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Die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland verschieben sich. In bundesweiten Umfragen liegt die AfD inzwischen vorn, während die Regierungsparteien unter Druck geraten. Besonders die SPD verliert an Zustimmung und steht vor der Frage, warum sich immer mehr Kernwähler abwenden. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo im September ein neuer Landtag gewählt wird, prägt die bundespolitische Lage den Wahlkampf. Caren Miosga diskutiert mit ihren Gästen, wie stark die politische Mitte noch ist und warum die Zustimmung zur AfD wächst, während klassische Volksparteien an Bindungskraft verlieren? Welche Rolle spielt die Bundespolitik für die Entwicklung in den Ländern? Und welche politischen und gesellschaftlichen Folgen hat dieser Wandel vor Ort in Städten und Gemeinden – jenseits der Debatten in Berlin?
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein!” Wer hat's gesagt? Na? Wieder keiner? Der olle Marx war's!Das wussten natürlich alle Lob und Verriss-Leserinnen aber vor hundert Jahren wusste das so ziemlich jeder, denn Karl Marx war noch ein bestimmender Philosoph und keine versubstantivierte Ideologie. Man baute seine politischen Bewegungen um, gegen oder für seine Schriften. Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten gegen Nationalisten, Zentrums- und Volksparteien – das waren nur ein Bruchteil der neuen politischen Bewegungen. Das endete in den Auswüchsen der Weimarer Republik mit ihren siebzehn Parteien im Reichstag und der daraus folgenden Lähmung des Parlamentarismus, aber auch die Nachbarländer kamen in den Strudel dieses Chaos, es war die Zeit. Ins polnische Parlament, den Sejm, kamen und gingen über die jahre gar zweiunddreißig Parteien. Politik, so kommt es einem mit dem Blick von heute vor, war Lebenszweck, war Sport, war Theater. Nach der Erstarrung des Lebens in den immergleichen Kreisläufen des Mittelalters, aufgebrochen durch die industrielle Revolution, die den Reichtum nur vom Adel zum Bürgertum verteilte, gab Marx den Habenichtsen Ideen (und Wege, diese zu verwirklichen!) an die Hand, um die Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verändern. Der Erste Weltkrieg hatte zudem die Verkrustungen auf nationaler Ebene brutal aufgebrochen, mit dem Nebeneffekt zwei Dutzend Monarchien zu beenden. Neue Länder entstanden, alte vereinigten sich wieder und all diese Staaten brauchten neue Gesellschaftsmodelle.Die Unordnung war aufregend für alle, die nach vorn wollten, (ver-)störend für alle, die wollten, dass sich nichts verändere oder die einfach keine Chance sahen, am großen Rennen in die Zukunft teilzunehmen. Für alle, die gar nicht durchsahen oder durchsehen wollten, gab es natürlich immer die Alternative, auf die Basics zurückzufallen - der gute alte Rassismus: die dort zu braun, der zu blond, dem seine Nase zu platt und die andere zu hakelig. Das erdet und reduziert die Komplexität und die Juden haben eh schon immer gestört. Da können wir Deutsche mitreden, da sind wir Experten. Weshalb wir da eben eher nicht mitreden sollten und im Gegenteil recht dankbar sind, wenn andere die Stories erzählen vom Leben vor der Shoah: vom Überleben, vom Sterben und vom Töten. Über all das ist intensiv, gewalttätig und unendlich faszinierend zu lesen in “Der Boxer”, einem Roman, im Warschau der dreißiger Jahre spielend, in dem der polnische Autor Szczepan Twardoch uns die schwere Arbeit abnimmt, ein Bild von jüdischem Leben zu zeichnen in und außerhalb dessen, was von den Deutschen nur wenige Jahre später zum “Warschauer Ghetto” gemacht wurde – nicht, dass die polnische Mehrheit in der Stadt viel dagegen gehabt hätte. Aber das Buch hat eben nichts mit solchem Schwarz-Weiß-Holzschnitt zu tun, der herauskommen müssen, wenn das Tätervolk vom Opfervolk berichtet.Die Erzählerstimme im Buch ist Mojżesz, ein zur Handlung 1937 siebzehnjähriger Junge, streng jüdisch erzogen, lebend in Warschau, und da es damals nicht “ein” Warschau gab, braucht es die Qualifizierung: “links der Weichsel”, zwischen Nalewki und Zamenhofstraße, in Mirów und Muranów, dort, wo Warschau nicht wie Paris roch, sondern wie der Orient, wie uns Twardoch erzählt. Wir sind nicht wirklich lange im Buch, als wir erfahren, das Mojżesz Halbwaise ist. Sein Vater Naum Bernstein wurde umgebracht, gerade eben erst, zwei Tage vorm Pessachfest, und eigentlich müsste er in den Tempel, und wer bestellt eigentlich das Kaddisch, seine Mutter weint den ganzen Tag, sein Bruder ist zu klein dafür, also eigentlich sein Job, aber er hat Karten bekommen für den Boxkampf in der Stadt, das Team von Legia vs. dem von Makkabi, und wir lernen bald, wenn wir nicht ganz so firm sind in den ethnischen Hintergründen beider Teamnamen, hier kämpfen Polen gegen Juden, hier ist Prestige im Spiel oder sagen wir einfach: Rassismus. Die Eintrittskarte hat er von seinem Helden bekommen, Jakub Shapiro, dem Boxmeister des Viertels, ein schöner Mann, ein starker, ein reicher zudem, Frauen lieben ihn, Männer beneiden ihn und ausgerechnet der hat dem kleinen Mojżesz ein Ticket geschenkt und er darf mit ihm hinterher im Auto fahren, einem roten Chrysler, der aber nicht dem Boxer selbst gehört (der hat “nur” einen Buick), sondern seinem Chef, der unverholen “Der Pate” genannt wird und genau das ist, ein Pate, Chef der jüdischen Unterwelt: Schutzgeld, Prostitution, Drogen, das ganze Programm, der Boss im Viertel, der vor genau zwei Tagen Jakub, dem Boxer, den Auftrag gab, Mojżesz' Vater umzubringen. Und mit den beiden sitzt Mojżesz jetzt im Auto. Oha. Ok. Jesus… Sorry. Falscher Zungenschlag.Das alles weiß in dem Augenblick nur der erzählende Mojżesz, der das als fast Siebzigjähriger aufschreibt. Wir erfahrne das immer wieder in Zwischensätzen, kurz herausgerissen aus der Geschichte vom jungen Mojżesz, wie der alte kurz von der Schreibmaschine aufsteht und auf die Dizengoff Street in Tel Aviv runterschaut, aus seinem Apartment, das er viel zu selten verlässt.Warum schenkt der Mörder dem Sohn des Opfers Tickets zum Boxkampf? Warum, wie es sich entwickelt, nimmt er ihn in seine Obhut, lässt ihn bei sich leben, trainiert mit ihm, macht ihn zu seiner rechten Hand? Schuldgefühle? Scham? Nach einem Jahrzehnt im Dienst des “Paten” eigentlich unwahrscheinlich, wird uns dieses Rätsel bis zum Ende des Romans begleiten, ja, es ist das zentrale Thema des Buches und am Ende ein Baustein für so manche Wendung.Nicht nur mit dem Mord, sondern mit der Art und Weise desselben setzt das Buch den Ton für eine Gangsterstory, einen politischen Thriller, ein Moralitätenstück angesiedelt im Polen zwischen 1918 und 1939. Denn der Mord war brutal, Naum Bernstein wurde nicht einfach umgebracht, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte, er wurde gevierteilt und in die verschiedenen Seen in und um Warschau verteilt, in Teile zerhackt wie der weiße Hahn, den man zu Pessach über dem Kopf schwenkt und dem man hinterher den Kopf abschlägt auf dass man von allen Sünden erlöst sei. Religion, you know.So brutal ging es in der gesamten zweiten polnischen Republik zu, wie sie genannt wurde. Entstanden war sie aus den Wirren des ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution, nach denen Polen die Chance zur Wiedervereinigung ergriff und verspielte. Wie sich Polen mit wem wiedervereinigte? Frag Chat. Wer sich in Polen politisch mit