Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.

Dirk Sattelmeier ist Rechtsanwalt und Strafverteidiger. Im Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen mit politisch aufgeladenen Verfahren, Corona-Demonstrationen und Meinungsdelikten. Er beschreibt, wie die Corona-Zeit sein eigenes Vertrauen in Teile der Justiz verändert hat und warum er heute insbesondere Strafgerichte, Staatsanwaltschaften und den Umgang mit politischer Gesinnung deutlich kritischer betrachtet. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie gut der deutsche Rechtsstaat den Bürger noch vor staatlicher Macht schützt. Sattelmeier spricht über die Grenzen der Meinungsfreiheit, den Ausschluss von AfD-Kandidaten von Wahlen und ausführlich über das Verfahren rund um Prinz Reuß, in dem er den ehemaligen Polizisten Michael Fritsch verteidigt. Dabei geht es um jahrelange Untersuchungshaft, Verhältnismäßigkeit, die Unschuldsvermutung und die Frage, welche rechtsstaatlichen Prinzipien gerade dann gelten müssen, wenn Angeklagte politisch oder gesellschaftlich stark umstritten sind.

Susanne Wendel beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Sexualität, Partnerschaft und persönlicher Entwicklung. Sie hat mehrere Bücher zu diesen Themen veröffentlicht, Angewandte Sexualwissenschaft studiert und ihre Masterarbeit über „Life Changing Sex“ in Langzeitbeziehungen geschrieben. In ihrer Arbeit begleitet sie unter anderem Paare, die nach vielen gemeinsamen Jahren mit Lustlosigkeit, sexueller Routine oder unterschiedlichen Bedürfnissen konfrontiert sind. Im Gespräch geht es darum, warum Sexualität in langen Beziehungen häufig verloren geht und wie Paare wieder Nähe und Begehren entwickeln können. Susanne spricht über Pornokonsum und dessen Auswirkungen auf die partnerschaftliche Sexualität, Fetisch und BDSM, Sex mit anderen, Lustlosigkeit und die Frage, was passiert, wenn man den eigenen Partner nicht mehr attraktiv findet. Gleichzeitig diskutieren Jasmin und Susanne kontrovers über Consent, sexuelle Gewalt, den heutigen Umgang mit Trauma und die Unterschiede zwischen den Generationen. Zum Schluss geht es um Sexualität im Alter und darum, warum es selbst mit 70, 80 oder 90 Jahren nicht zu spät sein muss, diesen Teil des Lebens neu zu entdecken.

Sascha Matussek ist Steuerberater und war zu Beginn seiner Laufbahn mehrere Jahre beim Finanzamt tätig. Heute berät er Unternehmer, Immobilieninvestoren und vermögende Privatpersonen bei der legalen Steueroptimierung und Vermögensstrukturierung. Im Gespräch erklärt er, welche Gestaltungsmöglichkeiten das deutsche Steuerrecht tatsächlich bietet, warum viele Menschen unnötig hohe Steuern zahlen und weshalb aus seiner Sicht steuerliche Bildung ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Gemeinsam sprechen Jasmin Kosubek und Sascha Matussek über die Arbeit im Finanzamt, legale Steuergestaltung für Unternehmer und Angestellte, die Wegzugsteuer, Vermögensschutz, Immobilien als Instrument der Steueroptimierung sowie die größten Fehler bei der Steuerplanung. Außerdem erklärt er, warum er das deutsche Steuersystem für zu kompliziert hält, welche Reformen er sich wünschen würde und welche einfachen Tipps jeder nutzen kann, um typische Fehler im Umgang mit Steuern zu vermeiden.

Marius Krüger ist Unternehmer, Medienmacher und Mitgründer von Cypher Media. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht er über den Zustand der Demokratie, die Rolle von Medien im politischen Diskurs und die Frage, wie digitale Technologien gesellschaftliche Teilhabe verändern können. Außerdem geht es um seine persönliche Entwicklung, seine Motivation für den Aufbau neuer Medienformate und seinen Blick auf künstliche Intelligenz als Herausforderung und Chance für die öffentliche Debatte. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie Demokratie in einer zunehmend digitalen Gesellschaft funktionieren kann. Marius Krüger erklärt, warum er den öffentlichen Debattenraum für enger hält als noch vor einigen Jahrzehnten, weshalb Medien seiner Ansicht nach stärker über Themenauswahl als über falsche Informationen wirken und welche Verantwortung jeder Einzelne für eine funktionierende Demokratie trägt. Gemeinsam sprechen sie über politische Beteiligung, Medienvertrauen, Propaganda, künstliche Intelligenz und die Möglichkeiten neuer Technologien. Dabei verbindet das Gespräch theoretische Überlegungen mit persönlichen Erfahrungen und endet mit einem optimistischen Blick auf die Fähigkeit der Menschen, sich trotz aller gesellschaftlichen Herausforderungen immer wieder auf bessere Lösungen zuzubewegen.

Horst Lüning ist Unternehmer, Wirtschaftsanalyst und Gründer der Whisky.de GmbH. Seit vielen Jahren kommentiert er wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen aus einer marktwirtschaftlichen Perspektive. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt er, warum er Deutschland an einem wirtschaftlichen Wendepunkt sieht, welche Folgen politische Entscheidungen für Unternehmen und Bürger haben und weshalb er trotz seiner kritischen Analyse weiterhin auf Eigenverantwortung und technologischen Fortschritt setzt. Im Interview sprechen Jasmin Kosubek und Horst Lüning über die wirtschaftliche Lage Deutschlands, Steuern, Staatsverschuldung, Migration, Energiepolitik sowie die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelt und Gesellschaft. Dabei erläutert Lüning, weshalb er zentrale politische und wirtschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahre kritisch bewertet, welche internationalen Zusammenhänge er sieht und warum er Deutschland vor großen strukturellen Herausforderungen sieht. Gleichzeitig beschreibt er, welche Chancen er für Unternehmer und Menschen erkennt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich weiterzuentwickeln und neue Technologien zu nutzen.

Jan Taschlizki ist Immobilienentwickler und Geschäftsführer der TTI Group. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht er über seinen persönlichen Werdegang, den Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer sowie über die Herausforderungen der deutschen Immobilienbranche. Dabei erklärt er, warum sich der Wohnungsbau in Deutschland zunehmend schwieriger gestaltet und welche wirtschaftlichen und politischen Faktoren den Markt aus seiner Sicht prägen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, warum Wohnen immer teurer wird und weshalb der Neubau vielerorts ins Stocken geraten ist. Jan Taschlizki beschreibt die Folgen steigender Baukosten, langwieriger Genehmigungsverfahren und wachsender regulatorischer Hürden. Er erläutert, weshalb Enteignungen seiner Ansicht nach keine Lösung für die Wohnungskrise darstellen, welche Rolle Bürokratie, Artenschutz und politische Entscheidungen spielen und warum aus seiner Sicht mehr gebaut werden muss, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten. Dabei verbindet das Interview persönliche Erfahrungen mit einer grundsätzlichen Debatte über Eigentum, Wirtschaft, Stadtentwicklung und die Zukunft des Wohnens in Deutschland.

Lena arbeitet als Social-Media-Redakteurin bei der JUNGEN FREIHEIT und berichtet täglich über politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Im Gespräch erzählt sie, wie sie sich während der Corona-Pandemie erstmals intensiv mit Politik beschäftigt hat und weshalb sich ihr Blick auf Deutschland seitdem grundlegend verändert hat. Sie spricht über ihren ungewöhnlichen beruflichen Weg vom Jurastudium in den Journalismus, ihre Erfahrungen bei Demonstrationen sowie darüber, wie sich ihre Arbeit auf ihre Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft auswirkt. Im Interview geht es um das persönliche Sicherheitsgefühl, unterschiedliche Erfahrungen in deutschen Städten, Migration, Kriminalitätsstatistiken und politische Gewalt gegen Journalisten. Lena schildert ihre Sicht auf gesellschaftliche Polarisierung, erklärt, warum sie Differenzierung für unverzichtbar hält und weshalb sie auch die Gefahr einer Radikalisierung im eigenen politischen Lager sieht. Außerdem spricht sie über politische Freundschaften über Lagergrenzen hinweg, ihr Verständnis von deutscher Identität sowie ihren Wunsch nach mehr Selbstreflexion und einer sachlicheren Debattenkultur in Deutschland.

Max Mannhart ist Chefredakteur von Apollo News. Im Gespräch analysiert er die Angriffe auf Reporter am Rande der Anti-AfD-Proteste in Erfurt und spricht über politische Gewalt, Pressefreiheit, den Zustand des Rechtsstaats sowie die zunehmende Polarisierung in Deutschland. Außerdem ordnet er die Reaktionen aus Politik und Medien ein und erklärt, warum er das staatliche Gewaltmonopol als entscheidende Grundlage jeder Demokratie betrachtet. Ausgehend von den Übergriffen auf Apollo-News-Journalisten entwickelt sich das Gespräch zu einer grundsätzlichen Debatte über demokratische Prinzipien, die Legitimation politischer Gewalt, die Verwendung des Begriffs „Nazi“, den Umgang mit Extremismus sowie die Verantwortung von Politik und Medien. Zum Schluss geht es um die Zukunft der AfD, mögliche gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, warum Bürgerlichkeit und ein selbstbewusstes Verhältnis zu den eigenen demokratischen Institutionen aus seiner Sicht verloren gegangen sind.

