1918–1992 country in Central Europe, predecessor of the Czech Republic and Slovakia
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Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten werden streiken, Balanchines Ballett hat Premiere in der Prager Staatsoper, das Jahr 1938 und die Tschechoslowakei
Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten werden streiken, Balanchines Ballett hat Premiere in der Prager Staatsoper, das Jahr 1938 und die Tschechoslowakei
Die heute vorgestellten Bücher erzählen von einer Reise in die Vergangenheit: Nothomb trifft in Japan auf ihr früheres Ich, Hübl lässt seine Figuren in die Tschechoslowakei der 1950-er Jahre fahren. Die belgische Autorin Amélie Nothomb kehrt nach Jahren mit einer Freundin nach Japan zurück. Japan ist der Sehnsuchtsort ihrer Kindheit und frühen Erwachsenenjahre. Zwischen Kyoto, Nara und Tokio entfaltet sich eine Reise voller Wiederentdeckungen, Irritationen und leiser Komik. Doch je näher sie den Orten ihrer Vergangenheit kommt, desto deutlicher wird: Eine Rückkehr ist unmöglich. Nostalgisch, selbstironisch und berührend erzähle Nothomb von der Begegnung mit dem früheren Ich, meint Annette König. Der tschechische Autor Ondřej Hübl schickt seine Figuren auf eine Ferienreise der ganz besonderen Art: Josef Kaarls, schwerreicher Besitzer einer KI-Firma, will seiner antikapitalistisch aufbegehrenden Tochter zeigen, wie schlimm der Kommunismus gewesen sei. Darum bezahlt er ein kleines Vermögen dafür, dass eine darauf spezialisierte Firma ihn und seine Familie für einige Zeit in den tschechischen Kommunismus der 50er-Jahre zurückversetzt. Nur klappt das mit der Rückreise dann nicht ganz – und in der Folge entwickelt sich ein fast thrillerartiges Szenario rund um die Fragen, wer eigentlich gerade wen in der Hand hat und was Geld dabei für eine Rolle spielt. Simon Leuthold war von diesem Buch, das er trotz des künstlichen Settings in den 50er-Jahren für ziemlich aktuell hält, bestens unterhalten. Buchhinweise: Amélie Nothomb. Die unmögliche Rückkehr. Aus dem Französischen von Brigitte Grosse. 144 Seiten. Diogenes, 2026. Ondřej Hübl. Der Vorhang. 400 Seiten. Aus dem Tschechischen von Daniela Pusch. Voland & Quist, 2026.
Preisdeckel für ETS2 – Tschechien bleibt trotzdem dagegen, Begehrt von Tel Aviv und Prag: Einzigartige Dokumentation jüdischer Einwohner bleibt in Ostrau, Buch: Wie die Ackermann-Gemeinde Gläubigen in der Tschechoslowakei half
Preisdeckel für ETS2 – Tschechien bleibt trotzdem dagegen, Begehrt von Tel Aviv und Prag: Einzigartige Dokumentation jüdischer Einwohner bleibt in Ostrau, Buch: Wie die Ackermann-Gemeinde Gläubigen in der Tschechoslowakei half
Friedlicher Systemwechsel in der Tschechoslowakei... Mach's dir bequem und kuschel dich ein! Dieser Podcast wird durch Werbung finanziert. Weitere Podcasts, Infos und Angebote unserer Werbepartner: https://linktr.ee/EinschlafenMitPodcast Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Samtene_Revolution Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet. CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
Ref.: Pfr. Michael Theuerl, Autor von "Leben aus dem sterbenden Weizenkorn", Teltow Bekennermut und Gottvertrauen Pfr. Michael Theuerl erzählt aus seinem bewegten priesterlichen Leben und wie der Heilige Geist ihn erleuchtet und stärkt. Auch gegen Widerstand für seinen Glauben eintreten - Pfr. Michael Theuerl ist das gewohnt: Schon während seiner Schulzeit in der damaligen DDR bekannte er sich zur katholischen Kirche - und musste deshalb viele Repressalien erdulden. Doch sein Wunsch, Priester zu werden, wurde dadurch nur gestärkt. Nach seiner Weihe 1984 lernte er die Kirche hinter dem "Eisernen Vorhang" tiefer kennen - unter anderem wirkte er in Sibirien und organisierte als Sekretär des Berliner Bischofs Joachim Kardinal Meisner geheime Priesterweihen von mehr als 60 Kandidaten aus der Tschechoslowakei. Im Standpunkt erzählt der Pfarrer von Teltow bei Berlin am Pfingstsonntag von seinem bewegten priesterlichen Leben und davon, wie der Heilige Geist ihm auch heute noch hilft, für seine Überzeugungen einzustehen.