wem stritt, zoffte, intrigierte, putschte: versuch es zu verstehen, überlies es, lies den hervorragenden Anhang des hervorragenden Übersetzers Olaf Kühl zuerst oder: Frag Chat. Es ist endlos kompoliziert.Derart verworrene politische Chaosjahre künstlerisch zu verarbeiten kann enorm abturnend sein, wie ich kürzlich lernen musste, in einem dreistündigen Theaterstück, geschrieben nur ein paar Jahre vorm Handlungszeitraum des “Boxer” vom doch großen Hans Fallada. Das Stück “Bauern, Bonzen und Bomben” wurde gegeben am Dresdner Staatsschauspiel und es wurde einzig durch die Schauspieler und vor allem das Bühnenbild herausgerissen. Denn ob die Sozis, der Bauernpartei oder den Nationalen gerade im Bürgermeisteramt einer holsteinischen Kleinstadt Demonstrationen erlauben oder verbieten, interessierte die Theatergängerin 1931 sicherlich, eventuell, hundert Jahre später aber eher nicht. Denn so etwas spannend zu erzählen braucht es keinen begnadeten und innovativen Autoren der “Neuen Sachlichkeit” wie Hans Fallada, da braucht es einen Punk, einen atemlosen, rücksichtslosen Schreiber wie Szczepan Twardoch der uns die politischen Wirren des Warschau zwischen den Weltkriegen in einer Brutalität, Schmutzigkeit und oft kaum auszuhalten schmerzevoll in einem Stakkato von Szene zu Szene zu Szene um die Ohren haut - wir kommen oft genug nicht hinterher. Nicht nur wegen der real existierenden polnischen Politikernamen, die wir nur anhand der Diakritika an den Buchstaben ausseinanderhalten können, jeder Ausspracheversuch muss scheitern. Der mit P und durchgestrichen I ist Präsident (Ja, war Józef Piłsudski nicht wirklich, it's complicated), der mit L und durchgestrichenem T der Staatsanwalt, wer war nochmal der mit D und dem Schwänzchen unter dem E?Geschrieben ist das Ganze in einem mir sonst eher unangenehmen wilden Herumgespringe in der Zeit, von 1929 nach 1918 nach 1926 nach 1988 und wieder zurück, dazu die vielen Namen, die nur mit hartem Training bei Ellroy oder Pynchon zu durchsteigen (oder zu ignorieren) sind – es ergibt sich ein Vertigo, wie es die Zeitzeugen der Epoche selbst erlebt haben müssen und welches wir Szczepan Twardoch mal als gewolltes Stilmittel unterstellen. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung wandelt sich das leicht verwirrte Lesen in manisches Pageturnen – man legt das Buch nicht mehr weg, man will die nächste Episode, die nächste kleine Backstory eines Charakters (oft im Sinne von “was ein Charakter!”) lesen. Ja, das Buch ist lang, aber es ist brillant und unglaublich gut übersetzt.Und so hangelt man sich also durch den politischen Urwald der 2. polnischen Republik und lernt doch viel, wenn man sich drauf einlässt, und es wird nicht einfacher dadurch, dass praktisch alle handelnden Personen permanent Wodka trinken, koksen, Frauen vergewaltigen, politische Gegner misshandeln, einsperren, umbringen – oder sich im allerbesten Fall nur mit ihnen prügeln. Wir sind nach spätestens hundert Seiten so abgestumpft, dass wir erschrocken Mitleid mit Mördern haben, Sympathie für Rechtsradikale entwickeln, Geldeintreiber als wertvolle Ordnungsmacht der Gesellschaft akzeptieren. Nur Vergewaltiger bleiben geradeso außerhalb unseres Verständnishorizontes, aber auch nur, weil Twardoch sich entscheidet, diese am Ende doch eindeutig als Bösewichte zu belassen. Alle anderen bekommen eine schwere Kindheit, ein Kriegstrauma, eine körperliche Missbildung (und was für eine, Herrgott, wurde mir schlecht!) als mildernde Umstände in die Story geschrieben, damit wir uns ja nicht zu sicher sind in unseren Urteilen.Über allem hängt die Fata Morgana eines jüdischen Staates in Palästina. Manche träumen von einem Neuanfang in Eretz Jisra'el andere warnen davor, denn ist das nicht die endgültige Niederlage, die Viertel in die man verbannt wurde freiwillig zu verlassen? Und was ist, wenn das wieder nur ein Ghetto, diesmal von Brittanias Gnaden ist? "Und was ist eigentlich mit den Palästinensern die dort leben?”, fragen besonders Weitsichtige.Das sind sie also, die berühmten Umstände, dieses “Sein”, das das Bewusstsein prägt, welches Menschen in harten Situationen hart werden lässt und in brutalen brutal. In ihren Vierteln lebend seit Jahrhunderten, chancenlos auszubrechen, entwickeln die Warschauer Juden Codes, Verhaltensmuster, “Coping Mechanisms” würde man heute sagen; es bilden sich brutale Machtstrukturen heraus wie in allen zu engen Gesellschaften, Schutz wird geboten und bezahlt und, wenn nicht, entzogen, es entstehen innerhalb der Unterdrückten Unterdrücker und Unterdrückte, innerhalb der Verlierer Verlierer und Gewinner. Druck von außen, in Warschau der fast prähistorische Antisemitismus, erzeugt kaum Gegendruck nach außen, sondern einen inhumanen solchen nach innen.“Der Boxer” ist eine Betrachtung dieser Mechanismen aus mindestens drei Perspektiven: Da ist die Erfolgsgeschichte des Gangsters Jakub Shapiro, dem Boxer, wie er zurückgekehrt aus dem Krieg der Polen gegen die Sowjetunion, bei dem er als Soldat auf der Siegerseite stand (was eher Zufall war), zu etwas bringt: im Sport, im Leben, in der Unterwelt. Bei all seiner Brutalität fiebern wir mit ihm mit und halten zum Schläger, zum Mörder.Da ist die traurige Geschichte von Mojżesz Bernstein, der seinen Vater verliert und einen Vater gewinnt, in Jakub, der Junge, der, hätte man nicht seinen Vater ermordet, wohl nicht das geworden wäre, was er heute ist.Und da ist die Perspektive des alten Mojżesz, unseres Erzählers mit erfüllter Vergangenheit, Brigadegeneral a.D. in Tel Aviv, Ende der 80er.Alle drei haben ein Leben gelebt, das nicht einfach war und Kompromisse erforderte. Jeder der drei stellt sich moralisch nicht frei. Jakub, der Boxer, der Mörder, leistet Buße, indem er Mojżesz annimmt. Dieser, der Junggangster, hat am Ende keine Wahl. Was soll er machen, fragt er sich? Nicht mit seinem Helden mitrennen, zurück in das ärmliche vaterlose Haus? Er lässt seine Mutter und seinen Bruder im Stich, bewusst. Und derselbe Mojżesz, am Ende seines Lebens, der Brigadegeneral in der israelischen Armee war, hatte doch auch keine Wahl, so sagt er sich immer wieder, was soll man machen als Israeli mit Arabern um einen herum? Die Araber nicht erschießen?Wir entwickeln Verständnis und merken genauso zu spät wie unsere Protagonisten, dass man irgendwann auf dem Weg zum Monsterwerden nicht stehen geblieben ist. Nicht “Neyn! Nie! Lo!” gesagt hat und dass man all seine moralistischen Begründungen in die Tonne treten kann, wenn man sich nicht zeitig genug wiederfindet, sich nicht zeitig genug selbst widerspricht, eine Grenze zieht, nicht mehr jedes Mittel zum Zweck erklärt und sich selbst und andere belügt.P.S. Für eine mildere und differenziertere Geschichte aus dieser Zeit sei (ungelesen) dieses nagelneuer Buch empfohlen: “Here Where We Live Is Our Country: The Story of the Jewish Bund” von Molly Crabapple (klingt wirklich vielversprechend) und dieser Klassiker aus dem Jahr 1941 “Who Goes Nazi?” by Dorothy Thompson. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Was folgt aus der Landtagswahl in Baden-Württemberg? Politikwissenschaftler von Lucke befürchtet angesichts der Schwäche der Volksparteien "ganz ungemütliche Zeiten mit Blick auf die kommenden Wahlen". Vom Kanzler erwartet er vor allem eines: mehr Mut. Frenzel, Korbinian www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9 - Der Tag mit ...
