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Was passiert, wenn Russland die NATO angreifen würde und damit auch Deutschland? Und wie wahrscheinlich ist das überhaupt? Darüber spricht Host Kai Küstner mit dem Militäranalysten Franz-Stefan Gady. Der Österreicher hat ein Szenario entwickelt, das in den Jahren 2028 und 2029 spielt. Am Anfang steht eine lange Phase der hybriden Kriegsführung, also Sabotageaktionen, Desinformationskampagnen, Anschläge. Darauf folgt ein konventioneller Angriff Russlands auf Litauen. Schon bald könnte dann Deutschland, die Logistikdrehscheibe der NATO, im Visier der russischen Armee sein. Vorbereitet, so Gady, sei unser Land darauf nicht. Was die aktuelle Lage in der Ukraine angeht, so glaubt der Politikberater eher nicht an einen Waffenstillstand im Jahr 2026.Stefan Niemann berichtet vom Stand der Verhandlungen im Iran-Krieg. Im Gespräch ist eine Einigung darauf, die Waffenruhe um 60 Tage zu verlängern. Der Iran solle die Straße von Hormus wieder öffnen, aber vorher alle gelegten Seeminen beseitigen. Im Gegenzug gäben die USA ihre Blockade der iranischen Häfen auf. Außerdem erkläre der Iran, nicht nach einer Atombombe zu streben. Während der verlängerten Feuerpause würden beide Kriegsparteien in Nuklearverhandlungen einsteigen, heißt es. US-Präsident Trump habe sich nun einige Tage Zeit erbeten, um über eine Annahme der Absichtserklärung nachzudenken. Aus Teheran gibt es noch keine Reaktion.Der ukrainische Präsident fordert in den USA und Europa mehr Unterstützung für die Luftverteidigung seines Landes. Schweden wird neue Gripen-Kampfflugzeuge verkaufen und ältere Modelle spenden. Bei russischen Drohnenangriffe auf die Ukraine ist auch ein rumänisches Wohnhaus im Grenzgebiet getroffen worden, es gab Verletzte. Bukarest wirft Russland eine Eskalation des Krieges vor und hat die NATO informiert.Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.deInterview mit Militäranalyst Franz-Stefan Gadyhttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3270222.htmlBuchtipp: “Überfall - Wenn der Krieg zu uns kommt” von Franz-Stefan Gadyhttps://www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/ueberfall/Der “vergessene” Krieg in Gaza?https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lebensmittel-preise-gaza-100.htmlPodcast-Tipp: “Nah dran” über die Grundausbildung bei der Bundeswehrhttps://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:dd79145ab6f346da/Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Im Uno-Sicherheitsrat verurteilten dutzende Länder den Iran und dessen Blockade der Strasse von Hormus. Sie ist für den weltweiten Öl- und Gashandel von grosser Bedeutung. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres rief alle Kriegsparteien auf, die Strasse zu öffnen und Schiffe durchfahren zu lassen. Weitere Themen: · Synthetische Opioide sind in der Schweiz schon länger ein grosses Thema. Jetzt sorgt eine neue Substanzgruppe für Aufsehen: sogenannte Nitazene. Sie tauchen in Europa immer häufiger auf. In der Schweiz gibt es bisher nur Einzelfälle, doch Fachleute warnen: Die Schweiz müsse sich unter anderem mit Tests und Gegenmitteln auf diese Nitazene vorbereiten. · Der Basler Pharmakonzern Novartis hat weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Unter dem Strich resultierte im ersten Quartal ein Konzerngewinn von 3,2 Milliarden Dollar - im Vorjahresquartal waren 3,6 Milliarden. Grund seien laut Novartis günstigere Generika-Medikamente der Konkurrenz. · Der britische König Charles ist zu einem Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Zusammen mit seiner Frau, Königin Camilla, wurde er von Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania empfangen. Heute wird Charles vor dem US-Kongress eine Rede halten.
Wie viel Bibel, wie viel Koran stecken im Nahostkonflikt? Im Kampf um das gelobte Land holen sich die Kriegsparteien göttlichen Beistand, vor allem Extremisten wie die terroristische Hamas oder religiöse Fanatiker auf israelischer Seite. Doch eigentlich ist Religion nur ein Faktor von vielen im Nahostkonflikt. Diese Dokumentation wurde am 2.12.2024 auf Ö1 Campus gestreamt.
Die Themen von Caro und Lisa am 09.04.26: (00:00:00) Trinkgeld: Warum gerade viele Menschen online für einen Pizzalieferanten aus den USA spenden. (00:01:40) Iran-Krieg: Wie brüchig die aktuelle Feuerpause ist, wie die unterschiedlichen Kriegsparteien die Lage darstellen und wie viele Schiffe durch die Straße von Hormus fahren konnten. (00:07:40) Missbrauchsprozess: Was ein Angeklagter in Erfurt gestanden hat und wie deutsche Ermittler überhaupt erst auf seine Spur gekommen sind. (00:13:17) TikTok: Wie viele Fehler Forschende in Videos zu Mental Health gefunden haben und worauf man achten sollte. Hier findet ihr mehr Infos zur Studie: https://1.ard.de/studie-tiktok (00:17:37) 0630-Community: Wir freuen uns über eure Nachrichten und Bewertungen! Schickt uns gerne eine Sprachnachricht an 0151 15071635 oder schreibt uns an 0630@wdr.de – kommt auch gern in unseren WhatsApp-Channel: https://1.ard.de/0630-bei-Whatsapp Von 0630.
Papst Leo XIV. ruft in seiner Osterbotschaft zum Frieden auf. Er spricht aber keine konkreten Kriegsparteien an. │ US-Spezialeinheit findet vermissten amerikanischen Soldaten im Iran. Der Mann war Besatzungsmitglied eines am Freitag abgeschossenen Kampfjets. │ US-Präsident Trump erneuert sein Ultimatum. Er droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. │ Israelis protestieren in Tel Aviv gegen die von ihrer Regierung geführten Kriege. Die Polizei löst die Versammlung gewaltsam auf.
