POPULARITY
arbeitsunrecht FM ist ein Radio-Magazin rund um Arbeit, Ausbeutung und Organisierung im Betrieb.Das Fachmagazin für renitente Beschäftigte, aktive Betriebsräte und solche, die es werden wollen.Eine Stunde voll mit Nachrichten, Interview, Kommentaren und guter Musik.MODERATION: Elmar WigandUNION BUSTING-NEWS Kommentierte Presseschau: Betriebsratsbehinderung, Gewerkschaftsbekämpfung und Arbeitsunrecht in Deutschland. (Beginn 10:13)Von und mit Jessica Reisner ► Siemens Energy: Sicherheitsbeauftragter begleitet Betriebsratskandidatin bei Wahlkampf ► Tesla: Beeinflussung der Betriebsratswahl mit martialischer Showeinlage? ► Kontrollen Finanzkontrolle Schwarzarbeit: 25% der Unternehmer unterlaufen Mindestlohn? ► Berliner Theater: Hauptpersonalrat bei Umstrukturierung korrekt beteiligt?► Tönnies schließt nach Übernahme das Eberswalder-Werk in Britz--INTERVIEW ► Betriebe unter Arbeiterkontrolle. Selbstverwaltung, Kooperativen & Genossenschaften. (Beginn: 23:37)Elmar Wigand (Pressesprecher aktion ./. arbeitsunrecht) spricht mit Rupay Dahm (Fachanwalt für Arbeitsrecht & Autor aus Berlin) Rupay hat einen interessanten und hilfreichen Praxisleitfaden für selbstorganisierte Unternehmen veröffentlicht: "Selbstbestimmt arbeiten, Betriebe demokratisieren – Ein Praxisleitfaden für selbstorganisierte Unternehmen", oekom 2024. (Hier zu bestellen: https://www.oekom.de/buch/selbstbestimmt... )Auf 568 Seiten will sein Handbuch "praktische Wege aufzeigen, wie demokratisch selbstorganisierte Unternehmen funktionieren und Fallstricke umgangen werden, damit eine zukunftstaugliche Wirtschaft verwirklicht werden kann."FRAGEN:► Wie bist Du als Arbeitsrechtler dazu gekommen, Dich mit Selbstverwaltung und Kooperativen zu beschäftigen? Was war die Motivation?► Was ist beim Aufbau eines selbstverwalteten Betriebs zu beachten?► Der Klassenkampf hört auch in der Selbstverwaltung und vermutlich auch im Sozialismus nicht auf, oder? Dein Buch geht auch auf unvermeidliche Rollenunterschiede und Konflikte innerhalb von selbstverwalteten Betrieben ein, entnehme ich Deinem Interview in der jungen Welt. ► Sind in größeren selbstverwalteten Betrieben Gewerkschaften und Betriebsräte sinnvoll oder überhaupt möglich?► Woher rührt die große Distanz der DGB-Gewerkschaften zu der Idee, dass Arbeiter*innen die Produktion übernehmen? (Die ultimative Drohung der Unternehmer lautet ja: Dann machen wir den Laden halt dicht und schmeißen euch alle raus. Die Übernahmen durch die Belegschaft ist ja eigentlich eine nahe liegenden Idee, die in manchen Situationen durchaus reale Chancen hätte...)PLAYLIST► Carsie Blanton – FBI► Carsie Blanton – Little Flame► Hot lips Page – Ruby► Lil Green – If you want to share your loveWER MACHT DIE SENDUNG?Der Verein Aktion gegen Arbeitsunrecht unterstützt renitente Beschäftigte, aktive Betriebsräte und konfliktbereite Gewerkschaften in ganz Deutschland. Wir sind unabhängig und finanzieren uns über Spenden und Fördermitglieder. Helft uns, macht mit!GEBT UNS FEEDBACK!Wenn ihr einschlägige Erfahrungen gemacht habt, wenn ihr kommentieren und mitmachen wollt, schreibt uns eine Mail: kontakt(at)arbeitsunrecht.deWir freuen uns über eure Rückmeldungen!WER SIND WIR? https://arbeitsunrecht.de/fmIHR FINDET UNS GUT? ► Unterstützt uns mit einer Spende! ► https://arbeitsunrecht.de/spende/
Seit vielen Jahren prägen Verletzungen die San Francisco 49ers mehr als andere Teams der NFL. David und Lars haben in den letzten Wochen etwas genauer recherchiert und bieten euch in dieser Folge ein neues Format im Outside Zone Talk an: Im ersten Teil der Episode werden die Rechercheergebnisse zu den Verletzungen bei den 49ers zusammengetragen. Alle Aspekte und Komponenten, die in solche Verletzungen mit einfließen können, werden dabei dargelegt. Im zweiten Teil der Folge diskutieren die beiden dann über diese Erkenntnisse und ziehen daraus Schlüsse für die kommende Saison. Während der Folge geht es dabei um folgende Aspekte: Verletzungen in der NFL/bei den 49ers Der Impact während einer Karriere in der NFL Training Camp, Training während der Saison und das Scheme unter Kyle Shanahan Die zunehmende Selbstverwaltung der Spieler Die Electrical Substation am Levi's Stadium Die NFLPA Report Cards Der Staff der 49ers ...und viele weitere kleinere Aspekte In dieser Folge wollen wir euch über die Komplexität des Themas Verletzungen in der NFL aufklären und eine weitere Grundlage für zukünftige Diskussionen schaffen. Viel Spaß beim Hören und denkt gern an eine Bewertung in eurem Podcast-Portal!
