Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin. Immer mehr hört man auch von Vitamin B, besonders von Vitamin B12. Für Veganerinnen und Vegetarier ist wichtig, dass sie dieses dem Körper speziell zuführen, da sie kein bzw. ungenügend Vitamin B12 aus ihrer Ernährung erhalten. Vitamin B12 nimmt man nur über tierische Produkte zu sich. «Ein Mangel an Vitamin B12 ist tückisch», sagt Stéphanie Bieler, Fachexpertin bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Die Speicher an B12 sind lange voll, einen Mangel stellt man oft sehr viel später fest.» Auch wichtig ist das Vitamin B9, besser bekannt unter dem Namen Folsäure. Besonders Schwangeren wird empfohlen schon vor der Schwangerschaft Folsäure zu sich zu nehmen. Genügend Folsäure wirkt präventiv gegen Missbildungen bei der Entwicklung des Kindes.

Lithium kennt man von Batterien. Mittlerweile wird es auch als Nahrungsergänzungsmittel gepriesen. Doch da ist Vorsicht geboten. Lithium gibt es in zwei Darreichungsformen: als Lithium-Carbonat und als Lithium-Orotoat. Das Orotat erlebt gerade in den sozialen Medien einen Hype als Nahrungsergänzungsmittel. In der Schweiz und in der EU ist es allerdings dafür nicht zugelassen. Und der Nutzen ist auch umstritten. Deshalb besser: Hände weg. Lithium-Carbonat dagegen wird als verschreibungspflichtiges Medikament bei nicht therapierbaren Depressionen und bipolaren Störungen medizinisch streng überwacht eingesetzt.

Plötzlich streikt der Hund, die Katze dreht die Nase weg – oder sie lässt sich beim Nachbarn verpflegen. Expertin Annette Liesegang erklärt, was dahintersteckt und wie eine Umgewöhnung gelingt. Erste Frage: Ist das Tier gesund? Wenn ein Tier plötzlich nicht mehr frisst, ist Krankheit der häufigste Grund. Erst wenn der ausgeschlossen ist, lohnt es sich, nach anderen Ursachen zu suchen. Weitere mögliche Gründe Tiere können Aversionen entwickeln – ein schlechtes Erlebnis im Zusammenhang mit einem bestimmten Futter reicht manchmal aus. Ältere Tiere riechen und schmecken oft schlechter und fressen deshalb weniger. Umgewöhnung: Langsam ist das Stichwort Niemals von heute auf morgen wechseln. Das neue Futter schrittweise unter das alte mischen, die Menge langsam verschieben. Ein Tröpfchen Rahm oder eine leichte Bouillon können helfen, das neue Futter schmackhafter zu machen – Salzgehalt dabei im Auge behalten. Die «harte Tour» funktioniert nur beim Hund – manchmal Katzen sollte man nie einfach hungern lassen. Sie brauchen mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Beim Hund kann Geduld helfen – aber nur, wenn er wirklich gesund ist. Fremdgefütterte Katzen: Ein heikles Thema Wird die Katze heimlich beim Nachbarn verköstigt, hilft eigentlich nur eines: das Gespräch suchen. Futtertricks helfen wenig – eine Katze entscheidet letztlich selbst, wo es ihr besser gefällt.

Haustierfutter aus Insekten, vegane Ernährung, getreidefrei – es mag im Trend sein, doch was ist sinnvoll? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang ordnet die alternativen Futterkonzepte für Hund und Katze ein. Getreide: Kein Teufelszeug Die Angst vor Getreide im Tierfutter kommt aus der menschlichen Ernährungsdebatte. Für Hunde sind Kohlenhydrate grundsätzlich kein Problem. Bei der Katze ist weniger Getreide sinnvoller – sie will eigentlich Fleisch. Trotzdem: Trockenfutter braucht Getreidemehl, um seine Form zu behalten. Ein fester, gut geformter Kot zeigt, ob das Tier gut damit zurechtkommt. Vegan und vegetarisch: Bei der Katze nicht möglich Beim Hund lässt sich eine vegetarische Ernährung mit Eiern oder Milchprodukten ausgewogen gestalten. Bei der Katze funktioniert das nicht – sie braucht zwingend tierische Produkte. Die Gesamtration muss immer «einen ganzen Kuchen ergeben»: Alle lebenswichtigen Nährstoffe müssen enthalten sein. Insektenfutter: Vielversprechend, aber nicht ganz einfach Insektenprotein ist besonders für Allergiker interessant, kann aber selbst allergisch wirken. Ökologisch ist das Bild differenzierter als oft dargestellt: Insekten benötigen selbst hochwertiges Futter. Das eigentliche Potenzial liegt darin, Insekten auf organischen Reststoffen grosszuziehen – das wäre nachhaltig, günstig und ressourcenschonend.

Hier ein Häppchen vom Familienesstisch, dort ein Schnäfel von den Küchenresten: Hunde und Katzen essen gerne Resten von unserem Essen? Ist das gesund? Und was ist mit rohem Fleisch und Schlachtabfällen aus der Metzgerei? Expertin Annette Liesegang erklärt, was drin liegt – und wo es gefährlich wird. Essensreste: Jein Kartoffeln oder Teigwaren ohne starke Würzung sind kein Problem. Sehr salzige oder gepökelte Speisen sollten - wenn überhaupt - vorher abgespült werden. Pfeffer und kräftige Gewürze sind weniger geeignet. Wichtigste Regel: Auch Reste sind Energie und müssen von der täglichen Gesamtration abgezogen werden. Rohfleisch: Hygiene entscheidend Frische Fleischabfälle oder Schlachtnebenprodukte aus der Metzgerei sind grundsätzlich eine Option. Aber: Fleisch einfrieren, wieder auftauen und erneut einfrieren – das ist tabu. Falsch behandeltes Rohfleisch kann zu schweren Erkrankungen führen. Studien belegen das. Irrtum: «Tiere fressen instinktiv nur das Richtige» Beim Hund stimmt das schlicht nicht. Unsere Haustiere sind keine Wölfe mehr. Die Katze ist zwar wählerischer – aber auch sie ist nicht gegen verdorbenes Futter gefeit. Die wichtigste Faustregel Was gut riecht, frisch ist und hygienisch behandelt wurde, kann gegeben werden. Der gesunde Menschenverstand gilt auch beim Tierfutter.

