Quotenmeter.FM informiert und unterhält über aktuelle Themen aus dem Fernsehen, Kino oder Radio. Ob neue Serie, abgesetzte Show, erfolgreicher Trend oder spannender Film - das Quotenmeter-Team diskutiert immer zum Wochenende in lockerer Atmosphäre die wichtigen Themen aus der TV-Branche. Dazu gibt e…

Viele bekannte Synchron-Sprecherinnen und Sprecher, die normalerweise auch in Netflix-Produktionen zu hören sind, stehen derzeit nicht im Tonstudio, so die Einschätzung von Anna-Sophia Lumpe vom Verband Deutscher Sprecher:innen (VDS). Die Sprecherinnen und Sprecher nutzen diese Verweigerung vor allem auch als Protestsymbol, das sich gegen eine neue Klausel zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz richtet. Netflix fordert darin die Zustimmung, Sprachaufnahmen für das Training entsprechender Systeme nutzen zu dürfen – ohne dafür zu zahlen und ohne den Betroffenen eine Wahl zu lassen. Denn wer die neuen Vertragsmodalitäten nicht unterzeichnen will, bekommt keine Alternativ-Option und kann folglich auch nicht für den Streamer arbeiten. Aus Sicht der Synchron-Schauspieler und Schauspielerinnen bergen die neuen KI-Kontrakte nicht nur aufgrund der Vergütung Brisanz, sondern auch, weil sie nicht genau wissen, was mit ihrem Stimm-Material zukünftig genau im KI-System gemacht wird, sprich wozu es verwendet, wohin es entwickelt wird. Wehren können sich die fraglichen Protagonisten bei einmal gegebener Zustimmung nur schwer, weil sie gleich eine Rechteabtretung an der eigenen Stimme für 50 Jahre beinhaltet. Bei vielen im Verband klingt daher die Befürchtung mit durch, ob kurz oder lang unkalkulierbarer Weise an der Abschaffung des eigenen Arbeitsplatzes mitzuwirken, perspektivisch mit dem eigenen Material also synthetisch generierte KI-Stimmen und Deepfakes auszubilden, die sie irgendwann ersetzen könnten - Sie sehen die gesamte Synchronisationskultur in Gefahr. Zwar betont Netflix aktuell, dies nicht tun zu wollen, klar geregelt sind die fraglichen Aspekte in den neuen KI-Klauseln allerdings nicht – die Sprecherinnen und Sprecher hätten nach jetzigem Stand aufgrund der fehlenden dezidierten Leitplanken folglich wenig Handhabe, wenn dies dennoch passieren sollte.

Anfang Oktober 2025 veröffentlichte die Deutsche Bahn die Mockumentary-Miniserie «Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug.», in der Anke Engelke gemeinsam mit weiteren Darstellerinnen und Darstellern den Alltag auf deutschen Gleisen satirisch aufarbeitete. Die Produktion der bildundtonfabrik-Tochter WTF GmbH ging viral, die begleitende Marketingkampagne wurde als Erfolg gewertet. Allerdings geriet die Imagekampagne wenig später in einen anderen Kontext: Nach der Streichung von Familienreservierungen wurde sie in der politischen Debatte instrumentalisiert. Im Februar 2026 folgte ein weiterer Einschnitt, als ein Zugbegleiter bei einer Fahrscheinkontrolle tödlich angegriffen wurde. In der öffentlichen Diskussion tauchte in diesem Zusammenhang auch die Frage auf, ob eine sieben Millionen Euro teure Imageproduktion angesichts struktureller Probleme das richtige Signal gewesen sei. Die Deutsche Bahn sagte eine ursprünglich geplante zweite Staffel schließlich ab. Zusätzlich kursierten Berichte, wonach das Projekt zunächst bei RTL entwickelt worden sei, ehe es beim ZDF-Umfeld landete – was intern für Irritationen gesorgt haben soll. Auch das ZDF selbst geriet unter Druck: Das «heute journal» sendete einen Beitrag, in den ein künstlich erzeugtes Video eingebunden war. Nach Kritik wurde das Material aus der Mediathek entfernt, zunächst jedoch ohne transparente Einordnung des Fehlers. Erst am darauffolgenden Dienstagabend entschuldigte sich die Redaktion öffentlich beim Publikum. Mario Thunert und Fabian Riedner diskutieren in ihrem Podcast die Hintergründe, mögliche redaktionelle Versäumnisse und die Frage, welche Konsequenzen solche Vorfälle für Glaubwürdigkeit und Qualitätskontrolle haben können.

Kurz vor dem Finale beim American Football blickte RTL auf das eigentliche Highlight des Tages: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus». Der Musiker Gil Ofarim, seines Zeichens auch Musicaldarsteller und Schauspieler, gewann das Dschungelcamp gegen die Reality-TV-Teilnehmer Samira Yavuz und Hubert Fella. Das löste bei zahlreichen Medienschaffenden Entsetzen aus. Ofarim wurde als prominentes Gesicht für das australische Dschungelcamp verpflichtet, nachdem er eine Person einer Falschbeschuldigung bezichtigt hatte. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft Leipzig ein Verfahren ein, in dessen Folge Ofarim selbst angeklagt wurde. Das Verfahren wurde ohne Verurteilung oder Freispruch gegen Auflagen eingestellt. Der Fall spaltete die Öffentlichkeit, denn hier stand auch eine politische Dimension im Mittelpunkt. Im Quotenmeter-Podcast reden Mario Thunert und Fabian Riedner über die 19. Staffel von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus». Die beiden gehen in die Tiefe und analysieren die Moderation von Sonja Zietlow und Jan Köppen. Außerdem schauen sich Thunert und Riedner das Narrativ an, das RTL aufgebaut haben könnte.

In der aktuellen Ausgabe von Quotenmeter.FM diskutieren Mario Thunert und Fabian Riedner über «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». Ebenfalls thematisiert wird «Die Stefan Raab Show», die dienstags, mittwochs und donnerstags am späten Abend ausgestrahlt wird und inhaltlich ebenfalls Bezüge zum Dschungelcamp herstellt. Kritisch eingeordnet wurde dabei unter anderem ein Voice-over von Manfred Winkens mit Bezug auf Gil Ofarim, das ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag als unpassend wahrgenommen wurde. Nach der Ausstrahlung griffen auch andere Medien wie „Der Spiegel“ das Thema auf. Ausschlaggebend für die breitere Debatte war jedoch ein Bericht der „Jüdische Allgemeine“. Dabei ging es nicht nur um den Umgang mit Ofarims Hotel-Video, sondern auch um problematische Aussagen über seine Familie – etwa die Behauptung eines angeblichen „Betrüger-Gens“, das er von einem Onkel namens Samuel geerbt habe, den es nachweislich nicht gibt. Darüber hinaus sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner im Podcast über Rowan Atkinson. Der «Mr Bean»-Darsteller hatte zunächst mit der Netflix-Miniserie «Man vs. Bee» ein Comeback versucht, ehe an Weihnachten 2025 der vierteilige Nachfolger «Man vs. Baby» veröffentlicht wurde. Weder Atkinson noch Autor William Davies konnten mit dem Projekt überzeugen, das ursprünglich als Film konzipiert war.

«Thunerts Thema»: Düstere Zeiten für Late-Night – Warum kuschen US-Konzerne vor Trump? Zugeschaltet zu diesem Thema ist Philipp Alvares aus San Francisco – er ist Silicon Valley-Korrespondent beim Handelsblatt. In einer weiteren Folge von «Thunerts Thema» wagt Quotenmeter nochmal einen Blick nach Amerika. Dort stehen viele Medienunternehmen unter dem Beschuss der Donald-Trump-Administration. Besonders hart traf es die Late-Night-Branche, die sich regelmäßig kritisch mit dem Vorgehen des umstrittenen US-Präsidenten auseinandersetzt und damit seinen Zorn auf sich zieht. Hosts wie Jimmy Kimmel und Stephen Colbert gerierten in diesem Zusammenhang zu wahren Feindbildern des Regierungsführers. Geführt hat dieser Konflikt sogar zur kurzzeitigen Aussetzung der ABC-Show sowie zur gänzlichen Einstellung von Colberts CBS-Sendung im Mai 2026. Medienbeobachter, Wirtschaftsjournalisten wie Politik-Experten sehen gerade im letztgenannten Fall ein Entgegenkommen an Trump, um die Übernahme des CBS-Mutterkonzerns Paramount durch Skydance zu sichern. Auch Podcast-Gast Philipp Alvares de Souza Soares vom "Handelsblatt" hat in seinem Kommentar-Artikel „Causa Jimmy Kimmel – In Amerikas Konzernen entscheiden Feiglinge“ herausgestellt, dass viele Medien- und Tech-Manager vor Trump einknicken, ja ihm gar mit vorauseilendem Gehorsam begegnen. Laut dem Silicon Valley-Journalisten habe in den USA eine klare Verschiebung etlicher Unternehmensphilosophien stattgefunden, die es vorher so nicht gab. Mit Mario Thunert diskutiert über mögliche Gründe und über mögliche Folgen für Medien, Wirtschaft und Kultur.