Im Januar hat die syrische Regierung unter Ahmad al-Scharaa die kurdische Selbstverwaltung Rojava in Nordostsyrien angegriffen. Der syrische Präsident will die Kontrolle über das gesamte Land erlangen, während die kurdische Führung zwar zu einer Integration bereit ist, aber ihre Autonomie teilweise bewahren will. Da man in monatelangen Verhandlungen zu keiner Einigung kam, wollte al-Scharaa offenbar seine Verhandlungsposition militärisch verbessern und die kurdische Seite in die Ecke drängen. Und genau das scheint gelungen zu sein. In nur wenigen Tagen nahmen die syrischen Regierungstruppen große Teile der kurdisch kontrollierten Gebiete ein. Circa 150.000 Menschen mussten in einer ohnehin prekären humanitären Situation fliehen. Die kurdische Führung lenkte ein, es kam zu einem Waffenstillstand und schließlich zu einem Abkommen zwischen der Selbstverwaltung und der syrischen Regierung. In dieser Folge spricht Pauline Jäckels mit der Soziologin und Kurdistan-Expertin Rosa Burç. Darüber, warum viele Kurd*innen in Syrien zwar den Sturz des Assad-Regimes bejubelten, aber von Beginn an skeptisch gegenüber Ahmad al-Scharaas neuer Übergangsregierung waren. Über al-Scharaas Militäroffensive und was der Wandel der geopolitischen Interessenlagen in Syrien damit zu tun hat. Und darüber, was das neue Abkommen für die Zukunft der Selbstverwaltung bedeutet. Rosa Burç arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Sie hat am Center on Social Movement Studies an der Scuola Normale Superiore in Florenz promoviert. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie Narrative und Repertoires des Widerstands über Zeit und Raum hinweg überliefert werden, insbesondere unter Kurd*innen und anderen staatenlosen und marginalisierten Gesellschaften. Schreibt uns an: weltunordnung@rosalux.org
Die kurdische Selbstverwaltung im Nordosten Syriens war nie ideal. Aber sie scheiterte nicht an demokratischen Mängeln, sondern an brüchigen Allianzen mit ihren arabischen Verbündeten. Nach dem Fall Assads sind diese Konflikte aufgebrochen – und stellen die Region vor eine ungewisse Zukunft. Artikel vom 08. Februar 2026: https://jacobin.de/artikel/syrien-kurdistan-pkk-rojava-hts-sdf-ypg Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de
Was wie ein lauter Protestmarsch klingt, ist in Wahrheit eine Beerdigung. In der syrischen Stadt Kamishli nehmen Hunderte Menschen Abschied von Ahmed Omar, einem irakischen Kurden, der im Kampf für die kurdische Sache gefallen ist, für die Verteidigung des kurdischen Autonomiegebiets in Syrien. Doch noch am gleichen Tag wird klar: Der Traum von diesem Gebiet im Nordosten Syriens ist ausgeträumt. Nach Jahren der Selbstverwaltung endet mit der neuen syrischen Regierung das Projekt Rojava, das für viele Kurden Hoffnung auf politische Selbstbestimmung bedeutete. Korrespondent Daniel Böhm war vor Ort unterwegs und erzählt, wie die Kurden große Teile Nordostsyriens über ein Jahrzehnt lang selbst kontrollierten - mit eigener Verwaltung, eigenen Sicherheitskräften und einer multiethnischen Militärstruktur. Und wie es dort nun weitergehen soll. Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ Host: Sarah Ziegler Daniels Bericht aus Syrien findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/international/syriens-kurden-verlieren-ihre-autonomie-die-letzten-tage-von-rojava-ld.1923003). Und falls du mehr über Daniel und seine anderen Artikel wissen willst, findest du sie [hier](https://www.nzz.ch/impressum/daniel-boehm-ld.1861409). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem «NZZ Briefing». Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
Trump provoziert mit Grönland, droht mit Strafzöllen, gründet einen Friedensrat an der UNO vorbei. Was macht das mit der EU und einem selbstbewussten französischen Präsidenten? Außerdem: Konfliktherd Syrien: Aus für die kurdische Selbstverwaltung? Armbrüster, Tobias
Trump provoziert mit Grönland, droht mit Strafzöllen, gründet einen Friedensrat an der UNO vorbei. Was macht das mit der EU und einem selbstbewussten französischen Präsidenten? Außerdem: Konfliktherd Syrien: Aus für die kurdische Selbstverwaltung? Armbrüster, Tobias
In der Gesundheitspolitik sind jetzt entscheidende Weichenstellungen erforderlich – aber hat die Gesundheitspolitik dafür den erforderlichen Mut? Prof. Henrik Herrmann ist da skeptisch. Der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein appelliert an alle Akteure, die nötigen Reformen in diesem Jahr anzugehen. Auch Ärztinnen und Ärzte und ihre Selbstverwaltung könnten dazu beitragen.
Das Urteil ist da! Alles kam anders, als erwartet. Zum Glück! André Haug, Vizepräsident der BRAK, und ich liefern Euch Eindrücke und Boschaften aus der Türkei. Waren wir sprachlos? Ja, ziemlich. Aber die Freude über das "gerade-noch-mal-gutgegangen" wollen wir Euch nicht vorenthalten. Auch wenn wir heute selbst nicht vor Ort waren, haben wir mitgefiebert, mitgelitten und mitgejubelt. Ist jetzt alles gut? Nein! Aber für einen Moment können wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in der Türkei aufatmen. Dank an Vera Hofmann von der Rechtsanwaltskammer Berlin und Dr. Christian Lemke von der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg, die selbst an einem Tag wie diesem kurz Zeit für mich gefunden haben und an André Haug, der innerhalb von 5 Minuten parat steht, wenn die Beyrich anruft. Danke!
Der finanzielle Spielraum der deutschen Kommunen schrumpft dramatisch. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor einem Rekorddefizit, wachsender Überlastung durch staatliche Pflichtaufgaben und einem schleichenden Verlust kommunaler Selbstverwaltung.
"Die türkische Anwaltschaft ist, genauso wie die deutsche Anwaltschaft, unabhängig und stark und wirklich mutig!" Dr. Vera Hofmann, Präsidentin der Rechtsanwaltskammer Berlin, hat den 3. und letzten Prozesstag vor der Urteilsverkündung beobachtet und berichtet von ihren Eindrücken. Vera war von den Vorträgen der Verteidiger tief beeindruckt - anders, als das Gericht, wie es den Anschein hat. Ob die Plädoyers Eindruck hinterlassen haben, lässt sich jedenfalls an der Mimik der Richter nicht ablesen, denn die sitzen in dem absurd großen Saal so weit entfernt, dass man sie kaum erkennen kann. Vera gibt außerdem Einblicke in ihren Besuch im Generalkonsulat, das überraschend offene Gespräche mit sich brachte.
"Das ist ein Kampf um den Rechtsstaat!" Anne-Kathrin Duncker, Mitglied im Beratungsausschuss des RAV und wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Institut für Menschenrechte, ist vor Ort, um den Prozess gegen 11 türkische Anwaltskolleginnen und -kollegen zu verfolgen. Sie berichtet uns vom zweiten Prozesstag und den bewegenden Plädoyers der Verteidigung, die alles gibt, obwohl das Gericht beinahe den Eindruck macht, als hätte es sich längst eine Entscheidung zurecht gelegt. Die Verkündung des Urteils könnte schon am Freitag stattfinden, wenn es nach dem Zeitplan des Gerichts geht. *Anne-Kathrin stellt im Nachgang richtig, dass zur selben Zeit ein Verfahren gegen die CHP stattgefunden hat - nicht gegen den CHD.
Putsche, Natalie www.deutschlandfunk.de, Deutschland heute
André Haug, Vizepräsident der BRAK und Präsident der Rechtsanwaltskammer Karlsruhe, ist mit weiteren deutschen Anwältinnen und Anwälten zur Prozessbeobachtung in die Türkei gereist, nicht zuletzt, um den angeklagten Kollegen der Istanbuler Rechtsanwaltskammer beizustehen. Der im vergangenen Jahr begonnene Prozess wurde heute fortgesetzt. André berichtet uns direkt aus der Türkei vom ersten Prozesstag und seinen Eindrücken aus dem überdimensional großen Gerichtssaal und dem bisherigen Verfahrensverlauf, dem eine unglaubliche Menge solidarischer Kolleginnen und Kollegen beiwohnten.
