Podcasts about oktoberrevolution

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Studio B - Lobpreisung und Verriss (Ein Literaturmagazin)

„Das Sein bestimmt das Bewusstsein!” Wer hat's gesagt? Na? Wieder keiner? Der olle Marx war's!Das wussten natürlich alle Lob und Verriss-Leserinnen aber vor hundert Jahren wusste das so ziemlich jeder, denn Karl Marx war noch ein bestimmender Philosoph und keine versubstantivierte Ideologie. Man baute seine politischen Bewegungen um, gegen oder für seine Schriften. Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten gegen Nationalisten, Zentrums- und Volksparteien – das waren nur ein Bruchteil der neuen politischen Bewegungen. Das endete in den Auswüchsen der Weimarer Republik mit ihren siebzehn Parteien im Reichstag und der daraus folgenden Lähmung des Parlamentarismus, aber auch die Nachbarländer kamen in den Strudel dieses Chaos, es war die Zeit. Ins polnische Parlament, den Sejm, kamen und gingen über die jahre gar zweiunddreißig Parteien. Politik, so kommt es einem mit dem Blick von heute vor, war Lebenszweck, war Sport, war Theater. Nach der Erstarrung des Lebens in den immergleichen Kreisläufen des Mittelalters, aufgebrochen durch die industrielle Revolution, die den Reichtum nur vom Adel zum Bürgertum verteilte, gab Marx den Habenichtsen Ideen (und Wege, diese zu verwirklichen!) an die Hand, um die Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verändern. Der Erste Weltkrieg hatte zudem die Verkrustungen auf nationaler Ebene brutal aufgebrochen, mit dem Nebeneffekt zwei Dutzend Monarchien zu beenden. Neue Länder entstanden, alte vereinigten sich wieder und all diese Staaten brauchten neue Gesellschaftsmodelle.Die Unordnung war aufregend für alle, die nach vorn wollten, (ver-)störend für alle, die wollten, dass sich nichts verändere oder die einfach keine Chance sahen, am großen Rennen in die Zukunft teilzunehmen. Für alle, die gar nicht durchsahen oder durchsehen wollten, gab es natürlich immer die Alternative, auf die Basics zurückzufallen - der gute alte Rassismus: die dort zu braun, der zu blond, dem seine Nase zu platt und die andere zu hakelig. Das erdet und reduziert die Komplexität und die Juden haben eh schon immer gestört. Da können wir Deutsche mitreden, da sind wir Experten. Weshalb wir da eben eher nicht mitreden sollten und im Gegenteil recht dankbar sind, wenn andere die Stories erzählen vom Leben vor der Shoah: vom Überleben, vom Sterben und vom Töten. Über all das ist intensiv, gewalttätig und unendlich faszinierend zu lesen in “Der Boxer”, einem Roman, im Warschau der dreißiger Jahre spielend, in dem der polnische Autor Szczepan Twardoch uns die schwere Arbeit abnimmt, ein Bild von jüdischem Leben zu zeichnen in und außerhalb dessen, was von den Deutschen nur wenige Jahre später zum “Warschauer Ghetto” gemacht wurde – nicht, dass die polnische Mehrheit in der Stadt viel dagegen gehabt hätte. Aber das Buch hat eben nichts mit solchem Schwarz-Weiß-Holzschnitt zu tun, der herauskommen müssen, wenn das Tätervolk vom Opfervolk berichtet.Die Erzählerstimme im Buch ist Mojżesz, ein zur Handlung 1937 siebzehnjähriger Junge, streng jüdisch erzogen, lebend in Warschau, und da es damals nicht “ein” Warschau gab, braucht es die Qualifizierung: “links der Weichsel”, zwischen Nalewki und Zamenhofstraße, in Mirów und Muranów, dort, wo Warschau nicht wie Paris roch, sondern wie der Orient, wie uns Twardoch erzählt. Wir sind nicht wirklich lange im Buch, als wir erfahren, das Mojżesz Halbwaise ist. Sein Vater Naum Bernstein wurde umgebracht, gerade eben erst, zwei Tage vorm Pessachfest, und eigentlich müsste er in den Tempel, und wer bestellt eigentlich das Kaddisch, seine Mutter weint den ganzen Tag, sein Bruder ist zu klein dafür, also eigentlich sein Job, aber er hat Karten bekommen für den Boxkampf in der Stadt, das Team von Legia vs. dem von Makkabi, und wir lernen bald, wenn wir nicht ganz so firm sind in den ethnischen Hintergründen beider Teamnamen, hier kämpfen Polen gegen Juden, hier ist Prestige im Spiel oder sagen wir einfach: Rassismus. Die Eintrittskarte hat er von seinem Helden bekommen, Jakub Shapiro, dem Boxmeister des Viertels, ein schöner Mann, ein starker, ein reicher zudem, Frauen lieben ihn, Männer beneiden ihn und ausgerechnet der hat dem kleinen Mojżesz ein Ticket geschenkt und er darf mit ihm hinterher im Auto fahren, einem roten Chrysler, der aber nicht dem Boxer selbst gehört (der hat “nur” einen Buick), sondern seinem Chef, der unverholen “Der Pate” genannt wird und genau das ist, ein Pate, Chef der jüdischen Unterwelt: Schutzgeld, Prostitution, Drogen, das ganze Programm, der Boss im Viertel, der vor genau zwei Tagen Jakub, dem Boxer, den Auftrag gab, Mojżesz' Vater umzubringen. Und mit den beiden sitzt Mojżesz jetzt im Auto. Oha. Ok. Jesus… Sorry. Falscher Zungenschlag.Das alles weiß in dem Augenblick nur der erzählende Mojżesz, der das als fast Siebzigjähriger aufschreibt. Wir erfahrne das immer wieder in Zwischensätzen, kurz herausgerissen aus der Geschichte vom jungen Mojżesz, wie der alte kurz von der Schreibmaschine aufsteht und auf die Dizengoff Street in Tel Aviv runterschaut, aus seinem Apartment, das er viel zu selten verlässt.Warum schenkt der Mörder dem Sohn des Opfers Tickets zum Boxkampf? Warum, wie es sich entwickelt, nimmt er ihn in seine Obhut, lässt ihn bei sich leben, trainiert mit ihm, macht ihn zu seiner rechten Hand? Schuldgefühle? Scham? Nach einem Jahrzehnt im Dienst des “Paten” eigentlich unwahrscheinlich, wird uns dieses Rätsel bis zum Ende des Romans begleiten, ja, es ist das zentrale Thema des Buches und am Ende ein Baustein für so manche Wendung.Nicht nur mit dem Mord, sondern mit der Art und Weise desselben setzt das Buch den Ton für eine Gangsterstory, einen politischen Thriller, ein Moralitätenstück angesiedelt im Polen zwischen 1918 und 1939. Denn der Mord war brutal, Naum Bernstein wurde nicht einfach umgebracht, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte, er wurde gevierteilt und in die verschiedenen Seen in und um Warschau verteilt, in Teile zerhackt wie der weiße Hahn, den man zu Pessach über dem Kopf schwenkt und dem man hinterher den Kopf abschlägt auf dass man von allen Sünden erlöst sei. Religion, you know.So brutal ging es in der gesamten zweiten polnischen Republik zu, wie sie genannt wurde. Entstanden war sie aus den Wirren des ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution, nach denen Polen die Chance zur Wiedervereinigung ergriff und verspielte. Wie sich Polen mit wem wiedervereinigte? Frag Chat. Wer sich in Polen politisch mit wem stritt, zoffte, intrigierte, putschte: versuch es zu verstehen, überlies es, lies den hervorragenden Anhang des hervorragenden Übersetzers Olaf Kühl zuerst oder: Frag Chat. Es ist endlos kompoliziert.Derart verworrene politische Chaosjahre künstlerisch zu verarbeiten kann enorm abturnend sein, wie ich kürzlich lernen musste, in einem dreistündigen Theaterstück, geschrieben nur ein paar Jahre vorm Handlungszeitraum des “Boxer” vom doch großen Hans Fallada. Das Stück “Bauern, Bonzen und Bomben” wurde gegeben am Dresdner Staatsschauspiel und es wurde einzig durch die Schauspieler und vor allem das Bühnenbild herausgerissen. Denn ob die Sozis, der Bauernpartei oder den Nationalen gerade im Bürgermeisteramt einer holsteinischen Kleinstadt Demonstrationen erlauben oder verbieten, interessierte die Theatergängerin 1931 sicherlich, eventuell, hundert Jahre später aber eher nicht. Denn so etwas spannend zu erzählen braucht es keinen begnadeten und innovativen Autoren der “Neuen Sachlichkeit” wie Hans Fallada, da braucht es einen Punk, einen atemlosen, rücksichtslosen Schreiber wie Szczepan Twardoch der uns die politischen Wirren des Warschau zwischen den Weltkriegen in einer Brutalität, Schmutzigkeit und oft kaum auszuhalten schmerzevoll in einem Stakkato von Szene zu Szene zu Szene um die Ohren haut - wir kommen oft genug nicht hinterher. Nicht nur wegen der real existierenden polnischen Politikernamen, die wir nur anhand der Diakritika an den Buchstaben ausseinanderhalten können, jeder Ausspracheversuch muss scheitern. Der mit P und durchgestrichen I ist Präsident (Ja, war Józef Piłsudski nicht wirklich, it's complicated), der mit L und durchgestrichenem T der Staatsanwalt, wer war nochmal der mit D und dem Schwänzchen unter dem E?Geschrieben ist das Ganze in einem mir sonst eher unangenehmen wilden Herumgespringe in der Zeit, von 1929 nach 1918 nach 1926 nach 1988 und wieder zurück, dazu die vielen Namen, die nur mit hartem Training bei Ellroy oder Pynchon zu durchsteigen (oder zu ignorieren) sind – es ergibt sich ein Vertigo, wie es die Zeitzeugen der Epoche selbst erlebt haben müssen und welches wir Szczepan Twardoch mal als gewolltes Stilmittel unterstellen. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung wandelt sich das leicht verwirrte Lesen in manisches Pageturnen – man legt das Buch nicht mehr weg, man will die nächste Episode, die nächste kleine Backstory eines Charakters (oft im Sinne von “was ein Charakter!”) lesen. Ja, das Buch ist lang, aber es ist brillant und unglaublich gut übersetzt.Und so hangelt man sich also durch den politischen Urwald der 2. polnischen Republik und lernt doch viel, wenn man sich drauf einlässt, und es wird nicht einfacher dadurch, dass praktisch alle handelnden Personen permanent Wodka trinken, koksen, Frauen vergewaltigen, politische Gegner misshandeln, einsperren, umbringen – oder sich im allerbesten Fall nur mit ihnen prügeln. Wir sind nach spätestens hundert Seiten so abgestumpft, dass wir erschrocken Mitleid mit Mördern haben, Sympathie für Rechtsradikale entwickeln, Geldeintreiber als wertvolle Ordnungsmacht der Gesellschaft akzeptieren. Nur Vergewaltiger bleiben geradeso außerhalb unseres Verständnishorizontes, aber auch nur, weil Twardoch sich entscheidet, diese am Ende doch eindeutig als Bösewichte zu belassen. Alle anderen bekommen eine schwere Kindheit, ein Kriegstrauma, eine körperliche Missbildung (und was für eine, Herrgott, wurde mir schlecht!) als mildernde Umstände in die Story geschrieben, damit wir uns ja nicht zu sicher sind in unseren Urteilen.Über allem hängt die Fata Morgana eines jüdischen Staates in Palästina. Manche träumen von einem Neuanfang in Eretz Jisra'el andere warnen davor, denn ist das nicht die endgültige Niederlage, die Viertel in die man verbannt wurde freiwillig zu verlassen? Und was ist, wenn das wieder nur ein Ghetto, diesmal von Brittanias Gnaden ist? "Und was ist eigentlich mit den Palästinensern die dort leben?”, fragen besonders Weitsichtige.Das sind sie also, die berühmten Umstände, dieses “Sein”, das das Bewusstsein prägt, welches Menschen in harten Situationen hart werden lässt und in brutalen brutal. In ihren Vierteln lebend seit Jahrhunderten, chancenlos auszubrechen, entwickeln die Warschauer Juden Codes, Verhaltensmuster, “Coping Mechanisms” würde man heute sagen; es bilden sich brutale Machtstrukturen heraus wie in allen zu engen Gesellschaften, Schutz wird geboten und bezahlt und, wenn nicht, entzogen, es entstehen innerhalb der Unterdrückten Unterdrücker und Unterdrückte, innerhalb der Verlierer Verlierer und Gewinner. Druck von außen, in Warschau der fast prähistorische Antisemitismus, erzeugt kaum Gegendruck nach außen, sondern einen inhumanen solchen nach innen.“Der Boxer” ist eine Betrachtung dieser Mechanismen aus mindestens drei Perspektiven: Da ist die Erfolgsgeschichte des Gangsters Jakub Shapiro, dem Boxer, wie er zurückgekehrt aus dem Krieg der Polen gegen die Sowjetunion, bei dem er als Soldat auf der Siegerseite stand (was eher Zufall war), zu etwas bringt: im Sport, im Leben, in der Unterwelt. Bei all seiner Brutalität fiebern wir mit ihm mit und halten zum Schläger, zum Mörder.Da ist die traurige Geschichte von Mojżesz Bernstein, der seinen Vater verliert und einen Vater gewinnt, in Jakub, der Junge, der, hätte man nicht seinen Vater ermordet, wohl nicht das geworden wäre, was er heute ist.Und da ist die Perspektive des alten Mojżesz, unseres Erzählers mit erfüllter Vergangenheit, Brigadegeneral a.D. in Tel Aviv, Ende der 80er.Alle drei haben ein Leben gelebt, das nicht einfach war und Kompromisse erforderte. Jeder der drei stellt sich moralisch nicht frei. Jakub, der Boxer, der Mörder, leistet Buße, indem er Mojżesz annimmt. Dieser, der Junggangster, hat am Ende keine Wahl. Was soll er machen, fragt er sich? Nicht mit seinem Helden mitrennen, zurück in das ärmliche vaterlose Haus? Er lässt seine Mutter und seinen Bruder im Stich, bewusst. Und derselbe Mojżesz, am Ende seines Lebens, der Brigadegeneral in der israelischen Armee war, hatte doch auch keine Wahl, so sagt er sich immer wieder, was soll man machen als Israeli mit Arabern um einen herum? Die Araber nicht erschießen?Wir entwickeln Verständnis und merken genauso zu spät wie unsere Protagonisten, dass man irgendwann auf dem Weg zum Monsterwerden nicht stehen geblieben ist. Nicht “Neyn! Nie! Lo!” gesagt hat und dass man all seine moralistischen Begründungen in die Tonne treten kann, wenn man sich nicht zeitig genug wiederfindet, sich nicht zeitig genug selbst widerspricht, eine Grenze zieht, nicht mehr jedes Mittel zum Zweck erklärt und sich selbst und andere belügt.P.S. Für eine mildere und differenziertere Geschichte aus dieser Zeit sei (ungelesen) dieses nagelneuer Buch empfohlen: “Here Where We Live Is Our Country: The Story of the Jewish Bund” von Molly Crabapple (klingt wirklich vielversprechend) und dieser Klassiker aus dem Jahr 1941 “Who Goes Nazi?” by Dorothy Thompson. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com

