Litti ist seit zwanzig Jahren Pfleger. Mit Herzblut, mit allen krassen Höhen und Tiefen, Leben und Sterben, Resignation und Kämpfen. Ollschgich hat keine Ahnung von Pflege. Und fragt einfach mal nach. Ein Podcast von zwei lebenslangen Freunden, der unterhaltsam, aber mit Substanz einen der zentralen Berufe unseres Gesundheitswesen beleuchtet. Direkt aus der Praxis und mit klaren Worten. Für Pflegende und alle Anderen.

Der Abschluss unserer kleinen Reise nach Rostock: Litti spricht mit Martin Mengel, dem Gesicht von Zukunftsfeste Pflege und einer echten Pflegepersönlichkeit aus Mecklenburg-Vorpommern. Martin erzählt von seinem Weg in die Pflege, von den vielen starken Menschen um ihn herum und davon, warum ein Verein wie Zukunftsfeste Pflege gerade jetzt so wichtig ist: weil er schnell reagieren, vor Ort vernetzen und Pflege ganz neu denken kann – bis hin zu gemeinsamen Beratungsbüros, in denen sonst konkurrierende Pflegedienste an einem Tisch sitzen. Ehrlich wird es auch beim Thema Berufsstolz: warum nicht jede:r Führungskraft werden muss, warum es völlig okay ist, mit Leidenschaft an der Basis zu bleiben, und wie wichtig gute Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung sind. Eine warme, ehrliche Folge über Gemeinschaft, Haltung und die Kraft, die entsteht, wenn Pflege einfach mal zusammenhält. Einschaltbefehl!

Weiter geht's von der Pflegemesse in Rostock: Diesmal spricht Litti mit Ulrich Zerhusen, Pflegeunternehmer und Quereinsteiger, der einst aus der Automobilindustrie kam und den Pflegedienst seiner Mutter übernahm, als bei ihr eine Krebsdiagnose alles auf den Kopf stellte. Gemeinsam gehen sie einer großen Frage nach: Was ist gute Pflege eigentlich wert? Ulrich erklärt, warum Pflege kein Kostenfaktor, sondern eine Investition ist – und warum wir als Gesellschaft anfangen müssen, ihre Wirkung zu messen statt nur ihre Kosten. Es geht um Outcome statt Sparzwang, um ein System, das gute Arbeit endlich belohnt, und um die Frage, warum die Pflege ihre eigene Kraft viel stärker bündeln müsste. Und ganz nebenbei darum, wie viel Hollywood eigentlich jeden Tag in der Pflege steckt. Eine kluge, überraschend inspirierende Folge über den wahren Wert der Pflege – und warum es sich lohnt, ihn sichtbar zu machen. Einschaltbefehl!

Diesmal ist die Zwischenschicht unterwegs – auf der Pflegemesse Take Care in Rostock. Litti spricht mit Maren und Jessy vom Verein Zukunftsfeste Pflege e.V., die den dortigen Pflegetag mitorganisiert haben. (Olli ist diese Runde nicht dabei – liebe Grüße!) Die beiden erzählen, wie aus einem Netzwerk gegen den Pflegenotstand ein Verein wurde, der heute Pflege in ganz Mecklenburg-Vorpommern sichtbar macht. Es geht um Beratungszentren vor Ort, um eine Plattform, die freie Kapazitäten und Versorgungsangebote transparent macht, und um die Idee, dass man in der Pflege gemeinsam viel weiter kommt als allein. Ehrlich sprechen sie auch über die Hürden: über Konkurrenzdenken, das keinen Platz mehr hat, über Ehrenamt neben dem eigenen Unternehmen und darüber, warum sich die Pflege endlich emanzipieren und selbstbewusst auftreten muss. Eine inspirierende Folge darüber, wie viel möglich ist, wenn sich Menschen zusammentun und die Pflege einfach mal selbst in die Hand nehmen. Einschaltbefehl!

Diesmal spricht Litti mit Luise – Ärztin in der Neurochirurgie und Kandidatin für das Berliner Abgeordnetenhaus. Olli ist diese Folge nicht dabei (gute Besserung ans Bein!), dafür wird es ein besonders offenes Gespräch über gleich zwei Welten. Im ersten Teil geht es um Luises Arbeit in der Neurochirurgie: über Gehirntumore, schwere Diagnosen und die Frage, wie man als Ärztin damit umgeht, wenn Heilung nicht immer möglich ist. Ehrlich sprechen die beiden darüber, was man Patient:innen sagt, wenn sie fragen „Wie lange habe ich noch?", warum eine zweite Meinung so wichtig ist und weshalb sich jeder Mensch einmal mit einer Patientenverfügung beschäftigen sollte. Im zweiten Teil wird es persönlich und gesellschaftlich: Luise erzählt, warum sie sich als junge Ärztin und Mutter zusätzlich noch politisch engagiert. Es geht um Themen, die viele bewegen – bezahlbaren Wohnraum, die Zukunft der Gesundheitsversorgung, Zusammenhalt und die Frage, was jede:r Einzelne für eine gerechte Gesellschaft tun kann. Eine abwechslungsreiche, ehrliche und sehr nahbare Folge über Medizin, Haltung und den Mut, sich einzumischen. Einschaltbefehl!

Die Sommerpause ist vorbei und Staffel 7 startet mit einem echten Highlight. Diesmal sind Litti und Ollschgich zu Gast bei Stephanie Schönbeck, stellvertretende Pflegedirektorin der Charité, und sprechen offen über die Frage, wohin sich die Pflege eigentlich entwickelt. Im Mittelpunkt steht das „Zielbild Pflege 2035" – ein Strategiepapier, das über Jahre gemeinsam mit Pflegefachpersonen aus allen Ebenen entstanden ist. Steffi erzählt, warum es dabei um mehr Evidenz, klarere Rollen und eine echte Professionalisierung geht und warum ein solches Papier nur dann etwas bewegt, wenn es nicht in der Schublade landet. Natürlich wird es auch ehrlich: über Akademisierung, über Finanzierung und Sparzwänge, über gekündigte Tarifverträge und die Sorge vieler Pflegender, dass hart erkämpfte Fortschritte wieder zurückgedreht werden. Steffi ordnet ein, macht Mut und spricht klar aus, wo die Pflege selbst noch aktiver werden muss. Zum Schluss geht es um etwas, das lange viel zu kurz kam: Berufsstolz. Darüber, wie wichtig es ist, den eigenen Wert zu erkennen, sich nicht kleinzumachen und selbstbewusst für die eigene Profession und die Patient:innen einzustehen. Eine ehrliche, kluge und überraschend motivierende Folge über die Zukunft der Pflege, echte Wertschätzung und den Mut, stolz auf den eigenen Beruf zu sein. Einschaltbefehl!

Kann man zwei Traumjobs im Leben haben? Benjamin ist der lebende Beweis. Der Intensivpfleger war in einem früheren Leben Fußballprofi und hat nach drei Kreuzbandrissen umgeschult zum Pfleger. Wir sprechen mit ihm über seinen Weg in die Profi-Karriere No. 1, wie das Leben als professioneller Fußballer war (ja, wir sprechen auch über Spielerfrauen). Und wie er dann den Weg in seine zweite Karriere, die Pflege, gefunden hat. Klar lassen wir es uns nicht nehmen, die zwei völlig unterschiedlichen Jobs auch mal zu vergleichen. Und Benjamin gibt uns erstaunlich ehrliche Antworten. Ihr müsst das hören! Anpfiff zu unserem Staffelfinale!