Vor 40 Jahren, am 8. März 1986, gründete sich der Landesverband Nordrhein-Westfalen der CDU. Wie das sein kann, obwohl die CDU bereits 1947 Ministerpräsidenten stellte – das klären wir in der 115. Folge unseres Podcasts #Erststimme. Wir freuen uns, mit dem Landesvorsitzenden Hendrik Wüst auf die Geschichte der CDU NRW zu blicken. Wir sprechen über Kontinuitätslinien, tragende Säulen und Grundsätze, aber auch Transformationen und Herausforderungen. Welche Rolle spielt(e) das christliche Menschenbild? Welche Werte tragen politische Entscheidungen? Wie stellen sich Volksparteien heute auf und wie schaffen sie den Brückenschlag zwischen verschiedenen Menschen, Regionen, Interessen und Sichtweisen? Wie gelingt moderne, in die Zukunft gerichtete Politik? Das Gespräch führt Stephanie von Schwanenflügel. Hören Sie gern hinein!
Bundeskanzler Friedrich Merz ist seit Mittwoch mit einer Wirtschaftsdelegation in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs. Über 800 deutsche Firmen sind in der Region aktiv, Merz wirbt für ein EU-Freihandelsabkommen mit den Golfstaaten und mehr Investitionen in Deutschland. [01:32]Der ehemalige BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber hat den Kanzler begleitet: Saudi-Arabien gehöre zu einer Gruppe neuer, aufstrebender Mittelmächte, sagt er im Gespräch mit Helene Bubrowski. Die entscheidende Frage sei, ob es dem Westen gelinge, diesen globalen Süden auf seine Seite zu ziehen. Kerber lobt den Kurs von Merz, der Menschenrechte zwar anspreche, sie aber nicht zum Gradmesser mache, ob man überhaupt miteinander rede.[02:51] Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst, CEO von Giesecke+Devrient, sieht die Golfregion als strategischen Brückenkopf – insbesondere nach Afrika. Die Reise sei wichtig gewesen, um wichtige Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.[09:02]Unionsfraktionschef Jens Spahn ist zu Besuch in Israel gewesen. Spahn will nach dem Gaza-Krieg wieder Normalität in die Beziehungen bringen. Im Gespräch mit Sara Sievert macht er deutlich, dass Israel durchaus neue Partner finden könne – auch unter den arabischen Golfstaaten. In der Innenpolitik räumt Spahn ein, dass die Reformen der Koalition noch nicht ausreichen – insbesondere bei Gesundheit und Pflege. Gleichzeitig wehrt er sich gegen den Eindruck, es passiere nichts: Wehrdienst, Bürgergeldreform, Verdreifachung der Bundeswehrausgaben, 60 Prozent weniger Migration. „Vom Ankündigen alleine ist halt die Reform nicht gemacht. Wir müssen uns hinsetzen und tun", sagt Spahn. Statt emotional aufgeladener Einzeldebatten brauche es ein Gesamtpaket für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. „Die Frage, ob es uns als Volksparteien noch gibt, Union und SPD, wird sich an der Frage entscheiden, ob wir diesem Land wieder stabil, verlässlich Wachstum und damit den Menschen auch eine Perspektive geben."[12:27]Hier geht es zur Anmeldung für den Space.TableTable Briefings - For better informed decisions.Sie entscheiden besser, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Wir verschaffen Ihnen mit jedem Professional Briefing, mit jeder Analyse und mit jedem Hintergrundstück einen Informationsvorsprung, am besten sogar einen Wettbewerbsvorteil. Table.Briefings bietet „Deep Journalism“, wir verbinden den Qualitätsanspruch von Leitmedien mit der Tiefenschärfe von Fachinformationen. Professional Briefings kostenlos kennenlernen: table.media/testenHier geht es zu unseren WerbepartnernImpressum: https://table.media/impressumDatenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerungBei Interesse an Audio-Werbung in diesem Podcast melden Sie sich gerne bei Laurence Donath: laurence.donath@table.media Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die Parteienlandschaft Portugals hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Klassische Volksparteien stehen unter Druck, neue Kräfte profilieren sich. Nun wollen dort unter anderem ein Rechtspopulist und ein Ex-Admiral Präsident werden. Wagner, Thilo www.deutschlandfunk.de, Hintergrund
Die Mitte zerreißt sich: Wie Sachsen-Anhalt am politischen Rand um seine Zukunft kämpft!Landtagswahl im Fokus: In der neuen Episode der Schattenrunde werfen die Gastgeber Chris Luzio Schönburg und Stefan B. Westphal einen kritischen Blick auf die politischen Strömungen in Sachsen-Anhalt im Vorfeld der bevorstehenden Landtagswahlen am 6. September 2026. Im Zentrum der Debatte steht die Rolle der politischen Mitte und die wachsende Anziehungskraft der "Ränder". Zu Gast in dieser intensiven Diskussionsrunde sind:• Cornelia Lüddemann (Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt) • Marco Airoldi (Kreisvorsitzender Anhalt-Bitterfeld und Direktkandidat der FDP) • Hannes Kreschel (Newsfluencer und SPD-Mitglied) Hauptthemen und Konfliktpunkte der Diskussion:Die zerbrechende Mitte: Angesichts von sechs Fraktionen im Landtag stellt sich die Frage, ob eine klare politische Mitte überhaupt noch existiert. Lüddemann betont, dass ein klarer demokratischer Kompass auf Basis des Grundgesetzes wichtiger ist als die Suche nach der Mitte. CDU im Dilemma: FDP-Vertreter Airoldi sieht die CDU vor der Herausforderung, nicht zu weit nach links zu rücken, um konservative Wähler nicht an die Ränder zu verlieren. Die mögliche Abgrenzung zur Linkspartei wird kontrovers diskutiert. Umgang mit der AfD: Die Runde debattiert intensiv über die Rhetorik gegenüber der AfD. Kreschel hinterfragt die pauschale Verwendung des Begriffs „Nazis“ und fordert eine tiefere Erklärung der politischen Inhalte, um Wähler zurückzugewinnen. Lüddemann begründet ihre scharfe Wortwahl mit den im Landtag geäußerten, real existierenden verfassungswidrigen Forderungen. Wählerfrust und Glaubwürdigkeit: Als Hauptproblem identifiziert die Runde die Glaubwürdigkeit der etablierten Parteien, die durch öffentliche Streitigkeiten – wie das Bashing gegen die Grünen durch die CSU – beschädigt wird. Die Parteien müssten aufhören, sich gegenseitig zu beschießen, um den medialen Aufwind der AfD nicht weiter zu befeuern. Der Ruf nach Sachpolitik: Die Gäste sind sich einig, dass es entscheidend ist, die Sorgen und Nöte der Wähler – insbesondere Themen wie soziale Gerechtigkeit und steigende Nebenkosten – in den Vordergrund zu stellen, anstatt sich in Bundesthemen oder symbolischen Debatten (wie Genderpolitik) zu verlieren.#sachsenanhalt #politikKapitel:0:00 Willkommen beim Sachsen-Anhalt Podcast 0:21 Einblick in die Schattenrunde 0:46 Die politische Mitte im Wandel 2:48 Demokratische Parteien oder Ränder? 3:32 Die CDU und ihre Abgrenzung 5:06 Umgang mit der AfD 6:49 AfD und die Herausforderungen 7:53 Koalitionen und ihre Tücken 10:27 Vertrauen in die Politik 12:08 Die Rolle der Wähler 15:07 Emotionale Ansprache der Wähler 16:43 Die AfD und ihre Wähler 18:28 Wähler zurückgewinnen 20:55 Politische Entschuldigungen und ihre Wirkung 23:59 Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt 25:20 Kommunikation zwischen den Parteien 27:22 Die Suche nach charismatischen Führungspersönlichkeiten 29:11 Herausforderungen für die Ampelkoalition 32:18 Zukunft der politischen Landschaft 35:01 Soziale Gerechtigkeit als zentrales Thema 37:08 Antworten auf existenzielle Fragen 40:20 Genderpolitik und soziale Themen 42:40 Vertrauen in Volksparteien 44:49 Umgang miteinander im Wahlkampf 46:58 Positive Botschaften für die Wähler 47:55 Charismatische Führung und neue Ideen 53:41 Mögliche Koalitionen in Sachsen-Anhalt 56:47 Perspektiven für die Zukunft
In einer Woche heißt es schon wieder: Ran an die Urne - Stichwahl incoming. 147 Stichwahlen stehen an, das ist ein Rekord. Woran das liegt und was man dazu wissen muss, bespricht Nadja Bascheck in dieser Podcast-Folge mit ihren Kolleg*innen. Natürlich geht es aber auch um die Ergebnisse von Sonntag: Was bedeutet Minus für die Grünen? Ist die AfD wirklich so stark, wie oftmals behauptet wird? Und was sagt das Wahlverhalten über die sogenannten Volksparteien aus? Von Nadja Bascheck.
