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Mit „Das Recht auf Faulheit“ hat Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, ein provokantes Pamphlet geschrieben. In dem kurzen Buch hinterfragt er ironisch die Tradition der Arbeiterklasse und deren Forderung nach Recht auf Arbeit. Gewissermaßen geht das Proletariat mit dieser Forderung der genussfeindlichen Bourgeoisie auf den Leim, so Lafargue: Es lässt sich von Moralisten und Ökonomen verführen, die behaupten, es brauche Wachstum. Dabei macht die körperliche Arbeit und hohe Produktivität nicht nur krank und senkt die Lebenserwartung. Sie führt darüber hinaus auch zu einer Überproduktion von Konsumgütern – die Kapitaleigentümer müssen immer neue Märkte und Bedürfnisse erschaffen oder Finanzmarkt-Akteure suchen, um das überschüssige Kapital loszuwerden. Lafargue plädiert dagegen für eine völlig neue Organisation der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, wo es all das nicht braucht. Statt Millionen von Menschen in Bediensteten-Beschäftigungen oder in unnützen Institutionen wie Polizei und Militär zu halten, will er die gesellschaftlich notwendige Arbeit auf alle diese Menschen verteilen, und den Arbeitstag für alle Menschen auf 3 Stunden reduzieren. An solchen Arbeitstagen ist dann noch genug Zeit für Genuss, Sport, geistige Betätigung menschliche Beziehungen – oder einfach Faulheit. Auch die Maschine spielt bei dieser Emanzipation eine wichtige Rolle, da sie hochproduktiv ist und die körperliche Arbeit erleichtert. Damit sie das aber wirklich tut, statt den Produktionszwang immer weiter zu erhöhen, müssen die Arbeiter*innen sich die Technologie aneignen und wirklich zu ihren Gunsten nutzen. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge der Soziologe Stephan Lessenich. Kontakt, Kritik, Feedback: theoriepodcast@rosalux.org
Der Vordereberlbauer in der Ramsau ist der Hauptakteur in der Achleitner'schen Erzählung "Zollpech". Auch in der zweiten Geschichte "Bestraftes Misstrauen" erweist sich der Autor als subtiler Erzähler und Beobachter des älplerischen Menschenschlags; Dramatik, Humor und dazu der Blick des Moralisten kennzeichnen seine Erzählperspektive.
Erich Kästners Schreibtischstuhl steht heute in einem fränkischen Kinderdorf. Warum das so ist? Die Antwort liegt in der Kindheit des großen Moralisten begründet. Erich Kästner traute Kindern weit mehr als Erwachsenen zu, die Welt zu retten.
Vom Land in die Großstadt, vom Medium zum Pressekontakt: Simon Schütz hat in der Kommunikationsbranche mittlerweile verschiedenste Seiten erkundet. Heute arbeitet er für den Verband der Automobilindustrie in der Öffentlichkeitsarbeit, davor war er lang für die Bildzeitung tätig, unter anderem auch in den USA. Für seine Jobs wurde er immer auch im eigenen Freundeskreis kritisch beobachtet – gleichzeitig umgibt Simon sich mit Menschen aus diversesten Hintergründen. So ist auch sein eigener Blick auf die Welt vielschichtig und vorbehaltlos: dass er erst für den Springerverlag und dann für die Autolobby arbeiten würde, hätte er selbst wohl nicht gedacht. Offenheit jedoch ist wichtig, um gut gewappnet in die Zukunft zu gehen, findet er. Mit Bent-Erik Scholz redet er über Online-Dating, Prinzipien in der Politik, und koksende Moralisten. Simons Blog: https://substil.medium.com/ Simon bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simon-schuetz-2410/ Die gute Gesellschaft – Der Interview-Podcast mit Bent-Erik Scholz. Neue Folgen jeden Donnerstag! https://linktr.ee/diegutegesellschaft Datum der Aufzeichnung: 15. Juni 2024 Musik: cascreativearts | Station Voice: sarahsvoicstudio
Ein Standpunkt von Michael Meyen.Der Fußball ist erst zu einer Fernsehshow geworden und dann zu einer Bühne, auf der jeder sehen kann, was gerade angesagt ist.Wenn ein Medienforscher über Sport schreibt, dann geht es zwangsläufig um Wirkungen: Was macht die Logik der Übertragungskanäle aus dem, was auf dem Platz passiert? Das Schwarz-Weiß-Fernsehen, das liegt durch diese Brille auf der Hand, hat einen anderen Fußball hervorgebracht als die bunte Welt der privaten TV-Sender. Heute wird das Spiel auf den Digitalplattformen entschieden. Eins und null statt eins zu null. Die Deutschen haben dreimal Haltung gezeigt und seitdem nichts mehr gewonnen. Das könnte sich bei der Heim-EM ändern. Ein Text zum #Fußball-EM-Spezial .Ich gebe zu: Ich liebe diesen Sport. Immer noch. Für große Spiele lasse ich alles stehen und liegen. Leipzig gegen Heidenheim. Oder gegen Werder. Meinetwegen auch Bayern gegen Real. Schon als Kind hatte ich die Europapokaltermine im Kopf und die Turniere sowieso. November 1977: Carl Zeiss Jena gegen Standard Lüttich, ein Mittwoch um 17 Uhr. Erst lange Vorfreude, dann zwei Stunden Glück und irgendwann Enttäuschung. Das DDR-Fernsehen hörte mit den Übertragungen auf, wenn die eigenen Mannschaften ausschieden. Gegen Lüttich hat es für Jena noch gereicht, gegen Bastia dann aber nicht mehr. Für den kleinen Michael hieß das: wieder ein halbes Jahr warten bis zum nächsten großen Spiel.... hier weiterlesen: https://apolut.net/spiel-der-moralisten-von-michael-meyen+++Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer „digitalen finanziellen Selbstverteidigung“ unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoinzahlungInformationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/+++Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.+++Apolut ist auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommen Sie zu den Stores von Apple und Huawei. Hier der Link: https://apolut.net/app/Die apolut-App steht auch zum Download (als sogenannte Standalone- oder APK-App) auf unserer Homepage zur Verfügung. Mit diesem Link können Sie die App auf Ihr Smartphone herunterladen: https://apolut.net/apolut_app.apk+++Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/+++Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut+++Website und Social Media:Website: https://apolut.netOdysee: https://odysee.com/@apolut:aRumble: https://rumble.com/ApolutX/Twitter: https://twitter.com/apolut_netInstagram: https://www.instagram.com/apolut_net/Gettr: https://gettr.com/user/apolut_netTelegram: https://t.me/s/apolut Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die Regierung mobbt das Volk oder lässt mobben und das Volk kuscht. Warum lässt sich das Volk so behandeln? Wo ist die Souveränität des Souveräns? Darüber spricht Gerd Buurmann mit der Publizistin Vera Lengsfeld, der Journalistin Martina Binnig und dem Musiker Axel Knappmeyer.
