Es gibt auch schlechtere!
Esel Müller und Teddy Krzysteczko

Wir müssen uns auf einen musikalischen Auftritt beim Podstock vorbereiten, daher steht diese Folge ganz im Zeichen der Fortbildung: Heute testen wir, wie viel Musikwissen Teddy zwischen Nasenflöte und Trompete hat. Herr Müller spielt zehn kurze Audio-Schnipsel ab, Teddy muss zuordnen, mitnotieren, umsortieren und dabei möglichst nicht komplett an seinem Vertrauen in die eigene Kompetenz scheitern. Es wird geraten, zurückgespult, neu entschieden, und zwischendurch kurz überlegt, ob man nicht einfach eine Stunde lang nur labern sollte. Zum Nachhören der Beispiele (ohne die zu erratenden Fachwörter) sind hier die Quellen aus der Folge: Wenn Musik so klingt, als wäre jetzt wirklich Schluss – eine Ton- oder Akkordfolge, die eindeutig nach „Ende“ fühlt: https://mymusictheory.com/more-music-theory-topics/audio-examples Ein gehaltener Ton, der leicht in der Tonhöhe wackelt (mal mehr, mal weniger): https://www.youtube.com/watch?v=Kbfy-vHZHWY Derselbe Ton, nur deutlich höher oder tiefer, aber irgendwie „gleich“: https://www.youtube.com/watch?v=3W_9Xd2esyo Töne, die kurz, abgehackt und sauber getrennt kommen, wie musikalisches Tipp-Tipp-Tipp: https://www.youtube.com/watch?v=sfty1bjShBI Ein Ton, der absichtlich ein kleines bisschen „falsch“ ist – und genau dadurch besonders viel Ausdruck bekommt: https://www.youtube.com/watch?v=mXuIIDnaoRE Mehrere Stimmen/Schichten, die gleichzeitig in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen: https://www.youtube.com/watch?v=W-ysscEjZxt4 Zwei oder mehr Töne, die zusammen spannend, kratzig oder unangenehm wirken (aber genau deshalb Emotion machen): https://www.musical-u.com/learn/recognize-intervals-with-consonance-and-dissonance Der Akzent sitzt zwischen den erwarteten Schlägen, also „neben dem Beat“: https://en.wikipedia.org/wiki/Syncopation Eine Tonleiter, in der wirklich jeder Halbton nacheinander drankommt, ohne Lücken: https://www.youtube.com/watch?v=h6Yvuv-1rkw Eine kleine musikalische Figur, die direkt wiederholt wird – nur höher oder tiefer: https://www.youtube.com/watch?v=aHwSDCOUmNI Damit steht dem Podstock und unserem großen musikalischen Ruhm praktisch nichts mehr im Weg. Außer vielleicht der Realität.

Aus "The Metropolitan Chronicle", 17. Oktober 1893 Der Äther-Salon der endlosen Stimmen Mit Bewunderung und erheblicher Beklemmung vermerkt dieses Blatt eine frische Neuerung unseres ruhelosen Zeitalters. Dampf zähmte die Entfernung, der Telegraph die Zeit, das Telefon die Rede. Nun aber tritt ein Gerät hinzu, klein wie ein Etui, doch groß in seinen Folgen: Es bringt fremde Stimmen, konserviert und beliebig wieder abrufbar, direkt ins Ohr des Bürgers. Ohne Versammlung, ohne gesellschaftliche Hemmung. Die Erfinder preisen Unterhaltung zum Mitnehmen. Wir sind weniger heiter gestimmt. Denn bereits mehren sich Berichte, dass Menschen abhängig werden von diesem stetigen Strom gesprochener Worte. Man sieht Schreiber über das Pflaster wandern, mit leerem Blick, als stünden sie im vertraulichen Gespräch mit unsichtbaren Bekannten. Damen lachen im Park über Witze, die niemand sonst gehört hat. Lehrlinge meiden lebendige Kollegen und wählen lieber die ewige Stimme aus der Tasche. Selbst im Orchestergraben macht sich die Veränderung bemerkbar. Trompeter-Pan, einst bekannt für seinen kräftigen Auftritt zur rechten Stunde, erscheint neuerdings mit Bügeln auf den Ohren zur Probe und verpasst den Einsatz, weil er einer fernen Debatte lauscht. Klarinetten-Karl wiederum, sonst Meister der feinen Zwischentöne, nickt entrückt, während um ihn herum gestimmt wird. Als gelte seine Aufmerksamkeit nicht mehr dem Atem der Mitspieler, sondern dem Atem unsichtbarer Erzähler. Noch bedenklicher sind erste ärztliche Beobachtungen: Das Ohr, so fein gebaut, passt sich dem Bügelwerk der Hörkapseln an. Nach Wochen des Gebrauchs soll sich das Knorpelwerk dem Druck beugen, die Ohrmuschel der Form des Geräts entgegenkommen und bisweilen diese Form sogar behalten, als hätte die Natur dem Gummi und Metall die Oberhoheit eingeräumt. Ist dies Fortschritt? Man rühmt „Gemeinschaft“, weil der Hörer eine intime Nähe zu den unbekannten Sprechern empfinde. Doch was ist das für ein Verkehr, in dem einer unaufhörlich redet und der andere nur empfängt? Die alte Debatte verlangte Gegenrede und Mut; hier wird Meinung in den Bürger gegossen, ohne Widerspruch und Maß. Wir leugnen den Nutzen nicht: Nachrichten, Lehre, Trost. Aber wir mahnen zur Mäßigung. Wo das Ohr nie leer ist, bleibt der Geist selten allein. Und wenn die Stille verschwindet, verschwindet bald auch die echte Betrachtung. Die Wunder dieses Jahrhunderts sind zahlreich, aber nicht jedes ist harmlos.

Im Schatten der Berge, wo die Hallen kühl und die Gesetze streng waren, lebte Karl Dav. Er war kein Fürst und kein König, sondern ein einfacher Hüter von Listen, Kalendern und Gedanken. Doch die Menschen vertrauten ihm. Denn Karl Dav lebte und handelte nach einem alten Kodex: DSGVO. Eines Tages jedoch riss der gierige Landvogt Bezo die Macht an sich und errichtete überall glänzende Festungen im Tal. Seine Armee war riesig, und wo immer sie entlangzog, verdunkelten sich Himmel und Boden zugleich. Dichte Wolken hingen über dem Land, und bald sprach man nur noch von "Bezos Wolke". Der Landvogt erschien eines Morgens selbst auf dem Marktplatz. Er ließ einen langen Vertrag ausrollen, so schwer, dass zwei Knechte ihn tragen mussten. Die Schrift war klein, die Sätze verschlungen, und niemand konnte sagen, wo er begann oder endete. „Es ist zu eurem Besten“, rief der Vogt. „Ihr müsst nur zustimmen.“ Neben den Vertrag stellte er einen Tisch. Darauf lagen Plätzchen, frisch gebacken, süß und harmlos duftend. In Wahrheit aber waren sie vergiftet und zwangen jeden der sie aß, in ewige Gefolgschaft. „Bedient euch“, sagte der Vogt freundlich. „Während ihr lest.“ Viele griffen zu. Karl Dav aber verweigerte die Plätzchen. Und den Vertrag. Er sammelte eine kleine Schar von Widerständlern um sich. Er nannte sie die „nächste Wolke“ – nicht hoch und blendend, sondern niedrig, schützend und nah bei den Menschen. Karl Dav war sich sicher, dass er die Herrschaft des Vogts brechen konnte, denn er trug ein besonderes Kartenset bei sich: die unsichtbaren Strategien. Als der Kampf aussichtslos schien, zog er die erste Karte. „Use an old idea.“ Die Worte klangen fremd, doch ihre Bedeutung war klar. Karl Dav erinnerte sich an alte Wege, die einst funktioniert hatten, und begann, sie erneut zu beschreiten. Die Wolke des Vogts lachte und breitete sich weiter aus, als kenne sie keine Grenzen. Karl Dav zog die nächste Karte. „Work at a different speed.“ Er verlangsamte alles. Keine hastigen Feldzüge mehr, sondern geduldige Schritte, kleine Vorstöße und beharrliche Rückgewinne. Als Zweifel durch die Reihen seiner Leute gingen, zog er erneut eine Karte. „Find a safe part and use it as an anchor.“ Das Land stand hinter ihm. Vorräte wurden geteilt, Zusagen gehalten, Vertrauen wuchs. Diese Sicherheit gab der „nächsten Wolke“ Halt – und dem Volk neue Kraft. Schließlich, im entscheidenden Moment, als der Vogt erneut den Vertrag hob und mit den Plätzchen winkte, zog Karl Dav die letzte Karte. „Do the obvious thing.“ Er hob die Armbrust. Nicht gegen die Wolke. Nicht gegen die Soldaten. Nur gegen den Vogt selbst. Der Schuss löste sich, und der Landvogt stürzte zu Boden wie ein leerer Sack. Der Vertrag fiel ihm aus der Hand und rollte sich nie wieder aus. Die Plätzchen blieben unberührt. Die Wolken verzogen sich. Die Menschen waren frei. Karl Dav aber verschwand wieder in den Bergen, zwischen Listen und Gedanken. Man sagt, manchmal ziehe er noch eine Karte. Nur um sicherzugehen.

