Christian Stahlberg war unser Reporter auf der Sightcity 2019, der größten Messe rund um Technik und Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen. Mit seinem Mikrofon war er unterwegs und sammelte Eindrücke und Interviews von Ausstellern und Händlern zu den Bereichen Alltagshilfen, Entertainmen…

Mit Katja Köhn streifen wir wie jedes Jahr einmal quer durch die neuen Produkte der letzten Monate des Landeshilfsmittelzentrums in Dresden. Im Teil 1 des Interviews erfahren wir etwas über die hier schon näher vorgestellten Haushaltsgräte von Unwired Things (Ikonn), wir besprechen kleine Hilfsmittel für die Küche und befassen uns mit taktilen Spielen und einer mobilen Lautsprecherbox, die sogar Alexa-Sprachsteuerung mit an Bord hat.

Die Fledermaus von Synphon schützt den Oberkörper vor Hindernissen. Aber was ist mit dem Kopf? Diese Lücke hat Geschäftsführer Lyder Tideman erkannt. Auf der SightCity präsentierte er einen Prototypen, der per Ultraschall Hindernisse im Kopfbereich erkennen soll. Wie beim bewährten Vorgänger gibt es akustische Warnsignale und Vibration. Damit ist das Gerät auch für Taubblinde interessant. Die Bedienung soll mit zwei Tasten einfach bleiben, die Reichweite flexibel einstellbar. Noch ist vieles offen: ob es eine Brille, eine Mütze oder ein Stirnband wird, welche Vibrationsmuster sich bewähren und wie weit das Gerät warnen soll. Genau das soll eine Testphase ab Sommer 2026 klären. Tester sind gesucht.

2024 waren wir schon einmal am Stand von xTactor IT aus Schweden, jetzt gab es auf der SightCity 2026 ein Update. Im Mittelpunkt steht das xBand, ein vibrierendes Armband für blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen, das Smartphone-Benachrichtigungen, Uhrzeit und Alarme lautlos ans Handgelenk bringt. Was neu hinzukommt, ist spannend: xTactor arbeitet an einer Navigationsfunktion, bei der man zwei xBänder trägt, eines pro Arm. Das rechte vibriert bei Rechtsabbiegung, das linke bei Linksabbiegung. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem amerikanischen Anbieter Step Navigation, dessen App Kamera und KI kombiniert, um den Standort im Innenbereich auf wenige Dezimeter genau zu bestimmen. Wann die Navigationsfunktion erscheint, steht noch nicht fest. Das xBand in seiner aktuellen Form ist in Deutschland über ProTak erhältlich.

Was wäre, wenn die Braillezeile auf dem Schreibtisch gleichzeitig das Smartphone in der Tasche ersetzen könnte? Gaudio-Braille aus Marburg zeigt auf der SightCity 2026 einen Prototyp, der das anstrebt: einen kompakten Braille-Notetaker auf Android-Basis, der nicht nur als vollwertiger Notetaker funktioniert, sondern auch telefonieren, WhatsApp lesen und Apps aus dem Play Store installieren kann. Im Gespräch erfahren wir, was dieses Gerät von anderen Android-basierten Notetakern unterscheidet, warum die Schnellstarttaste für Notizen ein wichtiges Alltagsdetail ist, und was hinter dem Wunsch des Unternehmens steckt, die Punktschrift als Kulturtechnik zu erhalten. Das Gerät soll in drei Zellenvarianten (16, 24 und 40 Zeichen) erscheinen und ist für Herbst 2026 geplant. Name und Preis stehen noch nicht fest; eine Kassenerstattung wird angestrebt.

Gutes Licht ist für viele Menschen mit Sehbehinderung kein Komfort, sondern eine Voraussetzung, um den Alltag zu bewältigen. The Daylight Company aus London entwickelt seit den späten 1980er Jahren Spezialleuchten, die natürliches Tageslicht so genau wie möglich nachbilden. Im Gespräch auf der SightCity erfahren wir, worauf es dabei ankommt: Farbwiedergabe, Farbtemperatur und Bedienbarkeit ohne Sichtkontakt. Außerdem geht es darum, wie das Unternehmen seine Produkte für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich macht und warum der deutsche Markt noch Aufholbedarf hat.

Wer als blinder oder sehbehinderter Mensch Windows nutzt, kommt ohne Screenreader nicht weit. Diese Software liest Bildschirminhalte aus und gibt sie als Sprache oder Braille-Ausgabe weiter. NVDA, die Open-Source-Alternative aus Australien, hat gegenüber JAWS in den letzten Jahren erheblich aufgeholt und ist kostenlos, portabel und auf älterer Hardware lauffähig. Was teils noch fehlt ist eine breitere Verankerung in Deutschland, bessere Braille-Unterstützung und mehr Know-how bei Anwenderinnen und Anwendern. Genau hier setzt das Projekt "NVDA nachhaltig" an. Rainer Brell vom Berufsförderungswerk Würzburg erklärt, wie das dreijährige Projekt NVDA gezielt weiterentwickeln und in der Fläche stärken will. Im Gespräch geht es u. a. um neue Add-ons wie das Blackout-Tool zur Demonstration für Sehende, geplante Braille-Zeilentreiber für ältere Geräte, eine Excel-Erweiterung sowie das neue Format HAWAII, in dem erfahrene Anwender ihr Wissen weitergeben. In weiteren Interviews mit NV Access und Vispero werfen wir unter anderem auch einen Blick auf die künftige Rolle von KI bei Screenreadern und kommende neue Funktionen in JAWS und NVDA.

Klassische Vorlesegeräte und Künstliche Intelligenz -- das klingt nach einem Widerspruch. Wer auf einen einfach bedienbaren Scanner angewiesen ist, hat mit Cloud-Diensten und Internetverbindungen oft wenig am Hut. Der EasyReader AI von Koba Vision aus Belgien geht einen anderen Weg: Die KI läuft vollständig lokal auf dem Gerät und damit ohne WLAN und ohne Internet. Was das in der Praxis bedeutet und was die Offline-KI konkret kann, zeigt dieses Interview vom Koba-Vision-Stand. Außerdem punktet das Gerät mit einer verbesserten Sprachausgabe. Wir hören den Unterschied zwischen der neuen KI-Stimme und einer älteren Acapela-Sprachausgabe direkt im Vergleich.

Draeger Lienert ist ein auf Arbeitsplatzausstattung spezialisiertes Unternehmen aus Marburg. In Teil 1 des Interviews mit Geschäftsführer Hansjörg Lienert befassen wir uns mit Software für Sehbehinderte. Wir sprechen über die Vorteile der niederländischen Großschriftlösung USA (Ultimate Screen Access) und die bekannteren Produkte ZoomText aus den USA und Supernova aus England.

Wer täglich mit dem Langstock unterwegs ist, kennt das Gefühl: Der Stock bleibt an einer Bodenfuge hängen, der Aufprall geht in Handgelenk und Schulter … und das wiederholt sich hunderte Male am Tag. Dass sich daran etwas ändern lässt, haben vier Studenten aus Amsterdam bewiesen. Rollar ist ein niederländisches Start-up, das eine neue Stockspitze entwickelt hat: den Rollarbal. Er rollt nicht nur seitwärts, sondern in alle Richtungen - auch geradeaus. Damit entfällt die Reibung, die bei klassischen Rollspitzen entsteht, wenn man vorwärts geht. Mit 79 Gramm ist er kaum schwerer als eine herkömmliche Spitze. In diesem Kurzinterview von der SightCity erklärt einer der Rollar-Mitarbeiter, wie die Spitze technisch funktioniert, was sie vom bekannten Ambutech-Pahtfinder aus Kanada unterscheidet und welche Neuerungen gerade in Vorbereitung sind, darunter eine leisere Variante und eine Schraubverbindung für Kombistöcke. Außerdem gibt es Informationen zur Kompatibilität mit gängigen Stockmodellen und zum Preis.