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Auf den Punkt
Friedensnobelpreisträgerin Scherbakowa: “Putin baut eine Vergangenheit, die es nie gab”

Auf den Punkt

Play Episode Listen Later Feb 21, 2026 22:24 Transcription Available


Irina Scherbakowa von der russischen Menschenrechtsorganisation “Memorial” im Gespräch über Putins Krieg - und “die größte politische Emigration nach der Oktoberrevolution”.

WDR ZeitZeichen
John Reed: US-Kommunist mit Ehrengrab am Kreml

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Oct 17, 2025 14:45


Ausgerechnet ein US-Amerikaner schreibt als Augenzeuge "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" über die Oktoberrevolution. In Moskau gefeiert, in den USA geächtet. Von Christoph Tiemann.

BlomCast
[39] Ulrich Schmid — von der Oktoberrevolution in die Gegenwart

BlomCast

Play Episode Listen Later May 25, 2025 61:08


Send us a textUlrich Schmid ist Slawist und unterrichtet an der Universität Sankt Gallen. Sein Wendepunkt ist die Revolution 1917 und besonders die Rolle von Lenin dabei. Einmal mehr stellt sich die Frage, ob Revolutionen wirklich radikale Umbrüche sind, oder ob sie nicht auch viele Kontinuitäten kaschieren. Die Art der Machtausübung und das Verständnis davon, wie das Verhältnis zwischen Regierenden und Regierten funktioniert, ist jedenfalls bemerkenswert stabil geblieben, argumentiert Ulrich Schmid, und auch Putins historische Vorbilder zeigen, wie er die russische Geschichte sieht. Wir sprechen darüber, was Wladimir Putin von Lenin gelernt hat, welche Rolle Alexander Dugin im neuen Russland spielt, wie sich nicht nur in Russland längst ein postmoderner Wahrheitsbegriff durchgesetzt hat und welche russischen Autorinnen und Autoren mein Gast heute liest.Support the show

hr2 Hörbuch Zeit
Hörtipp - Baberowski: Die letzte Fahrt des Zaren - Prödel: Klapper - Opera re:told - Salasse: Die Glitzer-Gang

hr2 Hörbuch Zeit

Play Episode Listen Later Apr 11, 2025 33:42


ab 1:23 Min. - Jörg Baberowski: Die letzte Fahrt des Zaren | Als das alte Russland unterging | Gelesen von Omid Paul Eftekhari | 12 Std. 15 Min. | C.H. Beck Verlag || ab 10:13 Min. - Kurt Prödel: Klapper | Gelesen von Pascal Houdus | 5 Std. 47 Min. | Hörbuch Hamburg || ab 18:28 Min. - Opera re:told: Die Hochzeit des Figaro | bzw. Die Zauberflöte | Text und Erzähler: Frederic Böhle | Idee: Felix Löffler und Frederic Böhle | mit dem Ensemble Gutenberg Winds | 1 Std. 40 Min. bzw. 1:19 | Verlag Buchfunk || ab 26:38 Min. - Arne Salasse: Die Glitzer-Gang - Hörspielreihe 6 Folgen á ca. 26 Min. | Regie: Janine Lüttmann | Musik: Andreas Koslik | ab 9 Jahren | ARD-Audiothek / hr, NDR

hr2 Hörbuch Zeit
Hörtipp - Baberowski: Die letzte Fahrt des Zaren - Prödel: Klapper - Opera re:told - Salasse: Die Glitzer-Gang

hr2 Hörbuch Zeit

Play Episode Listen Later Apr 11, 2025 33:42


ab 1:23 Min. - Jörg Baberowski: Die letzte Fahrt des Zaren | Als das alte Russland unterging | Gelesen von Omid Paul Eftekhari | 12 Std. 15 Min. | C.H. Beck Verlag || ab 10:13 Min. - Kurt Prödel: Klapper | Gelesen von Pascal Houdus | 5 Std. 47 Min. | Hörbuch Hamburg || ab 18:28 Min. - Opera re:told: Die Hochzeit des Figaro | bzw. Die Zauberflöte | Text und Erzähler: Frederic Böhle | Idee: Felix Löffler und Frederic Böhle | mit dem Ensemble Gutenberg Winds | 1 Std. 40 Min. bzw. 1:19 | Verlag Buchfunk || ab 26:38 Min. - Arne Salasse: Die Glitzer-Gang - Hörspielreihe 6 Folgen á ca. 26 Min. | Regie: Janine Lüttmann | Musik: Andreas Koslik | ab 9 Jahren | ARD-Audiothek / hr, NDR