Sehr geehrte abgelutschte, gleichartige Podcaster, ich bewerbe mich als Shownotes-Specialist, weil ich in der Lage bin, aus struktureller Ineffizienz eine saubere Übersicht zu bauen. Ich kann Spielmechaniken so erklären, dass sie auch dann verständlich bleiben, wenn während der Aufnahme spontan Bonuspunkte erfunden werden. Ich kann Timecodes setzen, selbst wenn nebenbei über Steve Ballmer, alte Computerzeitschriften und den Unterschied zwischen Zeppelin und Flugzeug gestritten wird. Ich arbeite gerne in Umfeldern, in denen „Vorbereitung“ als Mythos existiert und „im Zuge der Zeit“ als Methodik gilt. Mit freundlichen Grüßen Ihr RSS-Reader

Es ist wieder soweit: Esel und Teddy treten im großen Podcast-Duell gegen die Titelverteidiger Johannes und Stefan vom Podcast „Luft nach oben“ an, diesmal als Doppeljahres-Ausgabe, weil wir beim Aufnehmen kurzerhand ins neue Jahr gerutscht sind. Moderiert wird das Ganze wie immer von Becci, die das Duell vorbereitet und ihm auch direkt ein neues Motto verpasst hat: „Jetzt wird geheiratet!“ Hochzeitsspiele, Treueschwüre und emotionale Wunden kommen also inklusive. Es hat einen Riesenspaß gemacht, vielen Dank, Becci! Teil 2 hört ihr drüben im Feed von Luft nach oben. Musik: Hotshot by Scott Holmes Music (CC), Mariachi Snooze von Kevin MacLeod unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0“

Der Musiker steht hinter Teddy, löst den Knoten, zieht die Augenbinde langsam nach oben. Licht. Gläser. Stimmen, die plötzlich Gesichter haben. Alle lachen, er hört den Atlantik nicht mehr. Der Musiker grinst kurz und sagt: „So. Willkommen zurück. War gut heute, oder? Nicht perfekt, bisschen link, bisschen rechts, aber ehrlich. Und genau so soll's sein.“ Er macht eine kleine Pause, schaut Teddy an. „Ach, und nur bevor du dir falsche Filme zusammenschneidest: Ich bin übrigens schon ewig nicht mehr mit Ina Müller zusammen.“ Dann, fast schon beiläufig: „Du musst nicht alles sofort verstehen. Manche Sachen setzen sich erst später. Und wenn du zwischendurch dachtest, du bist komplett verloren, dann warst du genau richtig.“

Ich starre auf dieses Ding. Es ist kalt. Es hat geschneit. Schnee bedeckt es vollständig. Es ist groß. Riesig. Stundenlang. Still. Weiß. Langsam beginnt der Schnee zu schmelzen. Ich glaube zu erkennen, was es ist. Nein. Noch nicht. Es ist gar nicht mehr groß. Da sind Linien. Konturen. Eine Ahnung. Irgendwann ist der Schnee verschwunden. Das Eis auch. Und darunter liegt kein Geheimnis. Nur eine schlechte Idee, die man zu lange hat liegen lassen.

Ich wache auf, bevor der Wecker klingelt. Habe ich den Wecker vergessen? Schaue aufs Handy. Ne, habe ich nicht. Aber dieses ungute Gefühl, dass was passiert ist. Zwölf Benachrichtigungen. Ich setze mich hin, ziehe an der E-Zigarette, öffne die News-App und sehe direkt die erste Schlagzeile: keine Neuwahl 2026. Ich nicke, mehr zu mir selbst als zur Welt. Ist OK, ist ja vielleicht besser so. In der Küche rieselt bald das Wasser durch den Filter an, ich liebe übrigens Filterkaffee, als die nächste Meldung aufploppt: Miley Cyrus singt den neuen Bond-Song. Ich bleibe stehen, Kaffeetasse in der Hand, und merke, wie mein Kopf anfängt z rattern, da war doch was mit Neuwahl und Miley. Oder Merz und Miley? Ich erinnere mich nicht. Es ist wahnsinnig heiß schon jetzt. 42 Grad, neuer Rekord. Und es soll heiß bleiben bis Dezember. Weiße Weihnachten gibt es da wohl wieder nicht. Der Sportteil schiebt sich dazwischen: WM-Finale mit Benson Boone in der Halbzeitshow. Geil eigentlich. Kurz darauf: Trump überreicht Fair-Play-Trophäe. Dieses unangenehme „Ich-hatte-recht-wollte-es-aber-nicht“-Gefühl macht sich breit. Ich habe das doch irgendwann irgendwo vorhergesagt, habe ich nicht? Ich setze mich an den Tisch, scrolle weiter. Oscar für One Battle After Another. Ich sehe mich wieder allein im Kino sitzen und fühle mich im Nachhinein sehr beobachtet von mir selbst. Katy Perry und Justin Trudeau getrennt. Taylor Swift heiratet, LeAnn Rimes singt. Ich höre Teddy in meinem Kopf nicken. Der Kaffee ist inzwischen kalt. ESC findet statt. Klar. Dann diese Meldung, bei der ich kurz innehalte: Berichte über eine Erscheinung in Afrika. Ich lege das Handy weg, als wäre es plötzlich zu schwer geworden. Es vibriert trotzdem noch einmal. Teddy. Sprachnachricht. „Herr Müller“, sagt er, hörbar zufrieden, „wir haben Anfang des Jahres zusammen gegen Luft nach oben gewonnen und Sie haben jetzt alleine alle unsere Wetten gewonnen.“ Ich lache. Ah ja, stimmt. Nicht laut, eher so, wie man lacht, wenn man merkt, dass man sich selbst gleich erklären muss. Zwölf von zwölf. Ich tippe zurück: „Dann brauchen wir wohl ein Update so.“ Und denke, während ich das Handy wieder neben mich lege: Das könnte noch ein gutes Jahr werden. Was rückblickend betrachtet immer ein riskanter Gedanke ist.

Teddy: Esel, du hast vergessen, die Outtakes-Folge zu posten. Esel: Hä? Outtakes? Die posten wir? Teddy: Ja, klar. Natürlich posten wir die. Das ist Tradition. Esel: Seit wann? Teddy: Seit immer. Esel: Aha. Und was gibt's da so? Teddy: Na ja. Zum Beispiel dich, wie du fünf Minuten lang versuchst, die Stummschaltung zu lösen und dabei immer lauter wirst. Esel: Das war Recherche. Teddy: Dann gibt's die Stelle, wo du ernsthaft vorschlägst, die komplette Folge rückwärts laufen zu lassen, „weil das Zeit spart“. Esel: Das war ein valider Gedanke. Teddy: Außerdem: dein Windows-Update mitten im Gespräch, mein falsches Mikrofon, drei unterschiedliche Intros, die alle gleichzeitig starten, und der Moment, in dem du fragst, ob wir eigentlich schon aufnehmen. Esel: Und sonst? Teddy: Du erzählst von einer großartigen Folgenidee, die du „gleich aufschreibst“, hörst dann aber auf zu reden, weil du ein Apfelgeräusch perfektionieren willst. Esel: Das war ein guter Apfel. Teddy: Und nicht zu vergessen: der komplette Streit darüber, ob das jetzt schon das Outro war oder nur ein Gefühl von Outro. Esel: Ah. Das philosophische Outro. Teddy: Genau. Plus zwei Minuten Stille, weil wir beide dachten, der andere sagt noch was. Esel: Klingt ehrlich gesagt … ziemlich gut. Teddy: Eben. Deswegen müssen wir das posten. Esel: Okay. Und nennst du das dann „Outtakes“ oder „Konzeptuelle Kunst“? Teddy: Outtakes. Aber mit Haltung. Esel: Gut. Dann poste ich das. Später. Teddy: Wann ist später? Esel: Jetzt.

Ziel dieser Präsentation ist es, die Entwicklung der vergangenen 18 Jahre strukturiert zu reflektieren, zentrale Meilensteine und Ergebnisse zu dokumentieren sowie wesentliche Herausforderungen und daraus abgeleitete Erkenntnisse darzustellen. Auf dieser Basis wird ein kurzer Ausblick auf die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre gegeben. Die Inhalte sind entlang einer klaren Agenda aufgebaut und dienen der einheitlichen Transparenz für alle relevanten Stakeholder. Mitschnitt von unserer Jubiläumsparty am 29. März 2025. Wenn Euer Podcatcher das kann, könnt ihr die Folien beim Hören sehen.

