Finanzabteilungen und ihre Aufgaben sind so vielschichtig, wie die Unternehmen, in denen sie angesiedelt sind. Börsennotiert oder in Familienbesitz, internationaler Konzern oder schnell wachsendes Start-up, banken-, kapitalmarkt- oder private-equity-finanziert – die Finanzabteilungen und ihre CFOs spielen die ganze Klaviatur, die das moderne Wirtschaftsleben bereithält, und bieten ganz nebenbei spannende Karrierechancen. Der FINANCE Podcast gibt in unterschiedlichen Formaten immer wieder neue, lohnenswerte Einblicke in die Arbeit von Finanzabteilungen, beleuchtet die persönlichen Karrieren von CFOs, rückt besondere Herausforderungen in den Fokus und analysiert exemplarische oder exzeptionelle Fälle in besonderer Tiefe. Ob Sie auf der Suche nach spezifischen Themen oder generellen Trends sind – es lohnt sich immer reinzuhören!

In dieser Folge von „Im Fokus“ nimmt Jakob Eich gemeinsam mit der Bilanzexpertin Carola Rinker den aktuellen Geschäftsbericht von Volkswagen unter die Lupe. Warum wirkt der Gewinneinbruch drastischer, als er Cashflow-seitig ist? Und welche Signale senden F&E-Quote, Aktivierungen und Working Capital über die Zukunftsfähigkeit des Konzerns?Das erwartet Sie in der EpisodeWarum eine sinkende Forschungs- und Entwicklungsquote Fragen zur Innovationskraft aufwirftCashflow vs. Ergebnis: Warum der operative Cashflow oft „robuster“ ist als der Gewinn6 Milliarden Euro Netto-Cashflow: Welche Rolle geringere Investitionen und Working-Capital-Maßnahmen spielenLesbarkeit von Geschäftsberichten: Warum 600+ Seiten nicht automatisch mehr Transparenz bedeutenDie GesprächsteilnehmerHost: Jakob Eich (FINANCE)Gast: Dr. Carola Rinker (Bilanzexpertin, Professorin, Unternehmensberaterin)

Der Private-Equity-Markt steht unter erheblichem Druck: Exits verzögern sich, Restrukturierungsfälle häufen sich – und mittendrin steht das Management. Wie vergütet man die Führungskräfte, die liefern sollen? Denn sie haben oft erhebliches eigenes Kapital investiert – und das steht in turbulenten Zeiten schnell unter Wasser.„Durch diese Beteiligung schafft man es, dass das Management und der Investor in eine Richtung arbeiten, weil die Interessen gleichlaufen“, ordnet Moritz Stahl, Director bei der Beratung Blättchen & Partner ein. Das eröffnet den Managern auf der einen Seite Chancen, bringt aber auch ein gewisses Verlustrisiko mit sich. Denn die Höhe der Beteiligung kann weit auseinandergehen. „Wir sagen immer: Es sollte wehtun, aber nicht ruinieren.“ Im FINANCE-TV-Talk gibt Stahl tiefere Einblicke in die Welt der Management-Incentives bei Private-Equity-Beteiligungen.Das erwartet Sie in diesem Talk:Warum Manager ihr privates Kapital einsetzen müssen.Wie sich verzögerte Exits auf die Beteiligung des Managements auswirken.Mittelstand oder Konzern: Warum die Unternehmensform die Spielregeln grundlegend verändert.Wie Investoren in Restrukturierungsfällen Vergütungsmodelle gezielt als Sanierungshebel einsetzen.Good Leaver vs. Bad Leaver: Was beim Ausscheiden eines Managers mit seiner Beteiligung passiert.Bei FINANCE TV ist die Finanzwelt im Gespräch! Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie gerne unseren Kanal:Youtube: https://www.youtube.com/@finance-magazin

