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Nach 25 Jahren beim ERF, davon 10 Jahre als Vorstandsvorsitzender, macht Jörg Dechert einen radikalen Schnitt. Statt den Ruhestand im etablierten Medienhaus zu planen, geht er zurück auf „Los“: Er wechselt in die Unsicherheit, gründet mit Sinkubator einen Inkubator für christliche & soziale Startups & tauscht das Großraumbüro gegen den Gründungsspirit. In dieser Folge von TALER & TALAR sprechen Tobias Siebel & Tobias Pusch mit Jörg darüber, warum etablierte christliche Organisationen & Kirchen sich so schwer mit echter Innovation tun & warum der "Unternehmergeist" in frommen Kreisen oft unterentwickelt ist. Wir sprechen darüber: Der Cut: Warum man einen sicheren Chefposten aufgibt, um nochmal bei Null anzufangen. Sincubator: Was genau macht eigentlich ein Inkubator für sinnstiftende Startups? Kultur-Clash: Warum „Hirten“ & „Unternehmer“ in der Kirche oft aneinander vorbeireden. Fehlerkultur: Warum Scheitern in Startups dazugehört, in der Kirche aber oft tabuisiert wird. Berufung: Wie man merkt, dass die eigene Zeit in einer Rolle abgelaufen ist, auch wenn von außen alles gut aussieht. Fragen, Anmerkungen & Co gern an hello@talerundtalar.de TALER & TALAR Konferenz 2026 02.-04. September | & bringt viel Frucht | Kloster Volkenroda [www.talerundtalar.de](http://www.talerundtalar.de)
Wie steuert man Pricing, wenn Journalismus, Events, Communities und B2B-Geschäft zusammenwachsen? In dieser Folge von Pricing Friends spricht Sebastian Voigt mit Wiebke Meeder, CMO der Handelsblatt Media Group, über Subscription-Modelle, Preislogiken und den Umbau eines Medienhauses zur Wirtschaftsplattform. Das Handelsblatt setzt auf klar differenzierte Angebote statt eines einheitlichen Abos. Drei Digitalprodukte erfüllen unterschiedliche Funktionen: Standard treibt Volumen, Premium stabilisiert über das E-Paper den Bestandswert, Business adressiert Tiefe und B2B-Nutzung. Kurzfristige 1-Euro-Trials spielen eine untergeordnete Rolle. Stattdessen dominieren rabattierte 12-Monats-Abos mit 30 bis 40 Prozent Nachlass, um den Subscription Lifetime Value zu erhöhen und Nutzer früh zu filtern. Preisdifferenzierung erfolgt datenbasiert nach Nutzung, Endgerät und Abschlusswahrscheinlichkeit. Vertrauen markiert dabei die Grenze jeder Dynamik. Parallel diversifiziert die Handelsblatt Media Group ihr Geschäftsmodell. Rund die Hälfte der Erlöse stammt aus Events, Memberships und New Business. Communities wie der KI-Circle sowie geplante CMO- und CFO-Formate verbinden Inhalte, Netzwerke und Veranstaltungen. Im B2B-Geschäft wird Account-Sharing aktiv adressiert, um Lizenzmodelle sauber zu monetarisieren. Perspektivisch sieht Meeder Potenzial in daten- und analysebasierten Lizenzmodellen, da generative KI die Archivfunktion des offenen Netzes schwächt und verlässliche historische Daten an Wert gewinnen. Über den Gast Wiebke Meeder ist Chief Marketing Officer der Handelsblatt Media Group und verantwortet Marketing und Vertrieb für Handelsblatt und WirtschaftsWoche. Zuvor war sie unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung, beim SPIEGEL und bei Amazon tätig und arbeitete dort an digitalen Abo- und Publisher-Modellen. Ihr Fokus liegt auf Subscription-Wachstum und der Weiterentwicklung journalistischer Geschäftsmodelle.
Synthetische Stimmen kennen wir spätestens seit Siri oder Google Maps alle. Ein bisschen wackelig, nicht immer perfekt. Aber wir verzeihen das, solange die Information stimmt. Doch was passiert, wenn genau solche Stimmen plötzlich zum Gamechanger für Verlage werden? In dieser Folge des Handelskraft Digital Business Talk spricht Host Franzi Kunz mit Pascal Hohmann, Co-Founder und Chief Product Officer von Storyflash. Das Start-up hilft Verlagen dabei, aus bestehenden Artikeln in wenigen Klicks Podcasts zu machen, inklusive Text-to-Speech, Voice Cloning und automatisiertem Workflow. Höre in dieser Folge, unter anderem: - weshalb KI-Stimmen für Wissensvermittlung hervorragend funktionieren - wie Verlage mit demselben Inhalt auf Papier, Website, Social und Audio völlig unterschiedliche Zielgruppen erreichen - welche Rolle Local Voices für Vertrauen und Bindung spielen - wie Voice Cloning in Redaktionen bereits heute produktiv eingesetzt wird - welche Use Cases über Verlage hinaus spannend sind (z. B. Banken, Studien, interne Wissensformate) Pascal zeigt sehr konkret, wie Verlage mit überschaubarem Aufwand ein Audio-Produkt aufbauen, warum Reichweite allein nicht alles ist und wie Podcasts als Branding-Format neue, junge Zielgruppen in die Medienmarke hineinholen. Wenn du in Verlag, Medienhaus, Corporate Communications oder Content-Team arbeitest und über Podcasts, KI-Stimmen oder neue Formate nachdenkst, ist diese Folge für dich Pflichtprogramm. Hör rein und lass dich inspirieren.
Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus fundamental – doch wie nimmt man eine ganze Redaktion und die kaufmännischen Abteilungen auf diese Reise mit? In der aktuellen Folge des FAZ Digitalwirtschaft Podcasts blicken wir hinter die Kulissen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und sprechen über ein zentrales Element der digitalen Transformation: den internen KI-Tag. Zu Gast ist Sina Solveig Söhren, Deputy Head Team AI bei der FAZ, die diesen Tag maßgeblich mitgestaltet hat. Im Gespräch erläutert Söhren, warum es für ein modernes Medienhaus nicht ausreicht, Lizenzen für Software zu verteilen, sondern warum es Formate braucht, die Begegnung und Ausprobieren ermöglichen. Sie beschreibt die Strategie hinter dem Event, das gezielt unterschiedliche Wissensstände adressiert: Von Praxis-Werkstätten für Einsteiger, die ihre ersten Berührunsgpunkte mit KI haben, bis hin zu Deep Dives für Fortgeschrittene, die bereits komplexe Workflows automatisieren wollen. Neben der reinen Anwendungskompetenz spielen dabei auch Diskussionsformate eine wesentliche Rolle, um ethische Fragen und die kulturellen Auswirkungen des Technologiewandels offen im Haus zu debattieren. Ein inhaltliches Highlight des Tages war der Impuls von Nikita Roy. Die kanadische Medieninnovatorin und Datenwissenschaftlerin gilt als eine der führenden Stimmen an der Schnittstelle von Journalismus und künstlicher Intelligenz. Bekannt wurde sie unter anderem als Host des Podcasts „Newsroom Robots“ und durch ihre Arbeit am „International Center for Journalists“ (ICFJ), wo sie Newsrooms in Fragen der KI-Integration berät. In ihrem Vortrag differenzierte sie scharf zwischen „AI in Media“ – also der Nutzung von Tools zur Effizienzsteigerung – und „Media in AI“, womit sie die essenzielle Rolle von Qualitätsjournalismus als Vertrauensanker und Datenbasis im neuen KI-Ökosystem beschreibt. Diese Episode bietet spannende Einblicke, wie Tradition und technologische Avantgarde in der Praxis zusammenfinden.
ERF Gottesdienst mit Ellen Hörder-Knop aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Gottesdienst mit Ellen Hörder-Knop aus dem Medienhaus in Wetzlar. (Autor: Ellen Hörder-Knop)
ERF Gottesdienst mit Vorstandsvorsitzende Susanne Thyroff aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Gottesdienst mit Vorstandsvorsitzende Susanne Thyroff aus dem Medienhaus in Wetzlar. (Autor: Susanne Thyroff)
Telebasel ist das regionale Medienhaus der Nordwestschweiz. Es berichtet täglich über politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Themen aus der Region. Im Baselcast erzählt Philippe Chappuis, Chefredakteur bei Telebasel, von seiner frühen Leidenschaft für den Journalismus und seinem Weg ins Mediengeschäft. Er berichtet, wie ihn die Verbindung von Technologie und Inhalt schon immer fasziniert hat, welche Plattformen Telebasel nebst dem Fernsehen aufgebaut hat und wohin sich das Medienhaus künftig entwickeln könnte.
ERF Gottesdienst zu Buß- und Bettag mit Claudia Schmidt aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Gottesdienst zu Buß- und Bettag mit Claudia Schmidt aus dem Medienhaus in Wetzlar. (Autor: Claudia Schmidt)
Die Manipulation der Kapitol-Ansprache von Trump durch die BBC ist nur ein jüngstes Beispiel, dass diesem Medienhaus nicht zu trauen ist. Neu an der Sache ist ihr Wesen als transatlantischer Dolchstoß – mitten in den Rücken der sprichwörtlichen Lady Liberty. Von David Narmanija
Wie viel ist Wissen wert und was macht guten Journalismus heute bezahlbar? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Sebastian Turner, Gründer und Herausgeber von Table.Media, über Paid Content, Fachbriefings und den Preis von Orientierung im Informationszeitalter. Turner erklärt, wie Table.Media mit seinen 14 Themenbriefings zwischen Fachzeitschrift und Tageszeitung ein neues Medienmodell geschaffen hat. Er zeigt, warum Entscheiderinnen und Entscheider bereit sind, zwischen 139 und 199 Euro im Monat für relevante Informationen zu zahlen, und wie sich journalistische Tiefe mit wirtschaftlicher Skalierbarkeit verbinden lässt. Im Gespräch geht es um Abopreise, Retention, Werbeerlöse und Veranstaltungen, aber auch um Haltung: Warum Medien keine Vereinfachung brauchen, sondern Vertrauen, Geschwindigkeit und Kontext. Turner beschreibt, wie sich Table.Media vom Tagesspiegel über den Schritt zu spezialisierten Fachzielgruppen entwickelt hat und was es bedeutet, Orientierung als Produkt zu verstehen. „Zeit ist bei unseren Lesern knapper als Geld“, sagt Turner im Gespräch – und bringt damit auf den Punkt, worauf das Geschäftsmodell von Table.Media basiert. Über den Gast Sebastian Turner ist Gründer und Herausgeber von Table.Media, einem 2020 gegründeten Medienhaus in Berlin mit 14 Briefings zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zuvor war er Herausgeber des Tagesspiegels und Mitgründer von Scholz & Friends Dresden. Mit Table.Media verfolgt er das Ziel, Fachjournalismus aktueller und relevanter zu machen – für Leserinnen und Leser, die täglich über Entscheidungen mit Wirkung treffen.
Die englischsprachige Epoch Times hat einen Umschlag mit weißem Pulver erhalten. Gleichzeitig bedrohen chinesische Akteure das Medienhaus mit einer gezielten Kampagne mit Identitätsdiebstahl und Gewaltandrohungen.