Putsche, Natalie www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen
Dr. Johanna Ludwig ist Chirurgin, Gesundheitssystem-Visionärin und leitet seit Kurzem die neue Leiterin der Stabsstelle Versorgung bei der gematik. Nach mehreren Jahren klinischer Tätigkeit – unter anderem im Unfallbehandlungszentrum Berlin-Marzahn – absolvierte sie ein Zusatzstudium in Oxford, das ihr die Bedeutung von Prozessanalyse, Organisationsentwicklung und Digitalisierung im Gesundheitswesen verdeutlichte. Sie verbindet medizinische Expertise mit einem tiefen Verständnis für Versorgungsprozesse, Lean Management und digitale Transformation. In ihrer neuen Rolle bringt Dr. Johanna Ludwig Erfahrungen aus Klinik, Forschung, Startup-Arbeit und internationaler Weiterbildung ein, um die digitale Versorgung in Deutschland patientennah, alltagstauglich und zukunftsfähig zu gestalten. Ein ungewöhnlicher Weg: Von der Chirurgie zur Digitalstrategie Zu Beginn berichtet Dr. Johanna Ludwig, wie sie von der klassischen Chirurgie in eine Rolle wechselte, die es ihr ermöglicht, Versorgung systemisch zu verbessern. Im Klinikalltag wurde ihr immer wieder bewusst, wie viel Zeit Ärztinnen und Ärzte mit Workarounds verbringen – mit Tätigkeiten, die eigentlich nur dazu dienen, Lücken in Prozessen zu überbrücken. Gerade diese täglichen Ineffizienzen weckten ihren Wunsch, Strukturen zu verändern und Organisationen zu modernisieren. Das Zusatzstudium in Oxford hat ihr dann gezeigt, dass Wissen allein nicht ausreicht, sondern dass man sein Umfeld aktiv gestalten muss, wenn man Versorgung verbessern will. Digitalisierung und Weiterbildung gehören zusammen Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, weshalb Digitalisierung oft nicht dort ankommt, wo sie eigentlich benötigt wird. Dr. Johanna Ludwig betont, dass digitale Lösungen nur funktionieren, wenn sie in echte Arbeitsabläufe eingebettet sind und wenn das Personal die Möglichkeit erhält, sich weiterzubilden. Besonders die Verknüpfung aus digitaler Kompetenz und strukturierter Weiterbildung hält sie für entscheidend. Ohne diese Verbindung könne der große Hebel digitaler Technologien nicht wirksam werden. Die Rolle der neuen Stabstelle Versorgung bei der gematik Viele Außenstehende unterschätzen die Größe und Komplexität der gematik. Dr. Johanna Ludwig erklärt, dass ihre Aufgabe als Leiterin der Stabstelle Versorgung darin besteht, zwischen allen Akteuren zu vermitteln – von Krankenhäusern über Ärztinnen und Ärzte bis hin zu Industriepartnern und Selbstverwaltung. Es gehe nicht darum, analoge Abläufe einfach zu digitalisieren, sondern Digitalisierung so zu gestalten, dass sie die Versorgung tatsächlich verbessert. Die Stabstelle soll dafür sorgen, dass sowohl digital affine Praxen als auch kleine Landarztpraxen gehört werden und dass digitale Lösungen echten Mehrwert bieten. Warum digitale Lösungen häufig Frust auslösen Anhand eines Beispiels aus dem NHS beschreibt Dr. Johanna Ludwig, warum digitale Lösungen scheitern können, wenn sie an der Realität vorbeigeplant werden. Eine digitalisierte Überweisung hat zwar organisatorisch Sinn ergeben, aber gleichzeitig wertvolle ärztliche Kommunikation eliminiert, die zuvor nebenbei stattfand und für den Austausch zwischen Hausärzten und Fachärzten essenziell war. Die Folge war Frust statt Entlastung. Diese Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, Digitalisierung aus Sicht der Anwenderinnen und Anwender zu denken und die Funktionsweise der Versorgung genau zu verstehen. johanna-inga Fragmentierung, Ressourcenmangel und der Alltag der Kliniken Ein weiterer Schwerpunkt ist die enorme Fragmentierung des deutschen Gesundheitssystems. Viele unterschiedliche Systeme, zahlreiche IT-Anbieter, regionale Unterschiede und finanzieller Druck erschweren einheitliche digitale Lösungen. Dr. Johanna Ludwig macht deutlich, dass Digitalisierung gerade in diesem Umfeld ein enormer Hebel sein könnte, wenn sie richtig umgesetzt wird. Sie sieht die Herausforderung darin, alle Beteiligten wieder auf eine gemeinsame Vision einzuschwören und den Fokus auf das gemeinsame Ziel zu richten: eine bessere Versorgung für Patientinnen und Patienten. Die elektronische Patientenakte: Ein großes Versprechen Im Gespräch zeigt sich Dr. Johanna Ludwig deutlich optimistischer als viele andere Stimmen im System. Auf die Frage, wie groß das Potenzial der elektronischen Patientenakte sei, gibt sie die höchste Bewertung. Schon heute könne ein sauber geführter Medikationsplan Leben retten. Zwar sei die ePA aktuell noch von PDFs geprägt und oft unvollständig, doch allein die Bündelung wichtiger Informationen bringe spürbare Erleichterungen. Ihr Ziel ist es, dass Ärztinnen und Ärzte künftig sagen: „Dieses digitale Tool erleichtert meinen Alltag wirklich.“ Weiterbildung im KI-Zeitalter – und warum Deutschland aufholen muss Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um die Zukunft der medizinischen Weiterbildung. Dr. Johanna Ludwig erläutert, dass Weiterbildung Zeit und Geld kostet, in Kliniken aber oft als Belastung wahrgenommen wird. Logbücher werden häufig ausgefüllt, ohne dass die Inhalte wirklich vermittelt wurden. International, etwa in Kanada, sei man deutlich weiter und arbeite seit vielen Jahren mit kompetenzbasierten Modellen. Angesichts der rasanten Entwicklungen in KI und Entscheidungsunterstützungssystemen müsse sich das Rollenbild von Ärztinnen und Ärzten verändern. In Zukunft brauche es nicht nur Fachwissen, sondern besonders Fähigkeiten wie Kommunikation, Teamarbeit und Patientenführung. Was nötig ist, damit der Kulturwandel gelingt Dr. Johanna Ludwig betont, dass es eine klare Vision braucht – ähnlich wie in einem Startup. Systeme und Weiterbildungsstrukturen müssen so gestaltet werden, dass sie gute Praxis unterstützen statt behindern. Im Mittelpunkt steht für sie der Mensch: Pflegende und Ärztinnen sollen Zeit für Patientinnen und Patienten haben, statt mit redundanten Dokumentationen oder fehlerhaften IT-Systemen kämpfen zu müssen. Nur wenn digitale Lösungen den Arbeitsalltag wirklich erleichtern, kann eine positive digitale Kultur entstehen. Persönliches Ziel: Die erste wirklich geliebte digitale Lösung Zum Ende definiert Dr. Johanna Ludwig ein persönliches Ziel: Sie möchte, dass es künftig mindestens ein digitales Produkt gibt, über das Ärztinnen und Ärzte sagen: „Das ist wirklich gut.“ Dieser Satz wäre für sie ein Zeichen dafür, dass Digitalisierung nicht mehr als Belastung, sondern als echte Verbesserung wahrgenommen wird. Ebenso wünscht sie sich, dass ihr Buch über Wege aus der Klinik irgendwann nicht mehr gebraucht wird, weil Menschen im Gesundheitssystem wieder das Gefühl haben, etwas bewegen zu können, ohne auszubrennen. Mehr über unseren Podcast, alle erschienen Folgen und uns Inga Bergen & Larissa Middendorf findet ihr auf www.visionaere-gesundheit.de Mehr von uns gibt es auch in unserem englischsprachigen Podcast „Visionaries of Health“ denn ihr auf allen gängigen Podcastplattformen findet. Ihr habt Themenvorschläge oder Anregungen für uns? Melde euch gerne unter info@visionaere-gesundheit.de Der Beitrag Dr. Johanna Ludwig: Warum ihre Vision für die digitale Versorgung Mut macht erschien zuerst auf Visionäre der Gesundheit.
Retterview - Gedanken, Wissen und Spaß aus dem Pflasterlaster
In dieser Folge nehmen Samy und Mike euch mit hinter die Kulissen der Notaufnahme der Universitätsmedizin Rostock. Zu Gast ist Dr. Tarek Eiben, Chefarzt der zentralen Notaufnahme – und selbst Notarzt. Gemeinsam sprechen sie über: den Weg vom Internisten zum Chefarzt, was der G-BA-Beschluss wirklich verändert hat, wie eine Triage abläuft und warum der Rettungsdienst manchmal warten muss, warum strukturierte Übergaben (SINNHAFT-Schema) Leben retten können, wie Crew Resource Management (CRM) funktioniert – und was „Speak up“ in der Notfallmedizin bedeutet, warum Chefarzt nicht gleich Bürohengst ist, und wieso Rettungsdienst & Klinik nur gemeinsam funktionieren. Eine ehrliche, fachlich starke und trotzdem witzige Folge – mit echten Einblicken in den Klinikalltag zwischen Hektik, Verantwortung und Teamgeist.