Geschichte Europas
Q-003: Die Oktoberrevolution in Russland (1917), mit Prof. Dr. Jörn Happel

Geschichte Europas

Play Episode Listen Later Mar 3, 2025 88:13


Mon, 03 Mar 2025 03:00:00 +0000 https://geschichteeuropas.podigee.io/474-474 810fd05e0d7d8658bbd6087610a7a77c Q: Erster Weltkrieg Kooperation Die in der Aufnahme erwähnte, 3. wiederum erneute Auflage von "Die Russische Revolution 1917" (Haumann/Happel) erscheint am 17.3.2025. Verknüpfte Folgen Die Februarrevolution in Russland (1917), mit Prof. Dr. Jörn Happel (26.08.2024) Den Podcast unterstützen UNTERSTÜTZE DEN PODCAST BEI STEADY! Marlon unterstützt den Podcast seit März 2023 mit einem Betrag, der den monatlichen Hosting-Kosten entspricht. Seit Januar 2025 macht das Patrick auch. Dafür möchte ich den beiden hier ganz besonders danken! SCHENK MIR EINEN KAFFEE - DEN SAFT, DER WISSEN SCHAFFT EINZELSPENDE ÜBER PAYPAL SENDEN Ab dem 10. September 2024 nenne ich regelmäßig in der Anmoderation die Vornamen von neuen, den Podcast unterstützenden Personen. Widerspruch dagegen bitte ich im Zusammenhang mit dem Zusenden der Unterstützung anzuzeigen. Feedback und Kommentare! Podcast-Blog mit Kommentarfunktion #historytelling - Netzwerk unabhängiger Geschichtspodcasts Schick mir Kommentare und Feedback als Email! Der Podcast bei Fyyd Folge mir bei Mastodon! Frag mich nach deiner persönlichen Einladung ins schwarze0-Discord! Die Episoden werden thematisch und nicht nach Erscheinungsdatum nummeriert. Für einen chronologischen Durchgang zur europäischen Geschichte sollten die Episoden nach Namen sortiert werden. schwarze0fm hatte als Hobbyprojekt begonnen - inzwischen habe ich aber durch Auftragsproduktionen und Crowdfunding die Möglichkeit gewonnen, mehr und bessere Folgen für Geschichte Europas zu produzieren. Das Prinzip "schwarze Null" bleibt - die Einnahmen werden verwendet, für mich Rahmenbedingungen zu schaffen, den Podcast zu betreiben und weiterzuentwickeln. In dieser Folge habe ich das ausführlich erklärt. This episode of "Geschichte Europas" by schwarze0fm (Tobias Jakobi) first published2025-03-03. CC-BY 4.0: You are free to share and adapt this work even for commercial use as long as you attribute the original creator and indicate changes to the original. Der Podcast ist Teil des Netzwerks #historytelling und von Wissenschaftspodcasts.de. 474 full Q: Erster Weltkrieg no Osteuropa,Russland,Sowjetunion,Oktoberrevolution,Lenin,Kommunismus,20. Jahrhundert,Neuere und neueste Geschichte Tobias Jakobi

Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah

Sergej Prokofjew lebte nach der Oktoberrevolution 1918 lange Zeit in der Emigration, erst in den USA, dann in Frankreich. Dort hat er seine erste Frau kennengelernt, eine spanische Sängerin mit dem Künstlernamen Lina Llubera. Nach fast 20 Jahren im Ausland ging die Familie - das waren Prokofjew mit Frau und zwei Söhnen - zurück in die (damalige) Sowjetunion. Und was passiert: Prokofjew trifft die Liebe seines Lebens. Eine junge Literaturstudentin namens Mira Mendelssohn. Dieses Treffen sollte nicht nur sein Leben für immer verändern, sondern auch das Leben seiner ersten Frau. Und zwar dramatisch ...

Auf den Tag genau
Unter der roten Fahne des Kreml

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Jan 24, 2025 10:40


Nach Moskau, nach Moskau zieht es nicht nur die drei Schwestern in Anton Tschechows gleichnamigem Schauspiel, sondern immer wieder auch die norddeutschen Zeitungen im Januar 1925. Nachdem wir uns vor wenigen Tagen mit den Altonaer Neuesten Nachrichten auf die Suche nach Leo Trotzki gemacht haben, besuchen am 24.1. die Harburger Anzeigen und Nachrichten die größte sowjetische Stadt, die seit der Oktoberrevolution auch wieder als Hauptstadt firmierte. Neben den klassisch-historischen Sehenswürdigkeiten um den Roten Platz führt Autor Konrad Elert uns unter anderem auch in das dort nach dessen Tod vor Jahresfrist errichtete Lenin-Mausoleum, schaut sich in den Geschäften um und ahnt an den ersten Bohrlöchern für eine U-Bahn den großen Umbau voraus, der auf Moskau in den Folgejahren in der Tat zukommen sollte. Es liest Frank Riede.

JACOBIN Podcast
Die Wenigen, die gewannen – von Bhaskar Sunkara

JACOBIN Podcast

Play Episode Listen Later Nov 10, 2024 60:45


Am 7. November 1917 übernahmen Lenin und die Bolschewiki die Macht. Was können wir von der Oktoberrevolution und ihrem tragischen Nachwirken lernen? Artikel vom 07. November 2020: https://jacobin.de/artikel/oktoberrevolution-russische-revolution-bhaskar-sunkara Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Ab sofort gibt es die besten Beiträge als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de

Ka Depp - Der Club-Podcast von nordbayern.de
Folge 247: Live at Consumenta

Ka Depp - Der Club-Podcast von nordbayern.de

Play Episode Listen Later Oct 28, 2024 73:28


Eine Woche nach dem 4:0-Sieg im Derby bei der Spielvereinigung Fürth macht der Club einfach so weiter mit dem furiosen Fußball. Nach etwas mehr als 90 Minuten heißt es gegen überforderte Regensburger 8:3 - ein historischer Sieg. Überragend auf dem Platz ist Julian Justvan, der tatsächlich an den ersten sieben Nürnberger Toren beteiligt ist und drei Treffer selbst erzielt. Nach dem dritten Sieg in Folge sind die Diskussionen um den Trainer Miroslav Klose erst einmal verstummt. Stattdessen breitet sich schon wieder leichte Euphorie aus rund um den Club, der endlich sein System gefunden zu haben scheint. Das hört man auch der neuen und von der Sparkasse Nürnberg präsentierten Podcast-Ausgabe an. Sebastian Gloser, Uli Digmayer und Fadi Keblawi sind diesmal live auf der Consumenta und sprechen über den erstaunlichen Aufschwung des Clubs. Es geht aber nicht nur um dieses Spiel, sondern auch um die Gala der Akademie für Fußballkultur und eine richtige Oktoberrevolution. Die gab es beim Club vor genau 40 Jahren und wird natürlich noch einmal nacherzählt. Und um Schnitzel geht es natürlich auch. Es geht also wie immer um alles.

Auf den Tag genau
Der Volksaufstand in Georgien

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Sep 10, 2024 10:46


Die prekäre Nähe zur imperialen Großmacht Russland prägt die Situation Georgiens seit Jahrhunderten. Die sich den Wirren der Februar- und der Oktoberrevolution verdankende Unabhängigkeit einer Demokratischen Republik Georgien war nur von kurzer, nicht einmalxdreijähriger Dauer. Bereits im Februar 1921 hatte die Rote Armee die ehemalige Provinz am Schwarzen Meer wieder annektiert, womit der Widerstand der Georgier jedoch keineswegs gebrochen war. Im Sommer 1924 kam es zu einem wochenlangen Aufstand gegen die sowjetische Besatzung, die der als Statthalter installierte Georgier Josef Stalin jedoch blutig niederschlagen sollte. Das Hamburger Echo hat in seinem Bericht vom 10. September bereits eine Ahnung von dieser Entwicklung und schließt mit einer noch allgemeineren, denkwürdigen Prognose: „ Die Stunde der Befreiung Georgiens wird schlagen, wenn die Demokratie in Rußland siegen wird. Bis dahin aber wird das verzweifelte georgische Volk im Kampfe noch viele Opfer bringen müssen.“ Es liest Frank Riede.

Kreisky Forum Talks
Wolfgang Müller-Funk: SELBSTZERSTÖRUNG DER DEMOKRATIE, TENDENZEN & WIEDERKEHREN IM KURZEN 20. JHD.

Kreisky Forum Talks

Play Episode Listen Later Jun 15, 2024 56:59


Philipp Blom im Gespräch mit Wolfgang Müller-Funk SELBSTZERSTÖRUNG DER DEMOKRATIE, TENDENZEN UND WIEDERKEHREN IM KURZEN 20. JHD. In Erinnerung an Manès Sperber   Manès Sperber, geb. 1905 in Sabolotiw, Ukraine, wurde als skeptischer Humanist und unerbittlicher Kritiker totalitärer Systeme bekannt. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen in Berlin. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Literaturpreise. Manès Sperber starb am 5. Februar 1984 in Paris. Seine Werke waren in den letzten Jahren nur mehr im Antiquariat greifbar. Mit einer kommentierten dreibändigen Leseausgabe, die im April 2024 erschienen ist, macht der Verlag Sonderzahl Sperbers Schriften nun wieder zugänglich. Herausgeber Wolfgang Müller-Funk auf die Frage, warum es sich lohnt, Manès Sperber heute zu lesen und über seine Texte zu diskutieren: „… weil er ein Autor ist, der eine Epoche literarisch und analytisch durchdrungen hat, die von der Oktoberrevolution bis zum Niedergang und Ende des sowjetischen Sozialismus reicht.… weil seine Analyse von Macht und Diktatur, die sein literarisch-essayistisches Werk durchzieht, unschätzbare Hilfe leistet, die psychischen und sozialen Mechanismen zu begreifen, die dem heutigen Rechts- und Linkspopulismus zugrunde liegen.… weil er wie kaum ein anderer die Individualpsychologie weiterentwickelt und auf politische Phänomene angewandt hat.“   Wolfgang Müller-Funk, Germanist, Kulturphilosoph, Essayist, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Spanisch in München. Er war Professor für Kulturwissenschaften in Birmingham und ien und u.a. Fellow an der New School for Social Research in New York und am Institut für die Wissenschaft vom Menschen in Wien. Er ist Buchautor und Verfasser von Essays und Rezensionen in diversen deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften. Und er ist Präsident der Manès Sperber-Gesellschaft. Philipp Blom studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien und schreibt regelmäßig für europäische und amerikanische Zeitschriften und Zeitungen.