Das Magazin "11 Freunde" und das Medienhaus "Correctiv" recherchierten zahlreiche Fälle von Machtmissbrauch im Jugendfußball: Knapp 500 Betroffene berichten über psychische, physische und sexualisierte Gewalt. Sie fordern mehr Engagement von Vereinen. Andrea Schültke www.deutschlandfunk.de, Sport
Das Magazin "11 Freunde" und das Medienhaus "Correctiv" recherchierten zahlreiche Fälle von Machtmissbrauch im Jugendfußball: Knapp 500 Betroffene berichten über psychische, physische und sexualisierte Gewalt. Sie fordern mehr Engagement von Vereinen. Andrea Schültke www.deutschlandfunk.de, Sport
ERF Gottesdienst mit Susanne Altstädt aus dem Medienhaus in Wetzlar - in Zusammenarbeit mit BTS.
Der Fernsehsender ABC setzt Jimmy Kimmels Late-Night-Show ab. Wieder fügt sich ein Medienhaus dem Willen von US-Präsident Donald Trump.
In dieser Episode des Human Firewall Podcasts spricht Dr. Christian Reinhardt mit Jörg Scheiblhofer, Chief Information Security Officer (CISO) des österreichischen Rundfunks (ORF). Gemeinsam sprechen sie über die besonderen Herausforderungen der Cybersicherheit in einem öffentlich-rechtlichen Medienhaus – von gezielten Angriffen auf kritische Newsformate über Desinformationskampagnen bis hin zur hohen öffentlichen Verantwortung, die mit der Rolle einhergeht.
Masurczak, Pia www.deutschlandfunk.de, @mediasres
Unternehmer, Bestseller-Autor, Content-Experte und Medienhaus - Inhaber. Michael Jagersbacher´s Leben passt in keine Schublade. Seine Beiträge begeistern Millionen Leser - ob Spiegel.de, Wallstreet Online, dem Erfolg Magazin, dem Finanzblatt oder Forbes. Motivierend und inspirierend erzählt er über seine Anfänge, Herausforderungen und Gänsehautmomente auf seinem Weg. Er teilt seine persönlichen Erfolgs-Strategien und gibt mit diesem Exklusiv-Interview erstmals einen tiefen Einblick in seinen Weg und gibt praktisch umsetzbare Erfolgstipps.
Sie ist als Hobby gestartet: die OMR. Heute arbeiten 400 Mitarbeiter:innen für die Online Marketing Rockstars. Den langen Namen will Gründer Philipp Westermeyer allerdings nicht mehr publik sehen. Stattdessen soll sich die Abkürzung OMR etablieren – laut Westermeyer wie das Kürzel ARD. Der Gründer will das Unternehmen als Medienhaus ausbauen. Wie sich die OMR in Zukunft weiterentwickeln soll, hört ihr in dieser Folge. Das Gespräch führt Host Stella-Sophie Wojtczak. _Hinweis: Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findest du [hier](https://linktr.ee/t3npodcast)_.
Die Hauslinguistin beim Rätoromanischen Radio und Fernsehen (RTR) erfindet neue Wörter für Ausdrücke, die im Rätoromanischen noch keine Entsprechung haben – zum Beispiel für «Klimakleber» oder «Kettenspanner». Ein kniffliger Job mit viel Verantwortung der Sprache gegenüber. Wenn zwei junge Podcaster bei RTR an die hausinterne Linguistin Marietta Cathomas herantreten und sie um einen treffenderen rätoromanischen Ausdruck für «Bierdose» bitten, weil sie «trocla» für veraltet halten – dann liefert sie: Flugs wurde für die Blechdose das neue Wort «tolina» aus der Taufe gehoben. «tolina» leitet sich ab vom rätoromanischen «tola» («Blech»), genau gleich wie im Italienischen «lattina» von «la latta» abgeleitet wurde. «Die Sprachen entwickeln sich konstant weiter, zusammen mit der Gesellschaft», sagt Marietta Cathomas, und da gelte es, Schritt zu halten. Damit eine Minderheitensprache wie das Rätoromanische in der Schweiz lebendig bleibe, müsse man mit der Zeit gehen und auch versuchen, aktuellen Erscheinungen wie den «Klimaklebern» (eine Wortneuschöpfung aus der deutschen Presse) oder der inklusiven Sprache adäquat Rechnung zu tragen. Im Gespräch erklärt Marietta Cathomas, was alles dazugehört, wenn man für ein Medienhaus neue Wörter erfindet: welche Verfahren sie anwendet, welche Art Ausdrücke besonders schwer zu übersetzen sind – und welche Verantwortung sie als RTR-Hauslinguistin dem Rätoromanischen gegenüber hat. Ausserdem erklären wir in der Sendung die Bündner Familiennamen Carigiet, Cavegn, Cavelti, Camastral und Caprez, wir gehen dem Walliser Ausdruck «natwädersch» auf den Grund und bringen Licht ins Dunkel um die Flurnamen «Tafleten» und «Tablat».
