Jede Woche stellen wir einen interessanten Menschen vor, der sich dem kulturellen Leben in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen besonders verpflichtet hat. Unsere Gäste geben Einblicke in ihr privates Leben und stellen ihre Arbeit vor.

Christoph Dittrich, Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, hatte 2015 die Idee, dass Chemnitz sich als Kulturhauptstadt 2025 bewerben sollte, saß später in den vorbereitenden Gremien und war zwei Jahre Interimsgeschäftsführer der Kulturhauptstadt GmbH. 2021 übernahm Stefan Schmidtke. Zusammen gebaren sie bereits damals die Idee sich für die Ausrichtung des Festivals „Theater der Welt“ im Jahr 2026 zu bewerben. Vom 18. Juni bis 05. Juli nun findet es statt, ausgerichtet von den Theatern Chemnitz, der Festival Academy Brüssel und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH. Deutschlands größtes internationales Festival für zeitgenössische Bühnenkunst wird seit 1981 alle drei Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen. An 18 Festivaltagen werden in diesem Jahr in Chemnitz 33 Produktionen von Künstlerinnen und Künstlern aus allen Kontinenten zur Aufführung kommen. Erstmals in der Geschichte des Festivals teilte sich ein neunköpfiges internationales Kuratoren-Team die künstlerische Leitung. Fragen von Identität, Herkunft, Machtverhältnissen und Sichtbarkeit ziehen sich durch zahlreiche Produktionen. Eröffnet wird das Festival am 18. Juni mit „Paper Planet“ des australischen „Polyglot Theatre“ und mit der europäischen Erstaufführung von „Split Tooth: Saputjiji“ von der kanadischen Künstlerin Tanya Tagaq.In Dresden wurde Christoph Dittrich 1966 geboren. Bereits während der Schulzeit erhielt er einen Instrumental-. Gesangs- und Chorleiter-Ausbildung. Von 1986 bis 1991 studierte er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden Tuba, Gesang und Musikpädagogik. Zudem nahm er Kammermusik-Unterricht in der Meisterklasse von Prof. Ludwig Güttler. 1987 gründete Christoph Dittrich das Blechbläser-Ensemble „Dresden Brass Quintet“, mit dem er zahlreiche Konzert gab, Festivals besuchte und CDs aufnahm. Von 1991 bis 2002 war er Musiker und dramaturgischer Mitarbeiter der Elbland Philharmonie Sachsen und von 2002 bis 2012 deren geschäftsführender Intendant. Ab 2006 gab es eine Zusammenarbeit mit dem Theater Junge Generation Dresden. Christoph Dittrich hielt zudem Gastvorlesungen an der TU Dresden und der Dresden International University und promovierte 2008 im Bereich Musikwissenschaften zu Komponisten der 1960er bis 1980er Jahre. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Meissner Burgfestspiele. Mit der Spielzeit 2013/2014 wurde Christoph Dittrich Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz. Er ist über diese Tätigkeit hinaus Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins, den er von 2010 bis 2019 als Vorsitzender führte. 2020 wurde Christoph Dittrich zum Präsidenten der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gewählt. Moderation: Carsten TeschRedaktion: Angelika Zapf

