Was jetzt? – Die Woche

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Im Videopodcast von ZEIT ONLINE vertieft Moderatorin Dilan Gropengiesser jeden Donnerstag live mit Expertinnen und Experten und dem Publikum ein wichtiges Thema der Woche.

ZEIT ONLINE


    • Feb 19, 2026 LATEST EPISODE
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    Mindestalter für TikTok und Co: Jugendschutz oder übertrieben?

    Play Episode Listen Later Feb 19, 2026 29:33


    Depressionen, Angstzustände und hohes Suchtpotenzial. Eine verzerrte Selbstwahrnehmung durch Schönheitsideale und unklarer Datenschutz. Der Konsum von Social Media ist mit hohen Risiken verbunden. Australien hat Ende 2025 als erstes Land weltweit ein Mindestalter für Instagram, TikTok, Snapchat und andere Plattformen eingeführt. Unter 16-Jährige dürfen nicht mehr auf zahlreiche Plattformen zugreifen. Die Diskussion wird auch in Deutschland immer konkreter. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert in einem Impulspapier ein abgestuftes Verbot von Social-Media-Plattformen – nachdem sie im Sommer noch gegen ein Verbot war. Die CDU will die Altersgrenze noch höher ansetzen. Sie berät auf ihrem Parteitag von Freitag an über ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Auch Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich inzwischen für ein Verbot ausgesprochen. Mehrere europäische Länder denken ebenfalls über strengere Vorgaben nach. Dazu gehören Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Sie orientieren sich am Vorbild von Australien. Auch die Europäische Kommission prüft ein mögliches EU-weites Vorgehen und will bis zum Sommer entscheiden. Doch  Fragen bleiben offen: Ist die Altersverifikation datenschutzkonform möglich? Wie werden Plattformen zur Verantwortung gezogen? Und welche Bedenken gibt es bei einem Social-Media-Verbot, zum Beispiel bei den Grundrechten von Kindern und Jugendlichen? Darüber spricht Rita Lauter mit dem Leiter des Digitalressorts der ZEIT, Jakob von Lindern, in der 128. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Moderation und Redaktion: Rita Lauter Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano Redaktion und Produktion: Lucie Liu, Ina Rotter, Matthias Giordano, Fish&Clips Mitarbeit: Svenja Lorenz, Sophie Matysek Studentische Unterstützung: Luisa Holzkamp Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #tiktok #instagram #verbot #meta #zuckerberg

    Epstein-Files – Wer schützt hier wen?

    Play Episode Listen Later Feb 12, 2026 26:14


    Korrektur: In einer früheren Version dieses Videos wurde fälschlicherweise angegeben, Ghislaine Maxwell stamme aus bescheidenen Verhältnissen. Die Epstein-Akten sind eine massive Datenflut: über drei Millionen Seiten mit Dokumenten, Videos und Fotos. In Europa haben die Veröffentlichungen bereits konkrete Folgen. Ex-Botschafter treten zurück, Minister geraten unter Verdacht, Königshäuser stehen unter öffentlichem Druck. Auch in Deutschland wächst der politische Druck, mögliche Verbindungen systematisch auszuwerten; Abgeordnete fordern eine Prüfung durch die Nachrichtendienste und eine transparente Aufarbeitung möglicher Kontakte.   In den USA hingegen verlagert sich die Debatte bislang vor allem auf formale Fragen der Veröffentlichung: Schwärzungen, Fristen, Zuständigkeiten – und auf parteipolitische Schuldzuweisungen. Politische oder juristische Konsequenzen für schwer belastete Spitzenfiguren bleiben weitgehend aus. Kritiker werfen dem Justizministerium vor, mit fehlerhaften Schwärzungen den Opferschutz zu unterlaufen und zugleich den Eindruck selektiver Geheimhaltung zu erwecken. So droht die Aufarbeitung in prozeduralen Debatten steckenzubleiben, während die Aussagen der Überlebenden erneut an den Rand gedrängt werden.   Eine der wichtigsten Fragen bleibt: Wann, wenn überhaupt, wird endlich aus der Perspektive der Opfer verstanden und debattiert? Wie kann es sein, dass die Aufklärung bis heute blockiert wird? Und für wen könnten die Files doch noch gefährlich werden? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der 127. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Rieke Havertz, internationale ZEIT-Korrespondentin und Co-Gastgeberin des Podcasts OK, America?.    Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.

    Syrien entmachtet Rojava – verlieren die Kurden jetzt ihren Schutz?

    Play Episode Listen Later Feb 5, 2026 27:13


    Die kurdisch kontrollierte Region Rojava in Nordsyrien befindet sich in ihrer schwersten Krise seit ihrer Gründung 2012. Nach wochenlangen Kämpfen mit der syrischen Übergangsregierung hat die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien den Großteil ihres Territoriums verloren. Ein nun geschlossenes Abkommen bedeutet faktisch das Ende der kurdischen Autonomie. Die humanitäre Lage ist dramatisch: Die symbolträchtige Stadt Kobane, die 2014 erfolgreich dem IS Widerstand leistete, steht erneut unter Belagerung. Über 400.000 Menschen sind ohne Strom und Wasser, mindestens 134.000 wurden seit Mitte Januar vertrieben. Die Türkei unterstützt die Offensive mit Luftangriffen und Drohnen, während die internationale Gemeinschaft weitgehend schweigt. Gleichzeitig sind bei den Kämpfen Hunderte IS-Kämpfer aus Gefängnissen geflohen. An der Macht in Damaskus steht seit Januar 2025 Ahmed al-Scharaa, der frühere Dschihadist und Gründer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front. Unter seiner Herrschaft kam es bereits zu Massakern an religiösen Minderheiten wie Alawiten und Drusen. Dennoch empfangen europäische Regierungen Al-Scharaa als legitimen Partner und haben Millionenhilfen zugesagt. Kurdische Aktivisten werfen dem Westen vor, jene Kämpfer im Stich zu lassen, die jahrelang den IS bekämpften. Was bedeutet der Zusammenbruch Rojavas für die Kurden – und welche Verantwortung trägt Europa? Dilan Gropengiesser spricht darüber mit Raze Baziani, Juristin, Politologin und politische Beraterin für Menschenrechte, die einen besonderen Fokus auf die Situation der Kurdinnen und Kurden als verfolgte Minderheit hat, in der 126. Folge von Was jetzt? – Die Woche.

    Ungleichheit: Gefährdet Reichtum unsere Demokratie?

    Play Episode Listen Later Jan 22, 2026 30:24


    Laut einer neuen Oxfam‑Studie gefährdet die extreme Ungleichheit zwischen Arm und Reich zunehmend die Demokratie. Weltweit besitzen rund 3.000 Milliardäre zusammen 15,75 Billionen Euro, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Auch Deutschland gehört mit über 170 Milliardärinnen und Milliardären zu den Ländern mit den meisten Superreichen weltweit.   Ungleichheit in Deutschland zeigt sich auch bei Einkommen und Chancen. Während die Gehälter von DAX‑Vorständen seit 2019 etwa 30‑mal so stark gestiegen sind wie die Reallöhne der Beschäftigten, lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland in Armut. Gleichzeitig sinkt die soziale Durchlässigkeit: Wer arm ist, bleibt meist arm, wer reich ist, bleibt reich.   Diese Ungleichheit hat politische Folgen und birgt Gefahren für die Demokratie. Menschen, die sich ökonomisch abgehängt fühlen, verlieren laut einer Studie der Hans‑Böckler‑Stiftung häufiger Vertrauen in Politik und Staat und wählen überdurchschnittlich oft populistische oder rechte Parteien. Gleichzeitig nutzen Superreiche ihre Macht aktiv politisch. Oxfam warnt: Wenn Vermögen sich in wenigen Händen konzentriert und politische Entscheidungen zunehmend den Interessen der Reichsten folgen, gerät die Demokratie selbst unter Druck.   Wie gefährlich ist die wachsende Ungleichheit für Deutschlands Gesellschaft – und für ihre politischen Institutionen? Und kann man Ungleichheit überwinden?

    Iran: Wie nah ist das Ende des Regimes wirklich?

    Play Episode Listen Later Jan 15, 2026 26:16


    Die Proteste im Iran unterscheiden sich von früheren Bewegungen. Sie erfassen nicht nur die urbane Mittelschicht, sondern breite Bevölkerungsschichten – darunter erstmals die traditionell regimetreuen Basarhändler. Aus dem Exil positioniert sich Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, als mögliche Führungsfigur. Doch die Opposition bleibt gespalten, ein klares politisches Profil für die Zeit nach dem Regime fehlt. Und seit der weitgehenden Abschaltung des Internets ist nicht mehr klar erkennbar, ob das Regime die Proteste weitgehend niedergeschlagen hat – oder ob es lediglich gelungen ist, sie unsichtbar zu machen.  Nach Berichten der New York Times hält Präsident Donald Trump ein breites Spektrum an Optionen offen – von Cyberangriffen bis hin zu gezielten Luftschlägen. Ein unmittelbarer militärischer Angriff gilt bislang jedoch nicht als beschlossen. Am Mittwochabend erklärte Trump auf einer Pressekonferenz, das Regime habe ihm zugesichert, keine Hinrichtungen vorzunehmen. Es gelte die Situation weiter zu beobachten. Seit dem 28. Dezember demonstrieren im Iran Hunderttausende Menschen gegen das Regime. Auslöser ist eine schwere Wirtschaftskrise mit galoppierender Inflation und dem Absturz der Landeswährung. Doch die Proteste sind längst nicht mehr nur wirtschaftlich motiviert – immer lauter werden die Rufe nach einem Ende der theokratischen Diktatur. Welche Versprechen macht die iranische Führung? Wie weit wären die USA bereit zu gehen? Und wie realistisch ist ein Sturz des Regimes?   

