POPULARITY
Holding – das Wort, das fast jeden Unternehmer irgendwann beschäftigt. Meistens weil man Steuern sparen will. Und meistens, weil man Inhalte aus Deutschland oder Amerika konsumiert hat, die für die Schweiz schlicht nicht stimmen.Marco Kratzer räumt in dieser Folge mit den grössten Mythen auf. Was eine Holding wirklich ist, wann sie Sinn macht – und wann sie dir aktiv schadet.Marco ist Mitgründer von Across Advisory, einer auf Schweizer Unternehmer spezialisierten Treuhand- und Beratungsgesellschaft. Marco ist regelmässiger Gast bei Mach Dis Ding und bringt jedes Mal konkrete, praxisnahe Antworten auf Fragen, die viele Treuhänder lieber offen lassen.Themen dieser Folge:Was eine Holding wirklich ist und warum sie keine eigene Rechtsform istWarum der Name „Holding GmbH" ein teurer Fehler istDer Schweizer Sonderfall: steuerfreier Kapitalgewinn im PrivatvermögenWann eine Holding Sinn macht – und wann sie dir schadetHolding als Kapitalschutz und privater WertspeicherImmobilien in der Holding: Was Unternehmer unterschätzenDie Akquisitionsholding: Warum du eine Firma immer darüber kaufen solltestDividenden, Beteiligungsabzug und Verrechnungssteuer einfach erklärtWann eine Holding definitiv keinen Sinn machtTermin bei Marco Kratzer (kostenlos & unverbindlich):https://calendly.com/across-advisory/kostenloses-erstgesprach-bei-marco-kratzerAcross Advisory:https://across-advisory.ch/MACH DIS DING folgen:Instagram: https://www.instagram.com/mach_dis_ding/Facebook: https://www.facebook.com/MachdisDingLinkedIn: https://www.linkedin.com/company/42767306/Werbepartner:Across Advisory – MWST, Holding, Spesen / Lohn oder Dividende – egal welches Thema dich in deinem Unternehmen beschäftigt, als Hörer:in des Mach dis Ding Podcasts bekommst du eine kostenlose Zweitmeinung vom Treuhandexperten Marco Kratzer. 1 Stunde Mehrwert, komplett unverbindlich! Buche jetzt deinen Termin unter: https://calendly.com/across-advisory/kostenloses-erstgesprach-bei-marco-kratzerMit dem Microlino fällt deine Werbung auf! Als Hörer:in von „Mach dis Ding" bekommst du 4% Nachlass auf das Fahrzeug inkl. Werksoptionen sowie 15% auf alles weitere Zubehör. Du kannst direkt online im Konfigurator deine Bestellung platzieren und dich anschliessend bei Microlino über info@microlino-car.com melden. Codewort «Mach dis Ding».Knuser Hyperspace ist dein Ansprechpartner rund ums Thema Marketing! Als Podcast Hörer:in bekommst du eine komplett kostenlose Potentialanalyse deiner Webseite und Social Media Kanäle. Transparent aufgezeigt, auch wenn du kein Abo abschliesst. Schreib jetzt eine Mail an m@knuser.ch und vereinbare einen Termin für deine Analyse.Du willst mehr Leads und dadurch mehr Umsatz? Dann brauchst du den COHAGA Leadhub! Die erste und einzige Go-To-Market Plattform der Schweiz. Damit bringst du Ordnung in deine Leads und kannst deinen Vertrieb skalieren. Die Basis bilden saubere und brandaktuelle B2B Adressen! Klicke jetzt auf https://leadhub.cohaga.ch/auth?referalCode=NICO15 – mit dem Code NICO15 bekommst du 15% Rabatt auf deine Bestellung!
Der Angriff iranischer Drohnen auf Dubai erschüttert das Fundament von Dubai. Lange galt die Metropole als sicherer Hafen in einer turbulenten Region, doch der Iran-Krieg erschüttert dieses Bild. Und damit gerät das gesamte Geschäftsmodell aus Luxustourismus und Steuerfreiheit unter Druck. Die Folgen des Angriffs sind bereits spürbar: Reiche Expats verlassen das Land, der Immobilienmarkt bricht ein und der wichtige Flugverkehr über das Drehkreuz Emirates kommt zum Stillstand. Die Herrscherfamilie setzt alles daran, den Zustand von dem Krieg schnell wieder herzustellen. Wohl auch mit viel Geld. Gast: Moritz Kaufmann, Wirtschaftsredaktor Host: Antonia Moser Redaktion: David Vogel Die Recherche von Moritz, wo auch ein Schweizer Unternehmer in Dubai zu Wort kommt, kannst du in der [NZZ ](https://www.nzz.ch/wirtschaft/good-bye-dubai-auf-sand-gebaut-ld.1927481)nachlesen. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
«Hirn, Herz und Bauch einschalten» - Freddy Burger erzählt aus seinem Leben als Musikmanager und Schweizer Unternehmer. Unzählige Firmen hat er gegründet, er hat Udo Jürgens und Pepe Lienhard über Jahrzehnte gemanagt, hat den Zürcher Nachtclub Mascotte geprägt, die Thunerseespiele geleitet und vieles mehr. Freddy Burger hat sein Leben der Unterhaltung verschrieben, dem Showbiz. Nächste Woche wird der Musikmanager, Musical-König und Gastronom 80 Jahre alt. Im «SRF Musikwelle Brunch» erzählt er aus seinem spannenden Leben. Er verrät, warum er nicht an Zufälle glaubt und was ihn rückblickend besonders stolz macht.
Laura de Weck, Wolfgang M. Schmitt, Philipp Tingler und – als Gast – die Philosophin und Bestseller-Autorin Barbara Bleisch diskutieren über «Die Verkrempelung der Welt» von Gabriel Yoran, «Was wir wissen können» von Ian McEwan, «Emma» von Jane Austen sowie «Hundesohn» von Ozan Zakariya Keskinkılıç. Ausserdem stellen sie sich ein paar Denkanstoss-Fragen aus «Jetzt sind Sie gefragt» von Rolf Dobelli. Wer heute einen Induktionsherd kauft, verbiegt sich beinahe die Finger auf den widerspenstigen Touchflächen und dürfte sich fragen: Wo sind eigentlich die simplen Drehknöpfe hin? Der Autor Gabriel Yoran hat mit «Die Verkrempelung der Welt» einen warenkritischen Essay geschrieben. Er stellt fest: Viele Produkte, die uns als Fortschritt verkauft werden, machen uns nur das Leben schwer. Sie sind: nichts als Krempel. Der britischer Star-Autor Ian McEwan, bekannt etwa für «Abbitte», ist 77 Jahre alt. Und seine Erzähllust ist nach wie vor ungebrochen. Auch mit seinem neuen Roman legt er ein komplexes, tiefgründiges und nicht zuletzt spannendes Werk vor: «Was wir wissen können» ist eine Dystopie, die im Jahr 2119 spielt, und handelt von einer etwas anderen Schatzsuche. Jane Austen, die berühmte englische Schriftstellerin, wäre dieser Tage 250 Jahre alt geworden. Austen gilt als Pionierin des Feminismus und als Vorreiterin moderner Erzählkunst. Grund genug, eines ihrer Werke erneut genauer zu betrachten: den Roman «Emma». Er handelt von einer jungen Frau, die beim Verkuppeln anderer selbst in Liebeswirren gerät. Der deutsche Autor Ozan Zakariya Keskinkılıç hat bislang vor allem Lyrik geschrieben. Nun legt er mit «Hundesohn» seinen ersten Roman vor. Er handelt von Zeko, einem jungen queeren Moslem, der in Berlin lebt und mit der Zerrissenheit zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen und Lebensweisen ringt – und sich nach seiner grossen Liebe Hassan sehnt. Die Bücher der Sendung sind: – Jane Austen: «Emma» (S.Fischer); – Rolf Dobelli: «Jetzt sind Sie gefragt» (Diogenes); – Ian McEwan: «Was wir wissen können» (Diogenes); – Ozan Zakariya Keskinkılıç: «Hundesohn» (Suhrkamp); und – Gabriel Yoran: «Die Verkrempelung der Welt» (Suhrkamp). Über die Bücher diskutieren Moderatorin Laura de Weck, die Kritiker Wolfgang M. Schmitt und Philipp Tingler sowie – als Gast – die Philosophin und Bestseller-Autorin Barbara Bleisch. «Was müssten Sie tun, damit Sie mehr Freude an sich hätten?»: Derartige Fragen stellt der Schweizer Unternehmer und Autor Rolf Dobelli in «Jetzt sind sie gefragt». Seite für Seite ein erfrischender Denkanstoss. Ein Buch zum Innehalten, ideal für die Zeit zwischen den Jahren.