Deutschland im Sommer 2025 steht am Scheideweg: Die AfD klettert in den Umfragen, die Union ringt mit Erwartungen und Koalitionen, die SPD blockiert beim Bürgergeld. Gleichzeitig prägen Sicherheitsdebatten, Migration und neue Bedrohungen das Land – während Antisemitismus für Schockwellen sorgt. Paul spricht mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer über konservative Werte, den Zustand der Volksparteien und Weimer erklärt, warum er trotz Krise, Angst und Protest von einer politischen Wende überzeugt ist.Wenn euch der Podcast gefällt, dann lasst gerne Like & Abo da! Ihr habt Fragen, Kritik oder Themenvorschläge? Schreibt an ronzheimer@axelspringer.comPaul auf Instagram | Paul auf XRedaktion: Filipp Piatov & Lieven JenrichPost Production: Lieven JenrichExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Ex-Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt verteidigt die neue schwarz-rote Koalition. „Es ist schon ganz wichtig zu sehen, wir haben jetzt noch nicht mal die 100 Tage voll", mahnt Schmidt zur Geduld. Seiner Ansicht nach haben Union und SPD als Volksparteien bessere Voraussetzungen als die Ampel mit drei sehr unterschiedlichen Partnern.[09:02]Bundesfinanzminister Lars Klingbeil trifft in Washington US-Finanzminister Scott Bessent. Thema sind die transatlantische Partnerschaft und die Folgen des jüngsten Zollkonflikts. Änderungen im laufenden Streit sind unwahrscheinlich, doch der Besuch setzt ein Signal für „Pflege und Ausbau der Zusammenarbeit“.[01:37]Die SPD denkt offenbar über einen Untersuchungsausschuss gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn zur Maskenaffäre nach. SPD-Experte Horand Knaup bei Table-Media warnt: „Das wäre eine mittlere Kriegserklärung und in diesem Fall wäre das ein echter Stresstest für diese Koalition.“ [04:41]Table.Briefings - For better informed decisions.Sie entscheiden besser, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Wir verschaffen Ihnen mit jedem Professional Briefing, mit jeder Analyse und mit jedem Hintergrundstück einen Informationsvorsprung, am besten sogar einen Wettbewerbsvorteil. Table.Briefings bietet „Deep Journalism“, wir verbinden den Qualitätsanspruch von Leitmedien mit der Tiefenschärfe von Fachinformationen. Alle Informationen zum Trade.Table:https://table.media/aktion/tradetableProfessional Briefings kostenlos kennenlernen: table.media/testen Audio-Werbung Table.Today: jan.puhlmann@table.media Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Das neue „Grusel-oder Wachsfigurenkabinett“Ein Kommentar von Bodo Schickentanz. Wir alle kennen den Ausspruch „Den Bock zum Gärtner machen“ und wir kennen alle Madame Tussauds „Wachsfigurenkabinett“ in London und nun kennen wir das Kabinett der „kleinen GROKO“ unter Friedrich „Black Rock“ Merz, das sich anschickt die Geschicke unseres Landes in den nächsten vier Jahren zu lenken. Und wir wissen, dass man uns einen „Politikwechsel“ versprochen hat. – Auf dieser Grundlage kommt hier mein Kommentar zur „Lage der Nation“, also bringen sie Ihre Sitze in eine aufrechte Position und schnallen sie sich gut an, denn es wird eine „harte Landung“ auf dem Boden der Realität.Können Sie sich vorstellen, liebe Leser, wie schwer es ist zu tippen, wenn man eigentlich nur unentwegt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte? Sie sehen schon, es wird ein sehr bildhafter Kommentar und in vielen Personalien auch eher eine Mischung aus „Karten legen“ und „Blick in die Glaskugel“, denn da die meisten Minister und Ministerinnen kaum bekannt sind, musste ich auch erst mal von allen was schauen, vorzugsweise Interviews, um mir ein Bild machen zu können. Bei den „relevanten“ Ministerien sind dann aber schon eher bekannte Gesichter zu finden. Nun, hier mal meine Einordnung und Prognose unter Berücksichtigung der Haed- und Subline meiner „Tagesdosis“ hier bei „apolut“.Gehen wir doch gleich mal in die Vollen. Mit der Frage aller Fragen:Wird der so eindringlich beschworene „Politikwechsel“ kommen?Der Blick in meine journalistische, politikwissenschaftlich auf den neuesten Stand der Technik nachjustierte, innovationssensibilisierte, entspannungspolitisch auf Frieden geeichte, wirtschafts- und finanzpolitisch als Seismograf ausgebaute, sozialpolitisch auf Fairness eingenordete Glaskugel in Ergänzung durch das kosmische Politik-Tarot, plus meiner eigenen Erfahrungswerte aus 40 Jahren politischen Interesses und Engagements, zeigt mir ganz klar und deutlich, soweit ich die Zeichen richtig gedeutet habe und die Sterne dazu günstig stehen, folgendes Ergebnis. (hier wäre ein Trommelwirbel als Toneffekt cool!)NÖ!Was die großen, drängenden Fragen unserer aktuellen Zeit angeht, schon mal gar nicht, denn hier liegt ja schon allein in der Tatsache, dass wir mit einer „kleinen GROKO“ in die neue Legislaturperiode gehen, in Bezug auf Politikwechsel, ein Widerspruch in sich vor, dergleichen hat auch NIE stattgefunden, als bei der „GROKO“ der Name wenigstens noch zutreffend war, inzwischen ist der „Wählergunst-Schwund“ bei den etablierten Volksparteien ja so dramatisch, dass ich mein sitztechnisch notwendiges Körperteil darauf verwette, dass deren Wähler auch nur noch mit dem Gedanken zur Urne geschlurft sind: „Na gut einen Versuch ham'se noch, denn eine Alternative für Deutschland ist ja Pfui, bäh!“. Man könnte das Kürzel „GURKO“ benutzen, für „Gurken Koalition“, was farblich schon mal sehr treffend wäre, denn auch wenn die GRÜNEN künftig nicht mit regieren, so haben sie doch ihre Programmatik in den Koalitionsvertrag hineingezwungen, mittels Erpressung, damit sie den Kuhhandel zur „Schuldenbremsen-Lösung“ mit machen...hier weiterlesen: https://apolut.net/ein-garten-voller-bocke-von-bodo-schickentanz/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Durch die Krise der Volksparteien und den Aufstieg des Populismus wird es auch in Deutschland immer schwieriger, parlamentarische Mehrheiten zu bilden. Doch das muss nicht unbedingt schlecht sein, findet der Autor Steffen Greiner. Ein Einwurf von Steffen Greiner www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
In Sachsen und Thüringen hat die AfD bei den Wahlen über 30 Prozent bekommen. Das große Thema der Partei im Wahlkampf: Die Flüchtlingspolitik. Seit Sonntag scheinen auch die anderen Parteien, besonders die Ampel, den Ton zu verschärfen und übernehmen zum Teil das Vokabular der Rechten. Warum dieses Vorgehen nicht funktionieren kann, hat der Politologe Claus Leggewie im Gespräch mit hr INFO erläutert.