Gedenken an die Opfer russischer Kriegsverbrechen in Butscha vor vier Jahren, Gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten gehen weiter, Deutscher Wetterdienst veröffentlicht Klimaprojektionen für Deutschland über die nächsten 30 Jahre, Zahl der Arbeitslosen im März leicht gesunken, Thementag besser wohnen: Mietkrise und die Angst vor dem Umzug, Iranische Frauenrechtlerin Masih Alinejad erhält den Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie, Wolf greift Frau in Hamburger Innenstadt an, Buckelwal in der Ostsee erneut gestrandet, Deutschland gewinnt beim Fußballländerspiel gegen Ghana, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Fußballländerspiel Deutschland gegen Ghana darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden.
Pakistan will in den kommenden Tagen Gespräche zwischen Israel, den USA und dem Iran ausrichten. Ziel sei es, den Krieg dauerhaft beizulegen, teilte das pakistanische Aussenministerium mit. Zuvor hatten sich die Aussenminister Saudi-Arabiens, der Türkei, Ägyptens und Pakistans beraten. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:45) Nachrichtenübersicht (05:23) Pakistan: Vermittler zwischen den Kriegsparteien (10:33) Weiterhin keine dringend nötigen Reformen bei der WTO (14:21) Grossratswahlen in Bern: mehr als eine Niederlage für die Mitte (18:41) UNRWA-Chef Philippe Lazzarini geht nicht ohne Bitterkeit (25:26) Das Thema Deepfakes erreicht den Deutschen Bundestag (31:30) «Echo-Wissen»: US-Regierung und die Wissenschaft - keine Freunde
Genau vor vier Wochen haben Israel und die USA den Iran angegriffen, einen Enthauptungsschlag gegen die Führer des Landes durchgeführt und offenbar auf ein rasches Einknicken des Regimes gehofft. Jetzt, genau einen Monat später, versinkt der Iran zwar im Chaos, aber das autoritäre Regime hält. Wir ziehen heute mit dem Iranexperten Walter Posch Bilanz über einen Monat Krieg im Iran. Aufmerksame Hörer des Podcasts wissen, dass wir ihn bereits bei Kriegsbeginn befragt haben. Wie steht das Land und die Region aktuell da, wie lange können die Kriegsparteien noch durchhalten und auf welchen Abgrund steuern wir hier zu? Foto: IMAGO/Graeme Sloan - Pool via CN, IMAGO/Ronen Zvulun
Wichtige Gasanlagen stehen nun im Fokus der Kriegsparteien. So hat der Iran in verschiedenen Ländern der Golfregion Energieanlagen angegriffen. Dies nachdem Israel ein riesiges Erdgasfeld im Persischen Golf angegriffen hatte, und zwar den iranischen Teil des Feldes. Iran teilt das Feld mit Katar. Weitere Themen: · Zum Krieg im Nahen Osten hat sich am Abend auch US-Notenbank-Chef Jerome Powell geäussert. Er erklärte, dass man den Leitzins wegen des Iran-Kriegs nicht senke. Dies auch, um zu schauen, wie sich der Iran-Krieg entwickelt. Powell meinte weiter dazu, es sei noch zu früh, um das Ausmass und die Dauer der möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft zu kennen. Der Zins bleibt damit bei 3,5 bis 3,75 Prozent. · Nach dem tödlichen Gondelbahn-Unglück im Skigebiet Engelberg-Titlis, wird der Vorfall nun untersucht. Gestern früh hatte sich eine Gondel plötzlich vom Seil gelöst, eine Frau kam dabei ums Leben. Möglicherweise spielte der starke Wind dabei eine Rolle. Gegenüber SRF sagt der Seilbahningenieur Reto Canale: Grundsätzlich dürfe so ein Unfall nicht passieren, ein kleines Restrisiko gebe es aber immer. · In der türkischen Grossstadt Istanbul sind Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen. Sie forderten einerseits den Rücktritt von Präsident Recep Tayyip Erdogan und andererseits die Freilassung des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu. Dieser war vor einem Jahr verhaftet und als Stadtpräsident von Istanbul abgesetzt worden. Organisiert hatte die Kundgebung die CHP, Imamoglus Partei.
Was haben die USA und Israel mit ihren Militärschlägen gegen Iran bisher erreicht? Wie lange können die Konfliktparteien den Krieg politisch durchhalten? Welche Folgen haben die Auseinandersetzungen für die Region? Darüber diskutieren Azadeh Zamirirad, Peter Lintl und Marco Overhaus im SWP-Podcast.
Sanktionen gegen Russland: USA erlaubt zeitweise Verkauf von auf Tankern verladenem russischem Öl, Massive Kritik in Europa an Lockerung der Russland-Sanktionen durch die USA, Unverminderte Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten, Polens Präsident Nawrocki blockiert Gesetz für milliardenschwere Rüstungskredite von der EU, Rekordsummen für Gitarren von Musiklegenden bei Auktionshaus Christie's in New York, Drei weitere Medaillen für das deutsche Team bei den Paralympics, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema "Paralympics" darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden. Korrektur: Die Sendung wurde nachträglich bearbeitet. Wegen technischer Probleme funktionierte der Übergang zu unserer Schalte nach Moskau nicht. Wir haben die Sendung nachträglich bearbeitet.
