Pointiert. Politisch. Persönlich. Maria-Rahel Cano und Camille Lothe besprechen die Themen der Woche, diskutieren die politischen Fragen unserer Zeit und teilen persönliche Erlebnisse. Schonungslos, aber charmant führen die beiden Redaktorinnen durch ihren neuen Podcast. «Nebelspalterinnen», jeden Dienstag um 06:00 Uhr.
Maria-Rahel Cano und Camille Lothe

154 Folgen. 330'000 Downloads. 91'000 YouTube-Views. Jetzt ist Schluss. Mit der letzten Episode «Nebelspalterinnen» sagen Stephanie Gartenmann und Camille Lothe Adieu – stilecht mit Champagner im Bundeshaus. Sie blicken zurück auf unvergessliche Momente, grosse Debatten und kleine Skandale. Und klären zum Schluss noch die wichtigste Frage aus Bern: Wer ist eigentlich der heisseste Parlamentarier?

Der Zürcher Influencer Joung Gustav sorgt mit einem Video zur Schweizer Asylpolitik für Aufsehen. Seine Standpunkt: Die Sicherheit des Landes stehe durch Asylbewerber auf dem Spiel. Für Migros ist das zu viel – der Detailhändler kappt die Zusammenarbeit und entfernt sein Getränk aus den Regalen. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren über Cancel Culture, Boykotte und die Frage nach den «falschen» Werten.

Ein kosovarischer Muslim greift in Zürich einen Schweizer Juden an. In der Schweiz war der Täter nur, weil ihn das Bundesverwaltungsgericht schützte – trotz Warnungen vor «hoher krimineller Energie» und «erhöhter Rückfallgefahr». Wie kam es zu diesem Entscheid? Der frühere Gerichtspräsident und heutige SVP-Nationalrat Pascal Schmid analysiert das Urteil.

Die Individualbesteuerung soll die Heiratsstrafe beseitigen. Stattdessen entsteht aber eine Familienstrafe, die gezielt traditionelle Modelle trifft. Je nach Arbeitsteilung müssten Familien bis zu 10 Mal mehr Steuern bezahlen. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe über eine Reform, die Lebensentwürfe bewertet und sanktioniert.

Lesen, verstehen, rechnen: Bei jedem vierten Schulabgänger hapert es. Die Volksschule ist zum politischen Problemfall geworden. Die SVP fordert nun klare Schnitte statt pädagogischer Experimente. Sprachtests, Höchstquoten für Ausländer, Abschied von der Integration. Ist das radikal – oder überfällig? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren das bürgerliche Comeback in der Bildungspolitik.

Sind 100'000 Unterschriften für eine Initiative noch angemessen? UBS-CEO Sergio Ermotti hält die Hürde für zu tief. Seit den 1970er Jahren ist die Bevölkerungszahl stark gestiegen, die Unterschriftenzahl jedoch gleich geblieben. Sein Vorschlag: mindestens 350'000. Was würde das für die direkte Demokratie bedeuten? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren über Initiativen, politisches Desinteresse und die Professionalisierung der direkten Demokratie.

Ausverkaufte Tickets, über 1000 Gäste, maximale Medienaufmerksamkeit: Die Albisgüetli-Tagung der SVP ist mehr als ein Parteianlass. Einmal im Jahr, am dritten Freitag im Januar, trifft sich hier die politische Prominenz zur wohl bedeutendsten politischen Veranstaltung des Landes. Doch warum ist der Andrang seit 38 Jahren ungebrochen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe, beide geübte Teilnehmerinnen, sprechen in dieser Folge darüber, was die Tagung ausmacht.

Die Bar «Le Constellation» wurde zuletzt 2019 auf Brandschutz überprüft – obwohl jährliche Kontrollen vorgesehen sind. Für Alex Bücheli, Geschäftsführer der Bar und Club Kommission Zürich, ist das kein Freipass. Als Betreiber trage man immer die Verantwortung für die Sicherheit. Deshalb setzt seine Organisation auf Sicherheitskurse für Bars und Clubs, inklusive Übungen mit Feuerlöschern. Ein Gespräch über Versäumnisse, Zuständigkeiten und die Konsequenzen für eine ganze Branche.

Nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana mit 40 Todesopfern und 116 Verletzten rücken Schallschutzmatten in den Fokus der Ermittlungen. Nun zeigt sich: Schweizer Baumärkte führen ein breites Sortiment solcher Matten – zahlreiche davon sind leicht entflammbar. Ein Selbsttest der «NZZ am Sonntag» zeigt das Ausmass des Problems: Autor Georg Humbel wurden für das heimische Kinderzimmer eben diese Matten empfohlen. Brandschutzwarnung? Erst auf Nachfrage. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben mit Georg Hubel über die Erkenntnisse gesprochen.

Unser Männerbild ist im Umbruch – und zugleich erstaunlich altmodisch. Eine neue Studie des Vereins Geschlechtergerechter zeigt: Während sich Rollenbilder langsam modernisieren, bleibt die Erwartung bestehen, Männer müssen ihre Ehre notfalls mit Gewalt verteidigen. Die Kluft zwischen Männern und Frauen ist deutlich. Zum Jahresende spricht Camille Lothe mit Dr. Sarah Bütikofer, Politikwissenschaftlerin und Mitverfasserin der von SOTOMO durchgeführten Studie, über die widersprüchlichen Erwartungen an Männer.

Die westliche Welt ist gottlos geworden – aber nicht glaubensfrei. An seine Stelle sind Ersatzreligionen getreten, die ohne Gott auskommen, aber mit umso mehr moralischem Absolutheitsanspruch auftreten. Diese These vertritt die Theologin und Publizistin Béatrice Acklin. Sie untersucht das Spannungsfeld von Politik und Religion, Staat und Kirche, und fragt nach der gesellschaftlichen Funktion religiöser Denkformen in einer säkularen Ordnung.

Was Politiker sagen, ist das eine. Wie sie abstimmen, das andere. Zwar sind alle Abstimmungen öffentlich, doch kaum jemand weiss, wie die eigenen Vertreter in Bern entscheiden. «Track your Politician», eine neue Plattform von Facts4Future, schafft Transparenz – übersichtlich, sachlich und politisch unabhängig. Initiator Iwan Hächler erklärt, warum politische Transparenz entscheidend ist.

Was bedeutet heute Männlichkeit? Eine neue SOTOMO-Studie zeigt: Viele junge Männer wissen darauf keine klare Antwort. Zwischen Vorwürfen toxischer Männlichkeit und feministischen Erwartungshaltungen geraten besonders linke Männer in eine Identitätskrise. Wie kam es dazu – und was heisst das für Liebe und Beziehungen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe über Männlichkeit und Parteipolitik.

Burnout im Bundeshaus? SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer zieht die Notbremse und nimmt sich wegen «grosser Erschöpfung» eine Auszeit. Damit steht sie nicht allein – auch Natalie Rickli, Jacqueline Badran und Cédric Wermuth haben den politischen Dauerstress bereits an den Rand der Belastbarkeit geführt. Warum trifft es gerade politische Spitzenkräfte so häufig? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben bei Psychologin Aurelia Siegrist nachgefragt. Und: Könnte ein Modell aus der Westschweiz für Entlastung im politischen Betrieb sorgen?

Die Juso will die «Superreichen» zur Kasse bitten: Am 30. November kommt die Initiative «für eine Zukunft» an die Urne. Vorgesehen sind 50 Prozent Erbschaftssteuer ab einem Vermögen von 50 Millionen Franken. Die Juso rechnet mit Einnahmen von 6 Milliarden – der Bundesrat hingegen warnt vor Steuerausfällen von 3,6 Milliarden. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren: Was bedeutet die Initiative für die Schweiz?

Wie reich ist zu reich? Für die JUSO ist die Grenze klar: Ab 50 Millionen Franken. Ihre «Initiative für eine Zukunft» fordert eine Erbschaftssteuer von 50 Prozent – um «Superreiche zu stoppen». Unternehmer Marc Eichenberger warnt hingegen vor den Folgen: «Man kann vieles beschliessen. Aber wenn niemand mehr hier ist, um das zu bezahlen, dann funktioniert das System nicht mehr». Der Inhaber von Kenny's Autocenter im Gespräch mit Camille Lohte über die Juso-Initiative.

