Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Ungefähr ein Viertel der Menschheit leidet unter Krampfadern. Sie können in den Beinen Schmerzen verursachen oder unter der Haut ertrastbar sein. Aber es gibt Mittel und Wege, Krampfadern zu behandeln. Ursache für Krampfadern sind vor allem eine Bindegewebsschwäche und eine erbliche Vorbelastung. Besonders betroffen sind Berufsleute, welche viel stehen müssen wie Verkaufspersonal, Coiffeusinnen und Coiffeure oder Köche und Köchinnen. Krampfadern können heute gut behandelt werden.

Schmerzen die Beine beim schnellen Gehen oder wenn es den Berg hoch geht, kann dies ein Hinweis auf eine Durchblutungsstörung sein. Diese nennt man auch Schaufensterkrankheit. Patientinnen und Patienten klagen häufig über Schmerzen beim Bergaufgehen oder beim schnellen Gehen, sagt Lea Attias-Widmer, Chefärztin Angiologie am Spitalzentrum Biel. Da dieser Schmerz die Leute dazu zwingt, stehen zu bleiben, nennt man Durchblutungsstörungen in den Beinen auch Schaufensterkrankheit: Es sieht aus, als ob man stehen bleiben würde, um in ein Schaufenster zu blicken. Dabei sind es die Beine beziehungsweise die Muskeln, die zu wenig mit Blut versorgt sind. Das Innehalten führt dazu, dass die Muskeln wieder mit Blut versorgt werden und die Patientin oder der Patient weitergehen kann – bis zum nächsten Schaufenster.

Arterien, Venen, Kapillargefässe sowie das Lymphsystem bilden unser Gefässsystem. Die Blutgefässe versorgen den ganzen Körper mit Nährstoffen und sind im wahrsten Sinne des Wortes unsere Lebensader. Unser Gefässsystem – alle Arterien, Venen und Kapillargefässe aneinander geknüpft – misst rund 100'000 Kilometer. Das entspricht der Strecke zweieinhalb mal um die Erde. Kein Wunder, sollten wir Sorge zu unseren Gefässen tragen. Die Chefärztin für Angiologie am Spitalzentrum Biel, Lea Attias-Widmer, empfiehlt, beim Hausarzt oder der Hausärztin regelmässig den Blutdruck und die Blutfettwerte, also das Cholesterin, kontrollieren zu lassen. Auch Übergewicht tut unseren Gefässen nicht gut. Dafür mögen sie Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, am besten die mediterrane.

Sie ist Anlaufstelle für Versicherte, die mit Entscheiden und Leistungen ihrer Krankenkasse nicht einverstanden sind: die Ombudsstelle Krankenversicherung. Die neutrale Stelle hilft, wenn sich Kunde und Kasse in den Haaren liegen. Zwischen 4500 und 5500 Fälle bearbeitet die Ombudsstelle Krankenversicherung im Jahr. Zwar fallen rund 80 % der Fälle im Sinne der Versicherer aus, doch ist die Akzeptanz bei den versicherten gross. Viele seien nach Abschluss der Vermittlung froh, dass ihr Fall erledigt ist, vor allem, wenn der Sachverhalt nachvollziehbar erklärt werden konnte, sagt Ombudsfrau Susanne Müller Ineichen. Im «Ratgeber» erklärt sie die die Abläufe auf der Ombudsstelle.

Ein Krankenkassenwechsel ist eine reine Formalität – wenn man alles richtig macht. Vor allem bei telefonischen oder Online-Anträgen und -Abschlüssen passieren gerne Fehler. Und auch über den Umfang der Deckung von Zusatzversicherungen irren sich die Versicherten gelegentlich. Antrag und Abschluss einer Krankenversicherung sind heute ganz einfach online möglich und auch gang und gäbe. Doch wie einfach klickt man doch ein falsches Feld an, macht unbewusst ein Kreuzchen, wo man keines machen wollte? Oder man sagt telefonisch zu für eine Leitung, die man gar nicht wollte. In solchen Fällen gibt es zwar ein Widerrufsrecht – wenn man den Fehler denn rechtzeitig bemerkt. Bezüglich Zusatzversicherungen ist wichtig, zu wissen, dass sie keine Abos sind für bestimmte Behandlungen oder Therapien und auch keine Vollkaskoversicherungen. Die Krankenkasse kann Sinn und Unsinn einer Leistung überprüfen und diese gegebenenfalls einstellen.

In der Grundversicherung die Krankenkasse zu wechseln, ist recht einfach – eine reine Formalität – wenn man die Termine beachtet. Ob sich ein Wechsel – auch nach einer Prämienerhöhung – lohnt, muss jeder und jede selbst einschätzen. Noch vor Ende September wird das Bundesamt für Gesundheit die neuen Krankenkassenprämien für 2027 publizieren. Sie sind ab dann einsehbar und vergleichbar. Wer will, kann ab dann mit der Grundversicherung zu einer anderen Krankenkasse wechseln. Die Formalitäten sind klar und ziemlich einfach. Die Termine und Fristen sind aber unbedingt zu beachten. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Termine und Fristen bei Zusatzversicherungen anders geregelt sind.