Tupoka Ogette erzählt vom Aufwachsen in der DDR als Schwarze Tochter einer Regimekritikerin, die 1988 mit der Tochter nach West-Berlin übersiedelte, vom tansanischen Vater, der die DDR zuvor verlassen mußte und in seine Heimat zurückkehrte, von der Suche nach Zugehörigkeit, von einem Leben im Widerspruch, von Flucht, Verlust, Sexismus und Gewalt, aber auch von Liebe, Mutterschaft und Selbstermächtigung. „Meinen Zweitnamen Sibylle habe ich so oft es ging verheimlicht. Ich habe der Geschichte und den damit einhergehenden Zuschreibungen und Projektionen, die andere über mich und meinen Namen hatten, mehr Glauben geschenkt als mir selbst. Diese Zeit ist vorbei.“, schreibt Tupoka Ogette in „Trotzdem zuhause“ und fährt fort, „Tupoka heißt auf Deutsch „Die das Glück ins Haus bringt“. Die Sibyllen sind mythologische Gestalten aus der antiken griechischen und römischen Tradition, die als Prophetinnen oder Seherinnen galten. … Ich bin die Tochter von Camilla aus Gera und Ambonesigwe aus Sange. Ich bin Tupoka Sibylle. Ich bin ein Brückenmensch. Das ist doch was“.Tupoka Ogette wurde 1980 in Leipzig als Tochter eines tansanischen Studenten der Landwirtschaft und einer deutschen Mathematikstudentin geboren. In West-Berlin lebte Tupoka Ogette bis zum Abitur. An der Universität Leipzig studierte sie Afrikanistik mit Schwerpunkt Politik und Wirtschaft Afrikas, sowie Deutsch als Fremdsprache und absolvierte 2007 bis 2009 einen Master in International Business an der Graduate School of Grenoble. Von 2008 bis 2012 arbeitete Tupoka Ogette als Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Université Stendhal in Grenoble. Seit 2012 ist Tupoka Ogette bundesweit als Beraterin und Trainerin im Bereich Rassismuskritik tätig, leitet in Deutschland, Österreich und in der Schweiz Workshops und Fortbildungen, berät Teams und Organisationen. 2017 erschienen ihr Handbuch „exit RACISM“. Rassismuskritisch denken lernen.“ In ihrem podcast „TUPODCAST“ spricht sie mit Schwarzen Frauen über ihr Leben, Wirken und Sein in Deutschland. Zudem gründete sie mit ihrem Team die digitale Akademie „Tupokademie. Die Community“, ein Angebot für Menschen, die rassimuskritisch denken und leben lernen möchten. Tupoka Ogette lebt mit ihrem Mann, dem Künstler und Bildhauer Stephen Lawson, und ihren Kindern in Berlin. Im Penguin-Verlag erschienen zudem die Bücher „Und jetzt du. Rassismuskritisch leben“ und „Tag für Tag aktiv gegen Rassismus“.Moderation Julia HemmerlingRedaktion: Angelika Zapf

Über 260 Lesungen laden zum Zuhören auf historischen Plätzen ein, in verträumte Gassen und in romantische Höfe. Zudem wird auf fünf Open-Air-Bühnen und an 35 Veranstaltungsorten wie Kirchen, Ateliers, Cafés, Seniorenresidenzen oder Vereinen ein vielfältiges Literaturprogramm geboten. Zu den diesjährigen Gästen gehören Martina Hefter, die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2024, sowie die Schriftsteller und Schriftstellerinnen Jan Kuhlbrodt, Anja Kampmann, Jens Sparschuh, sowie die 81jährige Stilikone Günther Krabbenhöft. Im Rathaus der Stadt wird Irina Scherbakowa mit Aktuellem aus Osteuropa erwartet. Geplant und organisiert wird das Literaturfestival Meißen von Maria Fagerlund und Daniel Bahrmann in Zusammenarbeit mit zahlreichen Vereinen, Institution und Bürgern der Stadt. Das Literaturfest Meißen wird komplett ehrenamtlich vom veranstaltenden Verein organisiert, wie auch von den 35 Leseorten. MDR Kultur hat sich im Rahmen des ARD-Schwerpunktes „Ehrenamt und Zusammenhalt“ eine ganze Woche lang im Radio mit Fragen und Sichtweisen zum Thema beschäftigt und wird auch Maria Fagerlund zu ihren Erfahrungen mit dem Ehrenamt befragen. Am 23. Mai 2026 feiert das Grundgesetz Geburtstag. Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen, sagt Bundespräsident Steinmeier und hat den 23. Mai 2026 zum ersten deutschlandweiten Mitmachtag ausgerufen. In Dresden wurde Maria Fagerlund 1982 geboren, in Plauen im Vogtland wuchs sie auf. Nach dem Abitur absolvierte sie in Leipzig eine zweijährige Berufsausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch, Französischen und Italienisch, der sich ein EU-gefördertes Pflicht-Auslandspraktikum in Frankreich anschloß. Maria Fagerlund gefiel es dort so gut, daß sie nicht zurückkehrte, vier Jahre in Paris blieb und an Rezeptionen, im touristischen Bereich und an einer Sprachschule arbeitete. Die Sehnsucht nach Natur, Stille und Weite führte Maria Fagerlund nach Schweden. Da lernte sie ihren späteren Mann und Vater der gemeinsamen drei Kinder kennen. Sie zogen zusammen nach Irland und lebten drei Jahre in Dublin. 2009 ließ sich die Familie in Berlin nieder, zog dann nach Dresden und 2016 schließlich nach Meißen. Dort stieß Maria Fagerlund, die u.a. als freiberufliche Gästeführerin arbeitet, eher zufällig als Hörerin auf das Literaturfest, wurde 2019 Vorleserin auf der Kinderbühne, kam 2020 zum Organisationsteam und hat heute die Programmleitung inne. Seit 2017/ 2018 engagiert sich Maria Fagerlund zudem im Verein „Bundes Meißen“ und ist seit 2025 im Vorstand des Vereins. Moderation Ellen Schweda Redaktion: Angelika Zapf