Ein alter Mann in seinem alten Schloss. Er ist der letzte eines einstmals großen Geschlechts. Aus der Zeit geworfen und aus der Welt gefallen, beschäftigt er sich nurmehr mit sich selbst und seinen ungreifbaren Ängsten, die ihn mehr und mehr vereinnahmen. Dem Wahnsinn nahe lädt er einen alten Jugendfreund zu sich ein. Der kommt und erlebt Schreckliches ... So erzählt es Edgar Allan Poe in seiner Geschichte vom "Untergang des Hauses Usher". Lässt man den Namen weg, könnte es der Untergang irgendeines Hauses sein. Und manches erinnert von Ferne vielleicht sogar an ein Medienhaus. Von Walter Filz Nach einer Geschichte von Edgar Allan Poe Mit: Sylvester Groth Regie: Walter Filz SWR 2025 – Ursendung
Unser heutiger Gast hat sich schon als Banklehrling bei der Deutschen Bank (ja, wirklich!) das Rüstzeug für später angeeignet, bevor er dann als Jurist und Journalist eine Karriere hinlegte, die es so in der deutschen Medienwelt kein zweites Mal gibt. Seine Stationen: München, Genf und London zum Jurastudium, ein Master of Law in den USA, die Deutsche Journalistenschule in München und schließlich eine lange Reise durch verschiedenste Medienhäuser. All das, um im Jahr 1999 bei einem „Sanierungsfall“ namens ZEIT zu landen – den er seitdem zu einem der erfolgreichsten Verlagshäuser des Landes gemacht hat. Seine Formel? „Wir sind die Diener der Redaktion und müssen uns um die bestmöglichen Bedingungen für unsere Redakteurinnen und Redakteure kümmern.“ Wer ihn kennt, weiß: Genau das lebt er Tag für Tag. Die Schritte ins Rampenlicht meidet er, solange keine Notwendigkeit besteht. Doch wenn es darauf ankommt, ist er ein glasklarer Fürsprecher des Qualitätsjournalismus und ein ebenso deutlicher Kritiker allzu mächtiger Tech-Konzerne. Während viele um ihn herum noch zauderten, legte er couragiert den Finger in die Wunde und bewies echte Haltung. Und das stets mit einer Prise Humor, die man von einem kühlen Juristen vielleicht nicht unbedingt erwarten würde. Seit fast acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. In über 480 Gesprächen haben wir mit fast 600 Menschen darüber gesprochen, was sich für sie geändert hat und was sich weiter ändern muss. Wie hält man ein Medienhaus auf Erfolgskurs, während vieles in der Branche schrumpft und Begriffe wie „Fake News“, „Alternative Media“ oder „Pressefeindlichkeit“ unsere Welt zu erschüttern drohen? Wie behält man den Überblick in Zeiten, in denen sich politische und gesellschaftliche Lagen gefühlt täglich ändern und die Pressefreiheit global angegriffen wird? Und wie schafft man es, auch inmitten digitaler Disruption Haltung zu zeigen, ohne wirtschaftliche Ziele und eine zukunftsfähige Unternehmenskultur zu opfern? Fest steht: „New Work“ wird heute oft verzwergt – viele denken dabei an bunte Sitzsäcke, flache Hierarchien und Obstkörbe. Ursprünglich jedoch wurde der New-Work-Gedanke in einer Krise geboren, als neuer Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus, um den Menschen Raum zu mehr Entfaltung zu geben und die Chancen der neuen Technologien zu nutzen, um an den wirklichen Herausforderungen zu arbeiten. Genau deshalb suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näher bringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei „On the Way to New Work“ – heute mit Dr. Rainer Esser. [Hier](https://linktr.ee/onthewaytonewwork) findet ihr alle Links zum Podcast und unseren aktuellen Werbepartnern
Die Ankündigung hat für Unmut gesorgt: Bis Ende 2026 muss SRF bei seinem Angebot 8 Millionen Franken einsparen. Und das Publikum wird dies spüren, denn verschiedene Sendungen werden gestrichen. Wegen des Spardrucks hat das öffentliche Medienhaus den Abbau von rund 50 Vollzeitstellen angekündigt. Verschiedene Sendungen werden gestrichen: etwa die Fernsehsendung «Gesichter & Geschichten» und die Radiosendungen «Trend», «Kontext» und «Wissenschaftsmagazin». SRF nennt mehrere Gründe für das Sparprogramm: sinkende Werbeeinnahmen, steigende IT-Kosten, ein tieferer Teuerungsausgleich. SRF-Direktorin Nathalie Wappler bedauert, dass das Unternehmen abbauen muss: «Unsere angespannte finanzielle Situation lässt uns leider keine andere Wahl mehr, als auf viele lieb gewonnene Angebote zu verzichten.» Gast im Studio Nathalie Wappler versteht, dass die Sparpläne beim Publikum Kritik auslösen. Deshalb stellt sie sich am kommenden Donnerstag, 3. April, zwischen 10 und 11 Uhr vormittags in der Sendung «Forum – Hallo SRF!» den Fragen der SRF-Zuschauerinnen und -Hörer.
ERF Gottesdienst mit Andreas Feldrapp aus dem Medienhaus in Wetzlar - in Zusammenarbeit mit der Ignis-Akademie.
ERF Gottesdienst mit Andreas Feldrapp aus dem Medienhaus in Wetzlar - in Zusammenarbeit mit der Ignis-Akademie.
Für die Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“ erhält die Redaktion des Medienhauses CORRECTIV den „Kasseler Demokratie-Impuls 2024“.
ERF Gottesdienst mit Jörg Brocksieper aus dem Medienhaus in Wetzlar – in Zusammenarbeit mit team-f.
ERF Gottesdienst mit Jörg Brocksieper aus dem Medienhaus in Wetzlar – in Zusammenarbeit mit team-f.
David Böhm ist das, was man einen Serial Entrepreneur nennt. Neben einer Agentur, einer Zeitung und einem eigenen Medienhaus ist er Gründer von Newsadoo. In dieser Episode erklärt er, wie sein Unternehmen datenbasierte Technologien entwickelt, die Medienkonsum revolutionieren. Newsadoo kuratiert dezentralen Content und spielt ihn zentral und zielgerichtet aus – ob für Unternehmen, Medienhäuser, Vereine oder die öffentliche Hand. Dabei entstehen personalisierte Nachrichtenkanäle, die genau das liefern, was die Nutzer interessiert. Im Podcast mit Startrampe Leiter Johannes Pracher und Co-Host Karo Singer spricht er: Wie KI den Medienkonsum verändert Warum regionaler Content so wichtig ist Welche neuen Geschäftsmodelle Newsadoo für Verlage und Organisationen bietet Wie die Zukunft von Print und Digital aussieht. Bitte votet für uns beim Ö3 Podcast Award: Der Ö3-Podcast-Award 2025 - Ö3 Podcast Award Mehr über Newsadoo Newsadoo – Alle News zu deinen Interessen.
