Der Pudel und der Kern – der Philosophiepodcast zu den wichtigen Fragen des Lebens. Was macht ein erfülltes und gelingendes Leben aus? Wodurch finden wir zu innerer Ruhe, echtem Ausgleich und heiterer Gelassenheit. Wie schaffen wir es, im Beruf oder in Beziehungen auch unter Stress authentisch zu bleiben und wenn nötig loszulassen. Können wir Erfolg, Besitz und Macht mit Meditation und Minimalismus in Einklang bringen. Kurz: wie finden wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben? Auf all diese Fragen des modernen Alltags liefern die Weisheitslehren im antiken Griechenland, Indien und China noch heute gültige Aussagen. Im Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ beantwortet und diskutiert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler die Lebensfragen des Moderators Jan Liepold und der zugeschalteten Hörer. Dabei geht es keineswegs um eine akademisch-abstrakte Diskussion. Vielmehr macht „Der Pudel und der Kern“ die Lebensweisheiten von Seneca, Konfuzius, Platon, Buddha & Co für seine Follower nutzbar und verknüpft sie als "praktische Philosophie" mit den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit. Das alles ist nicht als reiner Dialog geplant. Wir binden die Podcasthörer*innen mit ihren Fragen zu unseren Themen ein und interviewen externe Experten. Jeden zweiten Mittwoch erscheint eine neue Folge „Der Pudel und der Kern“ auf allen bekannten Podcast-Plattformen.
Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold (Moderator)

Schmerz ist eine der unmittelbarsten Erfahrungen des Menschseins und doch sprechen wir selten offen darüber. Was geschieht, wenn er nicht mehr vergeht, wenn er sich in den Alltag einschleicht und zur dauerhaften Belastung wird? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit Jürgen Krauß, der seit vielen Jahren mit chronischen Schmerzen lebt, über das Aushalten, das Annehmen und die Suche nach einem guten Leben unter veränderten Bedingungen. Seine Geschichte erzählt von Brüchen, von Verzweiflung und davon, wie sich mit der Zeit ein anderer, tragfähiger Blick auf das Leben öffnen kann. Im Gespräch geht es um die feine Linie zwischen Schmerz und Leiden, um die Frage, was wir tragen müssen und wo wir Gestaltungsspielräume behalten. Die praktische Philosophie liefert dabei Orientierung: von der stoischen Unterscheidung zwischen dem, was wir beeinflussen können und dem, was wir tragen müssen, über Epikurs Gedanken zum Schmerz bis hin zu buddhistischen Einsichten über Krankheit und Vergänglichkeit. Eine Folge darüber, wie wir lernen können, auch unter schwierigen Bedingungen ein gutes Leben zu führen und warum gerade im Leiden oft Wachstum liegt.

Glaubenssätze wirken leise, aber nachhaltig. Sie bestimmen, wie wir Entscheidungen treffen, wie wir Beziehungen gestalten – und wie frei wir uns innerlich fühlen. Oft übernehmen wir sie früh im Leben, ohne sie je bewusst zu prüfen. Manche schützen uns, andere engen uns ein. Besonders wirksam sind jene inneren Überzeugungen, die mit Anpassung, Leistung und Selbstwert verknüpft sind. In dieser Folge schauen wir auf zwei verbreitete negative und zwei stärkende Glaubenssätze und fragen: Welche Haltung zum Leben steckt dahinter? Wo helfen sie uns, wo begrenzen sie uns? Und wie können wir lernen, unsere inneren Überzeugungen beweglicher und lebensdienlicher zu gestalten? • Andere wissen besser, was gut für mich ist. • Wenn ich Nein sage, enttäusche ich andere. • Ich bin mehr als meine Leistung. • Ich kann meine Meinung ändern.

Stolz ist ein Gefühl, das zwischen Selbstachtung und Überheblichkeit pendelt. Er kann uns stärken, wenn wir uns über das freuen, was uns gelungen ist, wenn wir Verantwortung übernehmen und zu uns stehen. Gleichzeitig ist Stolz ambivalent: Er kann kippen in Eitelkeit, Hochmut oder Kränkbarkeit und dann Beziehungen belasten, Lernen verhindern und Konflikte verschärfen. Kaum ein Gefühl ist so schillernd und zugleich so missverständlich. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Stolz als emotionale, moralische und soziale Kraft. Sie fragen, wann Stolz Ausdruck eines gesunden Selbstwertgefühls ist und wann er uns blind macht. Ausgehend von antiken Denkern zeigen sie, warum Stolz Maß und Reflexion braucht, wie er mit Demut zusammengedacht werden kann. Eine Folge über Selbstachtung, Integrität und die Kunst, sich zu freuen, ohne abzuheben.

Langeweile gilt oft als belangloses Gefühl oder als persönliches Versagen. Doch was, wenn sie ein ernstzunehmendes Signal ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Soziologin und Langeweile-Forscherin Dr. Silke Ohlmeier über ein Gefühl, das unangenehm ist und gerade deshalb viel über unser Leben verrät. Silke erklärt, warum Langeweile nicht einfach „nichts zu tun haben“ bedeutet, sondern entsteht, wenn wir tätig sein wollen, es aber nicht können: wenn Sinn, Selbstwirksamkeit und innere Stimmigkeit fehlen. Im Gespräch geht es um situative und chronische Langeweile, um ihre psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen und um die Frage, warum Langeweile ungleich verteilt ist. Die Philosophie liefert dabei Tiefenschärfe: von der existenziellen Leere bei Kierkegaard und Heidegger bis zur stoischen Kunst, Unvermeidliches auszuhalten. Eine Folge über Sinnverlust und Sinnsuche, über Muße und Überforderung und darüber, warum Langeweile kein Makel ist, sondern ein Hinweis darauf, dass etwas Wesentliches fehlt.

Longevity ist einer der meist gehypten Gesundheitstrends unserer Zeit: Biohacking, Schlaftracking, Kältetherapie, Nahrungsergänzung und die Hoffnung auf ein möglichst langes, gesundes Leben. Doch hinter dem Trend steckt eine tiefere Frage: Geht es wirklich um Lebensverlängerung oder um die Angst vor Vergänglichkeit? Zwischen sinnvoller Selbstfürsorge und krampfhafter Optimierung verläuft eine schmale Linie, auf der sich entscheidet, ob Longevity Lebenskunst oder Lebensangst wird. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Maß und Mitte im Umgang mit dem eigenen Körper. Sie blicken auf antike Weisheiten von Epikur, Seneca und den Stoikern und fragen, was ein gutes Leben jenseits von Kontrollillusionen ausmacht. Es geht um Akzeptanz der Endlichkeit, um Gelassenheit gegenüber Krankheit und Alter und um die Einsicht, dass nicht die Länge des Lebens entscheidend ist, sondern seine Qualität und Sinnhaftigkeit.

Abschiede gehören zum Leben und doch sind wir selten wirklich auf sie vorbereitet. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit dem Journalisten und Autor Klaus Brinkbäumer über das Loslassen: vom Abschied aus identitätsstiftenden beruflichen Positionen – in seinem Fall als Spiegel-Chefredakteur, vom Ende von Zugehörigkeit und vom Tod der eigenen Eltern. Ausgangspunkt ist Brinkbäumers Buch „Zeit der Abschiede“, in dem er sieben Jahre beschreibt, die sein Leben grundlegend verändert haben. Schmerzhaft, klärend und in manchen Fällen befreiend zugleich. Im Gespräch geht es um Trauer jenseits von Zeitplänen, um Identität nach dem Bruch und um die Frage, was wir aus Verlusten lernen können. Die Philosophie liefert dabei Orientierung: von der Vergänglichkeit bei Seneca und Epiktet bis zur Idee der Grenzerfahrung bei Karl Jaspers. Eine Folge über Trauer als Teil des Lebens und darüber, wie Abschiede schmerzen und trotzdem neue Freiräume öffnen können.

Diese Folge ist einer der einflussreichsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts gewidmet: Simone de Beauvoir. Als Philosophin des Existentialismus, aber vor allem als radikale Denkerin des selbst gewählten Lebens, schrieb sie über Freiheit, Verantwortung, Liebe, Arbeit, Alter und Selbstverwirklichung. Für Beauvoir ist das gute Leben kein Ziel, das man erreicht, sondern ein Projekt, das man immer wieder neu entwirft: durch Entscheidungen, durch Mut und durch die bewusste Übernahme von Freiheit für sich selbst und für andere. Albert und Jan sprechen darüber, was Beauvoirs Denken heute bedeuten kann: Wie leben wir, wenn wir uns selbst als offenes Projekt begreifen? Warum ist Verantwortung keine Last, sondern die Voraussetzung von Glück? Wieso fliehen Menschen vor radikaler Freiheit? Und weshalb ist ein gelingendes Leben für Beauvoir niemals nur privat, sondern immer auch sozial und politisch: unbequem, riskant, aber genau darin würdevoll und lebendig.

Freundlichkeit gilt oft als nett, aber nicht als stark. In dieser Folge sprechen Albert und Jan mit Nora Blum (Psychologin, Gründerin, Autorin von „Radikale Freundlichkeit“) darüber, warum genau das ein Missverständnis ist: Freundlichkeit ist keine Nachgiebigkeit, sondern kann klar, durchsetzungsfähig und zugleich respektvoll sein. „Radikal“ heißt bei Nora: freundlich bleiben ohne Kompromisse. Auch dann, wenn es schwerfällt. Nora erklärt, warum Freundlichkeit nachweislich nicht nur Beziehungen stärkt, sondern sogar unser Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit positiv beeinflussen kann. Es geht um konkrete Übungen für den Alltag (Atmen, wohlwollende Deutung, Empathie), um Grenzen setzen ohne Härte („Nein, aber freundlich“) und um die Frage, wie wir in einer „Wolfszeit“ Oasen der Zugewandtheit schaffen, statt einfach im Haifischbecken mitzuschwimmen.

Askese klingt für viele nach Verzicht, Selbstkasteiung und dem bewussten Abschied von Lust und Komfort. Doch ursprünglich meint Askese etwas anderes: die Kunst, sich im richtigen Maß, im bewussten Leben, im Freisein von unnötigen Abhängigkeiten zu üben. Sie stellt die Frage, wie viel wir wirklich brauchen, um gut zu leben, und ob weniger nicht manchmal mehr sein kann. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Askese als Lebenspraxis zwischen Freiheit und Selbstdisziplin. Sie erkunden ihre philosophischen Wurzeln von der Antike bis in die Gegenwart, diskutieren ihre Chancen und Missverständnisse und zeigen, wie ein maßvoller Umgang mit Verzicht helfen kann, Klarheit, innere Ruhe und neue Lebensfreude zu gewinnen.

Diese Pudelkern-Folge ist einem der brillantesten Denker der chinesischen Philosophie gewidmet: Zhuangzi. Der daoistische Philosoph des 4. Jahrhunderts v. Chr. war kein Systematiker und kein Morallehrer, sondern ein Poet der Freiheit. In Parabeln, Bildern und mit viel Humor erzählt er vom Traum des Schmetterlings, vom Loslassen starrer Urteile und von der Kunst, mit dem Fluss des Lebens zu gehen, statt gegen ihn anzukämpfen. Albert und Jan sprechen darüber, was Meister Zhuangs Denken heute bedeuten kann: Was heißt Freiheit jenseits von Kontrolle, Selbstoptimierung und festen Identitäten? Wie hilft uns das Prinzip des Wu Wei, dem Nicht-Erzwingen, im Alltag, im Beruf und in Beziehungen? Und warum könnten Gelassenheit, Wandel und ein leises Lächeln über die eigene Wichtigkeit gerade in einer hektischen, effizienzgetriebenen Zeit zu einer überraschend zeitgemäßen Lebenshaltung werden.

Schenken wirkt selbstverständlich und ist doch vielschichtig. Wir schenken aus Zuneigung, Dankbarkeit, Pflichtgefühl oder dem Wunsch, gesehen zu werden. Ein Geschenk kann Nähe schaffen und Beziehungen vertiefen, aber auch Erwartungen wecken oder unausgesprochene Gegengaben erzeugen. Schenken bewegt sich stets im Spannungsfeld zwischen Großzügigkeit und sozialer Verpflichtung. Was macht also ein gutes Geschenk aus? Der Wert, die Geste oder die innere Haltung? Und wo endet freies Geben, wo beginnt subtiler Tausch? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophische und psychologische Bedeutung des Schenkens, zur Frage, wie wir heute schenken können, ohne Druck zu erzeugen und über die Idee, Schenken als Ausdruck von Freiheit und Aufmerksamkeit neu zu denken.

Druck gehört zu den Grundspannungen unseres Lebens: als innerer Antreiber, als Erwartung von außen, als gesellschaftliche Norm oder als selbstgemachter Perfektionismus. Er entsteht, wenn wir funktionieren wollen, mithalten müssen oder glauben, nicht genug zu sein. Druck kann motivieren, aber er kann auch erdrücken. Zwischen Leistungsanspruch, Vergleich und Selbstoptimierung wird er für viele zu einer dauerhaften Hintergrundbelastung. Doch was genau ist Druck und wann wird er manchmal toxisch? Wann hilft er uns, über uns hinauszuwachsen, und wann raubt er uns Kraft, Freiheit und Lebensfreude? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophischen und psychologischen Dimensionen von innerem und äußerem Druck: von stoischer Gelassenheit bis zum modernen Leistungsdenken. Sie zeigen Wege auf, wie wir ein gesünderes Maß zwischen Anspruch und Selbstfürsorge finden können, um nicht unter Druck zu leben, sondern mit innerer Freiheit.

In dieser Folge erkunden Albert und Jan die japanische Philosophie des Kaizen, die Kunst der kleinen, stetigen Schritte hin zu einem besseren Leben. Kaizen versteht Veränderung nicht als großen Umbruch, sondern als achtsame Praxis im Alltag: Routinen verfeinern, Prozesse hinterfragen, geduldig wachsen. Gemeinsam tauchen sie ein in die Idee, dass wir nicht das Ergebnis, sondern die Entwicklung lieben sollten und dass nachhaltige Veränderung dort beginnt, wo wir beginnen, das Beeinflussbare zu verbessern und uns selbst nicht mit Perfektion zu überfordern. Dabei sprechen die beiden darüber, wie Kaizen als Haltung Orientierung geben kann: im Umgang mit uns selbst, in Beziehungen, im Beruf und in der Gesellschaft. Sie fragen, ob eine Kultur kleiner Schritte ein Gegenmittel zu Druck, Überforderung und Selbstoptimierungsstress sein kann und wie Geduld, Wiederholung und bewusste Aufmerksamkeit unser Leben still, aber wirkungsvoll verwandeln.

Zuverlässigkeit klingt zunächst nach etwas Alltäglichem: pünktlich sein, Absprachen einhalten, tun, was man zugesagt hat. Doch hinter dieser scheinbar nüchternen Tugend steckt eine tiefere soziale und psychologische Bedeutung. Wer zuverlässig ist, schafft Sicherheit für sich und für andere. Man zeigt, wie ernst man Beziehungen nimmt und wie man zu sich selbst und anderen steht. Umgekehrt können Unzuverlässigkeit, Wankelmut oder gebrochene Versprechen Vertrauen erschüttern, Zusammenarbeit belasten und Beziehungen ins Wanken bringen. In dieser Pudelkern-Folge fragen Albert und Jan, warum Zuverlässigkeit in Freundschaft, Beruf, Familie sowie Partnerschaft so entscheidend ist. Wann wird Verlässlichkeit zur Stärke, wann zur Pflicht? Warum verwechseln wir sie manchmal mit Langeweile und was hätte wohl Diogenes zu dieser Tugend gesagt? Und wie gelingt es, verlässlich zu sein und dabei dennoch offen, lebendig und bei sich selbst zu bleiben?

Mit dieser Folge widmet sich „Der Pudel und der Kern“ einem der einflussreichsten Denker der Neuzeit: Michel de Montaigne. Der französische Philosoph gilt als Begründer des Essays, jener persönlichen Denkform, in der er mit unvergleichlicher Offenheit über das Leben, den Menschen und sich selbst nachdachte. Montaignes Texte sind keine abstrakte Theorie, sondern gelebte Philosophie: neugierig, zweifelnd, unvollendet und gerade deshalb so modern. Albert und Jan sprechen darüber, wie Montaignes Gedanken uns heute Orientierung bieten können. Was lernen wir aus seinem berühmten „Was weiß ich?“ über den Umgang mit Unsicherheit? Wie helfen uns seine Reflexionen über Freundschaft, Zufall, Gewohnheit und den eigenen Charakter im Alltag? Und was bedeutet Montaignes Haltung für ein gelingendes Leben jenseits von Dogmen und Selbstoptimierungsdruck?

Unsicherheit begleitet uns in kleinen Entscheidungen und großen Lebensfragen. Sie zeigt sich, wenn Zukunft offen ist, wenn Pläne scheitern oder Gewissheiten wanken. Aber auch im Zwischenmenschlichen gehört sie zum Leben: wenn wir nicht wissen, wie andere reagieren, ob wir verstanden werden, ob Nähe oder Distanz richtig sind. In einer Welt, die Kontrolle verspricht, empfinden wir Unsicherheit oft als Mangel oder Bedrohung. Doch philosophisch betrachtet ist sie auch Ausdruck unserer Freiheit: Nur wer nicht alles weiß, kann wählen, hoffen, gestalten. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielen Gesichter der Unsicherheit, von stoischer Gelassenheit bis zur modernen Psychologie. Sie fragen, wie wir lernen können, mit Ungewissheit zu leben, ohne in Angst oder Stillstand zu verfallen. Und sie zeigen, warum gerade die Akzeptanz des Nichtwissens uns offener, mutiger und menschlicher macht.

Lebensweisheiten begegnen uns überall: auf einem T-Shirt, in einem Buch, in einem Gespräch mit Freunden oder ganz beiläufig auf einem Spaziergang. Manche klingen banal, andere berühren uns tief. Albert und Jan haben wieder einige gesammelt, die ihnen in den letzten Wochen begegnet sind oder von Hörerinnen und Hörern eingereicht wurden. Und sie fragen sich: Was steckt wirklich dahinter? Wie viel Wahrheit, wie viel Alltagstauglichkeit? Und warum wirken manche Sätze, als destillierten sie die Essenz des Alltags und des Lebens in Worte?

Enttäuschungen gehören zum Leben und doch erwischen sie uns immer wieder wie ein Schlag. Wir sind enttäuscht von anderen, von Situationen, von uns selbst. Oft liegt die Wurzel darin, dass unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit abweichen: Erwartungen zerbrechen, Illusionen lösen sich auf. Und das tut weh. Doch in jeder Ent-Täuschung steckt auch ein Moment der Klarheit: Wir sehen die Dinge plötzlich, wie sie wirklich sind. Jenseits von Wunschbildern und Projektionen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, wie Enttäuschungen unsere Beziehungen und unser Selbstbild prägen und warum sie nicht nur Rückschläge, sondern auch Schritte zur Selbsterkenntnis sein können. Sie beleuchten, wie wir Erwartungen bewusst gestalten, Verletzungen verarbeiten und nach dem Loslassen neue Türen aufgehen.

Genuss ist ein leises Wort für ein großes Thema. Oft denken wir dabei an gutes Essen, Wein oder schöne Momente. Doch philosophisch betrachtet geht es um weit mehr: um die Fähigkeit, das Schöne und Gute bewusst wahrzunehmen, im Augenblick zu leben und Dankbarkeit zu empfinden. Echter Genuss entsteht nicht im Übermaß, sondern im Innehalten und in der Aufmerksamkeit für das, was ist. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Kunst des Genießens: Warum sie für ein erfülltes Leben so wichtig ist und doch Disziplin erfordert. Sie fragen, wie Genuss und Maß zusammenfinden, wo der Unterschied zwischen Genuss und bloßem Konsum liegt und warum wahre Freude immer auch etwas mit Sinn zu tun hat.

Leidenschaft, das klingt nach Feuer, Hingabe und Lebendigkeit. Sie treibt uns an, lässt uns über uns hinauswachsen und verleiht dem Leben Sinn und Tiefe. Doch Leidenschaft ist mehr als bloße Begeisterung: Sie ist Energie, die aus innerer Überzeugung entsteht, aus dem Wunsch, ganz im Tun aufzugehen. Sie kann uns beflügeln, aber auch überfordern, wenn sie ohne Maß bleibt. In dieser Pudelker-Folge fragen Albert und Jan, woran wir echte Leidenschaft erkennen, wie sie entsteht und wie wir sie pflegen können, ohne uns in ihr zu verlieren. Welche Rolle spielt sie in Beruf, Beziehungen und im Alltag? Warum braucht ein erfülltes Leben sowohl das Feuer der Hingabe als auch die Kunst der Selbstbegrenzung? Eine Spurensuche zwischen innerem Antrieb, Selbstdisziplin und dem Mut, sich wirklich berühren zu lassen.

Durchhaltevermögen gilt als eine Tugend, die wir bewundern. Menschen, die nicht aufgeben, wenn es schwierig wird, die Rückschläge einstecken und trotzdem weitermachen. Beharrlichkeit hilft uns, Ziele zu erreichen, Krisen zu überstehen und Vertrauen in die eigene Stärke zu entwickeln. Sie ist eine Grundlage für Erfolg und Zufriedenheit. Doch dieselbe Kraft kann auch in Überforderung umschlagen, wenn wir zu lange an etwas festhalten, das uns erschöpft oder lähmt. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die doppelte Natur des Durchhaltevermögens: als Schlüsselkompetenz für ein gelingendes Leben und als mögliche Falle, wenn aus Disziplin blinder Ehrgeiz wird. Sie fragen, wie wir die Balance finden zwischen Dranbleiben und Loslassen, wann es klug ist, weiterzumachen und wann es mutiger oder einfach besser ist, aufzuhören.

Zufriedenheit ist ein Zustand, den wir alle anstreben und doch bleibt er oft flüchtig. Kaum ist ein Ziel erreicht, drängt sich schon der nächste Wunsch nach vorn. Zufriedenheit zeigt sich weniger als Endpunkt, sondern als Haltung: die Fähigkeit, das Leben in seiner Unvollkommenheit anzunehmen. Schon Philosophen wie Epikur oder Seneca betonten ihre innere Dimension von Zufriedenheit, und auch die moderne Psychologie verweist auf Dankbarkeit, Achtsamkeit und soziale Verbundenheit als wichtige Grundlage für ein zufriedenes Leben. Doch was genau macht uns zufrieden? Ist es eine Frage des Maßhaltens, der Haltung oder des Miteinanders? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielen Facetten der Zufriedenheit: von antiken Weisheiten über psychologische Einsichten bis hin zu ganz praktischen Wegen im Alltag. Sie fragen, wie wir Zufriedenheit kultivieren können, wann Genügsamkeit zur Stärke wird und wo sie in Stillstand umschlagen könnte.

Heute diskutieren Albert und Jan wieder von Hörern eingereichte Glaubenssätze, also tief verwurzelten Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich beeinflussen. Diese formen unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung der Welt. Folgende typische negative und positive Glaubenssätze sowie mögliche Auswirkungen auf das Leben derjenigen, die sie verinnerlicht haben, werden in dieser Pudelkern-Folge besprochen: • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. • Das Leben ist unfair. • Wer Schwäche zeigt, verliert. • Man kann alles schaffen, wenn man nur will.

Wurzeln geben Halt, sie sind unser unsichtbares Fundament im Leben. Sie entstehen durch Herkunft, Traditionen, Werte oder Gemeinschaften, manchmal auch durch innere Überzeugungen, die uns tragen. Wer verwurzelt ist, spürt Sicherheit und Zugehörigkeit. Doch es gibt auch die Erfahrung der Entwurzelung, wenn Bindungen zerreißen, Heimat verloren geht oder Lebenswege uns ins Ungewisse führen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielschichtige Bedeutung von Wurzeln. Von Familie und Herkunft bis hin zu Sinn, Berufung und innerer Haltung. Sie diskutieren, wie wir Wurzeln bewusst pflegen und vertiefen können, ohne uns von ihnen festhalten zu lassen, und ob Entwurzelung nicht auch eine Chance sein kann, Neues zu wagen und über uns hinauszuwachsen.

Viele Menschen suchen nach ihrem inneren Kern, nach der persönlichen Wahrheit, die sie wirklich ausmacht. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Ist dieser Kern etwas Unveränderliches, das wir freilegen können oder entsteht unser Selbst immer wieder neu, durch Erfahrungen, Entscheidungen und die Plastizität unseres Gehirns? Zwischen der Sehnsucht nach Beständigkeit und der Realität des Wandels liegt die Frage, wie wir authentisch leben können und ob es so etwas wie ein unverrückbares wahres Selbst überhaupt gibt. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Idee des Persönlichkeitskerns: von antiken Philosophen wie Platon oder den Stoikern bis hin zu modernen psychologischen Konzepten von Authentizität und Neuroplastizität. Sie diskutieren, ob Selbstoptimierung uns freier oder abhängiger macht, wie wir mehrere Wahrheiten in uns tragen können und was es praktisch bedeutet, ein authentisches Leben zu führen.

Mit dieser Folge startet Der Pudel und der Kern die neue Serie „Große Philosophinnen“ – und den Anfang macht Hildegard von Bingen. Sie war nicht nur Mystikerin, Universalgelehrte und Heilkundige des Mittelalters, sondern auch eine Denkerin, die praktische Lebensweisheit formulierte: in ihren Schriften zur Natur, zur Ordnung der Welt und zum menschlichen Miteinander. Albert und Jan sprechen darüber, wie Hildegards Gedanken über das gute Leben heute verstanden werden können. Welche Einsichten vermittelt sie für einen gelingenden Alltag jenseits von Zeitgeist und Moden? Wie lassen sich ihre Ideen zwischen Verantwortung, Maßhalten und innerer Klarheit einordnen? Und was können wir von Hildegard lernen, wenn es darum geht, Philosophie nicht nur zu denken, sondern im Leben zu verankern?

Das Impostor-Syndrom beschreibt das Gefühl, die eigenen Erfolge trotz objektiver Leistungen nicht verdient zu haben. Statt Stolz empfinden Betroffene Selbstzweifel und die Angst, irgendwann als „Hochstapler“ entlarvt zu werden. Dieses Phänomen betrifft nicht nur Berufseinsteiger, sondern auch erfahrene Menschen in verantwortungsvollen Positionen und ist weit verbreiteter, als man denkt. Hinter den Zweifeln stehen oft Denk- und Verhaltensmuster wie Perfektionismus, übersteigerte Ansprüche oder Vergleiche mit anderen. In dieser Pudelkern-Folge fragen Albert und Jan: Warum erleben gerade kompetente Menschen das Gefühl, „eigentlich nichts zu können“? Welche Rolle spielen Gesellschaft, Selbstwahrnehmung und Glaubenssätze? Und wie finden wir eine Balance zwischen Demut und Selbstvertrauen? Dabei geht es um psychologische Hintergründe ebenso wie um philosophische Perspektiven von Sokrates bis Erich Fromm und um konkrete Wege, das nagende Impostor-Gefühl zu überwinden, um selbstbewusster und authentischer zu leben.

Dating wirkt auf den ersten Blick wie eine ganz persönliche Angelegenheit und steckt meist voller Emotionen, Erwartungen und Hoffnungen. Doch bei genauerem Hinsehen verbirgt sich dahinter ein zutiefst philosophisches Thema: Was suchen wir im anderen? Geht es um Resonanz, Nähe oder auch Bestätigung? Und wie unterscheiden wir zwischen flüchtiger Anziehung und echter Verbundenheit? Schon Platon, Aristoteles und die Stoiker haben sich gefragt, wie Liebe und Partnerschaft zu einem gelingenden Leben beitragen können. Fragen, die in Zeiten von Dating-Apps und endlosem Swipen aktueller sind denn je. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, wie wir im Dating authentisch bleiben können, was es bedeutet, einem Menschen „wirklich zu begegnen“ und wie sich alte Weisheiten auf die Herausforderungen moderner Partnersuche anwenden lassen. Es geht um den schmalen Grat zwischen Wunsch und Bedürftigkeit, Projektion und echter Nähe und darum, was wir selbst tun können, um in der Liebe nicht nur zu suchen, sondern auch zu finden.

Souveränität ist mehr als Gelassenheit. Sie beschreibt die innere Haltung, auch dann bei sich zu bleiben, wenn das Leben stürmisch wird. Ein souveräner Mensch kennt seine Werte, trifft bewusste Entscheidungen und wahrt seine Integrität, ohne in starre Selbstkontrolle zu verfallen. Es geht nicht darum, immer alles im Griff zu haben, sondern darum, Klarheit auch unter Druck zu bewahren und handlungsfähig zu bleiben. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielen Facetten von Souveränität, von Autonomie und Entscheidungsfreiheit bis zu ihrer Rolle in Konflikten oder Krisen. Die beiden beleuchten, wie sich Souveränität von bloßer Selbstbeherrschung unterscheidet, ob man sie lernen kann und warum sie gerade in unsicheren Zeiten so wertvoll ist. Außerdem geben sie Impulse, wie jeder von uns diese innere Stärke kultivieren kann, um auch im Sturm klar und selbstbestimmt zu handeln.

Sehnsucht ist ein Gefühl, das viele kennen. Ein innerer Impuls, der uns zeigt, dass etwas in unserem Leben noch fehlt. Sie bewegt sich zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen dem Jetzt und dem, was sein könnte. Ob als unerreichbare Utopie, leise Melancholie oder drängender Impuls zur Veränderung: Sehnsucht lässt uns spüren, dass wir mehr wollen, als die Gegenwart gerade bietet. Doch was genau ist Sehnsucht? Mangel oder Motor? Warum begleitet sie uns ein Leben lang, und wie verwandelt sie sich im Laufe der Zeit? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die philosophischen, psychologischen und existenziellen Dimensionen der Sehnsucht und darüber, wie aus innerer Leere eine kraftvolle Orientierung entstehen kann.

Verzweiflung ist mehr als nur ein Tief. Sie entsteht, wenn Hoffnung, Sinn oder Halt verloren gehen. Dann wirkt alles leer und schwer. Doch Verzweiflung muss kein Ende sein, sondern kann auch einen Wendepunkt einleiten. Wer sich ihr stellt, kann darin Klarheit finden und neue Wege entdecken. Aber was genau ist Verzweiflung? Worin unterscheidet sie sich von Trauer, Wut oder Angst? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über philosophische und psychologische Zugänge zu einem existenziellen Gefühl. Sie zeigen, warum Verzweiflung nicht verdrängt, sondern durchlebt werden muss und wie daraus neuer Halt entstehen kann.

Das Schicksal zu lieben, klingt groß, fast übermenschlich. Doch genau darum geht es: das Leben nicht nur anzunehmen, wie es ist, sondern es gerade mit seinen Brüchen, Umwegen und Rückschlägen zu bejahen. Die Haltung stammt aus der stoischen Philosophie und wurde später von Nietzsche als radikaler Zustimmung zum eigenen Dasein weiterentwickelt. Für ihn war Amor Fati die „Formel für die Größe des Menschen“, der „höchste Zustand“, den ein Philosoph erreichen kann. Aber wie gelingt es, das Unvermeidliche nicht nur zu akzeptieren, sondern wirklich zu lieben? Was unterscheidet Amor Fati von bloßer Akzeptanz und wo liegen seine psychologischen Stärken? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Philosophie des Schicksals, über die Kraft des inneren „Ja“ und darüber, wie man auch dann aufblühen kann, wenn das Leben anders kommt als geplant.

Kontrolle gibt uns Halt: über unser Leben, unsere Beziehungen, unseren Alltag. Doch was passiert, wenn wir plötzlich feststellen, dass wir die Dinge eben nicht mehr im Griff haben? Kontrollverlust gehört zu den tiefgreifendsten Erfahrungen, die wir machen können – sei es durch Krankheit, Krisen oder Konflikte. Und er wirft eine zentrale Frage auf: Wie gelingt es, in Momenten der Ohnmacht wieder handlungsfähig zu werden? In dieser Folge von Der Pudel und der Kern sprechen Albert und Jan über das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Vertrauen. Sie beleuchten, warum unser Bedürfnis nach Kontrolle so stark ist, wie wir mit Unsicherheit besser umgehen können – und weshalb gerade das Loslassen oft der erste Schritt in Richtung innere Stärke ist.

Was würden Menschen sagen, die ein ganzes Jahrhundert erlebt haben? Welche Einsichten bleiben, wenn man auf das Leben zurückblickt – auf Zeiten des Krieges, der Liebe, des Verlusts, der Freundschaft, des Wandels? In dieser Folge nehmen sich Albert und Jan fünf Lebensweisheiten von Hundertjährigen vor – und prüfen sie auf ihren philosophischen Gehalt. Zwischen Stoizismus, Existenzialismus und Alltagsweisheit fragen sie: Was hilft, wenn nichts sicher ist? Was bedeutet echte Freiheit? Und wie wächst man über sich hinaus?

In dieser Folge von Der Pudel und der Kern sprechen Albert und Jan über Meister Eckhart, den wortgewaltigen Meisterdenker und bedeutendsten christlichen Mystiker des Mittelalters. Eckhart predigte Gelassenheit, Entwerden und innere Freiheit – und wurde damit zum Vordenker einer radikalen Innerlichkeit, die bis heute nachwirkt. Für ihn liegt das Wesentliche nicht im äußeren Tun, sondern im Loslassen: Wer sich selbst zurücknimmt, findet Gott – und sich selbst. Die beiden diskutieren, warum Eckharts Lehren heute aktueller sind, denn je – in einer Welt voller Tempo, Reizüberflutung und Kontrollzwang. Was bedeutet es, gelassen zu sein – nicht gleichgültig, sondern wach und präsent? Welche Kraft liegt darin, nichts festhalten zu müssen? Und wie kann Eckharts Denken helfen, mit Krisen, Stress und Selbstverstrickung gelassener umzugehen?

Grübeln kann helfen, Probleme zu lösen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann kippt produktives Nachdenken ins destruktive Gedankenkreisen. Wir hängen fest in Endlosschleifen, spielen Szenarien durch, die nie eintreten und verlieren dabei Präsenz, Klarheit und oft auch den Schlaf. Overthinking ist kein Zeichen von Klugheit, sondern oft ein Ausdruck von Unsicherheit und Kontrollbedürfnis. Was unterscheidet gesunde Reflexion von lähmendem Grübeln? Warum ist es so schwer, das Gedankenkarussell zu stoppen? Und was hilft konkret im Alltag? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über psychologische Auslöser, philosophische Gegenmittel und praktische Übungen, die helfen, aus dem Kopf zurück ins Leben zu finden.

Leichtigkeit klingt nach Sommerabend, Müßiggang und Unbeschwertheit – doch in Wahrheit ist sie eine der anspruchsvollsten Haltungen im Leben. Sie bedeutet nicht, oberflächlich oder naiv zu sein, sondern mit innerer Klarheit, Selbstverantwortung und Gelassenheit auch durch schwere Zeiten zu gehen. Leichtigkeit entsteht dort, wo wir Kontrolle loslassen, im Moment leben, uns von Perfektionismus oder Grübelschleifen nicht länger lähmen lassen und uns dabei wohl fühlen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Bedeutung von Leichtigkeit zwischen Philosophie und Psychologie. Sie zeigen, warum Leichtigkeit nicht Verdrängung, sondern Reife ist – und wie wir sie kultivieren können: durch Loslassen, Selbstakzeptanz und die Kunst, auf den Wellen zu reiten, statt gegen sie zu kämpfen.