Das Akkordeon ist das Instrument des Jahres. An der Hochschule Franz Liszt Weimar wird Akkordeon seit 1949 unterrichtet. Claudia Buder studierte dort und an der Folkwang Universität der Künste Essen.

Raymonde Will hat 1990 in Leipzig den ersten Mütterzentrum e.V. in Ostdeutschland mitbegründet. Seit Februar 2026 heißt er Familie im Zentrum e.V. und wird nun von der nächsten Generation geführt.

80 Jahre DEFA werden am 17. Mai gefeiert. Vorstand der DEFA Stiftung Stefanie Eckert lädt Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber vom 14. bis 17. 05. ein „Feiern Sie mit uns das Filmerbe - lizenzfrei!“.

Der sachsen-anhaltische Landfrauenverband wurde 1990 gegründet. Sibylle Klug erhielt für herausragende Leistungen im Ehrenamt von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.

Stefan Poetzsch ist Komponist, Improvisator, Geiger und Bratscher. Jetzt liegt das Debüt-Album „Dream Walking“ von seinem mit Benjamin Boone gegründeten „New Global Ensemble“ vor.

Zum 225. Geburts- und 175. Todestag des Komponisten Albert Lortzing findet an der Leipzig Oper vom 30. 04. bis 03. 05. das Lortzing Festival statt. Am 25.04. ist Premiere „Regina“, Regie: Bernd Mottl.

Judaist, Verantwortlicher für die Jüdische Projektfamilie beim Notenspur Leipzig e.V.

Am 1. April 2001 wurde die einmalige Menschenaffenanlage Pongoland im Leipziger Zoo eröffnet. Es war das erste Projekt im Masterplan „Zoo der Zukunft“, welches Zoo-Direktor Jörg Junhold auf den Weg brachte.

Nach „Die Schatten von Prag. Kischs erster Fall“ legen Martin Becker und die Tabea Soergel ihren zweiten Krimi „Die Feuer von Prag. Kisch ermittelt“ vor.

Mit ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ stand die Schrifstellerin 2025 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Am 1. April 2026 bezieht sie für vier Monate die Stadtschreiberwohnung in Erfurt.

Die in Thüringen geborene Schriftsstellerin Daniela Danz ist die Literaturpreisträgerin der Konrad-Adenauer-Stiftung 2026. Im Juni wird die Auszeichnung in Weimar verliehen.

Am 28. März eröffnet die Hauptausstellung „Glas, Beton, Metall“. Regina Bittner wirkte mit am Ausstellungsbaustein „Bauhaus im Glas“.

