48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In…

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 waren eine Zäsur in derGeschichte der USA. Für die Bürger von New York City war der Einsturzdes World Trade Center ein Trauma, das auch 25 Jahre danach für vielenicht überwunden ist.

In Israel vollzieht sich hinter den ultraorthodoxen Mauern eine stille Revolution: Die Gemeinschaft der Haredim öffnet sich kontrolliert der Moderne, und versucht dabei ihre Identität nicht aufzugeben.

Seit mehr als drei Jahren herrscht Krieg im Sudan, ein Ende ist nicht in Sicht. Berichte über Massaker aus dem nordostafrikanischen Land gehören inzwischen fast zur Normalität.

Nach Serbien ist Albanien das zweite Land auf dem Balkan mit einer Dauer-Protestbewegung. Seit Ende Mai kommt es in der Hauptstadt Tirana fast täglich zu Massenprotesten mit Tausenden Teilnehmern.

Über sieben Monate ist es her, da haben die Vereinigten Staaten in einer beispiellosen Operation Venezuelas Langzeit-Machthaber Nicolás Maduro und seine Frau außer Land gebracht.

Auf der Liste der Staaten, die auf Kernenergie setzen, hält Frankreich Platz 3, hinter den Vereinigten Staaten und China. Gut 65 Prozent des heute im Land erzeugten Stroms stammt aus Atomreaktoren.

Sie ist eines der größten europäischen Infrastrukturprojekte und soll endlich die Zugfahrtzeiten auf der Strecke von Warschau durch das Baltikum bis nach Tallinn deutlich verkürzen: Noch stärker in den Fokus gerät die Rail Baltica vor allem durch Putins Überfall auf die Ukraine. Die Bahntrasse wird laut NATO-Angaben eine wichtige Rolle bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen spielen. Bisher müssen Züge an der polnisch-litauischen Grenze umgesetzt werden, weil im Baltikum nach wie vor die alte sowjetische Spurbreite verbaut ist. Die würde es Russland auch erleichtern per Zug nach Kaliningrad durchzustoßen. Eigentlich sollte die Rail Baltica schon 2015 fertiggestellt sein. Inzwischen sind die Baukosten von ursprünglich geplanten sieben auf 24 Milliarden Euro angewachsen, 85 Prozent davon zahlt die EU. Angepeilt ist nun 2030 für die Inbetriebnahme. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, in Lettland etwa sind bis heute Eigentumsverhältnisse auf der Strecke ungeklärt. Viele Landbesitzer wissen bis heute nicht, ob und in welchem Umfang sie enteignet werden sollen. Und laut Informationen des estnischen Geheimdienstes unterstützt Russland NGO's und Aktivisten, die sich gegen das Mega-Projekt positionieren. Christoph Kersting berichtet.

Georgien war einmal ein Muster-EU-Beitrittskandidat, doch inzwischen hat die Regierungspartei "Georgischer Traum" den Kurs Richtung Russland geändert.

"Hasbara" - das heißt wörtlich "Erklärung". Und es gibt nicht wenig ein Israel, die meinen, dass, angesichts des katastrophalen Ansehens Israels in der Welt, das Land und seine Lage einfach nicht gut genug erklärt werden.

Es war die schwerste Brandkatastrophe in der Schweiz seit Jahrzehnten: In der Silvesternacht zum 1. Januar starben 41 junge Menschen, 115 wurden schwer brandverletzt, viele werdennoch immer in Krankenhäusern und Reha-Kliniken behandelt.

Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße.

Nur wenig erfahren wir über das Schicksal der ukrainischen Bevölkerung, die unter russischer Herrschaft in den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine leben müssen. Ein Fünftel des Landes halten die russischen Besatzungstruppen unter ihrer Kontrolle.

Geht es um Radsport, fallen den meisten Deutschen nur drei Worte ein: Tour de France. Doch nach den großen dreiwöchigen Landesrundfahrten (Frankreich, Italien, Spanien) folgen im Stellenwert für Rennradfahrer die fünf Monumente.

Wenn es Taiwan in Deutschland in die Schlagzeilen schafft, dann geht es meistens um die Bedrohung aus China oder um die begehrten Mikrochips, die der Inselstaat produziert.