In der Schweiz wird beim Bezahlen immer häufiger zur Karte gegriffen. An manchen Orten ist Bargeld schon gar nicht mehr erwünscht; am Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof sollte es sogar vollständig verboten werden. Händler, die trotzdem Cash akzeptierten, sollten gebüsst werden. Doch viele halten dagegen: Nur Bares ist Wahres. Mit einer neuen Initiative sollen der Schweizer Franken und seine garantierte Verfügbarkeit deshalb in der Verfassung verankert werden. Ein Gespräch über Freiheit, Gewohnheit und die Sorge um das mögliche Ende des Bargelds.

Nach dem Ausgang zu Fuss nach Hause? Früher normal. Heute undenkbar. Junge Frauen in Basel-Stadt teilen ihren Standort mit Freunden und Familie – aus Angst vor Übergriffen. Statistisch gesehen zu Recht: Mit 13.2 Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohner liegt Basel-Stadt schweizweit im Jahr 2023 an der Spitze. Doch wie erleben die Menschen in Basel-Stadt das selbst? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben an der Herbstmesse nachgefragt: Wie sicher ist Basel-Stadt?

Basel gehört zu den Städten mit der höchsten Kriminalitätsrate der Schweiz. In der nationalen Kriminalitätsstatistik ist Basel-Stadt schon zum zweiten Mal in Folge Spitzenreiter. Im Stadtkanton gab es die meisten Gewaltdelikte, aber auch die meisten Einbrüche und Diebstähle pro 1000 Einwohner. Wie erleben junge Frauen den Alltag hier? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe treffen die Basler SVP-Politikerin Demi Hablützel zum Spaziergang durch ihre Stadt – begleitet von Blicken, männlichen Zwischenrufen und der Frage: Wie schützen wir Frauen im öffentlichen Raum?

Die Spuren des Krawalls sind noch sichtbar: verrusste Mauern, zerschlagene Scheiben, verschmierte Fassaden. Tage nach der Pro-Palästina-Demonstration, die mit einem Brandanschlag auf ein Restaurant und 18 verletzten Polizisten endete, zieht Berns Sicherheitsdirektor Philippe Müller eine klare Linie: «Es braucht ein Verbot der Antifa und des schwarzen Blocks.» In seinem Büro im Regierungsgebäude empfing er Stephanie Gartenmann und Camille Lothe zum Gespräch über linksextreme Gewalt – und die Grenzen der Toleranz.

Am 11. Oktober verwandelte sich Bern in ein Schlachtfeld: Brandanschläge auf Restaurants, verletzte Polizisten, Parolen voller Hass. Die Pro-Palästina-Demonstration hinterliess Spuren – und Fragen. Für Sacha Wigdorovits, Gründer des Vereins Fokus Israel und Nahost, steht fest: Diese Proteste sind längst keine politischen Kundgebungen mehr, sondern Angriffe auf Israel – und auf Juden. Darum kämpft er mit Fakten gegen Falschbehauptungen, gegen Geschichtsklitterung – und gegen das Schweigen. Im Gespräch spricht er über den neuen Antisemitismus, über die blinden Flecken der Linken und über die Untätigkeit der UNO.

Ist bald Schluss mit der «Vegi-Wurst»? Das EU-Parlament will, dass Begriffe wie Wurst oder Schnitzel nur noch für echtes Fleisch gelten. Auch das Bundesgericht in der Schweiz schlägt in dieselbe Kerbe: Tiernamen sind bei der Bezeichnung von Fleischersatz unzulässig. Camille Lothe ist in St. Gallen unterwegs – dort, wo die OLMA-Bratwurst Kult ist – und fragt: Sind wir zu dumm, um den Unterschied zwischen Fleisch und Tofu zu erkennen?

Wie viel CO2 steckt in einem Rüebli? Künftig könnten wir das direkt auf der Verpackung erfahren. Der Nationalrat will, dass der Bundesrat eine CO2-Etikette prüft. Die perfekte Gelegenheit für einen Besuch an der OLMA: Camille Lothe mischt sich unter die Besucher und fragt nach. Stephanie? Die geniesst gerade ihre Ferien.