Wieder einmal haben Weltbank und Internationaler Währungsfonds die Schätzungen für das russische Wirtschaftswachstum angehoben. Wie ist zu erklären, dass nicht nur die Sanktionen nicht zum erwarteten Zusammenbruch führten sondern zudem Russlands Wirtschaft stärker wächst als die europäische?Ein Kommentar von Rüdiger Rauls.Fragwürdige ExpertenWas da im größten Land der Erde passiert, hätte nach den Theorien westlicher Experten gar nicht eintreten dürfen. Hatten nicht alle ausgewiesenen Experten in dasselbe Horn geblasen, dass dieser bisher niemals dagewesene Sanktions-Tsunami Russland "in den Ruin treiben" würde, wie die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock es formuliert hatte? Hatte einer von ihnen öffentlich widersprochen, als die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die russische Wirtschaft bereits "in Fetzen" sah? Hatte einer der Fachleute gewarnt, dass eine solche Sanktions-Orgie in die Hose gehen könnte?Im Gegenteil haben sie sich überboten in Schätzungen, um wie viele Prozente das russische Bruttosozialprodukt einbrechen wird. Sie haben sich unterboten in der Zahl der Monate, wie lange Russland sich die Kosten des Krieges wird leisten können. Die Fachmänner und -frauen der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft haben gewaltig daneben gelegen – nicht zum ersten Mal, wenn es um grundsätzliche Einschätzungen wirtschaftlicher Entwicklung geht.Die gewaltigen Geldmengen, die die Notenbanken zur Rettung des Finanzsystems nach der Lehman-Pleite in die Märkte gegeben hatten, hatten nicht zu der prophezeiten Hyperinflation geführt. Aber selbst die wesentlich kurzfristigeren Inflationsprognosen haben die Genauigkeit eines Würfelspiels, sodass unlängst der Chef-Volkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, kritisierte:"Auf jeden Fall besteht bei der EZB in Sachen Inflationsprognosen großer Handlungsbedarf – so wie es ist, darf es nicht bleiben"(1).Auch hoch verschuldete Staaten wie Japan und die USA sind bisher nicht zusammengebrochen unter ihrer Schuldenlast, obwohl die Grenzwerte der Wirtschaftswissenschaft seit Jahren schon überschritten sind. Nicht einmal die Aussage des früheren Chefs der US-Notenbank Ben Bernanke, dass mit der Geldpolitik der FED der Kapitalismus krisenfrei geworden sei, hatte sich bewahrheitet. Von ihm würde jeder Laie erwarten, dass er sein Fach versteht. Dieser Aussage Bernankes folgte die größte Krise des Kapitalismus seit 1929. Dazu hatten ganz erheblich gerade jene ABS-Zertifikate beigetragen, die von den Rating-Agenturen sogar als ausfallsicher ausgelobt worden waren. Moralisten sehen darin einen Beweis für betrügerische Machenschaften der Eliten. Aber es ist schlimmer: Die Führungskräfte des Kapitalismus verstehen ihn nicht. Sie erkennen seine inneren Gesetzmäßigkeiten und Triebkräfte nicht. Die bürgerlichen Wirtschaftswissenschaftler haben ihre Modelle und Theorien und glauben, dass sie den Kapitalismus verstehen, weil sie diese Theorien kennen. Aber die Funktionsweise dieses Wirtschaftssystems ist ihnen ein Buch mit sieben Siegeln geblieben. Die Grundlagen ihrer Theorien entsprechen nicht der Wirklichkeit......Hier weiterlesen: https://apolut.net/deshalb-waechst-russlands-wirtschaft-von-ruediger-rauls+++Bildquelle: Evgeny_V / shutterstock+++Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer „digitalen finanziellen Selbstverteidigung“ unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoinzahlungInformationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/+++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Bereits während Corona wurde gezielt Panik in der Bevölkerung geschürt. Nun geht es weiter: Während der Ethikrat einen Systemwechsel fordert, sehen Pläne des Innenministeriums die Einschränkung der Meinungsfreiheit vor… Darum geht es heute: Benjamin Gollme und Marcel Joppa, die Jungs von Basta Berlin, machen heute gleich mehrere Zeitreisen: Zunächst reisten wir zurück ins Jahr 2020 und werfen einen Blick auf die Aufarbeitung der Aufarbeitung gemachter Corona-Fehler. Dann begeben wir uns ins Jahr 1978: Das Sehnsuchtsjahr grüner Moralisten, die unser System in eine klimaneutrale Zukunft führen wollen.
Gerd Buurmann spricht mit der Autorin Zana Ramadani ("WOKE – Wie eine moralisierende Minderheit unsere Demokratie bedroht“) und der Bloggerin Rona Duwe ("Mutterwut Muttermut: Fundamente und Anstoß für die Revolte der Mütter") über den Machtmissbrauch der woken Moralisten.
Kästner im "Dritten Reich" – das war für den Moralisten eine Wanderung auf schmalem Grat, die Tobias Lehmkuhl entlang den Absturzkanten verfolgt. Sein Buch ist das Porträt eines Autors, der Schein und Sein geschickt zu managen wusste. Eine Rezension von Wolfgang Schneider. Von Wolfgang Schneider.
"Within our mandate, the [European Central Bank] is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough". With those three words delivered in London on 26 July 2012, Mario Draghi - the ECB's president from 2011-2019 - stopped a contagious collapse of Europe's common currency after just one decade. Jana Randow and Alessandro Speciale write in Mario Draghi: The True Story of the Man Who Saved the Euro (Rizzoli, 2019): “So simple a phrase, delivered at the right time in front of the right audience, it will hang on as a warning to investors when Draghi is long gone that central bankers in Europe are ready to defend their currency against speculative attacks brought on by people not quite aware of their resolve". Draghi, who went on to see Italy through the Covid pandemic as its prime minister from 2021-2022, has acquired mythical status. Who is he? What are the skills that allowed him to succeed where others may have failed? How did he manage the ECB's governing council in comparison to his French predecessor and successor? Books from inside the ECB by Massimo Rostagno and Pedro Gustavo Teixeira have covered the policy-making history of the Draghi years but, so far, only Randow and Speciale have written a fly-on-the-wall account to match Bob Woodward's and David Wessel's books on the Federal Reserve. Jana Randow is Bloomberg's senior European economics correspondent based in Frankfurt and Alessandro Speciale now heads Bloomberg's Zurich bureau after doing the same in Rome and working with Jana as ECB correspondent from 2013 until mid-2019. *Jana's book recommendations are Rebel Radio: The Story of El Salvador's Radio Venceremos by José Ignacio López Vigil (Curbstone Press, 1995 - translated by Mark Fried) and Fabian, Die Geschichte eines Moralisten by Erich Kästner - first published in 1931 and translated by Cyrus Brooks as Going to the Dogs: The Story of a Moralist (NYRB Classics, 2013). *Alessandro's book recommendations are The Magician by Colm Tóibín (Viking, 2021) and Magnificent Rebels: The First Romantics and the Invention of the Self by Andrea Wulf (John Murray, 2022). Tim Gwynn Jones is an economic and political-risk analyst at Medley Advisors, who also writes the twenty4two newsletter on Substack and hosts the In The Room podcast series. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices Support our show by becoming a premium member! https://newbooksnetwork.supportingcast.fm/new-books-network
"Within our mandate, the [European Central Bank] is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough". With those three words delivered in London on 26 July 2012, Mario Draghi - the ECB's president from 2011-2019 - stopped a contagious collapse of Europe's common currency after just one decade. Jana Randow and Alessandro Speciale write in Mario Draghi: The True Story of the Man Who Saved the Euro (Rizzoli, 2019): “So simple a phrase, delivered at the right time in front of the right audience, it will hang on as a warning to investors when Draghi is long gone that central bankers in Europe are ready to defend their currency against speculative attacks brought on by people not quite aware of their resolve". Draghi, who went on to see Italy through the Covid pandemic as its prime minister from 2021-2022, has acquired mythical status. Who is he? What are the skills that allowed him to succeed where others may have failed? How did he manage the ECB's governing council in comparison to his French predecessor and successor? Books from inside the ECB by Massimo Rostagno and Pedro Gustavo Teixeira have covered the policy-making history of the Draghi years but, so far, only Randow and Speciale have written a fly-on-the-wall account to match Bob Woodward's and David Wessel's books on the Federal Reserve. Jana Randow is Bloomberg's senior European economics correspondent based in Frankfurt and Alessandro Speciale now heads Bloomberg's Zurich bureau after doing the same in Rome and working with Jana as ECB correspondent from 2013 until mid-2019. *Jana's book recommendations are Rebel Radio: The Story of El Salvador's Radio Venceremos by José Ignacio López Vigil (Curbstone Press, 1995 - translated by Mark Fried) and Fabian, Die Geschichte eines Moralisten by Erich Kästner - first published in 1931 and translated by Cyrus Brooks as Going to the Dogs: The Story of a Moralist (NYRB Classics, 2013). *Alessandro's book recommendations are The Magician by Colm Tóibín (Viking, 2021) and Magnificent Rebels: The First Romantics and the Invention of the Self by Andrea Wulf (John Murray, 2022). Tim Gwynn Jones is an economic and political-risk analyst at Medley Advisors, who also writes the twenty4two newsletter on Substack and hosts the In The Room podcast series. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices Support our show by becoming a premium member! https://newbooksnetwork.supportingcast.fm/political-science