Ist es das Ende von Bitcoin? Diese Frage stellt sich Nico und spricht dazu mit Julian Liniger, Gründer und CEO von Relai, der Schweizer App für einfaches Bitcoin-Investieren. Julian war gerade in El Salvador, dem ersten Land mit Bitcoin als offizieller Währung, und berichtet aus erster Hand, wie Bitcoin dort wirklich im Alltag genutzt wird, vom Schulkind bis zur Uber-Fahrerin. Das zeigt: Bitcoin kann mehr sein als Spekulation, es ist Zahlungsmittel und Zugang zu einem globalen Finanzsystem. Doch in Europa ist Bitcoin gerade wieder heftig gefallen. Warum? Julian erklärt die wahren Gründe hinter dem Bitcoin-Crash: • Leverage-Trading durch Hedgefonds und institutionelle Investoren • Verkaufswellen alter Bitcoin-Wallets aus der Frühzeit • Psychologische Effekte und fehlende Marktregulierung
Aurelio Perucca ist Mitgründer von Splint Invest und wieder zurück im Podcast, denn er hat einiges zu berichten. Was mit ein paar Kunstwerken und einem mutigen Geschäftsmodell begann, hat sich längst zur führenden Plattform für alternative Anlagen in der Schweiz entwickelt. Das Prinzip: Ab 50 Franken kannst du Anteile („Splints“) an echten Werten kaufen, z. B. an Kunst, Oldtimern, Handtaschen, Uhren, Pokémon-Karten oder Whisky. Splint übernimmt alles: Kauf, Lagerung, Versicherung, Verkauf. Du investierst digital per App und partizipierst an realen Objekten mit realem Wert. Das Ziel: Diversifikation ausserhalb der Börse, mit Assets, die historisch unabhängig von Aktien und ETF performen. In dieser Folge erfährst du: • warum Splint Invest mittlerweile über 750 Objekte im Portfolio hat • wie Exits funktionieren und warum die Plattform bereits 2,1 Mio. CHF mit Ø 24 % Rendite in 15 Monaten realisiert hat • wie du dein Risiko durch Diversifikation senkst • welche drei Möglichkeiten es gibt, um an dein Geld zu kommen
Marco Kratzer von Across Advisory war schon mehrfach im Podcast, doch diesmal zeigt er ganz konkret, wie du mit einfachen digitalen Tools Zeit sparst, Fehler vermeidest und endlich wieder Durchblick in deiner Buchhaltung bekommst. Denn: Noch immer schicken viele Unternehmer:innen Belege per Post, sammeln sie in Schuhschachteln oder Bananenschachteln oder drucken digital erhaltene Rechnungen aus, nur um sie danach physisch wieder weiterzugeben. Der Aufwand? Unnötig hoch. Die Übersicht? Gleich null.
Michael Weber war bereits vor einem halben Jahr im Podcast, damals noch im Aufbau seines eigenen Business als Coach für gesunde Gewohnheiten. In dieser neuen Folge berichtet er offen, wie sich sein Weg in die Vollzeit-Selbstständigkeit seither entwickelt hat, mit ehrlichen Zahlen, cleverer Planung und einer grossen Portion Umsetzungsstärke. Was bei ihm zählt, ist nicht Wissen, sondern Tun. Und genau das lebt er selbst vor: • Erst Teilzeit reduziert, um sein Coachingangebot zu testen • Proof of Concept mit ersten zahlenden Kund:innen • Dann der Schritt: Kündigung – all in ab Juli 2025 Was nach vier Monaten Vollzeit-Selbstständigkeit entstanden ist: • Ein funktionierendes 1:1-Coachingmodell, der „Commitment Club“ mit mittlerweile 20 festen Kund:innen à CHF 250.– pro Monat • Erste Firmenmandate durch organische Nachfrage • Fixe Planungstage & Deep-Work-Routinen • Ein Umsatzmodell mit klarer Struktur, das ihm heute rund CHF 5'000.– monatlich fix generiert, bei voller Flexibilität
Marco Hoffmann war vor drei Jahren bereits zu Gast im Podcast, damals als Mitgründer von SWISS Gate AG, einem aufstrebenden Startup im legalen Cannabis-Bereich. In dieser neuen Folge spricht er offen, ehrlich und reflektiert über das, was danach kam: der Konkurs. SWISS Gate wurde einst mit mehreren Millionen Franken bewertet, hatte Investoren an Bord, wuchs stark im E-Commerce, doch dann kam die gesetzliche Wende: Die Bestsellerprodukte durften plötzlich nicht mehr verkauft werden. Umsatz weg, Businessmodell kaputt und die versuchte Transformation Richtung B2B und vegane Hanfprodukte im Retail funktionierte nicht schnell genug. Marco erzählt: • Wie es ist, wenn der Kontostand schrumpft, der Lohn gestrichen wird und du trotzdem kämpfst • Wie der Gang zum Konkursamt tatsächlich abläuft, juristisch, emotional, organisatorisch • Was es bedeutet, privat für Mietverträge und Bankkredite zu bürgen – und wie er 18 Monate lang seine Schulden abbezahlte • Warum sein Netzwerk trotz Scheitern zu ihm hielt und er schnell wieder eine neue Stelle fand
Welche Rechtsform passt zu dir? Sascha erklärt, worauf du bei Gründung, Haftung und Steuern wirklich achten musst, denn Sascha Trüeb ist Gründungsexperte bei Fasoon und hat in den letzten Jahren über 1'000 Gründungen begleitet. In dieser Spezialfolge spricht er mit Nico darüber, wie du die richtige Rechtsform für dein Unternehmen findest und worauf du unbedingt achten solltest, bevor du startest. Denn: Sobald du etwas verkaufst, hast du automatisch eine Einzelfirma, auch ohne Anmeldung. Aber ob das wirklich sinnvoll ist? Das hängt von deiner Branche, deinen Kund:innen, deiner Risikobereitschaft und deinen finanziellen Mitteln ab.
Werden Sie JETZT Abonnent der Weltwoche. Digital nur CHF 9.- im ersten Monat. https://weltwoche.ch/abonnemente/Aktuelle Ausgabe der Weltwoche: https://weltwoche.ch/aktuelle-ausgabe/KOSTENLOS: Täglicher Newsletter https://weltwoche.ch/newsletter/App Weltwoche Schweiz https://tosto.re/weltwocheDie Weltwoche: Das ist die andere Sicht! Unabhängig, kritisch, gut gelaunt.Schweizer Unternehmer bei Trump: neue Einzelheiten. Wunschdenken: Schweizer Medien hoffen auf Putins Niederlage. EU-Bahnchaos in der Schweiz? Bührle-Kunst flüchtet aus Zürich.Die Weltwoche auf Social Media:Instagram: https://www.instagram.com/weltwoche/Twitter: https://twitter.com/WeltwocheTikTok: https://www.tiktok.com/@weltwocheTelegram: https://t.me/Die_Weltwoche Facebook: https://www.facebook.com/DIE.WELTWOCHE Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Khalil Radi ist zurück im Podcast und bringt ein Update mit, das sich gewaschen hat. Vor gut einem Jahr sammelte die Mach dis Ding-Community gemeinsam mit Khalil über 36'000 Franken, um in Ghana einen Recycling-Lastwagen zu finanzieren. Ziel: Eine lokale Kreislaufwirtschaft aufbauen, die selbstragend funktioniert, ohne dauerhafte Spenden. Heute ist der LKW vier Monate im Einsatz, spart mehr Diesel als gedacht, hat eine grössere Region erschlossen als geplant und ist zu 48 % eigenfinanziert. Bis Weihnachten soll das Projekt komplett selbsttragend sein. Doch das ist nur der Anfang: • In Ghana soll eine neue Recyclinganlage mit Schulbank-Produktion entstehen, aus gesammeltem Plastik. • In Nicaragua wurde dank einer 50'000-Franken-Privatspende eine eigene Export-Anlage aufgebaut, um sich vom lokalen Monopolisten unabhängig zu machen. • In Indien startet demnächst ein Pilotprojekt mit einem Kleintransporter, um „Plastik gegen Essen“ und „Plastik gegen Einkommen“ auch in den Slums von Mumbai umzusetzen.