Dr. Michael Nehls ist Molekulargenetiker, Arzt und Alzheimerforscher. Mit Büchern wie Die Alzheimer-Lüge, Das erschöpfte Gehirn, Das indoktrinierte Gehirn und Das Lithium-Komplott beschäftigt er sich seit Jahren mit der Frage, wie Ernährung, Lebensstil und Umwelt die Gesundheit unseres Gehirns beeinflussen. Im Gespräch erklärt er, warum er die geistige Leistungsfähigkeit des Menschen als entscheidenden Faktor für Gesundheit, Freiheit und gesellschaftliche Entwicklung betrachtet und weshalb er überzeugt ist, dass viele neurologische Erkrankungen vermeidbar wären.Im Interview sprechen wir über Schlaf, Regeneration und die Frage, warum unsere geistige Leistungsfähigkeit nach Ansicht von Michael Nehls abnimmt. Es geht um den Zusammenhang zwischen Ernährung, Mikronährstoffen und Gehirngesundheit, den kontrovers diskutierten Stellenwert von Lithium, die Darm-Hirn-Achse sowie die Rolle von Bewegung, Stress und sozialem Leben. Außerdem diskutieren wir den Einfluss von Propaganda auf politische Entscheidungen, die Voraussetzungen einer funktionierenden Demokratie und warum Nehls überzeugt ist, dass gesunde Gehirne die Grundlage für eine freie Gesellschaft sind.

MEHR VON MORITZ / THE NEW MAN

Patrick Reiser ist Unternehmer, Autor und Gründer des Human Elevation Institute. Bekannt wurde er zunächst als Natural Bodybuilder und Fitnessunternehmer, bevor er sich zunehmend mit den Themen Bewusstseinsentwicklung, Psychologie, Philosophie und persönlicher Transformation beschäftigte. In seinem aktuellen Buch „Rich Buddha“ beschreibt er seinen Ansatz zu innerem und äußerem Reichtum sowie seine Sicht auf gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderungen einer zunehmend komplexen Welt. Im Gespräch geht es zunächst um nationale Identität und die Frage, warum Deutschland noch immer mit seiner Vergangenheit ringt. Daraus entwickelt sich eine Diskussion über Bewusstseinsentwicklung, persönliche Identität und die gesellschaftlichen Folgen von Polarisierung, Migration und Künstlicher Intelligenz. Patrick Reiser spricht offen über seine Zeit als Bodybuilder, den Einfluss von Geld auf den eigenen Charakter, Macht, Erfolg und die Suche nach innerer Stabilität. Gemeinsam diskutieren wir außerdem über Elon Musk, psychedelische Erfahrungen, gesellschaftlichen Wandel sowie die Frage, weshalb Optimismus für ihn trotz aller Krisen keine Naivität, sondern eine bewusste Entscheidung ist.

Anna Ritzinger ist Model, Tieraktivistin, Mutter von vier Kindern und Mitglied der Partei Die Linke. Sie lebt auf einem Lebenshof und setzt sich seit Jahren für Tierrechte, Feminismus und gesellschaftliche Gerechtigkeit ein. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht sie über ihre politische Haltung, über Antifaschismus, Geschlechterrollen und darüber, warum sie trotz unterschiedlicher Weltanschauungen den offenen Dialog für wichtig hält. Dabei erzählt sie auch von ihrer Familie, ihrer Rolle als Mutter und den Erfahrungen, die ihren Blick auf Gesellschaft und Zusammenleben geprägt haben.Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die großen Konfliktlinien unserer Zeit: Feminismus, Männlichkeit, Dating, Einsamkeit, Sexualität, Erziehung und die Frage, wie Männer und Frauen heute miteinander umgehen sollten. Anna Ritzinger erklärt, warum sie ihre Söhne und Töchter bewusst unterschiedlich erzieht, weshalb sie Consent-Kultur und „Nur Ja heißt Ja“ für notwendig hält und warum sie glaubt, dass Männer stärker an ihrer emotionalen Entwicklung arbeiten müssen. Gleichzeitig kritisiert sie vereinfachende Feindbilder, den inflationären Gebrauch von Begriffen wie „Nazi“ und einen Feminismus, der Klassenfragen ausblendet. Entstanden ist ein langes, kontroverses und zugleich respektvolles Gespräch zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, die sich nicht gegenseitig überzeugen wollen, sondern versuchen, einander zu verstehen.

Marc Friedrich gehört zu den bekanntesten Finanzexperten Deutschlands und ist siebenfacher Spiegel-Bestsellerautor. Der studierte Betriebswirt erlebte 2001 den argentinischen Staatsbankrott aus nächster Nähe und beschäftigt sich seitdem mit dem Geldsystem, der Wirtschaftsgeschichte und der Vermögenssicherung. In seinem neuesten Buch „Die größte Revolution aller Zeiten: Warum unser Geld stirbt und wie Sie davon profitieren" verbindet er Geldgeschichte, wiederkehrende Zyklen und Bitcoin zu der These, dass unser ungedecktes Papiergeldsystem am Ende ist. Als Gründer der Friedrich Vermögenssicherung GmbH berät er Privatpersonen, Unternehmen und Family Offices, auf YouTube erreicht er mit seinen Analysen ein Millionenpublikum.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um die Frage, auf welchen Daten und Zyklen Friedrich seine düsteren Prognosen aufbaut und warum er nicht von einem plötzlichen Crash, sondern von einem schleichenden Niedergang des Westens spricht. Er erklärt, weshalb er das Schuldgeldsystem für gescheitert hält, warum Gutverdiener und Unternehmen das Land verlassen und wie ein historischer Generationszyklus aus seiner Sicht über die kommenden Jahre entscheidet. Jasmin hält dagegen, konfrontiert ihn mit den offiziellen Wirtschaftsdaten, mit zwölf Jahren ausgebliebener Crash-Prophezeiung und mit dem Vorwurf, seine eigenen Inhalte trügen zur miesen Stimmung im Land bei. Es ist ein Schlagabtausch über Infrastruktur und Bürokratie, über die AfD als Hoffnung und Härtetest für die Demokratie, über eine mögliche Neuwahl noch in diesem Jahr und über die provokante Frage, ob die parlamentarische Demokratie von 1949 überhaupt einen Ewigkeitsanspruch hat.

Nina Maleika ist Sängerin, Musikpädagogin und Aktivistin. 2011 stand sie bei „Rock gegen rechts" gemeinsam mit Udo Lindenberg auf der Bühne. Über zwei Jahrzehnte arbeitete sie als Künstlerin, daneben ist sie weiterhin als Musikpädagogin tätig und absolviert eine Ausbildung zur Gestalttherapeutin. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters wuchs sie bei ihrer Mutter auf und reist seit ihrer Jugend regelmäßig nach Ägypten; in den vergangenen Jahren konvertierte sie zum Islam. Seit 2020 wurde sie zunächst als Kritikerin der Corona-Maßnahmen öffentlich wahrgenommen, später als propalästinensische Aktivistin. In diesem Zusammenhang erlebte sie mehrere Hausdurchsuchungen und wurde wegen Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen und Beleidigung verurteilt. Zuletzt wurde sie per Haftbefehl gesucht. Inzwischen wurde sie freigesprochen. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Nina Maleika über ihre Strafverfahren, ihr Verhältnis zum deutschen Staat, den sie als mindestens totalitär bezeichnet, und über die Frage, ob sie bereit wäre, für ihre Überzeugung ins Gefängnis zu gehen. Sie schildert ihren Weg aus der Coronakritischen Szene, die sie rückblickend als Sekte beschreibt, und erklärt, warum sie sich von vielen ihrer früheren Mitstreiter distanziert hat. Weitere Themen sind die Finanzierung ihres Aktivismus, ihre nach eigener Aussage diagnostizierte Impulskontrollstörung, ihre Konversion zum Islam sowie ihre Sicht auf Migration, demografischen Wandel und Sicherheit in Deutschland. Ein Gespräch über Überzeugung, Radikalität und die Grenzen der Meinungsfreiheit.

Wolfgang Wodarg ist Arzt, Gesundheitswissenschaftler und einer der bekanntesten Kritiker der offiziellen Corona-Politik. Er arbeitete als Hafenarzt in Hamburg, wo er früh mit Tropenmedizin in Berührung kam, und leitete später das Gesundheitsamt im schleswig-holsteinischen Flensburg. Fünfzehn Jahre saß er für die SPD im Bundestag, war Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und Mitglied der Enquetekommission Ethik und Recht der modernen Medizin, wo er an den Grundlagen des Gendiagnostikgesetzes mitarbeitete. In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates brachte er 2009 die Untersuchung der Schweinegrippe ins Rollen und prägte dafür den Begriff der Fake Pandemic, deren offizieller Bericht später Interessenkonflikte und Geldverschwendung feststellte. Spätestens seit 2020 ist Wodarg einer breiten Öffentlichkeit als unbequeme Stimme bekannt, der die einen als Aufklärer und die anderen als Schwurbler sehen. Aktuell ist er mit seinem Vortrag Die Welt ist krank. Wie kann man da gesund sein? unterwegs.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es weit über Corona hinaus um eine grundsätzliche Frage: Wem kann man im Gesundheitssystem überhaupt noch trauen, wenn Angst zum Herrschaftsinstrument wird und am Kranksein verdient wird? Wodarg schildert seinen Weg vom angesehenen Amtsarzt zum politischen Außenseiter, erzählt von der Schweinegrippe und ihren Parallelen zu heute und erklärt, warum er die WHO für eine Agentur zur Vorbereitung von Insidergeschäften hält. Er spricht über PCR-Tests und Übersterblichkeit, über die Umbenennung von Gentherapie in Impfung und darüber, warum er seine Kinder heute nicht mehr impfen würde, obwohl er einst selbst Impfkampagnen organisierte. Jasmin hält dagegen, fragt nach seinem eigenen blinden Fleck und ob seine Thesen vor Gericht standhielten, und stößt dabei auch auf einen Punkt, an dem Wodarg einen früheren Irrtum einräumt. Am Ende wird es persönlich, wenn er erzählt, was ihn die letzten sechs Jahre gekostet haben und warum es sich für ihn trotzdem befreiend anfühlt, die eigene Meinung auszusprechen.