Was macht eigentlich ein Physician Assistant? Und warum begegnet man diesem Beruf in deutschen Krankenhäusern immer häufiger? Diesmal sind Anna und Malena bei Litti und Ollschgich zu Gast und geben einen ehrlichen Einblick in ein Berufsbild, das vielen zwar schon begegnet ist, das aber oft noch Fragen aufwirft. Gemeinsam sprechen sie darüber, welche Aufgaben Physician Assistants übernehmen können, wie die Zusammenarbeit mit Pflege und Medizin funktioniert und warum diese Rolle in vielen Bereichen des Gesundheitswesens zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei wird schnell klar, dass es nicht um Konkurrenz zwischen Berufsgruppen geht. Vielmehr geht es um Zusammenarbeit, Kommunikation und die Frage, wie Patientenversorgung künftig noch besser gestaltet werden kann. Natürlich sprechen die vier auch über Vorurteile, Unsicherheiten und die Herausforderungen, die neue Berufsrollen häufig mit sich bringen. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Offenheit für Veränderungen ist und warum neue Perspektiven eine echte Bereicherung für den Klinikalltag sein können. Eine spannende Folge über moderne Patientenversorgung, interprofessionelle Zusammenarbeit und einen Beruf, der viele Chancen für die Zukunft mitbringt. Einschaltbefehl!

Was machen eigentlich Servicekräfte im Krankenhaus? Viel mehr, als die meisten denken. Diesmal sind Anke und Sandra zu Gast bei Litti und Ollschgich – beide arbeiten auf Intensivstationen in einem Berliner Krankenhaus und geben einen ehrlichen Einblick in einen Bereich, der im Klinikalltag oft komplett übersehen wird. Die beiden erzählen, was ihr Job wirklich ausmacht: vom Spritzenwagen über Hygienepläne bis zum Catering für die Patient:innen. Und sie sprechen offen darüber, wo ihre Arbeit aufhört, wo sie längst Aufgaben mitübernehmen, die eigentlich gar nicht ihre sind, und warum ein „Was machst du eigentlich noch?" manchmal richtig wehtut. Es geht um Wertschätzung, um Respekt zwischen den Berufsgruppen und darum, wie es sich anfühlt, wenn das Team zur zweiten Familie wird. Eine Geschichte aus der Coronazeit zeigt besonders schön, was echte Anerkennung bedeuten kann. Gleichzeitig wird es auch persönlich: über die Frage, ob Pflege am Bett für sie infrage käme, über gesundheitliche Grenzen und darüber, warum manchmal ein liebevoll angerichtetes Frühstück mehr bewirkt als alles andere. Eine ehrliche, herzliche und überraschend berührende Folge über die Menschen, die eine Station am Laufen halten – und viel zu selten gesehen werden. Einschaltbefehl!

Was hat eine Zahnarztpraxis mit Pflege zu tun? Diesmal spricht Litti mit Steffi, Zahnmedizinische Fachangestellte, und es wird schnell klar: eine ganze Menge. Die beiden reden ehrlich über die Angst vorm Zahnarzt, die fast die Hälfte der Menschen kennt, über die kleinen Tricks, mit denen man Patient:innen durch unangenehme Momente begleitet, und über das, was im Behandlungsstuhl wirklich passiert – von der Spritze bis zum gezogenen Zahn. Dann geht es um einen Punkt, der viele überrascht: wie eng Zahngesundheit mit dem ganzen Körper zusammenhängt. Vom Herzen über künstliche Gelenke bis zur Chemotherapie – und warum fehlende Aufklärung für Betroffene zum echten Problem werden kann. Im zweiten Teil wird es sehr persönlich. Steffi ist selbst pflegende Angehörige und erzählt offen vom Leben mit ihrer Tochter, von Trisomie 21, von schweren Entscheidungen, von Ehrlichkeit im Familienalltag und davon, wie wenig Unterstützung Eltern in dieser Situation oft bekommen. Eine Folge über Zähne, Ängste, Gesundheit und vor allem über Menschlichkeit – ehrlich, offen und an der ein oder anderen Stelle richtig berührend. Einschaltbefehl!

"Bei den Neos ist unfassbar viel Traumapotential", sagt Jessie. Unser Gast diese Woche ist spezialisiert auf Integrative bindungsorientierte Traumatherapie. Sie ist ausgebildete Pflegekraft und betreut u.a. viele Neugeborene, die in traumatischen und generall normuntypischen Situationen geboren wurden, z.B. Frühgeburten. Probleme mit dem Schlafen oder Trinken rühren nicht selten von diesen Traumata, sagt Jessie. Ein wahnsinnig spannendes Thema, für das viele Kliniken noch nicht bereit sind. Wie läuft die Therapie ab? Wie werden die Eltern eingebunden? Und zahlt eigentlich die Kasse? Einschaltbefehl - und leitet die Folge unbedingt weiter an alle, die auch davon profitieren könnten!

"Man ist ja auch eingebildet", sagt Franzi in der neuen zwischenschicht. Als Biologisch-Technische Assistentin arbeitet jahrelang, ein Traumjob, in der Herzforschung. Und braucht schließlich selbst plötzlich ein Spenderherz. Eine Erkältung mit 37 schlägt sich bei der gesunden, sportlichen Frau auf das Herz. Wie meisterst du heute deinen Alltag? Spürst du das Spenderherz? Wie hast du Ärzte und Pflege selbst erlebt? Und was bedeutet dir den Ehrenamt? Eine bewegende Folge mit einer coolen Frau, die uns zeigt, dass man das Schicksal so nehmen sollte wie es kommt, "Glas halb voll".

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal spricht Litti mit Lars und Florian über die Pflege neurologisch erkrankter Menschen und über einen Bereich, der oft viel zu wenig gesehen wird. Gemeinsam geht es um schwerstbetroffene Patientinnen und Patienten, um Rehabilitation, um kleine Fortschritte und um die Frage, was gute Pflege eigentlich ausmacht, wenn Heilung nicht immer möglich ist. Die beiden geben einen ehrlichen Einblick in ihren Alltag und erzählen, warum gerade die kleinen Momente oft die größten Erfolge sind. Wenn ein Patient plötzlich reagiert, ein Blick länger gehalten wird oder Kommunikation wieder möglich wird, entstehen Situationen, die weit über klassische Pflege hinausgehen. Dabei geht es auch um Ethik, Empathie und die Frage, wie man mit Menschen arbeitet, deren Leben sich von einem Tag auf den anderen komplett verändert hat. Gleichzeitig sprechen sie offen darüber, wie wichtig Teamarbeit, Haltung und gegenseitige Unterstützung in diesem Bereich sind. Eine ruhige, ehrliche und gleichzeitig sehr emotionale Folge über neurologische Pflege, Menschlichkeit und darüber, warum auch kleine Fortschritte manchmal alles bedeuten können. Einschaltbefehl!

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal sprechen Litti und Ollschgich mit Cashita und Maik über ein Thema, das oft unsichtbar bleibt und trotzdem das komplette Leben verändern kann: Posttraumatische Belastungsstörung und wie sich psychische Erkrankungen auf eine Beziehung auswirken. Die beiden erzählen sehr offen von Angst, Panik, Therapie, Überforderung und davon, wie es ist, gemeinsam durch schwere Phasen zu gehen. Dabei geht es nicht nur um Diagnosen oder Symptome, sondern vor allem um Vertrauen, Zusammenhalt und die Frage, wie man als Paar durch Situationen kommt, die einen emotional komplett an die Grenzen bringen. In der Folge wird schnell klar, dass psychische Erkrankungen nie nur eine einzelne Person betreffen. Sie verändern Beziehungen, den Alltag, die Kommunikation und manchmal auch den Blick auf das eigene Leben. Gleichzeitig geht es aber auch um Hoffnung, Entwicklung und darum, warum es so wichtig ist, sich Hilfe zu holen und offen über mentale Gesundheit zu sprechen. Eine sehr persönliche Folge über Trauma, Partnerschaft und die Kraft, nicht alleine kämpfen zu müssen. Einschaltbefehl.