Sanktionen gegen Russland: USA erlaubt zeitweise Verkauf von auf Tankern verladenem russischem Öl, Massive Kritik in Europa an Lockerung der Russland-Sanktionen durch die USA, Unverminderte Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten, Polens Präsident Nawrocki blockiert Gesetz für milliardenschwere Rüstungskredite von der EU, Rekordsummen für Gitarren von Musiklegenden bei Auktionshaus Christie's in New York, Drei weitere Medaillen für das deutsche Team bei den Paralympics, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema "Paralympics" darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden. Korrektur: Die Sendung wurde nachträglich bearbeitet. Wegen technischer Probleme funktionierte der Übergang zu unserer Schalte nach Moskau nicht. Wir haben die Sendung nachträglich bearbeitet.
Andauernde gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten, Deutliche Kritik aus Europa an US-Plänen zur Lockerung der Russland-Sanktionen, Siedlergewalt im Westjordanland im Schatten des Krieges in Nahost, Konkurrenz von rechts für IG-Metall bei Mercedes-Betriebsratswahlen, Weitere Meldungen im Überblick, Bilanz nach drei Monaten Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche in Australien, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema "Paralympics" darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden.
Andauernde gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten, Deutliche Kritik aus Europa an US-Plänen zur Lockerung der Russland-Sanktionen, Siedlergewalt im Westjordanland im Schatten des Krieges in Nahost, Konkurrenz von rechts für IG-Metall bei Mercedes-Betriebsratswahlen, Weitere Meldungen im Überblick, Bilanz nach drei Monaten Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche in Australien, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema "Paralympics" darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden.
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, Kriegsparteien im Nahen Osten greifen sich weiter an, Ölpreis auf höchsten Stand seit 2022, Deutliche Zunahme der weltweiten Waffenlieferungen in den letzten fünf Jahren, Deutliche Zunahme der weltweiten Waffenlieferungen in den letzten fünf Jahren, Prozessbeginn gegen Ekrem İmamoğlu in der Türkei, Teilerfolg vor dem BGH über Corona-Impfschäden, Verfahren über Maskenkäufe gegen Spahn eingestellt, Meteorit über Westdeutschland, Das Wetter
Folgen für die Bundespolitik nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg, Angriffe der Kriegsparteien im Nahen Osten gehen weiter, Rohölpreise steigen weiter, Abgesetzter Istanbuler Bürgermeister: Mammutprozess gegen İmamoğlu, Weitere Nachrichten im Überblick, #mittendrin aus Hamburg: Deutsche Meisterschaft in eSports, Heated Rivalry: Kleinstverlag im Glück, Die Wetteraussichten
260304PC In einer Welt roher Macht Mensch Mahler am 4.3.2026Hört überhaupt noch jemand hin, wenn Antonio Guterres spricht? Wenige Stunden vor dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran verurteilte der UN-Generalsekretär die militärische Eskalation im Nahen Osten. Und keiner hörte zu, vor allen Dingen nicht die Kriegsparteien. Der internationale Gerichtshof hat den Israeli Benjamin Netanjahu und den Russen Wladimir Putin in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen verurteilt. Die Folgen: Sie können nicht mehr in jedes Land reisen, weil sie befürchten müssten, festgenommen werden. 23.11.2024: Nach Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs Orbán lädt demonstrativ Netanyahu ein – und will Haftbefehl nicht vollstrecken. Vermutlich halten sich beide vor Lachen ihre Bäuche. So weit ist es gekommen. Wir leben in einer Welt roher Gewalt, die Schurken dürfen sich ungestraft austoben und Genozid betreiben – und die Weltöffentlichkeit ist machtlos. Die Vereinten Nationen, das Völkerrecht – sie spielen für die Machthaber in Washington, in Jerusalem und in Teheran keine Rolle. Dieser Iran-Krieg ist ein weiterer – vielleicht der entscheidende Schritt in eine neue Welt. In eine Welt ohne Regeln und Schutzmechanismen. In eine Welt, in der nur die rohe Macht gilt.Wir heulen nur auf, wenn es uns persönlich betrifft. Wenn unser Kreuzfahrtschiff in Dubai strandet und wir die Bundesregierung auffordern, gefälligst dafür zu sorgen, dass wir schnell und sicher nach Hause kommen. Das nenne ich leichtsinnige Luxusprobleme. Bundeskanzler Friedrich März hat seine Machtlosigkeit und die der Vereinten Nationen und Ihres Regelwerks eingestanden. Und er fügt hinzu: Jetzt sei nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren. Das nennt man Kapitulation vor den Verbrechen gegen Völkerrecht und Menschlichkeit auf ganzer Ebene. Der letzte macht das Licht aus. Ich habe fertig. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Krieg zwischen Israel und den USA gegen den Iran weitet sich aus. Inzwischen fordert der Konflikt auch mehr Todesopfer auf beiden Seiten und auch die Sorge um Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und Sicherheit wird laut. Welches Zerstörungspotenzial die Kriegsparteien noch auffahren können und ob sich der Konflikt auf die Welt ausweiten könnte, erklärt Militärexperte Gerald Karner.