Im Gegensatz zur Grundversicherung sind die Zusatzversicherungen zur Krankenversicherung nicht obligatorisch – und man hat keinen Anspruch auf Aufnahme. Das hat Konsequenzen für die Wahl und beim Kündigen von bestehenden Versicherungen. Krankenversicherungs-Ombudsfrau Susanne Müller Ineichen erklärt: Der Abschluss einer Zusatzversicherung ist im Privatrecht geregelt – entsprechend haben die Krankenkassen bei der Ausgestaltung der Bestimmungen und Bedingungen mehr Freiheit als bei der Grundversicherung. Diese ist als Sozialversicherung den betreffenden Bestimmungen unterstellt. Eine Krankenkasse ist daher nicht verpflichtet, jemanden in eine Zusatzversicherung aufzunehmen, der oder die aus ihrer Sicht den Anforderungen nicht genügt. Beim Wechseln von einer zur anderen Zusatzversicherung ist darum Vorsicht angezeigt. Auch sind Zusatzversicherungen keine Vollkaskoversicherungen: Die Krankenkassen behalten es sich vor, Eignung, Nutzen und Wirtschaftlichkeit von zu bezahlenden Behandlungen jederzeit zu überprüfen. Als nützlichste Zusatzversicherungen bezeichnet Susanne Müller Ineichen die für Kieferorthopädie für Kinder, für Rettung und Transportkosten im Inland sowie für Notfall-, Heilungs- und Rückführungskosten im Ausland.

Ende September werden die Krankenkassenprämien fürs nächste Jahr publiziert. Ab dann kann man bei Bedarf eine neue Grundversicherung suchen. Susanne Müller Ineichen, Ombudsfrau Krankenversicherung, gibt Tipps und schildert die häufigsten Fehler und Irrtümer der Versicherten. Welches Modell bei der Grundversicherung? Welche Franchise? Und soll oder muss ich mich auch gegen Unfall versichern und falls ja, wie? Versicherte lassen sich von Werbung und verlockend klingenden Bezeichnungen für Versicherungsmodelle gerne täuschen. Sie vergessen, das Kleingedruckte zu lesen. Das kann im schlimmsten Fall teuer werden. Einfacher ist die richtige Wahl der Franchise: Sinn machen nur die tiefste von 300 Franken und die höchste von 2500 Franken. Letztere kann aber ihre Tücken haben! Einen Versicherungsschutz für Unfall via Krankenkasse braucht nur, wer nicht beim Arbeitgeber obligatorisch für Betriebs- und Nichtbetriebsunfall versichert ist, also Kinder und Seniorinnen. Aber Achtung: Wer die Unfallversicherung bei der Krankenkasse hat, bezahlt Franchise und Selbstbehalt!

Unter Bäumen, Büschen und Hecken fühlen sich die verschiedensten Frühlingsblumen wohl. Je nach Gehölz passen andere Arten, die für eine frühe Farbenpracht sorgen. · Für Wildhecken und heimische Bäume eignet sich der Zweiblättrige Blaustern mit seinen leuchtend blauen Blüten. · An halbschattigen, kühlen und feuchten Standorten – z. B. unter Gewöhnlichem Schneeball oder Holunder – wächst das weiss blühende, duftende Märzglöckchen. · Zu Blütensträuchern passen Gartensorten von Hasenglöckchen. · Unter Obstbäumen fühlen sich Schneeglöckchen zu Hause. · Strahlen-Anemonen passen zu kleineren Blütensträuchern. Alle diese früh blühenden Sorten sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für überwinterte Hummelköniginnen.

Auch auf Balkon und Terrasse lassen sich bunte Frühlingsblumen-Meere einrichten. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie das Angebot an geeigneten Blumenzwiebeln. Für die Topfkultur von Blumenzwiebeln auf dem Balkon oder der Terrasse eignen sich niedrige Sorten mit eine Blumenhöhe von 20 - 30 cm. Sie bleiben auch im Halbschatten oder an windigen Orten standfest. Für das Pflanzen der Blumenzwiebeln benötigt man Töpfe mit Abzugslöchern am Boden oder an der Seite, damit das Wasser gut ablaufen kann. Es hat sich bewährt, eine Schicht Tonscherben oder Blähton über die Löcher zu legen, um den Wasserabfluss zu sichern. Als Substrat wird frische Blumenerde verwendet. Blumenzwiebeln im Topf sind nicht von Natur aus frostfest, mit dem richtigen Schutz können sie aber draussen überwintern. In der Stadt oder auf einem Südbalkon ist das Risiko von Frostschäden geringer als an windigen, der Bise ausgesetzten Standorten • Bei tiefen Temperaturen: Töpfe an eine windgeschützte Hauswand stellen und mit einem dicken Vlies oder einer alten Wolldecke abdecken, damit die Erde nicht komplett durchgefriert. • Bei dauerhaftem Frost werden die Töpfe vorübergehend im Keller oder in der Garage gelagert.

Ein Blütenteppich aus Krokussen oder Osterglocken lässt sich am einfachsten in einem Blumenrasen realisieren. Frühlingsblüher wie Krokusse, Strahlenanemonen oder Osterglocken dürfen nach der Blüte mindestens vier Wochen lang nicht gemäht werden. Mithilfe ihrer Blätter lagern sie Kohlenhydrate in der Blumenzwiebel ein, damit die Pflanzen im nächsten Frühjahr wieder austreiben und blühen können. Allerdings ist ein solches schonendes Schnittregime bei einem intensiv genutzten Sport- oder Hausrasen, der von einem Mähroboter geschnitten wird, nicht möglich. Zuerst werden die Blumenzwiebeln gesetzt: • Mindestens 20 Stück Blumenzwiebeln pro Quadratmeter einplanen. • Eine Schaufel verwenden, da die Zwiebeln tiefer als gewöhnlich gepflanzt werden: Krokusse 8 - 10 cm tief in die Erde, Osterglocken 15 - 20 cm tief. • Für ein harmonisches Bild nur eine Art (entweder Krokusse oder Osterglocken) wählen. • Die Zwiebeln für einen natürlichen Look so verteilen, als wären sie zufällig dorthin gestreut worden. Dann wird der Blumenrasen instand gestellt: • Der Blumenrasen wird zuerst zweimal mit einem Vertikutierer bearbeitet (kann gemietet werden oder eine Gartenbaufirma beauftragen). • Einfache Blumenrasen-Mischungen können noch im September gesät werden. • Ist mehr als 50% des Haus- oder Sportrasens vergetrocknet, muss er neu angelegt werden. • Trockenresistente Mischungen: Für einen reinen, grünen Rasen ohne Blumen eignen sich hitze- und trockenverträgliche Rasenmischungen (z.B. «Hot Summer»).