Im Krieg gegen Russland sind die ukrainischen Kommunalverwaltungen wichtig. Eigenverantwortlich können sie schnell reagieren. Lange war diese Selbstverwaltung gewünscht. Doch das scheint vorbei zu sein. Warum?
Der Neuanfang in Syrien wird zur Herausforderung. Der Vielvölkerstaat ist geprägt von unterschiedlichen Ideologien, Erwartungen und Hoffnungen. Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa stösst vor allem im kurdisch dominierten Nordosten des Landes auf viel Misstrauen. Knapp ein Jahr ist seit dem Sturz des syrischen Langzeitherrschers Bashar Al-Assad vergangen. Der Umsturz wurde nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg auch in vielen westlichen Ländern euphorisch begrüsst. In Syrien selbst bleibt die Situation schwierig: Während Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus von Anhängern euphorisch gefeiert wird, schlägt dem ehemaligen Islamistenführer im kurdisch geprägten Nordosten des Landes Skepsis entgegen. Das neue, versöhnliche Image, dass sich die Regierung geben will, kauft ihr dort niemand ab. Die Erinnerungen an die früheren Gräueltaten der Islamisten sind in der Region allgegenwärtig. Die Kurden haben im Gebiet östlich des Euphrats einen autonomen Verwaltungsapparat aufgebaut, setzen auf basisdemokratische Selbstverwaltung, mit sozialistischer und feministischer Ausprägung. Ihre Mentalität unterscheidet sich stark von jener der neuen Regierung um Al-Sharaa. Deren Pläne, die Verwaltungs- und Verteidigungsstruktur der Kurden in den syrischen Staat zu integrieren, stossen im kurdischen Gebiet auf Ablehnung. Wie also weiter in Syrien? Werden die einstigen Konfliktparteien zusammenfinden? Oder droht gar ein neuer Bürgerkrieg?
Der Neuanfang in Syrien wird zur Herausforderung. Der Vielvölkerstaat ist geprägt von unterschiedlichen Ideologien, Erwartungen und Hoffnungen. Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa stösst vor allem im kurdisch dominierten Nordosten des Landes auf viel Misstrauen. Knapp ein Jahr ist seit dem Sturz des syrischen Langzeitherrschers Bashar Al-Assad vergangen. Der Umsturz wurde nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg auch in vielen westlichen Ländern euphorisch begrüsst. In Syrien selbst bleibt die Situation schwierig: Während Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus von Anhängern euphorisch gefeiert wird, schlägt dem ehemaligen Islamistenführer im kurdisch geprägten Nordosten des Landes Skepsis entgegen. Das neue, versöhnliche Image, dass sich die Regierung geben will, kauft ihr dort niemand ab. Die Erinnerungen an die früheren Gräueltaten der Islamisten sind in der Region allgegenwärtig. Die Kurden haben im Gebiet östlich des Euphrats einen autonomen Verwaltungsapparat aufgebaut, setzen auf basisdemokratische Selbstverwaltung, mit sozialistischer und feministischer Ausprägung. Ihre Mentalität unterscheidet sich stark von jener der neuen Regierung um Al-Sharaa. Deren Pläne, die Verwaltungs- und Verteidigungsstruktur der Kurden in den syrischen Staat zu integrieren, stossen im kurdischen Gebiet auf Ablehnung. Wie also weiter in Syrien? Werden die einstigen Konfliktparteien zusammenfinden? Oder droht gar ein neuer Bürgerkrieg?
Der Neuanfang in Syrien wird zur Herausforderung. Der Vielvölkerstaat ist geprägt von unterschiedlichen Ideologien, Erwartungen und Hoffnungen. Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa stösst vor allem im kurdisch dominierten Nordosten des Landes auf viel Misstrauen. Knapp ein Jahr ist seit dem Sturz des syrischen Langzeitherrschers Bashar Al-Assad vergangen. Der Umsturz wurde nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg auch in vielen westlichen Ländern euphorisch begrüsst. In Syrien selbst bleibt die Situation schwierig: Während Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus von Anhängern euphorisch gefeiert wird, schlägt dem ehemaligen Islamistenführer im kurdisch geprägten Nordosten des Landes Skepsis entgegen. Das neue, versöhnliche Image, dass sich die Regierung geben will, kauft ihr dort niemand ab. Die Erinnerungen an die früheren Gräueltaten der Islamisten sind in der Region allgegenwärtig. Die Kurden haben im Gebiet östlich des Euphrats einen autonomen Verwaltungsapparat aufgebaut, setzen auf basisdemokratische Selbstverwaltung, mit sozialistischer und feministischer Ausprägung. Ihre Mentalität unterscheidet sich stark von jener der neuen Regierung um Al-Sharaa. Deren Pläne, die Verwaltungs- und Verteidigungsstruktur der Kurden in den syrischen Staat zu integrieren, stossen im kurdischen Gebiet auf Ablehnung. Wie also weiter in Syrien? Werden die einstigen Konfliktparteien zusammenfinden? Oder droht gar ein neuer Bürgerkrieg?
In dieser Episode reden Dr. Tobias Gantner und Marek Rydzewski, Chief Digital Officer (CDO) der Barmer Krankenkasse, wie Digitalisierung die deutsche Gesundheitsversorgung verändert– und was das für Patient:innen, Ärzt:innen und Krankenkassen bedeutet? Marek, CDO der zweitgrößten deutschen Krankenkasse Barmer, spricht über Chancen, Hürden und die nächsten großen Trends: von Telemedizin über Prävention bis hin zu KI und personalisierter Medizin.Themen dieser FolgeDigitale Strategie der BarmerHybrid vor ambulant und stationär: Warum digitale Angebote der erste Kontaktpunkt sein sollenTelemedizin & datengestützte Versorgung (z. B. Darmkrebs-Einladungsmanagement)Rolle der Versicherten – „Patient 2.0“Von passiv zu aktiv: Eigenverantwortung, Wearables und PräventionDatensouveränität neu denken – von „Daten schützen“ zu „Daten nutzen“Ärzt:innen und Politik im Wandel„Ernst nehmen statt nur mitnehmen“: Wie Ärzt:innen zu Enablern der Digitalisierung werdenStrukturelle Hürden durch Selbstverwaltung, föderale Zuständigkeiten und widersprüchliche politische SignalePrävention & gesunde JahreFokus auf „healthy years“ statt nur LebenserwartungGesundheitsbildung ab der Schule und für alle EinkommensschichtenBlick nach vornElektronische Patientenakte & strukturierte DatenKI-Modelle für Zweitmeinungen, Entscheidungsunterstützung und ProzessautomatisierungGenomik und personalisierte Medizin als nächste EvolutionsstufeBalance zwischen Individualisierung und Solidarität im GesundheitssystemZentrale Zitate„Digital vor ambulant vor stationär – aber hybrid, um alle mitzunehmen.“„Unsere Konkurrenten sind nicht andere Krankenkassen, sondern Tech-Konzerne.“„Prävention heißt: mehr gesunde Jahre, nicht nur längeres Leben.“„Wir müssen Ärzt:innen ernst nehmen – nicht nur ‚mitnehmen‘.“Schreibt uns Eure Kommentare gerne an MehrEinsatzWagen@healthcarefuturists.com und vernetzt euch mit uns auf unseren Social Media Kanälen.
Herzlich willkommen zu Folge 4 unserer kleinen Serie über In- und Effizienz im Gesundheitswesen. Wenn wir uns schon sonst wenig Freunde machen: mit dieser Episode werden wir es ganz sicher nicht. Denn heute sprechen wir über Besitzstände und Besitzstandswahrung, mithin die ärgsten Widersacher von mehr Effizienz im Gesundheitswesen.