Sonja Zietlow und Jan Köppen sind seit 23. Januar 2026 wieder mit «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» bei RTL vertreten. Am Sonntag, den 8. Februar 2026, wird im Vorfeld des Superbowls der König des Dschungels gewählt. In diesem Jahr brachte sich unter anderem Reality-Star Ariel Hedinger ins Gespräch, die mit ihrem Ex-Partner schon bei «Prominent getrennt» war. In der neuen Staffel ist auch Gil Ofarim ein Teilnehmer, dessen Aktion vor dem Leipziger Hotel auch scharf von anderen Kandidaten kritisiert wurde. Allerdings behauptete der Sänger in der Sendung, er dürfe nichts zum öffentlichen Prozess sagen. Das stieß zum Beispiel Ariel negativ auf, die sich selbst im Camp als moralische Instanz sieht. Auf der anderen Seite kann sie bei den Dschungelprüfungen nicht überzeugen und liefert nur leere Mägen ab. Mario Thunert und Fabian Riedner reden auch über «Die Stefan Raab Show», die mehrfach die Woche gesendet wird. In der Premierenausgabe unterlief der Redaktion ein Fauxpas, weil man den Antisemitismus-Vorfall von Gil Ofarim neu vertonte und in die Lächerlichkeit zog. Das ist allerdings am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geschmacklos. Das hier kein Shitstorm ausgebrochen ist, könnte daran liegen, dass Raab trotz Dschungel-Vorlauf schlichtweg irrelevant ist.

Das ZDF nutzte die vierte Kalenderwoche, um einen namhaften Neuzugang zu präsentieren: Die „Tokio Hotel“-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz werden die frühere Erfolgsshow «Wetten, dass..?» im ZDF übernehmen. Die erste Ausgabe ist für Samstag, den 5. Dezember 2026, um 20.15 Uhr terminiert. Die Show kommt aus Halle (Saale) und soll ein Millionenpublikum erreichen. Doch die Quotenmeter-Redakteure Mario Thunert und Fabian Riedner sehen das Unterfangen kritisch. Das liegt vor allem daran, dass die Kaulitz-Brüder im klassischen Fernsehen bislang nicht für Quotenrekorde verantwortlich waren. So fordern die beiden unter anderem, dass «Wetten, dass..?» inhaltlich grundlegend umgebaut werden müsse. Diese Notwendigkeit hatte man bereits vor drei Jahrzehnten erkannt, als Thomas Gottschalk die Moderation von Frank Elstner übernahm. Außerdem sprechen Thunert und Riedner über den «Eurovision Song Contest», dessen Vorentscheid im Ersten um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Beim Thema Musik macht Quotenmeter.FM auch nicht bei MTV Halt. Der frühere Musikkanal, der sich inzwischen eher als Jugendsender versteht, hat sich zum Jahreswechsel weltweit von Musikclips verabschiedet. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist das Programm ohne diese Clipshows jedoch kaum abwechslungsreicher, denn im Tagesprogramm laufen dort ohnehin nur zwei Formate.

Zwischen Weihnachten und dem 8. Januar strahlten Das Erste, der WDR und der BR die neue bildundtonfabrik-Comedy «Eine halbe Stunde ist viel Zeit» aus. Im Mittelpunkt steht Anke Engelke als Weddingplanerin Mareike Berger, die auf einer völlig verkorksten Hochzeit auf ihren Ex-Freund Miller (Michael Ostrowski) trifft. Der halbstündige Spielfilm kommt nicht an die frühere bildundtonfabrik-Produktion «Kurzschluss» heran, die von Claudius Pläging geschrieben wurde. Das Erste sendete die Spielfilme in den Jahren 2022 bis 2024 jeweils einen Tag vor Silvester. Darin wurden die Bürgermeisterin Bettina Maurer und der Geschäftsmann Martin Hofmann in ausweglose Situationen eingeschlossen. Dieses Kammerspiel sorgte für zahlreiche witzige Momente. Außerdem beschäftigen sich Mario Thunert und Fabian Riedner mit der Entlassungswelle bei RTL. Die Entscheidung, Formate wie «Gala», «Prominent» und «#VOXStimme» zu streichen, ist nachvollziehbar, da die Sendungen keinen eigenen Einschaltimpuls gaben. Allerdings wird auch das bisherige RTL-Frühstücksfernsehen geopfert, weil die Mediengruppe mit ntv bereits ein weiteres Morgenprogramm anbietet.

In der ersten Folge von «Thunerts Thema» im neuen Jahr machen wir einen Ausflug nach Skandinavien. Drehen soll sich heute nämlich alles um den Medienmogul Jan Stenbeck, dessen kontroverses Wirken seit Kurzem in der Mini-Serie «Stenbeck» im ZDF-Streamingportal und bei Neo zu sehen ist. Geschrieben wurde das Script übrigens auf Basis der Stenbeck-Biografie von Per Andersson, deren Verleger Svante Weyler aus Stockholm im Podcast zugeschaltet war. Ausgewählt wurde die Thematik, weil Stenbecks Vorgehen große Konsequenzen für die TV-Landschaft in Schweden hatte. Dort revolutionierte er zunächst den Mobilfunk und dann das Fernsehen. 1987 gründete er folglich Schwedens ersten werbefinanzierten Privatsender, der die hiesige Medienbranche nachhaltig veränderte. Der exzentrische Unternehmensleiter zeichnete sich dabei auch durch ungewöhnliche Strategien und Technologien aus – Svante Weyler begreift ihn als „Creative Disrupter“. Letztlich macht die Serie die gravierenden Umbrüche nicht optimal fühlbar und lässt sich an einigen Stellen zu wenig Zeit, um die Transformationen im Äußeren abzubilden. Im Endeffekt hätte sie erzählerisch also eine noch stärkere suggestive Kraft entfalten können und bekommt hier nur ausbaufähige 6,5 von 10 Punkten. Dennoch ist sie vom Ablauf nachvollziehbar strukturiert und damit für Medien- und TV-Beobachter interessant. Auch der starke Hauptdarsteller Jakob Oftebro täuscht über so manche Schwäche hinweg und transportiert den Senderchef überzeugend.

Warner Bros. Discovery steht offenbar vor einem Verkauf: Entweder wandert die erfolgreiche Filmsparte inklusive HBO und Streamingdienst zu Netflix oder Paramount Skydance übernimmt das Medienunternehmen. Im Raum steht dabei die bislang höchste Übernahmesumme eines Medienkonzerns – rund 80 Milliarden US-Dollar. Im ersten Teil des Podcasts diskutieren Denis K. Lennepe und Fabian Riedner, ob und in welcher Form sich Skydance und Netflix eine solche Verschmelzung regulatorisch überhaupt erlauben könnten. Einen ersten Oscar-Kandidaten sieht Denis im Spielfilm «One Battle After Another» von Paul Thomas Anderson. In der Hauptrolle ist Leonardo DiCaprio zu sehen, neben Sean Penn, Benicio del Toro und Regina Hall. Der Film spielte weltweit knapp über 200 Millionen US-Dollar ein. Auch «Der Elternabend», international unter dem Titel «Armand» bekannt, steht im Fokus. Der Film ist Teil der norwegischen Oscar-Einreichung und schaffte es auf die Shortlist. Einen ausführlichen Blick werfen die beiden außerdem auf «September 5», der bei den vergangenen Oscars sogar für das beste Drehbuch nominiert war. Hinter dem international besetzten Projekt steht Constantin Film. Der rund 90-minütige Thriller beleuchtet die Arbeit des US-Senders ABC während der Olympischen Spiele in München und zeichnet das Versagen der deutschen Polizei während des Attentats akribisch nach.

Das zurückliegende Jahr stand im Zeichen der Bundestagswahl. Friedrich Merz (CDU) konnte sich gegen seinen Herausforderer, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), durchsetzen. Im Ersten schalteten Anfang Februar über acht Millionen Menschen das Duell ein, das zweite große Aufeinandertreffen – inklusive Alice Weidel von der AfD – verfolgten bei RTL rund sieben Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Ebenfalls interessant waren die Verkaufsvorbereitungen von Warner Bros. Discovery. Die Filmsparte Warner Bros. Pictures lieferte bereits vor drei Jahren mit «Barbie», «Meg 2» und «The Nun II» ab. Im Jahr 2024 spielten «Dune: Part Two», «Godzilla x Kong: The New Empire» und «Twisters» hohe Erlöse ein. «A Minecraft Movie», «Final Destination: Bloodlines» und «Superman» galten 2025 als Kassenschlager, weshalb ein Verkauf des Unternehmens aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll erscheinen könnte. Nie zuvor lief es bei Warner Bros. besser. Unterdessen sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner auch über die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Vorbereitungsturnier, die FIFA Klub-WM im Sommer 2025, offenbarte dabei extreme Schwächen: In vielen Städten war es zum Spielen viel zu heiß, aufgrund von Unwetterwarnungen mussten Partien lange unterbrochen werden, und die Zuschauerzahlen blieben mehr als unbefriedigend. Dennoch zieht die FIFA bislang keine Konsequenzen – schließlich gilt bei Gianni Infantino offenbar weiterhin: The Show Must Go On.