ERF Feiertagsgottesdienst mit Mario Steidl aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Gottesdienst mit Ellen Hörder-Knop aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Feiertagsgottesdienst zu Heiligabend mit Claudia Schmidt aus dem Medienhaus in Wetzlar.
ERF Gottesdienst mit Horst Kretschi aus dem Medienhaus in Wetzlar.
65 Jahre ERF Medien: ERF Jubiläumsgottesdienst mit Karsten Hüttmann aus dem Medienhaus.
Sie ist Journalistin und freie Reporterin fürs Radio und verschiedene multimediale Projekte. Sie hat das konstruktive Medienhaus Radio Utopistan mitgegründet, das für eine gerechtere Zukunft eintritt, nicht nur denken, sondern auch handeln will und den Utopie-Gedanken ernst nimmt. (Wdh. vom 23.07.2024)
van Laak, Claudia www.deutschlandfunk.de, @mediasres
ERF Gottesdienst mit Wolf-Dieter Kretschmer aus dem Medienhaus in Wetzlar.
Heute: Ampel-Koalition wirft vor Landtagswahlen schnell noch einige Sicherheits-Vorschläge in die Runde ++ Ampel-Koalition wirft vor Landtagswahlen schnell noch einige Sicherheits-Vorschläge in die Runde ++ das dubiose „Medienhaus für die Demokratie“ Correctiv und die schwarzen Kassen ++ Gericht entscheidet: Marie Agnes Strack Zimmermann muss sich nicht Sau nennen lassen ++ noch keine Entscheidung im Fall des ehemaligen Familienrichters Christian Dettmar aus Weimar ++ Somalier sticht in Einwanderungsland Thüringen 46-jährigen in den Hals ++ TE-Energiewendewetterbericht ++ Webseite: https://www.tichyseinblick.de
Correctiv nennt sich selbst "gemeinwohlorientiertes Medienhaus, das Demokratie stärkt.“ Doch wie passt es dann dazu, dass der Geschäftsführer so nebenbei ein Kaffee betreibt und Immobiliengeschäfte durchführen will? Ist es das, was Correctiv versteht unter „wir fördern die Gesellschaft“?. Dass die Faktenchecker sich nicht an Fakten in eigener Sache erinnern können oder wollen? Kritiker mit lächerlichen Prozessen überziehen? Und vor allem: Offenkundig Spenden und Zuschüsse aus Steuermitteln in fragwürdige Tochtergesellschaften verschieben, die undurchsichtige und fragwürdige Geschäfte betreiben und die Steuermittel verbrennen? Joachim Steinhöfel ist ein ebenso streitbarer wie kämpferischer Jurist. Jetzt hat er sich mit Correctiv angelegt, einer Vorfeldorganisation der Bundesregierung. Und er macht sich lustig über die verzweifelten Versuche von Correctiv, ihn mit seltsamen Gerichtsprozessen zum Schweigen zu bringen. Steinhöfels Buch "Die digitale Bevormundung" können Sie - so lange es nicht verboten wird - im Tichys Einblick Shop erwerben. Mit einem Kauf unterstützen Sie unsere Arbeit: https://live.tichyseinblick.shop/produkt/steinhoefel-die-digitale-bevormundung/ Webseite: https://www.tichyseinblick.de Newsletter: https://www.tichyseinblick.de/newsletter/anmeldung/ Wenn Ihnen unser Video gefallen hat: Unterstützen Sie diese Form des Journalismus: https://www.tichyseinblick.de/unterstuetzen-sie-uns #steinhöfel #steinhoevel #correctiv #faktenchek #fakten #fakenews
Das Medienhaus Tamedia stellt sich neu auf. Zwar behält das Medienhaus noch alle lokalen Zeitungen und Zeitschriften. Aber zwei der drei Druckereien werden geschlossen und auch bei den Online-Portalen wird aufgeräumt. Das alles kostet etwa ein Fünftel der rund 1300 Stellen. Weitere Themen: (01:22) Kahlschlag bei Tamedia (10:06) Streit um Zahlen bei der BVG-Reform (14:44) Jachtunglück vor Sizilien: Angst vor Umweltverschmutzung (17:22) Strukturwandel in der Lausitz (24:27) Mpox in Afrika weiter auf dem Vormarsch (29:30) Rohingya in Myanmar erneut Ziel von Gewalt (35:36) Informationen in Kriegszeiten
Sie ist Journalistin und freie Reporterin fürs Radio und verschiedene multimediale Projekte. Sie hat das konstruktive Medienhaus Radio Utopistan mitgegründet, das für eine gerechtere Zukunft eintritt, nicht nur denken, sondern auch handeln will und den Utopie-Gedanken ernst nimmt.
ERF Gottesdienst mit Martin Leupold aus dem Medienhaus in Wetzlar – in Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz.