Schon Mitte der 2030er-Jahre dürfte das Durchschnittsalter der Abstimmenden über 60 Jahre liegen. Die politische Macht verschiebt sich – still, aber stetig – zu den Älteren. Was tun? Junge Stimmen aufwerten? Alten das Wahlrecht entziehen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sprechen über die Ideen zweier Politikwissenschaftler – und fragen: Braucht es eine Altersguillotine für die direkte Demokratie?

Am Abstimmungswochenende wurde in der Schweiz wie so oft über Verbote und Regulierungen entschieden – von Tanzverbot bis Laubbläserstopp, von Klimazielen bis zur Lex Airbnb. Welche Kantone zeigten sich freiheitsfreundlich und in welchem Kanton schlug die Regulierungswut besonders zu? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren, was hinter diesem Schweizer Regulierungsdrang steckt – und welche gesellschaftlichen Trends die neuesten Studien zeigen.

Fast 30 Seiten Mailverkehr. Früh Morgens, nach Mitternacht oder sogar am Sonntag. Und das alles wegen einer Maturarbeit. In dieser habe Oliver Washington heikle Aussagen über die SVP oder über seinen Chef, Bundesrat Beat Jans getätigt. Wie sehr er sich gegen die Veröffentlichung wehrte, zeigt der Mailverkehr, der den Nebelspalterinnen vorliegt. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe gehen im Fall Washington in die dritte Runde.

Der Mord an Charlie Kirk und die Massenproteste in England legen die Bruchstellen unserer Demokratie schonungslos offen. Offensichtlich hat unsere Gesellschaft verlernt, andere Meinungen auszuhalten – geschweige denn, mit ihnen zu streiten. Auch in der Schweiz mehren sich beunruhigende Signale: Laut einer neuen Umfrage sind über 37 Prozent der Bevölkerung dafür, eine missliebige Partei vom demokratischen Prozess und aus der öffentlichen Debatte zu verbannen. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sprechen darüber, warum wir kurz davorstehen, das Fundament der Demokratie preiszugeben.

Die FDP Schweiz hat mit Mühe doch eine Nachfolge für ihr Präsidium gefunden: Susanne Vincenz-Stauffacher und Benjamin Mühlemann treten an – aber nur im Doppelpack. Viele Parteien kennen das: Namen kursieren, doch wer will schon den Chefsessel? Stephanie Gartennmann und Camille Lothe fragen in dieser Folge: Warum schreckt das höchste Amt so viele ab? Es geht um Verantwortung, die kaum Dank bringt, Macht ohne Spielraum und das Präsidentenamt als Schleudersitz. Eine Folge, gespickt mit bösen Zungen.

«Wie soll ich das nur ausliefern?» Vor Gilles' Dreirad liegt ein vier Meter langer Sonnenstoren. Fast drei Jahrzehnte war er Pöstler, doch sein Beruf hat sich radikal gewandelt. Aus Stolz und Kundennähe wurde ein Unternehmen voller Fehlentscheidungen – Waldkäufe gegen den Klimawandel in Deutschland, ein Paketroboter, der nur bei Sonnenschein arbeitet. Ein Vater-Tochter-Gespräch zwischen Camille Lothe und Gilles.

Nur noch zweimal pro Woche Post im Briefkasten? Filialen, die verschwinden? Bundesrat Albert Rösti steht vor der Mammutaufgabe, die Post ins 21. Jahrhundert zu führen. Denn Briefe und Schaltergeschäfte brechen ein. Doch die Frage geht über reine Dienstleistungen hinaus: Die Post ist ein Stück Schweizer Identität. Sie verbindet Regionen, schafft Gleichheit zwischen Stadt und Land – und ist damit mehr als bloss ein Logistikkonzern.

Die integrative Schule – ein Reformprojekt, das in der Schweiz seit Jahren polarisiert. Massgeschneiderte Förderprogramme und das Sonderpädagogik-Konkordat sollten allen Kindern gleiche Chancen eröffnen. Doch noch immer bleibt die Frage: Funktioniert das Konzept wirklich? Zum Start ins neue Schuljahr beleuchten Stephanie Gartenmann und Camille Lothe Chancen und Grenzen der Integration.

