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Der selbsternannte „Künstler ohne Werk“ machte das Denken zur Performance: Vorträge im Kopfstand, erfundene Institute und Provokationen gegen Universitäten, Medien und Denkgewohnheiten.
Ullrich, Wolfgang www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Ausgangspunkt dieser Folge ist ein runder Geburtstag. Bazon Brock ist Ehrenmitglied des DDC und wird am 2. Juni 90 Jahre alt. Er ist ein bedeutender deutscher Kunsttheoretiker, Autor und emeritierter Professor, der vor allem für seine Arbeiten zur Ästhetik und Vermittlung von Kunst bekannt wurde. Christian Boros zählt zu den bedeutendsten deutschen Sammlern zeitgenössischer Kunst sowie zu den prägenden Kulturunternehmern seiner Generation. Er verbindet in seinem Wirken Unternehmertum, Architektur, Kunst und Publizistik zu einem eigenständigen Modell kultureller Produktion und Vermittlung. International bekannt wurde Boros vor allem durch seine Sammlung zeitgenössischer Kunst im umgebauten Reichsbahnbunker in Berlin-Mitte. Unser DDC Mitglied Nicolas Markwald und Christian Boros haben beide - in unterschiedlichen Jahrzehnten - bei Bazon Brock an der Bergischen Universität Wuppertal studiert. Sie sprechen in dieser Folge über einige von Brock's markanten Aussagen, über Kunst und Kommunikation, über Sammeln nicht als Besitz, sondern als Versuchsanordnung, über Subjektivität im Zeitalter der KI, über Fehler als Voraussetzung von Innovation und über die Frage, warum Eigenartigkeit vielleicht eine Form des guten Lebens ist.
Lynn Witzel Lynn Witzel ist Kommunikationsdesignerin mit Fokus auf Brand Design und strategische Markenentwicklung. Sie unterstützt Einzelpersonen und Unternehmen dabei, klare und authentische Marken mit Social-First-Ansatz zu entwickeln. Ursprünglich aus dem Handwerk kommend (Ausbildung zur Maßschneiderin und Modedesignerin), studierte sie anschließend Grafikdesign und visuelle Kommunikation und sammelte Erfahrungen u. a. bei PwC, Zalando und dem Hermann Schmidt Verlag. Früh selbstständig, prägte sie insbesondere das Projekt „frank.infashion“, das gesellschaftliche und politische Strukturen der Mode kritisch beleuchtet. Heute arbeitet sie an der Schnittstelle von Gestaltung, Strategie und digitaler Sichtbarkeit, mit Weiterbildung im Social-Media-Management und KI. Austausch und Netzwerke wie Learn & Burn und das Selfmade Design Kollektiv prägen ihre Praxis. Nina Neusitzer Nina Neusitzer ist Kommunikationsdesignerin und Geschäftsführerin von Neusitzer Brand Identity in Düsseldorf. Sie studierte in Wuppertal bei Hans Günter Schmitz, Uwe Loesch und Bazon Brock und spezialisierte sich früh auf Corporate Design und Typografie. Nach Stationen u. a. bei Heine/Lenz/Zizka sowie als freie Art Direktorin gründete sie 2006 das Büro Markwald Neusitzer Identity, aus dem ihr heutiges Studio hervorging. Sie realisierte zahlreiche Corporate-Design-Projekte für Kultur, Institutionen und Unternehmen, darunter Deutsche Oper am Rhein, Schirn Kunsthalle und Jüdisches Museum Frankfurt; ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Zudem initiiert und kuratiert sie Designformate wie den DDC Salon NRW und engagiert sich für Vernetzung und Bildung in der Kreativwirtschaft. Annette Bertsch Annette Bertsch ist Partnerin bei Bertsch.Brand Consultants. Als Unternehmerin und Creativ-Directorin verfügt sie über 30 Jahre Beratungserfahrung für DAX, M-DAX, Mittelständler und Start-Ups. Ihr Portfolio umfasst Projekte, die sowohl im Bereich der Organisational Identity als auch im Bereich der strategischen Markenberatung angesiedelt sind. Dazu gehören Neu- und Umpositionierungen, Strategie- und CEO-Beratung, sowie Change-Begleitung für namhafte Unternehmen und Institutionen, sowie Supervision der darauf basierenden Gestaltungsprozesse. Seit 2010 lehrt Annette Bertsch als Honorarprofessorin Designmanagement an der Kunsthochschule Kassel im Fachbereich Produktgestaltung. Annette Bertsch studierte von 1982 bis 1988 mit dem Abschluss Dipl. Design an der FH-Darmstadt. 2008 erlangte sie den Master of Business Administration (MBA) an der FOM, Frankfurt am Main. Sie engagiert sie bei dem Women of DDC und hat dort u. a. die Eventreihe Learn & Burn mit initiiert. Seit 2019 ist sie Mentorin bei der Hessen Design Competition.