"Within our mandate, the [European Central Bank] is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough". With those three words delivered in London on 26 July 2012, Mario Draghi - the ECB's president from 2011-2019 - stopped a contagious collapse of Europe's common currency after just one decade. Jana Randow and Alessandro Speciale write in Mario Draghi: The True Story of the Man Who Saved the Euro (Rizzoli, 2019): “So simple a phrase, delivered at the right time in front of the right audience, it will hang on as a warning to investors when Draghi is long gone that central bankers in Europe are ready to defend their currency against speculative attacks brought on by people not quite aware of their resolve". Draghi, who went on to see Italy through the Covid pandemic as its prime minister from 2021-2022, has acquired mythical status. Who is he? What are the skills that allowed him to succeed where others may have failed? How did he manage the ECB's governing council in comparison to his French predecessor and successor? Books from inside the ECB by Massimo Rostagno and Pedro Gustavo Teixeira have covered the policy-making history of the Draghi years but, so far, only Randow and Speciale have written a fly-on-the-wall account to match Bob Woodward's and David Wessel's books on the Federal Reserve. Jana Randow is Bloomberg's senior European economics correspondent based in Frankfurt and Alessandro Speciale now heads Bloomberg's Zurich bureau after doing the same in Rome and working with Jana as ECB correspondent from 2013 until mid-2019. *Jana's book recommendations are Rebel Radio: The Story of El Salvador's Radio Venceremos by José Ignacio López Vigil (Curbstone Press, 1995 - translated by Mark Fried) and Fabian, Die Geschichte eines Moralisten by Erich Kästner - first published in 1931 and translated by Cyrus Brooks as Going to the Dogs: The Story of a Moralist (NYRB Classics, 2013). *Alessandro's book recommendations are The Magician by Colm Tóibín (Viking, 2021) and Magnificent Rebels: The First Romantics and the Invention of the Self by Andrea Wulf (John Murray, 2022). Tim Gwynn Jones is an economic and political-risk analyst at Medley Advisors, who also writes the twenty4two newsletter on Substack and hosts the In The Room podcast series. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices Support our show by becoming a premium member! https://newbooksnetwork.supportingcast.fm/biography
"Within our mandate, the [European Central Bank] is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough". With those three words delivered in London on 26 July 2012, Mario Draghi - the ECB's president from 2011-2019 - stopped a contagious collapse of Europe's common currency after just one decade. Jana Randow and Alessandro Speciale write in Mario Draghi: The True Story of the Man Who Saved the Euro (Rizzoli, 2019): “So simple a phrase, delivered at the right time in front of the right audience, it will hang on as a warning to investors when Draghi is long gone that central bankers in Europe are ready to defend their currency against speculative attacks brought on by people not quite aware of their resolve". Draghi, who went on to see Italy through the Covid pandemic as its prime minister from 2021-2022, has acquired mythical status. Who is he? What are the skills that allowed him to succeed where others may have failed? How did he manage the ECB's governing council in comparison to his French predecessor and successor? Books from inside the ECB by Massimo Rostagno and Pedro Gustavo Teixeira have covered the policy-making history of the Draghi years but, so far, only Randow and Speciale have written a fly-on-the-wall account to match Bob Woodward's and David Wessel's books on the Federal Reserve. Jana Randow is Bloomberg's senior European economics correspondent based in Frankfurt and Alessandro Speciale now heads Bloomberg's Zurich bureau after doing the same in Rome and working with Jana as ECB correspondent from 2013 until mid-2019. *Jana's book recommendations are Rebel Radio: The Story of El Salvador's Radio Venceremos by José Ignacio López Vigil (Curbstone Press, 1995 - translated by Mark Fried) and Fabian, Die Geschichte eines Moralisten by Erich Kästner - first published in 1931 and translated by Cyrus Brooks as Going to the Dogs: The Story of a Moralist (NYRB Classics, 2013). *Alessandro's book recommendations are The Magician by Colm Tóibín (Viking, 2021) and Magnificent Rebels: The First Romantics and the Invention of the Self by Andrea Wulf (John Murray, 2022). Tim Gwynn Jones is an economic and political-risk analyst at Medley Advisors, who also writes the twenty4two newsletter on Substack and hosts the In The Room podcast series. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices Support our show by becoming a premium member! https://newbooksnetwork.supportingcast.fm/european-studies
"Within our mandate, the [European Central Bank] is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough". With those three words delivered in London on 26 July 2012, Mario Draghi - the ECB's president from 2011-2019 - stopped a contagious collapse of Europe's common currency after just one decade. Jana Randow and Alessandro Speciale write in Mario Draghi: The True Story of the Man Who Saved the Euro (Rizzoli, 2019): “So simple a phrase, delivered at the right time in front of the right audience, it will hang on as a warning to investors when Draghi is long gone that central bankers in Europe are ready to defend their currency against speculative attacks brought on by people not quite aware of their resolve". Draghi, who went on to see Italy through the Covid pandemic as its prime minister from 2021-2022, has acquired mythical status. Who is he? What are the skills that allowed him to succeed where others may have failed? How did he manage the ECB's governing council in comparison to his French predecessor and successor? Books from inside the ECB by Massimo Rostagno and Pedro Gustavo Teixeira have covered the policy-making history of the Draghi years but, so far, only Randow and Speciale have written a fly-on-the-wall account to match Bob Woodward's and David Wessel's books on the Federal Reserve. Jana Randow is Bloomberg's senior European economics correspondent based in Frankfurt and Alessandro Speciale now heads Bloomberg's Zurich bureau after doing the same in Rome and working with Jana as ECB correspondent from 2013 until mid-2019. *Jana's book recommendations are Rebel Radio: The Story of El Salvador's Radio Venceremos by José Ignacio López Vigil (Curbstone Press, 1995 - translated by Mark Fried) and Fabian, Die Geschichte eines Moralisten by Erich Kästner - first published in 1931 and translated by Cyrus Brooks as Going to the Dogs: The Story of a Moralist (NYRB Classics, 2013). *Alessandro's book recommendations are The Magician by Colm Tóibín (Viking, 2021) and Magnificent Rebels: The First Romantics and the Invention of the Self by Andrea Wulf (John Murray, 2022). Tim Gwynn Jones is an economic and political-risk analyst at Medley Advisors, who also writes the twenty4two newsletter on Substack and hosts the In The Room podcast series. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices Support our show by becoming a premium member! https://newbooksnetwork.supportingcast.fm/eastern-european-studies
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Warum werden die Grünen scheitern? Zum einen, weil sie im Umgang mit Macht unprofessionell sind, und zum anderen, weil sie Moralisten sind, meint unser Autor Udo Brandes. Er glaubt, dass die Grünen nicht an ihren politischen Gegnern oder den Medien scheitern, sondern an sich selbst. Sie selbst sind es, so Brandes, die beharrlicher als jederWeiterlesen