Noch vor wenigen Jahren glich Silvester einer Wüstenlandschaft: Mit Ausnahme des ZDF wurden keine Live-Shows gesendet. Doch in diesem Jahr eröffnen Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner das neue Jahr in der Hansestadt Hamburg, weil der Berliner Senat die Silvestersause vor dem Brandenburger Tor nicht mehr bezuschussen wollte. In dieser Sendung fragt Julian Schlichting auch, ob es sinnvoll sei, dass Das Erste den «Silvester-Schlagerbooom» zeitgleich sende. Fabian Riedner antwortet selbstverständlich mit einem Ja – schließlich müssten die Rundfunkgebühren auch ordentlich ausgegeben werden. Das führt auch dazu, dass sich der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit einer sechsminütigen Sondersendung live aus Köln meldet. Im Anschluss folgt die Show «100 Silvester-Kracher – Die Countdown-Show 2025». Musik darf am letzten Abend des Jahres natürlich nicht fehlen: Während RTL den gesamten Tag über «Die ultimative Chartshow» sendet, setzt VOX zwischen 08.30 und 20.15 Uhr auf die Musik-Doku «100 Songs, die die Welt bewegten». Bei ProSieben gibt es die zwei finalen «Harry Potter»-Teile, während RTL um Mitternacht noch eine weitere Jahreswechsel-Sendung aus der Hauptstadt präsentiert.

Kurz vor Weihnachten gibt es die letzte Ausgabe «Thunerts Thema» in diesem Jahr. Nachdem zuletzt politische Kontroversen diskutiert wurden, soll in dieser Folge eine positivere Thematik abgedeckt werden. Denn zum Jahresende bietet es sich an, zurückzublicken – und zwar auf die Karriere einer der bekanntesten Sportmoderatorinnen im Deutschen Fernsehen: Ulrike von der Groeben. Gesprochen hat sie mit Mario Thunert über ihre Haltung zu Quoten, Abschieden, Newsbubles auf Social Media und Fußball-Übersättigung. Die Zeitspanne reichte von ihren Anfängen 1985 beim Radio in Luxemburg bis zu ihrem emotionalen Ende 2024 – ein Abschnitt, den das «RTL Aktuell»-Gesicht auch in seinem Buch „Freiheit beginnt jetzt!“ behandelt hat. Doch von der Groeben ist entfernt davon, alles zu romantisieren: In bemerkenswert offener Weise differenziert sie nicht nur ihre tägliche Arbeit als Journalistin (vor allem auch hinter der Kamera), sondern auch negative Entwicklungen in der Nachrichtenbranche mit Schnelllebigkeit, Fake-News, Boulevardisierung und KI-Gefahren, die ihr zu schaffen machten. Interessant sind aber auch Von der Groebens anekdotische Erzählungen zu ihrem RTL-Volontariat, das mehr von Machen geprägt war – weit weg von Sprech- und Kamera-Training. Zudem hat auch ihre Durchsetzung in der Männerdomäne eine Rolle gespielt, die sie selbst erst gar nicht wahrgenommen hat – inklusive Abwerbungsversuche von Sat.1-Sportchef Reinhold Beckmann.

Alle Jahre wieder kommt «Kevin – Allein zu Haus» bei Sat.1. Die Fernsehstation fährt mit dem Weihnachtsklassiker mit Macaulay Culkin jährlich Top-Einschaltquoten ein – und auch in diesem Jahr könnte der Spielfilm aus dem Jahr 1990 wieder die Quotencharts dominieren. Allerdings hat auch RTL ein heißes Eisen im Feuer und schnappte sich alle drei «Sisi»-Filme, die an Heiligabend zwischen 20.15 und 02.05 Uhr ausgestrahlt werden. Unterdessen beklagt Fabian Riedner im Gespräch mit Julian Schlichting, dass ProSieben lediglich am 23. Dezember mit zwei «Die Simpsons»-Episoden das heilige Fest feiert. Am 24. Dezember setzt ProSieben ab 12.05 Uhr allen Ernstes auf knapp drei Stunden «Schlag den Star» zwischen Sylvie Meis und Riccardo Simonetti. Julian Schlichting hebt als Tipp unter anderem den «Bares für Rares»-Weihnachtsabend hervor. Für den ersten Weihnachtsfeiertag empfiehlt Julian Schlichting die zweite Staffel von «Neue Geschichten vom Pumuckl», die zwischen 16.45 und 18.45 Uhr gesendet wird. Im Vorfeld wiederholt RTL ab 10.55 Uhr noch einmal die drei «Sisi»-Spielfilme. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fällt natürlich der Blick auf «Das Traumschiff», das in Bora Bora Halt macht. Allerdings hat auch Sat.1 mit «Der Super Mario Bros. Film» ein echtes Highlight im Angebot.

„Die Umsetzung läuft bereits - Handeln Sie JETZT“, „Die Falle schnappt zu!“ „Wer jetzt nicht handelt, verliert alles“, „Ihr Vermögen ist in akuter Gefahr“. „Dies ist kein Zufall. Dies ist ein systematischer Angriff auf Ihre finanzielle Freiheit - Ein perfekt orchestrierter Vermögens-Reset.“ Mit diesen Schlagworten schwurbelt Dominik Kettner auf seinem YouTube-Kanal Kettner Edelmetalle um sich und bestückt seine alarmierenden Videos. Wie einige Journalisten inzwischen herausgearbeitet haben, handelt es sich bei Kettner demzufolge nicht einfach um einen schnöden Goldhändler, sondern vielmehr um einen sogenannten Crashpropheten, Verschwörungstheoretiker und Panikmacher, der dazu auch noch Anflüge eines rechtspopulistischen Politik-Influencers aufweist. Sein Vorgehen: Untergangsszenarien dazu benutzen, seinen Followern Goldpakete aufzuschwatzen, die angeblich im Krisenfall der einzige Ausweg seien. Bohlen wird in diesem Kontext Teil des dystopischen System-Crash-Narrativs mit massenhaften Enteignungen. Dass dies kein einmaliger Zufall gewesen ist, in den der Musikproduzent hineingeraten ist, legen weitere Webinare mit ihm und Live-Talks mit ihm in großen Arenen nahe, die abgehalten wurden bzw. geplant waren. Die Frage, die sich stellt: Hat sich Dieter Bohlen fahrlässiger bzw. fatalistischer Weise instrumentalisieren lassen? Oder ist er unmittelbar beteiligt an Kettners Einnahmen und Geschäftsmodell? Im Podcast gesprochen hat Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert darüber mit Spiegel-Autor Arno Frank.

Nach fünf Jahren und fünf Staffeln hatte Sat.1 die Serie «Der letzte Bulle» eigentlich beerdigt. Doch in diesem Jahr wurde eine Fortsetzung rund um Michael „Mick“ Brisgau gedreht, die zunächst bei Prime Video startete, während die lineare Ausstrahlung bei Sat.1 läuft. Die bisherigen Zuschauerzahlen sind vielversprechend – einer zweiten Staffel steht somit kaum noch etwas im Wege. Mario Thunert hat sich die ersten drei Folgen der achtteiligen Staffel angeschaut. Darin sitzt Mick nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel fest, kann sich jedoch nach elf Jahren retten. Zurück in Essen wird er allerdings als Hauptverdächtiger einer Tat angesehen. Gemeinsam mit seinem alten Freund Andreas will er seine Unschuld beweisen. Unterdessen möchte Fabian Riedner den Zuhörerinnen und Zuhörern dringend noch «The Studio» ans Herz legen. Die Mediensatire ist das bislang beste Werk von Seth Rogen, der zu den ausführenden Produzenten und Autoren gehört. In den ersten zehn Episoden persifliert das Team um Studioboss Matt Remick das US-Studiosystem. Aufgrund des großen Erfolgs und der zwölf Emmys wurde das Format bereits verlängert.

Zu einer kurzfristigen Umstellung sieht sich «Thunerts Thema» in dieser Woche gezwungen: Denn im Zentrum der aktuellen Folge stehen die beiden Tech- und Medien-Unternehmer Larry und David Ellison. Vor allem Sohn David bekundete mit seinem neuen Big-Player Paramount/Skydance ein ernsthaftes Interesse an Warner Bros. Discovery, das zum Aufzeichnungszeitpunkt des Podcasts noch aktuell, nun aber durch die Netflix-Übernahme (voraussichtlich) zunichte gemacht wurde. Die mit Standard-Journalistin Hannah Krause diskutierten Aspekte tragen dennoch weiter Relevanz und Brisanz in sich: Schließlich hält David Ellison nicht nur eines der einflussreichsten Produktionshäuser Amerikas, sondern auch die Nachrichtenredaktion von CBS in seinen Händen, welche er kürzlich mit Bari Weiss neu besetzen ließ. Auch ein künftiges Interesse am ausgegliederten Discovery-Konzern inklusive CNN scheint nicht undenkbar. Zudem kämpft der Paramount-Chef mit einem feindlichen Angebot trotzdem weiter um Warner Bros. Zusammen mit seinem Vater, dem Trump-nahen Oracle-Gründer Larry Ellison, besitzt Paramount-Boss David jedenfalls auch so schon bemerkenswert umfangreiche Kontrolle über signifikante Nachrichtenkanäle, die erst vor einigen Wochen in der Einverleibung der amerikanischen TikTok-Algorithmen durch Oracle mündete. Logischer Weise entstehen daraus Überlegungen, welche Interessen die Ellisons damit verfolgen könnten, und: Ob sie eine politische Agenda haben, die sie narrativieren wollen. Eine potenzielle Beeinflussung von Meinungsmacht ist in diesem Kontext nicht nur in Bezug auf Trump-Populismus interessant, sondern auch im Kontext Larrys Israel-Beziehung.

