Podcasts about totalitarismus

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99 ZU EINS
Episode 663: "Totalitarismus!" – Ein politisches Totschlagargument? mit Georg Loidolt

99 ZU EINS

Play Episode Listen Later Jun 10, 2026 85:00


Was bedeutet „Totalitarismus“ – und wem dient dieser Begriff? Georg Loidolt analysiert die politische Funktion der Totalitarismustheorie, ihre Rolle bei der Verteidigung bestehender Machtverhältnisse und die philosophischen Debatten um Vernunft, Autorität und Ideologie. Thumbnail-Hintergrundbild: Signet unbekannt, Konrad-Adenauer-Stiftung, via Wikipedia Commons, KAS/ACDP 10-001: 411 CC-BY-SA 3.0 DE, das Bild wurde mit Ai bearbeitet Wir sind 99 ZU EINS! Ein Podcast mit Kommentaren zu aktuellen Geschehnissen, sowie Analysen und Interviews zu den wichtigsten politischen Aufgaben unserer Zeit.#leftisbest #linksbringts #machsmitlinks Wir brauchen eure Hilfe! So könnt ihr uns unterstützen: Bitte abonniert unseren Kanal und liked unsere Videos. Teil unseren content auf social media und folgt uns auch auf Twitter, Instagram und FB Wir empfangen auch Spenden unter: IBAN: DE93 2022 0800 0058 7940 76, BIC/SWIFT: SXPYDEHHXXX, Kontoinhaber: 99 ZU EINS UG und PayPal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=Y2SAE9Q8YBY9A Wenn ihr Zugang zu unserer Discord-Community möchtet, dann unterstützt uns doch bitte über Ko-Fi oder Patreon: https://ko-fi.com/99zueins oder https://www.patreon.com/c/99zueins

Livenet.ch Podcast
Unser gestörtes Verhältnis zu Religion

Livenet.ch Podcast

Play Episode Listen Later May 28, 2026 25:17


In seiner jüngsten NZZ-Kolumne beleuchtet Giuseppe Gracia das gestörte Verhältnis von Westeuropa zur Religion: In der Schweiz oder in Deutschland gehe das politisch-mediale Establishment zum Beispiel bei religiöser Gewalt mit dem Christentum ganz anders um als mit dem Islam. Da wird das Christentum für die Hexenverfolgung verantwortlich gemacht, für die Kreuzzüge und den westlichen Imperialismus der letzten Jahrhunderte. Gleichzeitig werden Gewalt und Totalitarismus seitens der Muslime von der islamischen Religion getrennt – durch die politisch gewollte Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus. Und Witze würden nur über Jesus gemacht.Autor und «Schweizer Monat»-Verleger Giuseppe Gracia zeigt im Livenet-Talk diese verzerrte Wahrnehmung auf. Im Gespräch mit Florian Wüthrich geht es im Weiteren um Zeitgeist, Freiheit und Hoffnung.Schweizer Monat:https://schweizermonat.ch/Livenet-Artikel (zuerst erschienen bei NZZ Feuilleton):https://www.livenet.ch/gesellschaft_und_ethik/82158_westeuropa_hat_ein_gestoertes_verhaeltnis_zur_religionBuch «Wenn Israel fällt, fällt auch der Westen»: https://www.fontis-shop.ch/products/wenn-israel-fallt-fallt-auch-der-westenDir gefällt unsere Arbeit?Unterstütze uns hier: https://www.livenet.ch/spendeVielen Dank für deinen Beitrag!

Perspektiven
Simone Weil – eine radikale Denkerin der Nächstenliebe

Perspektiven

Play Episode Listen Later May 16, 2026 28:59


Sie gehört zu den grossen Vergessenen des 20. Jahrhunderts: die französische Philosophin, Sozialaktivistin und Mystikerin Simone Weil. Eine einzigartige Denkerin, die im Sinne einer bedingungslosen Menschlichkeit mit ihrer Kritik auch vor eigenen Reihen nicht Halt machte. Der französische Philosoph Albert Camus nannte sie den einzigen grossen Geist unserer Zeit – trotzdem blieb Simone Weil vom Philosophie-Kanon weitgehend unbeachtet. Vielleicht, weil sie eine Frau war. Vielleicht, weil sie schon mit 34 Jahren starb. Vielleicht aber auch, weil sie partout in keine Schublade passen wollte. 1909 in Paris in eine jüdisch-intellektuelle Familie geboren, wählte Simone Weil freiwillig ein Leben in Armut. Als überzeugte Linke engagierte sie sich vehement für die Arbeiterklasse, kritisierte jedoch gleichzeitig die Ideen von Marx und schon früh den stalinistischen Sozialismus. Sie war eine scharfsinnige Philosophin und hatte gleichzeitig einen zutiefst christlich-spirituellen Blick auf die Welt. Ihre Analysen über den Totalitarismus der 1930er Jahre, aber auch ihr radikaler Einsatz für Gerechtigkeit haben heute eine neue Dringlichkeit. Der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn etwa widmet Simone Weil in Genf aktuell einen ganzen Pavillon – eine «soziale Skulptur» – die ihren Geist über zwei Monate lang wieder aufleben lässt. Welche Kraft steckt bei Simone Weil in der Verbindung von Philosophie und Spiritualität? Und inwiefern kann ihr ethischer Kompass heute Orientierung für eine gerechtere Welt bieten? Diesen und weiteren Fragen geht diese «Perspektiven»-Sendung nach. In der Sendung kommen zu Wort: · Wolfram Eilenberger, Philosoph und Autor des Buches «Feuer der Freiheit» (Klett-Cotta 2022), in dem es u.a. um Simone Weils Biografie und Philosophie geht · Mae Bengert, Professorin an der HU Berlin für Literatur, Religion und Genderstudies und Mitglied des Simone-Weil-Denkkollektivs · Thomas Hirschhorn, Künstler Autor: Igor Basic

Audimax
Audimax: Antony Mueller – Von der Kriegswirtschaft zum Kriegssozialismus, der Weg in den totalen Staat und die Eskalation zum totalen Krieg

Audimax

Play Episode Listen Later May 10, 2026 52:40


Von der Kriegswirtschaft über den Kriegssozialismus zur Errichtung des totalitären Staates: Unter dem Eindruck des Ersten und im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges erkannte der liberale österreichische Ökonom Ludwig von Mises die Entwicklung von der kriegsbegründeten Planwirtschaft hin zur politischen Diktatur. Dieser Übergang von der Kriegswirtschaft als temporärer Ausnahmeform zur dauerhaften Lenkungswirtschaft und zum totalitären Staat ist kein Betriebsunfall, sondern die logische Folge einer politischen Denkweise, die Sicherheit über Freiheit, Kontrolle über Marktprozesse und Planung über Spontaneität stellt, wie Antony Mueller in seiner Kritik von Kriegswirtschaft und Totalitarismus ausführt.