Werden Sie JETZT Abonnent unserer Digitalzeitung Weltwoche Deutschland. Nur EUR 5.- im ersten Monat. https://weltwoche.de/abonnemente/Aktuelle Ausgabe von Weltwoche Deutschland: https://weltwoche.de/aktuelle-ausgabe/KOSTENLOS:Täglicher Newsletter https://weltwoche.de/newsletter/App Weltwoche Deutschland http://tosto.re/weltwochedeutschlandDie Weltwoche: Das ist die andere Sicht! Unabhängig, kritisch, gut gelaunt.Grossartig: Schweizer Unternehmer imponieren Trump! Karin Keller-Sutter: Der tiefe Fall. FDP gegen die Schweiz. Faszination Pink FloydDie Weltwoche auf Social Media:Instagram: https://www.instagram.com/weltwoche/Twitter: https://twitter.com/WeltwocheTikTok: https://www.tiktok.com/@weltwocheTelegram: https://t.me/Die_WeltwocheFacebook: https://www.facebook.com/welt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Julian Riebartsch ist Mitgründer von Calvin Risk, einem Start-up, das sich auf Qualitätssicherung und Risikobewertung von KI-Systemen spezialisiert hat. Klingt technisch? Ist es auch. Aber vor allem: unglaublich relevant. Denn Julian kennt das Problem aus der Praxis: In seiner Zeit im Venture Capital hat er gesehen, wie viele Unternehmen mit KI experimentieren und dann doch den Stecker ziehen. Warum? Weil niemand wirklich abschätzen kann, wie hoch das Risiko ist, finanziell, regulatorisch oder ethisch. Mit seinem Mitgründer (ETH PhD in Risikobewertung von KI) hat er daraus ein Produkt entwickelt, das für Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen ein echter Gamechanger ist:
Merlin Ouboter, Gründer des Microlino, ist zurück im Podcast und diesmal nicht nur als Entwickler, sondern als Gesprächspartner für einen echten Langzeit-User: Mach dis Ding Podcaster Nico Vogt fährt seit über einem halben Jahr selbst einen Microlino. In diesem ehrlichen Gespräch geht es um Erfahrungen, Learnings, Kritikpunkte und die Vision dahinter. Was als PR-Gag begann, ist heute ein handfestes Unternehmen:
Marco Kratzer ist Gründer von Across Advisory und kennt die grössten Steuersparpotenziale in Schweizer KMUs wie kaum ein anderer. In dieser Folge analysiert er gemeinsam mit Nico die 9 häufigsten Fehler, die beim Jahresabschluss gemacht werden und zeigt auf, wie Unternehmen jedes Jahr mehrere tausend Franken sparen könnten, wenn sie ein paar Stellschrauben richtig setzen würden.
Markus Naef ist CEO von bexio, der grössten Business-Software für Schweizer KMUs. Im Gespräch mit Nico erklärt er, wie bexio von einem Startup mit 1'000 Kunden zu einer Firma mit über 90'000 Kund:innen gewachsen ist und was es braucht, um dieses Wachstum zu skalieren. Seit dreieinhalb Jahren leitet Markus das Unternehmen, das heute rund 250 Mitarbeitende beschäftigt und eine klare Mission verfolgt: Das K in KMU stärken, durch einfache, zugängliche und zeitsparende Softwarelösungen. Die Zahlen sprechen für sich: ⏱️ bexio-Nutzer sparen im Schnitt 3.5 Stunden Admin-Zeit pro Woche
Pascal Ott ist nicht nur Bildungsexperte mit über 2'500 Lektionen Unterrichtserfahrung, sondern auch Mitgründer der neuen Schweizer Akademie für Zukunftsbildung. Gemeinsam mit Nico Vogt und Till Schäfer lanciert er ein Projekt, das sich bewusst gegen klassische Weiterbildung mit starren Diplomen stellt und stattdessen auf intrinsische Motivation, Praxisbezug und Community setzt. In dieser Folge sprechen Nico und Pascal über die Vision der Akademie, den Aufbau der kostenlosen Lern-Community auf Skool, und natürlich über den ersten Kurs: „Finanzielle Intelligenz im Unternehmensalltag“.
FinanzFabio hat's geschafft: Blue Budget ist da! Nach mehr als einem Jahr Entwicklung, zahllosen Rückschlägen, technischen Hürden und trotz Widerstand von grossen Banken ist die erste Version der App öffentlich verfügbar. Doch der Weg dahin war alles andere als einfach: Was als ambitioniertes App-Projekt für automatisiertes Budgetieren begann, wurde zur Reise durch technische Komplexität, regulatorische Trägheit und psychologische Belastung. Viele Banken blockieren noch immer den Zugang zu Kundendaten, obwohl genau das die Grundlage für Open Banking wäre. Statt weiter zu warten, wählte das Team einen neuen Weg: Sie launchen zuerst eine Funktion, die Mehrwert schafft, auch ohne Bankanbindung. So entstand „Verteilt“, eine Gruppenfunktion à la Splitwise, mit der du gemeinsame Ausgaben (z. B. in der WG, Beziehung oder Feriengruppe) bequem verwalten kannst.
Doman Obrist ist Gründer von Obrist Helps Insurance Solutions, einem Versicherungsbroker, der mit klarer Haltung, tiefem Netzwerk und echtem Unternehmergeist Kunden gewinnt. Ohne klassische Aussendienst-Erfahrung, ohne Grossversicherer im Rücken, dafür mit dem Mut, von Anfang an selbstständig zu arbeiten. Sein Weg beginnt während dem BWL-Studium: Erst einfache Steuerberatungen, dann die Erkenntnis, dass Versicherungen mehr Potenzial bieten. 2019 folgt der Sprung in die Vollzeit-Selbstständigkeit, nachdem der Plan, das Küchenbauunternehmen seines Onkels zu übernehmen, scheitert. Doman entscheidet sich: Jetzt oder nie. Heute betreut er mit seinem Team über 200 Unternehmenskunden, versichert komplexe Risiken (z. B. D&O für Verwaltungsräte oder Versicherungen in der Aviatikbranche) und lebt ein Geschäftsmodell, das auf Unabhängigkeit, Transparenz und Verzicht auf provisionsgetriebene Produkte setzt.
Matthias Knuser ist kein klassischer Webdesigner, er ist Stratege, Psychologe und Unternehmer in einem. Mit Knuser Hyperspace baut er Websites, die nicht nur schön aussehen, sondern messbar funktionieren. In dieser Folge spricht er mit Nico darüber, was fast alle beim Aufbau ihrer Website falsch machen, warum Design oft überschätzt wird und wie du mit der richtigen Struktur, klaren Worten und psychologischen Triggern mehr Vertrauen, Buchungen und Verkäufe erreichst. Der häufigste Fehler: Viele starten mit dem Layout, aber ohne Ziel, Zielgruppe oder Strategie. Sie überlegen sich nicht, was die Website tun soll, für wen sie ist und was Menschen auf der Seite tun sollen. Darum erklärt Matthias in dieser Folge: • Warum du dein Ziel zuerst definieren musst: Buchungen? Anfragen? Vertrauen? Verkauf? • Wieso eine Website nicht für dich, sondern für deine Zielgruppe da ist, mit deren Sprache, Tempo und Fragen • Wie wichtig der erste Eindruck ist („above the fold“), inkl. Titel, Call-to-Action und Bild • Warum du echte Bilder, klare Menüführung (max. 7 Punkte) und psychologisch strukturierte Texte brauchst • Wie du bei komplexen Angeboten (z. B. Sportcenter mit Fitness, Kursen & Tennis) mit Landingpages, Zielgruppensplits und differenzierten Funnels arbeitest
Christian Jungen war früher Filmkritiker bei der NZZ am Sonntag, heute ist er Festivaldirektor und Miteigentümer des ZFF – nach der Berlinale das zweitwichtigste Filmfestival im DACH-Raum. In dieser Folge erzählt er, wie es zum Management-Buyout kam, wie das Festival wirtschaftlich funktioniert und warum er sich selbst als «verhinderten Unternehmer» sieht.
