POPULARITY
Am 13.5.1931 vergibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Spiele 1936 nach Berlin. Das Sportfest wird eine Propaganda-Show für das NS-Regime. Von Ralph Erdenberger.
Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Thomas Mann, wobei sein Weg vom Lübecker Bürgersohn zum weltberühmten Nobelpreisträger und politischen Mahner nachgezeichnet wird. Im Zentrum steht seine Entwicklung vom konservativen Patrioten zum leidenschaftlichen Verteidiger der Demokratie, der aus seinem kalifornischen Exil heraus das „deutsche Gewissen“ gegen das NS-Regime verkörperte. Die Texte beleuchten Meisterwerke wie Buddenbrooks, Der Zauberberg und Doktor Faustus, welche die Spannungen zwischen Kunst, bürgerlicher Disziplin und gesellschaftlichem Verfall thematisieren. Zudem wird Manns disziplinierter Arbeitsstil sowie sein komplexes Privatleben untersucht, das von familiären Tragödien und unterdrückten Sehnsüchten geprägt war. Schließlich reflektieren die Quellen seine zeitlose literarische Bedeutung und die anhaltende Relevanz seiner moralischen Haltung in der heutigen Zeit.Thomas Manns politische Wandlung vom kaisertreuen Nationalisten zum engagierten Verteidiger der Demokratie war ein jahrzehntelanger Prozess der Selbstrevision, der durch die Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorangetrieben wurde.Anfängliche Position und Erster WeltkriegZu Beginn des Ersten Weltkriegs vertrat Mann eine nationalkonservative Haltung. Er begrüßte den Kriegsausbruch 1914 als notwendige Verteidigung der deutschen „Kultur“ (die er als tief, musikalisch und irrational verstand) gegen die westliche „Zivilisation“ (die er als flach und rationalistisch ablehnte). In seinem monumentalen Essay Betrachtungen eines Unpolitischen (1918) rechtfertigte er das deutsche Kaisertum und wandte sich gegen demokratische Ideen. Diese Position führte zu einem jahrelangen tiefen Bruch mit seinem Bruder Heinrich Mann, der bereits ein erklärter Demokrat war.Der Wendepunkt in der Weimarer RepublikNach der deutschen Niederlage 1918 und dem Sturz des Kaiserreichs vollzog Thomas Mann eine bemerkenswerte geistige Kehrtwende. Wesentliche Impulse hierfür waren:Einsicht in die Realität: Er erkannte zunehmend, dass die Demokratie die einzige gangbare Alternative zur Barbarei darstellte.Der Mord an Walther Rathenau: Die Ermordung des Reichsaußenministers durch Rechtsextremisten im Jahr 1922 erschütterte Mann tief und war ein Mitauslöser für sein öffentliches Eintreten für die Republik.Öffentliches Bekenntnis: Mit seiner Rede „Von deutscher Republik“ (1922) trat er erstmals als politischer Mahner und Befürworter der Weimarer Demokratie hervor. Er argumentierte nun, dass Demokratie und Humanität eine Einheit bildeten.Der Kampf gegen den NationalsozialismusIn den 1920er und frühen 1930er Jahren wurde Mann zu einer zentralen moralischen Instanz gegen den aufkommenden Faschismus.Appell an die Vernunft: In seiner Berliner Rede „Deutsche Ansprache“ (1930) warnte er nachdrücklich vor der NSDAP und bezeichnete den Nationalsozialismus als eine „Riesenwelle exzentrischer Barbarei“.Literarische Warnung: Seine Novelle Mario und der Zauberer (1930) diente als unheilvolle Parabel über die Verführungskraft totalitärer Demagogen.Der Weltbürger im ExilNach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 kehrte Mann von einer Auslandsreise nicht mehr zurück und wurde im Exil zum „Sprachrohr der deutschen Freiheit“.Deutsche Hörer!: In insgesamt 55 Radioansprachen über die BBC verurteilte er das NS-Regime scharf und rief die deutsche Bevölkerung zur moralischen Umkehr auf.The Coming Victory of Democracy: Auf Vortragsreisen in den USA setzte er sich leidenschaftlich für die Erneuerung demokratischer Werte ein.Am Ende seines Lebens blickte Mann kritisch auf seine frühere „unpolitische“ Phase zurück und gestand ein, dass die Trennung von Geist und Politik ein gefährlicher deutscher Denkfehler gewesen sei. Sein Weg führte ihn so von der hanseatischen Kontorstube über die Verteidigung des Kaisertums bis hin zur Rolle eines Weltbürgers und politischen Moralisten.
Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Thomas Mann, wobei sein Weg vom Lübecker Bürgersohn zum weltberühmten Nobelpreisträger und politischen Mahner nachgezeichnet wird. Im Zentrum steht seine Entwicklung vom konservativen Patrioten zum leidenschaftlichen Verteidiger der Demokratie, der aus seinem kalifornischen Exil heraus das „deutsche Gewissen“ gegen das NS-Regime verkörperte. Die Texte beleuchten Meisterwerke wie Buddenbrooks, Der Zauberberg und Doktor Faustus, welche die Spannungen zwischen Kunst, bürgerlicher Disziplin und gesellschaftlichem Verfall thematisieren. Zudem wird Manns disziplinierter Arbeitsstil sowie sein komplexes Privatleben untersucht, das von familiären Tragödien und unterdrückten Sehnsüchten geprägt war. Schließlich reflektieren die Quellen seine zeitlose literarische Bedeutung und die anhaltende Relevanz seiner moralischen Haltung in der heutigen Zeit.Thomas Manns politische Wandlung vom kaisertreuen Nationalisten zum engagierten Verteidiger der Demokratie war ein jahrzehntelanger Prozess der Selbstrevision, der durch die Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorangetrieben wurde.Anfängliche Position und Erster WeltkriegZu Beginn des Ersten Weltkriegs vertrat Mann eine nationalkonservative Haltung. Er begrüßte den Kriegsausbruch 1914 als notwendige Verteidigung der deutschen „Kultur“ (die er als tief, musikalisch und irrational verstand) gegen die westliche „Zivilisation“ (die er als flach und rationalistisch ablehnte). In seinem monumentalen Essay Betrachtungen eines Unpolitischen (1918) rechtfertigte er das deutsche Kaisertum und wandte sich gegen demokratische Ideen. Diese Position führte zu einem jahrelangen tiefen Bruch mit seinem Bruder Heinrich Mann, der bereits ein erklärter Demokrat war.Der Wendepunkt in der Weimarer RepublikNach der deutschen Niederlage 1918 und dem Sturz des Kaiserreichs vollzog Thomas Mann eine bemerkenswerte geistige Kehrtwende. Wesentliche Impulse hierfür waren:Einsicht in die Realität: Er erkannte zunehmend, dass die Demokratie die einzige gangbare Alternative zur Barbarei darstellte.Der Mord an Walther Rathenau: Die Ermordung des Reichsaußenministers durch Rechtsextremisten im Jahr 1922 erschütterte Mann tief und war ein Mitauslöser für sein öffentliches Eintreten für die Republik.Öffentliches Bekenntnis: Mit seiner Rede „Von deutscher Republik“ (1922) trat er erstmals als politischer Mahner und Befürworter der Weimarer Demokratie hervor. Er argumentierte nun, dass Demokratie und Humanität eine Einheit bildeten.Der Kampf gegen den NationalsozialismusIn den 1920er und frühen 1930er Jahren wurde Mann zu einer zentralen moralischen Instanz gegen den aufkommenden Faschismus.Appell an die Vernunft: In seiner Berliner Rede „Deutsche Ansprache“ (1930) warnte er nachdrücklich vor der NSDAP und bezeichnete den Nationalsozialismus als eine „Riesenwelle exzentrischer Barbarei“.Literarische Warnung: Seine Novelle Mario und der Zauberer (1930) diente als unheilvolle Parabel über die Verführungskraft totalitärer Demagogen.Der Weltbürger im ExilNach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 kehrte Mann von einer Auslandsreise nicht mehr zurück und wurde im Exil zum „Sprachrohr der deutschen Freiheit“.Deutsche Hörer!: In insgesamt 55 Radioansprachen über die BBC verurteilte er das NS-Regime scharf und rief die deutsche Bevölkerung zur moralischen Umkehr auf.The Coming Victory of Democracy: Auf Vortragsreisen in den USA setzte er sich leidenschaftlich für die Erneuerung demokratischer Werte ein.Am Ende seines Lebens blickte Mann kritisch auf seine frühere „unpolitische“ Phase zurück und gestand ein, dass die Trennung von Geist und Politik ein gefährlicher deutscher Denkfehler gewesen sei. Sein Weg führte ihn so von der hanseatischen Kontorstube über die Verteidigung des Kaisertums bis hin zur Rolle eines Weltbürgers und politischen Moralisten.