Die im Januar 1974 in Köln geborene Schauspielerin und Komikerin Annette Frier spielte vor über 25 Jahren vor einem Millionenpublikum in «Switch», ehe sie zur «Wochenshow» in Sat.1 wechselte. Im Anschluss bekam Frier zahlreiche Gastauftritte in «Schillerstraße», ehe die erfolgreiche Serie «Danni Lowinski» folgte. Schon während «Hotel Heidelberg», «Kroymann» und «Ella Schön» war die Schauspielerin unter anderem in «Merz gegen Merz» zu sehen. Jetzt hat Sat.1 eine neue Serie mit Frier beauftragt, die seit Mitte Oktober beim hauseigenen Streamingdienst Joyn verfügbar ist. Außerdem werden die neuen Geschichten montags ab 22.15 Uhr ausgestrahlt. Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich die acht Folgen von «Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage» angesehen. In dieser fiktiven Version spielt sich Annette Frier selbst – als Alter Ego mitsamt Schwester (Carolin Frier), Tochter, zukünftigen Ex-Mann und kranker Mutter. Was zunächst wie eine angestaubte Serie wirkt, entwickelt sich im Verlauf der Episoden zu einem überzeugenden Format. Allerdings sind sich sowohl Riedner als auch Thunert sicher, dass das neue Frier-Projekt noch bessere Einschaltquoten bräuchte. Mit mehreren weiteren Episoden könnte daraus vielleicht eine richtig gute Serie werden.

Die neue Podcast-Reihe «Thunerts Thema» geht in Woche zwei und wagt sich in die etwas schwerfälligeren Gefilde: Denn in der dieswöchigen Folge geht es um einen TV-Tanker, der sich in unruhigem Gewässer befindet. Der Fall ist dies für die Unterföhringer Sendergruppe ProSiebenSat.1 spätestens seit der Übernahme durch den italienischen Berlusconi-Konzern Media for Europe, die Ungewissheit und Fragezeichen auf vielen Ebenen auslöst. Gesprochen hat Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert dazu mit gleich zwei Journalistinnen und Journalisten, die etwas unterschiedliche Perspektiven mitbringen. Während Italien-Korrespondentin Virginia Kirst vom Handelsblatt vor allem auf die wirtschaftliche Historie der Berlusconi-Familie abhebt, berichtet der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Mika Beuster auch von Entlassungsängsten der ProSiebenSat.1-Belegschaft. Der Austausch mit den beiden legt dabei einige Ambivalenzen, Widersprüche, aber vor allem Unberechenbarkeiten offen. Können Firmen-Erbe Pier Silvio Berlusconi und seine Statthalter, die inzwischen die bisherigen ProSieben-Bosse abgelöst haben, wirklich Sparpotenziale heben und gleichzeitig dringend benötigte Investitionen tätigen? Können Sie hiesige Sehgewohnheiten durchdringen, um neue TV-Trends zu initiieren? Und: Halten Sie das Programm von der rechtspopulistischen Linie der italienischen und spanischen MFE-Sender fern?

Am vergangenen Samstag zeigte Das Erste die Rätselshow «Tödliches Spiel – Das Live-Krimi-Dinner», in der Uwe Ochsenknecht, Martina Hill, Max Giermann, Verena Altenberger, Annette Frier, Serkan Kaya und Jürgen Maurer auf der Bühne standen. Außerdem fungierte Axel Prahl als Erzähler, während Jan Josef Liefers als Butler und Bill Kaulitz als Angel in das Spiel eingriffen. Das Buch von Michael Gantenberg und Nils Willbrandt war laut den Quotenmeter-Redakteuren Mario Thunert und Fabian Riedner mit Längen übersäht. Außerdem waren über zwei Stunden Spielzeit lediglich auf einer Bühne möglich, dies ist in jedem Theater zum Teil besser gelöst. Ein weiterer Minuspunkt – neben zahlreichen guten Einfällen – war die Erzählweise. Die Rätsel auf den Mörder waren schwach, die losen Zusammenhänge führten kaum zu einem richtigen Rätselraten. Außerdem hat sich Fabian Riedner die neue Dokumentation von Linda Zervakis angeschaut. «Linda Zervakis. Dumm, dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise» reiht sich weiterhin in die miese Leistung der früheren «Tagesschau»-Sprecherin ein. Obwohl man die Produktionsfirma wechselte, kann das Team um Zervakis die Bildungsfragen nicht lösen. Stattdessen werden Plattitüden von „mehr Geld“, „mehr Digitalisierung“ und „mehr Perspektive“ erzählt. Jedoch haben beispielsweise Kinder von Lehrern weitaus bessere Startchancen, weil bereits zu Hause grundlegende Bildung wie Schreiben und Rechnen mitgegeben wird.

Die neue Podcast-Reihe «Thunerts Thema» legt los und startet direkt mit einem großen Namen: Denn in der ersten Folge begrüßt Quotenmeter-Redakteur und Moderator Mario Thunert den TV-Kenner, aber auch TV-Star Oliver Kalkofe. Er ist seit den 90er-Jahren auf den Mattscheiben der heimischen Wohnzimmer zuhause, kennt aber auch die staubigen Ecken hinter der Fassade. Zu Gast ist Kalkofe nämlich nicht wegen seiner Bekanntheit per se, sondern weil er sich ebenfalls über Jahrzehnte tiefgreifend mit dem Medium Fernsehen theoretisch befasst hat – ein Wissen, das er kürzlich in sein neues Buch „Nie war früher schöner als jetzt“ gegossen hat. Damit verkörpert er eine bemerkenswerte Ambiguität, die im deutschen TV nur ganz Wenige aufweisen: In der Branche als Protagonist aufzugehen und trotzdem immer wieder die Distanz zu ihr aufzubauen. Genau dieses Ringen zwischen Hinwendung und Kopfschütteln, zwischen Anziehung und Aversion kommt in vielen Momenten der Podcast-Folge durch. Beispielsweise dann, wenn Kalkofe über die pädagogisch belehrende Trockenheit früherer Dekaden spricht, die dennoch legendäre Kult-Sendungen und Showmaster hervorgebracht hat. Aber auch in Passagen, in denen das Gespräch auf die aktuelle Innovationsarmut kommt, welche die Showlandschaft trotz seltener Lichtblicke durchzieht.

Im Oktober zog die Redaktion des „Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld“ in die Bundeshauptstadt. Dort gab es nicht nur eine Ausstellung von Jan Böhmermann, sondern auch einen Skandal. Zwei Jahre nach dem Terrorangriff auf Israel plante die Redaktion ein Konzert mit dem Rapper Chefket, der zudem mit einem antisemitischen T-Shirt auffiel – darauf war Israel auf einer Karte des Nahen Ostens schlicht nicht abgebildet. Medial weniger Beachtung bekamen die drei Episoden aus dem Haus der Kulturen der Welt. In der ersten Sendung stellte man zunächst den früheren IT-Experten Holger Friedrich vor, der die „Berliner Zeitung“ kaufte und sie gewissermaßen zu seinem eigenen Meinungsportal umbaute. Außerdem warf man einen Blick auf den Unternehmer Frank Gotthart, der neben „Exxpress“ auch das rechtspolitische Portal Nius betreibt. Nach dem Berlin-Ausflug widmete sich das «ZDF Magazin Royale» deutschen Steueroasen wie dem bayerischen Grünwald südlich von München. Dort sitzen zahlreiche Unternehmen mit angeblich unzähligen Mitarbeitern in erstaunlich überschaubaren Häusern. Auch andere Gemeinden ziehen den Unmut ihrer Nachbarn auf sich, wenn der Gewerbesteuerhebesatz extrem niedrig ist. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die jüngsten Ausgaben der Böhmermann-Show genau unter die Lupe genommen.

Insgesamt 37 Episoden hat die NBC-Schwester Universal Television bislang produziert. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird die fünfte und finale Staffel beim US-Streamingdienst HBO Max starten – und, wie gewohnt, mit etwas Verzögerung auch in Deutschland bei RTL+ verfügbar sein. Die Serie erzählt die Geschichte einer alternden Komikerin, die in Las Vegas um ihre Karriere und ihre Bühnenpräsenz kämpfen muss. Parallel dazu steht die junge Autorin Ava Daniels (Hannah Einbinder) in Los Angeles vor dem beruflichen Aus, nachdem sie wegen eines unbedachten Tweets gecancelt wird. Da beide Frauen denselben Agenten haben, werden sie einander vorgestellt – mit zunächst katastrophalem Ergebnis. Erst widerwillig beginnen die selbstbewusste Entertainerin Deborah Vance (Jean Smart) und die idealistische Nachwuchsautorin zusammenzuarbeiten, um ihre Karrieren zu retten. In der dritten Staffel entwickelt sich «Hacks» deutlich weiter: Deborah wird nach einem erfolgreichen Comedy-Special in eine Late-Night-Show eingeladen. Als der Moderator kurzfristig ausfällt, springt sie als Gastmoderatorin ein – und überzeugt auf ganzer Linie. Die vierte Staffel knüpft daran an und widmet sich nun stärker dem Thema Abendunterhaltung und dem Showbusiness selbst. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die neuen Folgen gesehen und sprechen über die Weiterentwicklung der Serie.

