POPULARITY
In dieser Goodcast-Episode hören wir eine Stimme, die durch Leidenschaft, Klarheit und Empathie besticht. Gilda Sahebi ist Autorin, Ärztin und Politikwissenschaftlerin und eine der eindringlichsten Denkerinnen unserer Zeit. Gilda beschäftigt sich auf vielen Ebenen mit dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und was sie auseinanderreißen kann. In unserem Gespräch loten wir aus, was Demokratie heute bedeutet, warum sie überall auf dem Prüfstand steht und wie wir sie nicht nur schützen, sondern mit Leben füllen können. „Wir dürfen doch nicht zulassen, dass Menschen, die sich demokratischen Grundprinzipien widersetzen, den ganzen Diskurs allein bestimmen. Die Mehrheit der Menschen ist nicht hasserfüllt und orientiert sich viel mehr an Werten wie Liebe und Mitgefühl.“ Und sie fordert uns heraus zu reflektieren: „Wir alle denken rassistisch.“ Diese Sätze laden nicht anklagend ein, sondern öffnen einen Raum für ehrliche Selbstbefragung und einen inklusiveren demokratischen Diskurs. Mit einer Mischung aus politischer Tiefe, persönlicher Offenheit und dem festen Glauben daran, dass Verbindung stärker ist als Polarisierung, schenkt uns Gilda Sahebi in dieser Folge neue Perspektiven und neue Kraft für den demokratischen Alltag. Ob du dich gerade verloren fühlst in der Flut politischer Nachrichten oder dir wünschst, wieder hoffnungsvoller über Demokratie zu sprechen. Diese Folge lädt dich ein, zuzuhören, zu fühlen und neu zu denken. Eine Produktion von MAKIKO* für die Viva Equality gemeinnützige UG Gastgeber: Julius Bertram Mitarbeit: Tilman Perez Produktion: MAKIKO*
Muss uns Angst und Bange werden um die Zukunft der Demokratie? Martha Posthofen, German Political Team Leader bei YouGov, und Robert Vehrkamp, Demokratie-Experte der Bertelsmann Stiftung diskutieren mit Jochen Arntz und Malva Sucker darüber, in welchem Zustand die Demokratie in Deutschland ist, wie die Stimmung ist – und warum nicht jede politische Auseinandersetzung bedeutet, dass die Demokratie in Gefahr ist. Repräsentative Daten zeigen, dass mehr als 70 % nach wie vor hinter dem System Demokratie stehen. Doch die Stimmung habe sich eingetrübt. Mit der praktischen Umsetzung, der Performance, sind die Menschen weniger zufrieden. Diese Stimmung wirke sich auch auf das Wahlverhalten aus. Wähler:innenwanderung ist das Stichwort. Dass die Parteienlandschaft fragmentarischer geworden sei, sei in sich kein Problem, solange die Parteien kompromissbereit und koalitionsfähig seien, sagen die Expert:innen. Die anstehenden Landtagswahlen werden zur Bewährungsprobe für die Parteien der Mitte, weil es ihnen gelingen müsse, den Wettbewerb so auszutragen, dass sie die politische Mitte stärken und nicht – wie bei der Bundestagswahl – schwächen. Kapitelübersicht: 00:00 Willkommen im Podcast – Worum geht's heute? 04:55 Aktuelle Herausforderung der Demokratie 09:36 Persönliche Einschätzung zur Lage der Demokratie 15:27 Polarisierung und ihre Auswirkungen 18:25 Welche Entwicklungen lassen sich bei den Wahlen beobachten 20:44 Fluide Wählerschaft und Parteienbindung 25:01 Welche Herausforderungen ergeben sich für die Parteien? 27:52 Ein Blick in die Zukunft auf die Landtagswahlen im Jahr 2026 Weiterführende Links: Warum junge Menschen seltener wählen – und was dagegen hilft Social Media sind essenziell, um junge Menschen mit politischen Themen zu erreichen How to Sell Democracy Online (Fast) EINWURF 01/2025 – Selbstbeschädigung der Mitte Das demokratische Potenzial von Gaming-Communitys besser nutzen Podcasts der Bertelsmann Stiftung: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/podcasts-der-bertelsmann-stiftung Schreibt uns an podcast@bertelsmann-stiftung.de oder auf https://www.instagram.com/bertelsmannstiftung/
Im Wahlkampf-Special von The Nuremberg Times spricht Daniel Illauer, SPD-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Lauf, über bezahlbaren Wohnraum, digitale Verwaltung und neue Beteiligungsformate. Ein Gespräch über kommunale Verantwortung in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung.Noch mehr Podcastserien von The Nuremberg Times auf nbtimes.deUnser Nürnberger Wahlnavigator zur Kommunalwahl am 8. März in Nürnberg: https://wahlnavigator-nuernberg.de/
Polarisierte Gesellschaft – nur eine Illusion?„Woke“ gegen „Faschisten“, „Antisemiten“ gegen „Genozid-Unterstützer“ – die Fronten zwischen politischen Lagern wirken verhärtet, der Ton ist moralisch aufgeladen, und die Gesellschaft scheint zutiefst gespalten.Doch das stimme so nicht, sagt Journalistin Gilda Sahebi. Die Debatten seien zwar stark polarisiert, doch in vielen zentralen Fragen lägen die meisten Menschen näher beieinander, als es oft dargestellt werde.Sahebi beschreibt Polarisierung als Machtinstrument: Bestimmte Akteure würden durch Feindbild-Erzeugung spalten. Die Profiteure davon seien am Ende immer Autoritäre, die nichts anderes anzubieten hätten.Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens-----------------Unterstütze uns auf Paypal oder werde Patreon und erhalte Exklusiv-Content!Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @based_medienbasedpodcast.deFoto: Hannes Leitlein
Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.
In dieser Episode des Podcasts "Gut durch die Zeit" diskutieren Sascha Weigel, Dorothea Faller und Kurt Faller die Herausforderungen und Chancen der Gesellschaftsmediation. Sie beleuchten, wie Mediation als demokratisierender Faktor fungieren kann und welche neuen Kompetenzen Mediatoren benötigen, um in gesellschaftlichen Konflikten erfolgreich zu agieren. Die Rolle der Öffentlichkeit und die Notwendigkeit einer klaren Auftragsklärung werden ebenfalls thematisiert. Praktische Beispiele verdeutlichen die Komplexität und die Notwendigkeit einer differenzierten Herangehensweise an Konflikte in der Gesellschaft.