Sende uns hier einen Audiokommentar!NEU: Hinterlasse uns ganz einfach mit dem Link eine AUDIOBOTSCHAFT! Dann können wir die Grußworte im Podcast abspielen.Franz Bardon ist einer der prominentesten Vertreter des deutschen Okkultismus. In der Sudetenregion von Österreich-Ungarn geboren führte dieser Magier ein illustres Leben als Heiler und Bühnenmagier und wurde sowohl von den Nazis, als auch von den sozialistischen Behörden der Tschechoslowakei inhaftiert. Die zweite Haft Ende der 1950er Jahre überlebte er nicht. Bardon ist bekannt geworden für seine individuelle und teilweise eigenwillige Auslegung und Praxis hermetischer Lehren. Komm' und setz' dich auf ein Tässchen, während du am okkulten Teetisch unseren Ausführungen lauschst. https://freebie.dasokkulteteehaus.com/licht_______________________
Neue digitale Arbeitgebermeldung, Brünner Symposium zum Thema Menschenrechte, Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei vor 80 Jahren
Neue digitale Arbeitgebermeldung, Brünner Symposium zum Thema Menschenrechte, Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei vor 80 Jahren
"Schauen Sie öfter einmal Richtung Bratislava: Sie schauen damit auch in Ihre Zukunft." Mit diesen eindringlichen Worten warnt der slowakische Schriftsteller Michal Hvorecky davor, mit rechtsgerichteten Parteien zu koalieren. Denn wo das hinführt, das sehe man derzeit in seinem Land. Seit Oktober 2023 regiert dort Ministerpräsident Robert Fico in einem Dreierbündnis, bei dem die nationalistische Partei SNS dabei ist. Seitdem wurden zahlreiche Führungsposten in Kulturinstitutionen ausgewechselt, Fördergelder gestrichen und er selbst schon wegen Verleumdung angeklagt. In seinem neuen Buch "Dissident" analysiert Michal Hvorecky diese Entwicklungen von der einstigen Befreiung der Tschechoslowakei vom Kommunismus 1989 bis heute und bringt persönliche Erinnerungen mit ein. Auf radio3 spricht Frank Meyer mit ihm darüber.
Strafanzeige: Wegen einer Karikatur, auf der Wladimir Putin angeblich mit Adolf Hitler verglichen wird, drohen dem Publizisten und Unternehmer Rainer Zitelmann jetzt bis zu drei Jahre Haft. Dabei sind Hitlervergleiche – und auch das Benutzen verfassungswidriger Symbole dafür – mittlerweile Usus. Trump, Putin, aber auch AfD-Politiker werden von linker Seite ganz routiniert mit dem Diktator nicht nur verglichen, sondern sogar gleichgesetzt. Der renommierte Buchautor Rainer Zitelmann hatte im Dezember 2025 eine Karikatur repostet, mit einer Sprechblase Hitlers: „Gebt mir die Tschechoslowakei und ich attackiere niemanden mehr.“ Ihm gegenüber steht Putin, der dasselbe sagt, nur über die Ukraine. Weil auf der Bildmontage Hitlers Hakenkreuzarmbinde zu sehen ist, verstößt Herr Zitelmann damit angeblich gegen § 86a StGB – „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“. Zitelmann wollte durch das Reposten lediglich ausdrücken, dass man mit dem Vertrauen gegenüber Diktatoren sparsam umgehen sollte. Während der Spiegel jederzeit Hitler auf seinem Titelbild abbilden darf, wird ein Historiker, der ein Buch über Hitler veröffentlichte und sich zehn Jahre seines Lebens mit ihm beschäftigte, nun verfolgt. Außerdem spricht Rainer Zitelmann im Interview mit Tichys Einblick über sein neues Buch „Weltraumkapitalismus“, das unter anderem den Aufstieg der privatwirtschaftlichen Raumfahrt behandelt.
Lyrik: Ghasele von Ursula Haas – gelesen von der Autorin – aus: "Ich kröne dich mit Schnee"(Hördauer ca. 34 Minuten)Formal gebändigte Lyrik von überzeugender BildkraftDieser Band mit Gedichten zeigt Ursula Haas auf dem Höhepunkt ihrer lyrischen Kunst und Kunstfertigkeit. Er gliedert sich in drei Kapitel, wobei das zweite Kapitel „Im Schleier des Morgens“ aus Ghaselen besteht und einer alten morgenländischen Versform, die im 19. Jahrhundert eine große Faszination auf die Lyriker ausübte, neues Leben einhaucht. Tradition und Moderne begegnen und vereinigen sich hier.Ursula Haas wechselt in ihren Gedichten zwischen längst vergangenen Bildungslandschaften und unserer Jetzt-Zeit. Genauso rasch wechselt sie die Orte: von Prag im Winter zum Erntedank auf der Insel Reichenau, von einem Sommertag auf Kap Corse zum Herbst in Berchtesgaden. „Die Zeit der Verpuppung ist lang“, so heißt es in einem ihrer Gedichte, aber dafür entschädigt der Sommerflug, bei dem „das Blau des Himmels/zum Garten Eden wird.“Dieser Gedichtband ist eine Entdeckung für alle Freunde und Kenner der zeitgenössischen Lyrik. Ursula Haas wurde in der ehemaligen Tschechoslowakei in Aussig a.d. Elbe (Usti nad Labem) geboren. Sie wuchs in Düsseldorf und Bonn auf und studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Bonn und Freiburg. Nach ihrer Referendarzeit in München trat sie nicht in den Schuldienst, sondern gab Privatunterricht und begann zu schreiben. Verheiratet mit dem Chirurgen Werner Haas, bekam sie eine Tochter und einen Sohn. Inzwischen alleinstehend, lebt und arbeitet Ursula Haas nach wie vor in München als freie Schriftstellerin in den Genres Lyrik, Roman, Erzählung, Libretto, Theaterstück und Essay. Ihre Gedichte sind in zahlreiche Sprachen übersetzt."Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman "Drei Frauen" von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband " Ich kröne dich mit Schnee" bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen "Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust". 2018 der Gedichte -und Poesie-Band "Wortfisch im Grünen Aquarium" (edition bodoni).2020 das Tagebuch "Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten" (edition bodoni)."Wenn Ihnen dies gefallen hat, hören Sie doch auch einmal hier hineinoder hierSchnitt und Realisation Uwe Kullnick