In Thüringen haben 38 Prozent der 18- bis 24-Jährigen die AfD gewählt. Dr. Frank Greuel vom Deutschen Jugendinstitut Halle meint, es liege an der Mediennutzung und an fehlender Ansprache durch andere Parteien.
Die AfD nutzt das Attentat eines mutmaßlichen IS-Anhängers in Solingen für ihre Parolen aus. Auch Friedrich Merz, CDU-Chef, will Menschen aus Syrien und Afghanistan generell von Asylverfahren ausschließen. Bislang hat Migration bei den Wahlkämpfen in Sachsen und Thüringen kaum eine Rolle gespielt. Das kann sich jetzt ändern. In Thüringen und Sachsen stellen sich drei zentrale Fragen: Kann die CDU eine stabile Regierung bilden? Hält die Brandmauer im Landtag, wenn die AfD ein starkes, die CDU ein schwaches Ergebnis erzielen? Und welchen Plan verfolgt Sahra Wagenknecht? Wird das BSW in eine Regierung mit der CDU einsteigen, um eine Mehrheit ohne AfD zu bilden? Oder setzt Wagenknecht wie immer auf Fundamentalopposition? Auch wenn der Preis dafür hoch werden kann - eine mögliche Totalblockade. Im Westen schauen manche mit ratloser Abscheu auf den Osten, in dem die Mehrheit Rechtsextreme und die BSW Putin Fans wählt. Aber ist Erschütterung und das Befremden eine angemessene Haltung? Außerdem: Für Hochmut gibt es hier wenig Grund. Denn es kann gut sein, dass der Osten mit seiner Offenheit für Populismus und wenig Bindung an die alten Volksparteien die Zukunft des Westens ist. Über diese Themen diskutiert im aktuellen Bundestalk Stefan Reinecke mit den Parlamentsredakteur*innen Sabine am Orde und Gareth Joswig sowie dem Leiter des Inlandsressorts, Kersten Augustin.
„Erpressung!“ werfen SPD und CDU Sahra Wagenknecht vor. Warum? Weil Wagenknecht einen Nerv getroffen hat. Gerade sagte sie nämlich, das BSW mache die Ablehnung der Stationierung von US-Raketen in Deutschland zur Bedingung für eine Regierungskoalition auf Landesebene. Da die „Volksparteien“ im Osten unter Druck sind, aber in weiten Teilen ideologisch hinter der Stationierung der RaketenWeiterlesen
Am 1. September werden in Sachsen und Thüringen neue Landtage gewählt. SPD, Grüne, FDP sind dort so schwach, dass die CDU nur zusammen mit der Linken und/oder dem BSW eine Regierung gegen die stärkste Partei, die AfD, hinbekäme. Doch ist das denkbar? Viele befürchten deshalb, die Ost-Bundeländern könnten unregierbar werden. In Thüringen z.B. bringen es die Parteien der politischen Ränder laut neuester Umfrage auf unglaubliche 63 Prozent. In den Parteizentralen in Berlin dürften schon längst alle möglichen Rechen- und Gedankenspiele gemacht werden, ob und wie man nach dem 1. September eine Unregierbarkeit der Ostbundesländer Thüringen und Sachsen verhindert werden kann.
Am 1. September werden in Sachsen und Thüringen neue Landtage gewählt. SPD, Grüne, FDP sind dort so schwach, dass die CDU nur zusammen mit der Linken und/oder dem BSW eine Regierung gegen die stärkste Partei, die AfD, hinbekäme. Doch ist das denkbar? Viele befürchten deshalb, die Ost-Bundeländern könnten unregierbar werden. In Thüringen z.B. bringen es die Parteien der politischen Ränder laut neuester Umfrage auf unglaubliche 63 Prozent. In den Parteizentralen in Berlin dürften schon längst alle möglichen Rechen- und Gedankenspiele gemacht werden, ob und wie man nach dem 1. September eine Unregierbarkeit der Ostbundesländer Thüringen und Sachsen verhindert werden kann.
Er ist mitten im Getümmel, egal ob bei Sondierungsgesprächen deutscher Volksparteien, sportlichen Großereignissen, oder Krisen und Kriegen: Paul Ronzheimer, der Journalist des Jahres 2022, prägte durch seine Berichterstattung vor Ort im Kriegsgebiet die deutsche Debatte über die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld. Als „journalistisches Gesicht“ von Axel Springer interviewt Ronzheimer internationale Spitzenpolitiker, reist um die Welt, und kommentiert nicht zuletzt die deutsche Außenpolitik. Zudem ist er seit einigen Jahren die zweitwichtigste Stimme der größten deutschen Tageszeitung: als Vize-Chefredakteur der BILD-Zeitung verantwortet er zum Teil auch die Inhalte jenes Blattes, das in Deutschland die meisten Rügen des Presserats erhielt. Zu Bent-Erik Scholz schaltet Ronzheimer sich aus der Ukraine, um über die aktuelle Stimmung dort zu sprechen, über seinen Weg vom lokalen Sportjournalisten zum Kriegsberichterstatter, und über die BILD und Boulevardjournalismus im 21. Jahrhundert. Paul Ronzheimer bei BILD: https://www.bild.de/politik/leute/paul-ronzheimer/paul-ronzheimer-alle-infos-79416214.bild.html Der Podcast „RONZHEIMER.“: https://ronzheimer.podigee.io/ Die gute Gesellschaft – Der Interview-Podcast mit Bent-Erik Scholz. Neue Folgen jeden Donnerstag! https://linktr.ee/diegutegesellschaft Datum der Aufzeichnung: 27. Februar 2024 Musik: cascreativearts | Station Voice: sarahsvoicstudio
Sie möchten Teil unserer Mission werden und unabhängigen und werbefreien Journalismus unterstützen? Dann werden Sie jetzt Pioneer!Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren das klare NEIN des Bundeskanzlers in Sachen “Taurus-Lieferung” an die Ukraine und die widersprüchlichen Reaktionen darauf sowie den Vorstoß des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron eventuell Bodentruppen in das Kriegsgebiet im Osten Europas senden zu wollen. Hans Ulrich Jörges, der ehemalige STERN-Chefredakteur, warnt vor AfD-Kopisten bei den Volksparteien in der Bundespolitik mit Blick auf die so genannte “Remigration”. Im Interview der Woche: Prof. Dr. Andreas Rödder, Historiker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, spricht mit Jörg Thadeusz über das neue Grundsatzprogramm der CDU, die aktuellen Regionalkonferenzen der Partei und die Frage: “Was ist eigentlich RECHTS und was ist heute noch KONSERVATIV?”Im kürzesten Interview der Berliner Republik spricht Karina Mößbauer mit Florian Harms, Chefredakteur von t-online.de, über die Verhaftung der RAF Terroristin Daniela Klette, die Rolle von Anton Hofreiter in der Diskussion um Waffenlieferungen an die Ukraine und die diesjährige Botschaft des legendären bayerische Singspiels "Nockherberg" an die Politiker. ID:{3Vjdkd91XcvyHHiHGtoJUe} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Kevin Kühnert ist aktuell einer der wichtigsten Männer in der SPD. Er ist seit 2021 Generalsekretär der Sozialdemokratischen Partei Deutschland. Der 35-Jährige redet im Podcast „Ein Glas mit Lars“ mit Chefredakteur Lars Reckermann über die ostfriesische Begrüßung Moin, über das Schicksal eines Vornamens, über Emotionen und wie er zuweilen mit dem eher emotionslos wirkenden Bundeskanzler Olaf Scholz klar kommt. Kühnert spricht auch über Abgeordnetendiäten und über populistische Forderungen.