«Great jeans» oder «great genes»? Ein Werbespot mit Sydney Sweeney sorgt für Empörung: Blaue Augen, blondes Haar und ein vermeintlich harmloses Wortspiel werden als Nazi-Codes gelesen. Der Shitstorm folgt prompt. American Eagle bleibt standhaft – und wird belohnt: Aktie rauf, Jeans weg. Zeichen gegen Woke-Marketing oder PR-Coup? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe über das erhoffte Ende ideologischer Werbung.

Der Nationalfeiertag gilt als perfekter Moment, um als Schweiz vereint aufzutreten. Doch wie sieht es wirklich aus? Eine Sotomo-Studie zeigt, wie Herr und Frau Schweizer den Zusammenhalt im Land wahrnehmen. Das Ergebnis: charmant bünzlig, gewürzt mit einer ordentlichen Portion direkter Demokratie. Und welche Klischees erfüllen die Nebelspalterinnen selbst – und wie stellen sie sich die 1.-August-Feier der anderen vor?

Jetzt ist es offiziell: Sanija Ameti wird wegen Störung der Glaubensfreiheit angeklagt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft bringt den Fall vor Gericht. Ameti steht damit exemplarisch für eine Entwicklung, die Fragen aufwirft – denn sie ist nicht die Einzige aus der Politik, die sich vor der Justiz verantworten muss. Was sagt das über den moralischen Zustand unserer Volksvertreter aus? Und: Wie viel kann eine Demokratie aushalten, bevor das Vertrauen erodiert? Darüber diskutieren Stephanie Gartenmann und Camille Lothe.

Statt schmelzenden Glaces, schmilzt heute die Geduld: In der Gemeinde Pruntrut wird die Badi zur Sicherheitszone. Der Grund? Junge Männer aus Frankreich – mit nordafrikanischen Wurzeln – sorgen für Ärger. Die Gemeinde zieht die Notbremse: Franzosen müssen draussen bleiben. Die Bevölkerung? Applaudiert! Die Rassismuskommission wittert Diskriminierung. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sich fragen: Geht's in unseren Badis bald wieder um Sonnencreme statt Security?

Eine Maturarbeit wird zum Politkrimi. In der Hauptrolle? Oliver Washington, Kommunikationschef von Bundesrat Beat Jans. Was als Interview aus «Goodwill» begann, wird zur Affäre des Rechtsdienst des Generalsekretariats des EJPD. Das zeigt der E-Mail-Verkehr zwischen Oliver Washington und der verantwortlichen Schulleiterin. Wie konnte es soweit kommen? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe über die neusten Entwicklungen und die Einschätzung von Kommunikationsexperte Marcel Schuler.

Am Mittwoch beginnt die Frauen-EM in der Schweiz. Doch die Schweizer Nati gerät bereits vor dem Anpfiff in die Schlagzeilen – wegen einer Testspielniederlage gegen die U-15-Mannschaft des FC Luzern. Der Aufschrei? Enorm. Dabei liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis: Der Unterschied zwischen Männern und Frauen ist real – und im Sport sichtbar. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren, was das mit Biologie, Ideologie und dem gesunden Menschenverstand zu tun hat – und warum manche Feministinnen nun in Erklärungsnot kommen.

Wie bringen die beiden Nebelspalterinnen ihr Engagement unter einen Hut? Mit Flexibilität – und einem guten WLAN. Während Stephanie bei Rheinmetall im Büro sitzt, antwortet Camille aus der Toskana, stilecht vom Poolrand. Die ideale Gelegenheit, um eure spannenden Fragen zu diskutieren. Und: Wie eine harmlose Empanada fast die föderale Freundschaft gefährdet hätte.

Der Vertrag ist da – und die Show beginnt. Aussenminister Cassis präsentiert die neuen EU-Abkommen fast allein auf weiter Flur: kein Bundesrat, aber 14 Chefbeamte und fünf Studien. Der Pathos kommt trotzdem nicht zu kurz – dafür sorgt Beat Jans, der das Ganze zum Rütlischwur erklärt, obwohl er nicht mal an der Medienkonferenz teilnimmt. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sezieren die Pressekonferenz, die Reaktionen – und die schmerzhafte Realität, wenn ein EU-Abgeordneter die Schweizer Schutzklausel als Illusion entlarvt.