Der tiefe Fall des René Benko hält beinahe täglich neue Überraschungen bereit. Rainer Fleckl, renommierter Investigativ-Journalist und einer der beiden Autoren des Buchs "Inside Signa - Aufstieg und Fall des René Benko" recherchiert seit vielen Jahren rund um den gescheiterten Tiroler Immobilienunternehmer und wartet in seinem Buch mit vielen interessanten Details auf. So beschreibt er ausführlich die 650.000-Euro-Geburtstagsfeier von Benko am Gardasee, seinen protzerisch zur Schau gestellten Reichtum mit Yacht, Privatflugzeug und seinen penibel gepflegten Ruf als "Geldvermehrer". Aber es gab auch Bereiche, in denen zwar viel hinter den Kulissen passierte, aber nach aussen sehr darauf geachtet wurde, möglichst wenig herzuzeigen. So erzählt Fleckl in dieser Episode auch vom systematischen Vorgehen bei der Missachtung von Veröffentlichungsvorschriften bei Unternehmensbilanzen. Auch Inhalt des Gesprächs: Der bisher medial wenig beachtete Umstand, dass Benko neben der bekannten Medienbeteiligung bei Krone/KURIER möglicherweise auch noch bei einem anderen österreichischen Medienhaus beteiligt sein könnte.Links zur Folge:Buch "Inside Signa - Aufstieg und Fall des René Benko"Ganz offen gesagt Folge #7 2024 mit Leonhard DobuschGanz offen gesagt Folge #14 2024 mit Michael NikbakhshWikipedia über René BenkoPodcast-Tipp der Woche:Newsflix-Podcast Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem Podcast
Tatort Niedersachsen - der Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung
Der Ex-Gefängnisarzt war Gast beim 3. Crime-Talk im Medienhaus. Er sprach über herausragende Täter und stellte sich den Fragen.
ERF Gottesdienst mit Christian Siegling von team-f aus dem Medienhaus in Wetzlar.
Ströer ist ein führendes deutsches Medienhaus und setzt auf die Stärken des OOH-Geschäfts unterstützt durch die flankierenden Geschäftsfelder Digital & Dialog Media, DaaS & E-Commerce. Die Ströer Gruppe vermarktet und betreibt mehrere Webseiten und rund 300.000 Medienträger im Bereich "Out of Home". Zum Portfolio zählen alle Medien, die außer Haus zum Einsatz kommen – von den klassischen Plakatmedien über das exklusive Werberecht an Bahnhöfen bis hin zu digitalen Out-of-Home Medien. Was für Einstiegsmöglichkeiten Ströer bietet und wie die Arbeits- und Teamatmosphäre ist, erfährt Mari Tufenkchyan von Petra Loubek, Leiterin Regionalvertrieb & Geschäftsführerin persönlich. Website https://www.stroeer.de/ https://karriere.stroeer.com/de/ --- Jedes Unternehmen kann Fachkräfte finden. Ich habe dazu die W.o.T. Strategie entwickelt. Weitere Infos: https://www.207-media.de/employer-branding/ Du brauchst dringend neue Kunden? Ich helfe Dir: https://www.207-media.de/ Unseren Fachanwalt für Arbeitsrecht, Tobias Frommhold, Partner bei Kanzlei 746 kannst du unter frommhold@kanzlei746.de erreichen. Wenn du Anmerkungen oder Fragen an uns oder an unsere Interviewgäste hast, schreibe uns eine Nachricht über Instagram unter: matching_talents_podcast. Unternehmen, die Interesse daran haben mit ihren vakanten Stellen in unserem Podcast vorgestellt zu werden, können uns gerne unter der E-Mail Adresse: matchingtalentspodcast@gmail.com kontaktieren. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Folge mit Dir, denn wir bringen Talente zusammen. Mari und Ingo
Das Transkript zu Episode 37: Das ist die 37. Ausgabe der Dunkelkammer und sie erscheint aus gegebenem Anlass außertourlich an einem Montag.Außertourlich deshalb, da die heutige Ausgabe Teil einer internationalen Recherche ist. Sie trägt den Titel Narco Files. Und wie der Name vermuten lässt, geht es um die Organisierte Kriminalität, es geht um Drogengeschäfte, es geht um Umweltverbrechen, es geht um Geldwäscherei, es geht um Korruption und einiges mehr.Der Ausgangspunkt ist Kolumbien und von da weg geht es faktisch rund um den Globus.Narco Files. Das ist der Titel eines Projekts, an dem dutzende Journalistinnen und Journalisten aus mehr als 40 Medienhäusern in 23 Ländern monatelang gearbeitet haben.Ich war einer davon, zusammen mit meinem geschätzten Kollegen Stefan Melichar von profil, wir waren quasi Team Österreich.Gleich vorneweg: Die Österreich-Bezüge in den Narco Files sind recht sehr schmal, darum wird es heute auch noch nicht gehen.Mit Stefan Melichar habe ich übrigens in bereits in Episode 2 über eine damalige internationale Recherche zu illegalen Holzgeschäften gesprochen, an der wir beide beteiligt waren.Auch Der Standard berichtet über dieses Projekt, in dem Fall kommt die Beteiligung über die deutsche Plattform Paper Trail Media von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, die mit dem Standard kooperieren.Auch Frederick und Bastian waren bereits meine Gäste und zwar in Ausgabe Nummer elf. Ja, in gewisser Weise haben diese internationalen Projekte auch immer etwas von einem Familienausflug ins Ungewisse, wenngleich wir natürlich alle wissen, was wir aneinander haben. Das Projekt Narco Files ist auch ein guter Anlass, um euch mal eine internationale Recherchekooperation aus der Nähe zu beschreiben.Eines der Feedbacks, das ich regelmäßig erhalte, ist ja, erzähl doch mal, wie so eine länderübergreifende Sache eigentlich abläuft.An sich gibt es zwei Wege, wie so etwas zustande kommt. Auf kleinerer Ebene