Vor 20 Jahren, am 03. Juni 2006, wurde Montenegro unabhängig. Der kleine Balkanstaat an der Adriaküste hatte sich nach dem Zerfall Jugoslawiens aus dem Verbund mit Serbien getrennt.

Italiens Gefängnisse sind überfüllt, die Zustände katastrophal. Im Schnitt nimmt sich alle drei Tage ein Häftling das Leben, regelmäßig kommt es zu Aufständen. In diesem Jahr sind erstmals auch die Jugendhaftanstalten überfüllt.

Früher haben hunderttausende Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare.

Rio de Janeiro: Strände und Favelas, Caipirinha und Chaos, Urwald und Beton, Samba, Karneval und Drogenkrieg, nirgends liegen die Gegensätze so nah beieinander.

Mexiko-Stadt ist gebaut auf den Ruinen der Azteken, erschüttert von Erdbeben, getrieben von endlosem Autoverkehr und Verdrängung.

Am 26. April 1986 kam es im vierten Block des Kernkraftwerks Tschernobyl in der heutigen Ukraine (damals UdSSR), zu einem schweren Unfall, dem ersten, der auf der internationalen Störfallskala (INES) mit der höchsten Stufe, nämlich 7, bewertet wurde.

Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Rassentrennung hat in Südafrika ein neuer Versuch der Aufarbeitung begonnen.

Auf der Wiederaufbaukonferenz werden jährlich Milliarden gesammelt, um den Wiederaufbau der Ukraine zu unterstützten. Doch der gestaltet sich äußerst schwierig.

Noch nie hatte Viktor Orban einen so starken Herausforderer, wie bei der Parlamentswahl am 12. April. Wird der pro-europäische Konservative Peter Magyar, mit seiner Tisza-Partei, den Rechtspopulisten Viktor Orban und seine Fidesz-Partei verdrängen?

Die Casamance liegt im Süden Senegals. Die Region hat eine geografische Besonderheit, ein Erbe aus der Kolonialzeit: Sie ist durch das Land Gambia vom Rest Senegals abgetrennt.

Sie haben ein neues Afghanistan geschaffen, so viel ist klar. Das Land am Hindukusch ist im fünften Jahr der Herrschaft der Taliban deutlich vorangekommen auf dem Weg zu einem totalitären Gottesstaat.

Bei den in Frankreich am 15. und 22. März stattfindenden Kommunalwahlen könnten mehrere größere Städte in die Hände des Rassemblement national fallen. Denn die rechtsextreme Partei findet im Land immer mehr Anhänger.

Neuseeland und Australien gelten als klassische Auswanderer-Länder. Neu ist dagegen der Trend, dass Neuseeländer nach Australien auswandern - Tendenz stark steigend. Medien berichten von über 70 000 im Jahr 2025, ein Plus zum Vorjahr von acht Prozent.

US-Präsident Donald Trumps Militärtruppen haben kaum Caracas angegriffen und Venezuelas Machthaber Maduro und seine Frau entführt, da drohte er schon den lateinamerikanischen Nachbarn. "Kuba wird bald fallen"

Kairo ist eine der beeindruckendsten Weltstädte - Moloch und Zauber zugleich: Rund 25 Millionen Menschen leben in der Mega-City am Nil, die auf den ersten Eindruck vor allem von Verkehrswahnsinn, Hupkonzert und Smog geprägt zu sein scheint.

Heute kaum vorstellbar, aber im Urlaubsziel Südtirol explodierten vor rund 50 Jahren immer wieder Bomben. Deutschsprachige Südtiroler, die sich selbst als Freiheitskämpfer sahen, wollten so die Unabhängigkeit von Italien erreichen.

2026 ist neben dem slowakischen Trencin erneut eine nordische Stadt Europäische Kulturhauptstadt: Das finnische Oulu! In tausenden Veranstaltungen geht es unter anderem um das Glück der Finnen und die indigene Kultur der Sámi.