Iryna Fingerova arbeitet neben dem Klinikalltag in Dresden als Journalistin und Schriftstellerin. Im Februar erschien im Rowohlt Verlag ihr neuer Roman „Zugwind“, übersetzt von Jakob Walosczyk.

Holger Lemme ist seit Oktober 2025 der kaufmännische Geschäftsführer des Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle. Das Verfahren für die Besetzung der Programmdirektion, zuständig für die inhaltliche Ausrichtung und Forschung, läuft noch. Der Bundestag hatte im Mai 2022 für die Einrichtung eines Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit gestimmt. Vor drei Jahren entschied sich eine 15-köpfige Jury für den Standort Halle. Den Architektur-Wettbewerb gewann im April 2025 das Berliner Büro Richter Musikowski. Der 60 Meter hohe, zeltartige Glasbau soll am Riebeckplatz entstehen und im Jahr 2030 seine Türen öffnen. Ein Abbild davon hängt derzeit in einer Etage der städtischen Wohnungsgesellschaft in Halle, dort wo Holger Lemme und die ersten 12 Mitarbeiter bereits an den Inhalten für ein Dialog- und Debattenort für die ganze Gesellschaft arbeiten. Das Zukunftszentrum soll ein Ort für Begegnung, Wissenschaft und Kultur werden, mit dem Auftrag, Erfahrungen von Aufbruch und Wandel sichtbar zu machen, den Dialog über Vergangenheit und Gegenwart zu fördern und Impulse für die Gestaltung künftiger Transformationen zu geben. Zudem will es Plattform für Austausch und Vernetzung zwischen Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur sein, in Deutschland und im europäischen Kontext. Und, das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle lädt bereits 2026 mit verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen dazu ein daran mitzuwirken. In Halle wurde Holger Lemme 1974 geboren. Von 1994 bis 1999 studierte er Kommunikations - und Medienwissenschaften, Anglistik und Psychologie an der Universität Leipzig, war selbständiger Kommunikationsberater und Webdesigner und wissenschaftliche Hilfskraft im Rektorat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bis er von 2000 bis 2007 als Communications Specialist für die Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau arbeitete. Zeitgleich absolvierte Holger Lemme berufsbegleitend den Studiengang Umweltmanagement, Umweltrecht, Ökonomie an der Universität Lüneburg. Von 2007 bis 2011 war er Public Affairs Leader bei der Dow Europe GmbH in Hogen in der Schweiz. Anschließend wirkte Holger Lemme von 2011 bis 2022 als Studienleiter Arbeit und Wirtschaft an der Evangelischen Akademie Thüringen, war 2013 bis 2022 stellvertretender Direktor und 2018 amtierender Direktor der Evangelischen Akademie Thüringen. Von 2022 bis 2025 hatte er das Amt des Verwaltungsleiters der Stiftung Bauhaus Dessau in Dessau-Roßlau inne. Moderation: Julia Hemmerling Redaktion: Angelika Zapf Moderation: Julia Hemmerling Redaktion: Angelika Zapf

Das Bundesjazzorchester hat 38 Jahre nach seiner Gründung endlich eine Frau an der Spitze: Die Komponistin und Saxophonistin Theresia Philipp – in einem Führungsduo. Sie ist Gast im MDR KULTUR Café.

Triegel trifft Cranach - Malen im Widerstreit der Zeiten“, so heißt der jüngste Film vom Paul Smaczny, der seit dem 05. Februar deutschlandweit in den Kinos zu sehen ist,