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal sind Lilly und Franzi zu Gast und bringen ein Thema mit, das oft angesprochen wird, aber viel zu selten wirklich verstanden wird: junge Pflege und der DBFK. Gemeinsam mit Litti und Francis sprechen sie darüber, was es bedeutet, sich schon früh im Beruf zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Veränderungen mitzuwirken. Es geht um Motivation, um Frust, um Strukturen – aber vor allem um die Frage, warum es sich trotzdem lohnt, sich einzubringen. Dabei wird schnell klar, dass junge Pflege mehr ist als nur ein Schlagwort. Es geht um Haltung, um Mitgestaltung und darum, wie die Zukunft eines Berufs aussieht, wenn diejenigen anfangen, ihre Stimme zu nutzen, die mittendrin stehen. Eine ehrliche Folge über Engagement, Realität und den Versuch, Pflege nicht nur auszuhalten, sondern aktiv zu verändern. Einschaltbefehl.

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal sind Gitta und Alex vom Medizinischen Dienst zu Gast und bringen eine Perspektive mit, die im Pflegealltag oft für Unsicherheit sorgt, aber selten wirklich verstanden wird. Gemeinsam mit Litti und Ollschgich sprechen sie darüber, was hinter den Prüfungen steckt, wie Entscheidungen getroffen werden und warum der Medizinische Dienst nicht nur kontrolliert, sondern auch Orientierung geben kann. Es geht um Erwartungen und Realität, um Druck auf beiden Seiten und um die Frage, wie Zusammenarbeit funktionieren kann, ohne dass sie sich wie ein Gegeneinander anfühlt. Dabei wird schnell klar: Hinter jeder Prüfung stehen Menschen. Mit Verantwortung, mit Spielräumen, aber auch mit klaren Grenzen. Eine ehrliche Folge über Missverständnisse, Einblicke hinter die Kulissen und darüber, wie man sich im System besser begegnen kann. Einschaltbefehl.

Können alle besser Pflege als die Deutschen? Wenn man sich international umhört, scheint die Pflege in den meisten Ländern einen höheren Stellenwert zu haben als in Deutschland. Aber ist das wirklich so? Wir haben diese Woche einen aus dem Nachbarland eingeladen, der uns das beantwortet. Mark ist Pfleger aus Österreich. Ist Österreich in der Pflege ein Vorbild für Deutschland? Was macht bei euch die Akademisierung? (Mark ist studierter Pfleger) Habt ihr auch Pflegemangel? Und mal ehrlich: Bei euch ist doch auch nicht alles rosig, oder? Weil ein Blick über den Teller- und Länderrand immer hilft, die eigenen Bedingungen besser zu verstehen - Einschaltbefehl!

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal mit Sandra und Florence und einem Thema, das größer ist, als es auf den ersten Blick wirkt: die Rolle der Frau in Gesellschaft und Pflege. Gemeinsam mit Litti und Francis geht es nicht um Theorie, sondern um echte Einblicke. Um Erfahrungen aus dem Alltag, um Situationen, die man kennt und um Dinge, die man vielleicht lange einfach so hingenommen hat. Es wird persönlich, stellenweise direkt und auch mal unbequem. Weil schnell klar wird: Viele Strukturen sind gewachsen, aber nicht automatisch richtig. Und Veränderung passiert nicht einfach so. Eine ehrliche, offene und stellenweise sehr persönliche Folge über Rollenbilder, Entwicklung und den Blick auf Pflege aus einer anderen Perspektive. Einschaltbefehl!

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal ist Carsten zu Gast und spricht über ein Thema, das viele unterschätzen: Delir auf der Intensivstation. Gemeinsam mit Litti und Ollschgich spricht er darüber, wie man die Symptome erkennt, welche Maßnahmen Pflegekräfte selbst einleiten können und wie wichtig kleine, tägliche Handlungen für Patienten sind. Es geht um die Balance zwischen Therapie, Prävention und menschlicher Nähe, und darum, wie Teamarbeit und Aufmerksamkeit den Unterschied machen. Eine ehrliche und reflektierte Folge über die Herausforderungen auf der Intensivstation, die Verantwortung im Pflegealltag und die Bedeutung von Empathie, Beobachtung und Handlungsspielraum. Jetzt reinhören in die neue Folge Zwischenschicht.

"Wenn dein Arbeitgeber dir sowas ermöglicht, willst du gar nicht gehen", fasst Litti zusammen. "Sowas" ist Weiter- und Fortbildung, v.a. auch in der Pflege, wo viele irgendwann in einen Trott geraten. Wir sprechen diese Woche mit Zuzanna, studierte Pflegekraft und Unternehmerin. Mit dem "Pflegeinstitut Nonplusultra" bietet sie Plfegekräften erst mal neue Perspektiven an: z.B. klassische Praxisanleitung, aber auch Managementkurse. Wie läuft das ab? Wird das von den Arbeitgebern gefördert oder wollen die gar nicht so viel Management in ihrer Pflege? Und wie bist du eigentlich zu dem Job gekommen, Zuzanna? ("Stand selbst kurz vor dem Burnout") Weil Zuzanna aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig eine Perspektive im Job ist, ist diese Folge so hörenswert. Einschaltbefehl! *** Diese Folge ist eine Zusammenarbeit mit dem Pflegeinstitut Nonplusultra. Wir bedanken uns für die Kooperation.

Neue Woche, neue Folge Zwischenschicht. Diesmal ist Hans-Jürgen zu Gast – Geschäftsführer einer Altenpflegeeinrichtung – und bringt eine Perspektive mit, die man in der Pflege nicht oft so offen zu hören bekommt. Gemeinsam mit Litti und Ollschgich spricht er darüber, was es wirklich bedeutet, Verantwortung für ein gesamtes Unternehmen, Mitarbeitende und Bewohner zu tragen. Es geht um Entscheidungen, die nicht immer einfach sind, um den Spagat zwischen wirtschaftlichen Anforderungen und menschlicher Fürsorge und um die Frage, wie sich Führung in der Pflege heute anfühlen muss. Dabei wird schnell klar, dass hinter der Position mehr steckt als Zahlen und Organisation. Es geht um Vertrauen, Kommunikation, Haltung und darum, auch in schwierigen Situationen Orientierung zu geben. Eine ehrliche Folge über Führung, Druck, Verantwortung und die Realität hinter den Kulissen der Pflege. Einschaltbefehl!

Neue Woche, neue Folge von Zwischenschicht

„Die Leute denken immer: Der Rettungswagen steht schon um die Ecke.“ In dieser Folge der Zwischenschicht sprechen Litti und Ollschgich mit Tom und Peter, zwei Kollegen aus dem Rettungsdienst im Landkreis Barnim. Ihr Arbeitsplatz: eine Region, in der Einsätze oft mit längeren Anfahrten, großen Einsatzgebieten und begrenzten Ressourcen verbunden sind. Wie funktioniert Rettungsdienst dort, wo der nächste Notarzt nicht immer sofort verfügbar ist? Was passiert, wenn mehrere Landkreise zusammenarbeiten müssen oder wenn ein Rettungshubschrauber schneller vor Ort sein kann als ein Arzt auf der Straße? Tom und Peter erzählen von ihrem Alltag zwischen Routineeinsätzen, echten Notfällen und der besonderen Dynamik kleiner Regionen. Von Dankbarkeit, von schwierigen Entscheidungen und davon, warum Teamarbeit im Rettungsdienst entscheidend ist. Eine Folge über Verantwortung, Realität im Einsatz und darüber, wie Rettung funktioniert, wenn Hilfe manchmal ein Stück weiter weg ist. Einschaltbefehl!