In seinem neuen Buch "Nein sagen" erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an die Widerstandskämpfer:innen des 20. Juli 1944, die nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler ermordet wurden. Zugleich würdigt er das politische Engagement seiner Eltern - des späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut - im Kampf gegen das NS-Regime und reflektiert über aktuelle Gefährdungen der Demokratie durch Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Gestern hat Matthias Brandt das Buch im Berliner Ensemble vorgestellt. Oliver Kranz war vor Ort.
Der Platz in Berlin-Kreuzberg soll nach einer jüdischen Widerstandskämpferin benannt werden. Damit soll der Kampf von Frauen und auch von Juden und Jüdinnen gegen das NS-Regime geehrt werden. Autorin: Lisa Bühren. Von Daily Good News.
Propaganda war für die NSDAP weit mehr als nur Wahlkampf – sie war das Fundament ihrer Machtübernahme und das Werkzeug zur totalen Kontrolle des deutschen Volkes. In dieser Folge untersuchen wir, wie Presse, Rundfunk und Film instrumentalisiert wurden, um die nationalsozialistische Weltanschauung bis in den letzten Winkel des privaten Lebens zu tragen. Wir gehen zurück zu den Ursprüngen: Bereits in „Mein Kampf“ legte Adolf Hitler seine Theorien zur Massenpsychologie dar. Dabei analysieren wir insbesondere sein sechstes Kapitel, in dem er die Kriegspropaganda des Ersten Weltkriegs seziert. Wie lernte das NS-Regime von seinen ehemaligen Feinden? Und mit welchen Techniken gelang es ihnen, ein ganzes Volk auf ihren Kurs einzuschwören? Eine Folge über die psychologischen Mechanismen der Verführung, die Instrumentalisierung von Medien und die gefährliche Perfektionierung der politischen Lüge.
Der katholische Bischof Clemens August Graf von Galen wurde für seinen Widerstand gegen das NS-Regime bekannt. In seinen Predigten prangerte er die Euthanasie-Programme der Nazis an. Neben Verehrung gibt es aber auch Kritik am "Löwen von Münster".**********Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":00:05:52 - Esther Körfgen zitiert aus den abgeschriebenen Predigten von Galens, die sie aus dem Nachlass ihrer Großmutter hat00:11:47 - Markus Trautmann beschreibt die Motive, die Kardinal von Galen während der NS-Zeit angetrieben haben00:22:14 - Bernd Haunfelder erläutert den Umgang Münsters mit dem "großen Sohn" der Stadt00:31:36 - Christoph Kösters befasst sich mit dem Verhältnis der katholischen Kirche zum NS-Staat**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Auf Spurensuche im Vatikan: Warum schwieg der Papst zur Shoah?Bittbriefe an den Papst: "Bemerken muss ich, dass ich Jude bin..."Kirchenglocken mit NS-Symbolen: Sachverständiger will Glocken erhalten"**********KorrekturWir haben eine kurze unpräzise Formulierung eines Interviewpartners entfernt. **********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Markus Dichmann Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Gesprächspartner: Markus Trautmann, Dülmener Theologe und Pfarrdechant Gesprächspartner: Christoph Kösters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bochumer Kommission für Zeitgeschichte Gesprächspartnerin: Esther Körfgen, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
Der katholische Bischof Clemens August Graf von Galen wurde für seinen Widerstand gegen das NS-Regime bekannt. In seinen Predigten prangerte er die Euthanasie-Programme der Nazis an. Neben Verehrung gibt es aber auch Kritik am "Löwen von Münster".**********Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":5:52 - Esther Körfgen zitiert aus den abgeschriebenen Predigten von Galens, die sie aus dem Nachlass ihrer Großmutter hat11:47 - Markus Trautmann beschreibt die Motive, die Kardinal von Galen während der NS-Zeit angetrieben haben22:14 - Bernd Haunfelder erläutert den Umgang Münsters mit dem "großen Sohn" der Stadt31:36 - Christoph Kösters befasst sich mit dem Verhältnis der katholischen Kirche zum NS-Staat**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Auf Spurensuche im Vatikan: Warum schwieg der Papst zur Shoah?Bittbriefe an den Papst: "Bemerken muss ich, dass ich Jude bin..."Kirchenglocken mit NS-Symbolen: Sachverständiger will Glocken erhalten"**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Markus Dichmann Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Gesprächspartner: Markus Trautmann, Dülmener Theologe und Pfarrdechant Gesprächspartner: Christoph Kösters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bochumer Kommission für Zeitgeschichte Gesprächspartnerin: Esther Körfgen, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
Was hat Hitlers Lieblingsregisseurin während des Zweiten Weltkriegs getan? Vor 1939 hat sie das NS-Regime nur mit kühn inszenierten Bildern gefeiert, jetzt aber wird sie zur Augenzeugin eines Massenmords. Nach dem Krieg wird sie alles abstreiten – bis man sie ausgerechnet in einer Fernseh-Talkshow damit konfrontiert.Du hast Feedback oder einen Themenvorschlag für Joachim und Nils? Dann melde dich gerne bei Instagram: @wasbishergeschah.podcastQuellen:Nina Gladitz: Leni Riefenstahl, Karriere einer Täterin Piper Verlag München 2022Jürgen Trimborn: Riefenstahl.Eine deutsche Karriere Aufbau Verlag Berlin 2002Steven Bach: Leni. The life and work of Leni Riefenstahl Alfred A Knopf 2007Doku Riefenstahl von Andres Veiel und Sandra Maischberger, ARD 2024++ Werde Teil der WBG-Community und sichere die Zukunft des Podcasts langfristig: https://steady.page/de/wbg ++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Hjalmar Schacht war Hitlers Banker. Als Reichsbankpräsident und Wirtschaftsminister erfand er die Mittel, mit denen das Dritte Reich seine Aufrüstung finanzierte. Aber Schacht war nur die bekannteste Figur in einem viel größeren Spiel. Hinter ihm stand eine ganze Riege von Industriellen und Unternehmern, die vom Regime profitierten – und ohne die das Regime nicht funktioniert hätte. Melde dich und unterstütz mich doch auf Patreon oder mit Paypal: https://linktr.ee/deutschland33_45pod Erwähnte Folgen: - 33.10 (Februar 1933, Treffen von Hitler, Göring und Schacht mit führenden deutschen Industriellen, “Und nun, meine Herren, an die Kasse!”) - 33.25 (Finanzierung des Regierungsprogramms 1933, Schacht öffnet die Tresore der Reichsbank, „Jeden Betrag, mein Führer.”) - 34.4 (Einrichtung der Reichswirtschaftskammer und Unterorganisationen ab Februar 1934) Ausgewählte Literatur: Christopher Kopper: Hjalmar Schacht. Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier, München 2006. Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus, München 2007. Paul Windolf / Christian Marx: Die braune Wirtschaftselite. Unternehmer und Manager in der NSDAP, Frankfurt/Main/New York 2022. Intro-Musik arrangiert und vertont von Max, Auszüge aus Reden von Hermann Goering – Verkündung der Nürnberger Gesetze und Adolf Hitler – Reichstagsrede – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, via www.archive.org Episodenbild: Bundesarchiv, B 145 Bild-P046283 / Weinrother, Carl / CC-BY-SA 3.0 (Berlin 1932: NS-Betriebszellen-Versammlung im Sportpalast) Tags: #Neuere_und_neueste_Geschichte #Deutschland #USA