Heranwachsende verlieren das Vertrauen in die Politik. Die alten Volksparteien sollten das ernst nehmen, sonst sind auch sie bald verloren. Vorgelesen von taz-Leser Alexander. Mehr vorgelesene taz-Texte im Telegram-Kanal: t.me/tazAudio – Mitmachen/Feedback: vorgelesen@taz.de
Der Erstwähler, das unbekannte Wesen. Hätten junge Wählerinnen und Wähler und allein das Sagen, sähe die politische Landschaft anders aus. Das belegen auch die Analysen nach der Landtagswahl in Hessen: die junge Generation hat vor allem die alten großen Volksparteien abgestraft, die FDP dagegen konnte deutlich an Stimmen gewinnen, ähnlich wie die AfD. Welche Themen sind für Junge Menschen heute wichtig, wie weckt man ihr politisches Interesse? Podcast-Tipp: Wie sinnvoll ist eigentlich ein Wahlrecht ab 16 Jahren? Darum geht's im Podcast „Echt und ehrlich! Reden übers Leben“. In einigen Bundesländern dürfen Jugendliche ab 16 an den Kommunal- oder Landtagswahlen teilnehmen. Was könnte es bringen, wenn junge Menschen bereits ab 16 mitbestimmen dürfen? https://www.ardaudiothek.de/episode/echt-und-ehrlich-reden-uebers-leben/bayern-2-debattiert-waehlen-ab-16-unverantwortlich-oder-booster-fuer-die-demokratie/bayern-2/12724293/
Hier kommt das geballte Mittelmaß aus der Philosophie und der Psychologie! Noch nie waren Max Mustermann und Median-Adrian so stolz, eine solch absolut durchschnittliche Podcast-Folge abzuliefern: Ist der Mittelweg trotz seiner Durchschnittlichkeit vielleicht übermäßig attraktiv? Die beiden Hosts reden über Statistik und Normalverteilung, aber auch über Schönheit; über Mediane in der Forschung und Regressionen zum Mittelwert; über Tugend-Ethik und angebliche Volksparteien. Die beiden Average Joes lassen kein Zentrums-Thema aus und fokussierten sich auf die goldene Mitte. Falls ihr euch nicht besonders extrem fühlen wollt, dann schaltet ein!
230721PC Die Wut muss rausMensch Mahler am 21.7.2023Alternative für Deutschland. Was ist eine Alternative? Viele fühlen sich von den Volksparteien nicht mehr mitgenommen. Sie fühlen sich abgehängt und suchen verzweifelt den Politikwechsel, der sie in Blick nimmt. Meine Physiotherapeutin kommt aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Als Jugendliche ist sie mehr als einmal von dunkelhäutigen Asylbewerbern angefasst worden. Sie hat erlebt, wie – subjektive Wahrnehmung – Geflüchtete mit vollen Einkaufstüten und dem neusten Smartphone durch die Stadt geschlendert sind. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt dort 7,5%. Asylsuchende dürfen gar nicht arbeiten. So entsteht schnell der Eindruck des Schmarotzertums. Ich würde AfD wählen, wenn ich noch in Sachsen-Anhalt wohnen würde. Eine alleinerziehende Kollegin mit Fulltime und Samstagsarbeit hat einen Stundenlohn von 7 €. Man muss kein Nazi sein, um sich nach Alternativen umzuschauen. Die Alternative für Deutschland die keine ist hat keine Rezepte, aber den Protest. Im Westen 19%, im Osten 30. Ein Alarmsignal für die Ampel und die C-Parteien, aufzuwachen. Nicht gegen die AfD wettern, sondern echte Alternativen aufzeigen. Für die kleinen Leute, die sich allein gelassen fühlen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
#DNEWS24 #hauptstadtinsider #janpeterluther #Wutbürger #Volksparteien Die Landtagswahl in Bremen hat eine Partei ins Parlament gespült, deren Name ihr ganzes Programm ist "Bürger in Wut". Wie kann es den ehemaligen Volksparteien gelingen, diese Wahlbürger wieder zu sich zu holen? Hauptstadt-Insider Jan Peter Luther im DNEWSTV24Podcast „Luther – hier stehe ich!“. DNEWS24 Hauptstadtinsider "Luther - hier stehe ich!" – überall, wo es gute Podcasts zu hören gibt. #Hauptstadtinsider
In der heutigen Ausgabe von „Kontrafunk aktuell“ spricht Marcel Joppa mit der US-Korrespondentin Susanne Heger über das kürzlich bekannt gewordene Video eines Pfizer-Mitarbeiters, das den Pharmakonzern in einige Schwierigkeiten gebracht hat. In einem Interview mit dem Journalisten Thomas Oysmüller geht es um die vergangene Landtagswahl in Niederösterreich und die Niederlage der sogenannten Volksparteien. Der österreichische Hausarzt und Autor Dr. med. Günther Loewit prangert das Versagen von Politik und Wissenschaft während der Corona-Krise an und er berichtet über den Corona-Alltag in seiner Praxis. In einem Kommentar des Journalisten Thomas Fasbender geht es schließlich um die verbale Aufrüstung in Deutschland rund um den Ukraine-Krieg.