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Francois de la Rochefoucauld gehört zu den Moralisten und unbestritten zu den Meistern des Aphorismus.Mit einem guten Wort (Bonmot) oder einer Pointe sagt der erbitterte Gegner der absoluten Monarchie unter Mazarin oft mehr als andere in ganzen Büchern. Die geistige Verwandtschaft seiner Maxime in "Sentences et maximes morales" zu Pascalis "Pensées"(Gedanken) ist eivdent.
Ein Kommentar von Peter Frey.… findet ein solcher in der Ukraine statt? Und von wem wird er geführt? Vor allem aber: Warum sollte der US-geführte NATO-Wertewesten damit ein Problem haben?Hat er ja auch nicht. Seine Lautsprecher sind Heuchler, Moralisten, Spiegelfechter. Jeder Krieg des Wertewestens war nicht nur ein Angriffskrieg sondern auch viel mehr gegen zivile Infrastruktur gerichtet, als es Russland in der Ukraine jemals tun könnte. Es genügt, sich an die Kriege gegen Korea, Vietnam, Irak, Libyen und Syrien (Liste unvollständig) zu erinnern.Jeder Krieg des Wertewestens war ein Angriffskrieg. Doch nie haben es die medialen Politschranzen gewagt, dies auch so offen auszusprechen. Aber jetzt, im Ukraine-Konflikt, bei dem man es mit einem Gegner zu tun hat, den man nicht „zur Not“ einfach „in die Steinzeit zurückbomben“ kann, ist es zum manischen Zwang geworden, vom „russischen Angriffskrieg“ zu fabulieren. Die Millionen toter Zivilisten in Korea, Vietnam und dem Irak waren natürlich nur „Kollateralschäden“ im Rahmen „humanitärer Interventionen“, ein „Anti-Terror-Kampf“ (1) oder gar „Polizeiaktionen“ (siehe Korea-Krieg). Das Leugnen der Verantwortung des „Wertewestens“ für die eigenen, losgetretenen Kriege, fernab der eigenen Grenzen manifestiert sich im Verschweigen desselben.... hier weiterlesen: https://apolut.net/angriffskrieg-von-peter-frey+++Apolut ist auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommen Sie zu den Stores von Apple und Huawei. Hier der Link: https://apolut.net/app/Die apolut-App steht auch zum Download (als sogenannte Standalone- oder APK-App) auf unserer Homepage zur Verfügung. Mit diesem Link können Sie die App auf Ihr Smartphone herunterladen: https://apolut.net/apolut_app.apk+++Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/+++Ihnen gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/+++Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut+++Website und Social Media:Website: https://apolut.net/Odysee: https://odysee.com/@apolut:aRumble: https://rumble.com/ApolutInstagram: https://www.instagram.com/apolut_net/Gettr: https://gettr.com/user/apolut_netTelegram: https://t.me/s/apolutFacebook: https://www.facebook.com/apolut/Soundcloud: https://soundcloud.com/apolut Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Christof Meueler: Die Fußball-WM, die am Sonntag in Katar beginnt, gilt als besonders schlimm. Sie findet im Winter statt, in der Wüste und in einer absoluten Monarchie ohne Demokratie. Ist das nicht der richtige Zeitpunkt zu sagen: Mit diesem Profifußball wollen wir nichts mehr zu schaffen haben? Christian Klemm: Für mich war schon der Umgang mit Corona der Grund, mit dem Profifußball Schluss zu machen. Ich fand es nicht vermittelbar, dass zum Beispiel die Bundesliga in der Pandemie weiterläuft, während der Breitensport darniederliegt. Meueler: In leeren Stadien. Das war schlimm. Klemm: Und jetzt kommt diese WM in der Wüste. Sie ist für mich der größte Skandal des Profifußballs, wenn nicht sogar des Profisports überhaupt. Man muss sich nur daran erinnern, wie das Turnier 2010 an Katar vergeben wurde. Für dieses Land als Ausrichter sprach nur, dass es noch nie in einem arabischen Land eine Fußball-WM gab. Katar hatte keinen nennenswerten Fußballbetrieb. Es gab keine Stadien, keine Trainingsplätze und auch keine Infrastruktur für die Millionen Fans, die jetzt kommen werden. Auch die Bewerbung Katars hat nach Ansicht von Experten nicht überzeugt. Und da reden wir noch gar nicht von den Menschenrechten oder Arbeitsbedingungen. Bei der Vergabe waren eigentlich die USA der Favorit. Und trotzdem hat das Fifa-Exekutivkomitee dieses Turnier mit einer Entscheidung von 14:8 an die Kataris vergeben. Wenn eine WM gekauft ist, dann ist es diese. Alexander Ludewig: Die Fifa ist ja nicht erst seit dieser Vergabe in der Kritik. Soll man sich wegen dieser WM vom Fußball abwenden? Auf der persönlichen Ebene geht das: Wenn die Einschaltquoten deutlich niedriger sind als sonst, dann merken das die Sender, die viel Geld dafür bezahlt haben. Das Merchandising merkt es auch, wenn die Umsätze sinken. Aber wie soll das institutionell gehen? Die Kontinentalverbände und deren Landesverbände sind Mitglied in der Fifa. Die könnten ja sagen: Nein, so wollen wir das nicht, wir steigen da aus. Aber da hängt zu viel Geld dran. Was ich begrüßen würde: einen Boykott der Fernsehübertragungen. Meueler: 56 Prozent der Deutschen sagen, dass sie die WM boykottieren wollen. Oliver Kern: Das habe ich auch gelesen. Und dann gegoogelt, wie groß denn die Einschaltquote vom WM-Finale 2014 war. Wenn irgendjemand in Deutschland ein Fußball-WM-Spiel geschaut hat, dann wohl dieses. Das waren 34 Millionen Zuschauer. Auf 80 Millionen gerechnet, sind das nicht mal 50 Prozent. Wenn jetzt 56 Prozent erklären, sie wollen auf keinen Fall WM gucken, dann sind es vielleicht genau die Leute, die sowieso keine WM sehen würden. Es gibt sogar drei Prozent, die gesagt haben, ich gucke diesmal mehr. Ist die Initiative »Boycott Qatar« vielleicht nur eine Twitter-Blase? Und der ganze Rest Deutschlands oder der Welt sagt: Hey, was interessiert mich das? Ich will einfach Fußball gucken, das ist meine Unterhaltung hier. Und auch gerne im Winter. Klemm: Im Herbst eigentlich. Der Winter beginnt erst am 21. Dezember. Kern: Ich schau immer nach vorn, für mich ist das die Winter-WM. Ursprünglich war ja der Hauptkritikpunkt, dass sie im Sommer hätte stattfinden sollen, wenn es in Katar noch heißer ist. Klemm: Bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad. Wahnsinn! Kern: Und als man merkte, das geht doch nur im Winter, haben sich die europäischen Ligen erst mal dagegen ausgesprochen, weil sie ihren Liga-Betrieb nicht unterbrechen wollten. Doch Katar zog sie mit Geld auf seine Seite. Das gilt auch für die Klubs: Paris Saint Germain ist in katarischer Hand. Man könnte auch sagen, der FC Bayern München ist in katarischer Hand. Aber Geld zu verdienen ist gar nicht das Ziel, auch nicht bei der WM. Meueler: Sondern? Kern: Es geht um den Aufbau von Softpower zur politischen Absicherung. Katar liegt zwischen Iran und Saudi-Arabien. 1990 überfiel der Irak das kleine Land Kuwait, das sich militärisch dagegen nicht wehren konnte. Katar hat das erkannt und arbeitet seitdem daran, seinen Namen in der Welt viel größer und bekannter zu machen, weil es damit symbolisch unangreifbarer wird. Wie geht das besser als mit Sportveranstaltungen? Seitdem folgt da eine WM auf die andere, im Handball, in der Leichtathletik, im Schwimmen, Tischtennis und Turnen. Die Formel 1 startet dort, ebenso die Motorrad-Profis. Und es gibt diverse Asien-Turniere in allen möglichen Sportarten. Klemm: Angefangen hat das 1993 mit den Qatar Open im Tennis. Ziel der Kataris war es damals und ist es auch heute, das eigene Land ins Schaufenster zu stellen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Die Bundesrepublik hat das mit den Olympischen Spielen 1972 auch gemacht, als man die Bonner Republik nach dem Nazi-Faschismus als freundlich und weltoffen präsentieren wollte. Ludewig: Katar verdient auch mit der WM kein Geld. Es gibt ja diese neue ZDF-Doku, in der fällt zum Beispiel der Satz, dass es ein politischer Preis ist, wenn der FC Bayern pro Jahr 25 Millionen Euro für eine relativ kleine Werbeplattform von Qatar Airways bekommt. Diese Plattform ist keine 25 Millionen Euro pro Jahr wert. Aber die Kataris zahlen sie gerne. Meueler: Von den fast 2,7 Millionen Einwohnern sind nur 10 Prozent katarische Staatsbürger. 