Der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen. Weder Russland noch die USA hätten jedoch ein Interesse an einem neuen Wettrüsten, so schätzt es Fabian Hoffmann im Podcast Streitkräfte und Strategien ein. Der Militärexperte an der Universität Oslo sieht im Gespräch mit Host Kai Küstner nach dem Aus des New-START-Vertrags für Europa keine neue Bedrohungslage. Schon jetzt könne Russland jedes Bevölkerungszentrum in Europa mit seinem Atomwaffenarsenal treffen, so Hoffmann. Weil beiden Ländern aber die finanziellen Mittel und industriellen Kapazitäten fehlen, werde sich vermutlich auch an der Zahl der Sprengköpfe zunächst nichts verändern, so die Einschätzung des Wissenschaftlers, der für das Oslo Nuclear Project forscht. Stefan Niemann bilanziert die zweite Gesprächsrunde in Abu Dhabi, wo die Delegationen beider Kriegsparteien spürbar bemüht sind, die Amerikaner bei Laune zu halten. Die Ukraine wolle den impulsiven Trump nicht provozieren, Russland suche, den US-Präsidenten als Hebel zu benutzen, um auf dem Verhandlungsweg zu erringen, was sich im Donbass bisher militärisch nicht erobern ließ. Einen Durchbruch hat Abu Dhabi nicht gebracht, aber einen größeren Gefangenenaustausch zwischen Kiew und Moskau. Weitere Themen dieser Folge sind Selenskyjs jüngste Äußerungen zur Zahl der ukrainischen Gefallenen und die erneute Unterstützung der russischen Streitkräfte durch nordkoreanische Soldaten, die von Russland aus die Ukraine angreifen.Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Interview mit Militärexperte Fabian Hoffmann https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-409560.html Neues atomares Wettrüsten nach Ende von New Start? https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/atomwaffenvertrag-new-start-endet-100.html Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: “Raus aus der Depression” mit Jonathan Hilbert https://1.ard.de/raus-aus-der-depression Podcast-Tipp: Der Sportschau Olympia Podcast https://1.ard.de/sportschau-olympia-podcast
Bald geht der Ukraine-Krieg in sein fünftes Jahr. Ein Ende scheint derzeit kaum absehbar - auch nicht nach Gesprächen beider Kriegsparteien in Abu Dabi.
Seit der russischen Vollinvasion im Februar 2022 wird zwischen den beiden Kriegsparteien immer wieder verhandelt. Fundamentale Durchbrüche, die ein Ende der Kampfhandlungen bringen, sind bislang keine erreicht worden. Jetzt fanden erstmals Verhandlungen zwischen ukrainischen und russischen Delegationen in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Auch die USA waren mit dabei. Was diese Verhandlungen bringen könnten, warum Europa nicht eingeladen war und welche Rolle unser Kontinent in dem Konflikt künftig spielen muss, analysiert der Sicherheitsexperte Nico Lange.
Segador, Julio www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
Wir sprechen mit Roman Deckert über den seit 2023 anhaltenden Krieg im Sudan, die verschiedenen Kriegsparteien, die Geschichte des Konflikts und die ausländischen Interessen am Sudan, insbesondere die von Deutschland. Foto-Credit an Julia Joerin. Wir sind 99 ZU EINS! Ein Podcast mit Kommentaren zu aktuellen Geschehnissen, sowie Analysen und Interviews zu den wichtigsten politischen Aufgaben unserer Zeit.#leftisbest #linksbringts #machsmitlinks Wir brauchen eure Hilfe! So könnt ihr uns unterstützen: 1. Bitte abonniert unseren Kanal und liked unsere Videos. 2. Teil unseren content auf social media und folgt uns auch auf Twitter, Instagram und FB 3. Wenn ihr Zugang zu unserer Discord-Community, sowie exklusive After-Show Episoden und Einladungen in unsere Livestreams bekommen wollt, dann unterstützt uns doch bitte auf Patreon: www.patreon.com/99zueins 4. Wir empfangen auch Spenden unter: https://www.paypal.com/donate/?hostedbuttonid=NSABEZ5567QZE
Viel Einigkeit wurde zur Schau gestellt, beim Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Japan. Er und die neue japanische Regierungschefin Sanae Takaichi betonen, dass die Länder künftig enger zusammenarbeiten sollen, unter anderem wenn es um die Versorgung mit Seltenen Erden geht. Weitere Themen: · Die Rebellen der Rapid Support Forces kontrollieren nun die sudanische Grossstadt El-Fasher. Die Armee hat sich aus der Stadt zurückgezogen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ruft beide Kriegsparteien dazu auf, sofort über eine Lösung des Konflikts zu verhandeln. · Die Hamas hat dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz eine weitere Leiche übergeben. Es soll sich um die sechzehnte tote Geisel aus Israel handeln. Gemäss dem US-Friedensplan für den Gazastreifen soll die Hamas insgesamt 28 Geiselleichen an Israel übergeben. · Impfen schützt vor einem schweren Verlauf der Grippe, das zeigen die Erfahrungen aus Australien, wo der Winter gerade zu Ende geht.