Mitten im Zentrum von Halle fand Jonas Schütte eine Wohnung, die sich als Wohnzimmertheater anbot und einen kunstaffinen Vermieter dazu. Jonas Schütte gründete den Kaulenberg e.V., der sich als Plattform für Freie Darstellende Künste in Halle und Sachsen-Anhalt versteht. Der Verein betreibt die Volksbühne am Kaulenberg, wirkt darüber hinaus in verschiedenen Kooperationen und etablierte sich zu einem wichtigen kulturellen Anlaufpunkt in der Region. Mit zeitgenössischem Theater und sozialkritischen Themen bietet die Volksbühne ein abwechslungsreiches Programm mit lokalen, nationalen- und internationalen Künstlern und Jonas Schütte inmitten als Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent. Am 30. Januar steht „Hamlet und ich“ auf dem Spielplan und am 31. Januar 14.00 Uhr „Romeo vs Julia: Liebe auf Ableben“ und ab 19.30 Uhr „Die Unendliche Geschichte“. In Konstanz am Bodensee wurde Jonas Schütte 1983 geboren, in Ravensburg wuchs er auf. Dort fand er durch die Theaterautorin und Regisseurin Ingrid Lausund u.a. „Der Tatortreiniger“ über drei Projekte das Theater kennen und lieben. Von 2005 bis 2009 studierte Jonas Schütte an er Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin Schauspiel. In der Spielzeit 2008/ 2009 arbeitet er ein Jahr im Theater an der Rott in Eggenfelden unter dem damaligen Oberspielleiter Brian Lausund. Von 2009 bis 2013 wurde Jonas Schütte dann festes Ensemblemitglied an neuen theater Halle. Anschließend arbeitete er als freiberuflicher Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent im deutschsprachigen Raum, lebend in Halle und Berlin. 2017 realisierte Jonas Schütte zusammen mit dem preisgekrönten Zauberkünstler Markus Zink und dem Sounddesigner Stephan Kloß die Uraufführung von Jan-Philipp Sendkers Bestseller „Das Herzenhören“ am Studio Halle. 2018 übernahm er die Regie der MDR Comedy-Sendung „Zärtlichkeiten im Bus“. Zudem produzierte er die Science-Fiction-Theater-Comedy-Serie „SOAP - Siebte Ostdeutsche All Patrouille“. Seit 2009 engagiert sich Jonas Schütte für Kinder- und Jugendkultur in Halle, gründete u.a. das „Projekt „Die Bude“ und 2015 „Das Größere Übel“. Moderation: Thomas Bille Redaktion: Angelika Zapf

Dennis Krauß gewann 2025 den Europäischen Opernregie-Preis und wurde für „Sleepless“ von Peter Eötvös am Theater Chemnitz mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Die promovierte Biologin und Medizinpädagogin Babett Baraniec aus Leipzig erhielt Ende vergangenen Jahres den Sächsischen Gründerinnenpreis 2025 in der Kategorie Neugründung.

Was ist ein Museum und was kann es als Institution, als Museumsverbund im 21. Jahrhundert leisten, sind zentrale Fragen des Generaldirektors der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Bernd Ebert

Die Dokumentar-Oper mit der Musik von Béla Bartók „Blaubarts Burg - Klänge der Einsamkeit“ von Jeffrey Döring feierte die französischsprachige Premiere an der Opéra de Lille.

Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 konnte Prof. Martin Walter als Sprecher des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit Halle-Jena-Magdeburg schnell erste Hilfe anbieten