Edwin Winkler ist heute CEO von Chimpy, demr Schweizer Startup Firma hinter den grünen Powerbanks, die man an über 4'000 Kiosken, Bahnhöfen und Verkaufsstellen in Europa ausleihen kann. Was viele nicht wissen: Edwin startete 2014 bei Chimpy als Praktikant, direkt nach dem ETH-Masterstudium in Naturwissenschaften. Heute führt er ein Unternehmen mit 35 Mitarbeitenden, Millionenumsätzen und einem klaren Ziel: Nachhaltige Akku-Infrastruktur für ganz Europa. In der Folge erfährst du: • Wie Chimpy von B2B-Batterieverleih zu einem öffentlichen Powerbank-Kreislauf wurde • Wie der erste Rollout mit Bars grandios scheiterte und was sie daraus lernten • Warum Valora der Kiosk der Schlüssel zum Erfolg war, aber auch ein Klumpenrisiko • Wie Chimpy heute komplett profitabel wächst, ohne neue Investoren • Warum Expansion in Europa heute nur noch über Partner mit vielen Verkaufsstellen funktioniert • Und: Wie Edwin es schaffte, in 8 Jahren vom Praktikanten zum Mitinhaber & CEO zu werden
David Christen, CMO von Quitt, zeigt in dieser Folge eine Wachstumsstrategie, über die kaum jemand spricht: Firmenübernahmen. Statt überall von Null zu starten, hat Quitt in England ein bestehendes Unternehmen übernommen, nach einem klaren Prozess, ehrlichem Austausch und mit viel Respekt gegenüber der Zielstruktur. Quitt selbst ist eine Art automatisiertes Online-Treuhandmodell, das die komplette Lohnadministration für Startups, KMU und Privatpersonen übernimmt, von AHV bis Arbeitsvertrag. In der Schweiz läuft das Geschäft so gut, dass die Gründer nach neuen Wachstumsoptionen suchten. Nach ersten Erfahrungen mit Expansion nach Deutschland (von Grund auf) entschieden sie sich in England für einen anderen Weg: Zukauf statt Aufbau.
In dieser ganz besonderen Folge spricht Nico nicht mit einer Unternehmerin, sondern über eine. Gemeinsam mit Journalist und Buchautor Stefan Mair rekonstruiert er den atemberaubenden Aufstieg und das dramatische Scheitern des Schweizer MedTech-Startups Ava, bekannt durch das Fruchtbarkeitsarmband und ihre charismatische Mitgründerin Lea von Bidder. Ava sammelte über 50 Millionen CHF ein, wurde zur Vorzeige-Gründerstory, Lea zierte internationale Medien von Guardian bis SRF, das Produkt versprach Revolution und dann: Notverkauf in die USA, Datenverlust, Rechtsstreit, Stille. Stefan Mair hat das alles hautnah miterlebt, als Journalist, als Beobachter und später als Autor von „Die Kindermacher“, einem Buch über Ava, das 50 % Erfolgsgeschichte und 50 % Scheiteranalyse ist.
Benjamin Tamm, Head of Relai Private & Business, ist überzeugt: Bitcoin ist die sicherste Wertspeicherung für die Zukunft. Privat hat er deshalb sogar einen Kredit aufgenommen, um Bitcoin zu kaufen, mit voller Überzeugung. In dieser Folge spricht er mit Nico darüber, warum auch Unternehmen Bitcoin halten sollten, wie das konkret funktioniert und welche Fallstricke und Chancen es dabei gibt. Relai bietet Unternehmen seit 2022 die Möglichkeit, regelmässig Bitcoin über ein Firmenkonto zu kaufen, per Sparplan, einfach und selbstverwahrend. Bereits mehrere hundert Unternehmen wurden onboarded, von Kleinunternehmen bis hin zu KMU mit strategischer Rücklagenplanung.
GmbH für 20'000 Franken, AG für 100'000 Franken, so weit, so bekannt. Doch was, wenn du das Geld nicht flüssig hast? In dieser Spezialfolge klären Nico und Sascha von Fasoon, was bei der Gründung als Sacheinlage gilt und was nicht. Ob Fahrzeug, Computer, Software oder sogar Zuchtkatze, vieles geht. Doch es gibt klare Spielregeln, steuerliche Fallstricke und mehr Aufwand, als viele denken. Hier erfährst du: • Wie Sacheinlagen in der Praxis funktionieren, inklusive Revisorenpflicht und Handelsregister-Eintrag • Warum du nicht jedes Objekt einbringen kannst: Leasingfahrzeuge, Alltagsgegenstände und Mietdepotkonten sind z. B. tabu • Welche steuerlichen Folgen eine Sacheinlage mit sich bringt, etwa bei Immobilien oder Wertsteigerungen • Wieso Kryptowährungen zwar möglich, aber riskant sind • Und: Wie du sauber mit Darlehen, Onlinekäufen oder Vorabinvestitionen umgehen kannst
Matthias Zwyssig hat nicht nur ein Unternehmen übernommen, nein, er hat es in wenigen Jahren verdoppelt, digitalisiert und ein zweites Unternehmen daraus gegründet. Er war seit seiner Lehre in der Metallraum AG tätig und übernahm 2023 den Betrieb inkl. den über 30 Mitarbeitenden, einer Neubauhalle und einer Finanzierung von rund CHF 5 Mio., die er durch Banken, Darlehen und einen Business Angel aufbaute. Heute erzählt er Nico im Podcast: • wie er die Finanzierung als 31-Jähriger aufstellte • was „gute Schulden“ für ihn bedeuten • warum er auf Dividenden verzichtet und alles reinvestiert • und wie er mit der Firma den Umsatz fast verachtfacht hat Doch damit ist nicht genug: Durch interne Prozessautomatisierung entstand der Prozess-Marktplatz, eine eigenständige Plattform, auf der Firmen digitale Prozess-Blueprints kaufen oder anpassen können, z.Bsp. für Ferienmeldungen, Angebotserstellung oder Kundenkommunikation.
Rommy Arndt im Gespräch mit Ulrich Vosgerau, Claudio Zanetti, Hans Christoph Buch und Felix Böllmann. Im deutschen Bundestag steht heute die Wahl von drei neuen Richtern für das Bundesverfassungsgericht an. Doch ob die Kandidaten von Union und SPD durchkommen, ist ungewiss. Über die Ausgangslage und die Rolle der AfD bei der Wahl sprechen wir mit dem Staatsrechtler Ulrich Vosgerau. Anfang Juni gab es beim Online-Finanzportal „Inside Paradeplatz“ in Zürich eine Durchsuchung. Das warf Fragen zur Pressefreiheit in der Schweiz. Doch jetzt hat eine Richterin entschieden, die Hausdurchsuchung war unrechtmäßig. Die Hintergründe des Falls erklärt der Schweizer Unternehmer und frühere SVP-Nationalrat Claudio Zanetti. „Haiti. Nachruf auf einen gescheiterten Staat“ - so hieß ein Buch, das Hans Christoph Buch im Jahr 2010 veröffentlicht hat. Heute - 15 Jahre später - ist die Lage in dem Karibikstaat noch schlimmer. Wir sind dazu im Gespräch mit dem deutschen Schriftsteller und Haiti-Kenner Buch. Der Digital Services Act der EU ist ein umstrittenes Gesetz, dass Online-Plattformen verpflichtet, bestimmte Inhalte zu löschen. Im Rahmen des Gesetzes gab es bisher einen freiwilligen Verhaltenskodex für die Internetplattformen und Anbieter. Seit 1. Juli ist dieser Kodex nun verbindlich für alle Unternehmen. Was das bedeutet, erklärt der Rechtsanwalt Felix Böllmann von ADF International.