Business German Podcast
Hannah Arendt

Business German Podcast

Play Episode Listen Later May 8, 2026 8:53


Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Hannah Arendt, einer der bedeutendsten politischen Theoretikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie beleuchten ihre intellektuelle Entwicklung unter dem Einfluss von Martin Heidegger und Karl Jaspers sowie ihre Flucht vor dem Nationalsozialismus in die USA. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf ihrem kontroversen Konzept der „Banalität des Bösen“, das sie während des Prozesses gegen Adolf Eichmann entwickelte, um die Mitschuld gewöhnlicher Menschen an systematischen Gräueltaten zu erklären. Zudem thematisieren die Texte ihr Hauptwerk Vita activa, in dem sie menschliche Tätigkeiten in Arbeiten, Herstellen und Handeln unterteilt und die Bedeutung des öffentlichen Raums betont. Insgesamt zeichnen die Dokumente das Bild einer Denkerin, die sich unermüdlich mit der menschlichen Freiheit, der moralischen Verantwortung und den Gefahren des Totalitarismus auseinandersetzte.Hannah Arendts Konzept der Banalität des Bösen entstand aus ihrer Beobachtung des Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann im Jahr 1961 in Jerusalem. Statt des erwarteten „Monsters“ oder eines dämonischen Bösewichts fand Arendt in Eichmann einen erschreckend gewöhnlichen Bürokraten vor, der in Klischees sprach und sich auf Befehle und Vorschriften berief.Hier sind die zentralen Aspekte dieses Konzepts:Der Kern der Banalität liegt laut Arendt in der Gedankenlosigkeit (Gedankenlosigkeit). Eichmann handelte nicht aus tiefem Hass oder einer bösartigen Ideologie, sondern er hatte seine Fähigkeit zum eigenständigen moralischen Urteil aufgegeben. Er stellte sich nie die Sokratische Frage des inneren Dialogs: „Was tue ich hier eigentlich und was bedeutet es?“. Das Böse resultierte also nicht aus einer besonderen Verderbtheit, sondern aus dem bloßen Ausbleiben des Denkens.Arendt unterschied strikt zwischen den Taten und der Person: Während die Taten katastrophal und monströs waren, war der Mann, der sie ausführte, im moralischen Sinne ein „Niemand“. Sie bezeichnete das Böse als ein Oberflächenphänomen, das keine Tiefe oder radikale Wurzeln besitzt. Ein Dämon wäre in einem moralischen Universum zumindest noch begreifbar; ein „Niemand“ wie Eichmann, der lediglich als Relaisstation für Mord fungiert, ist weitaus beängstigender, da diese Form des Versagens theoretisch jedem Menschen offensteht.Ein entscheidendes Defizit Eichmanns war die Unfähigkeit zum repräsentativen Denken (sich vorstellen). Dies ist die Fähigkeit, sich die Standpunkte anderer Menschen zu vergegenwärtigen, um das eigene Urteil zu prüfen und zu erweitern. Eichmann konnte sich die Welt nicht aus der Perspektive derer vorstellen, die er in den Tod schickte. Für Arendt ist diese imaginative Disziplin jedoch die Grundlage jeglichen politischen und moralischen Urteilens.Vor dem Eichmann-Prozess hatte Arendt noch den Begriff des Radikal Bösen (in Anlehnung an Kant) verwendet, was eine Perversion des moralischen Willens implizierte. Mit der „Banalität“ beschrieb sie nun etwas aus ihrer Sicht Schlimmeres: Böses, das ganz ohne Willen oder Absicht geschieht, einfach weil der Einzelne als „Rädchen“ in einem bürokratischen System funktioniert.Das Konzept löste einen gewaltigen Sturm der Entrüstung aus.Kritik von Jaspers: Ihr Mentor Karl Jaspers befürchtete, das Wort „Banalität“ könne das Gewicht der Verbrechen mindern oder sie als rein administrativ und damit handhabbar erscheinen lassen.Eichmanns wahre Natur: Spätere Historiker wie Bettina Stangneth argumentierten, Eichmann sei keineswegs ein gedankenloser Bürokrat gewesen, sondern ein überzeugter antisemitischer Ideologe, der seine Rolle im Prozess lediglich performte.Die Rolle der Judenräte: Besonders schmerzhaft war Arendts Kritik an der Kooperation einiger jüdischer Führer während des Holocausts, was viele Überlebende als Vorwurf der Mitschuld empfanden.Zusammenfassend ist die Banalität des Bösen für Arendt eine Diagnose menschlichen Versagens.

Business German Podcast
Hannah Arendt

Business German Podcast

Play Episode Listen Later May 8, 2026 19:11


Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Hannah Arendt, einer der bedeutendsten politischen Theoretikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie beleuchten ihre intellektuelle Entwicklung unter dem Einfluss von Martin Heidegger und Karl Jaspers sowie ihre Flucht vor dem Nationalsozialismus in die USA. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf ihrem kontroversen Konzept der „Banalität des Bösen“, das sie während des Prozesses gegen Adolf Eichmann entwickelte, um die Mitschuld gewöhnlicher Menschen an systematischen Gräueltaten zu erklären. Zudem thematisieren die Texte ihr Hauptwerk Vita activa, in dem sie menschliche Tätigkeiten in Arbeiten, Herstellen und Handeln unterteilt und die Bedeutung des öffentlichen Raums betont. Insgesamt zeichnen die Dokumente das Bild einer Denkerin, die sich unermüdlich mit der menschlichen Freiheit, der moralischen Verantwortung und den Gefahren des Totalitarismus auseinandersetzte.

Tachles Podcast ZUKUNFT DENKEN

Der 8. Mai steht mit der Kapitulation des NS-Regimes für die Befreiung Europas vor dem Totalitarismus. Was bedeutet der Tag in der Gegenwart und was sind die Lehren Jahrzehnte danach? Ein…

Business German Podcast
George Orwell

Business German Podcast

Play Episode Listen Later May 5, 2026 8:19


Diese Texte untersuchen die anhaltende Relevanz von George Orwells Werk, insbesondere im Hinblick auf moderne politische Krisen und die Erosion der Wahrheit. Die Analyse zeigt auf, wie Animal Farm als zeitlose Warnung vor Machtmissbrauch und sprachlicher Manipulation dient, die heute durch digitale Propaganda und „alternative Fakten“ neue Brisanz gewinnt. Orwells Essays werden dabei als praktisches Werkzeugset für kritisches Denken und den Schutz der Demokratie beschrieben. Durch die Verknüpfung von persönlicher Erfahrung und politischer Analyse decken die Quellen universelle Muster von Totalitarismus und Nationalismus auf. Letztlich betonen die Texte, dass klare Sprache und intellektuelle Ehrlichkeit die wichtigsten Verteidigungsmittel gegen die Korruption des Denkens sind. Die Quellen verdeutlichen, dass Orwells Einsichten keine historischen Relikte, sondern unverzichtbare Anleitungen für die heutige Zivilgesellschaft darstellen.Orwells Sprachkritik und moderne politische Propaganda sind heute untrennbar miteinander verbunden, da Orwells Erkenntnisse über die Wechselwirkung von Sprache und Denken als grundlegendes Analysewerkzeug für das Verständnis gegenwärtiger Desinformation dienen. Sein Kernargument besagt, dass die Verrohung der Sprache und der politische Niedergang sich gegenseitig verstärken: Unklare Sprache führt zu unklarem Denken, was wiederum die Akzeptanz totalitärer Tendenzen erleichtert.Die Zusammenhänge lassen sich in folgenden Punkten konkretisieren:Der Mechanismus der Sprachmanipulation: Orwell beschrieb in seinem Essay Politics and the English Language (1946), wie politische Sprache gezielt Euphemismen und Worthülsen nutzt, um Lügen wahrhaftig und Gräueltaten respektabel erscheinen zu lassen. In der heutigen Zeit finden sich direkte Parallelen in Begriffen wie „Spezialoperation“ statt Krieg, „erweiterte Verhörtechniken“ statt Folter oder „optimale Personalanpassung“ statt Massenentlassungen.Newspeak und die Einengung des Denkens: Das Konzept des „Newspeak“ (Neusprech) aus 1984 zielte darauf ab, den Wortschatz so weit zu reduzieren, dass regimekritische Gedanken buchstäblich nicht mehr formuliert werden können. Moderne Propaganda nutzt zwar oft Informationsüberflutung statt Wortmangel, erzielt aber denselben Effekt der „Entwirklichung“: Wenn Wörter ihre feste Bedeutung verlieren, wird Wahrheit zur Verhandlungssache.Doublethink und „alternative Fakten“: Der Begriff „Doublethink“ (Doppeldenk) beschreibt die Fähigkeit, zwei widersprüchliche Überzeugungen gleichzeitig für wahr zu halten. Als die US-Beraterin Kellyanne Conway 2017 den Begriff „alternative Fakten“ einführte, stiegen die Verkaufszahlen von 1984 massiv an, da die Öffentlichkeit darin eine unmittelbare Bestätigung der Orwellschen Diagnose erkannte.Die Rolle der Squealer von heute: In Animal Farm illustriert die Figur des Squealer, wie die herrschende Elite durch ständige Umdeutung der Geschichte und Manipulation von Statistiken die Massen gefügig hält. Heute wird dieser Prozess durch Algorithmen und soziale Medien in Echtzeit vollzogen, wobei komplexe Sachverhalte auf simple Slogans (wie „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“) reduziert werden, um kritisches Denken zu unterbinden.Sprache als Werkzeug des Widerstands: Für Orwell war klare Sprache ein „politisches Programm“. Er betrat Neuland, indem er zeigte, dass intellektuelle Freiheit mit der Fähigkeit beginnt, die Realität präzise zu benennen. In einer Welt von Deepfakes und algorithmischer Überwachung bleibt sein Appell aktuell: Wer klar schreibt und spricht, bildet ein Gegengewicht zu den manipulativen Strukturen der Macht.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass moderne Propaganda die von Orwell beschriebenen Mechanismen nicht nur übernommen, sondern durch technologische Mittel perfektioniert hat. Orwells Werk bietet jedoch weiterhin das notwendige Vokabular und die diagnostischen Werkzeuge, um diese schleichenden Angriffe auf die Wahrheit zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Business German Podcast
George Orwell