Am 4. November 2025 startete bei VOX die neue Show «Mälzers Meisterklasse», in der 15 Köche und ambitionierte Teilnehmer ins Rampenlicht gerückt wurden. Die Gastro-Profis sollten von Tim Mälzer gecoacht werden, der schon seit Jahrzehnten Erfahrungen aufbauen konnte. Doch die neue Sendung ist doch eher eine plumpe Kopie von «The Taste». Im Gegensatz zu «Das perfekte Dinner», das im Vorprogramm läuft, legt «Mälzers Meisterklasse» kaum Wert auf die Zubereitung von Speisen. In dieser Sendung gehören spitze Sprüche von Mälzer aus der Greenbox auf die Zutatenliste, die Besprechung und Darstellung des Kochvorgangs allerdings nicht. Obwohl die Sendung von sich selber als ein Coachingformat spricht, kommt erstaunlich wenig bei den Rezipienten vor den Bildschirmen an. Außerdem hat sich Tim Mälzer den Sternekoch Jan Hartwig zur Seite geholt. Dieser soll in Mälzers Show entscheiden, wer das Zeug zum Gewinner hat. Außerdem stellt sich die Frage bei dieser Sendung, warum die Köche überhaupt teilnehmen sollen? Für den Hauptgewinn von 50.000 Euro oder durch das versprochene Coaching von Mälzer, das in Folge eins nicht stattfindet?

Nach «Detroit» ließ sich Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow («The Hurt Locker») fast neun Jahre Zeit, ehe ihr neuer Spielfilm «A House of Dynamite» beim Streamingdienst Netflix erschien. Die 73-jährige Regisseurin verfilmte ein Drehbuch von «Zero Day»-Autor Noah Oppenheim. Darin wird eine Rakete mit einem Atomsprengkopf aus dem asiatischen Raum auf die Vereinigten Staaten von Amerika abgefeuert. Der 112-minütige Spielfilm beginnt mit Major Daniel Gonzalez, dessen Team die Rakete im Pazifik entdeckt. In drei verschiedenen Episoden werden die letzten 20 Minuten aus der Perspektive der Militärbasis in Alaska, aus dem Situation Room des Weißen Hauses und schließlich aus Sicht des US-Präsidenten gezeigt. Sowohl an der Leistung von Idris Elba und Rebecca Ferguson als auch am Team hinter der Kamera gibt es nichts auszusetzen. Fabian Riedner bespricht mit seinem Gast Denis, dass ihm zuletzt zu viele Filme mit offenen Enden begegnet sind. Obwohl «A House of Dynamite» keine abschließende Geschichte erzählen kann, finden beide das Werk dennoch gelungen. In den vergangenen Jahren ließen jedoch Filme wie «Konklave», «Juror No. 2» und «Anatomie eines Falles» viele Zuschauer ratlos zurück.

Seit Mitte September 2025 sendet RTL bereits «Die Stefan Raab Show», in der der frühere «TV total»-Host durch die Sendung führt. Auf einen meist eher schwächeren Stand-up folgen sehr unterschiedliche Reportagen – etwa Raab beim Einkauf in Köln, im Fitnessstudio oder auf einem E-Scooter beim Kölner Marathon. Später kommen meist Gäste hinzu, zuletzt Robinga Schnögelrögel. Der große Wurf ist «Die Stefan Raab Show» bislang nicht. Am Mittwoch schalteten nur 0,64 Millionen Zuschauer ein – damit dürften die Verantwortlichen bei RTL kaum zufrieden sein. In der werberelevanten Zielgruppe kamen 0,30 Millionen zustande; zeitgleich erreichte «Bares für Rares» 0,51 Millionen Zuschauer. Das Trödelformat, von dem es bereits mehrere hundert Folgen gibt, schlug damit das RTL-Aushängeschild. Mario Thunert und Fabian Riedner sprechen in dieser Podcast-Ausgabe kritisch über «Die Stefan Raab Show». Für Riedner ist die Sendung „nur Fernsehen auf unterem mittleren Niveau“ – auch, weil viele alte Raab-Clips auf YouTube verfügbar sind. Thunert sah vor allem in der Drohnen-Episode Lichtblicke.

Seit 2013 strahlt Sat.1 jährlich eine Staffel von «Promi Big Brother» aus. In der ersten Staffel führten Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher durch die Show, seit der zweiten Staffel gehört Jochen Schropp zu den Moderatoren. In diesem Jahr ist unter anderem Désirée Nick dabei, die bereits 2015 dabei war. In dieser Woche hat sich Fabian Riedner Mario Thunert eingeladen, der zahlreiche Folgen von «Promi Big Brother» gesehen hat. Die beiden diskutieren unter anderem darüber, welche der Prominenten wie Karina Kipp, Erik Seidel oder Michael Naseband das Format gewinnen könnten. Harald Glööckler und Désirée Nick sind eine umfassende Klammer des Formats und kommentieren das Geschehen oft. Christina Dimitriou, Pinar Sevim, Marc Terenzi und Sarah-Jane Wollny mussten das Haus bereits verlassen und haben sich damit auch von einem möglichen Gewinn verabschiedet. Doch auch zahlreiche Zuschauer haben das Format verlassen, wie die Analysen zeigen. Die Frage ist jedoch, ob die Zuschauer nicht eventuell auch zum zeitversetzten Fernsehen wechselten. Unterm Strich kann Sat.1 mit der Performance der Show aber noch zufrieden sein.

Das Resümee von Mario Thunert und Fabian Riedner über «Die Cooking Academy» bei ProSieben ist verheerend. Nur knapp 100.000 Menschen schalteten die lineare Ausstrahlung ein, bei den 14- bis 49-Jährigen sind die Werte noch weitaus schlechter. Noch versucht ProSieben, mit der werktäglichen Vorabendserie zu punkten – die Abrufzahlen bei Joyn und Disney+ sind unklar. Allerdings ist eines klar: «Die Cooking Academy» ist keine wirkliche Vorzeigeproduktion. Eigentlich soll das Format in Freiburg spielen, sämtliche Szenen entstehen allerdings in und um Köln. Das merkt man der Produktion auch an, denn zahlreiche Sets wirken optisch viel zu clean. Vor allem in der ersten Folge sticht die Bar-Szene sehr negativ hervor. Außerdem muss sich ProSieben anlasten lassen, dass fast ausschließlich Neulinge für die Serie besetzt wurden. Die Produktion stammt von ITV Studios Germany, die mit Fiction eigentlich Erfahrung haben. Für das ZDF entstanden unter anderem die Serien «Nix Festes» und «Like A Loser». Doch mit dem neuesten Projekt macht die Firma aus Köln keine Werbung für sich: Die Dialoge sind für die Generation untypisch und unglaubwürdig, die Szenenausstattung ist viel zu kühl, und in den Restaurant-Szenen fehlen schlichtweg Statisten.

Bereits vor zehn Jahren entwickelte Drehbuchautorin Fanny Herrero die Idee zu «Call My Agent!». Die französische Serie schaffte es über den Sony Channel auch nach Deutschland. Inzwischen hat Disney+ ein Remake des Formats produzieren lassen. Für Fans der Originalserie ist das allerdings kein Vorteil – im Kern wird dieselbe Storyline erneut erzählt. In der deutschen Version, in der Lucas Gregorowicz, Karin Hanczewski, Michael Klammer, Gabrielle Scharnitzky, Dana Herfurth, Benny O. Arthur und Janina Elkin die Hauptrollen spielen, stirbt Agenturgründer Richard Stern und hinterlässt seine Witwe als Alleinerbin. Zudem sorgt eine Steuerprüfung in der Kanzlei für reichlich Nervosität. Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich «Call My Agent Berlin» angeschaut. Die Produktion von Friday Film und Wild Bunch kann mit ihren Storylines durchaus überzeugen, enttäuscht jedoch auf technischer Ebene. So wird beispielsweise stets dieselbe Außenaufnahme von Berlin für das Büro gezeigt, und von Babelsberg gibt es in der gesamten Serie lediglich zwei Ansichten. Theoretisch könnten in der Agentur Stern auch Anwälte arbeiten – optisch würde das keinen Unterschied machen.