Bundeskanzler Merz ist zurück von seiner China-Reise. Das Land spielt bei der Unterstützung des russischen Kriegs gegen die Ukraine eine wichtige Rolle. In Peking wollte der Bundeskanzler u.a. seine Gastgeber dazu bringen, sich stärker für eine Beendigung des Ukraine-Krieges einzusetzen. In einem gemeinsamen deutsch-chinesischen Statement wird immerhin die "Ukraine-Frage" erwähnt. Und: Die früher regelmäßigen Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und China sollen wieder aufgenommen werden, nachdem sie in den letzten Jahren ins Stocken geraten waren - ein Erfolg. "Kanäle wieder aufzumachen" - das sei das Ziel des Bundeskanzlers, sagt Prof. Dr. May-Britt Stumbaum, die Direktorin des Spear-Instituts, einer sicherheitspolitischen Denkfabrik, und assoziierte Professorin an der Bundeswehr-Universität München. Allerdings: Auf Augenhöhe sehe sich China nur mit den USA, Russland sei für Peking "nützlich". Wichtig für Deutschland sei, "zu Hause" stark zu werden und den eigenen Mittelstand zu schützen - insbesondere vor chinesischer Technologie- und Wirtschaftsspionage, so Stumbaum, die auch Reserve-Offizierin der Luftwaffe ist. Sie berichtet im Gespräch mit Anna Engelke von Chinas kognitiver Kriegsführung. Dabei geht es darum, die Wahrnehmung des Gegners zu verändern. Dafür nutze China auch TikTok: Durch kurze Videos solle die Konzentrationsfähigkeit der User:innen untergraben werden: "Innerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich länger. Außerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich kürzer und das hat die Auswirkung, dass sie die Konzentrationsfähigkeit systematisch untergraben. Und natürlich ist das Zentrum einer Demokratie, dass ich mich konzentrieren kann, um mich mit den Informationen auseinanderzusetzen", so die Sicherheits-Expertin. China habe sehr viel in KI und Big Data investiert: "Dass man damit eben Inhalte für soziale Medien kreieren kann und die stimulieren eben diese Polarisierung in der Gesellschaft", sagt Stumbaum.Außerdem berichten Stefan Niemann und Kai Küstner von der aktuellen Lage in der Ukraine: Diese konnte den dritten erfolgreichen Treffer ihres Marschflugkörpers "Flamingo" gegen russische Ziele verzeichnen. Nach Erkenntnissen des US-Thinktanks Institute for the Study of War hat Russland nach zweijähriger Invasion die ostukrainische Stadt Pokrowsk eingenommen. Unterdessen hat der Haushaltausschuss des Bundestages grünes Licht für Kamikazedrohnen gegeben.Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de Aktueller Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW), u.a. zur russischen Eroberung Pokrowks: https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-february-26-2026/ Interview mit Prof. Dr. May-Britt Stumbaum: https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-429720.html Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html Podcast-Tipp: “Ready for Liftoff! Der Raumfahrtpodcast”: https://1.ard.de/ready-for-liftoff
Die Welt wirkt aus den Fugen: Krieg in Europa, Spannungen mit dem Iran, religiös aufgeladene Ideologien in Russland und den USA, wachsende Polarisierung auch bei uns. Ist unsere Zeit wirklich unsicherer geworden – oder verlieren wir gerade nur alte Gewissheiten? Und was bedeutet Frieden eigentlich aus christlicher Perspektive? Reicht es, wenn die Waffen schweigen – oder braucht Frieden Gerechtigkeit, Verantwortung und klare Grenzen? Dr. Jochen Reidegeld verbindet Friedensethik mit praktischer Erfahrung in Krisenregionen. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Leiter des Instituts für Theologie und Frieden in Hamburg und früheren stellvertretenden Generalvikar im Bistum Münster geht es um „gerechten Frieden“, die Verantwortung reicher Länder, die Würde des Menschen – und um die Frage, wann Christinnen und Christen aufstehen müssen. Folge direkt herunterladen
Seit Donald Trump vor dreizehn Monaten ins Amt eingeführt wurde, hat er mit seiner „Clown-Show“ (Obama) alle Welt in Atem gehalten. Der Soziologe Nils Kumkar war im Januar 2025 in Los Angeles und ist nun für einige Wochen ans Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades zurückgekehrt. Jens Bisky spricht mit ihm über wesentliche Momente und das andauernde Spektakel dieser Präsidentschaft, über Polarisierung, die Epstein-Files, „wirklich wichtige Themen“ – und schließlich die Frage, was aus all dem für bundesrepublikanische Verhältnisse zu lernen wäre. Nils Kumkar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SOCIUM der Universität Bremen. 2025 erschien im Suhrkamp Verlag sein Buch „Polarisierung. Die Ordnung der Politik“. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Berlin hat in den letzten 30 Jahren laut einer Studie der Universität Lausanne im Vergleich zahlreicher Städte den radikalsten Wandel seiner Berufsstruktur durchgemacht. Co-Autorin Gina-Julia Westenberger sagt, es gebe anders als andernorts keine starke Polarisierung.
Woop! Woop! Heute spreche ich mit Nils C. Kumkar über "Polarisierung" (Suhrkamp) der Gesellschaft und wie wichtig das vielleicht doch für Politik ist. Mit Patrick Kaczmarczyk geht es um den "Zerfall der Weltordnung" (Westend) und ein bisschen ist es auch eine Selbsthilfegruppe für die aktuelle politische Lage. Enjoy!^^
In dieser Deep-Dive-Folge spricht Markus mit zwei der spannendsten Köpfe aus der europäischen AI- und Developer-Szene: Mario Zechner und Armin Ronacher. Beide sind zentrale Figuren im entstehenden Agentic-AI-Ökosystem rund um OpenClaw und Pi – und kommen aus Österreich.Wir reden darüber, wie Pi als minimaler Agent-Harness funktioniert und warum es zur Grundlage für OpenClaw wurde, wie „Normies" plötzlich programmieren können, was das für die Identität von Entwicklern bedeutet – und ob händisches Programmieren damit „tot" ist.Außerdem geht's um:die persönlichen Storys von Mario (Games, Machine Learning, Exit zu Microsoft) und Armin (Ubuntu-Community, Jinja, Flask, Sentry)die turbulenten Wochen nach Peters OpenClaw-Erfolg und seinem Wechsel zu OpenAIEuropas strukturelle Probleme: Kammern, Gewerbeordnung, Bürokratie – und warum es trotzdem Sinn macht, hier zu bauendie Polarisierung rund um Peters Armin-Wolf-Interview, Arbeitszeit & Arbeitnehmerrechtedie Frage, wie junge Entwickler*innen noch Software-Engineering lernen, wenn AI den Code schreibtAm Ende gibt's wie immer unsere Speed Round mit Learnings, Lifehacks, Buchempfehlungen und Moonshots.Production: Hanna Moser Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Was passiert, wenn Fakten zur Meinung erklärt und gezielte Falschbehauptungen zum politischen Werkzeug werden? Die Journalistin und Faktencheckerin Alice Echtermann beobachtet, wie Desinformation Vertrauen untergräbt, Debatten polarisiert und durch soziale Medien und KI eine neue Dynamik gewinnt. Moderatorin Muschda Sherzada spricht mit ihr über die Mechanismen moderner Desinformation und über die wachsende Skepsis gegenüber Medien. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Faktenchecks funktionieren, wo ihre Grenzen liegen – und welche Rolle unabhängiger Journalismus spielen kann, um Orientierung zu geben und die demokratische Öffentlichkeit zu stärken.
Was passiert, wenn Fakten zur Meinung erklärt und gezielte Falschbehauptungen zum politischen Werkzeug werden? Die Journalistin und Faktencheckerin Alice Echtermann beobachtet, wie Desinformation Vertrauen untergräbt, Debatten polarisiert und durch soziale Medien und KI eine neue Dynamik gewinnt. Moderatorin Muschda Sherzada spricht mit ihr über die Mechanismen moderner Desinformation und über die wachsende Skepsis gegenüber Medien. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Faktenchecks funktionieren, wo ihre Grenzen liegen – und welche Rolle unabhängiger Journalismus spielen kann, um Orientierung zu geben und die demokratische Öffentlichkeit zu stärken.
Der Kultur droht der Rotstift. In Freiburg ist die Lage noch stabil. Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg über neue Zielgruppen, Programmplanung und ein Jubiläum im Herbst.