Christian Bauer liegt als Designethiker daran, dass die viel beschworene „Verantwortung der Designer:innen“ in systematischer und historischer Perspektive besser verstanden wird: Worin bestehen konkret die Dimensionen der Verantwortung, die Designer:innen ernsthaft gestalten können und warum sind sie oft so mutlos? Ist am Ende bloß sozial erwünschtes „make-believe“ im Spiel? Christian Bauer hat Deutsche Philologie, Philosophie und Politikwissenschaft studiert und nach seinem Studium einige Jahre als freier wissenschaftlicher Autor gearbeitet. Während dessen schrieb er bei Prof. Dr. Bazon Brock seine Doktorarbeit über das „sacrificium intellectus“. Das Opfer des Verstandes in der Kunst von Karlheinz Stockhausen, Botho Strauß und Anselm Kiefer“ (2008). Im Anschluss übernahm er Lehraufträge an der HfG Karlsruhe und der Fakultät Gestaltung der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Dort etablierte er mit (und dank!) Prof. Gertrud Nolte und Prof. Dr. Gerhard Schweppenhäuser das Forschungsthema „Ethik im Kommunikationsdesign“. Zusammen mit Prof. Dr. G. Schweppenhäuser und Beatrice Barrois gibt er die Reihe der „Würzburger Beiträge für Designforschung“ (bei Springer VS) heraus. Seit 2019 ist Professor mit dem Lehrgebiet Designtheorie und Designgeschichte an der Hochschule der Bildenden Künste (HBKsaar) in Saarbrücken. Vom 1.10.2021 bis 30.09.2025 war er Rektor der HBKsaar. Im Jahr 2024 hat er das „Institut für Design und Ethik“ gegründet und engagiert sich als Leiter dieses Institut in der Angewandten Designforschung, der Wissenschaftsvermittlung und der Antisemitismusprävention.
In diesem C! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk.
In diesem Gespräch mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Lisa Ortner-Kreil spricht Hans Kupelwieser über seine langjährige Verbindung zur Secession, wo seine Arbeiten bereits 1981 in der von Peter Weibel und Anna Auer kuratierten Ausstellung Erweiterte Fotografie [Extended Photography] gezeigt wurden—ein Ereignis, das er als Beginn seiner künstlerischen Laufbahn betrachtet. Seit mehr als vier Jahrzehnten schafft er Werke in einer Vielzahl von Medien, vor allem Skulpturen, aber auch Fotografien sowie großformatige Installationen. Darüber hinaus spricht der Künstler über Methoden der Verfremdung, Prozesse der Verzerrung, die Rolle des Zufalls in der künstlerischen Produktion, die unvorhersehbaren Ergebnisse der Arbeit mit Fotogrammen sowie Farbe als Bedeutungsträger; nicht zuletzt verweist er auf die Bedeutung der Wahrnehmung, die Erweiterung unserer Sehgewohnheiten und den sogenannten „Kupelwieser-Effekt“. Das Gespräch wurde am 16. Jänner 2026 in der Secession aufgezeichnet. Hans Kupelwieser wurde 1948 in Lunz am See geboren, besuchte Anfang der 1970er-Jahre die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt Wien und studierte von 1976 bis 1982 bei Herbert Tasquil, Bazon Brock und Peter Weibel an der Hochschule (heute Universität) für angewandte Kunst Wien. Von 1995 bis 2014 war er Professor am Institut für Zeitgenössische Kunst an der TU Graz. Er lebt in Wien und in Lunz am See. Er hatte Einzelausstellungen unter anderem bei Giese & Schweiger, Wien (2023), Kunsthalle Krems (2022), Wienerroither & Kohlbacher, Wien (2020), Galerie 422, Gmunden (2019), smolka contemporary, Wien; Galerie rauminhalt, Wien (beide 20218), Art Box, MQ Wien; Haus der Kunst, Brünn (beide 2016), Kunsthalle Nexus, Saalfelden (2015), Zeit.Kunst.Niederösterreich, St. Pölten (2012). Kupelwieser hat einige Projekte im öffentlichen Raum realisiert, darunter Kugelhaufen, Musiktheater Linz (2013), Seebühne, Lunz am See (2004), Denkmal für den jüdischen Friedhof, Krems (1998) und Hohlkopfwand, St. Pölten (1996). Arbeiten des Künstlers sind aktuell in seiner Einzelausstellung in der Stadtgalerie Klagenfurt zu sehen (bis 10. Mai). Lisa Ortner-Kreil ist Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin. Von 2013 bis 2025 war sie als Kuratorin am Bank Austria Kunstforum Wien tätig, wo sie mehrere vielbeachtete Ausstellungen organisierte, darunter Gerhard Richter: Landschaft (2020/21, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich), Kiki Kogelnik: Now Is the Time (2023/24, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Brandts und dem Kunsthaus Zürich) und Anton Corbijn: Favourite Darkness (2025). Seit 2026 ist Lisa Ortner-Kreil Kuratorin bei der Kunstmeile Krems, wo sie für die strategische Entwicklung und Umsetzung von Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in mehreren Institutionen verantwortlich ist. Zuvor war sie unter anderem an der Albertina in Wien sowie am Königlichen Museum der Schönen Künste in Brüssel tätig. Lisa Ortner-Kreil hat an der Universität Wien promoviert. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher
Bazon Brock - Kunsttheoretiker, selbsternannter Denker vom Dienst und Künstler ohne Werk by AudioarchivKunst
In der Reihe "Autoren Musik" tritt im Jahr 1972 Bazon Brock auf. Der Kunsttheoretiker Brock ist damals 36 und Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seine Sendung steht ganz in der Tradition des Fluxus, die Sendung ist ein Happening. Brock spielt Musik und Tondokumente vor und er spricht, wie immer, über die großen Themen: Tod, Kunst, Krieg, Denkmalspflege, Natur und das Imitieren von Hundestimmen. Aber es geht auch darum, ob der Künstler mit seiner Kunst überhaupt etwas ändern kann in der Welt. Von Bazon Brock SWR 1972
In diesem C! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, über:Opportunismus in der Politik: Kluges Handeln oder Rückgratlosigkeit?