Wenn im Frühling ein ganzer Blütenteppich auf einmal blüht, ist das ein überwältigender optischen Eindruck. Ein dicht bepflanztes Beet, beispielsweise mit Tulpen, wirkt deutlich leuchtender und intensiver als einzeln verstreute Blüten. Pflanzen Sie die Blumenzwiebeln ruhig in grossen Mengen! Das gemeinsame Blühen entspricht dem natürlichen Lebensrhythmus der Pflanzen, da so die Befruchtung optimal gewährleistet ist. Zudem bringt es einen grossen ökologischen Vorteil mit sich: Bienen und Hummeln sparen bei der Nahrungssuche in einem dichten Blütenteppich wertvolle Energie. Sie können so die oft noch kurzen sonnigen Frühlingstage viel effizienter nutzen.

Blumenzwiebeln sind anspruchslos und einfach im Umgang: Einmal gepflanzt, überleben sie oft mehrere Jahrzehnte und überraschen jeden Frühling von neuem. Vor 20 Jahren wurde eine grosse Studie mit Blumenzwiebeln durchgeführt. Dabei wurden die Zwiebeln an verschiedenen Standorten in Europa ausgepflanzt und über Jahre hinweg beobachtet. Das Resultat zeigte, dass verschiedenste Narzissensorten am längsten - effektiv jahrzehntelang - überleben. Bei den Tulpen sind es verschiedene Wildtulpen und ein paar alte Tulpensorten. Unter den kleinen Blumenzwiebeln wiederum gibt es den Sibirischen Blaustern und den Elfen-Krokus, die sich sogar zu stark ausbreiten. Tipps für unkomplizierte und langlebige Blumenzwiebeln: Nährstoffreiche Böden in sonniger Lage: → Darwin-Hybrid-Tulpen in den Farben Gelb zu Rot, in Rosenbeete Nährstoffreiche Böden an sonniger bis halbschattiger Lage: → Trompeten-Narzissen (z.B. «Golden Harvest») auch zu Gräser-Rabatten → Zierlauch «Purple Sensation» Kleinere Blumenbeete an sonniger bis halbschattiger Lage: → Jonquillen-Narzisse «Sailboat» und «Pipit» → Cyclamineus-Narzisse «Jetfire» und «Jack Snipe» Magere Erde an sonniger Lage: → Wildtulpe (Tulipa tarda) → Wildtulpe (Tulipa turkestanica)

Sobald wir eine Erkältung haben oder wenn die Tage kürzer werden, wollen wir uns etwas Gutes tun. Am besten mit einem Vitaminpräparat - womöglich einem Multivitaminpräparat. Vergessen Sie es! Mit einer ausgewogenen Ernährung, am besten mediterran, bekommen wir genug Vitamine. Peter Ballmer ist Spezialarzt für Innere Medizin und emeritierter Professor an der Uni Zürich. Sein Spezialgebiet ist die Ernährung. Entsprechend kennt er sich auch mit den Supplementen aus. Die einzigen Vitaminpräparate, die Sinn machen sind Vitamin B12 für Menschen, die sich vegan ernähren und Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure, für Frauen in der Schwangerschaft.

Der Hals kratzt und schon wollen wir uns etwas Gutes tun, am besten mit einer Vitamin-C-Tablette. Dieses Bedürfnis hat die Pharmaindustrie in uns geweckt. Dabei war das synthetische Vitamin C in den 1930er-Jahren ohne Verwendungszweck erfunden worden. Diesen schuf erst die Marketingabteilung. Damals hiess sie noch Propagandaabteilung, als in den 1930er-Jahren Vitamin C gratis an Ärzte abgegeben wurde. Diese verteilten es munter an ihre Patientinnen und Patienten. Der Hype um Vitamin C gegen Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems war geboren. Und er hält bis heute an. Beat Bächi ist Medizinhistoriker und hat die Karriere des Vitamin C erforscht. «Das Interessante am Vitamin C ist, dass man einen Stoff hatte, aber nicht wusste, wofür er gut war.» Also wurde experimentiert, zum Beispiel mit Strumpfhosen, die mit Vitamin C angereichert waren oder Vitamin C Zigaretten. Erst die Abgabe via Ärzteschaft brachte den Durchbruch. Es erstaunt den Wissenschaftler nicht, dass das Vitamin C in den 1930er-Jahren aus Supplement auf fruchtbaren Boden fiel. Nach einem ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise entdeckten die Menschen die Selbstoptimierung. Gesunde tun etwas für Ihre Gesundheit - das gilt bis heute.

Die Vitamine A, E und K fallen fast ein bisschen ab, neben dem Vitamin C und dem Vitamin B12, das seit vegan gegessen wird, immer wieder Thema ist. Grundsätzlich sind alle Vitamine wichtig, sagt Stéphanie Bieler von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Vitamin A ist gut für unsere Augen. Das heisst nicht, dass wir jetzt ohne Ende Rüebli essen müssten. Durch ausgewogene Ernährung bekommen wir alle Vitamine, die wir brauchen. Und Vitamin A kommt sowieso nicht in tierischen Produkten vor. Im Rüebli ist Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Mit Hilfe von Fett wandelt der Körper Beta-Carotin in Vitamin A um. Vitamin E schützt unser Blut und unsere Zellwände. Auch davon bekommen wir mit Öl, Kernen, Samen und Nüssen hinreichend. Vitamin K schliesslich ist gut für die Blutgerinnung und unsere Knochen. Auch da: Kein Mangel in Sicht in unseren Breitengraden, wenn man sich ausgewogen ernährt.

