Was ist das Problem mit Verschwörungsglauben? Warum richtet sich Verschwörungshass so häufig gegen das Judentum? Was hat es mit den Illuminaten, Identitären und Reptiloiden auf sich? Welcher Zusammenhang besteht mit dem Antisemitismus? Diesen und vielen Fragen mehr widmet sich "Verschwörungsfragen", der Podcast des Beauftragten gegen Antisemitismus der Landesregierung Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume.

In der aktuellen Folge sind die beiden Leitungen des Kompetenzzentrums gegen Extremismus (konex) zu Gast bei "Verschwörungsfragen". Bei konex wird politisch motivierte Kriminalität schon im Entstehen bekämpft - aber auch eine Ausstiegsberatung angeboten, um Menschen einen Ausweg aus der Radikalisierung zu ermöglichen. Die polizeiliche Leiterin ist Bettina Rommelfanger vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg, die auch für die Taskforce gegen Hass und Hetze verantwortlich ist. Der wissenschaftliche Leiter von konex ist Dr. Daniel Köhler, der im neuen Podcast "RadiCast" des Landeskriminalamts über konkrete Fälle von Radikalisierung und Extremismus spricht. Diesen spannenden True Crime Podcast über die gefährlichen Folgen von Verschwörungsmythen empfehlen wir wärmstens! Dr. Michael Blume fragt seine Gäste, wo die aktuellen Gefahren von Extremismus im Land liegen und wie der Staat resilient dagegen werden kann. Vor allem durch Social Media werden tagtäglich Hassrede und menschenfeindliche Aussagen in unsere Timelines gespült. Aus diesen Worten können letztlich Taten werden, die am Ende unser aller Zusammenleben gefährden. Um diesen Angriffen zu widerstehen, braucht es einerseits staatliche Maßnahmen, aber auch die Kraft der gesamten Zivilgesellschaft. Glücklicherweise hat konex auch neuere Formen des Extremismus auf dem Schirm, die sich nach und nach auch in unserem Land verfestigen könnten. Dazu zählt unter anderem der nihilistische Extremismus, bei dem sehr junge Menschen sich aus verschiedenen Versatzstücken von Ideologien bedienen. Sie eint dabei der der Wunsch, Chaos zu stiften und der Gesellschaft zu schaden. Im schlimmsten Fall können daraus auch Gewalttaten entstehen. Frühzeitig darüber aufzuklären bedeutet, diesem Trend einen Schritt voraus zu sein. Webseite von konex: https://www.konex-bw.de/ True Crime Podcast "RadiCast": https://open.spotify.com/show/2KFVIdFpZjtuRXUwONlY3u Initiative Toleranz im Netz: https://initiative-toleranz-im-netz.de/

Antisemitische Hetze findet zunehmend auch auf digitalen „sozialen“ Medien statt. Wie können wir diesem Hass begegnen, was können wir dagegen tun? In dieser Folge ist Michael Blume im Gespräch mit Josephine Ballon, Geschäftsführerin bei HateAid e.V. HateAid unterstützt Betroffene digitaler Gewalt durch Beratung und rechtliche Unterstützung und setzt sich für Menschenrechte im digitalen Raum ein. Wie ist die aktuelle Rechtslage zum Schutz gegen digitale Gewalt? Wieso haften Plattformen nicht für die Inhalte auf ihren Seiten? Sind wir eigentlich Kunden oder das Produkt digitaler und algorithmischer Plattformen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns in dieser Podcastfolge. Außerdem klären wir, was es wirklich bedeutet, „Trusted Flagger“ zu sein. Es wird auch an diesem Thema deutlich werden: Wenn rechtsstaatliche Prinzipien für religiöse Minderheiten nicht mehr gelten, dann stehen sie für alle zur Disposition. Daher ist auch der Kampf gegen Antisemitismus immer auch ein Kampf für unseren Rechtsstaat – auch im Netz. Und wieder einmal der Hinweis, dass diese Folge nicht im Studio aufgenommen wurde, daher kann es zu Abweichungen in der Aufnahmequalität kommen. Der spannende Inhalt macht das aber locker wieder wett! Sie sind selbst von digitaler Gewalt betroffen? Hier gibt es einen Überblick, wo Sie Hilfe und Beratung finden können: Hate Aid e.V. https://hateaid.org/ Melde- und Beratungsstelle „ReSpect! im Netz“ https://respectimnetz.de/ Hilfe für Opfer von Kriminalität beim Weißen Ring: https://weisser-ring.de/ OFEK e.V. - Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt https://ofek-beratung.de/ Weitere Beratungsangebote finden Sie unter: https://initiative-toleranz-im-netz.de/hilfsangebote/

