Die fünfte Schweiz

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Über 760'000 Schweizerinnen und Schweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und…

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Dec 4, 2022 LATEST EPISODE
    • weekly NEW EPISODES
    • 15m AVG DURATION
    • 177 EPISODES


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    Clive Landis ist Uni-Rektor auf Barbados

    Play Episode Listen Later Dec 4, 2022 13:35


    Sie gehört zu den renommiertesten Universitäten: Die University of the West Indies auf Barbados. Ungefähr 98 Prozent der Studentinnen und Studenten stammen aus der Karibik. Rektor dieser Universität ist ein Schweizer. Die Insel Barbados ist seit rund einem Jahr unabhängig. Sie hat sich von der britischen Krone losgelöst und ist seither eine Republik. Das habe der Insel gutgetan, sagt Clive Landis. Die Menschen wollen selbstbestimmt leben.  Clive Landis muss es wissen: Er lebt seit über 20 Jahren auf der Insel. Mit 13 Jahren zog er von der Schweiz nach England, wo er eine Privatschule besuchte. Anschliessend lernte er seine jetzige Frau kennen: Eine Barbadierin.  Im August 2021 wurde er zum Rektor der Universität auf Barbados ernannt und übernahm sogleich auch die Leitung der Covid-Taskforce. 

    Carmen Nebe: «Arbeite um zu Leben. Lebe nicht, um zu arbeiten!»

    Play Episode Listen Later Nov 27, 2022 20:38


    Die Gelassenheit der Australier ist schon längst auf Carmen Nebe übergeschwappt. Seit 25 Jahren lebt die gebürtige Baslerin in Brisbane, im Bundesstaat Queensland. So schnell bringt man die 62-Jährige nicht aus der Ruhe: «Hier geht alles viel gemächlicher zu und her.» Auf ihrer Hochzeitsreise in den 1980er Jahren reiste Carmen Nebe mit ihrem damaligen Mann quer durch Australien. Fasziniert vom Land, den Leuten und den unterschiedlichsten Kulturen beschloss das frisch vermählte Paar, nach Australien auszuwandern. Einfach war das Auswandererprojekt allerdings nicht, erinnert sich Carmen Nebe: «Ein Arbeits-Visum zu kriegen war schwierig». Trotzdem haben sie es auf die andere Seite der Welt, nach Down Under geschafft. Bis zur Pensionierung arbeitete Carmen Nebe für die australische Regierung. Heute geniesst sie mit ihrem neuen Partner Pierre jede freie Minute: «Wir gehen oft auf Wandertouren im Outback. Hier in Brisbane findet das Leben draussen statt!» Das sogenannte Bushwalking ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Australier. Exotischer Untermieter Vor sieben Jahren hat ich das Paar ein Haus in Brisbane gekauft. Inklusive eines besonderen Untermieters: «Die Schlange Oskar lebt friedlich unter dem Dach und frisst allerlei Ungeziefer». Auf der Speisekarte der Python landen zum Beispiel Gekos, Mäuse oder ab und zu ein junges Opossum.

    Ralph Brändle – Für immer und ewig Spanien!

    Play Episode Listen Later Nov 20, 2022 22:48


    Ralph Brändle liebt und lebt die spanische Kultur. Seit bald zehn Jahren ist die kleine Gemeinde Almoradí in der Nähe von Alicante die ultimative Heimat des Winterthurers: «Hier bin ich zu Hause. Ich liebe die Offenheit und Gelassenheit der Spanier.» Ralph Brändle hat Spanien in den 1990er Jahren für sich entdeckt. Oft verbrachte der 61-Jährige seine Ferien dort und lernte Land und Leute kennen. In all den Jahren hat Ralph Brändle enge Freundschaften mit den Einheimischen geschlossen. Spanien ist nicht nur bekannt für Sommerurlaube, Siesta und gutes Essen, sondern auch für die weltoffene Mentalität der Leute: «Wenn sie merken, dass Du Dich für ihre Kultur interessiert, öffnen sie ihre Herzen.» Seit 2013 lebt Ralph Brändle in der kleinen Ortschaft Almoradí. Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: «Mein Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück. Ich nehme jeden Tag wie er kommt!» Vermittler zwischen zwei Kulturen Ralph Brändle arbeitet als Immobilienberater. Er ist Dreh- und Angelpunkt zwischen den Kulturen: «Ich kenne die spanische Mentalität und vermittle bei wichtigen Verhandlungen.» Primär gehe es nicht darum attraktive Liegenschaften zu verkaufen, sondern die richtigen Kontakte zu knüpfen.

    Gabriela Stoffel – Ein Leben zwischen zwei Welten

    Play Episode Listen Later Nov 13, 2022 21:30


    Douz ist eine kleine Oasenstadt im Süden von Tunesien. Gabriela Stoffel hat sie per Zufall entdeckt, als sie 2018 die Wüste bereiste. Heute ist der Ort ihre zweite Heimat.  Die gelernte Juristin pendelt zwischen der Schweiz und Tunesien hin und her. Dort kultiviert sie einen jungen Dattelhain - hier verarbeitet sie die Früchte zu leckerem Konfekt. Vor drei Jahren tauchte Gabriela Stoffel in eine komplett andere Welt ein. Zusammen mit ihrem tunesischen Partner hat sie einen Dattelhain erworben. Nach der ersten Ernte hat sie beschlossen, die Früchte in die Schweiz zu importieren. „Das Dattelgold erfreut die Kund:innen in der Schweiz, das Dattelgeld ermöglicht die naturnahe Pflege des Hains übers Jahr, sagt die 53-Jährige.  «Ich habe mir die Ferne aus der Nähe angesehen» In Tunesien wohnt Gabriela Stoffel in einem Weiler direkt am Eingang zur Wüste. Das einfache Leben, die Klarheit und die Stille dieser Landschaft habe sie schon immer fasziniert. «Und das Zusammenwirken ist ein Abenteuer mit dem Reiz, das Fremde und eine andere Kultur hautnah zu entdecken.»  

    Suzanna Röthlisberger – Ein grosses Herz für Tiere

    Play Episode Listen Later Nov 6, 2022 13:48


    Suzanna Röthlisberger rettet in Paraguay verwahrloste Tiere. Auf ihrem grossen Anwesen tummeln sich Hunde, Katzen, Pferde, aber auch Papageien und Schildkröten: «Für die Tiere ist es ein kleines Paradies hier.» Das Haus mit grosszügigem Umschwung liegt in der Nähe der Stadt Caacupe. Vor zweiundzwanzig Jahren entschloss sich Suzanna Röthlisberger mit ihrem Mann auszuwandern. In der Zeitschrift «Tierwelt» stiessen die beiden damals auf ein abenteuerliches Inserat, erinnert sich die 73Jährige: «Traumfinca mit viel Land zu verkaufen war der Titel!» Heute ist es tatsächlich ein Bijou. Und vor allem eine Auffangstation für Tiere. Seit Jahren rettet die Bernerin Tiere aller Art: «Ich hole sie und päppele sie wieder auf. Mein Haus mit Umschwung ist eine Art Gnadenhof geworden.» «Ich bereue keine Sekunde» Es braucht Mut, noch mit 51 Jahren auszuwandern. Für Suzanna Röthlisberger war es damals die richtige Entscheidung: «Ich habe den Schritt nie bereut und bin dankbar.» Ein Leben in der Schweiz könnte sie sich nach all den Jahren nicht mehr vorstellen.