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin. Immer mehr hört man auch von Vitamin B, besonders von Vitamin B12. Für Veganerinnen und Vegetarier ist wichtig, dass sie dieses dem Körper speziell zuführen, da sie kein bzw. ungenügend Vitamin B12 aus ihrer Ernährung erhalten. Vitamin B12 nimmt man nur über tierische Produkte zu sich. «Ein Mangel an Vitamin B12 ist tückisch», sagt Stéphanie Bieler, Fachexpertin bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Die Speicher an B12 sind lange voll, einen Mangel stellt man oft sehr viel später fest.» Auch wichtig ist das Vitamin B9, besser bekannt unter dem Namen Folsäure. Besonders Schwangeren wird empfohlen schon vor der Schwangerschaft Folsäure zu sich zu nehmen. Genügend Folsäure wirkt präventiv gegen Missbildungen bei der Entwicklung des Kindes.

Lithium kennt man von Batterien. Mittlerweile wird es auch als Nahrungsergänzungsmittel gepriesen. Doch da ist Vorsicht geboten. Lithium gibt es in zwei Darreichungsformen: als Lithium-Carbonat und als Lithium-Orotoat. Das Orotat erlebt gerade in den sozialen Medien einen Hype als Nahrungsergänzungsmittel. In der Schweiz und in der EU ist es allerdings dafür nicht zugelassen. Und der Nutzen ist auch umstritten. Deshalb besser: Hände weg. Lithium-Carbonat dagegen wird als verschreibungspflichtiges Medikament bei nicht therapierbaren Depressionen und bipolaren Störungen medizinisch streng überwacht eingesetzt.

Plötzlich streikt der Hund, die Katze dreht die Nase weg – oder sie lässt sich beim Nachbarn verpflegen. Expertin Annette Liesegang erklärt, was dahintersteckt und wie eine Umgewöhnung gelingt. Erste Frage: Ist das Tier gesund? Wenn ein Tier plötzlich nicht mehr frisst, ist Krankheit der häufigste Grund. Erst wenn der ausgeschlossen ist, lohnt es sich, nach anderen Ursachen zu suchen. Weitere mögliche Gründe Tiere können Aversionen entwickeln – ein schlechtes Erlebnis im Zusammenhang mit einem bestimmten Futter reicht manchmal aus. Ältere Tiere riechen und schmecken oft schlechter und fressen deshalb weniger. Umgewöhnung: Langsam ist das Stichwort Niemals von heute auf morgen wechseln. Das neue Futter schrittweise unter das alte mischen, die Menge langsam verschieben. Ein Tröpfchen Rahm oder eine leichte Bouillon können helfen, das neue Futter schmackhafter zu machen – Salzgehalt dabei im Auge behalten. Die «harte Tour» funktioniert nur beim Hund – manchmal Katzen sollte man nie einfach hungern lassen. Sie brauchen mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Beim Hund kann Geduld helfen – aber nur, wenn er wirklich gesund ist. Fremdgefütterte Katzen: Ein heikles Thema Wird die Katze heimlich beim Nachbarn verköstigt, hilft eigentlich nur eines: das Gespräch suchen. Futtertricks helfen wenig – eine Katze entscheidet letztlich selbst, wo es ihr besser gefällt.

Haustierfutter aus Insekten, vegane Ernährung, getreidefrei – es mag im Trend sein, doch was ist sinnvoll? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang ordnet die alternativen Futterkonzepte für Hund und Katze ein. Getreide: Kein Teufelszeug Die Angst vor Getreide im Tierfutter kommt aus der menschlichen Ernährungsdebatte. Für Hunde sind Kohlenhydrate grundsätzlich kein Problem. Bei der Katze ist weniger Getreide sinnvoller – sie will eigentlich Fleisch. Trotzdem: Trockenfutter braucht Getreidemehl, um seine Form zu behalten. Ein fester, gut geformter Kot zeigt, ob das Tier gut damit zurechtkommt. Vegan und vegetarisch: Bei der Katze nicht möglich Beim Hund lässt sich eine vegetarische Ernährung mit Eiern oder Milchprodukten ausgewogen gestalten. Bei der Katze funktioniert das nicht – sie braucht zwingend tierische Produkte. Die Gesamtration muss immer «einen ganzen Kuchen ergeben»: Alle lebenswichtigen Nährstoffe müssen enthalten sein. Insektenfutter: Vielversprechend, aber nicht ganz einfach Insektenprotein ist besonders für Allergiker interessant, kann aber selbst allergisch wirken. Ökologisch ist das Bild differenzierter als oft dargestellt: Insekten benötigen selbst hochwertiges Futter. Das eigentliche Potenzial liegt darin, Insekten auf organischen Reststoffen grosszuziehen – das wäre nachhaltig, günstig und ressourcenschonend.