Marx war nicht nur ein Demokratieskeptiker. In dem neuen Buch »Marx als Demokrat« zeigt Alex Demirović: Marx wollte die demokratische Idee kollektiver Selbstverwaltung aus ihrer Erstarrung in bürgerlichen Institutionen befreien. Artikel vom 04. September 2025: https://jacobin.de/artikel/karl-marx-alex-demirovic-marx-als-demokrat-ende-der-politik Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de
In dieser Folge unseres Podcasts aus dem Mehr Einsatz Wagen auf der DMEA 2025 sprechen wir mit Markus, einer der führenden Köpfe der digitalen Gesundheitsszene in Deutschland. Nach einem fehlgeschlagenen ersten Aufnahmeversuch starten wir endlich durch und beleuchten zentrale Herausforderungen und Chancen rund um digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), strukturelle Probleme im System und mögliche Zukünfte der Versorgung.Kernthemen:Stimmung auf der DMEA: Ein spürbarer Aufbruch in der Branche, nicht nur bei Start-ups, sondern auch bei Entscheidungsträgern und Regulierungsstellen.KHZG & Innovationsfonds: Kritik an struktureller Trägheit – gute Projekte entstehen, scheitern aber häufig an der Überführung in die Regelversorgung.DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendungen):Aktuell noch "abfotografierte Brockhaus-Versionen" bestehender Therapien.Zukunftsvision: smarte, sensorbasierte Anwendungen mit vorausschauender Diagnostik und Prävention.Ärzte und Kassen stehen digitalen Anwendungen oft noch skeptisch gegenüber.Rolle der Ärzte im Wandel:Weg vom Arzt-zentrierten System hin zum „Continuum of Care“.Ärzte als Moderatoren, nicht Gatekeeper – etwa im Zusammenspiel mit KI-Systemen.Systemkritik:Wunsch nach struktureller Reform: Abschaffung oder Umbau von Selbstverwaltung, KVen, und Kassensystem.Digitalisierung wird durch institutionelle Trägheit gebremst.Gesundheit neu denken:Gesundheit als Investition, nicht nur Konsum.Lebensfreude, soziale Interaktion und psychische Gesundheit als Schlüsselkomponenten.Ansätze wie „Social Prescribing“ und "Healthy Longevity" rücken in den Fokus.Schreibt uns Eure Kommentare gerne an MehrEinsatzWagen@healthcarefuturists.com und vernetzt euch mit uns auf unseren Social Media Kanälen.
Der Immopreneur Podcast | Cash-Flow und Vermögensaufbau mit Immobilien-Investments
Ein Thema, das viele unterschätzen – und das doch entscheidend ist, wenn Immobilien wirklich funktionieren und weiterentwickelt werden sollen: Hausverwaltung und Objektsteuerung.Wer übernimmt was? Was funktioniert – was eher nicht?In dieser Folge gebe ich Dir einen ehrlichen Einblick in unsere eigene Geschichte mit verschiedenen HV-Modellen – von der Selbstverwaltung über externe Dienstleister bis hin zur heutigen, skalierbaren Lösung.
Der Juli war nass – im echten Leben, im Logistikalltag und irgendwie auch mental. In unserer Sommerausgabe von Schnick & Schnack sprechen wir über unterschätzte Ferienfreuden, technische Rückschläge und nostalgische Metzgereien. Außerdem streifen wir den Rentenschock, den KI-Wandel der Arbeitswelt – und warum 2 km am Tag zur Identität gehören.
Am kommenden Freitag und Samstag findet im Sengelewäldli bei Schopfheim eine neue Ausgabe des Holzrock-Festivals statt. Seit über 40 Jahren bietet das kleine, aber engagierte Open-Air eine Plattform für antifaschistische Kultur, gesellschaftliche Reflexion und laute Musik – stets im Geiste des Mach-doch-Selber-Prinzips. von Mirco Kaempf
Vor rund fünfzig Jahren gründeten belgische Reinigungskräfte ihre eigene Genossenschaft: Sie fegten ihren Chef weg und verdreifachten ihre Löhne. Die Regisseurin Coline Grando hat diese inspirierende Erfolgsgeschichte auf die Leinwand geholt. Interview geführt von Daniel Kopp (06. Juli 2025): https://jacobin.de/artikel/belgien-reinigungskraft-selbstverwaltung-streik-arbeitskampf Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de
In dieser Folge kehrt [Thierry Urwyler](https://www.linkedin.com/in/thierry-urwyler-aa724268/) zurück – Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich seit April 2025. Im Zentrum steht sein Start in der Lehre: Wie bereitet man sich auf die erste Vorlesung vor? Was heisst es, eine eigenständige Veranstaltung zu entwickeln – zwischen fachspezifischem Tiefgang, didaktischer Verantwortung und institutionellen Rahmenbedingungen? Thierry berichtet über sein erstes Proseminar im Herbstsemester und seine geplante Vorlesung im Frühjahrssemester 2026, in der er sich mit dem Alltag im Justizvollzug auseinandersetzt: Fragen zu Briefverkehr, Telefonie, Zwangsbehandlungen und medizinischen Massnahmen – stets empirisch fundiert und rechtlich präzise. Es geht um den Anspruch, Lehre und Forschung von Anfang an eng zu verzahnen, um den bewussten Einsatz von Feedback, Coaching und Selbstbeobachtung als Weg zu guter Lehre – und um die Frage, wie man Lehre nicht nur vermittelt, sondern gestaltet. Auch organisatorische Herausforderungen wie der bevorstehende Habilitationsvortrag, der Einstieg in die universitäre Selbstverwaltung und die künftige Übernahme einer Bachelor-Vorlesung werden thematisiert – ebenso wie die Kunst, eigene Ressourcen klug zu planen. Und schliesslich: die zwischenmenschliche Seite des akademischen Alltags. Wie entsteht kollegiale Offenheit? Was bedeutet es, mit der Fachgruppe regelmässig Mittagessen zu gehen – nicht als Verpflichtung, sondern als gelebtes Mentoring? Ein Gespräch über Lehre als Verantwortung – und über den Versuch, in der akademischen Welt nicht nur Fuss zu fassen, sondern einen eigenen Ton zu entwickeln. Takeaways für angehende Dozierende: - Gute Lehre beginnt nicht im Hörsaal, sondern in der Vorbereitung - Transkription, Rückspiegelung, KI-Feedback – auch Lehrende sollten sich selbst zuhören - Empirie und Recht zusammendenken – besonders im Bereich des Strafvollzugs - Keine Scheu vor Fehlern: Lehre ist ein wachsender Prozess - Vernetzung ist keine Struktur, sondern Haltung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Am 17. Juni 2025 gab es am und im Autonomen Jugendhaus Bargteheide einen schweren Brand – den dritten innerhalb eines Jahres, der das Haus, große Teile der Technik und auch des Archivs beschädigt bzw zerstört hat. (https://www.freie-radios.net/136020) Veranstaltungen müssen bis auf weiteres ausfallen. Zunächst müssen die gröbsten Aufräumarbeiten statt finden. Die Zukunft des Hauses scheint bedroht zu sein. Eine Spendenkampagne zur Deckung der gröbsten Schäden läuft bereits erfolgreich. Die Situation vor Ort scheint von Außen betrachtet von solidarischem Zusammenhalt geprägt zu sein. Dennoch bereitet die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre in der BRD begründete Existenzängste für selbstverwaltete, antifaschistische Jugendarbeit. Das Autonome exisitiert seit 1984 in von Jugendlichen selbstorganisierter parteiunabhängiger Selbstverwaltung ohne in Anspruchnahme von Streetwork, Jugendamt, kirchlicher oder andere institutioneller Zusammenhänge. Als