In dieser Folge spricht Philippe Muntwyler, Mitgründer von Caveo, über das grösste Problem in der Schweizer Finanzwelt: den Flickenteppich aus Meinungen, Tipps und halbgaren Lösungen. Seine These: Du brauchst keine weitere Meinung, du brauchst einen Plan. Wir reden in der Folge über den Status quo, warum Finanzplanung kein Luxus für Reiche ist, was ein guter Plan wirklich leisten muss und warum Caveo das Rad nicht neu erfindet, sondern endlich zum Laufen bringt. Philippe ist zum zweiten Mal im Podcast und viel hat sich getan: Was früher ein digitalisierter Versicherungsvergleich war, ist heute eine ganzheitliche, digitale Finanzplanungsplattform, die zeigt: Jeder erwerbstätige Mensch in der Schweiz braucht einen Finanzplan. Punkt! Caveo bietet genau das, kostenlos, digital, automatisch und bei Bedarf ergänzt durch echte Beratung. Die App analysiert deine Daten (Versicherungen, Einkommen, Steuern, Vermögen etc.) und erkennt Lücken oder Chancen. Dabei geht es längst nicht mehr um Autoversicherungen, sondern um Einkommenssicherung, Erwerbsunfähigkeit, Tod, Pensionsplanung, Vermögensaufbau und Unternehmensstruktur.
Marco Kratzer ist Sanierungsexperte und Treuhänder, aber vor allem jemand, der offen über Krisen spricht, wo andere schweigen. Im Gespräch mit Nico erklärt er, was wirklich passiert, wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät und welche Massnahmen man ergreifen kann, bevor es zu spät ist. In dieser sehr spannenden Folge geht es um: • Kapitalverlust: Was das neue Aktienrecht von dir verlangt und warum du auch ohne Revision plötzlich prüfen lassen musst • Überschuldung: Was passiert, wenn dein Eigenkapital unter Null sinkt, auch wenn noch Geld auf dem Konto ist • Sanierungsmassnahmen: Von Aufwertungsreserven, über stille Reserven, bis hin zu Rangrücktritten und Sale & Leaseback • Operative Rettungsstrategien: Zahlungsziele verhandeln, Vorauszahlungen einfordern, Liquidität planen, Factoring nutzen • Warum Untätigkeit schnell zur privaten Haftung führen kann
Manuel Bernsau war Senior Manager in einem renommierten Ingenieurbüro und entschied sich, seinen sicheren Job aufzugeben, um die jahrzehntelange Erfindung seines Vaters zur Marktreife zu bringen: eine komplett neu gedachte Windkrafttechnologie, leise, effizient und kompakt. Das Ergebnis: VentoStream. Das Besondere: • Statt der klassischen Windräder mit Rotoren nutzt VentoStream ein geschlossenes Turbinensystem, das aerodynamisch optimiert ist, ohne Lärm, ohne Schattenschlag, ohne Vogelschlag. • Die Technologie wurde über 20 Jahre lang als privates Projekt entwickelt, patentiert und im Labor getestet. • Trotz fehlendem Umsatz hat das Startup bereits über 3 Mio. CHF Kapital eingesammelt, mit einer stark überzeichneten zweiten Runde.
Sandro Schärer ist Zimmermann, Familienvater, und seit Kurzem selbstständiger Unternehmer. Er hat sich nicht trotz, sondern wegen seiner kleinen Kinder selbstständig gemacht. Warum? Weil er mehr Zeit mit ihnen verbringen wollte und das System Bauleiter einfach nicht mehr zu seinem Leben passte. Heute führt er die Schärer Solar Holzbau GmbH, ein Ein-Mann-Betrieb mit Fokus auf Holzbau und Solaranlagen. Seit dem ersten Tag ist er ausgebucht. Und das ganz ohne Werbebudget oder grosse Strategie, sondern mit Mund-zu-Mund-Werbung, Präsenz, LinkedIn und viel Ehrlichkeit. In der Folge spricht Sandro über: • wie er sein Umfeld früh eingebunden und Vertrauen aufgebaut hat • warum er einfach „darüber geschnorrt“ hat und das sein Erfolgsrezept wurde • wie er bewusst einen sechsstelligen Auftragswert vor Start sicherte • weshalb LinkedIn (trotz lokalem Business) für ihn funktioniert • und wieso tiefe Fixkosten der grösste Hebel für echte Freiheit sind
Naveen Jerith ist Unternehmer durch und durch, aber definitiv nicht nach Lehrbuch. Er hat mit 18 seine ersten Waren von Manor weiterverkauft, Uhren geflippt, auf Ricardo verkauft, Lieferdienste ausprobiert und nebenbei sein Hotel weiterentwickelt. Heute führt er vier Unternehmen: • ein Hotel in Lugano • eine Textilmarke mit 50 Verkaufsstellen • ein Filehosting-Internetbusiness • und den Podcast JerithPod Was ihn auszeichnet: Leverage statt Kontrolle. Er setzt auf Partner, Systeme, Medien und Kapital. Er baut nicht alles selbst, sondern baut Teams, Strukturen und Vertrauen. Dass das nicht immer klappt, hat ihn über 300'000 CHF an Lehrgeld gekostet, dafür aber auch jede Menge Klarheit gebracht.
Matthias Knuser hat 2024 seine Agentur Knuser Hyperspace gegründet, ohne Startkunden, ohne Werbebudget, aber mit einer klaren Strategie. Sein Modell: Websites, Texte, Fotos, Videos und Social Media Betreuung aus einer Hand im monatlichen Abo. Ohne Mindestvertragslaufzeit. Der Kunde geht praktisch kein Risiko ein, Matthias dafür umso mehr. Die Rechnung geht auf: Im ersten Jahr machte er 107'000 CHF Umsatz. Sein Credo: Kunden kaufen nicht, weil sie Mitleid haben, sondern weil es für sie Sinn macht. Und genau das kommuniziert er vom ersten Kontakt an. In der Folge erklärt er sein komplettes Kaltakquise-System, sein Preismodell, seine Learnings zu Fixkosten und warum Selbständigkeit für ihn vor allem bedeutet: unternehmerisch denken und den Kunden entlasten.
Manuel Villiger hat nicht gegründet, sondern ein Unternehmen übernommen. 2019 entschied er sich, das Blaser Baumanagement zu kaufen, welches er inzwischen vollständig führt. Sein Ziel: aus einer klassischen KMU-Struktur eine moderne, selbstorganisierte Firma machen. Weniger Chef, mehr Eigenverantwortung. Mehr Freiheit, mehr Mitgestaltung. Doch heute sagt er: „Ich würde einiges anders machen.“
Patrick Mollet hat nicht den Masterplan verfolgt, aber viele mutige Entscheidungen getroffen. Er gründete 2001 eine Plattform für Studierende, monetarisierte früh mit Werbung, überstand Marktveränderungen, gründete eine Agentur und später ein Start-up im Bereich Social Media Recruiting. 2016 folgte der Exit an Xing. Doch statt sich zur Ruhe zu setzen, investierte Patrick in sinngetriebene Projekte: Er war zwei Staffeln Investor bei „Die Höhle der Löwen Schweiz“, engagierte sich in der Start-up-Szene und stieg schrittweise operativ bei Great Place to Work Switzerland ein, wo er heute Mitinhaber und Consultant ist.
Stefan Wyss hat nicht gegründet, er hat gekauft. Und das gleich zweimal. Mit 27 Jahren übernahm er zwei traditionelle KMUs in der Metallverarbeitung, teils ohne Eigenkapital, teils mit Familien- und Bankkrediten. Beide Betriebe waren sanierungsbedürftig, überaltert, personell unter Druck. Doch genau dort sah Stefan seine Chance. Er optimierte Abläufe, digitalisierte Prozesse, modernisierte den Maschinenpark und vor allem: baute neue Teams auf, die die Transformation mittrugen. Innerhalb von sieben Jahren machte er aus zwei stagnierenden Firmen ein wachstumsfähiges Gebilde und verkaufte beide erfolgreich an eine Industriegruppe. Der Exit: ein knapp zweistelliger Millionenbetrag.