Hier ein Häppchen vom Familienesstisch, dort ein Schnäfel von den Küchenresten: Hunde und Katzen essen gerne Resten von unserem Essen? Ist das gesund? Und was ist mit rohem Fleisch und Schlachtabfällen aus der Metzgerei? Expertin Annette Liesegang erklärt, was drin liegt – und wo es gefährlich wird. Essensreste: Jein Kartoffeln oder Teigwaren ohne starke Würzung sind kein Problem. Sehr salzige oder gepökelte Speisen sollten - wenn überhaupt - vorher abgespült werden. Pfeffer und kräftige Gewürze sind weniger geeignet. Wichtigste Regel: Auch Reste sind Energie und müssen von der täglichen Gesamtration abgezogen werden. Rohfleisch: Hygiene entscheidend Frische Fleischabfälle oder Schlachtnebenprodukte aus der Metzgerei sind grundsätzlich eine Option. Aber: Fleisch einfrieren, wieder auftauen und erneut einfrieren – das ist tabu. Falsch behandeltes Rohfleisch kann zu schweren Erkrankungen führen. Studien belegen das. Irrtum: «Tiere fressen instinktiv nur das Richtige» Beim Hund stimmt das schlicht nicht. Unsere Haustiere sind keine Wölfe mehr. Die Katze ist zwar wählerischer – aber auch sie ist nicht gegen verdorbenes Futter gefeit. Die wichtigste Faustregel Was gut riecht, frisch ist und hygienisch behandelt wurde, kann gegeben werden. Der gesunde Menschenverstand gilt auch beim Tierfutter.

Nassfutter oder Trockenfutter? Und brauchen Katze und Hund wirklich «Indoor Steril Senior»-Futter? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, was sich für wen eignet. Nassfutter oder Trockenfutter? Für Katzen empfiehlt sich eine Kombination: Nassfutter morgens und abends, Trockenfutter tagsüber zum Knabbern. Hunde vertragen beides gut – kleinere Rassen bevorzugen oft Nassfutter, bei grossen Hunden ist Trockenfutter auch aus praktischen Gründen sinnvoll. Junior und Senior – kein Marketingtrick Wachsende Jungtiere und ältere Tiere haben tatsächlich andere Nährstoffbedürfnisse. Wann der Wechsel sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen – aufmerksame Tierhalterinnen merken es oft selbst. Im Zweifel lohnt sich eine Frage beim Tierarzt. Indoor und Steril – warum das Sinn macht Wohnungskatzen und kastrierte Tiere bewegen sich weniger und haben einen deutlich niedrigeren Energiebedarf. Energiereduziertes Futter verhindert, dass sie trotz kleiner Portionen zu viel Kalorien aufnehmen. Die wichtigste Regel beim Futterkauf Geht es dem Tier gut, hat es ein schönes Fell und einen festen Kot – dann beim bewährten Futter bleiben.

Welches Futter, genügend Hygiene und Wasser nicht vergessen! Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, worauf es beim Füttern von Haustieren wirklich ankommt und welche Fehler im Alltag am häufigsten passieren. Zu viel des Guten Das verbreitetste Problem: Tiere werden überfüttert und werden dick. Leckerli und Essensreste zählen zur Tagesration – und müssen entsprechend eingerechnet werden. Wasser wird unterschätzt Frisches, sauberes Wasser ist genauso wichtig wie das Futter selbst. Gerade Katzen trinken nur, wenn das Wasser wirklich frisch ist. Bei mehreren Tieren braucht es mehrere Wasserstellen. Schmutzige Näpfe machen krank Näpfe müssen regelmässig gereinigt werden. Bakterien setzen sich im Material fest und können zu ernsthaften Infektionen führen – auch bei Tieren. Futter verdirbt schneller als gedacht Falsches Lagern, zu langsames Verfüttern, Hitze: Auch Tierfutter kann verderben und Tieren schaden. Daran erkennt man gesunde Ernährung Normales Gewicht, schönes Fell, fester Kot und aufgewecktes Verhalten sind die besten Zeichen dafür, dass die Ernährung stimmt.

Wer sich am Morgen trotz Ausschlafen müde und abgeschlagen fühlt, könnte an einer Schlafapnoe leidern. Helfen kann ein Gerät oder Digeridoospielen. Müde, abgeschlagen, wie gerädert - so wachen viele auf, die unter einer Schlafapnoe leiden. «Eine langweilige Sitzung tagsüber und die Patientinnen und Patienten schlafen ein. Gefährlich ist besonders der Sekundenschlaf am Steuer, da gefährdet man auch noch andere», sagt Jörg Leuppi, Professor für Pneumologie am Kantonsspital Basel-Land in Liestal. Es gibt aber Hilfe. Zum einen kann Abnehmen helfen. Denn die erschlaffte Anatomie und ein bisschen Fettansatz im Hals-Rachenraum verursacht die Schlafapnoe. Als Folge wachen die Leidenden 20 bis 40 mal pro Nacht auf. Kein Wunder fühlen sie sich am Morgen wie gerädert. Didgeridoo-Spielen zeigt auch Erfolge. Es gibt aber auch Menschen, die schlank sind, und trotzdem an Schlafapnoe leiden. Ihnen kann ein Gerät helfen, das via Maske Zimmerluft in die Nase strömen lässt. «Patientinnen und Patienten berichten, dass sie seither morgens wie frisch geboren aufwachen.» Und das Einnicken an langweiligen Sitzungen gehört der Vergangenheit an.

Laien sagen gerne mal voreilig: Ich hatte eine Lungenentzündung. Eine Lungenentzündung ist gefährlich, ja kann sogar tötlich enden. Sie macht sich durch bestimmte Symptome bemerkbar. Häufig geht eine Lungenentzündung mit Fieber einher. «Nicht aber bei älteren Leuten», betont Jörg Leuppi, Professor für Pneumologie am Kantonsspital Basel-Land in Liestal. Eine Lungenentzündung zeigt sich auch durch Husten, Atemnot, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Deshalb sollte man bei diesen Symptomen den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Diese misst dann auch die Entzündungswerte im Blut. Bildgebende Verfahren können dann den Befund bestätigen.

Mit einer Lungenembolie ist nicht zu spassen. Hat man im Vergleich zur Vorwoche plötzlich Atemnot oder Schmerzen in der Brustgegend oder seltsamen Husten, kann dies ein Hinweis auf eine Lungenembolie sein. Meistens verursacht ein Blutgerinnsel eine Thrombose. Der Thrombus bildet sich meistens im Bereich der Becken- oder Beinvenen. Das Gerinnsel kann sich ablösen und fortgeschwemmt werden, bis es in der Lunge landet und dann die Blutzufuhr verstopft.