Business German Podcast

Play Episode Listen Later May 5, 2026 25:26


Diese Texte untersuchen die anhaltende Relevanz von George Orwells Werk, insbesondere im Hinblick auf moderne politische Krisen und die Erosion der Wahrheit. Die Analyse zeigt auf, wie Animal Farm als zeitlose Warnung vor Machtmissbrauch und sprachlicher Manipulation dient, die heute durch digitale Propaganda und „alternative Fakten“ neue Brisanz gewinnt. Orwells Essays werden dabei als praktisches Werkzeugset für kritisches Denken und den Schutz der Demokratie beschrieben. Durch die Verknüpfung von persönlicher Erfahrung und politischer Analyse decken die Quellen universelle Muster von Totalitarismus und Nationalismus auf. Letztlich betonen die Texte, dass klare Sprache und intellektuelle Ehrlichkeit die wichtigsten Verteidigungsmittel gegen die Korruption des Denkens sind. Die Quellen verdeutlichen, dass Orwells Einsichten keine historischen Relikte, sondern unverzichtbare Anleitungen für die heutige Zivilgesellschaft darstellen.Orwells Sprachkritik und moderne politische Propaganda sind heute untrennbar miteinander verbunden, da Orwells Erkenntnisse über die Wechselwirkung von Sprache und Denken als grundlegendes Analysewerkzeug für das Verständnis gegenwärtiger Desinformation dienen. Sein Kernargument besagt, dass die Verrohung der Sprache und der politische Niedergang sich gegenseitig verstärken: Unklare Sprache führt zu unklarem Denken, was wiederum die Akzeptanz totalitärer Tendenzen erleichtert.Die Zusammenhänge lassen sich in folgenden Punkten konkretisieren:Der Mechanismus der Sprachmanipulation: Orwell beschrieb in seinem Essay Politics and the English Language (1946), wie politische Sprache gezielt Euphemismen und Worthülsen nutzt, um Lügen wahrhaftig und Gräueltaten respektabel erscheinen zu lassen. In der heutigen Zeit finden sich direkte Parallelen in Begriffen wie „Spezialoperation“ statt Krieg, „erweiterte Verhörtechniken“ statt Folter oder „optimale Personalanpassung“ statt Massenentlassungen.Newspeak und die Einengung des Denkens: Das Konzept des „Newspeak“ (Neusprech) aus 1984 zielte darauf ab, den Wortschatz so weit zu reduzieren, dass regimekritische Gedanken buchstäblich nicht mehr formuliert werden können. Moderne Propaganda nutzt zwar oft Informationsüberflutung statt Wortmangel, erzielt aber denselben Effekt der „Entwirklichung“: Wenn Wörter ihre feste Bedeutung verlieren, wird Wahrheit zur Verhandlungssache.Doublethink und „alternative Fakten“: Der Begriff „Doublethink“ (Doppeldenk) beschreibt die Fähigkeit, zwei widersprüchliche Überzeugungen gleichzeitig für wahr zu halten. Als die US-Beraterin Kellyanne Conway 2017 den Begriff „alternative Fakten“ einführte, stiegen die Verkaufszahlen von 1984 massiv an, da die Öffentlichkeit darin eine unmittelbare Bestätigung der Orwellschen Diagnose erkannte.Die Rolle der Squealer von heute: In Animal Farm illustriert die Figur des Squealer, wie die herrschende Elite durch ständige Umdeutung der Geschichte und Manipulation von Statistiken die Massen gefügig hält. Heute wird dieser Prozess durch Algorithmen und soziale Medien in Echtzeit vollzogen, wobei komplexe Sachverhalte auf simple Slogans (wie „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“) reduziert werden, um kritisches Denken zu unterbinden.Sprache als Werkzeug des Widerstands: Für Orwell war klare Sprache ein „politisches Programm“. Er betrat Neuland, indem er zeigte, dass intellektuelle Freiheit mit der Fähigkeit beginnt, die Realität präzise zu benennen. In einer Welt von Deepfakes und algorithmischer Überwachung bleibt sein Appell aktuell: Wer klar schreibt und spricht, bildet ein Gegengewicht zu den manipulativen Strukturen der Macht.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass moderne Propaganda die von Orwell beschriebenen Mechanismen nicht nur übernommen, sondern durch technologische Mittel perfektioniert hat. Orwells Werk bietet jedoch weiterhin das notwendige Vokabular und die diagnostischen Werkzeuge, um diese schleichenden Angriffe auf die Wahrheit zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Apostolisch-Prophetischer Podcast
Die Rückkehr des Totalitarismus & der Propaganda

Apostolisch-Prophetischer Podcast

Play Episode Listen Later Mar 30, 2026 35:39


Send us Fan MailSeid gesegnet! Schalom!Feedback und Anregungen könnt ihr gerne an prophetic.apostolic.ministry@gmail.com schicken. Music credit for podcast:Epic Cinematic Trailer | ELITE by Alex-Productions | https://onsound.eu/ Music promoted by https://www.free-stock-music.com Creative Commons / Attribution 3.0 Unported License (CC BY 3.0) https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en_USSupport the show

Auf Spurensuche nach Natürlichkeit
Das Entstehen eines globalen ideologischen Machtsystems

Auf Spurensuche nach Natürlichkeit

Play Episode Listen Later Mar 15, 2026 70:41


Endlich auf Deutsch: Der politische Satiriker CJ Hopkins beschreibt auf brillante Weise das Entstehen eines globalen ideologischen Machtsystems. Seine Analyse geht weit über das übliche tagespolitische Geschehen hinaus und ermöglicht eine Vogelperspektive auf eine sich im Entstehen befindende globale Form des Totalitarismus. Video, Artikel und Podcast: https://www.barucker.press/p/cjhopkins-interview-totalitarismus

Fazit - Kultur vom Tage - Deutschlandfunk Kultur
Kooperation mit dem Westen verboten: Georgien auf dem Weg in den Totalitarismus

Fazit - Kultur vom Tage - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Mar 9, 2026 8:16


Franke, Thomas www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit

Die Filmanalyse
Ep. 280: Animal Farm VS Ein Schweinchen namens Babe - Kritik & Analyse