Er wollte «Blut fliessen sehen» – jetzt muss er ins Gefängnis: Brian Keller, der wohl bekannteste Verbrecher der Schweiz, wird am Freitag wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Eigentlich wollte er das Kapitel Gefängnis hinter sich lassen. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe fragen sich: Muss unsere Gesellschaft jeden Täter immer wieder resozialisieren – selbst wenn er als unbelehrbar gilt? Eine Diskussion über Rückfälle, gescheiterte Sondersettings und das berechtigte öffentliche Interesse.

Der Thurgau öffnet die Schultüren für islamischen Religionsunterricht – auf Basis eines neu erarbeiteten Lehrplans. Das Problem: Schon die Grundannahmen des Plans kollidieren mit der schweizerischen Wirklichkeit. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe nehmen den Plan auseinander, diskutieren das französische Erfolgsmodell mit Kopftuchverbot – und stellen die Frage: Wann traut sich auch die Schweiz, Prinzipien über falsche Rücksicht zu stellen?

350'000 Männer greifen in der Schweiz jährlich ins Portemonnaie – nicht für ein Schnitzel, sondern für käuflichen Sex. Das ruft die Mitte-Frauen auf den Platz. Sie fordern: Wer Sex kaufen will, soll künftig zum Bürokraten im Schlafzimmer werden – mit Ausweisprüfung und Arbeitsbewilligungskontrolle. Wer ausserhalb der erlaubten Zonen «liebt», riskiert eine Strafe. Obendrein droht eine Schulung für Wiederholungstäter – und Kondome sind ohnehin Pflicht. Wie realistisch ist dieses Korsett? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe diskutieren – über Wirtschaftsfreiheit, Sexmoral und die Idee eines Kondom-Kontrolleurs in städtischer Uniform.

Die spektakuläre ESC-Gala ist vorbei – Zeit für eine Bilanz. Die Schweiz glänzt als Gastgeberin – mit 60 Millionen Franken kann man auch einiges wegmoderieren. Nur Zoë Më dürfte das egal sein: Null Punkte vom Publikum. Null. Nada. Rien. Ganz anders der Auftritt der israelischen Sängerin Yuval Raphael – sie beeindruckte mit starker Bühnenpräsenz und brachte das Getöse der Pro-Palästina-Proteste zumindest für einen Moment zum Verstummen. Und Nemo? Tja. Während die Musikkritiker jubeln, drückt das Publikum innerlich auf «Mute». Und 2026? Stephanie Gartenmann und Camille Lothe haben einen Vorschlag: Swissness statt Selbstfindungstrip.

Bundesrat und Bundesversammlung haben zwar nicht die Pflicht, aber durchaus das Recht, den Abschluss des EU-Vertragswerks dem obligatorischen Staatsvertragsreferendum zu unterstellen – das findet der emeritierte Professor für Staats- und Verwaltungsrecht Paul Richli. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe sprechen mit ihm über die juristische Tragweite der neuen Abkommen und warum ungeschriebenes Recht in dieser Frage entscheidend ist – und darüber, weshalb selbst der Direktor des Bundesamts für Justiz irren kann.

Der Bundesrat fällt einen folgenschweren Entscheid – und das, bevor der EU-Deal überhaupt offenliegt. Nach seiner Logik soll einzig das Volk über die neuen Verträge mit Brüssel abstimmen – das Ständemehr sei überflüssig. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe beleuchten in dieser Folge die abenteuerliche Argumentation des Bundesrates und diskutieren, was das für die Schweiz bedeutet.

Zürcher Zünfte: über Jahrhunderte fest in Männerhand. Frauen durften am Sechseläuten hübsch lächeln, Blumen streuen und am Rand stehen. Mitglied werden? Unmöglich – bis jetzt. In der Zunft zur Meisen, der grössten der Stadt, sind Frauen seit kurzem zugelassen. Aber braucht es das? Für Deborah Scharpf, Zunfttochter und Reiterin bei den Zimmerleuten, stellt sich die Frage nicht: Für sie ist Tradition kein Problem, sondern Verpflichtung. Schliesslich: Wer würde sonst am Strassenrand Blumen verteilen? Ein Gespräch über alte Zöpfe, neue Rollen und wie fehlende Stühle grosse Pläne scheitern lassen.