Eines der dunkelsten Kapitel der pommerschen Geschichte geschah im Februar vor 86 Jahren. In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1940 holt das NS-Regime unter anderem in Stralsund, Greifswald, Anklam und Stettin mehr als 1.100 pommersche Juden aus ihren Wohnungen und deportiert sie. Nur wenige von ihnen überleben den Holocaust. Die Aktion gilt heute als eine Art Probelauf für die späteren Deportationen durch die Nazis. Host: Mirja FreyeAutorInnen: Juliane Voigt und Matthes Klemme, PomeraniaredaktionRedaktion: Annette Ewen, PomeraniaredaktionDas Cover-Foto ist Teil der Ausstellung der pommerschen Landesgeschichte im Pommerschen Landesmuseum. Anregungen, Fragen, Lob? Schreibt uns gerne eine E-Mail an: mvimfokus@ndr.de Liebe MV im Fokus-Fans, die Links werden bei manchen Plattformen leider nicht klickbar ausgespielt. Abonniert uns am besten in der App der ARD Audiothek - da funktionieren die Links auf jeden Fall und ihr verpasst keine Folge.Weitere MV im Fokus Folgen findet Ihr hier: https://www.ndr.de/radiomv/mv-im-fokus-darueber-spricht-mecklenburg-vorpommern,podcast4906.htmlPodcast Tipp Bayern 2 „Die Quellen sprechen“ – alle Folgen hier:https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-quellen-sprechen/urn:ard:show:adb2196e5f558116/Folge 9 „Polen: Generalgouvernements August 1941- 1945“:https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:90501b7d9893ad45/
Ref.: Michael Ragg, Oberstaufen Am 5. Januar haben wir Konrad Adenauers 150. Geburtstag gefeiert. Seine Zeit als Bundeskanzler zählt zu den großen Erfolgskapiteln der jüngeren deutschen Geschichte. Im Standpunkt schauen wir auf das, was den kantigen Politiker im Auf und Ab seines wechselvollen Lebens getragen hat: sein katholischer Glaube. Adenauer war Rheinländer und Katholik durch und durch. Die christliche Sozialisation prägte ihn von frühen Kindheitstagen bis buchstäblich zum letzten Atemzug, als er im Bett unter dem Kruzifix seiner weinenden Tochter Libet erklärte: „Do jitt et nix zo kriesche (Da gibt es nichts zu weinen). Wie der Glaube das Wirken Adenauers geprägt hat - von seiner Zeit als Kölner Oberbürgermeister mit visionärem Mut, über die verborgenen Jahre der Verfolgung durch das NS-Regime bis hin zu den großen politischen Weichenstellungen seiner 14 Jahre als erster deutscher Bundeskanzler - darüber sprechen wir mit dem Journalisten und politischen Beobachter, Michael Ragg.
Der Aufbau der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg war kein plötzliches Produkt offener Wiederbewaffnung, sondern das Ergebnis eines langfristigen, geheim betriebenen Prozesses, der bereits kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einsetzte. Trotz der Einschränkungen des Versailler Vertrags schuf Deutschland unter dem Vorwand ziviler Luftfahrt sowie durch verdeckte internationale Kooperationen schrittweise die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Luftstreitkraft. Bereits in den 1920er-Jahren erfolgten die Ausbildung von Piloten in getarnten Strukturen, die Entwicklung neuer Flugzeugmodelle und der gezielte Ausbau industrieller Kapazitäten, die bei einem politischen Kurswechsel rasch militärisch genutzt werden konnten. Als das NS-Regime 1935 die Existenz der Luftwaffe offiziell bekannt gab, konnte es daher auf eine technisch breit aufgestellte und organisatorisch vorbereitete Flotte zurückgreifen, die den späteren Luftkrieg in Europa entscheidend beeinflusste. *WERBUNG* Jeden Dienstag erzählt Marc Ben Puch in dieser Podcastserie, wie aus Ideen Imperien der Wirtschaft werden – und was sie wieder zu Fall bringen könnte. Jede Staffel erzählt die Erfolgsgeschichte einer anderen globalen Marke: Von geheimen Gründerstories über verhängnisvolle Entscheidungen bis zu den Momenten, in denen alles auf dem Spiel steht. Die aktuelle Staffel dreht sich um Paulaner: Vom verbotenen Klosterbier im Jahr 1634 zum globalen Weißbier-Wunder. Mit legendären Weißbierduschen im Profi-Fußball, Oktoberfest-Ikonen und dem heutigen Spezi-Kult. Jetzt reinhören unter: https://open.spotify.com/show/4pK0IusbZQpEGIlLYY4qWM?si=ae6b2ef972c048c0
Ob Adventslieder, Sonaten oder Popsongs, ob im Wohnzimmer, im Keller-Proberaum oder auf dem Balkon, ob mit der Familie, mit Freunden oder allein – selbstgemachte Hausmusik ist oft persönlicher als Konzerte auf großen Bühnen. Sie ist beliebt – zumindest greifen aktuell wieder mehr Menschen zum Instrument – und findet doch meist wenig Beachtung. Dabei hat sie eine vielfältige Geschichte: als häusliche Andacht zu Bachs Zeiten, als Teil der Propaganda im NS-Regime, als Corona-Ablenkung im Homerecording-Zeitalter. Doch wie genau prägte sie unsere Musikkultur? Schafft Hausmusik wirklich mehr Zusammenhalt? Und kann sie in Zeiten von Social Media und KI noch bestehen? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Wolfgang Matthias Fuhrmann – Musiksoziologe und Philosoph, Universität Leipzig; Prof. Dr. Rebecca Grotjahn – Musikwissenschaftlerin, Universität Paderborn; Hans Well, Musiker – Mitbegründer der Musikgruppen Biermösl Blosn und Wellbappn