Nassfutter oder Trockenfutter? Und brauchen Katze und Hund wirklich «Indoor Steril Senior»-Futter? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, was sich für wen eignet. Nassfutter oder Trockenfutter? Für Katzen empfiehlt sich eine Kombination: Nassfutter morgens und abends, Trockenfutter tagsüber zum Knabbern. Hunde vertragen beides gut – kleinere Rassen bevorzugen oft Nassfutter, bei grossen Hunden ist Trockenfutter auch aus praktischen Gründen sinnvoll. Junior und Senior – kein Marketingtrick Wachsende Jungtiere und ältere Tiere haben tatsächlich andere Nährstoffbedürfnisse. Wann der Wechsel sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen – aufmerksame Tierhalterinnen merken es oft selbst. Im Zweifel lohnt sich eine Frage beim Tierarzt. Indoor und Steril – warum das Sinn macht Wohnungskatzen und kastrierte Tiere bewegen sich weniger und haben einen deutlich niedrigeren Energiebedarf. Energiereduziertes Futter verhindert, dass sie trotz kleiner Portionen zu viel Kalorien aufnehmen. Die wichtigste Regel beim Futterkauf Geht es dem Tier gut, hat es ein schönes Fell und einen festen Kot – dann beim bewährten Futter bleiben.

Welches Futter, genügend Hygiene und Wasser nicht vergessen! Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, worauf es beim Füttern von Haustieren wirklich ankommt und welche Fehler im Alltag am häufigsten passieren. Zu viel des Guten Das verbreitetste Problem: Tiere werden überfüttert und werden dick. Leckerli und Essensreste zählen zur Tagesration – und müssen entsprechend eingerechnet werden. Wasser wird unterschätzt Frisches, sauberes Wasser ist genauso wichtig wie das Futter selbst. Gerade Katzen trinken nur, wenn das Wasser wirklich frisch ist. Bei mehreren Tieren braucht es mehrere Wasserstellen. Schmutzige Näpfe machen krank Näpfe müssen regelmässig gereinigt werden. Bakterien setzen sich im Material fest und können zu ernsthaften Infektionen führen – auch bei Tieren. Futter verdirbt schneller als gedacht Falsches Lagern, zu langsames Verfüttern, Hitze: Auch Tierfutter kann verderben und Tieren schaden. Daran erkennt man gesunde Ernährung Normales Gewicht, schönes Fell, fester Kot und aufgewecktes Verhalten sind die besten Zeichen dafür, dass die Ernährung stimmt.

Wer sich am Morgen trotz Ausschlafen müde und abgeschlagen fühlt, könnte an einer Schlafapnoe leidern. Helfen kann ein Gerät oder Digeridoospielen. Müde, abgeschlagen, wie gerädert - so wachen viele auf, die unter einer Schlafapnoe leiden. «Eine langweilige Sitzung tagsüber und die Patientinnen und Patienten schlafen ein. Gefährlich ist besonders der Sekundenschlaf am Steuer, da gefährdet man auch noch andere», sagt Jörg Leuppi, Professor für Pneumologie am Kantonsspital Basel-Land in Liestal. Es gibt aber Hilfe. Zum einen kann Abnehmen helfen. Denn die erschlaffte Anatomie und ein bisschen Fettansatz im Hals-Rachenraum verursacht die Schlafapnoe. Als Folge wachen die Leidenden 20 bis 40 mal pro Nacht auf. Kein Wunder fühlen sie sich am Morgen wie gerädert. Didgeridoo-Spielen zeigt auch Erfolge. Es gibt aber auch Menschen, die schlank sind, und trotzdem an Schlafapnoe leiden. Ihnen kann ein Gerät helfen, das via Maske Zimmerluft in die Nase strömen lässt. «Patientinnen und Patienten berichten, dass sie seither morgens wie frisch geboren aufwachen.» Und das Einnicken an langweiligen Sitzungen gehört der Vergangenheit an.

Laien sagen gerne mal voreilig: Ich hatte eine Lungenentzündung. Eine Lungenentzündung ist gefährlich, ja kann sogar tötlich enden. Sie macht sich durch bestimmte Symptome bemerkbar. Häufig geht eine Lungenentzündung mit Fieber einher. «Nicht aber bei älteren Leuten», betont Jörg Leuppi, Professor für Pneumologie am Kantonsspital Basel-Land in Liestal. Eine Lungenentzündung zeigt sich auch durch Husten, Atemnot, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Deshalb sollte man bei diesen Symptomen den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Diese misst dann auch die Entzündungswerte im Blut. Bildgebende Verfahren können dann den Befund bestätigen.

Mit einer Lungenembolie ist nicht zu spassen. Hat man im Vergleich zur Vorwoche plötzlich Atemnot oder Schmerzen in der Brustgegend oder seltsamen Husten, kann dies ein Hinweis auf eine Lungenembolie sein. Meistens verursacht ein Blutgerinnsel eine Thrombose. Der Thrombus bildet sich meistens im Bereich der Becken- oder Beinvenen. Das Gerinnsel kann sich ablösen und fortgeschwemmt werden, bis es in der Lunge landet und dann die Blutzufuhr verstopft.