Am 14. Dezember wird offiziell „TACHELES. Das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ mit einem Festakt in Chemnitz, im Staatlichen Museum für Archäologie smac, dem ehemaligen Kaufhaus der jüdischen Unternehmer Simon und Salman Schocken, eröffnet. Höhepunkt der Feier wird das Entzünden der ersten Kerze durch Landesrabbiner Zsolt Balla auf einem in erzgebirgischer Tradition in Seiffen gefertigten Chanukka-Leuchter sein. 100 Jahre nach Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden soll 2026 ein Jahr lang mit 365 Projekten, Veranstaltungen und Ausstellungen auf die reichhaltige jüdische Geschichte und Kultur, sowie das jüdische Leben in Sachsen, deren Beitrag zu Vergangenheit und Gegenwart des Landes, aber auch deren Verluste sichtbar und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. An dem Programm TACHELES beteiligen sich die jüdische Gemeinschaft, Kultureinrichtungen, Vereine, Bildungsinstitutionen und Wissenschaftseinrichtungen, von lokalen Vereinen bis zur Staatsoper, von der Stadtführung bis zum Konzert im Leipziger Hauptbahnhof. TACHELES bezieht sich auf die jüdische Tradition der respektvollen und verantwortungsvollen Debatte, die Meinungsäußerung und offenen Diskurses auf Augenhöhe unterstreicht. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begleitet das Themenjahr TACHELES bereits seit 2023 mit dem Förderprogramm „Jüdisches Leben in Kunst und Kultur“. Für das Jahr 2026 bewarben sich 120 Kulturakteure mit Veranstaltungsideen. 92 von ihnen erhielten jetzt die Förderzusage. Stiftungsdirektor Manuel Frey ist hoch erfreut über das große Engagement. Rund 1,2 Millionen Euro Fördergelder stehen zur Verfügung. In Bamberg wurde Manuel Frey 1964 geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Soziologie in Marburg, Bielfeld und Berlin wurde er 1996 an der Universität Bielefeld promoviert. An der Technischen Universität Dresden habilitierte er sich mit einer Arbeit über „Sammler, Stifter und Mäzene in der Bürgergesellschaft“. Seit 2002 ist Manuel Frey im Dresdner Kulturbereich tätig, war drei Jahre Direktionsassistent am Deutschen Hygiene-Museum, ab 2005 in der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen als Literatur- und Kunstreferent tätig und seit 2008 als stellvertretender Stiftungsdirektor. 2019 wurde Manuel Frey zum Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ernannt. Zugleich wirkt er als Geschäftsführer des Sächsischen Kultursenats und seit 2022 als Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden.Moderation: Julia HemmerlingRedaktion: Angelika Zapf

Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Kommunikationsforscherin überschrieb den neuen Abschnitt der 1765 gegründeten und damit ältesten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt unter ihrer Leitung mit „Offenheit, Kooperation und Kommunikation“, einhergehend mit einer Kultur der Ermöglichung und der Verantwortung. „Lange Historie trifft auf Moderne“ und „Tradition auf Hightech“, formulierte Jutta Emes ausführend. Sie setzt auf Internationalisierung und Kooperationen, unterstreicht die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Universität, aber auch mit regionalen und überregionalen Partnerinstitutionen.Neugier und Zuversicht treiben Jutta Emes an, zudem die Faszination unserer Zeit, in der Künstliche Intelligenz alles revolutioniert. Mit ihr steht erstmals eine Frau an der Spitze der TU Bergakademie Freiberg. Diese hat 4300 Studierende, davon die Hälfte aus dem Ausland, und 2000 Mitarbeitende. Es ist die kleinste der vier staatlichen Universitäten in Sachsen, jedoch mit ihrem Standort einmal mehr mit großer Strahlkraft. Das Welterbekomitee der UNESCO hatte im Juli 2019 in Baku der „Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří“ den Welterbe-Status zugesprochen. Damit trägt die Silberstadt Freiberg als Bestandteil der Bergbaulandschaft Freiberg zusammen mit weiteren 21 Bestandteilen der Region den Welterbetitel.In Haselünne im Emsland wurde Jutta Emes 1969 geboren. Eine Großmutter stammt aus Meißen, ein Großvater aus Mecklenburg. Sie selbst wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Zum Studium der Wirtschaftswissenschaften zog es Jutta Emes 1990 bis 1994 an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Bis zur Promotion im Jahr 1998 war sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin und danach von 1998 bis 2004 Wissenschaftliche Assistentin. Die Habilitation erfolgte ebenfalls 2004 Julius-Maximilians-Universität Würzburg, mit Lehrberechtigung für das Fach Betriebswirtschaftslehre. Von 2000 bis 2008 war Jutta Emes Dozentin im Executive MBA-Studiengang Business Integration in Würzburg und nahm 2004 bis 2005 eine Vertretungsprofessur für Marketing an der Universität Kassel wahr. 2007 bis 2010 hatte sie eine Professur für Marketingmanagement an der Steinbeis University Berlin inne. In diesem Zeitraum zudem für ein Jahr eine Dozentur an der Universität Lichtenstein und von 2008 bis 2010 eine Vertretungsprofessur für Internationales Management an der Bundeswehr Universität München. Von 2010 bis 2025 war Jutta Emes an der Bauhaus-Universität Weimar Professorin für Marketing und Medien. 2014 bis 2022 nahm sie dort das Amt der Prorektorin/ Vizepräsidentin ein und von 2022 bis 2023 das der vorläufigen Leiterin. Moderation: Ellen SchwedaRedaktion: Angelika Zapf