Das im Grundgesetz verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung wird schon seit einigen Jahren mit Füßen getreten. Jetzt soll diese illegale Praxis ganz offiziell legalisiert werden.Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.Vor kurzem reiste die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Meinungsfreiheit, Frau Irene Khan, für etwa zwei Wochen durch Deutschland. Bei ihrer Winterreise sprach sie zunächst mit Vertretern der Bundesregierung, der Bundesländer und mit den obersten Verfassungsrichtern in Karlsruhe. Denn Frau Khan war von der Bundesregierung eingeladen worden. Vermutlich in der Hoffnung, dass Irene Khan der Bundesregierung gute Noten erteilen würde. Doch Frau Khan sprach auch mit einfachen Bürgern und Vertretern von deutschen Menschenrechtsorganisationen.Und den erhofften Persilschein für makellose Menschenrechtspolitik liefert Irene Khan der deutschen Bundesregierung keineswegs. Die ehemalige Direktorin von Amnesty International berichtet vielmehr von einem Klima der Einschüchterung und Angst in Deutschland.Die weitreichende Einschränkung der Meinungsfreiheit begründete die Bundesregierung gegenüber der UNO-Gesandten mit der zunehmenden Brutalisierung und Polarisierung, die durch die sogenannten sozialen Medien in der Bevölkerung um sich greife. Das ist zweifelsfrei ein großes Problem, das uns alle mit großer Sorge erfüllen sollte. Das Netz macht es möglich, einem Mitmenschen im Schutz der Anonymität Sachen an den Kopf zu werfen, die man sich in der direkten Begegnung von Auge zu Auge niemals trauen würde. Allerdings sind die Bundesregierung und die ihr unterstellten Behörden sehr selektiv in der Wahrnehmung dessen, was den sozialen Frieden untergraben könnte. Die Bundesregierung verbindet den Kampf gegen Hassrede mehr oder weniger geschickt immer wieder mit ihrer eigenen geopolitischen Agenda. Um es klar zu sagen: wer bei dem moralisch-mentalen Feldzug der Bundesregierung gegen Russland, China und die Palästinenser nicht mitmacht, wird bevorzugt Opfer des offiziellen Kampfes gegen Hassrede.Frau Khan muss diesen Tatbestand verständlicherweise in diplomatische Zurückhaltung kleiden, wenn sie ausführt:„Die Regierung hat diese Bedrohungen zwar zu Recht ernst genommen, aber sie hat sich bei der Bekämpfung der Gefahren zunehmend auf Sicherheitsmaßnahmen verlassen. Viele dieser Maßnahmen – von der verstärkten Absicherung von Beamten, die öffentlicher Kritik ausgesetzt sind, bis hin zu pauschalen Verboten von Slogans, die mit pro-palästinensischen Protesten in Verbindung stehen, und der Überwachung von Organisationen aus vagen, nicht näher definierten Gründen des ‚Extremismus‘ – sind nicht mit den internationalen Menschenrechtsstandards vereinbar. Sie führen zu Unsicherheiten, was den Unterschied zwischen zulässiger und unzulässiger Meinungsäußerung betrifft, und fördern Stigmatisierung und Selbstzensur.“ (1)...https://apolut.net/das-offizielle-ende-der-meinungsfreiheit-von-hermann-ploppa/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Annekathrin Kohout ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und freie Autorin. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Wagenbach‑Verlag und der Zeitschrift „POP. Kultur und Kritik“ und schreibt für die taz eine Kolumne über Internetkultur. Zu ihren jüngsten Texten zählen Titel zu Netzfeminismus, Nerd‑Kultur und K‑Pop. Im Gespräch wirft sie auf Basis ihres Buches Hyperreaktiv einen kritischen Blick auf die „Reaktionskultur“ der sozialen Medien: Warum Online‑Kommunikation häufig von Überreizung, Missverständnissen und gegenseitigem Misstrauen geprägt ist und wie Bilder gezielt politisch eingesetzt werden. Sie erklärt, dass Algorithmen Beiträge belohnen, die starke Reaktionen hervorrufen, ein System, das Deutungsmacht konzentriert und gleichzeitig Polarisierung fördert. Anhand aktueller Beispiele, etwa dem umstrittenen Instagram‑Post von Greta Thunberg, zeigt sie, wie Nutzer*innen durch ständiges Bewerten, Kommentieren und Teilen Einfluss auf die öffentliche Debatte gewinnen, aber gleichzeitig das Risiko besteht, dass falsche Informationen und Lagerdenken verstärkt werden. Abschließend diskutiert sie, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne im Netz trägt und welche einfachen Strategien helfen können, einen konstruktiven, demokratischen Diskurs trotz der Tendenz zur Spaltung aufrechtzuerhalten.
Die vielfältigen Vorteile eines Umstiegs auf Erneuerbare Energien liegen auf der Hand: Die Energiewende kann zu niedrigeren Energiepreisen beitragen, die Resilienz und Versorgungssicherheit erhöhen und sogar die Demokratie stärken. Trotz dieser klar belegbaren Fakten wird die öffentliche Debatte jedoch häufig sehr emotional geführt und hat bereits zu einer deutlichen gesellschaftlichen Polarisierung beigetragen. Gero Rueter ist Redakteur bei der Deutschen Welle, dem deutschen Auslandssender, und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Energiewende und Klimaschutz. In seinen Beiträgen stützt er sich konsequent auf Daten und Fakten, um zentrale Aussagen nachvollziehbar zu belegen. Mit ihm sprechen wir darüber, welche Rolle Medien in der öffentlichen Debatte spielen, wie sich faktenbasierte Berichterstattung zur Darstellung von Meinungsvielfalt verhält und inwieweit Medien selbst von Interessen beeinflusst sind.
Was passiert, wenn KI-Hype, Tech-Industrie und rechte Politik zusammenwirken? Der Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff warnt vor einer Allianz aus Technologie, Macht und autoritären Ideologien. Mit Moderatorin Muschda Sherzada spricht er über KI-getriebene Polarisierung, transhumanistische Narrative aus dem Silicon Valley, den Mythos vom technologischen Fortschritt – und darüber, warum Deutschland und Europa jetzt genauer hinschauen und stärker regulieren sollten.
Was passiert, wenn KI-Hype, Tech-Industrie und rechte Politik zusammenwirken? Der Philosoph und Mathematiker Rainer Mühlhoff warnt vor einer Allianz aus Technologie, Macht und autoritären Ideologien. Mit Moderatorin Muschda Sherzada spricht er über KI-getriebene Polarisierung, transhumanistische Narrative aus dem Silicon Valley, den Mythos vom technologischen Fortschritt – und darüber, warum Deutschland und Europa jetzt genauer hinschauen und stärker regulieren sollten.
In dieser Episode von "Transit" spricht Philipp Strobl mit Gerald Knaus über Flucht und Migration als Konstanten europäischer Geschichte. Aktuelle Fluchtbewegungen werden historisch eingeordnet und den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Im Fokus stehen die politische Polarisierung der Migrationsfrage, ihre Instrumentalisierung im öffentlichen Diskurs und die Frage, wie eine realistische, rechtsstaatlich und humanitär fundierte europäische Migrationspolitik aussehen kann.
Die Verunsicherung ist riesig. Welchen Nachrichten kann man noch trauen? Besonders in digitalen Medien werden Fake News und «alternative Fakten» gezielt gestreut, um unsere Demokratien zu schwächen. Aber wirkt das überhaupt? Und wenn ja, wie genau? Der Soziologe Nils Kumkar klärt auf. Laut einer aktuellen Erhebung sind annähernd drei Viertel der befragten Internet-User überzeugt, binnen der letzten Woche mit Fake News konfrontiert worden zu sein. Diese gezielt gestreuten Falschinformationen haben meist unklare Absender, breiten sich rasend schnell aus und benebeln die Urteilskraft. Nicht zuletzt wird es im Zuge neuerer KI-Technologien immer schwieriger, diese Fälschungen und Fakes als solche zu erkennen und zu entlarven. Was also tun? Wem oder was kann man, gerade in der digitalen Sphäre, überhaupt noch trauen? Und wie sähe eine Demokratie aus, deren mündige Bürger sich nicht mehr verlässlich informieren können? Der Soziologe Nils Kumkar, Autor von Büchern wie «Alternative Fakten» und «Polarisierung», forscht seit vielen Jahren über Dynamiken digitaler Desinformation. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger klärt er über Wesen und Wirkung von Fake News auf – und räumt gleichzeitig zahlreiche Fehlannahmen aus dem Weg. Entlarvt sich die angenommene Bedrohung unserer Demokratie durch Fake News am Ende gar selbst als «Fake»?
Die Verunsicherung ist riesig. Welchen Nachrichten kann man noch trauen? Besonders in digitalen Medien werden Fake News und «alternative Fakten» gezielt gestreut, um unsere Demokratien zu schwächen. Aber wirkt das überhaupt? Und wenn ja, wie genau? Der Soziologe Nils Kumkar klärt auf. Laut einer aktuellen Erhebung sind annähernd drei Viertel der befragten Internet-User überzeugt, binnen der letzten Woche mit Fake News konfrontiert worden zu sein. Diese gezielt gestreuten Falschinformationen haben meist unklare Absender, breiten sich rasend schnell aus und benebeln die Urteilskraft. Nicht zuletzt wird es im Zuge neuerer KI-Technologien immer schwieriger, diese Fälschungen und Fakes als solche zu erkennen und zu entlarven. Was also tun? Wem oder was kann man, gerade in der digitalen Sphäre, überhaupt noch trauen? Und wie sähe eine Demokratie aus, deren mündige Bürger sich nicht mehr verlässlich informieren können? Der Soziologe Nils Kumkar, Autor von Büchern wie «Alternative Fakten» und «Polarisierung», forscht seit vielen Jahren über Dynamiken digitaler Desinformation. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger klärt er über Wesen und Wirkung von Fake News auf – und räumt gleichzeitig zahlreiche Fehlannahmen aus dem Weg. Entlarvt sich die angenommene Bedrohung unserer Demokratie durch Fake News am Ende gar selbst als «Fake»?
Die Philosophie ignoriert Menschen mit "Behinderung" oder wertet sie ab, sagt Regina Schidel. Die Philosophin kritisiert in ihrem Vortrag diese Diskriminierung in unserer Denktradition und zeigt Wege zu einer nicht-ableistischen Gesellschaft auf.Dr. Regina Schidel ist Akademische Rätin a. Z. an der Professur für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ableistische Diskriminierung ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte. Im Dezember 2025 ist ihr Buch "'Behinderung‘ und Gesellschaft. Ableismus in philosophischer und sozialtheoretischer Perspektive" erschienen. Ihren Vortrag "Ich kann, also bin ich? Eine Kritik ableistischer Diskriminierung in unserer Gesellschaft" hat sie am 3. November 2025 im Rahmen der Goethe Lectures Offenbach im Klingspor Museum gehalten. Veranstalter der Reihe sind das Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität, die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach und das Klingspor Museum Offenbach. Hinweis: Die Vortragende setzt das Wort "Behinderung" selbst in Klammern, deshalb haben wir ihre von dem Begriff distanzierende Schreibweise hier übernommen.Dieses Thema belastet dich? Hier findest du eine Übersicht über Hilfsangebote **********+++ Deutschlandfunk Nova +++ Hörsaal +++ Vortrag +++ Philosophie +++ Epistemologie +++ Erkenntnistheorie +++ Politische Theorie +++ Ableismus +++ Behinderung +++ Gesundheit +++ Diskriminierung +++ Abwertung +++ Ausgrenzung +++ Marginalisierung +++ Ungleichheit +++ Gleichheit +++ Menschenrechte +++ Menschenwürde +++ Gesellschaft +++ Medizin +++ Körper +++ Norm +++ Diskriminierung +++**********In dieser Folge mit: Moderation: Katrin Ohlendorf Vortragende: Dr. Regina Schidel, Akademische Rätin a. Z. an der Professur für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.**********Zusätzliche InformationenHörtipp: Deutschlandfunk-Podcast "Deep Science"**********Ihr hört in diesem Hörsaal:2:22 - Vortragsbeginn3:01 - Beispiele für Ableismus7:52 - Überblick über den Vortrag8:37 - Was ist Ableismus und warum brauchen wir diesen Begriff?14:35 - Die denkerischen Quellen für Ableismus31:16 - Ressourcen für ein nicht-ableistisches Denken41:55 - Ausblick: Wege zu einer nicht-ableistischen Gesellschaft46:52 - Hörtipp: Deep Science - Die Psychonauten**********Quellen aus der Folge:UN-BehindertenrechtskonventionRegina Schidel (2025): "Behinderung" und Gesellschaft. Ableismus in philosophischer und sozialtheoretischer Perspektive. Berlin, Suhrkamp. Michel Foucault (1973): Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft. Frankfurt/M., Suhrkamp. Dan Goodley (2014): Dis/ability Studies. Theorising disablism and ableism. London / New York, Routledge. Dagmar Herzog (2024): Eugenische Phantasmen. Eine Deutsche Geschichte. Berlin, Suhrkamp. Alle Quellen findet ihr hier.**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Neurodiversität: Anders, aber völlig richtig im KopfInklusion: Menschen mit und ohne Behinderung: Warum haben wir so wenig Berührungspunkte?Neuropolitik: Ein Weg aus Populismus und Polarisierung?**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Alle meckern nur noch rum. Alles ist ungerecht und fremdgesteuert, jeder und vor allem "die da oben" sind korrupt. Und die Demokratie kannst du sowieso vergessen...
In Folge 11 von Rektal Digital – Die Akte Flattermann analysieren Sascha und Sarah einen Prozess, den viele im Creator-Umfeld nur ungern offen benennen: den öffentlich dokumentierten Selbstzerfall durch Größenwahn. Wir sprechen über die wachsende Diskrepanz zwischen Followerzahlen und realer Wirkung, über auffällige Einbrüche bei Aufrufen, über künstliche Relevanzstrategien – und darüber, warum Angriffe oft genau dann lauter werden, wenn das eigene Echo leiser wird. Ein Schwerpunkt dieser Folge liegt auf zerbrochenen Kooperationen: Warum mehrere Content Creator nicht mehr mit der Fernsehschatztruhe zusammenarbeiten. Warum frühere Partnerschaften scheiterten. Und wie langfristiges Verhalten irgendwann unausweichliche Konsequenzen nach sich zieht. Außerdem geht es um: – Follower vs. Interaktion: Wenn Zahlen nichts mehr bedeuten – Polarisierung als letzte Relevanzstrategie – Das ständige Erwähnen anderer als Versuch, im Gespräch zu bleiben – Spendenkampagnen, Klagen und moralische Widersprüche – Die Frage, wann Kritik berechtigt ist – und wann sie systematisch instrumentalisiert wird Ganz ohne Drama, aber mit klarer Ursache-Wirkung. Denn wenn Größenwahn auf Realität trifft, entsteht kein Comeback – sondern ein sauber dokumentierter Zerfall. Jetzt reinhören bei Rektal Digital – Die Akte Flattermann.
In Folge 11 von Rektal Digital – Die Akte Flattermann analysieren Sascha und Sarah einen Prozess, den viele im Creator-Umfeld nur ungern offen benennen: den öffentlich dokumentierten Selbstzerfall durch Größenwahn. Wir sprechen über die wachsende Diskrepanz zwischen Followerzahlen und realer Wirkung, über auffällige Einbrüche bei Aufrufen, über künstliche Relevanzstrategien – und darüber, warum Angriffe oft genau dann lauter werden, wenn das eigene Echo leiser wird. Ein Schwerpunkt dieser Folge liegt auf zerbrochenen Kooperationen: Warum mehrere Content Creator nicht mehr mit der Fernsehschatztruhe zusammenarbeiten. Warum frühere Partnerschaften scheiterten. Und wie langfristiges Verhalten irgendwann unausweichliche Konsequenzen nach sich zieht. Außerdem geht es um: – Follower vs. Interaktion: Wenn Zahlen nichts mehr bedeuten – Polarisierung als letzte Relevanzstrategie – Das ständige Erwähnen anderer als Versuch, im Gespräch zu bleiben – Spendenkampagnen, Klagen und moralische Widersprüche – Die Frage, wann Kritik berechtigt ist – und wann sie systematisch instrumentalisiert wird Ganz ohne Drama, aber mit klarer Ursache-Wirkung. Denn wenn Größenwahn auf Realität trifft, entsteht kein Comeback – sondern ein sauber dokumentierter Zerfall. Jetzt reinhören bei Rektal Digital – Die Akte Flattermann.
Istanbul war über Jahrtausende ein «Mosaik der Völker». Doch die nationalistische Staatsideologie der modernen Türkei leugnete die kulturelle Vielfalt. Aber es gibt eine Gegenbewegung: Menschen, die das multikulturelle Erbe der Stadt wiederbeleben wollen. Die historische Strassenbahn bimmelt auf der Flaniermeile Istiklal Caddesi an armenischen und griechischen Stadtpalästen vorbei. Wer sich umschaut, findet überall in der Bosporus-Stadt Zeugnisse der multikulturellen Vergangenheit. Doch die moderne Türkei verstand sich als Einheitsstaat: «Glücklich, wer ein Türke ist». So der Leitsatz von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk. Bis heute sind die nationalistischen Strömungen in der Türkei stark. «International» begegnet Menschen, die genug haben von politischer Polarisierung und die multi-ethnische Tradition dieser Stadt auf zwei Kontinenten für sich neu entdecken. Can Evrensel Rodrik ist fasziniert vom jüdischen Erbe. Er gibt Kurse in der Sprache der sephardischen Juden Istanbuls und schafft so eine Verbindung zur eigenen Herkunftskultur. Mehmet Ugur Korkmaz will mit seinem Podcast «Die Kurden sind in der Stadt» dazu beitragen, dass das «kurdische Istanbul» als Teil der Identität der türkischen Mittelmeer-Metropole wahrgenommen wird. Traditionen, Stimmen, Kulturen und verschiedene Epochen flössen am Bosporus ineinander, das fasziniere sie seit ihrer Kindheit, sagt Kübra Şenyaylar. Die Musikerin bringt die Istanbuler Vielstimmigkeit mit ihrem «Koro Istanbul» zum Klingen.