das Bauobjekt am alten Standort 2005 abgerissen worden war, kam das AJH als “Zwischenlösung” an den jetzigen Standort. Es handelte sich damals schon um sanierungsbedürftige Wohncontainer, die in den letzten zwanzig Jahren immer wieder nur knapp erhalten werden konnten. In den letzten Jahren gab es in Bargteheide vom AJH und auch von anderen Gruppen aus Forderungen und konkrete Verhandlungen um ein Ersatzobjekt bzw um überhaupt mehr Orte, an denen aktive demokratiebildende Jugendarbeit stattfinden kann. Die jüngsten Verhandlungen im Bauausschuss der Stadt hatten nach jahrelanger Verhandlung eine mögliche Sanierung der Container ins Auge gefasst. Nun aber nach dem Brand gibt es offenbar die “Sorge” von Seiten der Stadt, es können womöglich keine Sanierung mehr stattfinden, da der Brand einen zu großen Schaden angerichtet habe. FSK hat nun ein Interview mit Aktiven aus dem Haus führen können. Da dies zeitversetzt aufgenommen werden musste, sind Fragen und Antworten in diesem Beitrag also gegengeschnitten worden. Im Anschluss an das Interview hört Ihr eine SoliKase zum Abriss aus dem Juni 2005. Dieser Beitrag wird aus Gründen des Urheber:innenrechts bis zum 4. Juli verfügbar sein.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Am 17. Juni 2025 gab es am und im Autonomen Jugendhaus Bargteheide einen schweren Brand – den dritten innerhalb eines Jahres, der das Haus, große Teile der Technik und auch des Archivs beschädigt bzw zerstört hat. (https://www.freie-radios.net/136020) Veranstaltungen müssen bis auf weiteres ausfallen. Zunächst müssen die gröbsten Aufräumarbeiten statt finden. Die Zukunft des Hauses scheint bedroht zu sein. Eine Spendenkampagne zur Deckung der gröbsten Schäden läuft bereits erfolgreich. Die Situation vor Ort scheint von Außen betrachtet von solidarischem Zusammenhalt geprägt zu sein. Dennoch bereitet die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre in der BRD begründete Existenzängste für selbstverwaltete, antifaschistische Jugendarbeit. Das Autonome exisitiert seit 1984 in von Jugendlichen selbstorganisierter parteiunabhängiger Selbstverwaltung ohne in Anspruchnahme von Streetwork, Jugendamt, kirchlicher oder andere institutioneller Zusammenhänge. Als das Bauobjekt am alten Standort 2005 abgerissen worden war, kam das AJH als “Zwischenlösung” an den jetzigen Standort. Es handelte sich damals schon um sanierungsbedürftige Wohncontainer, die in den letzten zwanzig Jahren immer wieder nur knapp erhalten werden konnten. In den letzten Jahren gab es in Bargteheide vom AJH und auch von anderen Gruppen aus Forderungen und konkrete Verhandlungen um ein Ersatzobjekt bzw um überhaupt mehr Orte, an denen aktive demokratiebildende Jugendarbeit stattfinden kann. Die jüngsten Verhandlungen im Bauausschuss der Stadt hatten nach jahrelanger Verhandlung eine mögliche Sanierung der Container ins Auge gefasst. Nun aber nach dem Brand gibt es offenbar die “Sorge” von Seiten der Stadt, es können womöglich keine Sanierung mehr stattfinden, da der Brand einen zu großen Schaden angerichtet habe. FSK hat nun ein Interview mit Aktiven aus dem Haus führen können. Da dies zeitversetzt aufgenommen werden musste, sind Fragen und Antworten in diesem Beitrag also gegengeschnitten worden.
In dieser Folge sprechen Prof. Dr. Carola Jungwirth und TimEmmel über die Grundlagen der Wissenschaftsfreiheit, ihre Verankerung im Grundgesetz und warum Hochschulwahlen für die Selbstverwaltung so entscheidend sind. Wie hängen Freiheit und Verantwortung zusammen? Warum ist Beteiligung für alle Hochschulangehörigen wichtig? Und weshalb sind Hochschulwahlen keine Formalie, sondern demokratische Steuerung im Kernbereich der Wissenschaft?Jetzt reinhören und verstehen, warum Ihre Stimme zählt.
"Die Grenzregionen profitieren sehr von Europa", sagt Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol. Europa sei nicht nur ein Friedens-, sondern auch ein Wohlstandsprojekt - "ich halte das für eine geniale Idee." Südtirol könne heute ein Modell für Europa sein: "Unsere Autonomie, die regionale Selbstverwaltung, könnte eine gute Lösung für Europa insgesamt sein." Von Arno Kompatscher.
Die Sicherheitslage in der Ostsee hat sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verschlechtert: sowohl die Nato wie auch Russland rüsten auf, immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit der russischen Schattenflotte in internationalen Gewässern. In der Exklave Kaliningrad hat Moskau nukleare Sprengkörper, im Baltikum sind Truppen aus ganz Europa stationiert. Nur an einem Ort mitten in der Ostsee herrscht noch Frieden, ganz ohne Waffen und Militär: auf den Ålandinseln. Die schwedisch sprachige Inselgruppe gehört zu Finnland und verfügt über eine weitreichende Selbstverwaltung. Der fast 7000 Inseln umfassende Archipel mit gerade einmal 30'000 Einwohnerinnen und Einwohner lebt als wirtschaftliche Sonderzone innerhalb der EU von und für die Seefahrt. Seit 1856 hat sich die internationale Gemeinschaft wiederholt über das Ålandmodell verständigt. In Paris wurde bereits 1856 die Demilitarisierung beschlossen, im Genfer Völkerbund 1920 die Autonomie geregelt und seit 1945 gibt es in der åländischen Hauptstadt Mariehamn ein russisches Generalkonsulat, das die Einhaltung dieser Verträge überwacht. Nun steht das «Ålandmodell» auf dem Prüfstand: Kann es in anderen Weltgegenden zur Anwendung kommen? Oder droht der Archipel zum nächsten Konfliktgebiet zwischen Russland und dem Westen zu werden? Die Reportage von den Friedensinseln.
Die Sicherheitslage in der Ostsee hat sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verschlechtert: sowohl die Nato wie auch Russland rüsten auf, immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit der russischen Schattenflotte in internationalen Gewässern. In der Exklave Kaliningrad hat Moskau nukleare Sprengkörper, im Baltikum sind Truppen aus ganz Europa stationiert. Nur an einem Ort mitten in der Ostsee herrscht noch Frieden, ganz ohne Waffen und Militär: auf den Ålandinseln. Die schwedisch sprachige Inselgruppe gehört zu Finnland und verfügt über eine weitreichende Selbstverwaltung. Der fast 7000 Inseln umfassende Archipel mit gerade einmal 30'000 Einwohnerinnen und Einwohner lebt als wirtschaftliche Sonderzone innerhalb der EU von und für die Seefahrt. Seit 1856 hat sich die internationale Gemeinschaft wiederholt über das Ålandmodell verständigt. In Paris wurde bereits 1856 die Demilitarisierung beschlossen, im Genfer Völkerbund 1920 die Autonomie geregelt und seit 1945 gibt es in der åländischen Hauptstadt Mariehamn ein russisches Generalkonsulat, das die Einhaltung dieser Verträge überwacht. Nun steht das «Ålandmodell» auf dem Prüfstand: Kann es in anderen Weltgegenden zur Anwendung kommen? Oder droht der Archipel zum nächsten Konfliktgebiet zwischen Russland und dem Westen zu werden? Die Reportage von den Friedensinseln.