Die Filmanalyse

Play Episode Listen Later Mar 5, 2026 19:47


Was haben die Filme „Animal Farm“ („Die Farm der Tiere“) und „Ein Schweinchen namens Babe“ miteinander gemein? Klar, in beiden spielen Schweine eine wichtige Rolle, in beiden können Tiere sprechen, doch darüber hinaus eint die Filme, dass sie sich mit Herrschaftsformen und Rebellion auseinandersetzen. George #Orwell verfasste mit seinem Märchen „Animal Farm“ eine Dystopie, die er in der Sowjet-Union verwirklicht sah, doch immer wieder wird der Text sowie auch der 1954 veröffentlichte Film falsch rezipiert. „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher“, zitieren viele gern den berühmtesten Satz, ohne ihn richtig einzuordnen. Stattdessen soll er ein Beweis dafür sein, dass die Idee der Gleichheit an sich falsch sei. Das deckt sich aber weder in Orwells Text noch mit der #Zeichentrick-Verfilmung. Hingegen spielt die Gleichheit aller in „Babe“ gar keine Rolle, vielmehr wird in dem beliebten #Kinderfilm aus dem Jahr 1995 der Individualismus hochgehalten, während das eigentliche Elend nur gleich am Anfang kurz zu sehen ist: die Massentierhaltung. Das niedliche Schweinchen aber wird aus den Verhältnissen dank eines Zufalls gerettet – das muss genügen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast.Literatur:Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft: Antisemitismus. Imperialismus. Totale Herrschaft: Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. Piper.George Orwell: Die Farm der Tiere. Ein Märchen. Diogenes.Zum neuen Q&A und zum DeepDive zur Berlinale-Diskussion: Das Abo gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: ⁠https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans⁠ 

zum_Kurs
Totalitarismus

zum_Kurs

Play Episode Listen Later Feb 17, 2026 33:16


Totalitarismus Der Podcast ist aus der Telegramgruppe in der Reinhard Lier regelmässig Themen aus "Ein Kurs in Wundern" bespricht. Link zum Telegramkanal unter https://t.me/reinhard_lier_kanal Weitere Infos und Termine und eine APP mit alles Beiträgen unter https://www.reinhard-lier.com oder im Youtubekanal https://www.youtube.com/@ReinhardLi Kostenlose Mediathek: https://www.lier-mediathek.com Spenden gerne unter https://www.reinhard-lier.com/spenden/ weitere Infos zum Kurs unter https://www.zumkurs.de

MDR KULTUR Features und Essays
Die Geheimrede – Die Stalinkritik Chruschtschows und ihre Wirkung im Osten

MDR KULTUR Features und Essays

Play Episode Listen Later Feb 16, 2026 55:22


Es gelte, den "Personenkult" um Stalin zu beenden. So sagte es sein Amtsnachfolger Chruschtschow 1956. Die Abrechnung mit dem Stalinismus löste im gesamten Ostblock Hoffnung aus. Aber sie blieb unvollendet – bis heute.

Jasmin Kosubek
Wem kann man heute noch vertrauen, Herr Reichelt?

Jasmin Kosubek

Play Episode Listen Later Feb 12, 2026 95:46


Julian Reichelt, geboren 1980 in Hamburg, ist einer der polarisierendsten Journalisten Deutschlands. Aufgewachsen in einem Journalistenhaushalt und mit dem Wunsch irgendwann mal Bild-Chefredakteur zu werden, absolvierte er die Axel-Springer-Akademie und machte sich zunächst als Kriegsreporter einen Namen, unter anderem in Afghanistan, dem Irak, Sudan und Syrien. 2014 übernahm er die Leitung von Bild.de, 2017 wurde er als Nachfolger von Kai Diekmann Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen. Im Oktober 2021 wurde er von Axel Springer abberufen – ein Bruch, der bis heute unterschiedlich gedeutet wird. Seit 2022 betreibt Reichelt den YouTube-Kanal „Achtung, Reichelt!", seit 2023 ist er Chefredakteur und geschäftsführender Direktor von Nius, einem der reichweitenstärksten "alternativen" Nachrichtenportale im deutschsprachigen Raum. Sein Selbstverständnis: furchtloser Journalismus gegen Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch – seine Kritiker sehen darin rechtspopulistische Meinungsmache.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Reichelt über die Epstein-Akten und den drohenden Vertrauenskollaps gegenüber den globalen Eliten, über seine Zeit als Bild-Chefredakteur und die Mechanismen von Macht und Nähe zwischen Medien und Politik. Er schildert, wie eine schriftliche Anweisung von Friede Springer ihn während der Pandemie erreichte, warum er die Corona-Zeit als „Blick in die Mechanismen des Totalitarismus" beschreibt und weshalb er seine eigene Impfempfehlung heute als Fehler bezeichnet. Ein intensives Interview über Vertrauen, Fehler und die Frage, ob der Journalismus Deutschland verraten hat.

LiteraturLounge
[Buchrezension] Die Welle – Wie aktuell ist Faschismus im Zeitalter von Social Media?

LiteraturLounge

Play Episode Listen Later Jan 26, 2026 6:41 Transcription Available


In dieser Episode bespreche ich den Jugendbuchklassiker „Die Welle“ von Morton Rhue. Dieses bedeutende Werk ist eine eindringliche Warnung, dass Demokratie kein Selbstläufer ist. Die Geschichte beginnt mit einem jungen Lehrer, der seinen Schülern in einem außergewöhnlichen Experiment demonstrieren möchte, wie anfällig Menschen für faschistisches Denken und Handeln sind. Das Experiment zeigt, dass die Gefahr von Totalitarismus und Manipulation nicht bloß in der Vergangenheit liegt, sondern auch heute noch gegenwärtig ist. Ich tauche tief in die Thematik ein und erläutere, wie der Lehrer mit Disziplin, Gemeinschaftsgefühl und gezieltem Handeln seine Schüler in eine Bewegung einbindet, die anfänglich harmlos scheint. Doch die Dynamik des Experiments gerät schnell außer Kontrolle und verdeutlicht, wie leicht Menschen verführt und manipuliert werden können. Das Buch, basierend auf wahren Begebenheiten an einer kalifornischen Highschool, regt zum Nachdenken über die Fragilität unserer Gesellschaft und die Bedingungen an, unter denen Faschismus und autoritäres Denken erwachsen. Ich teile meine persönliche Rezension und reflektiere darüber, wie ich auf die Geschichte aufmerksam wurde, nachdem eine Freundin mir von ihrer Tochter erzählt hat, die es lesen sollte. Trotz meiner vagen Erinnerung an das Buch habe ich es schließlich noch einmal gelesen und war begeistert von der packenden Erzählweise Mortons. Diese Faszination führte dazu, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlas, anstatt in den Dialog mit der Tochter meiner Freundin einzutauchen, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Im weiteren Verlauf diskutiere ich die aktuelle Relevanz des Buches. Die Frage, ob Faschismus wieder entstehen kann, wird stets aktueller, und ich argumentiere, dass dies heute leichter ist als je zuvor, insbesondere dank sozialer Medien, die Informationsfilterblasen schüren. Die Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und Bewegungen sind alarmierend und machen deutlich, dass der Inhalt von „Die Welle“ auch heute noch von äußerster Bedeutung ist. Abschließend betone ich die Wichtigkeit, solche Themen zu reflektieren und die Lektüre von „Die Welle“ zu empfehlen. In Anbetracht der Lehren, die wir aus der Geschichte ziehen können, möchte ich alle ermutigen, sich mit diesem eindrucksvollen Buch auseinanderzusetzen – ein unverzichtbarer Teil der modernen Literatur, der es verdient, gelesen und diskutiert zu werden.