Istanbul war über Jahrtausende ein «Mosaik der Völker». Doch die nationalistische Staatsideologie der modernen Türkei leugnete die kulturelle Vielfalt. Aber es gibt eine Gegenbewegung: Menschen, die das multikulturelle Erbe der Stadt wiederbeleben wollen. Die historische Strassenbahn bimmelt auf der Flaniermeile Istiklal Caddesi an armenischen und griechischen Stadtpalästen vorbei. Wer sich umschaut, findet überall in der Bosporus-Stadt Zeugnisse der multikulturellen Vergangenheit. Doch die moderne Türkei verstand sich als Einheitsstaat: «Glücklich, wer ein Türke ist». So der Leitsatz von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk. Bis heute sind die nationalistischen Strömungen in der Türkei stark. «International» begegnet Menschen, die genug haben von politischer Polarisierung und die multi-ethnische Tradition dieser Stadt auf zwei Kontinenten für sich neu entdecken. Can Evrensel Rodrik ist fasziniert vom jüdischen Erbe. Er gibt Kurse in der Sprache der sephardischen Juden Istanbuls und schafft so eine Verbindung zur eigenen Herkunftskultur. Mehmet Ugur Korkmaz will mit seinem Podcast «Die Kurden sind in der Stadt» dazu beitragen, dass das «kurdische Istanbul» als Teil der Identität der türkischen Mittelmeer-Metropole wahrgenommen wird. Traditionen, Stimmen, Kulturen und verschiedene Epochen flössen am Bosporus ineinander, das fasziniere sie seit ihrer Kindheit, sagt Kübra Şenyaylar. Die Musikerin bringt die Istanbuler Vielstimmigkeit mit ihrem «Koro Istanbul» zum Klingen.
Istanbul war über Jahrtausende ein «Mosaik der Völker». Doch die nationalistische Staatsideologie der modernen Türkei leugnete die kulturelle Vielfalt. Aber es gibt eine Gegenbewegung: Menschen, die das multikulturelle Erbe der Stadt wiederbeleben wollen. Die historische Strassenbahn bimmelt auf der Flaniermeile Istiklal Caddesi an armenischen und griechischen Stadtpalästen vorbei. Wer sich umschaut, findet überall in der Bosporus-Stadt Zeugnisse der multikulturellen Vergangenheit. Doch die moderne Türkei verstand sich als Einheitsstaat: «Glücklich, wer ein Türke ist». So der Leitsatz von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk. Bis heute sind die nationalistischen Strömungen in der Türkei stark. «International» begegnet Menschen, die genug haben von politischer Polarisierung und die multi-ethnische Tradition dieser Stadt auf zwei Kontinenten für sich neu entdecken. Can Evrensel Rodrik ist fasziniert vom jüdischen Erbe. Er gibt Kurse in der Sprache der sephardischen Juden Istanbuls und schafft so eine Verbindung zur eigenen Herkunftskultur. Mehmet Ugur Korkmaz will mit seinem Podcast «Die Kurden sind in der Stadt» dazu beitragen, dass das «kurdische Istanbul» als Teil der Identität der türkischen Mittelmeer-Metropole wahrgenommen wird. Traditionen, Stimmen, Kulturen und verschiedene Epochen flössen am Bosporus ineinander, das fasziniere sie seit ihrer Kindheit, sagt Kübra Şenyaylar. Die Musikerin bringt die Istanbuler Vielstimmigkeit mit ihrem «Koro Istanbul» zum Klingen.
Die Wärmeversorgung zählt bislang zu den Bereichen der Energiewende, in denen die Fortschritte besonders begrenzt sind. Neben dem relativ stabilen Beitrag der Bioenergie hat sich in den letzten Jahren jedoch die Wärmepumpe als massentaugliche Lösung etabliert. Ihre technische Leistungsfähigkeit wurde kontinuierlich weiterentwickelt und deutlich verbessert. Unser Gast Marek Miara beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Wissenschaftler mit der Wärmepumpentechnologie. Im Gespräch gehen wir auf die technischen Entwicklungen, Einsatzmöglichkeiten und bestehenden Grenzen von Wärmepumpen ein. Vor allem aber diskutieren wir, warum sich die öffentliche Debatte rund um die Wärmepumpe in den vergangenen Jahren stark polarisiert hat – und wie dieser Polarisierung sachlich und konstruktiv begegnet werden kann.
Verantwortung, Macht und das unbequeme Ungleichgewicht unserer ZeitViele sagen heute: Die Demokratie ist in Gefahr.Doch kaum jemand stellt die entscheidende Frage: Warum eigentlich?Liegt die Bedrohung in Populismus und Polarisierung?In supranationalen Institutionen und Machtverschiebungen?Oder vielleicht tiefer – im Inneren der Demokratie selbst?In dieser Folge des Stoischen Piraten geht es um eine unbequeme, selten offen diskutierte Frage:Kann eine Demokratie dauerhaft funktionieren, wenn immer weniger Menschen den Staat finanzieren, während immer mehr über seine Ausgaben entscheiden?Wir sprechen über die historische Entwicklung der Demokratie – von Wehrfähigkeit und Steuerleistung bis zum modernen Sozialstaat. Über Platon, Aristoteles, John Stuart Mill und Alexis de Tocqueville. Über das Prinzip no taxation without representation – und darüber, warum es sich heute vielerorts in representation without taxation zu verkehren droht.Ein zentraler Gedanke dabei: Demokratie war nie als reines Konsumrecht gedacht, sondern als Ordnung, in der politische Mitsprache an Verantwortung gebunden ist – an Risiko, Beitrag und Dienst am Gemeinwesen.Was passiert, wenn diese Verbindung verloren geht?Wenn politische Entscheidungen zunehmend von jenen getroffen werden, die ihre Konsequenzen nicht mehr tragen?Und wie könnte ein modernes Verständnis von Skin in the Game aussehen – jenseits von Geld, aber nicht ohne Verantwortung?Diese Folge ist kein Plädoyer gegen die Demokratie. Im Gegenteil. Sie ist ein Versuch, sie ernst zu nehmen.Webpage:https://www.muellermathias.ch/
Misstrauen gegen die Nachbarn, Entfremdung in der Familie, langjährige Freundschaften, die über Meinungsverschiedenheiten zerbrechen: Seit der Corona-Pandmie machen wir soziale Erfahrungen, die wir als Ausdruck gesellschaftlicher Spaltung deuten. Dabei kommen soziologische Studien zu gänzlich anderen Befunden, die Gesellschaft sei gar nicht so gespalten, wie es uns scheint. Im Gespräch denken wir über diesen scheinbaren Widerspruch nach und beleuchten die Hintergründe unterschiedlicher Wahrnehmungen. Lässt sich gegen Spaltungstendenzen und Polarisierung überhaupt etwas tun? Während Katrin dafür plädiert, Kategorien von „Entweder/Oder“ fallen zu lassen und sie durch „Sowohl als auch“ zu ersetzen, fragt Alexandra, ob Demokratie mit ihrem Anspruch auf Integration und Partizipation der „Massen“ ohne Polarisierung überhaupt möglich ist. Unterstützt uns!Anekdotisch evident kostet im Moment mehr, als es über Crowdfunding einbringt – ihr könnt uns dabei helfen, das zu ändern. Damit es anekdotisch evident weiterhin gibt. Am besten direkt an hauseins (Verwendungszweck „anekdotisch evident“) oder mit einem Abo bei steady.Shownotes:Suhrkamp: Steffan Mau, Thomas Lux & Linus Westheuser: Triggerpunkte DIW / Marcel Fratzscher: Wie gespalten ist Deutschland wirklich? Quarks: Hass, Wut und Spaltung: Driften wir immer weiter auseinander? Suhrkamp: Nils Kumkar: Polarisierung. Die Ordnung der Politik Wikipedia: Cleavage-Theorie Bundeszentrale für politische Bildung: Lassen sich Parteien noch klassifizieren? ISI / Fraunhofer: Wie gespalten ist die deutsche Gesellschaft – und was bedeutet das für die Transformationsbereitschaft der Energie- und Mobilitätswende? Wind und Wurzeln: Gegen die gesellschaftliche Spaltung: Wie wir Scheindebatten und Tribalismus stoppen Youtube / TED: That Open Secret About Political Polarization | Jake Teeny Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Australia is celebrating 125 years of democratic elections — and continues to rely on special features such as compulsory voting and the preferential voting system. These instruments have helped to reduce political extremes and to strengthen trust in democratic processes. In times of growing polarization, the question is: Could the Australian model also be a role model for Europe? - Australien feiert 125 Jahre demokratische Wahlen – und setzt dabei bis heute auf Besonderheiten wie Wahlpflicht und Präferenzwahlsystem. Diese Instrumente haben dazu beigetragen, politische Extreme klein zu halten und das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken. In Zeiten wachsender Polarisierung stellt sich die Frage: Könnte das australische Modell auch für Europa ein Vorbild sein?