90 Prozent sind Arbeitsmigranten, die teilweise unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten. Für die Fifa spielt das keine Rolle, die ist nur für die Menschenrechte, wenn es sie nichts kostet. Kern: Die Fifa spricht jetzt mehr über Menschenrechte, aber sie beruft sich immer auf das, was die Kataris sagen. Und die Kataris berufen sich auf die paar Stimmen, die gut für sie sind. Die weisen dann darauf hin, dass in Katar die Gesetze verändert worden wären. Das berüchtigte Kafala-System wurde angeblich außer Kraft gesetzt. Das wiederholt dann Fifa-Präsident Gianni Infantino gebetsmühlenartig. Da geht es natürlich um die Frage: Wie wird das kontrolliert? Die ILO, die Internationale Arbeitsorganisation der UN, sagt, Katar habe nun westliche Standards, und zwar auf dem Stand von Australien. Aber es heißt auch, ein kritischer Bericht der ILO sei auf Druck der Kataris aussortiert worden. Die Kataris zahlen der ILO auch Geld. Kann man denen glauben? Oder doch einem ZDF-Team, das mit versteckter Kamera eins dieser Lager der Migranten filmt, wo acht Leute auf zehn Quadratmetern wohnen? Meueler: Infantino hat in Katar doch auch einen Wohnsitz? Kern: Stimmt, der lebt seit einem halben Jahr da. Ludewig: Aber es ist ja nicht so schwarz-weiß, wie ihr das schildert. Mehrere Seiten haben bestätigt, dass auf den Großbaustellen in Katar tatsächlich Standards wie in Australien herrschen – und das sind die höchsten weltweit. Hinzu kommt, dass dieses Kafala-System im ganzen arabischen Raum verbreitet ist. Katar hat hier tatsächlich Reformen angestoßen, dafür bekommen sie in der Region extremen Druck. Trotzdem gibt es Kritik von Human Rights Watch und auch von der Gewerkschaf IG BAU. Wobei man aber sagen muss, dass Katar diese Organisationen reinlässt. Das macht fast kein anderes Land in dieser Region. Meueler: Ich habe in den Nachrichten gehört, dass die Fifa dem dänischen Fußballverband verboten hat, auf seine Trainingsanzüge den Slogan »Menschenrechte für alle« zu drucken. Ludewig: Ja, es gibt eine Vorgabe, dass keine politischen Äußerungen erlaubt sind – das gibt es ja bei allen großen Sportverbänden. Klemm: Da will ich mal einhaken. Infantino hat davon gesprochen, dass es auf den WM-Baustellen nur eine Handvoll Tote gegeben habe, andere sprechen von Tausenden Menschen, die dort umgekommen sind. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Katar ein hoch entwickeltes Land ist, dann vermute ich stark, dass auch ihre sagenhaften Wolkenkratzer mit dem Blut der Arbeitsmigranten erbaut wurden. Wenn Stars wie Neymar oder Manuel Neuer ein katarisches Stadion betreten oder sich in der Sauna ihres Luxushotels verwöhnen lassen, dann müsste sie doch ein Gefühl der Beklemmung überkommen. Also mir würde es kalt über den Rücken laufen, wenn ich weiß, dass für dieses Stück Rasen, auf dem ich stehe, Menschen gestorben sind. Selbst als Zuschauer kann ich das nicht ausblenden. Ludewig: Viele sagen, dass diese Verhältnisse erst durch die WM offenkundig geworden sind und nun verbessert werden. Das mag sein. Aber es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sportliche Großereignisse zu Verbesserungen im Land selbst geführt hätten. Wenn man China oder Russland betrachtet, dann hat sich da die Lage anschließend sogar verschlimmert. Das ist die eine Seite. Die andere ist die mit den Spielern. Natürlich könnten die durch offensive Kritik ein Bewusstsein schaffen oder sagen: Wir machen da nicht mit. Aber das hieße, dass der Boykott von Sportlern verlangt wird, die ihr Großereignis nur alle vier Jahre haben, besonders die, die nicht in den Topligen in Europa spielen. Gleichzeitig werden die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar immer enger. Da können die Politiker doch nicht sagen: Na ja, liebe Sportler, aber ihr könnt doch bitte darauf verzichten. Das finde ich unfair den Sportlern gegenüber. Kern: Ich finde, man kann von den Sportlern durchaus verlangen, etwas zu sagen. Aber dann muss man es eben auch von anderen verlangen. Stattdessen ist Bundeskanzler Scholz in Doha und schweigt dazu. Genauso wie er in China nichts über die Uiguren gesagt hat. Aber dann wurde der Biathlet Erik Lesser vor den Olympischen Winterspielen in Peking dazu aufgerufen, er solle als Athletensprecher sich doch bitte öffentlich zu den Menschenrechtsverletzungen in China verhalten. Das ist unfair. Meueler: Darf denn Manuel Neuer als Kapitän in Katar jetzt die Regenbogen-Binde tragen? Kern: Nein, er wird so eine »One Love«-Binde tragen. Und nicht die Regenbogenfarben, die klar als Solidaritätsbekundung für die LGBTQ+-Community zu verstehen war. Jetzt ist es eine Binde, mit der generell Diskriminierung abgelehnt wird. Eigentlich eine gute Idee. Das Problem ist: Niemand kann diese Binde irgendwie einsortieren. Ludewig: Die Regenbogenfarben sind in dieser One-Kampagne auch drin. Der katarische WM-Botschafter hat jetzt vor »geistigen Schäden« gewarnt, wenn jemand schwul oder trans ist. Aber die Frauen werden ebenso diskriminiert und die Arbeitsmigranten sowieso. Da ist diese One-Binde aus meiner Sicht eigentlich ein besserer Protest, weil die alle Formen der Diskriminierung einschließt. Meueler: Den Dänen wurde es verboten. Kern: Wo da der Unterschied zur Kapitänsbinde sein soll, ist mir wirklich nicht ganz klar. Diskriminierung ist ein interessanter Punkt, weil die Kataris sich ja sehr oft darüber beschweren, dass all die Kritik an ihnen Ausdruck einer westlichen Arroganz sei, wenn nicht sogar westlicher Rassismus gegenüber den arabischen und muslimischen Ländern. Würdet ihr sagen, da ist was dran? Denn so viel Kritik an einem Gastgeberland wie jetzt bei Katar gab es noch nie. Meueler: Historisch gesehen stimmt es, wenn man sich die Weltmeisterschaften von früher anschaut. Das waren fast reine europäisch-lateinamerikanische Veranstaltungen; es gab kaum Vertreter afrikanischer Länder, von Asien ganz zu schweigen. Das wurde langsam verändert, auch um den asiatischen Markt zu erschließen. Andererseits: Wenn man sich jetzt, sagen wir mal, über einen sizilianischen Mafia-Chef lustig machen würde, weil der vielleicht so dick ist, dann bleibt er trotzdem ein Mafia-Chef und ist in seiner Funktion als krimineller Organisator zu kritisieren. Klemm: Seit dem 11. September steht die muslimisch-arabische Welt praktisch im Fadenkreuz des Westens, Stichwort: Krieg gegen den Terror. Muslime gelten seit den Anschlägen bei uns tendenziell als rückständig und gefährlich. Das spielt da mit rein, denke ich. Deswegen finde ich diesen Reflex, den Oli gerade geschildert hat, ein Stück weit nachvollziehbar. Aber Christof hat natürlich ebenso recht: Menschenrechte sind universell, die gelten in Osteuropa genauso wie im Nahen Osten und in Nordamerika. Meueler: Die gelten auch für Mafia-Chefs. Kern: Für mich gibt es ein weiteres Problem: Interessieren wir uns für Katar nur deshalb, weil es dort eine Fußball-WM gibt? Haben wir uns auch aufgeregt, als dort die anderen Events stattfanden? Nein. Ist es vielleicht sogar ein positiver Punkt für den Fußball, da hinzugehen, weil dann endlich mal darüber gesprochen wird? Zum Beispiel über das Kafala-System, das ich vorher noch nicht kannte, muss ich ehrlich zugeben. Klemm: Das ist ein wichtiger Punkt. Natürlich ist die Fußball-WM neben den Olympischen Spielen das sportliche Großereignis überhaupt. Du hast auf der einen Seite die Aufmerksamkeit. Auf der anderen Seite aber auch den Friedhof der Bauarbeiter. Der ist ein zu hoher Preis für die Aufmerksamkeit. Kern: Übrigens stand die Geschichte über das Sterben der Bauarbeiter in Katar als Erstes im »nd«. Das war 2013, Jahre bevor der »Guardian« dieses Thema aufgegriffen hat. Ludewig: Die einzige nachhaltige Verbesserung, die man erreichen könnte, wäre die Stärkung der Zivilgesellschaften. Denn nach der WM sind alle wieder weg, da interessiert sich dann niemand mehr dafür. Meueler: Entsetzt nach Katar blicken nicht nur wir alte Fußball-Moralisten, sondern auch die Klimaschützer. Die verstehen nicht, dass man Stadien in der Wüste runterkühlt, um ein internationales Sportereignis zu veranstalten. Das wiederum wird von den deutschen Ampel-Politikern nicht so kritisiert, weil die nach den Sanktionen gegen Russland das katarische Gas haben wollen. Klemm: Doppelmoral in Reinform. Dass die Temperaturen in den Stadien auf 27 Grad runtergekühlt werden sollen, ist sinnvoll für die Sportler, um sie vor dem Kollaps zu bewahren. Aber was ist mit den Millionen von Fans, die in der Hitze durch die Gegend laufen? Ludewig: Das Klima ist dort nun mal so, wie es ist. Und was Christof meinte, das ist ja ein neuer Bestandteil der westlichen Kritikbewegung, der kommt zur Auseinandersetzung mit Katar noch hinzu. Anders als Katar haben wir ja eine starke Zivilgesellschaft, dass so was aufgerufen wird. Kern: Das mit der Zivilgesellschaft stimmt. Ich hatte letztens ein Gespräch mit Sylvia Schenk von Transparency International Deutschland. Sie ist Expertin für Korruption im Sport. Sie sagte, dass es nicht nur in Katar pro forma Änderungen gegeben hat, sondern auch bei der Fifa selbst. Dort entscheidet nicht mehr nur der kleine Kreis der Exekutive, sondern alle nationalen Verbände, die Mitglied sind. Wenn man die jetzt alle bestechen will, müsste man noch ein bisschen mehr Geld ausgeben. Auch das Bewerbungsverfahren hat sich geändert. Nun soll jeder Verband vorher unabhängige Bewertungen zur Menschenrechtslage im eigenen Land in Auftrag geben. Steht das nur auf dem Papier? Oder wird die übernächste WM, die 2026 in Kanada, den USA und Mexiko stattfindet, schon