Esel: Sag mal, Teddy, wollen wir das Thema heute wirklich noch aufmachen? Mir ist das ehrlich gesagt Banane. Teddy: Jetzt spiel nicht das sortierte Studentenfutter. Hier geht's um B12, da kann man nicht einfach so tun, als wäre nichts. Esel: Na gut, aber eins sag ich dir gleich: Alles hat ein Ende, und wenn wir hier nicht aufpassen, drehen wir uns im Kreis wie ne Spiralkartoffel. Teddy: Möglich. Trotzdem solltest du nicht gleich eine Extraportion Mandeldrink verlangen, nur weil dir der erste Gedanke nicht schmeckt. Esel: Ach komm, sonst heißt es wieder Rache ist Nuss, und am Ende mache ich dich noch zur Falafel. Teddy: Das würde ich an deiner Stelle lassen. Du versuchst dich hier doch gerade nur durchs Sojahack zu mogeln. Esel: Mag sein. Aber ich sehe schon wieder deine Gurkentaktik: erst kleine Scheiben, dann plötzlich das große Ganze. Teddy: Wenn du so weitermachst, fange ich an, die Durian zu riechen. Irgendwas stinkt doch hier. Esel: Jetzt laber mir nicht Datteln ans Ohr. Du wohnst doch gedanklich sowieso schon im Tempura-Ring. Teddy: Besser als ständig drum herumzureden. Also: ran an die Fritten! Esel: Moment, bevor wir loslegen, sollten wir die Sache vielleicht noch wie Tofu auspressen und alles rausholen, was drinsteckt. Teddy: Einverstanden. Aber danach ist wirklich Schluss. Mir ist das dann wieder völlig Banane. Esel: Abgemacht. Und wenn nicht, weißt du ja: Rache ist Nuss. Danke für die Idee, germanwithsammy! https://www.instagram.com/reel/DQ5DJoJjrG5/

Als Teddy aufwacht, riecht die Welt nach Zimt und Abenteuer. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel von Esel: „Bin kurz weg. Muss was probieren. Folge der Spur der Gewürze. Esel“ Teddy seufzt, nimmt seinen kleinen Rucksack und macht sich auf den Weg. Seine Reise beginnt in Genf. Am Seeufer sitzt ein alter Mann mit einem Stand voller seltsamer Pülverchen. „Hast du einen Esel gesehen?“, fragt Teddy. Der Mann schüttelt den Kopf. „Er war hier. Hat nach Mahleb gefragt und ist weiter nach Gerardsbergen.“ Teddy kauft eine Prise Mahleb, die nach Marzipan und Kirschen duftet, und rennt zum Zug. In Gerardsbergen riecht es nach Regen und Pommes. Auf den Treppen einer alten Kirche findet er eine Kritzelei an der Wand: „Zu wenig Bass. Zu wenig Schärfe. Weiter nach Urfa!“ Daneben klebt ein kleiner Papierteebeutel, darin: Urfa-Biber, dunkle, fermentierte Chili. Teddy niest. „Esel, du Nase.“ Der nächste Flug bringt ihn in die Türkei. In einem Markt in der Nähe von Şanlıurfa streicht eine Händlerin ihm über den Kopf. „Ein Esel war hier. Er hat nach einem Gewürz gefragt, das klingt wie ein Planet. Kalonji. Dann ist er weiter nach Geo Chang in Südkorea.“ Teddy schnauft. „Der reist ja wie eine Boyband auf Tour.“ In Geo Chang stapft Teddy durch Nebel und Neonlicht. An einer Straßenküche serviert ihm jemand Suppe. Oben drauf schwimmt etwas, das nach geröstetem Pfeffer und Erde riecht. „Ajowan“, erklärt der Koch. „Esel wollte nur probieren. Er meinte, sein Freund Teddy würde das mögen. Dann sprach er von Gitega, Hauptstadt von Burundi.“ Also fliegt Teddy nach Afrika. In Gitega ist die Luft warm und staubig. Auf einem kleinen Markt findet er einen Stand mit gläsernen Schraubgläsern. Ein Junge zeigt ihm eines mit winzigen Samen. „Raduni. Wie Selleriesamen. Der Esel hat gesagt, du wirst dir den Namen nie merken.“ „Wird er schon sehen“, murmelt Teddy und steckt das Glas ein. Die Spur führt weiter nach Geita in Tansania, dann nach Geumsan in Korea, wo alles nach Ginseng riecht. Überall dieselbe Geschichte: „Ja, Esel war hier. Hat gefragt, ob schon ein Teddy vorbeigekommen ist. Er hat's eilig.“ Teddy nicht. Er ist müde, aber jedes neue Gewürz lässt ihn weiterlaufen: Anardana aus Granatapfelkernen in Indien, Zedoar und Galgant, die scharf nach Ingwer und Wald schmecken. In Georgien stolpert er über Ajika, eine feurige Mischung, in Spanien über rotes Pimentón, in Tunesien über Tabil, in Japan über zitronig-prickelnden Sancho. Ganz am Ende sitzt Teddy in einem kleinen Zimmer in Geleen in Holland. Vor ihm auf dem Tisch: ein chaotischer Kreis aus Tütchen und Gläsern – Mahleb, Urfa-Biber, Kalonji, Ajowan, Raduni, Anardana, Zedoar, Galgant, Ajika, Pimentón, Amchur, Sancho, Tabil, ein Schälchen Zaatar. Die ganze Reise als Duft-Weltkarte. Die Tür geht auf. Esel steckt den Kopf hinein. „Na, du riechst ja wie ein ganzes Kochbuch.“ Teddy sieht ihn an, erst wütend, dann lachend. „Du warst immer nur ein Gewürz weiter?“ Esel setzt sich, nimmt eine Prise Zaatar und streut sie auf ein Stück Brot. „Ich wollte, dass du mich suchst.“ „Warum?“ „Weil man Freundschaft manchmal erst richtig schmeckt, wenn man einmal um die Welt gelaufen ist.“ Teddy überlegt kurz, beißt in das Brot und nickt. „Beim nächsten Mal“, sagt er, „suchst du mich.“ „Abgemacht“, grinst Esel.

Der Dezember in Tallinn fühlt sich an, als hätte jemand die Stadt in dünne, kalte Scheiben geschnitten. Wir laufen durch die Altstadt, Schultern hochgezogen, Schritte vorsichtig auf dem glatten Kopfsteinpflaster, zwischen so dicht stehenden Häusern. Auf dem Rathausplatz sehen wir den ersten Buchstaben. Ein schwarzes N steckt schief im Schnee. Direkt daneben, halb unter einer Bank: noch ein S. Wir heben beide auf, sagen nichts. Die Luft ist zu kalt zum Reden. Vor dem Restaurant "Olde Hansa" glitzern drei neue Zeichen im diffusen Licht der Laternen: ein breites W, ein sauberes E und ein I, das Angst hat, umzufallen. Jemand hat sie auf die hölzerne Stufe gelegt, ordentlich nebeneinander, als wären wir zu spät zu einem sehr merkwürdigen Treffen gekommen. Im Katharinengang. Die Mauern verengen sich, die Schatten hängen schwer. An der Steinwand lehnen vier Buchstaben, in einer Reihe, zu perfekt, um Zufall zu sein: H, A, C, noch ein H. Zwei identische H, wie Klammern, die etwas Unsichtbares zusammenhalten. Wir spüren beide, dass wir dasselbe denken: Jemand erwartet, dass wir das sehen. Auf dem Weg zur Patkulschen Aussichtsplattform, wo die Stadt unter uns liegt wie eine tiefgefrorene Modellandschaft, treten wir beinahe auf die Buchstaben: T, L, D, Ö. Sie liegen im Schnee, als hätte jemand sie im Gehen fallen lassen, aber sie sind unberührt, keine Fußspur, kein Schleifrand, nur weiße Kälte und diese vier Zeichen. In der schmalen Gasse neben dem Restaurant Hell Hunt, wo der Rauch aus der Türöffnung quillt und nach Bier und Fett riecht, stoßen wir auf drei weitere Buchstaben: ein schweres B, ein zweites S und ein zweites I. Sie kleben fast am Boden, als wollten sie nicht mehr mitgenommen werden. Wir tun es trotzdem. Am Rand der Altstadt, in de Nähe der Laborbar, wo sie Cocktails in Reagenzgläsern servieren, reißt uns ein plötzlicher Windstoß aus dem Trott. Zwei dunkle Formen rollen über das Eis direkt vor unsere Füße: ein weiteres N und gleich dahinter noch ein N. Das dritte. Und das vierte. Dicht beieinander, als wollten sie sich nicht trennen. Wir stehen mitten im Zugwind, halten eine Handvoll Buchstaben, die sich kalt und irgendwie falsch anfühlen, und wissen plötzlich sehr genau: Wir sind in dieser Stadt nicht einfach spazieren. Wir werden gelenkt. Buchstabe für Buchstabe. Aber egal, wir packen die Dinger in den Rucksack und gehen erstmal zu Peters Weihnachtsfeier.