Was wäre, wenn ein Gerät auf dem Kopf das leisten könnte, wofür ein Blindenführhund jahrelang ausgebildet werden muss? Das rumänische Startup dotLumen arbeitet genau daran und war mit seinem Ansatz eines der meistdiskutierten Ausstellerstücke der SightCity 2026. Das Prinzip: Sechs Kameras erfassen die Umgebung, eine KI berechnet den sicheren Weg und der Nutzer spürt das Ergebnis als Vibration an der Stirn. Ohne Smartphone, ohne Internetverbindung, ohne Kamera-Daten in der Cloud, vergleichbar der Technik in einem selbst fahrenden Auto. In dieser Episode erklärt Gründer Cornel Amariei, wie die Technologie funktioniert, warum er das Unternehmen gegründet hat und wohin die Reise geht. Außerdem zu hören: ein kurzer Selbstversuch mit dem Gerät direkt am Messestand, inklusive Einführungs-Tutorial.

Viele kennen das: Man braucht schnell Hilfe, aber niemand ist in der Nähe. Tower Fernassistenz will genau diese Lücke schließen. Ein Team aus ausgebildeten Assistentinnen und Assistenten ist per App erreichbar und hilft kompetent blinden und sehbehinderten Menschen aber auch älteren Menschen oder Personen mit Lernbehinderung in Echtzeit, egal ob bei der Orientierung, beim Fernzugriff auf den PC oder beim Entziffern eines Formulars. Auf der SightCity 2026 spricht Christian mit Kai Bißbort von Tower über die Entwicklung des Dienstes: mehr Verfügbarkeit, neun Assistenten im Team und ein Preismodell, das ab Juli starten soll. Was kostet das? Wie funktioniert ein Anruf technisch? Und kann so ein Dienst wirtschaftlich überleben, wenn die Zielgruppe vergleichsweise klein ist? Außerdem: Wie positioniert sich Tower gegenüber KI-Tools wie Gemini oder Be My Eyes, und warum setzen die Kasseler trotzdem auf menschliche Assistenz? Ein Dienst, der zeigt, dass Teilhabe keine Frage des Zufalls sein muss.

Der Deutsche Hilfsmittelvertrieb (DHV) gehört auf der Sightcity zu den meistbesuchten Ständen. Wer praktische Alltagshelfer sucht und sie direkt mitnehmen möchte, ist hier genau richtig. Im Gespräch mit Michael Kostros, frisch zertifizierter Blickpunkt-Auge-Berater, geht es um das, was Kunden häufig brauchen: Markierungspunkte, Füllstandsanzeiger, Würfel in allen Varianten. Produkte, die selten im Mittelpunkt stehen, aber den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen häufig erleichtern. Beim Thema Uhren zeigt sich ein klarer Trend: Taktile Modelle verlieren an Boden, sprechende Uhren laufen stabil. Dazu kommen Neuigkeiten aus dem Ikonn-Sortiment: Ein Blutdruckmessgerät und ein weiteres Maßband stehen kurz vor der Verfügbarkeit. Der neue Farbsensor ist bereits erhältlich und lässt sich auf Stoff- und Kunststoffoberflächen einstellen. Außerdem ist ein Hinweis auf Infotape enthalten. Sechs mal im Jahr gibt es Testberichte rund um neue Produkte und Grundlagen aus dem Bereich der Audiotechnik.

Das indische Unternehmen Thinkerbell Labs hat auf der SightCity 2026 zwei Geräte gezeigt. Annie ist ein Lerngerät für blinde Kinder. Es bringt ihnen Braille bei, ohne dass eine Lehrkraft danebensitzen muss. Was das Gerät kann, wie es aufgebaut ist und warum es bereits in mehreren Ländern im Einsatz ist, erklärt der erste Teil dieser Episode. Im zweiten Teil geht es um Tactera: Thinkerbell Labs entwickelt eine 32-Zellen-Braillezeile mit Notizfunktion, eigens entwickelten Braille-Zellen und KI-Integration. Der geplante Preis liegt bei günstigen 1.250 Euro. Das Gerät ist noch nicht auf dem Markt, aber auf der SightCity gab es bereits viele Details zu sehen und zu hören.

Wer eine Sehbehinderung hat und im Alltag oder im Studium auf Lesehilfen angewiesen ist, kennt das Problem: Lesekameras können oft nur Ausschnitte erfassen und vorlesen, nicht die ganze Seite. Koba Vision aus Belgien hat die ZoomCam nun grundlegend erweitert. Im Interview vom SightCity-Messestand erfahren wir, was das neue Dual-Kamera-System konkret leistet und für wen es geeignet ist. Die wichtigsten Punkte im Gespräch: Die neue ZoomCam verfügt über eine zweite Kamera, die erstmals eine vollständige A4-Seite erfassen und bei entsprechender Ausstattung auch vorlesen kann. Hinzu kommt eine Schwenkkamera für den Fernbereich – ideal im Unterricht, um Tafelbilder, Wandkarten oder die Lehrkraft zu erfassen. Das Gerät arbeitet standalone, benötigt aber einen externen Bildschirm (Monitor, Tablet, Laptop oder Fernseher) sowie Lautsprecher für die Sprachausgabe. In Deutschland ist die ZoomCam über Help Tech erhältlich.

Wer ein Braille-Notizgerät nutzt, eine 40er Zeile benötigt oder sich für smarte Brillen interessiert, findet in dieser Episode handfeste Informationen. Manfred Jaklin, Geschäftsführer von IPD aus der Region Hannover, gibt auf der SightCity 2026 einen ausführlichen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei zwei Produktfamilien, die viele Nutzer in Deutschland betreffen. Zu Beginn geht es um Envision: Die Envision Glasses, die auf Google Glass basiert, ist am Ende ihrer Verfügbarkeit angelangt. Was das für Bestandsnutzer bedeutet und wie es bei Envision als Unternehmen weitergeht, beantwortet Jaklin so offen, wie es der aktuelle Informationsstand erlaubt. Den Hauptteil des Gesprächs nimmt das neue BrailleSense 7 von HIMS ein. Es erscheint in drei Varianten mit 20, 32 und 40 Zellen. Die Braillezeile unterstützt nun Touch-Gesten für Cursor-Routing und Navigation, ein seitlich angebrachtes Scrollrad ermöglicht schnelles Navigieren durch Texte und Menüs und eine aufsteckbare Qwerty-Tastatur gehört zum Lieferumfang. Ein optionaler Zusatzakku verlängert die Laufzeit auf 30 Stunden. Jaklin erklärt zudem, wann die einzelnen Varianten verfügbar sein werden und warum das 20er-Modell diesmal die gleiche Gehäusegröße wie das 32er bekommt. Abschließend kommt die Braille eMotion zur Sprache, die sich laut Jaklin als Verkaufsschlager etabliert hat, sowie die Frage, ob zukünftige Softwareerweiterungen in Planung sind.