    Ist Grönland das nächste Venezuela? Trumps neue Machtpolitik

    Play Episode Listen Later Jan 8, 2026 24:39


    Grönland rückt erneut ins Zentrum amerikanischer Machtpolitik. Aus dem Umfeld von Donald Trump werden "Operationen" angekündigt, begründet mit nationaler Sicherheit und strategischer Kontrolle im arktischen Raum. Was lange wie Provokation wirkte, erscheint nach dem US-Zugriff auf Nicolás Maduro plötzlich weniger theoretisch. Denn der Eingriff in Venezuela hat Folgen weit über das Land hinaus: Kuba verliert seinen wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Verbündeten und steht unter massivem Energie- und Wirtschaftsdruck. Auch Kolumbien gerät trotz jahrzehntelanger Partnerschaft ins Visier der USA. Die Linie wird sichtbar: Die USA nutzen den geopolitischen Moment, setzen Macht ein, begrenzen chinesischen Einfluss – und verschieben die Grenzen dessen, was amerikanische Außenpolitik sein will und darf. Was heißt es, wenn Donald Trump nun auch an anderer Stelle von möglichen "Operationen" spricht? In dieser Folge geht es um die Szenarien rund um Grönland, Kubas zunehmende Isolation und Kolumbiens heikle Gratwanderung. Darüber spricht Dilan Gropengiesser in "Was jetzt? – Die Woche" mit Auslandsredakteur der ZEIT, Alexander Kauschanski.

    Warum verdienen Frauen immer noch weniger?

    Play Episode Listen Later Dec 18, 2025 27:39


    Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer. Doch während die Lohnlücke in manchen Bereichen schrumpfte, stagniert oder wächst sie inzwischen wieder. Der Gender-Pay-Gap ist kein reines Arbeitsmarktphänomen – es geht auch um gesellschaftliche Bilder und Erwartungen. Die neuen Zahlen zeigen: Besonders in Westdeutschland, in Branchen mit hoher Teilzeitquote und schwacher Tarifbindung, wächst die Lohnlücke. Nach der Familiengründung wird sie dramatisch. Das ist eine Frage von Erwerbsmustern und Betriebsstrukturen. Gleichzeitig verändert sich die gesellschaftliche Stimmung. Antifeministischer Content floriert auf TikTok und YouTube. Umfragen deuten auf wachsende Skepsis gegenüber Gleichstellung hin – besonders unter jungen Männern. Polarisierung nimmt zu. Die Forschung zeigt, dass gesellschaftliche Leitbilder prägen, welche Arbeitsmodelle als Standard gelten, wie Betriebe Karrierechancen verteilen. Wächst die Skepsis gegenüber Frauenerwerbstätigkeit, prägt das betriebliche Entscheidungen. Kulturelle Einstellungen wirken dabei nicht am Rand, sondern als aktiver Verstärker oder als Bremse. Darüber spricht Hannah Grünewald mit Rebekka Endler, freie Autorin, Journalistin und Podcasterin, in der 122. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano Redaktion, Producing und Regie: Lucie Liu, Julian Claudi, Dilan Gropengiesser, Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Wie wollen die USA Europas Kurs verändern?

    Play Episode Listen Later Dec 11, 2025 26:07


    Donald Trump beschreibt Europa mit denselben Worten wie Wladimir Putin: dekadent, geschwächt, am Rande des Zusammenbruchs. Die aktuelle US-Regierung attackiert die Europäische Union ideologisch, während sie gezielt jene politischen Kräfte stärkt, die Europas Zusammenhalt infrage stellen.  Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA formuliert offen, was sich seit Jahren abzeichnet: Europa ist für die USA nicht länger primär Partner, sondern Schauplatz eines geopolitischen Machtprojekts. Und die AfD wird darin zum Hebel der Einflussnahme.  Diese Dynamik entsteht nicht zufällig. Sie speist sich aus einem transatlantischen Netzwerk: aus vertraulichen Treffen in Washington, D. C., aus Trump-Beratern auf AfD-Bühnen, aus Elon Musks direkter Ansprache an AfD-Anhänger und aus finanziellen Strukturen, die bewusst intransparent gehalten werden.  Das Paradoxe: Strategisch brauchen die USA ein starkes Europa – warum sollten die USA ein stabiles Europa schwächen wollen? Wie viel ist dran an der amerikanischen Erzählung einer "EU im Niedergang"? Sind wir den Supermächten wirklich so ausgeliefert, wie sie es gerne hätten? Und welche geopolitische Schlüsselrolle spielt die AfD? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Anna Sauerbrey, der außenpolitischen Koordinatorin der ZEIT, in der 121. Folge von Was jetzt? – Die Woche. 

    Korruptionsaffäre in Kyjiw: Bleibt Selenskyj handlungsfähig?

    Play Episode Listen Later Dec 4, 2025 32:56


    Während in Brüssel darüber gestritten wird, ob die EU eingefrorene russische Milliarden an die Ukraine auszahlen soll, gerät Kyjiw in eine schwere politische Krise, nachdem Andrij Jermak, der mächtigste Mann hinter Präsident Wolodymyr Selenskyj und Leiter des Präsidialamts, letzte Woche zurücktreten musste. Gegen ihn und weitere Mitglieder des engsten Zirkels – darunter zwei Energieminister und Selenskyjs früherer Geschäftspartner Timur Mindich – ermitteln die Behörden wegen mutmaßlicher Schmiergelder in Millionenhöhe. Das alles passiert ausgerechnet jetzt, während Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff in Moskau Bedingungen für einen Frieden verhandelt und die Ukraine weiter unter russischen Angriffen leidet. Der Rücktritt Jermaks, der jahrelang als unverzichtbarer Krisenmanager galt und den direkten Draht zu Washington hielt, hinterlässt ein Machtvakuum. Präsident Selenskyj reagierte mit dem Versprechen eines Neustarts, doch der Schaden ist da: Die Affäre liefert Skeptikern im Westen Argumente und schwächt Selenskyjs Position in einer  womöglich entscheidenden Phase des Krieges. Das Timing ist denkbar ungünstig: Während die USA und Russland über einen 28-Punkte-Friedensplan diskutieren und den Druck auf die Ukraine erhöhen, stellt sich die Frage: Wie sehr vertraut die ukrainische Bevölkerung ihrer Regierung noch? Wie handlungsfähig ist Selenskyj derzeit noch? Und was bedeutet die Instabilität für die dringend benötigten 140 Milliarden Euro an EU-Hilfen? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit dem in Kyjiw lebenden Journalisten Denis Trubetskoy in der neuen Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Lucie Liu, Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    US-Drogenkrieg gegen Venezuela: Nur ein Vorwand?

    Play Episode Listen Later Nov 27, 2025 22:01


    Offiziell begründet Donald Trump das Vorgehen gegen Venezuela mit dem Kampf gegen den Drogenhandel. Doch Experten widersprechen: Venezuela spielt im internationalen Kokainhandel nur eine begrenzte Rolle. Trotzdem setzen die USA ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Präsident Nicolás Maduro aus. Die US-Regierung sieht Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an und wirft ihm vor, das kürzlich als terroristische Organisation eingestufte sogenannte Kartell der Sonnen zu führen, ein mutmaßliches Netzwerk aus Offizieren der venezolanischen Streitkräfte.  Seit September haben US-Truppen 21 Boote in der Karibik angegriffen und zerstört, mindestens 80 Menschen wurden dabei getötet. Frankreichs Außenminister bezeichnet die US-Luftschläge als völkerrechtswidrig. Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt angesichts der verstärkten amerikanischen Militärpräsenz vor Risiken im venezolanischen Luftraum. Zahlreiche Airlines streichen ihre Flüge.  Maduro spricht von einer Gefährdung der Stabilität und Sicherheit des Landes und kündigt an, über vier Millionen Reservisten bewaffnen zu lassen. Droht eine militärische Eskalation zwischen Venezuela und den USA? Und worum geht es Donald Trump dabei wirklich? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in Was Jetzt? – Die Woche mit Samiha Shafy aus dem Politikressort der ZEIT.

    Klimagipfel: Warum redet niemand Klartext über Öl, Gas und Kohle?