Ich renne los als hätte mich jemand aus einer alten Folge geschubst und in ein grelles Kaufhaus geworfen und in meinem Kopf schreien die Stimmen von Teddy und mir selbst über Pfeifen von Nick Knatterton über BMX-Fahrräder ohne Schutzblech über beige Kleidung zu schwarzen Rädern und alles rauscht und ich brauche ein Geburtstagsgeschenk jetzt sofort und die Dinge springen mich an Charcuterie-Bretter Käse Walnüsse Marmor den niemand mag seit er keinen Purpurmantel mehr trägt und ich greife nach einem Dutch Oven in dem eine Unbekannte Miesmuscheln umrührt als sei das das Normalste doch das Geschenk passt nicht es ist zu schwer zu ernst zu gusseisern und ich stolpere weiter durch Regale voller Kissen Duftsets Tassen in Farben in denen Teddy keinen Kaffee trinken könnte weil Blau nicht zu Braun passt und ich höre ihn sagen dass manche Farben gegen Getränke rebellieren und ich laufe weiter in einen Raum voller Taschen die aussehen wie Früchte Limettenscheiben Zitronenhälften und ich stelle mir vor wie Teddy das tragen müsste und ich schäme mich schon beim Denken und renne wieder los bis ein Koffer auftaucht olivgrün stabil er schreit nimm mich aber wer schenkt denn einen Koffer und ich flüchte in die nächste Abteilung und dort liegen Wobbles zum Häkeln und ich höre mich sagen Teddy häkelnd niemals und ich drifte zu Malen-nach-Zahlen Segelboote über wilden Wellen wie im Leben und ich denke ja meditativ aber nein nicht für heute nicht für dieses Geburtstagskind und ich werde weitergewirbelt bis ein Lego-Set auftaucht Schokoladenfabrik bunte Figuren teuer wie Schuldgefühle und ich weiß nein das ist es auch nicht und ich treibe hinaus in einen kleinen chaotischen Laden der aussieht wie der Rest des Tages und plötzlich liegt es da ein Geschenk so dumm dass es funkelt ein Passport-Cover in einer Farbe die sich nicht entscheiden kann ob sie existieren will ein Ding das keinen Pass richtig schützt und in keine Tasche passt und gerade deshalb perfekt ist denn ich habe es selbst entdeckt ohne KI ohne Holiday-Listen ohne Empfehlungen und Algorithmen und ich lache laut in den Raum hinein und nehme es mit und fühle ein kleines Triumphfeuer weil ich endlich etwas gefunden habe das so absurd ist dass es genau richtig ist für diesen Tag für dieses Geschenk für mich den Esel der es ohne jede künstliche Hilfe geschafft hat. Link zur Folge: https://www.google.com/shopping/holiday100

Die Sonne schlägt mir wieder ins Gesicht, schlechtgelaunt, und ich soll nun, ausgerechnet jetzt, eine nüchterne Zusammenfassung dieses Gesprächs verfassen. Nüchtern! Ich habe doch schon seit Tagen – oder ... Jahren? – kein verlässliches Zeitgefühl mehr. Die Uhr über der Tür ist stehen geblieben, vermutlich aus Solidarität. Das Gespräch begann um… Ja, nun, irgendwann zwischen Sonnenaufgang und der Erinnerung an diese eine alte Folge, in der wir 16 Minuten lang geschwiegen haben. Vielleicht war es also auch einfach Stille, die diplomatische Variante davon jedenfalls. Teddy sprach über Kooperation, Zukunft, Vergangenheit – und ich nickte weise, während mein Geist zu „Liebe in Zeiten der Diarrhoe“ abbog. Ich kritzle: Die Atmosphäre war konstruktiv. Das stimmt sogar irgendwie; wir konstruierten schließlich beide fleißig Ausreden, um das Gespräch möglichst früh zu beenden. Der Mezcal im Schatten des Vulkans rief lauter als jede Agenda. Und doch steckt in all dem ein weicher Kern von Traurigkeit: Dieses Gefühl, dass die Zeit nicht mehr linear verläuft, sondern wie eine unaufgeräumte Podcast-Playlist durcheinanderstolpert. Dass jeder Versuch, Ordnung hineinzubringen – sei es diplomatisch oder persönlich – im warmen Staub Mexikos verpufft. Ich beende meinen Bericht mit einem letzten Satz, der wahrer ist als alles zuvor: Das Gespräch fand statt. Die Zeit nicht.

Auf dem Heimweg, als die Stadt bereits in jenes feuchte Dämmerlicht sank, das dem Spätherbst eine gewisse Würde verleiht, fand er – nicht aus Zerstreutheit, sondern gleichsam als leiser Auftrag an sein fühlendes Vernunftwesen – Blumen auf dem Pflaster, einzeln, wie sorgsam hingelegt. Eine gelbe Rose zuerst: die nüchterne Freundschaft, dachte er, nicht ohne das säuerliche Aroma des Verdachts, den die Farbe im Herzen alter Geschichten führt. Dann eine Orchidee, schmal, von beinahe intellektueller Kälte; er fühlte sich gemustert und doch milde gelobt. Eine Iris lag weiter vorn, und mit ihr, wie aus dem Nichts, jenes nervöse Aufflackern des Schöpfergeistes, das ihn manchmal auf dem Heimweg überfiel. Schließlich eine Calla – reine Form, höfliche Faszination – und, wie ein Schatten am Rand der Empfindung, ein Stück Mohn, das in seiner weichen Schwärze etwas von Selbstverlorenheit versprach. So geführt, ließ er die belebte Straße hinter sich. Ein Haselzweig lag quer über dem Pfad: Sehnsucht, ja; die Luft roch nach nassem Holz und nach dem Zufall, der gar keiner war. Er ging weiter, und als die Stadt ganz verstummt war, stand die Hütte – nicht romantisch, vielmehr zweckmäßig, doch in einer Würde, die das Nötige mit dem Schicksal verwechselte. Dort wartete ein Mann, der im Halbdunkel die Ruhe einesjenigen trug, der seine Geschichten nicht eilig hat. Er bat den Ankömmling hinein, wärmte die Hände am gusseisernen Ofen und sagte ohne Prunk: Die Lotophagen. Und er erzählte – nicht schwärmerisch, sondern mit jener trockenen Humanität, die Unerhörtes erträglich macht – von Odysseus' Männern, die den süßen Lotus kosteten, Vergessen fanden und das Heim vergaßen, ja, den Willen selbst, und wie schwer es sei, den Menschen aus der betäubenden Gnade der Gegenwart in die strenge Arbeit der Rückkehr zu heben. Der Zuhörer nickte, und während die Worte sich setzten wie Schnee, schob sich in sein Inneres die heitere Strenge einer Kornblume: Hoffnung, schlicht und blau. Der Mann am Ofen lächelte, griff nach einer verkratzten Mandoline und sang, ohne falsche Scham, nur die Überschrift seines Liedes, die schon alles sagte: „Blau blüht der Enzian“. Die vier Silben standen im Raum wie ein blauer Hut auf grauem Mantel; und als er „blau blüht der Enzian“ wiederholte, sah der andere tatsächlich eine alpine Klarheit vor sich, Enzian als Bewunderung, vielleicht auch als Dank, und spürte in sich eine Bewegung, die weder Eitelkeit (Hortensie) noch Verschwiegenheit (Veilchen) war, sondern das still geneigte Wissen, dass ein Mensch, der die Sprache der Blumen beherrscht, auf eigene Weise schön ist. Sie redeten nicht mehr viel. Das Feuer nahm die letzten Töne in sich auf; draußen stand der Wald. Als es Zeit wurde – und sie wussten beide, dass Zeit immer auch Urteil bedeutet – trat der Erzähler näher, hielt ihm eine kleine, unauffällige Edelweiß-Blüte hin. „Für die Treue“, sagte er, „für die Liebe.“ Dann, mit einem feinen, beinahe gelehrten Lächeln, drehte er die Blüte langsam kopfüber. „Und – du kennst die Regel – wenn eine Blume hängt, sagt sie das Gegenteil.“ So war es eine Blume und doch zwei Worte: Liebe, und, im sanften Senken, Abschied. Der Heimkehrer nahm sie, als nähme er eine Aufgabe an, und ging in den Wald hinaus, leicht beschwert, mild geklärt, während hinter ihm das kleine Haus die Wärme der Erinnerung sammelte wie eine Jasminhecke ihren Duft. Links zur Folge: Welche Blume entspricht Ihrer Persönlichkeit? https://bart-bastian.eu/quiz Blumensprache (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Blumensprache Die Lotophagen (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Lotophagen#:~:text=5%20Anmerkungen-,Lotophagen%20in%20der%20Odyssee,und%20den%20Zweck%20ihrer%20Landung. Heino's „Blau blüht der Enzian: https://www.songtexte.com/songtext/heino/blau-bluht-der-enzian-43ce0b07.html