Liebe Hörste, es gibt Karrieren, die verlaufen wie ein sauber gezogener Zirkel. Und es gibt Wege, die klingen eher nach: Kies, Kurve, Krach, dann kurz Stille, dann wieder Galopp. Jan Korpas gehört nicht zur Zirkel-Fraktion. Jan ist eine dieser Figuren, bei denen selbst die Schwerkraft offenbar ein Abo abgeschlossen hat, inklusive Premium-Paket „Sturz mit Nachspiel“. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb: Er steht auf. Manchmal mit gebrochenen Rippen. Immer mit ungebrochenem Willen. In dieser Folge spricht Alex mit Jan Korpas, einer echten Legende des Galopprennsports, über seinen außergewöhnlichen Weg vom Nachwuchsreiter in der Tschechoslowakei bis zum erfolgreichen Trainer in Halle. Jan erzählt von großen Siegen und den Momenten, in denen der Körper „nein“ sagt, das Herz aber die Frechheit besitzt, „trotzdem“ zu antworten. Und dann wird es stiller im besten Sinne: Wir tauchen tief ein in Jans Philosophie rund um Pferdetraining, Stallkultur und diesen besonderen Team-Zusammenhalt, der nicht auf Plakaten klebt, sondern nach Heu, Arbeit und Respekt riecht. Jan erklärt, warum er an seine Methoden glaubt, wie Seriensieger nicht nur gezüchtet, sondern geformt werden und weshalb ein Grillabend im Stall nicht „Nebensache“ ist, sondern manchmal die heimliche Königsdisziplin: Gemeinschaft als Kraftfutter. Wer wissen will, wie Leidenschaft klingt, wenn sie nicht geschniegelt daherkommt, sondern ehrlich, kantig und warm, sollte diese Folge nicht verpassen.
Für viele Menschen gilt: Nur mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Václav Vorlíček ist wirklich #Weihnachten. Dabei handelt es sich bei der Märchenadaption von 1973, produziert von der DDR und der Tschechoslowakei, gar nicht um einen Weihnachtsfilm – lediglich spielen viele Szenen in einer romantischen Schneelandschaft. Sonst wird das berühmte Märchen – in der Version von Božena Němcová – erzählt, das jedoch bei genauem Hinsehen auch die Weihnachtsbotschaft enthält. Und mehr noch: Das Märchen vom #Aschenputtel und der bösen Stiefmutter, die nicht alle Untergebenen schikaniert, ist auch ein glänzendes Beispiel für einen positiven Populismus. Gern wird darauf hingewiesen, dass sowohl die Politik als auch die Wirtschaft viel zu komplex seien, um mit einfachen Lösungen zu kommen. Wer von Umverteilung spricht, der handelt sich gerade vom linksliberalen und konservativen Establishment den Vorwurf ein, er sei populistisch. Doch stimmt das wirklich? Was, wenn die Welt – gerade während dieser Krise zeigt sich dies – doch gar nicht so komplex ist, sondern der Kampf der Reichen gegen die Armen so simpel wie in diesem #Märchenfilm ist? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Chantal Mouffe: Für einen linken Populismus. Suhrkamp.Zusätzlich gibt es jetzt zwei neue Formate: DeepDive & ein monatliches Q&A. Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse-deepdive-wie-slavoj-%C5%BEi%C5%BEek-filme-analysiert/id1586115282?i=1000738660587Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
Tschechische Wirtschaft wächst unverhofft stärker – trotz geringerer Nachfrage aus Deutschland, Vor 35 Jahren wurde der erste Forschungsreaktor der Tschechoslowakei in Betrieb genommen, Musikfestival in Krumau lädt für 2026 ein
Tschechische Wirtschaft wächst unverhofft stärker – trotz geringerer Nachfrage aus Deutschland, Vor 35 Jahren wurde der erste Forschungsreaktor der Tschechoslowakei in Betrieb genommen, Musikfestival in Krumau lädt für 2026 ein
Aus eins mach zwei. Das wurde 1992 aus der Tschechoslowakei gemacht. Ohne das Volk zu befragen, beschlossen zwei Politiker die Trennung in zwei Länder: in Tschechien und die Slowakei. Mit der Zustimmung des Parlaments am 25. November 1992 war die Trennung besiegelt.
Das Theater Aalen bringt mit dem Stück „Die lichten Sommer“ eine Aufführung über Flucht, Vertreibung und Neuanfang auf die Bühne, nach einer Romanvorlage der Ellwanger Autorin Simone Kucher. Die Inszenierung will dabei auch die Fragen nach unserer heutigen Willkommenskultur aufwerfen. Der Roman von Simone Kucher erzählt vom Schicksal einer jungen Frau, deren Eltern 1945 als Deutsche aus der ehemaligen Tschechoslowakei vertrieben wurden. In ihrer neuen Heimat, einem Ort auf der Ostalb, kämpft die junge Frau gegen Vorurteile und für ein selbstbestimmtes Leben.