JACOBIN Podcast
Alexander Bogdanow: Revolutionärer Denker und Sci-Fi-Pionier – von James D. White

JACOBIN Podcast

Play Episode Listen Later Apr 23, 2024 18:25


Alexander Bogdanow spielte eine Schlüsselrolle in der sozialistischen Bewegung Russlands vor der Oktoberrevolution. Neben philosophischen und ökonomischen Werken schrieb er auch einen Science-Fiction-Roman über eine sozialistische Zivilisation auf dem Mars. Artikel vom 22. April 2024: https://jacobin.de/artikel/alexander-bogdanow-revolutionaerer-denker-und-sci-fi-pionier Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Ab sofort gibt es die besten Beiträge als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de

Ö1 Betrifft: Geschichte
1934 - So starb ein Land (2)

Ö1 Betrifft: Geschichte

Play Episode Listen Later Feb 6, 2024 3:45


Anlässlich 90 Jahre Februarkämpfe 1934 in Österreich: So starb die Demokratie. So starb ein Land Radikalisierung Teil 2: Das "Schreckgespenst" des Bolschewismus schien um 1918 allgegenwärtig. Nach der Oktoberrevolution in Russland kam es auch in Europa zu Unruhen. Mit dem Historiker Florian Wenninger, Leiter des Instituts für historische Sozialforschung (IHSF) Gestaltung: Rosemarie Burgstaller - Sendung vom 6.2.2024

Radiogottesdienst
Römisch-katholischer Gottesdienst aus Leuggern (AG)

Radiogottesdienst

Play Episode Listen Later Nov 26, 2023 51:10


Zum Christkönigssonntag überträgt SRF den römisch-katholischen Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Leuggern (AG). Als 1925 das Christkönigsfest in den liturgischen Kalender der Kirche aufgenommen wurde, war es ein Gegenbild zum damaligen Zeitgeist: der Erste Weltkrieg und die Oktoberrevolution in Russland hatten Gewalt, Angst und Schrecken verbreitet. Die Herrschenden versuchten, durch Terror und Unterdrückung ihre Macht zu sichern. Die Pfarreiseelsorgerin Sabine Tscherner sagt in ihrer Predigt zum Christkönigsfest: «Jeder Mensch ist ein Königskind – Das Christkönigsfest will uns diese Wahrheit in Erinnerung rufen. Indem wir Jesus Christus als König feiern, können wir lernen, die eigene königliche Gestalt in uns weiterzuentwickeln.» Das Miteinander im Reich Gottes stelle sich gegen den Zeitgeist: Jesus, der König, wolle allen Menschen königliche Würde schenken: Jeder Mensch, jede Frau, jedes Kind, jeder Mann sei ein Königskind. Julia Ramirez und Markus Florian werden an Querflöte und Orgel den Gottesdienst mit Musik aus unterschiedlichen Epochen bereichern. Pfarrer und Domherr Stefan Essig steht der Eucharistiefeier vor.

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
L.I.S.A. - Sandra Dahlke | 1917 – Oktoberrevolution

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG

Play Episode Listen Later Nov 17, 2023 54:27


Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/1848_oktoberrevolution

dahlke oktoberrevolution
WDR 3 Meisterstücke
Eleganz und Melancholie: Rachmaninows 2. Sinfonie

WDR 3 Meisterstücke

Play Episode Listen Later Oct 5, 2023 13:08


Nach dem Debakel seiner 1. Sinfonie wollte Rachmaninow eigentlich nie wieder komponieren. Er begab sich wegen Depressionen in Behandlung. 1907 aber findet er in Dresden zu neuer Schaffenskraft und schreibt in seinem unnachahmlichen Ton seine erfolgreichste Sinfonie. Von Christoph Vratz.

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Auf den Tag genau
Ein berühmter Emigrant in Berlin: Alexander Kerenski

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Sep 25, 2023 13:11


In den Berliner Redaktionsstuben der 1920er Jahre saßen wahrlich viele berühmte und bedeutsame Persönlichkeiten, aber zu den vormals mächtigsten Menschen der Welt durfte sich mutmaßlich nur einer von ihnen zählen: Zugegeben, die historische Stunde, da Alexander Kerenski in unterschiedlichen offiziellen Funktionen die Geschicke Russlands bestimmte, fiel reichlich kurz aus – zwischen der Februarrevolution und der Oktoberrevolution lag bekanntlich kaum mehr als ein halbes Jahr. Und seine anschließende Flucht führte ihn zwischen Paris, Prag, London und New York auch nur sehr kurzzeitig nach Berlin. Ein Autor des 8-Uhr-Abendblattes nahm Kerenskis hier fortgesetzte Tätigkeit als Herausgeber zweier russischer Exilzeitungen am 25. September 1923 jedoch zum Anlass, den prominenten Kollegen an der Spree zu begrüßen und seine historische Rolle zwischen Zarenreich und Bolschewistenherrschaft in Erinnerung zu rufen. Für uns studiert hat sie Frank Riede.

Rosalux History
Die Oktoberrevolution

Rosalux History

Play Episode Listen Later Sep 5, 2023 59:20


In der vierundzwanzigsten Folge «Rosalux History» geht es um die Oktoberrevolution in Russland – um Utopie und Fortschritt ebenso wie um Gewalt und Niedergang. Anika Taschke und Albert Scharenberg sprechen mit der Geschichtsprofessorin Susanne Schattenberg (Universität Bremen) über die russische Revolution von 1905, mit der Politikwissenschaftlerin und Gewerkschaftssekretärin Dr. Katharina Volk (IG Metall) über Alexandra Kollontai und die Revolution der Frauen und mit dem Historiker Dr. Wladislaw Hedeler über die Verbrechen des Stalinismus.

Literatur - SWR2 lesenswert
Nikolai Epplée – Die unbequeme Vergangenheit. Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo

Literatur - SWR2 lesenswert

Play Episode Listen Later Aug 29, 2023 4:34


Der Russe Nikolai Epplée folgt den Spuren der russischen Repressionsgeschichte seit der Oktoberrevolution und findet dabei Untote, die Putin und der russisch-orthodoxen Kirche noch immer als Staffage dienen. Suhrkamp Verlag, 598 Seiten, 30 Euro ISBN 978-3-518-43105-4

Literatur - SWR2 lesenswert
Iwan Schmeljow – Der Toten Sonne

Literatur - SWR2 lesenswert

Play Episode Listen Later Jun 28, 2023 4:34


Es herrschen Hunger und Terror auf der Krim. Nach der Oktoberrevolution haben die Bolschewisten die Herrschaft übernommen und bringen ihre „wunderbare Maschine" einer sozialistischen Zukunft auf Touren. Wer jedoch nicht auf der richtigen Seite steht, fühlt sich in die Hölle versetzt. Davon erzählt der russische Autor Iwan Schmeljow (1873-1950) expressiv und bildhaft in seinem Krim-Roman „Der Toten Sonne". Rezension von Eberhard Falcke. Aus dem Russischen von Christiane Pohlmann Die Andere Bibliothek, 44 Euro, 320 Seiten ISBN 978-3-8477-0459-1

Auf den Tag genau
Was wird aus der Ukraine?

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Jan 8, 2023 9:59


Der Status der unterschiedlichen Teilglieder der werdenden Sowjetunion war im Winter 1922/23, also fünf Jahre nach der Oktoberrevolution noch immer nicht klar ausgehandelt. Im Hintergrund mochten die bolschewistischen Strippenzieher die Zeichen längst wieder auf Zentralisierung gestellt haben; an der Basis der regionalen Rätekongresse herrschte, jedenfalls einem Bericht in der Berliner Börsen-Zeitung vom 8. Januar 1923 Charkiw nach zu schließen, derweil durchaus noch Aufbruchsstimmung ob einer in Aussicht gestellten Autonomie der verschiedenen Republiken. So wähnte man sich seinerzeit offensichtlich auch unter den Kommunisten der Ukraine nach Jahrhunderten des Zarenjochs selbstbestimmt hinsichtlich der Frage, welche Kompetenzen man künftig vor Ort behalten und welche nach Moskau abgeben wollte. Es liest Paula Leu.

Zaren. Daten. Fakten.
Das Erbe der Sowjetunion: Ein Gespräch mit Jens Siegert

Zaren. Daten. Fakten.

Play Episode Listen Later Dec 16, 2022 26:13


In unseren Spezialepisoden beschäftigen wir uns mit der historischen Bedeutung der Gründung der Sowjetunion vor 100 Jahren. Jens Siegert lebt seit vielen Jahren in Russland und war der ehemalige Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau. Von der Oktoberrevolution bis zum Fall der Sowjetunion im Jahr 1991 werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse und ihre Bedeutung für die geschichtliche Entwicklung.