Dr. Daniele Ganser ist ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, Jahrgang 1972, der seit zwei Jahrzehnten zu den meistdiskutierten Stimmen im deutschsprachigen Raum gehört. Seine Doktorarbeit über verdeckte Kriegsführung und inszenierten Terrorismus schloss er rund um die Jahrtausendwende ab, später forschte er als Senior Researcher an der ETH Zürich und unterrichtete als Dozent an der Universität Zürich. 2006 veröffentlichte er als Erster im Schweizer Mainstream einen Artikel über den Einsturz von World Trade Center 7, was ihm bis heute das Etikett des Verschwörungstheoretikers einbrachte. In der Folge verlor er seine universitäre Anstellung, was man aus heutiger Sicht wohl als frühen Fall von Cancel Culture bezeichnen würde. Heute leitet er ein eigenes Forschungsinstitut für Frieden und Energie, ist Autor mehrerer Bestseller, darunter sein Buch über das Imperium USA, und füllt mit seinen Vorträgen über Krieg, Frieden und Geopolitik regelmäßig große Säle. Er versteht sich als Pazifist, kritisiert den amerikanischen Imperialismus und die NATO und plädiert in jedem Konflikt für Deeskalation und die Orientierung am Völkerrecht.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek blickt Ganser auf 20 Jahre Diffamierung zurück und erklärt, wie er gelernt hat, im Shitstorm seinen inneren Frieden zu wahren. Wir sprechen über seine Thesen zu WTC7 und Nord Stream, über die Frage, warum Macht aus seiner Sicht jeden Menschen verändert, der über Leben und Tod entscheidet, und über die völkerrechtliche Einordnung der Kriege im Iran und in der Ukraine. Es geht um Angst als Herrschaftsinstrument, um den Preis, den abweichende Meinungen kosten können, und um einen echten Disput zwischen uns beiden: Ist der Meinungskorridor heute enger geworden oder freier? Am Ende landet das Gespräch bei einer überraschend hellen These, denn Ganser ist überzeugt, dass wir mitten in einer Informationsrevolution leben, dass die Zahl der kritischen Menschen wächst und dass er selbst, allem Gegenwind zum Trotz, heute sehr glücklich ist.

Leila Bust ist Heilpraktikerin, systemische Paar- und Familientherapeutin, Sexualtherapeutin und Tantra-Lehrerin. Seit 1995, also seit über drei Jahrzehnten, arbeitet sie mit Frauen in Seminaren und Therapieräumen und öffnete damit Räume für weibliche Selbsterfahrung, lange bevor das Thema Weiblichkeit in den Mainstream-Diskurs zurückkehrte. Gemeinsam mit dem Männlichkeits-Experten Björn Leimbach hat sie ein Institut gegründet, das Männer und Frauen getrennt wie auch als Paare in ihrer Polarität ausbildet. Ihre Arbeit verbindet systemische Therapie mit der Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich und Alexander Lowen sowie mit der indisch-asiatischen Energielehre. In ihrem Buch „Weiblichkeit Leben. Die Hinwendung zum Femininen" formuliert sie eine neue Weiblichkeit jenseits von Tradwife-Romantik und feministischer Gleichmacherei. Bust lebt heute überwiegend in einer Dorfgemeinschaft im Nordosten Brasiliens.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Leila Bust, warum sie die Gleichmacherei zwischen Mann und Frau für eine der größten Beziehungslügen der Gegenwart hält und warum Frauen heute schwerer in Beziehungen finden als noch vor dreißig Jahren. Bust spricht über die Folgen fehlender Väter, über kollektive sexuelle Wunden und über eine Dynamik, die sie aus jahrzehntelanger Praxis kennt: Frauen, die ihre Männer aus Kontrollbedürfnis schwach machen und dann den Respekt vor ihnen verlieren. Wir diskutieren Bodycount, Hingabe und Unterordnung, christliche Geschlechterbilder ebenso wie die Welt der Manosphere und den feministischen Ruf nach „Decenter the Man". Bust nimmt dabei eine seltene dritte Position ein, jenseits von Tradwife und Genderdebatte, und benennt klar, was viele Frauen heute spüren, aber kaum aussprechen.

Markus Haintz ist Rechtsanwalt und Volljurist, ursprünglich spezialisiert auf Baurecht und Architektenrecht, heute aktiv im Medien- und Äußerungsrecht. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er ab 2020 als juristische Stimme der Querdenken-Bewegung bekannt. Mit seiner Kanzlei führt er nach eigenen Angaben über 1.100 laufende politische Verfahren und vertritt unter anderem Mandanten wie Flavio von Witzleben. Haintz ist dabei nicht nur Anwalt, sondern selbst betroffen: gekündigte Bankkonten, ein nicht verlängerter Lehrauftrag, eine Hausdurchsuchung und nach eigenen Angaben rund 20 bis 30 Strafverfahren gegen ihn in den letzten Jahren.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um die zentrale Frage, wie politische Verfolgung in Deutschland heute tatsächlich aussieht. Haintz beschreibt das Land nicht als totalitären Staat, aber auch nicht mehr als funktionierende Demokratie, sondern als Postdemokratie. Oppositionelle würden weniger durch direkte Repression mundtot gemacht als durch wirtschaftlichen Druck: gekündigte Konten, verlorene Aufträge, Strafanzeigen-Wellen und Hausdurchsuchungen, die selbst zur Strafe werden. Es geht um die Doppelmoral der Justiz bei Volksverhetzung und NS-Symbolik, das Geschäftsmodell hinter den Strack-Zimmermann-Anzeigen, die Verfolgung von Ärzten wegen Maskenattesten und die These, dass im deutschen Strafrecht vor allem der Recht bekommt, der es sich leisten kann. Am Ende steht ein vorsichtig optimistischer Ausblick auf eine kritische Öffentlichkeit, ein lernendes System und die Aufforderung, den Mund weiter aufzumachen.

Dieter Stein ist Gründer und Herausgeber der Jungen Freiheit, der ältesten konservativen Wochenzeitung Deutschlands. 1986 gab er die erste Ausgabe als 19-Jähriger aus seinem Kinderzimmer heraus, heute begleitet er den deutschen Konservatismus seit fast 40 Jahren publizistisch. Die Junge Freiheit stand selbst zehn Jahre lang unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, bis das Bundesverfassungsgericht 2005 zugunsten der Zeitung entschied. Stein hat sich publizistisch von Götz Kubitschek und der von ihm geprägten „Neuen Rechten" distanziert und Björn Höcke 2019 in einem viel beachteten Artikel als „ideologisches Irrlicht" bezeichnet. Den Begriff „Neue Rechte" lehnt er ab und hat ein Buch dagegen geschrieben. Sein politisches Selbstverständnis bezeichnet er als liberal-konservativ. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und stammt aus einer politisch heterogenen Familie – seine Schwester Monika Stein trat zuletzt als von Grünen und Linken getragene Oberbürgermeisterkandidatin in Freiburg an.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Dieter Stein offen über die inneren Spannungen des konservativen Lagers, über die Frage, wo die Grenze nach rechts verläuft und warum er Björn Höcke für ein „ideologisches Irrlicht" hält. Es geht um die Bruchlinien innerhalb der AfD, den Umgang mit Russland und der Ukraine, um Nord Stream, deutsche Souveränität und die Frage, was es eigentlich bedeutet, ein normales Land zu sein. Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Thema Wehrhaftigkeit. Stein vertritt eine Position, die mit dem Pazifismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft bricht, und stellt sich der Konsequenz seiner eigenen Argumentation, auch in einem persönlichen Moment, der für viele Zuschauer schwer erträglich sein wird. Ein Gespräch über vier Jahrzehnte rechts der Mitte, über Familie, Identität und die Frage, was Konservative heute eigentlich noch zusammenhält.

Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches „Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld. Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber, warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den „Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran, den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert, und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit, sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit. Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.