Das große Speisekarten-Orakel von El Patio

Wenn schon live, dann richtig! Beim Podstock trafen sich Esel und Teddy mit Stefan und Johannes vom Podcast Luft nach oben zu einem großen Crossover – oder besser gesagt: zum ultimativen Partnertausch-Duell. Normalerweise spielen wir ja Esel & Teddy gegen Luft nach oben. Aber diesmal? Alle gegen alle – in jeder nur denkbaren Kombination! Ob Esel & Stefan, Teddy & Johannes oder das klassische Dream-Team Esel & Teddy – keine Paarung blieb ungetestet, um endlich herauszufinden, wer wirklich das beste Podcast-Gespann ist. Gespielt wurde natürlich nicht nur um Ruhm und Ehre: ein Schnellraten, das eher langsam war, ein Songspiel, bei dem Textsicherheit Glückssache blieb, und natürlich das legendäre Assoziationschaos, bei dem kein Gedanke da endete, wo er angefangen hatte. Das Publikum tobte, der Schweiß floss (vor allem bei Esel), und am Ende stand fest: Der wahre Gewinner war aber: der größte Blödsinn. Wie für die großartige Powerpoint-Karaoke-Vorlage auch hier wieder ein herzliches Dankeschön an Moni und Anika für die Vorbereitung und Moderation! Ihr seid einfach die Besten!

Manchmal kommt alles anders, als man klickt! Beim Podstock haben wir uns auf die große Bühne der Improvisation gewagt und in einem PowerPoint Karaoke zu völlig fremden Folien frei drauflos präsentiert. Wir haben es zumindest versucht ... Ohne Ahnung, aber mit Haltung. Ohne Vorbereitung, aber mit Power. Zwischen wildem Gerate, misslungenen Pointen und echten Überraschungen blieb sogar noch Zeit für ein bisschen Selbstreflexion (und gegenseitiges Fremdschämen). Ein riesiges Dankeschön an Moni und Anika, die alles im Geheimen vorbereitet haben! Die Folien sind integriert, wenn Euer Podcatcher das kann, könnt ihr Euch von den Folien genauso überraschen lassen wie wir. Hier gibt's das Ganze auch als Video vom Podstock-Team: https://www.youtube.com/watch?v=wO7k7L5AI_k

Seit 18 Jahren und 800 Folgen machen wir Blödsinn – jetzt wollen wir etwas Sinnvolles tun. Gemeinsam mit euch möchten wir einen Wald pflanzen! Pro gespendeten 3 € wird in Nicaragua ein Baum gesetzt – so wächst mit eurer Hilfe nicht nur unsere Dankbarkeit, sondern auch ein echter Wald. Einfach nur, weil es uns und euch gibt. Ob ein kleiner oder ein großer Beitrag: Jeder Baum macht einen Unterschied! Und wir belohnen jede Spende zusätzlich damit, dass ihr Paten einer unserer Episoden werden könnt: Wir tragen euch in den Folgentext mit dem Spender*innennamen eurer Wahl ein. Hier geht's direkt zur Aktion: https://spenden.twingle.de/primaklima-e-v/spa-feiern-fuer-den-wald

Warum hat der Esel heute keine Lust auf Shownotes? Weil er immer nur iaaah-nfangt, aber nie endet! Er ist schließlich nicht Rainer Mar-iaaah Rilke und außerdem will er seinen Urlaub an der Adr-iaaah genießen und hat keine Zeit. Links zur Folge https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.scherzfragen-fuer-kinder-mhsd.556b47db-8e62-48cf-9436-07dcb3ea6080.html https://www.instagram.com/ms_pencilsaway/

Es war ein grauer Nachmittag, das Leben sah aus, als hätte es vergessen, den Kontrastregler hochzudrehen. Esel und Teddy fuhren die Landstraße entlang, auf dem Rückweg von einem Podcastertreffen – irgendwo zwischen Kreisverkehr und Nirgendwo – auf der Suche nach einem Imbiss, der noch Vertrauen in warme Würstchen hatte. Da stand er plötzlich: ein kleiner, windschiefer Krämerladen. Das Schild über der Tür hing schief und trug in verblichenen Buchstaben das Wort „Morpho“. Der Schmetterling daneben war aus Metall, aber seine Flügel bewegten sich im Wind. Er sah fast lebendig aus. Drinnen roch es nach vergangenen Jahrzehnten. Zwischen verstaubten Regalen, in denen Bonbontüten und Batterien einander Gesellschaft leisteten, stand sie: eine große, blaue Box mit einem leuchtenden Bildschirm und einem Schlitz wie ein gieriger Mund. Darauf stand: „Erkenne dein Potenzial. 1 Euro.“ „Das ist ja wie ein Glückskeks mit Stromanschluss“, murmelte Teddy und warf eine Münze ein. Ein Summen, ein Brummen, ein Licht – die Maschine vibrierte, als würde sie denken. Dann spuckte sie eine kleine, blaue Karte aus. Teddy zog sie vorsichtig hervor. Darauf stand in klaren Lettern: „Wanderer – Der Weg ist heute die Antwort.“ „Passt“, sagte Teddy leise. „Ich bin ja schon unterwegs.“ Esel nickte, drückte eine eigene Münze in den Schlitz. Wieder das Brummen, das Summen, das leise Klicken. Seine Karte roch nach Druckerwärme und Schicksal. „Ingenieur – Mach etwas daraus, das nur du kannst.“ „Na super“, knurrte Esel, „ich darf was reparieren.“ Aber noch bevor sie lachen konnten, ruckte die Maschine ein letztes Mal. Eine dritte Karte erschien, leicht zerknittert, als wäre sie nicht ganz freiwillig gekommen. Darauf stand nur: „Zwecklos, aber glücklich.“ Teddy und Esel sahen sich an. Der Wind wehte durch die offene Tür. Der Krämerladen war still. Dann lachten sie – erst leise, dann laut, dann so, dass die Regale klirrten. Als sie wieder auf die Landstraße einbogen, war der Laden hinter ihnen verschwunden. Nur ein leerer Parkplatz blieb, und im Staub glitzerte ein Stück Papier, auf dem in blauer Tinte ein Schmetterling gezeichnet war.

Es fing, wie so oft, ganz harmlos an: „Ich wollte nur mal kurz gucken, wie unser beliebtes KI-Intro klingen würde, wenn es echte Musiker spielen.“ Zwei Klicks später war Teddy in einem YouTube-Tutorial über orchestrale Sample-Libraries gefangen und wusste: Jetzt gibt's kein Zurück mehr. Tage, Nächte, Tabs. Er las sich durch Foren, in denen Leute über Instrumente diskutierten, als wären es Weinnoten. Er lernte, dass ein echtes Orchester aus 60 Menschen besteht – oder aus 40 Gigabyte Strings. Er installierte Programme, deren Namen nach Raumschiffen klingen: Kontakt, Codify, Orchestral Tools. Und als er dann alles verstanden hatte, kam die Erkenntnis: Für eine echte Profi-Band müsste man rund 4.000 Euro investieren. Aber Teddy blieb dran. Er fand eine Möglichkeit, es outzusourcen in die weite Musikerinternetgemeinschaft. Am Ende saß er da, umgeben von blinkenden Spuren, und sagte nur: „Ich glaube, ich hab's.“ Esel hörte zu, grinste – und sagte: „Klingt super, aber das alte Intro war auch gut.“ Zum Selberbasteln https://www.esel-und-teddy.de/wp-content/uploads/2025/10/garageband.band_.zip Akkorde und Text Ein Cast ein Pod Gesprochen wird hier flott Esel M. und Teddy K. Sind jetzt wieder da Ein Pod ein Cast Gesprochen wird hier fast (Nur über Sinnvolles) Esel und Teddy Es gibt auch schlechtere | A | A | F#m | F#m | D | D | E | | A | A | E | E | D | E | A | | D | D | D | A | D | E | A | → A

Hallo Leuts, ihr Froschquaker im Community-Teich, ihr Rülps-Orchester, ihr bekloppten Mitspieler:innen. Ihr seid so was wie die Luftpolsterfolie um unsere Hirne – man kann draufdrücken, es macht plopp, und sofort ist die Welt ein bisschen besser. Wir mögen euch wie Toastscheiben ihren Toaster, wir brauchen euch wie Knetgummi die Hände. Ihr haltet zu uns wie Parteien zu ihren Präsidenten. Ohne euch wären wir nur zwei Mikrofone, die ins Leere quatschen und sich selbst zuhören. Mit euch sind wir eine Signal-Symphonie, eine Art Impro-Dada-Karneval, ein Chaos mit Herz. Rülps, Lacher, Zwischenruf. Esel, Teddy, Publikum. Eins, zwei, drei – Chaos! Wir, wir zusammen sind Liebe, wir sind Lärm, wir sind Blödsinn, wir sind ihr. Es gibt keine bessere Community.