Tschechiens Stahlindustrie nicht erfreut über geplanten Industriestromdeckel in Deutschland, Preise für den Denkmalschutz, die Tschechoslowakei und die Nürnberger Prozesse
Tschechiens Stahlindustrie nicht erfreut über geplanten Industriestromdeckel in Deutschland, Preise für den Denkmalschutz, die Tschechoslowakei und die Nürnberger Prozesse
Im Herbst des Jahres 1925 herrschte in vielen europäischen Staaten eine politische Instabilität. Im Deutschen Reich ließ die DNVP die Regierung platzen, das Kabinett Painleve wurde in Frankreich gestürzt – aber auch im Osten konnten Regierungen sich nicht behaupten. Die Schiffbeker Zeitung vom 19. November informierte ihrer Leserschaft über die Lage in der Tschechoslowakei und in Polen – und liefert durchaus treffende Prognosen zur weiten Entwicklung. Die Krise des Kabinetts Švehla (Schwehla) in der Folge der tschechoslowakischen Parlamentswahl des 15. Novembers will sie nicht allzu hoch hängen. Und tatsächlich folgte im Dezember auf das Kabinett Švehla 1, das Kabinett Švehla 2. Gravierender schätzt die Zeitung die Situation in Polen ein, wo der Ministerpräsident Grabski am 13. November sein Amt niederlegte. Die Rolle, die Marschall Piłsudski spielen sollte, der zwar kein Amt bekleidete, aber enormen Einfluss beim Militär und in der Politik besaß, deutet der Artikel ebenfalls an. Im Mai 1926 würde er einen Putsch führen und die Macht an sich reißen. Frank Riede ist für uns am Mikro.
Die Slowakei hautnah, Magazin über die Slowakei in deutscher Sprache
Nachrichten, Tagesthema, Magazin - Samtene Revolution: Jugend als Initiator revolutionärer und vorrevolutionärer Veränderungen in der sozialistischen Tschechoslowakei. Einladung zum Weihnachtsbasar des Internationalen Frauenklubs in Bratislava.
In den Straßen und den Cafés von Prag waren sie überall zu sehen - deutsche Emigranten, die ab 1933 in die Hauptstadt der Tschechoslowakei geflohen waren, um hier Schutz vor Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu finden. Bertolt Brecht und Helene Weigel, Gabriele Tergit und Alfred Kerr, Ernst und Bloch und Hans Sahl, John Heartfield und Wieland Herzfelde - das waren nur einige von geschätzt 20.000 Menschen, die als Juden, Homosexuelle, Sozialdemokraten oder Kommunisten vor den Nazis ins Nachbarland flohen - in der trügerischen Hoffnung, der braune Spuk sei nach wenigen Monaten wieder vorbei. Wie schafften es die Flüchtenden über die Grenze? Wie schlugen sie sich in Prag durch? Welche Verbindungen zu den deutschsprachigen Pragern entstanden? Und wohin flohen sie weiter, als die Tschechoslowakei zerschlagen wurde? Diesen Fragen geht der Journalist Peter Lange - früherer ARD-Hörfunkkorrespondent in Prag - nach in seinem Buch „Vertraute Fremde - Exil in Prag 1933-1939“. Ein Gespräch über ein Stück deutsch-tschechischer Geschichte mit erschreckender Aktualität…
In den Straßen und den Cafés von Prag waren sie überall zu sehen - deutsche Emigranten, die ab 1933 in die Hauptstadt der Tschechoslowakei geflohen waren, um hier Schutz vor Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu finden. Bertolt Brecht und Helene Weigel, Gabriele Tergit und Alfred Kerr, Ernst und Bloch und Hans Sahl, John Heartfield und Wieland Herzfelde - das waren nur einige von geschätzt 20.000 Menschen, die als Juden, Homosexuelle, Sozialdemokraten oder Kommunisten vor den Nazis ins Nachbarland flohen - in der trügerischen Hoffnung, der braune Spuk sei nach wenigen Monaten wieder vorbei. Wie schafften es die Flüchtenden über die Grenze? Wie schlugen sie sich in Prag durch? Welche Verbindungen zu den deutschsprachigen Pragern entstanden? Und wohin flohen sie weiter, als die Tschechoslowakei zerschlagen wurde? Diesen Fragen geht der Journalist Peter Lange - früherer ARD-Hörfunkkorrespondent in Prag - nach in seinem Buch „Vertraute Fremde - Exil in Prag 1933-1939“. Ein Gespräch über ein Stück deutsch-tschechischer Geschichte mit erschreckender Aktualität…