Wie standen die Deutschen wirklich zum NS-Regime und zu Hitlers Herrschaft? Dieser Frage geht der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich in seinem neuen Buch „Unwillige Volksgenossen“ nach. Dafür hat er mehrere tausend Seiten offizieller Stimmungsberichte von Gestapo, SD und weiteren Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates ausgewertet. Welche Eindrücke diese Quellen vermitteln und welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, darüber haben wir mit dem Historiker in einer neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_longerich
Wie standen die Deutschen wirklich zum NS-Regime und zu Hitlers Herrschaft? Dieser Frage geht der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich in seinem neuen Buch „Unwillige Volksgenossen“ nach. Dafür hat er mehrere tausend Seiten offizieller Stimmungsberichte von Gestapo, SD und weiteren Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates ausgewertet. Welche Eindrücke diese Quellen vermitteln und welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, darüber haben wir mit dem Historiker in einer neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_longerich
»Ihr schlagt den Besiegten kurz und klein und laßt ihn verdorren und sticken. Ihr raubt an der Weichsel und am Rhein, wir sollen ein Amen euch nicken. Ihr sprecht vom Säbel und seiner Gefahr, von teuflischen deutschen Listen, die Schuld am Kriege sei klipp und klar – Und ihr? Die dicksten Imperialisten!« Diese Zeilen stammen – überraschend – von Kurt Tucholsky, einem Autor, der dem linken Spektrum zugerechnet wird und später von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Während Tucholsky selbst noch rechtzeitig nach Schweden fliehen konnte, gehörten seine Bücher zu den ersten, die den Flammen der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fielen. Doch stellt er in diesem Gedicht tatsächlich die von der Entente behauptete deutsche Alleinschuld am Ersten Weltkrieg infrage? Die Antwort bleibt rätselhaft: Eindeutig ist lediglich, dass Tucholsky die Schuldzuweisung mit dem Vorwurf des »Imperialismus« gegenüber den Siegermächten verbindet. Dadurch verleiht er seiner Kritik am Versailler Vertrag eine rationalere Grundlage, als es ein bloßer Appell an nationale Empfindungen vermocht hätte. Tucholsky stand damit auf einer Linie, die auch die intellektuellen Gegner des Versailler Vertrags insgesamt prägte: Während der rechte Flügel jegliche deutsche Schuld weitgehend bestritt, leugnete der linke Flügel zwar die Alleinschuld, erkannte jedoch eine deutsche Mitschuld an – und grenzte sich zugleich scharf von nationalistischen Positionen ab. So wird deutlich, dass der Weg in den Widerstand gegen das NS-Regime und letztlich ins Exil selten geradlinig verlief, sondern von Ängsten, Zweifeln und inneren Widersprüchen begleitet war.
Am 8. November jährt sich das Attentat des Schreiners Georg Elser auf Adolf Hitler zum 86. Mal – ein Symbol für den frühen Widerstand gegen das NS-Regime. Laut Journalist Ludger Fittkau hatten die Nazis die Tat zwar sofort den Briten zuschrieben, „aber auch Widerstandskreise wussten, dass der britische Geheimdienst aktiv war und es Pläne gab, Hitler zu töten.“ Viele Zeitgenossen reagierten zwiespältig, denn „1939 herrschte noch eine Dominanz der Führerloyalität, auch in späteren Widerstandskreisen.“ Dennoch gab es schon damals Menschen, die den Mut hatten, Hitlers Sturz zu planen. Fittkau erinnert daran: „Elser handelte allein, aber seine Tat wurde aufmerksam verfolgt – auch von jenen, die später Teil des 20. Juli wurden.“ Die Veranstaltung in Gedenken an den Widerstandkämpfer Georg Elser inklusive Ausstellung findet am 8. November im Alten Rohrlager in Mainz statt.
Stepan Andrijowytsch Bandera war ein ukrainischer Nationalist, Politiker und Anführer des radikalen Flügels der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN-B). Mit seiner kompromisslosen Vision einer unabhängigen Ukraine und der Bereitschaft, demokratische Prinzipien für dieses Ziel aufzugeben, bleibt er bis heute eine zutiefst polarisierende Figur. In der Westukraine wird Bandera vielfach als Nationalheld verehrt – Denkmäler, Straßen und Plätze tragen seinen Namen. Für andere jedoch gilt er als Symbol von Fanatismus und moralischer Rücksichtslosigkeit, dessen Bewegung durch ihre Gewaltbereitschaft und zeitweilige Kollaboration mit dem NS-Regime schwer belastet ist. So steht Bandera bis heute im Spannungsfeld zwischen Freiheitskämpfer und Extremist, worum es in dieser Folge gehen soll.
Auf dem Reichsparteitag im September 1935 verkündet das NS-Regime ein an Menschenverachtung kaum zu überbietendes Paragrafenwerk. Die „Nürnberger Gesetze“ definieren, wer ein Jude ist, sie verleihen der antisemitischen Hetze in Deutschland den Anschein der Rechtmäßigkeit– und bahnen den Weg zum Holocaust.Host und Redaktion: Insa Bethke/GEO EPOCHE Gast: Lenka BrandtSprecher: Peter KaempfeProduktion: Lia Wittfeld/Audio Alliance+++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/geoepoche ++++++ Auf RTL+ und GEO EPOCHE+ erscheinen die neuen Folgen von "Verbrechen der Vergangenheit" jeweils 14 Tage früher als auf den anderen Plattformen. +++ Sie möchten uns schreiben? Wir freuen uns über Feedback per Mail anverbrechendervergangenheit@geo.deErleben Sie Verbrechen der Vergangenheit LIVE am 14. November 2025 in Bremen!Geballte Podcast-Power im Universum® Bremen: Am Freitag, 14. November, und Samstag, 15. November, veranstaltet das Science Center erstmals ein Podcast-Festival in der Hansestadt und holt sieben wissenschaftliche Podcasts für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Bühne. Wissen, das es normalerweise aufs Ohr gibt, kann man diesmal somit auch mit dem Auge genießen!Für beide Tage gibt es zwei Ticketoptionen: das Familienbühnen-Ticket (15.00–18.30 Uhr) und das Abendbühnen-Ticket (19.00–22.30 Uhr) .Wenn Sie "Verbrechen der Vergangenheit" erleben möchten, benötigen Sie ein Abendbühnenticket. Unter folgendem Link gibt es das komplette Lineup und entsprechende Links zum Online-Shop:https://universum-bremen.de/podcast-festival/SIE MÖCHTEN MEHR VON GEO EPOCHE HÖREN UND LESEN?"Deutschland 1945": Unter www.geo.de/1945 finden Sie alle acht Folgen sowie ein vergünstigtes Abo für das Verbrechen der Vergangenheit-Special über das Kriegsende vor 80 Jahren.Folgen Sie GEO Epoche gern auf Social Media, bei Instagram (@geo_epoche) und Facebook (@geoepoche) +++AKTION: Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts können unterwww.geo-epoche.de/podcast kostenlos ein eBook aus unserem Heft "Verbrechen der Vergangenheit" herunterladen.Außerdem können Sie unter www.geo-epoche.de einen Monat lang GEO EPOCHE + kostenlos testen - mit fast 3000 Artikeln zu allen Aspekten der Weltgeschichte sowie weiteren Audio-Inhalten.Weitere historische Reportagen mit Peter Kaempfe bietet der GEO EPOCHE-Podcast"Menschen, die Geschichte machten" - jeden zweiten Dienstag überall, wo es Podcasts gibt.+++Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html +++Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, klicken Sie hier: https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.htmlUnsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