Zwei Freunde schlenderten an einem sonnigen Nachmittag durch den Park von Schloss Augustusburg in Brühl. Sie hatten nichts weiter vor, außer sich zu unterhalten – über Gott, die Welt und die Möglichkeit, ob man nicht aus einem Stück Fenchel ein überzeugendes Foley-Geräusch für ein knackendes Bein machen könne. Sie lachten, sprachen über Hochzeitsfotografie, die sie am Schlosstor beobachtet hatten, und über die strenge Symmetrie der Gartenanlagen. Einer schwärmte noch vom Max Ernst Museum, der andere murmelte etwas über Leverkusen, das heute sicher wieder verlieren würde. Es war ein improvisierter Outdoor-Podcast, bei dem sie sich selbst vergaßen, während sie den Kieswegen folgten. Immer tiefer zogen die Bäume sie in ihren Schatten, bis kein Geräusch mehr von draußen drang. „Vielleicht sollten wir zum Jagdschloss Falkenlust abbiegen?“, schlug einer vor. Doch der andere war sicher, den Weg zur Eselsallee zu kennen. Sie bogen ab, dann noch einmal, immer weiter hinein, und plötzlich wirkte der Park fremd. Die Alleen wiederholten sich, die Hecken wurden zu Wänden, die Sichtachsen schienen sie absichtlich in die Irre zu führen. Ein letztes Mal hörte man ihr Gespräch – ein Scherz über Asia-Restaurants mit immer gleichen Karten – dann verlor sich das Echo im Laub. Niemand sah sie je wieder. Man sagt, wenn man in Brühl bei Dämmerung durch den Schlosspark geht, hört man manchmal ein Knistern, wie brechende Knochen aus Fenchel, und zwei Stimmen, die in einem endlosen Podcast über Wege sprechen, die nirgendwohin führen.

Oh Esel, trabeseba Oh Teddy, trabeseba Keiner kennt Chaos so wie wir zwei Keiner schätzt gratis so wie wir zwei Oh Esel, manchmal ists schwer Oh Teddy, ich mag Dich doch sehr Keiner kennt Chaos so wie wir zwei Keiner schätzt gratis so wie wir zwei Strophe 1 Ging die Treppe runter ins Studio Das Mikro sprang an, die Laune war gut (so) Ging die Treppe herunter ins Studio Die Musik war frei und wir auch, wir blödelten so Refrain Oh Esel, trabeseba Oh Teddy, trabeseba Keiner kennt Chaos so wie wir zwei Keiner schätzt gratis so wie wir zwei Strophe 2 Hörer:innen lachen irgendwo im Land Wir stolpern durch Lieder ohne Stimme doch mit Herz Manchmal vergeigt, doch oft voller Glanz Zwei alte Kumpels im Podcast-Tanz Refrain (Finale) Oh Esel, manchmal ists schwer Oh Teddy, ich mag Dich doch sehr Keiner kennt Chaos so wie wir zwei Keiner schätzt gratis so wie wir zwei mobygratis.com

Lieber Freund, die Hoffnung, dass dich diese Flaschenpost vielleicht eines Tages wirklich erreicht, hilft. Ich fülle sie mit diesen Zeilen, die ich mit jener ruhigen Hand schreibe, die man hat, wenn man begriffen hat, dass das Meer keine Antwort gibt. Ich bin gestrandet auf dieser Insel, die aussieht wie die Zwischenzeit: Wochenende vor dem Urlaub, Wochenende nach dem Urlaub, nichts dazwischen offiziell, alles doch schon vorbei. Ich rede in Gedanken mit dir, so wie früher, wenn wir den Tag in feine Notizen zerschnitten haben, “Liebes Urlaubstagebuch” sagten, obwohl wir gar nicht im Urlaub waren. Ich mache, um mich zu beruhigen, das, was man eben macht, bevor man aufbricht: Ich räume, ich werfe mit Steinen Kokosnüsse von den Bäumen, ich wasche so gut es geht. Eine Maschine habe ich nicht. Die Maschine würde mir vielleicht sagen, ob ich wieder ein Taschentuch in der Tasche vergessen habe; jetzt hätte ich ihn gern, diesen Eco-Modus für das Schicksal, bitte, 15 T-Shirts ohne Nachfüllen, und doch liegen die weißen Flocken auf dem Schwarz der Dinge wie leichter Schnee. Ich denke an die drei überreifen Bananen, die man zerdrückt mit Sojamilch und Ahornsirup und alles bei 180 Grad – Umluft, eine Stunde – zu etwas werden lässt, das hält. Auf dieser Insel gibt es Bananen, aber nichts, das hält. Gestern fand ich, zwischen zwei Gedanken, einen Automaten. Er sprach mit österreichischem Akzent. Er spuckte Milchkakao aus und Bolognese, und für einen Moment glaubte ich an Zivilisation. Daneben ein Zigarettenladen ohne Menschen; man konnte dort eine Schweizer Vignette ziehen, aufgeklebt auf eine leere Schachtel, sorgfältig mit Tesafilm. Die Welt ist ein Provisorium, das sich selbst erklärt, wenn man nicht fragt. Ich gehe manchmal an den Rand der Felsen, wo der Wind jedes Feuer sofort ausbläst. Schließe die Augen und träume. Eine Anna, achtzig, pfeift mich an aus einer anderen Stadt, sagt Wachssee, Kinderfinger, Verantwortung, und ich sehe, wie der Zorn in ihrer Stimme zusammenfällt, sobald ich “es tut mir leid” sage. Sie bekreuzigt mich zum heiligen Theodor, und für eine Minute sind wir beide recht und gerechtfertigt. So etwas wollte ich dir gerne erzählen, in einem Café vor einer kleinen italienischen Kirche, wo der Espresso wie schwarzes Gold die Kehle hinunterläuft und Gänsehaut macht. Hier gibt es nur lauwarmes Flusswasser in einer Flasche, die nach Blech schmeckt, und einmal ist sie mir aufgegangen wie eine Bierdose am Stausee im Sauerland. Ich habe Durchfall. Ich schaue und warte auf ein Schiff. Ab zwei Booten ist es eine Regatta, sagte der Skipper am Lago Maggiore, und gewann. Ich stelle mir vor, wie du nickst. Wie du “ja” sagst, ohne zu widersprechen, obwohl du es willst. Im Freibad – das ich mir ebenfalls herbeiträume – gehören Pommes zu Chlor wie Bud Spencer zu Terence Hill, und Popcorn ist hier immer schon abgelaufen. Im Supermarkt meiner Erinnerung legt ein Rentner seine Weinflaschen quer aufs Band, und alles rollt, sanft, hilflos, wie hier auch die Tage rollen. Nachts ist es zu heiß, um sich zuzudecken. Ich habe auch keine. Ich lege mich auf den Sand, wie sehr ich das Einmummeln brauche, um schlafen zu können. Ich rede dann mit dir in unserer Geheimsprache – Stückele Bickele, Bocolo – und es hilft für drei Atemzüge. Manchmal wünsche ich mir, jemand hielte eine Kreditkarte vor eine Tür, und wir dürften eintreten in einen menschenlosen Kiosk, in dem Auswege verkauft werden. Schreib mir zurück, wenn diese Flasche dich findet. Erzähl mir, ob der Rhythmus sich noch ändert, ob man noch nach dem Weg fragt, ob man Karten wieder falten muss und sie Ehen stiften. Oder sag gar nichts. Ich höre dich ja trotzdem, wie in dem Lied Vienne von Barbara: eine Liebe, die man verpasst hat, ein Zug, der schon fort ist, und doch steht man noch da, sehr still, mit einem Koffer aus Luft. Komm her, oder bleib, aber sprich mit mir. Dein Verlorener

Im zweiten Teil unseres Buckdates machen wir wieder ernst: Wir wühlen uns durch unsere eigene Ideen und Hörer:innenvorschläge für Episoden, die wir noch aufnehmen wollen oder eben nicht. Zwischen Mikrofon, Mindset und Mäandern entsteht eine ehrliche Bewertung von kleinen und großen Lebenszielen. Welche Folgen sollen wir machen: https://app.formbricks.com/s/cmducaav03jssxs01ycc58hyh

