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Lischka, Gregor www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Er ist in Berlin und Tel Aviv groß geworden, heute lebt er in London, aber seine ukrainisch-jüdische Familie kommt ursprünglich aus der Sowjetunion. Daniel Donskoy ist Schauspieler, Moderator - und seit kurzem auch Autor. "Brennen" heißt sein Roman. Anna Seibt www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Normale Möwe GAME SHOW Live, 15.05.26.Tickets: https://tickets.centralkomitee.de/product/93158/normale-moewe-live-centralkomitee-hamburg-am-15-05-20261. BIDA-Liveshow in Hamburg am 12.04.26 Tickets: https://www.eventbrite.de/e/bin-ich-das-arschloch-live-tickets-1978827929606?aff=oddtdtcreator-Ganz mysteriös geht es heute zu bei der neuen Folge von Normale Möwe! Die Last der Vornamen liegt über den beiden Quatschköpfen, die Zwischentöne der Gegenwart werden nur durch GoT-Spin Offs beflügelt. Doch Normale Möwe ist euer Licht am Ende des Tunnels! Hilfreiche Tipps für den Umgang mit Patriachen treffen auf die Tour-Must-Haves für Babypunker, das Wort Gottes in euren Ohren und endlich mal wieder einen non-alcoholic Drink als Zuckerkruste auf dieser auditiven Creme Brulée. Life is hard but Normale Möwe helps!
Aus "The Metropolitan Chronicle", 17. Oktober 1893 Der Äther-Salon der endlosen Stimmen Mit Bewunderung und erheblicher Beklemmung vermerkt dieses Blatt eine frische Neuerung unseres ruhelosen Zeitalters. Dampf zähmte die Entfernung, der Telegraph die Zeit, das Telefon die Rede. Nun aber tritt ein Gerät hinzu, klein wie ein Etui, doch groß in seinen Folgen: Es bringt fremde Stimmen, konserviert und beliebig wieder abrufbar, direkt ins Ohr des Bürgers. Ohne Versammlung, ohne gesellschaftliche Hemmung. Die Erfinder preisen Unterhaltung zum Mitnehmen. Wir sind weniger heiter gestimmt. Denn bereits mehren sich Berichte, dass Menschen abhängig werden von diesem stetigen Strom gesprochener Worte. Man sieht Schreiber über das Pflaster wandern, mit leerem Blick, als stünden sie im vertraulichen Gespräch mit unsichtbaren Bekannten. Damen lachen im Park über Witze, die niemand sonst gehört hat. Lehrlinge meiden lebendige Kollegen und wählen lieber die ewige Stimme aus der Tasche. Selbst im Orchestergraben macht sich die Veränderung bemerkbar. Trompeter-Pan, einst bekannt für seinen kräftigen Auftritt zur rechten Stunde, erscheint neuerdings mit Bügeln auf den Ohren zur Probe und verpasst den Einsatz, weil er einer fernen Debatte lauscht. Klarinetten-Karl wiederum, sonst Meister der feinen Zwischentöne, nickt entrückt, während um ihn herum gestimmt wird. Als gelte seine Aufmerksamkeit nicht mehr dem Atem der Mitspieler, sondern dem Atem unsichtbarer Erzähler. Noch bedenklicher sind erste ärztliche Beobachtungen: Das Ohr, so fein gebaut, passt sich dem Bügelwerk der Hörkapseln an. Nach Wochen des Gebrauchs soll sich das Knorpelwerk dem Druck beugen, die Ohrmuschel der Form des Geräts entgegenkommen und bisweilen diese Form sogar behalten, als hätte die Natur dem Gummi und Metall die Oberhoheit eingeräumt. Ist dies Fortschritt? Man rühmt „Gemeinschaft“, weil der Hörer eine intime Nähe zu den unbekannten Sprechern empfinde. Doch was ist das für ein Verkehr, in dem einer unaufhörlich redet und der andere nur empfängt? Die alte Debatte verlangte Gegenrede und Mut; hier wird Meinung in den Bürger gegossen, ohne Widerspruch und Maß. Wir leugnen den Nutzen nicht: Nachrichten, Lehre, Trost. Aber wir mahnen zur Mäßigung. Wo das Ohr nie leer ist, bleibt der Geist selten allein. Und wenn die Stille verschwindet, verschwindet bald auch die echte Betrachtung. Die Wunder dieses Jahrhunderts sind zahlreich, aber nicht jedes ist harmlos.