In diesem C! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, über:Woran gehen Kulturen zugrunde?
Bazon Brock ist Kulturtheoretiker, Denker und Schwätzer vom Dienst. Er hat an verschiedenen Universitäten von Wuppertal bis Berlin gelehrt, führte zwischen 1968 und 1992 die documenta-Besucherschulen durch und entwickelte die Action-Teaching-Methode. Brocks Leben ist die Kunst, Ästhetik und das Schwätzen, was sich auch im Künstlernamen Bazon widerspiegelt. Wir sprechen über Migration, Multikulturalismus und Nationalismus.
In diesem C! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, über:Was beutetet es heute, Humanist zu sein?
Mit nur einem Tag kriegerischer Handlungen seitens Aserbaidschans wurde der Konflikt in Nagorny Karabach nach mehr als dreißig Jahren Blutvergießen scheinbar beendet. Andreas Peter spricht am 2. Oktober mit dem aserbaidschanischen Botschafter über die Sicht seines Landes auf die Ereignisse. Eine Serie von Jugendgewalt verzeichnen Schulen in der Stadt Halle an der Saale. Tabea Hahs, Sprecherin der Bürgerinitiative Sichere Schulen Halle, berichtet, wie sie zusammen mit anderen Eltern versucht, für mehr Sicherheit auf den Hallenser Schulhöfen und in der Umgebung zu sorgen. Mit dem Ästhetikexperten Prof. Bazon Brock spricht Andreas Peter über die Ästhetik der Sprache der Ampel-Koalition und von Politik ganz allgemein. Und Gudula Walterskirchen kommentiert die für Österreich typisch verlogene Debatte um ein wieder einmal heimlich mitgeschnittenes Video eines prominenten Politikers, in diesem Fall des österreichischen Bundeskanzlers.
Köhler, Michaelwww.deutschlandfunk.de, Kultur heuteDirekter Link zur Audiodatei
Im Gespräch mit Andreas Höll erläutert der Kunstvermittler, Künstler und Kulturphilosoph Bazon Brock, warum Künstliche Intelligenz die Zerstörung des abendländischen Kultur- und Geisteslebens mit sich bringen könnte.
Am 7. Dezember 2022 sprach der Berliner Kunst- und Kulturwissenschaftler Bazon Brock zum Thema „Autorität durch Autorschaft – Gegen die Diktate des Kulturalismus“. Dabei stellte er heraus, daß mit dem Renaissance-Humanismus ab der Mitte des 14. Jahrhunderts der Einfluß mächtiger Institutionen wie Staat und Kirche auf das Denken zugunsten einzelner Autoren relativiert wurde. Sie seien die eigentlichen Akteure der Geschichte und Träger von Traditionen. Jetzt die Bibliothek des Konservatismus unterstützen! PayPal: https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s... Banküberweisung: Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung IBAN: DE15 1009 0000 2125 2750 04 BIC: BEVODEBB Einen Überblick über die Arbeit der Bibliothek und die nächsten Veranstaltungen finden Sie unter https://www.bdk-berlin.org/ Facebook: https://www.facebook.com/bdk.bln Instagram: https://www.instagram.com/bdk_berlin/ Twitter: https://twitter.com/BdK_Berlin Gettr: https://gettr.com/user/bdk_berlin
Bazon Brock erklärt die Auswirkungen von Kunst auf unseren Geist
"Ein Künstler, der sich als solcher fühlt.” In Charlie Steins Gemälden reflektiert sich die Isolation, die jeder Künstler erfährt. Dabei liegt der Fokus ihrer Werke darin, einsame, humanoide Roboter abzubilden. Die Ausnahmekünstlerin erklärt, was für sie Künstlersein beinhaltet. Mit Bazon Brock als Gesprächspartner, kommen wir zu der Erkenntnis, dass Künstler sein aber vor allem eins bedeutet: Wiederholung. Wie das, des Künstlers Isolation zum Kontrast, uns dann auch verbinden kann, besprechen Charlie und Bazon in dieser Episode unseres Podcasts.
Im 3.Teil des Interviews erklärt uns Bazon warum man zwischen Kunst & Kultur klar trennen sollte.
Sculptures Galore! In this episode, the legendary professor Bazon Brock talks to artist Ricard Larsson about his big, black bronze sculptures. They go through Ricard's work at his studio and contemplate the creation of god, earth, and the meaning of life. Why should you choose to work as a sculptor instead of a painter? What are the opportunities you gain from the medium, and what are the challenges? Larsson seems to have the answers as he talks about his work ethic and plans for the future. Within the world of Larsson's sculptures, destruction and creation become one and the same thing.
Höre den 2.Teil meines Interviews mit dem Träger des Bundesverdienstkreuzes 1.Klasse dem Kunsttheoretiker Bazon Brock.
Bazon Brock schaut zurück auf die documenta 15 und erklärt uns den Unterschied zwischen Kunst & Kultur.
Die Debatte mit Natascha Freundel, Bazon Brock und Heinz Bude --- Wiederholung vom 7.7.2022 --- Diese Folge von „Der Zweite Gedanke“ polarisiert wie keine vorher: „Das Streitgespräch war fabelhaft“, schrieb uns ein Hörer. „Schwer auszuhalten“, findet eine Hörerin. Die Diskussionsleiterin – Moderatorin Natascha Freundel – sei „unerträglich“, hieß es auf Twitter. Das Gespräch sei „aufrüttelnd und wert, weiter gegeben zu werden“, schrieb uns eine Hörerin per Mail. In dieser Woche geht die umstrittene Documenta 15 zu Ende. Nicht aber der Streit über Rolle und Anspruch der Kunst heute und über den Umgang mit globalem Antisemitismus. Der Kunsttheoretiker Bazon Brock und der Soziologe Heinz Bude haben wichtige Gedanken zu dieser Debatte beigetragen – wir wiederholen das Streitgespräch vom 7. Juli 2022. --- Mehr Infos unter www.rbbkultur.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns Ihre Kommentare über die Webseite oder direkt an derzweitegedanke@rbbkultur.de
Die Debatte mit Natascha Freundel, Bazon Brock und Heinz Bude --- "Wir müssen den Streit führen." Bazon Brock --- Die Kunst ist tot. Es lebe die Kunst! Bazon Brock, „Künstler ohne Werk“ und emeritierter Professor für Ästhetik, und der Soziologe Heinz Bude, Gründungsdirektor des Documenta Instituts, debattieren über Kunst und die Welt am Beispiel der umstrittenen Documenta Fifteen. Wo bleibt der Individualismus, wenn die Kunst Kollektiven überlassen wird? Wie sollten wir mit dem globalen Antisemitismus umgehen? Holt die Kunst bloß nach, was in Wissenschaft und Gesellschaft längst Alltag ist? Wird alles totalitär? Brock redet sich in Rage; Bude kontert kühl; die Moderation scheitert, vielleicht produktiv. „Kulturalismus verhindert jede Art von Vernunft“, sagt Brock. Doch wie vernünftig ist diese Art der Polemik? Mit der hitzigsten Folge von „Der zweite Gedanke“ verabschiedet sich die Redaktion in die Sommerpause. --- Mehr Infos unter www.rbbkultur.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns Ihre Kommentare über die Webseite oder direkt an derzweitegedanke@rbbkultur.de
Die Freibäder sind endlich offen, aber Wolfgang geht nicht hin. Dabei geböte es die Hitze. Es ist warm, doch der Sommer beginnt er jetzt. So scheinen wir am Anfang einiger Probleme und Paradoxien zu stehen. Derzeit sind insbesondere elektronische Heizöfen ausverkauft. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, aber die Angst vor der Rezession sind groß. Wir besprechen heute die Turbulenzen durch Inflation, Arbeitskraftmangel und Krieg. Dabei hören wir in den Deutschen Industrietag hinein und in die Debatte, wie sie Putin bei seinem Petersburger Wirtschaftsforum führte. Außerdem Besuchen wir die Documente im Geiste. Bazon Brock war wahrscheinlich auch nicht wirklich vor Ort. Er schlussfolgert aber klug über die Unterscheidung von Kunst und Kultur, mit der sich die freie Welt lange schmückte, aber die nun wohl endgültig ausgeräumt wurde. Er argumentiert es gut, aber aufwendig. Wenn man versteht, was er meint, kriegt man eine Gänsehaut. Außerdem heute: Die neuen Arbeitskämpfe, in Amerika und die Schaffenskraft der Jugend hierzulande, die man gerne in Pflichtsozialarbeit sähe.
Der Kulturtheoriker Bazon Brock hält Antisemitismus für „einen kleinen Teil des Kulturalismus“. Dieser sei nicht dem westlichen Prinzip der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit verpflichtet, sondern den kulturellen Interessen von Kollektiven. „Wir entsprechen mit dieser Documenta der Weltlage mit ihrer zunehmenden Präsenz totalitärer Regime“, sagte Brock im Dlf.Köhler, Michaelwww.deutschlandfunk.de, Kultur heuteDirekter Link zur Audiodatei
Er ist einer der wichtigsten deutschen Kunstsammler, er ist Werber, Verleger und Experte für die Bösewichte in James Bond: Christian Boros ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast. Mehr als sechs Stunden spricht er über die Fremdenfeindlichkeit im Deutschland seiner Jugend, über notwendige Regelbrüche, seine Karriere in der Werbung, über die Inszenierung von Politik – und warum er sich mittlerweile vorstellen kann, selbst in die Politik zu gehen. In Berlin besitzt er einen heute international bekannten Bunker, der viel von deutscher Geschichte erzählen kann: von den nationalsozialistischen Bauherren über die Rote Armee der Sowjetunion, dann den Jahrzehnten in der DDR, als dort Südfrüchte gelagert wurden und das Gebäude Bananenbunker hieß. Nach dem Fall der Mauer zog die Technoszene ein. 2003 kaufte Boros den Bunker, 2008 wurde eröffnet, seitdem zeigen seine Frau und er dort ihre Sammlung mit mittlerweile 1.100 Kunstwerken. Christian Boros kam mit seiner Familie 1972 aus Polen nach Deutschland, "in den goldenen Westen". "In Polen war ich der Scheißdeutsche, in Deutschland wurde ich sofort zum Scheißpolen", sagt er. Boros wurde 1964 in der polnischen Bergbaustadt Zabrze in Schlesien geboren, in den Achtzigerjahren studiert er bei Bazon Brock in Wuppertal, damals forschte er zwei Jahre lang über das Böse bei James Bond. Im vierten Semester gründet er parallel eine Werbeagentur, in den 1990ern schreibt er Werbegeschichte mit der Kampagne für den neuen Musiksender Viva, inspiriert von den frühen Bildern des Fotografen Wolfgang Tillmans, dessen Arbeiten er früh zu sammeln beginnt. Heute hat Christian Boros 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach sechs Stunden und 25 Minuten beendet Christian Boros das Gespräch. Denn das kann bei "Alles gesagt?" nur der Gast.