Kontrafunk - Die Stimme der Vernunft
Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Kein Markenschutz für Vulkangruppe

Kontrafunk - Die Stimme der Vernunft

Play Episode Listen Later Jan 11, 2026 55:26


11.01.2026 - Der Theologe und Publizist Dr. David Berger (philosophia-perennis.com), der Journalist und AfD-Politiker Dr. Thomas Hartung (Kreistagsfraktion Böblingen) sowie der Philosoph und Politologe Prof. Dr. Uwe Steinhoff (Universität Hongkong) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den Berliner Blackout und den Tennis spielenden Bürgermeister; über das päpstliche Plädoyer für Meinungsfreiheit, Ehe und Familie; über die Lage im Iran und die Hoffnung der Iraner auf Hilfe von Donald Trump; über das unverblümte Bekenntnis des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Günter (CDU) zum Totalitarismus sowie über die Bedeutung und Zukunft von Grönland.

Auf den Punkt
Ist Trump ein Hooligan, Herfried Münkler?

Auf den Punkt

Play Episode Listen Later Jan 10, 2026 23:58 Transcription Available


„Furchtbar offen, ob das alles in der Apokalypse endet.“ Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler über die neue Welt(un)ordnung.

Tondokument
Tondokument: Tom Sora und Uwe Tellkamp – Vortrag und Lesung

Tondokument

Play Episode Listen Later Dec 27, 2025 55:31


In unserer Sendung: „Tondokument“ bringen einen Vortrag und eine Lesung. Zunächst spricht der Musiker und Autor Tom Sora über „linke Intellektuelle im Dienst des Totalitarismus“. Im Anschluss liest der Schriftsteller Uwe Tellkamp das Kapitel „Die helle Nacht“ aus seinem aktuellen Roman „Der Schlaf in den Uhren“. Beide Beiträge wurden am 8. November 2025 bei der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale dargeboten. Initiiert wurde die Messe von Susanne Dagen, Inhaberin des Buchhauses Loschwitz in Dresden.

Lesestoff | rbbKultur
Willi Winkler: "Hannah Arendt. Ein Leben"

Lesestoff | rbbKultur

Play Episode Listen Later Dec 4, 2025 7:56


Anschaulich und packend erzählt Willi Winkler in "Hannah Arendt. Ein Leben" die Geschichte einer der wichtigsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, die nach ihrer Verfolgung und Vertreibung in New York ein neues Leben angefangen hat. Die Biographie erscheint zum 50. Todestag von Hannah Arendt und versammelt ihre Gedanken zum Totalitarismus der NS-Zeit. Natascha Freundel hat das Buch gelesen. 

Der Zweite Gedanke
Gefährliche Denkerin? Hannah Arendt im Kontext unserer Zeit

Der Zweite Gedanke

Play Episode Listen Later Dec 4, 2025 62:57


Die Debatte mit Natascha Freundel, Anne Eusterschulte und Willi Winkler Aufgezeichnet am 22. November 2025 im Deutschen Theater Berlin in Kooperation mit DT Kontext „Denken ist gefährlich.“ „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist Hannah Arendt allgegenwärtig – als vielzitierte, intellektuelle Größe zu Fragen von Nation, Totalitarismus und Gewalt. Gefährliches Denken bedeutet bei Hannah Arendt, dass es „standardisierte Leitbilder des Denkens aufsplittert, zertrümmert“, so die Philosophin Anne Eusterschulte. Dagegen betont Arendt-Biograph Willi Winkler die Widersprüche in Arendts Leben und Werk: „Man wird nie fertig mit ihr.“ Von einigen Widersprüchen – Arendts Liebe zu Martin Heidegger, ihrem Verhältnis zu Israel, der Rolle des BND im Eichmann-Prozess – zur Weltliebe, zur amor mundi bei Hannah Arendt: Im Kontext unserer Zeit bleibt es eine philosophische und politische Aufgabe, „im Angesicht des Schreckens für die Welt einzustehen; den Mut zu haben, eine Stimme zu erheben“ (Anne Eusterschulte). Willi Winkler ist Autor, SZ-Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Seine Biografie „Hannah Arendt. Ein Leben“ ist bei Rowohlt Berlin erschienen. Anne Eusterschulte ist Professorin für Geschichte der Philosophie am Institut für Philosophie der FU Berlin. Sie ist eine der HauptherausgeberInnen der Kritischen Gesamtausgabe der Werke von Hannah Arendt: Critical Edition. Complete Works. 00:00:00 Intro 00:07:00 War Arendt eine gefährliche Denkerin? 00:16:05 War "Origins of Totalitarianism" revolutionär? 00:18:55 Mit Arendt Totalitarismus und Trump verstehen 00:24:36 NYC-Bürgermeister Mamdani und Antisemitismus 00:32:10 Israelkritik und -solidarität 00:40:33 Eichmann in Jerusalem und der BND 00:44:19 Was ist Weltliebe? 00:48:30 Treue zu Heidegger? 00:56:18 Publikumsfrage: Mit Arendt über Gaza sprechen 01:00:40 Publikumsfrage: Nochmal zu Heidegger 01:01:41 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Bildergalerie s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

WDR 5 Das philosophische Radio
Willi Winkler: Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen"

WDR 5 Das philosophische Radio

Play Episode Listen Later Nov 24, 2025 53:33


Hannah Arendt gilt für viele als die wichtigste Philosophin des 20. Jahrhunderts. Der Biograf Willi Winkler spricht anlässlich ihres 50. Todestages mit Jürgen Wiebicke über ihre Gedanken zum Totalitarismus der NS-Zeit und den Eichmann-Prozess. Von WDR 5.

Audimax
Audimax: Michael Elsfeld – Die Illusion des Republikanismus

Audimax

Play Episode Listen Later Nov 16, 2025 52:28


Das vorherrschende gesellschaftliche System in Deutschland und im Westen generell kann als postmoderner Totalitarismus verstanden werden. In seinem Essay untersucht Michael Elsfeld, Professor für Wirtschaftsphilosophie an der Universität Lausanne, die Entstehungsgeschichte dieses Totalitarismus. In diesem benutzt die Staatsgewalt angebliche wissenschaftliche Lehrmeinungen wie zur „Corona-Pandemie“ und zur „Klimakatastrophe“, um das soziale und private Leben zu steuern, und setzt diese mithilfe der Medien und mit Zwang durch. Das System bedient sich eines kollektivistischen, moralischen Narrativs. Der Autor geht der Frage nach, wie es nach einer Periode der scheinbar vorherrschenden offenen Gesellschaften bis Ende der neunziger Jahre entstehen konnte.

freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Unearthing the Music - Footnotes to Sonic Resistance Pt.II (Yugoslavia & Latvia) (Serie 1502: Ittys Radioséance)

freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))

Play Episode Listen Later Nov 15, 2025


Der Zusammenbruch des Ostblock stieß einen Transformationsprozess an, der bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine ist u.a. Teil davon. Das Verhältnis zum Westen war in vielen Ländern des ehemaligen 'Blocks' nicht selten ein ambivalentes und konnte sogar in Rückgewandtem, ja Demokratiefeindlichem Ausdruck finden. Gerade Subkulturen und Avantgardebewegungen spiegeln diese Ambivalenz. In Jugoslawien waren die 80er Jahre geprägt von Freiheitsversprechen und (kreativem) Aufschwung, aber auch die Zeit aufkommenden Nationalismus. Von Widersprüchen geprägt, war es das letzte Jahrzehnt, in dem das Land eine Einheit war - und Jugoslawischer NewWave Ausdruck dessen: 'die letzte Jugend' - und kein Projekt eignet sich zur Illustration besser als die Belgrader Band IDOLI - war urban, individualistisch, rebellisch und geradezu obsessiv in ihrer Identifikation mit der Kulturszene westlicher Metropolen. Sie trat an gegen den sozialistischen Kollektivismus, flirtete dabei mit nationalistischer, rückgewandter Bildsprache, griff Avantgarde-Traditionen auf, auch solche, die ihrerseits mit Totalitarismus geliebäugelt hatten, war dabei aber ungemein vielschichtig, vieldeutig, verspielt und intelligent, ihr Album ein Meilenstein von TapeArt&CutUp. Kann Popmusik ein Warnsignal, ein Seismograph folgender Desillusionierung und gewalttätigen Zerfalls sein? Auch das multidisziplinäre Künstlerkollektiv NSRD aus Riga war stark von postmoderner Theorie beeinflusst, dazu von neuer Musik und Dada, später u.a. von Fluxus und Kybernetik mit einem ausgeprägten DiY-Ethos, der nicht nur den restriktiven Bedingungen in der Sozialistischen Sowietrepublik geschuldet war. Wenn gute lettische Tanzmusik rar war, machte man sie halt selbst. Alle Grauzonen, die Musik & Kunst betrafen, wurden von NSRD voller Begeisterung ausgelotet. "Wir identifizieren uns mit Grenzen. Wir orientieren uns an den Beziehungen zwischen Zentrum und Peripherie.“ heisst es im Manifest ihrer 'Approximate Art'. Bonus: #Eastbam.