Benjamin List zählt zu den besten Chemikern der Welt. Im Jahr 2021 erhielt er den Nobelpreis für seine Forschungen zu organischen Katalysatoren. Sein Interesse für die Naturwissenschaften wurde durch Laborexperimente im Keller eines Freundes geweckt. Paulus Müller www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Vor einigen Jahren hielt Hedwig Richter das Ende der liberalen Demokratie in ihrem Bestseller "Demokratie. Eine deutsche Affäre" für unwahrscheinlich. Jetzt ist sie skeptischer. "Aber Resignation ist keine Option", sagt die Historikerin. Christiane Florin www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Wer ständig swipt, ist einem pausenlosen Dopaminregen ausgesetzt, sagt der Kinder- und Jugendpsychiater Jakob Hein. Wegen des "maximalen Suchtfaktors" fordert er eine strenge Altersbeschränkung für Social Media auch in Deutschland. Tanja Runow www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Lukas Beckmann arbeitete eng mit Joseph Beuys zusammen, gründete die Grünen mit viel Mut zu unbequemen Positionen. Er stehe für einen „gesellschafts-ökologischen Ansatz“, sagt er, der „Mensch, Natur und Gesellschaft als Gesamtzusammenhang versteht“. Marietta Schwarz www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Tommy hat mit "RTL Samstag Nacht” Comedy in Deutschland maßgeblich mitgeprägt und das vielleicht berühmteste deprimierte Fernseh-Brot der Welt geschaffen, aber das ist längst nicht alles! Als Produzent, Autor, Musiker und Podcaster ist er unermüdlich kreativ unterwegs. Wie entstand die Idee zu Bernd das Brot? Welche Erinnerungen hat Tommy an die Zusammenarbeit mit Mirko Nontschew? Und was, wenn auf auf einmal das Schreiben nicht mehr funktioniert? Tommy spricht darüber, warum Erfolg nicht automatisch Qualität bedeutet, über kreatives Arbeiten unter dauerhaftem Druck – eine späte Diagnose und die Behandlung, die ihm schlussendlich dabei half, wieder produktiv zu sein. Und, er erzählt uns, warum er sich bewusst für die Arbeit hinter der Kamera entschied. Es geht um Trotz, Hoffnung und viele Zwischentöne. Am Ende wird natürlich wieder gewquizzt! Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.
Die Verleihung des Deutschen Kabarettpreises in Nürnberg verlief zunächst unaufgeregt. Dann nutzt Moderator Matthias Egersdörfer die Bühne jedoch für eine persönliche Abrechnung. Im Zentrum der Wutrede: Kulturbürgermeisterin Julia Lehner und Immobilienmogul Gerd Schmelzer. Durfte Egersdörfer das? Was wollte er damit bezwecken und wie sollen die Nürnberger Nachrichten damit umgehen? Darüber diskutieren in der 67. Folge von „Bratwurst mit Chili“ NN-Chefredakteur Michael Husarek und Audio-Redakteur Lukas G. Schlapp gemeinsam mit dem Nürnberger Kabarettisten Oliver Tissot. Der schätzt seinen fränkischen Kollegen, findet die Zwischentöne der Rede spannend und freut sich darüber, was so ein Auftritt alles auslösen kann.
Die Zeiten seien vorbei, als Bratscher die "Ostfriesen des Orchesters" waren: Das Niveau des Bratschenspiels habe sich unglaublich gesteigert, sagt die Bratschistin Tabea Zimmermann. Sie gilt als eine der ganz großen Interpretinnen klassischer Musik. Raoul Mörchen www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Als Geschäftsführer einer Werbeagentur ist Uwe Baltner oft mit dem Auto unterwegs. Er beginnt, beim Fahren Welthits mitzusingen und postet Videos davon auf Instagram. Damit wird er so bekannt, dass sich Stars für seine Coverversionen bedanken. Julius Stucke www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Es macht einen glücklicher, über eine mögliche positive Zukunft nachzudenken als über eine positive Vergangenheit, sagt die Militärexpertin Florence Gaub. Für die NATO entwirft sie Szenarien, berät Regierungen und internationale Organisationen. Anna Seibt www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
In der DDR aufgewachsen hat Ilko-Sascha Kowalczuk viel zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beigetragen. Er beteiligt sich bis heute an Debatten und ist überzeugt: Das Salz in der demokratischen Suppe sind Äußerungen, an denen man sich reiben kann. Joachim Scholl www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Musik ist für Nik Bärtsch ein sinnliches Erlebnis. Zu seinem „Zen Funk“ haben Spitzenköche Menüs gezaubert, hat ein Parfümeur einen eigenen Duft kreiert. Doch erst durch das Zuhören entstehe Musik, sagt der Schweizer Pianist, Komponist und Bandleader. Maja Ellmenreich www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Musik ist für Nik Bärtsch ein sinnliches Erlebnis. Zu seinem „Zen Funk“ haben Spitzenköche Menüs gezaubert, hat ein Parfümeur einen eigenen Duft kreiert. Doch erst durch das Zuhören entstehe Musik, sagt der Schweizer Pianist, Komponist und Bandleader. Maja Ellmenreich www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Stephanie van de Kerkhoff macht Wirtschaftsgeschichte lebendig: vom Seidenboom am Niederrhein bis zu Hightechfasern für Stadiondächer. Sie zeigt: Innovation braucht Mut, Kapital und Netzwerke. Unternehmerinnen waren dabei oft die treibende Kraft. Tanja Runow www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne