NDR Kultur - Das Gespräch

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In Das Gespräch kommen prominente Zeitgenossen aus Kultur und Gesellschaft zu Wort als Ort des interessanten Dialogs über Kunst, Kultur, Gesellschaft und Politik. Im Radio auf NDR Kultur: sonnabends von 18:00 bis 18:30 Uhr

NDR Kultur


    • Feb 22, 2026 LATEST EPISODE
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    Zerstörungslust: Droht der "demokratische Faschismus"?

    Play Episode Listen Later Feb 22, 2026 25:50


    Ab März stehen in Deutschland für dieses Jahr fünf Landtags- und mehrere wichtige Kommunalwahlen an, unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern. Beinahe überall wird mit einem starken Rechtsruck gerechnet. Zusammen mit ihrem Kollegen Oliver Nachtwey stellt die in Basel lehrende Soziologin Carolin Amlinger aufgrund fundierter, empirischer Sozialforschung fest: Trotz persönlich guter Lage neigen viele Menschen zu faschistischen Einstellungen. Es herrsche eine regelrechte "Zerstörungslust", die "Elemente eines demokratischen Faschismus" aufweise. Wie äußert sich die? Und warum ist das so? Im Gespräch mit Verena Gonsch äußert sich die 2025 zusammen mit Oliver Nachtwey mit dem "Geschwister-Scholl-Preis" ausgezeichnete Soziologin auch dazu, was gegen den Trend nach Ultrarechts getan werden kann.

    Gerald Hüther: Unser Hirn hat reichlich ungenutztes Potenzial

    Play Episode Listen Later Feb 15, 2026 25:46


    Warum ticken wir so, wie wir sind? Was steckt noch in uns und was könnten wir noch alles erreichen? Das sind Fragen, die sich viele von uns schon einmal gestellt haben. Einer, der viel darüber weiß ist Gerald Hüther. Er zählt zu den renommiertesten Hirnforschern in Deutschland, war Berater für Politik und Wirtschaft und wird am 15. Februar 75 Jahre alt. Grund genug, mit ihm über die Kraft und Möglichkeit des menschlichen Gehirns zu sprechen - aber auch über seine Tücken.Im Gespräch mit Mathias Heller erläutert der Hirnforscher unter anderem, wie wichtig die menschlichen Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und nach eigenen Entfaltungsmöglichkeiten sind. Zudem kritisiert der Forscher das bestehende Schulsystem und hält zeitgemäßen Unterricht, in dem die kindlichen Bedürfnisse nach Neugierde und Entdeckertum gefördert werden, für essenziell. Außerdem verrät der Hirnforscher, was ihn in seinem Alter noch antreibt und glücklich macht.

    Christoph Bartmann: Der rechte Kampf um die Kultur

    Play Episode Listen Later Feb 8, 2026 27:17


    In rechten Kreisen herrsche die Überzeugung vor, dass Kultur den Schlüssel zur Eroberung der Köpfe liefere. Das sagt der frühere Leiter der Goethe Institute in Kopenhagen, Warschau und New York im Gespräch mit NDR Kultur. In seinem gerade erschienenen Buch „Attacke von rechts“ analysiert Christoph Bartmann, wie die Rechte bei ihren Attacken auf die Kultur vorgeht – und wie sich die Linke dagegen nicht anders zu wehren weiß als mit offenen Briefen, Boykotten, Ausladungen. Im Wahlprogramm der AfD werde der Kultur eine deutlich größere Bedeutung beigemessen als in den Programmen anderer Parteien: „Das ist ja beinahe schon ein Kompliment an die Kultur.“ Dabei gehe es aber nicht um Theater, Museen oder Buchmessen, sondern letztlich um einen groß angelegten Vibe Shift in der Gesellschaft, einen Kultur- und Wertewandel im großen Stil – möglicherweise einen entscheidenden im Superwahljahr 2026.

    Julia Voss: "Die Frage, was natürlich ist, wurde zur Waffe"

    Play Episode Listen Later Feb 1, 2026 25:53


    Wer definiert, was als Natur gilt? Biologen, Theologen, Ideologen? Wer legt fest, was Natürlichkeit ist? Pädagogen, Psychologen, Demagogen? Woher kommt die typisch deutsche Natur-Romantik, jene Verklärung und Vereinnahmung der Natur? Und wie wurde gerade der Naturbegriff immer wieder politisch instrumentalisiert – bis hin zu den Rassegesetzen des NS-Staats? Das Deutsche Historische Museum beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausstellung mit 800 Jahren „Natur und deutsche Geschichte: Glaube, Biologie, Macht“. Julia Voss, frühere Kunstkritikerin der FAZ und heutige Professorin an der Leuphana in Lüneburg, hat die Schau im Deutschen Historischen Museum in Berlin (noch bis zum 07.06.2026) kuratiert. Im Gespräch mit Dietrich Brants zeichnet sie nach, wie wechselvoll und ambivalent unser Verhältnis über die Jahrhunderte zur Natur war und immer noch ist.

    Susanne Siegert: Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss

    Play Episode Listen Later Jan 25, 2026 25:50


    Die alljährlichen Gedenkfeiern am 27. Januar bezeichnet die junge TikTokerin Susanne Siegert als "Gedenktheater".

    Jörn Marcussen-Wulff - der "Bigband-Nerd" von der Küste

    Play Episode Listen Later Jan 18, 2026 25:57


    Jörn Marcussen-Wulff gehört zu den umtriebigsten Akteuren der Hannoverschen Jazzszene. Eine Szene, die in den letzten 15 Jahren stark gewachsen und erfrischend lebendig geworden ist. Der Posaunist ist Mitbegründer und Leiter der Bigband „Fette Hupe“ und war viele Jahre aktives Mitglied der Jazz Musiker:innen Initiative Hannover.1981 im Schleswig-Holsteinischen Laboe geboren und auf einem Bauernhof aufgewachsen, ist Jörn Marcussen-Wulff allerdings ein Kind der Küste geblieben. „Ich liebe das da oben“, schwärmt er.Aktuell lehrt Jörn Marcussen-Wulff als Dozent für Komposition, Arrangement, Jazz-Theorie und Bigband an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Außerdem ist er künstlerischer Leiter des Landesjugendjazzorchesters Hamburg. Seit diesem Jahr leitet er zudem das Bujazzo, das Bundesjazzorchester, als Doppelspitze mit Theresia Philipp.Im Gespräch mit Andrea Schwyzer spricht Jörn Marcussen-Wulff über seine neue Aufgabe, die damit verbundenen Visionen und seine Leidenschaft für Jazz und Bigband-Musik.

    "Nahaufnahmen einer Frau" - Gespräch mit Bodo Kirchhoff

    Play Episode Listen Later Jan 11, 2026 25:51


    Er wäre nie auf die Idee gekommen, sagt Bodo Kirchhoff, als Ich-Erzähler von einer Frau zu schreiben. „Niemals! Sondern es ist immer natürlich ein Mann, der erzählt, wie er sich das denkt und vorstellt.“ Dafür greift Bodo Kirchhoff zu einem erzählerischen Kniff. Er lässt ihren Mann Vigo die Geschichte seiner Frau Tess erzählen, die sich nach langjähriger Ehe von ihm trennt. So entstehen die „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“. Aus Tess‘ Sicht, sehr weiblich und äußerst intim, wird so erzählt, wie die 68-jährige Psychotherapeutin aus Frankfurt ihrem etwas älteren Mann Vigo, früher Leiter der „Denkfabrik für gesellschaftliche Wege zur Abrüstung und Ächtung von Gewalt“, heimlich nach Indien folgt. Angeblich recherchiert er dort für ein Buchprojekt, für sie aber ist er „desertiert aus dem gemeinsamen Leben“. In Mumbai reflektiert sie ihr bisheriges Leben, sowohl ihre ewigen Verstrickungen ins Denken, als auch ihre jahrelange, heimliche Beziehung mit ihrem Mentor, einem Linguistik-Professor. Und sie beginnt eine Affäre. Aber was ist überhaupt eine Affäre? Wo beginnt die Liebe? Und wie endet sie? In typischer Kirchhoff-Brillanz schreibt der mittlerweile 77-Jährige über Liebe und Sexualität – als Mann über eine Frau. Im Gespräch mit NDR Kultur fragt Jürgen Deppe, ob „Nahaufnahmen“ deshalb ein Männerbuch sei und ob er Kritik von Frauen an seinem Buch fürchte. Kirchhoff wehrt ab: „Das ist ein von einem Mann geschriebenes Buch, von dem ich mir zwar wünschen würde, dass es Männer lesen, von dem ich aber glaube, dass weit mehr Frauen es verstehen.“

    Wofür es sich zu denken lohnt - Gespräch mit Ina Schmidt

    Play Episode Listen Later Jan 4, 2026 25:50


    Wir leben in krisenhaften Zeiten. Das vergangene Jahr hat es einmal mehr gezeigt. Das angebrochene verspricht kaum weniger schwierig zu werden. Sich im Dickicht der Krisen zurecht zu finden, ist gar nicht so einfach. Sicher Geglaubtes zerbröselt, einfache Lösungen werden als Auswege präsentiert. Das verunsichert und verängstigt. Vor 20 Jahren hat die Philosophin Ina Schmidt, die 1973 in Flensburg geboren wurde und an der Leuphana in Lüneburg studiert hat, in Hamburg die „denkräume“ gegründet, eine Initiative für philosophische Praxis. Bei Rowohlt ist vor einigen Monaten ihr Buch „Warum denken wirklich hilft“ erschienen. Verena Gonsch hat mit ihr über ihren Appell zum konstruktiven Denken gesprochen.

    Maren Amini: „Die immaterielle Kultur Afghanistans lebt“

    Play Episode Listen Later Dec 28, 2025 25:56


    Die Idee zu ihrem Tochter-Vater-Projekt hatte Maren Amini schon während ihres Studiums zur Illustratorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Doch bis zum ersten Zeichenstrich für „Ahmadjan und der Wiedehopf“ vergingen Jahre. Mittlerweile wurde die Künstlerin für ihr Comic-Debüt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 in der Kategorie „Neue Talente - Illustration“ ausgezeichnet. Amini erzählt darin die bewegende Geschichte ihres Vaters, der 1953 in Afghanistan geboren wurde, sich von den Hippies in Kabul hat inspirieren lassen und bis nach Hamburg reiste. Er war u.a. Hafenarbeiter, Seemann, Fremdenführer, Maler für einen afghanischen Militärmann, hat Hippie-Busse bemalt, sich mit afghanischen Widerstandskämpfern getroffen und verstand sich immer auch als Künstler.Mit dem Comic wollten Maren Amini und ihr Vater nach der erneuten Machtübernahme der Taliban 2021 einen Kontrapunkt setzen – sich positiv mit Afghanistan auseinandersetzen. Zudem war es für die Illustratorin auch persönlich wichtig, sich endlich mit ihren Wurzeln zu beschäftigen, sagt sie im Gespräch auf NDR Kultur. Als Jugendliche und junge Erwachsene wollte sie von Afghanistan nämlich nichts wissen. In ihrer Wahrnehmung war das ein Land, in dem einfach nur Krieg herrschte und alles immer traurig war.

    Metin Tolans Berechnungen zur tödlichen Tour des Weihnachtsmanns

    Play Episode Listen Later Dec 21, 2025 25:53


    „Die Naturgesetze in der Physik sind erbarmungslos,“ stellt der aus Oldenburg/Holstein stammende Physikprofessor mit hörbarem Grinsen fest: „Wenn der Weihnachtsmann sich so fortbewegen würde, dann wäre er tot.“ Was für eine Bescherung!Mit Humor und viel Spaß an seinem Fach rechnet Tolan in seinem neuen Buch „Stille Nacht, eilige Nacht“ vor: Wollte der Weihnachtsmann an Heiligabend allen artigen Kindern ein Geschenk bringen, müsste er mit 711 Kilometern pro Sekunde unterwegs sein, der Schlitten würde 257.400 Tonnen wiegen und müsste von 117.000 Rentieren gezogen werden. Unmöglich! Unmöglich? Nein, sagt Metin Tolan im Gespräch mit Jürgen Deppe, „denn immer wenn in der Physik irgendein kompliziertes Phänomen ansteht, muss man die Quantentheorie nutzen.“ So rettet „Deutschlands womöglich coolster Physikprofessor“ (DER SPIEGEL) am Ende doch noch die Bescherung. Weihnachten steht auch in diesem Jahr nichts im Weg!

    Armin Mueller-Stahl: "Ich wäre gerne Dirigent und Komponist geworden"

    Play Episode Listen Later Dec 14, 2025 25:47


    Armin Mueller-Stahl erzählt anlässlich seines 95. Geburtstags aus seinem Leben als Schauspieler, Maler und Musiker.

    Gegen die Kriegstüchtigkeit - Ole Nymoen im Gespräch

    Play Episode Listen Later Dec 7, 2025 25:50


    Der Bundestag hat das „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“ beschlossen. Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten ab Anfang 2026 einen Fragebogen, mit dem ihre Motivation und Eignung für den Dienst bei der Bundeswehr ermittelt werden soll. Für alle Männer, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden, ist die Beantwortung des Fragebogens und eine Musterung verpflichtend, für Frauen freiwillig. Sollte die Zahl derjenigen, die sich freiwillig zum Wehrdienst melden, den Bedarf der Bundeswehr allerdings nicht decken, kann der Bundestag eine sogenannte „Bedarfswehrpflicht“ ausschließlich für Männer beschließen. Die, die es nicht persönlich betrifft, stimmen dem neuen Gesetz überwiegend zu. Die, die es betreffen könnte, diskutieren seit Monaten heftig. Bereits im Frühjahr hat der 27-jährige Podcaster, Journalist und Autor Ole Nymoen mit seinem Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ ein streitbares Plädoyer „Gegen die Kriegstüchtigkeit“ (Untertitel) veröffentlicht. Doris Maull hat Ole Nymoen kürzlich zum Gespräch getroffen.

    Shoko Kuroe: Starke Stimme gegen Machtmissbrauch

    Play Episode Listen Later Nov 30, 2025 25:48


    "Das war ein sexueller Übergriff, was man in der Alltagssprache wahrscheinlich Vergewaltigung nennen würde“, sagt die Pianistin Shoko Kuroe im Gespräch mit NDR Kultur. Und der Verantwortliche war ein Professor von Shoko Kuroe, er hat während der 90er Jahre an der Hamburger Musikhochschule unterrichtet. Die junge Frau, damals Mitte zwanzig, konnte zunächst nicht über das Verbrechen sprechen. „Ich hatte das komplett verdrängt, damit ich die seelische Stabilität behalten konnte.“, bekennt Kuroe – die in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Stimmen im Kampf gegen Machtmissbrauch geworden ist. Nachdem ihr Anliegen lange Zeit kaum Gehör gefunden hat, hat sich der öffentliche Umgang mit dem Thema mittlerweile stark verändert. Im Gespräch mit Marcus Stäbler betont Shoko Kuroe jedoch, dass es trotz der vielen Initiativen, der Beratungsangebote und der Sensibilität gegenüber Machtmissbrauch noch immer blinde Flecken gebe. Auch bei einer aktuellen Studie zum Thema, die jetzt an den deutschen Hochschulen durchgeführt werden soll. Das Problem sei, dass dort nur die derzeit Angehörigen der Hochschulen gehört werden. „Die Menschen, die dort irgendwas erfahren haben und dann aufgrund dessen von der Hochschule weggegangen sind oder gar keine Musik mehr machen oder die Hochschule gewechselt haben - die kommen nicht zur Sprache.“

    John Irving über seinen neuen Roman "Königin Esther"

    Play Episode Listen Later Nov 23, 2025 23:48


    Vom jüdischen Waisenkind zur zionistischen Freiheitskämpferin - mit bekanntem Irving-Personal. Der mittlerweile in Kanada lebende Schriftsteller John Irving zählt zu den großen US-amerikanischen Erzählern unserer Zeit. Viele seiner Romane, besonders "Gottes Werk und Teufels Beitrag", wurden internationale Bestseller. "Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist die Geschichte von Homer Wells, der im Waisenhaus St. Cloud groß wird und von dessen Leiter Dr. Larch zu einem sensiblen, empathischen jungen Mann erzogen wird. Ein wichtiges Thema in diesem Buch ist das Recht auf Abtreibung, für das sich Dr. Larch intensiv einsetzt. Nun erscheint der neue Roman von John Irving. In "Königin Esther" wird die Lebensgeschichte einer jüdischen Waisin erzählt, deren Mutter von Antisemiten ermordet wurde und die von Amerika nach Palästina auswandert. In dem Buch gibt es auch ein Wiedersehen mit Dr. Larch und St. Cloud.

    Nur Liebe kann uns noch retten: Autor Daniel Schreiber im Gespräch

    Play Episode Listen Later Nov 16, 2025 25:51


    Die „Baseballschläger-Jahre“ sind zurück, sagt Daniel Schreiber und meint damit die hasserfüllte Stimmung unserer Gegenwart – zwischen Klimawandel, Kriegen, Populismus und zerfallenden Demokratien. In seinem neuen Essay „Liebe. Ein Aufruf“ analysiert der Autor die Krisen unserer Zeit. Schreiber ist überzeugt: Wir sollten uns auf die politische Kraft der Liebe rückbesinnen – im privaten und öffentlichen Leben, in unserem politischen Miteinander, in unserem Verhältnis zur Welt. Im Gespräch mit Juliane Bergmann erläutert Daniel Schreiber, wie dieses Handeln mit Liebe konkret aussehen kann, wie man Feinden der Demokratie mit Liebe begegnet und wie man Menschen davon überzeugt, sich auf das Wagnis der gesamtgesellschaftlichen Liebe einzulassen.