Der erste Schritt für ein Ende des Gaza-Kriegs ist getan. Jetzt gilt es, den Frieden nachhaltig zu machen, sagt Nahostexperte Jan Busse und skizziert die Hürden für beide Kriegsparteien. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Der Nahe Osten war die letzten zwei Jahre ein Kriegsschauplatz. Mit dem Geiselaustausch zwischen Israel und der Hamas könnte nun tatsächlich Frieden beginnen, wenn der von US-Präsident Donald Trump ausgearbeitete 20-Punkte-Plan tatsächlich nun Schritt für Schritt umgesetzt würde. Das macht Hoffnung. Nahostexperte Jan Busse von der Universität der Bundeswehr in München blickt hinter die Kulissen dieses Verhandlungserfolgs. Wer setzte Initiativen, wer brachte den Durchbruch und wer wird den nachfolgenden Friedensprozess orchestrieren? Denn eines ist klar: Nach dem Geiselaustausch als erstem symbolischen Schritt liegen die Mühen der Ebene noch vor den Verhandlungsparteien. Nahostexperte Busse ist zuversichtlich, zeigt aber die vielen Fallstricke auf, die den Prozess gefährden könnten. Etwa die Frage der Entwaffnung, der gegenseitigen Territorialansprüche oder der Finanzierung des Wiederaufbaus. Und er skizziert die drei Optionen für die wichtigste Frage: Wie werden Israel und Palästina in Zukunft zusammenleben können. Politik, so Busse, spielt die Schlüsselrolle. Auf beiden Seiten. Es sind die politisch Handelnden, die Frieden schaffen können. Unser Gast in dieser Folge: Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Er hat zusammen mit Muriel Asseburg ein umfassendes Buch zum Thema geschrieben: Der Nahost-Konflikt ist in einer aktualisierten Ausgabe bei C.H.Beck erschienen.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Im Nahost-Konflikt beschuldigen sich die Kriegsparteien gegenseitig der Desinformation. Eine Recherche zeigt, wie Israel mit 3D-Videos um Deutungshoheit kämpft. Ausserdem: die Kantone und die Prämienverbilligungen. Und: die Reportage von der mexikanischen Grenze. Krieg um die Wahrheit: Israels 3D-Videos Seit zwei Jahren veröffentlicht das israelische Militär 3D-Videos zu seinen Angriffszielen: Spitäler und Wohngebäude, unter denen sich eine terroristische Kommandozentrale oder ein Waffenlager befinden sollen. Sie sollen belegen, dass die Angriffe auf zivile Infrastruktur gerechtfertigt sind. Die 3D-Videos gehen um die Welt: verbreitet in den sozialen Medien, von TV-Stationen und Nachrichtenagenturen. Obwohl sie als «Illustrationen» gekennzeichnet sind, werden die 3D-Modelle als Visualisierungen der Realität präsentiert. Eine Recherche. Kantone unter Druck: Kostenschub bei den Prämienverbilligungen Die steigenden Krankenkassenprämien sind für viele Menschen in der Schweiz eine Belastung. Parallel dazu steigen auch die Ausgaben für die Prämienverbilligungen an. Wie stark die Bürgerinnen und Bürger entlastet werden, ist von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Das soll sich ändern: Ab 2026 müssen sich die Kantone stärker an der Finanzierung der Prämienverbilligung beteiligen. Doch für einige Kantone ist das eine grosse finanzielle Last. Die «Rundschau» fragt nach. Kartelle und Fentanyl: Reportage von der mexikanischen Grenze An der mexikanischen Grenze sind Tausende mexikanische Soldaten im Einsatz, um Produktion und Export der tödlichen Droge Fentanyl zu stoppen. Auf der US-amerikanischen Seite patrouillieren an der Grenzmauer hochmoderne amerikanische Panzer und Drohnen. Sie setzen das von Präsident Trump versprochene harte Vorgehen gegen den Drogen- und Menschenschmuggel um. Die Reportage zeigt die Spannungen in der Grenzregion – denn das berüchtigte Sinaloa-Kartell wird nun von beiden Seiten angegriffen.
Im Nahost-Konflikt beschuldigen sich die Kriegsparteien gegenseitig der Desinformation. Eine Recherche zeigt, wie Israel mit 3D-Videos um Deutungshoheit kämpft. Ausserdem: die Kantone und die Prämienverbilligungen. Und: die Reportage von der mexikanischen Grenze. Krieg um die Wahrheit: Israels 3D-Videos Seit zwei Jahren veröffentlicht das israelische Militär 3D-Videos zu seinen Angriffszielen: Spitäler und Wohngebäude, unter denen sich eine terroristische Kommandozentrale oder ein Waffenlager befinden sollen. Sie sollen belegen, dass die Angriffe auf zivile Infrastruktur gerechtfertigt sind. Die 3D-Videos gehen um die Welt: verbreitet in den sozialen Medien, von TV-Stationen und Nachrichtenagenturen. Obwohl sie als «Illustrationen» gekennzeichnet sind, werden die 3D-Modelle als Visualisierungen der Realität präsentiert. Eine Recherche. Kantone unter Druck: Kostenschub bei den Prämienverbilligungen Die steigenden Krankenkassenprämien sind für viele Menschen in der Schweiz eine Belastung. Parallel dazu steigen auch die Ausgaben für die Prämienverbilligungen an. Wie stark die Bürgerinnen und Bürger entlastet werden, ist von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Das soll sich ändern: Ab 2026 müssen sich die Kantone stärker an der Finanzierung der Prämienverbilligung beteiligen. Doch für einige Kantone ist das eine grosse finanzielle Last. Die «Rundschau» fragt nach. Kartelle und Fentanyl: Reportage von der mexikanischen Grenze An der mexikanischen Grenze sind Tausende mexikanische Soldaten im Einsatz, um Produktion und Export der tödlichen Droge Fentanyl zu stoppen. Auf der US-amerikanischen Seite patrouillieren an der Grenzmauer hochmoderne amerikanische Panzer und Drohnen. Sie setzen das von Präsident Trump versprochene harte Vorgehen gegen den Drogen- und Menschenschmuggel um. Die Reportage zeigt die Spannungen in der Grenzregion – denn das berüchtigte Sinaloa-Kartell wird nun von beiden Seiten angegriffen.
Delegationen der Terrororganisation Hamas und aus Israel sollen am Abend (06.10.25) in Ägypten über den Gaza-Plan verhandeln. Damit beginnt die Pendeldiplomatie zwischen Kriegsparteien und Vermittlerstaaten, denn Hamas und Israel sitzen nicht an einem Tisch.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Die sudanesische Stadt Khartum war einst das Zentrum afrikanischer Zukunft. Nun liegt sie in Trümmern. Die Reportage. Alle Khartumerinnen und Khartumer wissen noch genau, wo sie waren an jenem Samstag, vor beinahe zweieinhalb Jahren. Als in den frühen Morgenstunden plötzlich Schüsse fielen. Als Explosionen den Flughafen erschütterten. Den Präsidentenpalast. Das Herz der Stadt.Als zwei rivalisierende Armeefraktionen begannen, Krieg zu führen – mitten in der zivilen Schlagader des Sudans. In den darauffolgenden dreiundzwanzig Monaten wurde Khartum zum Schlachtfeld. Die beiden Kriegsparteien kämpften sich Viertel um Viertel durch die Stadt. Hunderttausende flohen, Häuser, Spitäler, Museen – geplündert, zerstört. Seit März kontrolliert nun die sudanesische Armee die Hauptstadt allein. Sie spricht von Befreiung, ruft zur Rückkehr auf, will Normalität zeigen. Doch was bedeutet Befreiung in einer Stadt, die ausgebrannt, geplündert und traumatisiert ist? Die Reportage aus der einstigen Lebensader des Sudan, in der vielleicht die einzige Hoffnung zurück in eine Zukunft die Musik, die Kunst ist.