Mit Rauchen aufhören lohnt sich immer, sagt der Professor für Pneumologie am Kantonsspital Liestal, Jörg Leuppi. Natürlich gibt es Raucher, wie Helmut Schmidt, die um die 80 Jahre geraucht haben und fast 100 Jahre alt wurden. Trotzdem: Aufhören lohnt sich. Wie gesagt: Immer. Mit dem Rauchen ist es eine interessante Sache: Schon nach wenigen Tagen schmeckt und riecht man besser. Mit der Zeit sinken dann das Risiko an Gaumen- oder Lungenkrebs zu erkranken.

Wir atmen ein und aus, und die Lunge verrichtet vom ersten Atemzug, den wir auf der Welt tun, bis wir das Leben aushauchen, ihren Dienst. Über die Lunge wissen wir gemeinhin nicht viel. Oder wussten Sie, dass sie eine Fläche von rund 100 Quadratmetern hat, aber nur gerade mal gut ein Kilo wiegt?

Ziele erreichen - das klingt ehrgeizig. Milder gesagt: Es geht um die Zukunft und um die Verwirklichung von Träumen. Eigentlich geht es darum, sich der Gegenwart zuzuwenden, damit die Zukunft das für uns bereit hält, das wir anstreben oder uns wünschen. «Dafür braucht es eine Vision», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Diese Vision könne schon konkret sein, ein realistisches Ziel, aber auch eine Werthaltung, so die Expertin.

In Sachen Resilienz kommt man mit dem Sinn des Lebens fast schon auf eine philosophische oder religiöse Ebene. Es gibt aber auch Menschen, die an das Schicksal glauben. Oder einfach an sich selber. Aber das ist gar nicht so einfach. Nicht selten brauchen Menschen professionelle Hilfe, um ihren Sinn des Lebens, Sinnhaftigkeit zu finden. «Das kann man nicht von heute auf morgen», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Es gehe darum, in sich zu gehen und die eigenen Schutzschichten, die Wunden aus dem Leben schützen, zu überwinden. Sie macht ein Beispiel aus ihrem Leben: Als ihr vor ein paar Jahren der Praxisraum gekündigt wurde, war sie zuerst wütend und dann traurig. Im Nachhinein hat sich diese Kündigung als Glücksfall erwiesen. Sie arbeitet heute in einer Praxisgemeinschaft, die ihr entspricht und in der sie sich pudelwohl fühlt. Viel wohler als in der alten Gemeinschaft.

Beziehungen sind etwas vom Wichtigsten für den Menschen. Damit sind nicht nur Partnerinnen und Partner gemeint, es geht auch um Freundschaften. «Gerade Männer vernachlässigen gerne ihre Freundschaften», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. Natürlich gibt es auch Frauen, die nachlässiger mit diesem kostbaren Gut umgehen. Wichtig sei besonders die Pflege von Freundschaften in der zweiten Lebenshälfte. Nach 50 oder 60ig, wenn die Kinder aus dem Haus sind, konzentrieren sich viele auf den Partner oder die Partnerin. Mit fatalen Folgen, wenn eines der beiden plötzlich nicht mehr da ist.

Beim Engagement geht es darum, dass man etwas gerne macht, so richtig in den Flow kommt und nicht nur sich, sondern auch seinem Umfeld eine Freude macht. Man kennt das, man ist so sehr im Flow, dass man Raum und Zeit vergisst. Das kann beim Spielen eines Instrumentes sein, beim Kochen oder beim Schreiben. Auch wer im Garten arbeitet kommt oft in den Flow. Beim Engagement, als ein Puzzlestück für die Resilienz zählt aber auch, dass das Engagement auch Dritte erfreut. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter weiss von einem engagierten Projekt aus ihrer Nachbarschaft: «Wir haben einen Nachbarn in der Strasse der gerne gärtnert. Am Anfang pflegte er ein Hochbeet im Quartier, mittlerweile ist daraus ein nachbarschaftliches Urban Gardening Projekt geworden.» Ein Projekt, das den Initianten und die Nachbarschaft freut.

Mehr positiv denken - genau das ist mit dem PERMA-Modell nicht gemeint. PERMA hat der amerikanische Psychologieprofessor Martin Seligmann eingeführt. Vielmehr heisst das, mehr darauf zu achten, etwas mal mit einer anderen Brille zu betrachten. Ein neues «Framing», also etwas in einen neuen Rahmen zu setzen, kann ein negatives Ereignis auch in ein Positives umdeuten. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter hat es am eigenen Leib erfahren: Als ihr und Ihrer Familie die Wohnung gekündigt wurde, war sie erst mal wütend. Nun hat sie ein neues zu Hause gefunden. Eines das ihr, und ihrer Familie entspricht. Nein, es ist sogar ein Traum in Erfüllung gegangen. Eine Familienwohnung in einem tollen sozialen Umfeld mit Garten und viel Natur.

Der Zuckermais mag nach der Sommerhitze trist aussehen - mit vom Hagel zerschlissenen Blättern und kleinem Wuchs. Doch der winzige Kolben bietet Blätter und Haar für die kreative Küche! Nach der Ernte kann man Nüssler, Blattsenf oder Winterkopfsalat einsäen. Blumenkohl und Brokkoli, die von der jetzt häufig auftretenden Kohldrehherzgallmücke befallen wurden, bilden nur noch Blätter aus. Was tun? Befallene Blumenkohl und Brokkolipflanzen abräumen, den Strunk mit den Larven der Kohldrehherzgallmücke der Grünabfuhr mitgeben. Die Blätter hingegen sind eine Inspiration für ein würziges Kartoffelcurry. Danach Spinat, Schnittmangold oder Randen für eine Blätterernte einsäen.

In der Hitze sind Radieschen, Rettiche und Kopfsalate aufgestängelt. Doch sie können immer noch beerntet werden: Radieschenblüten sind würzig im Salat und die jungen Schoten sind ein überraschender Apéro-Snack. Beim aufgestängeltem Salanova- und Bataviasalat sind die Blätter entlang des Stieles immer noch zart. Bei einigen Kopfsalatsorten werden sie leicht bitter: hervorragend mit Roquefort überbacken! Und der Stängel selbst wird gut geschält und wie Spargel zubereitet.