Wissen bleibt, Zukunft zählt: Wie aus einer Kursidee ein Bildungsbusiness entsteht: In dieser Folge geht's um ein Herzensprojekt, das durch Scheitern und Lernen wächst: die Akademie für Zukunftsbildung. Nico spricht mit Pascal Ott, Geschäftsführer der Academy, über den Weg von einer klassischen Gründerkurs-Idee zu einem völlig neuen Bildungskonzept. Was sie dabei gelernt haben: • Dass nicht alle Gründer*innen gleich ticken und „ein Kurs für alle“ kaum funktioniert • Dass Lernen mehr ist als Videos und Zertifikate und echte Wirkung nur durch Praxis entsteht • Dass Geduld, Feedback und iterative Entwicklung die Basis eines starken Bildungsprodukts sind
In dieser Folge klären Nico und Sascha Trüeb von Fasoon ein Thema, das viele Gründer*innen betrifft, aber oft zu lange ignoriert wird: Die Umwandlung von der Einzelfirma zur Kapitalgesellschaft. Denn viele starten mit einer Einzelfirma, weil einfach, unkompliziert und ohne Startkapital möglich. Doch sobald das Geschäft wächst, ändern sich auch die Anforderungen: Haftung, Steuern, Sozialversicherungen und Beteiligungen werden relevant und genau dann kann die GmbH (oder AG) die bessere Wahl sein.
Reto Hugi hat mit zwei Studienfreunden während des Studiums die Firma Powerfood gegründet, mit gerade mal 6'000 Franken Startkapital und ersten Produkten, die sie aus Deutschland importierten und im Keller ihrer Eltern lagerten. Heute, über 20 Jahre später, beschäftigt Powerfood rund 100 Mitarbeitende, betreibt 25 Filialen in der ganzen Schweiz und setzt jährlich rund 30 Millionen Franken um. Was als Online-Shop mit Flyern im Fitnessstudio begann, ist heute ein breit aufgestelltes Unternehmen mit Eigenmarken, B2B-Vertrieb an Migros, Coop und Decathlon sowie einem geplanten Logistikzentrum. Trotz wachsender Komplexität managen Reto und sein Geschäftspartner Oli den gesamten Betrieb mit erstaunlich schlanker Struktur, sie machen fast alles selbst.
Marco Kratzer, Gründer der Across Advisory, ist Treuhänder und Unternehmensberater und heute im Podcast, um über ein Thema zu sprechen, das viele Unternehmer*innen irgendwann betrifft: die Holdingstruktur. Was bringt eine Holding wirklich? Wann lohnt sie sich, und wann eben nicht? Gemeinsam mit Nico erklärt Marco praxisnah, wie Holdings aufgebaut werden, was steuerlich möglich (und erlaubt!) ist und warum sich viele Gründer*innen mit der Gründung zu lange Zeit lassen. Anhand von konkreten Beispielen rechnen die beiden durch, wie viel Steuern man mit einer Holdingstruktur sparen kann, z.B. bei Gewinnausschüttungen, Immobilienkäufen oder sogar beim Unternehmenskauf via Akquisitionsholding.
Michael Weber ist Gast im Mach dis Ding Podcast und spricht über seinen beruflichen Werdegang vom Profifussballer bis hin zu seiner aktuellen Tätigkeit als selbstständiger Coach. Ursprünglich begann Michael seine Karriere im Profifussball beim FC Basel, spielte später beim FC Wohlen in der Challenge League und wechselte danach in die USA, um dort an der Universität Fussball zu spielen und Wirtschaft und Sport zu studieren. Aufgrund der COVID-19-Pandemie kehrte er zurück in die Schweiz, schloss sein Studium online ab und arbeitete beim Unternehmen Nikin, während er parallel beim FC Baden erneut in die Challenge League aufstieg. Michael spricht auch über seine Zeit in den USA, die er als "Time of my life" bezeichnet. Er spricht über die besondere Rolle des Sports und die Erfahrungen, die er dort machte, sowie die kulturelle Vielfalt seines Teams.
Alan Frei war bereits zweimal im Podcast zu Gast – zuerst als Minimalist, dann als Unternehmer nach dem erfolgreichen Exit mit dem Erotik-Onlineshop Amorana. In dieser dritten Folge zeigt sich Alan einmal mehr neu erfunden: Als Teil des philippinischen Curling-Teams holt er überraschend Gold an den Asiatischen Winterspielen – gegen starke Gegner aus China und Korea. Was als "Trainings-Turnier" für Olympia geplant war, wurde zum medienwirksamen Coup mit Einladung vom Präsidenten, Pressetrubel und echtem Cool-Runnings-Moment. Trotz finanzieller Freiheit bleibt Alan Unternehmer durch und durch. Mit der Alan Frei Company tokenisiert er sich selbst: Wer an ihn glaubt, kann Anteile an seinen Projekten erwerben – ganz egal ob Olympia, Content oder physische Produkte. Alan setzt auf Transparenz, Community und einen konsequent durchdachten Aufbau: Er entwickelt Produkte zuerst für sich selbst, testet sie im Alltag und bringt sie erst dann mit Community-Feedback auf den Markt.
Sascha von Fasoon klärt auf: Was genau ist eigentlich Mantelhandel? Und warum ist es in der Schweiz grundsätzlich nicht erlaubt, inaktive Firmenmäntel weiterzuverkaufen? In dieser Folge erklärt er gemeinsam mit Nico, worin der Unterschied zwischen einer sauberen Nachfolgeregelung und einem Mantelhandel liegt – und warum der Kauf einer günstigen „fertigen GmbH“ für 1'000 Franken alles andere als ein cleverer Move sein kann. Denn: Wer einen Firmenmantel kauft, übernimmt auch sämtliche Altlasten – inklusive offener Schulden, Garantieansprüche oder Steuerprobleme. Und das Risiko ist hoch: Das Handelsregister kann die Eintragung verweigern, was zu finanziellen Verlusten und Reputationsproblemen führt.
In dieser Folge spricht Nico mit Christian Käser und Linus Lingg, Gründer von bottleplus, dem ETH-Spin-Off hinter der weltweit ersten mobilen Sprudelwasserflasche – der spark bottle. Die Idee entstand im Rahmen des ETH-Kurses „Lean Startup Academy“ und wurde bereits früh durch erste Marktvalidierungen gestützt. Es folgte eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne im Herbst 2021, die den Weg für eine dreijährige Entwicklungsphase ebnete. Das Herzstück der Innovation ist der abnehmbare, wiederbefüllbare CO₂-Tank, der ortsunabhängiges Sprudeln von bis zu 10 Flaschen Wasser ermöglicht – perfekt für alle Sprudelwasser-Fans unterwegs. Seit dem offiziellen Launch im Juli 2024 wurden über 1.000 Vorbestellungen ausgeliefert, das Produkt ist mittlerweile auch in 17 Coop City Filialen erhältlich. Trotz kurzer Sold-Out-Phasen verzeichnet bottleplus ein stetiges Umsatzwachstum und der erste sechsstellige Monatsumsatz dürfte die nächsten Monate geknackt werden.
In dieser Episode spricht Nico erneut mit Fabio A. Marchesin, besser bekannt als FinanzFabio. Das Gespräch fokussiert sich auf Fabios Entwicklung und Erfahrungen als Content Creator und Unternehmer, sowie auf wesentliche Erfolgsfaktoren, die ihn dahin gebracht haben, wo er heute steht. Ursprünglich begann Fabio mit einem einfachen Blog, um komplexe Finanzthemen verständlich zu erklären. Content Creation war dabei nicht das eigentliche Ziel, sondern entwickelte sich organisch aus seiner Tätigkeit als Finanzplaner heraus. Ein zentraler Bestandteil seines heutigen Erfolges ist sein Podcast. Dieser schafft Vertrauen und dient als Grundlage für zusätzlichen Content wie Reels und Clips für verschiedene Social-Media-Plattformen. Besonders grossen Erfolg erzielte Fabio durch kurze Social-Media-Videos, insbesondere Strassenumfragen, die ihm enorme Reichweiten und viele neue Follower brachten.