Am Ostermontag erschüttert die Nachricht vom Tod von Papst Franziskus die Welt. Bereits zuvor hatte sich sein Gesundheitszustand sichtbar verschlechtert – die Weltöffentlichkeit verfolgte sein Ringen mit grosser Anteilnahme. Dabei schien die Kirche längst an Bedeutung verloren zu haben, besonders in Europa. Warum also diese weltweite Anteilnahme – in einer Zeit, die sich immer weiter von Religion entfernt? Und kann die katholische Kirche diese Aufmerksamkeit nutzen? Kommunikationsexperte und ehemaliger Sprecher der Bischöfe von Chur, Giuseppe Garcia, kennt die Antworten. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe blicken zurück auf das Leben von Papst Franziskus – und fragen sich, was vom Glauben bei der jungen Generation noch bleibt.

Eine Maturarbeit wird zum Politkrimi. Die Hauptrolle? Oliver Washington, Kommunikationschef von Bundesrat Beat Jans. Die Gegenspielerin? Eine Gymnasiastin mit einer Arbeit, die niemand sehen darf. Der Inhalt? Zensiert. Die Öffentlichkeit sieht nur schwarze Balken. Aus dem dazugehörigen Film bleiben nur zwei Szenen. In dieser Spezialfolge nehmen Stephanie Gartenmann und Camille Lothe die Fährte auf – mit exklusiven Informationen aus erster Hand. Zurück bleibt ein kommunikatives Trümmerfeld. Und die Frage: Wer hat wirklich verloren? Die Antwort kennt Kommunikationsexperte Marcel Schuler. Plus: Die unglaubliche Thermomix-Story – und warum plötzlich alle darüber reden.

Dürfen gemeinnützige Organisationen weiterhin steuerbefreit politische Kampagnen führen? Ein FDP-Vorstoss will Schluss machen mit dem Aktivismus unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit. Wer politisiert, soll künftig auch Steuern zahlen – wie alle anderen Organisationen. NGO schlagen Alarm und sprechen von einem drohenden Maulkorb. Stephanie Gartenmann und Camille Lothe fragen: Werden NGO zu Unrecht geschont? Wie viel Aktivismus steckt hinter dem Etikett «Wohltätigkeit»? Und: Die Nebelspalterinnen lüften das Geheimnis um den verunfallten Thermomix.

Rollkoffer verbieten. Polizisten entwaffnen. Luxussteuer einführen. Eine staatliche Datenbank für Unterhosen. Luxuswohnungen für Velofahrer. Klingt nach Satire? Ist Realität – und zwar die fünf offiziellen Nominationen für den «Rostigen Paragraphen 2025». Die IG Freiheit kürt damit bereits zum 19. Mal das dümmste Gesetz, den unnötigsten Vorstoss oder den bürokratischsten Entscheid des Jahres. Der Gewinner wird via Online-Voting ermittelt. Verliehen wird der Preis am 12. Mai im Zürcher «Aura» – Glanz und Gloria für den grössten Bürokratie-Wahnsinn. Wer das Rennen bei den beiden Nebelspalterinnen macht, erfährst du in der neusten Folge.

Aus der finanziellen Finsternis der Steuerhölle Waadt kämpft ein seltener liberaler Lichtblick: Valérie Dittli. Die Finanzdirektorin sah die Katastrophe kommen – Unternehmer sollten mehr Steuern zahlen, als sie verdienten. Ein Exodus der Steuerzahler drohte, ein Loch von 800 Millionen Franken ist absehbar. Doch statt Rückhalt erlebt Dittli den Verrat ihrer eigenen Regierung: Ihre Verwaltung sabotiert sie, die bürgerliche Mehrheit kuscht. Und als Gipfel der Absurdität? Ein SP-Mann wird beauftragt, ihr Handeln zu überprüfen. Die Waadtländer Regierung wirkt so wehrlos, dass Absurdistan dagegen wie ein Hort der Vernunft erscheint. Fazit: Waadt bleibt eine Steuerhölle – und die Bürgerlichen lassen sich von einer linken Minderheit am Nasenring durch die Manege führen.