Bereits seit dem Jahr 2016 setzt RTL auf die frühere israelische Fernsehshow «Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare». Die erste Ausgabe war noch mit Fernsehmakler Alexander Posth, Xenia Prinzessin von Sachsen, Thorsten Legat und Chris Töpperwien besetzt. René Weller brachte gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie ordentlich Schwung in die Reality-Wohngemeinschaft. Inzwischen sind die Reichweiten gestiegen, die Fernsehshow allerdings blieb gleich. Die Abrufzahlen bei RTL+ sind gut, die Zuschauerzahlen im klassischen Fernsehen solide. Seit der Corona-Pandemie im Jahr 2020 reist man nicht mehr nach Portugal, sondern zeichnet im nordrhein-westfälischen Dörfchen Bocholt-Barlo auf. In der neuen Staffel waren Hanka Rackwitz und ihr Freund Pierre zu sehen, doch die beiden verließen die Show bereits in der zweiten Folge. Neben TV-Ermittler Jochen Horst kämpfen vor allem viele Reality-Stars wie Paulina Ljubas, Tara Tabitha, Marvin Kleinen, Ryan Wöhrl, Edda Elisa Pilz und Sarah Joelle Jahnel um 50.000 Euro Preisgeld. Für Mario Thunert und Fabian Riedner ist allerdings Hot-Banditoz-Sänger Silva Gonzalez alles andere als normal.

Zwischen dem 15. und 19. September 2025 präsentierte RTL insgesamt fünf kurze Ausgaben von «Die Stefan Raab Show», ehe es in der kommenden Woche die erste richtige Sendung gibt. Der frühere «TV total»-Moderator versucht es nach «Du gewinnst hier nicht die Million» mit einer weiteren Show im Stile seines ehemaligen ProSieben-Formates. In der ersten Ausgabe schaute Michael „Bully“ Herbig vorbei; mit Raab sang er einen Song aus dem Kinoerfolg «Das Kanu des Manitu». In Folge zwei hatte Elton einen Cameo-Auftritt, ehe ein Clip von «Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare» eingespielt wurde. Am dritten Tag der Woche war unter anderem ein Künstler zu Gast, der mit seinem Geschlechtsteil lustige Figuren basteln konnte. Fabian Riedner und Mario Thunert sind zum Teil entsetzt, mit welchem Humor sich ein knapp 59-Jähriger amüsieren kann. Außerdem werfen Riedner und Thunert einen Blick auf die 18. Staffel von «Die Höhle der Löwen». Zwar schieden die Investoren Nils Glagau, Tijen Onaran und Tillman Schulz aus, doch Frank Thelen kehrte zurück. Der Investor Thelen ist zwar immer wieder umstritten, seine Deals in der VOX-Show waren jedoch meist volle Erfolge. Riedner meint, Thelen bringe Würze in die Show – und genau das habe den Löwen zuletzt gefehlt.

In der vergangenen Woche wurde der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Als beste Serie wurde die von Sky Deutschland gestoppte Serie «Krank Berlin» ausgezeichnet, die anschließend bei Apple TV+ und dem ZDF unterkam. Die achtteilige Krankenhausserie handelt von einer chaotischen Notaufnahme in Berlin, in der Ärzte beispielsweise mit Drogen im Blut zur Arbeit erscheinen. Den Preis als beste Comedy-Serie erhielt die Netflix-Serie «Achtsam Morden», obwohl sich die Serie um einen vielbeschäftigten Strafverteidiger dreht, der den Mord an seinem Klienten vertuschen muss. Fabian Riedner kritisiert die Auswahl, da die Sitcom «Perfekt verpasst» mit Anke Engelke und Bastian Pastewka weder in diesem noch im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde. Außerdem diskutieren Mario Thunert und Fabian Riedner, ob «Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)» von Joachim Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf wirklich die beste Show des vergangenen Jahres war. Andererseits wurden eine Udo-Jürgens-Show und das 25-jährige Jubiläum von «Wer wird Millionär?» als Gewinner vorgeschlagen.

Die beiden Ausgaben der Sat.1-Live-Show «Guinness World Records» liefen solide. Aber ist Sat.1 mit diesen Einschaltquoten zufrieden? Eine Antwort darauf hat der Fernsehsender aus Unterföhring bis heute nicht geliefert. Doch zahlreiche Zuschauer waren, wie man in den sozialen Medien nachlesen kann, nicht ganz zufrieden. Michelle Hunziker moderierte an der Seite von Jörg Pilawa. Doch statt einer großen Show im «Wetten, dass..?»-Stil bekamen die Zuschauer zahlreiche maue Versuche serviert. Nur einzelne Wetten sorgten dafür, dass wirklich Stimmung aufkam. Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich die beiden Folgen angesehen und blicken nun zurück. Auf der Watchlist stand außerdem «Deutschlands dümmster Promi», das mit Gloria-Sophie Burkandt, der Tochter von Markus Söder, und Joe Laschet, dem Sohn von Armin Laschet, überzeugen konnte. Dennoch waren die Quoten nur mäßig, was daran liegen könnte, dass die Moderation ebenfalls nur halbgar war. Weil das Paar Amira Aly und Christian Düren kaum Funken auslösen konnte, musste Peter Rütten noch einen Kommentar abgeben. Das wäre mit Micky Beisenherz oder Klaas Heufer-Umlauf wohl deutlich besser geworden.

RTL kündigte zum Kinostart von Michael „Bully“ Herbigs «Das Kanu des Manitu» eine Sonderausgabe von «Stefan & Bully gegen Irgendso einen Schnulli» an. Doch die große Westernrevolte blieb aus: Die Produktionsfirma Raab Entertainment sendete nicht aus einer der vielen Westernstädte in Deutschland, sondern blieb im Studio. In den drei Auswahlspielen versuchten gleich vier Kandidaten, den Prozess zu überstehen, um anschließend mit Stefan Raab und Michael „Bully“ Herbig zu zocken. Moderator Elton schaffte es sogar, das relativ simpel gestrickte erste Spiel drei Mal ausführlich zu erklären. Das führte dazu, dass am Ende nur noch 0,97 Millionen Menschen das Duell anschauen wollten. Mario Thunert und Fabian Riedner haben weitere Längen gefunden, die die Show mürbe wirken lassen. Beispielsweise ist das Studio nicht besonders ansprechend gestaltet und es unterhalten sich zu viele Menschen gleichzeitig darin. Das führte sogar dazu, dass Kommentator Frank Buschmann nicht noch zusätzlich obendrauf kommentieren wollte. Beim jungen Publikum schalteten 0,37 Millionen Zuschauer ein. Da die Folge bis 1:10 Uhr dauerte, waren 13,7 Prozent möglich.

Die Deutschen lieben ihre Supermärkte und Lebensmittel-Discounter. Millionen von Menschen besuchen wöchentlich mehrfach Aldi, Lidl, Edeka und Rewe. Für die neue RTLZWEI-Doku-Soap «Unser Supermarkt» wurde ein Standort in Köln ausgewählt. Dort wird das herzliche Miteinander zelebriert. Für die zweite Staffel konnten die Fernsehmacher auch Alessia Herren gewinnen. Mit ihrer lockeren Art soll sie als vermeintlicher Laie das Bindeglied zwischen Supermarkt und den Zuschauern vor dem Fernsehgerät sein. Im Hochsommer strahlte RTLZWEI 50 Episoden um 16.00 Uhr aus, die Quoten waren jedoch nicht so toll. Dennoch haben Mario Thunert und Fabian Riedner alle Folgen gesehen. Ebenfalls auf ihrer Watchlist stand die Kabel-Eins-Show «Die Büffels», die donnerstags um 22.15 Uhr zu sehen ist. Lorenz Büffel und seine Frau dokumentierten vor den Kameras ihren Alltag vor, zwischen und nach den Auftritten. Die Sendung entsteht auf Mallorca und soll Fernweh wecken. Doch die Probleme, die dort geschildert werden, haben nichts mit Glamour zu tun. So erklärt Büffel in der ersten Folge beispielsweise ausführlich seinen Waschmaschinen-Unfall.

«The Naked Gun: From the Files of Police Squad!» war 1988 ein großer Erfolg. Paramount Pictures investierte 14,5 Millionen US-Dollar in den Spielfilm von Jerry Zucker, Jim Abrahams, David Zucker und Pat Proft, der 152,4 Millionen US-Dollar einspielte. Drei Jahre später spielte der zweite Teil 192 Millionen US-Dollar ein, wobei die Produktionskosten nur auf 23 Millionen stiegen. Bei einer solchen Bilanz musste natürlich ein dritter Teil die Reihe abschließen. Das Finale holte 132 Millionen US-Dollar bei Kosten von günstigen 30 Millionen. Die Neuauflage «Die nackte Kanone» mit Liam Neeson und Pamela Anderson wurde allerdings kein Hit. Das Budget von 42 Millionen US-Dollar blieb im Rahmen, allerdings spielte der Film bis zum 11. August 2025 nur 56,4 Millionen US-Dollar ein. Vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika ist das Ergebnis mit 32 Millionen US-Dollar überschaubar. In Deutschland wurden 2,3 Millionen US-Dollar an den Kinokassen erzielt. Mario Thunert hat den neuen Spielfilm gesehen und stellt ihn Fabian Riedner vor. Ein richtiger Kracher ist die Neuauflage mit Neeson nicht. Allerdings gibt es immer wieder Momente, die den Spielfilm von Aktiva Schaffer sehenswert machen. Hinter dem Projekt steckt Seth MacFarlane, der den Film mit seiner Produktionsfirma Fuzzy Door Productions drehte.