Schnikttlauch, Dill und Peterli machen nach erster Ernte und Blüte gelegentlich einen armseligen Eindruck. Aber sie lassen sich leicht revitalisieren! Schnittlauch liegt abgeknickt am Boden, die Schlotenspitzen dürr – hier hilft nur ein radikaler Rückschnitt auf 5 cm! Dann Erde lockern und mit Flüssigdünger giessen, mit Rasenschnitt oder Hanfeinstreu mulchen. Schon bald können zarte, neue Schloten geerntet werden. Dill hat geblüht und Samen angesetzt? Super! Dillsamen sind würzige Beigaben zu eingelegten Gurken. Und sie werden am besten gleich wieder ausgesät, denn sie keimen rasch und liefern im September frisches Dillgrün. Der Peterli hat weisse Punkte oder braune Flecken? Alles wegschneiden bis zu den jüngsten Blättern, düngen und mulchen und schon bald gibt's eine schöne neue Ernte.

Fenchel und Lauch sind aufgestängelt und bilden Blüten – kein Grund alles auszureissen: Mit etwas Geduld und einem Schnitt am richtigen Ort wächst eine zarte Ernte heran. Ernten Sie zunächst die Blüten: Fenchelblüten über Ziegenfrischkäse streuen. Lauchblüten für würzigen Kartoffelsalat verwenden. Danach die Pflanzen nur knapp über dem Wurzelhals abschneiden. Nach ein paar Wochen kann das nachgewachsene Fenchel- und Lauchgemüse geerntet werden. Fenchelblätter zu Rüeblisalat, als Ersatz für Dill verwenden. Lauchblätter zum Aromatisieren eines Gemüsefonds verwenden.

Himbeeren, Heidelbeeren, Feigen und Rhabarber bieten eine doppelte Ernte. Ideal für den Topfgarten! Bei den Himbeeren wählt man Herbsthimbeeren und kürzt die Hälfte der Ruten im Winter ein, die andere Hälfte schneidet man bodeneben weg. Im kommenden Jahr tragen die letztjährigen Ruten im Sommer Himbeeren und die im Frühling aufkommenden Jungruten tragen im Herbst. · Heidelbeersorte z.B. «Hortblue Petite» trägt im Juli und nochmals ab Mitte August. · Der Rhabarber «Livingstone» kann vom Frühling bis in den Herbst hinein geerntet werden, seine Stiele bleiben aromatisch und zart. · Die Feigensorten mit zweimaliger Ernte heissen Twotimer (z.B. «Brown Turkey»).

Verlorener Koffer oder Ambulanzjet aus Südostasien – nicht alle Reiserisiken sind gleich. Experte Harry Büsser erklärt, worauf man beim Versichern von Reisen und Freizeit wirklich achten muss – und warum die Kreditkarte trügerisch ist. Das Wichtigste zur Reise- und Freizeitversicherung: Vom Schlimmsten her denken: Nicht der verlorene Koffer, sondern der medizinische Notfall ist das eigentliche Risiko. Ein Spitalaufenthalt in den USA, ein Rücktransport in die Schweiz oder ein schwerer Unfall im Ausland können schnell zehntausende Franken kosten. Diese Risiken muss man nicht versichern: · Verlorenes Gepäck oder Täschchen · Flugverspätungen · Kaputte Sonnenbrille oder verlorenes Ladegerät Das ist ärgerlich, aber finanziell verkraftbar. Annullationskosten: nur bei teuren Reisen: Eine Annullationskostenversicherung lohnt sich erst, wenn der Reisepreis im Verhältnis zum eigenen Einkommen wirklich ins Gewicht fällt – etwa bei einer Kreuzfahrt. Für einen Flug braucht es das normalerweise nicht. Mietwagen: ruhig Blut am Schalter: · Haftpflichtdeckung mindestens 1 Million Franken – in den USA lieber mehr · CDW und LDW decken oft nicht alles: Häufig bleibt ein Selbstbehalt von 2000 Franken. Wer das selbst zahlen kann, muss es nicht extra versichern. · Wer keine Zeit für Diskussionen bei der Rückgabe hat: Zusatzversicherung aus Bequemlichkeit durchaus sinnvoll. Faustregel auf Reisen: · Vermeiden: Teure Uhr zuhause lassen, keine Wertsachen im Mietwagen · Vermindern: Mietwagen filmen vor Abfahrt, Passkopie separat aufbewahren, vorhandene Deckungen prüfen · Selbst tragen: Verspäteter Koffer, verlorenes Ladegerät · Versichern: Medizinische Notfälle, Rücktransport, Haftpflicht Kreditkarte ist kein Rundumsorglospaket! Die mit einer Kreditkarte verbundenen Versicherungen sind eher ein Sicherheitsnetz mit dicken Löchern. Schutz gilt oft nur bei vollständiger Bezahlung mit dieser Karte. Dazu kommen Deckungsobergrenzen und viele Ausschlüsse – unbedingt Bedingungen durchlesen. Merksatz: Versichern, was wirklich wehtut – nicht was bloss nervt.