Die Coronapandemie hat die Kunst nicht nur getroffen und Arbeit vernichtet, sondern ermöglicht als Katalysator das Verhandeln über die Frage: Wie wollen wir Kunst und damit die Freie Szene zukünftig zu einem integralen Bestandteil des alltäglichen Lebens werden lassen? Wie können wieder Resonanzräume geschaffen werden? Letztlich subsummiert es sich auf die Frage: wie wollen wir miteinander leben und überleben? Mit der Künstlerin und Forscherin Anke Eckardt sprechen wir heute über das Finden von neuen künstlerischen Räumen, aber auch über neue und veränderte Arbeitsbedingungen? Wir beschäftigen uns mit der Frage, ob und warum solidarisches Miteinander unter hoch individualisierten und konkurrierenden Künstler*innen und Ensembles sinnvoll sein könnte? Wir sprechen über Wertschätzung von kreativ schöpferischer Arbeit und wie sich dies in Arbeitsstrukturen und -modellen, Finanzierung und Bezahlung niederschlagen könnte. Wir suchen nach Möglichkeiten und Visionen wie sich die Freie Szene zukunftsfähig, nachhaltig und solidarisch aufstellen kann. Anke Eckardt ist Klang- und Medienkünstlerin, sie lebt in Köln. Nach einer Toningenieursausbildung absolvierte sie ihr Studium an der UdK Berlin bei Sam Auinger, Holger Schulze und Sabine Sanio. Mit Christina Kubisch als Mentorin war sie im Anschluss Stipendiatin der Einsteinstiftung an der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin. Ihre multimedialen Installationen setzt Anke Eckardt mittels Klang, Licht, durch Code gesteuerte kinetische Objekte und Text um, zentral ist die mehrschichtige Auseinandersetzung mit Raum. Ihre Arbeiten werden international präsentiert, u.a. im Goethe-Institut Paris, beim Musikprotokoll in Graz, dem Enlighten Festival in Manchester, beim TodaysArt Festival in Den Haag, im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas in Riga, im MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln und beim CTM Festival Berlin. 2017-2020 hatte Anke Eckardt die Rotationsprofessur Sound an der Kunsthochschule für Medien Köln inne, 2019-2020 war sie außerdem Vertretungsprofessorin für Klangkunst an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Als Externe schreibt Anke derzeit ihre Doktorarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal, betreut von Bazon Brock und Prof. Dr. Heike Sperling, zum Thema "Google und die Förderung der digitalen Kunst und ist zudem seit 2022 im Vorstand von ON-Neue Musik Köln e.V. tätig. WIR: Anke Eckardt: http://ankeeckardt.com, https://blaupause.musik-in-koeln.de Frauke Meyer: https://www.fraukemeyer.art/ Susanne Petridis: https://www.die-marktfrau.com/ Wenn Ihr Feedback, Anmerkungen oder Themenanregungen habt, meldet Euch bei Susanne unter susanne@die-marktfrau.com oder bei Frauke unter post@fraukemeyer.art Die jeweiligen Podcastfolgen werden alle zwei Wochen am Freitag ab 15 Uhr hörbar sein. D.h. die nächste Folge könnt Ihr ah dem 22.04.22 hören.
In diesem C! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, zum Thema: Was bedeutet es, Europäer:in zu sein?Ein Gespräch über Identität
Mit Gutenbergs Erfindung der Buchdruckerkunst beginnt die Entwicklung der Neuzeit. Heute erleben wir das digitale Zeitalter, einen nicht weniger rasanten Umbruch: den Beginn einer neuen Schwellenzeit. Das Zeichen für Menschen, die sich der beschleunigten Zeit anpassen, ist der Delphin. Zugleich brauchen wir Anker. Wir finden sie in der Kunst. In seiner faszinierenden Publikation IN MEDIAS RES entwickelt Dr. Hubert Burda einen Grundriss für den Umgang mit den neuen Öffentlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Der Verleger und Kunsthistoriker fasst gerade die Brüche zwischen Tradition und Neuerung als eine Chance auf für produktive Antworten. Es geht um die Interfaces zwischen Medien und Kunst. Als Eideshelfer dieser 10 KAPITEL ZUM ICONIC TURN begleiten ihn Friedrich Kittler, Horst Bredekamp, Peter Sloterdijk, Bazon Brock und der Kunsthistoriker Hans Belting. Begegnung mit Dr. Hubert Burda. (Auf der DLD) Erstausstrahlung am 13.03.2011
Pop-Prophet, Performance-Philosoph, Denker vom Dienst - das sind nur einige der Beinamen von Bazon Brock, einem der interessantesten Intellektuellen Deutschlands. Seit über 40 Jahren lebt er in Wuppertal. Nicole Strecker hat ihn dort besucht.