Geschichte(n) hören
Auf dem linken Auge blind? Der Umgang mit dem Kommunismus im vereinten Deutschland

Geschichte(n) hören

Play Episode Listen Later Nov 14, 2022 98:45


Vor 25 Jahren erschien in Frankreich das »Schwarzbuch des Kommunismus«. Anlass war der 80. Jahrestag der russischen »Oktoberrevolution« 1917. Ein Jahr später löste die deutsche Ausgabe des Schwarzbuches eine heftige Kontroverse über die Dimensionen und die Bewertung der kommunistischen Verbrechen im 20. Jahrhundert aus. Am 14. November 2022 sprach Dr. Ulrich Mählert mit Prof. Dr. Claudia Weber, Albrecht von Lucke und Prof. Dr. Peter Steinbach über den Ort des Kommunismus in der Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands.

Future Histories
S02E25 - Bini Adamczak zu Beziehungsweisen

Future Histories

Play Episode Listen Later Jul 24, 2022 81:23


Aus einer tiefgehenden Analyse und Kritik der Revolutionen von 1917 und 1968 entwickelt Bini Adamczak eine neue Perspektive auf die Frage, was es zu revolutionieren gilt. Der Fokus verschiebt sich dabei hin zu den Beziehungsweisen. Future Histories LIVE Das Gespräch mit Bini Adamczak ist Teil des Formats ‚Future Histories LIVE‘. In unregelmäßigen Abständen werden hierbei einzelne Episoden live – soll heißen vor Publikum – aufgezeichnet. Diese Folge Future Histories ist am 8. Juli 2022 auf Einladung des Hamburger Künstler*innenkollektivs Zollo entstanden.   Kollaborative Podcast-Transkription Wenn ihr Future Histories durch eure Mitarbeit an der kollaborativen Transkription der Episoden unterstützen wollt, dann meldet euch unter: transkription@futurehistories.today FAQ zur kollaborativen Podcast-Transkription: shorturl.at/eL578   Shownotes Bini auf Twitter: https://twitter.com/bini_adamczak Adamczak, Bini. 2017. Beziehungsweise Revolution: 1917, 1968 und kommende. Berlin: Suhrkamp Verlag: https://www.suhrkamp.de/buch/bini-adamczak-beziehungsweise-revolution-t-9783518127216 Adamczak, Bini. 2017. Der schönste Tag im Leben des Alexander Berkman: Vom womöglichen Gelingen der Russischen Revolution. Edition Assemblage.: https://www.edition-assemblage.de/buecher/der-schoenste-tag-im-leben-des-alexander-berkman/ Adamczak, Bini. 2011. Gestern Morgen: Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft. Edition Assemblage.: https://www.edition-assemblage.de/buecher/gestern-morgen/ Adamczak, Bini. 2016. „Die Versammlung: Kommunismen 1917 – 1968 – 2017“. In Das Kommunistische Oder: Ein Gespenst kommt nicht zur Ruhe, herausgegeben von Lutz Brangsch und Michael Brie. 129 – 148. VSA: Verlag Hamburg.: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/VSA_Brangsch_Brie_Das_Kommunistische.pdf Adamczak, Bini. 2014. Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird. Münster: Unrast Verlag.: https://www.fembooks.de/Bini-Adamczak-Kommunismus-Kleine-Geschichte-wie-endlich-alles-anders-wird Jour Fixe Initiative Berlin – Dialektik der Technik: https://jourfixe.net/veranstaltungsreihe/dialektik-der-technik Homepage Zollo: www.zollo.ist Zollo bei Facebook: www.facebook.com/zollokollektiv   Weitere Shownotes Stalinismus: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/189565/stalinismus/ Realsozialismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Realsozialismus Komsomol: https://de.wikipedia.org/wiki/Komsomol Sturm auf das Winterpalais (Oktoberrevolution 1917): https://www.lpb-bw.de/oktoberrevolution-1917 Solidarisches Wirtschaften: https://welche-gesellschaft.org/solidarisch-wirtschaften/ Deutsche Wohnen Enteignen: https://www.dwenteignen.de/ Selbstbestimmungsgesetz Deutschland: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/eckpunkte-fuer-das-selbstbestimmungsgesetz-vorgestellt-199378 Erste Bilder des James Webb Space Teleskop: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/erste-bilder-des-james-webb-teleskop-ein-neues-kapitel-in-der-erkundung-des-universums-a-8bab2acf-20c3-42c3-b1ba-05cb4804ab00 Kopernikanische Revolution: https://www.astro.com/astrowiki/de/Kopernikanische_Wende Kotti und Co.: https://kottiundco.net/ Commoning: https://de.wikipedia.org/wiki/Commoning   Erwähnte Personen Theodor W. Adorno: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno Georg Elser: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser Michail Alexandrowitsch Bakunin: https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin Lasar Abramowitsch Schazkin: https://de.wikipedia.org/wiki/Lasar_Abramowitsch_Schazkin Ignazio Silone: https://de.wikipedia.org/wiki/Ignazio_Silone Walter Benjamin: https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Benjamin Michel Foucault: https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault Jörn Schütrumpf: https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rn_Sch%C3%BCtrumpf   Weitere Future Histories Episoden zum Thema: S02E24 | Gabriel Kuhn zu anarchistischer Regierungskunst: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e24-gabriel-kuhn-zu-anarchistischer-regierungskunst/ S02E23 | Nina Scholz zu den wunden Punkten von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co.: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e23-nina-scholz-zu-den-wunden-punkten-von-google-amazon-deutsche-wohnen-co/ S02E14 | Jakob Heyer zu Grundproblemen einer postkapitalistischen Produktionsweise (Teil 1): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e14-jakob-heyer-zu-grundproblemen-einer-postkapitalistischen-produktionsweise-teil-1/ S02E15 | Jakob Heyer zu Grundproblemen einer postkapitalistischen Produktionsweise (Teil 2): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e15-jakob-heyer-zu-grundproblemen-einer-postkapitalistischen-produktionsweise-teil-2/ S02E12 | Friederike Habermann zu Tauschlogik: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e12-friederike-habermann-zu-tauschlogik/ S01E48 | Sabine Nuss zu Eigentum (Teil 1): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e48-sabine-nuss-zu-eigentum-teil-1/ S01E49 | Sabine Nuss zu Eigentum (Teil 2): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e49-sabine-nuss-zu-eigentum-teil-2/ S01E47 | Stefan Meretz zu Commonismus: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e47-stefan-meretz-zu-commonismus/ S01E39 | Jens Schröter zur Gesellschaft nach dem Geld: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e39-jens-schroeter-zur-gesellschaft-nach-dem-geld/ S01E37 | Eva von Redecker zur Revolution für das Leben: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e37-eva-von-redecker-zur-revolution-fuer-das-leben/   S01E31 | Daniel E. Saros on Digital Socialism and the Abolition of Capital (Part 1): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e31-daniel-e-saros-on-digital-socialism-and-the-abolition-of-capital-part-1/ S01E32 | Daniel E. Saros on Digital Socialism and the Abolition of Capital (Part 2): https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e32-daniel-e-saros-on-digital-socialism-and-the-abolition-of-capital-part-2/ S01E19 | Jan Philipp Dapprich zu sozialistischer Planwirtschaft: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e19-jan-philipp-dapprich-zu-sozialistischer-planwirtschaft/ S01E17 | Das HEFT-Kollektiv zu Stadt, Selbstorganisation & Anarchismus: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e17-das-heft-kollektiv-zu-stadt-selbstorganisation-amp-anarchismus/ S01E15 | Rouzbeh Taheri zu Enteignung, Vergesellschaftung & demokratischem Sozialismus: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e15-rouzbeh-taheri-zu-enteignung-vergesellschaftung-demokratischem-sozialismus/ S01E12 | Daniel Loick zu Anarchismus: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e12-daniel-loick-zu-anarchismus/   Wenn euch Future Histories gefällt, dann erwägt doch bitte eine Unterstützung auf Patreon: https://www.patreon.com/join/FutureHistories? Schreibt mir unter office@futurehistories.today und diskutiert mit auf Twitter (#FutureHistories): https://twitter.com/FutureHpodcast oder auf Reddit: https://www.reddit.com/r/FutureHistories/ www.futurehistories.today   Episode Keywords: #BiniAdamczak, #JanGroos, #FutureHistories, #FutureHistoriesLive, #Live, #Podcast, #Interview, #Zollo, #Beziehungsweisen, #Regieren, #Governance, #Regierungskunst, #Gouvernementalität, #AlternativeRegierungskunst, #Demokratie, #Commons, #Revolution, #Foucault, #Sozialismus, #Kommunismus, #Commonismus, #Anarchismus, #Wirtschaftsdemokratie, #Marktwirtschaft, #Planwirtschaft, #Oktoberrevolution, #russischeRevolution, #68erRevolution, #Solidarität, #Reproduktionsweise, #Utopie, #Utopiefetisch, #Revolutionsfetisch, #postrevolutionäreDepression, #Transformation, #Eigentum, #Beziehungsweise   

Helle Panke
"Despotischer Sozialismus" oder "Staatssklaverei"? Uli Schöler, Wladislaw Hedeler, Jörn Schütrumpf