Diesmal gehen wir im Input der Frage nach, was passiert, wenn eine zentrale Instanz des Internets plötzlich handlungsunfähig ist. Der Fall Afrinic zeigt, wie fragil die weltweite Selbstverwaltung von IP-Adressen wirklich ist – und warum ein juristischer Kleinkrieg das gesamte System ins Wanken bringt. Außerdem geht es um den Papst, den Schwiegervater von Julius Caesar und wir sprechen über Briketts. Wie das alles in einem Tech-Podcast zusammenpasst, hört ihr in dieser Episode.
Schäfers, Burkhard www.deutschlandfunkkultur.de, Länderreport
Wenn wir Essen gehen, bringen wir meist Plastikgefäße mit, falls was übrigbleibt. Früher etwas belächelt, aber inzwischen normaler. Coffee to go hole ich mir so gut wie nie, aber wenn, habe ich einen Becher dabei. Dies alles machen viele Leute so und doch scheint es ein Tropfen auf den heißen Stein. Laut einer Studie der Umweltorganisation NABU fallen in Deutschland jährlich 300.000 Tonnen Müll durch Einweggeschirr an. Hier in Berlin sieht man es leider an jeder Ecke. Und muss die vielbesuchte Dönerbude am kleinen Teich bei uns in Steglitz die Pommes immer in Styroporschalen rausgeben und jeden Döner nochmal extra in Alu einwickeln, der ja doch gleich in der Nähe auf der Bank verspeist wird? Ein Coup ist Oberbürgermeister Boris Palmer für die Stadt Tübingen gelungen. Sie haben es sicher gehört: Schon seit 2022 gibt es hier eine Steuer auf Einwegverpackungen. Wegwerfgeschirr und Einmal-Verpackungen zum Mitnehmen kosten zwischen 25 und 50 Cent je nach Artikel, maximal aber 1,50 Euro je Bestellung. Hat natürlich nicht allen gefallen und McDonald's, Meister der vielen Verpackungen, hatte sogar dagegen geklagt. So eine Steuer auf lokaler Ebene sei nicht zulässig, hieß es. Die Klage ging in mehreren Instanzen bis zum höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht. Und siehe: Tübingen hat gewonnen, auch Städte dürfen solche Abgaben erheben. Das Urteil sei ein Erfolg für die Umwelt, für die Selbstverwaltung und die Sauberkeit in der Stadt, so Oberbürgermeister Boris Palmer. Genau lassen sich leider weder die gesunkenen Kosten der Stadt noch die verringerte Müllmenge messen. Aber ein Bewusstsein ist ganz sicher geschaffen und wer mag, kann ja immer seine eigene Verpackung mitbringen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Nach dem Sturz des Assad-Regimes gerät die kurdische Selbstverwaltung im Nordosten Syriens unter Druck - durch die neuen Herrscher in Damaskus, pro-türkische Milizen und die türkische Regierung. Die will sogar PKK-Gründer Abdullah Öcalan einspannen. Von Bartholomäus Laffert, Laila Sieber, Sinem Adar, Andre Zantow www.deutschlandfunkkultur.de, Weltzeit
Er war vieles, aber kein typischer Fußballer: Dr. Sócrates der kickende Mediziner, Revoluzzer und Philosoph des Fußballs. Mit der "Democracia Corinthiana", einem revolutionären Modell der Selbstverwaltung in seinem Verein, setzte er ein starkes Zeichen gegen die brasilianische Militärdiktatur. So wurde er zum Idol einer ganzen Nation und prägte den Fußball der 80er auch wenn er am Ende ohne großen Titel blieb. Doch sein Vermächtnis strahlt weit über den Sport hinaus. Malte Asmus mit einem faszinierenden Blick auf das Leben eines Mannes, der Fußball, Politik und Kultur für immer veränderte. Quellen: BBC Sport - Brazil's Socrates Dead at 57 - the 'anti-athlete' ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Gern unterstützen wir dich bei deiner Podcast-Produktion.
Der türkische Präsident Erdogan will jede Form kurdischer Selbstverwaltung verhindern - auch im Norden Syriens, warnt Politologe Ismail Küpeli. Sollte das türkische Vorgehen geduldet werden, sei ein Krieg in der Region sehr wahrscheinlich. Götzke, Manfred www.deutschlandfunk.de, Europa heute
Sawicki, Peter www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
In dieser Folge reisen wir ins Köln des 13. Jahrhunderts und werfen einen Blick auf eine Stadt im Umbruch. Die Bevölkerung wächst, neue Stadtmauern entstehen, und die Kölner Gesellschaft entwickelt sich: Zünfte organisieren das Handwerk, reiche Bürgerhäuser entstehen, und erste Ansätze zur bürgerlichen Selbstverwaltung stehen im Konflikt mit der Macht des Erzbischofs. Wir erkunden die Gassen und Plätze des mittelalterlichen Kölns, vom Dom bis zum Alter Markt, und ihr erfahrt mehr über das Leben, die Architektur und die Kämpfe um Macht und Einfluss in der größten Stadt des Reiches.
Eine energetische Gesamtsanierung eines Gebäudes geht ins Geld. Doch die Investitionen lohnen sich langfristig, sagt eine neue Studie. Allerdings profitieren nicht alle Eigentümerinnen und Mieter gleichermassen. Weitere Themen: Rechtsgerichtete israelische Politiker und Zivilisten drangen am Montag in zwei Militärbasen ein und protestierten gegen die Militärpolizei. Diese hatte neun Soldaten abgeführt, die im Verdacht stehen einen palästinensischen Gefangenen misshandelt zu haben. Im Nordatlantik liegen auf halbem Weg zwischen Schottland und Island die Färöer-Inseln. Sie sind autonom und gehören zur dänischen Krone. Das Gebiet strebt nach staatlicher Unabhängigkeit - mit eigener Sprache, weitgehender Selbstverwaltung, einer boomenden Wirtschaft und einem neuen Unterwassertunnelsystem.