Matthias Zehnders Wochenkommentar
Der narzisstische Sisyphos

Matthias Zehnders Wochenkommentar

Play Episode Listen Later Nov 7, 2025 16:01


Kurz bevor die deutschen Truppen 1940 in Frankreich einmarschierten, beendete ein junger, algerisch-französischer Schriftsteller die Arbeit an seinem ersten Roman. Zwei Jahre später, am 19. Mai 1942, veröffentlichte Gallimard den Roman trotz deutscher Besatzung in Paris. Das Buch wurde als literarische Sensation gefeiert und avancierte zu einem der meistgedruckten französischen Romane des 20. Jahrhunderts. Das ist die Geschichte von «L'étranger», dem ersten Roman von Albert Camus. Er traf mit seiner Geschichte über den gleichgültigen Mörder Meursault den Nerv seiner Zeit. Seine Generation war tief desillusioniert durch die Weltkriege und den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg des Totalitarismus. Heute, 85 Jahre später, stehen wir wieder an einem ähnlichen Punkt. Wieder sind Ideale vom Sockel gestürzt, koloniale Konflikte flammen wieder auf, wieder scheint der Aufstieg des Totalitarismus nicht aufzuhalten. Albert Camus sah 1940 den Menschen in einer absurden Situation: Wir Menschen sehnen uns nach Sinn, die Welt aber ist sinnlos, ja sinnwidrig. Camus vergleicht den Menschen deshalb mit Sisyphos, der zur Strafe in der Unterwelt einen Felsbrocken einen Berg hinaufwälzen muss. Kurz vor dem Gipfel des Bergs entgleitet ihm der Brocken und rollt wieder ins Tal. Deshalb steht Sisyphos jeden Tag vor derselben sinnlosen Aufgabe. Es ist eine absurde Arbeit. Camus sagt nun aber, der Ausweg liege darin, dass Sisyphos diese Absurdität seines Tuns akzeptiere und seine Erfüllung im täglichen Kampf mit seinem Felsbrocken sehe. Er schreibt deshalb: «Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.» Und heute, 85 Jahre später? Wie müssen wir uns Sisyphos heute vorstellen?Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.Website: https://www.matthiaszehnder.ch/Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

phoenix unter den linden - Audio Podcast
Vom Freiheitsdrang in den Autoritarismus?

phoenix unter den linden - Audio Podcast

Play Episode Listen Later Nov 3, 2025 45:41


Die liberale Demokratie steht unter Druck – weltweit. Besonders dort, wo sie sich vor 36 Jahren gegen Totalitarismus und Autokratie durchgesetzt hat, wo die Menschen sich durch eine friedliche Revolution die Freiheit in ihren Gesellschaften erkämpft haben. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und danach des Eisernen Vorhangs schien für viele lange Zeit der weltgeschichtliche Durchbruch zum Guten verbunden. Einige glaubten gar an das Ende der Geschichte, die meisten vor allem an den Sieg der Demokratie. Heute müssen wir erkennen: das war zu optimistisch. Gibt es eine Entfremdung der Menschen von ihrem Ideal? Woher kommt die neue Sympathie für das Autoritäre? Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Merkel und Linda Teuteberg (FDP) diskutieren bei Michaela Kolster.

Feuilletöne - Der Podcast mit wöchentlichem Wohlsein, der den Ohren schmeckt

In dieser Folge tauchen wir tief in Karl Poppers großes Werk 'Die offene Gesellschaft und ihre Feinde' ein. Es handelt sich um ein philosophisches Manifest gegen Dogmatismus, Totalitarismus und den Glauben an geschichtliche Notwendigkeit. Popper zeichnet darin den Kampf zwischen zwei Weltbildern: der geschlossenen Gesellschaft, die sich an ewigen Wahrheiten, Hierarchien und historischen Gesetzen orientiert, und der offenen Gesellschaft, die auf Freiheit, Kritik und Reformfähigkeit baut. Auch in dieser Folge darf das Bier nicht fehlen, und deswegen verkosten wir das Aloysius von der Kuchelbauer Brauerei.

BuchZeichen
Aktuelle Buchempfehlungen: Die Notwendigkeit von Empathie

BuchZeichen

Play Episode Listen Later Oct 21, 2025 25:26


Die Britin Julia R. Kelly erzählt in ihrem unterhaltsamen Debütroman «Das Geschenk des Meeres» von der heilenden Kraft der Empathie. Und der 96-jährige Jahrhundertzeuge Paul Lendvai warnt in seinem historisch interessanten Lebensbericht vom Wiedererstarken des Totalitarismus. Das Meer kann für uns Menschen manches bedeuten: Sehnsuchtsort, Gefahr oder auch mythisch aufgeladenes Geheimnis. Mit diesen verschiedenen Bildern spielt der berührende Debütroman «Das Geschenk des Meeres» der Britin Julia R. Kelly. Das Buch erzählt von einem schottischen Fischerdorf um das Jahr 1900. Dort gerät das soziale Gefüge durcheinander, nachdem ein Junge in den Fluten ertrunken ist und ein paar Jahre später plötzlich wieder auftaucht. Was ist damals wirklich geschehen? Der Roman erzähle von Hass und Hader, Lebenslügen und Selbstverleugnung - und von der heilenden Kraft der Empathie, sagt Felix Münger. Paul Lendvai ist Journalist und Jahrhundertzeuge. Geboren 1929 als Sohn jüdischer Eltern überlebte er den Holocaust und die stalinistische Diktatur. Nach dem Einmarsch der Russen floh er nach Wien, wo er einer der führenden Journalisten des Landes wurde. In seinem neusten Buch beschreibt der 96-jährige seine drei Identitäten (die jüdische, die ungarische und die österreichische) und er warnt vor einem Wiedererstarken des Totalitarismus. Ein enorm wichtiges Buch in Zeiten politischer Radikalisierung und systematischer Schwächung der Demokratie, findet Literaturredaktor Michael Luisier. Buchhinweise: Julia R. Kelly. Das Geschenk des Meeres. Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. 350 Seiten. mare, 2025. Paul Lendvai. Wer bin ich? 120 Seiten. Zsolnay, 2025.