Abgrenzung bedeutet nicht, Mauern zu errichten – sondern klar bei sich zu bleiben, auch wenn andere Erwartungen, Emotionen oder Probleme an uns herantragen. Wer ständig verfügbar ist und versucht, es allen recht zu machen, verliert schnell sich selbst. Doch gesunde Abgrenzung ist kein Egoismus, sondern eine Form der inneren Freiheit – sie schafft Raum für echte Verbindung, ohne sich zu verausgaben. In dieser Folge sprechen Albert und Jan über die Kunst der emotionalen Selbstabgrenzung: Was hilft, um Verantwortung nicht ungefragt zu übernehmen? Was hat ein Affe mit dem Thema zu tun? Und warum ist Loslassen manchmal der größte Akt der Liebe? Inspiriert von Philosophen wie Epiktet und Szenen aus Hermann Hesses Siddhartha, geht es um mehr Klarheit im Denken – und mehr Leichtigkeit im Miteinander.

Manche Menschen wirken ohne viele Worte. Ihre Ausstrahlung kommt nicht von Lautstärke, sondern von Gegenwärtigkeit – von echter Präsenz. In unserem Alltag voller Ablenkung, Selbstdarstellung und Reizüberflutung wird diese stille Kraft leicht übersehen – dabei ist sie die Grundlage dessen, was wir oft Charisma nennen. Präsenz entsteht, wenn wir ganz bei uns und gleichzeitig offen für andere sind. Sie zeigt sich in Haltung, Blick, Zuhören – und in der Fähigkeit, den Moment wirklich wahrzunehmen. Aber was genau ist Präsenz und warum berührt sie uns so tief? Wie können wir lernen, präsenter zu sein – in Gesprächen, Konflikten oder digitalen Räumen? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Echtheit und Ausstrahlung, über Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung und die Wirkung des Innehaltens. Sie zeigen, wie Philosophie und moderne Psychologie helfen können, mehr Präsenz ins Leben zu bringen – für echte Verbindung und klare Ausstrahlung.

Was kostet uns Energie – und was gibt sie uns? Oft sind es nicht die großen Herausforderungen, die uns erschöpfen, sondern kleine alltägliche Dinge: Gedanken, die kreisen, Menschen, die uns fordern, oder Gewohnheiten, die mehr nehmen als geben. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über das Phänomen der „Energieräuber“: Wie wirken sich ständiges Grübeln, Konflikte oder digitale Dauererreichbarkeit auf unsere innere Balance aus? Welche Rolle spielt Abgrenzung – und wie finden wir heraus, was uns stärkt? Inspiriert von antiker Philosophie und moderner Psychologie erkunden die beiden Wege zu mehr Klarheit, Selbstfürsorge und energetischer Gelassenheit.

People Pleasing bedeutet, es allen recht machen zu wollen. Dieses weit verbreitete Verhaltensmuster ist meist freundlich gemeint, kommt aber mit einem hohen Preis: Wer ständig versucht, Erwartungen zu erfüllen und Konflikten aus dem Weg zu gehen, verliert leicht den Kontakt zu sich selbst. Was mit Mitgefühl beginnt, endet nicht selten in Selbstverleugnung, innerer Erschöpfung oder Frust. Doch wo endet gesunde Rücksichtnahme und wo beginnt ungesunde Gefälligkeit? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die psychologischen Wurzeln von People Pleasing, über die Angst vor Ablehnung und die tiefe Sehnsucht nach Zustimmung. Sie zeigen philosophische Wege auf, wie wir uns abgrenzen können, ohne hart zu werden und wie echte Freundlichkeit erst dann entsteht, wenn wir uns selbst treu bleiben.

Seit jeher sucht der Mensch nach Momenten des Rauschs – sei es durch Alkohol, Musik oder das bewusste Loslassen im Ausnahmezustand. Der Reiz, den Alltag zu vergessen, sich zu befreien oder für einen Moment anders zu sein, ist tief in uns verankert. Doch brauchen wir Rauschzustände, um das Leben wirklich zu spüren? Oder halten sie uns davon ab, uns ehrlich mit uns selbst auseinanderzusetzen? In dieser Folge von Der Pudel und der Kern sprechen Albert und Jan über das ambivalente Verhältnis zum Rausch – mit einem besonderen Fokus auf Alkohol. Sie diskutieren, wann Rausch bereichernd wirkt, wann er zur Flucht und Gefahr wird und ob er überhaupt eine Rolle für das glückliche, gelingende Leben spielt.

In der neuen „Lebensweisheiten“-Folge diskutieren Albert und Jan bekannte und unbekanntere Weisheiten, Sprichwörter und Sinnsprüche, die ihnen in den letzten Wochen begegnet sind oder von Hörerinnen und Hörern eingereicht wurden.

Ordnung – sie gibt Halt, Struktur und Orientierung. Sie entsteht im Kleinen wie im Großen: im aufgeräumten Zimmer ebenso wie im aufgeräumten Geist. Oft ist unser Bedürfnis nach Ordnung tief mit unserem Wunsch nach Sicherheit und Sinn verbunden. Doch Ordnung ist nicht nur ein Schutzmechanismus – sie kann auch zur Belastung werden, wenn sie in Zwang oder Starrheit umschlägt. Was bedeutet Ordnung– im Inneren wie im Äußeren? Wann hilft sie uns zu leben, wann engt sie uns ein? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die vielschichtige Bedeutung von Ordnung, von alten Weisheiten aus Zen und Stizismus bis zur modernen Lebenskunst. Sie zeigen, wie Ordnung helfen kann, Klarheit, Freiheit und Verantwortung in unser Leben zu bringen – und warum manchmal auch die bewusste Unordnung ihren Platz hat.