Haftpflicht ist Pflicht – aber was ist mit Kasko, Bonusschutz oder Insassenversicherung? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, welche Zusatzversicherungen fürs Auto sinnvoll sind und welche man getrost weglassen kann. Das Wichtigste zur Fahrzeugversicherung: Voll- oder Teilkasko? Die alte Faustregel «ab fünf Jahren kein Vollkasko mehr» gilt noch – aber nicht zu eng. Reparaturkosten sind massiv gestiegen: Ein moderner Aussenspiegel mit Sensoren und Kamera kostet heute ein Vielfaches von früher. Entscheidend bleibt: Kann ich diesen Schaden selbst zahlen, ohne finanziell in Not zu kommen? Bonusschutz: nur auf tiefen Stufen sinnvoll: Wer lange unfallfrei fährt, erreicht einen tiefen Prämiensatz. Diesen zu schützen lohnt sich – aber erst, wenn man bereits einen sehr guten Rabatt erreicht hat und ihn nicht riskieren möchte. Marderschutz und Parkschaden: Kommt auf die persönliche Situation an. Wo wohne ich – gibt es dort Marder? Wo parkiere ich? Wie teuer ist mein Auto im Verhältnis zu meinem Einkommen? Die Grundfrage bleibt dieselbe: selbst tragen oder versichern? Insassenversicherung: meist überflüssig: Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet, ist bereits über Arbeitgeber und/oder Krankenkasse abgesichert. Die Insassenversicherung bringt kaum Mehrwert – ausser man transportiert regelmässig Personen aus dem Ausland ohne Versicherungsschutz. Grobfahrlässigkeit: eigentlich vermeidbar: Nüchtern fahren, ausgeschlafen sein, defensiv und angepasst unterwegs sein – wer das konsequent macht, braucht keinen Grobfahrlässigkeitsschutz. Ehrliche Selbsteinschätzung ist hier gefragt. Merksatz: Nicht jeder Zusatzbaustein passt zu jedem Fahrer – die eigene Situation entscheidet.

Drehen Sie Ihre Wohnung auf den Kopf: Alles, was herausfällt, ist Hausrat. Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser erklärt, warum viele ihren Hausrat massiv unterschätzen und wo die grösste Gefahr lauert: die Unterversicherung. Das Wichtigste zur Hausratversicherung: Der Selbsttest: Könnten Sie Ihren gesamten Hausrat morgen neu kaufen, wenn er durch Brand oder Wasserschaden zerstört würde? Kleider, Schuhe, Möbel, Computer, Geschirr, Sportgeräte – die Beträge überraschen viele. Wer Nein sagt, braucht eine Hausratversicherung. Faustregel anwenden: · Vermeiden: Kerze nicht neben Vorhänge stellen, Velo am Bahnhof abschliessen · Vermindern: Rauchmelder montieren, Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt laufen lassen · Selbst tragen: Kleinere Schäden je nach Einkommen selbst zahlen · Versichern: Was einen finanziell wirklich treffen würde Spezialversicherungen für Velo und Ski: Vieles ist bereits über die Hausratversicherung gedeckt – auch Diebstahl ausserhalb der Wohnung, meist bis 2000 – 5000 Franken. Nur bei sehr teuren Geräten lohnt sich ein Zusatz. Garantieverlängerungen: fast nie sinnvoll: Ob Mixer, Fernseher oder Laptop – in den meisten Fällen ist ein Defekt kein finanzieller Notfall. Ausnahme: wer im Schadensfall rasch auf Hilfe angewiesen ist und niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfen kann. Achtung Unterversicherung: Das ist das häufigste Problem. Wer seinen z.B. Hausrat auf 30'000 Franken schätzt, besitzt in Wirklichkeit oft das Dreifache. Folge: Bei einem Schaden von 10'000 Franken zahlt die Versicherung nur 3000 Franken. Es lohnt sich, die Wohnung einmal realistisch durchzugehen und dies alle paar Jahre erneut zu tun. Merksatz: Die richtige Deckungssumme ist wichtiger als jede Handy- oder Garantieversicherung zusammen.

Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, warum kaum jemand darauf verzichten sollte – und wo man trotzdem Geld sparen kann, ohne sich zu gefährden. Das Wichtigste zur Privathaftpflicht: Unverzichtbar für alle: Die Privathaftpflicht zahlt, wenn man anderen versehentlich Schaden zufügt. Ein kleiner Kratzer kann sich zu einem teuren Folgeschaden entwickeln. Niemand ist jeden Tag fehlerfrei – erst recht nicht in Haushalten mit Kindern oder Tieren. Bei der Deckungssumme nicht knausern: Verletzt man jemanden ernsthaft, können die Kosten enorm hoch werden. Eine zu tiefe Deckungssumme kann teuer zu stehen kommen. Zusammenziehen? Police überprüfen: Wer mit dem Partner, der Partnerin, mit Kolleginnen oder Kollegen oder auch in eine WG zusammenzieht, hat plötzlich zwei oder mehr Privathaftpflichten im Haushalt. Das Risiko verdoppelt sich nicht – die Prämie schon. Darum: Vorige kündigen und gemeinsam versichern. Nur versichern, was zum eigenen Leben passt: · keine Drohnenversicherung ohne Drohne · kein Haustierzusatz ohne Haustier · kein Zusatz für fremde Fahrzeuge, wenn man nie fremde Autos fährt Privathaftpflicht ≠ Rechtsschutzversicherung: Die Privathaftpflicht wehrt Forderungen gegen einen ab – passiver Schutz. Die Rechtsschutzversicherung ermöglicht zusätzlich aktives Vorgehen, etwa wenn man selbst einen Anwalt braucht. Merksatz: Nur versichern, was wirklich zum eigenen Alltag gehört – nicht was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte.

Zu viel versichert? Zu wenig? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt die wichtigste Faustregel: Bevor man eine Police abschliesst, sollte man vier Fragen stellen – und zwar in dieser Reihenfolge. Die 4-Schritte-Faustregel – so geht man vor: Risiko vermeiden: Wer das Risiko gar nicht eingeht, muss es nicht versichern. Z.B. Teure Uhr zuhause lassen statt an den Strand mitnehmen. Im Ausland Bahn statt Mietwagen. Risiko vermindern: Einfache Massnahmen, die Schäden verhindern oder begrenzen. Z.B. Rauchmelder installieren, Helm tragen, Velo abschliessen, Laptop im Auto verdecken. Selbst tragen: Kleine Schäden, die einen nicht in finanzielle Not bringen, einfach aus der eigenen Tasche zahlen. Wer über Jahre Prämien zahlt, gibt oft mehr aus als er je an Schäden hätte. Versichern – aber nur bei echten Grossschäden: Die Schlüsselfrage: Würde mich dieser Schaden finanziell aus der Bahn werfen? Solche Risiken gehören versichert. Z.B. Kaputtes Handy oder zerbrochene Sonnenbrille – ärgerlich, aber kein Notfall. Ein Ambulanzjet aus Südostasien hingegen kostet schnell mehrere zehntausend Franken. Merksatz: «Versichern sollte man nicht den verlorenen Fünfliber, sondern den finanziellen Grossbrand.»