Christopher & Jobst im Gespräch mit Bianca. Wir reden über Unsichtbarsein, Whistleblower, Magic-Karten spielen, alle Star Trek Serien, Housemartins vs. Style Council, Star Treck Charaktere in einer Minute, Interesse an Veränderung, BMX vs. Skateboard vs. Inline, das neue Shakira-Album, um die 2010er jedes Wochenende im Juz Mannheim, das legendäre Pfingstfest, zu cool fürs Stepptanzen, erste Generation G8-Abitur, Sinn und Unsinn von Latein-Unterricht, klassische Realschule, eine kurze Geschichte des Juz Mannheim, Grundzüge der Selbstverwaltung, sich weiter mit feministischen Themen beschäftigen, morgens aufwachen und ein Fanzine starten wollen, Anna & das Femtrail-Zine, die Idee des emanzipatorischen Fanzines Okapi Riot, die lange Geschichte von Fanzines, Spocks Emotionen, die Wichtigkeit von Fanzines für die Riot Girl Bewegung, Christophers eigenes kleines Fanzine, Okapi Riots Dornröschenschlaf, ein krasses Jahr zwischen Krankenhaus & Unternehmensgründung, öffentlich Tod & Trauer, diverse Ausbildungsabbrüche, wie man ein Unternehmen gründet, der grüne Kern, die krassen Hintergründe von Cashew-Produktion, der große Mansplaining Business Advice, die Schönheit von Excel, neue Band-Projekt, es kommt auf den Lebensraum an, die Krick-Ente, Tauben sind coole Tiere, Lasagne mit Sonnenblumenhack, Werbung für Dry Socket & Lifecrusher & Boys CLub Only & Stadttauben & Soli-Band & Petra Bucholz & die "Greatest Night in Pop"-Doku & die Doku "Freie Räume" & Terok Noa, uvm. 1) Ein Lieblings-Song der 15-jährigen Bianca: The Pixies - Hey 2) Ein Song, den Bianca mit dem Juz Mannheim verbindet: Sniffing Glue - irgendwas halt 3) Ein gerade neu entdeckter Song: Maggot Heart - Archer
Serious Sellers Podcast auf Deutsch: Lerne erfolgreich Verkaufen auf Amazon
Sind Sie bereit, die faszinierende Erfolgsgeschichte von Ramazan zu hören, einem Großhändler, der die Amazon-Plattform gemeistert hat? Lassen Sie sich von seinem einzigartigen Weg von der anfänglichen Abhängigkeit von einer Agentur zur Selbstverwaltung seines Amazon-Geschäfts inspirieren. Ramazan öffnet uns die Tür zu seiner Reise, von der Entscheidung sein Studium abzubrechen und in den Großhandel für Satellitentechnik einzusteigen, bis hin zu seinen aktuellen Erweiterungsplänen in andere Bereiche wie Textilien. Der Online-Handel stellt viele Herausforderungen dar, nicht zuletzt das Management von Lagerbeständen und die Abwicklung von Rücksendungen. Fügen Sie dazu noch die Komplexität des Verkaufs auf verschiedenen Plattformen wie Amazon und eBay hinzu, und Sie haben ein Rezept für ein spannendes Gespräch. Ganz zu schweigen von den Kniffen, wie man schwierige Kunden handhabt, und der Wichtigkeit guter Lieferantenbeziehungen, die wir mit Ramazan erörtern. Abschließend dürfen Sie unsere Diskussion über den Import von Produkten aus China und der Türkei nicht verpassen, sowie die Rolle, die die persönliche Prüfung von Fabriken und Ausstellungsräumen dabei spielt. Und als Sahnehäubchen packen wir noch wertvolle Tipps für den erfolgreichen Verkauf auf eBay oben drauf. Also, lehnen Sie sich zurück und begleiten Sie uns auf dieser aufschlussreichen Reise durch die Welt des Online-Handels. In Folge 105 des Serious Sellers Podcast auf Deutsch, Marcus und Ramazandiskutieren: 00:00 - Erfolge Und Erfahrungen Eines Amazon-Großhändlers 06:08 - Automatisierung Von Amazon-Geschäft Mit Agentur 21:13 - Amazon vs. eBay - Returns and Product Selection 29:53 - Import Aus China 41:05 - Tipps Für eBay-Verkauf
Together with Austria, France, Spain and Italy, Germany is one of the countries in the European Union that have a network of economic and professional chambers. Some regard this system of self-government as the pillar of democracy, others see it as a relic of the past that has no place in the age of the Internet. Matthias Kohlmann is president of the chamber division of Stade an der Elbe - not far from Hamburg. He explains what chambers do. - Deutschland gehört zusammen mit Österreich, Frankreich, Spanien und Italien zu den Ländern in der Europäischen Union, die über ein Netz von Wirtschafts- und Berufskammern verfügen. Dieses System der Selbstverwaltung gilt den einen als Stütze der Demokratie, andere sehen darin eine Relikt der Vergangenheit, das im Zeitalter des Internet nichts zu suchen hat. Matthias Kohlmann ist Präsident des Kammerbereichs von Stade an der Elbe - unweit von Hamburg. Er erklärt, was Kammern so machen.
Jenny Stupka zu den nächsten Schritten im Kampf für Vergesellschaftung. Shownotes Jenny Stupka (Freie Universität Berlin): https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we01/institut/mitarbeiter/Gastwissenschaftler_innen_/Stupka/index.html Jenny auf Twitter: https://twitter.com/JennyStupka Weitere Shownotes Crowdfunding Deutsche Wohnen & Co Enteignen: https://www.startnext.com/dwenteignen23 Gesetzesentwurf zur Vergesellschaftung (PDF): https://content.dwenteignen.de/uploads/202105_Vergesellschaftungsgesetz_a9fd1e119c.pdf Abschlussbericht Expertenkommission zu Vergesellschaftung (PDF): https://content.dwenteignen.de/uploads/abschlussbericht_vergesellschaftung_grosser_wohnungsunternehmen_230627_36052a6b90.pdf Deutsche Wohnen & Co enteignen (Website): https://dwenteignen.de/ Deutsche Wohnen & Co enteignen auf Twitter: https://twitter.com/dwenteignen Broschüre Gemeingut Wohnen (PDF): https://content.dwenteignen.de/uploads/Gemeingut_Wohnen_3a03fa4c87.pdf Novy, Klaus; Prinz, Michael. 1985. Illustrierte Geschichte der Gemeinwirtschaft. J.H.W. Dietz Nachf.: https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=Illustrierte+Geschichte+der+Gemeinwirtschaft Karl Korsch (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Korsch Broschüre Communia zur Vergesellschaftung (PDF): https://communia.de/download-broschuere-zur-vergesellschaftungskonferenz-2022/ Sozialisierungsbewegung: https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/von-sozialisierung/ Bauhüttenbewegung (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/DEWOG-Bewegung Weitere Future Histories Episoden zum Thema S02E48 | Heide Lutosch, Christoph Sorg und Stefan Meretz zu Vergesellschaftung und demokratischer Planung https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e48-heide-lutosch-christoph-sorg-und-stefan-meretz-zu-vergesellschaftung-und-demokratischer-planung/ S02E29 | Max und Lemon von communia zu Vergesellschaftung und demokratischer Wirtschaft: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e29-max-und-lemon-von-communia-zu-vergesellschaftung-und-demokratischer-wirtschaft/ S02E23 | Nina Scholz zu den wunden Punkten von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co.: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s02/e23-nina-scholz-zu-den-wunden-punkten-von-google-amazon-deutsche-wohnen-co/ S01E15 | Rouzbeh Taheri zu Enteignung, Vergesellschaftung & demokratischem Sozialismus: https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e15-rouzbeh-taheri-zu-enteignung-vergesellschaftung-demokratischem-sozialismus/ Wenn euch Future Histories gefällt, dann erwägt doch bitte eine Unterstützung auf Patreon: https://www.patreon.com/join/FutureHistories? Schreibt mir unter office@futurehistories.today Diskutiert mit auf Twitter (#FutureHistories): https://twitter.com/FutureHpodcast auf Mastodon: https://mstdn.social/@FutureHistories oder auf Reddit: https://www.reddit.com/r/FutureHistories/ www.futurehistories.today Keywords: #JanGroos, #JennyStupka, #FutureHistories, #Podcast, #Interview, #Vergesellschaftung, #DWEnteignen, #DeutscheWohnen&CoEnteignen, #Enteignung, #BezahlbarerWohnraum, #UniversalBasicServices, #Wirtschaftsplanung, #Eigentum, #MachtderKonzerne, #Streik, #Mieter*innenvereinigung, #Genossenschaften, #SozialeBewegungen, #Aktivismus, #Genossenschaftsbildung, #Selbstverwaltung
Vor dem Weißen Haus in Washington reichten sich Erzfeinde die Hände: Jitzchak Rabin, Israels Ministerpräsident, und Jassir Arafat, Chef der PLO. Beide unterschrieben eine Vereinbarung, in der die Grundzüge einer neuen palästinensischen Selbstverwaltung festgeschrieben wurden. Das Abkommen sollte der Beginn der Zwei-Staaten-Lösung sein: ein palästinensischer Staat im Austausch für die Anerkennung Israels durch die Palästinenser. Bis heute halten Staaten wie Deutschland daran fest. Doch das Ziel ist durch Extremisten auf beiden Seiten in weite Ferne gerückt. Gibt es heute Alternativen zur Zwei-Staaten-Lösung? Wie blicken Zeitzeugen, die damals verhandelt haben, auf das historische Abkommen?