Mit Rauchen aufhören lohnt sich immer, sagt der Professor für Pneumologie am Kantonsspital Liestal, Jörg Leuppi. Natürlich gibt es Raucher, wie Helmut Schmidt, die um die 80 Jahre geraucht haben und fast 100 Jahre alt wurden. Trotzdem: Aufhören lohnt sich. Wie gesagt: Immer. Mit dem Rauchen ist es eine interessante Sache: Schon nach wenigen Tagen schmeckt und riecht man besser. Mit der Zeit sinken dann das Risiko an Gaumen- oder Lungenkrebs zu erkranken.

Wir atmen ein und aus, und die Lunge verrichtet vom ersten Atemzug, den wir auf der Welt tun, bis wir das Leben aushauchen, ihren Dienst. Über die Lunge wissen wir gemeinhin nicht viel. Oder wussten Sie, dass sie eine Fläche von rund 100 Quadratmetern hat, aber nur gerade mal gut ein Kilo wiegt?

Ziele erreichen - das klingt ehrgeizig. Milder gesagt: Es geht um die Zukunft und um die Verwirklichung von Träumen. Eigentlich geht es darum, sich der Gegenwart zuzuwenden, damit die Zukunft das für uns bereit hält, das wir anstreben oder uns wünschen. «Dafür braucht es eine Vision», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Diese Vision könne schon konkret sein, ein realistisches Ziel, aber auch eine Werthaltung, so die Expertin.

In Sachen Resilienz kommt man mit dem Sinn des Lebens fast schon auf eine philosophische oder religiöse Ebene. Es gibt aber auch Menschen, die an das Schicksal glauben. Oder einfach an sich selber. Aber das ist gar nicht so einfach. Nicht selten brauchen Menschen professionelle Hilfe, um ihren Sinn des Lebens, Sinnhaftigkeit zu finden. «Das kann man nicht von heute auf morgen», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Es gehe darum, in sich zu gehen und die eigenen Schutzschichten, die Wunden aus dem Leben schützen, zu überwinden. Sie macht ein Beispiel aus ihrem Leben: Als ihr vor ein paar Jahren der Praxisraum gekündigt wurde, war sie zuerst wütend und dann traurig. Im Nachhinein hat sich diese Kündigung als Glücksfall erwiesen. Sie arbeitet heute in einer Praxisgemeinschaft, die ihr entspricht und in der sie sich pudelwohl fühlt. Viel wohler als in der alten Gemeinschaft.

Beziehungen sind etwas vom Wichtigsten für den Menschen. Damit sind nicht nur Partnerinnen und Partner gemeint, es geht auch um Freundschaften. «Gerade Männer vernachlässigen gerne ihre Freundschaften», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Natürlich gibt es auch Frauen, die nachlässiger mit diesem kostbaren Gut umgehen. Wichtig sei besonders die Pflege von Freundschaften in der zweiten Lebenshälfte. Nach 50 oder 60ig, wenn die Kinder aus dem Haus sind, konzentrieren sich viele auf den Partner oder die Partnerin. Mit fatalen Folgen, wenn eines der beiden plötzlich nicht mehr da ist.

Beim Engagement geht es darum, dass man etwas gerne macht, so richtig in den Flow kommt und nicht nur sich, sondern auch seinem Umfeld eine Freude macht. Man kennt das, man ist so sehr im Flow, dass man Raum und Zeit vergisst. Das kann beim Spielen eines Instrumentes sein, beim Kochen oder beim Schreiben. Auch wer im Garten arbeitet kommt oft in den Flow. Beim Engagement, als ein Puzzlestück für die Resilienz zählt aber auch, dass das Engagement auch Dritte erfreut. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter weiss von einem engagierten Projekt aus ihrer Nachbarschaft: «Wir haben einen Nachbarn in der Strasse der gerne gärtnert. Am Anfang pflegte er ein Hochbeet im Quartier, mittlerweile ist daraus ein nachbarschaftliches Urban Gardening Projekt geworden.» Ein Projekt, das den Initianten und die Nachbarschaft freut.

Mehr positiv denken - genau das ist mit dem PERMA-Modell nicht gemeint. PERMA hat der amerikanische Psychologieprofessor Martin Seligmann eingeführt. Vielmehr heisst das, mehr darauf zu achten, etwas mal mit einer anderen Brille zu betrachten. Ein neues «Framing», also etwas in einen neuen Rahmen zu setzen, kann ein negatives Ereignis auch in ein Positives umdeuten. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter hat es am eigenen Leib erfahren: Als ihr und Ihrer Familie die Wohnung gekündigt wurde, war sie erst mal wütend. Nun hat sie ein neues zu Hause gefunden. Eines das ihr, und ihrer Familie entspricht. Nein, es ist sogar ein Traum in Erfüllung gegangen. Eine Familienwohnung in einem tollen sozialen Umfeld mit Garten und viel Natur.

Der Zuckermais mag nach der Sommerhitze trist aussehen - mit vom Hagel zerschlissenen Blättern und kleinem Wuchs. Doch der winzige Kolben bietet Blätter und Haar für die kreative Küche! Nach der Ernte kann man Nüssler, Blattsenf oder Winterkopfsalat einsäen. Blumenkohl und Brokkoli, die von der jetzt häufig auftretenden Kohldrehherzgallmücke befallen wurden, bilden nur noch Blätter aus. Was tun? Befallene Blumenkohl und Brokkolipflanzen abräumen, den Strunk mit den Larven der Kohldrehherzgallmücke der Grünabfuhr mitgeben. Die Blätter hingegen sind eine Inspiration für ein würziges Kartoffelcurry. Danach Spinat, Schnittmangold oder Randen für eine Blätterernte einsäen.