„Man muss keinen Fick geben, um alle Ficks zu kriegen. Man kann sich nicht rückwärts in die Nicht-Fickung rein-ficken.“ - Hazel Brugger 00:00:00 Rituale & Altern 00:10:53 Jahreszeiten & Is it Cake? 00:18:58 Musikempfehlungen & Wer wird Millionär-Joker 00:32:54 Hobbys für Kinder 00:42:43 TSV Klein-Umstadt & vegetarische Wurst 01:04:35 Moodmanager & Mutterschaft Hazels Website https://hazelbrugger.com/#aktueller-tourplan Sandlercore https://www.fashionstreet-berlin.de/vom-normcore-zum-sandlercore-modetrend-2023/301079/ „Mehr Piepiep“ bedeutet „Blackbird“ von den Beatles „Mehr Nulli“ bedeutet „Da da da, dei dei dei“ „Mehr Kret“ bedeutet „Serving“ „Mehr Ks“ bedeutet „Zwei lange Schlangen“ Is it cake? https://en.wikipedia.org/wiki/Is_It_Cake%3F Thomas empfiehlt: Samy X Conductor SSIO Ashnikko Ayliva https://www.instagram.com/ayliva Studio Ciao https://studio-ciao.de Uli Hoeneß verschoss 1976 im EM-Finale gegen die Tschechoslowakei den entscheidenden Elfmeter Erdkeller https://www.zinggland.de/gartenkeller-erdkeller/erdkeller-200-x-175-cm/ TSV Klein-Umstadt https://www.tsv-klein-umstadt.de Jetzt spenden für den Rasen https://platzda-umstadt.de Klein-Umstadt Tabelle https://www.fussball.de/spieltag/kla-dieburg-kreis-dieburg-kreisliga-a-herren-saison2526-hessen/-/staffel/02TLKCEE7S00000BVS5489BTVT4H6CF2-G#!/section/matches EU-Parlament will Namen wie „Veggie-Wurst“ verbieten https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-parlament-fleischersatz-100.html Vegane Gastronomie in der Krise? https://www.vegan.at/keine-vegane-krise Kreuzblütler https://www.hortipendium.de/Kreuzblütler Hazel früher („pre glow up“ „pre Thomas“) https://www.srf.ch/audio/focus/slampoetin-hazel-brugger-der-tod-ist-ein-evergreen?id=a7ffe105-b451-4efe-82db-e2bbc0a341a7 Hazel jetzt („post glow up“ „post Thomas“) https://web.de/magazine/unterhaltung/thema/hazel-brugger Körperdysmorphe Störung https://de.wikipedia.org/wiki/Dysmorphophobie Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/hoererlebnis Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Vor 100 Jahren schlossen Italien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Polen, die Tschechoslowakei und Deutschland die Verträge von Locarno. Ein Zeichen für Frieden und mehr Europa nach dem Ersten Weltkrieg, das den Zweiten nicht verhindern konnte. Schimmeck, Tom www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
Der Witz des Tages vom 05.10.2025 mit dem Titel 'Der Schüler aus der Tschechoslowakei' zum Hören.
Der Witz des Tages vom 05.10.2025 mit dem Titel 'Der Schüler aus der Tschechoslowakei' als Video.
Langsam trudelten sie in Locarno ein, die Delegationen, und die Drähte in den Presseagenturen und den Zeitungsredaktionen glühten heiß. Aus Basel, aus London, aus Rom und natürlich aus Locarno selbst gingen die Drahtmeldungen ein, die der Hamburgische Correspondent am 4. Oktober 1925 zu einem Vorbericht collagierte. Auffällig dabei ist, dass der Optimismus vor Konferenzbeginn nicht allzu ausgeprägt war. Sowohl aus Großbritannien, als auch aus der Tschechoslowakei waren skeptische Stimmen zu vernehmen, dass Frankreich und Deutschland zu einer Verhandlungslösung fähig respektive willens seien. Die große anwesende Journalistenschar, von der in den Berichten ebenfalls die Rede ist, erwartete den Beginn der Konsultationen dennoch mit Spannung. Unser Mann am Lago Maggiore heißt Frank Riede.
Es war die Nachricht Anfang des Jahres: Das Bonner Beethoven-Haus hat die letzte bekannte wichtige Handschrift Ludwig van Beethovens gekauft, die sich noch in Privatbesitz befand. Es sind die Noten vom Tanz nach deutscher Art aus seinem Streichquartett in B-Dur, op. 130. Die Handschrift war in Besitz einer jüdischen Familie in der Tschechoslowakei, die von den Nationalsozialisten enteignet wurde - und die das Manuskript selbst erst vor drei Jahren zurückbekam. Auf welchen verschlungenen Pfaden der Ankauf gelang, erzählt jetzt eine Sonderausstellung im Geburtshaus des Komponisten. Henning Hübert war für uns in der Bonngasse.
Neues Schuljahr und Gesetzesnovellen, Hasenpest in Tschechien, Martina Winkler und ihre Forschungen zur Kindheit in der sozialistischen Tschechoslowakei
Neues Schuljahr und Gesetzesnovellen, Hasenpest in Tschechien, Martina Winkler und ihre Forschungen zur Kindheit in der sozialistischen Tschechoslowakei
In dieser Folge spreche ich mit Klaas Anders über die Migrationserfahrungen der Unterzeichner:innen der Charta 77. Nach der Unterzeichnung der Charta migrierten einige hundert Menschen aus der Tschechoslowakei nach Wien und formten dort eine Gemeinschaft. Wir sprechen über die Repressionen in der Tschechoslowakei, die Migrationserfahrungen nach Wien ab 1977 und das politische Engagement der Migrant:innen innerhalb Wiens. Gast: Klaas Anders ist Doktorand an der Professur für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg 2686: »Contradiction Studies – Konstellationen, Heuristiken und Konzepte des Widersprüchlichen«. Seine Dissertation schreibt er über widersprüchliche Lebenswelten und tschechoslowakische Migrant*innen in Wien 1968-1989.