Helle Panke

Play Episode Listen Later Jun 8, 2022 64:39


Mitschnitt vom 25. April 2022 aus der Kopenhagener Str. 9, Berlin "Despotischer Sozialismus" oder "Staatssklaverei"? Die theoretische Verarbeitung der sowjetrussischen Entwicklung in der Sozialdemokratie Deutschlands und Österreichs (1917 - 1929) Es sprechen: 0:00 Dr. Wladislaw Hedeler 10:11 Dr. Jörn Schütrumpf 22:42: Dr. Uli Schöler Mit: Dr. Uli Schöler (Rechts- und Politikwissenschaftler; er lehrte bis 2019 als außerplanmäßiger Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Seit 2015 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung) und Dr. Jörn Schütrumpf (ehem. Leiter der Fokusstelle Rosa Luxemburg, Rosa-Luxemburg-Stiftung) Moderation: Dr. Wladislaw Hedeler »Wie hältst Du es mit Sowjetrussland?« Diese Frage bewegte nach der Oktoberrevolution die europäische Linke. Für die innersozialdemokratische Diskussion in Deutschland und Österreich markieren die Begriffe »Despotischer Sozialismus« (Otto Bauer) oder »Staatssklaverei« (Karl Kautsky) den Spannungsbogen, in dem in den verschiedenen Strömungen die Haltungen zur Oktoberrevolution und die weitere Entwicklung Sowjetrusslands kritisch untersucht wurden. Bereits 1991 legte Uli Schöler seine materialreiche Darstellung dieser Auseinandersetzungen vor. Die Schilderung und Analyse der Reaktionen auf die politischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen, Ereignisse und Entscheidungen in Sowjetrussland – Friede von Brest-Litowsk, Auflösung der Konstituante, Parteidiktatur, Struktur des Rätesystems, Komintern-Strategie, Kronstädter Aufstand, Georgien-Intervention, Neue Ökonomische Politik (NEP), Agrarfrage, Bürokratie, Terror – bilden gleichsam eine ausführlich kommentierte Chronik der ersten zwölf Jahre bolschewistischer Herrschaft. Der Karl Dietz Verlag hat Schölers Buch, das lange Zeit vergriffen war, 2021 neu aufgelegt. "Helle Panke" e.V. freut sich über Spenden, via PayPal an: info@helle-panke.de

100% Berlin
Krasses Ding! Die kuriosesten Erfindungen aus Berlin

100% Berlin

Play Episode Listen Later May 13, 2022 5:05


Welche Drogen hat der Erfinder denn da genommen? Das fragt man sich bei manchen Erfindungen aus Berlin. Tim Koschwitz und Jana Schmidt verraten die kuriosesten Ideen aus Berlin. Und die spannenden Geschichten dahinter. Zum Beispiel der Zaschka-Three-Wheeler, die Lösung für alle Parkplatzprobleme dieser Welt. Außerdem erzählen sie, welches persönliche Drama den legendären Grillwalker möglich machte. Und verraten, warum wir der russischen Oktoberrevolution ein sehr berühmtes Getränk zu verdanken haben. Folge 126 des rbb 88.8-Podcasts "100% Berlin"

Auf den Tag genau
Bericht aus Charkow/Charkiw

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later May 9, 2022 9:08


Charkow oder Charkiw – diese dieser Tage so erschütternd blutig ausgetragene Frage war auch schon vor einhundert Jahren bedrückend aktuell und hatte die Stadt im Osten der Ukraine zwischen 1917 und 1920 während des Russischen Bürgerkriegs mehrfach zum Schauplatz schwerer Kämpfe gemacht. Charkow oder Charkiw – für Colin Roß stellte sich diese Frage, zumindest sprachlich nicht. Der berühmte Reiseschriftsteller (der hier in diesem Podcast schon verschiedentlich aus Südamerika berichtet hatte) hielt sich, wie damals in der deutschen Berichterstattung weithin üblich, an die russischen Sprech- bzw. Schreibweisen – und griff auch ansonsten auf einige heute nicht mehr gebräuchliche, weil als diskriminierend in Verruf gerate Redewendungen zurück. Seine Aufzeichnungen aus der Berliner Morgenpost vom 9. Mai 1922 vermitteln interessanterweise den Eindruck, als habe sich nach der Oktoberrevolution und der Herrschaftssicherung der Bolschewiki sooo viel doch (noch) gar nicht geändert. Es liest Frank Riede.

Auf den Tag genau
Nabokow sen. stirbt bei Attentat in der Philharmonie

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Mar 29, 2022 9:17


Dass im Berlin 1922 eine große Zahl von Russ:innen lebte, dürfte bekannt sein. Ausgelöst durch die russische Revolution waren etwa erst die Anhänger des Zarentums, später das republikanische, liberale Bürgertum zur Flucht gezwungen und so entstanden in Berlin verschiedene russische Communities. Von der politischen Ausrichtung zu letzterer gehörte Wladimir Dmitrijewitsch Nabokow, der an der republikanischen Regierung nach dem Sturz des Zaren beteiligt war, welcher die Oktoberrevolution ein Ende setzte. Ihm und seiner Familie gelang die Flucht über die Krim und schließlich nach Berlin. Sein Sohn Vladimir, der später als Literat zu Weltruhm gelangen sollte, studierte zu der Zeit in Cambridge und publizierte erste Abhandlungen über Schmetterlinge. Nabokow, der Ältere, hatte einen Vortrag des ehemaligen Außenministers Pawel Miljukow, in der Philharmonie mitorganisiert. Zwei rechtsradikale Monarchisten sahen das als Gelegenheit, sich für den Sturz des Zaren zu rächen und schossen auf Miljukow. Nabokow eilte ihm zur Hilfe und wurde tödlich getroffen. Ein weiterer politischer Mord im Deutschland der 20er Jahre. Die Berliner Börsen-Zeitung vom 29. März 1922 berichtet. Für uns schildert Paula Leu den Hergang der Ereignisse.

Zart Wie Kruppstahl
64. Streich: Revolution und Wintersport in Deutschland

Zart Wie Kruppstahl

Play Episode Listen Later Feb 1, 2022 71:55


Wusstet ihr, mit welcher Skier Marke Angela Merkel im Wintersport Urlaub gestürzt ist? Oder zu welchem Kurs DDR Turnschuhe heute weggehen? Wenn ja, seid ihr wirklich seltsam. So wie Maik. Und wie auch immer es die beiden geschafft haben, kamen sie von diesen Themen irgendwann auf die Frage, wie eine Oktoberrevolution in Deutschland ausgesehen hätte.

Auf den Tag genau
Nach Moskau! Nach Moskau! - Das Gastspiel des Moskauer Künstlertheaters

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Nov 29, 2021 7:42


„Nach Moskau! Nach Moskau!“ – ihre berühmte Sehnsucht teilten die drei Schwestern aus Anton Tschechows gleichnamigem Stück mutmaßlich mit vielen der nach der Oktoberrevolution in Berlin gestrandeten russischen Exilanten. Kein Wunder, dass sich diese denn auch in großer Zahl zum Gastspielauftakt des legendären Moskauer Künstlertheaters eben mit Tschechows ‘Drei Schwestern‘ im Theater an der Königgrätzer Straße, dem heutigen Hebbel-Theater oder HAU1, einfanden. Der Kritiker des 8-Uhr-Abendblattes Josef Adolf Bondy vermag sich in die Wehmut der jungen Protagonistinnen auf der Bühne genauso einzufühlen wie in die der russischen Seelen im Zuschauerraum. Dennoch kommt er im Vergleich mit seiner eigenen Erstbegegnung mit der Inszenierung bei einem früheren Gastspiel der Moskauer zu dem Schluss, dass die stürmisch bewegte Zeit doch ein wenig über diese Art von wiewohl großartigem Theater hinweggegangen sei. Und erklärt die Regisseure und Begründer des Künstlertheaters Konstantin Stanislawski und Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko in seinem Bericht vom 29. November 1921 gleich einmal irrtümlicherweise für tot ... Wie immer zu neuem Leben erweckt werden alle Beteiligten an diesem Gastspiel bei uns in der Lesung von Frank Riede.

Auf den Tag genau
Die Witwe Anton Tschechows: Olga Knipper im Gespräch

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Nov 23, 2021 6:41


Das Moskauer Künstlertheater hatte vor einhundert Jahren längst Legendenstatus. 1898 von Konstantin Stanislawski und Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko gegründet, avancierte es binnen weniger Jahre als Inbegriff einer einfühlsamen psychologisch-realistischen Schauspielkunst zu einer der angesehensten Bühnen Europas und wurde dabei insbesondere mit den Werken des Dramatikers Anton Tschechow identifiziert, die dort um die Jahrhundertwende höchst erfolgreiche Inszenierungen erlebten. In den Wirren der Oktoberrevolution hatte Stanislawskis Ensemble Moskau 1917 verlassen und sich, im Unklaren über seine Zukunft, kurzentschlossen auf eine mehrjährige ausgedehnte Tournee begeben. 1921 führte diese das Künstlertheater nun auch nach Berlin, wo das Gastspiel der weltberühmten Truppe mit Spannung erwartet und in der Presse, damals eher unüblich, bereits mit ausgiebigen Vorberichten gewürdigt wurde. So wartete der Berliner Börsen-Courier etwa am 23. November mit einem Gespräch mit der großen Mimin und Tschechow-Witwe Olga Knipper auf. Der junge Interviewer war übrigens Hanns Brodnitz – später einer der einflussreichsten Kinobetreiber in der Weimarer Republik, der 1944 von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde. Es liest Frank Riede.

Einschlafen mit Wikipedia
Oktoberrevolution

Einschlafen mit Wikipedia

Play Episode Listen Later Oct 24, 2021 27:40


Die Geburtsstunde des Sozialismus…

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SWR2 Wissen
Lenin – Ein Mythos verblasst

SWR2 Wissen

Play Episode Listen Later Aug 11, 2021 27:32


Seine Statuen stehen in nahezu allen Orten Russlands. Straßen und Plätze sind weiterhin nach ihm benannt. Es geht um Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin (22.4.1870 bis 21.1.1924). Der Anführer der Oktoberrevolution 1917 hat Generationen von Sowjetbürgern geprägt. Im heutigen Russland ist er jedoch umstritten. Von Gesine Dornblüth (SWR 2020) | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/lenin | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen

RentnerTV
Episode #015 Kommunismus/Sozialismus Oversimplified (Mit Rulix)

RentnerTV

Play Episode Listen Later Mar 20, 2021 77:22


In der heutigen Episode geht es um folgendes: Was ist Kommunismus? Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus. Links und Rechts ganz schnell erklärt. Karl Marx & Friedrich Engels, Lenin und die Oktoberrevolution und der Bürgerkrieg. UdSSR Sozialismus (Bruderstaaten Politik und der Warschauer-Pakt) Chinas Sozialismus (Mao Zedong) Jugoslawiens Sozialismus (Tito) Weshalb mochten sich China und die UdSSR nicht (mehr)? Das Ende der UdSSR und der Bruderstaaten. Die Revolution in China unter Deng Xiaoping, das Ende der SFRJund das Prestige der Sozialismus/Kommunismus. Dazu als kleiner Bonus das Thema "Sozialismus/Kommunismus" in den USA!

Auf den Tag genau
Konterrevolution in Rußland?

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Mar 7, 2021 4:31


Auch gut drei Jahre nach der Oktoberrevolution war die politische Lage in der Sowjetunion noch immer äußerst volatil und die Frage ihrer Außengrenzen ungeklärt. Während die Rote Armee im fernen Süden und noch ferneren Osten von Sieg zu Sieg eilte und die meisten abtrünnigen Randprovinzen des alten Zarenreiches wieder unter das Moskauer Joch zwang, regte sich ausgerechnet dort, wo dereinst alles anfing, gleichsam in Sichtweite des Winterpalais Widerstand gegen die Sowjetmacht: In Kronstadt auf der Insel Kotlin, direkt in der Bucht von St. Petersburg, rebellierten Matrosen gegen die bolschewistische Herrschaft und die von ihr ungelösten Versorgungsprobleme. Am 7. März 1921, knapp zwei Wochen vor der blutigen Niederschlagung des Aufstandes, stellt sich die Situation sehr unübersichtlich dar, erst recht für die mit Informationen wenig gut versorgten ‘westlichen‘ Beobachter. Der Bericht im Vorwärts handelt deshalb im wesentlichen denn auch von Gerüchten. Es liest Paula Leu.

Hintergrund - Deutschlandfunk
Vor 100 Jahren in Russland - Der Matrosenaufstand von Kronstadt

Hintergrund - Deutschlandfunk

Play Episode Listen Later Feb 26, 2021 18:54


Die Matrosen von Kronstadt erhoben sich Anfang 1921 in Russland gegen die Kommunisten und forderten, die Ideale der Oktoberrevolution endlich einzulösen. Trotzki und Lenin ließen den zunächst friedlichen Aufstand blutig niederschlagen. Es war das Ende aller Hoffnungen auf einen freiheitlichen Sozialismus. Von Otto Langels www.deutschlandfunk.de, Hintergrund Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei

Auf den Tag genau
Russisches Revolutionstheater in Petersburg

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Feb 9, 2021 11:43


Sogenannte Reenactments, also möglichst ‘authentische‘ Wiederaufführungen historischer Ereignisse erfreuen sich in den zurückliegenden Jahrzehnten großer Beliebtheit, sind als Phänomen im Grunde aber bereits seit der Römerzeit bekannt. Eine ganz besondere, staatlich verordnete Hochkonjunktur erlebte dieses Genre in der jungen Sowjetunion, die in großen Massenspektakeln die Erinnerung an ihre Geburt in der Oktoberrevolution zu inszenieren pflegte. Eine solche Feier gab es u.a. bereits zu deren drittem Jahrestag im Herbst 1920, anlässlich dessen an historischer Stätte die Erstürmung des Winterpalais mit Abertausenden von Laiendarstellern nachgespielt wurde. Zu den wenigen ausländischen Augenzeugen dieser Veranstaltung zählte der ungarische Schriftsteller Arthur Holitscher, der seiner Faszination darüber anschließend verschiedentlich in Buchform und Zeitungsartikeln Ausdruck verlieh. So geschehen beispielsweise in der Freiheit vom 9. Februar 1921, aus der für uns Frank Riede liest.

Fazit - Kultur vom Tage - Deutschlandfunk Kultur
Theaterhochschule Budapest - Die kleine Oktoberrevolution

Fazit - Kultur vom Tage - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Oct 7, 2020 10:05


Seit mehreren Wochen demonstrieren die Studierenden der Hochschule für Theater und Film in Budapest gegen die Orbán-Regierung, die die Leitung ausgetauscht hat. Die Proteste könnten auch eine Reform der Kunstszene anstoßen, hofft Autorin Noemi Kiss. Noemi Kiss im Gespräch mit Vladimir Balzer www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei

Auf den Tag genau
Snowden über Sowjetrussland

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Jun 27, 2020 3:57


Über die junge Sowjetunion wusste man anno 1920, gut zweieinhalb Jahre nach ihrer Geburt in der Oktoberrevolution, auf dem restlichen Kontinent ausgesprochen wenig. Zum einen war man hier wohl viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich ein Bild von den dortigen Zuständen zu machen. Zum anderen mangelte es aber auch schlicht an glaubwürdigen, ideologisch unvoreingenommenen Augenzeugen, die mit belastbaren Informationen aus Moskau oder gar aus anderen Landesteilen aufwarten konnten. Entsprechend groß war das Interesse an den – sehr kritischen – Reiseeindrücken, die die englische Sozialistin Ethel Snowden von der sechswöchigen Visite einer Labour-Delegation ins Reich des Bolschewismus mitbrachte und die sie bei ihrem Zwischenstopp in Berlin mit der Vossischen Zeitung teilte. Aus deren Ausgabe vom 27. Juni liest Paula Leu.

GameFeature
Help will come Tomorrow PS4 Test

GameFeature

Play Episode Listen Later Jun 10, 2020 9:37


1917 – wir befinden uns in Russland im Krieg, genauer gesagt kurz vor der Oktoberrevolution, das Land ist gespalten in Konservative und Revolutionäre. Und wir sitzen in einem Zug mit Charakteren beider Gruppen. Doch plötzlich werden wir angegriffen und der Zug entgleist. In der sibirischen Tundra überleben wir nur knapp mit vier Insassen und müssen ab jetzt in der Wildnis überleben. Doch Überleben ist nicht unbedingt das schwierigste, denn auch politische Konflikte und die Moral der Gruppe gilt es neben Nahrung, Wasser und Wärme zu beachten. Jeder Charakter hat eine ganz eine Hintergrundgeschichte und die Dialoge zwischen ihnen sind echt gut geschrieben. Die Atmosphäre durch Musik und Grafik ist echt gut gelungen und man fühlt sich permanent unbehaglich. Zudem ist der Wiederspielwert recht hoch, da es unterschiedliche Zusammensetzungen geben kann. Das Gameplay ist eine klassische Survival-Simulation, wir weisen unsere Charaktere Aufgaben zu, müssen dabei aber ihre Gesundheit beachten und eben die Konstellation mit politischen Gesinnungen, denn nicht jeder kann mit jedem gut zusammenarbeiten. Leider sind manche Mechaniken schwer zu durchschauen und die Controller Steuerung ist sehr fummelig in den kleinen Menüs, ebenso wie die kleine Schrift. Es empfiehlt sich also eher dieses Spiel auf dem PC zu spielen.

Oscars Liste
"Menschen im Hotel" kommen und gehen, immer passiert etwas | 1932

Oscars Liste

Play Episode Listen Later May 2, 2020 59:13


Wir schreiben das Jahr 1932, "Menschen im Hotel" (OT: "Grand Hotel") gewinnt den Oscar als 'bester Film' - und auch nur dafür. Es gab nicht einmal eine Nominierung für eine andere Kategorie. Das gab es in der Oscar-Geschichte nie wieder. Im Podcast sprechen wir außerdem über die erste All-Star-Besetzung Hollywoods, all den Klatsch und Tratsch hinter den Academy-Bühnen und warum das legendäre Zitat "Menschen kommen, Menschen gehen. Nie passiert etwas" so tiefgründig ist. Der Inhalt ganz knapp zusammengefasst: Im Grand Hotel von Berlin treffen diverse Menschen ein, darunter Grusinskaya, die vor der Oktoberrevolution eine der berühmtesten Ballerinen in Russland war. Jetzt ist sie über den Zenit ihrer Karriere hinaus und leidet unter nervöser Anspannung. Zu ihr gesellt sich der Baron von Gaigern, ein abgehalfterter Lebemann, der sich mit Diebstählen über Wasser hält und dessen Spielschulden ihn in Konflikt mit seinen Gläubigern gebracht haben. Er ist von Grusinskayas Reichtum sehr angetan. Ebenfalls auf der Suche nach Geld ist Direktor Preysing, dessen windige Geschäfte die Firma seiner Frau nahezu ruiniert haben. Er ruft die ambitionierte Stenotypistin Flämmchen zu sich, um ihr einige Briefe zu diktieren und stellt rasch fest, dass die junge, attraktive Frau gegen eine gewisse Bezahlung auch andere Dienste anbietet. #oscars #oscar #oscarsliste #podcast #spotify #itunes #anchor #movie #film #kino #kinoabend #filmabend #cinema #filme #netflixandchill #besterfilm #menschenimhotel #grandhotel #mgm #1932 #edmnundgoulding #irvingthalberg #barrymore #garbo #crawford #beery #waltdisney #disney

SWR2 Wissen
Lenin – Ein Mythos verblasst

SWR2 Wissen

Play Episode Listen Later Apr 17, 2020 27:50


Der Anführer der Oktoberrevolution 1917 hat Generationen von Sowjetbürgern geprägt. Im heutigen Russland ist er zu seinem 150. Geburtstag jedoch umstritten. Von Gesine Dornblüth

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Zeitsprung
ZS234: Das bekannteste Parfüm der Welt und seine russische Vorgeschichte

Zeitsprung

Play Episode Listen Later Mar 18, 2020 44:56


Wir springen nach Russland an den Anfang des 20. Jahrhunderts: Ernest Beaux kreiert für den russischen Zarenhof zum 300-jährigen Thronjubiläum der Romanows ein Parfüm. Und wie sich herausstellt, wird es zur Grundlage für das bekannteste Parfüm der Welt: Denn aufgrund des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution in Russland kehrt Beaux zurück nach Frankreich, wo er in Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms, seinen Duft weiterentwickelt und 1920 auf Coco Chanel trifft. Doch es gibt noch ein zweites Parfüm, das seinen Duft dem Thronjubiläum der Romanows verdankt: Der am weitesten verbreitete Duft in der Sowjetunion: Das Rote Moskau, Krasnaja Moskwa, vom ebenfalls französischen Parfümeur Auguste Michel.