Wer sein Heimtier in die Ferien mitnehmen will, sollte sich frühzeitig über die nötigen Impfungen informieren. Und auch Erkundigungen zu allfälligen Krankheiten und Vorschriften im Reiseland sind unerlässlich. Vor der Reise gilt es folgendes zu beachten: · Ist das Tier gegen Parasiten, Zecken und Bandwürmer behandelt? · Sind die nötigen Dokumente, wie Ausweis etc. noch aktuell? · Sind Impfpass und Impfungen (vorallem gegen Tollwut) vorhanden? · Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung? · Einreiseverbot für kupierte Hunde? · Rassenverbot oder Maulkorbpflicht? · Brauche ich eine Tierhaftpflichtversicherung?

Ferien oder Krankheitl, Spitalaufenthalt oder beruflichliche Abwesenheit: Wohin soll der Hund in dieser Zeit? Diese Frage sollte sich jeder Hundehalter und jede Hundehalterin frühzeitig stellen - im gegenseitigen Interesse. Eine Fremdplatzierung eines Hundes darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden – auch wenn es nur für kurze Zeit ist. An einem neuen Ort ist für einen Hund alles anders, nicht nur Schlafplatz, Umgebung und Tagesablauf, sondern auch Gerüche, Menschen und andere Hunde. Veränderungen sind immer mit zusätzlichem Stress verbunden. Kriterien bei der Auswahl der Tierpension: · Ruhige, freundliche Atmosphäre unter den Hunden wie unter dem Personal · Kein Dauergebell, keine ständige Betriebsamkeit · Hygiene und Sauberkeit · Unterkünfte (keine Boxenhaltung) geräumig, klimatisiert · Innen wie aussen steht Wasser zur Verfügung · Genügend Ruhe vor und in erster Linie nach der Fütterung · Unterbringung so, dass sich Hunde nicht gegenseitig zum Bellen aufschaukeln · Zweimal täglich Auslauf, auf Wunsch einmal Spaziergang, wenn mit anderen Hunden, nur bei guter Verträglichkeit · Eigenes Hundebett und Lieblingsspielzeug · Ausgebildete Mitarbeitende · Wie wird der Hund aufgenommen? · Bekommt er Eingewöhnungszeit (ohne sogleich Hundekontakt)?

In stehenden Gewässern besteht die Gefahr von Blaualgen, die für Hunde giftig sind und zum Tod führen können. Aber auch gutes Wasser kann bei Hunden zu einer Wasservergiftung führen, wenn es im Übermass getrunken wird. Eine Wasservergiftung kommt nicht von vergiftetem Wasser, sondern davon, dass ein Hund innert zu kurzer Zeit zu viel Wasser aufnimmt. Die Nieren vermögen die Wasserzufuhr nicht mehr zu bewältigen. Dadurch wird der Elektrolythaushalt gestört: Die Elektrolyte im Blut werden stark verdünnt, die Zellen schwellen an, was den Hirndruck erhöht und zu neurologischen Störungen führt. Tödliche Blaualgen Weit häufiger und bekannter ist die Gefahr für tödliche Vergiftungen, die von Blaualgen ausgehen. Bei Algen oder ähnlichen Gebilden auf der Wasseroberfläche und vor allem, wenn Tierkadaver in der Nähe sind, ist höchste Vorsicht geboten respektive jeglicher Kontakt zu vermeiden. Der Schwimmhund Schwimmen ist für den Hund sehr anstrengend. Wie wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig. Hunde kennen ihre eigenen Grenzen oft nicht und haben kein Vernunftsdenken. Daher laufen oder schwimmen sie noch weiter, obwohl sie schon längst ermüdet sind.

Hunde können nicht schwitzen. Darum können sie überschüssige Wärme bei heissem Wetter nicht schnell genug abbauen. Bei hohen Temperaturen ist grosse Vorsicht geboten. Es ist unter Umständen überlebenswichtig, Symptome für einen Hitzeschlag rechtzeitig zu erkennen und zu wissen, was schlimmstenfalls zu tun ist. Allerdings sind nicht alle Hunde oder Hunderassen gleich empfindlich für Hitze: Platt- oder kurznasige Hunde wie der Mops, Bulldoggen und Boxer sind um einiges empfindlicher als andere. Aber auch Leonberger, Berner Sennenhund, Husky, Bernhardiner und andere Rassen nördlicher Herkunft oder aus kalten Gegenden können wegen ihres dichten Haarwuchses die Hitze nur schlecht regulieren. Alarmzeichen erkennen Die normale Körpertemperatur eines Hundes bewegt sich zwischen 37,5 und 39 Grad, bei Welpen bis 39,5 Grad. Unter Hitzeeinwirkung kann sie schnell über 40 Grad klettern. Und über 41 Grad wird es für den Hund gefährlich, ab 42 Grad lebensgefährlich. Überhitzung zeichnet sich durch folgende Symptome ab: · starkes, dauerndes Hecheln (hohe Atemfrequenz, schwere Atmung) verbunden mit vermehrtem Speichelfluss, heraushängende Zunge und langgestreckter Hals · beschleunigte Herzfrequenz · erhöhte Körpertemperatur · Hund sucht nach einem kühlen Ort Achtung! Ohne Abkühlung folgt der Hitzschlag.