    Klima-Retten mit Büchern? Autor Uwe Laub über „Climate Fiction“

    Play Episode Listen Later Nov 9, 2025 25:50


    Zum Auftakt der 30. Weltklimakonferenz in Brasilien fragt Jürgen Deppe den SPIEGEL-Bestsellerautor Uwe Laub („Sturm“, „Dürre“, „Blaues Gold“) was Bücher realistischerweise zum Klimaschutz beitragen können. Im englischsprachigen Raum boomt das Genre „Climate Fiction“ seit Längerem – von reißerischen Katastrophen-Schmökern bis zu literarischen Romanen eines T.C. Boyle. Nun hat der Münchner den „Climate Fiction Writers Europe e.V.“ gegründet, um das Genre auch deutschsprachig zu etablieren. Doch was ist „Climate Fiction“ überhaupt genau? Worum geht es? Und was können Bücher ernsthaft zum Klimaschutz beitragen? Warum galten solche Romane hierzulande bei aller Euphorie für Klimaschutz bislang als Kassengift? Warum sollte sich das nach Laubs Meinung ändern? Und wie?

    Klimaschutz? Klar, aber nicht mit mir! - Philipp Staab im Gespräch

    Play Episode Listen Later Oct 31, 2025 25:47


    Die Krisen unserer Zeit fordern die Politik. Doch zieht sie Konsequenzen, wird ihr Bevormundung vorgeworfen. Ein Dilemma.

    Ein Verleger mit Haltung: Meeresliebhaber Stefan Krückens im Gespräch

    Play Episode Listen Later Oct 31, 2025 25:54


    „Zeitlos, romantisch und abenteuerlich“ sind die Bücher, die dem gewordenen Meeresliebhaber Stefan Krücken für seinen Ankerherz Verlag vorschweben. Im Rheinland geboren, gründete er 2007 nach vielen Jahren als Investigativreporter gemeinsam mit seiner Frau Julia in Hollenstedt bei Hamburg den Ankerherz Verlag. Und in dem geht es immer ums Meer. Im Gespräch mit Martin Becker beschreibt Stefan Krücken, dass er dabei nicht erst durch den legendären Kapitän Schwandt, der bei ihm veröffentlichte, gelernt hat Rückgrat zu beweisen. Seite Jahren positioniert sich der Verlag gegen Rechtsextremismus und die AfD – auch wenn Drohnachrichten dadurch zum Alltag werden, aber: „Wenn ich einen Verlag habe und eine Social Media-Community, dann würde ich das schäbig finden, wenn ich das nicht nutze.“

    Ungleich von arm und reich – Nicole Mayer-Ahuja und die „Spaltungslinie“

    Play Episode Listen Later Oct 26, 2025 25:57


    Lange Zeit galt Deutschland als „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ – als Land ohne Oben und Unten. Doch die Realität sieht anders aus, sagt die Göttinger Soziologin Nicole Mayer-Ahuja im Gespräch mit Sebastian Friedrich: Die Ungleichheit wächst, Armut verkürzt das Leben, und selbst gut Ausgebildete erleben Unsicherheit und Konkurrenz. Mayer-Ahuja widerspricht dem Mythos der klassenlosen Gesellschaft. In ihrem Buch „Klassengesellschaft akut“ (C.H.Beck) zeigt sie, warum Lohnarbeit spaltet, wie sich Klassen heute neu formieren – und wo Chancen für Solidarität liegen.

    MIT OPENER Text entsteht aus Text – die Buchpreisträgerin Dorothee Elmiger

    Play Episode Listen Later Oct 14, 2025 25:36


    Gestern mit dem Deutschen Buchpreis 2025 ausgezeichnet, heute im Gespräch mit Joachim Dicks über das Schreiben im Allgemeinen und ihren aktuellen Roman „Die Holländerinnen“ im Besonderen: die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger.

    Text entsteht aus Text – die Buchpreisträgerin Dorothee Elmiger

    Play Episode Listen Later Oct 14, 2025 25:36


    Gestern mit dem Deutschen Buchpreis 2025 ausgezeichnet, heute im Gespräch mit Joachim Dicks über das Schreiben im Allgemeinen und ihren aktuellen Roman „Die Holländerinnen“ im Besonderen: die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger.

    Psychologe Stephan Grünewald legt die Deutschen auf die Couch

    Play Episode Listen Later Oct 12, 2025 25:51


    Pandemie und Krieg, Klimakrise und Inflation – die Gegenwartslage ist ein Stresstest für uns alle. Doch anstatt kollektiv zu verzweifeln, entwickeln die Deutschen überraschende Überlebensstrategien. In seinem neuen Buch „Wir Krisenakrobaten. Psychogramm einer verunsicherten Gesellschaft“ (Kiepenheuer & Witsch) fragt der Psychologe und Bestsellerautor Stephan Grünewald, wie es sein kann, dass das Vertrauen in Politik und Gesellschaft zwar einen historischen Tiefpunkt erreicht hat, viele Menschen im Privaten aber erstaunlich zuversichtlich bleiben. Im Gespräch mit Verena Gonsch erklärt Stephan Grünewald, warum wir uns in unser „Schneckenhaus“ zurückziehen – und gleichzeitig neue Formen der Hoffnung erfinden. Er zeigt, wie die Menschen zwischen Alltagsängsten und persönlicher Zuversicht balancieren, fast wie Akrobaten auf dem Krisendrahtseil.

    "Eine gemeinsame Zukunft gestalten" - Sonja Lahnstein im Gespräch

    Play Episode Listen Later Oct 5, 2025 25:49


    Nein, wehrt Sonja Lahnstein ab, ihr jahrzehntelanger Einsatz für den Dialog von Israelis und Palästinensern sei trotz des grauenvollen Hamas-Überfalls am 7. Oktober 2023 nicht für die Katz gewesen. „Weil alle meine Engagements und was real vor Ort in Israel im Sinne von Verständigung zwischen Juden und Palästinensern stattfindet weitergeht.“ Sowohl ihre Dialogreihe „Bridging the Gap“ als auch das Kinder- und Jugend-Kulturprogramm „step21“ am Israel Museum in Jerusalem liefen unbeeindruckt vom Krieg im Gazastreifen weiter, betont die 1950 in Zagreb geborene Volkswirtin. „In Israel gibt es eine extrem starke Zivilgesellschaft, die immer noch frei ist. Ich würde gern in Deutschland sehen, dass wir gegen die AfD, die Linksextremisten oder die Islamisten solche Demonstrationen haben, wie sie jeden Samstag in Israel stattfinden. Seit Monaten. Davor schon seit Jahren gegen das Bestreben der Regierung, demokratische Institutionen zu schwächen.“ Sonja Lahnstein, die sich selbst als säkulare Jüdin bezeichnet, beklagt im Gespräch mit Jürgen Deppe, dass der deutsche Blick auf Israel sehr auf die amtierende Regierung verengt sei. „Es macht jüdischen Menschen in Deutschland das Leben seit dem 7. Oktober sehr schwer, dass sie in Haft genommen werden für die israelische Regierung.“ Gerade in den Bereichen Kultur und Wissenschaft führe das zu eindeutigem Antisemitismus, der sich in der Ausladung jüdischer Künstler oder Nicht-Berücksichtigung israelischer Wissenschaftler zeige. „Es geht hin bis zum offenen Judenhass, der praktisch wieder normal ist.“

    Warum Deutschland heute nicht Weimar ist – Jens Bisky im Gespräch

    Play Episode Listen Later Oct 3, 2025 25:47


    Dabei käme es genau auf die Unterschiede an, meint der Kulturwissenschaftler, Germanist und Publizist in seinem aktuellen Buch „Die Entscheidung – Deutschland zwischen 1929 und 1934“ (Rowohlt Verlag, 34 Euro). Mit einer genauen Analyse könne eine Wiederholung verhindert werden. Neben seiner Tätigkeit als Feuilletonredakteur der SZ, schrieb Bisky in den vergangenen Jahren u.a. Bücher über die Deutsche Einheit und Heinrich von Kleist. Seit 2021 ist der gebürtige Leipziger und Sohn des früheren PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky Redakteur beim Hamburger Institut für Sozialforschung. Seine Autobiografie trägt den Untertitel „Der Sozialismus und ich“. Im Gespräch mit Doris Maull beschreibt Jens Bisky die Wendejahre aus seiner Sicht, die unterschiedlich empfundenen Lebensbedingungen in Ost und West und die Differenz zwischen Hamburg und seiner Wahlheimat Berlin.

    Auf Umweltverbrecher-Jagd mit Julia Shaw: "Wir brauchen Eco-Wut!"

    Play Episode Listen Later Sep 20, 2025 25:57


    Was treibt Umweltverbrecher an? Warum brennen sie den Regenwald nieder, töten Elefanten oder lügen bezüglich der Abgaswerte ihrer Autos? – Die Antwort scheint klar: die Gier nach Geld. Aber: „So einfach ist es nicht“, sagt Julia Shaw. Die Deutsch-Kanadierin hat sich in den vergangenen drei Jahren intensiv mit der Thematik beschäftigt und ein Sechs-Säulen-Modell entwickelt, das die verschiedenen Ebenen von Umweltkriminalität aufzeigt. Anhand von gewichtigen Skandalen, wie der Ölpest im Golf von Mexico, dem Diesel-Betrug von VW oder der illegalen Hochseefischerei der sogenannten „Bandit 6“, erklärt sie die Mechanismen dieser Verbrechen. Im Gespräch mit Andrea Schwyzer zeigt sich die Bestsellerautorin wütend, aber auch zuversichtlich: Sie hat mit vielen engagierten Umweltaktivisten, Undercoveragentinnen und Mitarbeitern von Umweltbehörden gesprochen, die unermüdlich recherchieren, um Verbrecher zu Fall zu bringen. Diese Menschen machten ihr Hoffnung, sagt Julia Shaw, sie und ihre Organisationen gelte es zu unterstützen – finanziell, aber auch, indem ihre Arbeit sichtbar gemacht werde. Oder anders gesagt: „Schreibt mehr Liebesbriefe an die Umweltbehörden!“

    Körper und Köpfe - Ein Gespräch mit Tänzer*in Ursina Tossi

    Play Episode Listen Later Sep 14, 2025 26:04


    Philosophie und Tanz – die gedankenschweren Köpfe auf der einen, die federleichten Körper auf der anderen Seite – scheinen auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemein zu haben. Aber eben nur auf den ersten Blick. Das beweist eine neue Essaysammlung: „Philosophie des Tanzens“. Mit Beiträgen von ganz unterschiedlichen Menschen aus der Tanzpraxis und -theorie, aus Soziologie und Politologie, Philosophie und Literatur. Mit herausgegeben hat das Buch Ursina Tossi, Tänzer*in und Choreograf*in aus Hamburg. Im Gespräch mit Alexandra Friedrich macht Tossi deutlich, wie Denk- und Tanzbewegungen zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Es geht um den eigenen choreografischen Ansatz des „wilding“ – nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine subversive, politische Praxis. „Es ging für mich in meinem Kunstschaffen mit Tanz immer wieder um die Infragestellung von Formen. Ich will die Form nicht zur Gänze abschaffen, aber möchte sie erschüttern, immer wieder erneuern.“

    "Tradwives" - Hannah Lühmann im Gespräch über den Retrotrend

    Play Episode Listen Later Sep 7, 2025 24:25


    Bei TikTok oder Instagram präsentieren sich junge Frauen als traditionelle Ehegattinnen, die ein Leben zwischen Hausarbeit, Kindern und Häuslichkeit zelebrieren. Sie setzen alles daran, ihren Ehemännern zu gefallen. Hinter der obskuren 50er Jahre-Nostalgie verbirgt sich allerdings ein politisches Spannungsfeld: Rechte Bewegungen greifen diese Rollenbilder auf und nutzen sie für ihre Ideologie. Als junge Mutter interessierte sich Hannah Lühmann zunächst ganz persönlich für Tradwives. Als die Journalistin und Schriftstellerin dann aber erkannte, wie die Faszination für das Hausfrauen-Dasein mit Fragen nach Identität, Geschlechterrollen und politischer Vereinnahmung verknüpft ist, entstand daraus ihr Roman „Heimat“. Im Gespräch mit Verena Gonsch spricht Hannah Lühmann über die Tradwife-Bewegung, ihre Anschlussfähigkeit für rechte Strömungen und die gesellschaftlichen Debatten, die damit verbunden sind.

    Zehn Jahre "Wir schaffen das": Manuela Bojadžijev zieht Bilanz

    Play Episode Listen Later Aug 31, 2025 25:56


    Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel jenen Satz, der bis heute wie kein anderer mit ihr verbunden wird: "Wir schaffen das." Im Sommer und Herbst 2015 kamen Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland und trafen hier auf eine beispiellose Willkommensbewegung. Doch seitdem ist viel passiert. Migration ist seit zehn Jahren eines der Dauerthemen in Politik und Gesellschaft - und wird häufig eher als Problem betrachtet. Dabei fällt die Bilanz gar nicht so negativ aus, sagt Manuela Bojadžijev, Professorin für Migration in globaler Perspektive an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Gespräch mit Sebastian Friedrich verweist die Expertin auf zahlreiche Studien zum ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge. "Es gab einen sehr deutlichen Solidaritätsschub, der durch die gesamte Gesellschaft gegangen ist". Bojadžijev kritisiert, dass Flucht und Migration in der Öffentlichkeit zu oft als Problem dargestellt werden, was etwa am inzwischen etablierten Begriff der "Flüchtlingskrise" ablesbar sei. Dabei habe es sich nicht um eine Flüchtlingskrise gehandelt, sondern um eine Krise der Migrationspolitik. Es sei jedoch möglich, so Bojadžijev, eine progressive Einwanderungspolitik zu formulieren, "die so gestaltet ist, dass sie eine Demokratisierung unserer Gesellschaft zur Folge hat". Migration könne als Chance begriffen werden, die Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft zu verbessern - nicht nur die der Migranten und Flüchtlinge.

    Den Peanuts zum 75.! Übersetzer Matthias Wieland im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 24, 2025 25:47


    Matthias Wieland ist mit Figuren wie Linus, Lucie, Peppermint Petty und Charlie Brown oder auch Homer, Bart und Maggie auf Du und Du. Sein großes Talent ist es, in Sprechblasen zu denken und sie auch gleichzeitig zum Sprechen zu bringen. Der Hannoveraner bringt Comics vom Englischen ins Deutsche. So zum Beispiel die Erfolgsserie The Simpsons, Teile von Calvin and Hobbes, die Mumiens oder die Werkausgaben der Peanuts. Diese legendären Comic-Figuren um Snoopy und Charlie Brown feiern in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag. Deshalb hat Mathias Heller mit Matthias Wieland in Hannover in seinem Büro gesprochen, das gleichzeitig Studio ist. Wieland verfügt nämlich auch über ein großes musisches Talent. Im Gespräch erzählt er, wie er eins mit dem anderen verbindet und wie er Comics zum Sprechen bringt.

    Die kriminelle Energie des Wattenmeers - Autor Mathijs Deen im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 10, 2025 25:47


    „Die Leute mögen Liewe Cupido, weil er echt ist“, sagt der niederländische Schriftsteller Mathijs Deen über seinen knurrigen Helden von der Bundespolizei See, der in „Die Lotsin“ in seinem mittlerweile vierten Fall ermittelt. Seine Wattenmeer-Krimireihe hat Mathijs Deen in Deutschland und in den Niederlanden berühmt gemacht. Obwohl er selbst nie daran dachte, einen Krimi zu schreiben: Der Hamburger mareverlag brachte Mathijs Deen erst auf die Idee. In seinem Amsterdamer Gartenhäuschen schreibt der ehemalige Rundfunkredakteur aber nicht nur über Mordfälle auf dem Meer. Auch eine literarische Biografie über den Rhein ist letztes Jahr erschienen. Wie er im Gespräch mit seinem Schriftstellerkollegen Martin Becker erklärt, spielt eine Sache aber in all seinen Büchern eine Rolle: der Humor. „Es muss mir auch ein bisschen Spaß machen beim Schreiben. Und es muss auch den Lesern ein bisschen Spaß machen beim Lesen.“

    Bestsellerautorin Nina George über die Rollen der Frau

    Play Episode Listen Later Aug 10, 2025 25:49


    Jahrelang trieb Nina George, die durch „Das Lavendelzimmer“ und andere Romanen rund um den Buchhändler Jean Perdu weltberühmt geworden ist, die Frage um: „Was wäre, wenn mich alle für tot hielten, ich aber weiterhin lebe: Kann ich noch einmal neu starten? Kann ich darauf verzichten, wer ich bis dahin scheinbar geworden bin? Kann ich alles abstreifen, was ich mir vielleicht draufgetan habe – an Erfahrung, vielleicht auch an Gesten, an Verhalten?“ In ihrem neuen Buch „Die Passantin“ spielt Nina George diese Fragen am Beispiel der internationalen Filmikone Jeanne Patou durch, die 2015 beim Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen vermeintlich ums Leben kommt. Doch Jeanne lebt weiter, beobachtet inkognito die Trauer um sich und fragt: „Wie geht das überhaupt, aus dem eigenen Leben zu verschwinden?“. Aus dem eigenen Leben und aus den Rollen, die ihr darin zugeschrieben wurden. Als Filmschauspielerin sowieso, aber auch als Frau, die männlichen Idealen zu entsprechen hatte. Im intensiven Gespräch mit Jürgen Deppe erklärt Nina George, warum sie sich nicht als Anwältin der Frauen versteht, warum sie sich mehr als Schriftstellerin, denn als Frau sieht und warum sie seit Jahren als Urheberrechtsaktivistin so leidenschaftlich für den Anspruch auf geistiges Eigentum kämpft. „Ich mache mir selbst einen Namen. Aber die Namen sind egal.“

    Maike Schöfer: "Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens"

    Play Episode Listen Later Aug 3, 2025 26:03


    „Nein“ gehört zu den ersten Wörtern, die wir Menschen lernen – im Schnitt ungefähr im Alter von einem Jahr. Wir freuen uns über dieses Mittel der Abgrenzung und rufen das Nein inbrünstig und voller Stolz in die Welt. Je älter wir werden, desto schwerer fällt das aber vielen von uns. Wir fühlen uns schuldig, haben Angst, nicht mehr gemocht zu werden, wollen nicht enttäuschen oder egoistisch wirken. „Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens“, erklärt Maike Schöfer, Pfarrerin in Berlin, queere Social-Media-Aktivistin, interreligiöse Podcasterin und seit neuestem auch Buch-Autorin. „Nö“ heißt ihre „Anstiftung zum Neinsagen“, eine Image-Kampagne für das kleine, aber kraftvolle Wörtchen „Nein“, das auch sie sich erst wieder zurück erobern musste. Wie wurde Maike Schöfer von der Ja-Sagerin zur „Nö“-Schreiberin, warum ist es ein Privileg, „Nein“ sagen zu können und wie schaffen wir die Gratwanderung zwischen Selbstfürsorge und Egoismus? Warum sollten wir die Institution Ehe hinterfragen, weshalb gehört hinter Gott ein Gendersternchen und warum war Jesus ein radikaler Softie? Das alles verrät Maike Schöfer im Gespräch mit Alexandra Friedrich.

    SciFi-Expertin Hermann: Warum Anti-Dystopien Zukunft haben

    Play Episode Listen Later Jul 27, 2025 25:50


    Klimakatastrophen, Überwachungsstaaten, zerfallende Demokratien – Dystopien beherrschen nicht nur die Leinwände und Buchseiten, sondern prägen auch unser Denken über die Zukunft. Doch was macht das mit unserem Blick auf die Welt? Und warum braucht es dringend mehr Geschichten, die Hoffnung statt Angst verbreiten? In ihrem im oekom Verlag erschienenen Buch „Zukunft ohne Angst“ analysiert die Politikwissenschaftlerin und Science-Fiction-Podcasterin Isabella Hermann, wie dystopische Erzählungen gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln und Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen. Hermann warnt im Gespräch mit Verena Gonsch vor einem einseitig dunklen Weltbild. Ihr Plädoyer: mehr Anti-Dystopien, mehr Utopien, mehr Mut zur positiven Zukunft!

    Rabea Edel über ihr "Porträt meiner Mutter mit Geistern"

    Play Episode Listen Later Jul 20, 2025 23:34


    Schon der Titel des neuen Romans von Rabea Edel ist eine Hommage an die beiden Künste, denen sie sich verschríeben hat: Denn die 42-jährige Bremerhavenerin ist nicht nur Schriftstellerin, die die Geister der Vergangenheit wachruft und sichtbar macht, sondern auch preisgekrönte Fotografin, die hier eine besondere Frau ins Bild setzt: eine Frau, eine Mutter, die beschließt, sich nicht den Erwartungen ihrer Zeit zu beugen. „Der ganze Roman hat auch mit einem Bild begonnen“, sagt Rabea Edel, „mit einem Foto von Familienmitgliedern, die ich selbst nicht mehr kennengelernt habe. Und aus den vielen Fragen, die ich an sie hatte, habe ich den Roman entwickelt.“

    Georg Diez über politische Kipppunkte: "Wir können unsere Politik gestalten"

    Play Episode Listen Later Jul 13, 2025 25:47


    Die 1990er Jahre - ein Jahrzehnt voller Umbrüche, das bis heute nachwirkt. Der eiserne Vorhang war gerade gefallen, der kalte Krieg vermeintlich vorüber. Es war vom Sieg des Kapitalismus die Rede, vom Ende der Geschichte, vom Beginn eines glorreichen Zeitalters. Wie der Publizist Georg Diez in seinem neuen Buch "Kipppunkte" schreibt, führten die "Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart": Globalisierung und Osterweiterung, Klimaentwicklung und beginnende Digitalisierung. Verena Gonsch hat mit dem internationalen Journalisten und Fellow der Max-Planck-Gesellschaft über die großen historischen Ereignisse der 90er Jahre gesprochen und gefragt, was daraus geworden ist.

    Kipppunkte: die 90er als Schlüsseljahrzehnt – Gespräch mit Georg Diez

    Play Episode Listen Later Jul 12, 2025 25:58


    Die 1990er Jahre – ein Jahrzehnt voller Umbrüche, das bis heute nachwirkt. Der eiserne Vorhang war gerade gefallen, der kalte Krieg vermeintlich vorüber. Es war vom Sieg des Kapitalismus die Rede, vom Ende der Geschichte, vom Beginn eines glorreichen Zeitalters. Wie der Publizist Georg Diez in seinem neuen Buch „Kipppunkte“ schreibt, führten die „Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart“: Globalisierung und Osterweiterung, Klimaentwicklung und beginnende Digitalisierung. Verena Gonsch hat mit dem internationalen Journalisten und Fellow der Max-Planck-Gesellschaft über die großen historischen Ereignisse der 90er Jahre gesprochen und gefragt, was daraus geworden ist.

    Historiker über das Verreisen: "Es gab schon immer zu viele Touristen"

    Play Episode Listen Later Jul 6, 2025 25:54


    Vom „Zurück zur Natur!“ der Romantiker über die „Kraft durch Freude“-Fahrten der Nazis bis hin zum aktuell grassierenden Massentourismus bis in die entlegensten Winkel der Erde: Menschen lieben das Verreisen. Aber wie ist diese Leidenschaft entstanden? Wie hat sie sich im Laufe der Jahre verändert und entwickelt? Wie prägt sie unser Leben, unsere Identität? Der Tourismushistoriker Hasso Spode, apl. Professor an der Uni Hannover und Ehrenvorsitzender des Historischen Archivs Tourismus an der TU Berlin, zeichnet im Gespräch mit Jürgen Deppe die verschlungenen Wege des Verreisens nach, analysiert den denkbar schlechten Ruf von „Touristen“, zeigt die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Urlaubens weltweit und denkt darüber nach, was geschieht, wenn auch die Bevölkerung der Schwellenländer ihr laut Artikel 24 der UN Menschenrechtscharta unveräußerliches Recht auf Urlaub in Anspruch nehmen. Schönen Urlaub!