Eine neue Route lernen, sich in einer fremden Umgebung orientieren, selbstständig von A nach B kommen – für blinde und sehbehinderte Menschen steckt dahinter oft mehr Aufwand, als eine Standard-Navigations-App leisten kann. MyWay Pro, eine App des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands, geht dieses Problem gezielt an. Im Gespräch mit Entwickler Matthias Wüst erfährst du, was MyWay Pro von gängigen Lösungen wie Google Maps oder Apple Karten unterscheidet und warum gerade der Navigationsmodus mit Kompassfunktion und sprachlicher Wegbeschreibung für viele Nutzerinnen und Nutzer einen Unterschied macht. Außerdem spricht Matthias darüber, welche Neuerungen die für diesen Sommer geplante iOS-Version bringen soll. Die App ist für iOS und Android verfügbar und auch außerhalb der Schweiz nutzbar zu Preisen, die überraschen dürften.

Die Sightcity 2026 ist vorbei. Bevor die rund 50 Interviews starten, gibt es in dieser Episode erst einmal ein tiefes Luft holen und zurückschauen. Was macht eine Fachmesse für Hilfsmittel zu mehr als einer Produktschau? Diese Frage stellt sich Christian in dieser Einstimmungsepisode und findet eine Antwort, die über Technik und Trends weit hinausgeht: Die Sightcity ist einer der wenigen Orte, an denen blind sein einfach selbstverständlich ist. Daneben gibt es Einblicke in die Atmosphäre der diesjährigen Messe, von der ungewöhnlichen Hitze Ende Mai bis zur bemerkenswert positiven Stimmung unter Besuchenden und Ausstellenden. Christian berichtet von einem verlorenen Kopfhörer mit glücklichem Ausgang, den Hörer-Treffen vor Ort und dem, was hinter den Kulissen von SightViews steckt. Außerdem: ein Überblick über Umfang und Format der kommenden Interviewserie sowie ein Hinweis, wie man den Podcast am sinnvollsten nutzt und unterstützt. Ab morgen starten die Interviews. Diese Episode stimmt ein und macht Lust auf Technik und mehr ...

Das Braillepen 24 des polnischen Herstellers Harpo ist eine 24-stellige Braillezeile, die vieles anders macht als die Konkurrenz. Mit nur 15,3 mm Bautiefe und einem Aluminiumgehäuse ist sie so schlank und haptisch ansprechend wie kaum eine andere Zeile auf dem Markt. Statt klassischer Piezo-Elemente setzt Harpo auf Dot-Zellen mit Magneten unter einer austauschbaren Schutzfolie. Klingt ungewohnt? Ist es auch. Wir klären, wie es sich damit lesen und arbeiten lässt, welche Funktionen jetzt schon überzeugen und wo gerade noch sehr aktiv Anpassungen stattfinden.

Die SightCity 2026 öffnet bald ihre Türen. In dieser Folge gibt es schon vorab einen fundierten Überblick über das, was sich in Frankfurt lohnt. Christian hat rund 150 Aussteller gesichtet und eine persönliche, redaktionelle Auswahl der interessantesten Stände zusammengestellt. Geordnet werden sie nach Kategorien wie Braille, Navigation, Sehbehinderung, Haushalt und Freizeit. Wer nach Frankfurt fährt, bekommt damit einen umfassend recherchierten Kompass für den Messerundgang. Wer zuhause bleibt, erfährt, auf welche Interviews man sich ab Anfang Juni freuen kann. Neu auf der Messe sind unter anderem spannende Startups aus Deutschland, Dänemark und Rumänien, dazu Braillezeilen-Neuheiten von bekannten Herstellern und überraschende Produkte aus Bereichen, die man auf einer Hilfsmittelmesse vielleicht nicht erwartet. Besonders viel tut sich 2026 im Braillebereich – von kompakten mobilen Zeilen bis hin zu einem mit Spannung erwarteten Marktauftritt, über den noch nicht alles gesagt werden darf. Aber auch wer keine Braillezeile sucht, wird fündig: Navigation am Schuh, KI-gestützte Vorlesegeräte, taktile Leitsysteme und ergonomische Arbeitsplatzlösungen sind nur einige der Themen, die diesmal vertreten sind. Dazu gibt es nochmal ergänzende praktische Hinweise rund um den Messebesuch selbst – von Catering bis Powerbank-Verleih. Am Ende der Episode folgen außerdem Infos dazu, wann die ersten Interviews erscheinen und wie man Christian auf der Messe persönlich treffen kann. Eine Folge also sowohl für Frankfurt-Fahrer als auch für alle, die die Messe diesmal lieber vom Sofa aus verfolgen.

Die SightCity 2026 wächst – und mit ihr die Anforderungen an Organisation und Orientierung. 156 Aussteller aus 23 Ländern, fünf Bühnen, rund 100 Veranstaltungen sind ein neuer Rekord. Das bedeutet auch, wer gut vorbereitet anreist, hat mehr davon. In dieser ersten Einstiegs-Episode zur SightCity 2026 geht es deshalb um alles, was man vor und beim Besuch wissen sollte – von der Vorbereitung zu Hause bis zur Orientierung vor Ort. Denn in diesem Jahr hat sich einiges verändert: Das Ticket-System ist neu, der Eingangsbereich funktioniert anders, und die Standnummern folgen erstmals einer räumlichen Logik, die blinden und sehbehinderten Besucherinnen und Besuchern richtige Orientierung bietet statt bloßer Nummerierung. Konkret schauen wir auf das neue Nummernsystem mit Ebene, Himmelsrichtung und Bereich, auf erweiterte QR-Code-Angebote entlang der Leitlinie und an Kreuzungen, auf taktile Hallenpläne und Braille-Listen am Empfang sowie auf den HapticGuide bei den WC-Anlagen. Außerdem: Was die App kann, wie der TOWER-Fernassistenzdienst hilft und was beim Ticket diesmal zu beachten ist. Die Episode richtet sich ausdrücklich nicht nur an diejenigen, die selbst nach Frankfurt fahren. Auch wer die Messe aus der Ferne verfolgt, bekommt hier den Rahmen, um die Berichterstattung der kommenden Episoden besser einordnen zu können. Teil 2 folgt noch vor der Messe – dann mit Blick auf neue Produkte und spannende Aussteller.

Heißluftfritteusen können für blinde und sehbehinderte Menschen eine praktische Ergänzung in der Küche sein. Nach der Vorstellung der sprechenden Coboldt Speechmaster im Mai 2025 geht es diesmal um Grundsätzliches und um ein Modell ohne Sprachausgabe. Annette Dix vom Ambulanten sozialen Rehabilitationsdienst des BBSB in Schwaben erklärt, für wen Heißluftfritteusen sinnvoll sein können, welche Bauformen es gibt und worauf man bei Größe, Bedienung, Zubehör und Sicherheit achten sollte. Schlagworte sind Garkörbe, Touch- und Drehregler, hitzefeste Unterlagen, Abstand zur Belüftung, geeignete Handschuhe, Greifzangen, Silikonformen, Backpapier und Rezepte. Im zweiten Teil stellt Hörer Julian den Ninja AF160EU vor. Das Gerät hat keine Sprachausgabe, besitzt aber physische Tasten mit spürbarem Druckpunkt. Julian beschreibt Aufbau, Bedienfeld, Korb, Einlegeplatte, Leistung, Temperaturbereiche und die praktische Nutzung. Zum Schluss zeigt er an einem Beispiel, wie die Zubereitung in der Praxis ablaufen kann. Außerdem wird das Rezeptheft „Fix aus der Heißluftfritteuse“ aus dem BIT-Zentrum des BBSB erwähnt. Die Episode zeigt, dass eine Heißluftfritteuse nicht nur ein Küchentrend sein kann, sondern für blinde und sehbehinderte Menschen auch ein ganz praktisches Hilfsmittel.