Wie wäre es, sich von dem schönen Job Pflege nur noch die schönsten Aspekte nehmen zu können? Christine, selbstständige Pflegekraft, kann das. Sie nennt es "die Rosinen aussuchen" und berät mit ihrem Projekt "Pflegemut" Pflegekräfte, wie sie sich selbstständig machen können. Behördenkämpfe, wo anfangen, was gibt es für Möglichkeiten. Wie hast du eigentlich zum selbstbestimmten Pflegeberuf gefunden, Christine? Wie kompliziert ist es, sei ehrlich...? Und wie läuft die Beratung bei dir ab? Ganz anders in der Pflege arbeiten - wir finden den Ansatz von Christine sehr spannend: Nicht die üblichen Exits zu denken, sondern der Pflege treu bleiben - nur mit den eigenen Regeln. Reinhören, durchhören!

"Ich hatte immer so 'nen Schiss vor Reanimation", erinnert sich Litti an seine Zeit auf der Normalstation. Auf der ITS tägliche Realität, ist die Wiederbelebung in den meisten anderen Bereichen den Pflege nicht die Norm. In der Theorie können wir das natürlich auch alle - aber mal Hand aufs Herz: Wer traut es sich sicher zu? Wir haben diese Woche Marek, ITS-Pfleger und Rettungsassistent, oder auch "der Reanimator", zu uns eingeladen. Er ist Experte für Reanimation und bildet auch aus. Er erklärt uns, was eigentlich die richtige Technik ist (da hat sich viel getan), wann Defibrillator, wann Drücken und wie er auch Laien die Reanimation beibringt. Wie automatisiert kann heutzutage eigentlich das Leben eines Menschen gerettet werden? Und natürlich hat der Reanimator den Defibrillator dabei - Test in der Folge! Reinhören, Defi hören, durchhören!

Pflege hat Macht - und kann einen landesweiten Katastrophenfall auslösen. Fühlt sich im Pflegealltag nicht so an...? Autorin Antje hat das in ihrem neuen Roman mal durchgespielt. In "Zuhause ist vorübergehend geschlossen" (dtv Verlag) geht die gesamte Altenpflege in den Streik. Und stürzt die gesamte Gesellschaft in die Vollkrise. Litti und Ollschgich diskutieren mit der Schriftstellerin diese krasse Konstellation. Was passiert mit dem Land, wenn etwas für selbstverständlich genommen wird? Wie hat Antje sich informiert, was in der Pflege eigentlich passiert? (Spoiler: Die zwischenschicht spielt eine Rolle!) Haben Verlage eigentlich überhaupt Interesse an der Pflege? Und Antje, was fasziniert dich an dem Stoff Pflege? Leute, wir lieben es, wie Antje auf die Pflege mal einen Blick von außen wirft. Wie sie auch uns Pflege-Insidern in dem Buch auch mal was Neues zeugt und demonstriert, wie verdammt wichtig Pflege eigentlich ist - erfahrt ihr in der neuen Folge. Einschaltbefehl!

„Man bekommt nicht nur einen Job – man bekommt ein ganz anderes Verständnis von Pflege.“ In dieser Folge der Zwischenschicht sprechen wir mit Susan, Gründerin von Apex Social, über berufliche Auslandsprogramme für Pflege-, Therapie- und pädagogische Fachkräfte und darüber, was passiert, wenn man Pflege konsequent familien- und patientenorientiert denkt. Susan erzählt, warum ein Jahr in einem familienzentrierten Umfeld den Blick auf Patient:innen und Angehörige nachhaltig verändert, wie junge Fachkräfte in den USA Teil eines Care-Teams werden und weshalb persönliches Wachstum oft genau dort beginnt, wo Heimweh, Unsicherheit und Zweifel auftauchen. Es geht um Auslandsjahre ohne Lücke im Lebenslauf, um Sicherheit, Community und ehrliche Vorbereitung. Um Führungskräfteprogramme in Kalifornien, um Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Gesundheitswesen und um die Frage, warum wir nicht alles selbst neu erfinden müssen, wenn andere Dinge bereits gut gelöst haben. Eine Folge über Mut, Verantwortung, Pflege jenseits von Routinen und darüber, warum Entwicklung selten in der Komfortzone passiert. Diese Folge wird gesponsert von Apex Social – einer Organisation, die internationale Austauschprogramme für Fachkräfte aus Pflege, Therapie und Pädagogik ermöglicht und dabei persönliche Entwicklung, fachliche Perspektiven und sichere Rahmenbedingungen verbindet. Einschaltbefehl!

„Die Verwaltung will doch eh nur sparen.“ Ein Satz, den viele Pflegende kennen und der in dieser Folge mal ehrlich auseinandergenommen wird. In dieser Zwischenschicht sprechen wir mit Samuel, Referent für Verwaltung, Heimentgelte und Abrechnung. Ein Mann, der seit über 20 Jahren in der Pflege unterwegs ist – nicht am Bett, aber ganz nah dran. Vom Kaufmann im Gesundheitswesen über Einrichtungsleitung bis hin zum Vermittler zwischen Pflege, Verwaltung und Geschäftsführung. Samuel erzählt, warum ihn eine Begegnung mit einer Bewohnerin schon mit 16 Jahren geprägt hat, weshalb gute Pflege ohne funktionierende Verwaltung nicht möglich ist – und warum „Belegen um jeden Preis“ am Ende niemandem hilft. Es geht um Finanzierung, Pflegesatzverhandlungen, Sozialämter, Bürokratie, aber auch um Verantwortung, Transparenz und gegenseitigen Respekt. Eine Folge über Missverständnisse zwischen Pflege und Verwaltung, über Prozesse, die Pflege entlasten könnten und darüber, warum am Ende immer nur eine Frage zählt: Was ist gut für den Bewohner? Einschaltbefehl!

„Wir sind beide im Schichtdienst – und das funktioniert nur, weil wir uns wirklich verstehen.“ In dieser Folge der zwischenschicht sprechen wir mit Lisa und Yassi. Beide arbeiten in der Pflege. Lisa auf der Intensivstation, Yassi in der Rettungsstelle und beide sind seit über acht Jahren ein Paar. Zwei Frauen, zwei anspruchsvolle Jobs, drei Schichten und ein gemeinsamer Alltag zwischen Nachtdienst, Müdigkeit, Nähe und gegenseitigem Verständnis. Wie organisiert man eine Beziehung, wenn Dienstpläne kollidieren? Was macht es mit einem, ständig unter Strom zu stehen – sei es auf ITS oder in der Rettung? Und warum ist es manchmal ein riesiger Vorteil, mit jemandem zusammenzuleben, der genau weiß, wie sich ein leerer Akku nach dem Nachtdienst anfühlt? Lisa und Yassi erzählen offen über ihren Werdegang, ihre besondere Liebesgeschichte, über Leasing, Nachtschichten und darüber, warum Pflege nicht nur ein Job, sondern oft ein ganzer Lifestyle ist. Eine Folge über Liebe im Schichtdienst, über gegenseitigen Rückhalt und darüber, warum man sich manchmal einfach in Ruhe lassen muss, um sich wieder aufeinander freuen zu können. Diese Folge wird unterstützt von ZBI – Zentrum für Beatmung und Intensivpflege, einem Anbieter außerklinischer Intensivpflege mit Fokus auf individuelle, hochwertige Versorgung. Mehr Infos unter: https://zbi-gruppe.com Einschaltbefehl!