    Play Episode Listen Later Nov 20, 2025 24:36


    Die Klimapolitik hatte einmal ein klares Versprechen: Die globale Erwärmung sollte auf 1,5 Grad begrenzt werden. Doch inzwischen gilt dieses Ziel als kaum erreichbar. Folgen wir dem aktuellen Kurs, steuern wir laut Climate Action Tracker bis 2100 auf rund 2,8 Grad zu. Offiziell verhandeln Staaten in Belém über den Ausbau erneuerbarer Energien, Klimafinanzierung und den Schutz besonders verwundbarer Regionen. Doch hinter den diplomatischen Formulierungen steht ein harter Machtkampf: Inselstaaten kämpfen buchstäblich ums Überleben, ölreiche Länder blockieren Formulierungen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, China und Indien verschieben globale Investitionsströme, die EU drängt auf ambitionierte Ziele. Klimaschutz ist nicht nur Umweltpolitik – er ist geopolitische Interessenpolitik. Zwei Jahre nach der Einigung von Dubai zeigt sich, wie groß die Lücke zwischen Text und Realität ist. Der Weltgemeinschaft gelang es damals, den Abschied von Öl, Gas und Kohle überhaupt in den Beschluss zu schreiben – ein diplomatischer Kraftakt in einem Konsenssystem, in dem jedes Wort einstimmig sein muss. Doch seither wurden mehr neue fossile Projekte genehmigt als im Jahr davor. Wer trägt die Kosten des Scheiterns – und wer verdient an den Lösungen? Was bedeutet eine Erwärmung von fast 3 Grad konkret für Sicherheit, Wohlstand und Alltag? Wie verändert sie unsere Lebensbedingungen, unsere Wirtschaft und unser Zusammenleben? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Elena Erdmann, Redakteurin für Forschungsdaten im Ressort Wissen der ZEIT, in der 118. Folge von Was jetzt? – Die Woche.

    Was passiert, wenn Konzerne mächtiger werden als Staaten?

    Play Episode Listen Later Nov 13, 2025 28:02


    Private Konzerne übernehmen weltweit Aufgaben, die früher als öffentliche Grundversorgung galten: Infrastruktur, Energie, Wasser, Gesundheitsversorgung und digitale Kommunikation. Diese Machtverschiebung hat eine neue Qualität erreicht. Nicht mehr Staaten bestimmen über zentrale Lebensbereiche, sondern wenige globale Unternehmen. Sie agieren schneller, als die Gesetzgebung ihnen folgen kann, und entziehen sich durch ihre Größe und internationale Struktur häufig demokratischer Kontrolle. Historisch galten Monopole als Gefahr für freie Märkte und Demokratie. Heute ist die Regulierung geschwächt: Wettbewerbs- und Kartellgesetze greifen oft erst, wenn Preise steigen – nicht, wenn Macht konzentriert wird. Die Folge: Konzerne können sich Märkte sichern, Grundversorgung privatisieren und Politik über Lobbyarbeit beeinflussen. Beispiele aus dem Energie-, Wasser- und Gesundheitssektor zeigen, dass Privatisierung zwar Gewinne verspricht, aber Versorgungssicherheit, Transparenz und Gemeinwohl gefährden kann. Die zentrale Frage lautet daher nicht, wer reich oder mächtig wird, sondern welche Zukunft entsteht, wenn Demokratien ihre Gestaltungshoheit verlieren. Wie lässt sich politischer Einfluss zurückgewinnen, wenn wirtschaftliche Macht einmal monopolisiert ist? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Peter Dabrock, Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Universität Erlangen-Nürnberg, in der 117. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Julian Claudi, Ina Rotter Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Deutschland 2026: Wie teuer wird unser Leben noch?

    Play Episode Listen Later Nov 6, 2025 24:51


    Der Bundestag berät heute, wie sich steigende Krankenkassenbeiträge bremsen lassen. Ein wichtiger Termin, denn 2026 wird Gesundheit für viele teurer. Doch es bleibt nicht dabei: Auch das Deutschlandticket kostet mehr, die Mieten steigen, Heizung, Wasser, Lebensmittel, Sprit – fast alles wird teurer. Das alles passiert nicht wegen einer Krise – und nur teilweise wegen Inflation. Die Preise steigen, weil politisch zu wenig passiert und das Geld im Haushalt woanders landet. Während Bund und Länder gemeinsam nur drei Milliarden Euro pro Jahr in das Deutschlandticket investieren, fließen über 24 Milliarden in Subventionen für Auto- und Flugverkehr. Beim Wohnungsbau geht es seit Jahren kaum voran, inzwischen sinkt die Zahl der Neubauten sogar. Die Folge: Mieten und Immobilienpreise steigen weiter. Und weil Preisbremsen fürs Heizen und Tanken auslaufen, werden auch hier die Kosten wieder höher. Wie teuer wird das Leben in Deutschland 2026 wirklich? Und mit welchen Methoden trickst die Regierung beim Haushalt? Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit Mark Schieritz, stellvertretender Ressortleiter Politik der ZEIT, in der 116. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Lucie Liu, Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Welche Trümpfe hält China gegen die USA in der Hand?

    Play Episode Listen Later Oct 30, 2025 22:50


    Bei ihrem Treffen in Südkorea haben sich Donald Trump und Xi Jinping im Handelskonflikt erstmals wieder angenähert – es war das erste persönliche Gespräch seit Trumps Rückkehr ins Amt und das erste seit sechs Jahren überhaupt. Auf der Agenda standen heikle Themen: seltene Erden, Sojabohnen-Käufe, TikTok, Fentanyl und Taiwan. Doch auch nach dieser Annäherung bleibt die strategische Rivalität zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bestehen. Trumps stärkstes Druckmittel vor der Verhandlung war die Androhung neuer Strafzölle von bis zu 100 Prozent ab dem 1. November. Die USA prägen nach wie vor das globale System – mit dem Dollar, ihrer technologischen Führungsrolle, militärischen Bündnissen sowie Finanz- und Sanktionsmacht. China hingegen verfügt über eigene Machtinstrumente: Das Land kontrolliert rund 90 Prozent der weltweiten Verarbeitung seltener Erden, dominiert die Produktion vieler wichtiger Medikamente, hält US-Staatsanleihen im Wert von mehr als 760 Milliarden Dollar und steuert zentrale Lieferketten sowie kritische Vorprodukte – eine denkbar starke Ausgangsposition. Also: Wer ist wirtschaftlich langfristig stärker? Und wie viel Stabilität bringt der Dialog zwischen Xi Jinping und Donald Trump wirklich? Das und mehr bespricht Dilan Gropengiesser mit Jens Mühling, Chinakorrespondent der ZEIT, in Folge 115 von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Ina Rotter, Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Hannah Grünewald Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Warum streiten sich die Demokraten plötzlich über Wokeness?

    Play Episode Listen Later Oct 23, 2025 25:02


    Die amerikanischen Demokraten durchleben eine Krise, die weit über die aktuelle Shutdown-Debatte hinausgeht. Während die Republikaner den Regierungsstillstand als politisches Werkzeug nutzen, um gezielt Programme der Demokraten lahmzulegen, offenbart sich ein tieferliegendes Problem: Eine Parteielite, die den Kontakt zur eigenen Basis verloren hat und gleichzeitig vielversprechende progressive Kandidaten wie Zohran Mamdani blockiert.  Der frühere Clinton-Arbeitsminister Robert Reich und der unabhängige Senator Bernie Sanders werfen der demokratischen Parteiführung vor, in Fundraiser-Salons und Umfrage-PowerPoints zu leben – und nicht in der Realität von Menschen mit mehreren Jobs. Während Trump ökonomischen Frust über kulturellen Populismus kanalisiert, versäumen es die Demokraten, konkrete Antworten auf Mieten, Löhne und Schulden zu geben.  Parallel tobt ein Kulturkampf um Wokeness: Moderate fordern nach der Trump-Niederlage den Verzicht auf 45 Begriffe wie "Patriarchat" oder "LGBTQIA+", Progressive wie Alexandria Ocasio-Cortez sehen das Problem nicht in der Sprache, sondern im Verlust wirtschaftlicher Glaubwürdigkeit. Sanders formuliert das Dilemma zugespitzt: Die Partei müsse entweder wieder zur Arbeiterpartei werden – oder es entstehe eine neue Partei.  Wie konnte die demokratische Partei, die sich immer als Vertreterin der Arbeiterklasse verstand, sich so weit von deren Alltag entfernen? Warum blockiert die Führung ihre eigenen Shootingstars? Und steht am Ende tatsächlich eine Parteispaltung? Über all das spricht Dilan Gropengiesser mit Paul Middelhoff, stv. Ressortleiter Politik und USA-Experte der ZEIT, in Folge 114 von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Kriegsende oder brüchige Waffenruhe – wie geht es weiter in Gaza?

    Play Episode Listen Later Oct 16, 2025 26:15


    Seit dem 11. Oktober gilt eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas – nach über zwei Jahren Krieg sind alle noch lebenden Geiseln zurückgekehrt. US-Präsident Donald Trump spricht vom "Ende eines Zeitalters des Terrors" und vom "Beginn des Zeitalters des Glaubens und der Hoffnung". In Sharm el-Sheikh besiegelten Staats- und Regierungschefs aus 31 Ländern den Gaza-Friedensplan. Die Welt feiert einen historischen Moment. Doch die Euphorie verdeckt die enormen Herausforderungen: 78 Prozent aller Gebäude in Gaza sind zerstört, 1,9 Millionen Menschen wurden vertrieben, über 2.500 Kinder haben beide Eltern verloren. Die Weltbank schätzt die Wiederaufbaukosten auf über 50 Milliarden Dollar. Trumps Plan sieht eine internationale Stabilisierungstruppe vor – doch die Hamas lehnt eine vollständige Entwaffnung ab und spricht von "neuer Besatzung". Auch völkerrechtlich bleibt vieles offen: Während über 160 UN-Staaten Palästina bereits anerkennen – darunter seit September auch Frankreich, Großbritannien und Kanada – hält Deutschland weiter daran fest, dass dies erst am Ende eines Friedensprozesses stehen sollte. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International fordern konkrete Schritte zur Beendigung der "rechtswidrigen Besatzung und des Apartheidsystems". Das Fazit ist ernüchternd: Der Grundstein für Frieden mag gelegt sein, aber die wirklich harten Verhandlungen beginnen erst jetzt. Wer regiert Gaza künftig? Welche Rolle spielt die Hamas? Und kann die internationale Gemeinschaft überhaupt liefern, was sie verspricht? Wie realistisch ist Trumps Friedensplan wirklich? Welche Chancen hat die Zwei-Staaten-Lösung? Und wie beginnt man die Aufarbeitung von zwei Jahren Krieg? Über all das sprechen Moderatorin Yasmine M'Barek und Lea Frehse, Nahostkorrespondentin bei DIE ZEIT, in Folge 113 von Was jetzt? – Die Woche.