Das b.note aus Frankreich gibt es mit 20, 40, 64 und 80 Braillemodulen. Es ist Braillezeile und Notizgerät in einem und geht an einigen Stellen deutlich weiter als viele andere Geräte dieser Klasse. Aleksander zeigt in diesem Gastbeitrag am Beispiel der 20er-Version, wie das b.note aufgebaut ist, wie es sich als Braillezeile am Computer schlägt und was im eigenständigen Betrieb alles möglich ist. Wir erleben den Datei-Explorer, Editor, Audioplayer und Internetradio und auch eine Besonderheit, die man so woanders nicht findet: das Lesen und Schreiben von Musiknoten in Brailleschrift samt Austausch über MusicXML. Auch Mathematikfunktionen, Bedienlogik, technische Daten und die Praxis im Alltag kommen zur Sprache. Der Beitrag macht deutlich, wo das b.note überzeugt, wo es Eigenheiten gibt und für wen dieses Gerät besonders interessant sein könnte.

In dieser Sightviews-Episode gibt es keinen klassischen Test und kein Interview, sondern eine Mischung aus Ergänzungen, Hinweisen und Neuigkeiten. Zunächst geht es noch einmal um das BlindShell Classic 3. Ergänzt werden Informationen zur Tandem-App, die auch unter iOS verfügbar ist, sowie Hinweise zu Bluetooth-Tastaturen und einer Mailingliste für den Austausch von Nutzern. Außerdem wird auf Schulungsangebote hingewiesen, etwa in der Villa Rochsburg. Ein weiteres Thema sind die Ally-Solos-Brillen von Envision. Nachdem es zahlreiche Probleme mit Lieferung, Qualität und Verarbeitung gab, hat der Hersteller den Verkauf inzwischen gestoppt. Danach folgen Neuigkeiten zum Ikonn-System. Neben der neuen myIKONN-App werden neue Zubehörgeräte vorgestellt, darunter Winkelmesser, Messschieber und ein Infrarot-Thermometer. Außerdem gibt es Hinweise zur Nutzung mit App oder Controller und für wen dieses System besonders interessant sein könnte. Im Anschluss wird noch einmal der Hark Reader von Humanware betrachtet, diesmal mit der Bluetooth-Tastatur der Harki-Reader-Blue-Edition von Gaudio-Braille. Dabei geht es um Aufbau, Bedienung und die Möglichkeiten zur Navigation im erkannten Text. Auch die KI-Funktionen zur Bildbeschreibung werden kurz demonstriert und kritisch eingeordnet. Ein kurzer Blick gilt außerdem dem neuen iPhone 17e. In verschiedenen Podcasts wurde es als besonders geeignetes Smartphone für blinde Nutzer bezeichnet, da es alle wichtigen Funktionen bietet, ohne die teureren Zusatzfeatures der Pro-Modelle. Zum Schluss gibt es Neuigkeiten in eigener Sache: Sightviews hat jetzt einen eigenen Flyer mit QR-Code und Braille-Elementen. Außerdem sind Treffen mit Hörerinnen und Hörern geplant, sowohl im April in Hamburg als auch auf der SightCity in Frankfurt. Abgerundet wird die Episode mit einem kurzen Blick auf die CSUN-Konferenz in den USA und auf mögliche Neuheiten, die später auch auf der SightCity zu sehen sein könnten.

In dieser Sightviews-Folge stellt Benjamin Hofer das BlindShell Classic 3 ausführlich vor. Das Gerät richtet sich vor allem an blinde und sehbehinderte Nutzer, die ein Smartphone mit physischer Tastatur bevorzugen. Neben klassischen Telefon- und Nachrichtenfunktionen bietet das BlindShell einen eigenen App-Store, über den auch ausgewählte Android-Apps installiert werden können. Der Beitrag zeigt Aufbau, Bedienkonzept und Texteingabe des Geräts und demonstriert sowohl die integrierten BlindShell-Apps als auch Beispiele für Drittanbieter-Apps wie Be My Eyes oder den DB Navigator. Außerdem geht es um den KI-Assistenten Luna sowie um typische Hilfsmittelfunktionen wie Texterkennung, Bildbeschreibung, Objektmarkierung und Fernassistenz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Grenzen des Systems. Einige bekannte Apps funktionieren nicht oder stehen im Store nicht zur Verfügung. Auch Navigation und mobiles Bezahlen sind nur eingeschränkt möglich. Der Beitrag ist als ausführlicher Praxistest aufgebaut und enthält Kapitelmarken zu allen Themenbereichen – vom Auspacken über Apps und Assistenzfunktionen bis zum abschließenden Fazit.

In dieser Sightviews-Folge stellt Aleksander vom BIT-Zentrum München das BT Speak vor. Dabei handelt es sich um einen Braille-Eingabecomputer mit Sprachausgabe, der das klassische Braille-'n-Speak-Konzept der 1980er Jahre in moderner Form wieder aufgreift. Aleksander zeichnet zunächst die historische Entwicklung der Gerätefamilie von Blazie Engineering nach und zeigt, wie das heutige BT Speak daraus hervorgegangen ist. Anschließend gibt er einen kompakten Praxisüberblick über Aufbau, Bedienkonzept und Softwarebasis des Geräts, das heute als Linux-System mit Braille-Tastatur umgesetzt ist. Das BT Speak ist in Deutschland derzeit nur schwer erhältlich, da der Vertrieb ausschließlich direkt aus den USA erfolgt. Die Vorstellung versteht sich daher ausdrücklich nicht als ausführlicher Test, sondern als Überblick über ein Nischenprodukt, das vor allem für technikaffine Nutzer mit Interesse am klassischen Braille-'n-Speak-Workflow spannend sein könnte.

In dieser Ausgabe der Sightnews Kurznachrichten geht es um aktuelle Entwicklungen rund um Hilfsmittel und Technik für blinde und sehbehinderte Menschen. Themen sind unter anderem neue Produkte aus der IKONN-Reihe, die Magic Math Tools für den barrierefreien Mathematikunterricht, ein wichtiges Software-Update für das BlindShell Classic 1 sowie Neuigkeiten aus der Welt der Braille-Notetaker. Außerdem stellen wir einen preisgünstigen Shop für taktile Spiele vor und werfen einen Blick auf das Markierungssystem Speechlabel, das nun auch in Deutschland erhältlich ist. Zum Abschluss folgt ein persönlicher Abschnitt: Nach dem Nachruf auf Josef Ender erinnere ich an weitere Menschen, welche die Hilfsmittelszene geprägt haben und deren Arbeit bis heute nachwirkt. Kurze O-Töne von 'Werner Krauße, Michael Lang und Carsten Albrecht lassen vergangene Projekte und Stimmen noch einmal hörbar werden. Eine ruhige Rückschau auf Entwicklungen, die auch für Sightviews selbst eine Rolle gespielt haben.