Wundversorgung ist kein Schema F. Sie braucht Zeit, Erfahrung – und Menschen, die genau hinschauen. In dieser Folge von Zwischenschicht sprechen Litti und Ollschgich mit Sebastian, Pflegetherapeut Wunde und Fachbereichsleiter im ZBI. Seit fast 20 Jahren begleitet er Menschen mit akuten und chronischen Wunden und weiß: Gute Wundversorgung beginnt nicht beim Verband – sondern beim Verstehen der Ursache. Warum heilt eine Wunde bei dem einen Patienten schnell, beim anderen kaum? Warum ist Prävention oft entscheidender als jede moderne Auflage? Warum kann die teuerste Wundversorgung wirkungslos sein, wenn das Drumherum nicht stimmt? Und warum ist Pflege hier ein zentraler, oft unterschätzter Faktor? Sebastian gibt tiefe Einblicke in seinen Arbeitsalltag, spricht über Verantwortung, Entscheidungsfindung, wirtschaftliche Zwänge und darüber, warum echte Wundtherapie immer Teamarbeit ist – zwischen Pflege, Ärzten und Therapeut:innen. Eine Folge über Fachwissen, Erfahrung, Zweifel, Weiterentwicklung und die Realität im Pflegealltag. Ehrlich, ruhig, reflektiert – und genau deshalb so wichtig. Einschaltbefehl!

Wie schafft man fast 40 Jahre in der Pflege? Der Beruf ist im Umbruch, viele sind ausgestiegen, weniger zurückgekommen. Die alten Hasen stehen manchmal ratlos vor der Entwicklung. Einen, der den Job nach vielen Jahren richtig gut kennt und einschätzen kann, haben wir uns auf die zwischenschicht-Couch geholt. Martti, Intensivpfleger, macht bald das Jubiläum (40) rund. Und hat außerdem beide Systeme erlebt, Ost und West. Was ist viel besser als damals, was schlechter? Was sind die Unterschiede zwischen Pflege in der DDR und BRD? Würdest du den Job noch wählen? Und ganz ehrlich: Kannst du noch? Litti und Ollschgich machen mit Martti eine ehrliche Bestandsaufnahme aus seinem reichen Erfahrungsschatz und ihr erhaltet den Einschaltbefehl!

"Die Kinder kommen immer noch genau so raus wie damals - was sich verändert hat, ist die Technik" - das ist das nüchterne, aber auch beruhigende Fazit von Hebamme Annette und Ärztin Angelika nach vierzig Berufsjahren. Am heutigen Veröffentlichungstag der zwischenschicht feiern wir die Geburt eines ganz berühmten Babys und holen uns deswegen die geballte Erfahrung von zwei berufenen Geburtshelferinnen ans Mikro. Annette und Angelika sind schon fast so lange ein Powerteam wie sie jeweils im Beruf sind. Was hat sich in vier Jahrzehnten getan? Gebären Frauen heute anders? Welche Ammenmärchen und Mythen halten sich hartnäckig - und welche sind vielleicht sogar wahr? Wie funktioniert die Babyklappe bei euch im Haus? Und was bewegt Frauen, ihr Kind dort abzugeben? Wir lieben den pragmatischen, aber warmherzigen Ansatz der beiden - Annette: "Bei mir dürfen Frauen schreien!" und servieren euch die perfekte Weihnachtsfolge: nachdenklich, aber auch sehr spannend. Einschaltbefehl!

"Mein Führungsstil muss schon einer sein, in dem ich versuche, möglichst vielen Leuten in möglichst kurzer Zeit möglichst viel beizubringen, und das geht nicht, wenn man rumbrüllt!" Andreas ist Chefarzt einer Notfallversorgung. Und als solcher weiß er, wie krass die ärztliche Person ganz oben die Stimmung in der ganzen Station bestimmt. In der Pflege gibt's immer noch das althergebrachte Bild des mächtigen Mediziners an der Spitze. Diese Woche sprechen wir in der zwischenschicht mit unserem allerersten Chefarzt überhaupt und checken, ob dieses Klischee (noch) stimmt. Andreas, wie motivierst du deine Leute? Ist das immer noch dein Traumjob? Und wie kommst du damit klar, dass du Gesundheitsversorgung profitorientiert sein soll? Du bist ja schließlich einer derjenigen, die das ausführen müssen. Wir freuen uns, mit Andreas einen so sympathischen ersten Chefarzt bei uns auf dem Sofa zu haben und geben euch den ultimativen: Einschaltbefehl!

Was machen eigentlich akademisierte Pflegekräfte? Was ist das für ein Berufsbild, für das sie studieren gehen, immer nur Theorie? Dilek ist das beste Gegenbeispiel zu diesem immer wiederkehrenden Vorurteil. Als Community Health Nurse kümmert sie sich genau darum: um die Gesundheit der Community. In leitender Stellung erarbeitet sie genau, was ihre Patienten wann, von wem und warum brauchen. Und das nicht nur in der Gesundheitsversorgung, sondern auch auf psychosozialer Ebene. “Wenn die Patienten bei den Ärzten waren, sind sie 90 Minuten bei mir. Ich betrachte die Patienten wirklich an ihrem biomedizinischen, sozialen, psychischen Komponenten und hör mir erstmal an: ‘Okay, was macht die Leute krank?'” Seit Jahren taucht der Begriff Community Health Nurse immer wieder in der zwischenschicht als Pflegemodell der Zukunft auf. Jetzt haben Litti und Ollschgich die Zukunft, Dilek, endlich vor dem Mikro. Wie läuft das Pilotprojekt so, Dilek? Wird es gut angenommen? Kannst du wirklich leitend die Gesundheitsversorgung der Patienten führen? Und wie ist die Arbeit in Neukölln? Wir freuen uns, dass wir mit Dilek endlich jemanden bei uns haben, der uns zeigt, wie Pflege noch zentraler für die Gesundheitsversorgung werden kann! Einschaltbefehl!

Zwischenschichtis, wir haben ein echtes Schmankerl für euch! Wir haben 200 Folgen zwischenschicht Podcast für euch aufgenommen. Zweihundert. Vom improvisierten Keller zum hellen Studio (kurzzeit-geliehen, ihr wisst schon) haben eine krasse Rundreise durch die Pflege gemacht. Und landen am Ende - wieder bei uns selbst. Litti und Ollschgich interviewen sich diese Woche mal gegenseitig - und zwar mit Fragen, die der andere nicht kennt. Es geht natürlich um den Podcast, was uns antreibt, ihn immer noch zu machen, was beeindruckt hat. Aber auch um olle Kamellen wie z.B. joa... unsere lebenslange Freundschaft. Diese wunderschöne Überraschungsei-Folge müsst ihr hören, wenn ihr euch schon immer gefragt habt: Wer sind Litti und Ollschgich eigentlich wirklich?