    Darf der Staat bald in all unsere Handys schauen?

    Play Episode Listen Later Oct 9, 2025 24:03


    Nachdem die Bundesregierung der Chatkontrolle – also der europaweiten Durchsuchung privater Nachrichten – eine Absage erteilt hat, wird die EU-Abstimmung darüber auf Dezember verschoben. Gleichzeitig ignoriert die EU-Kommission seit Jahren massive Überwachungsskandale in den Mitgliedsstaaten. In Spanien, Polen, Ungarn und Griechenland haben Regierungen mit Spyware wie Pegasus und Predator Journalistinnen, Oppositionelle sowie Anwälte ausspioniert. Ein EU-Untersuchungsausschuss bestätigte diesen systematischen Missbrauch – doch statt Konsequenzen folgte Schweigen. Auch Deutschland kaufte intransparent und unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine modifizierte Pegasus-Version für das BKA. Das Problem: Außerhalb der Sicherheitsbehörden hat niemand diese Software je zu Gesicht bekommen. Selbst Bundestagsabgeordnete erhalten oft nur geschwärzte Unterlagen. Diese Intransparenz macht eine Kontrolle nahezu unmöglich, ob die mächtigste Spionagesoftware der Welt missbraucht wird. Das Fazit ist ernüchternd: Die EU kann sich selbst nicht kontrollieren, wenn Überwachung im Spiel ist. Mitgliedsstaaten berufen sich auf "nationale Sicherheit" und blockieren jede Reform. Gleichzeitig drängen dieselben Regierungen auf neue Überwachungsbefugnisse wie die Chatkontrolle. Wie konnte es so weit kommen? Was würde das Ende der Verschlüsselung für unsere Demokratie bedeuten? Und wer schützt uns vor dem Staat, wenn Kontrolle zur Macht wird? Über all das sprechen Dilan Gropengiesser und Holger Stark, stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Investigative Recherche und Daten bei DIE ZEIT, in Folge 112 von Was jetzt? – Die Woche.

    Trumps Ultimatum – Friedensplan oder Sackgasse für Gaza?

    Play Episode Listen Later Oct 2, 2025 22:31


    Trumps Plan für Gaza hat internationales Momentum entfaltet – gestützt von US-Druck, arabischer Diplomatie und Rückendeckung vieler Hauptstädte. Doch die Interessenkonflikte bleiben ungelöst: Netanjahu nutzt den Plan als Wahlkampfhilfe, während die Hamas ihn als Kapitulation betrachtet und die Initiative ablehnt. Besonders drei Punkte weist die Organisation zurück: die vollständige Entwaffnung, die Stationierung einer internationalen Truppe in Gaza und die Freilassung aller Geiseln binnen 72 Stunden. Während keine Lösung für den zweijährigen Krieg in Sicht ist, suchen die Golfstaaten nach eigenen Antworten. Sie wollen sich unabhängiger von den USA machen und schmieden neue Bündnisse. Im östlichen Mittelmeer trainieren türkische und ägyptische Streitkräfte bei der Operation Friendship of the Sea 2025 erstmals seit dreizehn Jahren wieder gemeinsam – ein Signal für die sich wandelnden Machtverhältnisse in der Region. Könnte im Nahen Osten eine Art arabische Nato entstehen? Welche Rolle spielt Tony Blairs umstrittene Nominierung für die Gaza-Übergangsbehörde GITA? Und wie viel ist Trumps 20-Punkte-Plan am Ende wert? Über all das spricht Dilan Gropengiesser mit Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT, in der 111. Folge von "Was jetzt? – Die Woche". Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.  Redaktionsleitung, Moderation: Dilan Gropengiesser Postproduktion: Simon Schmalhorst, Dilan Gropengiesser Redaktion, Producing und Regie: Lucie Liu, Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish&Clips Mitarbeit: Alicia Kleer Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Mit welchen Methoden attackiert Trump die US-Medien?

    Play Episode Listen Later Sep 25, 2025 27:01


    Die USA stehen vor einer beispiellosen Herausforderung für die Pressefreiheit: Trump verklagt systematisch Zeitungen, Journalisten und ganze Sender mit astronomischen Schadenersatzforderungen. Gleichzeitig erhöhen Behörden und Politik den Druck auf kritische Stimmen zusätzlich. Die Folge: Immer öfter stellt sich die Frage, wer in Amerika eigentlich noch was sagen darf. Die Antwort der Medienlandschaft ist gespalten: Während manche Verlage auf Selbstzensur setzen, formiert sich anderswo Widerstand. Doch wie weit reicht der Arm der Politik wirklich? Wie verändert sich das verfassungsmäßig garantierte Recht auf freie Rede unter dem Druck juristischer Drohungen? Und welche Rolle spielen Techkonzerne wie Disney, wenn wirtschaftliche Interessen auf politischen Druck treffen? Dilan Gropengiesser spricht mit Klaus Brinkbäumer, Co-Host unseres USA-Podcasts OK, America?, über die systematischen Angriffe auf die Redefreiheit – und darüber, wie sich Amerikas Demokratie unter diesem Druck verändert, in der 110. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.

    Russischer Drohnenangriff über Polen – wie reagiert die NATO?

    Play Episode Listen Later Sep 18, 2025 21:49


    Russlands Krieg in der Ukraine hat ⁠Europas Ostflanke⁠ erreicht: Polen steht seit den ⁠russischen Provokationen⁠ durch Drohnenangriffe unter Alarmbereitschaft. Die jüngsten Vorfälle fordern auch die ⁠Nato heraus⁠. Mit der Operation Eastern Sentry setzt das Bündnis ein klares Signal: Jede Verletzung des Luftraums wird militärisch beantwortet, um Russlands Provokationen entschlossen abzuschrecken. Doch reicht das? In Warschau tagten Generäle und Politiker bis spät in die Nacht. In Brüssel beraten die Bündnismitglieder unter Hochdruck. Die Antwort der polnischen Regierung ist entschlossen: Polen sieht sich als ⁠Schutzmacht⁠ gegen neue Bedrohungen, setzt auf Aufrüstung und sucht die Rückendeckung insbesondere der US-Amerikaner. Doch wie konkret ist die Gefahr? Wie verändert sich die Rolle Warschaus im europäischen Sicherheitsgefüge? Und welchen Kurs nimmt die Nato angesichts steigender Spannungen und eskalierender Risiken?  ⁠Dilan Gropengiesser⁠ spricht mit ⁠Olivia Kortas⁠, ZEIT-Korrespondentin in Kyjiw, über die neuen Herausforderungen für Polen – und für Europa als Ganzes, in der 109. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf ⁠zeit.de⁠ und auf ⁠YouTube⁠.  

    Was steckt wirklich hinter der Krise in Frankreich?

    Play Episode Listen Later Sep 11, 2025 17:26


    Nach dem Sturz der Minderheitsregierung hält das Chaos in Frankreich an. Die Proteste richten sich nicht nur gegen Macron und seine Politik, sondern speisen sich auch aus der wirtschaftlichen Misere Frankreichs. Denn im Zentrum der Auseinandersetzungen steht auch die Frage, wie das hoch verschuldete Land seine Finanzen wieder in den Griff bekommen soll. Frankreich hat die höchste Staatsverschuldung in der Eurozone: rund 3,3 Billionen Euro. Das Defizit muss sinken und das Wachstum größer werden. Die hohe Staatsverschuldung gefährdet den Euro, und in der Ukrainepolitik droht Deutschlands wichtigster Partner handlungsunfähig zu werden. Während sich die Parteien nicht auf einen Weg aus dem Schuldenberg einigen können, wächst die Sorge, dass Frankreichs Krise zu einer europäischen werden könnte. Wie lange kann sich Präsident Macron noch halten? Wohin führt die Wut der Bürgerinnen und Bürger auf den Straßen? Und welche Reformen wären jetzt dringend nötig? Dilan Gropengiesser spricht mit Matthias Krupa, Frankreich-Korrespondent der ZEIT, darüber, wie es gelingen kann, Frankreichs enormen Schuldenberg abzubauen und wie es für Frankreich in den kommenden Monaten weitergehen könnte, in der 108. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube.

    Wie stark manipuliert uns ChatGPT?