Prävention ist wichtig im Umgang mit dem Hund, wenn die Hitze kommt. Hunde sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Und aufgepasst, wenn der Hund im Auto ist! Bereits ab 20 Grad darf man empfindliche Hunde an der Wärme nicht mehr zu körperlichen Anstrengungen motivieren. Ab 22 bis 25 Grad sollte man sie generell nicht mehr intensiven Beschäftigungen oder Gassigängen an der Sonne aussetzen. Bereits bei diesen Temperaturen kann der Aufenthalt in einem abgestellten Auto für den Hund tödlich sein, da die Innentemperatur schnell steigt. Katzen sind diesbezüglich deutlich im Vorteil: Wird es ihnen zu heiss, verschwinden sie dorthin, wo es für sie am angenehmsten ist. Die Pirsch wird in die nächtlichen Stunden verlegt, wenn es kühler ist. Diese Möglichkeit haben die wenigsten Hunde: Der Mensch bestimmt ihren Tagesablauf. Darum steht beim Wohlergehen des Hundes der Mensch auch in der Verantwortung.

Das Schloss Heidegg thront über dem Baldeggersee im Luzerner Seetal. Es war einst ein bedeutender Sitz der Herren von Heidegg und des Luzerner Adels. Heute steht die ehemalige Adelsburg bereit, um von Kindern, Geschichtsinteressierten, Wander- und Naturliebhabern entdeckt zu werden.

Der Goldvreneliweg liegt in Gadmen im östlichen Teil des Berner Oberlands. An neun Stationen wird die Geschichte von Rosa Tännler erzählt, deren Portrait die legendäre Goldmünze, das Goldvreneli, prägt. Für Outdoor-Reporter Marcel Hähni ist der Weg eine sommerhitze- und familientaugliche Entdeckung.

Der Husemersee ist ein idyllischer Natur-Badesee, versteckt mitten im Wald. Ein Tipp für einen Familien-Badeausflug, der auch bei Sommerhitze problemlos zu bewältigen ist. Vier kleine Naturweiher im Zürcher Weinland bilden zusammen den Husemersee. Er liegt im Dreieck Schaffhausen, St. Gallen und Winterthur. Empfehlenswert ist die Naturperle für einen Badeausflug mit der ganzen Familie.

In der Umgebung von Scuol im Unterengadin sprudeln über 20 Mineralquellen. Sie sind seit über 100 Jahren weltbekannt. Heute lassen sie sich entspannt erwandern – bei Bedarf in Begleitung einer Wasser-Sommelière.

Wandern kann man im Appenzellerland nicht nur im Alpstein. Die gemütlichere und weniger überlaufene Region ist das Appenzeller Vorderland. Der Gesundheitsweg in Heiden AR bietet eine gemütliche Alternative zum Alpstein. Gerade auch bei hohen Temperaturen. Outdoor-Reporter und Wanderleiter Marcel Hähni stellt die Wanderung vor.

Himbeeren und Brombeeren wachsen eigentlich üppig im Sommer. Doch heuer ist es anders: Die langanhaltende Trockenheit hat das Wachstum gebremst. Auch werden die Beeren nicht so gross wie in anderen Jahren, dafür sind sie enorm süss. Sommerhimbeeren werden nach der Ernte der Früchte geschnitten. Die alten Ruten werden direkt über dem Erdboden abgeschnitten und die Jungruten werden ausgelichtet, um mehr Luft und Licht in die Pflanzung zu lassen: · Maximal 12 bis 15 mittelgrosse Jungruten pro Laufmeter stehen lassen. · Zu dicke und zu dünne Jungruten bodeneben abschneiden, denn die mittelstarken Jungruten überwintern am besten. · Auch Ruten, welche aus der Reihe auswandern oder zu dicht stehen, werden entfernt. Herbsthimbeeren: Die Jungruten werden im Frühsommer ausgelichtet. So bringt man Luft in den Bestand, was zu grösseren Früchten im Herbst führt: · 12 bis max. 20 Ruten pro Laufmeter stehen lassen. · Dünne Jungruten bodeneben abschneiden. Je weniger Ruten, desto grösser die Früchte. Brombeeren: Die Jungruten treiben im April aus dem Boden. Sie werden im Verlauf des Sommers an das Stützgerüst geheftet und tragen im nächsten Jahr Früchte. Im Sommer werden die langen Seitentriebe auf zirka 20cm zurückgeschnitten. Wilde Brombeeren und Himbeeren im Wald darf man zum Eigengebrauch pflücken. Wenn man jedoch grössere Mengen an Obst ernten möchte, gibt es zwei Onlineplatformen, welche anzeigen, wo es reife Früchte zum Pflücken gibt.

Heidelbeeren benötigen einen leicht sauren Boden und während des Wachstums viel Feuchtigkeit. Während einer Trockenzeit müssen sie regelmässig gegossen werden. Solange es regnet oder man Regenwasser gesammelt hat, ist das Giessen kein Problem. Doch wenn Leitungswasser verwendet wird, können die Heidelbeersträucher Schaden nehmen. Im Schweizer Mittelland, im Gebiet des Juras und im Kanton Baselland ist das Leitungswasser sehr kalkhaltig. Häufiges Giessen mit kalkreichem Wasser führt zu Eisenmangel: Die Feinwurzeln der Heidelbeersträucher können bei zu hohem Kalkgehalt der Erde das Spurenelement Eisen schlecht aufnehmen und das lebenswichtige Chlorophyll in den Blättern nicht mehr bilden. Das führt zu aufgehellten Blättern, kümmerlichem Wuchs und kleinen Beeren. Kaffeesatz wirkt bei Eisenmangel vorbeugend. Er wirkt leicht sauer und puffert den Kalküberschuss in der Erde ab. · Kaffeesatz an einem warmen Ort flach ausgebreitet trocknen. · Alle zwei Wochen 3 bis 4 Handvoll rund um den Heidelbeerstrauch verstreuen und leicht in die Erde einarbeiten. Eisendünger wirkt bei akutem Eisenmangel: · Wenn der Heidelbeerstrauch bereits viele gelbe Blätter hat und kümmerlich wächst, wird spezieller Eisendünger gegossen oder als Blattdünger über die ganze Pflanze gesprayt. · Erst im September, nach der Ernte, wird Elementarschwefel in die Erde gemischt. Verschiedene Mikroorganismen wandeln diesen um, wodurch der Boden dauerhaft leicht sauer wird.