Marco Kratzer ist erneut Gast im Podcast, um über das beeindruckende Wachstum seines Unternehmens Cross Advisory zu sprechen. Gestartet im Jahr 2020, gemeinsam mit seinem Vater, wuchs das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren von nur zwei Personen auf 17 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatzanstieg von knapp einer Million auf voraussichtlich über 3,5 Millionen Franken. Marco betont, dass das Wachstum sowohl organisch als auch durch gezielte Übernahmen erfolgt. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung eines zweiten Standorts in Oberrieden durch die Übernahme der Rinaldo Treuhand AG. Er erläutert, dass die Entscheidung für die Übernahme auf einer klaren strategischen Analyse basierte und auf die Digitalisierung und Modernisierung der Dienstleistungen abzielte.
I. Wolfgang Sobotka und die WKStA: Das ist mitnichten der Beginn einer neuen Liebesbeziehung. Die Behörde hat gegen Sobotka Ermittlungen eingeleitet. Sobotka soll 2017 im Finanzministerium und da bei Thomas Schmid wegen einer Steuersache interveniert haben. Schmid war damals Generalsekretär des Finanzministeriums, Sobotka bis Mitte Dezember 2017 ÖVP-Innenminister und ab da Nationalratspräsident.Thomas Schmid, das ist der Mann sich einst als ein Prätorianer von Sebastian Kurz bezeichnet hat. Er hat am 11. Dezember erstmals im Falschaussageverfahren gegen Sebastian Kurz ausgesagt, für den 15. Dezember war die Fortsetzung seiner Zeugeneinvernahme angesetzt. Also nach der Aufzeichnung dieser Episode. Ich werde das Auftreten von Thomas Schmid im Kurz-Prozess noch gesondert beleuchten, sinnvollerweise wollte ich seine Befragung durch die WKStA abwarten, die ja noch ausstand. Dazu also ein andermal. Thomas Schmid hatte Sobotka 2022 in einer Einvernahme belastet und dazu später auch einen Chat mit dem früheren Sektionschef im Finanzministerium Eduard Müller vorgelegt. Müller ist heute ein Vorstand der Finanzmarktaufsicht, dazumals hatte er viel Einfluss im Finanzministerium. Schmid sagt, Sobotka habe 2017 bei ihm wegen einer laufenden Steuerprüfung zur Erwin-Pröll-Privatstiftung interveniert und von ihm eine Erledigung dieser Sache gefordert. Und das sei dann auch passiertDie Dr. Erwin Pröll Privatstiftung war 2007 vom damaligen Landeshauptmann Niederösterreichs eingerichtet worden, da wurden zunächst Geldgeschenke eingebracht, die er zum 60er im Jahr davor erhalten hatte, immerhin 150.000 Euro. Mit dem Geld wollte man die Entwicklung des ländlichen Raum fördern.Ende 2016 deckte dann aber der Falter auf, dass auch das Land Niederösterreich Geld an die Pröll Stiftung geschickt hatte. Da ging es um insgesamt 300.000 Euro. Großer Wirbel damals, die Stiftung musste das Geld samt Zinsen schlussendlich 2017 an das Land Niederösterreich zurückzahlen, später wurde sie aufgelöst.Tatsächlich gab es noch 2017 eine Steuerprüfung der Stiftung. Rund um die Rücküberweisung des Landesgelds war offenbar die Frage aufgetaucht, ob diese 300.000 Euro steuerlich nun als Förderung oder als sogenannte Zustiftung zu behandeln waren.Diese Einstufung hatte nämlich Einfluss auf die steuerliche Bemessung.Laut Thomas Schmid soll die Finanzverwaltung zunächst von einer Zustiftung ausgegangen sein, das hätte 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer ausgelöst, in dem Fall also rund 82.500 Euro. 2018 soll die Finanz dann aber plötzlich umgeschwenkt sein, und die 300.000 als Förderung qualifiziert haben. Damit wäre die Kapitalertragsteuer vom Tisch gewesen.Und irgendwo dazwischen soll Sobotka bei Schmid interveniert haben und Schmid hatte rund um die Pröll-Stiftung wiederum Kontakt mit Sektionschef Eduard Müller. Soweit die Verdachtslage. Gerichtsfest bewiesen ist davon erst einmal nicht. Sobotka bestreitet die Intervention energisch, auch Müller hat Fehlverhalten jedweder Art bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen. Und sowieso gilt die UnschuldsvermutungWie geht das jetzt weiter? Sobotka genießt bis zu einem gewissen Grad strafrechtliche Immunität, wie jeder Abgeordnete. Geregelt ist diese Immunität im Geschäftsordnungsgesetz 1975, das Parlamentarier vor Strafverfolgung in Ausübung ihres Berufs schützen soll. Sie dürfen zum Beispiel nicht wegen ihres Abstimmungsverhaltens belangt werden. Das Gesetz sieht jedenfalls vor, dass eine Behörde immer erst den Nationalrat fragen muss, ob es Gründe gibt, die gegen eine Strafverfolgung sprechen. Das passiert jetzt auch im Fall Sobotka. Die WKStA hat ein schriftliches Ersuchen um Zustimmung des Nationalrates zur Verfolgung von Sobotka gestellt. Geschickt wurde es übrigens an das Präsidium des Nationalrats zu Handen Wolfgang Sobotka. Der hat auch gleich reagiert und über profil ausrichten lassen, dass er sich natürlich ausliefern lasse werde, weil er sich eben nichts zuschulden komme habe lassen. Ok, das ist ein bisschen drollig, weil Sobotka sich gar nicht ausliefern lassen kann. Er hat in diesem Prozess keinerlei Parteienstellung. Darüber entscheidet der sogenannte Immunitätsausschuss. Das sind 13 Abgeordnete, 5mal ÖVP, 3mal SPÖ, 2mal Grüne, 2mal FPÖ und einmal NEOS. Den Vorsitz führt derzeit die SPÖ-Abgeordnete Selma Yildirim. Der Ausschuss prüft den Antrag der WKStA und entscheidet dann mit einfacher Mehrheit für oder gegen eine Freigabe der Strafverfolgung. Da entsteht dann eine Vorlage und die geht ans Plenum des Nationalrats, wo das dann final beschlossen wird. Das dürfte bereits im nahenden Jänner passieren. Soweit es Wolfgang Sobotka betrifft, gilt diese Auslieferung als durchaus wahrscheinlich. Also nicht nur deshalb, weil er das sowieso will, ohne dass ihn jemand danach fragen würde. Seitens der Parlamentsdirektion wurde mir gesagt, dass es keine erkennbaren Gründe gibt, die einer Strafverfolgung entgegenstehen. Die Vorwürfe hätten nichts mit seiner unmittelbaren Berufsausübung im Sinne des Geschäftsordnungsgesetzes zu tun und die vorliegenden Indizien fallen noch dazu in eine Zeit, wo er noch gar nicht im Parlament war.Mit der Aufhebung der Immunität würde Sobotka vom Verdächtigen zum Beschuldigten und erst ab da kann die WKStA tatsächlich ermitteln. Also zum Beispiel den wichtigen Steuerakt der Pröll-Stiftung anfordern und erste Einvernahmen ansetzen.Thomas Schmid wird in diesem Verfahren übrigens auch als Verdächtiger geführt, er wäre ja der gewesen, den Sobotka zum Amtsmissbrauch angestiftet hätte. Schmid strebt aber bekanntlich eine Kronzeugenregelung an, die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Es wird also dauern, bis hier etwas mehr Klarheit herrscht. II. Es war einmal der Beirat Signa Holding GmbH. Das war eine Gruppe von Menschen, allesamt Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, die sich zusammengetan hatten, um René Benko und seine Führungskräfte beratend zu begleiten, wie das damals bei Signa hieß. Heute ist die Signa Holding pleite, weitere Gesellschaften der Gruppe sind ihr bereits gefolgt und von der Signa-Website sind die Hinweise auf den Beirat verschwunden. Ich nehme jetzt mal an, dass sich der Beirat mit Einleitung des Insolvenzverfahrens erübrigt hat, aber mittlerweile frage ich mich, in