heute u.a. Reihe Kulturpolitik-Check (1/6): die Union; Debatte um den "Erinnerungsort deutsche Besatzungsherrschaft in Polen" in Berlin; Nachruf auf den Musiker Lee Scratch Perry; Durch Wuppertal mit Bazon Brock; Serien-Tipp: Clickbait. Moderation: Sebastian Wellendorf.
respektive Peter Weibel | Symposium [28.09.2019] Im Rahmen der Ausstellung »respektive Peter Weibel« fand am Samstag, 28.09.2019 ein international besetztes Symposium zum Werk von Peter Weibel statt. Das Symposium nahm sein künstlerisches Schaffen als Ausgangspunkt, um über zentrale Themenstellungen der Medienkunst und der Institution Museum im medialen Zeitalter zu diskutieren – wie die Mechanismen der Wahrnehmung, die Gesetze des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation, den Skandal der apparativen Künste von den Bild- zu den Biomedien, den museologischen Wandel im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung sowie die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie. Mit unterschiedlichen Beitragsformaten (Vorträgen, Interventionen, poetischen Texten, Video-Clips) präsentieren KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, SchriftstellerInnen, Philosophen und Kulturschaffende in der Auseinandersetzung mit dem Werk und der Persönlichkeit Peter Weibels eine originelle Vielstimmigkeit aus Werkbetrachtungen, persönlichen Gedanken, Erfahrungen, Erinnerungen und Glückwünschen.
In diesem CONVOCO! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, Professor em. für Ästhetik und Kulturvermittlung der Bergischen Universität Wuppertal, zum Thema: Was ist Wissenschaft?
Autor: Köhler, Michael Sendung: Kultur heute Hören bis: 19.01.2038 04:14
Es diskutieren: Prof. em. Dr. Bazon Brock - Ästhetikprofessor, Denkerei Berlin, Dr. Michael Lüders - Islamwissenschaftler und Nahost-Experte, Berlin, Ayca Tolun - Journalistin, Köln, Moderation: Michael Köhler
Corinne M. Flick spricht mit Bazon Brock, Denker im Dienst der Denkerei Berlin und Künstler ohne Werk, Professor em. für Ästhetik und Kulturvermittlung der Bergischen Universität Wuppertal, zum Thema: Wie bedingen sich Distanz und Menschenwürde?
Die politische Ikonografie, die sich inzwischen weltweit bei den antirassistischen Demonstrationen ausdrückt, ist wirkungsvoll. Der Berliner Kulturhistoriker Bazon Brock betont den kollektiven Charakter ihrer Symbolik. Bazon Brock im Gespräch mit Liane von Billerbeck www.deutschlandfunkkultur.de, Interview Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei
Breitband - Medien und digitale Kultur - Deutschlandfunk Kultur
Weniger Umweltverschmutzung, mehr Solidarität und Miteinander: Dass die Welt nach Corona eine bessere sein wird - davon sind viele überzeugt. Unsinn, meint Ästhetik-Professor Bazon Brock. Bisher habe die Menschheit noch aus keiner Katastrophe gelernt. Bazon Brock im Gespräch mit Vera Linß www.deutschlandfunkkultur.de, Breitband Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei
Die Zeit nach Corona - wie wird sie sein? Werden wir aus dem Shutdown unsere Lehren ziehen? Wird es persönlich, im Miteinander, Konsequenzen haben? Ein Gespräch mit dem sehr skeptischen Professor für Kulturvermittlung, Bazon Brock.
Vorurteile nachgedacht Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch Diesmal geht es um das Ineinander von digitaler und analoger Sphäre, dem Segen des Papstes für Stadt und Erdkreis, ohrenbetäubender Stille, der vorurteilsbehafteten Interpretation religiöser Riten, vielen Beispielen konkreter Hilfe in Stadt und Land und der bodenständigen … „Bei Euch (Folge 11 – 28.3.2020)“ weiterlesen
GLOBALE: Tribunal – A Trial Against the Transgressions of the 20th Century | Symposium Fri, June 19 - Sun, June 21, 2015 The GLOBALE begins with a tribunal at which the 20th century will be tried for its transgressions and crimes against humanity, animals, and nature. Indictments will be sought for genocide such as the Holocaust, the exploitation of the Earth, and the extermination of the animal world by humans. With a conference, a panorama-screen installation, and a film program, the tribunal will present a critical review of the 20th century, a “century of extremes” (Eric Hobsbawm, 1994) and declining inhibition. The three-day event takes its cue from Franz Kafka’s novel »The Trial« (1914/1915) and prominent trials of the 20th century. The historical trials that serve as a model for this tribunal are the dadaist trial against Maurice Barrès (1921), the Nuremberg Trials, and the Vietnam War Crimes Tribunal. As the first international tribunals prosecuting war crimes, the Nuremberg Trials are exemplary of legal proceedings to ascertain individual guilt in crimes against humanity. The Vietnam War Crimes Tribunal, also known as the Russell Tribunal, was initiated by Lord Bertrand Russell in 1966, as a private body for investigating and evaluating American war crimes in Vietnam. It later served as the model for investigating violations of international law; for example, for the United Nations International Criminal Tribunal. Our tribunal also reminds us of the legal importance of Karlsruhe – the seat of both the Federal Constitutional Court and the Federal Attorney General of Germany. The presentations will deal with the history of violence and genocide, expulsion and persecution in the 20th century. The speakers are distinguished scholars and artists exploring these themes from historical, legal, philosophical, and artistic perspectives, who will present their latest research findings. Conference languages are English and German. /// Die GLOBALE beginnt mit einem Prolog am 19. Juni 2015 im ZKM: mit einem Prozess gegen die Verfehlungen des 20. Jahrhunderts und seine Verbrechen gegen Mensch, Tier und Natur. Angeklagt werden Völkermorde wie der Holocaust, die Ausbeutung der Erde und die Ausrottung der Tierwelt durch den Menschen. In Form einer Konferenz, einer Panorama-Screen-Installation und eines Filmprogramms liefert das Tribunal eine kritische Bestandsaufnahme des 20. Jahrhunderts. Das Tribunal findet im ZKM an einem geschichtlich belasteten Ort statt. 1915, vor genau 100 Jahren, war Baubeginn des sog. Hallenbaus als architektonisch avancierte Waffen- und Munitionsfabrik. Während des Dritten Reiches mussten Tausende von Zwangsarbeitern hier unmenschlichen Dienst tun. Insofern ist der Hallenbau auch ein Mahnmal der im Tribunal verhandelten Verbrechen. Die dreitägige Veranstaltung wird vom ZKM in Auseinandersetzung mit dem Roman »Der Prozess« (1914/1915) von Franz Kafka sowie historischen Prozessen wie etwa André Bretons dadaistischem Schauprozess gegen Maurice Barrès (1921), den Nürnberger Prozessen oder dem »Vietnam War Crimes Tribunal« inszeniert. Die Nürnberger Prozesse stehen als erster internationaler Prozess gegen die Kriegsverbrechen beispielhaft für die juristische Verhandlung der individuellen Schuld an Vergehen gegen die Menschlichkeit. Das »Vietnam War Crimes Tribunal«, auch unter dem Namen »Russell-Tribunal« bekannt, wurde 1966 von dem Mathematiker, Philosophen und Literaturnobelpreisträger Lord Bertrand Russel als private Nichtregierungsorganisation ins Leben gerufen, um die US-amerikanischen Kriegsverbrechen im Vietnamkrieg zu untersuchen. Später diente es als Modell für die Untersuchung von Völkerrechtsverletzungen, z. B. das UN-Kriegsverbrechertribunal. Das Tribunal erinnert auch an die Bedeutung Karlsruhes als »Residenzstadt des Rechts«, in der sowohl das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof als auch die Bundesanwaltschaft ihren Sitz haben.
Am 15. Januar 2015 hat Bazon Brock einen Vortrag mit dem Titel Tempelgänge, Paraden, Lustmärsche. Kunst ist risikoreiche Arbeit und nicht Glücksspiel. Ein Kampf um Geltung." im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel gehalten. Der Titel des Vortrags geht zurück auf die Besucherschule von Bazon Brock zur documenta 7, 1982. Gefragt wird nach den Einstellungen und Haltungen, mit denen das Publikum einerseits, die Künstler andererseits sinnvoll operieren sollten. Zur Diskussion steht, dass heute in den Kirchen DJs arbeiten und in Museen gebetet wird. Das Verhältnis von Kunst und Kultur muss völlig neu bestimmt werden. Your browser does not support this audio DOWNLOAD MP3
Am 15. Januar 2015 hat Bazon Brock einen Vortrag mit dem Titel Tempelgänge, Paraden, Lustmärsche. Kunst ist risikoreiche Arbeit und nicht Glücksspiel. Ein Kampf um Geltung." im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel gehalten. Der Titel des Vortrags geht zurück auf die Besucherschule von Bazon Brock zur documenta 7, 1982. Gefragt wird nach den Einstellungen und Haltungen, mit denen das Publikum einerseits, die Künstler andererseits sinnvoll operieren sollten. Zur Diskussion steht, dass heute in den Kirchen DJs arbeiten und in Museen gebetet wird. Das Verhältnis von Kunst und Kultur muss völlig neu bestimmt werden. Your browser does not support this audio DOWNLOAD MP3
Am 15. Januar 2015 hat Bazon Brock einen Vortrag mit dem Titel Tempelgänge, Paraden, Lustmärsche. Kunst ist risikoreiche Arbeit und nicht Glücksspiel. Ein Kampf um Geltung." im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel gehalten. Der Titel des Vortrags geht zurück auf die Besucherschule von Bazon Brock zur documenta 7, 1982. Gefragt wird nach den Einstellungen und Haltungen, mit denen das Publikum einerseits, die Künstler andererseits sinnvoll operieren sollten. Zur Diskussion steht, dass heute in den Kirchen DJs arbeiten und in Museen gebetet wird. Das Verhältnis von Kunst und Kultur muss völlig neu bestimmt werden. Your browser does not support this audio DOWNLOAD MP3
The Observation of God. Konstruktionen und Konsequenzen des Monotheismus | Symposium Fr, 16.05.2014 – Sa, 17.05.2014 Das heute übliche Erkenntnisinteresse stellt kulturelle, politische oder psychopolitische Beobachtungen von Religion ins Zentrum der Beobachtung. Entgegen dieser Haltung und in Anlehnung an Niklas Luhmanns »Basteleien am Gottesbegriff« widmen sich die ReferentInnen den beobachtungstheoretischen Dimensionen des Gottesproblems.