Vergangene Woche sorgte die Nachricht, dass Ole Matthiessen die Deutsche Bank verlassen wird, für Aufruhr. Der erst im Januar dieses Jahres angetretene Co-Leiter der Unternehmensbank verlässt das Institut nach über 20 Jahren. Michael Diederich wird die Corporate Bank stattdessen gemeinsam mit Gerald Podobnik führen, seines Zeichens bislang CFO der Sparte. Ein spektakulärer Wechsel, den Redakteur Jakob Eich mit dem FINANCE-Bankenexperten Thomas Holzamer bespricht und einordnet.Das erwartet Sie in dieser Podcast-Episode:Warum Ole Matthiessen sein Amt so schnell niedergelegt hatWer Gerald Podobnik istWas für eine Persönlichkeit Michael Diederich istWas die Personalien für Firmenkunden der Deutschen Bank bedeuten

Nach Boomjahren, einem pandemiebedingten Einbruch und einem kurzen Aufholeffekt befindet sich der mittelständische Private-Equity-Markt aktuell in einer Phase der Ungewissheit. Viele Häuser halten die Luft an und beobachten, wie sich 2026 entwickeln wird. Genau in diesem Umfeld gewinnt der persönliche Austausch unter Gleichgesinnten an Bedeutung. Genau dafür gibt es die Deutsche Investorenkonferenz.Am 22. April 2026 versammelt sich zum 23. Mal die Mid-Cap Private Equity Community in Frankfurt, um über Strategien, Trends und Chancen zu diskutieren – fernab großer Massenmessen, dafür mit echtem Tiefgang. Was das Event in diesem Jahr besonders macht und welche Themen die Branche gerade wirklich beschäftigen, darüber spricht FINANCE-Redakteurin und Chefin vom Dienst FINANCE Online Olivia Harder im aktuellen FINANCE-TV-Talk.Das erwartet Sie in diesem Talk:Marktlage 2026: Wie sich der Mid-Cap Private-Equity-Markt in den vergangenen Jahren verändert hat.Programm-Highlights: Welche Themen und Diskussionsrunden in diesem Jahr auf der Agenda stehen – darunter eine Keynote von Carlyle zur Rolle von Private Equity bei der Transformation des Mittelstands.Defense und Private Equity: Warum ein einstiges Tabuthema zunehmend als Wachstums-Case für Investoren gilt.Warum die Deutsche Investorenkonferenz bewusst auf Intimität statt auf Masse setzt.Was Teilnehmer von der Deutschen Investorenkonferenz mitnehmen sollten. Sie sind Private-Equity-Professional oder institutioneller Investor und wollen am 22. April dabei sein? Dann melden sie sich hier an: https://fazbm.eventsair.com/23-deutsche-investorenkonferenz/anmeldung/Site/LandingUnd schnell sein lohnt sich: Die ersten 10 Neuanmeldungen mit dem Code DIK26FINTV sind kostenlos.Bei FINANCE TV ist die Finanzwelt im Gespräch! Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie gerne unseren Youtube Kanal: https://www.youtube.com/@finance-magazin

Die Welt der Wirtschaftsprüfer schien bislang in Stein gemeißelt: An der Spitze thronen seit Jahrzehnten die Big Four, dahinter kämpft das Verfolgerfeld der Next Seven um Marktanteile. Doch künstliche Intelligenz könnte diese festgefahrene Ordnung nun fundamental aufbrechen – sie könnte kleinere Player mächtiger machen oder gar neue auf den Markt bringen. Im Gespräch mit FINANCE TV analysiert Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter des Marktforschers Lünendonk & Hossenfelder, die tiefgreifenden Veränderungen. Für den Branchenexperten ist klar, dass alle Akteure vor einem Wendepunkt stehen. „Wir werden eine Beschleunigung der Marktkonsolidierung sehen.“ Wer zu lange zögert, droht den Anschluss zu verlieren – oder gänzlich vom Markt zu verschwinden.Das erwartet Sie in diesem Talk:Wie genau KI die klassische Prüfung revolutioniertWarum das Zeitfenster zum Aufschließen für die Next Seven immer kleiner wirdWie sich die Berechnung der Prüfungshonorare verändern wirdWarum der Datenschatz der Big Four kein uneinholbarer Wettbewerbsvorteil istUnd ob die Dominanz der Big Four in Zukunft gebrochen sein wirdDas ganze Interview mit Jörg Hossenfelder gibt es jetzt bei FINANCE TV. Bei FINANCE TV ist die Finanzwelt im Gespräch! Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie gerne unseren Kanal: Youtube: https://www.youtube.com/@finance-magazin

Der Hype um ESG und Sustainable Finance ist vorbei. Volatile Märkte, wirtschaftliche Unsicherheit und politische Gegenwind-Tendenzen prägen den Alltag von Finanzentscheidern. Doch Antonia Kögler, Redaktionsleiterin bei Der Treasurer, sieht dahinter eine positive Entwicklung: „Früher wurde viel geredet und nicht so viel gemacht. Heute ist das eher umgekehrt.“ Im Gespräch mit FINANCE TV erläutert sie, wie sich das Sustainable-Finance-Segment verändert und warum eine Konferenz wie die Green FINANCE am 24. März in Frankfurt am Main gerade jetzt so wichtig ist wie nie. Das erwartet Sie in diesem Talk und auf der Konferenz: Wie finanzieren sich Unternehmen in volatilen Zeiten nachhaltig? Welche Geschäftsmodelle bleiben langfristig tragfähig?Und wie unterscheiden sich grüne Fonds und ESG-linked Finanzierungen in ihrer Wirksamkeit? Sie sind Finanzentscheider und wollen am 24. März dabei sein? Zur Anmeldung geht es hier: https://fazbm.eventsair.com/green-finance-2026/anmeldung/Site/RegisterSchnell sein lohnt sich, die ersten 15 Anmeldungen mit dem Code GF26FINTV sind kostenlos.Bei FINANCE TV ist die Finanzwelt im Gespräch! Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie gerne unseren Youtube Kanal: Youtube: https://www.youtube.com/@finance-magazin

Die Liste der Herausforderungen für CFOs ist lang: Inflation, geopolitische Konflikte und die unaufhaltsame Welle der künstlichen Intelligenz. In einer Welt, die sich im permanenten Wandel befindet, wird die Unternehmensplanung zur Königsdisziplin. Doch wie navigiert man ein Unternehmen sicher durch diesen Sturm? „Es reicht nicht mehr aus, dass ich einen Mittelfristplan oder einen Langzeitplan habe. Stattdessen muss ich jetzt aktiv und schnell auf Veränderungen reagieren können“, warnt Björn Staus, General Manager Zentraleuropa bei dem Softwareanbieter Board, im Gespräch mit FINANCE TV. Das erwartet Sie in diesem Talk:• Welche Rolle Szenarioplanung jetzt spielt.• Was KI heute und in Zukunft möglich machen wird.• Wie genau sich die Rolle von CFOs verändert.• Was der größte Fehler ist, den CFOs jetzt machen können.Das ganze Interview mit Björn Stauss von Board gibt es jetzt bei FINANCE TV. Hinweis: Dieser FINANCE TV-Talk entstand in Kooperation mit Board.

Der Carve-out-Markt in Deutschland boomt – vor allem in der Industrie, im Automotive- und Chemiesektor. Doch die Komplexität solcher Transaktionen birgt erhebliche Risiken. Carina Küffen, Partnerin und Geschäftsführerin bei der M&A-Beratung Saxenhammer, erklärt bei FINANCE TV, worauf es wirklich ankommt. Das erwartet Sie in diesem Talk:So ist der deutsche Carve-out-Markt aufgestellt: Sektoren, Spieler, DynamikenWarum die Deal-Readiness bei Carve-outs entscheidend ist – und wie man sein Target am besten auf die Transaktion vorbereitetWas der kritischste Punkt bei Carve-outs ist und wie man durch diesen erfolgreich manövriertWorauf es speziell bei Distressed-Carve-outs ankommtUnd wann Carve-outs grundsätzlich nicht sinnvoll sindDas ganze Interview mit Carina Küffen von Saxenhammer gibt es jetzt hier bei FINANCE TV!Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert Saxenhammer.