Die sudanesische Hauptstadt Khartum war einst das Zentrum afrikanischer Zukunft. Nun liegt sie in Trümmern. Die Reportage. Alle Khartumerinnen und Khartumer wissen noch genau, wo sie waren an jenem Samstag, vor beinahe zweieinhalb Jahren. Als in den frühen Morgenstunden plötzlich Schüsse fielen. Als Explosionen den Flughafen erschütterten. Den Präsidentenpalast. Das Herz der Stadt.Als zwei rivalisierende Armeefraktionen begannen, Krieg zu führen – mitten in der zivilen Schlagader des Sudans. In den darauffolgenden dreiundzwanzig Monaten wurde Khartum zum Schlachtfeld. Die beiden Kriegsparteien kämpften sich Viertel um Viertel durch die Stadt. Hunderttausende flohen, Häuser, Spitäler, Museen – geplündert, zerstört. Seit März kontrolliert nun die sudanesische Armee die Hauptstadt allein. Sie spricht von Befreiung, ruft zur Rückkehr auf, will Normalität zeigen. Doch was bedeutet Befreiung in einer Stadt, die ausgebrannt, geplündert und traumatisiert ist? Die Reportage aus der einstigen Lebensader des Sudan, in der vielleicht die einzige Hoffnung zurück in eine Zukunft die Musik, die Kunst ist.
Die Ukraine fordert Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Direkte Gespräche der Kriegsparteien sind nicht in Sicht. Moskau sieht die Schuld auch bei den Europäern.
Wenn es um Frieden für die Ukraine geht, dominieren einstweilen nur Symbole, sagt der Osteuropa-Experte Alexander Dubowy. Die Positionen der Kriegsparteien liegen weit auseinander. Ein Podcast vom Pragmaticus.Das Thema:Ginge es nach US-Präsident Donald Trump, so würde der russische Angriffskrieg durch einen Deal beendet werden. Ein gemeinsames Wollen, ein Kompromiss im Austausch von Gebieten und ein paar Sicherheitsgarantieren, fertig. Dann könnte das Kriegsende als Aufbruch in bessere Zeiten und Donald Trump mit seiner Friedensinitiative als Friedensstifter gefeiert werden.Doch der US-Präsident hat wenig Übung im Umgang mit Autokraten vom Kaliber eines Wladimir Putin. Für den russischen Präsidenten geht es um reine Macht – nicht nur in der Ukraine, sondern letztlich am gesamten europäischen Kontinent.Unser Gast in dieser Folge: Alexander Dubowy ist Jurist, hat an der Forschungsstelle für Eurasische Studien (EURAS) gearbeitet und ist heute als Politikanalyst und Osteuropa-Experte tätig. Er ist in Kasachstan geboren, in Estland aufgewachsen und in Österreich sozialisiert.Für Der Pragmaticus schreibt er regelmäßig Artikel zum aktuellen Weltgeschehen.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Russland hält fast 90 Prozent des Donbass, die Ukraine verteidigt die restlichen Städte erbittert. Warum spielt diese östliche Region eine Schlüsselrolle in den Gesprächen zwischen den Kriegsparteien?
In der Nacht gab es im Ukraine-Krieg erneut Angriffe von beiden Seiten. In der Ukraine wurde ein Gefängnis getroffen, während die Ukraine weitere Drohnenangriffe flog.
Die Versuche, eine Lösung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu finden, gehen weiter. In Istanbul trafen sich am Abend Unterhändler beider Kriegsparteien. Einigungen gab es nur auf einen weiteren Gefangenenaustausch.
Trump weckt Hoffnung auf eine Feuerpause in Gaza. Berichten zufolge sind beide Kriegsparteien motiviert, zu verhandeln. Für Israels Regierungschef ist das Schicksal der Hamas besiegelt.
Ukrainische Drohnen sollen 40 russische Kampfflugzeuge zerstört oder beschädigt haben. Das teilt der ukainische Geheimdienst mit. Das dürfte die Karten für eine Verhandlungsrunde der Kriegsparteien in Istanbul am Montag neu mischen. Das Gespräch dazu mit Fabian Hoffmann von den Universität Oslo.
Russland und die Ukraine haben sich bei Verhandlungen in der Türkei darauf geeinigt, je 1000 Kriegsgefangene auszutauschen. Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren haben die Kriegsparteien direkt miteinander verhandelt. Ansätze zu einer Friedenslösung hat es bei den Gesprächen in Istanbul offenbar nicht gegeben. Nach dem Treffen hat die Ukraine Russland vorgeworfen, unannehmbare Forderungen zu erheben. Für eine Waffenruhe verlange Moskau, dass Kiew ukrainisch kontrollierte Gebiete aufgibt. Die russische Seite äußerte sich zufrieden. Eine Fortsetzung der Verhandlungen sei möglich.
Der Erste Weltkrieg hatte viele schauerliche neue Waffengattungen hervorgebracht, und zu den grausamsten hierbei zählte zweifellos das Giftgas. Die Zahl der Soldaten, die zwischen 1914 und 1918 durch chemische Kampfstoffe starben, wird auf ungefähr 100.000 geschätzt, hinzu kamen über eine Million Verletzter. Ob die Kriegsparteien sich damals mit dem Einsatz von Chemiewaffen über geltendes Kriegsrecht hinwegsetzten, ist umstritten. Die Haager Landkriegsordnung von 1907, die alle beteiligten Staaten ratifiziert hatten, war in diesem Punkt unklar formuliert, weshalb man sich in den 1920er Jahren daran machte, neue Verträge aufzusetzen, die chemische Kampfstoffe unmissverständlich ächteten und einen weiteren Gaskrieg in Europa oder anderswo auf der Welt verhindern sollten. Die Wilhelmsburger Zeitung berichtete am 9. Mai 1925 von entsprechenden Verhandlungen in Genf mit Sympathie, aber auch mit Skepsis, was die Durchsetzung der zu treffenden Beschlüsse anging. Es liest Rosa Leu.