nachhaltiger sein? Ludewig: Nachhaltig glaube ich nicht. Wenn man sieht, wie Infantino jetzt mit der Situation in Katar umgeht, dann weiß man, dass diese Absichtserklärungen nicht ernst zu nehmen sind. Übrigens war die Vergabe der WM an Nord- und Mittelamerika Teil dieser Vergabe an Katar – denen wurden vorab enorme Summen an Medienrechten versprochen. Infantinos Vorgänger Sepp Blatter hat immer gesagt, die Fifa sei nicht korrupt. Damit hat er ja recht. Die vielleicht 400 Mitarbeiter, die die Fifa beschäftigt, sind nicht bestechlich, aber die Funktionäre, die von ihren Verbänden entsandt werden, die schon. Im Fifa-Kongress sitzen dieselben Leute, die früher im Exekutivkomitee saßen, bloß ein bisschen breiter aufgestellt. Klemm: Wer überträgt eigentlich die Fußball-WM ab Sonntag? Ist das wieder in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen? Sprich: Finanziere ich als GEZ-Zahler dieses Event mit? Ludewig: Einerseits produzieren ARD und ZDF kritische Dokumentationen über die WM, andererseits geben sie für die Übertragungsrechte über 200 Millionen Euro aus. Das ist so viel Geld, wie für vier Olympische Spiele zusammen. Meueler: In den Bundesligastadien gab es große Transparente und Ultra-Choreografien »Boykottiert die WM«. Es gibt Fußball-Kneipen, die erklärt haben, wir zeigen das nicht. Was macht nun das »nd«? Kern: Wir werden viel berichten. Das hat jetzt nicht die Sportredaktion alleine beschlossen, sondern mit Vertretern aller Ressorts diskutiert. Und ich als Interims-Sport-Chef habe aus zwei Gründen dafür gesprochen. Der erste ist eine Marketing-Entscheidung. Wenn man erklärt, wir boykottieren das, dann ist das vielleicht für ein, zwei Tage eine Nachricht, aufgrund derer vielleicht sogar Leute noch mal extra bei uns reinschauen. Aber danach ist vier Wochen WM, und alle, die doch was über die WM lesen wollen, finden es nicht bei uns. Und die, die etwas anderes lesen wollen, finden das wiederum auch bei allen anderen. Der zweite, viel wichtigere Grund, nicht zu boykottieren, ist: Wenn wir etwas kritisieren, dann müssen wir es auch glaubwürdig tun; dann müssen wir dranbleiben, müssen wir Leute von vor Ort berichten lassen. All unseren Autoren haben wir mitgegeben: Wir werden auch mal über ein Spiel berichten, aber bitte, Leute, schaut über den Sport hinaus. Wir wollen zur WM noch viel mehr, als wir es eh schon tun, über das Gesellschaftspolitische und das Sportpolitische berichten. Wir haben tolle Schreiber dafür: Ronny Blaschke, Frank Hellmann, Maik Rosner und Daniel Theweleit, was uns sehr freut. Das wird also keine normale WM-Berichterstattung wie sonst. Weil es eine andere WM ist. Und da ist ganz klar, dass wir auch anders darüber berichten. Klemm: Es gab auch Stimmen in der Redaktion, die sich dafür ausgesprochen haben, diese WM zu boykottieren. Es gab den Vorschlag, stattdessen über das, was auf den Bolzplätzen dieser Republik passiert, zu berichten. Fernab von Fifa-Millionen und klimatisierten WM-Stadien. Kern: Die Ultras wollen ihre eigenen Turniere ausrichten. Finde ich gut. Genauso, wenn sie das wahrmachen, was sie angekündigt haben, dass sie sich auch mal Spiele der Frauen-Bundesliga im Stadion anschauen. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Meueler: Es gibt noch ein weiteres Argument, warum das »nd« über die WM berichten sollte: Denn wenn man die ganze Zeit Bundesliga und Champions- und Europa-League mitmacht, kann man jetzt nicht einfach bei Katar sagen: Nein. Denn das ist nur die Konsequenz des bisherigen Kommerz-Fußballs. Klemm: Dazu können die beiden Kollegen aus dem Sportressort doch bestimmt etwas sagen. Ich meine, der Profifußball ist inzwischen so was von … Meueler: … hinüber … Klemm: … abgehoben und weit weg von der Realität, mit der die Menschen konfrontiert sind. Ein Transfer von Spieler X von Deutschland nach Spanien oder England für eine dreistellige Millionenablöse ist doch angesichts von Niedriglöhnen und Altersgrundsicherung schon lange nicht mehr vermittelbar. Kern: Alex, ist der Profifußball am Ende? Ist das Fass zum Überlaufen gebracht worden? Ludewig: Anscheinend noch nicht. (alle lachen) Denn sonst wäre ja schon etwas passiert. Es gibt immer einen Punkt, an dem sich die Wege trennen. Vielleicht ist für viele Katar ein Punkt, wo sie sagen: Nee – und das dann auch mitnehmen in den eigenen Konsum von Bundesligaspielen. Corona, das hattest du ja schon gesagt, Christian, war auch so ein Punkt. Klemm: Ja, das war mein Ausstieg. Ludewig: Die Folgen sind noch immer zu spüren. Dass der Profifußball weiterspielte, als alle anderen nicht spielen durften, ist die eine Seite. Das sind Wirtschaftsunternehmen. Die andere Seite sind die Spieler. In der Bundesliga verdienen die 1,5 Millionen Euro. Das ist der Durchschnitt. Es gibt auch welche, die verdienen 20 Millionen. Und das Maximum, was man diesen Spielern abringen konnte, war drei Monate Gehaltsverzicht, obwohl vier, fünf Bundesligaklubs kurz vor dem Kollabieren gestanden haben sollen. Das ist so verrückt. Man muss aber unterscheiden zwischen einer aktiven Fanszene aus der Ultrabewegung und den Konsumenten. Kern: Aber auch die Ultras sind dabei. Ludewig: Aber kritisch dabei. Für viele ist es wirklich Leidenschaft und Liebe. Die musst du erst mal von der Liebe trennen. (lacht) Die aktive Ultra-Szene hat für viele gute Sachen gesorgt, zum Beispiel dafür, dass der FC Bayern sich mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinandersetzen musste. Meueler: Wann habt ihr zum ersten Mal als Fußballzuschauer und Fans gemerkt, dass da etwas schiefläuft? Ludewig: Das hängt davon ab, in welcher Zeit man groß geworden ist. Viele Ältere sagen ja, Uwe Seeler war der letzte Gute, weil er nie den Verein gewechselt hat. Meueler: Eben. Schon in den 80ern wurden die Ablösesummen immer höher. Endgültig schwindlig wurde mir 2009, als Cristiano Ronaldo für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid gewechselt ist. Kern: Bei mir war es viel eher. Anfang der 90er, als Dynamo Dresden zum ersten Mal insolvent ging, total heruntergewirtschaftet vom Präsidenten Rolf-Jürgen Otto. Dresden bekam keine Lizenz mehr für den Profifußball und musste zu den Amateuren. Ich war noch ein Teenager und habe mich gefragt: Oh Gott, was passiert denn hier? Und dann hab ich begriffen: Da ist einfach viel Geld drin, und da sind ganz andere Interessen im Spiel. Ein normaler Fan sieht doch auf nur auf Tore und auf Ergebnisse und lässt sich davon unterhalten. Ich bin dann stattdessen auf Volleyball, Basketball oder Biathlon umgestiegen. Ludewig: Ich fand es erschreckend, dass Nationalspieler, die mitten in ihrer Karriere standen und wirklich gut waren, nach China oder sonst wohin wechselten, um noch mehr Geld zu verdienen, wie zum Beispiel der Belgier Axel Witsel 2017. Das ist so ein sportlicher Abstieg aus rein finanziellen Motiven, das kann ich überhaupt nicht verstehen. Profifußballer sind Sportler, sie wollen gewinnen. Aber dieser Schritt, der geht davon weg. Klemm: Ich weiß noch, wie der FC Bayern die halbe Liga leer gekauft hat, um die Konkurrenz zu schwächen. Die haben Mehmet Scholl, Michael Sternkopf und Oliver Kahn in den 90er Jahren vom Karlsruher SC geholt. Das hab ich ebenso wie das Sponsoring von Bayer und Volkswagen in Leverkusen und Wolfsburg ignoriert. Als es dann mit RB Leipzig losging, da ging mir langsam ein Licht auf. Dass ein Brausehersteller aus Österreich eine Fußballmannschaft startet, mit dem Ziel, auch international oben mitspielen zu wollen – das ist doch grotesk. Ludewig: Um das klarzustellen: Das Ziel von RB Leipzig ist nicht der internationale Wettbewerb, sondern das ist der Weg, um Red Bull zu vermarkten. Meueler: Jetzt Hand aufs Herz: Wer guckt von euch WM? Klemm: Ich nicht. Kern: Ich kann es clevererweise dienstlich begründen. Ich weiß, warum man es nicht gucken sollte. Aber am Ende sind es Sportler, die vielleicht nur einmal WM spielen, und denen nimmt man dann vielleicht die Plattform. Also ich gucke. Ludewig: Ich auch, sehr reduziert. In jüngeren Jahren, da hat man durchgeguckt nächtelang, jeden Tag, vier Wochen Olympia oder WM. So auf gar keinen Fall. Tatsächlich ist es auch beruflich bedingt. Ein bisschen Interesse habe ich ja auch immer noch an dem Sport an sich. Meueler: Ich werde darüber in der Zeitung lesen. Und im Fernsehen höchstens Stichproben vornehmen, aus politisch-wissenschaftlichem Interesse. Kern: Alles klar. Lesen Sie alle unsere Beiträge zur Fußball-WM in Katar unter: dasnd.de/katar
Es ist Sommer und nur der bescheidene Bundeskanzler Olaf Scholz macht alles richtig. Er macht nämlich Urlaub im eigenen Land, da kann er nichts falsch machen. Über die Moral und Moralisten dieses Sommers, hier eine Satire von Florian Schroeder. Von Florian Schroeder.