250915PC Ist das Antisemitismus?Mensch Mahler am 15.09.2025Die Vuelta, die große Spanienrundfahrt der Rennradler, wird massiv von Pro-palästinensischen Aktivisten gestört. Der Grund: Das Team Israel Premier Tech Academy Radsportteam mit Sitz in Tel Aviv fährt mit. Protest gegen das militärische Vorgehen der Regierung Netanjahu. Ist das Antisemitismus? Weit entfernt, hier geht es um Völkerrecht. Spanien erwägt, beim European Song Contest nicht anzutreten, wenn Israel teilnehmen wird. Ich habe mich schon immer gefragt, wie Israel sich nach Europa verirrt hat. Spanien möchte Israel genauso draußen wissen wie Russland. Der Vorwurf: Genozid an den Palästinensern.Die Münchner Philharmoniker mit ihrem künftigen Chefdirigenten Lahav Shani sind kurzfristig von einem Musikfestival in Belgien ausgeladen worden. Das Flanders Festival Gent begründete die Absage damit, dass der in Tel Aviv geborene Shani auch Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra ist. "Im Lichte seiner Rolle als Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestras sind wir nicht in der Lage, für die nötige Klarheit über seine Haltung dem genozidalen Regime in Tel Aviv gegenüber zu sorgen", heißt es in einer Erklärung auf der Homepage des Festivals. Kulturstaatsminister Wolfgang Weimer zieht Parallelen zum Nationalsozialismus. Wie in solchen Fällen seit 1945 üblich wird sofort die Antisemitismus Karte gezogen. Antisemitismus ist inzwischen zu einem Kampfbegriff und Totschlagargument geworden.Um das klarzustellen: Kritik am Vorgehen der Regierung Netanjahu hat nichts, aber auch gar nichts mit dem damaligen NS-Regime zu tun. Es ist legitim, Kunst- und Kulturschaffende nach ihrer Haltung zur derzeitigen Politik Israels zu befragen. Das tut man auch, was Russland betrifft. Und damit trifft es Menschen aus einem Land, das einen Angriffskrieg führt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Von Celeste Ilkanaev. Der deutsche Julius Bueb (1865 bis 1944) war ein Industrieller, der geschäftlich von Beziehungen zum NS-Regime profitierte. Bueb war auch ein Kitzbühel-Fan, der sich in den 1930er Jahren große Verdienste um den örtlichen Tourismus erworben hatte. 1942 erhob ihn Kitzbühel zum Ehrenbürger. Der Industrielle stiftete der Stadtgemeinde damals auch ein Vermögen, das bis heute fortbesteht. Bueb war nicht direkt an NS-Gräueltaten beteiligt, er war mehr ein geschäftlicher Opportunist - dennoch ist sein Erbe belastet. Wie geht Kitzbühel damit um? Eine Spurensuche am Hahnenkamm. // Die Dunkelkammer ist ein Stück Pressefreiheit. Unabhängigen Journalismus kannst Du mit einer Mitgliedschaft via Steady unterstützen https://steady.page/de/die-dunkelkammer/about Vielen Dank! Michael Nikbakhsh im Namen des Dunkelkammer-Teams
Achtung, Achtung! Hier sprach die Polizei - Der Podcast mit Münsters Sheriff a. D. Udo Weiss
Was können wir aus dem Widerstand gegen das NS-Regime in Münster für die Gegenwart lernen? In dieser Folge diskutieren Udo Weiss, Friedhelm Redlich und Philipp Böckmann, wie wichtig Rechtsstaat, Demokratie und Zivilcourage heute sind. Sie sprechen über die Gefahren von Gleichgültigkeit, die Rolle der Polizei und Justiz damals und heute sowie die Bedeutung von Engagement und kritischem Journalismus. Ein eindringlicher Appell, Demokratie aktiv zu schützen.
In dieser bewegenden Folge sprechen wir mit der Leiterin der Finkelstein-Stiftung, Annemarie Hühne-Ramm über die Verstrickungen der chemischen Industrie mit dem NS-Regime, den Einfluss jüdischer Wissenschaftler*innen und die erschütternde Realität von Zwangsarbeit und Menschenversuchen. Wie konnte es zu solchen ethischen Abgründen kommen – und was lernen wir heute daraus? Ein Gespräch über Wissenschaftsethik, Erinnerungskultur und die bleibende Verantwortung der Naturwissenschaften.
In dieser Radioreise begleitet Sie Alexander Tauscher auf einer Tour vom Genfersee zur Nordsee. Wir starten in der kleinsten der großen Weltstädte, in einer Stadt, in der Weltpolitik gemacht wird. Die Reise endet in den Wasserdünen vor Amsterdam, dort wo wir an dunkle Weltpolitik erinnert werden. Dazwischen liegt eine heilige Stadt des Römischen Reiches. Freuen Sie sich auf eine Reise von Genf über Dole und Besançon nach Zandvoort. Auf den verschiedenen Etappen durch Genf begleitet uns der Stadtführer Ariel Pierre Haemmerle. Wir sehen eine der größten Wasserfontänen der Welt und besuchen ein paar der großen internationalen Institutionen, von der UNO bis zum Roten Kreuz. Die Stadt, die immer versucht hat, Frieden in der Welt zu stiften, betrachten aus den verschiedensten Perspektiven und wandern später mit Anne Tardent entlang der Weinberge des Genfersees. Frankreich und die Schweiz teilen sich diesen zweitgrößten mitteleuropäischen Binnensee und wir überqueren die Grenze in die Grande Nation. Bruno Lonchampt erzählt uns in der kleinen Stadt Dole vom Week-end Gourmand du Chat Perché. Und im zweiten Teil der Tour durch die Franche-Comté führt uns Delphine Hotel in Besançon durch die beeindruckende, mächtige Zitadelle. Sie war eine Festung gegen die Feinde. Das bringt uns zu unterdirdischen Festungen in den Wasserdünen vor Amsterdam. Dort wollte sich das verbrecherische NS-Regime vor den Amerikanern und Briten schützen. Heute kann man einige der verlassenen Bunker der Waterleidingduinen selbst betreten. Gerardo Eijbersen macht die Geschichte von damals lebendig - eine kleine Geschichtsreise auf dieser Tour vom Wasser zum Wasser. Viel Spaß!