Unsere Demokratie basiert auf vier Säulen: der Gesetzgebung, der Regierung, der Justiz und den Medien. Die Justiz hat nicht nur dafür zu sorgen, dass jede Person zu ihrem Recht kommt. Sie wacht auch darüber, dass die Regierung sich auch an die vom Parlament beschlossenen Gesetze hält. In Folge 66 des Podcasts "Verschwörungsfragen" kommt Dr. Michael Blume ins Gespräch mit jemandem, der diese wichtige Säule unserer Demokratie mit Herzblut repräsentiert: Der Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller. Er beschäftigt sich u.a. mit Medienrecht und ist auch aktiv im Fediversum, also dem Zusammenschluss freier, nicht-kommerzieller sozialer Netzwerke. Jörg Müller ist auch als einer der beiden Hosts beim juristischen Podcast "Samt vs. Seide" aktiv (https://samt-vs-seide.letscast.fm/) und hat den Kanal "Recht SymBadisch" ins Leben gerufen. Dort erhält man leicht verständliche Einblicke in die vielen Aufgaben der badischen Justiz (https://xn--baw-joa.social/@olgkarlsruhe). Gemeinsam sprechen Michael Blume und Jörg Müller darüber, welchen problematischen Einfluss die kommerziellen, algorithmischen Medien auf unsere Gesellschaft haben und wie wir uns davon souveräner machen können. Ein Schlüssel dazu könnten freie soziale Netzwerke sein, die nicht Werbe- und Konzerninteressen dienen, sondern auf denen respektvoller Austausch möglich ist. Beide Gesprächspartner sind sich einig: wo es ungestraft möglich wird, dass eine Gruppe von Menschen angefeindet, bedroht und verfolgt wird, da wird am Schluss kein Mensch mehr sicher sein.

Vor 85 Jahren begann die sogenannten „T4-Aktion“ der Nationalsozialisten, die systematische Ermordung geistig behinderter und psychisch erkrankter Menschen. Von Januar bis Dezember 1940 wurden über 10.000 Menschen in Grafeneck ermordet. Die Opfer kamen aus Kliniken und Heimen der heutigen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Rheinlad-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Gedenkstätte Grafeneck ist die zentrale Erinnerungsstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland. Wie jede Erinnerungsstätte muss man sich auch in Grafeneck mit der Frage nach der „Zukunft der Erinnerung“ auseinandersetzen. Dr. Michael Blume spricht in Folge 65 des Podcasts „Verschwörungsfragen“ hierzu mit Thomas Stöckle, dem Leiter der Gedenkstätte. Weiterer Gast ist Gohdar Alkaidy von der „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“. Die Religionsgemeinschaft der Jesiden wurde 2014 Opfer eines brutalen Genozids des sog. Islamischen Staates im Irak. Baden-Württemberg hatte 2015 insgesamt eintausend Überlebende dieses Völkermordes aufgenommen. Auch hier stellt sich die Frage nach der Rolle und den Formen von Erinnerung. Gohdar Alkaidy startete 2022 eine erfolgreiche Petition zur Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden durch den Deutschen Bundestag. Seit der Anerkennung ist es allerdings in der Bundespolitik wieder stiller geworden, wenn es um die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses geht. Unter anderem sieht der Beschluss vor, ein Dokumentationszentrum und einen Erinnerungsort in Deutschland zu fördern. Hinweis: Diese Podcastfolge wurde in der Bibliothek der Gedenkstätte Grafeneck aufgenommen, die Aufnahme kann daher von der Tonqualität anderer Folgen abweichen.