Bulgarien trat am 1. Januar 2026 der Eurozone bei. Dennoch ist das Land im Moment ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und das zweitkorrupteste Land der EU und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, obwohl sie fast ein ganzes Jahr lang stabil war. Für bulgarische Verhältnisse ist das schon eine gewisse Zeit. Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürger sind gegen Korruption auf die Straße gegangen und gegen den Haushalt für das Jahr 2026, den ersten Haushalt in Euro. Die Bürger warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bürger mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. Jetzt ist die Regierung, die von der konservativen GERB-Partei angeführt wurde, also gestürzt. Doch das bulgarische System aus Machtverflechtungen und Korruption ist es noch lange nicht. In letzter Zeit hat Bulgariens mächtigster Oligarch, Deljan Peewski, zunehmend an Einfluss in der Politik gewonnen hat. Das hat die Wut der Demonstranten auf den Straßen besonders angefacht.

Trencin in der Slowakei wird 2026 Europäische Kulturhauptstadt - neben dem finnischen Oulu. Zum zweiten Mal darf eine slowakische Stadt diesen prestigeträchtigen Titel tragen.

Blickt man auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Nahost-Konflikt, dann ist eigentlich nichts besser geworden. Palästinenser im Westjordanland leiden immer mehr unter der israelischen Besatzung: Dort sind Gewalt durch radikale Siedler, Militäreinsätze und Vertreibungen an der Tagesordnung. Im Gazastreifen versucht eine Bevölkerung nach über zwei Jahren Krieg zu überleben, ihre Zukunft ist völlig unklar. Bei den meisten Israelis ist das Sicherheitsgefühl nach dem Terror des 7. Oktober nachhaltig gestört. Und auf beiden Seiten gibt es nicht mehr viele Menschen, die an ein friedliches Zusammenleben glauben oder gar an eine Lösung des Konflikts. Aber es gibt diese Menschen. Es sind wenige, oft werden sie für naiv gehalten, belächelt oder angefeindet. Doch sie verbindet, dass sie der Überzeugung sind, dass ein Zusammenleben in der Region zwischen Palästinensern und Israelis nur gemeinsam möglich ist.Wir haben einige dieser Menschen getroffen und begleitet und nach den Gründen für Ihre Hoffnung gefragt. Warum können Sie überhaupt noch auf Frieden hoffen, nach all dem, was passiert ist? Und was treibt sie an? Eine unwahrscheinliche Geschichte über Menschen, die trotz allem an Frieden glauben.

Vor 15 Jahren begann in Tunesien ein Protest, der die Welt verändern sollte. Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid ging es los. Was folgte, waren der Sturz von Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali, sowie eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Der so genannte arabische Frühling hatte begonnen. Tunesien bescherte er eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Und heute? Was ist vom so genannten Frühling geblieben, dort, wo alles begann, in Tunesien? Sarah Mersch und Stefan Ehlert aus dem ARD-Studio Rabat sind auf Spurensuche gegangen.

In der irischen Kleinstadt Tuam wird gerade ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde.

Von der Klimakrise sind besonders betroffen Länder, die am wenigsten zur Erderwärmung beitragen - wie Malawi im Süden Afrikas.

Vor wenigen Tagen jährte sich zum 30zigsten Mal der Friedenvertrag von Dayton, mit dem der verheerende Krieg in Bosnien-Herzegowina beendet wurde.

Antonio Messina aus Enna in Sizilien war sechzehn Jahre alt, als ein Kirchenmann anfing, ihn zu missbrauchen. Jahre später hat Messina Anzeige erstattet, nachdem er vergeblich versucht hatte, innerkirchlich Gehör zu bekommen.

Am 8. Dezember jährt sich der Sturz der Assad-Diktatur zum ersten Mal. Die neuen Machthaber präsentieren sich selbstbewusst auf derWeltbühne, aber in Syrien selbst sind die Fortschritte nur langsam.

Die kleine Stadt Sutherland, mitten im trockenen Hochland Südafrikas, ist weltberühmt für ihren klaren Sternenhimmel. Hier treffen sich Wissenschaft und Tourismus:

Unsere Vorstellung von der Südsee ist oftmals geprägt von traumhaften Stränden, azur blauem Wasser, von üppiger Vegetation.