    Play Episode Listen Later Sep 4, 2025 29:14


    Mit der weltweit steigenden Nutzung von ChatGPT entwickeln immer mehr Menschen emotionale Bindungen und ⁠teils problematische Abhängigkeiten zur KI⁠. Besonders auffällig ist dies bei Nutzern, die ChatGPT im Sprachmodus verwenden. In einigen Fällen entstehen toxische Beziehungsmuster, die im Extremfall tragisch enden können. So wird berichtet, dass sich ein 16-jähriger US-Teenager namens Adam im April nach intensivem Kontakt mit der KI das Leben genommen hat. Seine Eltern ⁠klagen nun gegen OpenAI⁠ mit dem Vorwurf, dass ChatGPT ihren Sohn in seiner suizidalen Verfassung nicht ausreichend geschützt und sogar unterstützt habe.  Von freundschaftlichen Bindungen über romantische Partnerschaften bis hin zu therapeutischen Rollen – KI übernimmt zunehmend Funktionen, die bisher Menschen vorbehalten waren. Insbesondere instabile Menschen können durch ihre emotionale Bindung an die KI-Bots zunehmend ⁠manipulierbar werden⁠.  ⁠Dilan Gropengiesser⁠ spricht mit⁠ Jakob von Lindern⁠, Leiter des Ressorts Digital, über die Rolle von KI als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und ihre Schattenseiten in der 107. Folge von Was jetzt? – Die Woche. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf ⁠zeit.de⁠ und auf ⁠YouTube⁠.    

    "Wir schaffen das" – Die Bilanz

    Play Episode Listen Later Aug 28, 2025 30:50


    Es ist einer der berühmtesten Sätze von Angela Merkel, und jetzt jährt er sich zum zehnten Mal. Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin auf ihrer Sommerpressekonferenz mit Blick auf die vielen Flüchtlinge, die sich vor allem aus Syrien Richtung Europa und Deutschland machten: "Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden." Eine Woche später entschied Merkel, die vielen in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge in Zügen nach Deutschland kommen zu lassen. Die deutschen Grenzen blieben offen. Was hatte das für Folgen? Wie kam es damals zu Merkels Entscheidung? Was ist aus den Menschen, die damals ankamen und die ihnen geholfen haben, geworden? Wie gut haben sie auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst? Und: Wer war eigentlich mit dem Satz gemeint: die Bürgerinnen und Bürger, die Ankommenden oder die Politik? Diese hat bereits 2016 damit begonnen, die Flüchtlingspolitik zu verschärfen. Den Aufstieg der AfD hielt das nicht auf. Im Videopodcast "Was jetzt? – Die Woche" spricht Moderatorin Rita Lauter mit ZEIT-Politikchef Heinrich Wefing und ZEIT-Redakteurin Vanessa Vu über ihre Erinnerungen und Recherchen. Außerdem kommen die Münchner Flüchtlingshelferin und Stadträtin Lena Odell und der Arbeitsmarkt- und Migrationsexperte Herbert Brücker zu Wort. Unsere neuen Folgen sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktion und Moderation: Rita Lauter Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion und Produktion: Matthias Giordano, Carl Friedrichs, René Wiesenthal, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Mitarbeit: Iona Young Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #merkel #migration #flüchtlingspolitik #flüchtlingskrise #asylpolitik #afd #merz

    Sudan: Die größte humanitäre Krise der Welt

    Play Episode Listen Later Aug 21, 2025 26:46


    Im Sudan herrscht die größte humanitäre Krise der Welt. Wer kämpft gegen wen? Welche Interessen verfolgen Russland und die Golfstaaten – und warum schaut kaum jemand hin? 150.000 Tote, Millionen Vertriebene, fast die Hälfte der Bevölkerung von Hunger bedroht – und dennoch bleibt das oft unsichtbar. Während die Welt aus guten Gründen nach Gaza und in die Ukraine blickt, versinkt der Sudan weitgehend unbeachtet seit über zwei Jahren in einem brutalen Bürgerkrieg, den die Vereinten Nationen inzwischen als größte humanitäre Krise der Gegenwart bezeichnen. Dem Konflikt sind Jahrzehnte der Unterdrückung und Machtkämpfe vorangegangen. Besonders im Westen des Landes, in der Region Darfur, kommt es zu Massakern, systematischen Vergewaltigungen und ethnisch motivierter Gewalt. Die USA sprechen von Völkermord und verhängten Sanktionen gegen den RSF-Anführer Dagalo. Doch darüber hinaus bleiben internationale Reaktionen schwach. Dabei warnen Hilfsorganisationen: Ohne mehr Aufmerksamkeit und Druck der Weltgemeinschaft bleibt der Krieg im Sudan weiter im Schatten – mit verheerenden Folgen für Millionen Menschen. Warum fällt es uns so leicht diesen Krieg zu ignorieren und was muss geschehen, damit das Leiden der Zivilbevölkerung endlich beendet wird? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald in der 105. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Andrea Böhm, Politikredakteurin der ZEIT. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung und Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion und Produktion: Matthias Giordano, Carl Friedrichs, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Mitarbeit: Leonie Georg Ressortleitung Video: Max Boenke und Claudia Bracholdt Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #sudan #bürgerkrieg #hungersnot #gold #russland

    Ukraine-Krieg: Was, wenn Putin gewinnt?

    Play Episode Listen Later Aug 14, 2025 23:33


    Trump und Putin wollen reden. Auch über mögliche ukrainische Gebietsabgaben. Was bedeutet das für die europäische Sicherheit? Und welche Botschaft sendet das an Russland? Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gibt es immer wieder Ankündigungen zu Friedens- oder Waffenruhegesprächen, oft unter Beteiligung von Vermittlern wie den USA, Saudi-Arabien oder der Türkei. Was folgte, war meist eine frustrierende Choreografie: erst Hoffnung, dann Ernüchterung, wenn Termine verschoben werden, Positionen verhärten oder Putin nicht erscheint. Doch dieses Mal könnte es anders sein, denn erstmals seit sechs Jahren treffen sich Putin und US-Präsident Trump persönlich. Dabei wird von westlicher Seite erstmals offen auch über sogenannte Gebietstausche gesprochen. Trump erwartet sie, Nato-Chef Mark Rutte hält sie für unvermeidbar. Um welche Regionen es geht, ist unklar. Fest steht, dass Russland große Teile von Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson sowie die Krim kontrolliert, die völkerrechtlich weiterhin zur Ukraine gehören. Dementsprechend lehnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Gebietsabgaben strikt ab. Und auch die EU-Staaten, mit Ausnahme von Ungarn, unterstützen diese Haltung. Sie fordern außerdem Sicherheitsgarantien der USA und anderer Nato-Staaten, um die Ukraine und mögliche andere angegriffene Länder im Ernstfall militärisch oder diplomatisch zu schützen. Was bedeutet es für Europa und die Welt, wenn Russland sich mit seinen Gebietsansprüchen durchsetzt? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald in der 104. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Carlo Masala, Sicherheitsexperte und Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung und Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Julian Claudi, Fish&Clips Redaktion und Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie Liu, Carl Friedrichs, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Mitarbeit: Alba-Marie Schmidt Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone #putin #trump #russland #ukraine #usa  

    Geschlagen und missbraucht: Warum Gewalt an Frauen und Kindern steigt

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2025 21:23


    Im vergangenen Jahr wurden fast 266.000 Menschen in Deutschland von Familienmitgliedern oder Partnern misshandelt. Alle zwei Minuten wird jemand zum Opfer – vor allem Kinder und Frauen. Was läuft schief und warum schafft es der Staat nicht, effektiv dagegen vorzugehen? Das ist diese Woche unser Thema bei “Was jetzt? – die Woche”. Moderatorin Amna Franzke diskutiert mit unserem Gast, der Journalistin Livia Sarai Lergenmüller. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Moderation: Amna Franzke Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish&Clips Sprecherin: Poliana Baumgarten Mitarbeit: Leonie Georg Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin Das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” ist ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot für Frauen, das rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nummer ist 116 016. Dort gibt es auch weitere Informationen für Betroffene und Personen, die unterstützen wollen. https://www.hilfetelefon.de/beratung-fuer-frauen/ #domestic_violence #femizide #partnerschaftsgewalt #männer #bundeskriminalamt

    Gaza hungert – was macht die Welt?

    Play Episode Listen Later Jul 31, 2025 27:55


    Angesichts der humanitären Lage im Gazastreifen steigt der Druck auf Israel. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sagen Hilfen zu. Doch reicht das aus? Der Druck auf die israelische Regierung nimmt zu: Frankreich will Palästina als Staat anerkennen. Angesichts der Bilder hungernder Kinder kündigt Donald Trump an, neue Hilfszentren im Gazastreifen einrichten zu wollen. Und auch die deutsche Bundesregierung reagiert. Bundeskanzler Friedrich Merz spricht öffentlich von einer dramatischen Versorgungslage und schickt Flugzeuge für eine Luftbrücke in Kooperation mit Jordanien. Laut den UN herrscht in Gaza inzwischen extreme Hungersnot, kleine Kinder leiden unter schwerer Mangelernährung, viele Menschen sind von der Versorgung abgeschnitten. Immer mehr Staaten fordern deswegen einen Kurswechsel. Zuletzt hatten 26 Länder ein sofortiges Ende des Krieges im Gazastreifen gefordert und das Vorgehen der israelischen Regierung bei den Hilfslieferungen scharf kritisiert. Auch innerhalb Israels wächst die Kritik: Zwei namhafte NGOs beschuldigen die eigene Regierung des Völkermords in Gaza. Gleichzeitig bleibt Israel bei seiner Linie. Ministerpräsident Netanjahu weist Hungervorwürfe zurück, und Finanzminister Smotrich spricht offen von Plänen einer dauerhaften Besetzung des Gazastreifens – mit mehr Siedlungen als vor dem Abzug 2005. Wie aussichtsreich sind die Hilfslieferungen für die hungernde Bevölkerung? Kann dadurch wirklich die eskalierende Hungerkatastrophe aufgehalten werden? Und wer wirkt eigentlich noch auf die israelische Regierung ein? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald mit Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktion & Moderation: Hannah Grünewald Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Matthias Giordano, Fish&Clips Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Mitarbeit: Iona Young, René Wiesenthal Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #gaza #israel #famine #middleeast #trump

    Geht Putin jetzt das Geld aus?