schließen sich Journalistinnen und Journalisten mehrerer Medien zusammen, um gemeinsam an etwas zu arbeiten. Das kann regional passieren, national oder auch international. Auf einer größeren Ebene läuft es dann über institutionalisierte große Recherchenetzwerke, davon gibt es global einige, mit zweien arbeite ich seit iniger Zeit eng zusammen.Da ist einmal die US-amerikanische Investigativ-Plattform ICIJ, das ist einerseits ein spendenfinanziertes Medienhaus, zugleich aber auch Netzwerk, dem weltweit 290 Mitglieder angehören, in Österreich sind das drei Leute Stefan Melichar, Ulla Kramar-Schmid vom ORF, die jetzt demnächst auch bei mir vorbeischauen wird, und ich selbst. Ein zweites internationales Netzwerk ist das Organized Crime and Corruption Reporting Project, kurz OCCRP, das in Europa und Amerika tätig ist. Auch OCCRP ist eine spendenfinanzierte Non-Profit-Organisation, mit der in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet habe, das sind ganz wunderbare Leute dort. Einer der Gründer von OCCRP ist Paul Radu, ein Mann dessen Unerschrockenheit ich aufrichtig bewundere, er ist mir ein großes Vorbild. Die aktuelle Recherche Narco Files ist zugleich auch ein OCCRP-Projekt.Wie man von solchen Projekten erfährt? Nun, es läutet in aller Regel das Telefon, und man wird gefragt, ob man mittun möchte. Und in meinem Geschäft sagt eh nie jemand nein.Es gibt also kleinere und größere Netzwerke, manche entstehen spontan, andere sind institutionalisiert, was sie verbindet ist, dass Leute medienübergreifend gemeinsam an einer Sache arbeiten. Was ist nun die Sache? Auch das ist unterschiedlich. Man kann sich vornehmen, etwas aufzuarbeiten, ohne zunächst besonderes Insiderwissen zu haben. Schon aus öffentlich zugänglichen Datenquellen lassen sich immer wieder herausragende Recherchen machen. Manchmal kommst du aber ohne Insiderwissen, ohne Whistleblower nicht mehr weiter. Und da kommt die zweite Ebene ins Spiel: Das Datenleck. Ihr erinnert euch möglicherweise an frühere Enthüllungen wiePanama Papers, Paradise Papers, Pandora Papers, FinCen Files Ukio Leaks oder Suisse Secrets. In all diesen Fällen waren Journalisten vertrauliche Datensätze zugespielt worden. Diese Recherchen gab es also nur, weil es die jeweiligen Datensätze gab, ohne die wäre das gar nicht möglich gewesen. Und das führt mich zu den Narco Files. Auch hier handelt es sich um ein Datenleck, richtigerweise um einen Datenhack. 2022 hatte sich ein Hacker-Kollektiv namens Guacamaya Zugang zu den Email-Postfächern der kolumbianischen Staatsanwaltschaft Fiscalía General de la Nación verschafft.Die Datensätze gingen dann an OCCRP und mehrere lateinamerikanische Medienhäuser darunter die Investigativ-Plattform CLIP. Ja und bei OCCRP setzten sich dann Leute ans Telefon und holten sich Leute rund um den Globus an Bord, um die Datensätze gemeinsam auszuwerten. Da erhält man dann als Projektpartner Zugang zu einem gesicherten Datenraum, wo man die Dokumente einsehen kann. Die Kommunikation zu einem solchen Projekt läuft zum weitaus größten Teil über Chatgruppen, wobei jedes Projekt eine Hauptgruppe und dazu oft mehrere Untergruppen hat.Weil nicht selten mehrere Projekte in mehreren Netzwerken gleichzeitig laufen, kann das schon dazu führen, dass man zwischendurch mal die Übersicht verliert, wer wann wem was wo geschrieben hat.Wie gesagt, mehr als 40 Medienhäuser aus 23 Ländern machen bei den Narco Files mit, wobei die Dunkelkammer der einzige reine Podcast ist, soweit ich das überblickeWas irgendwie auch cool ist. Was sind nun die Narco Files? Es sind mehr als sieben Millionen gehackte Emails der kolumbianischen Staatsanwaltschaft aus den Jahren 2001 bis 2022.Mit den zahlreichen Anhängen ist der Datensatz insgesamt fünf Terabyte groß. Das ist also nicht gerade wenig.Jetzt gibt es natürlich zwei ganz zentrale Fragen, die da auftauchen.Erstens: Ist das Material authentisch, unverfälscht und vollständig?Gerade OCCRP hat für österreichische Verhältnisse ein geradezu unglaubliches Fact cheking-Selbstverständnis. Dort geht nichts raus, dass nicht x-mal umgedreht wurde. Fact checking bei OCCRP bedeutet nicht, die Aussagen von politischen Entscheidungsträgern auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Es bedeutet, dass jede Journalistin und jeder Journalist, der/die auf der Website von OCCRP publiziert, die eigene Geschichte einem Fact check unterziehen muss. Da muss nahezu jeder Bestrich gegenüber dem fact checking department belegt werden. Ich habe diese Erfahrung bereits gemacht. Für Geschichten, die bei profil mal eben so von der Chefredaktion durchgewunken wurden, bin ich mit OCCRP bis zu acht Stunden beim Fact check gesessen. Acht Stunden musste ich belegen, dass das was ich da geschrieben habe, auch den Tatsachen entspricht. Das ist eine unglaubliche gute Schule, die durch im österreichischen Journalismus nur sehr wenige Leute gehen, kann man leider täglich nachlesen. OCCRP hat die kolumbianischen Datensätze intensiv geprüft, wie auch alle anderen Partner, die ja damit gearbeitet haben und darauf aufbauend zum Beispiel Anfragen gestellt haben.Das Material ist also authentisch, es kann allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Vollständig sind solche Datensätze ohnehin