    Frank Zachos: "Es gibt durch und durch schwule Schafe"

    Play Episode Listen Later Jun 29, 2025 25:40


    Bei hitzigen Debatten um Geschlechter, sexuelle Vorlieben oder Glaubensfragen werde die Natur gern als Legitimation für unterschiedlichste Überzeugungen herbeigezogen, ärgert sich Frank Zachos. Zum Beispiel wenn es um die Frage geht: Ist gleichgeschlechtliche Sexualität etwas Natürliches oder nicht? Der Kieler Zoologe leitet die Säugetier-Sammlung am Naturhistorischen Museum in Wien und weiß: Gleichgeschlechtlicher Sex kommt in der Natur ständig vor, etwa bei 1500 uns bisher bekannten Arten, vor allem Säugetieren. Er sei also mitnichten „widernatürlich“. Daraus Schlüsse für unser moralisches Handeln zu ziehen, sei aber gefährlich, warnt Zachos. In seinem Buch „Die Natur kennt feine Grade“ und im Gespräch mit Andrea Schwyzer erklärt er, warum Tiere überhaupt gleichgeschlechtlichen Sex haben (wegen der Fortpflanzung auf jeden Fall nicht), was hinter dem schwierigen Begriff „Menschenrassen“ steckt und was wir von der Natur tatsächlich lernen können.

    Let's talk about sex – Gespräch mit der SPIEGEL-Kolumnistin Heike Kleen

    Play Episode Listen Later Jun 22, 2025 26:02


    Unter allen SPIEGEL-Kolumnen über Wirtschaft, Politik und Zeitgeschehen ist eine ganz besonders beliebt: die Sex-Kolumne „Liebesleben“. Regelmäßig bringen die Texte der Hamburger Journalistin Heike Kleen außergewöhnlich viele Klicks und Abos. Und das, obwohl es darin meist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern oft auch sehr politisch zugeht. Jetzt gibt es im renommierten Penguin Verlag das Buch zur Sex-Kolumne mit dem wortspielerischen und mehrdeutigen Titel: „ZusammenKommen. Warum Gleichberechtigung sexy ist und Lust auf mehr macht“. Im Gespräch mit Alexandra Friedrich erzählt Heike Kleen, wie sie versehentlich zur Sexkolumnistin wurde, weshalb uns das Sprechen über Sex so schwer fällt, aber besonders wichtig ist, warum die Heterosexualität in der Krise steckt und inwieweit uns queere Menschen einen Ausweg zeigen können. Sehr unterhaltsam, sehr politisch – typisch Kleen.

    Isabel Fargo Cole: "Natur ist ein brennend politisches Thema"

    Play Episode Listen Later Jun 15, 2025 24:55


    "Nature Writing" gebe es im Deutschen spätestens seit der Romantik, meint die Schriftstellerin und Übersetzerin Isabel Fargo Cole. Naturthemen hätten aber politisch bedingt im Verdacht des Kitsches und des Konservatismus gestanden. Nun greife man auf den Anglizismus "Nature Writing" zurück, um Natur wieder thematisieren zu können. Im Rahmen des 1. Nature Writing Festivals in Hamburg wird Isabel Fargo Cole am 18. Juni im Grünen Bunker in der Feldstraße lesen. Im Gespräch mit Martina Kothe spricht Cole auch darüber, wie es für sie als Amerikanerin war, 1995 nach Berlin zu kommen und sich bewusst im Osten anzusiedeln, wie es war, auf den Spuren ihrer Vorfahren nach Alaska zu reisen und wie sie angesichts der aktuellen Situation die Zukunft der USA sieht.

    Punk-Pastor Ulf Werner: "Wir sind Sünder und Heilige zugleich"

    Play Episode Listen Later Jun 8, 2025 25:10


    "Wilde Sehnsucht" ließ Ulf Werner vor Jahren aus dem Evangelischen Stift zu Tübingen auf den Kiez nach St. Pauli fliehen, um dort Punkrock zu machen. Hamburg sollte sein "Lehrmeister werden auf der Suche nach den heiligen Gottesmomenten, für die es sich zu leben lohnte." Jetzt spricht er mit seinem Buch "Wilde Sehnsucht. Punk, Predigt und Passion" einen Toast aus "auf Gottes Tresenpersonal - sie sind die Seelsorger, die Engel des Alltags, die jede Nacht bereitstehen für all diejenigen, die auf der Suche sind. Ich durfte von ihnen all die Dinge lernen, die nicht in den Lehrbüchern der Universitäten zu finden sind." Was ihn Hamburg und das (Nacht)Leben lehrte, wie er vom Rockpalast in die Kirche der Stille fand, warum Gottesmomente nicht auf Dauer gestellt werden können und warum alle Wege richtig sind, solange sie nur zu Gott führen - darüber denkt Ulf Werner im Gespräch mit Jürgen Deppe nach und kommt zu dem Schluss: "Gott steckt in allen Dingen."

    Thomas und Heinrich Mann: "Man muss es als Bruderwerk sehen"

    Play Episode Listen Later Jun 1, 2025 25:40


    Beim Schreiben seines Buches über die Lübecker Senatorensöhne sei ihm bewusst geworden, dass man weder das Werk von Thomas noch das Werk von Heinrich Mann allein in den Blick nehmen könne. "Man muss es als Bruderwerk sehen", betont Hans Wißkirchen, früher Leiter des Buddenbrookhauses in Lübeck und heute Präsident der Thomas Mann-Gesellschaft. "Isolation ist da nicht der richtige Weg." Mit seinem aktuellen Buch "Zeit der Magier - Heinrich und Thomas Mann 1871-1955" habe er die beiden Brüder miteinander in einen Dialog bringen wollen. Im Gespräch mit Linda Ebener erzählt Hans Wißkirchen, wie es zu dem Buch gekommen ist, was ihn während des Schreibens überrascht hat und warum die beiden gebürtigen Lübecker nie wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt sind.

    Claim NDR Kultur - Das Gespräch

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