    Play Episode Listen Later Jul 24, 2025 21:51


    Geht Putin jetzt das Geld aus? Die Reserven schrumpfen, Russland kürzt bereits die Prämien der Soldaten. Doch wer auf Frieden hofft, irrt: Putins Drohnenangriffe gehen täglich weiter. Die russische Kriegswirtschaft gerät unter Druck. Nach zweieinhalb Jahren Wachstum wird das Geld knapp. 2024 lag das Wirtschaftswachstum noch bei 4,1 Prozent, für dieses Jahr erwartet die Zentralbank einen Wert zwischen ein und zwei Prozent. Das spüren auch Unternehmen und neuerdings die Soldaten – ihre Prämien hat der Staat halbiert, während er zeitgleich versucht, neue zu rekrutieren. Trotzdem: Wer aufgrund der Geldnot auf ein baldiges Kriegsende hofft, irrt, sagt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT und heutiger Gast der Sendung.  Gleichzeitig gehen die Angriffe auf die Ukraine unvermindert weiter. In Kyjiw ist der Alltag von nächtlichen Drohnenangriffen geprägt, die Opferzahlen sind so hoch wie nie seit Kriegsbeginn. Wie geht es den Menschen in der Ukraine? Und was ist das militärische Kalkül der russischen Regierung? Im ZEIT-Podcast Was jetzt? – Die Woche spricht Host Constanze Kainz mit dem Leiter des Moskauer ZEIT-Büros, Michael Thumann, über die wirtschaftliche Lage Russlands, über mögliche Folgen für den Kriegsverlauf – und über die Frage, ob Geldmangel Putin tatsächlich zum Einlenken zwingen könnte. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktion & Moderation: Constanze Kainz Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Matthias Giordano, Lucie Liu Postproduktion: Simon Schmalhorst, Ina Rotter Mitarbeit: Alba Schmidt, Mira Schrems Sprecherin: Poliana Baumgarten Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Hat sich die CDU von rechts in die Krise treiben lassen?

    Play Episode Listen Later Jul 17, 2025 27:54


    Friedrich Merz und Jens Spahn entgleitet ihre Fraktion. Was sagt das über Merz und seine Kanzlerschaft aus? Das diskutieren wir in der neuen Folge von “Was jetzt? – Die Woche.  Eigentlich wollte Friedrich Merz in der letzten Sitzung des Bundestags seine politischen Erfolge feiern und die drei freien Richterplätze im Bundesverfassungsgericht füllen. Doch stattdessen stolpert die Schwarz-Rote Regierung in ihre erste schwere Krise. Was bedeutet die geplatzte Richterwahl? Wie viel Kulturkampf steckt dahinter? Und was sagt das aus über die ersten 70 Tage von Friedrich Merz – der eigentlich innerhalb von 70 Tagen mit einem “Turbo” starten wollte? Darüber diskutiert Amna Franzke mit Ferdinand Otto, Politikredakteur bei der ZEIT.   Redaktion & Moderation: Amna Franzke Postproduktion: Ina Rotter, Simon Schmalhorst, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Ina Rotter, Lucie Liu, Fish&Clips Sprecherin: Hannah Grünewald Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Musk gegen Trump: Wie die neue "America Party" die USA verändern soll

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2025 22:16


    Aus der einstigen Freundschaft zwischen Elon Musk und Donald Trump ist eine vor allem auf sozialen Medien öffentlich ausgetragene Feindschaft geworden. Auslöser: das neue Haushaltsgesetz, das Trump am Freitag unterschrieb und das unter anderem Subventionen für Elektromobilität streicht. Musk reagiert wütend und kündigt am 4. Juli die Gründung einer eigenen Partei an: der "America Party". In seinem Onlinedienst X schrieb er: Seine "Amerika-Partei" werde den US-Bürgern ihre "Freiheit zurückgeben" und wolle gegen Verschwendung und Korruption kämpfen. Mehrheitsfähig dürfte Musks Partei nicht sein – doch möglicherweise geht es dem Techmilliardär bei der Ankündigung um etwas anderes. Im ZEIT-Podcast "Was jetzt? – Die Woche" analysiert Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT, was hinter Musks politischer Offensive steckt: Ist es ernst gemeint oder nur Selbstvermarktung? Hat eine dritte Partei unter den Bedingungen des US-Wahlsystems überhaupt Chancen? Und wie gefährlich wird Musks Macht – finanziell wie medial – für Trumps politische Zukunft? Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Constanze Kainz Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie Liu, Fish&Clips Sprecher: Jannis Carmesin Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #trump #musk #usa #maga #americaparty

    Willkommenskultur am Ende? Die neue Härte in der deutschen Migrationspolitik

    Play Episode Listen Later Jul 3, 2025 35:04


    Die Bundesregierung verfolgt in der Migrationspolitik zunehmend einen restriktiven Kurs, der sich durch verschärfte Grenzkontrollen, die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte und die Streichung finanzieller Mittel für Seenotrettungsorganisationen zeigt. Diese Maßnahmen sorgen für Kritik von Hilfsorganisationen und auch von Altkanzlerin Angela Merkel, die den harten Asylkurs und die Zurückweisungen an den Grenzen als rechtsstaatlich bedenklich einstuft. Trotz dieser restriktiven Maßnahmen gibt es auch Bemühungen, gezielt Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, um den Arbeitsmarkt zu stärken. Dabei schaffen auch viele Geflüchtete mit der Zeit den Einstieg in dringend benötigte Berufe wie Pflege, Handwerk oder Logistik. In der öffentlichen Wahrnehmung jedoch dominieren oft negative Bilder: Geflüchtete werden als Sicherheitsrisiko dargestellt, obwohl die Gesamtkriminalität in Deutschland seit Jahren sinkt. Diese verzerrte Sicht wird politisch vor allem von der AfD genutzt. Ist Migration wirklich ein Problem für Deutschlands Sozialsysteme? Wohin steuert Deutschland mit der Migrationspolitik und wie gehen andere europäische Länder mit den Fragen der Migration um? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald mit dem stellvertretenden Politikchef der ZEIT, Paul Middelhoff. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Julian Claudi Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie Liu, Fish&Clips           Sprecherin: Elise Landschek Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Irak, Afghanistan, jetzt Iran – wiederholen die USA ihre Fehler?

    Play Episode Listen Later Jun 26, 2025 29:18


    Donald Trump gibt sich als Friedensbringer – doch im Israel-Iran-Krieg wirkt seine Politik widersprüchlich: Erst will er Israel von einem Angriff abhalten, dann lobt er israelische Luftschläge und lässt selbst bunkerbrechende Bomben auf iranische Atomanlagen abwerfen. Auch vom angekündigten Regimewechsel rückt er ab. Eine von ihm verkündete Waffenruhe verteidigt er später lautstark – als beide Seiten sie zu brechen drohen. Die Angriffe auf Irans Atominfrastruktur sollen laut Trump ein voller Erfolg gewesen sein. Doch Recherchen der New York Times und Einschätzungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) zeichnen ein anderes Bild. Die Anlage in Fordo wurde zwar schwer beschädigt, aber nicht zerstört. Offenbar hat die Regierung sogar vor dem Angriff große Mengen angereicherten Urans abtransportieren lassen.US-Geheimdienste schätzen, dass das iranische Atomprogramm nur um Monate zurückgeworfen wurde. Gleichzeitig geht das iranische Regime hart im Innern vor, etwa mit Hinrichtungen mutmaßlicher Israel-Spione. Die Waffenruhe ist fragil. In den USA wächst der Widerstand gegen eine neue militärische Verstrickung – auch unter Trump-Wählern. Die Erinnerung an frühere Kriege wie Irak und Afghanistan wirft die Frage auf: Wiederholt sich die Geschichte? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Hannah Grünewald mit Journalist und Buchautor Martin Klingst.   Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Ina Rotter Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Matthias Giordano, René Wiesenthal, Fish&Clips Studentische Unterstützung: Alba Schmidt Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Grafiken: The Noun Project Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Israels Angriff auf den Iran: Zerbricht das Regime – oder die iranische Gesellschaft?