In der Hitze sind Radieschen, Rettiche und Kopfsalate aufgestängelt. Doch sie können immer noch beerntet werden: Radieschenblüten sind würzig im Salat und die jungen Schoten sind ein überraschender Apéro-Snack. Beim aufgestängeltem Salanova- und Bataviasalat sind die Blätter entlang des Stieles immer noch zart. Bei einigen Kopfsalatsorten werden sie leicht bitter: hervorragend mit Roquefort überbacken! Und der Stängel selbst wird gut geschält und wie Spargel zubereitet.

Schnikttlauch, Dill und Peterli machen nach erster Ernte und Blüte gelegentlich einen armseligen Eindruck. Aber sie lassen sich leicht revitalisieren! Schnittlauch liegt abgeknickt am Boden, die Schlotenspitzen dürr – hier hilft nur ein radikaler Rückschnitt auf 5 cm! Dann Erde lockern und mit Flüssigdünger giessen, mit Rasenschnitt oder Hanfeinstreu mulchen. Schon bald können zarte, neue Schloten geerntet werden. Dill hat geblüht und Samen angesetzt? Super! Dillsamen sind würzige Beigaben zu eingelegten Gurken. Und sie werden am besten gleich wieder ausgesät, denn sie keimen rasch und liefern im September frisches Dillgrün. Der Peterli hat weisse Punkte oder braune Flecken? Alles wegschneiden bis zu den jüngsten Blättern, düngen und mulchen und schon bald gibt's eine schöne neue Ernte.

Fenchel und Lauch sind aufgestängelt und bilden Blüten – kein Grund alles auszureissen: Mit etwas Geduld und einem Schnitt am richtigen Ort wächst eine zarte Ernte heran. Ernten Sie zunächst die Blüten: Fenchelblüten über Ziegenfrischkäse streuen. Lauchblüten für würzigen Kartoffelsalat verwenden. Danach die Pflanzen nur knapp über dem Wurzelhals abschneiden. Nach ein paar Wochen kann das nachgewachsene Fenchel- und Lauchgemüse geerntet werden. Fenchelblätter zu Rüeblisalat, als Ersatz für Dill verwenden. Lauchblätter zum Aromatisieren eines Gemüsefonds verwenden.

Himbeeren, Heidelbeeren, Feigen und Rhabarber bieten eine doppelte Ernte. Ideal für den Topfgarten! Bei den Himbeeren wählt man Herbsthimbeeren und kürzt die Hälfte der Ruten im Winter ein, die andere Hälfte schneidet man bodeneben weg. Im kommenden Jahr tragen die letztjährigen Ruten im Sommer Himbeeren und die im Frühling aufkommenden Jungruten tragen im Herbst. · Heidelbeersorte z.B. «Hortblue Petite» trägt im Juli und nochmals ab Mitte August. · Der Rhabarber «Livingstone» kann vom Frühling bis in den Herbst hinein geerntet werden, seine Stiele bleiben aromatisch und zart. · Die Feigensorten mit zweimaliger Ernte heissen Twotimer (z.B. «Brown Turkey»).

Verlorener Koffer oder Ambulanzjet aus Südostasien – nicht alle Reiserisiken sind gleich. Experte Harry Büsser erklärt, worauf man beim Versichern von Reisen und Freizeit wirklich achten muss – und warum die Kreditkarte trügerisch ist. Das Wichtigste zur Reise- und Freizeitversicherung: Vom Schlimmsten her denken: Nicht der verlorene Koffer, sondern der medizinische Notfall ist das eigentliche Risiko. Ein Spitalaufenthalt in den USA, ein Rücktransport in die Schweiz oder ein schwerer Unfall im Ausland können schnell zehntausende Franken kosten. Diese Risiken muss man nicht versichern: · Verlorenes Gepäck oder Täschchen · Flugverspätungen · Kaputte Sonnenbrille oder verlorenes Ladegerät Das ist ärgerlich, aber finanziell verkraftbar. Annullationskosten: nur bei teuren Reisen: Eine Annullationskostenversicherung lohnt sich erst, wenn der Reisepreis im Verhältnis zum eigenen Einkommen wirklich ins Gewicht fällt – etwa bei einer Kreuzfahrt. Für einen Flug braucht es das normalerweise nicht. Mietwagen: ruhig Blut am Schalter: · Haftpflichtdeckung mindestens 1 Million Franken – in den USA lieber mehr · CDW und LDW decken oft nicht alles: Häufig bleibt ein Selbstbehalt von 2000 Franken. Wer das selbst zahlen kann, muss es nicht extra versichern. · Wer keine Zeit für Diskussionen bei der Rückgabe hat: Zusatzversicherung aus Bequemlichkeit durchaus sinnvoll. Faustregel auf Reisen: · Vermeiden: Teure Uhr zuhause lassen, keine Wertsachen im Mietwagen · Vermindern: Mietwagen filmen vor Abfahrt, Passkopie separat aufbewahren, vorhandene Deckungen prüfen · Selbst tragen: Verspäteter Koffer, verlorenes Ladegerät · Versichern: Medizinische Notfälle, Rücktransport, Haftpflicht Kreditkarte ist kein Rundumsorglospaket! Die mit einer Kreditkarte verbundenen Versicherungen sind eher ein Sicherheitsnetz mit dicken Löchern. Schutz gilt oft nur bei vollständiger Bezahlung mit dieser Karte. Dazu kommen Deckungsobergrenzen und viele Ausschlüsse – unbedingt Bedingungen durchlesen. Merksatz: Versichern, was wirklich wehtut – nicht was bloss nervt.