Olga Hepnarová, die letzte zum Tode verurteilte Frau der kommunistischen Tschechoslowakei, lebte voller Hass, Ausgrenzung & ohne Freiheit für ihre Queerness. 1973 verübt sie aus Rache einen Amoklauf.
Vor ein paar Jahren versuchte eine Frau namens Silvia Klimesova aus der Tschechoslowakei ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen. Sie spannte sich mit einem speziellen Zuggeschirr vor einen Omnibus, der mit 53 Personen voll besetzt war und versuchte, das Fahrzeug über eine Distanz von mehreren Metern zu ziehen. Der Versuch gelang. Sie erreichte ihr Ziel. Natürlich erschien ihr Name wenig später auf den Titelseiten der Zeitungen.
Jan Hus war einer der wichtigen Frühreformatoren der Kirche in den Jahrhunderten vor Martin Luther. Als Prediger in der Bethlehemskapelle in Prag sprach er sich unter anderem für eine Armut der Kirche und gegen Ablasshandel aus. Er wurde 1414 unter Zusicherung von sicherem Geleit zum Konzil in Konstanz eingeladen, dort aber eingekerkert, gefoltert und schließlich auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Daraufhin brachen die Hussitischen Kriege in Böhmen aus, die über lange Zeit die Kreuzzugheere, die gegen sie gesandt wurden, militärisch in Schach halten konnten. Als sich die Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg als Staat konstituierte, suchte die Regierung nach eigenen nationalen Feiertagen, Gedenktagen etc. und natürlich spielte der „Nationalheld“ Jan Hus eine Rolle. Sein Wahlspruch „Über alles siegt die Wahrheit“ wurde in der Form „Die Wahrheit siegt“ Teil der Standarte des Präsidenten. Wie der Artikel aus dem Hamburgischen Correspondenten vom 19. Juli 1925 belegt, geriet man dabei mit dem Vatikan aneinander, der Hus immer noch als Ketzer ansah. So schildert uns Frank Riede die diplomatischen Verwicklungen zwischen dem päpstlichen Nuntius in Prag und der tschechoslowakischen Regierung. Übrigens ist Jan Hus seitens des Vatikans bis heute nicht offiziell rehabilitiert.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten viele Deutschsprachige ihre Heimat in der Tschechoslowakei verlassen. Tausende überlebten die Vertreibungen nicht. Erst allmählich wird von jüngeren Menschen in Tschechien an das dunkle Kapitel erinnert. Kirchgeßner, Kilian www.deutschlandfunk.de, Hintergrund
Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte. Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling 1968 in die Schweiz. Als System-Flüchtling heisst in die Schweiz willkommen, zumindest vordergründig: Wer vor dem Kommunismus floh, war ein guter Flüchtling. «Aus ideologischen Gründen hat man die Arme und die Türen sehr weit aufgemacht», sagt der Historiker und Buchautor Thomas Buomberger. Hinter den Kulissen liefen allerdings aufwändige Abklärungen. Die Schweiz hatte Angst davor, von kommunistischen Spionen und Saboteuren unterwandert zu werden. «Ich habe gemerkt, dass mein Tisch umgeräumt wurde», sagt Jan Berdnik im Rückblick. Und aus seiner Staatsschutz-Fiche weiss er, dass auch sein Telefon jahrelang abgehört und dass er sogar polizeilich observiert wurde. Ergeben haben diese Ermittlungen nichts. Aufnahme und Abwehr zugleich. Was macht das mit den Menschen die ankommen? Und was mit denen, die schon da sind? ____________________ Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf Nachrichten an zeitblende@srf.ch ____________________ 00:00 Intro 03:33 Der Prager Frühling 07:04 Über Yugoslawien in den Westen 12:09 Schweizer Dilemma: Willkommenskultur vs. «Kommunisten-Paranoia» 22:54 Fichenskandal: Berdnik ist kein Einzelfall 26:10 «Ich bin jetzt ein Bünzli-Schweizer» ____________________ In dieser Episode sind zu hören: · Jan Berdnik, Zeitzeuge · Thomas Buomberger, Historiker und Autor ____________________ Links · https://www.srf.ch/audio ____________________ Literatur: Buomberger, Thomas (2017): Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990. Zürich: Hier und Jetzt ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Matthias Strasser ____________________ Das ist die «Zeitblende»: Die «Zeitblende» erweckt Geschichte zum Leben: bekannte und unbekannte Ereignisse der Schweizer Geschichte – und grosse Episoden der Weltgeschichte. Wir geben denen das Wort, die Geschichte erlebt und mitgeprägt haben. Zeitzeug:innen schildern ihre teils dramatischen Geschichten, historische Figuren werden wieder lebendig. Die besten Historiker:innen ordnen ein und erklären, wie historische Ereignisse unser heutiges Leben prägen.