Aus der jüdischen Welt - Deutschlandfunk Kultur
Zwischen Totalitarismus und Freiheit: Ein neuer Hannah-Arendt-Film

Aus der jüdischen Welt - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Sep 19, 2025 7:19


Tenenberg, Miron www.deutschlandfunkkultur.de, Aus der jüdischen Welt

NACHSCHLAG
Nachschlag #71: "Agent" Liebich / Nouriopur-Totalitarismus / Volksenteignung

NACHSCHLAG

Play Episode Listen Later Sep 3, 2025 54:47


Kayvan Soufi-Siavash, Paul Brandenburg und Diether Dehm mit den Schlagzeilen1. "Agent" Liebich eröffnet das Endspiel2. Nouripour ist autokratischer als Xi3. Sparen darf das Volk Inhalt00:00 Schlagzeilen05:56 Die Rolle der Medien und des Geheimdienstes12:06 Kritik an der aktuellen politischen Lage18:08 Schlussfolgerungen und Ausblick24:45 Überwachung und Kontrolle durch Technologie30:41 Die Suche nach Sinn und Identität36:09 Der kritische Geist in Deutschland41:46 Deutsche Identität und historische Einflüsse47:14 Steuerpolitik und StaatsausgabenStichworteMarla Svenja Liebig, Justiz, Medien, Meinungsfreiheit, Nouripour, autoritäre Tendenzen, Deutschland, politische Autokratie, Politik, Medien, KI, Gesellschaft, Identität, Manipulation, Verantwortung, Öffentlichkeit, deutsche Mentalität, Herausforderungen(Erstveröffentlichung: 3.10.2025)Become a supporter of this podcast: https://www.spreaker.com/podcast/nachschlag--5975644/support.

Weltenwanderer (AAC Feed)
WWP064 Brot und Spiele

Weltenwanderer (AAC Feed)

Play Episode Listen Later Aug 31, 2025 60:08 Transcription Available


Wir lassen Terry Pratchett hinter uns und besuchen die Welt von Panem, in dem wir die Hunger Games lesen. Da ist nicht alles so lustig. Dafür hat Thomas sehr viel Spaß mit einer gut gestalteten Welt und realistischen Menschen und realistischem Totalitarismus. Andi hat dafür einen Rant, aber den unterstützen beide.

MDR KULTUR Features und Essays
Tatwaffe Schreibmaschine – Der Fall eines Leserbriefschreibers in der DDR

MDR KULTUR Features und Essays

Play Episode Listen Later Aug 7, 2025 29:20


Der Bau der Berliner Mauer – dagegen protestierte der Magdeburger Rudolf Winkler in einem Leserbrief. Harmlos, sollte man meinen, aber das löste eine Fahndung aus und führte schließlich zu einer Gefängnisstrafe.

Ostausschuss der Salonkolumnisten
Krieg gegen Wissenschaft und Wissensvermittlung – Russlands Front gegen die Forschung

Ostausschuss der Salonkolumnisten

Play Episode Listen Later Jul 3, 2025 79:43


Nicht erst seit 2022 und auch nicht erst seit 2014, sondern schon viel länger hat Russland Historikerinnen und Historikern, NGOs und jeder zivilgesellschaftlichen Initiative, die sich um Aufarbeitung und Wissensvermittlung gekümmert hat, Probleme bereitet. Unser Panel zeichnet den Weg in den Totalitarismus nach und erklärt, inwiefern das auch Teil des hybriden Kriegs Russlands gegen den Westen ist.Literaturtipp: Edward Luce, Zbig – The Life of The Life of Zbigniew Brzezinski – America's Great Power Prophet, Simon & Schuster, 560 Seiten, ca. 33 EuroUnterstützen Sie uns einmalig oder regelmäßig hierUnser Schwesterpodcast: Der Hauptausschuss der SalonkolumnistenDie Website der SalonkolumnistenDer Ostausschuss der Salonkolumnisten auf TwitterDas Panel auf Twitter:Dr. Franziska DaviesProf. Jan Claas BehrendsDr. Gustav GresselGabriele WoidelkoDas Moderationsteam:Jan-Philipp HeinRichard VolkmannDavid HarnaschProducer: David HarnaschTitle track vocals: Masha (10, from Odesa)

MDR KULTUR Features und Essays
Auf der Suche nach den verlorenen Seelenatomen

MDR KULTUR Features und Essays

Play Episode Listen Later Jun 17, 2025 56:03


Auf der Suche nach den verlorenen SeelenatomenHörspiel von Susann Maria Hempel Das Radiostück basiert auf Gesprächen mit einem ehemaligen DDR-Häftling, der im Gefängnis einen schweren Schock mit darauffolgender Amnesie erlitt. Als vermeintlichem Republikflüchtling wurde ihm ein "Grenzproblem" übergestülpt, das nicht seins war. Und dann hat er eine Grenzerfahrung ganz anderer Art gemacht: Im Gefängnis sei die Seele aus ihm "rausgemacht" worden, sagt er. Und sie ist bis heute nicht heimgekehrt in ihr Gefäß. Er denkt sie sich dennoch gut aufgehoben – dort nämlich, wo ihr immer am wohlsten war: im Wald. Als sein ältester Freund starb, beginnt der Häftling, der Autorin von seinem Leben zu erzählen. Sie wird auf die tiefe Verbundenheit aufmerksam, die beide zum Wald hatten. Ihr ganz eigener, in der Kindheit wurzelnder Mythos des Waldes wurde mit dem Tod des Freundes wieder lebendig. Und in gewisser Weise hat die Autorin das Erbe ihrer Freundschaft angetreten. So, wie sich einst das Gesicht des Einen vor dem Anderen hob, hebt sich nun das Gesicht ihrer Freundschaft vor ihr. Techn. Realisation: Nikolaus LöweRedaktion: Mareike MaageProduktion: RBB 2018Hörspiel des Monats November 2018 Hörspiel des Jahres 2018 Hörspielpreis der Kriegsblinden 2019

Sternstunde Philosophie
Paul Lynch – Schreiben in finsteren Zeiten

Sternstunde Philosophie

Play Episode Listen Later May 25, 2025 57:46


Eine Familie im Strudel von Willkür, Machtmissbrauch und Totalitarismus. Mit diesem Plot gewann der Ire Paul Lynch den Booker Prize, den wichtigsten Preis für englischsprachige Literatur. Mit Olivia Röllin spricht der Autor von «Prophet Song» über Empathie, Meditation und die Kraft von Geschichten. Als Paul Lynch sein neustes Buch schrieb, dachte er, dass «Prophet Song» seine Karriere beenden könnte. Denn der Roman, in dem Irland ein totalitärer Staat wird, trifft Lesende mit voller Wucht. Vom ersten Satz an zeichnet Lynch in intimster Klarheit nach, was mit einer Familie geschieht, die in den Strudel von staatlicher Gewalt, Willkür und Verfolgung gerät. Dass seine Geschichte in einem westeuropäischen Land mit einer gefestigten Demokratie spielt, macht es noch verstörender. 2023 erhielt der irische Autor dafür den begehrten Booker Prize. Seither steht seine Welt Kopf, und er gibt nach eigenen Aussagen fast nur noch Interviews. Lynch ist ein Sprachvirtuose, der sich in innere Kontemplation begeben muss, um schreiben zu können. Er spricht von einem Versuch in radikaler Empathie. Was nicht immer einfach sei, denn er sei in erster Linie Vater von zwei Kindern. Mit Olivia Röllin spricht er über existenzielle Kipppunkte, die Revolution des Mitgefühls und das Schreiben als Daseinsform.

Sternstunde Philosophie HD
Paul Lynch – Schreiben in finsteren Zeiten

Sternstunde Philosophie HD

Play Episode Listen Later May 25, 2025 57:46


Eine Familie im Strudel von Willkür, Machtmissbrauch und Totalitarismus. Mit diesem Plot gewann der Ire Paul Lynch den Booker Prize, den wichtigsten Preis für englischsprachige Literatur. Mit Olivia Röllin spricht der Autor von «Prophet Song» über Empathie, Meditation und die Kraft von Geschichten. Als Paul Lynch sein neustes Buch schrieb, dachte er, dass «Prophet Song» seine Karriere beenden könnte. Denn der Roman, in dem Irland ein totalitärer Staat wird, trifft Lesende mit voller Wucht. Vom ersten Satz an zeichnet Lynch in intimster Klarheit nach, was mit einer Familie geschieht, die in den Strudel von staatlicher Gewalt, Willkür und Verfolgung gerät. Dass seine Geschichte in einem westeuropäischen Land mit einer gefestigten Demokratie spielt, macht es noch verstörender. 2023 erhielt der irische Autor dafür den begehrten Booker Prize. Seither steht seine Welt Kopf, und er gibt nach eigenen Aussagen fast nur noch Interviews. Lynch ist ein Sprachvirtuose, der sich in innere Kontemplation begeben muss, um schreiben zu können. Er spricht von einem Versuch in radikaler Empathie. Was nicht immer einfach sei, denn er sei in erster Linie Vater von zwei Kindern. Mit Olivia Röllin spricht er über existenzielle Kipppunkte, die Revolution des Mitgefühls und das Schreiben als Daseinsform.