In dieser Folge von Der Pudel und der Kern wenden sich Albert und Jan wieder einmal der antiken chinesischen Philosophie zu – und sprechen über Menzius (Mengzi), den wohl einflussreichsten Nachfolger des Konfuzius. Menzius gilt als kluger Anwalt des Guten im Menschen: Für ihn ist Mitgefühl kein Ideal, sondern liegt in der Natur des Menschen. Doch diese innere Güte muss gepflegt werden – durch Bildung, Selbstreflexion und moralische Haltung. Die beiden diskutieren außerdem, wie Menzius' Lehre auch heute noch als Wegweiser dienen kann – in Fragen der Selbstkultivierung, der Verantwortung gegenüber anderen und im Streben nach einem gelingenden Leben. Was heißt es, auf das Gute zu vertrauen, ohne naiv zu sein? Und wie bewahrt man innere Aufrichtigkeit – auch wenn niemand hinsieht?

Atmen – das klingt so selbstverständlich. Und doch tun wir es oft, ohne es zu bemerken. Dabei ist der Atem mehr als nur ein biologischer Vorgang: In vielen philosophischen und spirituellen Traditionen gilt er als Brücke zwischen Körper und Geist, als Schlüssel zur Achtsamkeit – und manchmal sogar zur Selbsterkenntnis. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum der Atem uns helfen kann, im Moment anzukommen – und was es bedeuten könnte, das Atmen wirklich bewusst zu erleben. Welche Rolle spielt der Atem in Krisen, in der Stille, im Alltag? Und warum liegt in einem einzigen Atemzug oft mehr Klarheit als in vielen Gedanken?

Wir begegnen täglich Vorurteilen – manchmal offen, oft ganz subtil. In Gedanken wie: „So jemand ist bestimmt unfreundlich“ oder „Die kann mit Technik nichts anfangen“ zeigt sich unser Bedürfnis, Menschen und Situationen sofort einzuordnen. Unser Gehirn liebt einfache Kategorien – und genau darin liegt das Problem. In dieser Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum wir zum Schubladendenken neigen – und wie wir bewusster damit umgehen können. Geht es darum, Vorurteile zu überwinden – oder vielmehr darum, sie zu erkennen und kritisch zu hinterfragen? Mit Blick auf Psychologie, Alltag und Philosophie – von Sokrates bis zu den Stoikern – fragen wir: Wie kann ein offeneres Denken gelingen? Und warum beginnt ein vorurteilsfreieres Leben vielleicht genau da, wo wir bereit sind, unsere eigenen Muster zu hinterfragen?

Heute erscheint bereits die dritte Folge der Pudelkern-Serie zu weit verbreiteten Glaubenssätzen, also zu tief verwurzelten Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich beeinflussen. Diese formen unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung der Welt. Folgende typischen positiven und negativen Glaubenssätze sowie deren mögliche Auswirkungen auf das Leben derjenigen, die sie verinnerlicht haben, werden in der Folge besprochen: • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. • Ich muss alles allein schaffen. • Ich bin gut so, wie ich bin. • Ich gehe meinen eigenen Weg.

Wir vergleichen uns ständig – mit Kollegen, Freunden, Prominenten oder Menschen auf Social Media. Manchmal treibt uns das an, manchmal macht es uns klein. Warum fällt es so schwer, sich nicht ständig mit anderen zu messen? Die Psychologie zeigt, dass soziale Vergleiche ein tief verwurzeltes menschliches Verhalten sind, das uns hilft, unsere Position in der Gesellschaft zu verstehen und unser Selbstbild zu formen. Doch wo liegt die Grenze zwischen motivierender Orientierung und schädlichem Neid? In dieser Folge von „Der Pudel und der Kern“ sprechen Albert und Jan darüber, warum wir uns überhaupt vergleichen, und welche psychologischen Mechanismen dahinterstehen. Inwiefern können aufwärtsgerichtete Vergleiche uns motivieren – und warum führen sie gleichzeitig oft zu Selbstzweifeln? Wie können wir lernen, Vergleiche konstruktiv zu nutzen, ohne unser Selbstwertgefühl zu beeinträchtigen? Und warum könnte der Schlüssel zu mehr innerer Ruhe darin liegen, weniger nach außen und mehr nach innen zu schauen?

Jeder Mensch erlebt Krisen, Rückschläge und schwierige Situationen – doch warum gehen manche Menschen gestärkt daraus hervor, während andere daran zerbrechen? Die Antwort liegt in der Resilienz: der inneren Fähigkeit, Widerstände zu überwinden und sich nach schwierigen Erlebnissen wieder aufzurichten. Doch was genau macht resilientes Verhalten aus – und kann man diese Fähigkeit bewusst trainieren? In dieser Folge von Der Pudel und der Kern sprechen Albert und Jan darüber, warum Resilienz für ein erfülltes Leben so wichtig ist. Welche Rolle spielen dabei Faktoren wie Akzeptanz, Optimismus und Selbstwirksamkeit? Wie helfen uns soziale Bindungen, schwierige Zeiten zu überstehen? Und wie unterscheiden sich Resilienz und bloße Durchhaltekraft voneinander?

Warum ist es so wichtig, dass wir gesehen und wertgeschätzt werden? Ob ein ehrliches Lob von der Chefin, ein „Gefällt mir“ auf Social Media oder einfach ein Dankeschön von einem Freund – Anerkennung gibt uns das Gefühl, wichtig und bedeutsam zu sein. Doch warum ist dieses Grundbedürfnis so tief in uns verankert? Und wie gelingt es uns, Anerkennung anzunehmen, ohne abhängig von ihr zu werden. Genauso wichtig: Wie können wir regelmäßig Wertschätzung an unsere Mitmenschen geben, ohne, dass diese inflationär oder aufgesetzt wirkt? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über die Philosophie und Psychologie der Anerkennung: Warum ist das Bedürfnis nach Wertschätzung so zentral für unser Selbstwertgefühl? Welche Rolle spielen soziale Bindungen, Kompetenz und das Gefühl von Autonomie dabei?