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Als Premierminister von 1937 bis 1940 wurde Neville Chamberlain zum Symbol der Politik der Beschwichtigung, die auf eine friedliche Lösung der Konflikte mit den totalitären Regimes Europas abzielte. Besonders prägnant ist sein Engagement für das Münchener Abkommen von 1938, bei dem er Hitler entgegenkam und die Abtretung der Tschechoslowakei an Deutschland akzeptierte. Chamberlain kehrte mit dem berühmten Satz „Wir haben Frieden für unsere Zeit“ nach Großbritannien zurück, doch die Realität des Zweiten Weltkriegs, der nur ein Jahr später begann, entblößte die Fehlkalkulationen dieser Politik. Seine Zeit im Amt war geprägt von innenpolitischen Spannungen und der wachsenden Bedrohung durch Nazideutschland. Trotz anfänglicher Unterstützung für seine Diplomatie wurde Chamberlain nach Kriegsbeginn zunehmend kritisiert. 1940 trat er schließlich zurück, nachdem die britische Regierung aufgrund militärischer Misserfolge Druck auf ihn ausübte. Er wurde von Winston Churchill abgelöst, der eine entschiedenere Kriegsführung propagierte. Chamberlains gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich während des Krieges, und er starb am 9. November 1940. Sein Erbe bleibt heute umstritten: Während einige ihn als noblen Mann ansehen, der um jeden Preis versuchte, Krieg zu vermeiden, betrachten andere ihn als einen Politiker, der die Bedrohung des Nationalsozialismus nicht ernst genug nahm. Die Lehren aus seiner Politik und den Herausforderungen der damaligen Zeit sind bis heute von Bedeutung, insbesondere in der Diskussion über Diplomatie und der Reaktion auf autoritäre Regime.
Auf den Namen Robert Breuers stößt man heutzutage nur mehr selten; dabei zählte er zu den prägenden Figuren der Sozialdemokratie in der Weimarer Republik. Von Hause aus Journalist, gehörte Breuer zu den engsten Vertrauten von Reichspräsident Friedrich Ebert und wechselte 1919 als stellvertretender Pressechef zu diesem in die Reichskanzlei. Später wirkte er unter anderem als Direktor des Verlages für Sozialwissenschaft sowie als Abteilungsleiter in der Reichszentrale für Heimatdienst, der Vorläuferin der heutigen Bundeszentrale für politische Bildung. Über die Tschechoslowakei floh Breuer 1933 nach Frankreich und von dort später weiter nach Marokko. Da er kein Einreisevisum für die Vereinigten Staaten erhielt, strandete er schließlich auf der Karibik-Insel Martinique, wo er 1943 verarmt und entkräftet an den Folgen einer Malariaerkrankung verstarb. Dem Feind von rechts widmete er schon am 29. September 1924 einen Text im Hamburger Echo, mit dem für uns Frank Riede an Robert Breuer erinnert.
Anna Geyer, geboren 1893 in Frankfurt am Main, war eine sozialistische Politikerin und Journalistin. Ihr politischer Weg führte über die USPD, die Leipziger Stadtverordnetenversammlung und die Sächsische Volkskammer, die VKPD, dem Zusammenschluss des linken Flügels der USPD und der KPD, wieder die USPD, und schließlich bis zur Mitgliedschaft in der SPD im Herbst 1922. In der Sozialdemokratie war sie in frauenpolitischen Fragen aktiv. Dem entspricht, dass wir im Zeitungsorgan der SPD, dem Hamburger Echo vom 10. August 1924, ihr Resümee zur Lage der Frauenrechte 1919 bis 1924 finden, verfasst anlässlich des 5jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung am 11. August 1919. Anna Geyer floh 1933 über die Tschechoslowakei, Frankreich und Portugal in die USA, wo sie 1973 verstarb. Es liest Rosa Leu.
1968 erreicht die Jugendbewegung die Schweiz. In Bern wird gegen den Vietnamkrieg oder gegen den Einmarsch der Russen in die Tschechoslowakei demonstriert. Wie verlief die Bewegung damals in der Bundesstadt? Antworten darauf liefert unsere Sommerserie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio». Im Jahr 1968 überrollen Jugendrevolten weltweit die Städte. Jugendliche und Studierende protestieren gegen altmodische Strukturen an den Universitäten, gegen staatliche Willkür und für weltweiten Frieden. Die Protestwelle erfasst 1968 auch die kleine Schweiz. Im Gegensatz zu den Globus-Krawallen in Zürich, fliegen in Bern aber kaum einmal die Pflastersteine. Stattdessen entsteht in der Bundesstadt eine eher gemässigte Bewegung, die sich vor allem mit dem kulturellen Wandel auseinandersetzt. Dreh- und Angelpunkt ist das Kellerlokal «Junkere 37» in der unteren Altstadt. Die pensionierte Lehrerin Regula Keller war damals Teil der Bewegung in Bern. Wie hat sie das Jahr 1968 in Erinnerung? Wie wurde sie politisiert? Und die Historikerin Erika Hebeisen erklärt, weshalb die Frauen damals nicht so stark in Erscheinung traten und die Frauenbewegung erst nach 1968 so richtig an Fahrt aufnahm. Darum geht es in unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte – was Sie und uns bewegt».