Prof. Dr. Max Otte ist Ökonom, Fondsmanager und ein bekannter Wirtschaftspublizist im deutschsprachigen Raum. Mit 14 Büchern, darunter sechs Spiegel-Bestseller, hat er Generationen von Anlegern geprägt – von seiner Frühwarnung vor der Finanzkrise 2006 bis zu seinen aktuellen Analysen zur deutschen Wirtschaftslage. Otte ist außerdem Gründer des Investmentfonds „Privatinvestor Privatfonds". Sein neues Buch „Rettet unser Bargeld" erscheint Ende Mai und verbindet harte ökonomische Analyse mit konkreten Ratschlägen für die Mittelschicht. Nach dem Rauswurf aus seinem langjährigen Verlag veröffentlicht er heute unabhängig – und spricht entsprechend offen über das, was er sieht.Im zweiten Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es ums Eingemachte: Iran, Öl, Energiepreise und die Frage, was das alles für den deutschen Normalverbraucher bedeutet. Otte rechnet schonungslos ab – mit Trump, den er dreimal gewählt hat und der ihn enttäuschte, mit Friedrich Merz, dem er nie getraut hat, und mit einer Wirtschaftspolitik, die er als „ökonomischen Suizid" bezeichnet. Er erklärt, warum die deutsche Mittelschicht ausgeblutet wird, warum er als Millionär die Vermögenssteuer befürwortet und was er einem jungen Menschen mit 10.000 Euro Ersparnissen heute konkret raten würde. Ein Gespräch über Prepping, Souveränität, Cancel Culture und die Frage, was der Einzelne noch tun kann, wenn die alten Systeme nicht mehr tragen.

Ole Nymoen ist Podcaster, Buchautor und dezidierter Kriegsdienstverweigerer. Bekannt wurde er im Juni 2024 mit einem Leitartikel unter dem Titel „Für Deutschland kämpfen? Never", der eine breite öffentliche Debatte auslöste. Seitdem zieht er durch die großen deutschen Talkshows – Markus Lanz, Hart aber fair, Sarah Bosetti – und sorgt dort regelmäßig für Entsetzen, wenn er seine Haltung unverändert vertritt: lieber besetzt als tot. Er betreibt einen Podcast, von dessen Erlösen er lebt, und sieht diese finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung dafür, unbequeme Meinungen überhaupt öffentlich vertreten zu können. Bis vor Kurzem war er Mitglied der Linkspartei. Er ist formal nicht ausgetreten, sondern schlicht durch Nichtzahlen der Beiträge. Ihm war die Parteiposition zum Nahostkonflikt zu wenig klar. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Nymoen eine konsequent materialistische Begründung seiner Kriegsdienstverweigerung: Ein Staat, der seine Wirtschaft darauf ausrichtet, Vermögende reicher zu machen, verdient keine Loyalität seiner Bürger. Wir sprechen über die Grünen als Kriegstreiber, über den instrumentalisierten Hitler-Vergleich in deutschen Talkshows und über die Frage, ob Arbeitsstolz eine Form von Autoritätshörigkeit ist. Dazu kommt ein bemerkenswertes Eingeständnis: Nymoen gibt zu, während der Corona-Zeit dem Staat geglaubt zu haben. “Das war falsch”, gibt er zu. Ein Gespräch, das polarisiert, weil es keine einfachen Lager kennt.

Fabian Kowallik begann als Ernährungsinfluencer auf Social Media. Sein Credo: Fleisch, Tierprodukte, kurzum Gottesnahrung. Und eine radikale Ablehnung von Protein-Shakes, Samenölen und industrieller Ernährung. Heute beschreibt er sich selbst anders: als Aufklärer. Mit einem abgebrochenen Medizinstudium, einem Bachelor of Science im Hintergrund und der Erfahrung, wie sein Vater durch eine falsche medizinische Behandlung früh starb, entwickelte er eine Weltanschauung, die Intuition über Studien stellt und Institutionen grundsätzlich misstraut. Auf seinen deutschen und englischen Social Media Kanälen erreicht er zusammen über 1,5 Millionen Menschen. Sein Buch „Die Ernährungslüge" wurde ein Bestseller. Sein neues Buch „Die Krankheitslüge" ist gerade erschienen. Er lebt auf Zypern.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Kowallik etwas offen, das die wenigsten Influencer je zugeben: Er erklärt seine eigene Methode. Wer sagt, was viele denken aber keiner sagen darf, bekommt Liebe und Hass und Reichweite. Wir sprechen über Chemtrails und warum er daran glaubt, ohne Evidenz dafür zu haben, über seinen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Ernährungsinfluencer Christian Wolf, über Geschlechterrollen, Erziehung und seine These, dass Männer schuld sind, wenn Beziehungen scheitern.

Maximilian Pütz, geboren 1978 in Hamburg, ist Deutschlands bekanntester Verführungscoach und Mitbegründer der deutschen Pick-up-Szene. Nach einer Ausbildung zum Erzieher und einem Schauspielstudium gründete er 2006 sein erstes Coaching-Unternehmen, das heute unter dem Namen Casanova Coaching firmiert. Zusammen mit dem Geschlechterforscher Arne Hoffmann veröffentlichte er drei Bücher im Heyne Verlag, darunter den Bestseller „Der perfekte Eroberer". In über 20 Jahren hat Pütz nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Männer persönlich begleitet. Von schüchternen Anfängern bis zu gestandenen Unternehmern. Er war früher Gast bei Markus Lanz, Hart aber fair und Maybrit Illner, wo er regelmäßig für kontroverse Debatten sorgte. Pütz bezeichnet sich selbst als Verführungscoach, Männerrechtler und Feminismus-Kritiker. Er lebt seit 16 Jahren in einer festen Beziehung.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek zeigt sich ein Mann, der auch differnezieren kann, was sein Online-Image nicht vermuten lässt. Pütz spricht offen über seine vaterlose Jugend, die Ablehnung seiner eigenen Männlichkeit und den therapeutischen Weg zurück zu einem versöhnten Verhältnis mit beiden Elternteilen. Dann wird es konfrontativ: Jasmin legt ihm seine umstrittensten Aussagen vor: „Nein heißt nicht immer Nein" bis „Frauen sind das Chaos". Es entsteht eine intensive Debatte über Consent, Patriarchat und die Frage, ob Frauen historisch wirklich systematisch unterdrückt wurden. Die beiden diskutieren über den modernen Dating-Markt, den Unterschied zwischen Red-Pill-Rhetorik und gelebter Realität, und warum erfolgreiche Frauen oft die größten Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben. Ein Gespräch, das Vorurteile auf beiden Seiten herausfordert.

Oliver Heuler ist Golflehrer, Autodidakt, Philosoph und Buchautor. Seit 38 Jahren unterrichtet er Golf. Eine Sportart, die er mit 16 Jahren für sich entdeckte und die ihn bis heute nicht losgelassen hat. Nebenbei hat er rund 30 weitere Sportarten erlernt, darunter olympisches Gewichtheben, das er mit 45 Jahren begann, und Backgammon, in dem er den Titel des internationalen Meisters trägt. Aus seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Psychologie, östlicher Philosophie und dem Werk von Ken Wilber und Marshall Rosenberg entwickelte er seinen eigenen Ansatz: den Empathiekompass. Ein Navigationssystem jenseits moralischer Normen, das er in seinen Büchern „Vom Sollen zum Sein" und dem Roman „Jenseits der Moral" beschreibt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Heuler offen, warum er Moral nicht für ein Fundament des Zusammenlebens hält, sondern für eine der gefährlichsten Erfindungen der Menschheit — weil sie Menschen von echter Empathie entbindet und Gewalt moralisch rechtfertigt. Wir sprechen darüber, warum er seinen Sohn nie erzogen hat, wie er vom überzeugten Ökosozialist zum Libertären wurde, was der Sozialstaat mit Waffengewalt zu tun hat und warum er den freien Willen für eine Illusion hält und das Leben seitdem deutlich angenehmer findet.

Amir Reichart hat viele Jahre als Regisseur und Cutter gearbeitet, und ist heute Coach für leistungsorientierte Männer. Er kommt aus dem Medienbereich und arbeitete über zwölf Jahre an einem eigenen Science-Fiction-Film. Ein Projekt, das ihn tief in die Frage führte, was Erfolg wirklich bedeutet und was er kostet. Heute begleitet er Männer dabei, die emotionalen Muster hinter ihrer Leistungsorientierung zu verstehen. Sein erstes Buch „Der Hollywood Mönch" erscheint Mitte des Jahres.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um eine Frage, die viele Männer kennen, aber selten so benennen: Warum reicht es nie – egal was man tut? Amir Reichart erklärt, warum erfolgreiche Männer in Beziehungen oft genau deshalb scheitern, weil sie das, was sie beruflich stark macht, auch dort anwenden. Wir sprechen über die versteckte Bedürftigkeit hinter der Leistung, über Verletzlichkeit und die Angst, dafür bestraft zu werden, über den Unterschied zwischen Effizienz und Präsenz – und darüber, was es wirklich braucht, damit ein Mann nicht nur funktioniert, sondern wirklich da ist.

Caro, bekannt auf Social Media als Carofragt, ist Sozialarbeiterin und Influencerin, die seit letztem Jahr für die Junge Freiheit als Kommentatorin auf Social Media arbeitet. Die 27-jährige Deutsch-Brasilianerin hat selbst drei Jahre in Kinder- und Jugendheimen verbracht – als Elfjährige, infolge eines erbitterten Rosenkriegs ihrer Eltern. Aus dieser Erfahrung heraus studierte sie Soziale Arbeit und spezialisierte sich auf das sogenannte Hochrisikoklientel: Kinder und Jugendliche, die aus jeder Einrichtung herausfallen und von System zu System weitergereicht werden. Mehrere Träger, mehrere Kündigungen, eine Haltung: Sie spricht aus, was Kollegen nur im Flüsterton sagen. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Caro erstmals ausführlich von ihrer eigenen Heimzeit. Sie berichtet außerdem von ihrer Erfahrung als Sozialarbeiterin. Der erste Fall: ein 9-jähriger Junge, der acht Einrichtungen gesehen hat und monatelang nicht zur Schule ging, während der Träger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat abrechnete. Der zweite Fall: ein 12-jähriger albanischer Junge, dessen Betreuung am Ende 100.000 Euro monatlich kostete und mit einem Messerangriff endete, weil niemand auf Caros Warnungen hörte. Ihr Vorwurf ist präzise: Das Jugendhilfesystem setzt strukturelle Anreize, Kinder im System zu halten statt sie herauszulösen; die wichtigste Ebene und zwar die der Beziehung wird dabei nicht berücksichtigt.