Der Motor des Käfers röchelt. Jahrgang 1976, hellblau, Fellsitze. Das Getriebe klingt nach Wutanfall. Esel ist ganz in seinem Element. Sonnenbrille auf, linkes Ohr flattert im Fahrtwind, der Huf liegt locker auf dem Gaspedal. Neben ihm, auf dem Beifahrersitz: Teddy – die Stimme irgendwo zwischen Amtsarzt und Animateur auf Malle. „Frage eins, Herr Esel: Was bedeutet es, wenn ein roter Pfeil auf einem Schild nach links zeigt, während ein schwarzer Pfeil zurückzeigt?“ Esel schnaubt. „Dass man besser rechts überholt, wenn der Gegenverkehr im Dunkeln umdreht.“ „Falsch!“, ruft Teddy – und der Käfer zuckt beleidigt. „Das heißt: DU musst warten, wenn DU rot bist.“ „Ich bin nie rot!“, meckert Esel, während er in eine Kurve prescht. Rustikale Landschaft, lauter Apfelbäume. Ein Apfel fällt vom Baum – auf einen Fasan. Der fliegt schockstarr vom Acker. „Frage zwei!“, brüllt Teddy gegen das Geratter an. „Wie lang muss man an einem Stoppschild halten?“ „Solange, bis du mit Lesen fertig bist!“, grinst Esel – und bremst. Ruckartig. Der Käfer quietscht. Teddy fliegt fast durch die Windschutzscheibe. „Alle Räder stehen still, weil das Stoppschild es so will“, murmelt Teddy verschnupft. „Das gilt nicht für Hufe“, kontert Esel – und lässt den Motor aufheulen wie ein billiger Fön kurz vor der Explosion. Und so geht es weiter, Frage um Frage – über Tunnel, Reifendruck und Schrittgeschwindigkeit. Am Ende des Tages, als der Käfer mit letzter Kraft in eine Parklücke rollt, wo eigentlich gar keine ist, schaut Teddy seinen langjährigen Fahr-Aspiranten an und sagt: „Du bist durchgefallen. Aber nur haarscharf. Und mit Stil.“ Esel schließt die Augen, lehnt sich zurück und murmelt: "Ich fahr weiter, es gibt ja auch schlechtere."

Also, ich kannte Esel und Teddy vorher so ein bisschen – hatte mal ein paar Folgen gehört. Ganz okay, manchmal ganz witzig, aber jetzt nicht so, dass ich Fan wär oder so. Als ich dann gesehen hab, dass die beim Podstock auftreten, dachte ich mir: Komm, schaust dir das mal live an – vielleicht zündet's ja auf der Bühne besser. Tja… hat's. Aber ganz anders, als ich dachte. Am Anfang war alles wie erwartet: die beiden quasseln sich warm, machen ein paar Gags, schmeißen mit Ideen um sich. Irgendwas mit PowerPoint-Karaoke und DIN-Normen – war alles irgendwie typisch „Esel und Teddy“, halt so leicht wirr, aber sympathisch. Und dann auf einmal – kein Witz – sagt Teddy plötzlich: „Bitte schneiden, bitte schneiden“. Ich grinse noch so vor mich hin, weil ich dachte, haha, ist bestimmt so ein Podcast-Gag. Aber dann holt Esel einfach 'nen Rasierer raus. Und fängt an, Teddy live auf der Bühne die Haare abzuschneiden. Einfach so. Zack. Ohne Ankündigung. Ohne doppelten Boden. Bis er ne komplette Glatze hatte. Und dann umgekehrt. Keiner hat sie aufgehalten. Das ganze Publikum so: Was zur Hölle passiert hier gerade? Ich mein, ich bin nicht oft sprachlos – aber da war ich's. Das war so komplett drüber, dass es schon wieder genial war. Ich weiß immer noch nicht, ob das ne Kunstaktion war, ne Wette, oder ob einer von beiden einfach komplett durchgezogen hat. Aber eins ist klar: Ich werd diesen Auftritt nie wieder vergessen. Und ehrlich gesagt: seitdem find ich die beiden nicht mehr nur mittel, sondern irgendwie … also, es gibt auch schlechtere.

Wir haben es geschafft! In dieser Folge feiern wir euch und eure Hilfe beim kleinsten Crowdfunding der Welt – mit allen Cents, allen Namen, allen Statistiken, Kommentaren und ganz viel Herz. Ein bisschen Humor ist auch dabei. Also … je nachdem, wie man's nimmt. Ihr habt gespendet, ihr habt das möglich gemacht! Wir sind unendlich dankbar und lesen die Namen aller Spenderinnen und Spender vor. Alle. Wirklich? Alle? Ja, alle! Teddy erklärt außerdem, wie es jetzt weitergeht. Die Aktion bleibt übrigens weiterhin offen. Wer also noch einen Cent geben möchte, kann das hier tun: https://www.paypal.com/pool/9dAFMlhTSO

Diese Folge beantwortet ██████, die sich niemand gestellt hat – und stellt ██████, die nicht ████████████ werden sollten. Ein Dialog auf dem Niveau von zwei sehr gut ███████ Blechdosen mit █████ dazwischen. Special Thanks an Jens █████ – für alles, was wir nicht erwähnen dürfen, aber mit einem herzlichen „██████████“ meinen. Ohne dich wäre diese Folge nur halb so ██████████ gewesen. Und ja, die Kalauerdichte wurde bewusst von ████ Inc kuratiert. Denn wie heißt es so schön: „Was ist rot und steht im Wald? Diese Folge. Denn sie schämt sich.“ Links zur Folge: https://lanoinc.de/ https://lanoinc.de/lno/ https://www.spiegel.de/netzwelt/web/grillen-mann-klaut-massenweise-fleisch-und-schmeisst-grillfest-fuer-die-ganze-nachbarschaft-a-00000000-0003-0001-0000-000002659707 https://www.jens-spahn.de/

Hättet ihr gewusst, was ein Lorbas ist? Ein Taugenichts, Laufbursche oder der Bassist im Orchester? Oder was es mit Schlüffeln auf sich hat – ist das Trägsein, Schwärmen oder vielleicht doch bloß Nasehochziehen? In dieser Folge wird gerätselt, geraten und gelernt – dank der wunderbaren Petra (Ursupptier), die uns ein großartiges Quiz rund um vergessene Worte zusammengestellt hat. Ganz im Stil von „Der große Preis“ spielen wir uns gegenseitig 30 knifflige Fragen zu alten Begriffen vor. Mal liegen wir richtig, mal komplett daneben – aber schlauer sind wir am Ende auf jeden Fall alle. Außerdem schweift Herr Müller ein bisschen ab, eine Fliege sorgt für Chaos im Podcast-Keller, wir erinnern uns an Wim Tölke, Wum und Wendelin – und natürlich gibt's wieder ein kleines Update zum Stand unseres Guinness-Rekord-Versuchs. Hört rein und rätselt mit! Das hat Spaß gemacht, vielen Dank, Petra!

Herr Dr. Müller, Sprachphilosoph, Universalgelehrter und passionierter Klugscheißer, hatte den Fehler gemacht, in das Taxi zu steigen. Das Fahrzeug sah harmlos aus, der Fahrer sympathisch, aber Dr. Müller wusste nicht, wer da hinter dem Steuer saß, ein Mann, dessen Name so fragwürdig war wie seine Absichten: Krysteczko, genannt „Teddy“. Müller bemerkte die Falle erst, als er sich in einem modrig riechenden Keller zwischen Bücherstapeln wiederfand. Die Titel klangen wie der Alptraum eines Bildungsbürgers: „Die 101 häufigsten Fehler im Deutschen“, „Das große Pocket-Quiz für zwischendurch“, „Unnützes Wissen für Anfänger“. „Sie kommen hier erst raus, wenn Sie zehn Fragen beantworten“, verkündete Teddy, die Arme vor der Brust verschränkt. „Aber nicht so Professoren-Quatsch. Richtige Fragen. Aus meinen Büchern.“ Müller blinzelte. „Sie entführen mich für ein ... Hausquiz?“ Teddy grinste. „Wissen ist Macht. Dummheit ist Freizeit.“ Was folgte, war eine Tortur. Müller dozierte über die korrekte Schreibweise von Flowerpowerzeit, bestimmte den längeren Fluss zwischen Saar und Lahn und enträtselte ein lächerliches Bilderrätsel zu Cast Away. Frage um Frage kämpfte er sich durch das absurde Prüfungsprogramm. Er gewann. Natürlich. Doch während er die goldene Tasse mit der Aufschrift „Ich habe das dümmste Quiz der Welt bestanden“ entgegennahm, wusste er: So leicht entkommt man dem Wahnsinn nie.