Immer wieder erlebt der Beauftragte Versuche, Judentum und Islam gegeneinander auszuspielen und muslimische Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Im Dialog mit der islamischen Religionslehrerin Gökcen Sarah Tamer-Uzun aus seinem Expertenkreis gegen Antisemitismus und mit Dr. Hussein Hamdan von der Islamberatung der Eugen-Biser-Stiftung hält auch Dr. Michael Blume daran fest: Gegen Hass und Terror kommen die Menschen guten Willens nur gemeinsam an. Und eine Zukunft in unserer Demokratie haben die Menschen verschiedener und auch keiner Religion nur gemeinsam.

In Folge 63 des Podcasts "Verschwörungsfragen" hat Dr. Michael Blume den Investigativjournalisten Timo Büchner zu Gast. Er recherchiert und publiziert zu verschiedenen rechtsextremen Strömungen in der Gegenwart. Dass Antisemitismus immer noch zu einem Grundlage ihrer Ideologie gehört, wird u.a. daran deutlich, dass sich Rechtsextreme nach dem Terroranschlag des 07. Oktobers 2023 mit den dafür verantwortlichen islamistischen Terrororganisationen wie der Hamas solidarisch gezeigt haben. Die Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden ist dabei ein Scharnier, dass unterschiedliche Ideologien auf schreckliche Weise zusammenbringt. Dr. Blume und Timo Büchner besprechen auch die weiter anhaltende Wirkung von sogenannten Reichsbürgern und Selbstverwaltern. Vor allem während der krisenhaften Situation der Coronapandemie waren diese Gruppierungen u.a. durch Aktionen gegen den deutschen Staat aufgefallen, welche bis hin zu Umsturzplänen reichten. Da die Gefahr durch diese rechtsextremistisch geprägten Gruppen weiterhin besteht, ist es für alle demokratischen Kräfte wichtig, die aktuellsten Entwicklungen in diesen Szenen zu beobachten.

In Folge Nummer 62 des Poodcasts "Verschwörungsfragen" ist Dr. Michael Blume zu Gast beim Projekt "Sukkat Salām" auf dem Marienplatz in Stuttgart. In dieser "Laubhütte des Friedens" sprach er mit den beiden Projektverantwortlichen Oron Haim und Meryem Polat darüber, wie jüdische und muslimische Menschen an diesem Ort zusammenkommen und sich kennenlernen können. In Workshops oder auch Konzerten sollen Gemeinsamkeiten gefunden aber auch Unterschiede anerkannt werden. Vor allem in einer Zeit, in der globale Ereignisse wie der Terrorangriff auf Israel vom 07.10.2023 und der Nahostkonflikt auch in Baden-Württemberg tiefe emotionale Spuren hinterlassen, ist Austausch wichtiger denn je. Sukkat Salām zeigt auf großartige Weise, wie wir als Gesellschaft trotz aller Verschiedenheiten in Frieden zusammenkommen und füreinander einstehen können! Diese Folge wurde auch als Video live in der Laubhütte aufgezeichnet. Link siehe Shownotes.

Dieses Jahr wurde am 07.09. der Europäische Tag der jüdischen Kultur begangen. Am 14.09. war der Beauftragte zu Gast in der diesjährigen Kulturhauptstadt Chemnitz. Anknüpfend daran hat Dr. Michael Blume in der 61. Folge des Podcasts "Verschwörungsfragen" zwei Personen zu Gast, die auf ein langjähriges Engagement für jüdisches Leben und Kultur und gegen Antisemitismus zurückblicken können: Petra Pau (Die Linke) war 19 Jahre lang Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und ist Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Neue Synagoge Berlin. Das dortige Centrum Judaicum ist ein herausragender Ort, an dem jüdische Kultur in seiner ganzen Vielfalt gelebt wird. Gert Weisskirchen (SPD) war 33 Jahre lang Bundestagsabgeordneter. Als Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung von Antisemitismus warnte er schon Anfang der 2000er davor, wie das Internet auch Antisemitismus befeuern könnte. Dr. Blume spricht mit beiden Gästen über ihre Erfahrungen aus vielen Jahren der deutschen und internationalen Politik, über ihren Einsatz für jüdisches Leben und darüber, wieso nach dem Terrorangriff des 07.10.2023 der Antisemitismus von Seiten vermeintlich progressiver und politisch links stehender Personen und Organisationen wieder aufflammt - und wieso es auch die Verantwortung linker Politikerinnen und Politiker ist, darauf zu antworten.