    Franziska Boulter – Kleinkindererzieherin und Hüttenwartin

    Play Episode Listen Later Oct 30, 2022 15:33


    Franziska Boulter ging 1984 als Au-Pair nach Kanada. Heute lebt die Bernerin in der Kleinstadt White Rock, in der Provinz British Columbia. Doch die Schweiz liess die Bernerin nie ganz los. In der Skisaison arbeitet die 58-Jährige regelmässig als Hüttenwartin und Kinderbetreuerin in der Lenk. White Rock ist eine idyllische Kleinstadt in der Nähe von Vancouver. Vor kurzem hat sich die Bernerin Franziska Boulter eine schmucke Wohnung direkt am Meer gekauft: «Ich gönne mir jeden Tag ein Whirlpool Ritual. Als ehemalige Kunstturnerin die beste Therapie für meine Gelenke!» Franziska Boulter arbeitet als Kleinkinderzieherin im örtlichen Kindergarten. Hüttenwartin in der Lenk Vor zwei Jahren besuchte Franziska Boulter ihre Familie. Wegen der Pandemie konnte sie für längere Zeit nicht zurück nach Kanada reisen. So bewarb sie sich als Hüttenwartin in der Lenk. Auch die nächste Skisaison ist fest gebucht: «Ich betreue jeweils die Kinder einer Skischule. Das macht grossen Spass und ich kann es gut mit Kindern.»

    Malin Schell – Ein Leben für die Musik und Brasilien

    Play Episode Listen Later Oct 23, 2022 18:59


    Malin Schell ist Sängerin durch und durch. Schon als kleines Mädchen entdeckte sie die Welt der Musik. Heute schreibt sie ihre eigenen Kompositionen: «Musik bringt mich in einen Bewusstseinszustand, in dem ich mit Freude und Leichtigkeit einfach sein, fliegen, träumen und erschaffen kann.» Die Zürcherin Malin Schell lebt im Bundesstaat Bahia in Brasilien. Sie hat sich dort ihren Traum verwirklicht und lebt seit sieben Jahren in Vale de Capao. Das Tal befindet sich im Nordosten Brasiliens. In ihrem kleinen Anwesen inmitten der brasilianischen Wildnis, findet die 32-Jährige die Inspiration für ihre Musikprojekte und hat schon einige Alben aufgenommen: «Es ist ein magischer Ort. Ich verspüre eine tiefe Verbindung zu mir selbst, meine Essenz und meinem Herzen.» «Es ist wie eine grosse Kommune» Die Ortschaft Vale de Capao zieht sich durch ein langes Tal. Nicht nur Brasilianer, sondern auch viele Europäer leben dort. Es sei wie eine grosse Kommune: «Es ist ein Miteinander und oft kommen die Leute spontan zu mir auf Besuch.» Spontane Besucher sind auch kleine Affen und Schlangen: «Es ist wundervoll, diese einzigartige Natur direkt vor der Haustüre zu haben.»

    Irene und Vince Hogan begeistern mit ihrer Hochbeet-Kultur

    Play Episode Listen Later Oct 16, 2022 16:40


    Irene Hogan Hollenstein und ihr Mann Vince führen einen Bio-Bauernhof in der Kleinstadt Traverse City, im US-Bundesstaat Michigan. Die Selbstversorger sind bekannt für ihren aussergewöhnlichen Gemüseanbau: «Hier in Amerika kennt man die Hochkultur aus Europa kaum, sagt die 60-Jährige.» Irene Hogan Hollenstein kam 1984 als Aupair nach San Francisco und blieb. Vor rund acht Jahren übernahm die gelernte Dentalhygienikerin mit Ehemann Vince die «Boone-Farm» in der amerikanischen Kleinstadt Traverse City. Der Bauernhof gehörte ursprünglich den Grosseltern von Vince: «Die Farm ähnelt der Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf!» Die beiden setzen mit Erfolg auf nachhaltige Landwirtschaft. Sogar die lokalen Medien wurden auf das Paar aufmerksam: «Viele Leute schauen vorbei und füttern unsere Tiere auf den saftig grünen Wiesen.» Glückliche «Säuli» und Hühner Die Schweine und Hühner tummeln sich frei auf den saftigen Wiesen. Für Irene Hogan Hollenstein und Vince war es von Anfang an wichtig, dass die Tiere glücklich aufwachsen, bevor sie geschlachtet werden: «Wer bei uns Fleisch kauft, weiss dass ihr Steak von einem glücklichen Schwein stammt.» Um Stress zu vermeiden, werden die Tiere auf dem Hof geschlachtet und erst dann im örtlichen Schlachthof verarbeitet.  

    Rolf Kunz – Vom «Pöschtler» zum Bauern in Zentral-Thailand

    Play Episode Listen Later Oct 9, 2022 16:30


    Rolf Kunz ist vor vier Jahren mit seiner Frau Pairin nach Thailand ausgewandert. Die beiden leben in der Ortschaft Bung Sam Phun, in der Region Phetchaphun. Dort bewirtschaften sie Reisfelder und haben einen eigenen Hof. Touristen trifft man kaum: «Es ist ein traumhafter Ort», sagt der 65-Jährige. Der pensionierte Postangestellte Rolf Kunz hat eine neue Lebensaufgabe. Statt die Post zu verteilen, kümmert sich der 65-Jährige um die Kühe und Hühner auf dem eigenen Hof und hilft auch auf den Reisfeldern tatkräftig mit: «Man lernt schnell und probiert immer wieder aus. Es ist faszinierend in diese neue Welt einzutauchen.» Selbstversorger seien sie in Sachen Reis und Eiern: «Gemüse und Früchte kaufen wir auf dem Dorfmarkt dazu.» Weitab vom Tourismus Bung Sam Phun liegt in Zentralthailand. Etwa hundert Kilometer von Bangkok entfernt. Nur wenige Touristen kommen in die Gegend, sagt Rolf Kunz: «Viele Bangkoker fahren über das Wochenende in den nahegelegenen Nationalpark.» Ausländer treffe man hier kaum. Höchstens im örtlichen Einkaufszentraum. 

    Lukas Egli bringt die Landwirtschaft in die Städte

    Play Episode Listen Later Oct 2, 2022 15:39


    Der Biologe und Forscher Lukas Egli macht sich in Leipzig für eine nachhaltige Landwirtschaft stark. Der 32-Jährige gründete zusammen mit anderen den Ernährungsrat: «Wir möchten allen Menschen Zugang zu einem gesunden und nachhaltigen Essen ermöglichen.» Lukas Egli engagiert sich seit Jahren für eine nachhaltige Landwirtschaft. Der 32-jährige aus Pfäffikon (SZ) lebt in Leipzig. Der Biologe und Wissenschaftler arbeitet im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Mit seinem Team versucht er die Städter auf die umliegende Landwirtschaft zu sensibilisieren: «Wir zeigen auf, dass ein wesentlicher Anteil der hier konsumierten Lebensmittel im Umland produziert werden könnte.» Herzprojekt Mehrgenerationenhaus Eine alternative Wohnform ist ein Mehrgenerationenhaus. Ein Herzprojekt von Lukas Egli. Aktuell saniert er mit anderen fünfzehn Leuten ein altes Gründerhaus. Mit dem Ziel eine grosse Wohngemeinschaft zu bilden. Familien, junge und ältere Menschen leben gemeinsam unter einem Dach: «Es ist wie eine grosse WG, nur viel verbindlicher.»  

    «In der Schweiz lebt man besser in Brasilien mehr!»

    Play Episode Listen Later Sep 25, 2022 20:43


    Hanspeter Häfeli ist in Uruguay geboren. Seine Schweizer Wurzeln liegen in Zetzwil im Kanton Aargau. Der Unternehmer lebt mit seiner Familie unter anderem in der Stadt Vinhedo in der Nähe von São Paulo. Der 66-Jährige führt das traditionelle Fleischunternehmen seiner Eltern. In den 1950er Jahren wanderten viele Schweizerinnen und Schweizer nach Südamerika aus. Auch die Eltern von Hanspeter Häfeli. Der Vater machte sich als Metzger einen Namen und gründete sein eigenes Fleischunternehmen in São Paulo. Mittlerweile hat die Familie mehrere Geschäfte und ist auf Fleischprodukte nach traditionellen Schweizer Rezepten spezialisiert: «Wir produzieren allerlei Würste, Rippli, Wädli oder Landjäger nach Schweizer Art.» Und auch typisch schweizerische Beilagen, wie Röschti oder Sauerkraut und Senf sind ein wahrer Renner bei den Brasilianern und vor allem bei den Schweizer und Deutschen Kolonien: «Für diejenigen, die noch nie in der Schweiz oder in Deutschland waren geniessen die kulinarischen Köstlichkeiten aus ihrer Ursprungsheimat.» Immer gerne wieder in der Schweiz Auch wenn Hanspeter Häfeli in Uruguay geboren ist, hat er trotzdem einen engen Bezug zur Schweiz. Als Kind verbrachte er mehrere Jahre bei den Grosseltern auf dem Bauernhof: «So blieb mein Schweizerdeutsch erhalten.» Sein älterer Sohn lebt und arbeitet in Basel: «Wenn immer möglich, kommen wir ihn besuchen.»

    Tanja Zurbrügg – Glücklich in Neuseeland

    Play Episode Listen Later Sep 18, 2022 18:36


    Schon als kleines Mädchen wusste Tanja Zurbrügg, dass auf sie die grosse Welt wartet. Gefunden hat sie ihre Heimat auf Neuseeland. Seit zwanzig Jahren lebt sie mit ihrer Familie ausserhalb von Auckland. Ihr Partner ist ein waschechter Maori. Tanja Zurbrügg ist im Kiental aufgewachsen. Ein zweihundert Seelendorf im Berner Oberland. Schon früh wusste die heute 46-Jährige, dass sie die Welt entdecken möchte. Für eine Schweizer Firma in Spiez arbeitete sie einige Jahre in Afrika. In der Modebranche designte sie Stoffe für die Pariser Fashion Szene. Sie lebte einige Jahre in London, doch irgendwie war sie noch nicht angekommen: «Ich durchstöberte sämtliche Bibliotheken von London, bis ich einen Reiseführer über Neuseeland entdeckte!» Heute lebt Tanja Zurbrügg mit ihrer Familie in einem grossen Haus mitten im Grünen von Auckland. Sie ist Mitinhaberin einer grossen Agentur, die tonnenschwere Tanks nach Übersee verschifft. Das grösste Schweizer Festival Einmal im Jahr findet das grösste Schweizer Festival in Auckland statt. Tanja Zurbrügg hat das Festival zehn Jahre lang organisiert und dafür gesorgt, dass allerlei Schweizer Köstlichkeiten auf der Insel landen: «Von Rivella, Ragusa über Raclette-Käse ist alles zu haben. Ein Highlight für die «Kiwis», wie man hier liebevoll den Neuseeländern sagt.»

    Vom «Seebueb am Zürisee» zum Seemann auf den Weltmeeren

    Play Episode Listen Later Sep 11, 2022 18:25


    Ulrich Baumgartner fuhr jahrelang als Schiffskapitän auf den grössten Frachtschiffen der Welt. Heute unterrichtet der 62-jährige Schiffsingenieur angehende Schiffsmechaniker. Mit seiner Familie lebt der Zürcher auf einem idyllischen ostfriesischen Bauernhof in Rastede an der Nordsee. Als Kapitän von riesigen Containerschiffen sah der Zürcher Ulrich Baumgartner die Welt. Oft war er wochenlang auf hoher See und war verantwortlich für tausende von Tonnen Fracht. Beim Beruf Seefahrer denken immer noch viele an das Leben auf See in früheren Zeiten. Heute versteckt sich hinter der Schifffahrt modernste Technologie. Trotzdem brauche das Steuern ein gutes Fingerspitzengefühl, sagt Ueli Baumgartner: «Es ist jedes Mal aufregend, so ein tonnenschweres Frachtschiff in den Hafen zu manövrieren.» Ein Bauernhof im Moor Ueli Baumgartner lebt mit der Familie auf einem typisch ostfriesischen Bauernhof. Es sei ein Ort der Ruhe, umgeben von vielen Bäumen: «Es ist unsere kleine Oase.» Typisch an der Nordsee ist die flache Landschaft und der ständige Wind: «Wir sehen schon am Freitag, wer am Sonntag zu Besuch kommt!»  

    Noel Furrer weiss, wie man Menschen verzaubert

    Play Episode Listen Later Sep 4, 2022 19:05


    Noel Furrer ist der geborene Gastgeber. Der Luzerner mischte nicht nur in der Zürcher Kulturszene mit. In Hong Kong ist er als «Mr. Nightlife» bekannt. Heute lebt der 45-Jährige in Phnom Phen, der Hauptstadt von Kambodscha. Aktuell konzipiert er ein edles Hotel für ein grosses Familienunternehmen. Noel Furrer liebt Veränderungen und taucht immer wieder in neue Projekte ein: «Ich bin wie eine Pflanze, die man in einen Topf setzt und zusieht, wie sie von Tag zu Tag wächst.» Der gelernte Koch stand etwa an der Seite von Starkoch Anton Mosimann in London und verwöhnte den Gaumen der Royals. In Hong Kong zeigte er prominenten Gästen das bunte Nachtleben. Seit sieben Jahren lebt und arbeitet Noel Furrer in Phnom Phen, der Hauptstadt Kambodschas. Aktuell ist er für das Design eines luxuriösen Hotels zuständig. In paar Monaten ist die Eröffnung: «Ich mache das gesamte Branding und verleihe den rund 200 Zimmern die richtige Ambiance.» Dazu gehört auch das Rekrutieren von rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein wahres Mammutprojekt. Die feine Art der Asiaten Aus dem einstigen Partylöwen Noel Furrer ist ein ausgeglichener Mensch geworden. Die asiatische Denkweise hat ihn inspiriert. Sein privates Leben hat der 45-Jährige schon längst auf den Kopf gestellt: «Mich fasziniert der achtsame und respektvolle Umgang der Menschen. Heute bin ich viel ausgeglichener.»

    Urs Grüter – Auf einer kleinen Insel mitten im Nirgendwo

    Play Episode Listen Later Aug 28, 2022 20:32


    Urs Grüter begleitet für neun Monate ein Forscherteam auf der Insel Macquarie mitten im Pazifischen Ozean. Die Insel gehört zum australischen Bundesstaat Tasmanien. Der Sicherheitschef kümmert sich dort um das Wohl der Wissenschaftler: «Ich bin ein wandernder Sanitäter.»  Die raue und windige Insel Macquarie ist von der restlichen Welt abgeschnitten. Wegen ihrer geologischen Bedeutung gehört Macquarie Island zum Weltnaturerbe. Sie liegt im südlichen Pazifischen Ozean, in der Mitte zwischen dem australischen Inselstaat Tasmanien und der Antarktis. Urs Grüter weilt seit März mit einem Forscherteam auf der wilden Insel und trainiert die Wissenschaftler für das unwegsame Gelände: «Es gibt viele steile und gefährliche Hänge. Ich bilde die Expeditionsteilnehmer als Ersthelfer und im Rettungsdienst aus.» Die Insel ist nur für Forscher zugänglich. Als erster Schweizer ist Urs Grüter stolz, Teil des australischen Forschungsprogrammes zu sein: «Manchmal, wenn Du denkst, das Leben ist ziemlich gut, kann es noch besser werden.» Zwischen Pinguinen, Seelöwen und Walen Urs Grüter ist fasziniert von der einzigartigen Tierwelt auf Macquarie Island: «Man kann sich nicht satt sehen!» Der ausgebildete Kletterführer zählt für die Forschung zwischendurch sogar die Küken der Königspinguine. Aber auch für den Küchendienst ist sich Urs Grüter nicht zu schade: «Es ist wie ein langes Ferienlager!»  

    Patrick Olivier Puerro – Stolzer Olivenölproduzent in Portugal

    Play Episode Listen Later Aug 21, 2022 14:10


    Nach über 20 Jahren Bürotätigkeit folgte Patrick Olivier Puerro seinem wahren Herzenswunsch. Heute sind der Berner und seine Partnerin Maylene stolze Olivenbauern. In der Ortschaft Mata besitzt das Paar einen riesigen Olivenhain. Vor sieben Jahren wagte Patrick Olivier Puerro den Schritt aus der Komfortzone «Schweiz». Der erfolgreiche Finanzmanager kaufte mit Partnerin Maylene vor sieben Jahren einen riesigen Olivenhain in Mata, Portugal: «Ich wollte meinem Leben eine neue Richtung geben.» Patrick Olivier Puerro fühlte sich schon immer stark mit der Natur und der Landwirtschaft verbunden: «In der Schweiz hätte ich mir diesen Traum nie erfüllen können. In Portugal kriegten wir das perfekte Angebot.»  Mit Herzblut Selbstversorger Hühner, Katzen und Hunde tummeln sich auf dem Hof von Patrick Olivier Puerro. Der Alltag des Olivenproduzenten ist hart, doch die Belohnung sei gross, sagt der 53-Jährige: «Wir bewirtschaften die Olivenbäume im Alleingang und haben ein Hochbeet, wo wir Gemüse und Obst anbauen.» Trotz der vielen Arbeit, ist das Leben der Selbstversorger mehr als erfüllt: «Es ist der schönste Fleck Land auf Erden und wir sind dankbar, dass wir diesen Schritt in ein neues Leben gewagt haben!»  

    Noel Frei, Äthiopien: «Im Ausland lerne ich die Schweiz schätzen»

    Play Episode Listen Later Aug 14, 2022 17:05


    Er ist ein Weltenbummler: Noel Frei lebte in Japan, Australien und Österreich. Vor zwei Jahren zog es ihn nach Ostafrika. Er lebt mit seiner Frau in Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien. Aber vor einem Jahr musste er unfreiwillig die Zelte abbrechen. «Ich geniesse das unstete Leben» sagt Noel Frei (37), der schon als Flugbegleiter viel von der Welt gesehen hat. Als Flugbegleiter lernte er seine zukünftige Frau kennen. «Unsere gemeinsamen Flüge nach Südafrika haben uns auf die Idee gebracht, dass wir in Afrika wohnen möchten». Seine Frau hat eine Anstellung bei der UNO gefunden, er bei der Deutschen Schule. Dann kam der Bürgerkrieg Alles schien perfekt. Das Land war in Aufbruchstimmung. Doch dann änderte sich alles, als im November 2020, im Bundesstaat Tigray – rund 450 Km nördlich von Addis Abeba – der Bürgerkrieg ausbrach. Rund eine Million Menschen flüchteten vor der blutigen Gewalt. Da die Lage unübersichtlich war, und es Hinweise gab, der Konflikt könnte sich bis nach Addis Abeba ausbreiten, mussten Noel Frei und seine Frau die Koffern packen. Kurze Zeit später konnten die beiden wieder an ihren gewohnten Ort zurückreisen.  Viel vom Land gesehen Noel Frei hat mit seiner Frau das ganze Land bereist. Es sei ein wunderschönes Land, zerklüftet mit über 20 Nationalparks, und 9 UNESCO Weltstätten. «Hier bleiben wir. Uns gefällt es hier.» sagt Noel Frei. Und zieht es ihn auch wieder einmal zurück in die Schweiz? «Das wissen wir noch nicht. Vielleicht in zehn bis 15 Jahren.»

    Erika Spillmann gründete das heute grösste Kinderheim von Caracas

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2022 12:01


    Wer von Venezuela spricht, redet auch von Wirtschaftskrise, hoher Kriminalität und Armut. Erika Spillmann bekommt die schwierige Situation Venezuelas direkt zu spüren: Sie nimmt Kinder von Eltern auf, die ihre Kinder nicht mehr ernähren können. Wer mit Erika Spillmann (52) einen Termin vereinbaren will, braucht Glück: Sie ist fast 24 Stunden beschäftigt. Ihr Kinderheim ist in den letzten 26 Jahren gewachsen. Sie musste sogar neue Wohnungen erwerben, um die heute rund 100 Kinder unterzubrigen. Es ist heute das grössste Kinderheim von Caracas. Mit zehn Jahren nach Venezuela gekommen Erika Spillmann ist gebürtige Thunerin. Ihr Vater, Schweizer, hat seine zukünftige Frau, eine Venezolanerin, im Studium an der Sorbonne Universität in Paris kennengelernt. Als sie zehn Jahre alt war, wollte Erika Spillmann nach Venezuela. Sie ging dort weiter zur Schule und später studierte sie. Da ihr Vater bereits ein Kinderheim in Kolumbien betrieben hatte, wollte sie nach dem selben Muster ein eigenes Heim in Venezuela gründen. «Das ging dann alles sehr schnell» sagt sie. Da gleichzeitig ein anderes Kinderheim den Betrieb einstellte, konnte Erika Spillmann rund 40 Kinder übernehmen. «Ich wurde ins kalte Wasser geschmissen­­­­.»  Seit 1996 existiert nun das «Hogar Bambi­», so der Name. Mittlerweile schauen 120 Angestellte zu den Kindern. Oft werden Kinder abgegeben, die noch kein Jahr alt sind. «Kleinkinder kosten den Eltern am meisten Geld» sagt Erika Spillmann. Bei einem Monatseinkommen von umgerechnet 50 Franken erkennen viele Eltern, dass sie ihr Kind gar nicht ernähren können. Bereits über 4000 Kindern geholfen Die Kinder leiden oft an Unterernährung. Hinzu kommt die fehlende Bildung: Die meisten Kinder gehen gar nicht zur Schule. Und das Problem hat isch in den letzten Jahren noch verstärkt.  Da in den letzten Jahren über fünf Millionen Menschen aus dem Land geflüchtet sind, liessen viele ihre Kinder in Venezuela bei den Grosseltern oder Nachbarn zurück, in der Hoffnung, im Ausland irgendwie an Geld zu kommen. Oft bleibt es bei der Hoffnung, und die Grosseltern oder Nachbarn müssen über längere Zeit zu den Kindern schauen. In vielen Fällen reicht das Geld nicht mehr und sie sind gezwungen, die Kinder ins Kinderheim bringen.  Seit der Gründung konnte Erika Spillmann bereits über 4000 Kindern helfen. Das Problem mit der Stille Erika Spillmann kennt die Welt in Venezuela. Sie kennt sie aber auch am Thunersee. «Ich gehe etwa drei Mal im Jahr in die Schweiz an den Thunersee um durchzuatmen und herunterzukommen». Caracas ist eine lärmige Stadt. In der Schweiz wird genau das zum Problem, sagt sie. «In der Nacht kann ich kaum schlafen, es ist einfach immer so still und ruhig draussen.­»

    Glückliches Auswanderer-Paar

    Play Episode Listen Later Jul 31, 2022 14:43


    Thomy Schallenberger und sein Partner Jean-Philippe Dousse haben es geschafft. Vor fünfzehn Jahren zog es die beiden nach Spanien. Das Schweizer Paar führt ein historisches Gästehaus in Barbarroja in der Provinz Alicante. Thomy Schallenberger war ein erfolgreicher Gastronom und Inhaber der Szenenbar Pigalle im Herzen von Zürich. Die endlosen Nachtschichten wurden ihm und seinem Partner Jean-Philippe Dousse irgendwann zu viel. Die beiden suchten vor fünfzehn Jahren nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Auszuwandern sei eigentlich nicht geplant gewesen, sagt Thomy Schallenberger: «Wir bekamen spontan das Angebot, eine leerstehende Finca zu übernehmen.» Die beiden zögerten nicht lange. Innerhalb von drei Monaten brach das Paar die Zelte in der Schweiz ab: «Wir kamen in ein kleines spanisches Dorf, ohne Spanischkenntnisse, ohne Geld aber mit viel Mut.» Der Mut hat sich ausbezahlt. Heute sind die beiden leidenschaftliche Gastgeber und über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein Landhaus mit Geschichte 2011 kauften sich Thomy Schallenberger und Jean-Philippe Dousse ein grösseres Grundstück mit einem über 200-jährigen Landhaus in Barbarroja, in der Provinz Alicante. Viel Schweiss und Herzblut steckt in ihrem Objekt. Den Pool haben sie mit lokalen Handwerkern und der Hilfe von Freunden gebaut. Es sei ihr ganzer Stolz, sagt Thomy Schallenberger: «Ich hätte nie gedacht, dass wir es schaffen. Aber jetzt sind wir hier zu Hause.»

    Marisa Broggini – Stolze Tessinerin in Aachen

    Play Episode Listen Later Jul 24, 2022 18:25


    Marisa Broggini ist Tessinerin durch und durch. Geboren und aufgewachsen ist sie aber in Deutschland. Den Schweizer Pass würde sie nie hergeben: «Meine Verbundenheit zur Schweiz ist bis heute stark ausgeprägt.» Die 61-Jährige ist Präsidentin des wohl ältesten Schweizer Clubs in Aachen. Marisa Broggini hat ihre Wurzeln im Tessin. Die Grosseltern stammten aus Losone: «Mein Nonno war lange für die SBB in Frankfurt am Main stationiert. So haben sich damals meine Eltern kennen gelernt.» Während der Kindheit verbrachte Marisa Broggini ihre Sommerferien regelmässig in der Schweiz. Und auch heute noch reist sie einmal im Jahr ins Tessin: «Die Schweiz ist ein wunderbares Land und ich bin stolz darauf, Schweizerin zu sein.» Der wohl älteste Schweizer Club Marisa Broggini lebt in der Nähe von Aachen. Seit geraumer Zeit ist sie Präsidentin des hiesigen Schweizer Clubs. Gegründet wurde dieser 1891. Sechshundertjahre nach der Gründung der Eidgenossenschaft 1291: «Wir fühlen uns ein bisschen als Botschafter für unser Heimatland!»

    Thomas Koch – Glücklich in Amerika

    Play Episode Listen Later Jul 17, 2022 14:11


    Nach seinem Abschluss als Chemiker, ging Thomas Koch an die ETH Lausanne. Ein amerikanischer Professor war begeistert von seinem Wissen und nahm ihn mit nach Amerika. Seither sind über vierzig Jahre vergangen.  Heute lebt Thomas Koch in Charlotte, im US-Bundesstaat North Carolina. Dort unterrichtet er als Professor an der Universität. Der 67-jährige St. Galler wohnt mit seiner Frau Lisa ausserhalb der Grossstadt Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina. Die Familie hat ein Haus mit viel Umschwung direkt am «Lake Norman.» Mit ihrem Boot unternehmen sie regelmässig Ausflüge auf dem See: «Wir fahren gerne Wasserski.» Der 67-jährige aus Bruggen im Kanton St. Gallen liebt die Natur. Auf seinem Grundstück tummeln sich Waschbären, Opossums und vor allem viele Eichhörnchen. Allerdings seien diese eine regelrechte Plage, sagt Thomas Koch: «Die süssen Nager fressen die Früchte von unseren Apfel- und Feigenbäumen.» Leidenschaftlicher Bergsteiger und Kletterer Thomas Koch hat schon als kleiner Junge das Klettern und Wandern für sich entdeckt. Mit der Schweiz ist er auch nach vierzig Jahren immer noch eng verbunden: «Ich komme jedes Jahr für mehrere Wochen in meine Heimat und treffe mich mit meinen Bergsteiger-Freunden.» Auch rund um den «Lake Norman» gibt es unzählige Klettergärten, die Thomas Koch immer wieder erklimmt. 

    Marlon Lingner hat sein Paradies auf Erden gefunden

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2022 15:29


    Marlon Lingner hat schon viel von der Welt gesehen. Fünf Jahre lebte er mit seinem Vater in Dubai und besuchte eine internationale Schule. Dann bereiste er Australien und blieb. Heute ist der 30-jährige Kite Surf-Lehrer in der kleinen Stat Exmouth, im Westen Australiens. Weisse Strände so weit das Auge reicht. Kristallklares Wasser und eine faszinierende Tierwelt. Der kleine Ort Exmouth im Westen von Australien ist ein beliebtes Surfer- und Kite Paradies. Nur wenige Häuser reihen sich entlang der Kilometerlangen Strände. Die Gegend steht unter Naturschutzgebiet. Seit bald zwei Jahren lebt der Basler Marlon Lingner wie im Paradies: «Es ist eine atemberaubende Landschaft. Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt.» Jetzt in der Wintersaison, wirkt Exmouth wie ausgestorben. Die vielen Backpackers sind nach Hause gezogen. Langweilig wird es dem Kite Surf-Lehrer nicht: «Ich treffe mich oft mit den Einheimischen zum Barbecue.» Wohnungen sind teuer und rar Exmouth liegt inmitten einer prächtigen und einzigartigen Naturlandschaft. Umso strikter ist die Regierung und lässt kaum neue Häuser bauen. Eine Wohnung zu finden sei schwierig, sagt Marlon Lingner: «Ich hatte Glück und habe ein Personalzimmer direkt am Beach.» Nebenbei arbeitet er als Housekeeper und putzt Hotelzimmer in einem kleinen Resort.

    Julia Minder und Simon Bader stellen humanitäre Hilfe selbst her

    Play Episode Listen Later Jul 3, 2022 12:18


    Vor vier Jahren beschlossen Julia Minder und Simon Bader die Schweiz zu verlassen, um sich für Menschen in Not einzusetzen. Das Paar lebt auf der griechischen Insel Samos. Sie haben eine besondere Hilfsorganisation gegründet: «Flüchtlinge stellen mit ihrem Wissen ihre eigenen Hilfsgüter her.» In den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Samos mangelt es an allem. So hatten Julian Minder und ihr Partner Simon Bader die zündende Idee. Statt nur Essen und Kleider zu bringen, spannen sie die Menschen vor Ort in ihren Alltag ein. Mit ihrem Verein haben sie verschiedene Werkstätten gebaut, wo die Geflüchteten ihr Fachwissen einsetzen können, sagt Julia Minder: «Wir kombinieren Handwerk und soziale Arbeit, um die Flüchtlinge darin zu bestärken, Hilfsgüter selbst aus den lokalen Ressourcen herzustellen.» Schreinern, backen oder nähen In den Werkstätten einer alten Gerberei verarbeiten die Flüchtlinge lokale Rohstoffe, um Hilfsgüter herzustellen. So können die Leute die humanitäre Not im Flüchtlingslager lindern und die Importe reduzieren, sagt Julia Minder: «Wir haben eine Holzwerkstatt und es gibt sogar eine Telefon- und Veloreparatur.» Auch die Backstube und das eigene Näh-Atelier wird rege genutzt: «Die Arbeit gibt diesen Menschen das Selbstwertgefühl zurück!»

    Werner Giesser macht Kunst aus alten Schreibmaschinen

    Play Episode Listen Later Jun 26, 2022 13:35


    Werner Giesser lebt mit seiner Familie seit vierzig Jahren in Luxemburg. Nach seiner Finanzkarriere geniesst er einen besonderen Ruhestand. Der Basler schreibt Bücher und hat mit ausrangierten Schreibmaschinen die Kunst für sich entdeckt. Mit 57 Jahren liess sich der erfolgreiche Banker Werner Giesser früh pensionieren. Es sei der richtige Moment gewesen, um ein neues Leben zu starten: «Ich wollte was Kreatives machen.» Werner Giesser schreibt Krimis und macht sich einen Namen als Künstler. Aus alten Schreibmaschinen kreiert der Basler einzigartige Installationen: Die Idee kam ihm zum 150-Jahre Jubiläum der Schreibmaschine: «Ich wollte das gute alte Gerät verewigen.» Type-Art nennt er seine Objekte, die bei Kunstliebhabern begehrt sind. Kleines Land und doch viel Platz Werner Giesser wohnt in Berbourg. Die Gegend ist bekannt für seine hügeligen und grünen Landschaften: «Mir gefällt die Idylle und die Weite in Luxemburg. Obwohl es ein kleines Land ist, hat es viel mehr Platz als in der Schweiz.»    

    Svetlana Buterin – Ein grosses Herz für Streuner

    Play Episode Listen Later Jun 19, 2022 21:11


    Seit drei Jahren kämpft Svetlana Buterin für das Wohl der Strassenhunde in Kroatien. Aktuell baut sie ein Hundeheim in Knin, eine Stadt im Landesinneren. Die Zürcherin mit kroatischen Wurzeln kennt die Kultur: «Ich versuche die Menschen auf eine gerechte Tierhaltung zu sensibilisieren.» Svetlana Buterin engagiert sich seit mehreren Jahren für Strassenhunde rund um Knin, einer Stadt in Kroatien: «Das Leid der Hunde ist in dieser Gegend erheblich schlimmer als in anderen Regionen Kroatiens.» Mit Spendengeldern finanziert sie die medizinische Versorgung und organisiert gratis Kastrationswochenenden beim Tierarzt. Es sei wichtig die Leute zu sensibilisieren, sagt die 50Jährige: «Strassenhunde sind ein grosses Problem hier in Kroatien. Viele lassen ihre Tiere nicht kastrieren.» Ungewollte Hunde landen dann meist auf der Strasse. «Die Hunde treffen mich mitten ins Herz» Für elf Fellnasen hat Svetlana Buterin bereits eine Unterkunft gefunden: «Sie sind bei Leuten in temporärer Pflege und bekommen das Futter und die Medikamente von uns gesponsert.» Für die Vierbeiner hat Svetlana Buterin ihre Karriere in der Reisebranche an den Nagel gehängt. Bereut habe sie diesen Schritt bis heute nicht: «Ich weiss, viele denken ich sei verrückt. Aber diese Hunde treffen mich mitten ins Herz und geben mir viel Liebe retour.»

    Ralph Meier: «Unser Auto ist das Boot»

    Play Episode Listen Later Jun 12, 2022 15:21


    Keine Strassen, keine Autos, nicht einmal Einkaufshäuser. Ralph Meier lebt mit seiner Familie mitten im Sumpfgebiet des Paraná-Delta in Argentinien. Es besteht aus mehreren Inseln, umgeben von Flüssen. Zum Festland in die Stadt Tigre gelangt man nur mit dem Boot. Ralph Meier aus Emmenbrücke (LU) zog es schon früh um die Welt. Seit 1995 lebt der 58-Jährige in Argentinien. Vor einigen Jahren hat er sich eine traditionelle Inselhütte im Sumpfgebiet des Paraná-Deltas gekauft und mit viel Herzblut ausgebaut. Für kleine Touristengruppen organisiert die Familie regelmässig Bootfahrten durch subtropische Landschaften: «Wir zeigen das Leben der Inselbewohner und machen mit unserem Boot Touren durch friedliche Flüsse.» Geschichtsträchtiges Inselhaus Das Haus der Meiers sei früher ein Treffpunkt der Inselbewohner gewesen: «Die Besucher trafen sich zum Mittagessen, spielten Boule oder tanzten den Tango.» Im ursprünglichen Lehmofen der Küche backt Ralph Meier feines Brot und andere Köstlichkeiten für seine Gäste.  

    Peter von Arx: «Ich bin wohl der einzige Schweizer in Tangerang!»

    Play Episode Listen Later Jun 5, 2022 19:23


    Der Reiseveranstalter Peter von Arx ist 2019 nach Indonesien ausgewandert. Die Heimat seiner Frau kennt er schon viele Jahre. Das Paar lebt in Tangerang, ausserhalb der Hauptstadt Jakarta. Tangerang, sagt der 70Jährige, sei früher ein kleiner Ort gewesen. Heute ist es eine Millionenmetropole. Tangerang war früher eine kleine Stadt mit lauter Palmöl-Feldern. Zwischen dem Flughafen Jakarta und der Hauptstadt hat sich in den Jahren eine Millionenstadt gebildet. Gebaut wird in die Breite und in die Höhe. Peter von Arx und seine indonesische Frau leben noch im ursprünglichen Kern der Stadt: «Meine Frau Ratna besitzt dort Land und wir konnten uns ein Haus bauen.» Ausländer gäbe es hier kaum welche: «Ich habe hier noch nie einen Schweizer angetroffen. Es scheint, als wäre ich der Einzige!» Autofahren nur an gewissen Tagen erlaubt Der Verkehr auf der vulkanreichen Insel Java stecke noch in den Kinderschuhen, sagt Peter von Arx: «Wegen dem riesigen Verkehrsaufkommen dürfen Fahrer mit ungeraden Autonummern nur an ungeraden Tagen in die Hauptstadt Jakarta fahren.» Auch wenn es bereits achtspurige Autobahnen gibt, herrscht ein ständiges Verkehrschaos: «Wir wohnen nur 30 Kilometer von Jakarta entfernt und brauchen bis zu zwei Stunden in die Innenstadt.» Trotzdem liebt er die Vulkaninsel mit all seinen Facetten.

    «Ich denke oft an die wunderbare Pfadi-Zeit in der Schweiz zurück!»

    Play Episode Listen Later May 29, 2022 13:18


    Auch nach über fünfzig Jahren in Kanada, hat die Pfadfinderzeit Heinz Buchmann nie losgelassen. Die Erfahrungen aus Jugendzeiten sind dem 78Jährigen bis heute nützlich: «Ich weiss, wie man ein Feuer macht, Kompass und Karten liest und beim Zelten trocken bleibt!» Viele Jahre unternahm Heinz Buchmann abenteuerliche Kanufahrten im Norden der kanadischen Wildnis: «Wir waren oft wochenlang allein und weitab der Zivilisation unterwegs.» Der Dietiker wanderte 1971 nach Kanada aus. Mit seiner zweiten Frau lebt er heute in Saskatoon, einer Stadt in der Provinz Saskatchewan. Der pensionierte Techniker verbringt jede freie Minute in der Natur. Die Pfadfinderzeit in der Schweiz habe ihn fürs Leben geprägt: «Die Kameradschaft in der Pfadi ist gross, man lernt Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig tobt man sich so richtig in der Natur aus.» Sein Pfadfindername war «Chnebel»: «Sehr wahrscheinlich gaben sie mir diesen Namen, weil ich gross und dünn wie ein «Chnebel» war. Hilft als Übersetzer Heinz Buchmann engagiert sich regelmässig für eine Organisation in Saskatoon, die Neuankömmlingen hilft, in der Stadt Fuss zu fassen. Die Arbeit sei sehr abwechslungsreich und man begegne spannenden Menschen: «Ich mache vor allem Übersetzung in verschiedenen Sprachen.»

    Heidi von Moos – Holt ihre 97-jährige Mutter nach Thailand

    Play Episode Listen Later May 22, 2022 13:55


    Ihr Optimismus sei ihr Rezept für ein glückliches Leben, sagt Heidi von Moos. So schaffte sie es, ihre 97-jährige Mutter für Thailand zu begeistern: «Sie kam vor drei Jahren mit nur einem Koffer angereist. Heute ist sie stolze 100 Jahre alt!» Die Glarnerin wohnt in Pak Chong, im Nordosten Thailands. Vor dreizehn Jahren hat Heidi von Moos ihr kleines Paradies in Thailand gefunden. Der Bungalow ist umgeben von einem exotischen Garten. Das Herzstück ist der eigene Pool: «Es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht schwimme.» Die Gartensiedlung mit lauter Einfamilienhäuser liegt ausserhalb der Bezirksstadt Pak Chong. Eine tolle Gemeinschaft, sagt die 74-Jährige: «Wir sind ein buntgemischtes «Völkli» aus Thailändern und Schweizern, die nebeneinander wohnen.» Langeweile kommt selten auf: «Jeden Mittwochnachmittag gehe ich mit meiner Mutter in den Malunterricht eines Schweizer Künstlers.» Pak Chong bekannt für sein Klima Pak Chong ist bekannt für seine grünen Berglandschaften. Vor allem für viele Thailänder aus Bangkok ist die Gegend ein beliebter Ausflugsort. Er gehört zu den bestklimatisierten Gegenden von Thailand. Der Khao-Yai-Nationalpark hat gar verschiedene Klimazonen, bestehend aus Regenwald und Mischwald.        

    Ursula Cabras Keller: «Die Sarden sind ein besonderes Volk!»

    Play Episode Listen Later May 15, 2022 16:12


    Die Insulaner, sagt Ursula Cabras Keller, haben ihren eigenen Charakter: «Zuerst sind sie eher misstrauisch gegenüber Fremden, aber dann öffnen sie ihr Herz.» Die Langenthalerin (BE) lebt bald vierzig Jahre auf Sardinien. An den Lebensstil der Sarden hat sie sich gewöhnt. Es gibt zwei Typen von Sarden, die auf der Insel leben. Die einen zurückgezogen in den Bergen. Die Schafzucht hat auf Sardinien eine alte Tradition. Die anderen leben vom Tourismus am Meer. Seit rund 37 Jahren ist die beliebte Ferieninsel Sardinien die zweite Heimat von Ursula Cabras Keller. Die 63-Jährige wohnt mit der Familie in der kleinen Gemeinde Cardedu. Nur wenige Touristen verirren sich in das idyllische Städtchen am Meer , sagt die mittlerweile pensionierte Krankenschwester: «Hier in Cardedu ist es viel ruhiger als an anderen Orten der Insel.» Die grosse Liebe in Florenz gefunden Als junge Frau machte Ursula Cabras Keller einen Sprachaufenthalt in Perugia, Italien. In Florenz lernte sie damals ihren Mann kennen. Die erste Zeit auf Sardinien war nicht einfach, erinnert sich Ursula Cabras Keller: «Wir hatten ein kleines Einkommen und ich durfte erst viel später auf meinem Beruf als Krankenschwester arbeiten.» Die turbulente Zeit hat das Paar zusammengeschweisst.  

    Pascal Schnyder verzaubert Thailand mit seinen Kochkünsten

    Play Episode Listen Later May 8, 2022 17:00


    Pascal Schnyder hat sich in Thailand einen Namen gemacht. Der Schweizer Spitzenkoch mit koreanischen Wurzeln lebt in Pattaya. Zusammen mit seiner Frau führt er ein Gourmet-Restaurant und vermietet luxuriöse Wohnungen an bester Lage.  Trotz seines Erfolges, bleibt Pascale Schnyder bescheiden: «Es ist einfach nach oben zu kommen, aber schwer, das Niveau zu halten.» Seit 23 Jahren lebt der 53-Jährige in der Stadt Pattaya, an der östlichen Golfküste Thailands. Die Stadt ist ein wahrer Touristen-Magnet und bekannt für ihre traumhaften Strände, Bars und Club. Mittendrin hat sich der Gastronom und Unternehmer ein kleines Imperium geschaffen. Sein Gourmet-Restaurant ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auch wenn die Tage lang sind, beschweren will sich Patrick Schnyder nicht: «Es ist mein Herzblut und von nichts kommt nichts.» «Fotografieren ist meine Leidenschaft» Wenn es die Zeit zulässt, widmet sich Pascal Schnyder seiner Passion dem Fotografieren. Der Landschaftsfotograf steht dafür auch schon mal früh morgens auf: «Ich liebe es die Sterne bei der aufgehenden Sonne zu erhaschen.»  

    Jörg und Pia Caluori helfen den Menschen in den Townships

    Play Episode Listen Later May 1, 2022 18:28


    Vor vier Jahren haben sich Jörg und Pia Caluori in Südafrika ihren Traum erfüllt. Sie kauften ein Haus am Strand in einem Vorort von Kapstadt. Das Land und vor allem die Menschen aus den Townships wuchs den beiden rasch ans Herz. Die beiden engagieren sich für etliche Familien und Kinderheime. Jörg und Pia Caluori leben in einem vornehmen Vorort von Kapstadt. Doch blinde Touristen, die nur die Schönheiten von Südafrika sehen wollen, sind sie nicht, sagt Jörg Caluori: «Wir haben ein privilegiertes Leben hier, aber sehen auch die andere Seite in unserem zweiten Heimatland.» Ein grosser Teil der schwarzen Bevölkerung in Südafrika lebt in bitterer Armut. Während des harten Lockdowns spitzte sich die Lage noch mehr zu. Jörg Caluori fing an Hilfs- und Essensgüter zu sammeln: «Unsere Angestellten schickten uns Nachrichten, sie hätten nichts mehr zu essen!» Essenseinkäufe, Kleider und Schulsachen Seit der Pandemie engagieren sich Jörg und Pia Caluori für die Menschen in den Townships. Das beginnt bei Kleiderspenden, die sie bei Freunden in der Schweiz oder Deutschland sammeln. Aber auch Essenspakete gehören dazu. Jörg Caluori macht regelmässig Führungen durch die Townships: «Die Touristen begegnen den Menschen dort auf Augenhöhe.» Auch ein kleiner Tropfen kann sehr viel bewegen, ist der 68-jährige St. Galler überzeugt.

    Alessandro Huber ist Buschpilot in Surinam

    Play Episode Listen Later Apr 24, 2022 16:01


    Zugegeben: Anfangs musste er das Land auch googeln. Alessandro Huber ist durch Zufall nach Surinam gekommen. Nämlich über einen Artikel auf Facebook. «Ich wusste anfangs nichts über Surinam» sagt Alessandro Huber. Aufgewachsen ist er in Melide, im Tessin. Seit 10 Jahren lebt er nun im kleinen Land in Südamerika.  Er machte im Militär eine Ausbildung als Pilot für Kleinflugzeuge, und nahm mehrere Stellen im Ausland an, unter anderem in Brasilien. Auf Facebook ploppte eines Tages eine Anzeige auf, dass in Surinam einen Buschpiloten gesucht wird. Er bewarb sich und wurde eingestellt. Seit nun zehn Jahren lebt er in der ehemaligen Kolonie der Niederlande. Hochwertvolle «Passagiere» Surinam besteht zu 93 Prozent aus Urwald. In abgelegenen Orten, die er mit Güter beliefern muss, leben die Ureinwohner. Mit diesen hat er sich angefreundet. Nebst Lebensmitteln transportiert er auch Hochwertvolles: Gold, das er von den Goldminen in die Hauptstadt Paramaribo fliegt.  Der Export von Gold ist eines der Haupteinnahmequellen in Surinam. Der Abbau ist allerdings auch umstritten: Für die Goldminen werden grosse Flächen an Urwald abgeholzt. Danach wird das Gold mit Hilfe von Quecksilber abgebaut. Das Schwermetall gelangt in Flüsse und Seen. «Mir ist bewusst, dass das ein Problem ist», sagt Alessandro Huber. «Solange die Menschen daran gut verdienen, passiert nichts.» Denn: Ein grosser Teil des Goldes wird nach Europa verfrachtet. Das grösste Hauptabnehmerland ist die Schweiz.  Alessandro Huber ist aber auch Lebensretter: Verunfallt in einem abgelegenen Dorf im Urwald eine Ureinwohnerin oder Ureinwohner, fliegt er die Patientinnen und Patienten in die Hauptstadt Paramaribo. Wenig Kriminalität Die Welt in Surinam hat es ihm angetan. «Es ist einfach ein Paradies». Alessandro Huber wohnt in Paramaribo. Die Stadt erinnert mit ihrer Holzarchitektur eher an ein holländisches Provinzstädtchen als an Südamerika. Und auch mit der niedrigen Kriminalitätsrate tanzt das Land aus der Reihe: «Hier es so sicher, ich behaupte sogar, meine Eltern in der Schweiz schliessen die Haustüre öfters ab als ich hier!»