Auf eine Wende im Krieg im Sudan hofft Experte Volker Perthes anlässlich einer internationalen Konferenz in London. Eine Waffenruhe zu erreichen, sei ein Ziel. Außerdem müssten die Waffenlieferungen anderer Staaten an die Kriegsparteien aufhören. Armbrüster, Tobias www.deutschlandfunk.de, Interviews
Israel ist für das Ende der Waffenruhe in Gaza verantwortlich, sagt Nahost-Experte Guido Steinberg. Eine einvernehmliche Lösung sei aber nicht zu erwarten gewesen. Die Angst der Palästinenser sei jetzt groß, dass auf den Krieg die Vertreibung folge. Schmidt-Mattern, Barbara www.deutschlandfunk.de, Interviews
Nach mehr als 15 Monaten Krieg zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas soll es eine Feuerpause geben. Damit die Waffen im Gaza-Krieg schweigen, zogen die politischen Gegner Joe Biden und Donald Trump offenbar an einem Strang. Größtmöglicher Druck auf die Kriegsparteien und Drohungen des künftigen US-Präsidenten sind aus Sicht von Michael Kimmage aber keine Blaupause für Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Im Interview mit Anna Engelke erklärt der Professor von der Catholic University in Washington DC, warum. Der Historiker geht nicht von einem schnellen Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine aus. Zumal in den USA derzeit der Nahe Osten im Vordergrund stehe, die Ukraine sei „im Moment kein großes Thema.“ Von den Europäern werde der neue US-Präsident Trump mehr Engagement in der Ukraine fordern, ist Kimmage überzeugt. Der Direktor des Kennan-Instituts erwartet, dass die NATO auch eine zweite Amtszeit Trumps übersteht, „politische Dramen“ aber nicht ausgeschlossen sind. Über eindringliche Warnungen von Noch-Präsident Joe Biden in seiner Abschiedsrede vor einer “Oligarchie” und “Machtmissbrauch” in den USA berichtet Host Kai Küstner. In dieser Rede erwähnte Biden auch das Nahost-Abkommen, die Ukraine allerdings nur sehr kurz. Carsten Schmiester guckt auf die Lage in der Ukraine bzw. auf ukrainische Angriffe auf vor allem russische Infrastruktur. Er berichtet über Verluste nordkoreanischer Streitkräfte, den andauernden Streit in Deutschland über die weitere finanzielle Unterstützung für die Ukraine und die Stationierung deutscher Patriot-Systeme in Polen. Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Podcast-Tipp: Sockenpuppenzoo – Angriff auf Wikipedia https://1.ard.de/sockenpuppe Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Wie schafft man es nach langen Kriegen Versöhnung herzustellen und den Frieden zu bewahren zwischen zwei ehemaligen Kriegsparteien? Wenn uralte Ressentiments noch immer wirken und Gefühle wie Neid oder Angst vorherrschen? Über dieses Thema hat Julia Weigelt in dieser Folge u.a. mit dem Mediator Dominik Barter gesprochen. Er ist geboren in Großbritannien, lebt allerdings schon lange in Brasilien und dort hat er zusammen mit den Ureinwohnern eine Methode entwickelt, wie Menschen auch nach schlimmem Gewalttaten wieder miteinander leben können. Diese Methode nennt er "restorative circles", etwa: Wiedergutmachungskreise. Es sprachen: Stefan Schad, Tilo Werner, Ralf Raths und die Autorin Ton und Technik: Christian Alpen, Nicole Graul und Teelke Uffen Regie: Nikolai von Koslowski Redaktion: Christiane Glas Produktion: NDR Info 2024 Podcast-Tipp: 63 Hektar- der Landwirtschafts-Podcast https://1.ard.de/63hektar18
Nach der Feier zur Unabhängigkeit ist die Ukraine massiv bombardiert worden. Russland hat am Montag mit 127 Raketen und 109 Drohnen angegriffen und hauptsächlich auf Kraftwerke gezielt. Teilweise dauert es Monate oder bei einem Staudamm auch Jahre, bis die kaputte Infrastruktur wieder repariert ist, berichtet Vassili Golod. Der ARD-Korrespondent ist auch in Kiew in der vergangenen Nacht mehrfach aufgewacht durch die lauten Explosionen. "Irgendwann kannst du nicht bei jedem Luftalarm in den Keller oder in den Flur rennen. Das heißt, du bleibst dann liegen und dann knallt es plötzlich laut." In der Nacht waren erneut 81 Drohnen unterwegs. In Kriwyj Rih wurde auch ein Hotel angegriffen. Russland versucht mit dieser Strategie gezielt Orte anzugreifen, an denen sich Journalistinnen und Journalisten aufhalten. Präsident Selenskyj sorgt sich wegen der Angriffe auf die Stromversorgung jetzt schon vor der nächsten Angriffswelle. "Dieser anstehende Winter wird sehr heftig für die Bevölkerung", befürchtet auch Golod im Gespräch mit Carsten Schmiester und rechnet deshalb mit einer größeren Fluchtbewegung. Aus Neu-Delhi meldet sich ARD-Korrespondentin Charlotte Horn und berichtet über die Rolle von Indiens Premierminister Modi, der gerade erst Kiew besucht hat, nachdem er im Juli bei Putin in Moskau war. Obwohl Indien militärisch noch immer stark von Russland abhängig ist, hat Modi gute Kontakte in den Westen, wurde aktuell von US-Präsident Biden für seine Friedensbemühungen gelobt und gilt als potenzieller Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Modi fordert Verhandlungen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/modi-ukraine-besuch-102.html Podcast-Tipp: 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen https://1.ard.de/15Minuten
Die Verhandlungsrunden im Nahost-Krieg sind frustierend, weil beide Kriegsparteien anscheinend keinen Erfolg wollen, kommentiert Jan-Christoph Kitzler. Es fehle an größerem externen Druck auf beide Lager, um das Leid vieler Menschen zu beenden. Kitzler, Jan-Christoph www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
In Genf laufen derzeit Verhandlungen über den Bürgerkrieg in Sudan. Die USA haben die Kriegsparteien nach Genf geladen. Während die RSF-Miliz mit einer Delegation angereist ist, fehlt die sudanesische Armee. Was also bringen die Gespräche? Ein Experte ordnet ein. Weitere Themen in dieser Sendung: * Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die weltweite Notlage ausgerufen, dies weil in mehreren afrikanischen Ländern die Zahl der Mpox-Infektionen gestiegen ist. Wir klären, was die weltweite Notlage bedeutet. * In Deutschland hat ein Gericht das Verbot des rechtsextremen Compact-Magazins vorübergehend wieder aufgehoben. Das Verbot hatte die Innenministerin ausgesprochen. * In Afghanistan haben die Taliban vor drei Jahren wieder die Macht ergriffen, nach dem die letzten westlichen Truppen das Land verlassen haben. Wie geht es Afghanistan heute, drei Jahre später?