Im vergangenen Herbst startete das US-Network den «Matlock»-Reboot mit Kathy Bates als Matty Matlock. Doch Bates verkörpert nicht etwa die Tochter von Andy Griffiths Ben, sondern versteckt sich mit ihrem Alter Ego vor der Kanzlei Jacobson Moore. Die erste Staffel erreichte in den Vereinigten Staaten von Amerika hohe Einschaltquoten. Im Herbst dieses Jahres startet bei CBS die zweite Staffel. In Deutschland kann die Serie über Sky und Wow gestreamt werden. Neben Bates spielen Skye P. Marshall, Jason Ritter, David Del Rio und Leah Lewis die Hauptrollen. Außerdem gehört Beau Bridges zum Ensemble der Serie. Im Gespräch mit Fabian Riedner berichtet Mario Thunert von seinen Eindrücken. Während das Original-«Matlock» ein reines Procedural war, hat der Nachfolger einen roten Faden bekommen. Riedner und Thunert sind sich einig, dass die Geschichte um die verstorbene Tochter und die Opiumkrise spannend ist. Allerdings sind die «Monster der Woche»-Fälle zeitweise sehr schwach verfasst. Die Serie stammt von Jennie Snyder Urman, die unter anderem «Emily Owens» und «Jane the Virgin» erfand.

Michael Manousakis verdient sein Geld mit dem Import und Weiterverkauf von US-Militärfahrzeugen. Dabei wird er in einer eigenen Dokusoap von Kameras begleitet. Seit 2024 schraubt der ehemalige Steel Buddy am Kabel Eins-Programm rum, der Sprung dahin gelang ihm durch seinen Erfolg in der Sparte bei DMAX. Fabian Riedner spricht bei Moderator Mario Thunert über genau dieses TV-Format: «Morlock Motors». Was macht die Spin TV-Produktion zur beliebtesten Sendung des Kanals mit Marktanteilen zwischen sieben und neun Prozent? Wie ist sie dramaturgisch strukturiert, wie bindet sie die Zuschauenden an sich? - Diesen Fragen gehen die beiden nach und reißen dabei auch kritische Aspekte an. Ein Erfolgsfaktor scheint Michael Manousakis selbst zu sein, der als Bindefigur viel Screentime erhält und das Geschehen eloquent kommentiert sowie die Vorgänge vor Ort visualisiert. Er kann als Firmen-Patriarch und Schrauber-Genie bezeichnet werden. Doch seine Marotten und Verbohrtheit werden humoristisch von seinen Mitarbeitenden konterkariert. Riedner stellt vor allem die hohen Schauwerte und Bilder weit entfernter Orte heraus, an die das Team reist.

«Die Millionärswahl»-Erfinder und Rechtsanwalt Karsten Dusse hat nicht nur zahlreiche Witze für «Ladykracher» geschrieben, sondern auch mehrere Bücher verfasst. Neben „Halbwissen eines Volljuristen. Handbuch für den Rechtsstaat.“ entstand auch die Romanreihe «Achtsam morden» mit mehreren Fortsetzungen. Doron Wisotzky, Anneke Janssen und Michael Kenda schrieben die achtteilige Staffel, die zu Halloween 2024 bei Netflix veröffentlicht wurde. Dort ist Tom Schilling ein vielbeschäftigter Rechtsanwalt, der einen kriminellen Kunden hat. Dieser tötet in einem Hinterhalt einen Gangster und wird dabei gefilmt. Dragan muss untertauchen, und Schillings Alter Ego Björn Diemel wird zum Sprachrohr zwischen Mafiaboss und Gefolgschaft. Es gibt nur ein Problem: Rechtsanwalt Björn ließ Dragan bei einem Ausflug mit seiner Tochter in dessen Auto den Hitzetod sterben. Bereits nach wenigen Tagen wird beispielsweise Toni misstrauisch, weil sich Dragan nicht meldet. Björn kann die Truppe beruhigen – schließlich soll er die Polizei nicht zum Gangsterboss führen. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die kurzweilige Serie von Martina Plura und Max Zähle nachgeholt und verraten, ob sich ein Binge-Watching lohnt.

Seit dem 7. Juli 2025 hat der Fernsehsender Sat.1 mithilfe der Produktionsfirma Banijay Productions Germany die «Villa der Versuchung» in Thailand ausgestattet. Nachdem die Reality-Künstler eingetroffen waren, haben die Produzenten das luxuriöse Haus erst einmal ausräumen lassen. In den kommenden Tagen müssen die Teilnehmer um die 250.000 Euro kämpfen. Reality-Dauerteilnehmer:innen wie Kate Merlan, Manni Ludolf, Jasmine Herren, Georgina Fleur und Patricia Blanco bekommen in dieser Sendung nur eine Matte zum Schlafen und pürierte Pizza zum Essen. Alle anderen Habseligkeiten müssen Kevin Schäfer und die anderen von der Gewinnsumme kaufen. Das hat den Nachteil, dass bereits nach der dritten Folge ein sehr großer Teil der Gewinnsumme verloren ist. «Villa der Versuchung» überraschte Mario Thunert, während Fabian Riedner hier nur alten Wein in neuen Schläuchen sieht. Die beiden haben bereits mehrere Folgen gesehen und würden sich wünschen, dass Moderatorin Verona Pooth mehr Screentime bekommt. Im Podcast wird außerdem das Haus unter die Lupe genommen.

Till Reiners darf schon seit Jahren für das ZDF Witze machen. Der 1985 geborene Komiker ist seit 2011 mit eigenen Comedy-Programmen in Deutschland unterwegs. Vor drei Jahren übernahm er von Sebastian Pufpaff die «Happy Hour», die seit über zehn Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms ist. Auch bei der «heute show» ist Reiners regelmäßig zu sehen. In der Sommerpause des «ZDF Magazin Royale» ist Till Reiners mit seiner eigenen Show «Till Tonight» zu sehen, die freitags gegen 23.00 Uhr ausgestrahlt wird. Die Show enthält klassische Elemente einer Late-Night-Show wie Stand-up, Interviews und Einspielfilme. In den ersten Folgen waren Hazel Brugger, Giovanni Zarella, Anne Will und der YouTuber Max Knabe (HandOfBlood) zu Gast. In dieser Ausgabe von «Quotenmeter.FM» analysieren Fabian Riedner und Mario Thunert die ersten drei Episoden. Die beiden sprechen ausführlich über Stand-up-Kunst, die Verhältnisse zwischen Talk und Show und natürlich über den Inhalt. Außerdem nehmen sie das Studio unter die Lupe.

In der vergangenen Woche überraschte RTL mit dem Kauf von Sky Deutschland. Die Pay-TV-Plattform schrieb seit Jahren rote Zahlen, und Eigentümer Comcast wollte das Geschäft im deutschsprachigen Raum bereits länger abstoßen. Nun hat die Bertelsmann-Tochter RTL zugeschlagen – ein Unternehmen, das ohnehin stark in den Bereich Bezahlfernsehen investiert. Sollte das Bundeskartellamt den Kauf genehmigen, wird es in Deutschland künftig drei große Dienste geben: Neben RTL+ bleiben auch WOW und Sky als Marken bestehen. Allzu große Veränderungen planen die RTL-Manager vorerst nicht – schließlich kommt man so auf rund 11,5 Millionen Abonnenten. Dabei dürften allerdings auch zahlreiche Doppelaccounts enthalten sein. Christian Lukas und Fabian Riedner sprechen bei Quotenmeter.FM aber nicht nur über die Lage in Deutschland, sondern werfen auch einen Blick in die USA. Dort hat der Telekommunikationskonzern Comcast zunehmend Probleme mit seinen Fernsehangeboten wie Sky, USA Network und CNBC. Künftig sollen nur noch Bravo, Peacock und NBC bei NBCUniversal verbleiben. Quotenmeter stellt die Frage: Haben sich die Manager möglicherweise verspekuliert?

Das Comedy-Drama «Four Seasons» basiert auf dem gleichnamigen Spielfilm von Alan Alda, der in den 80er Jahren in die Kinos kam. Nun dachten sich Universal Television, 3 Arts Entertainment, Little Stranger Inc., Original Langster und Big Wig Productions, dass man diesen Stoff auch noch einmal für Netflix verfilmen könnte. An der Seire schrieben Tina Fey, Lang Fisher und Tracey Wigfield, doch das Projekt mit Tina Fey, Will Forte, Kerri Kenney-Silver, Marco Calvani, Erika Hennigsen, Colman Domingo und Steve Carell ist wieder innovativ, noch lustig. Über vier Stunden dauert das Werk, das durchaus knackiger und kürzer erzählt werden könnte. Im Quotenmeter-Podcast sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner über die Stärken und Schwächen der Serie. Beispielsweise sind Architekt Danny und Italiener Claude noch die besten charakterisierten Charaktere. Steve Carell bleibt in seiner Rolle als Nick, der seine Frau Anne verlässt, sehr blass. Obwohl die Beziehungsserie bereits mit acht Folgen nicht das Potenzial ausschöpft, haben sich die Macher zu einem offenen Ende hinreisen lassen. Netflix hat inzwischen eine zweite Staffel bestellt.