Im Nationalsozialismus verweigerten tausende Zeugen Jehovas Hitlergruß und Wehrdienst. Sie wurden deshalb vom NS-Regime verfolgt, rund 1.500 wurden ermordet. Eine von ihnen war Auguste Hetkamp aus Oberhausen, die verbotene Schriften verteilte. Röther, Christian www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
Schloss Hartheim, ein prachtvolles Renaissancegebäude unweit von Linz, steht heute als stummer Zeuge eines der dunkelsten Kapitel der NS-Zeit. Hinter seiner idyllischen Fassade richteten die Nationalsozialisten eine der zentralen Tötungsanstalten ihres Euthanasieprogramms ein. Hier wurden zehntausende Menschen ermordet - Männer, Frauen und Kinder, die als "lebensunwert" stigmatisiert wurden.Gerade der Kontrast könnte kaum größer sein: Wo einst kunstvolle Renaissanceformen Idylle und Erhabenheit ausstrahlten, verwandelte das NS-Regime das Schloss in eine Maschinerie der Vernichtung. In den Kellerräumen des Schlosses spielte sich Unfassbares ab - ein perfides Zusammenspiel aus Täuschung, Bürokratie und Mord.Im Mai 1945 schließlich verließen die Nationalsozialisten um Rudolf Lonauer Schloss Hartheim, nicht ohne die Spuren der eigenen Verbrechen zu verwischen.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
"Am Sonntag, den 27. Juli 2025 fand in der Gedenkstätte und im Museum Peršman ein massiver Polizeieinsatz statt. Das Großaufgebot an Polizist:innen (sieben Polizeifahrzeuge, über 30 – teils schwer bewaffnete – Polizeikräfte) wurde begleitet von: Einem Polizeihubschrauber, Drohnen und einer Polizeihundestaffel. Eine Hausdurchsuchung wurde vorgenommen, Identitätsfeststellungen durchgeführt. Der Društvo/Verein Peršman verantwortet die wissenschaftliche Aufarbeitung und die inhaltliche Vermittlung der Museumsinhalte – darunter die Verfolgung der Kärntner Slowen:innen im Nationalsozialismus und den Widerstand gegen das NS- Regime. Wir sind bestürzt und zutiefst irritiert über die Vorgehensweise der Behörden und der Exekutive. An einem Ort, an dem kurz vor Ende des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren Angehörige des SS- und Polizeiregiments 13 in einem Überfall elf Familienangehörige der Familien Sadovnik und Kogoj brutal ermordeten, muss ein derart unverhältnismäßiges und aggressives Vorgehen als pietät- und respektlos aufgefasst werden. Bildungs- und Gedenkarbeit für anwesende Besucher:innen wurde dadurch gravierend gestört." ... (Presseaussendung des Društvo/Verein Peršman zum Polizeieinsatz an der Gedenkstätte und im Museum Peršman, 27.07.2025 unter https://www.persman.at/de/presseaussendung-des-drustvo-verein-persman-zum-polizeieinsatz-an-der-gedenkstaette-und-im-museum-persman-27-07-2025-2/) Studiogespräch. S.a.: https://kaernten.orf.at/stories/3316463/ + https://www.ksssd.org/de/ Empfehlung: Manès Sperber: Wie eine Träne im Ozean, Romantrilogie.
Folge 1/4: Zum Bundesliga-Start erzählen wir die Geschichte eines Vereins, der längst mehr ist als Fußball: Der FC Bayern München – globale Marke, Milliardenunternehmen, Machtfaktor im deutschen Sport.In der ersten Folge reisen wir zurück an die Anfänge: Der Club entsteht um 1900 als Studentenverein in Schwabing. Doch es ist der visionäre Präsident Kurt Landauer, der den FC Bayern groß macht – mit PR-Stunts, revolutionären Ideen und sportlichem Ehrgeiz. Bis das NS-Regime alles zerstört. Und Landauer vor einer existenziellen Frage steht: Soll er wirklich zurückkommen – in dieses Land, zu diesem Verein?Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Hier bekommt ihr die Tickets zur "His2Go - Live Tournee"Im Juli 1936 brechen vier Bergsteiger auf – geprägt vom Geist des nationalsozialistischen Deutschlands, das selbst die Berge in den Dienst seiner Ideologie stellt. Ihr Versuch, die Eiger-Nordwand zu bezwingen, wird zum tödlichen Drama. Was als ehrgeiziger Wettlauf gegen die Natur beginnt, endet in einem dramatischen Überlebenskampf, den nur einer von ihnen zunächst übersteht. Die Folge erzählt von waghalsigen Klettermanövern, den letzten Stunden von Toni Kurz und dem Scheitern der Rettung – und sie zeigt, wie sehr Alpinismus damals zum politischen Symbol aufgeladen war. Eine Geschichte zwischen sportlichem Ehrgeiz, technischer Grenzerfahrung und ideologischer Vereinnahmung.…….KAPITEL(00:00) Intro: Der unersteigbare Felsberg(5:25) Quizfragen(8:14) Historischer Kontext: Die Eiger-Nordwand und das NS-Regime(25:48) Vier Bergsteiger vor der "Mörderwand"(42:09) Quergang - Glanztat und Verhängnis(58:10) Kampf um Leben und Tod(65:27) Ursachenforschung bei den Eidgenossen, Propaganda bei den Nazis(71:04) Abschlussdiskussion und Literatur…….WERBUNGJetzt His2Go unterstützen für tolle Vorteile - über Steady!Klick hier und werde His2Go Hero oder His2Go Legend…….Das Folgenbild zeigt die Eiger-Nordwand im Sommer 2008.…….LITERATURRettner, Rainer: Eiger Triumphe und Tragödien 1923-1938, 2011.Pfister, Gertrud: Sportfexen, Heldenmythen und Opfertod: Alpinismus und Nationalsozialismus, 21–59 GR/SR 13 (2004), URL.https://storiaeregione.eu/attachment/get/up_127_16520955801618.pdf.......UNTERSTÜTZUNGFolgt und bewertet uns bei Spotify, Apple Podcasts, Podimo oder über eure Lieblings-Podcastplattformen.Wir freuen uns über euer Feedback, Input und Vorschläge zum Podcast, die ihr uns über das Kontaktformular auf der Website, Instagram und unsere Feedback E-Mail: kontakt@his2go.de schicken könnt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an jede einzelne Rückmeldung, die uns bisher erreicht hat und uns sehr motiviert.…….COPYRIGHTMusic from https://filmmusic.io: “Sneaky Snitch” by Kevin MacLeod and "Plain Loafer" by Kevin MacLeod (https://incompetech.com) License: Creative Commons CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/Hier bekommt ihr die Tickets zur "His2Go - Live Tournee" Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Arnold Gehlen gilt als einer der einflussreichsten Denker der philosophischen Anthropologie im 20. Jahrhundert. Aus seinen Schriften haben Konzepte wie „Reizüberflutung“ und „Mängelwesen“ ihren Weg in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden. Seine akademische Laufbahn fällt in die Zeit des Nationalsozialismus und ist in Teilen eng mit dem NS-Regime verbunden, was insbesondere sein anthropologisches Hauptwerk „Der Mensch – Seine Natur und seine Stellung in der Welt“ unter den Verdacht stellt, die nationalsozialistische Ideologie theoretisch zu legitimieren. Dabei beruht die zentrale Prämisse dieses Werkes gerade darauf, dass der Mensch nicht biologisch – etwa durch seine „Rasse“ – determiniert ist, was es deutlich von den rassistischen Grundannahmen des Nationalsozialismus abgrenzt. Gleichwohl enthalten die Schriften Passagen, die als Anbiederungen an das NS-Regime interpretiert werden können. Nicht ohne Grund strebte Gehlen an, eine „Philosophie des Nationalsozialismus“ zu formulieren. Diese Ambivalenz in Gehlens Denken wirft bis heute zahlreiche Fragen auf: Wie lässt sich sein philosophisches Konzept mit seiner Nähe zum NS-Regime vereinbaren? Inwiefern diente seine Anthropologie tatsächlich als intellektuelle Legitimation für autoritäre Ideologien?