Schule fing wieder an. Nachklapp des Infinity Turniers und Gemecker über Vorsitzende der Reste großer Volksparteien
221012PC Verzockt. Lindners FDP schmiert ab. Mensch Mahler am 12.10.2022 Seit Sonntagabend wissen wir es: Christian Lindner hat sich verzockt. Eigentlich war die FDP bis zur Gründung der Ampel in Berlin im Aufwind. Lindner galt als der zukunftsgewandte Politiker, der sich um die Staatsfinanzen kümmert, die Bürokratie entschlackt und den behäbigen Politprofis Dampf macht. Da war er noch in der Opposition.Nachdem er 2017 gekniffen und eine Koalition mit den großen Volksparteien abgelehnt hatte, stieg er im Herbst 2021 in die Ampel ein. So weit so gut.Das Problem: Lindners Freie Demokraten haben die Opposition eigentlich nie verlassen. Ständig gefährden sie die Regierungskoalition, indem sie sich weiter im Wahlkampfmodus befinden. Gegen die SPD und gegen die Grünen. So versucht sich Christian Lindner zu profilieren. Die anderen PolitikerInnen scheinen bei der FDP keine große Rolle zu spielen.Deutschland befindet sich in der größten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik. Das Volk ist mehrheitlich der Meinung, dass die politischen Kräfte gerade jetzt zusammenhalten müssen, um die Krise zu meistern. Nur Christian Lindner meint, das Profil seiner Partei schärfen zu können, indem er gegen den Kanzler und den Wirtschaftsminister ätzt. Gut, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist. Die bittere Quittung: Die FDP fliegt aus dem Landtag in Niedersachsen. Ich finde das bedauerlich. Denn eine liberale, wirtschafts- und finanzprogressive Kraft würde dem Bund und den Länderparlamenten guttun. Wenn sie mitregieren und sich nicht ständig im Wahlkampfmodus befinden würde. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In Schleswig-Holstein und in NRW stehen Landtagswahlen an. Diese werden oft als Stimmungstest für die Zufriedenheit mit der Bundesregierung gesehen. Wie wichtig ein Kanzlerbonus für die großen Volksparteien ist und wie Grüne und FDP zu einer immer wichtigeren Rolle gekommen sind, besprechen wir mit dem Herausgeber vom Tagesspiegel, Stephan Casdorff. Moderation: Axel Bäumling detektor.fm/was-wichtig-wird Podcast: detektor.fm/feeds/was-wichtig-wird Apple Podcasts: itun.es/de/9cztbb.c Google Podcasts: goo.gl/cmJioL Spotify: open.spotify.com/show/0UnRK019ItaDoWBQdCaLOt
Demütig; so beschrieben viele politische Beobachter den alten und neuen franzöisischen Präsidenten Emmanuel Macron am Abend seines Wahlsieges. Macron richtete sich nicht nur an seine eigenen Wähler, er beschwörte auch seinen politischen Gegnern, dass er trotz aller Differenzen als Präsident aller Franzosen auftreten werde. Die ausgestreckte Hand des Präsidenten hin zu den Lagern rechts und links der Mitte scheint in diesen Zeiten auch notwendig, denn das politische System der fünften französischen Republik ist spätestens mit dem diesjährigen Wahlgang nicht mehr mit dem von vor zehn Jahren zu vergleichen. Die ehemaligen Volksparteien erreichten in der Präsidentschaftswahl nicht einmal 5% der Wähler und Rassemblement National scheint zu einer festen Größe der Parteienlandschaft geworden zu sein, mit dem auch in zukünftigen Stichwahlen gerechnet werden muss. Wie kam es zu solch fundamentalen Veränderungen im Wahlverhalten unseres Nachbarlands? Was läuft schief in Frankreich, dass eine rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin auf 41,5% der Stimmen kommt? Und ist dieses Ergebnis nur eine weitere Etappenhürde für den Rassemblement National, der mit jeder Wahl an Wählern dazugewinnt? Die Moderatoren der Freitagsgesellschaft versuchen sich an einer Analyse für das gute Abschneiden Marine Le Pens und wollen auch einen Blick in die Zukunft werfen. Welche Probleme Frankreichs lassen sich bis zur Wahl 2027 beheben und was bleibt von der jetzigen Präsidentenpartei Republic en Marche, wenn Emmanuel Macron in fünf Jahren nicht mehr antreten darf? Nach einer längeren Osterruhe diskutiert die Freitagsgesellschaft über diese Themen in ihrer 47. Episode.
„Das politische Bild, das sich in Frankreich abzeichnet, ist sehr beunruhigend“, sagt der stv. FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Graf Lambsdorff, im SWR2 Gespräch nach der ersten Runde der Präsidentenwahl. Der vollständige Absturz der „Républicains“ und der „Parti socialiste“ zeige, dass die französischen „Volksparteien“ in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht seien. Damit sei die politische Mitte in Frankreich stark gefährdet.
Wir sprechen mit dem Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch über Kirchenarchitektur und Säkularisierung, ukrainische Katholiken und Volksparteien.
In der dritten Episode des Podcasts „Zwischenrufe“ spricht Anna Dushime mit Dr. Andreas Audretsch, Prof. Dr. Thorsten Faas und Annika Klose über das politische Engagement junger Menschen und der Bedeutung von Volksparteien in Deutschland. Wie wichtig ist das Engagement für unsere Demokratie und kann diese ohne die etablierten Parteien überhaupt bestehen? Die politische Teilhabe gilt als Voraussetzung, Bestandteil und wesentliches Merkmal einer Demokratie. Viele Bürger:innen - gerade auch Jugendliche sind von der Politik enttäuscht und äußern Kritik an den etablierten politischen Strukturen und ihren Akteur:innen. Findet politisches Engagement, gerade auch von jüngeren Menschen, jenseits von Parteistrukturen statt? Fridays for Future, die Initiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ sind gute Beispiele dafür. Und stimmt es, dass die Tendenz, sich über einen längeren Zeitraum hinweg aktiv für seine politischen Interessen und Überzeugungen einzusetzen, bei der Mehrheit der Bevölkerung abnimmt? Die Diskussion wurde im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“ der ZEIT-Stiftung und Holtzbrink Berlin im betterplace Umspannwerkin Berlin aufgezeichnet. Gäste: Dr. Andreas Audretsch ist Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen, Hörfunkjournalist, Sozialwissenschaftler und Mitglied bei Verdi Prof. Dr. Thorsten Faas ist Universitätsprofessor im Bereich "Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland" am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Annika Klose ist Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD-Fraktion, Sozialwissenschaftlerin und ehemalige Vorsitzende der Jusos Berlin. Ihre Themenschwerpunkten sind Mieten, Arbeit und soziale Sicherheit. Moderation: Anna Dushime ist Journalistin und Autorin Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Wir verschließen die Augen vor der nächsten Corona-Welle und vor den Flüchtenden an Europas Außengrenze. Bei dem neuen alten Personal in Volksparteien schauen wir lieber auch nicht so genau hin. Wir reden über bereits gestartete und anstehende Märkte mit Glühweinausschank, über Haue und Kloppen in Hamburg, schauen dafür sehr gespannt mal wieder bei einem veganen Koch vorbei, brüten Eier aus, schauen alte und neue Filme und machen am Ende beim Auto fahren die Augen wieder zu.
Während Wetten dass... seine Auferstehung feiert wird auf der Weltklimakonferenz in Glasgow ein Lippenbekenntnis nach dem anderen abgesetzt. Das NDR Satiremagazin Intensiv-Station trägt daher das 1,5 Grad Ziel schon mal zu Grabe. Aber beim Klimawandel ist es wie sonst auch im Leben: Vorbereitung ist Alles. Daher bestellt Moderator Stephan Fritzsche schon mal eine neue Arche und fragt, wie es eigentlich um den Klimaschutz im Militär bestellt ist. Dazu geht es natürlich um die steigenden Inzidenzen, revolutionäre Ideen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern, und die Frage, wie viele Gs eigentlich gerade richtig sind. Und dann sortieren ja noch die einstigen Volksparteien ihr Personal: Während die CDU einen Mann aus NRW für die Parteispitze sucht, erklärt SPD-Chefin Saskia Esken exklusiv warum sie weiterhin im Amt bleibt. Dann stellt sich eigentlich nur noch eine Frage: Warum hört man eigentlich nichts mehr von den Koalitionsverhandlungen? Haben SPD, Grüne und FDP etwa schon eine erste Beziehungskrise? Die Antwort darauf gibt es natürlich auch in dieser Ausgabe des NDR Satiremagazins Intensiv-Station.