Matthias A. Narr, besser bekannt als „Biased Skeptic", betreibt seit 2021 einen YouTube-Kanäle an der Schnittstelle von Philosophie und Gesellschaftskritik. Der studierte Sprach- und Literaturwissenschaftler, Marketingexperte und Gründer der Kommunikationsagentur we communicaid GmbH hat sich mit seinem Kanal inzwischen über 40.000 Abonnenten einen Namen gemacht, indem er politische und gesellschaftliche Debatten auf logische Fehler, rhetorische Strategien und kognitive Verzerrungen untersucht. Aktuell macht er den Master in Philosophie im europäischen Kontext an der Fernuniversität Hagen. Sein 2024 erschienenes Buch „Dialog statt Dogma – Wie wir gesellschaftliche Konflikte lösen, ohne zu spalten" fasst seinen Ansatz zusammen. Narr ist Mitglied der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), bezeichnet sich selbst als agnostischen Atheisten mit naturalistischem Weltbild – und setzt sich trotzdem bewusst an Tische, an denen ganz anders gedacht wird.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek nimmt Narr die häufigsten Denkfehler auseinander, die unsere Diskussionen vergiften: vom Bestätigungsfehler über den Strohmann bis zur Nazikeule. Dabei bleibt er nicht in der Theorie, sondern wendet die Werkzeuge live an – auf Migrationsdebatte, Kriminalstatistiken und die Frage, warum Linke und Rechte bei Zahlen mit zweierlei Maß messen. In der zweiten Hälfte wird es persönlich: Anhand von Aristoteles' drei Phasen – Emotion, Anwalt, Richter – zeigen beide, wie produktive Gespräche gelingen können, und stellen sich der Frage, die seit Corona in vielen Familien unbeantwortet geblieben ist: Warum war ich mir so sicher – und du nicht? Ein Gespräch über die Kunst des Zuhörens, die Grenzen der Logik und die Hoffnung, dass Dialog noch möglich ist.

Mischa Janiec, geboren 1991 in der Schweiz, wurde als einer der bekanntesten Fitness-Influencer im deutschsprachigen Raum bekannt. Als Natural Bodybuilder gewann er 2016 den Gesamtsieg bei der WNBF, war Teil der Netflix-Dokumentation „The Game Changers" von James Cameron und baute mit „ChainlessLIFE" eine internationale Community rund um Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung auf. Seit seinem Rückzug aus dem Wettkampfsport lebt Janiec als digitaler Nomade zwischen Berlin, Thailand und Südafrika. In seinem neuen Buch „Chainless Love – Die Befreiung der Liebe" wendet er seinen radikalen Ehrlichkeitsanspruch auf Beziehungen und Sexualität an – und legt dabei seine eigene Geschichte schonungslos offen.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Mischa Janiec über die Kluft zwischen dem, was Männer öffentlich über Liebe sagen und dem, was sie privat wirklich denken. Er erzählt, warum er es nicht geschafft hat, treu zu sein, wie Scham Beziehungen zerstört und warum die Idee von Besitz in der Liebe zwangsläufig zu Leid führt. Jasmin konfrontiert ihn mit der Selbstbezogenheit seines Ansatzes, hinterfragt die bequeme Konstruktion seiner offenen Beziehung und stellt die Frage, ob es nicht Dinge gibt, die größer sind als das eigene Wollen.

Maike Gosch ist Kommunikationsstrategin, Autorin und ehemalige Rechtsanwältin für Medienrecht. Nach ihrem Jurastudium in Hamburg und einem Referendariat mit Stationen in Brüssel und der Deutschen Botschaft in der Slowakei arbeitete sie zunächst als Anwältin, dann als Drehbuchautorin und Dramaturgin – unter anderem für Stoffentwicklungen bei Studio Hamburg und Colonia Media. 2012 gründete sie die Kommunikationsberatung story4good und wurde zu einer gefragten Storytelling-Expertin für NGOs, Stiftungen und Parteien. Zu ihren Kunden zählten unter anderem Brot für die Welt, die Grünen auf Landes- und Bundesebene, die Friedrich-Ebert-Stiftung, WWF Deutschland und Reporter ohne Grenzen. Heute schreibt sie als Journalistin für die NachDenkSeiten.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Maike Gosch, wie sie als überzeugte „Storytellerin für das Gute" NGOs beibrachte, mit Emotionen, Empathie und dramaturgischen Techniken Menschen zu überzeugen – und wann sie begann, an diesem System zu zweifeln. Sie beschreibt, wie sich seit 2016 eine Verschmelzung von Staat und Zivilgesellschaft vollzog, wie amerikanische Gelder nach Berlin flossen, und warum sie die Arroganz der Anti-Desinformations-Szene heute mehr beunruhigt als die Narrative, die sie einst selbst mitgebaut hat. Gosch spricht über die Transformation der Grünen von der Friedens- zur Kriegspartei, über Corona als Spaltungsmoment und über ihre Trauer darüber, wie politische Kultur in Deutschland zerfällt – erzählt von einer Frau, die das Innenleben dieses Systems aus erster Hand kennt.

B-Lash, bürgerlich Yousefali Bidarian Nejad, wurde 1982 im iranischen Qazvin geboren und wuchs in Berlin-Kreuzberg auf. Als Sohn eines iranischen Musikers begann er um das Jahr 2000 als DJ und Produzent in der Berliner Hip-Hop-Szene, arbeitete mit Rappern aus dem Bassboxxx-Umfeld zusammen und veröffentlichte insgesamt 16 Alben – nach eigener Aussage ohne je Geld damit verdient zu haben. Gemeinsam mit MC Bogy betreibt er seit 2019 den Podcast „100% Realtalk", in dem Hip-Hop-Kultur auf gesellschaftspolitische Themen trifft. Während der Corona-Zeit geriet B-Lash durch Gäste wie Ken Jebsen und Attila Hildmann ins Fadenkreuz von Medien und Szene: Er wurde als Verschwörungstheoretiker, Corona-Leugner und Antisemit bezeichnet – letzteres wehrte er per Gerichtsbeschluss ab. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Machtstrukturen, Geheimdienstoperationen und dem, was er selbst „historische Verschwörungsanalyse" nennt.Im Gespräch entfaltet B-Lash seine Sicht auf die Epstein-Akten, die aktuelle Rehabilitation von Xavier Naidoo und die Frage, ob die sogenannten Verschwörungstheoretiker am Ende Recht behalten haben. Er zieht Parallelen zwischen dem Epstein-Netzwerk und dem Franklin-Skandal der 80er Jahre, spricht über Erpressungsstrukturen in Politik und Geheimdiensten und vertritt die These, dass die Veröffentlichung der Epstein-Files Teil eines geplanten Systemwechsels sein könnte. Dabei geht es auch um Pizzagate, Hollywood, rituellen Missbrauch und die Rolle von Figuren wie Jean-Luc Brunel und Virginia Giuffre. Jasmin hakt nach, wo die Grenze zwischen fundierter Analyse und Confirmation Bias verläuft.

Joana Cotar, geboren 1973 im rumänischen Pitești, floh als Kind mit ihrer Familie vor dem Ceaușescu-Regime nach Deutschland. Nach einem Studium der Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Mannheim arbeitete sie in der Finanzbranche und im IT-Projektmanagement der Deutschen Börse Group. 2013 trat sie der AfD bei, 2017 zog sie über die hessische Landesliste in den Bundestag ein, wo sie als digitalpolitische Sprecherin und Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda tätig war. Nach innerparteilichen Konflikten verließ sie 2022 die AfD-Fraktion und war bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 fraktionslose Abgeordnete. Sie gründete die Initiative „Bitcoin im Bundestag" und engagiert sich heute für das Milei-Institut und die Partei Team Freiheit. In ihrem Buch „Inside Bundestag: Wie ich in acht Jahren im Zentrum der Macht das Vertrauen in unsere Demokratie verlor" legt sie einen schonungslosen Insiderbericht über das parlamentarische System vor.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek öffnet Cotar die Bücher – im wörtlichen Sinne. Sie legt offen, was ein Abgeordneter den Steuerzahler kostet, wie Dienstreisen zum bezahlten Urlaub werden und warum eine CDU-Abgeordnete kurz vor Jahresende per Email zum großen Einkaufen aufrief. Doch das Interview geht weit über Anekdoten hinaus: Cotar analysiert, wie das System jeden Idealisten absorbiert – auch die AfD-Abgeordneten, die einst antraten, um aufzuräumen. Sie spricht über persönliches Mobbing aus der eigenen Fraktion, über den Moment, als sie merkte, was die Macht mit ihr selbst machte, und über ihre Entscheidung, auf eine dritte Legislaturperiode zu verzichten. Im letzten Drittel stellt Jasmin kritische Fragen zur Rolle von Cotars Bruder Alexander Tamas, einem Milliardär und Großinvestor bei der Twitter-Übernahme, und zur Frage, wem die „Free Speech"-Agenda wirklich nützt.

Julian Reichelt, geboren 1980 in Hamburg, ist einer der polarisierendsten Journalisten Deutschlands. Aufgewachsen in einem Journalistenhaushalt und mit dem Wunsch irgendwann mal Bild-Chefredakteur zu werden, absolvierte er die Axel-Springer-Akademie und machte sich zunächst als Kriegsreporter einen Namen, unter anderem in Afghanistan, dem Irak, Sudan und Syrien. 2014 übernahm er die Leitung von Bild.de, 2017 wurde er als Nachfolger von Kai Diekmann Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen. Im Oktober 2021 wurde er von Axel Springer abberufen – ein Bruch, der bis heute unterschiedlich gedeutet wird. Seit 2022 betreibt Reichelt den YouTube-Kanal „Achtung, Reichelt!", seit 2023 ist er Chefredakteur und geschäftsführender Direktor von Nius, einem der reichweitenstärksten "alternativen" Nachrichtenportale im deutschsprachigen Raum. Sein Selbstverständnis: furchtloser Journalismus gegen Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch – seine Kritiker sehen darin rechtspopulistische Meinungsmache.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Reichelt über die Epstein-Akten und den drohenden Vertrauenskollaps gegenüber den globalen Eliten, über seine Zeit als Bild-Chefredakteur und die Mechanismen von Macht und Nähe zwischen Medien und Politik. Er schildert, wie eine schriftliche Anweisung von Friede Springer ihn während der Pandemie erreichte, warum er die Corona-Zeit als „Blick in die Mechanismen des Totalitarismus" beschreibt und weshalb er seine eigene Impfempfehlung heute als Fehler bezeichnet. Ein intensives Interview über Vertrauen, Fehler und die Frage, ob der Journalismus Deutschland verraten hat.

Wolfgang M. Schmitt ist Kulturkritiker, Buchautor und Podcaster. Mit seinem YouTube-Kanal und dem Podcast „Die neuen Zwanziger" erreicht er ein breites Publikum, das sich für Filmkritik, Gesellschaftsanalyse und politische Ökonomie interessiert. Schmitt bezeichnet sich selbst als marxistisch links, betont aber die Notwendigkeit von Methodenpluralität – neben Marx bezieht er sich auf Keynes und andere ökonomische Denker. Ursprünglich wollte er eine Dissertation über Ernst Jünger schreiben, entschied sich dann aber für den Weg in die Öffentlichkeit. Sein Markenzeichen: der Anzug, den er als bewusste ästhetische Entscheidung trägt – nicht als politisches Statement.Er verteidigt Meinungsfreiheit, kritisiert die Staatsverliebtheit der Linken während Corona und räumt ein, dass seine Seite bei der Aufarbeitung der Pandemie versagt hat. Zugleich argumentiert er, dass Migration ein „Scheinproblem" sei – die eigentlichen Ursachen für gesellschaftliche Spannungen seien ökonomisch: Niedriglöhne, fehlende Integration durch fehlende Ressourcen, eine Steuerpolitik, die Arbeitende belastet und Vermögende schont.

Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im Bildungs-ausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung, Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um Deutschlands Schulen gemacht.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. Dabei wird er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.

Götz Kubitschek ist Verleger, Publizist und eine der einflussreichsten Figuren der Neuen Rechten in Deutschland. Mit seinem Antaios Verlag in Schnellroda, Sachsen-Anhalt, hat er Autoren wie Martin Sellner, Ellen Kositza und Armin Mohler verlegt und gilt als intellektueller Vordenker einer Bewegung, die weit über die AfD hinausreicht. Der ehemalige Bundeswehroffizier und Vater von sieben Kindern wird vom Verfassungsschutz beobachtet, sein Verlag ist als „gesichert rechtsextrem" eingestuft. Bernd Lucke nannte ihn einst einen der „wichtigsten Strippenzieher" der Partei, Björn Höcke zählt seit über 20 Jahren zu seinen engsten Gesprächspartnern. 2017 führte ich mein erstes Interview mit ihm – damals war der Ton in den Medien noch ein anderer.Im Gespräch sprechen wir über den Wandel im Journalismus, über Handgreiflichkeiten mit Fotografen und die Frage, ob seine Haut nach 20 Jahren im Fadenkreuz dicker geworden ist. Kubitschek erklärt, warum er keinen Döner isst, was ihn mit Höcke verbindet und wo er die Grenze zieht zwischen konservativ und radikal. Wir diskutieren Remigration, den Streit mit Maximilian Krah, die Wehrpflicht und seine Haltung zu Corona – als er sich „libertär aus Notwehr" verhielt. Und ich stelle ihm die Frage, die mir ein linksradikaler Bekannter mitgegeben hat: Was ist die große Lebenslüge der Rechten?

Dr. Markus Krall ist Ökonom, Unternehmensberater und Gründer des Edelmetallhändlers Goldrevolution. Nach über 30 Jahren in der Finanzbranche, in denen er Banken, Versicherungen und Regierungen in mehr als 40 Ländern beriet, wechselte er 2019 in den Goldhandel – zunächst als Geschäftsführer der Degussa Goldhandel, seit 2024 mit seinem eigenen Unternehmen in der Schweiz. Krall polarisiert: Seine düsteren Prognosen zur deutschen Wirtschaft haben ihm den Ruf eines „Crash-Propheten" eingebracht, seine libertären Positionen zu Staat, Steuern und Freiheit machen ihn zur Reizfigur im öffentlichen Diskurs. Er lebt mittlerweile in der Schweiz und hat Deutschland den Rücken gekehrt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek stellt sich Krall der Kritik an seinen früheren Prognosen – und verdoppelt: Das, was wir gerade erleben, sei erst der Anfang. Er rechnet vor, warum Deutschland auf eine Verschuldung von über 100 Prozent zusteuert, weshalb die offiziellen Wirtschaftszahlen seiner Meinung nach lügen und was es bedeutet, wenn 400 Milliarden Euro jährlich in Staatsbedienstete fließen. Es geht um Gold als Absicherung, um die Frage, ob sein Pessimismus zum Geschäftsmodell gehört. Krall spricht über westliche Kriegstreiberei, die ihn „anekelt", über Trump und Grönland, über Wehrpflicht und das Recht, Waffen zu tragen.

Benedikt Zeitner ist Traumatherapeut und Heilpraktiker mit einem ungewöhnlichen Werdegang: Bevor er sich 2019 ganz der therapeutischen Arbeit widmete, stand er 13 Jahre lang als Musik-Kabarettist mit dem Comedy-Duo „Ass-Dur" auf der Bühne. Heute ist er lizensierter NARM-Master-Therapeut und verbindet in seiner Methode „Deep Honesty" Elemente aus Radical Honesty, Gestalttherapie und Traumatherapie. Seine Arbeit findet sowohl in Einzelsitzungen als auch in Gruppenformaten und Retreats statt, die er regelmäßig anbietet. Auf YouTube und Instagram teilt er seine Erkenntnisse über Trauma, Scham und radikale Ehrlichkeit. Jasmin und Benedikt kennen sich seit elf Jahren – sie begegneten sich erstmals bei einer Veranstaltung von Dr. Daniele Ganser in Berlin.Im Gespräch geht es um zwei Gefühle, die unser Leben stärker prägen, als wir ahnen: Scham und Schuld. Benedikt erklärt, warum wir als Kinder lernen, Teile von uns zu verstecken, und wie diese frühen Anpassungen uns noch heute daran hindern, authentisch zu sein – auf der Arbeit, in Beziehungen, in politischen Diskussionen. Er dreht dabei eine gängige Annahme um: Selbstbewusstsein müsse nicht aufgebaut, sondern wiederentdeckt werden, weil es in jedem von uns bereits angelegt ist. Besonders provokant wird es, als er die Verbindung zwischen politischer Wut und Kindheitstrauma herstellt und erklärt, warum Menschen, die uns triggern, zu „Arschengeln" werden können. Benedikt spricht dabei offen über seine eigenen Scham-Themen und zeigt, dass auch Therapeuten keine fertigen Menschen sind – sondern Menschen auf dem Weg.

Esther Bockwyt ist Psychologin, Gutachterin und Spiegel-Bestsellerautorin. Mit ihrem letzten Buch, einer psychologischen Analyse der Woke-Kultur, erreichte sie ein breites Publikum und positionierte sich als kritische Stimme gegenüber ideologischen Trends in Gesellschaft und Wissenschaft. In ihrem neuen Buch „Alles toxisch oder was? Ein Wegweiser durch den Mental Health Dschungel – und was wirklich hilft" nimmt sie sich nun die Pop-Psychologie vor: Selbstliebe, inneres Kind, Manifestation, toxische Beziehungen – Bockwyt prüft, was davon wissenschaftlich haltbar ist und wo der Trend ins Schädliche kippt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Bockwyt, warum der Begriff „Selbstliebe" in der akademischen Psychologie nicht existiert, weshalb die Inflation von Labels wie ADHS oder Hochsensibilität problematisch ist und was sie meint, wenn sie sagt, Antidepressiva seien „Placebo mit Nebenwirkungen". Sie analysiert, wie der Fokus auf Selbstoptimierung und emotionale Unabhängigkeit paradoxerweise zu mehr Einsamkeit und schlechteren Beziehungen führt. Am Ende steht ein einfacher, aber radikaler Rat: Wer glücklicher leben will, sollte aufhören, um sich selbst zu kreisen – und sich stattdessen der Welt zuwenden.

Giovanna Winterfeldt ist Moderatorin des NIUS-Formats "Gio Unzensiert", Synchronsprecherin und seit einiger Zeit eine kritische Stimme im politischen Diskurs. Bekannt wurde sie durch ihre Kritik an den Coronamaßnahmen und der damit verbundenen öffentlichen Abkehr von der linken Bubble, in der sie sich lange bewegte. Auf Social Media teilt sie heute Gedanken zu Gesellschaft, Geschlechterrollen und politischer Kultur. Feroz Khan betreibt seit über zehn Jahren den YouTube-Kanal Achse:Ostwest und gehört damit zu den dienstältesten rechten YouTubern Deutschlands. Als bekennender AfD-Aktivist, Veganer und Ex-Muslim vereint er Positionen, die selten in einer Person zusammenkommen. Im Gespräch stellen wir uns eine zentrale Frage: Sind wir radikal genug? Wir sprechen über Neujahrsvorsätze und persönliche Ziele, aber auch über Landtagswahlen, AfD-Strategien und die Frage, ob es erst schlimmer werden muss, bevor es besser wird. Giovanna erklärt, warum sie dieses Jahr mit ihren Kindern keine Weihnachtsmärkte besucht hat. Ich formuliere meine rechtsradikalste und meine linksradikalste Forderung. Und am Ende stellt Feroz eine Frage, die uns alle zum Nachdenken bringt: Wärt ihr lieber Täter oder Opfer desselben Verbrechens? Ein Neujahrs-Live über unbequeme Wahrheiten, persönliche Grenzen und die Frage, was 2026 wirklich braucht.

Jana Highholder, bürgerlich Jana Hochaltar, ist Ärztin, Podcasterin und eine der bekanntesten christlichen Stimmen auf Social Media im deutschsprachigen Raum. Mit 27 Jahren hat sie bereits zwei Doktorarbeiten verfasst – ihre Promotion in der Palliativmedizin widmete sich der Frage, ob Spiritualität eine Ressource zur Krankheitsbewältigung bei jungen krebskranken Menschen sein kann. Nach zwei übersprungenen Schulklassen schloss sie ihr Medizinstudium mit 24 Jahren ab und arbeitet heute als Ärztin in der Allgemeinmedizin, nebenbei ist sie in der ästhetischen Medizin tätig. Als High Performerin mit einem konsequent gelebten christlichen Weltbild bewegt sie sich zwischen den Welten: Botox und Bibel, medizinische Karriere und Glaubenspraxis, Leistungsdruck und dem Versuch, Gott zu dienen statt sich selbst zu verwirklichen.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Jana Highholder über die Spannungen, die ihr Leben prägen: Wie verträgt sich ästhetische Medizin mit christlichem Glauben? Warum definiert sie Selbstverwirklichung als Egoismus? Jana wünscht sich außerdem einen Ehemann, aber die Partnersuche ist kompliziert. Sie wartet mit Sex bis zur Ehe, verteidigt die Unterordnung der Frau unter den Mann und glaubt, dass patriarchale Strukturen nicht grundsätzlich negativ sind. Jana erklärt, warum Mann und Frau sich in der Ehe ergänzen müssen wie zwei Teile einer Einheit und warum sie trotz ihres Erfolgs die Rolle des Mannes als Führungsfigur akzeptiert. Ein Gespräch über Geschlechterrollen, Partnerschaft, Glaube und die Frage, wie viel Raum Männer und Frauen in einer modernen Gesellschaft einnehmen sollten.

Max Mannhart ist Gründer, Geschäftsführer und Chefredakteur von Apollo News, einem rechtskonservativen Online-Magazin. Er führt eine Redaktion von 15 festangestellten Mitarbeitern und erreicht mit Apollo-News monatlich über 3,5 Millionen Seitenbesuche. Mannhart, der keine formale journalistische Ausbildung absolviert hat, arbeitete zuvor bei Tichys Einblick und in der Chefredaktion von Julian Reichelts Nius. Er bezeichnet sich selbst als bürgerlich-liberal und positioniert Apollo News als Alternative zu klassischen Medien. Simon David Dressler, 26 Jahre alt, studiert Linguistik in Berlin und hat sich als „progressiver Populist" auf TikTok einen Namen gemacht, wo er über 50.000 Follower erreicht. Einst Werkstudent bei der CDU – eine Phase, die er heute als „Jugendsünde" bezeichnet – unterstützte er im letzten Wahlkampf die Linke und macht seitdem mit pointierten Videos linke Politik für eine junge Zielgruppe zugänglich.In dieser 3-stündigen Debatte prallen zwei Weltsichten aufeinander: Sechs Thesen strukturieren das Gespräch: von der moralischen Bewertung des Kapitalismus über Israels Rolle im Nahen Osten, die Wehrpflicht-Debatte und Identitätspolitik bis zur Frage, ob Milliardäre existieren dürfen. Der überraschende Höhepunkt: Nach stundenlangem Streit finden beide einen gemeinsamen Nenner in der Kritik am Staat selbst, der – unabhängig davon, wer regiert – zu tief in die Freiheitsrechte seiner Bürger eingreift. Eine Debatte, die zeigt, wie tief die Gräben verlaufen, aber auch, wo unerwartete Überschneidungen liegen.

Hansjörg Stützle kommt vom Bodensee und hat als Unternehmensberater kleinen Unternehmen bei der Sanierung geholfen. Irgendwann stellte er sich die Frage, warum Menschen erst handeln, wenn die Hütte brennt – und wechselte zu präventiver Beratung. Heute beschäftigt er sich intensiv damit, wie Menschen mit Geld umgehen, welche psychologischen Mechanismen beim Bezahlen greifen und warum Bargeld mehr ist als nur ein Zahlungsmittel. Mit seiner Nähe zur Schweiz – dort ist der Name "Stützle" verwandt mit "Stutz", einem umgangssprachlichen Wort für Franken – hat er eine besondere Perspektive auf den Wert und die Symbolik von Geld.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um weit mehr als Scheine und Münzen. Stützle erklärt, warum Menschen mit Bargeld 18 bis 23 Prozent weniger ausgeben als mit Karte, welche Rolle Schmerzempfinden beim Bezahlen spielt und wie digitales Bezahlen systematisch zur Überschuldung führt. Er analysiert, warum der 500-Euro-Schein als "Bin Laden Schein" kriminalisiert wurde, wie Banken, Politik und Handel gemeinsam daran arbeiten, Bargeld zu verdrängen, und welche Konsequenzen das für Datenschutz, Freiheit und Demokratie hat. Am Ende steht eine konkrete Herausforderung: eine Woche nur Bargeld, eine Woche nur digital – um selbst zu spüren, was diese Entscheidung mit uns macht.

Fabio De Masi ist Vorsitzender des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) und führt seit der Bundestagswahl 2025 einen juristischen Kampf um eine Neuauszählung der Stimmen. Das BSW scheiterte mit nur 9.529 fehlenden Stimmen knapp an der 5%-Hürde – das knappste Wahlergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik. De Masi, der sich in den vergangenen Monaten intensiv in das deutsche Wahlrecht eingearbeitet hat, wirft der schwarz-roten Mehrheit im Bundestag vor, aus Eigeninteresse eine Neuauszählung zu blockieren. Nun zieht er vor das Bundesverfassungsgericht.Im Interview erläutert De Masi die juristische Ausgangslage, dokumentierte Zählfehler und statistische Anomalien, die eine Neuauszählung aus seiner Sicht rechtfertigen. Er geht dabei hart mit etablierten Parteien ins Gericht: Der Bundestag sei „Richter in eigener Sache" – eine Regelung aus der Kaiserzeit, die von Juristen seit Jahren kritisiert werde. De Masi zeigt sich differenziert, wenn er der AfD bescheinigt, sich in diesem Fall „sauber verhalten" zu haben, während er CDU, SPD und Grünen vorwirft, die parlamentarische Kontrolle aus Eigeninteresse zu lähmen. Seine zentrale These: Die sogenannte „demokratische Mitte" verhindere Untersuchungsausschüsse und demokratische Prinzipien, um ihre Mehrheit zu sichern. Ein Gespräch über Wahlrecht, Machtinteressen und die Frage, wer in diesem Konflikt tatsächlich demokratisch handelt.

Max Otte ist Ökonom, Buchautor, Investor und Unternehmer. Seine Prognose der Finanzkrise 2008 in seinem Bestseller "Der Crash kommt" machte ihn deutschlandweit bekannt und brachte ihm den Ruf als Crashprophet und Krisenökonom ein. 2019 folgte "Weltsystemcrash", das 13 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und seine These einer fundamentalen globalen Neuordnung entwickelte. Otte war drei Jahrzehnte lang CDU-Mitglied, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied der Atlantikbrücke, wo er Friedrich Merz persönlich kennenlernte. Als Vorsitzender der WerteUnion und später der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung bewegte er sich zunehmend an den Rändern der Partei. Seine Kandidatur für die Bundespräsidentschaft 2022, vorgeschlagen von AfD-Abgeordneten, führte zum Bruch: Parteiausschluss aus der CDU, Verlust seiner Professur, mediale Diffamierung. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Otte, warum der seit Jahren angekündigte Wirtschaftscrash zwar ausgeblieben ist, Deutschland aber dennoch mitten in einem "Weltsystem-Crash" steckt – einer Serie von Krisen von Corona über Deindustrialisierung bis zum Ukraine-Krieg. Er rechnet mit der politischen Elite ab, analysiert Friedrich Merz als Lobbyisten ohne Skrupel und verteidigt seine AfD-Nähe als demokratisch legitim. Otte gibt konkrete Investmenttipps für unsichere Zeiten, spricht über den persönlichen Preis seiner politischen Überzeugungen und erklärt, warum er seine Entscheidung trotz aller Konsequenzen nicht bereut.

Oliver Stöhring – bekannt als „Olli nicht im Dienst“ auf Social Media – ist ehemaliger Finanzbeamter, Berater und ausgewiesener Experte für Steuerrecht. Nach über 20 Jahren im Finanzamt, davon die letzten Jahre im Bereich Betriebsprüfung, verließ er den sicheren Beamtenstatus und wechselte in die Selbstständigkeit. Seine Erfahrung umfasst die gesamte Bandbreite der Behördenpraxis: von internen Verwaltungsabläufen über die Logik von Prüfungen bis hin zu den Fallstricken, mit denen Selbstständige und Unternehmen im Alltag konfrontiert sind. Heute ist er auf Social Media aktiv und produziert Inhalte für Unternehmer und Freiberufler und geht dabei auf steuerliche Fragestellungen praxisnah, verständlich und rechtssicher ein. Im Interview spricht Oliver offen über die Herausforderungen im Finanzamt: fehlende Motivation, strukturelle Hürden, die effizientes Arbeiten verhindern, und eine Bürokratie, die weder bürger-freundlich noch klar kommuniziert. Er erklärt, wie Betriebsprüfungen wirklich funktionieren, warum Krankmeldungen oft Symptom eines überlasteten Systems sind, und welche Rolle Zufallsprinzip, Kontrollmaterial und Branchenrisiken spielen. Wir sprechen darüber, wie Selbstständige souverän reagieren können – ob Betreiber einer Dönerbude, Influencer oder mittelständisches Unternehmen. Außerdem geht es um Aufstiegschancen, Verantwortung und Vergütung im Staatsdienst, die Frage nach Menschlichkeit im Verwaltungssystem und die Gründe, die ihn letztlich zum Ausstieg aus dem Beamtentum geführt haben.

Andrew Lowenthal is an Australian digital rights activist, co-founder and former director of the media and technology nonprofit EngageMedia, and the founder of Liber-net, an initiative dedicated to restoring free speech online and exposing digital authoritarianism. Over many years he worked across Southeast Asia on censorship, media freedom and civil society empowerment before shifting his focus to Western democracies, where he observed a rapid expansion of state-aligned speech control. Lowenthal was also part of the Twitter Files investigations in 2022 alongside Matt Taibbi, helping uncover the networks of government agencies, academic labs, NGOs and platforms involved in coordinated content suppression. His expertise lies in mapping these ecosystems and analyzing how governments, foundations and major technology companies shape the boundaries of permissible speech.In this conversation, Andrew Lowenthal breaks down the findings of his extensive report “The Censorship Network in Germany”, created together with a team of German researchers. We discuss why Germany—despite being under the same EU framework as other member states—has developed a uniquely aggressive and institutionally intertwined censorship landscape. Lowenthal explains how more than 300 actors, from ministries to NGOs to fact-checkers, form an ecosystem that flags, moderates and shapes online discourse under the banners of “disinformation,” “hate speech,” and “threats to democracy.” We explore the financial flows behind this system, the blurring of boundaries between state and civil society, and the cultural anxieties that drive Germany's distinct approach.

Kerstin Schuster, Jahrgang 1966, verbrachte die ersten vier Jahrzehnte ihres Lebens als Mann – geboren und aufgewachsen in einer bayerischen Kleinstadt, später Ehemann und Vater von drei Kindern. Sie arbeitete jahrelang im medizinischen Bereich, bevor sie vor rund 20 Jahren die Entscheidung traf, die ihr Leben grundlegend veränderte: die vollständige geschlechtsangleichende Transition. Heute lebt Kerstin offen mit ihrer Geschichte, ohne Scham, ohne Reue – und mit einer Haltung, die sie von vielen in der Trans-Community unterscheidet: Sie verleugnet ihre Vergangenheit nicht, sondern sieht sie als integralen Teil ihres Lebens.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Kerstin über die frühe Gewissheit, „im falschen Zug zu sitzen", über das Leben in einer Rolle, die nie passte, und über den Moment, in dem sie entschied, den Weg zu gehen – trotz Familie, trotz gesellschaftlicher Erwartungen. Es geht um die Frage, wie man wissen kann, dass man eine Frau ist, ohne je in einem weiblichen Körper gelebt zu haben und um die Reaktionen ihrer Kinder nach der Transition. Kerstin gibt Einblick in die körperlichen und emotionalen Herausforderungen der Operationen, in ihre spirituelle Sicht auf Identität – und sie kritisiert die Scham-Kultur, die sie in der Trans-Community erlebt.

Mayukh Panja ist Astrophysiker, Ingenieur und Wissenschaftler mit indischen Wurzeln, der seit fast zehn Jahren in Deutschland lebt und forscht. Nach einem technischen Studium in Indien arbeitete er am Max-Planck-Institut in Göttingen an hochspezialisierter Forschung und nutzte dort unter anderem Hochleistungsrechner, die weltweit nur an wenigen Standorten zugänglich sind. Später wechselte er zur Deutschen Bank, bevor er in ein Berliner Startup einstieg. Seine berufliche Erfahrung spannt sich damit von Wissenschaft über Finanzwelt bis hin zu Spitzentechnologie.Im Interview sprechen wir über den X-Post, mit dem Panja unerwartet viral ging – eine spontane Frustration über den deutschen Atomausstieg, die Millionen Menschen erreichte. Von dort aus entfaltet sich ein breites Gespräch über Energiepolitik, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratie, die Degrowth-Idee und die Frage, warum Deutschland im internationalen Vergleich zunehmend ins Hintertreffen gerät. Panja erklärt, warum er Deutschland als „Anomalie“ in der globalen Energiewelt sieht, was er als „self-neutering policies“ bezeichnet und wie moralische Selbstinszenierung effektive Politik ausbremsen kann. Gleichzeitig zeigt er, was in Deutschland stark ist – Forschung, Infrastruktur, Talent – und warum er trotz aller Kritik eine emotionale Bindung an dieses Land hat.

Jonas Schreiber ist 30 Jahre alt, Realschullehrer im Großraum München und unterrichtet die Fächer Sport, Wirtschaft und IT. Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war er viele Jahre Jugendtrainer im Leistungsfußball – Erfahrungen, die sein Verständnis von Disziplin, Verantwortung und Leistungs-bereitschaft prägen. Mit seinem Buch „Realtalk: Lehreralltag“ – versehen mit einem Vorwort des Tübinger Bürgermeisters Boris Palmer – will er auf Missstände im deutschen Bildungssystem aufmerksam machen, ohne den Lehrerberuf zu diskreditieren. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Jonas Schreiber über den Verlust von Leistungsprinzip und Werteorientierung in Schulen, über Eltern, die nicht mehr erziehen wollen, und über eine Generation von Schülern, die täglich bis zu acht Stunden am Handy hängt. Er kritisiert eine Bildungspolitik, die Verantwortung verlagert und beschreibt eine Realität, in der Anstrengung oft weniger zählt als Befindlichkeit. Es geht um Migration, Identität und Neutralität im Klassenzimmer, um überforderte Familien, taktische LRS-Diagnosen und das absurde System „Wir passen uns nach unten an“.

Bjørn Thorsten Leimbach ist Männer-Coach, Therapeut und Autor von zwölf Büchern, darunter der Klassiker „Männlichkeit leben“ (2007). Seine spirituelle Suche begann bereits mit 16 Jahren, geprägt von der Waldorfschule und philosophischen Kreisen. Seit über 30 Jahren begleitet er Männer in ihrer persönlichen Entwicklung und hat mit seinem Programm „Herzenskrieger“ mehr als 30.000 Teilnehmer geschult. Leimbach begann seine Laufbahn in den 1980er-Jahren mit therapeutischen Ausbildungen in Bioenergetik, Körpertherapie und systemischer Aufstellung, gründete später ein Tantra-Institut. Seit 2021 lebt Leimbach mit seiner Frau und vier Söhnen in Brasilien, wo er ein Biodorf gegründet hat. Er gilt als einer der Pioniere moderner Männerarbeit im deutschsprachigen Raum.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Bjørn Leimbach über verlorene Männlichkeit, emotionale Abhängigkeit und die Folgen einer vaterlosen Gesellschaft. Er erklärt, warum viele Männer nach Trennungen zerbrechen, weshalb Pornografie Beziehungen zerstört und wieso wahre Stärke mit Mut, Aggression und Verantwortung zu tun hat. Er kritisiert, dass Männer ihre „Wildheit" und Führungskraft verlieren, während Frauen durch feministische Narrative nicht mehr aussprechen dürfen, was sie tatsächlich in einer Partnerschaft suchen.