In dieser Folge von Sightviews befassen wir uns einmal kritisch mit einem Hersteller. Im Mittelpunkt stehen die Ally Solos Glasses, der KI-Dienst Ally und das Premium-Produkt Envision Glasses Pro. Ausgangspunkt sind konkrete Erfahrungen aus Deutschland zu den Ally Solos Glasses: Zusendung aus Hongkong, Probleme bei der Einfuhr und offene Fragen rund um Rücksendung und Support. Ein Betroffener schildert im Gespräch seine Erlebnisse. Im zweiten Teil der Folge ordnen wir Ally als Plattform ein. Was ist Ally eigentlich? Wo kann man den Dienst nutzen, welche Funktionen sind kostenlos und wofür wird ein Pro-Abo benötigt? Und wie wird Ally im Vergleich zu allgemeinen KI-Diensten wie ChatGPT wahrgenommen? Abschließend geht es um die Envision Glasses Pro. In Deutschland ausschließlich in dieser Version erhältlich, werden sie mit lebenslangen Updates beworben. Wir werfen einen Blick auf die Update-Realität, auf die Rolle von Ally als externem Dienst und auf die Frage, welche Erwartungen Käufer an ein Premium-Hilfsmittel haben dürfen.

Touchflächen ohne Orientierung, Menüs ohne Sprachausgabe und Lösungen, die nur über Apps funktionieren – das sind für blinde und sehbehinderte Menschen bei der Bedienung von Haushaltsgeräten heute häufig große Probleme. In dieser Folge spreche ich mit einem Vertreter der Initiative "Home Designed for All". Wir klären, was „Design für alle“ im Haushalt bedeutet, warum barrierefreie Haushaltsgeräte bis heute keine Selbstverständlichkeit sind und welche Rolle Gesetze, Industrie und Lobbyarbeit dabei spielen. Thema sind auch die konkreten Anforderungen an Geräte, damit sie als umfassend barrierefrei gelten können. Zum Abschluss der Folge gebe ich zwei praktische Tipps, wo und wie man heute Haushaltsgeräte findet, die sich auch ohne Sehen bedienen lassen. Eine Folge für alle, die im Alltag selbstständig bleiben wollen – und verstehen möchten, warum das oft unnötig schwer gemacht wird.

OSKAR ist ein Open-Source-Projekt, das Hilfsmittel für blinde Menschen gemeinsam entwickelt und frei zugänglich macht. Baupläne, Software und Anleitungen stehen offen zur Verfügung und können angepasst und weiterentwickelt werden. Im Interview stellen Gründer Johannes Střelka-Petz und mehrere Mitmacher das Projekt vor. Sie sprechen über Makerspaces, den Einsatz von 3D-Druck und darüber, warum partizipative Entwicklung im Hilfsmittelbereich besonders sinnvoll ist. Ein Schwerpunkt ist die Metabraille, eine selbstbaubare Bluetooth-Braille-Tastatur. Außerdem geht es um taktile Beschriftungen, Orientierungspläne und praktische Einsätze bei Hackerspaces und Veranstaltungen. Zum Abschluss wird erklärt, wie man bei OSKAR mitmachen kann – online oder vor Ort, ohne Vorkenntnisse.

In dieser Sightviews-Episode nimmt Benjamin Hofer den WeWalk Smart Cane 2 ausführlich unter die Lupe. Über fast drei Wochen wurde das System im Alltag getestet – mit Fokus auf Hardware, Bedienung und praktischen Nutzen. Der Beitrag beginnt beim Lieferumfang und der Montage, beschreibt Haptik, Tastenanordnung und Gewicht und ordnet den WeWalk 2 im Vergleich zur ersten Generation ein. Ein zentrales Thema ist die Navigation direkt über den Stock: Routenführung zu gespeicherten Zielen, ÖPNV-Navigation mit Ein- und Ausstiegshinweisen sowie die Erkunden-Funktion für Orte in der Umgebung. Auch die Offline-Funktionen wie Hinderniserkennung und Taschenlampe kommen nicht zu kurz. Der aktuelle Stand des KI-Sprachassistenten wird vorgestellt – was heute schon funktioniert, was noch nicht und welche Funktionen künftig angekündigt sind. Benjamin schildert offen seine Praxiserfahrungen, benennt Stärken und Schwächen und geht auf Punkte ein, die im Alltag zählen.

Smarte Alltagshelfer für alle – egal ob sehend, sehbehindert oder blind. Das ist das Konzept von IKONN aus Dänemark. Ein zentraler Controller verbindet sich per Funk mit Kleingeräten für den Alltag und macht sie über eine Sprachausgabe auch für blinde Menschen zugänglich. Sehbehinderte und sehende Nutzerinnen und Nutzer können die klaren Displayanzeigen verwenden. In dieser Episode stelle ich das gesamte System mit allen im November 2025 verfügbaren Komponenten vor: den IKONN-Controller, Raum- und Küchenthermometer, Küchen- und Personenwaage sowie das Rollmaßband. Außerdem geht es um die geplanten neuen Produkte – Farbsensor, Fieberthermometer und Schieblehre – und um Verbesserungen, die der Hersteller Unwired Things bereits angekündigt hat. Wie gut funktioniert das System im Alltag? Was überzeugt – und wo gibt es noch Nachholbedarf? Ein ausführlicher Praxistest mit Eindrücken aus mehreren Wochen Nutzung

Es war geradezu ein "Update-Schock" - die vor einigen Wochen angekündigten verschärften Bedingungen für Updates von JAWS, ZoomText und Fusion. Nun die gute Nachricht? Vispero hat seine Pläne zur Update-Politik kurzfristig geändert. Christian Stahlberg spricht mit Manfred Jaklin von der IPD GmbH, dem ältesten JAWS-Händler Deutschlands. Gemeinsam klären sie, warum Vispero seine Pläne angepasst hat, wie ihr eure Lizenz einfach überprüfen könnt und worauf ihr jetzt achten solltet, um keine Update-Möglichkeit zu verpassen. Ein kompaktes Gespräch mit Insider-Infos – für alle, die ihren Bildschirmleser zuverlässig und zukunftssicher halten und Hintergründe verstehen wollen.

VisioBook, VisioDesk und VISIO 24 – diese Namen stehen seit Jahren für kompakte Bildschirmlesegeräte. Ebenso bekannt sind im Braille-Bereich VarioUltra, VarioPro oder Pronto – Geräte, die ursprünglich von Baum Retec und später von VisioBraille stammten. Nach den Insolvenzen von Baum, VisioBraille und zuletzt Metec war lange unklar, wie es weitergeht. Jetzt bringt LUCAS components neue Bewegung in den Markt. Das Unternehmen führt die Marke VisioBraille fort und übernimmt Service und Produktion vieler bekannter Geräte – von Bildschirmlesegeräten bis zu Braillezeilen. Dahinter steht die Familie Lucas mit jahrzehntelanger Erfahrung in Elektronik und Gerätebau. Mit an Bord sind frühere Fachleute aus der Branche, darunter Philipp Moog, ehemals Produktionsleiter bei VisioBraille und Baum Retec, sowie Philipp Lucas, Geschäftsführer von LUCAS components in Jena. In einem Gespräch mit Reiner Delgado vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) erklären Philipp Lucas und Philipp Moog, welche Produkte weitergeführt werden, wie der Service gesichert ist und welche neuen Entwicklungen geplant sind. Auch die Zukunft der beliebten VarioUltra und anderer Braillezeilen kommt zur Sprache. Ein spannender Einblick in die Fortsetzung einer langen Hilfsmitteltradition – made in Germany. Dieser Beitrag wurde aus dem offSight-Podcast des DBSV-Jugendclub übernommen - vielen Dank.