Aufzeichnung vom 20. Oktober 2021 Jérôme Buske: Vermittelter "Zivilisationsbruch"? – Verfolgung, Erinnerung und Zeugenschaft in und nach der Shoah Die Verbrechen der Nationalsozialisten an den europäischen Juden, Sinti und Roma, „Asozialen“ und politischen Gegnern sind seit Jahrzehnten Gegenstand historischer Auseinandersetzungen und lösen erinnerungspolitische Debatten im postnazistischen Deutschland aus. Geprägt wurden diese Debatten in der Bundesrepublik vom Historikerstreit, der Kontroverse um die Hamburger Wehrmachtsausstellung im Jahr 1995, Martin Walsers geschichtsrevisionistischer Rede in der Frankfurter Paulskirche im Jahr 1998, von kulturpolitischen Debatten um die Errichtung des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in der Berliner Republik und der unter der ersten rotgrünen Bundesregierung geführten politischen Auseinandersetzung um die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter sowie von der Gründung der Stiftung „Erinnerung. Verantwortung. Zukunft“ um die Jahrtausendwende. Nachdem der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem rechtsextrem motivierten Anschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge im Jahr 2000 einen „Aufstand der Anständigen“ forderte, vollzog sich ein Paradigmenwechsel. Während bis in die 1990er-Jahre geschichtsrevisionistische Strukturen in ehemals konservativen Volksparteien wie bspw. der CDU zeitweise geduldet wurden, kann im gegenwärtigen politischen System der Bundesrepublik eine überparteiliche Anerkennung der nationalsozialistischen Verbrechen sowie ein Konsens der demokratischen Parteien über die Relevanz der kultur- und bildungspolitischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust an Erinnerungsorten wie beispielsweise der Topographie des Terrors oder dem Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma im Berliner Tiergarten konstatiert werden. Der Vortrag thematisiert die nationalsozialistische Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung von Juden sowie deren individuelle Wahrnehmung davon zwischen den Jahren 1933 und 1945. Den immer wiederkehrenden Bezugspunkt bilden die Erinnerungszeugnisse der Holocaustüberlebenden Charlotte Delbo (Auschwitz und danach, Erstveröffentlichung, 1965), Primo Levi (Ist das ein Mensch, Erstveröffentlichung 1947), Jean Améry (Jenseits von Schuld und Sühne, Erstveröffentlichung, 1966), Otto Dov Kulka (Landschaften der Metropole des Todes, Erstveröffentlichung 2009), Hanna Lévy-Hass (Vielleicht war das alles erst der Anfang, Erstveröffentlichung 1979) und Anna Langfus (Salz und Schwefel, Erstveröffentlichung 1960). Im Verlauf des Vortrags geht es um die Frage, wie die singulären Verbrechen gegen die Menschheit in den Erinnerungstexten sprachlich dargestellt werden. Ferner werden die Zeugenberichte aus Auschwitz und Bergen-Belsen vor dem Hintergrund der kulturphilosophischen Debatten über das Darstellungsverbot in den 1960er Jahren und der „Aufarbeitung der Vergangenheit“ im Nachkriegsdeutschland miteinander verglichen und die Rolle von Traumquellen in der Lagerliteratur analysiert. Referent: Jérôme Buske (Kulturwissenschaftler und Politologe, promoviert an der HU Berlin, arbeitet im Bereich der politischen Bildung und schreibt regelmäßig für die Wochenzeitung jungle World)
The September 26 German federal election marked a notable decline of the traditional big-tent parties (Volksparteien) and significant gains by the Green Party and the liberal Free Democratic Party, who …
The September 26 German federal election marked a notable decline of the traditional big-tent parties (Volksparteien) and significant gains by the Green Party and the liberal Free Democratic Party, who …
Gemeinsam mit der 1997 geborenen Friederike Schier (und einigen anderen Stellvertretenden) bildet Paul Loeper den jüngsten Vorstand einer Bundespartei. Volt ist dem europäischen Gedanken entsprungen und möchte die politische Welt verändern. Dass es dabei nicht nur beim kräftezehrenden Windmühlenkampf gegen konservative Volksparteien bleiben soll, besprechen wir im erfreulich floskelarmen Gespräch.
von Jens Bertrams
Thu, 07 Oct 2021 08:30:00 +0000 https://hauptstadt-radar.podigee.io/83-hauptstadt-radar-das-ende-der-volksparteien 7add0a2cd711ea02cf7472ec80462403 83 full no RedaktionsNetzwerk Deutschland
Einst hiesige Volkspartei, jetzt gespalten am Boden. Die Union ist die klare Verliererin der Bundestagswahl. Armin Laschets Traum von der Kanzlerschaft rückt mit den Ampelsondierungen in weite Ferne – vorerst. Wie geht es weiter für die Partei? Wir schauen auch auf den Fall anderer großer Volksparteien in Europa. Die Newsjunkies mit Lena Petersen und Ann Kristin Schenten.
FDP und Grüne könnten die Volksparteien der Zukunft werden. Bei den Erstwähler:innen holten sie die mit Abstand besten Ergebnisse. Dass die “Fridays for Future”-Generation grün wählt: keine Überraschung. Aber FDP?! Auch das dürfte nicht nur Boomer verwundern. Die Liberalen kommen mit ihrem smarten Posterboy Christian Lindner sehr modern daher, werben für Freiheit und Selbstbestimmung. Ein Lebensgefühl, das auch viele Deutschrapper:innen propagieren: “Erfolg ist kein Glück” von Kontra K könnte problemlos auch ein Wahlslogan der FDP sein. Jens Teutrine bewegt sich in beiden Welten. Groß geworden in einfachen Verhältnissen bei einer alleinerziehenden Mutter in Ostwestfalen, mit Prinz Pi und Haftbefehl auf den Ohren, sitzt der 27-Jährige jetzt für die FDP im Bundestag. Teutrine ist Chef der Jungen Liberalen, trägt lieber Pullis als Anzüge, kann Texte von Disarstar mitrappen und ist trotzdem ein Fan der Leistungsgesellschaft. Er wirbt für gleiche Chancen und verteidigt die Erbschaftssteuer. Er ist für mehr Frauen im Parlament, aber gegen Quoten. Über diese Widersprüche und die Utopie einer chancengerechten Gesellschaft diskutieren Salwa Houmsi und Vassili Golod mit dem Quoten-Rapfan der FDP. Shownotes unter: www.wdr.de/k/machiavelli
Was bedeutet der Niedergang der Volksparteien für die deutsche Wirtschaft? Welche Rolle werden künftig die kleineren Parteien spielen? Darüber diskutieren Professor Rürup und Professor Hüther im Podcast. Hüther wertet die fehlende Mehrheit für ein vor der Wahl diskutiertes rot-grün-rotes Bündnis als positives Zeichen für Deutschland. Das Wahlergebnis ist für ihn ein Stabilitätssignal für die deutschen Unternehmen. Hüther fürchtet keine Planungsunsicherheit durch lange Sondierungen und Koalitionsverhandlungen. Für Unternehmen sei vor allem entscheidend, dass es keine Regierungsbeteiligung einer extremen Partei geben wird.
Wie kam das bemerkenswerte Wahlergebnis der jungen Menschen zustande? Die Gruppe der 18- bis 24-jährigen hat die Volksparteien gnadenlos abgestraft, FDP und Grüne kamen zusammen auf fast die Hälfte der jungen Stimmen. Wir sprechen mit dem Chef der Jungen Liberalen, Jens Teutrine, über den neuen „Chic“ der FDP, außerdem mit dem ehemaligen Hoffnungsträger der CDU, Philipp Amthor, über die verlorene Bindung der Union.
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine 1945 gegründete, konservative und wirtschaftsliberale Partei in Deutschland. Bei der Parteigründung war die Überwindung des politischen Gegensatzes zwischen Katholiken und Protestanten ein Hauptmotiv für die Aufnahme des Adjektivs „christlich“ in den Parteinamen.Schwesterpartei der CDU ist die CSU, kurz für Christlich-Soziale Union. Die CSU tritt in Bayern zur Wahl an, die CDU in den restlichen Bundesländern. Beide Parteien bilden im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft, die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch bekannt unter dem Namen „Die Union“.Die CDU wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 als überkonfessionell christliche Partei gegründet. Sie möchte die grundlegenden christlichen Werte abdecken.Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist die Union auf Bundesebene am längsten in Regierungsverantwortung. Die CDU ist zusätzlich in allen Bundesländern, in denen sie antritt, im Landesparlament vertreten.Neben der SPD auf der linken Seite gilt die konservative CDU als eine der beiden großen Volksparteien der Nachkriegsgeschichte. Auf Instagram und TikTok bekommt ihr außerdem #30SekundenGeschichte kurz und knapp für unterwegs! ;)
SPD am Boden, CDU in Bedrängnis: Alle reden über die Krise der Volksparteien. Höchste Zeit, über Lösungen zu sprechen. Ein großes Vorbild zeigt uns, wie es geht.
Plastikmüll ganz einfach vermeiden, Volksparteien in der Krise und das größte Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg.