiem Wetter einen Quittenbaum (z.B. Sorte «Cydora Robusta») sowie ein bis zwei Johannisbeersträucher (z.B. Alpen-Johannisbeere und die rote Sorte «Rovada») darunter setzen, dazu ein bis zwei Meerrettich pflanzen. · Im Frühling ergänzen mit Duftveilchen an der Südseite und Waldmeister an der Nordseite, rundherum Osterglocken setzen, denn Narzissen und Herbstzeitlose sind giftig für Wühlmäuse, so lassen sie die Wurzeln des Obstbaumes in Ruhe.

Freundschaften entstehen meist unter Gleichgesinnten – und Gleichgeschlechtlichen. Doch insbesondere gemischte Freundschaften erweitern den Horizont. Freundschaften entstehen vor allem zwischen Menschen, die sich ähnlich sind. Das heisst auch, dass der Grossteil vor allem mit Menschen des gleichen Geschlechts befreundet ist. Wie unterscheiden sich Frauen und Männer-Freundschaften? In der Tendenz sind Männer zwar inklusiver, weil kumpelhafter, Frauen dafür aber emotional zugänglicher. «Männer profitieren eher von Freundschaften mit Frauen, weil sie sich da emotional mehr öffnen», sagt Psychologin Jana Nikitin von der Universität Wien. Wie sehr man sich öffnet, trägt auch dazu bei, ob eine Freundschaft überhaupt entsteht – denn die Balance von Geben und Nehmen muss gegeben sein. Das Schöne an Freundschaft: Sie erweitert den eigenen Horizont. Dank unserer Freundinnen und Freunden ändern wir auch die Meinung zu Themen, die uns wichtig sind. Das hat eine umfassende Studie zu Freundschaften in der Schweiz vom Gottlieb Duttweiler Institut ergeben: «Menschen glauben viel mehr ihren Freunden und lassen sich von ihnen überzeugen als von Autoritäten», sagt Soziologe Jakub Samochowiec. Damit hat Freundschaft auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Auch hier sind gemischte Freundschaften besonders bereichernd, weil sich der Erfahrungsschatz von Frauen und Männern unterscheidet.