In der 60. Folge des Podcasts "Verschwörungsfragen" widmet sich Dr. Michael Blume den schon länger andauernden antisemitischen Vorfällen in Langenau. Kurz nach dem Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten am 07.10.2023 sprach der evangelische Pfarrer Ralf Sedlak in Langenau ein Kanzelwort des Bischofs, das Solidarität mit allen Opfern des Terrors ausdrückte. Schon während dieser Lesung begannen die Anfeindung gegen den Pfarrer, die schnell zu antisemitischen Protesten vor der Kirche anwuchsen. Angesichts der andauernden Anfeindungen gegen die Kirchengemeinde und den Pfarrer haben sich andere Menschen, die von Antisemitismus betroffen sind sowie Abgeordnete des Landtags in Langenau eingefunden, um sich solidarisch mit der Kirchengemeinde zu zeigen. Ihre starken Stimmen hören wir in dieser Folge des Podcasts. Sie drücken die Hoffnung aus, dass wir alle in der Gesellschaft einander gegen Hass, Hetze und Anfeindungen beistehen. Denn Antisemitismus richtet sich zwar immer zuerst gegen Juden - er bleibt aber nie stehen, sondern bedroht am Ende unser gesamtes demokratisches Zusammenleben.

Der Gast der 59. Folge des Podcasts "Verschwörungsfragen" ist Rami Suliman. Er ist der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden - dem Dachverband der insgesamt zehn jüdischen Gemeinden im badischen Landesteil - und Richter am Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg. Michael Blume und er sprechen unter anderem darüber, wie er nach Pforzheim gekommen ist, wie sich das jüdische Leben in Baden entwickelt hat, welchen Blick er auf Israel hat und was seine Wünsche für die Zukunft der jüdischen Gemeinden sind.

In dieser Episode hat Dr. Michael Blume Schülerinnen und Schüler der Lessing-Schulen in Stuttgart zu Gast. Die engagierten Jugendlichen sprechen über Mediennutzung und Künstliche Intelligenz und darüber, wie wir mit den vielen Bildern, Meinungen und auch radikalen Ansichten auf Social Media umgehen können. Wer Medien verstehen will, der muss auch aktiv mit ihnen umgehen lernen. Und das können die jungen Gäste, denn Sie alle sind Teil der Podcast-AG, die von ihrem Lehrer Ulrich Gerst geleitet wird. Sie zeigen, dass wir mit der hoch emotionalisierten Flut von Bildern und Infos im Netz nur dann gut umgehen können, wenn wir uns gemeinsam darüber austauschen und unterstützen.

In dieser Folge sind die Brüder Jacques und Jan Tenné zu Gast bei Dr. Michael Blume und erinnern gemeinsam an ihren Vater Meinhard. Meinhard Tenné wurde 1923 in Berlin geboren und musste 1938 vor den Nazis in die Schweiz fliehen. Nach der Shoah ließ er sich 1970 in Stuttgart nieder und prägte ab dann maßgeblich das jüdische Leben in der Landeshauptstadt. In seiner Tätigkeit als Tourismusexperte konnte er die frühen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel unterstützen. Zeit seines Lebens setzte er sich für Versöhnung und den Dialog der Religionen ein. Gemeinsam mit Jacques und Jan Tenné spricht Dr. Blume über die Lebensgeschichte dieses besonderen Mannes und darüber, welchen Einfluss er auf das Leben unseres Podcast-Hosts und seiner Gäste hatte.

Heute zu Gast im Podcast ist Prof. Barbara Traub. Sie ist Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und erklärt u.a. die Begriffe "jüdisch", "israelitisch" und "israelisch". Gemeinsam mit Dr. Michael Blume kommt sie ins Gespräch über Ihr Engagement in der IRGW, die Strömungen des Judentums in Baden-Württemberg, zu den aktuellen Verbindungen zu christlichen und muslimischen Gemeinden und darüber, wie Dr. Blume selbst angefangen hat, sich gegen Antisemitismus zu engagieren.

In dieser Folge kommt Dr. Michael Blume ins Gespräch mit Dr. Rob Ogman. Anhand der Geschichte des Großvaters von Herrn Ogman sprechen beide über Jüdisch sein in Baden-Württemberg, über Einwanderung, Heimat und darüber, wie man Demokratie und Freiheit von Generation zu Generation immer wieder verteidigen muss.