Am 30. März 2025 jährte sich der Todestag Rudolf Steiners zum hundertsten Mal – jenes Mannes, der mit der Anthroposophie eine geistige Bewegung ins Leben rief, die den Menschen als mehr denn nur ein biologisches Wesen begreift: als ein schöpferisches, spirituelles Ich. Aus seiner Lehre entstanden nicht nur die Waldorfschulen, die bis heute weltweit als alternative Bildungsform wirken, sondern auch Impulse, die die Medizin, Landwirtschaft und Kunst bis in unsere Zeit prägen. Doch Rudolf Steiners Wirken reicht weit über Pädagogik und spirituelle Heilmethoden hinaus – es ist untrennbar mit einer Epoche tiefgreifender politischer Erschütterungen verbunden. Als Steiner 1925 starb, war Hitler noch ein Randphänomen – doch das politische Klima in Deutschland verdichtete sich bereits zu jenem Sturm, der wenig später zur totalitären Gleichschaltung führen sollte. Und obwohl Steiner mit seinem Tod abtrat, lebten seine Ideen weiter – nicht im Verborgenen, sondern im Brennpunkt einer zunehmend radikalisierten Gesellschaft. Im „Dritten Reich“ geriet die Anthroposophie in ein ideologisches Minenfeld: Auf der einen Seite als „weltanschauliche Konkurrenz“ diffamiert und unterdrückt, verboten, überwacht. Auf der anderen Seite fanden einzelne NS-Funktionäre durchaus Gefallen an Teilaspekten der Lehre – etwa ihrer Betonung von Gemeinschaftsbildung, Erziehungsideal und Volksbezug. Wie konnte eine freiheitliche, auf individuelle Entwicklung zielende Weltanschauung Bestand haben in einem System, das auf totale Kontrolle setzte? Diese Folge wirft einen kritischen Blick auf das widersprüchliche Verhältnis zwischen Anthroposophie und Nationalsozialismus. Wir fragen: Wie ging das NS-Regime mit Rudolf Steiners Erbe um – und welche Rolle spielte seine Lehre in einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte?
Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge. Was passiert, wenn der Fußball zur Nebensache wird? In dieser Folge werfen wir einen Blick auf ein oft übersehenes Kapitel der Vereinsgeschichte des FSV Mainz 05 die jüdischen Mitglieder, ihr Engagement, ihre Ausgrenzung und das Gedenken an sie. Gemeinsam mit Nils sprechen wir über die Geschichte von Eugen Salomon, der mit nur 17 Jahren Vereinsvorsitzender wurde und 1933 wegen seiner Herkunft ausgeschlossen wurde. Wir beleuchten, wer neben ihm jüdisches Leben im Verein mit prägte, wie der Verein mit dem NS-Regime umging und wie sich Mainz 05 heute seiner Verantwortung stellt. Nils teilt Einblicke in ...Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Führung beginnt mit Gefühl: Im Podcast Führungsgefühle erfährst du, wie emotionale Intelligenz, Selbstreflexion und neue Leadership-Ansätze echte Veränderung bewirken können. Jetzt entdecken auf www.fuehrungsgefuehle.de.
Im April 1945 lässt der Gauleiter von Oberdonau, August Eigruber, acht Bomben in das Salzbergwerk Altaussee im österreichischen Salzkammergut bringen. Dort wird nicht nur Salz abgebaut. Es die größte geheime Einlagerungsstätte für NS-Raubkunst. Vielleicht ist es überhaupt der größte Kunstschatz, der je an einem Ort gesammelt wurde. Und Eigruber ist entschlossen, die Kunstwerke zu zerstören. Wir sprechen darüber, wie die Sprengung des Berges verhindert werden konnte und wie eine Kunsthistorikerin es sich zur Lebensaufgabe machte, die vom NS-Regime geraubten Kunstwerke zu retten – darunter auch zahlreiche Werke, die in Altaussee gelandet sind. // Erwähnte Folgen - GAG241: General Königsmarck und der größte Kunstraub aller Zeiten – https://gadg.fm/241 - GAG210: Der Kunstfälscher Han van Meegeren – https://gadg.fm/210 // Literatur - Jennifer Lesieur: Rose Valland und die Liebe zur Kunst, 2024. - Konrad Kramar: Mission Michelangelo. Wie die Bergleute von Altaussee Hitlers Raubkunst vor der Vernichtung retteten, 2013. //Aus unserer Werbung Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/GeschichtenausderGeschichte // Wir sind jetzt auch bei CampfireFM! Wer direkt in Folgen kommentieren will, Zusatzmaterial und Blicke hinter die Kulissen sehen will: einfach die App installieren und unserer Community beitreten: https://www.joincampfire.fm/podcasts/22 //Wir haben auch ein Buch geschrieben: Wer es erwerben will, es ist überall im Handel, aber auch direkt über den Verlag zu erwerben: https://www.piper.de/buecher/geschichten-aus-der-geschichte-isbn-978-3-492-06363-0 Wer Becher, T-Shirts oder Hoodies erwerben will: Die gibt's unter https://geschichte.shop Wer unsere Folgen lieber ohne Werbung anhören will, kann das über eine kleine Unterstützung auf Steady oder ein Abo des GeschichteFM-Plus Kanals auf Apple Podcasts tun. Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast bei Apple Podcasts oder wo auch immer dies möglich ist rezensiert oder bewertet. Wir freuen uns auch immer, wenn ihr euren Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder sogar Nachbarinnen und Nachbarn von uns erzählt! Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Der Bundestag hat an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren erinnert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hob in seiner Rede die deutsche Verantwortung hervor. Es seien Deutsche gewesen, die den verbrecherischen Krieg entfesselt, ganz Europa in den Abgrund gerissen und das Menschheitsverbrechen der Schoah begangen hätten. Daran müsse am achten Mai erinnert werden. Steinmeier sagte zudem, auch heute noch gelte der tiefe Dank unserer Gesellschaft den alliierten Soldaten und den europäischen Widerstandsbewegungen. Sie hätten das NS-Regime unter großen Opfern bezwungen.
Wenn diese Folge erscheint, am 08.05.2025, ist das Kriegsende exakt 80 Jahre her. Im Sommer 1945 ist der Krieg vorbei, doch ein ungewisser Frieden beginnt. Für viele Deutsche ist es eine Zeit der Neuorientierung, manche sprechen vom "Sommer der Freiheit". In den Trümmern der Städte versuchen die Menschen, ihr Leben wieder aufzubauen. Wie fühlt es sich an, plötzlich in einem Land ohne Ideologie oder Zukunft zu leben? Was bedeutet dieser "Neubeginn" für jene, die das NS-Regime unterstützt haben – und für jene, die es verfolgt hat? Und gibt es überhaupt so etwas wie eine "Stunde Null", einen echten Neuanfang?Du hast Feedback oder einen Themenvorschlag für Joachim und Nils? Dann melde dich gerne bei Instagram: @wasbishergeschah.podcastQuellen:Ein Ende und ein Anfang - Wie der Sommer 45 die Welt veränderte von Oliver Hilmes1945 von Volker HeiseDas Echolot - Abgesang '45 von Walter Kempowski1945: Die Biographie eines Jahres von Theo SommerUnsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Even more than 20 years after her death, Leni Riefenstahl remains controversial. Andres Veiel's documentary sheds light on her role in the Nazi regime using previously unpublished archival materials from 700 boxes of estate — including private films, letters and sound recordings — and takes a new look at the director's self-portrayal as an “apolitical artist.” - Auch über 20 Jahre nach ihrem Tod bleibt Leni Riefenstahl umstritten. Andres Veiels Dokumentarfilm beleuchtet ihre Rolle im NS-Regime anhand bislang unveröffentlichter Archivmaterialien aus 700 Kisten Nachlass – darunter private Filme, Briefe und Tonaufnahmen – und wirft einen neuen Blick auf die Selbstdarstellung der Regisseurin als „unpolitische Künstlerin“.