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur
Totalitarismus? Warum drei prominente Wissenschaftler die USA verlassen

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Apr 16, 2025 4:11


kulturWelt
Gesellschaftssatire im Kino: "Was Marielle weiß" von Frédéric Hambalek

kulturWelt

Play Episode Listen Later Apr 16, 2025 13:42


Totalitarismus? Warum drei prominente Wissenschaftler die USA verlassen. Von Ralf Borchard / Neu im Kino: "Was Marielle weiß" mit Julia Jentsch. Von Bettina Dunkel / "A Study of Losses": Das neue Album von Beirut. Von Malte Borgmann

Kontrafunk - Die Stimme der Vernunft
Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Zeit der Deglobalisierung

Kontrafunk - Die Stimme der Vernunft

Play Episode Listen Later Apr 6, 2025 55:24


06.04.2025 – Der Brandenburger Zeitungsverleger Michael Hauke, die Publizistin Birgit Kelle und der Wirtschaftswissenschaftler, Fondsmanager und Publizist Prof. Max Otte diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Zoll-Forderungen des amerikanischen Präsidenten und die Ankündigung von EU-Politikern, mit voller Härte zurückzuschlagen; über die originellen Interpretationen der deutschen Kriminalstatistik durch somnambule Medienleute; über eine mörderische Sumpfblüte des Genderirrsinns, die in Potsdam vor Gericht steht, sowie über das Zauberwort „Volksverhetzung“, das zum Angelpunkt des neuen Totalitarismus wird.

SWR2 Hörspiel
Ernst Jünger: Auf den Marmorklippen

SWR2 Hörspiel

Play Episode Listen Later Mar 29, 2025 98:44


Ernst Jüngers 1939, am Vorabend des II. Weltkriegs in Nazi-Deutschland veröffentlichter Roman gilt als ethisch wie ästhetisch ambivalent beurteiltes „Problembuch“. Seine in einem fiktiven Reich angesiedelte fantastisch-symbolistische Parabel über den Totalitarismus erzählt die Geschichte zweier Brüder, die den Zusammenbruch einer hochentwickelten friedlichen Zivilisation erleben. Deren innere gesellschaftliche Konflikte weiß ein plündernder wie mordender Tyrannen gnadenlos für sich zu nutzen - bis alles apokalyptisch in Feuer aufgeht, in hemmungsloser Barbarei sich auflöst.. Mit: Sylvester Groth Musik: Steffen Schleiermacher Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen Produktion: SWR 2025 - Premiere

MDR KULTUR Features und Essays
George Orwells 1984 – ein Buch und seine Folgen

MDR KULTUR Features und Essays

Play Episode Listen Later Jan 24, 2025 29:50


Vor 75 Jahren starb George Orwell. Sein Roman "1984" warnt vor dem "Big Brother", vor Datensammelei und Überwachungsstaat. Welche Folgen hatte das Buch in Ost- und Westdeutschland? Und warum scheint es aktueller denn je?

Die Podcastin
#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Staempfli mit Zitat von Hannah Arendt in eine philosophisch-hist. Rundreise.

Die Podcastin

Play Episode Listen Later Jan 13, 2025


#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Staempfli mit Zitat von Hannah Arendt, philosophischer Rundreise von Rousseau zum NS, zum Kommunismus, zum Islamismus & wie das alles mit dem DSA zusammenhaengt. Regula Stämpfli und Isabel Rohner nehmen das Zitat der großen Philosophin Hannah Arendt zum Anlass für einen Rundumschlag über Politik in Deutschland und den USA und über Philosophiegeschichte: von der viel zu restriktiven und damit kontraproduktiven Umsetzung des Digital Service Acts (DSA) bis zum Gerichtsurteil des Federal Court Kentucky und dem Sieg der Frauen, von Rousseau bis zu den Muslimbrüdern, von Moralphilosophie bis zum Totalitarismus.

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur
Autor Paul Lynch - "Wir verleugnen die Realität"

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Sep 26, 2024 17:17


Es klopft an die Tür einer irischen Familie. Danach ist nichts mehr, wie es war. Irland verfällt dem Totalitarismus. Paul Lynchs Roman "Das Lied des Propheten" ist kein Zukunftsroman, vielmehr hat er mit der Gegenwart zu tun. Lynch, Paul www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur
Autor Paul Lynch - "Wir verleugnen die Realität"

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Sep 26, 2024 17:17


Es klopft an die Tür einer irischen Familie. Danach ist nichts mehr, wie es war. Irland verfällt dem Totalitarismus. Paul Lynchs Roman "Das Lied des Propheten" ist kein Zukunftsroman, vielmehr hat er mit der Gegenwart zu tun. Lynch, Paul www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart

Die Wochendämmerung
Thilo Baum: "Es ist ein Kampf gegen die Moderne, es geht um einen Rückschritt in totalitäre Verhältnisse"

Die Wochendämmerung

Play Episode Listen Later Aug 2, 2024 56:27


Wie kann man Sinn von Unsinn unterscheiden? Sich sogar gegen Fake News immunisieren? Thilo Baum hat ein ganzes Buch über diese Frage geschrieben und mit Holger darüber gesprochen. Es geht darum, ob Lügen von der Meinungsfreiheit gedeckt sind (Spoiler: nein), wer welche Verantwortung und Pflichten hat und wie man dazu beitragen kann, den öffentlichen Diskurs zu versachlichen und damit die liberale Demokratie gegen Demagogie und Totalitarismus zu verteidigen.

ETDPODCAST
KP-Treffen in Peking: China steuert auf maoistischen Totalitarismus zu, sagt Experte | Nr. 6174

ETDPODCAST

Play Episode Listen Later Jul 17, 2024 8:04


Die chinesische Führung sieht sich mit einer schwächelnden Wirtschaft konfrontiert. Auf dem Parteitag in Peking sollen Lösungen gefunden werden. Das Dritte Plenum ist traditionell das Forum, auf dem die Partei wichtige Veränderungen ankündigt. Experten sind wenig optimistisch. Eine Analyse.

ETDPODCAST
George Orwell und sein Roman „1984“ | Nr. 6010

ETDPODCAST

Play Episode Listen Later Jun 4, 2024 11:39


Vor 75 Jahren wurde der Roman „1984“ veröffentlicht – die wohl berühmteste Warnung vor Totalitarismus und Entmenschlichung, die je geschrieben wurde. Die Wurzeln dieser nach wie vor aktuellen Dystopie sind in George Orwells Leben und Epoche zu finden.

indubio
Flg. 330 - Haltungsschadenjournalismus

indubio

Play Episode Listen Later May 26, 2024 72:24


Über die Haltung der Medien und die Verantwortung jener, die diese Medien konsumieren, spricht Gerd Buurmann mit Tom Sora, Autor des Buchs "Linke Intellektuelle im Dienst des Totalitarismus. Wie die Kunstavantgarde den Weg für die Woke-Bewegung bereitete - das Beispiel John Cage" und mit Gunnar Kunz, Autor des Buchs "Achtung. Sie verlassen den demokratischen Sektor. Das Ende der Freiheit in Deutschland?"