Nach der Besetzung der Tschechoslowakei, fordern Demonstrierende vom Bundesrat einen sofortigen Abbruch der Beziehungen zur Sowjetunion. Der Historiker Thomas Bürgisser spricht von einer durchaus intensiven Reaktion hierzulande - in unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio». Der 21. August 1968 war ein schicksalhafter und düsterer Tag für die Tschechoslowakei: Innert kürzester Zeit gelang es den Truppen des «Warschauer Paktes» bis in die Hauptstadt Prag vorzurücken und diese zu besetzen. Der Überfall ist Moskaus unmissverständliche Antwort auf die progressiven Entwicklungen in der Tschechoslowakei unter der Führung von Alexander Dubcek, der damaligen Lichtgestalt des Prager Frühlings. In Prag schossen die sowjetischen Besatzer mit scharfer Munition auf Demonstrierende, die sich den Panzern unbewaffnet in den Weg stellten. Dutzende Menschen kamen dabei ums Leben. Sogar die Schweizer Botschaft in Prag wurde Zeugin der sowjetischen Gewalt. Weltweit war der Schock gross, auch in der Schweiz. Bald darauf erreichen über 12'000 geflüchtete Tschechoslowakinnen und Slowaken die Schweizer Grenze. Darunter auch Irena Brezna. Die damals 18-jährige lebt seither in der Schweiz und hat als Schriftstellerin mehrere Bücher über ihre Migrationsgeschichte, ihre Suche nach Heimat und das Vorgehen der Russen in ihrer Heimat verfasst. Dieses ist in ihren Augen kaum zu unterscheiden vom Vorgehen in der Ukraine im Februar 2022.
In den frühen Morgenstunden des 21. August berichtet Radio Prag über den Einmarsch sowjetischer Truppen in die Stadt. Die Nachricht verbreitet sich rasend. Was sich damals in der Tschechoslowakei ereignet hat, ist Thema dieser Folge «100 Jahre Weltgeschichte – was Sie und uns bewegt». In der Tschechoslowakei kommt es ab Januar 1968 zu einer schrittweisen Liberalisierung der Sozialistischen Verhältnisse. Bald ist in westlichen Medien vom sogenannten «Prager Frühling» die Rede. Doch er sollte nur von kurzer Dauer sein. In der Nacht auf den 21. August 1968 beginnt in Europa die grösste militärische Offensive seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Innerhalb weniger Stunden überqueren fast eine halbe Million sowjetische, ungarische, polnische und bulgarische Soldaten des «Warschauer Paktes» die tschechoslowakischen Grenzen. Die damals 18-jährige Irena Brezna war gerade in einem Ferienlager in Frankreich, als in ihrer Heimat die russischen Panzer auffuhren. Sie und ihre Familie entscheiden in die Schweiz zu fliehen. Wie erging es ihnen auf ihrer Flucht? Und wie ging es nach der Okkupation weiter in der Tschechoslowakei?
Der Schuhkönig Tomáš Bata Bata machte die Tschechoslowakei - wie sie damals hieß - zum wichtigsten Schuhhersteller weltweit. An seiner Fabrik hatten auch die Nationalsozialisten Interesse, nachdem sie die Tschechoslowakei 1939 zum Protektorat Böhmen und Mähren erklärt und besetzt hatten. Die Deutschen setzten einen Mann an die Spitze des Unternehmens, der, wie sich zeigte, zwar nach außen brav der Nazi-Ideologie folgte, in seinem Handeln allerdings dafür sorgte, dass viele Bata-Männer ungestraft blieben – selbst nachdem sie sich an einem Aufstand gegen die deutsche Besatzung beteiligt hatten. (4) Dr. Albrecht Miesbach, der „Schindler von Zlin“. Mit dem Museologen und Schrifteller Milan Rácek - SEndung vom 14.3.2024
Der Schuhkönig Tomáš Bata Er versorgte Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit kostengünstigen Schuhen. Dafür verwandelte der Selfmademan seinen Heimatort, das mährische Zlin, in wenigen Jahrzehnten in eine dynamische Industriestadt. Bata machte die Tschechoslowakei - wie sie damals hieß - zum wichtigsten Schuhhersteller weltweit. Wer war dieser Mann, der selbst aus einer Familie von Schustern abstammte? Wer für ihn arbeitete, musste sich um nichts kümmern: Unterkunft, Essen, Weiterbildung, Sport oder kulturelle Veranstaltungen – Bata organisierte alles und beteiligte seine Mitarbeiter auch am Unternehmensgewinn. Dabei verlor Bata allerdings die Rendite nie aus dem Blick. (2) Ein fürsorglicher Patriarch? - Mit dem Museologen und Schriftsteller Milan Rácek, Gestaltung: Alexander Musik - Sendung vom 12.3.2024
Nach dem Prager Frühling 1968 liegt das Kulturleben der Tschechoslowakei brach. Ein Genre aber bietet "verbotenen" Autoren, Regisseuren und Schauspielern nach wie vor Lohn und Brot: Der Kinderfilm. Gemeinsam mit öffentlich-rechtlichen Partnern in der BRD oder mit der DEFA in der DDR produzieren Prager Filmstudios eine ganze Reihe Erfolgsserien und -filme. Bis heute gilt: Kein Weihnachten ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Autorin: Susi Weichselbaumer (BR 2021)
Im September 1938 entscheidet sich in München das Schicksal der Tschechoslowakei. Das Münchener Abkommen war der gescheiterte Versuch, Hitler zu beschwichtigen. Von Almut Finck.