Willkommen zurück bei Sightviews nach der Sommerpause. Die SightCity 2025 war in diesem Jahr wieder ein großes Thema - und jetzt starten wir mit den Sightnews in den Herbst. In dieser Ausgabe hört ihr Meldungen zu folgenden Themen: • Änderungen bei den Lizenzen für JAWS, ZoomText und Fusion • iOS 26 bringt neue Barrierefreiheits-Funktionen • Neue Angebote der inklusivio UG • Der Deutsche Hilfsmittelvertrieb startet mit neuem Webshop und Einführungsangeboten für Ikonn-Produkte • Das Büro für barrierefreie Bildung arbeitet wieder eigenständig in Dortmund • Der neue SightCity Podcast • Neuer Abgleich bei Überweisungen: Verification of Payee • VisioBraille insolvent – LUCAS components führt die Marke fort • Die Ally Solos Glasses von Envision

Im zweiten Teil unseres großen Messe-Rückblicks werfen wir einen detaillierten Blick auf zentrale Themen wie Mobilitätshilfen, klassische und kamerabasierte Hinderniswarner, moderne Braillezeilen und neue Entwicklungen im Bereich des Breillehrens. Es geht um Produkte wie den Ashirase-Navigationsschuh, Rango und den Icane-Stock aus Frankreich, das Glide-System oder KapX – ebenso wie um Altbekanntes mit neuen Funktionen. Außerdem: Reaktionen von Hörerinnen und Hörern, zusätzliche Recherchen im Nachgang der Messe sowie ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen von Sightviews. Was lief gut? Was war anstrengend? Und wie geht es weiter? Eine persönliche, aber zugleich faktenreiche Episode zum Abschluss der SightCity-Berichterstattung 2025 und der Übergang zur Sommerpause. Sightviews meldet sich wieder zurück im Herbst. Erwähnte Produkte und Unternehmen in der Reihenfolge ihrer Nennung im Podcast: Navigation, Mobilität und Blindenstöcke - Feelspace Navigationsgürtel - Humanware – StellarTrek - Ampel-Pilot – iPhone-App - Ashirase – Navigationssystem im Schuh - Glidance – Produkt Glide - Whitecane / IO - Comde Derenda Blindenstöcke - Ambutech – Pathfinder-Spitze, Slim-Line-Stöcke - Dürener Blindenlangstock / Ruhrtalwerkstätten / All Terrain Cane / Stöcke mit Stoßdämpfer Hindernis-Warner (Ultraschall, Radar, Laser) - Lighthouse Tech – Brille Tami (Radar) - iSee One - Brille aus Italien - GoSense – Produkt Rango (Ultraschall, akustisch) - WeWalk Smartcane - smarter Stock mit KI - Icane – Stock mit Lidar und Vibration - Sound Reasoning – Laser-Handgerät Kamerabasierte Orientierungshilfen - Kapsys – Produkt KapX - Biped NOA - Kamerasystem - SmartAIs – iPhone-App (benötigt iPhone Pro) - Visionary Steps AI - Contagt – Indoor-Navigation ohne Beacons - Oorion – ebenfalls beaconfreie Indoor-Navigation und App für den Alltag Braillezeilen - Humanware – Brailliant BI 80 / BI 20X - Eurobraille – B.Note-Serie (über Protak vertrieben) - Breilsense 6 Mini, Focus 14, Selvas Braille eMotion - HelpTech – Activator Pro (40 / 64 / 80), Ausblick Messeneuheit 2026 - Papenmeier – Braillex Flow +40 - Matapo / Dot Inc. - Dotpad X - Brailledoodle – mechanisches Breillehrgerät

In dieser ersten von zwei Abschlussepisoden blicken wir zurück auf die größte Hilfsmittelmesse für blinde und sehbehinderte Menschen im deutschsprachigen Raum. Moderator Christian Stahlberg zieht Bilanz, ordnet Entwicklungen ein und kommentiert persönliche Eindrücke – fundiert, kritisch und aus Anwendersicht. Im Fokus dieser Episode: Trends wie smarte Brillen, KI-gestützte Vorlesegeräte, multifunktionale Daisy-Player und neue Alltagshelfer. Auch datenschutzrelevante Fragen, Service-Angebote wie Tower-Fernassistenz und aktuelle Entwicklungen im Bereich barrierefreier Telefone kommen zur Sprache. Mit über 50 geführten Interviews, mehr als zehn Stunden Audiomaterial und zahlreichen Hintergrundinfos liefert diese Folge eine pointierte, persönliche und praxisnahe Zusammenfassung der SightCity 2025 – inklusive Inhaltsverzeichnis und Kapitelmarken. Teil 2 folgt in wenigen Tagen. Liste der erwähnten Produkte und Firmen, sortiert nach thematischen Bereichen: Alltagshelfer & Messgeräte Iris Time – sprechende Uhr von Iris Hjälpmedel (Schweden) Anwire Zings – Controller-System für Waagen, Thermometer, Rollmaßband etc. (Dänemark) Tape King – sprechendes Rollmaßband von Kertek Audio & Aufnahmegeräte Zoom H1, H2, H4, H6 Essential – Aufnahmegeräte von Zoom Corporation Oladance – Open‑Ear‑Kopfhörer (Hersteller: Oladance) Dienstleistungen & Fernassistenz Tower Fernassistenz – professioneller Videodienst für sehbehinderte Menschen Be My Eyes – ehrenamtlicher Assistenzdienst Telefone & Smartphones BlindShell Classic 2 & 3 – von BlindShell SmartVision 3 – von Kapsys (mit Android und Tastatur) Felix Phone – neu entwickelt von Sirio Medical Lili Phone – vereinfachtes Smartphone‑Modell Einfach-Smartphone von der Deutschen Telekom Daisy‑Player & mobile Audio Daisy Box – stationärer Daisy‑Player (Sensotec / TFA) Victor Reader Stream 3 – von HumanWare Victor Reader Trek – ebenfalls von HumanWare Orbit Player – mobiles Gerät von Orbit Research Solar Groove Player – tragbarer Daisy‑Player (Hersteller: SolarGroove Technologies) Vorlesegeräte & Texterkennung VoxiVision – Vorlesegerät von Voxiweb VoxiOne – Modellausführung mit Telefonfunktion von Voxiweb (Frankreich) iReader 2 – Vorlesegerät von Rehan Electronics Haki‑Reader / Haki‑Reader Blue – von HumanWare (Blue‑Version über Gaudiobraille) Patriot AI – stationäres Vorlesegerät von Patriot Vision Industries Stellar Trek – GPS‑und Vorlesegerät von HumanWare Smarte Brillen & Kamerasysteme Ray‑Ban Meta Smart Glasses – Kooperation von Ray‑Ban und Meta OrCam MyEye – von OrCam Technologies Envision Glasses – von Envision Technologies Arx Vision – Headset‑Kamera Biel Glasses / Luna Glasses Niira – smarte Brille zur Raumwahrnehmung Echo Vision – günstige smarte Brille von Ergiga Inc. (USA) Software & Apps Observo – Bildbeschreibungs-App auf BlindShell Classic 3 Ally – KI von Envision

Im zweiten Teil unseres Interviews wird es konkret: Wir packen eine 20er-Eurobraille-Zeile aus und nehmen sie genau unter die Finger. Vom ersten Eindruck über Gehäuse, Tastatur und Cursor-Routing bis hin zum Einschalten und Navigieren im Menü – hier bekommt ihr einen authentischen Eindruck, wie sich das Gerät in der Praxis bedienen lässt. Besonders spannend: das multifunktionale Cursor-Routing mit unterschiedlichen Druckstufen und die Menüführung, die sich direkt mit der Braillezeile bedienen lässt. Wir besprechen außerdem Unterschiede zwischen den Modellvarianten, die Rolle der Sprachausgabe und wie sich die Eurobraille-Geräte von anderen bekannten Herstellern abheben.