"In der Pflege lebt's von: Hörensagen, Ängste verbreiten, und aufgrund dieser Ängste falsche oder komische Entscheidungen zu treffen" - Diese ernüchternde Bilanz zieht Litti über den Status Quo in der Pflege. Um endlich mal die gesamte Mentalität in der Pflege grundlegend zu ändern, muss man schon ganz früh anfangen. Wir sprechen deswegen diese Woche mit Hanna und Auguste, frisch examiniert bzw. noch in der Ausbildung von der verdi Jugend über ihre Sicht auf die Zukunft der Pflege. Was können wir tun, um jetzt was langfristig besser zu machen? Sind die Umstände in der Ausbildung mittlerweile viel besser als zu Littis Azub-Zeiten? Was hat euch überhaupt in die Pflege gebracht? Und wieso wissen eigentlich nicht mehr Leute von euch? Hanna und Auguste geben uns alten Hasen mal wieder einen frischen Blick auf die Profession - und was eigentlich noch so möglich ist. Ja nicht träge werden, liebe zwischenschichtis! Einschaltbefehl!

Ist die Pflege machtlos? Längst nicht so, wie es sich vielleicht im Alltag anfühlt. Da, wo man es oft nicht sieht, werden u.a. für die Pflege und das gesamte Gesundheitswesen Strippen gezogen und Politik betrieben. Einer, der das hauptberuflich macht, ist Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft. Was machen die, fragt Ollschgich... "Unser Interessengebiet ist alles, was für unsere Träger relevant ist, und da ist ganz zentral: 'Wie geht es der Pflege?', denn Pflege ist ja unser mit wichtigstes Personal", sagt Marc. Dabei ist/war Marc auch ein scharfer Gegner des Leasings - für Litti schwierig. Und weil man oft nur über Dialog Dinge bewegt, sitzt Marc diese Woche bei uns im zwischenschicht Podcast. Wie er mittlerweile zum Leasing steht, will Litti, der gerne im Leasing arbeitet, wissen. Wird Gesundheitsversorgung irgendwann eine Frage des Geld, hakt Ollschgich nach. Und bist du eigentlich Lobbyist für die Pflege, Marc? Ein hochspannendes Gespräch mit einem, der täglich ganz nah an den großen Entscheidungen im Krankenhauswesen arbeitet - und uns auch einfach mal von seinem Alltag erzählt. Reinhören, durchhören!

"Ich hatte einen Autounfall, bin ohnmächtig geworden und musste reanimiert werden", erinnert sich Karo. Seitdem, sie ist damals 22, ist nichts wie vorher. Sie erleidet immer wieder Herzrhythmusstörungen, ihr wird ein Defibrillator eingesetzt und weil Stress die Störungen auslöst, wird sie schließlich früh berentet. Ein komplett anderes Leben, "ich musste unheimlich viel umstellen, ich hab sehr, sehr gerne gearbeitet", sagt Karo. Litti und Ollschgich sprechen diese Woche in der zwischenschicht mit Karo und ihrer Freundin Kathi, Notfallsanitäterin. Denn was neu in Karos anderem Leben ist: Sie hat ein ganzes Team von großartigem Support um sich herum, jeder kann was Anderes. Da ist Hund Ari, der sie vorwarnt, wenn ein Zusammenbruch kommt. Karos Mann, der sie schon durch mehrere Kammernflimmern mit Defi-Einsatz begleitet hat. Und eben Freundin und Sanitäterin Karo, die auf Reisen Ruhe und auch Drive bringt, "als motivierender Part". Wie Karo mit dem neuen Leben klar kommt, was das mit Karos und Kathis Freundschaft macht, was Karo statt Arbeit glücklich macht und ob sie auch schwere Momente hat... eine emotionale Folge mit einer beeindruckenden Frau! Einschaltbefehl!

"Ich hab mich nie in der Politik gesehen, ich bin sehr gerne Notaufnahme-Krankenschwester", gibt Stella ehrlich zu. Über die Berliner Krankenhausbewegung ist sie in die Politik gerutscht und "wurde irgendwann gefragt, ob ich nicht Bock hätte, für 'n Bundestag zu kandidieren - und jetzt sitz ich hier." So lapidar wie das klingt, lief das natürlich für Stella nicht. Litti und Ollschgich diskutieren diese Woche mit Stella, Pflegerin, Politikerin und Studentin, über den krassen Wechsel der Welten. Ankommen in diesem völlig neuen Leben und dem trägen System Politik war nach der hektischen Notaufnahme ein Kulturschock, sagt Stella. Aber wie sieht dein Alltag da jetzt aus? Wirst du und die Themen der Pflege da wirklich ernst genommen? Was sind die Themen, die du im Bundestag voranbringen willst? Und hast du da eigentlich Freunde gefunden? Wir behandeln alles, von Politik bis zum Leben in der Politik. Leute, eine unglaublich spannende Folge mit Stella, die ihr ja schon aus der zwischenschicht kennt. Und die uns an ihrem neuen Leben und der Sehnsucht nach dem alten teilhaben lässt. Einschaltbefehl!

Es gibt wenige Szenarien, die natürlicherweise bei Patienten direkt solche Todesängste triggern wie Atemnot. Und es gibt wenige Bereiche, wo die Medizintechnik mittlerweile so extrem weiterhelfen kann wie bei der Beatmung. Weil nur Maschinen allein aber nicht reichen und verhindert werden muss, dass “die Technik die Menschen überholt”, gibt's ambulante Zentren wie das ZBI im Zentrum Berlins. Im Zentrum für Beatmung und Intensivmedizin kümmern sich Fachkräfte um die Pflege und Rehabilitation von u.a. Patienten, die auf Beatmung angewiesen sind. Weil auf den Intensivstationen dafür eben keine Zeit ist. Wir diskutieren diese Woche mit beiden Seiten dieses langwierigen, aber hochspannenden Prozesses: Jens, niedergelassener Internist, betreut viele Patienten am ZBI, Sebastian, Kardiologe, beschreibt uns die Krankenhausseite, bevor die Patienten in Häuser wie das ZBI kommen. Was könnt ihr in der außerklinischen Therapie überhaupt leisten, Jens? Wie bereitet ihr die Patienten und v.a. die Angehörigen auf die Verlegung vor, Sebastian? (Spoiler: Erwartungsmanagement, was “Reha” überhaupt bedeutet) Wie schafft ihr es, dass sich das Leben an und mit der Beatmung für die Patienten wieder gut anfühlt? Nicht nur Technik, Pflege und körperliches Training sind hier wichtig. V.a. geht's auch um das emotionale Auf und Ab z.B. beim Weaning. Wie und wie oft entlasst ihr die Patienten nach Hause? Und ja: Was macht ein Leben eigentlich lebenswert? Wir waren echt gefesselt von dieser Art der Pflege - viel mehr Zeit, aber auch richtig hohe Ansprüche. Wie das zusammengeht? Einschaltbefehl! *** Diese Folge ist eine Kooperation mit dem Freundeskreis Zentrum für Beatmung und Intensivpflege e.V.. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit.

"Ich bin zum einen professioneller Unterstützer für die Patienten, aber irgendwie auch Freund", reflektiert Paul seinen Job. Die berühmte professionelle Distanz ist nicht immer leicht zu halten, wenn man Menschen über Monate hinweg begleitet. Unsere Gäste diese Woche, Marc und Paul, arbeiten als Atmungstherapeuten neben Pflege und Ärzten mit beatmeten Patienten und denen, bei denen eine Beatmung droht. Während Litti aus der Ausbildung noch die Formel kennt, dass die Pflege sich nicht an die Beatmung wagen darf, gibt's auf vielen Stationen mittlerweile diese spezielle Art der Pflege. "Wir machen im Prinzip alles von der nicht-invasiven Beatmung bis zur invasiven Beatmung, bis zum Sekretmanagement", erklärt Paul. Die besondere zwischenmenschliche Ebene bei der Atmungstherapie lässt dann die besondere Bindung zum Patienten entstehen: "Es gehört auf jeden Fall mit dazu, Menschen zu lesen, wo sie sich gerade befinden, abzuholen an dem Punkt!", sagt Marc. Wie wird man Atmungstherapeut? Wie seid ihr dazu gekommen und warum gefällt es euch da besser als in der Intensivpflege? Und seid ihr nicht oft auch nebenher auch psychotherapeutisch tätig, wenn ihr so lange Beziehungen zu den Patienten habt? Wir beleuchten einen unglaublich spannenden Fachbereich neben Pflege und Ärzten - Achtung, könnte sein, dass das was für euch ist!