Die seligen Zeiten einer unipolaren Weltordnung sind vorbei. Statt Globalisierung steht geopolitisches Risikomanagement am Programm, sagt Buchautor Thomas Ramge. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Wirtschaft ist ein Spiegel der geopolitischen Entwicklungen. 30 Jahre war Globalisierung die Marschrichtung, US-Präsident Donald Trump hat diese Ära beendet. Statt Wandel durch Handel steht nun Protektionismus auf der politischen Agenda.„Die Stunde der Nashörner“ ist der Titel eines Buches von Ansger Baum und Thomas Ramge, das Wirtschaftstreibende zum Neudenken anregen will. Geopolitik ist einer der größten Risikofaktoren, die für das Überleben von Unternehmen entscheidend sein wird, sagen sie. Sie ist derzeit zwar wenig vorhersehbar, doch sollte immer Teil jedes Kalküls sein. ,„Denn, und auch das ist eine These des Buches, der Wirtschaftskrieg auf der Welt hat längst begonnen.“ Im digitalen Zeitalter geht es um technologische Vorherrschaft, und weil China den USA in dieser Beziehung gerade den Rang abläuft, brechen überall auf der Welt Konflikte aus.Das gegenseitige Demonstrieren von Stärke gehört zu diesem Powerplay dazu, der Einmarsch der USA in Venezuela ist das jüngste Beispiel dafür, sagt Thomas Ramge und gibt einen interessanten Einblick in Geo-Craft, jener Disziplin, um die es in den kommenden Jahren gehen wird. Unser Gast in dieser Folge: Thomas Ramge ist Buchautor, Keynote-Speaker und Associated Researcher am Einstein Center Digital Future. Er beschäftigt sich mit technologischen Veränderungen unserer Zeit und hat mehr als 20 mitunter preisgekrönte Sachbücher geschrieben. Anlass für diesen Podcast ist Die Stunde der Nashörner, erschienen im Murmann Verlag.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). Xyz. Ein Podcast von Pragmaticus.
Damit die Demokratie überlebt, müssen demokratische Parteien die "stille Mitte" der Gesellschaft zurückerobern. Dieser Überzeugung ist der ehemalige Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle. Andreas Voßkuhle lehrt Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Bis zum Sommer 2020 war er zudem Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Seinen Vortrag "Der Verlust der Mitte und die Krise der Demokratie" hat er am 10. November 2025 in der Aula der Uni Freiburg gehalten. +++ Deutschlandfunk Nova +++ Hörsaal +++ Wissenschaft +++ Rechtswissenschaften +++ Rechtswissenschaft +++ Vortrag +++ Vorträge +++ Politik +++ Demokratie +++ Demokratiekrise +++ AfD +++ Rechtsextremismus +++ Rechtspopulismus +++ Autoritarismus +++ Populismus +++ Polarisierung +++ Rechtsruck ++++ Verfassung +++ Bundesverfassungsgericht +++ **********In dieser Folge mit: Moderation: Katja Weber Vortragender: Andreas Voßkuhle, Rechtswissenschaftler, Universität Freiburg**********Ihr hört in diesem Hörsaal:2:21 - Vortragsbeginn15:06 - Gründe für eine Verteidigung der Demokratie18:58 - Wie Menschen für Demokratie zurückgewonnen werden können30:55 - Drei konkrete Vorschläge**********Quellen aus der Folge:Bertelsmann-Studie "Selbstbeschädigung der Mitte"Sinus-Milieus**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Parteiverbote: Vom Mumm, es zu tun, und der Weisheit, es zu lassenNeuropolitik: Ein Weg aus Populismus und Polarisierung?Rechtsextremismus: Die Vordenker der Neuen Rechten**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
In dieser Silvesterfolge erstellen wir ein Psychogramm. Von deutschen Anlegern, den deutschen Konsumenten – von den Deutschen überhaupt. Wir reden heute mit einer Koryphäe der Gesellschafts- und Wirtschaftspsychologie. Denn am letzten Tag dieses Jahres wollen wir uns und Euch optimal auf 2026 vorbereiten. Und so wollen wir wissen, was es mit der German Angst auf sich hat, wie die Wut, die Enttäuschung und die Polarisierung in unserer Gesellschaft entstanden ist – wie sich das alles wieder verbessern lässt. Unser Experte erklärt uns das Phänomen der Stapel-Krise, berichtet von der Brückentags-Mentalität und verrät die unglaubliche Wirkung der Einfach-Aufschreiben-Taktik. Und dann geht es natürlich auch noch ums Börsianer-Mindset. Um den perfekten Einstieg in die Geldanlage, den idealen Umgang mit FOMO und die Sparplanisierung des Lebens. Ein Gespräch mit Thomas Ebenfeld. Wir freuen uns an Feedback über aaa@welt.de. Noch mehr "Alles auf Aktien" findet Ihr bei WELTplus und Apple Podcasts – inklusive aller Artikel der Hosts und AAA-Newsletter. Hier bei WELT: https://www.welt.de/podcasts/alles-auf-aktien/plus247399208/Boersen-Podcast-AAA-Bonus-Folgen-Jede-Woche-noch-mehr-Antworten-auf-Eure-Boersen-Fragen.html. Der Börsen-Podcast Disclaimer: Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlage-Empfehlungen dar. Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen. Hörtipps: Für alle, die noch mehr wissen wollen: Holger Zschäpitz können Sie jede Woche im Finanz- und Wirtschaftspodcast "Deffner&Zschäpitz" hören. +++ Werbung +++ Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte! https://linktr.ee/alles_auf_aktien Impressum: https://www.welt.de/services/article7893735/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html
In dieser Episode des Ja klaHR! Podcasts spricht Stefan, DER HR-Architekt, mit Felix Friedrich – Journalist, Gründer und Geschäftsführer von Buzzard. Felix hat mit Buzzard eine Plattform geschaffen, die Menschen hilft, sich über unterschiedliche Perspektiven zu informieren und so eigene fundierte Meinungen zu bilden.
Pfarrer Schießler schaut in dieser Folge auf die besondere Stimmung des Advents – zwischen Hektik, Sehnsucht und echter Menschlichkeit. Während Krisen, Polarisierung und Unsicherheiten unseren Alltag prägen, erinnert er daran, dass die wahre Weihnachtsbotschaft im Kleinen beginnt: in Nähe, Verletzlichkeit und einfachen, ehrlichen Begegnungen. Ein besinnlicher Impuls darüber, warum gerade das Unspektakuläre Hoffnung schenkt und uns auf Weihnachten vorbereitet.
An den Außengrenzen der EU floriert russische Propaganda. Wie wehren sich Moldau und Rumänien? Ein Podcast mit Florian Kührer-Wielach von Pragmaticus.Das Thema:Als Russland noch Sowjetunion war, war die Republik Moldau Teil jenes Imperiums, das der russische Präsident Wladimir Putin wiederbeleben will. Mit gezielter Propaganda versucht er, Wahlen in den Ländern Südosteuropas zu beeinflussen. Durch Desinformation, Stimmenkauf, Kirchenpropaganda und gekaufte Politiker. Mit dieser Strategie ist er unterschiedlich erfolgreich. Der Südosteuropa-Experte Florian Kührer-Wielach, Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) berichtet in diesem Podcast, wie sich die Republik Moldau und Rumänien gegenüber dem Aggressor Russland positionieren. Er analysiert, mit welchen Argumenten die russische Propaganda punktet und wie sie es schafft, Gesellschaften zu polarisieren. Das, was an den Außengrenzen der EU passiert, zeigt immer auch, welche Herausforderungen der gesamte Kontinent zu stemmen hat und ist insofern ein Einblick in Sicherheit, Minderheitenpolitik und die Anstrengungen für eine liberale Weltordnung. Die gute Nachricht: Die Europäische Union kann sich als Gegenpol noch gut positionieren. Wie lange noch? Unser Gast in dieser Folge: Florian Kührer-Wielach stammt aus Horn im Waldviertel in Österreich. Der auf die Geschichte Südosteuropas spezialisierte Historiker ist der Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS). Für den Pragmaticus schrieb er zuletzt eine Analyse über die Republik Moldau nach den Wahlen und ist in diesem Podcast über die Situation in der Republik Moldau und Rumänien zu hören.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Was darf man heute noch sagen – und was wird sofort zum Shitstorm?Patrick Reiser spricht mit MrWissen2Go über Meinungsfreiheit, Selbstzensur, Cancel Culture und die subtile Macht von Algorithmen.Warum wird der Meinungskorridor immer enger? Wie beeinflussen Social Media unsere Wahrnehmung – und unser Denken?Ein wachrüttelndes Gespräch über Polarisierung, digitale Verantwortung und den Mut, frei zu sprechen._____► Kostenlose Achtsamkeitsmeditation für tiefere Verbundenheit und mehr Klarheit: https://start.patrickreiser.com/meditation_____► Kostenloser Klarheitstest: https://klarheitsquiz.com_____► In 12 Wochen zu tiefer Verbundenheit, Sinnhaftigkeit und Lebensfreude: Hier geht es zu meinem Mentoring: https://patrickreiser.com/human-elevation-mentoring______► Das exklusive Retreat in den Schweizer Bergen, welches die Grenzen deine Wahrnehmung sprengt und dich in eine zielgerichtete Umsetzung deiner Vision bringt: https://patrickreiser.com/retreat______► Jetzt Patricks neues Buch versandkostenfrei bestellen
Mit der Sorge um eine allgemeine "Polarisierung" wird die reale Bedrohung durch den Rechtsextremismus verschleiert, meint Nils Kumkar. In seinem Buch zur Debatte zeigt der Soziologe: Das Problem ist nicht Polarisierung an sich, sondern dass es der extremen Rechten gelungen ist, den Pol der Fundamentalopposition zu besetzen und die Mitte vor sich herzutreiben. Wenn Konflikt und Spaltung notwendig zu unserem politischen System gehören, die rechte Kulturkampfmaschine aber Gesellschaft spaltet und Menschen bedroht - wie lässt sich dann besser spalten? Ein Gespräch über den Erfolg der AfD im Polarisierungs-Game, die Hilflosigkeit der politischen Mitte und Lehren für Linke.
Als eine Anti-AfD-Demo in Gießen eskaliert, findet sich Paul plötzlich im Zentrum eines wütenden Mobs wieder - warum?In dieser Folge sprechen Paul und Kollege Filipp Piatov über ein Wochenende, das viel über die politische Stimmung im Land verrät: Während die AfD ihre neue Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gründet, kommt es draußen zu massiven Gegenprotesten - und mitten darin wird Paul als Journalist von Teilen der Menge bedrängt, beleidigt und schließlich von der Polizei herausgeleitet.Paul schildert, wie die Situation kippte, warum ihn dieser Vorfall persönlich erschüttert hat und was die Eskalation über die zunehmende Polarisierung in Deutschland zeigt. Außerdem ordnen Paul und Filipp ein, was die AfD-Jugendgründung politisch bedeutet - und warum ausgerechnet die Gewalt am Rande der Proteste der Partei in die Hände spielt.Wenn euch der Podcast gefällt, dann lasst gerne Like & Abo da! Ihr habt Fragen, Kritik oder Themenvorschläge? Schreibt an ronzheimer@axelspringer.comPaul auf Instagram | Paul auf XUnd ganz neu: Paul jetzt auch auf YouTube!Redaktion: Filipp Piatov & Lieven JenrichExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Stefan Lassnig spricht mit Luis Paulitsch von der "DATUM-Stiftung" und Autor eines Buchs über alternative Medien über Definition, Geschichte und demokratiepolitische Bedeutung von sogenannten "alternativen Medien". Historisch reichen alternative Medien von Flugschriften der Reformation über linke Studierenden-, Frauen- und Umweltbewegungen bis zu heutigen digitalen Angeboten, die eine Gegenöffentlichkeit zum Mainstream beanspruchen. Heute sind viele dieser Projekte eng mit rechtspopulistischen oder rechtsextremen Milieus vernetzt, nutzen Social Media, um Empörung zu schüren, Verschwörungsnarrative zu verbreiten und Reichweite über ihre eigentliche Szene hinaus zu erzielen. Paulitsch unterscheidet zwischen demokratiebereichernden Alternativmedien, die Lücken im Mediensystem schließen, und Propagandamedien, die Desinformation verbreiten und medienethische Standards missachten. Ein von ihm mitentwickelter Kriterienkatalog (u.a. Bekenntnis zu Rechtsstaat, Grundrechten, Fehlerkultur, Transparenz von Eigentum und Finanzierung) soll helfen, förderwürdigen Journalismus von politisch motivierten Kampagnenmedien zu trennen. Anhand von Beispielen wie Exxpress und Njus werden Fragen nach Finanzierung, Oligarchisierung der Medienlandschaft, Nähe zu Parteien und ausländischem Einfluss (etwa aus Russland) diskutiert. Kritisiert wird auch, dass etablierte Medien propagandistische Projekte und ihre Geldflüsse lange zu wenig investigativ beobachtet haben, obwohl diese im digitalen Raum mittels Vernetzung und koordinierter Kampagnen Agenda Setting betreiben. Abschließend plädiert Paulitsch für eine Reform der Medienförderung zugunsten von Qualitätsjournalismus, strengere Kriterien für öffentliche Gelder, mehr investigativen und klimabezogenen Medienjournalismus sowie kreative zivilgesellschaftliche Gegenangebote im digitalen Raum.Links zur FolgeAlternative Medien. Definition, Geschichte und Bedeutung von Luis Paulitsch (Springer-Verlag)Alles Journalismus, oder was? (Kriterienkatalog auf Seite 26)Podcast-Tipp der WocheLadies Cut Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
Gut ein Jahr nach unserem Podcast-Feature „Schaut auf diese Stadt" hat Simon Strauss nun ein Buch über seine Erfahrungen in der brandenburgischen Kleinstadt Prenzlau vorgelegt. Strauss erzählt, was aus dem AfD-Abgeordneten geworden ist, der für Deutschland niemals in den Krieg ziehen wollte, hat den Firmenchef der AWP-Werke wiedergetroffen, der seinen neuen Stolz auf alte Wunden erklärt, und warum der Schlüssel für alle politischen Fragen unserer Zeit in einer Stadt wie Prenzlau liegen könnte.