welcher Form dieser Beirat je existiert hat und was da eigentlich genau gemacht wurde. Von der Website der Signa mag der Beirat verschwunden sein, aber mit Online-Diensten wie Wayback Machine kann man frühere Versionen einer Website aufrufen. Das habe ich gemacht. Und ich habe mir den Stand der Signa-Seite vom August dieses Jahres angesehen, da stand das Haus Benko ja noch. Da stand über den Beirat:Dieser strategische Beraterkreis von angesehenen Persönlichkeiten aus dem Bankenwesen, aus der Politik und aus der Wirtschaft ist regelmäßig wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung bei Signa und steht dem Group Executive Board sowie den einzelnen Managern bei Bedarf beratend zur Seite. Der Beirat, der erstmals im Jahr 2005 eingesetzt wurde, ist kein statutarisches Organ im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr ein Gremium, dessen Aufgabe es ist, die Strategie der Weiterentwicklung sowie das Neugeschäft des Unternehmens beratend zu begleiten.Unterhalb dieses Marketing-Blablas hingen noch im August die Fotos von den damals neun Beiratsmitgliedern. Erstens René Benko selbst, der als Vorsitzender genannt wurde. Benko war vor einigen Jahren von der Signa-Geschäftsführung in den Beirat gewechselt. Daneben zweitens Alfred Gusenbauer, als Berater längst die Definition der Ich-AG, vormals unter anderem SPÖ-Chef und Bundeskanzler. Durch Recherchen von News wurde bekannt, dass Gusenbauer als Signa-Berater Millionenhonorare bekam. Daneben drittens Karl Stoss, der amtierende Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees, vormals unter anderem Generaldirektor der Casinos Austria. Er steht der ÖVP nahe. Daneben viertens, der deutsche Unternehmer Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Münchner Unternehmensberatung. Berger hat einst auch führende deutsche Politiker beraten. Und er ist einer der frühen Signa-Investoren.Daneben fünftens Susanne Riess-Hahn, die Generaldirektorin der österreichischen Wüstenrot-Gruppe, vormals unter FPÖ-Vizekanzlerin. Sie ist mit EU-Kommissar Johannes Hahn verheiratet, der bekanntlich ÖVP ist. Daneben sechstens Walid Chammah, ein Libanese, er stand einst mit an der Spitze der multinationalen Finanzgruppe Morgan Stanley, mittlerweile ist er in Pension. Laut Berichten englischsprachiger Medien hat Chammah die Signa in London geklagt, es geht um offene Beraterhonorare von 14 Millionen Euro. Offenbar hatte Benko diesem Berater Provisionen und Vorschüsse versprochen und zwar rund um den Erwerb der deutschen Galeria-Kaufhof-Gruppe. Das Geld soll Chammah aber nie bekommen haben. Auch hier ist jedenfalls von Millionen Euro die Rede. Daneben siebtens Ernst Tanner, ein Schweizer Unternehmer, auch er einer der frühen Investoren bei Signa. Tanner ist unter anderem Verwaltungsratspräsident des Schokoladenimperiums Lindt & Sprüngli. Dann hätten wir noch achtens Karl Sevelda, einen pensionierten Banker, zuletzt viele Jahre für den Raiffeisen-Sektor in leitender Funktion tätig. Karl Sevelda hat übrigens auch eine politische Vergangenheit, er war einer der Gründer des Liberalen Forums, wer sich noch erinnert. Das LIF war eine Schöpfung der 1990er Jahre und verschwand dann später in den NEOS.Und schließlich, Mitglied Nummer neun: Karl Samstag, ebenfalls ein Banker im Ruhestand. Er hat ab den 1960er Jahren für die Wiener Zentralsparkasse gearbeitet und brachte es schließlich zum Generaldirektor der Nachfolgerin Bank Austria. Keine Überraschung, Karl Samstag spielt im Team SPÖ, er hat unter anderem noch bis Ende dieses Jahres Funktionen im Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien. Der Signa-Beirat, das waren also acht Männer und eine Frau, ein bisschen Österreich, ein bisschen International, viel Gewicht auf der Finanzbranche und viel viel politischer Background. Jetzt bleibt immer noch die Frage, wofür dieser Beirat gut gewesen sein soll. Also was hinter diesem Marketing-Blabla auf der Website stand. Also habe ich den 9 Beiratsmitgliedern beziehungsweise deren Büros E-Mails geschickt. Ich hatte folgende 13 Fragen: 1) Wie lange waren Sie Mitglied des Beirats der Signa Holding GmbH?2) Welche Aufgaben hatte der Beirat?3) Wie wurde die Arbeit des Beirat formell definiert? Gab es satzungsmäßige Regularien oder einen Statut?4) Welche Tätigkeiten waren mit Ihrer Beiratsmitgliedschaft verbunden?5) Gab es ein regelmäßiges Reporting an den Beirat bzw. welche Informationen wurden dem Beirat in welchem Rhythmus und auf welche Art zur Verfügung gestellt?6) Konnte der Beirat auf eigenen Wunsch Einsicht in Geschäftsbücher nehmen?7) Welchen Einfluss hatte der Beirat auf das operative Geschäft der Signa Holding GmbH?8) Wie oft tagte der Beirat?9) An wie vielen Beiratssitzungen haben Sie selbst teilgenommen?10) Wie und in welcher Höhe wurden Sie für Ihre Tätigkeiten im Beirat honoriert?11) Wann und durch wen wurde dem Beirat die finanzielle Schieflage der Signa Holding GmbH kommuniziert?12) Besteht der Beirat aktuell noch?13) Bestanden/bestehen über Ihre Funktion im Beirat hinaus geschäftliche Verbindungen (Beteiligungen, Beraterverträge, Forderungen, Verbindlichkeiten) zur Signa-Gruppe oder anderen René Benko zuzurechnenden Rechtsträgern?Eine Anmerkung: Einzig René Benko bekam anstelle der letzten Frage eine andere gestellt: Warum sind Sie aus der Geschäftsführung in den Beirat gewechselt?In meinem Geschäft rechnet man ja nie mit praller Ernte und was soll ich sagen: Der Rücklauf war, nunja. Von René Benko kam keine Antwort, ihn hatte ich direkt angeschrieben, dazu noch zwei weitere Signa-Leute.Auch von Alfred Gusenbauer: keine Antwort. Ihn hatte ich direkt angeschrieben. Von Karl Stoss kam etwas zurück, er ließ über die Pressestelle des Olympischen Komitees ausrichten, ich zitiere: Karl Stoss möchte zu diesem Thema/diesen Fragen nicht Stellung nehmen, Danke für Ihr VerständnisRoland Berger hatte ich über sein Büro angeschrieben: keine Antwort. Susanne Riess-Hahn hatte ich über die Wüstenrot-Pressestelle angeschrieben, ich bekam auch eine Antwort: Ich zitiere: Der Beirat hat ausschließlich beratende Funktion. Susanne Riess-Hahn hat kein Honorar bezogen. Es gibt keinerlei Geschäftsbeziehungen weder zwischen Signa und Wüstenrot noch zwischen Signa und Riess-Hahn.Walid Chammah hatte ich über sein LinkedIn-Profil kontaktiert. Keine Antwort.Bei Ernst Tanner habe ich es über die Pressestelle von Lindt & Sprüngli versucht, ich bekam keine Rückmeldung.Karl Sevelda habe ich erreicht, er schrieb mir auch zurück, ich zitiere wieder: Ich bitte um Verständnis, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei öffentliche Aussagen tätigen möchte.Und schließlich Karl Samstag, den ich direkt angeschrieben hatte: Keine Antwort. Okay, halten wir fest: Die wollen nicht drüber reden. Was immer dieser Beirat auch war, mit gewollter oder wirksamer Kontrolle hatte das offenbar nichts zu tun. Für Benko war dieser Beirat in jedem Fall eine gute Sache. Er bekam Know How, er bekam Netzwerke und ein wenig Markenpflege ist sie auch noch ausgegangen. Denn eins ist offenbar: Wer solche Leute im Beirat seiner Firma hat, der schaut doch gleich viel manierlicher aus.