Chuck Lorre hat gemeinsam mit Lee Aronsohn die Serie «Two and a half Men» kreiert, die Alan Harper (Jon Cryer) zeigt, der von seiner Frau rausgeworfen wird. Er findet Unterschlupf bei seinem Bruder Charlie (Charlie Sheen), der als erfolgreicher Werbejingle-Komponist arbeitet. Charlie hat zwar ein Alkoholproblem, doch das setzen die Autoren lustig um. In den ersten Jahren sind zahlreiche unterschiedliche Frauen in dem Strandhaus in Malibu zu Gast, erstmals wird es mit Mia (Emmanuelle Vaugier) ernster. Harper brauchte allerdings sechs Staffeln, dass er sich mit Chelsea (Jennifer Bini Taylor) auf ein ernsteres Leben einlassen konnte. In diesem Sitcom-Special sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner über die Episoden mit Charlie Sheen. Ebenfalls wird der zweite Teil der Serie diskutiert, in der Hauptdarsteller Sheen durch Ashton Kutcher ausgetauscht wird. Das Podcast-Duo findet übereinstimmend die Staffeln neun und zehn nicht so gut, während teilweise die zwölfte Staffel an frühere Erfolge anknüpfte. Das Serienfinale ist gelungen, jedoch fehlt der Auftritt von Charlie Sheen.

23 Jahre musste Richterin Barbara Salesch warten, bis sie wieder zur Primetime auf Sendung gehen durfte. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea strahlte Sat.1 am 19. und 26. Juni 2002 zwei Specials aus, von denen die erste Folge 3,50 Millionen Fernsehzuschauer erreichte. Bei RTL erzielte die neue Ausgabe 2,15 Millionen Zuschauer. Angesichts der Tatsache, dass RTL das Format werktäglich bis zu drei Mal ausstrahlt, sind dies sehr gute Werte für die Primetime-Sendung. Während am Nachmittag bis zu 95 Prozent der Zuschauer über 50 Jahre alt sind, sind es bei der Primetime-Show 20 Prozent der 14- bis 49-Jährigen. Es hätte also durchaus viel schwächer für die frühere Berufsrichterin ausfallen können. Doch wie sieht es inhaltlich aus? Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich das 90-minütige Special angesehen. Zwar wurde ein hochwertiger Look geschaffen, das Storytelling war jedoch suboptimal. Thunert kritisierte vor allem die mangelhaften schauspielerischen Qualitäten. Riedner meinte, man hätte mehr aus dem Format machen können.

Das Finale der 14. Staffel von «Doctor Who» wurde nicht beim iPlayer von der BBC gestreamt. Am Samstag wurde das Finale auf 19.00 Uhr gesetzt, damit auch die Europäer und Amerikaner zeitgleich in den Genuss der neuen Folge kommen. Zuletzt veröffentlichte das deutsche Disney+ die Episoden am Vormittag. Die Sendung war spektakulär, schließlich kehrte nach vier Jahrzehnten die Figur der Rani zurück. Außerdem sorgte Showrunner Russel T. Davis für den Ausstieg des beliebten Schauspielers Ncuti Gatwa. Sein Abschied wurde am Vormittag spekuliert, nachdem die letzte Episode nicht vorab veröffentlicht worden war. Christian Lukas und Fabian Riedner haben die neuen Geschichten von «Doctor Who» verfolgt. Sie sprechen kritisch über die Verbesserungen unter Showrunner Russel T. Davis, die beiden sind allerdings auch besorgt über die Qualität der Serie. Die neuen Episoden konnten keinen wirklichen Meilenstein liefern und somit wird die Serie auch weiterhin unterhalb ihrer Möglichkeiten produziert.

Mitte Mai kürte Europa wieder den Gewinner des «Eurovision Song Contest». Nachdem im schwedischen Malmö Nemo mit „The Code“ abräumte, schlug im schweizerischen Basel der Künstler JJ auf. 258 Jury-Punkte gingen für „Wasted Love“ in die St. Jakobshalle. Der Opernsänger musste sich im zweiten Halbfinale für das große «ESC»-Finale qualifizieren, wo er allerdings nur auf Platz fünf landete. Mario Thunert und Fabian Riedner haben die über fünfstündige Fernsehshow live gesehen, allerdings sollte in die Show mehr Tempo gebracht werden. In den vergangenen 15 Jahren wurden neben der Flaggenparade auch die Postcards eingeführt, außerdem treten nach dem letzten Auftritt auch noch zahlreiche andere Künstler auf. Die Entscheidung sollte schon vor Mitternacht fallen, da sind sich die beiden einig. Im Podcast reden Thunert und Riedner zudem über die Auswahl der Kandidaten. In diesem Jahr sind die Österreicher Abor & Tynna mit ihrem Song „Baller“ für Deutschland angetreten. Was könnte man verändern? Bei den Österreichern wählte der ORF intern einen Künstler aus, in Israel, die Platz zwei belegten, entschied man sich für Yuval Rafael nach 31 Shows.

Die Nachrichtenlagen werden immer komplexer und Das Erste möchte seinem Informationsauftrag weiterhin nachkommen. ARD-Programmchefin Christine Strobl prüft in ihrem Betrieb die aktuellen Situationen und kam auf die Idee, ob die 20-Uhr-Ausgabe der «Tagesschau» nicht vielleicht zu kurz sei. Aus diesem Grund wurde eine Pilotausgabe in Auftrag gegeben. Am Mittwoch brodelte es in den Kommentarspalten der Bundesrepublik Deutschland, schließlich sei die 15-minütige «Tagesschau» genauso heilig wie der «Tatort»-Vorspann. Damit würde sich die Primetime um eine viertel Stunde verschieben. Schlicht gefragt: Was wäre das Problem? Dieser Frage gehen Veit-Luca Roth und Fabian Riedner bei Quotenmeter.FM nach. Eine verlängerte Hauptausgabe hätte unter anderem den Vorteil, dass man nicht nur Schlagzeilen vorlese, sondern diese auch – wie bei den «Tagesthemen» – einordnen könne. Ein weiteres Thema des Podcasts sind die Programmpräsentationen von NBC, FOX und ABC. In den Vereinigten Staaten von Amerika buhlen die Verantwortlichen der Sender wieder um das Geld der Agenturen. Interessant ist dieses Jahr, dass die drei Networks unterschiedliche Wege beschreiten. ABC möchte mit Konstanz punkten, NBC holt sich zusätzlich die NBA ins Boot und FOX wird immer mehr zum Show-Sender.

Das ZDF startete am Mittwoch, den 23. April 2025, die neue Reality-Abenteuershow «Wettlauf um die Welt», doch die Einschaltquoten waren sehr schlecht. Aus diesem Grund haben die Programmplaner das Format aus dem Programm genommen, die restlichen Folgen wurden auf ZDFneo gezeigt. Das Ursprungsformat stammt aus Großbritannien und wurde von Studio Lambert konzipiert. Im Gegensatz zu «The Amazing Race» geht es hier nicht nur um Abenteuer, sondern auch um Wissen. So beschäftigen sich die Teilnehmer unter anderem mit dem Salzabbau vor Ort, während das amerikanische Pendant auf eine ganz andere Geschichte setzt. Die Produktion von Tower Productions und A3M konnte nicht jeden überzeugen. So ist Gast Mario Thunert von der Machart überhaupt nicht überzeugt. Im Gespräch mit Fabian Riedner weist er darauf hin, dass das Format nicht wisse, wo es hinwolle. Soll die Show im Vordergrund stehen oder doch die Wissensvermittlung?

Die Serie «The Big Bang Theory» drehte sich um vier eng befreundete, hochintelligente junge Physiker in Pasadena. Im Mittelpunkt stehen Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper, die sich eine Wohnung teilen. In die Wohnung gegenüber zieht die attraktive Kellnerin Penny ein. Abgerundet wird die Serie durch den jüdischen Raumfahrtingenieur Howard Wolowitz und den Astrophysiker Raj. In späteren Episoden kommen die Partnerinnen Bernadette (für Howard) und Amy (für Sheldon) hinzu. Während die meisten Geschichten zu Hause, an der Universität oder im Comicbuchladen spielen, sticht die Jubiläumsfolge „Eisenbahnromantik“ aus der siebten Staffel heraus. Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich diese Geschichte noch einmal genauer angesehen. Das Werk von Jim Reynolds, Steve Holland und Tara Hernandez handelt vom Valentinstag zwischen Amy und Sheldon, die mit dem real existierenden Napa Valley Wine Train fahren. Die Episode hat einen hervorragenden Gaststar, Eric Petersen, der als Eisenbahnfreak die Gruppe nervt, aber auch Sheldon aufheitert. Gleichzeitig gibt es einen Streit zwischen Amy und Sheldon über das Thema Romantik, der zum ersten Kuss zwischen den beiden führt. Nerd-Alarm: Mario Thunert hat sich die Mühe gemacht, zu überprüfen, ob es die vielen erwähnten Spezialteile der Züge wirklich gibt. Das Ergebnis ist verblüffend.