Marsen, Thies www.deutschlandfunkkultur.de, Länderreport
Der ungarische Komponist Paul Abraham - ein Star in der Berliner Operettenszene vor knapp 100 Jahren. Vor dem NS Regime floh er in die USA . Kam nach dem 2. Weltkrieg wieder zurück nach Deutschlanf, wo er 1960 gestorben ist. Seine Bühnenwerke erleben heute eine erstaunliche Renaissance. Dazu werden die Originalfassungen seiner Partituren rekonstruiert. So auch für die Premiere der Operette Märchen im Grand Hotel, die morgen Abend im Staatstheater Nürnberg gefeiert wird. Dirigent Sandor Karolyi, 2. Kapellmeister am Haus übernimmt die musikalische Leitung - Und ist begeistert von den vielfältigen Überraschungen der Wiederentdeckung.
Das neue Forschungsprojekt "NS-Verfolgung und Musikgeschichte" will die Verfolgung von Musikerinnen und Musikern durch das NS-Regime beleuchten. Und auch auf künstlerischer Ebene tut sich seit geraumer Zeit etwas in der Aufarbeitung dieser Zeit. Vor allem beim Label Chandos erscheinen regelmäßig Veröffentlichungen unter dem Titel "Music in exile". Aktuell zum Beispiel eine CD mit Musik von Frederick Block.
"Wir waren niemand mehr"(3) Verfolgung unter dem NS-Regime und die Rolle von Tobias PortschyMit den Historikern Gerhard Baumgartner, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Herbert Brettl, Burgenlandkoordinator für ERINNERN:AT/OeAD - Sendung vom 13.11.2024Buchhinweis: Gerhard Baumgartner, Herbert Brettl, "Einfach weg!" Verschwundene Romasiedlungen im Burgenland, New Academic Press
24.10.1944: der Ringer und Widerstandskämpfer Werner Seelenbinder wird hingerichtet. Wer steckt hinter der Legende, die im Osten verklärt, im Westen fast vergessen wurde? Von Burkhard Hupe.
Die Rote Kapelle war ein bedeutendes Widerstandsnetzwerk gegen das NS-Regime im Dritten Reich. Sie setzte sich aus verschiedenen Gruppen zusammen, darunter Kommunisten, Sozialisten und Intellektuelle. Ihre Hauptziele waren die Bekämpfung der nationalsozialistischen Ideologie, die Unterstützung von Verfolgten und die Informationsweitergabe über die Verbrechen des Regimes. Sie organisierten geheime Treffen, bei denen sie Informationen über militärische Pläne und der unrechtmäßigen Verfolgung von Juden und anderen Gruppen zusammentrugen. Mit Flugblättern riefen sie zur Sabotage und zum Widerstand auf, wobei ein bekanntes Flugblatt die Botschaft trug: „Schlagt zurück!“ Ab 1942 wurde die Gruppe zunehmend von der Gestapo verfolgt. Viele Mitglieder wurden verhaftet, gefoltert und in Schauprozessen zum Tode verurteilt; Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack wurden 1942 hingerichtet. Trotz ihrer Zerschlagung bleibt die Rote Kapelle ein Symbol für den mutigen Widerstand gegen das NS-Regime.
Edgar Feuchtwanger musste als Kind mit seiner Familie vor dem NS-Regime nach England fliehen, wo er seine neue Heimat gefunden hat. Zu seinem 100. Geburtstag am 28. September wiederholen wir ein Gespräch aus dem Jahr 2014.
Die Faszination der Zeitungslandschaft für das Radio, die nach der „Geburtsstunde des deutschen Rundfunks“ am 29. Oktober 1923 Fahrt aufnahm, lässt sich sehr gut allein dadurch dokumentieren, dass zahlreiche Tageszeitungen eigene Rubriken für das Radioprogramm und Entwicklungen auf dem Gebiet einrichteten. Wie sehr den Redakteur*innen dabei bewusst war, dass das Radio den Zeitungen den Rang als das zentrales Informationsmedium ablaufen würde, ist nicht ganz klar zu fassen. Sehr deutlich positioniert sich Karl Lerbs im Hamburger Echo vom 30. August 1924, wo er den Rundfunk zur achten Großmacht proklamiert. Der Bremer Schriftsteller, Drehbuchautor und Übersetzer überträgt damit den Einfluss, der sich in Bezug auf die freie Presse in der Formulierung „Die Vierte Gewalt“ ausdrückte, auf das Radio, indem er es neben die sieben Großmächte der Zwischenkriegszeit (Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien, USA, Frankreich und die Sowjetunion) stellte. Lerbs schrieb hier in einer sozialdemokratischen Zeitung und kann auch sonst zu der Zeit als eher politisch liberal bezeichnet werden. Er arrangierte sich allerdings später mit dem NS-Regime, für das er etwa beim Pressedienst der NSDAP arbeitete. Seine Überlegungen zum Rundfunk liest für uns Frank Riede.
Finck, Almut www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Das Deutsche Reich wieder eine Großmacht? Den Versailler Vertrag einfach vom Tisch fegen? Solche Visionen teilten führende Militärs mit dem frisch zur Macht gekommenen NS-Regime. Doch Hitlers riskante Expansionsziele stießen auch auf Zweifel in Teilen der Militär-Elite. Als sich später die Niederlage abzeichnete, versuchte die militärische Opposition das NS-Regime zu stürzen. Eine demokratische Zukunft, die am Weimarer Zeiten angeknüpft hätte, war aber nicht geplant. Von Renate Eichmeier
Der Igel - Widerstand im Salzkammergut (5) Das Schicksal der die mutigen Männer und Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs im inneren Salzkammergut Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, nach der Befreiung 1945 Berichtet von dem Historiker Helmut Kalss, Gestaltung: Günter Kaindlstorfer - Sendung vom 26.4.2024
Der Igel - Widerstand im Salzkammergut Im Salzkammergut gab es in den dunklen Jahren des Nationalsozialismus auch eine einflussreiche Widerstandsbewegung, die von den Bergen aus, aber auch unten im Tal gegen das NS-Regime kämpfte. (3) Die Salzkammergut-Partisanen in ihrem Unterstand , genannt der "Igel" Mit dfem Historiker Helmut Kalss, Gestaltung: Günter Kaindlstorfer - Sendung vom 24.4.2024 Eines der bedeutendsten Grundlagenwerke zum Thema Widerstand im Salzkammergut liegt nun – pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr – erstmals in Buchform vor: eine umfangreiche Sammlung von Zeitzeugen-Interviews und Materialien aus den 1970er-Jahren. Der Band stammt von Peter Kammerstätter und trägt den Titel „Salzkammergut – Ausseerland – Widerstand und Partisanenbewegung 1943 – 1945“. Erschienen ist dieses Buch in der „Bibliothek der Provinz“.
Es begann mit Diskriminierungen und endete in der Ermordung. Über Jahre hinweg betrieb das NS-Regime die Ausgrenzung der jüdischen Deutschen, isolierte sie gesellschaftlich, vernichtete sie wirtschaftlich, deportierte sie dann während des Zweiten Weltkrieges in den besetzten Osten und ermordete sie dort. Am 27. Januar ist der internationale Holocaust-Gedenktag. Autorin: Renate Eichmeier (BR 2021)