Klimaschutz, Veganismus, Gendergerechtigkeit: Was manche Menschen für moralisch geboten halten, lässt andere um ihre Freiheit fürchten. Für Jörg-Uwe Albig, Autor des Buches „Moralophobia“, ist diese „Wut auf das Gute“ ein Rückzugsgefecht.Jörg-Uwe Albig im Gespräch mit Christian Rabhanslwww.deutschlandfunkkultur.de, LesartDirekter Link zur Audiodatei
Erich Kästners Geschichte über Fabian, einen Moralisten, beginnt in Berlin. Dem Berlin der 20er Jahre. Ein Moloch der Moderne am Vorabend der Katastrophe. Nüchtern, unfassbar zynisch und erschreckend aktuell. Ein Buch das unter die Haut geht und eine Geschichte die bewegt. Eine Geschichte über den Saustall der Republik, eine Jugend im Vakuum und eine Perspektivlosigkeit die nicht anders beschrieben werden könnte als: “Wir werden nicht daran zugrunde gehen, dass einige Zeitgenossen besonders niederträchtig sind, und nicht daran, dass einigen von diesen und jenen mit einigen von denen identisch sind, die den Globus verwalten. Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde. Wir wollen, dass es sich ändert, aber wir wollen nicht, dass wir uns ändern. "Wozu sind die anderen da?", denkt jeder und wiegt sich im Schaukelstuhl.” - Erich Kästner Fan vom Literatursenf? Unsere Website: https://www.literatursenf.de/ (www.literatursenf.de) Folge uns auf https://www.instagram.com/literatursenf/ (Instagram)! Folge uns auf https://www.youtube.com/channel/UCBXVdl6w7sAUi0NK9nfxnGg (YouTube)! Folge uns auf https://www.facebook.com/literatursenf/ (Facebook)!
Inzwischen kann ich selbst auf viele Jahre der Arbeit mit Menschen im Rahmen der Psychotherapie und Psychoanalyse zurückblicken und sage heute aus eigenem Erleben, ja das ist vollkommen zutreffend, die Aufrichtigkeit ist die Grundlage für einen erfolgreichen Verlauf. Viele andere Antworten wären auf diese Frage möglich gewesen, wie z. B. Vertrauen, Wertschätzung, Respekt, Achtsamkeit, Empathie, Nachsicht, Verständnis, Großherzigkeit usw. Doch ist es diese eine Qualität, welche allen diesen genannten, sehr bedeutsamen Tugenden vorangeht, die Aufrichtigkeit mit welcher wir uns selbst und dem Anderen gegenübertreten. Ein feiner, aber auch bedeutender Unterschied zwischen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit lässt sich dadurch kennzeichnen, dass Ehrlichkeit sich vor allem darauf bezieht, anderen nicht die Unwahrheit zu sagen. Aufrichtigkeit impliziert hingegen die Wahrhaftigkeit dem eigenen Selbst gegenüber. Aufrichtigkeit bedingt insofern die Fähigkeit zu sich selbst, seinen eigenen Stärken, aber auch Schwächen zu stehen und dies jedem gegenüber zu vertreten. Eine sehr schöne Umschreibung der Aufrichtigkeit stammt von François VI. de La Rochefoucauld (1613–1680), einem politisch aktiven französischen Adligen und Moralisten des 17. Jahrhunderts, indem er sie als das Sich-Öffnen des Herzens bezeichnete.
(EP43) Über das Journaling, Digital Detox und das Leben im Hier und Jetzt. Es geht um die Wahrheit. Wie kannst du sie erfahren und ausdrücken? Was machst du mit der Angst vor dem Tod und dem Leben? Wieso lebst du in einer Vergangenheit? Oder existierst nur in der Zukunft? Wieso wollen wir jeden in gut und böse beurteilen — was man richtig oder falsch macht? Warum sind wir solche Moralisten? Wieso machen wir uns das Leben kompliziert und kann all das Leben nicht ein-fach sein? Ist es das nicht schon? War es das nicht schon immer? +++ UNTERSTÜTZE DIE ARBEIT MIT EINEM FREIWILLIGEN BETRAG: https://paypal.me/jonasshahin +++ Wenn du mehr stabilisierende Inhalte suchst, dann folge jetzt @kommklardigga auf Instagram. Kontaktiere mich persönlich und erzähle mir von deinen eigenen Erfahrungen zu dem Thema. Direkt via Instagram: www.instagram.com/kommklardigga Oder old school via Mail: kommklardigga@gmail.com Vielen Dank fürs Zuhören und wir hören uns nächsten Sonntag, wenn es wieder heißt: Komm Klar Digga. Mit viel Liebe vom Planeten Erde Jonas
Der deutsche Film – mutlos, träge, retromanisch, problembehaftet, totgefördert und kaputtgespart gleichermaßen, unterstützt von oft den falschen Leuten in Filmhochschulen, Fernsehredaktionen, Förderanstalten und Verbänden. Wer im System einmal drin ist, kann machen, was er will. Ich vermute, es wird selbst in den Kulturredaktionen deutscher TV-Kultursendungen niemanden geben, der sich wirklich auf einen neuen Film von Detlev Buck freut – wenngleich man ihm natürlich überall ein Forum bietet, da der Starregisseur auf einen Starschriftsteller zum Drehbuchautoren degradiert hat. Daniel Kehlmann hat offenbar seine künstlerischen Ansprüche für ein bisschen Kinoruhm über Bord geworfen. Peinlich ist das schon. Noch peinlicher ist das Resultat: Bucks Thomas-Mann-Verfilmung „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ ist grottenschlecht, voller Blödeleien und Schauspielern, die nur Knallchargen sein dürfen. Gut, Maria Furtwängler kann wirklich nicht besser. Wie kann es sein, dass ein solches Machwerk überhaupt gefördert wird? Was verspricht man sich davon? Nicht einmal wirtschaftlich ergibt das Sinn. Dabei könnte der Film auch ganz anders sein, und mitunter werden Träume wahr. Wenn etwa Dominik Graf einen neuen Film dreht. Auch er hat sich an eine Literaturverfilmung gewagt, an Erich Kästners „Fabian“. „Die Geschichte eines Moralisten“, wie der Untertitel heißt, wird bei Graf zum „Gang vor die Hunde“, denn das war der von Kästner präferierte Untertitel, den der Verlag verhinderte. Mit Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch und vielen weiteren großartigen Schauspielern glänzend besetzt, zeigt dieser Film das volle Leben und macht daraus pralles Kino. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse.
ich spiele den „Moralisten“ und habe eine große BITTE - die ich mit einem Augenzwinkern vortrage ;-)
Regisseur Dominik Graf hat Erich Kästners Roman "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" über einen Moralisten im Berlin der beginnenden 1930er Jahre verfilmt - mit deutlichen Verweisen auf die Gegenwart. Autoren: Markus Metz und Georg Seeßlen
Tom spielt in der Verfilmung „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner die Hauptrolle des eloquenten Fabians. Wer das Buch mal gelesen hat, erinnert sich vielleicht an den Untertitel „Die Geschichte eines Moralisten“ und das passt auch gut zum Film. Stets ist Fabian moralischen Verführungen ausgesetzt und muss sich entscheiden. Tom hat das Buch auch gelesen, warum ihn das für die Rolle aber nicht wirklich viel gebracht hat und welchen Unterschied er zum Buch besonders gut findet, erzählt er hier exklusiv in unserem FILM.TV-Podcast. Foto: Lupa Film, Hanno Lentz, DCM
Tom spielt in der Verfilmung „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner die Hauptrolle des eloquenten Fabians. Wer das Buch mal gelesen hat, erinnert sich vielleicht an den Untertitel „Die Geschichte eines Moralisten“ und das passt auch gut zum Film. Stets ist Fabian moralischen Verführungen ausgesetzt und muss sich entscheiden. Tom hat das Buch auch gelesen, warum ihn das für die Rolle aber nicht wirklich viel gebracht hat und welchen Unterschied er zum Buch besonders gut findet, erzählt er hier exklusiv in unserem FILM.TV-Podcast. Foto: Lupa Film, Hanno Lentz, DCM
Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit…sagt Fabian in dem Film „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf. Der Großstadtroman von Erich Kästner aus dem Jahr 1931 und die Neuverfilmung sind Thema unserer neuen Folge. Und damit ein Lieblingsbuch sowie ein Film, der das große Potential zu unserem Lieblingsfilm hat. Zu Gast ist zunächst der Literaturwissenschaftler Michael Bienert, mit dem wir über die verschiedenen Fassungen des Romans, über den Begriff des Moralisten sowie die Bedeutung der Erotik in Fabian sprechen. Dann verraten uns Produzent Felix von Böhm sowie Drehbuchschreiber Constantin Lieb, warum Fabian einer der schönsten Liebesfilme der letzten Jahre ist, wie die eindrucksvolle Anfangssequenz entstanden ist, warum Berlin auch mal durch Görlitz gedoubelt wird, was die Musik mit dem Film macht und vieles mehr. Und am Ende wollen wir nur noch ins Kino!
In der 40. Episode des Podcasts "der stoische Pirat" ist der bekannte Schweizer Journalist und Schriftsteller Guiseppe Gracia zu Gast. Gracia ist ein Kämpfer für die Freiheit, er will politisch nicht korrekten Spass haben und wird auch als „katholischer Hooligan“ bezeichnet. Am 1. Juli 2021 erschien sein neuntes Buch. Der Fantasy-Roman mit dem Titel "Der Tod ist ein Kommunist" ist eine satirische Auseinandersetzung mit der Pandemie, politischer Korrektheit, Moralapostel, Impfungen und andere aktuelle Themen.Gracia bewegt sich immer wieder auf dem Minenfeld der politisch korrekten Moralisten. Als Journalist sieht er es als seine Pflicht an, die Machthabenden kritisch zu hinterfragen. Als langjähriger Kommunikationschef des Bistums Chur sorgte er auch bei der katholischen Kirche - aus der er kürzlich ausgetreten ist - nicht selten für gewisse Emotionen. In einem Artikel auf der Webseite der schweizerischen katholischen Kirche wurde er dann auch "Hooligan" bezeichnet.Mit Giuseppe Gracia spreche ich über:- sein neues Buch "der Tod ist ein Kommunist";- seine mehrjährige Tätigkeit als Kolumnist bei der Schweizer Tageszeitung "Blick";- politische Korrektheit;- die Rolle der Medien als vierte Macht;- Toleranz;- gleichgeschlechtliche Ehe;- die katholische Kirche;- Papst Franziskus;- u.s.w.Kaufen Sie "Der Tod ist ein Kommunist" hierBesuchen Sie Giuseppe Gracia's Webpage:www.giuseppe-gracia.comGiuseppe Gracia's letzte Kolumne im Blick: Dankeschön zum AbschiedDas YouTube-Video der 40. Folge: Youtube: Giuseppe Gracia zu Gast beim stoischen PiratWenn Ihnen der Podcast "der stoische Pirat" gefällt, dann unterstützen Sie mich doch. Spendieren Sie mir ein oder mehrere Kaffees auf:https://www.buymeacoffee.com/stoicpirateBesuchen Sie auch meine Webpage. Dort finden Sie sämtliche Beiträge des stoischen Piraten, Transkript, weiterführende Links und Quellenangaben.www.muellermathias.ch
Nugget, Episode 1.242, 06.03.2021: Eine wunderbare Runde, die Christian Sprenger da wieder im #literaturradio360 versammelt hat - da wäre Isabella Müller-Reinhardt, die den Menschen im Trainer entdeckt. Oliver Wurm, Träger des Bundesverdienstkreuzes, findet viele Dinge im Grunde gut, und Tobias Kaufmann, Ex-Medienchef des 1. FC Köln, erzählt die Geschichte eines Moralisten.
Ein Auszug aus „Theorie und Geschichte: Eine Interpretation sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung“ von Ludwig von Mises, ursprünglich im Englischen erschienen im Jahre 1957. Die Originalüberschrift dieses Auszuges lautet in der deutschen Fassung von 2015: „Die Ablehnung des Kapitalismus durch den Antisäkularismus“. Das Buch zu dieser Episode jetzt bei amazon bestellen!
Ein Auszug aus „Theorie und Geschichte: Eine Interpretation sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung“ von Ludwig von Mises, ursprünglich im Englischen erschienen im Jahre 1957. Die Originalüberschrift dieses Auszuges lautet in der deutschen Fassung von 2015: „Die Ablehnung des Kapitalismus durch den Antisäkularismus“.
•SciFi• Computer und KI gehören längst zu unserem Alltag. Roboter erforschen die Mondoberfläche, werden Pflegekräfte und produzieren Kunst. Und wenn die Roboter auch Moralisten werden? // Von Arthur Sellings / Aus dem Englischen von Hans-Ulrich Niehau / Bearbeitung: Ernst Günther / Regie: Hans Gerd Krogmann / WDR 1968 / www.wdr.de/k/hoerspiel-newsletter
Zwei Theaterstücke machten Friedrich Dürrenmatt berühmt: Die Tragikomödie "Der Besuch der alten Dame" und die Parabel "Die Physiker". Sich selbst sah er als einen "Moralisten aus Nihilismus".
Max Goldt pries kürzlich in einem Interview all jene Zuhörer seiner Lesungen, die "konzentriert zuhören und anschließend fest und lang applaudieren." Sein neues Hörbuch wird viel von diesem Applaus bekommen, ist unser Rezensent Georg Gruber sicher. Von Georg Gruber www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei
Parallelen zwischen 1914 und 2020 – bis Weihnachten ist der Krieg vorbei | Moralisten sind Pflanzenfresser: Europa ohne Rettungsring auf hoher See: | Die Post-Krisen-Träume der Gutmenschen: Was wäre langweiliger als eine gerechte Welt?
Der habilitierte Historiker und langjährige FAZ-Redakteur Dr. Eberhard Straub referierte auf Einladung der Marburger Burschenschaft Germania zu einem Thema, das angesichts der Ausfälle von Peter Tauber, Katrin Göring-Eckardt und der generellen Instrumentalisierung des Mordes an Walter Lübcke aktueller kaum sein könnte: die »Tyrannei der Werte« und die Herrschaft der Moralisten. Shownotes: Informationen zur Person: https://www.jungeuropa.de/cat/index/sCategory/43 Das Buch »Zur Tyrannei der Werte«: https://www.jungeuropa.de/detail/index/sArticle/185/sCategory/37 Gespräch mit Benedikt Kaiser: http://podcast.jungeuropa.de/von-rechts-gelesen-sendung-07-im-gespraech-mit-benedikt-kaiser/ Lesereise des Verlags: http://podcast.jungeuropa.de/lesereise-mit-eberhard-straub/
Der Streit um Ruben Östlunds The Square und inwiefern er reaktionär ist, begann schon vor der Palmenvergabe. Ein Gespräch über Humanisten, Misanthropen, schöne Filme, falsche Poetiken, Fatih Akin, Sergei Loznitsa und persönliche Höhepunkte.
Irmgard Lumpini, Mirko Glaser und Herr Falschgold empfehlen Bücher für unter den Gabentisch und auf den Weihnachtsbaum. In diesem Take: Jonathan Franzen - Purity - Unschuld http://www.amazon.de/Purity-Jonathan-Franzen/dp/0007532768/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1449756377&sr=1-1&keywords=purity http://www.amazon.de/Unschuld-Jonathan-Franzen/dp/3498021370/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1449756312&sr=1-1&keywords=purity Gillian Flynn - Dark Places - Gefährliche Erinnerung: Thriller https://www.amazon.de/dp/3596173981/ref=cm_sw_r_awd_tehzwbY40EFTG Erich Kästner - http://www.amazon.de/Fabian-Die-Geschichte-eines-Moralisten/dp/3423110066/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449756641&sr=8-1&keywords=erich+k%C3%A4stner+fabian Jon Ronson - So You’ve Been Publicly Shamed http://www.amazon.de/So-Youve-Been-Publicly-Shamed/dp/1447229797/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449500586&sr=8-1&keywords=So+You%E2%80%99ve+Been+Publicly+Shamed Peter Richter - 89/90 http://www.amazon.de/89-90-Roman-Peter-Richter/dp/3630874622/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449500681&sr=8-1&keywords=peter+richter+89+90 “the life-changing magic of tidying up” Marie Kondo http://www.amazon.de/Life-Changing-Magic-Tidying-effective-clutter/dp/0091955106/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449500255&sr=8-1&keywords=the+life-changing+magic+of+tidying+up http://www.amazon.de/Magic-Cleaning-richtiges-Aufr%C3%A4umen-ver%C3%A4ndert/dp/3499624818/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1449500255&sr=8-3&keywords=the+life-changing+magic+of+tidying+up Neil Gaiman - American Gods: Roman https://www.amazon.de/dp/3847905872/ref=cm_sw_r_awd_efhzwb1P831J1 Arto Paasilinna - Der wunderbare Massenselbstmord: Roman http://www.amazon.de/gp/product/3404170709?ref_=cm_sw_r_awd_vBlzwbG7XQZKJ Robert Galbraith - Career of Evil http://www.amazon.de/Career-Evil-Cormoran-Strike-03/dp/0751563587/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449500728&sr=8-1&keywords=Robert+Galbraith Laura Lippman - Hush Hush http://www.amazon.de/gp/offer-listing/B00VSBUJ7Y/ref=dp_olp_new?ie=UTF8&condition=new
Ich lasse mich nicht impfen, betrunkener Pilot auf Leitung 1, Schnoddernasen und juckende Nippel, keine Blowjobs für DJs, doch kein Sonntagsspiel, Hungern für die Hungrigen, schöne Grüsse an alle Moralisten und an Andy Möller.
Ich lasse mich nicht impfen, betrunkener Pilot auf Leitung 1, Schnoddernasen und juckende Nippel, keine Blowjobs für DJs, doch kein Sonntagsspiel, Hungern für die Hungrigen, schöne Grüsse an alle Moralisten und an Andy Möller.