Haftpflicht ist Pflicht – aber was ist mit Kasko, Bonusschutz oder Insassenversicherung? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, welche Zusatzversicherungen fürs Auto sinnvoll sind und welche man getrost weglassen kann. Das Wichtigste zur Fahrzeugversicherung: Voll- oder Teilkasko? Die alte Faustregel «ab fünf Jahren kein Vollkasko mehr» gilt noch – aber nicht zu eng. Reparaturkosten sind massiv gestiegen: Ein moderner Aussenspiegel mit Sensoren und Kamera kostet heute ein Vielfaches von früher. Entscheidend bleibt: Kann ich diesen Schaden selbst zahlen, ohne finanziell in Not zu kommen? Bonusschutz: nur auf tiefen Stufen sinnvoll: Wer lange unfallfrei fährt, erreicht einen tiefen Prämiensatz. Diesen zu schützen lohnt sich – aber erst, wenn man bereits einen sehr guten Rabatt erreicht hat und ihn nicht riskieren möchte. Marderschutz und Parkschaden: Kommt auf die persönliche Situation an. Wo wohne ich – gibt es dort Marder? Wo parkiere ich? Wie teuer ist mein Auto im Verhältnis zu meinem Einkommen? Die Grundfrage bleibt dieselbe: selbst tragen oder versichern? Insassenversicherung: meist überflüssig: Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet, ist bereits über Arbeitgeber und/oder Krankenkasse abgesichert. Die Insassenversicherung bringt kaum Mehrwert – ausser man transportiert regelmässig Personen aus dem Ausland ohne Versicherungsschutz. Grobfahrlässigkeit: eigentlich vermeidbar: Nüchtern fahren, ausgeschlafen sein, defensiv und angepasst unterwegs sein – wer das konsequent macht, braucht keinen Grobfahrlässigkeitsschutz. Ehrliche Selbsteinschätzung ist hier gefragt. Merksatz: Nicht jeder Zusatzbaustein passt zu jedem Fahrer – die eigene Situation entscheidet.

Drehen Sie Ihre Wohnung auf den Kopf: Alles, was herausfällt, ist Hausrat. Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser erklärt, warum viele ihren Hausrat massiv unterschätzen und wo die grösste Gefahr lauert: die Unterversicherung. Das Wichtigste zur Hausratversicherung: Der Selbsttest: Könnten Sie Ihren gesamten Hausrat morgen neu kaufen, wenn er durch Brand oder Wasserschaden zerstört würde? Kleider, Schuhe, Möbel, Computer, Geschirr, Sportgeräte – die Beträge überraschen viele. Wer Nein sagt, braucht eine Hausratversicherung. Faustregel anwenden: · Vermeiden: Kerze nicht neben Vorhänge stellen, Velo am Bahnhof abschliessen · Vermindern: Rauchmelder montieren, Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt laufen lassen · Selbst tragen: Kleinere Schäden je nach Einkommen selbst zahlen · Versichern: Was einen finanziell wirklich treffen würde Spezialversicherungen für Velo und Ski: Vieles ist bereits über die Hausratversicherung gedeckt – auch Diebstahl ausserhalb der Wohnung, meist bis 2000 – 5000 Franken. Nur bei sehr teuren Geräten lohnt sich ein Zusatz. Garantieverlängerungen: fast nie sinnvoll: Ob Mixer, Fernseher oder Laptop – in den meisten Fällen ist ein Defekt kein finanzieller Notfall. Ausnahme: wer im Schadensfall rasch auf Hilfe angewiesen ist und niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfen kann. Achtung Unterversicherung: Das ist das häufigste Problem. Wer seinen z.B. Hausrat auf 30'000 Franken schätzt, besitzt in Wirklichkeit oft das Dreifache. Folge: Bei einem Schaden von 10'000 Franken zahlt die Versicherung nur 3000 Franken. Es lohnt sich, die Wohnung einmal realistisch durchzugehen und dies alle paar Jahre erneut zu tun. Merksatz: Die richtige Deckungssumme ist wichtiger als jede Handy- oder Garantieversicherung zusammen.

Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, warum kaum jemand darauf verzichten sollte – und wo man trotzdem Geld sparen kann, ohne sich zu gefährden. Das Wichtigste zur Privathaftpflicht: Unverzichtbar für alle: Die Privathaftpflicht zahlt, wenn man anderen versehentlich Schaden zufügt. Ein kleiner Kratzer kann sich zu einem teuren Folgeschaden entwickeln. Niemand ist jeden Tag fehlerfrei – erst recht nicht in Haushalten mit Kindern oder Tieren. Bei der Deckungssumme nicht knausern: Verletzt man jemanden ernsthaft, können die Kosten enorm hoch werden. Eine zu tiefe Deckungssumme kann teuer zu stehen kommen. Zusammenziehen? Police überprüfen: Wer mit dem Partner, der Partnerin, mit Kolleginnen oder Kollegen oder auch in eine WG zusammenzieht, hat plötzlich zwei oder mehr Privathaftpflichten im Haushalt. Das Risiko verdoppelt sich nicht – die Prämie schon. Darum: Vorige kündigen und gemeinsam versichern. Nur versichern, was zum eigenen Leben passt: · keine Drohnenversicherung ohne Drohne · kein Haustierzusatz ohne Haustier · kein Zusatz für fremde Fahrzeuge, wenn man nie fremde Autos fährt Privathaftpflicht ≠ Rechtsschutzversicherung: Die Privathaftpflicht wehrt Forderungen gegen einen ab – passiver Schutz. Die Rechtsschutzversicherung ermöglicht zusätzlich aktives Vorgehen, etwa wenn man selbst einen Anwalt braucht. Merksatz: Nur versichern, was wirklich zum eigenen Alltag gehört – nicht was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte.