POPULARITY
Läden dicht am Sonntag – das gilt ausser bei uns in dieser Striktheit nur noch in Österreich und Polen. Alle übrigen Länder haben die Öffnungszeiten teils unterschiedlich weit liberalisiert. In Frankreich, Spanien oder Belgien gelten Ausnahmen für Tourismusgebiete, in Skandinavien, Portugal, Italien gibt es praktisch keinen Ladenschluss. Auch in Deutschland fordert die Wirtschaft eine Abkehr von der Sonntagsruhe. Warum das aber nicht so leicht wäre, erklärt SWR-Wirtschaftsredakteurin Stefanie Geissler: "Dafür müsste die Verfassung geändert werden. Die Sonntagsruhe ist nämlich im Grundgesetz festgeschrieben. Das geht auf eine Regelung aus der Weimarer Reichsverfassung zurück, wonach der Sonntag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung dienen solle." Das findet DIHK-Präsident Peter Adrian nicht mehr zeitgemäß und fordert Sonntagsöffnung auch bei uns. Welche Argumente er vorlegt und was die Bundesregierung und die Gewerkschaften dazu meinen, darum geht's im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Ralf Hecht.
Zehntausende Mittelständler suchen jedes Jahr eine Nachfolge, und viel zu oft findet sich niemand. Das liegt selten an fehlenden Menschen, sondern daran, dass kaum jemand Nachfolge überhaupt als Karriereweg kennt. Was passiert, wenn jemand mit 23 Jahren, mitten im Studium und fast ohne Eigenkapital, einfach die Hand hebt und sagt, das übernehme ich?Mein Gast ist Munay Zamorano von der Female Founder Academy. Wir sprechen über ihren ungeplanten Weg in die Unternehmensnachfolge, eine Finanzierung, die an mehreren Banken fast zerschellt wäre, eine Krise samt Klumpenrisiko, die am Ende zum Verkauf führte, und ihre Mission, deutlich mehr junge Menschen und Frauen für die Nachfolge zu gewinnen.Wir beleuchten in dieser Episode:wie Munay in die Nachfolge geriet,warum die Finanzierung fast gescheitert wäre,wie ein Klumpenrisiko das Geschäft erschütterte,warum am Ende erst das Netzwerk den Verkauf brachte,weshalb sie heute als Nachfolgeaktivistin unterwegs ist,und vieles mehr...Viel Spaß beim Hören!***Timestamps(00:00:00) Intro(00:02:58) Quereinstieg in die Nachfolge(00:04:20) Spontane Kaufentscheidung(00:06:49) Erstes ernsthaftes Gespräch(00:11:34) Asset Deal und Mitarbeiter(00:12:48) Suche nach Finanzierung(00:16:59) Kreditzusage trotz aller Risiken(00:22:50) Erste Entscheidungen als Inhaberin(00:24:46) Covid trifft das Geschäft(00:26:57) Klumpenrisiko mit Großkunden(00:29:16) Umgang mit der Liquiditätskrise(00:31:04) Viraler LinkedIn-Post(00:33:47) Werte und Abkehr von der Branche(00:38:09) Angewandte BWL und Lektionen(00:42:24) Verkauf über das Netzwerk(00:46:22) Perfekte Nachfolgerin und Resilienz(00:51:19) Selbstverständnis als Nachfolgeaktivistin(00:57:56) Ansatzpunkte für mehr Nachfolger(01:02:40) Politik zwischen Start-up und Nachfolge(01:08:12) Ausblick auf den Mittelstand***Alle Links zur Folge:Kai Hesselmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-hesselmann-dealcircle/CLOSE THE DEAL auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/closethedeal-podcastMunay Zamorano auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/munayzamorano/Female Founder Academy auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/femalefounderacademyde/Website CLOSE THE DEAL: https://dealcircle.com/ClosetheDeal/***DUB.de ist die Plattform für sichere Unternehmensnachfolgen. Schaut vorbei, wenn ihr euer Unternehmen schnell, sicher und kostenfrei zum Verkauf inserieren wollt oder als Käufer auf der Suche nach passenden Deals seid:www.dub.de***Du bist M&A-Berater im Small- oder Midcap-Segment und suchst einen Überblick über alle relevanten Deals? Jetzt schnell den
Ausgerechnet die Daten eines pro-westlichen Thinktanks zeigen: Washingtons Kriege, seine Unterstützung Israels und seine Abkehr von einer regelbasierten Ordnung haben die Weltöffentlichkeit gegen den Westen aufgebracht. Ein Artikel von Michael Holmes.Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Der Democracy Perception Index 2026 ist eine globale Erhebung, die mehr als 90 Prozent der WeltbevölkerungWeiterlesen
Die USA feiern am Samstag den 250. Geburtstag ihrer Demokratie – doch gleichzeitig wächst die politische Spaltung. Während Donald Trump seine MAGA-Politik (Make America Great Again) als Erfolg verkauft, regt sich zunehmend Widerstand auch innerhalb seines politischen Lagers. In dieser Folge sprechen Elmar Theveßen, Ulf Röller und Katrin Eigendorf mit Carter Brown, einer ehemaligen Unterstützerin von Donald Trump. Aufgewachsen in einem evangelikalen-religiösen Umfeld, geprägt von Verschwörungserzählungen und politischer Ideologie, gibt sie einen tiefen, persönlichen Einblick in ihre Zeit in der MAGA-Bewegung – und ihren Ausstieg. Im Gespräch geht es um die Mechanismen politischer und religiöser Überzeugung, um Verschwörungstheorien wie QAnon, um die Rolle von Social Media – und um die Frage, unter welchen Umständen tief verankerte Weltbilder ins Wanken geraten können. Eine Episode über Glauben, politische Manipulation und die Suche nach Wahrheit in einem tief gespaltenen Amerika. Wir haben das Interview auf Englisch geführt - auf Youtube veröffentlichen wir die deutsche Übersetzung, auf den Audioplattformen beide Fassungen. Aufgezeichnet haben wir diese Folge am Montag, 29.06.2026 um 16:30 Uhr. Doku-Empfehlung: auslandsjournal - die doku: Amerika unter Trump im ZDF-Streaming-Portal https://www.zdf.de/video/dokus/auslandsjournal-die-doku-130/auslandsjournal---die-doku-amerika-unter-trump-vom-24-juni-2026-100 _____________ Anregungen, Kommentare oder Kritik gerne per Mail an: auslandsjournalpodcast@zdf.de ZDF auslandsjournal – der Podcast ‘Der Trump Effekt' ist eine Produktion von BosePark Productions im Auftrag des ZDF auslandsjournal. Lead Producerin: Miki Sič Redaktion: Jelena Berner und Julia Ilan Schnitt und Sound: Alexander von Bargen und Sebastian Schäfer Executive Producer:innen: Su Holder und Chris Guse ZDF auslandsjournal: Christian Hauser, Narîn Şevîn Doğan Leitung ZDF auslandsjournal: Stefanie Schoeneborn ZDF Hauptredaktion Audience: Corinna Meisenbach
Die USA feiern am Samstag den 250. Geburtstag ihrer Demokratie – doch gleichzeitig wächst die politische Spaltung. Während Donald Trump seine MAGA-Politik (Make America Great Again) als Erfolg verkauft, regt sich zunehmend Widerstand auch innerhalb seines politischen Lagers. In dieser Folge sprechen Elmar Theveßen, Ulf Röller und Katrin Eigendorf mit Carter Brown, einer ehemaligen Unterstützerin von Donald Trump. Aufgewachsen in einem evangelikalen-religiösen Umfeld, geprägt von Verschwörungserzählungen und politischer Ideologie, gibt sie einen tiefen, persönlichen Einblick in ihre Zeit in der MAGA-Bewegung – und ihren Ausstieg. Im Gespräch geht es um die Mechanismen politischer und religiöser Überzeugung, um Verschwörungstheorien wie QAnon, um die Rolle von Social Media – und um die Frage, unter welchen Umständen tief verankerte Weltbilder ins Wanken geraten können. Eine Episode über Glauben, politische Manipulation und die Suche nach Wahrheit in einem tief gespaltenen Amerika. Wir haben das Interview auf Englisch geführt - auf Youtube veröffentlichen wir die deutsche Übersetzung, auf den Audioplattformen beide Fassungen. Aufgezeichnet haben wir diese Folge am Montag, 29.06.2026 um 16:30 Uhr. Doku-Empfehlung: auslandsjournal - die doku: Amerika unter Trump im ZDF-Streaming-Portal: https://www.zdf.de/video/dokus/auslandsjournal-die-doku-130/auslandsjournal---die-doku-amerika-unter-trump-vom-24-juni-2026-100 _____________ Anregungen, Kommentare oder Kritik gerne per Mail an: auslandsjournalpodcast@zdf.de ZDF auslandsjournal – der Podcast ‘Der Trump Effekt' ist eine Produktion von BosePark Productions im Auftrag des ZDF auslandsjournal. Lead Producerin: Miki Sič Redaktion: Jelena Berner und Julia Ilan Schnitt und Sound: Alexander von Bargen und Sebastian Schäfer Executive Producer:innen: Su Holder und Chris Guse ZDF auslandsjournal: Christian Hauser, Narîn Şevîn Doğan Leitung ZDF auslandsjournal: Stefanie Schoeneborn ZDF Hauptredaktion Audience: Corinna Meisenbach
Tue, 30 Jun 2026 21:04:45 +0000 https://feed.neuezwanziger.de/link/21941/17370578/74282d10-56b8-4448-b038-8b7139501a2e 540ce250200a10d93e5d5183c823a018 Wolfgang und Stefan besprechen den Juni 2026 Erhalte einen exklusiven Rabatt von 15 % auf die Datentarife von Saily! Verwende beim Bezahlen den Code „zwanziger“. Lade die Saily-App herunter oder besuche https://saily.com/zwanziger Werbung: Incogni Hol dir deine persönlichen Daten zurück mit Incogni! Nutzt den Code ZWANZIGER über den Link unten und erhaltet 60% Rabatt auf das Jahresabo: https://incogni.com/zwanziger Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de 00:00:00 Es war Juni Wolfgang berichtet vom vorigen Abend in der Kölner Philharmonie, wo Grigory Sokolov Beethoven und Schubert spielte und sechs Zugaben gab, sodass er erst um 23 Uhr herauskam. Er erwähnt, dass viele Zuschauer den Saal nach dem Hauptprogramm fluchtartig verließen, um das Fußballspiel zu sehen. 00:00:52 Fussball WM Stefan und Wolfgang sprechen über die Schlagzeile, dass Jürgen Klopp die Rettung für die Nationalmannschaft sein könnte. Wolfgang vergleicht diese Debatte mit der Frage nach dem nächsten Bundespräsidenten und schlägt scherzhaft vor, Hape Kerkeling zum Bundestrainer zu machen; Stefan wirft ein, man brauche vielleicht eine Frau, und nennt Ilse Aigner. 00:03:16 Werbung Werbung für Saily, eine eSIM für Reisen. 00:05:19 Hitze Stefan berichtet von seiner Rückfahrt nach Frankfurt, das als heißeste Stadt Deutschlands gelte. Wolfgang fordert eine Debatte über Klimaanlagen für alle und kritisiert, dass sich diese in Gastronomie und Hotellerie noch nicht durchgesetzt hätten. Stefan plädiert dafür, statt über den Klimawandel über Klimaanpassung zu reden; er nennt die in Frankfurt am Freitag erstmals überschrittenen 40 Grad, zwei Notarzteinsätze in der Klasse seines Sohnes und kritisiert, dass der Journalismus einen Berliner Wasserwerfer feiere, statt über Klimatisierung zu sprechen. 00:11:14 Liberalismusdebatte Stefan und Wolfgang widmen sich einem rund 30-minütigen Deutschlandfunk-Essay von Nils Schniederjann mit dem Titel „Die Machtfrage. Muss die Linke sich von ihrem eigenen Liberalismus befreien?". Im Essay heißt es, ausgehend vom Karlsruher Klima-Urteil vom 24. März 2021, die Linke habe sich an den Liberalismus gekettet und habe wie die Liberalen Angst vor dem Volk; unterschieden wird zwischen Demokratie und liberaler Demokratie, in der Institutionen und Gerichte den politischen Spielraum begrenzen. Der Clip beruft sich auf den französischen Philosophen Jean-Claude Michéa und auf postliberale Denker wie Patrick Deneen, Adrian Vermeule und Sohrab Ahmari. Wolfgang stellt wiederholt die Frage, ob man für Klimaschutz oder Umverteilung überhaupt Karlsruhe und die Verfassung brauche oder ob man der Mehrheit mehr zutrauen solle, und verweist dabei auf Nancy Frasers „progressiven Neoliberalismus", Catherine Lius These zur Professional Managerial Class sowie auf Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann. Stefan argumentiert demgegenüber, das Klimathema falle anders als die Schuldenbremse unmittelbar unter die Menschenwürde des Artikels 1. Beide bemängeln, dass die postliberale Debatte zu wenig über Geld und Kapitalismus spreche; Wolfgang führt am Beispiel der Notenbankunabhängigkeit (EZB, Trump und die Fed, mit Verweis auf Adam Tooze und Liz Truss) aus, dass eine konsequente Politisierung einen radikalen Umbau bedeuten würde. Als Beispiele illiberaler Entwicklungen nennt der Essay die annullierte rumänische Präsidentschaftswahl mit dem nicht zugelassenen Călin Georgescu und den ignorierten Berliner Enteignungs-Volksentscheid. Zum Abschluss richtet Wolfgang an die postliberale Linke die Gegenfrage, ob sie nicht selbst Angst vor der Freiheit habe. 01:38:34 Sommersalon Wolfgang und Stefan kündigen den Sommersalon am 22. August im klimatisierten Saalbau Bornheim in Frankfurt an, einen Live-Podcast ohne festgelegtes Thema, zu dem es Tickets auf neue20er.de gibt. 01:39:47 Rentenkommission Stefan und Wolfgang besprechen den Abschlussbericht der Alterssicherungskommission; Stefan kritisiert, dass die mediale Rezeption die Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente nicht durchdrungen habe. Er erläutert das Modell: Ab 2031 werde der Beitragssatz paritätisch um zwei Prozentpunkte (rund 30 Milliarden Euro jährlich) erhöht, das Geld in vorausgewählte Fonds investiert, ohne Vererbbarkeit und mit selbst getragenem Risiko, und laut Bericht bevorzugt im Ausland angelegt; so würden über zwanzig Jahre rund 600 Milliarden Euro während des Renteneintritts der Babyboomer dem Umlagesystem entzogen. Wolfgang ordnet das Vorgehen als beschleunigte Deindustrialisierung ein, da das Geld ins Ausland statt in deutsche Unternehmen fließe. In Clips aus Pressekonferenz und Tag der Industrie äußern sich Friedrich Merz, der die Integration der Kapitalrente in die erste Säule als Einlösung der christlichen Soziallehre bezeichnet, Bärbel Bas, die den Bericht trotz eigener Unkenntnis des Textes als „Gesamtkunstwerk" ohne Rosinenpicken einführt, sowie Frank-Jürgen Weise und Annika Klose, die unter anderem auf die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und ein Mischmodell nach schwedischem Vorbild eingehen. Stefan unterscheidet Alterssicherung und Rentenkasse, beziffert beitragsfremde Leistungen auf 60 bis 100 Milliarden Euro und benennt die eigentliche Deckungslücke mit 1,2 Prozent des BIP beziehungsweise 54 Milliarden Euro. Beide kritisieren die Empfehlung, ausschließlich Löhne und Gehälter zur Beitragsbemessung heranzuziehen und Kapitalerträge, Mieteinnahmen sowie Vermögens-, Erbschafts- und Abgeltungsteuer auszuklammern. Wolfgang verweist auf das Mackenroth-Theorem und kennzeichnet Merz als Blackrock-Kanzler. 03:05:17 Krieg und Aufrüstung Wolfgang leitet das Kapitel mit einer Wirtschaftsmeldung aus dem Handelsblatt Morning Briefing zum Stellenabbau bei VW, Mercedes und Bosch ein, wonach bis zu 100.000 weitere Stellen wegfallen könnten. Anschließend spielen die beiden mehrere Clips aus dem Podcast „Lanz & Precht" ein, in dem der Investigativjournalist Christian Schweppe über die Rüstungsindustrie spricht; Schweppe erklärt die sogenannte Bonner Formel mit einer auf rund sechs Prozent begrenzten Rendite und beschreibt die Preisbildung als Blackbox, in der selbst das Parlament und die Preisprüfer im Beschaffungsamt BAAINBw in Koblenz die Preise kaum nachvollziehen könnten, mit Beispielen wie 65.000 Euro für ein Funkgerät und einem Tag im Haushaltsausschuss, an dem rund 50 Milliarden Euro an Rüstungsvorlagen in vier Stunden bewilligt worden seien. Stefan spricht von Bereicherung und davon, dass dieselben Akteure die Bedrohungsdebatte vorantrieben; Wolfgang verweist auf Abgeordnete aus Rüstungs-Wahlkreisen. Im zweiten Teil spielt Wolfgang Clips von Ursula von der Leyen bei der Ukraine Recovery Conference in Danzig ein, in denen sie die ukrainische Drohnenproduktion, den Ukraine-Support-Loan und eine tiefere Integration der Verteidigungsindustrie lobt; Wolfgang stellt dem die These einer Verbilligung des Krieges gegenüber und kritisiert, dass ukrainische Männer im wehrfähigen Alter durch eine Absprache mit Selenskyj nicht mehr unter die Massenzustromrichtlinie fielen. Wolfgang referiert einen Artikel von Yaroslav Trofimov im Wall Street Journal über russische Drohungen gegen die baltischen Staaten und zitiert Kaja Kallas, Russland müsse eskalieren, um die Mobilmachung zu rechtfertigen. Den Abschluss bilden Clips von John Mearsheimer aus einem Gespräch mit Daniel Davis, in denen Mearsheimer argumentiert, der Westen und die Ukraine führten gemeinsam einen Drohnenkrieg gegen Russland und Putin betrachte den Westen als Kriegspartei. Wolfgang kritisiert, dass keine friedenspolitische Stimme mehr vernehmbar sei und die AfD die Lage instrumentalisiere. 03:54:28 Sozialpolitik Stefan und Wolfgang besprechen mehrere Clips zu außen- und sozialpolitischen Themen. Zunächst zitieren sie einen Deutschlandfunk-Clip mit Außenminister Johann Wadephul, der sagt, die Außenpolitik richte sich nicht nur nach völkerrechtlichen Maßstäben, sondern wäge auch Bündnis-, Wirtschafts- und sicherheitspolitische Interessen ab. Anschließend geht es um die BAföG-Kürzungen anhand eines Gesprächs von Wolfgang Heim mit Helene Bubrowski (künftige Herausgeberin der FAZ), in dem ein Interview mit Forschungsministerin Bär und eine Äußerung des Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer zu einem kurzzeitigen, wieder einkassierten Politikskandal werden. Ein längerer Deutschlandfunk-Bericht zur Pflegeversicherung wird eingespielt: ohne Reform stiegen die Defizite bis 2028 auf über 15 Milliarden Euro, geplant seien unter anderem eine fachliche Pflegebegleitung statt Geldleistungen bei Pflegegrad 1, gekürzte Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und eine Abkehr von der Tarifbindung; zu Wort kommen Albert Stegemann (CDU), Katja Kipping vom Paritätischen Gesamtverband, DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi, GKV-Sprecher Florian Lanz und der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis. Zum Abschluss greifen sie einen AfD-Redebeitrag von Christina Baum zur Organspende auf, in dem diese vor Organkriminalität warnt und nach psychischen Folgen einer „Wesensveränderung" durch ein fremdes Organ fragt, was Stefan und Wolfgang mit Fragen nach „Deutschsein" und Migrationshintergrund verknüpfen. 04:12:36 Salon-Hinweise Wolfgang kündigt die beiden im Salon besprochenen Bücher an: das neue Buch der Philosophin Eva von Redecker zum „Drang nach Härte" und, zur Frage nach dem Faschismusbegriff, das Buch von Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger sowie auszugsweise das neue Buch von Anna-Verena Nosthoff über Kybernetik und Politik (Suhrkamp). Er erläutert die Abo-Möglichkeiten über neue20er.de und Steady (mit Zugang zum Salon-Archiv), Patreon und Apple und verweist auf eine im letzten Live-Salon mit Jan-Philipp Reemtsma geführte Diskussion zum Faschismusbegriff. Zum Schluss weisen sie auf den Sommersalon am 22. August im Saalbau Bornheim in Frankfurt hin. full Wolfgang und Stefan besprechen den Juni 2026 no Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt 15555
Guten Morgen! Kanzler Merz hat sich in Berlin mit den Regierungschefs aus Frankreich, Polen, Italien und Großbritannien auf den NATO-Gipfel abgestimmt. Die E5-Staaten setzen dabei auf fünf klare Signale: • Geschlossenheit und Stärke der NATO • Höhere Investitionen in die Verteidigung • Enge Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses • Klare Unterstützung für die Ukraine • Unterstützung des US-Iran-Rahmenabkommens und der weiteren Verhandlungen in der Schweiz In die heiße Phase geht es außerdem für Deutschlands Großstädte, was ihre Wärmeplanung zur Erreichung der gesetzlichen Klimaziele angeht. Erste Veröffentlichungen zeigen, dass viele Städte eine Abkehr von der gewohnten Erdgasversorgung für die Bürger planen. Als letztes stellt sich die Frage, wann die Spritpreise in Deutschland wieder auf Normalniveau sinken. Lesen Sie dazu unsere nachfolgende Analyse.
Es wird ernst für die Großstädte. Bis Ende Juni müssen sie ihre künftige Wärmeplanung zur Erreichung der Klimaziele vorlegen. Die ersten Veröffentlichungen zeigen, dass viele Städte eine Abkehr von der gewohnten Erdgasversorgung für die Bürger planen. Stattdessen setzen sie auf andere Heizmethoden.
US-Vizepräsident Vance fliegt vorerst nicht zu Verhandlungen mit dem Iran in die Schweiz/ britischer Premierminister Starmer muss mehr denn je um sein Amt bangen/ Kuba plant eine historische Abkehr von Teilen seiner sozialistischen Planwirtschaft/ Vertreter ethnischer Gruppen kritisieren Pauline Hansons Forderung nach einem „monokulturellen“ Australien/ große Vorfreude auf das zweite WM-Spiel der Socceroos
Kusco - Der Herrscher eines alten Inka-Reiches findet sich in ein Lama verwandelt im Schlamm eines verregneten Waldes wieder. Wie konnte es DAZU kommen? Er beteuert unschuldig zu sein und keine Fliege etwas zu leide tun zu können, aber wir merken schnell: dieser spätpubertierende Diktator ist das schlimmste was je einem Land passieren könnte: Ein Idiot, der nicht mal versteht, was er tut, als er seine Pläne offenbart, ein komplettes Dorf auszurotten um ein Disneyland dorthin zu bauen. Japp. Ein Disneyland als Evil-Plan in einem… Disneyfilm. Also braucht es die faltige Yzma und den treudoofen Kronk, die ihn in ein Lama verwandeln, und dann den einfachen Lama-Hirte Patcha, der ihm zeigt, was es bedeutet, eine echte Verbindung zu einem anderen Lebewesen zu haben, um ihm das Leben zu retten und schließlich zurück in einen Menschen zu verwandeln. Diesmal einen mit echten Gefühlen, die über sein eigenes Ego hinausgehen. The Emporer's New Groove lebt vom Tempo und seinen überdrehten Figuren und markiert eine Abkehr vom "König der Löwen"-Drama hin zu einer Komödie mit einer Gagdichte, die es sicherlich vorher so nie gab und die auch später wieder seltener wurde. Für die Zuschauer im Jahr 2000 sicherlich ein bis zu Unkenntlichkeit verändertes Disney, was nicht sofort zum Erfolg geführt hat. Plor, konntest und kannst du mit dieser 180 Grad-Wendung von Disney etwas anfangen?
Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt aus und zeitgleich wird weiter über die Abkehr vom Acht-Stunden-Tag diskutiert. Im KI-Rennen überholt Anthropic kurz vor dem Börsengang den bisherigen Platzhirsch OpenAI. Und im Mai ist die Inflation in Deutschland überraschend gesunken. Anleger entdecken Gold zudem wieder für sich - Gold überholt sogar Aktien in der Beliebtheit. Hinweis: In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren ntv Plattformen publiziert wurden in ein neues Hörformat. Text und Stimme der Sprecherin wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören! Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de
Zurück ins Büro, das fordern immer mehr Betriebe von ihren Mitarbeitern. Einige Firmen haben Homeoffice bereits teilweise oder ganz abgeschafft, bei weiteren ist es geplant. Das sorgt bei Arbeitnehmern für Frust und ist nicht so leicht durchzusetzen. Schrum, Anja; Aster von, Ernst-Ludwig www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Deutschland ringt weiter mit hohen Energiepreisen, schwacher Konjunktur und ausbleibenden Reformen. In Großbritannien wächst nach den Regionalwahlen die politische Unsicherheit, während die Inflation hartnäckig hoch bleibt. Die USA bleiben zwar wirtschaftlich stabil, doch geopolitische Risiken und die schleichende Abkehr vom US Dollar rücken stärker in den Fokus. Und China zeigt sich mit starken Exportzahlen und wachsender Nachfrage nach Technologie überraschend robust, während der schwache Binnenmarkt weiter belastet. Was bedeutet das für Inflation, Wachstum und Märkte? In der neuen Folge von results. MärkteAktuell geben Marietta Dohrendorf und Dr. Ulrich Stephan einen kompakten Überblick und ordnen die Entwicklungen ein. (Aufnahmedatum: 20.05.2026 um 9 Uhr)
Lange Zeit galt ein ausgeglichener Haushalt als Paradedisziplin der Deutschen. Doch gerade verabschiedet sich die Regierung davon – und riskiert eine dauerhafte Schieflage.
Der vorliegende Text bietet eine fundierte Einführung in das Leben und Schaffen des bedeutenden Romantikers Joseph von Eichendorff, wobei die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ im Zentrum steht. Der Autor erläutert, dass Eichendorffs Werk weit über bloße Naturidylle hinausgeht und stattdessen die Poetisierung der Welt anstrebt, um die durch Industrialisierung und Materialismus verloren gegangene Einheit der Wirklichkeit wiederherzustellen. Dabei werden biografische Stationen wie der Verlust der schlesischen Heimat sowie die historischen Umbrüche seiner Zeit als prägende Einflüsse auf seine melancholische Grundstimmung hervorgehoben. Der „Taugenichts“ wird hierbei als eine Figur interpretiert, die sich der gesellschaftlichen Nützlichkeit entzieht, um sich ganz dem menschlichen Dasein und dem Zauber des Augenblicks zu widmen. Abschließend betont die Quelle die zeitlose Relevanz dieser Literatur, die durch Sprachgewalt und emotionale Tiefe eine Flucht in das Innere sowie eine Neuentdeckung der Welt ermöglicht.Das Konzept der romantischen Ironie im Taugenichts äußert sich vor allem in der bewussten Abkehr von einer realistischen Darstellung zugunsten einer Poetisierung der Welt, bei der der Autor die Künstlichkeit seines eigenen Werks spielerisch offenlegt.Hier sind die wesentlichen Aspekte der romantischen Ironie am Beispiel der Novelle:Die Übersteigerung des Zufalls: Eichendorff konstruiert eine Handlung, die von „aberwitzigen Zufällen“ und äußerst unwahrscheinlichen Begegnungen geprägt ist. Dass der Taugenichts in Rom ausgerechnet die Personen wiedertrifft, die für die Auflösung seiner Liebesgeschichte entscheidend sind, ist kein Versuch eines realistischen Plots, sondern ein Spiel mit den Erwartungen des Lesers. Der Autor zeigt damit, dass er souverän über die Handlung verfügt und sie nach poetischen, nicht nach logischen Gesetzen lenkt.Die „Zauberfolie“ hinter der Wirklichkeit: Die Novelle schildert keine reale Biografie, sondern entwirft eine „Zauberwelt hinter der Welt“. Die romantische Ironie liegt darin, dass Eichendorff den Kontrast zwischen der spröden Realität (wie dem preußischen Beamtentum, in dem er selbst tätig war) und dieser poetischen Traumwelt kennt und nutzt. Er „meint es nicht ernst“ im Sinne einer Tatsachenschilderung, sondern verwandelt die Wirklichkeit durch die Poesie.Distanz zwischen Autor und Figur: Joseph von Eichendorff selbst war ein gewissenhafter Beamter, der hervorragende Examina abgelegt hatte – das Gegenteil eines Taugenichts. Wenn er diese Figur mit einer solchen „Wonne und einem Vergnügen“ beschreibt, liegt darin eine ironische Distanz: Er lässt sein Alter Ego in der Fiktion das ausleben, was der bürgerlichen Nützlichkeitslogik seiner Zeit widerspricht.Spiel mit Gattungskonventionen: Der Taugenichts ist kein klassischer Bildungsroman. Die Hauptfigur lernt nichts im üblichen Sinne, reift nicht und kämpft sich nicht durch die Welt; sie bleibt konstitutiv offen und passiv. Das „Happy End“, bei dem sich die angebetete Gräfin im letzten Moment als bürgerliches Findelkind entpuppt, um die Standesschranken aufzuheben, ist so perfekt und konstruiert, dass es fast wie eine Parodie auf das Märchenhafte wirkt.Das Lied als strukturgebendes Element: Die Lieder in der Novelle sind keine bloße Dekoration, sondern „die Handlung auf einer anderen Ebene“. Sie greifen in das Geschehen ein und verdeutlichen, dass die Welt im Kern musikalisch bzw. poetisch geordnet ist – eine Ordnung, die der Dichter durch das „Zauberwort“ erst erweckt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die romantische Ironie im Taugenichts den Leser immer wieder daran erinnert, dass er es mit einem poetischen Experiment zu tun hat, das die Schwere der realen Welt durch die Leichtigkeit des Geigenspiels und des Wanderns transzendiert.Möchtest du, dass ich zu diesem oder einem verwandten Thema einen detaillierten Bericht oder eine andere Übersicht erstelle?
Das Konzept der romantischen Ironie im Taugenichts äußert sich vor allem in der bewussten Abkehr von einer realistischen Darstellung zugunsten einer Poetisierung der Welt, bei der der Autor die Künstlichkeit seines eigenen Werks spielerisch offenlegt.Hier sind die wesentlichen Aspekte der romantischen Ironie am Beispiel der Novelle:Die Übersteigerung des Zufalls: Eichendorff konstruiert eine Handlung, die von „aberwitzigen Zufällen“ und äußerst unwahrscheinlichen Begegnungen geprägt ist. Dass der Taugenichts in Rom ausgerechnet die Personen wiedertrifft, die für die Auflösung seiner Liebesgeschichte entscheidend sind, ist kein Versuch eines realistischen Plots, sondern ein Spiel mit den Erwartungen des Lesers. Der Autor zeigt damit, dass er souverän über die Handlung verfügt und sie nach poetischen, nicht nach logischen Gesetzen lenkt.Die „Zauberfolie“ hinter der Wirklichkeit: Die Novelle schildert keine reale Biografie, sondern entwirft eine „Zauberwelt hinter der Welt“. Die romantische Ironie liegt darin, dass Eichendorff den Kontrast zwischen der spröden Realität (wie dem preußischen Beamtentum, in dem er selbst tätig war) und dieser poetischen Traumwelt kennt und nutzt. Er „meint es nicht ernst“ im Sinne einer Tatsachenschilderung, sondern verwandelt die Wirklichkeit durch die Poesie.Distanz zwischen Autor und Figur: Joseph von Eichendorff selbst war ein gewissenhafter Beamter, der hervorragende Examina abgelegt hatte – das Gegenteil eines Taugenichts. Wenn er diese Figur mit einer solchen „Wonne und einem Vergnügen“ beschreibt, liegt darin eine ironische Distanz: Er lässt sein Alter Ego in der Fiktion das ausleben, was der bürgerlichen Nützlichkeitslogik seiner Zeit widerspricht.Spiel mit Gattungskonventionen: Der Taugenichts ist kein klassischer Bildungsroman. Die Hauptfigur lernt nichts im üblichen Sinne, reift nicht und kämpft sich nicht durch die Welt; sie bleibt konstitutiv offen und passiv. Das „Happy End“, bei dem sich die angebetete Gräfin im letzten Moment als bürgerliches Findelkind entpuppt, um die Standesschranken aufzuheben, ist so perfekt und konstruiert, dass es fast wie eine Parodie auf das Märchenhafte wirkt.Das Lied als strukturgebendes Element: Die Lieder in der Novelle sind keine bloße Dekoration, sondern „die Handlung auf einer anderen Ebene“. Sie greifen in das Geschehen ein und verdeutlichen, dass die Welt im Kern musikalisch bzw. poetisch geordnet ist – eine Ordnung, die der Dichter durch das „Zauberwort“ erst erweckt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die romantische Ironie im Taugenichts den Leser immer wieder daran erinnert, dass er es mit einem poetischen Experiment zu tun hat, das die Schwere der realen Welt durch die Leichtigkeit des Geigenspiels und des Wanderns transzendiert.Möchtest du, dass ich zu diesem oder einem verwandten Thema einen detaillierten Bericht oder eine andere Übersicht erstelle?
In vielen Großstädten in Deutschland soll künftig weniger mit Erdgas geheizt werden. Das zeigt eine Auswertung von 38 Wärmeplänen, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND heute vorgelegt hat (Autorin: Margareta Holzreiter)
Die Golfstaaten fürchten um ihr ölabhängiges Geschäftsmodell wegen der Hormus-Blockade. Nahostexperte Stephan Roll liefert dazu eine Analyse. Jochen Flasbarth (SPD), Staatssekretär im Umweltministerium, plädiert für eine zügigere Abkehr von fossilen Energien. Von WDR 5.
Die Republik Moldau ist täglich russischen Aggressionen ausgesetzt: Verletzungen des Luftraums, Schäden an der Infrastruktur oder Desinformationskampagnen. Doch Moldau wehrt sich und will endgültig weg von der russischen Einflusszone – hin zur EU. Moldaus Regierung fährt einen kompromisslosen Westkurs. Innert kürzester Zeit hat sie die wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland gekappt und die Abhängigkeit vom russischen Gas beendet. Stattdessen soll das Land bis 2030 EU-Mitglied werden. Eine Mehrheit im Land unterstützt diese Politik. Sie fühlt sich aktiv von Russland bedroht. Denn der Ukraine-Krieg ist in Moldau allgegenwertig: Sei es durch abgestürzte Drohnen im Grenzgebiet, oder Problemen in der Energieversorgung, weil Russland Stromleitungen in der Ukraine angreift. Von der EU erhofft sich das Land besseren Schutz. Doch Russland will dies verhindern. Experten sprechen von einem hybriden Krieg, den das Land gegen Moldau führt. Von Stimmenkauf bis zu Desinformationskampagnen unternimmt der Kreml einiges, um Moldau in der eigenen Einflusszone zu behalten. Russlands Propaganda fällt dabei teilweise auf fruchtbaren Boden. Weiterhin gibt es starke Stimmen im Land, die gegen eine Abkehr von Russland sind. Hinzu kommt noch die abtrünnige Region Transnistrien, die weiterhin stark von Russland abhängig ist. Sie ist einer von mehreren möglichen Stolpersteinen auf dem Weg in die EU.
Auch wegen hoher Spritpreise: Ein Spezialist für E-Ladesäulen kann sich aktuell vor Anfragen kaum retten ++ Abkehr von fossilen Lösungen: Ist der Trend diesmal nachhaltig? Gespräch mit Energieexpertin Prof. Claudia Kemfert ++ Hightech vom Hochrhein: Wie ein Südbadener Unternehmen einen Riesenrotor aus Malaysia repariert ++ Frag‘ den Arbeitsrechtler: Langzeitjob Vertretungslehrer – Kann ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag einklagen?
Die Republik Moldau ist täglich russischen Aggressionen ausgesetzt: Verletzungen des Luftraums, Schäden an der Infrastruktur oder Desinformationskampagnen. Doch Moldau wehrt sich und will endgültig weg von der russischen Einflusszone – hin zur EU. Moldaus Regierung fährt einen kompromisslosen Westkurs. Innert kürzester Zeit hat sie die wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland gekappt und die Abhängigkeit vom russischen Gas beendet. Stattdessen soll das Land bis 2030 EU-Mitglied werden. Eine Mehrheit im Land unterstützt diese Politik. Sie fühlt sich aktiv von Russland bedroht. Denn der Ukraine-Krieg ist in Moldau allgegenwärtig: Sei es durch abgestürzte Drohnen im Grenzgebiet oder Problemen in der Energieversorgung, weil Russland Stromleitungen in der Ukraine angreift. Von der EU erhofft sich das Land besseren Schutz. Doch Russland will dies verhindern. Experten sprechen von einem hybriden Krieg, den das Land gegen Moldau führt. Von Stimmenkauf bis zu Desinformationskampagnen unternimmt der Kreml einiges, um Moldau in der eigenen Einflusszone zu behalten. Russlands Propaganda fällt dabei teilweise auf fruchtbaren Boden. Weiterhin gibt es starke Stimmen im Land, die gegen eine Abkehr von Russland sind. Hinzu kommt noch die abtrünnige Region Transnistrien, die weiterhin stark von Russland abhängig ist. Sie ist einer von mehreren möglichen Stolpersteinen auf dem Weg in die EU.
40 Jahre ist es her, dass die Angst vor einem Atomunglück Wirklichkeit wurde: Am 26. April 1986 in Tschernobyl, damals Sowjetunion, heute Ukraine. Große Mengen radioaktiver Stoffe wurden mit Wind und Regen über weite Teile Europas und der Sowejtunion getragen. Bis heute ist nicht klar, wie viele Menschen an den Folgen gestorben sind. Das Unglück von Tschernobyl wird als wichtiger Einschnitt auf dem Weg zur Abkehr von der Atomenergie angesehen. Der Technik- und Umwelthistoriker Frank Uekötter von der Ruhr-Universität Bochum stellt diese und viele andere Annahmen rund um Tschernobyl in Frage. Wir sprechen mit ihm auf radio3.
Die Republik Moldau ist täglich russischen Aggressionen ausgesetzt: Verletzungen des Luftraums, Schäden an der Infrastruktur oder Desinformationskampagnen. Doch Moldau wehrt sich und will endgültig weg von der russischen Einflusszone – hin zur EU. Moldaus Regierung fährt einen kompromisslosen Westkurs. Innert kürzester Zeit hat sie die wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland gekappt und die Abhängigkeit vom russischen Gas beendet. Stattdessen soll das Land bis 2030 EU-Mitglied werden. Eine Mehrheit im Land unterstützt diese Politik. Sie fühlt sich aktiv von Russland bedroht. Denn der Ukraine-Krieg ist in Moldau allgegenwärtig: Sei es durch abgestürzte Drohnen im Grenzgebiet oder Problemen in der Energieversorgung, weil Russland Stromleitungen in der Ukraine angreift. Von der EU erhofft sich das Land besseren Schutz. Doch Russland will dies verhindern. Experten sprechen von einem hybriden Krieg, den das Land gegen Moldau führt. Von Stimmenkauf bis zu Desinformationskampagnen unternimmt der Kreml einiges, um Moldau in der eigenen Einflusszone zu behalten. Russlands Propaganda fällt dabei teilweise auf fruchtbaren Boden. Weiterhin gibt es starke Stimmen im Land, die gegen eine Abkehr von Russland sind. Hinzu kommt noch die abtrünnige Region Transnistrien, die weiterhin stark von Russland abhängig ist. Sie ist einer von mehreren möglichen Stolpersteinen auf dem Weg in die EU.
Der vorliegende Text analysiert Uwe Johnsons monumentales Romanwerk Jahrestage sowie dessen filmische Adaption durch Margarethe von Trotta. Im Zentrum steht die Protagonistin Gesine Cresspahl, die im New York der späten 1960er Jahre lebt und ihrer Tochter die komplexe Familiengeschichte im mecklenburgischen Jerichow erzählt. Der Autor verdeutlicht, wie Johnson die New York Times als ethisches Korrektiv nutzt, um private Erinnerungen mit der Weltgeschichte des Vietnamkriegs zu verweben. Besonderes Augenmerk liegt auf der moralischen Integrität der Figuren und der Unmöglichkeit, die deutsche Vergangenheit von der Gegenwart zu trennen. Die filmische Umsetzung wird als mutiger Versuch gewürdigt, Johnsons vielschichtige Erzählstruktur in ein visuelles Medium zu übertragen. Letztlich beschreiben die Quellen den Roman als einen Akt der literarischen Spurensicherung, der gegen das Vergessen und die moralische Anpassung anschreibt.In seinem Romanwerk Jahrestage setzt Uwe Johnson die New York Times nicht bloß als Informationsquelle, sondern als ein zentrales strukturelles und ethisches Erzählmittel ein. Die Zeitung fungiert dabei auf verschiedenen Ebenen:Strukturelles Gerüst: Der Roman umfasst exakt ein Jahr, vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968. Dabei ist jedem Kapitel ein Tag zugeordnet, der wiederum durch eine entsprechende Schlagzeile der New York Times eingeleitet oder begleitet wird.Abkehr vom „Gottestrick“: Für Johnson war die Einarbeitung der Zeitung eine ethische Haltung. Er verweigerte damit den traditionellen „Gottestrick“ des Erzählers – also die Illusion, man könne außerhalb der Geschichte stehen, während man sie beschreibt. Die Zeitung diente ihm als Korrektiv und Anker, als täglicher Beweis dafür, dass die Welt unabhängig von der Wahrnehmung der Protagonistin Gesine Cresspahl weiter existiert.Atmosphärisches Klima statt Kulisse: Im Gegensatz zu Dos Passos, der Zeitungsnachrichten oft als ironische Gegenstimme nutzte, lässt Johnson die Schlagzeilen wie das „Wetter in ein Zimmer“ treten. Die Nachrichten, insbesondere über den Vietnamkrieg, sind keine bloße Kulisse, sondern das „Klima“, in dem sich die Figuren bewegen und das ihr Denken und Fragen (etwa das der Tochter Marie) maßgeblich beeinflusst.Verbindung von Privatem und Öffentlichem: Die Zeitung ermöglicht es Johnson, die große Weltgeschichte mit der privaten Chronik der Cresspahls zu überlagern. Während Gesine in New York die aktuellen Nachrichten über Vietnam oder die Unruhen liest, erinnert sie sich an die Geschichte ihrer Familie in Mecklenburg. Das Jahr endet schließlich mit der Nachricht vom Einmarsch sowjetischer Panzer in Prag am 20. August 1968, wodurch sich der Kreis der Geschichte schließt.Sprachkritik: Johnson nutzt die Zeitung auch, um die „Sprache der Macht“ zu untersuchen. Durch sein Aufwachsen in der DDR sensibilisiert für staatlich fabrizierte Wirklichkeiten, erkennt er in der offiziellen Berichterstattung der Times (etwa zu Verlustzahlen im Krieg) Momente, in denen die offizielle Rede und die gelebte Wirklichkeit auseinanderfallen.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die New York Times für Johnson ein Instrument war, um die Unmöglichkeit eines einzigen, verlässlichen Berichts zu untermauern und die Gleichzeitigkeit von individueller Erfahrung und globaler Historie darzustellen.Published by Author Peter H BloeckerMore via my Wordpress Blogs on Higher Education and Life Skills.Business German Podcast
Der vorliegende Text analysiert Uwe Johnsons monumentales Romanwerk Jahrestage sowie dessen filmische Adaption durch Margarethe von Trotta. Im Zentrum steht die Protagonistin Gesine Cresspahl, die im New York der späten 1960er Jahre lebt und ihrer Tochter die komplexe Familiengeschichte im mecklenburgischen Jerichow erzählt. Der Autor verdeutlicht, wie Johnson die New York Times als ethisches Korrektiv nutzt, um private Erinnerungen mit der Weltgeschichte des Vietnamkriegs zu verweben. Besonderes Augenmerk liegt auf der moralischen Integrität der Figuren und der Unmöglichkeit, die deutsche Vergangenheit von der Gegenwart zu trennen. Die filmische Umsetzung wird als mutiger Versuch gewürdigt, Johnsons vielschichtige Erzählstruktur in ein visuelles Medium zu übertragen. Letztlich beschreiben die Quellen den Roman als einen Akt der literarischen Spurensicherung, der gegen das Vergessen und die moralische Anpassung anschreibt.In seinem Romanwerk Jahrestage setzt Uwe Johnson die New York Times nicht bloß als Informationsquelle, sondern als ein zentrales strukturelles und ethisches Erzählmittel ein. Die Zeitung fungiert dabei auf verschiedenen Ebenen:Strukturelles Gerüst: Der Roman umfasst exakt ein Jahr, vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968. Dabei ist jedem Kapitel ein Tag zugeordnet, der wiederum durch eine entsprechende Schlagzeile der New York Times eingeleitet oder begleitet wird.Abkehr vom „Gottestrick“: Für Johnson war die Einarbeitung der Zeitung eine ethische Haltung. Er verweigerte damit den traditionellen „Gottestrick“ des Erzählers – also die Illusion, man könne außerhalb der Geschichte stehen, während man sie beschreibt. Die Zeitung diente ihm als Korrektiv und Anker, als täglicher Beweis dafür, dass die Welt unabhängig von der Wahrnehmung der Protagonistin Gesine Cresspahl weiter existiert.Atmosphärisches Klima statt Kulisse: Im Gegensatz zu Dos Passos, der Zeitungsnachrichten oft als ironische Gegenstimme nutzte, lässt Johnson die Schlagzeilen wie das „Wetter in ein Zimmer“ treten. Die Nachrichten, insbesondere über den Vietnamkrieg, sind keine bloße Kulisse, sondern das „Klima“, in dem sich die Figuren bewegen und das ihr Denken und Fragen (etwa das der Tochter Marie) maßgeblich beeinflusst.Verbindung von Privatem und Öffentlichem: Die Zeitung ermöglicht es Johnson, die große Weltgeschichte mit der privaten Chronik der Cresspahls zu überlagern. Während Gesine in New York die aktuellen Nachrichten über Vietnam oder die Unruhen liest, erinnert sie sich an die Geschichte ihrer Familie in Mecklenburg. Das Jahr endet schließlich mit der Nachricht vom Einmarsch sowjetischer Panzer in Prag am 20. August 1968, wodurch sich der Kreis der Geschichte schließt.Sprachkritik: Johnson nutzt die Zeitung auch, um die „Sprache der Macht“ zu untersuchen. Durch sein Aufwachsen in der DDR sensibilisiert für staatlich fabrizierte Wirklichkeiten, erkennt er in der offiziellen Berichterstattung der Times (etwa zu Verlustzahlen im Krieg) Momente, in denen die offizielle Rede und die gelebte Wirklichkeit auseinanderfallen.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die New York Times für Johnson ein Instrument war, um die Unmöglichkeit eines einzigen, verlässlichen Berichts zu untermauern und die Gleichzeitigkeit von individueller Erfahrung und globaler Historie darzustellen.Published by Author Peter H BloeckerMore via my Wordpress Blogs on Higher Education and Life Skills.Business German Podcast
Abkehr von Microsoft: Bund will US-Abhängigkeit reduzieren, Bulgarien wählt zum achten Mal in fünf Jahren ein Parlament, Dampfschiffsaison ist eröffnet, Schweizer Cup: St. Gallen schlägt Yverdon und steht im Final
Roth, Andreas www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Während die Blockade der Straße von Hormus anhält, richtet sich der Blick verstärkt auf den amerikanischen Kontinent. Die USA und zahlreiche Staaten Lateinamerikas treiben den Ausbau ihrer Öl- und Gasproduktion voran. Was bedeutet das für die Zukunft der Energieversorgung?
bto - beyond the obvious 2.0 - der neue Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat berechnet, dass 86 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen im Jahr 2025 zweckentfremdet wurden. Das Münchner ifo Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Ausgaben, die zuvor aus dem Kernhaushalt finanziert wurden, wanderten ins Sondervermögen und die frei gewordenen Mittel flossen in konsumtive Ausgaben.Die gefährlichste Konsequenz ist nicht die Schuldenhöhe selbst. Es ist der nachlassende Reformdruck. Solange frisches Geld fließt, wird die Politik weder den Sozialstaat noch die Energiepolitik noch die Bürokratie grundlegend anfassen. Die Schulden kaufen Zeit – aber sie kaufen keine Lösungen.Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass die deutschen Fiskalpläne auf Annahmen zu Wachstum und Inflation beruhen, die über den Expertenprognosen lägen. Träten niedrigere Werte ein, werde das Defizit „deutlich höher" ausfallen als geplant.Prof. Dr. Lars Feld, seit 2010 Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, hat eine solche negative Dynamik in seinem neuen Buch „Schuldenwende" vorhergesagt. Im Gespräch mit Daniel Stelter stellt er klar, warum die Abkehr von der bisher eher zurückhaltenden deutschen Verschuldungspolitik sich als gefährlicher Irrweg erweist.Hinweis – ABSTURZ – So retten wir Deutschland, das neue Buch von Daniel Stelter erscheint am 20. April 2026. Jetzt bestellbar unter Thalia, Amazon, geniallokal oder überall, wo es Bücher gibt.HörerserviceBuch Schuldenwende - Der gefährliche Irrweg der Finanzpolitik von Lars Feld: https://is.gd/2I9Vu6IWF-Studie Can Advanced Economies Avoid Debt Distress?: https://is.gd/5WgukA OECD-Studie Global Debt Report 2026 – Sustaining Debt Market Resilience Under Growing Pressure: https://is.gd/vByi8s beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle bto-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 Euro. Mehr unter: handelsblatt.com/mehrperspektivenWerbepartner – Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Vor 15 Jahren kommt es zur Katastrophe in Japan. Ein Erdbeben löst einen Tsunami aus, der trifft auf die Küste und über 20.000 Menschen verlieren ihr leben. Jetzt eineinhalb Jahrzehnte später bringt die EU-Kommission eine Abkehr vom damals vorangetriebenen Atomausstieg ins Spiel. Was das bringen kann und ob Atomkraft vielleicht doch die Energieform der Zukunft sein könnte, besprechen wir mit Tanja Traxler. Sie leitet das Wissenschaftsressort beim STANDARD.
Die Debatte über die Rolle der Kernenergie in Europa spitzt sich zu. Während EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen neue Förderprogramme für Kernkraft ankündigt und die Abkehr von der Technologie als „strategischen Fehler“ bezeichnet, hält die Bundesregierung am deutschen Atomausstieg fest.
Der Auftragsbestand des Rüstungskonzerns erreicht mit fast 64 Milliarden Euro einen Rekord. Die Börse zeigt sich jedoch enttäuscht. Außerdem: Im neuen Fünfjahresplan setzt die chinesische Staatsführung auf strategische Autonomie.
US-Präsident Trump hält Krieg "für so gut wie beendet" - heftiger Raketenbeschuss auf Israel, dem Iran, und Gefechte im Libanon gehen dennoch weiter. Macrons Atomgipfel - von der Leyen nennt "Abkehr von Kernkraft einen strategischen Fehler". Nach Streichung von Juryvorschlägen - Weimer lässt Verleihung von Buchhandlungspreis absagen. Moderation: Julia Barth / Red: B.Simnacher Von WDR 5.
Münchenberg, Jörg www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
US-Präsident Donald Trump feiert nach eigenen Angaben die «grösste Deregulierungsmassnahme in der US-Geschichte». Gemeint ist die Abkehr von der wissenschaftlichen Einschätzung, dass Treibhausgase eine Gefahr sind. Diese Einschätzung galt als Grundlage im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:19) Treibhausgase gelten in den USA nicht länger als Gefahr (06:47) Nachrichtenübersicht (11:24)) Münchner Sicherheitskonferenz geprägt von düsterer Weltlage (18:36) Olympisches Komitee schliesst ukrainischen Sportler aus (21:29 ) Zu wenig Platz in Schweizer Gefängnissen (26:50) Phagentherapie: mit Viren gegen Bakterien (32:26) Europas letztes Urvolk kämpft um seine Zukunft (37:58) Der Alltag eines christlichen DJs im Westjordanland
Am WEF in Davos hat US-Präsident Trump seinen Machtpoker um Grönland fortgesetzt - und über die Schweiz gelästert. Der Bundesrat blieb bei all dem ziemlich leise. Zu leise, findet die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Doch wäre ein lauter Protest tatsächlich im Interesse des Landes? Micheline Calmy-Rey hält sich für gewöhnlich nicht zurück mit Kritik. Auch jetzt nicht. "In dieser turbulenten Situation hätte ich erwartet, dass sich der Bundesrat äussert und den Respekt des Völkerrechts fordert", sagt die frühere SP-Bundesrätin und Aussenministerin. Auch sie weiss: Ein entschiedeneres Auftreten wäre riskant gewesen in der Ära Trump, in der jedes Wort negative Folgen haben kann. Denn noch ist der Zolldeal zwischen Washington und Bern nicht unter Dach und Fach. Ein Dilemma also: Einstehen fürs Völkerrecht, für Werte - oder zurückstehen im Sinne der wirtschaftlichen Landesinteressen? Klar ist Calmy-Rey beim sogenannten Friedensrat, zu dem Trump die Schweiz eingeladen hat: Auf keinen Fall dürfe die Schweiz diese Einladung annehmen, sagt sie. Es drohe eine Schwächung der UNO, des internationalen Genfs und der Schweiz. Die neue Weltordnung, die offen zur Schau getragene Abkehr der USA vom Völkerrecht und von Europa, scheint den Bundesrat zurzeit etwas sprachlos zu machen. Wo ist der Platz der Schweiz? Wie viel bringt eine engere Anbindung an Europa, wenn dies die Souveränität schmälert? Kritische Fragen an Micheline Calmy-Rey. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
«Midterm-Review» nennt das KOF Institut der ETH ihren Vorschlag, um die UBS zu regulieren, ohne dem Wirtschaftsstandort Schweiz zu schaden. Das Eigenkapital soll schrittweise erhöht werden, die Auswirkungen 2031 kritisch überprüft. Das schlägt Co-Direktor Hans Gersbach vor. Die UBS moniert, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Eigenkapitalanforderungen seien volkswirtschaftlich zu wenig durchdacht. Die Folgen für die Schweizer Wirtschaft, auch für die Grossbank und den Werkplatz Schweiz seien zu gravierend. Die UBS erhält breiten Support von Wirtschaftsverbänden und den bürgerlichen Parteien. Das KOF Institut der ETH ist nach ihrer Einschätzung nicht überzeugt vom politischen "Kompromiss", welcher nun in die parlamentarische Diskussion einfliessen soll: Statt ausschliesslich hartem Eigenkapital sollen auch AT1-Kapitalinstrumente (sogenannte bedingte Wandelanleihen) zur Unterlegung ausländischer Tochtergesellschaften angerechnet werden, die bei einer Verschlechterung der Kapitalquote oder im Krisenfall verlusttragend sind und abgeschrieben werden können. Das KOF Institut nimmt aber die volkswirtschaftlichen Bedenken ernst und schlägt nun einen neuen Weg vor: den «Midterm-Review»: Bis 2031 soll schrittweise in Richtung der neuen Eigenkapitalvorschriften wie vom Bundesrat vorgeschlagen gegangen werden. Falls sich die Befürchtungen beginnen zu bewahrheiten, müssten neue Wege gesucht werden. Warum taugen AT1 Instrumente weniger gut als hartes Eigenkapital? Ist eine Abkehr von den Eigenmittelanforderungen nicht zu spät, wenn sich negative Auswirkungen zeigen sollten? Was wären die Alternativen in einem solchen Fall? Hans Gersbach, Co-Direktor der KOF, ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Amerika zieht sich immer weiter zurück - und Europa nimmt seine Zukunft selbst in die Hand. Und jene der Ukraine: So begann die Woche mit dem Ukraine-Gipfel im Kanzleramt, bei dem eine neue Arbeitsgrundlage für Verhandlungen geschaffen wurde. Doch ob die EU sich wirklich auf finanzielle Unterstützung einigen kann, damit Kiew weiter gegen Russland bestehen kann, das entscheidet sich erst Ende der Woche beim EU-Gipfel in Brüssel. Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander sprechen in "Machtwechsel" über komplizierte Rechenspiele rund um die eingefrorenen russischen Vermögenswerte und die Abkehr vom Einstimmigkeitsprinzip. Und sie blicken auf den anstehenden Abschluss des Mercosur-Abkommens - das mittlerweile seit über 25 Jahren in der Mache ist. Das neue Buch von Robin Alexander „Letzte Chance – Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ ist im Siedler Verlag erschienen und unter [diesem Link](https://www.amazon.de/Letzte-Chance-Kanzler-Kampf-Demokratie/dp/3827502004/ref=sr_1_1?crid=32A9KE4352TB8&dib=eyJ2IjoiMSJ9.OAqH9DmF61NGhcP8mz9AHKFXBBUb1YprUud3G81JL_0cphxBCiZKbUpCMvtC-gHp2XSwaXQOK8Aur_SoTn8IUhxFZ2VWvl62hTo_2rEMxTfih2zj-esb_Yv_M7fg0vli3pECLtW5HCWpLWMWJsNfkUsfSsezmx1ke15fZXsFXrStzU0mJKTKrPVEd0MkPQYYSm_EVvYWzQIgaAzs2X3W5-haTe64J_hzB8GXBcOG3AY.1sT77TD8InnSHEg4btKCPKoWysESastLOsFuidaLod8&dib_tag=se&keywords=letzte+chance+robin+alexander&qid=1750251559&sprefix=letzte+chance+%2Caps%2C84&sr=8-1) erhältlich. Wir freuen uns über Feedback an machtwechsel@welt.de Redaktion: Antonia Beckermann, Wim Orth Produktion: Lilian Hoenen Impressum: https://www.welt.de/services/article104636888/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html
Mit Stimmen zu den Ukraine-Gesprächen in Berlin, zur Abkehr der EU-Kommission vom Verbrenner-Aus und zur Präsidentenwahl in Chile. www.deutschlandfunk.de, Internationale Presseschau
Die EU-Kommission schlägt wie erwartet eine Abkehr vom vereinbarten Verbrenner-Aus vor. Auch nach 2035 sollen noch Neuwagen mit Verbrennungsmotor zugelassen werden können. www.deutschlandfunk.de, Wirtschaftspresseschau
Heute geht es um die neuen Abgasregeln der EU-Kommission, eine wegweisende Abstimmung über das Mercosur-Freihandelsabkommen und Hoffnung auf Frieden nach den Ukraine-Verhandlungen in Berlin. Das ist die Lage am Dienstagmorgen.Die Artikel zum Nachlesen: Die ganze Geschichte hier: Wie der Kanzler Europa zurück ins Spiel bringtMehr Hintergründe hier: Ökonomen üben scharfe Kritik an der Abkehr vom Verbrenner-AusMehr Hintergründe hier: Merz verkündet angebliche Einigung auf Mercosur-Deal – Macron widerspricht+++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
In Europa hat sie ein Beben ausgelöst, in den USA immerhin ein Grollen: Die Nationale Sicherheitsstrategie der zweiten Trump-Regierung behandelt alte Feinde wie Russland und China gnädig und geht mit den aktuellen Regierungen in der EU hart ins Gericht. Viel Sympathie zeigt der innere Kreis rund um Donald Trump dagegen für Europas Rechte. In der heutigen Folge blicken wir darauf, wie wichtig diese Nationalen Sicherheitsstrategien sind, warum wir glauben, dass die Europäer im ersten Amtsjahr von Trump 2.0 taktische Fehler gemacht haben und was die neue Ausrichtung der USA für Europa bedeutet. Bitte macht weiter mit bei unserer Umfrage unter https://bit.ly/burgerundbier Und schreibt uns gerne unter beiburgerundbier@gmail.com
Donald Trumps neue US-Sicherheitsstrategie ist mehr als ein Papier - sie markiert eine radikale Abkehr von Europa.Statt Partnerschaft: Distanz, Drohungen und die offene Unterstützung „patriotischer Parteien“ wie der AfD. Was bedeutet das für Deutschland, die EU und den Krieg in der Ukraine?Paul Ronzheimer spricht mit Terror- und Extremismus-Experte Peter Neumann, der das Dokument als „Scheidungserklärung“ an Europa beschreibt. Neumann erklärt, warum Trumps Umfeld Europa als strategischen Gegner sieht, wie Akteure wie JD Vance und Elon Musk Einfluss nehmen – und wie verwundbar Deutschland wirtschaftlich, digital und sicherheitspolitisch geworden ist.Droht Europa zur Zielscheibe einer globalen populistischen Bewegung zu werden? Und kann Deutschland in dieser neuen Weltordnung überhaupt noch eigenständig handeln?Wenn euch der Podcast gefällt, dann lasst gerne Like & Abo da! Ihr habt Fragen, Kritik oder Themenvorschläge? Schreibt an ronzheimer@axelspringer.comPaul auf Instagram | Paul auf XUnd ganz neu: Paul jetzt auch auf YouTube!Redaktion: Filipp Piatov & Lieven JenrichExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Hammer, Benjamin www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
Off The Path - Reisepodcast über Reisen, Abenteuer, Backpacking und mehr…
Jan brauchte eine Auszeit. Er wollte weit weg und einen klaren Kopf bekommen, aber ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen. Die Wahl fiel auf die geheimnisvollen Färöer-Inseln. Doch was ihn erwartete, war weit entfernt von einem entspannten Urlaub: 42 Stunden Fährfahrt in einer Innenkabine – das war Jans Start in ein Abenteuer, das er nicht zu Ende gedacht hatte. Im stürmischen April empfing ihn die Inselwelt, 18 Felsen vulkanischen Ursprungs, mit einem Wind in nie erlebter Dimension. Für seine geplante Bikepacking-Tour von elf Tagen hatte Jan die Extreme unterschätzt. Er musste bereits nach kurzer Zeit feststellen: Die Inseln sind eine bergige Herausforderung, und der Wind ist so krass, dass man lieber schiebt als fährt – oder sogar den Berg hoch nicht treten muss, weil der Wind von hinten so stark ist. Obwohl Jan vom Meer kommt, war der Wind auf den Färöern ein „absoluter Standardwind“ in einer nie erlebten Dimension. Die krassen Wetterwechsel zwischen Regen und Sonnenschein innerhalb weniger Kurven machten das Vorhaben sogar lebensgefährlich. Vom Wal ausgespuckt: Wenn der Nordwind dich auf den Färöern absetzt Doch die Abkehr vom Plan – der Entschluss, sich einfach in den Süden treiben zu lassen – verwandelte die Reise in eine Perlenkette an Wundern. Wann hast du das letzte Mal die Tür zu einer fremden, offenen Wohnung betreten? Jan erlebte eine gigantische Gastfreundschaft. Er wurde in eine Familie aufgenommen, ging mit dem Vater der Pastorin Schafe hüten und durfte ein intimes Wissen über das Hirtenwesen sammeln. Er sah den „schönsten Flecken auf Erden“ – einen schwarzen Sandstrand, geschützt von steilen Bergen, der Ruhe ausstrahlt. Jan kehrte verändert von den Färöern zurück, mit dem tiefen Gefühl, dass die Welt und die Menschen grundsätzlich gut sind. Seine wichtigste Lektion: Sag Ja zum Unerwarteten! Hör rein und lass dich inspirieren, wie du auf deinen nächsten individuellen Abenteuern das Wunder finden kannst, wenn du dich einfach mal vom Wal ausspucken lässt.
Bei der Klimakonferenz in Brasilien wurde ein Beschluss gefasst, der Hilfen für arme Länder verdreifacht – doch ein Fahrplan für den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bleibt aus. Den gibt es nur auf freiwilliger Basis.
Die evangelische Kirche in Deutschland hat mit der ersten großen Friedensdenkschrift seit fast 20 Jahren zu aktuellen Themen Stellung bezogen. Darin findet sich ein neuer verteidigungspolitischer Pragmatismus und die Abkehr vom starren Pazifismus. Meyer, Luisa www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
Sind Microsoft Azure und Amazon Web Services ein Sicherheitsrisiko für Deutschland? Die ersten Unionspolitiker fordern eine Abkehr von den US-Produkten. Doch das führt direkt in ein Dilemma.
Herzlich willkommen zu Ihrem morgendlichen Newsletter! Wie konnte es zum ZDF-Skandal mit einem Hamas-Mitglied kommen – wurde die Berichterstattung beeinflusst? Und was gibt es Neues zur Haushaltssperre in den USA? Anschließend blicken wir auf Chinas abrupte Abkehr von E-Autos.