Es gibt kaum eine Branche, die so viel für die Gesellschaft getan hat und auch so kritisch beäugt wird. Wir sprechen von der Pharmaindustrie. Einen, der es wissen muss, weil er selbst Teil davon ist, haben wir diese Woche eingeladen. Benjamin ist Apotheker im Krankenhaus. Dabei geht's nicht um reine handwerkliche Chemie, sondern "das Zwischenmenschliche spielt in unserem Beruf eine Rolle", betont Benjamin, "sich Zeit nehmen für die Patienten" habe einen enormen Effekt auf die Behandlung von Krankheiten, auch im Bereich der Pharmazie. Was machst du jetzt aber den ganzen Tag in der Krankenhausapotheke, Benjamin? Ist das für dich spannender als in der Ladenapotheke? Glaubst du, Onlineapotheken lösen bald die kleine Apotheke am Eck ab und sind die Apotheken selbst schuld? Und mal ehrlich: Warum ist die Apothekenumschau so wahnsinnig beliebt? Eine sehr aufschlussreiche Diskussion über Medikamente, Menschlichkeit und einen der wichtigsten Kooperationspartner der Pflege.

"Du bist die Präsidentin von einem ziemlich lahmen Volk", provoziert Litti unseren Gast Christine diese Woche. "Von einem großartigen Volk, die's aber nicht wissen und die sich's nicht eingestehen", kontert sie. Christine ist Präsendentin des Deutschen Pflegerats und versteht oft nicht, wieso die Pflege nicht "verdammt stolz" auf sich ist. Der Pflegerat führt verschiedene Pflegeverbände zusammen, um auf Bundesebene etwas zu erreichen. "Man braucht nicht Massen, um was zu bewegen, manchmal braucht man ein, zwei, drei Leute, die vorangehen, gute Ideen haben und umsetzen", erklärt Christine die Motivation hinter dem Pflegerat. Was motiviert dich aber persönlich, Christine? Und was nervt dich so richtig an der Pflege? Nimmt den Pflegerat eigentlich überhaupt jemand ernst?Und sag mal, wie schaffst du das alles beruflich? (Spoiler: Christine macht das ehrenamtlich!) Einfach ein gutes Gespräch, mit ein bisschen Provokation und dem ein oder anderen liebevollen Aufrüttler für uns und euch! Reinhören, durchhören!

War die Pflege einer der Gründe, wieso du so stark zugenommen hast, will Litti von Stephan wissen. Der Pflege wog 174 Kilo und hat kürzlich auf 116 abgenommen. "Ich bin halt nicht so'n Druckmensch", sagt Stephan. Und das Essen sei sein Freund gewesen. Schon in der Ausbildung habe er zugelegt, Prüfungen, privater Stress. Nach Jahren frustrierender Erfahrungen hat eine Magen-OP die Wende gebracht. Diese Diskussion ist auch für Litti persönlich sehr wichtig, der seit einigen Monaten die Abnehmspritze bekommt. Die Arbeit in der Pflege ist nicht selten anstrengend, Schichtdienste und Junkfood gehen eine ungute Allianz ein und Essen bringt oft, so auch Stephans und Littis Erfahrung, Ruhe und Trost. Was hat dich zu der OP bewegt und wie bist du sie angegangen, Stephan? Wieso Essen eine Sucht ist und warum es nicht hilft, wenn Normalgewichtige belehren. Und was würde er anderen Betroffenen raten. Ein ehrliches Gespräch über das Leben und Arbeiten mit Adipositas, das nichts beschönigt, aber auch nicht stigmatisiert. Einschaltbefehl!

Was, wenn schon die ganz junge Pflegegeneration grundlegend was verändern könnte? Für sich, für die Kollegen, für die ganze Belegschaft...? "Dass die ganz normalen Pflegefachkräfte auf der Station, auch Auszubildende mitbestimmen, was sie verändern wollen und vor allem auch wie", erklärt unser Gast diese Woche Max diese schöne neue Welt. Aber was ist diese verlockende Idee? "Pflegeattraktiv" heißt das Verfahren, bei dem sich Stationen ein Zertifikat für besonders gute Pflege erarbeiten und Max mitarbeitet. Das kommt nicht von heut auf morgen - und ja, das kostet natürlich auch was, aber lohnt sich, um die Fachkräfte langfristig auf den Stationen zu halten, sagt er. Selbst gelernte Pflegekraft ist er immer wieder erstaunt, was der Zertifikatsprozess alles in Gang setzen kann, grade auch bei der angeblich arbeitsfaulen Gen Z, zu der auch gehört. "Wir setzen uns einfach anders dafür ein, wir arbeiten genauso viel wie andere, weil wir natürlich auch die Pflege voranbringen wollen" Wie bekommt man die Leitung überzeugt mitzumachen, wie läuft der Prozess genau ab? Wird es in Deutschland überhaupt angenommen? Und wie weh tut er eigentlich wirklich? Max führt uns diese Woche ehrlich durch und wir garantieren euch: Ihr werdet richtig Bock auf selbst den nervigen Teil des Prozesses bekommen! *** Diese Folge ist eine Kooperation mit Pflegeattraktiv. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit.

"Wer sich in dem Job denkt: 'Och, ich klopp mal ein paar Leute zusammen', der ist total falsch!" Mercedes räumt diese Woche mit den üblichen Vorurteilen direkt auf. Sie arbeitet im Sicherheitsdienst im Kiezkrankenhaus und wird bald Einsatzleitung. Und wir müssen ehrlich sein: Sie hat uns extrem beeindruckt. Litti hat Mercedes eingeladen und diese Woche sprechen Ollschgich und Littis Vertretung Francis, Pflegepädagogin, mit ihr über die komplexen Aspekte ihres daily business. Wie sie als zierliche Person in den nicht ungefährlichen Job kam, wie sie brenzlige Situationen managed (welche Rolle spielt Gewalt?) und wieso die schwierigen Besucher der Rettungsstelle eigentlich gar nicht das Hauptproblem sind - hört ihr in dieser reflektierten, aber hochemotionalen Folge. Außerdem: Francis versuchte, Mercedes für die Pflege gewinnen. Wieso sie das am Ende der Aufzeichnung gar nicht mehr wollte? Einschaltbefehl!

Wie bekommt die Pflege mehr Aufmerksamkeit? Durch Leute wie John. Der Praxisanleiter und Content Creator zeigt seinen Alltag in der Langzeitpflege mit seinem Account fast 30.000 Followern - mit einer Mischung aus superunterhaltsamen Augenzwinkern und klarer Ernsthaftigkeit. Die zwischenschicht ist zurück aus der Sommerpause und wir starten mit einem hochkarätigen Gast, den einige von euch bestimmt kennen. Johnfit Praxisanleiter, wie er sich auf Social Media nennt, macht die Pflege einerseits für die Allgemeinheit sichtbarer und will sie andererseits auch aufrütteln mit teilweise provokativen Statements. "Ich sprech ganz viel über Berufstolz, dass man seinen Beruf nach außen trägt", sagt er uns im Podcast. Wie der gebürtige Brasilianier überhaupt zum Thema Content Creation gekommen ist, was ihn am seinem Traumjob Pflege (oder einigen Pflegenden?) aber richtig nervt und ob ihm Social Media nicht doch manchmal zu viel wird...? Einschalten, durchhören! P.S.: Eine neue Host-Stimme erwartet euch euch!