Johannisbeeren, «Meertrübeli» oder einfach «Trübeli» wachsen in vielen Gärten. Sie sind einfach zu kultivieren und bringen eine grosse Ernte für Kuchen, Desserts, Konfi oder Sirup. Was den Geschmack betrifft, gehen die Meinungen auseinander: Den einen sind sie zu sauer, andere lieben sie. Johannisbeeren wachsen am besten auf tiefgründigen, eher kalkarmen und humusreichen Böden. Sie können bis zu einer Meereshöhe von 1400 Metern angebaut werden. Die Sträucher werden im Verlaufe des Winters tief gepflanzt: Die Basis muss mit 5 cm Erde bedeckt sein, damit dort kräftige junge Triebe aus dem Wurzelstock wachsen können. Falls keine Jungtriebe aus der Basis wachsen, kann der Trübelistrauch mit 5–8 cm Erde überschüttet werden. Ein Sommerschnitt im Juli/August schützt vor Befall mit Graufäule. Da die Infektion mit ihr während des Winterhalbjahres auftritt und viele Triebe zum Absterben bringt, wird bevorzugt im Sommer nach der Ernte geschnitten. Bei heissem, trockenem Wetter mit dem Schnitt warten, damit die inneren Triebe und Blätter keinen Sonnenbrand bekommen. Der Strauch wird durch regelmässiges Herausnehmen der ältesten, 4–5 Jahre alten Triebe laufend zur Bildung von neuen, jungen und kräftigen Bodentrieben angeregt. Ein kräftiger Johannisbeerstrauch hat 8–12 Triebe. Erst ab dem 4. Standjahr werden die ältesten Triebe herausgeschnitten und kleine, dünne oder überzählige Jungtriebe werden entfernt. Zu alte, vergreiste Büsche tragen kleine, eher saure Beeren, und oft fallen die noch grünen Beeren ab.

Von Mitte Juli bis Ende August ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren. Dabei gilt: Je früher gepflanzt wird, umso grösser ist die Ernte im folgenden Jahr. Erdbeerpflanzen lassen sich mit einem einfachen Trick selbst vermehren. Erdbeeren lassen sich am einfachsten über Ausläufer vermehren: · Schneiden Sie die langen Ausläufer samt den daran wachsenden jungen Pflänzchen ab. · Lassen Sie ein 3 cm langes Stück Stängel dran. · Stecken Sie es in ein kleines, mit feuchter Beerenerde gefülltes Töpfchen. · Die Pflanze richtet sich nach wenigen Tagen auf und bildet Wurzeln. Platzsparend viel ernten: der Erdbeerturm · Für den Bau eines Turms werden unglasierte Tontöpfe aufeinander gestapelt; ein Bambusstab stabilisiert den Turm. · Zur Bepflanzung eignet sich die grazil wachsende einheimische Walderdbeere. Perfekte Sortenwahl · Für Turm und Topf: Mehrmals tragende Sorten für die Topfkultur wählen! · Hervorragende Früchte liefert die aromatische «Mara de Bois». · Rote und rosa blühende Erdbeersorten bringen eine fröhliche Atmosphäre auf den Balkon.

Eine grosse Vielfalt Früchte ist im Juli erntereif: Kirsche, Aprikose, Erd- und Himbeere, Heidel- und Johannisbeere und auch erste Brombeeren sind schwarz und süss. Die Fruchtpflanzen müssen im Sommer fachgerecht gepflegt und geschnitten werden, um auch im nächsten Jahr eine schöne Ernte abzugeben. Früchte an Kirsch- und Aprikosenbäumen schützen · Schattiernetze anbringen: Bei Spalierbäumen an Wänden senken Netze die Temperatur und schützen vor Sonnenbrand. · Beschädigte Früchte entfernen, damit sich keine Schädlinge einnisten und vermehren und keine Fäulnisherde bilden. · Kirschessigfliegen-Fallen im Innern der Bäume aufhängen und Lockmittel regelmässig erneuern (s. Merkblatt Kirschessigfliege). Bewässerung und Bodenschutz bei Fruchtbäumen · Aprikosenbäume reagieren während der Reifezeit empfindlich auf Trockenheit. Deshalb mindestens einmal kräftig giessen. · Baumscheiben mulchen: Eine 2–3 cm hohe Schicht aus Rasenschnitt, Schilfmulch oder Hanfeinstreu hält den Boden länger feucht und schattiert. Baumschnitt · Sommerschnitt verschieben: Wegen der aktuellen Hitze sollte man mit dem Sommerschnitt (z. B. dem Entfernen von Wasserschoss) bis in den August warten. Die Triebe spenden derzeit wichtigen Schatten. · Säulenbäume zurückschneiden: Bei Säulen-Kirschbäumen müssen die Seitenzweige jetzt auf etwa 15 cm eingekürzt werden, falls das noch nicht erledigt wurde. Hitzeschutz für Topfpflanzen · Töpfe beschatten: Auf Balkonen und Terrassen überhitzt die Erde in den Kübeln schnell. Deshalb kleinere Blumentöpfe davorstellen oder die Haupttöpfe weiss anstreichen, damit das Sonnenlicht reflektiert wird. Wer zu viele reife Früchte hat oder in den Ferien ist, kann Apps wie «Mundraub» oder «MeinObstgarten» nutzen, um Erntehelfer zu finden oder Pflegepatenschaften zu schliessen.