Wir haben das Publikum des Podcasts gebeten, uns Fragen zum Thema Antisemitismus zu schicken, die Dr. Michael Blume beantworten sollte. Zusammen mit Fragen, die dem Beauftragten immer wieder nach Vorträgen gestellt werden, wurde eine Auswahl von zehn Fragen zusammengestellt und in dieser Episode beantwortet. Die Fragen und weitere Hinweise finden sich in den Shownotes.

Der Terrorangriff der Hamas vom 07.10.2023 auf israelische Zivilisten jährt sich heute nun zum ersten Mal. Über 1200 Menschen wurden teils brutal gequält und ermordert. Mehr als 200 wurden verschleppt und viele von ihnen sind bis heute in Gefangenschaft. Dr. Michael Blume erinnert an diesen schrecklichen Tag und spricht darüber, wie sich seitdem auch bei uns der Antisemitismus wieder verstärkt hat. Auch einige Mitglieder des Expertenkreises von Dr. Blume äußern ihre Gedanken zum Terrorangriff und dessen Folgen für unsere Gesellschaft.

Die Rede von Dr. Michael Blume vor dem Landtag Baden-Württemberg am 9.11.2023, dem 100. Jahrestag des Hitler-Putsches und dem 85. Jahrestag der Reichspogromnacht, gegen Antisemitismus und für die gemeinsame Zukunft. Aufnahme & Einleitung durch Prof. Dr. Inan Ince, Filderstadt. Das Redeskript steht zudem als Text u.a. auf der Seite des Staatsministeriums Baden-Württemberg zur Verfügung.

In der 51. Folge von Verschwörungsfragen dreht sich alles um die sog. BDS-Bewegung, die fordert, Israel zu boykottieren, Investitionen abzuziehen und den israelischen Staat zu sanktionieren. Der Beauftragte, Dr. Michael Blume, legt dar, wie er diese Bewegung einschätzt. Und er beantwortet die Frage, ob und wie der Staat Israel kritisiert werden kann und wie all dies letztlich mit der Klima- bzw. Wasserkrise zusammenhängt.

As Dr. Michael Blume had to face hate and trolling from abroad as the State Commissioner against Antisemitism by the government of Baden-Württemberg, this 50th podcast-episode is the first one in true Swabian English.

Dr. Michael Blume wurde am 28. Juli 2022 die Otto-Hirsch-Auszeichnung von der Stadt Stuttgart, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Stuttgart sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verliehen. Die Dankesrede hat Herr Dr. Blume in einer ausführlicheren Version vertont, denn es musste endlich einmal öffentlich anerkannt werden, dass die Stadt seit 2012 Avengers-Superhelden-Stadt ist.

Was bedeutet jüdisches Leben heute? Dr. Michael Blume spricht hierüber mit Jenny Havemann, einer jüdischen Unternehmerin, die Religion und Modernität miteinander verbindet und es schafft, Brücken zwischen Alt und Neu, Israeli und Deutschen sowie Innovation und Tradition zu bauen. Wie sie sich außerdem für den Kampf gegen Antisemitismus und für demokratische Werte einsetzt, erzählt sie in dieser Folge von Verschwörungsfragen.

In Folge 47 blickt Dr. Blume auf die Person des Moses und stellt dar, warum die Anti-Moses-Kampagne der sog. Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM) im Wahlkampf 2021 gegen Annalena Baerbock als antisemitisch einzustufen ist.

Nach der mutigen Aktion "Booschter ond B´such" der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, bei der sich Jüdinnen und Nichtjuden impfen lassen und danach die Synagoge besichtigen konnten, erreichten den Beauftragten gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, viele Zuschriften. In dieser Folge geht Herr Blume auf Fragen wie warum es Jüdinnen und Juden trotz früherer Angriffe so mit dem Impfen haben oder warum sich die jüdische Gemeinde "israelitische" Religionsgemeinschaft nenne.

Was genau macht eigentlich das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg? Was unterscheidet es von der Polizei? Wie weit reichen die Befugnisse und wo liegen die Grenzen? Und was kann das Landesamt in der Bekämpfung von Antisemitismus und Verschwörungsmythen leisten? In einem für diesen Podcast ersten Gesprächsformat stellt Dr. Michael Blume diese und viele Fragen mehr Corinna Lehmann, Dr. Benno Köpfer und Martin Horbach.