Bazon Brock: Audiovisuelles Bekenntnis zur Ausstellung »Beuys Brock Vostell« 24.05.2014 bis 09.11.2014 Bazon Brock führt durch die Ausstellung »Beuys Brock Vostell«. Videodokumentation: ZKM | Institut für Bildmedien Kamera: Moritz Büchner Martina Rotzal Anna-Lena Vogel Christina Zartmann Schnitt: Martina Rotzal Christina Zartmann Musik: Institut for the Merely Decorative
Neuroaesthetics | Symposium Symposium im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, 22.-24. November 2012 In Kooperation und mit Unterstützung der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. All perception is based on the topology of neuronal swarms. The brain is a swarm of that kind: harmonic aesthetic experiences are based upon the isomorphy of neural structures in the brain, that is topological compatibility between communicators and recipients, while an anisomorphy evokes disharmonic interpretations of aesthetic signals. Based upon the topology of a superstructure similar to the brain, it will be attempted to audially depict the chaotic trajectory which is called thinking, and make the harmonics of a thought hearable to the naked eye. The holy harmonies, the music invoked by the mythical muses, present themselves as a mathematical set of signs and are spawned by mechanical vibrations: as melodies. Reto Schölly is a Swiss artist. He studied cybernetics and business administra- tion in Stuttgart and worked initially as an author of technical books, programmer, and project manager. After small projects in painting, street theater, and music he is now preparing a dissertation on the subject of cybernetic reflexivity between humans, technology, art, and mysticism. In 2010, he participated in Bazon Brock’s lecture series “Pythagoras in Delphi” at the German Historical Museum Berlin and at the Karlsruhe University of Arts and Design. His exhibitions include MATGX_BLAU at the Contemporary Art Ruhr, in the Arttower Berlin, an exhibition of 33 matrix graphics at the A+K Freiburg, and “Poetry of Mathematics” at the Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen. He is the author of the book Linuxprogrammierung mit C++, published in 2001 by Data Becker.
Der professionalisierte Bürger | Abschlussveranstaltung 19. Juli 2012 - 18:00, im Foyer des ZKM Mit: Bazon Brock, Peter Sloterdijk, Peter Weibel, Wolfgang Ullrich, Markus Gatzen, Axel Hinrich Murken, Manfred Schlapp, Eveline Goodman-Thau, Viera Janárčeková, Com&Com, die Tango-Mutanten und der Hirsauer Bläser Marc Teuscher Bürger ist, wer nicht vergisst, was sehr wohl zu ändern ist. 320 Karlsruher Bürger trainierten fünf Semester lang an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe ihr bürgerliches Selbstbewusstsein als Patienten, Konsumenten, Wähler, Gläubige und Adressaten der Künste und Wissenschaften. In Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe, der Stadt Karlsruhe, dem Badischen Landesmuseum und der Badischen Landesbibliothek eigneten sich die Bürgerinnen und Bürgern vor Ort die für eine gelingende Zukunft notwendigen Kompetenzen an. Am 19. Juli ab 18.00 Uhr im Foyer des ZKM erhalten die Profi-BürgerInnen hierfür als Diplom ihre "Berufung zu Beauftragten des Volkes für die Bestärkung der Hoffnung, dass Aufklärung dennoch gelingt". Festlich soll auch bestätigt werden, dass die Profi-Bürger von der Dummheit des Königs Midas oder der Investmentbanker geheilt wurden, ihnen möge alles, was sie anfassen, zu Gold werden. Zur Nachahmung der Profi-Bürger-Initiative wird überall aufgerufen. In Stuttgart formieren sich die Meisterbürger, um ab November 2012 eine weitere Bürgerschule zu gründen. In Karlsruhe nehmen die Profi-Bürger das Projekt nun selbst in die Hand. Unsere Zukunft ist wahrscheinlich.
Musealisierung als Zivilisationsstrategie | Symposium Begrüßung zum Symposium »Musealisierung als Zivilisationsstrategie« durch Bazon Brock am 24.11.2010 in der Temporären Kunsthalle, Berlin Drehkoordinatorin der Videoaufzeichnung: Yvonne Mohr
Realisation: Ania Mauruschat / BR 2009 / Länge: 52'20 // Eine Radio-Reise durch die Biografie von Bazon Brock anhand von Stichworten aus seinem Werk. Der Versuch des Portraits eines unfassbaren Mannes, der nach der Erfahrung von Krieg, Totalitarismus, Holocaust, Flucht und Schuld, gegen diesen erfahrenen Abgrund anzusprechen scheint.