WDR ZeitZeichen
Wjatscheslaw M. Molotow, sowj. Politiker (Geburtstag 9.3.1890)

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Mar 8, 2020 14:45


Eigentlich hieß er mit Nachnamen Skrjabin, doch schon als junger Bolschewik im Zarenreich legte Wjatscheslaw sich einen Tarnnamen zu: Molotow, zu Deutsch: der Hammer. Er saß in Sibirien im Arbeitslager und im Ersten Weltkrieg war er an der Vorbereitung der Oktoberrevolution beteiligt. Molotow stieg als engster Mitarbeiter Stalins ins Politbüro auf und blieb dort 31 Jahre lang Mitglied. Autor: Heiner Wember

Helle Panke
Michael Brie: "Von Lenin lernen, es anders zu machen"

Helle Panke

Play Episode Listen Later Feb 3, 2020 50:57


Vortrag von Michael Brie zum 150. Geburtstag W. I. Lenins im "Seniorenclub im Karl-Liebknecht-Haus" im Januar 2020 Im Vortrag wird auf den strategischen Suchprozess Lenins in der Zeit vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis zur Oktoberrevolution eingegangen: Klare politische Positionierung, Arbeit an einer revolutionären Dialektik, Entwicklung einer neuen kommunistischen Erzählung für das Zeitalter des Imperialismus, strategisch orientierte Gesellschaftsanalyse, ein grundlegend verändertes Konzept der Revolution für Russland und die imperialistische Peripherie, Erarbeitung von Vorstellungen zu Sozialismus und Staat und Fokussierung auf konkrete Projekte des Einstiegs in den Sozialismus gingen Hand in Hand. Davon kann die heutige Linke lernen - auf andere Weise revolutionäre Realpolitik zu verwirklichen. Referent: Prof. Dr. Michael Brie, ist Fellow am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Zu seinen jüngsten Buchveröffentlichungen gehören: Futuring. Perspektiven der Transformation im Kapitalismus über ihn hinaus (2014, Münster: Westfälisches Dampfboot), Lenin neu entdecken. Dialektik der Revolution & Metaphysik der Herrschaft (2017, Hamburg: VSA, auch auf Englisch, Russisch und Chinesisch erschienen), Luxemburg neu entdecken: Freiheit für den Feind! Demokratie und Sozialismus (2019, Hamburg: VSA).

DEN DANSKE FORBINDELSE
Oktoberrevolution i Irak og nye ledere i Finland og Storbritannien

DEN DANSKE FORBINDELSE

Play Episode Listen Later Dec 13, 2019 55:00


I denne uge skal vi til både Irak, Finland, Afghanistan, Indien og Storbritannien. Vi følger fortsat den bølge af demonstrationer, der breder sig i verden. Vi ser grundigt på Irak, hvor de voldsomme demonstrationer stadig er i gang, med flere hundrede dødsfald og mange tusind sårede. Vi tager til Finland, hvor en strejke har ført til et regeringsskifte. Og så kommer vi omkring Afghanistan, hvor 2000 frigivne dokumenter viser, at verden og den amerikanske befolkning er blevet vildledt. Derudover tager vi jer med til Indien, hvor mange fejrer, at fire voldtægtsmistænkte mænd er blevet skudt, og så undgår vi ikke valgresultatet i Storbritannien, hvor Boris Johnson gav de konservative en historisk jordkredssejr.

Mosaik-Podcast
MOSAIK-PODCAST #6 – Globale Revolte? – Der Rote Oktober 2019 und die Zukunft der globalen Aufstände

Mosaik-Podcast

Play Episode Listen Later Nov 19, 2019 10:01


Gegenwärtig brennen weltweit Straßen. Irak, Chile, Ecuador, Hong Kong, Libanon, Algerien - die Liste ließe sich fortführen. In der sechsten Ausgabe des Mosaik-Podcasts setzt sich Julia Brandstätter in ihrem Essay mit Ursachen, Gemeinsamkeiten und Zukunft der gegenwärtigen Aufstände auseinander. Der Beitrag zum Anhören: Im Jahr 1848 beschworen Marx und Engels ein Gespenst, das in Europa umging. Fast siebzig Jahre später erschütterte die russische Oktoberrevolution den europäischen Kontinent. Heute erleben wir einen vergleichbaren Sturm der Entrüstung, der über viele Teile der Welt fegt und im „Roten Oktober“ seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Donnergrollen der Weltrevolution Die eigentliche Zäsur markierte bereits die nicht abreißen wollende Protestwelle in Frankreich, die genau vor einem Jahr losgetreten wurde. Bald darauf erhoben sich die Massen im Sudan und stürzten den Präsidenten Omar al-Baschir im Frühjahr 2019. Fast zur selben Zeit wurde der Rücktritt des algerischen Präsidenten Abd al-Aziz Bouteflika erzwungen. Die Proteste in Algerien erreichten erst kürzlich einen neuen Höhepunkt, als am 1. November zehntausende Menschen eine „neue Revolution“ forderten. Aber auch in Hongkong, Honduras, Haiti, im Iran und in Ägypten prasselte der Zorn der Massen auf die Herrschenden nieder. Brennende Barrikaden im „Roten Oktober“ Pünktlich am Monatsersten begann der „Rote Oktober“ im Irak, als tausende Iraker und Irakerinnen auf den Tahrir Platz zogen. Seitdem reißen die Proteste nicht mehr ab. Nur einen Tag später strömten die Menschen in Ecuador auf die Straßen. Indigene, Gewerkschaften und Studierende solidarisierten sich und die Bewegung entwickelte sich bald zu einem Aufstand gegen die Regierung. Mitte des Monats folgte der Libanon. Mindestens ein Viertel der Bevölkerung soll allein am 20. Oktober an den Protesten teilgenommen haben. In Sprechchören fordern sie die „Revolution! Revolution!“ und den „Sturz des Regimes“. In Chile erreichten die Massenmobilisierungen am 25. Oktober ihren Höhepunkt. Allein in den Straßen von Santiago de Chile drängten sich 1,2 Millionen Menschen dicht aneinander. Ursachen der Aufstände Es waren scheinbar Kleinigkeiten, die diese Massenproteste auslösten: eine Erhöhung der Benzinsteuer in Frankreich, eine Einführung von Whatsapp-Gebühren im Libanon, eine Kürzung der Subventionen für Benzin und Diesel in Ecuador und eine Preiserhöhung der Öffi-Tickets in Chile. Aber all diese Verschlechterungen sind stets nur der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der angestaute Unmut, der sich plötzlich auf den Straßen entlädt, brodelt schon länger unter der Oberfläche. Die Zahlen sprechen für sich. Im Irak lebt fast ein Viertel der Bevölkerung von weniger als 1,90 Dollar pro Tag. Die Ungleichverteilung der Einkommen in Chile ist eine der haarsträubendsten weltweit. Im Libanon dominieren sieben Milliardäre die gesamte Wirtschaft. Fast alle entstammen den Familien Hariri oder Makti, die das Land seit Jahrzehnten regieren. Dazu kommt eine Jugendarbeitslosigkeit von 37 Prozent. Und Ecuador ist eines der ärmsten Länder in Lateinamerika. Allgemein gilt: Die soziale Infrastruktur bröckelt, Löhne und Sozialleistungen schrumpfen, während die Lebenshaltungskosten steigen. Maßlose Polizeigewalt Überall liefern sich die Protestierenden Straßenschlachten mit der Polizei, die Tränengas, Wasserwerfer und teilweise scharfe Munition gegen die Demonstrierenden einsetzen. In Chile verkündete Präsident Sebastián Piñera: „Wir sind im Krieg!“ Die Bilanz: mindestens 20 Tote, über tausend Verletzte, willkürliche Verhaftungen, Foltermethoden aus Pinochets Zeiten und sexuelle Gewalt. Auch die irakische Polizei geht mit gesteigerter Brutalität gegen die jungen Demonstrierenden vor, die mehrheitlich zwischen 15 und 25 Jahren alt sind. Berichten zufolge schießen die Polizisten mit Tränengasgranaten gezielt in die Menge. Die Granaten durchbohren Schädel und hinterlassen klaffende Wund...

Helle Panke
Thomas Möbius: Utopie in der Oktoberrevolution

Helle Panke

Play Episode Listen Later Aug 6, 2019 68:43


Utopische Visionen und Experimente in Russland nach 1917 Referent: Dr. Thomas Möbius (Sozial- und Literaturwissenschaftler, schrieb seine Dissertation über "Russische Sozialutopien von Peter I. bis Stalin", LIT-Verlag 2015) Vortrag vom 24.10.2016 Die Russische Revolution 1917 beflügelte das utopische Denken in einzigartiger Weise. Ein grenzenloser Vorrat an Ideen und Sehnsüchten drängte mit ihr hervor: Gerechtigkeitsvorstellungen, Visionen eines Neuen Menschen, Entwürfe eines gemeinschaftlichen Lebens und neuer Städte, Technikphantasien, die bis zur Eroberung des Kosmos und der Überwindung der Natur reichten. Was der Utopie dabei eine neue Dimension gab, war die Überzeugung, sie verwirklichen zu können. Die Revolution ließ die Utopie Praxis werden. Die utopischen Visionen und Experimente zeigten anfangs einen radikalen Emanzipationsanspruch. Doch was blieb davon in der Realität? Wo kippte der Traum von der neuen Gesellschaft in den Terror des Stalinismus? An dem Abend wurden die Wege der Utopie in Rußland 1917 zwischen revolutionärer Hoffnung, politischer Vereinnahmung, Scheitern und dystopischer Enttäuschung nachgezeichnet.