nie, was bedeutet schon vollständig bei einer Sammlung von E-Mails. Zweite Zentrale Frage: Dürfens das denn überhaupt? Ich mein, es sind ja immerhin E-Mails, die einer Behörde geklaut wurden. Darüber haben wir intensiv gesprochen, das passiert eigentlich bei jeder Recherche, die auf einem Leak oder Hack aufbaut, denn am Ende ist es ja einerlei, ob ein Mitarbeiter Daten seines Arbeitgebers leakt, oder ein Hacker von außen darauf zugreift. In beiden Fällen haben die Besitzer der Daten der Weitergabe an Dritte ja nicht zugestimmt.Nun, die alles entscheidende Frage für uns ist: Gibt es ein überwiegendes öffentliches Interesse an diesen Informationen? Ist es also wichtig, dass die Öffentlichkeit von bestimmten Dingen in der Welt rund um sie erfahren?Soweit es jetzt die Narco Files betrifft war die Antwort offensichtlich ja, sonst spräche ich hier nicht.Die ausgewerteten E-Mails zeichnen ein erschütterndes Bild einer Welt, die den Kampf gegen die Drogen offensichtlich verloren hat.Die Organisierte Kriminalität ist nicht nur globalisierter Wirtschaftszweig der unfassbare Gewinne erzielt, in vielen Teilen der Welt sind Drogenbarone zu einflussreichen politischen Kräften aufgestiegen.Die Strafverfolgung? Scheitert oft. Sie kämpft mit mangelnden Ressourcen und Möglichkeiten, sie scheitert an Landesgrenzen. Wenn ein Verbrechen grenzüberschreitend passiert, ist sind Behörden auf Kooperation angewiesen.Und die läuft mal besser mal schlechter, oft aber nur langsam.Wenn das Verbrechen aber global passiert, dann wird die Verfolgung umso zäher.Und genau das zeigen diese Datensätze: Dass sich nämlich vermeintlich isoliert arbeitende Drogenhandelsgruppierungen zu transkontinentalen Netzwerken zusammengeschlossen haben, manche dieser Gruppierungen sind institutionalisiert, andere entstehen ad hoc aus einem gemeinsamen Interesse heraus und lösen sich anschließend wieder auf. Da tut sich durchaus eine Parallele zur den Arbeit von Journalisten-Netzwerken auf. Mit Namen werden sich die beteiligten Medien im Laufe der Berichterstattung übrigens eher zurückhalten, man will weder laufende Ermittlungen gefährden, noch sich selbst.Wie es bei solchen Projekten üblich ist, wird auch nie alles auf einmal und überall veröffentlicht, das passiert dann immer gestaffelt.Auf der Website von OCCRP und denen der Partnermedien erscheinen zum Start große Stories, die anhand staatsanwaltschaftlicher Akten Veränderungen im Kokain-Geschäft beschreiben.Die traditionellen Coca-Anbaugebiete in Kolumbien, Peru und Bolivien bekommen Konkurrenz aus dem Nordwesten, der Coca-Anbau wandert nach und nach Richtung Guatemala, Mexiko, Belize und Honduras.Diese Staaten galten bisher als Durchgangsländer, jetzt wird dort eben auch angebaut.Ja und soweit es die Herstellung des Endprodukts betrifft, diese Produktionen wandern nach und nach nach Europa. Nach Spanien, nach Belgien oder in die Niederlande. Wobei das Know How hier wiederum aus Südamerika kommt.Allein in den Niederlanden wurden seit 2018 dutzende Koks-Küchen von der Polizei ausgehoben,In den Narco Files ist unter anderem der Fall einer niederländischen Gruppierung dokumentiert, die mit Hilfe kolumbianischer Partner einen Reitstall um mehr als 1,5 Millionen Euro zu einem großen Koks-Labor umbaute.Nach Europa gelangt die Droge mittlerweile oftmals, in dem sie vorgibt, alles Mögliche zu sein. Holzkohle zum Beispiel. Oder eine Imprägnierung auf Textilien. Oder Zement. Oder als Reisekoffer, in dessen Hartschale das Koks eingearbeitet wird.Teils wird auch Kokain auch als Paste verschifft.Am Ende ist ja alles nur Chemie.Die Kokain-Basis wird auf ein unverdächtiges Trägermaterial aufgebracht und am Zielort wird dann extrahiert.Das kann nicht gesund sein, und das ist es übrigens auch nicht.Also zumindest nicht für die, die es herstellen oder die, die es konsumieren.Einer unserer Projektpartner, das spezialisierte spanische Medium Narco Diario konnte mit einem kolumbianischen Kokain-Koch sprechen, der in Spanien ein sechsköpfiges Team leitete. Warum sie das machen? „Es ist das, was wir gut können”, sagt er. Er sei in einer Region in Kolumbien aufgewachsen, in der Kinder die Arbeit mit Koka erlernten, bevor sie schreiben und lesen könnten.Den Job in Spanien und die Einreise als Tourist hatten ihm seine kolumbianischen Auftraggeber verschafft, gearbeitet hat er auf einem Bauernhof irgendwo am Land.Eine Schicht dauerte 15 Tage ohne Kontakt zur Außenwelt.Für die aufwändige und aufgrund der Dämpfe gefährliche Herstellung von einem 1 Kilo Koks-Pulver im Wert von mehr als 100.000 Euro bekam er übrigens 450 Euro.Für die, die Kokain herstellen und verkaufen lassen, war und ist das a ein sehr sehr einträgliches Geschäft.Und sie haben natürlich Helfer aus der Mitte der Gesellschaft. Rechtsanwälte, Banker, Steuerberater, Logistik-Firmen, Behördenvertreter, ja sogar korrupte Journalisten.Das und noch mehr, wollen die beteiligten Medien in den kommenden Tagen und Wochen ausrollen, ich schau mir kommende Ausgabe unter anderem den wie gesagt schmalen Bezug zu Österreich an.Da geht's um allerdings nicht um Drogen, sondern um eine mittlerweile verblichene kleine österreichische Bank, deren Namen man nun auch in Kolumbien kennt.Mehr dazu in der Dunkelkammer Nummer 38.