In dieser Folge geht der Beauftragte gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, auf Antisemitismus und Verschwörungsmythen des islamischen, linken und rechten Spektrums ein.

Heute veröffentlicht das Deutsche Institut für Normung (DIN) einen neuen Vorschlag für die Buchstabiertafel. Damit wird ein historisches Unrecht symbolisch wieder gut gemacht, das bis in die NS-Zeit zurückreicht. Denn schon im April 1933 ließen die Nationalsozialisten alle deutsch-jüdischen Vornamen aus der offiziellen Buchstabiertafel streichen. In dieser Folge geht Dr. Michael Blume auf die Hintergründe dieses Vorschlages ein.

Mehrfach wurde Herr Blume gebeten, sich in seiner Eigenschaft als Beauftragter gegen Antisemitismus der Landesregierung Baden-Württemberg zum wieder aufgeflammten Nahost-Konflikt zu äußern. Diesem Wunsch kommt der Beauftragte mit dieser etwas längeren Folge nach. Herr Blume geht dabei darauf ein, welche Rolle der Historizismus spielt und erklärt, was wir alle bedenken sollten, wenn wir die Komplexität dieses Konflikts zu erfassen versuchen.

Wie kommen Menschen dazu, sich wegen erfahrener Einschränkungen durch Hygiene-Maßnahmen zur Eindämmung einer weltweiten Pandemie mit Widerstandskämpferinnen wie Sophie Scholl zu vergleichen? In dieser Folge geht Dr. Michael Blume auf die Hintergründe solcher Gleichsetzungen ein und zeigt, dass derartige Vergleiche nicht erst mit der Covid19-Pandemie aufgekommen sind.

Im September 2020 ist das Buch "Nie wegsehen. Vom Mut, menschlich zu bleiben" im Dietz-Verlag erschienen, herausgegeben von Harald Roth. Der Beauftragte beteiligte sich mit dem Beitrag "In die dunkle Seit des Herzens schauen. Intellektuelle und emotionale Bildung gegen Antisemitismus" an dieser Publikation. Herr Blume hat den Beitrag für den Podcast des Dietz-Verlags "Dietz&Das" aufgenommen. Neben den anderen Beiträgen wird er dort in den kommenden Wochen erscheinen. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags können wir den Beitrag jedoch bereits jetzt in unserem Podcast veröffentlichen. Thema des Beitrags: Herr Blume beschreibt, wie er zum Beauftragten gegen Antisemitismus der Landesregierung ernannt wurde, warum es das Amt eigentlich braucht und warum er dennoch hofft, der letzte Beauftragte gegen Antisemitismus zu sein.

Am 7. März ist der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der "Woche der Brüderlichkeit" in Stuttgart zu Gast. Der Beauftragte wird an der Eröffnungsveranstaltung in der Liederhalle gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Kretschmann teilnehmen. In dieser Folge geht der Beauftragte auf die Geschichte, die Chancen und die Zukunft des christlich-jüdischen Dialoges ein und erläutert, welche zentrale Rolle Franz Böhm dabei gespielt hat.

In dieser Folge geht der Beauftragte auf die Weltreligion des Bahaitums ein. Er erzählt die Ursprünge der Religion, er ordnet das Bahaitum im Verhältnis zu den anderen Weltreligionen ein und geht auf die Diskriminierung und Verfolgung ein, die die Bahai sowohl im nationalsozialistischen Deutschland als auch heute in Ländern wie dem Iran erfahren. Insbesondere geht Herr Dr. Blume auf den Zusammenhang mit dem Handel mit Öl ein und beleuchtet dabei die verhängnisvolle Rolle, die westliche Staaten hierbei spielen. Er ruft dazu auf, die eigene Abhängigkeit von Öl und Gas zu überdenken und auf erneuerbare Energien umzusteigen, um so Minderheiten vor Ort, aber auch uns selbst und unsere Umwelt vor den verheerenden Folgen zu schützen.

Immer wieder erreichen Dr. Blume Fragen dazu, wie das Entstehen von antisemitischen Einstellungen verhindert werden könne? Müssten Kinder einfach nur eine bessere Bildung erhalten? Schließlich werde kein Kind als Rassistin oder Antisemit geboren.