Roger Köppel und Gerald Grosz diskutieren mit Gastgeber Roland Tichy über den Zustand der Bundesrepublik – gesehen aus der Schweiz und aus Österreich. Ausgangspunkt sind persönliche Erlebnisse auf der Messe, Ausweis- und Polizeikontrollen sowie der Versuch, abweichende Meinungen an den Rand zu drängen. Denn die Antifa wollte mit Gewalt und stadtfinanzierten Protesten unterbinden, dass die Büchermesse SeitenWechsel stattfinden konnte. Gerald Grosz berichtet von der Kontroverse um seine Bücher über Angela Merkel und davon, wie Kritiker sie als „Vorlage für Rassisten“ diffamieren. Köppel beschreibt die Messe als „Keimzelle des Widerspruchs“ und spricht über die Bedeutung von Literatur, Streitkultur und Meinungsfreiheit in Zeiten zunehmender Polarisierung. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage: Wohin steuert Deutschland? Köppel und Grosz zeichnen ein scharfes Bild von Heuchelei, „Scheinkonservativen“ und einer politischen Klasse, die aus ihrer Sicht gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung agiert. Zugleich betont Köppel seinen Optimismus: Er setzt auf die Urteilskraft der Bürger und auf Korrekturen durch politische und gesellschaftliche Umbrüche.
Aladin ist Soziologe, Autor und Professor. Das letzte Mal war er im November 2023 im Hotel Matze zu Gast. Diesmal - ziemlich genau zwei Jahre später - wollte ich von ihm wissen, warum der Populismus so stark ist, woher seiner Meinung nach der Vertrauensverlust innerhalb unserer Gesellschaft kommt und wie er auf das Thema Migration und den politischen Umgang damit schaut. Wir sprechen über Vertrauen und Misstrauen in Wissenschaft, Medien und Politik, über „Misstrauensgemeinschaften“, warum Bekämpfen oft das Falsche verstärkt und was die Finanzkrise 2008 mit unserer Gegenwart zu tun hat. Es geht um Erwartungen an Institutionen, Korrelation vs. Kausalität, Medienkritik, Wissenschaftsverdruss, Polarisierung, Migration – und darum, wie wir wieder krisenfester werden. WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze MEIN GAST: https://www.mafaalani.de/ DINGE: Aladins aktuelles Buch “Misstrauensgemeinschaften – Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien”: https://bit.ly/3K39fiW Initiative für einen handlungsfähigen Staat – Abschlussbericht (als Buch/Report, frei downloadbar): https://bit.ly/4p50wvy FAKTEN: Geburtenrate und Sterbeüberschuss in Deutschland seit 1950: https://bit.ly/4paQUQ3 Schwarzer Oktober 2008: https://bit.ly/4i0bPmx Stimmungsschwankungen nach der Willkommenskultur 2015: https://bit.ly/47VmWbx Zu- und Fortzüge über die Außengrenzen Deutschlands 1950-2022: https://bit.ly/47ElawO 19 Prozent der deutschen Bevölkerung wurde woanders geboren: https://bit.ly/4nVIVFy Zwei Millionen ausländische Fachkräfte in Engpassberufen: https://bit.ly/47U0hwq Alex Stößlein - Produktion Lena Rocholl - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution Hotel Matze live - https://eventim.de/artist/hotel-matze/ 17.11.2025 – Stuttgart – Liederhalle Mozartsaal 18.11.2025 – Köln – Volksbühne am Rudolfplatz 06.12.2025 – Berlin – Deutsches Theater Berlin MEIN ZEUG: Mein Fragenset LIEBE: https://beherzt.net/liebe Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze Meine Spendenaktion: https://machmit.wellfair.ngo/hotel-matze-spendenaktion-2025 Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Mein Buch: https://bit.ly/39FtHQy
Linker Triumph in der bürgerlichen Schweiz, Jugendsession – Dialog in Zeiten der Polarisierung, Erneuter Wirbelsturm über den Philippinen, Hänsel und Gretel als Opernklassiker
Abgehängte Regionen in Ostdeutschland sind von Abwanderung, Überalterung und Infrastrukturzerfall geprägt. Eine Fundgrube für populistische Politiker. Die Parteien an den politischen Rändern profitieren; besonders die AfD. SRF «Reporter» trifft aber auch findige Menschen, die hier Freiräume nutzen. Die Situation in Ostdeutschland ist vielseitig. In Dresden zum Beispiel ist, im sogenannten Silicon Saxony, eine europäische Hochburg für die Halbleiter-Produktion entstanden. Doch viele Ortschaften kämpfen mit Bevölkerungsschwund, Überalterung, vernachlässigter Infrastruktur, Leerstand, Männerüberschuss. Insbesondere die rechtsaussen Partei AfD feiert hier grosse Erfolge. Dabei warnen Wirtschaftsexperten. Die fremdenfeindliche AfD-Politik würde Attraktivität dieser Ortschaften weiter vermindern und das Problem verschärfen. Reporter Christof Franzen besucht Menschen, die sich gegen diesen Trend wehren.
Richard ist Philosoph, Autor und Publizist. Das letzte Mal war er im Juni 2024 zu Gast im Hotel Matze. Diesmal wollte ich von ihm wissen, warum er die deutsche Gegenwart als „ernste Lage“ beschreibt, wieso das alte Aufstiegsversprechen erodiert ist und wie es seiner Meinung nach um Europa steht. Es geht um Angst als Leitgefühl der Politik, um enge Machtspielräume, Dauerumfragen und Medienlogiken – und wir sprechen über strukturelle Lösungen statt Personenkult, über Europas Zukunft jenseits des Hegemonie-Denkens und über den Wandel der Kultur im KI-Zeitalter. WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze MEIN GAST: https://penguin.de/autoren/richard-david-precht/174158 DINGE: Richards aktuelles Buch “Angststillstand”: https://bit.ly/48BI20O Richard David Precht - “Wer bin ich und wenn ja wieviele?”: https://bit.ly/4o0Vwb4 Thomas Meyer - Die Unbelangbaren: https://bit.ly/3WiZBLF Lloyd Alexander - The Chronicles of Prydain: https://bit.ly/4oRpXkn Fakten: Ergebnisse der Bundestagswahl 2025: https://bit.ly/42R5bso Grundsatzprogramm der Grünen: https://bit.ly/3Ji4LEI Aktuelle STIKO-Empfehlung zur Covid19-Impfung: https://bit.ly/4ovaOF1 Lukas Hambach - Produktion Lena Rocholl - Redaktion Torben Becker - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution Hotel Matze live - https://eventim.de/artist/hotel-matze/ 17.11.2025 – Stuttgart – Liederhalle Mozartsaal 18.11.2025 – Köln – Volksbühne am Rudolfplatz 06.12.2025 – Berlin – Deutsches Theater Berlin MEIN ZEUG: Mein Fragenset LIEBE: https://beherzt.net/liebe Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze Meine Spendenaktion: https://machmit.wellfair.ngo/hotel-matze-spendenaktion-2025 Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Mein Buch: https://bit.ly/39FtHQy
Seit 1995 sind der AUGUSTIN und seine Verkäufer*innen ein fester Bestandteil des Wiener Stadtbilds. Die Straßenzeitung schafft Einkommensmöglichkeiten für armutsbetroffene Menschen, fördert soziale Teilhabe und berichtet über Themen, die im medialen Mainstream meist wenig Beachtung finden. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Straßenzeitung spricht Anna-Lisa Bier mit Claudia Poppe, die seit 1999 Teil des AUGUSTIN-Teams ist. Das Gespräch thematisiert die Entwicklung der Zeitung in den vergangenen drei Jahrzehnten, die Auswirkungen von Digitalisierung und gesellschaftlicher Polarisierung sowie die Herausforderungen, vor denen Straßenzeitungen heute stehen. Claudia Poppe spricht über die Bedeutung von Solidarität und Selbstorganisation und die Frage, wie sich eine Straßenzeitung in einer sich wandelnden und zunehmend digitalen Medienlandschaft behaupten kann.Mehr zum AUGUSTIN und seinen Inhalten könnt ihr hier nachlesen.Bis 23. November 2025 ist die Ausstellung "Mehr als eine Zeitung" in der Community Gallerie des Wien-Museums bei freiem Eintritt zu sehen. Mehr Informationen zu der Ausstellung, die anlässlich des Jubiläums hinter die Kulissen des AUGUSTIN blickt, findet ihr hier. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at