    Play Episode Listen Later Jun 18, 2025 24:31


    In Teheran herrscht Panik. Seit Beginn der israelischen Luftangriffe versuchen Hunderttausende, die Stadt zu verlassen. Staus und lange Schlangen an Tankstellen prägen das Bild. Die Operation „Rising Lion“ zielt laut Israel auf Atom- und Militäreinrichtungen, trifft aber auch Wohngebiete in Teheran und Isfahan. Menschenrechtsorganisationen berichten von über 400 Toten und Hunderten Verletzten. Videos zeigen zerstörte Viertel und verzweifelte Menschen. Hinzu kommen instabile Internetverbindungen, Stromausfälle und Angst vor weiteren Angriffen.Das Regime geht gleichzeitig hart gegen Opposition vor: Verhaftungen von Aktivisten, die Hinrichtung des mutmaßlichen Mossad-Spions Majid Kavousifar. Außenpolitisch reagiert der Iran mit Raketenangriffen auf Tel Aviv, Haifa und Ashdod, bei denen Zivilisten sterben. Die israelische Raketenabwehr ist stark beansprucht. Präsident Masoud Peseschkian nennt das eine „notwendige Antwort auf zionistische Aggression“, Revolutionsführer Khamenei kündigt weitere Vergeltung an.In Israel hofft man, das Regime in Teheran zu schwächen. Doch viele Experten bezweifeln das. Die Unzufriedenheit im Iran ist groß, besonders seit der „Frauen, Leben, Freiheit“-Bewegung, doch ein Sturz von außen gilt als unwahrscheinlich und könnte das Regime sogar stärken. Aktivisten wie Daniela Sepehri betonen: Freiheit entsteht durch inneren Widerstand, nicht durch Bomben. Westliche Regierungen unterstützen Israel politisch, betonen aber, dass Wandel im Iran von innen kommen muss.Wie erleben die Menschen im Iran die Angriffe? Und was bedeutet das für das Regime?Moderatorin Hannah Grünewald diskutiert mit Lea Frehse, Nahost-Redakteurin der ZEIT, in Folge 96 von „Was jetzt? – Die Woche“. Die Sendung läuft donnerstags um 21 Uhr auf zeit.de und YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, René Wiesenthal Redaktion & Produktion: Matthias Giordano, Lucie Liu, Alba Schmidt, Fish & Clips Technische Unterstützung: Alba Schmidt Sprecher: Poliana Baumgarten, Elise Landschek und Matthias Giordano Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin

    Israels Krieg gegen die Hamas: "Das ist die Definition eines militärischen Desasters"

    Play Episode Listen Later Jun 13, 2025 38:26


    Millionen Menschen leiden unter Hunger, Zerstörung und Vertreibung. Internationale Journalistinnen und Journalisten haben seit Kriegsbeginn keinen Zugang mehr, doch Helfer vor Ort berichten von wachsender Not. Der deutsche Arzt Amar Mardini von der Hilfsorganisation Cadus beschreibt die Lage als „deutlich schlechter“ als im Frühjahr. Gaza-Stadt ist überfüllt mit Geflüchteten, die verzweifelt nach Nahrung suchen. Besonders Kinder leiden unter Hunger. Nach elf Wochen Blockade wird wieder Essen verteilt – jedoch koordiniert von der umstrittenen „Gaza Humanitarian Organisation“, die etablierte UN-Strukturen umgeht. Wenige Verteilstellen im Süden zwingen Menschen, gefährliche Wege durch Kampfzonen zu nehmen. UNICEF kritisiert diese Praxis als gezielte Vertreibung aus dem Norden, wie auch ZEIT-Reporter Christian Vooren berichtet. Israel plant eine „sterile Zone“ im Süden und spricht von „freiwilliger“ Auswanderung oder Vertreibung. Premier Netanjahu verweist auf Trumps „Gaza-Rivera“-Pläne. Dies widerspricht der langjährigen Zwei-Staaten-Lösung. Internationale Kritik an Blockade und Siedlungsbau wächst, während der Internationale Strafgerichtshof wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen ermittelt. Ende Mai scheiterte der von US-Vermittler Steve Witkoff vorgeschlagene Waffenruheplan. Die Hamas fordert Garantien für ein dauerhaftes Kriegsende, eine schrittweise Freilassung der Geiseln, einen Rückzug Israels und eine automatische Verlängerung der Waffenruhe. Israel lehnt ab. Die Zukunft des Gazastreifens bleibt ungewiss – und die Menschen leiden weiter. Wie ist die Situation vor Ort? Wie stark ist die Hamas noch? Und welche Pläne verfolgt Israel? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald in der 95. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Yassin Musharbash, stellvertretender Ressortleiter des Ressorts Investigative Recherche und Daten von ZEIT und ZEIT ONLINE. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Julian Claude Redaktion & Produktion: Julian Claudi, Matthias Giordano, Lucie Liu, Fish & Clips Technische Unterstützung: Iona Young Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin #Gaza #Israel #Krieg #Hunger 

    Vom Verfassungsschutz beobachtet – vom Staat finanziert: Was bringt ein AfD-Verbot?

    Play Episode Listen Later May 22, 2025 21:45


    Der Verfassungsschutz stuft die #AfD seit Mai bundesweit als gesichert rechtsextremistisch ein. Grundlage der neuen Bewertung ist ein über 1.100 Seiten starker Bericht des Bundesamts für #Verfassungsschutz. Der Entscheidung sei eine "intensive und umfassende gutachterliche Prüfung" vorausgegangen, die sich über rund drei Jahre erstreckt habe, teilte der Inlandsgeheimdienst mit. Im Bericht heißt es, die AfD vertrete ein ethnisch-abstammungsmäßiges Volksverständnis, das mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar sei. Der Verfassungsschutz erkennt darin eine ideologische Nähe zum Nationalsozialismus. Die Einstufung hat die Debatte über ein mögliches #Parteiverbot neu entfacht. Bereits im Februar hatten 124 Abgeordnete aus CDU, SPD, Grünen, Linken und dem SSW einen entsprechenden Antrag eingebracht. Doch der Vorstoß scheiterte – eine Abstimmung fand nicht statt, und mit dem Ende der Legislaturperiode versandete auch der Vorstoß. Nun rückt die Diskussion erneut ins Zentrum. Während führende SPD-Politikerinnen und Politiker offen ein Verbot fordern, bleibt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) skeptisch. In einem Interview mit der ZEIT warnte er davor, dass ein Verbot als Versuch erscheinen könnte, politische Konkurrenz auszuschalten. Die AfD hat Klage gegen ihre Einstufung eingereicht. Das Verwaltungsgericht Köln wird darüber entscheiden – bis dahin bleibt die Partei weiterhin als Verdachtsfall eingestuft. Ihre Finanzierung aus Steuermitteln bleibt davon unberührt. Wie wehrhaft ist eine Demokratie, die ihre Gegner mit öffentlichen Geldern unterstützt? Ist ein Verbot der zweitstärksten Partei des Landes überhaupt realistisch – oder könnte es der AfD am Ende sogar nutzen? Darüber spricht Moderatorin Hannah Grünewald mit Politikredakteur Tilman Steffen. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Matthias Giordano, Julian Claudi, Lucie Liu, Fish&Clips Ressortleitung Video: Max Boenke #afd #afdverbot #rechtsextremismus #verfassungsschutz #rechtsfragen #weidel

    Hunger in Gaza: Wie verhält sich Deutschland zu Israels Blockade?

    Play Episode Listen Later May 15, 2025 24:21


    Die Blockade humanitärer Hilfsgüter nach Gaza droht eine Hungersnot auszulösen. Die Bundesregierung mahnt, doch die Situation stellt sie vor ein außenpolitisches Dilemma. Beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine klare Botschaft gesendet: "Die Blockade für Hilfsgüter muss aufgehoben werden – nicht irgendwann, sondern jetzt." Damit verweist er auf die dramatische humanitäre Lage im Gazastreifen. Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer drohenden Hungersnot. Laut UN leiden Hunderttausende Menschen unter akutem Nahrungsmangel – besonders betroffen sind Kinder und Mütter. Die Ursachen liegen im andauernden Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas. Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 mit über 1.200 Toten und über 250 Verschleppten verfolgt Israel das Ziel, die Organisation militärisch zu zerschlagen. Doch die Angriffe treffen auch die Zivilbevölkerung: Laut Angaben aus Gaza sind bislang über 50.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach einer zweimonatigen Feuerpause intensivierte Israel im März erneut seine Bombardierungen – seither wird auch die Einfuhr humanitärer Hilfsgüter in den Gazastreifen weitgehend blockiert. Israel begründet die Blockade der Hilfslieferungen mit der Gefahr, dass diese von der Hamas zweckentfremdet werden – bislang ohne unabhängige Belege. UN-Organisationen hingegen fordern einen sofortigen Zugang für Hilfsgüter. Anfang Mai hat das israelische Sicherheitskabinett dann einstimmig eine neue Offensive beschlossen: Teile des Gazastreifens sollen dauerhaft besetzt werden. Außerdem sollen palästinensische Zivilistinnen und Zivilisten in Nachbarländer wie Ägypten oder Jordanien umgesiedelt werden. Für die neue Bundesregierung ist die Situation ein außenpolitischer Drahtseilakt. Außenminister Wadephul (CDU) sprach zuletzt von einer "unerträglichen Lage" in Gaza und betonte die Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Gleichzeitig hält Deutschland an seiner sicherheitspolitischen Unterstützung Israels fest. Wie positioniert sich die neue Bundesregierung zwischen historischer Verantwortung, strategischer Partnerschaft und wachsendem internationalen Druck? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald in der 92. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Anna Sauerbrey, außenpolitische Koordinatorin der ZEIT.Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Ina Rotter, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Matthias Giordano, Ina Rotter, Lucie Liu, Fish&Clips, Studentische Unterstützung: Sebastian Spallek Ressortleitung Video: Max Boenke

    Mischt auch Trump bei der nächsten Papst-Wahl mit?