Hans Probst ist Referent für die Themen Populismus und Extremismus der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. In seiner täglichen Arbeit ist er immer wieder mit extremistischen Einstellungen und Verschwörungsideologien konfrontiert. Immer wieder fragt er sich: Woher kommen diese Einstellungen - auch unter Christen? Wie kommt es zum Hass auf Minderheiten? Warum glauben Menschen an Verschwörungserzählungen? Und was kann die Kirche gegen rechte Gewalt ausrichten?

Diese Folge von "Verschwörungsfragen" widmet Dr. Blume dem Philosophen und Erkenntnistheoretiker Karl Popper sowie dessen Schüler George Soros. Behandelte Themen sind Poppers Formulierung des Falsifikationsprinzips sowie dessen Kritik am Platonismus. Weiterhin geht Herr Blume auf den Verschwörungsmythos eines absoluten Marktes und des absoluten Geldes ein.

In dieser Folge des Podcasts "Verschwörungsfragen" geht es um Geschichtsrevisionismus, Schuldabwehr und Opferneid. Anlass diese Themen zu behandeln, sind die jüngsten Ereignisse auf den "Querdenken"-Demonstrationen. Auf diesen hatten sich TeilnehmerInnen und RednerInnen mit den Opfern des Holocaust gleichgesetzt und inszeniert.

In dieser Folge geht es um den Umgang mit rassistischen, sexistischen und antisemitischen Bild- und Textproduktionen. So setzt sich Dr. Blume sowohl mit rassistischen Stereotypisierungen bei den Schlümpfen als auch antisemtischen Texten Martin Luthers auseinander. Dabei stellt sich Dr. Blume die Frage, wie eine konstruktive Antwort auf solche "schrecklich gealterten" Text- und Bildproduktionen aussehen kann.

Andrei Kovacs ergründet ,wie ein entkrampftes Miteinander jüdischer und nicht-jüdischer Menschen in Deutschland heute ermöglicht werden könnte. Wie lässt sich Empathie für jüdisches Leben fördern? Und was hat es mit dem zusammengesetzten Nomen „Gegenwartszusammenhang“ auf sich? Diese und weitere Fragen stellt sich Andrei Kovacs, der Leitende Geschäftsführer des Vereins 321:1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

Wie sieht Antisemitismus in der MENA-Region aus und wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in dessen Ausprägungen? In dieser Folge haben wir die Historikerin und Islamwissenschaftlerin Carmen Shamsianpur gebeten, über Antisemitismus in der Region des Nahen und Mittleren Osten zu berichten.Sie wird sich dabei insbesondere auf die beiden Länder Marokko und den Iran konzentrieren.

Wie wurde mit der jüngsten Nachkriegsgeschichte in der neu gegründeten Bundesrepublik umgegangen? In dieser Folge haben wir Professor Kuschel gebeten, über die wegweisende Rolle des ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss zu berichten. Professor Kuschel ist Professor für „Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs“ an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Tübingen und stellvertretender Direktor des Instituts für ökumenische und interreligiöse Forschung. Zum heutigen Thema hat er das Buch „Antisemitismus und deutsche Demokratie: Theodor Heuss und seine Feldzüge gegen das Vergessen“ verfasst.

Die Anzeige zu einem gravierenden, antisemitischen Vorfall in der Burschenschaft "Normannia Heidelberg" wirft neue Fragen über menschenfeindliche, nationalsozialistische Traditionen auch in Universitätsstädten auf. In dieser Podcast-Folge thematisiert Dr. Blume den ambivalenten "Reiz" von Uniformen und die Umtriebe der sog. "Deutschen Burschenschaft".

Eine "jüdische Mystik", die sich schon vor 2.000 Jahren entwickelt hat? Immer wieder erreichen Dr. Blume verwunderte Fragen hierzu. In dieser Folge geht Dr. Blume deswegen auf den Beginn jüdischer Mystik ein.

Wie kann Erinnerung an die Schoah aussehen, wenn keine Zeitzeugen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichten können? Thorsten Trautwein, Schuldekan in Calw und Projektpartner des Projekts Papierblatt, berichtet von einem Projekt, das sich genau dieser Thematik angenommen hat.