Das jüngste Buch von Michael Andrick „Ich bin nicht dabei - Denk-Zettel für einen freien Geist“ ist ein Plädoyer für den freien Geist und ein Aufruf zum kritischen Denken.

Lara Schink absolvierte ein Gartenbaustudium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden und ist seit 2014 Friedhofsverwalterin im Verband der Annenfriedhöfe Dresden.

Olaf Theuerkauf studierte an der Hochschule für Musik Franz-Liszt Weimar, war Meisterschüler bei Ludwig Güttler, gründete 1993 und leitet bis heute die Kongress- und Kulturmanagement GmbH in Weimar.

Ihr Großvater Julius betrieb in Chemnitz einen Tuchhandel, bis ihn die Nationalsozialisten im KZ Sachsenhausen ermordeten. Der Verein Antonplatz e.V. erinnert.

Franziska Winter erhielt bei der diesjährigen Filmkunstmesse in Leipzig der Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2024 einer alternativen/ nichtgewerblichen Abspielstätte.

Mit ca. 24.000 Mitgliedern in fünf Kirchenkreisen steht Karsten Wolkenhauer der kleinsten evangelischen Landeskirche vor. Er sieht das als Chance und sehr gute Zukunftsmöglichkeit.

Sven Johne arbeitet mit den Medien Foto, Text, Film. Die Ausstellungen „Heilpflanzen im Todesstreifen“ ist derzeit auch im Goethe-Institut in Sofia zu sehen.

In diesem Jahr wird Goethes Ankunft in Weimar vor 250 Jahren gefeiert. Der Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs über die Ausstellung „Experiment Faust“ und die Transformation ins Digitale.

Der 1997 geborene Aron Broks schreibt in "Starkstromzeit" über eine DDR-Zeit, die er nicht erlebt hat. Inspiriert haben ihn seine Großeltern mit ihren Desginerlampen – aber auch sein Urgroßonkel, der Maler Willi Sitte.

Lisa Trebs, im Süden Leipzigs aufgewachsen und sich der Generation Z zugehörig fühlend, lädt am Tag der Deutschen Einheit, mit (K)Einheit in Düsseldorf, der Partnerstadt von Chemnitz, zu Gespräch.

Die Bemühungen ihres Vorgängers Thomas Müller-Bahlke, daß die Franckeschen Stiftungen als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt werden, wird Marianne Schröter fortsetzen.

Die Mezzosopranistin, international gefragte Opern-, Lied- und Konzertsängerin Alice Lackner ist die neue Leiterin des Festivals GÜLDENER HERBST für Alte Musik in Thüringen. Es steht unter dem Motto „Welch ein Genuß!“.

Das Staatstheater Meiningen widmet die kommenden beiden Spielzeiten dem Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meinigen. Am damaligen Hoftheater war er Theaterleiter, Regisseur und Bühnenbildner.

Bis 2030 fördern Bund und Länder mit 45 Millionen Euro 30 kulturelle Projekte in ländlichen Regionen, darunter auch 6 in Mitteldeutschland. Samo Darian leitet seit 2023 „Aller.Land“ mit Büro in Leipzig.

Der Deutsche Musikrat verkündete Anfang Juli neue Regeln für die Aufnahme zum Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Der Geschäftsführer der Sparte in Sachsen begrüßt diese Entscheidung.