In den letzten Monaten wurden im Westen einige grundlegende Entscheidungen getroffen, die – einzeln und erst recht in ihrer Gesamtheit – dazu geeignet sind, den Krieg in der Ukraine dramatisch zu eskalieren. Sowohl europäische NATO-Staaten wie Deutschland und Frankreich, aber auch die USA selbst könnten bald in Sekundenschnelle direkte Kriegsparteien werden. Der fällige Aufschrei inWeiterlesen
Orbán, der die Kriegsparteien persönlich angehört hat, warnte die EU in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs. In dem durchgesickerten Brief heißt es, die nächsten zwei Monate könnten kritisch werden.
Eine strikte Neutralität möchte eine Initiative der SVP und pazifistischer Kreise. Sie hatte lange einen schlechten Ruf, ist immer mit Krieg verbunden. Wie verlässlich sie ist, hängt auch von den Interessen der Kriegsparteien ab: Ein Blick in die Vergangenheit mit dem Historiker André Holenstein. Die Neutralität hat in der Schweizer eine lange Geschichte. Die heutige Geschichtsforschung benennt den Anfang im 17. Jahrhundert, einer Zeit mit zahlreichen langen Kriegen. Denn die Diskussionen um die Neutralität sind oft mit Kriegen verknüpft. Lange besass die Neutralität einen schlechten Ruf, kritisiert wurde zum Beispiel, dass in Religionskriegen die Staaten sich nicht zwischen «Gut und Böse» entscheiden konnten. Erst 1815 wurde im Völkerrecht die Neutralität eines souveränen Staates anerkannt. Was bringt die Neutralität? Kann sie Frieden sichern? Welchen politischen Handlungsspielraum bietet sie, wird sie zum Beispiel mit dem Verhängen von Sanktionen gefährdet? André Holenstein ist emeritierter Professor für ältere Geschichte an der Universität Bern und Autor verschiedener Bücher zur Stellung der Schweiz in Europa. André Holenstein ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn
Die «grüne Linie» sollte einst die Grenze zwischen Israel und einem künftigen Palästinenserstaat werden. Eine Reise entlang der grünen Linie zeigt jedoch: eine Zweistaatenlösung scheint utopisch: geografisch und psychisch. Erst recht, solange noch Krieg ist. Noch steht die israelische Bevölkerung unter dem Schock des Hamas-Terrors vom 7. Oktober. Noch geht der blutige Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen weiter. Im letzten halben Jahr sind in Israel, im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland Zehntausende getötet worden. Und ausgerechnet jetzt fordert die Welt – allen voran US-Präsident Joe Biden – die Rückbesinnung auf die Zweistaatenlösung, um dem endlosen Blutvergiessen zwischen Israeli und Palästinensern ein Ende zu setzen. Neben Israel einen unabhängigen palästinensischen Staat zu schaffen, ist eine alte Forderung. Im Kontext der Staatsgründung Israels kam es 1947 – 1949 zum Palästinakrieg, dem ersten israelisch-arabischen Krieg. Als dieser mit einem Waffenstillstand endete, zeichneten die Kriegsparteien – in grüner Tinte – auf der Karte der Region die grüne Linie ein. Diese sollte die Grenze zwischen Israel und einem künftigen Staat Palästina bilden. Nach gescheiterten Friedensverhandlungen und Jahrzehnten des Blutvergiessens bleibt die Forderung unerfüllt. Palästinenserinnen und Palästinenser sagen, die grüne Linie sei heute nicht einmal mehr das Papier wert, auf das sie einst gezeichnet wurde. Ihr Land hinter der grünen Linie ist durchsetzt von israelischen Siedlungen, die israelische Armee hat die Kontrolle. Israeli befürchten, ein palästinensischer Staat wäre für ihr Land eine existentielle Bedrohung: nach dem Hamas-Terror vom 7. Oktober erst recht. Bleibt von der «grüne Linie» also nur noch Mauer und Stacheldraht? Von Beit Sahur im besetzten Westjordanland bis zum Kibbutz Mifalsim an der Grenze zum Gazastreifen: eine Reportage zwischen Verzweiflung und kleinen Funken von Hoffnung.