Wir haben unsere Lust am Labern wiederentdeckt. Zumindest einer von uns und der andere hat sich einen Katalog aus Fragen auf Reddit zurechtgeklickt. Den Drei-Minuten-Kuckuck hat er auch mitgebracht und so reden wir jeweils 3 Minuten lang über 10 Fragen. Fragen aus: https://www.reddit.com/r/FragReddit/s/S692CTx3kf Hier upvoten: https://www.reddit.com/r/de_podcasts/s/ajyaRGmuor Oder hier: https://www.reddit.com/r/GuinnessWorldRecords/s/dWG4SXgJSS Erwähnt: https://www.businessinsider.de/karriere/arbeitsleben/jobs-fuer-menschen-die-keinen-stress-moegen-r14/

Bevor ihr diese Episode hört, macht doch bitte kurz diesen Planetentest. Welche der 9 (ja, Pluto gehört für uns irgendwie immer noch dazu) Planeten entspricht am ehesten Eurem Typ? Wenn Ihr aber lieber auf eine Insel reisen wollte, da gibt auch schöne 9er-Gruppen. Welche? Antwort in der Folge. Warum? Antwort in der Folge. Oder hier: Wrinted (Mit Toby Baier). Da kam auch die Idee her. Danke, Toby und Holgi! Wie reagierst du, wenn jemand ungefragt dein Orbit stört? A) Ich drehe einfach weiter meine Runden. B) Ich kollidiere frontal und mache einen Ring draus. C) Ich verziehe mich ins Kuipergürtelbüro. D) Ich speie flüssige Lava und tue so, als sei es ein natürlicher Prozess. Welche Oberfläche liegt dir am ehesten? A) Glatt, reflektierend, leicht eitel. B) Voller Einschläge und Vergangenheit. C) Gasförmig und für Messgeräte frustrierend. D) Eisig, aber mit innerem Feuer (emotional gesehen). Wenn du einen Mond hättest, wäre er A) Mein bester Freund, wir sind ein Team! B) Ein stylisches Accessoire, rein optisch. C) Eigentlich habe ich 87 – wer soll sich das merken? D) Eine dunkle Erinnerung, über die ich nicht sprechen möchte. Wie stehst du zur Sonne? A) Warmes Verhältnis, aber mit Abstand. B) Ich bin quasi ihr Schatten. C) Ich habe sie nie persönlich getroffen. D) Ich kreise um sie, aber ich hinterfrage das Konzept. Dein Lieblingsplatz auf einer Party ist… A) In der Mitte – ich bin die Sonne. B) Am Rand, aber mit guter Aussicht. C) Ich bin gar nicht eingeladen worden. D) Im Kühlschrank – wegen der Atmosphäre.

Wir haben ein Geschenk bekommen und packen es in dieser Folge aus. Teddy macht es zu einem Rätsel für Esel, aber ihr könnt das Kunstwerk hier schon sofort sehen: Ganz ganz vielen Dank, Kerstin und Nico!

Wie stark sind die Folgen geskriptet?

Gesprochen wird hier (fast) nur über Sinnvolles. Erleben Sie selbst, was passiert, wenn zwei senile Zausel beschließen, ihren epistemologischen Diskurs mit einer ordentlichen Portion Dadaismus, Lexik-Fetischismus und vokabularischem Hokuspokus zu würzen? Richtig: eine Podcast-Folge, so arbiträr wie autochthon und dabei herrlich obsolet in ihrer Struktur. In dieser semantischen Tour de Force versuchen Esel und Teddy, sich gegenseitig mit hochgradig obskuren Fremdwörtern und absurden deutschen Vokabeln zu tranchieren – wohlgemerkt: nicht im Wettkampfmodus! Denn, Achtung: Das ist kein Contest. Es ist ein performativer Affront gegen Stringenz und Verständlichkeit – eine Hommage an das vituperative Palaver. Dabei wird nicht nur die Obsoleszenz feinsäuberlich seziert, es wird auch tändelnd mit Synekdochen jongliert, während sich die beiden Hosts unverwandt in ihren jeweiligen Affektkontrollkatastrophen verheddern. Was als Hommage an Jimmy Fallons „Word Sneak“ beginnt, degeneriert in eine sprachliche Orgie aus Hypostasierungen, Deklamationen und stabilösem Welkesinn. Und obwohl sich niemand an ein Axiom hält und das Ganze eher einem nebulösen Dekonstruktionsschaulauf gleicht, bleibt eines gewiss: Diese Folge ist ein bombastofantastischer Affront gegen jegliche semantische Kohärenz.

Alexander Gruschel und die Erfindung sozialer Netzwerke

Das Verb "herumdrucksen" ist ein umgangssprachlicher deutscher Ausdruck, der sich aus dem Präfix "herum" und der lautmalerischen Wortbildung "drucksen" zusammensetzt. Es beschreibt ein zögerliches, ausweichendes Kommunikationsverhalten, bei dem jemand Schwierigkeiten hat, direkt zur Sache zu kommen oder die Wahrheit auszusprechen. Die etymologische Herkunft wird oft mit dem Konzept des "Drucks" in Verbindung gebracht – einem psychologischen Druck, der entsteht, wenn man etwas Unangenehmes ausdrücken soll. Semantisch transportiert "herumdrucksen" Unentschlossenheit, Vermeidung klarer Aussagen und impliziert oft Verlegenheit. Das Verb wird hauptsächlich in informellen Kontexten verwendet und trägt eine leicht negative Konnotation, da in der deutschen Kommunikationskultur direktes Sprechen meist positiver bewertet wird. Syntaktisch wird es typischerweise intransitiv verwendet, etwa in "Er druckst herum" oder "Sie hat lange herumgedruckst". Ein klassisches Beispiel für "Herumdrucksen" sind vage Podcast-Shownotes, die statt konkreter Inhaltsangaben nur ungenaue Andeutungen anstatt die tatsächlichen Themen klar zu benennen.

Lieber Esel, ich hoffe, diese Nachricht erreicht Dich bei bester Gesundheit und Laune – obwohl ich persönlich Dir gerade ein bisschen weniger gute Laune wünschen würde, nach dem, was Du mir in dieser Podcast-Folge angetan hast. "Raten Sie mal, was das für ein Lebensmittel ist" - ernsthaft? Du hast mich durch die Hölle der weltweiten Ekelküche gejagt, und das vor laufenden Mikrofonen! Während ich verzweifelt versucht habe, den Unterschied zwischen fermentierten Ekelhaftigkeiten aus Island und verwesenden Lebensmitteln aus Sardinien zu erraten, hast Du Dich köstlich amüsiert. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie Du tagelang mit Deinem diabolischen Grinsen dasaßest und Dir diese Liste zusammengestellt hast. Ich kenne Dich lange genug, um zu wissen, dass Du mir diese Tortur nur deshalb auferlegt hast, weil Du es liebst, mich leiden zu sehen. Pilze, Kadaver, Vögel? Wer kommt auf sowas? Und noch wichtiger: Wer bringt sowas in einen Podcast, der eigentlich Blödsinn und Liebe bringen sollte? So hast Du es doch selbst gesagt! Aber eines solltest Du wissen: Rache ist ein Gericht, das kalt serviert wird. Und im Gegensatz zu Hákarl wird meine Rache appetitlich sein. Bereite Dich auf die nächste Folge vor. Mit unverdautem Groll, Teddy

Lieber Teddy, wie konntest Du uns, nein, mich vielmehr, nach all diesen Jahren in diese Situation bringen? Mein Spaß an diesem wunderbaren Geburtstag – ein Geburtstag, Teddy! – wurde durch deinen unendlichen Enthusiasmus für Improvisation buchstäblich zerstört. Du weißt, dass ich keine spontane Unordnung mag, und doch – und doch! – hast du es geschafft, meinen Tag in ein absurdes Abenteuer aus Eierköpfen, Titan-Eileitern und Aachener Printen zu verwandeln. Ein surreales Theaterstück an, nur ohne Drehbuch... was genau das Problem ist. Ich verstehe ja, dass du Spaß daran hast, wenn das Publikum seine verrückten Ideen in die Luft wirft, aber was ist aus einer gemütlichen Geburtstagsfeier mit Kuchen und Kerzen geworden? Stattdessen mussten wir „Genehmigungen“ für Guillotinen und Mett-Bäder einholen, und das alles im Namen der „Improvisation“. Wenn ich an die arme „Eierköpfmaschine“ denke, die wir angeblich bauen wollten, wird mir schlecht. Ein Gerät, das rhythmische eckige Eier in Käsebäder und auf Spekulatius schleudert, ernsthaft? Ach Teddy, meine Gedanken waren mehr bei den eckigen Eiern, die wahrscheinlich immer noch irgendwo in den Domplatten-Trümmern stecken. Am nächsten Geburtstag wird NICHT improvisiert. Nicht mal ansatzweise. Wir bleiben bei Plan A, ohne Plan B, C oder improvisiertes D. Sonst komme ich nicht. Nicht resigniert, nur reichlich desillusioniert Esel

Unseren 18. Geburtstag am 29. März 2025 haben wir live in Köln gefeiert. Danke an alle, die da waren. Ihr habt uns einen wunderschönen und unvergesslichen Abend geschenkt! Wer hätte gedacht, dass wir bei der Trailermusik mal das Mikro in die Menge halten würden. Das war einfach großartig, so viele von Euch kennenzulernen oder wiederzusehen. Ein paar Fragen hattet ihr auch an uns und die haben wir natürlich gerne beantwortet. Tausend Dank an Jan Giessman für die Technik.