Dr. Blume führt aus, warum man eigentlich nur ein Bild - nämlich "Der zwölfjährige Jesus im Tempel" von Max Liebermann - verstanden haben muss, um auch ohne einen Funken eigener Spiritualität oder Religiosität die westliche Kultur, Zeit und Zukunft wissenschaftlich besser zu verstehen.

Wer glaubt, Verschwörungsschwurbler seien nur dumm und hätten lediglich einen Mangel an formaler Bildung, der unterschätzt die Gefahren des Verschwörungsglaubens und des bösen Denkens. In dieser Folge erläutert Dr. Blume seine Auffassung, dass niemand Geringeres als der große Philosoph Platon die Mutter aller europäischen Verschwörungsmythen geschaffen hat: Das Höhlengleichnis.

In dieser Folge geht Dr. Michael Blume auf die große Kraft von Mythen und Neomythen ein und erklärt an den Beispielen von Superman, Captain America und Magneto wie Comic-Helden ihren Ursprung in jüdischen Traditionen finden. Er plädiert dafür, ein Gespür für die Chancen und Risiken von Mythen zu entwickeln, um Religionen, Weltanschauungen, Bücher, Spiele, Kino, Kunst und Comics unserer Zeit zu verstehen.

Warum fließt Blut für Öl? Die Rentierstaatstheorie bietet nicht nur eine schlüssige Erklärung, warum auch der Westen totalitäre Regime wie Saudi-Arabien hofiert und warum die USA eine ganze Reihe von Rohstoffkriegen geführt haben. Sie erklärt auch, warum Staaten wie Russland, Aserbaidschan oder Nigeria und viele weitere Staaten autoritäre Regime mit Verschwörungsmythen, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie ausprägen. In dieser Podcast-Folge erläutert Dr. Blume genau diese Zusammenhänge.

Stellen Sie sich vor, in Ihrer öffentlichen Buchhandlung gäbe es eine besondere Ecke für antisemitische und rechtsextremistische Werke, die nicht nur verkauft, sondern besonders angepriesen werden würden? Finden Sie unvorstellbar? In dieser Folge geht Dr. Blume auf die Geschäftspraktiken von Amazon ein und stellt dar, dass der Konzern genau solche Ecken des Antisemitismus bietet.

Haben führende Nationalsozialisten den Krieg überlebt und per Reichsflugscheiben den Mond oder gar den Mars besiedelt? In dieser Folge widmet sich Dr. Blume dem populären Mythos über Nazi-Reichsflugsscheiben und Reptiloiden, der zwischenzeitlich auch in zahlreichen Filmen und Serien aufgegriffen wurde.

Mit der Ausbreitung von Covid-19 kam es auch zu einer Eskalation von Antisemitismus und Verschwörungsmythen. Dass wir Menschen jedoch alle auf eine Pandemie und die begleitenden Eindämmungssmaßnahmen ganz unterschiedlich regieren und dies auch so bei vergangenen Pandemien der Fall war, zeigt die Studie von Steven Taylor, die Dr. Michael Blume in dieser Folge vorstellt. Blume appelliert daran, dass wir auch die aktuelle Pandemie als eine psychologische Herausforderung sehen sollten und „Verschwörungsfragen“ eben nicht nur die Psyche „anderer“, sondern aller Menschen betreffen.

In der bisher längsten Podcast-Folge erklärt Dr. Blume die Entwicklung des Islam, dessen neuzeitliche Krise und des antimuslimischen Rassismus aus der Perspektive der Religions- und Mediengeschichte. Dabei wird deutlich, dass wir keine Genetik und keine Abwertung von Hautfarben brauchen um zu verstehen, warum die Welt so geworden ist, wie sie vor uns liegt. Diese Podcast-Folge ist ein Beitrag zur Woche gegen antimuslimischen Rassismus im Sommer 2020.

Immer wieder wird die semitische - vor allem jüdische und islamische - Tierethik als blutrünstig und grausam dargestellt, auch um zum Beispiel die Massentierhaltung gar nicht reflektieren zu müssen. In dieser Podcast-Folge schaut Dr. Michael Blume auf das hohe Alter und die frühe Tiefe biblisch und noachidisch grundierter Tierethik und plädiert für einen Dialog der Ethiken hin zu einem gemeinsamen, zukunftsfähigen Umgang mit unserem Planeten und dem Leben darauf.