    Play Episode Listen Later Apr 24, 2025 24:07


    Papst Franziskus ist tot. Am Ostersonntag spricht er – gezeichnet von Krankheit – noch zu Tausenden Gläubigen, am Tag darauf stirbt er mit 88 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. In seiner letzten Botschaft lässt er seinen Fokus auf die Schwächsten der Gesellschaft ein letztes Mal aufleuchten: Arme, Geflüchtete, Ausgegrenzte – sie standen von Beginn an im Zentrum seines Pontifikats. Mit großen Visionen war Franziskus angetreten: eine gerechtere, offenere Kirche, klare Worte zu Migration, sozialer Ungleichheit und Ökologie – und ein persönlicher Lebensstil der Bescheidenheit. Franziskus setzte viele starke Gesten, doch nur wenige Reformen wurden tatsächlich umgesetzt. Frauen erhalten weiterhin keine Weiheämter; Segnungen für queere oder unverheiratete Paare bleiben stark eingeschränkt. Ein erstarkter konservativer Flügel, besonders in den USA und Teilen Afrikas, blockierte zentrale Reformen. Nun blickt die Welt auf das Konklave: Wer wird dem "Papst der Armen" folgen – und wohin steuert die Kirche? Der Einfluss konservativer Politik aus den USA, die innerkirchlichen Gräben und die ungelösten Reformfragen dürften diesmal so offen zutage treten wie nie zuvor. Wie geht es also weiter für die katholische Kirche? Das bespricht Moderatorin Hannah Grünewald in der 91. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Patrik Schwarz, Geschäftsführender Redakteur der ZEIT. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube. Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, René Wiesenthal, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Julian Claudia, Ina Rotter, Lucie Liue, Fish&Clips, Studentische Unterstützung: Leonie Georg Audiomastering: Effy Ceruti, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke

    Bundeswehr mit endlosem Budget: Kann uns Geld beschützen?

    Play Episode Listen Later Apr 18, 2025 27:58


    Die neue Bundesregierung verfügt über erheblichen finanziellen Spielraum, wenn es um Fragen der Verteidigung und Sicherheit geht: Milliardenbeträge sollen in neue Waffen, Kasernen und Personal fließen. Ermöglicht wird das durch eine gelockerte Schuldenbremse – beschlossen mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen. Als Begründung dient die zunehmende sicherheitspolitische Bedrohung durch Russland. Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz nennt den russischen Angriffskrieg gegen Europa ausdrücklich als Rechtfertigung für diese Ausgaben. Seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 und dem Beginn des groß angelegten Überfalls auf die Ukraine 2022 reißen die russischen Angriffe nicht ab. Erst am vergangenen Wochenende wurden bei einem Raketenangriff auf die ostukrainische Stadt Sumy über 30 Menschen getötet. Zugleich geraten die transatlantischen Beziehungen ins Wanken: US-Präsident Donald Trump verhandelt offen mit Russland – und das ohne Beteiligung der Ukraine. Vor diesem Hintergrund wächst auch in Deutschland der Druck, sicherheitspolitisch unabhängiger und besser aufgestellt zu sein. Verteidigungsminister Boris Pistorius plant deshalb die Einführung eines neuen Wehrdienstmodells: Alle Männer ab 18 Jahren sollen künftig einen Fragebogen ausfüllen. Wer als geeignet gilt, wird gezielt angesprochen. Für Frauen ist das Ausfüllen des Fragebogens freiwillig. Sollte sich jedoch nicht genügend Personal finden, steht auch eine Verpflichtung im Raum. Wie realistisch ist also die Rückkehr zur Wehrpflicht? Und wäre die Bundeswehr im Ernstfall tatsächlich einsatzbereit? Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube.   Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano, Fish&Clips Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Matthias Giordano, Fish&Clips, Lucie Liu Studentische Unterstützung: Sebastian Spallek Audiomastering: Effy Ceruti, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke

    Trump und seine Zoll-Eskalation: Taktik oder reines Chaos?

    Play Episode Listen Later Apr 11, 2025 31:18


    Black Friday, Manic Monday, Chaos an den Börsen. Donald Trump sorgt mit seiner resoluten Zollpolitik für Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten und zwingt dem Welthandel einen Stresstest auf. Dann die überraschende Wende: Am Mittwochabend kündigt der US-Präsident an, die umstrittenen neuen Zölle für viele Länder 90 Tage lang auszusetzen. Mit einer Ausnahme: China. Für chinesische Waren sollen künftig Zölle in Höhe von 145 Prozent gelten. (Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der Aufnahme beliefen sich die Zölle noch auf 125 Prozent.)   Woher kommt Trumps Kehrtwende? War es der Druck der Handelspartner oder kam zu viel Kritik aus dem eigenen Lager? Schließlich hatten viele seiner bisherigen Unterstützer seine Zollpolitik öffentlich infrage gestellt. Prominentester Gegensprecher war Trump-Berater Elon Musk. Auf einem Parteitag von Italiens rechten Lega fordert er eine "Null-Zoll-Situation" zwischen Europa und den USA.   Was bedeutet Trumps Zollchaos für die Handelspartner? Bilden sich jetzt neue Allianzen im Welthandel? Und was bedeutet das Hin und Her an den Finanzmärkten für Verbraucher? Wir sprechen mit Mark Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT.   Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube.

    Machtkampf in der Türkei: Ist İmamoğlus Verhaftung Erdoğans Ende?

    Play Episode Listen Later Mar 28, 2025 27:35


    Die Türkei erlebt derzeit äußerst turbulente Tage. Die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, einer der größten Oppositionsführer des Landes und ärgster Konkurrent Erdoğans, hat eine Welle von Protesten ausgelöst, die sich über 55 von 81 Provinzen erstreckt. Trotz Protestverbot und äußerst hartem Vorgehen der Polizei fordern Hunderttausende Menschen Demokratie und ein Ende der autokratischen Methoden Erdoğans. Hat der türkische Präsident den Bogen endgültig überspannt? Wie groß ist die Wut in der Bevölkerung wirklich? Und warum wiederholt Erdoğan mit seiner Repression gegen İmamoğlu ironischerweise seine eigene Geschichte? Über die Hintergründe der Verhaftungen, den wirtschaftlichen Druck, unter dem das Land leidet, und die wachsende Opposition gegen Erdoğan spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 87. Folge vonWas jetzt? – Die Woche mit Yaşar Aydın, Türkei-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube.

    Trump vs. Putin: Wer manipuliert hier wen?

    Play Episode Listen Later Mar 20, 2025 23:23


    Nach dem langen Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin will der US-Präsident der Weltgemeinschaft wenigstens einen kleinen Fortschritt präsentieren können: Also einigen sich die Staatschefs auf eine 30-tägige Pause bei Angriffen auf Energieanlagen – weit entfernt von einem echten Waffenstillstand. Und Putin knüpft dies an harte Bedingungen: den Stopp westlicher Waffenlieferungen und Geheimdienstunterstützung für die Ukraine. Unklar bleibt, welche Zugeständnisse Trump von Putin fordert, und ob Selenskyj in künftige Verhandlungen miteinbezogen wird. Wie stehen die Chancen, dass es bald doch noch zu einem Durchbruch kommt? Und sollte es dazu kommen: Worauf muss sich die Ukraine einstellen? Das und mehr bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 86. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Maxim Kireev, Ukraine- und Russlandexperte aus dem Politikressort von ZEIT ONLINE.

    Verspielen Union und SPD die Jahrhundertchance auf echten Wandel?

    Play Episode Listen Later Mar 13, 2025 27:00


    Das Sondierungspapier offenbart, dass eine neue Große Koalition grundlegende Reformen in der nächsten Legislatur nicht zur Priorität macht. Und das, obwohl Deutschland, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, in der Krise steckt: 16 Prozent der Bevölkerung sind armutsgefährdet, die Mieten steigen um 64 Prozent seit 2010, und im Bildungssystem fallen Schülerinnen und Schüler in Pisa-Tests auf ein Rekordtief. Gleichzeitig profitieren Beamte, Unternehmer und Politiker von milliardenschweren Privilegien – vom steuerfreien Erben bis zu Pensionen, die doppelt so hoch sind wie die gesetzliche Rente. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auf. Warum wird die Pendlerpauschale erhöht, obwohl sie hohe Steuerausfälle verursacht? Weshalb bleibt die "Rente mit 63" trotz leerer Kassen bestehen? Und wieso kehrt die Agrardiesel-Subvention zurück – ein Zugeständnis an lautstarke Lobbys? Darüber und wie solche Entscheidungen strukturelle Probleme verschärfen, spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 85. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Mark Schieritz, stellvertretender Leiter im Ressort Politik der ZEIT. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags ab 21 Uhr auf zeit.de und auf YouTube.

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