Ein Blick über die Station, bisschen Bauchkribbeln, dann der nächste Notfall - Kann Liebe unter Pflegenden funktionieren? Wir fragen uns das schon, seit es den Podcast gibt und beleuchten es aus den vielen Perspektiven der Menschen auf den Stationen. Victor und Anke waren beide schon mal im Podcast mit ihren eigenen beruflichen Geschichten. In dieser Sommerfolge erzählen sie ihre gemeinsame. Ob sie sich auch im Job kennengelernt haben (Spoiler: ja), wie sich die Liebe mit langen Schichten vereinbaren lässt und wie die Kollegen reagiert haben. Nervt man sich am Ende des Dienstes oder pusht man sich vielleicht auch? Und wie war das für Anke und die Beziehung, als Victor die Pflege verlassen wollte...? Eine fröhliche, aber gehaltvolle Sommerfolge, nicht nur für die, die auch in eine/einen Pflegende(n) verliebt sind!

"Ich hab ein Jahr als eine vollwertige Fachkraft im Krankenhaus gearbeitet, ohne einen Cent dafür zu bekommen!" So erinnert sich unser Gast in dieser Sommerfolge Zuzanna an ihre schwierige Ankunft in Deutschland. Die gebürtige Polin hat im deutschen Nachbarland sogar Pflege studiert. Trotzdem musste sie bei ihrer Ankunft in Deutschland die Ochsentour absolvieren, bis ihre hochwertige Ausbildung anerkannt war. Sie sieht es pragmatisch: "Nichtsdestotrotz, ich bin dankbar für jeden Weg, ich hab von unten bis nach oben alle Stufen durch" Was für ein Land ist Deutschland im Bezug auf die Pflege? Wie schwierig ist es, hier anzukommen, nicht nur beruflich, sondern auch menschlich? (Spoiler: Zuzanna hat große Akzeptanz, aber auch auch Eifersucht erlebt) Und wie weit ist in Polen eigentlich die Akademisierung der Pflege? (Spoiler: sie wird radikaler durchgezogen) Und warum bist du damals nach Deutschland gekommen, Zuzanna? Viele Jahre lebt und arbeitet sie schon in Deutschland und hat eine außergewöhnliche Perspektive auf beide Länder und ihre Pflege. Weil man beim Blick von außen immer am meisten lernt, bekommt ihr von uns den: Einschaltbefehl!

Wie oft haben wir schon über die Akademisierung gesprochen - es bewegt weiterhin die Pflege-Gemüter. Deswegen haben wir unsere lieben Podcastkollegen und absoluten Pflegewissenschaft-Expert:innen Francis und Christian von der Übergabe nach Berlin eingeladen und reden Tacheles: Werden wir bald alle studieren müssen und was bringt die Akademisierung? Die Übergabe ist genau wie die zwischenschicht ein Interview-Podcast und sogar noch ein bisschen älter. Als einer der ersten deutschen Pflege-Podcasts sprechen Christian, Francis und der Rest des Teams über pflegewissenschaftliche Fachthemen. Es gibt keinen besseren Ort als die Vitanas-Akademie, wo wir vor Schülerinnen und Schlüern genau die Fragen stellen, die sie selbst bewegen: Warum Ausbildung, warum Studium? Gibt's bald eine Zwei Klassen-Pflege? Und: Verschwinden die Studierten nicht sowieso schnellstmöglich wieder aus dem Patientenzimmer? Soviel vorab: Eine tolle, aufrichtige und wertschätzende Diskussion erwartet euch. Und schöner als Christian kann man das Thema nicht anteasern: "Was wollen wir denn alle gemeinsam machen? Das ist am Ende die Versorgung von Menschen zu verbessern, die krank sind!" Mehr? Einschaltbefehl!

Es gibt wenig, was so fatal unterschätzt wird, wie ein sinnvolles Onboarding – wie holt man „die Neuen“ ab, so dass sie schnell auf der Station ankommen, problemlos die Abläufe verstehen und sich v.a. auch sofort wohl fühlen? Immer noch zu oft werden Stationskollegen ohne wirkliches Konzept eingesetzt, was sich gerade bei Auszubildenden schwer wieder gutmachen lässt. Wir fragen deswegen diese Woche mal direkt bei denen nach, die die Ausbildung und v.a. auch das Onboarding in ihrem Haus verantworten: Carsten, ein zwischenschicht-Wiederholungstäter und Leiter der praktischen Ausbildung am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin und Sven, stellvertretender Stationsleiter. Mit fünf Intensivstationen ist der Bedarf an qualifizierten Leuten natürlich groß, genauso aber die fachliche Herausforderung. Im UKB wird deswegen strukturiert herausgefunden, wer für den ITS-Job passen könnte: „Die Intensivstation ist schon “high level”. Von daher müssen wir auch wirklich genau hingucken, gerade im Ausbildungsbereich: Passt das auch? Von den Skills und vom Mindset?“ Und gerade weil Sven und Carsten wissen, wie anspruchsvoll es ist, auf der ITS anzukommen, pflegen sie in diesem Prozess „eine gute Fehlerkultur“ und „Humor“. Wie sorgt ihr noch dafür, dass junge Leute unter den vielen neuen Eindrücken nicht sofort wieder die Segel streichen? Was ist eigentlich dieses Simulationszentrum? Und wie kommt ihr persönlich miteinander klar? Carsten und Sven haben eine klare Vision für ihre Ausbildungsziele – und der fühlen wir diese Woche auf den Zahn. Einschaltbefehl! *** Diese Folge ist eine Kooperation mit dem BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit!

"Schmerz ist gerade bei Menschen am Lebensende so'n Riesenthema, vor dem alle Angst haben", stellt unser Gast Nils fest. Und nicht nur die schmerzempfindenden Menschen, sondern auch wir in der Pflege haben großen Respekt vor Schmerz - und v.a. davor, wie er in den Griff zu kriegen ist. Diese Woche sprechen wir mit Nils, ambulanter Palliativpfleger, über sein Fachgebiet Schmerz - er hat sogar einen Podcast dazu. Schmerz ist überall, sagt Nils, und trotzdem total unterrepräsentiert. Aber, will Ollschgich wissen, ist man heute nicht sehr freigiebig mit Schmerzmitteln? Litti erinnert sich an vergangene Zeiten, als man sich kaum an Morphium rantraute, "du spritzt die ältere Dame tot". Hat sich unser Bezug zu Schmerzmitteln also geändert? Wird Schmerz ernster genommen als früher? Und bei manchen Leuten mehr, bei manchen weniger? (Stichwort: rassistische und geschlechtsspezifische Vorurteile) Wie hängen eigentlich Schmerz und Psychosomatik zusammen? Und wie kann sich als Pflegekraft zum Thema Schmerz weiterbilden? Leute, wir hätten stundenlang mit Nils über dieses hochkomplexe, breite und tatsächlich völlig unterdiskutierte Thema quatschen können. Erst mal haben wir jetzt aber diese eine Folge für euch aufgenommen und geben euch den: Einschaltbefehl! Nils Podcast: www.nilswommelsdorf.de