In dieser Episode sprechen wir mit Wilhelm Lutzenberger von der Firma Protak in Nürnberg über die Rückkehr der französischen Braillezeilen von Eurobraille auf den deutschen Markt. Die neue Produktreihe „B.Note“ bringt frischen Wind in die Welt der Braille-Technologie: Geräte mit eingebautem Linux-Computer, zwei Prozessoren für flexiblen Einsatz, vielfältige Anschlussmöglichkeiten und cleverer Energieverwaltung. Wir klären, wie sich die Geräte mit PC und Android verbinden lassen, welche Varianten erhältlich sind – von Basic bis Vollausstattung – und welche besonderen Bedienkonzepte und Anwendungen wie Editor, Musiknotenanzeige oder Internetradio mit an Bord sind. Auch ein Blick auf geplante Entwicklungen ist Thema. Eine Folge für alle, die wissen wollen, was sich technisch und konzeptionell bei Braille-Notetakern gerade tut.

Wie entsteht eigentlich tastbare Brailleschrift auf Flyern, Aufklebern oder Türschildern – ohne Prägung, ganz ohne Vertiefung auf der Rückseite? Bei Kreye Siebdruck aus Koblenz gibt es genau das: taktile Punkte durch Sieb- oder Digitaldruck. Im Gespräch erfahren wir, wie man mit transparentem Lack Brailleschrift auf unterschiedlichste Materialien aufbringt – von Visitenkarten über Gewürzaufkleber bis zu Orientierungsschildern aus Aluminium. Auch für Banken, Geldautomaten oder öffentliche Gebäude werden zunehmend solche Lösungen gefragt – nicht zuletzt durch das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Wir sprechen über technische Details, Druckhöhen, geeignete Materialien und die Unterschiede zwischen Sieb- und Digitaldruck – und warum diese Verfahren eine flexible und langlebige Alternative zur klassischen Prägung darstellen.

Ein Navi im Schuh? Das japanische Start-up Ashirase, entstanden aus einem Innovationsprogramm von Honda, zeigt auf der SightCity ein ungewöhnliches Orientierungssystem: Ein leichter Vibrations-Sensor wird in den Schuh eingelegt und gibt durch gezielte Impulse an Zehen und Ferse die Laufrichtung vor. Geradeaus, links, rechts, Abzweigung – jede Aktion hat ihr eigenes Vibrationsmuster. Das System funktioniert mit App, GPS, Bewegungssensoren und einer Kombination aus Kartendiensten. Der Akku hält rund zehn Stunden, das Gerät ist wasserfest und wiegt nur etwa 60 Gramm. Der Marktstart in Europa ist für Herbst 2025 geplant. In Japan kostet das Gerät umgerechnet etwa 345 €, hinzu kommt eine geringe monatliche Gebühr. Ein deutscher Vertrieb wird aktuell noch gesucht.

Ein Automat mit Sprachausgabe, Tastatur, Touchscreen – und JAWS? Genau das zeigt René Ludwig am Stand von Optelec: den JAWS Kiosk, eine Spezialversion des bekannten Screenreaders für öffentlich zugängliche Selbstbedienungsterminals. Ob Arztanmeldung, Fahrkartenkauf oder Kartenzahlung im Restaurant: In den USA ist die Lösung schon im Einsatz – etwa bei McDonald's. Jetzt wird sie auch für Deutschland interessant, denn das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz erhöht den Druck auf Anbieter, ihre Geräte zugänglich zu machen. Wir sprechen über Technik, Einsatzmöglichkeiten, Anpassungen für blinde und sehbehinderte Nutzende – und die nächsten Schritte für den Rollout in Europa.

Im Gespräch erklärt der Präsident der Firma Venkatesh Chari, warum sich die Entwicklung des modularen Laptops mit integrierter Braillezeile "Optima" verzögert und was Nutzerinnen und Nutzer vom Gerät erwarten dürfen. Optima soll individuell konfigurierbar sein – mit wählbaren Braillemodulen, Prozessor und Speicher – und spätestens zur nächsten SightCity verfügbar sein. Bereits im Juli startet der neue Orbit Player: ein kompakter, internetfähiger Daisy- und Medienplayer mit Tastenbedienung, Sprachausgabe und breiter Formatunterstützung – von Daisy bis MP3, von EPUB bis PDF. WLAN, Bluetooth, SD-Karte, USB-C, Diktiergerät, Podcasts, Internetradio – alles drin, trotzdem leicht zu bedienen. Im Inneren läuft Android, sichtbar ist davon aber nichts: Die Oberfläche wurde komplett neu für einfache, barrierefreie Bedienung entwickelt. Technik, die zukunftsweisend, aktuell und verhältnismäßig preiswert ist - made in den USA.

Im dritten und letzten Teil des Interviews erfahren wir etwas über den neuen Webshop des Deutschen Hilfsmittelvertriebs. Was ändert sich im Bestellprozess? Welche neuen Funktionen erwarten die Kunden? Und wie sieht es mit der Nachverfolgung von Bestellungen aus? Außerdem gibt der Geschäftsführer Einblicke in die Überlegungen hinter dem Relaunch – von barrierefreier Gestaltung bis hin zu optimierter Produktdarstellung. Warum es sich jetzt lohnt, den neuen Shop zu besuchen, erfahrt ihr in dieser Episode.

Visionary Steps AI ist eine neue Navigations-App, die allein über die Kamera des iPhones arbeitet. Damit das funktioniert, wird das iPhone in einem Brustgurt getragen, sodass die Kamera nach vorn gerichtet ist. Die App analysiert das Kamerabild, erkennt ein vorher festgelegtes Zielobjekt und gibt über Sprachausgabe präzise Anweisungen wie „etwas rechts“, „stopp“ oder „Ziel erreicht“. Hindernisse werden zuverlässig umgangen. Gründer Dr. Marek Jersak erläutert im Gespräch, wie die App funktioniert, wo die Entwicklung aktuell steht und warum er auf Sprache statt Pieptöne setzt. Im Anschluss folgt ein Live-Test auf der Messe – inklusive aufblasbarer Palme als Ziel. Eine spannende Neuentwicklung mit klarem Ziel: zuverlässige Navigation per Smartphone – innen wie außen, direkt zur gewünschten Sache.

Patriot Vision ist in den USA längst etabliert, in Europa aber noch ein Geheimtipp. Beim ersten Messeauftritt seit 2019 zeigt das Unternehmen, was moderne Vorlese- und Vergrößerungssysteme heute leisten können. Im Fokus steht das Patriot Voice AI, eine kompakte Lesemaschine mit künstlicher Intelligenz: Sie erkennt Texte, beschreibt Bilder, identifiziert Produkte, Geldscheine und Farben – ganz automatisch und ohne komplizierte Bedienung. Noch in diesem Jahr soll zudem ein stationäres Bildschirmlesegerät mit integrierter KI folgen. Außerdem im Gepäck: mobile All-in-One-Lösungen auf iPad- oder Android-Basis für Schule und Beruf – und die Patriot ViewPoint, eine elektronische Brille für Menschen mit Sehrest, mit der sogar Hochzeiten, Konzerte oder Sportereignisse wieder sichtbar werden. Noch fehlt ein Vertriebspartner in Deutschland – doch vielleicht nicht mehr lange.

Rehan ist ein international tätiges Unternehmen, das Lesegeräte, elektronische Lupen und Vorlesesysteme wie den iReader anbietet. In Deutschland war die Firma bislang vor allem im Ruhrgebiet angesiedelt – nun gibt es auch einen Vor-Ort-Ansprechpartner für Bayern und den süddeutschen Raum. Im Fokus des Gesprächs steht der iReader 2, ein flaches Vorlesegerät mit ausklappbarer Kamera und guter Sprachausgabe. Die Bedienung erfolgt über große Tasten und klassische Drehregler – für Lautstärke und Sprachtempo. Der Scanvorgang ist schnell. dauert nur rund 8 Sekunden, der Text kann anschließend zeilenweise oder satzweise gesteuert vorgelesen werden. Mit Akku, Kopfhörerbuchse und Tragetasche ausgestattet ist der i‑Reader 2 ein praktisches Gerät für zu Hause oder unterwegs – und gehört zur Hilfsmittelgrundversorgung. Ein informativer Live-Test – und eine starke Ergänzung zu den bisherigen Tests von Vorlesegeräten bei Sightviews.

Schon Ende 2024 war SmartAIs Thema bei Sightviews – nun ist das Münchner Start-up erstmals auch mit einem Stand auf der Sightcity vertreten. Die App richtet sich an blinde und sehbehinderte Menschen und wird aktuell ausschließlich auf dem iPhone Pro getestet. Zwei zentrale Funktionen stehen im Fokus: eine akustische Hinderniswarnung beim Gehen sowie eine KI-basierte Szenenerkennung, die komplexe Umgebungen beschreibt und Fragen beantwortet. Ein offizieller App-Store-Release ist noch für 2025 geplant. Ein kurzer Messebesuch – mit einem vielversprechenden Update aus Bayern.

Im Interview sprechen der Vertriebsleiter, der Entwicklungsleiter und Geschäftsführer Sigi Kipke über neue Funktionen, Produkte und Perspektiven. Im Zentrum steht die Activator-Serie, die in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt hat: von der klappbaren 40er-Zeile bis zum stationären Activator Pro mit 80 und jetzt neu auch 64 Modulen. Software-Funktionen wie ActiveSplit oder BrailleShot gibt es nun auch auf dem kleineren Modell – und mit dem jetzt auch mit USB-C erhältlichen SmartDock können iPhones nicht nur verbunden, sondern auch geladen und als mobile Workstation genutzt werden. Die Help Tech Plus App wurde weiterentwickelt: Updates der Zeile sind nun direkt über iPhone oder Mac möglich. Besonders eindrucksvoll ist die BrailleChat-Funktion, mit der auch taubblinde Menschen einfach kommunizieren können – per Diktat, Texteingabe und Sprachausgabe. Ein weiteres Highlight: Ein Ausblick auf ein neues Lernsystem für Braille. Mithilfe der ATC-Technologie sollen Fortschritte messbar, Übungen interaktiv und Lernen motivierender werden – auch durch Gamification. Außerdem im Gespräch: aktuelle Verbesserungen beim VoxyVision, etwa durch neue Stimmen, bessere Handschrifterkennung und einen Prüfungs- oder Datenschutzmodus für Schule und Arbeitsplatz. Ein Interview mit klarem Fokus auf Funktionalität – und mit absolut spannenden Hinweisen und Teasern auf das, was 2026 bei Help Tech zu erwarten ist.

Nach vielen Jahren bringt Papenmeier eine neue Braillezeile auf den Markt: Die Braillex Flow +40 ergänzt das bestehende Sortiment um ein flaches, leises und vielseitiges Modell mit 40 Modulen, Braille-Eingabe, Texteditor und USB-C-Anschluss. Die Zeile läuft auf einem speziell entwickelten Echtzeitbetriebssystem (RTOS), ist ohne Treiber sofort einsatzbereit und funktioniert via HID-Protokoll mit Windows, Android und iOS. Auch im Design wurde auf Kundenfeedback gehört: Die schräg eingelassene Navigationsleiste ist besser erreichbar, die Tasten sind flacher und leiser. Auch über zukünftige Funktionen wie Kalender oder Taschenrechner wird gesprochen – per Update nachrüstbar. Das Gerät wird inklusive Tasche ausgeliefert und soll ab Oktober 2025 verfügbar sein. Bestehende Modelle wie die C-Serie oder das Braillex Live bleiben weiterhin im Programm. Ein Gespräch über Hardware, Alltagstauglichkeit und den nächsten Entwicklungsschritt bei Papenmeier.

Was tun, wenn der wichtigste Zulieferer plötzlich wegfällt? Nach der Insolvenz der Firma Metec stand auch Papenmeier vor dieser Frage. Denn das Unternehmen hatte bislang auf Braillemodule aus Stuttgart gesetzt – das technische Herzstück vieler Braillezeilen. Im Interview mit Marco Brechmann, dem Leiter des Bereichs Reha-Technik, geht es um konkrete Antworten für Bestandskunden - was tun, wenn ein altes Metec-Modul in der Braillezeile ersetzt werden muss? Außerdem sprechen wir über die neuen Wege in der Produktion: Papenmeier hat kurzerhand selbst die Fertigung von Braillemodulen übernommen und setzt dabei auf Erfahrung und eigene Platinenentwicklung. Wie nah ist man am Metec-Original? Wie verlässlich ist der Nachbau? Und gibt es eine Perspektive, künftig auch andere Hersteller mit Modulen zu versorgen? Ein aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen – und Teil 1 eines zweiteiligen Interviews zur Zukunft der Braillezeilen bei Papenmeier.

Wie geht es weiter mit Daisy-Playern mit CD-Laufwerk? Der Verkaufsleiter für Europa von Humanware, Nigel Evans, gibt im Interview klare Antworten – und stellt neue Entwicklungen und Möglichkeiten vor. Außerdem besprechen wir das aktuelle Update des Navi-Geräts Stellar Trek und den – bereits vor einigen Monaten auch bei Sightviews getesteten – Hark Reader AI, ein eigenständiges Vorlesegerät mit OCR, KI und Barcode-Scanner. Auch die Vergrößerungssoftware Prodigi gibt es nun für Windows – für alle mit Sehrest, die Wert auf gestochen scharfe Lesbarkeit legen. Ein Gespräch voller Technik, Strategien und Hintergründe – simultan übersetzt für alle, die nicht nur akustisch alles verstehen wollen.