Ob Zollstreitigkeiten, internationale Konflikte oder die schwächelnde Wirtschaft – die daraus resultierende Unsicherheit sorgt derzeit für hohe Volatilität an den Märkten. Was dies für das Risikomanagement von Unternehmen und Finanzdienstleistern bedeutet, sagt Sonja Kardorf, Risikovorständin beim Leasingspezialisten Deutsche Leasing. Seit Corona habe sich die Risikolandschaft fundamental verändert: „Sie ist viel dynamischer geworden.“ Unternehmen müssten Bürokratie, Transformation und Nachhaltigkeit gleichzeitig managen – in einem Umfeld, in dem sich oft über Nacht schon wieder alles geändert hat. Das erschwere die Risikoabschätzung enorm. Zudem nutze der früher bei der Risikobewertung obligatorische Blick in die Historie nur noch bedingt – und auch der Blick in die Zukunft wird zunehmend schwerer. „Klassische Frühwarnindikatoren, die man früher im Banking gelernt hat, sagen nicht mehr viel aus“, sagt Kardorf. Bei der Risikoeinschätzung setzt Kardorf daher neben den harten Zahlen auch auf Intuition. Bei Risikoentscheidungen gehöre „schon immer auch ein bisschen Bauchgefühl dazu und eben auch Erfahrung.“ Was derzeit ihr größter Schlafräuber ist und wie CFOs ihre Risikobewertung anpassen sollten, verrät Sonja Kardorf im Gespräch bei FINANCE TV.Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert Deutsche Leasing.

Der deutsche Mittelstand plant zu starr – und zahlt in Krisenzeiten den Preis dafür. Stefan Kleinert, Managing Director bei FTI-Andersch, kennt die Schwachstellen aus erster Hand: „Viele unserer Mandanten arbeiten noch mit Excel-basierten Jahresbudgets, die einmal festgeschrieben und kaum angepasst werden.“ Ein gefährlicher Ansatz, wenn geopolitische Verwerfungen, schwankende Zinsen oder veränderte Absatzmärkte schnelles Reagieren erfordern.Kleinerts Rat an Finanzabteilungen ist klar: „Es ist essentiell für jedes Unternehmen, eine flexible, integrierte Planung einzuführen“, und das unabhängig von der Größe oder internationalem Geschäft. Was die größten Hürden bei der Implementierung einer integrierten Unternehmensplanung sind, mit welchem Pay-off CFOs rechnen dürfen und welche Rolle Künstliche Intelligenz bei der Budgetierung spielen wird – der TV-Talk mit dem Corporate-Finance- und Restrukturierungsexperten Stephan Kleinert.Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert FTI-Andersch.

„Danke, Donald Trump!“ Wer hätte gedacht, dass eine Folge von FINANCE TV einmal mit diesen Worten starten könnte. Doch: Die unberechenbare Zollpolitik des US-Präsidenten dürfte das gerade vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien massiv beschleunigt haben – und damit die wachsende Bedeutung des Subkontinents für deutsche Unternehmen.Für Sonia Wentzel, die bei der britischen Standard Chartered das deutschsprachige Firmenkundengeschäft leitet, kommt die Entwicklung nicht überraschend. Mehr als 2.000 deutsche Unternehmen sind in Indien bereits aktiv, 79 Prozent planen laut einer Handelskammer-Auswertung Investitionen bis 2030. Das Abkommen sei dabei gewissermaßen „das i-Tüpfelchen, die Ziellinie“, betont Wentzel.Ihr Rat an CFOs, die den Sprung nach Indien wagen: Erstens sollten sie klar definieren, was sie erreichen wollen und in welchem Zeitrahmen. Zweitens müsse man das Land verstehen, betont Wentzel. Und drittens sei die Wahl der richtigen Partner entscheidend: „Nutzen Sie Häuser, die den Markt schon lange kennen.“ Mehr zu den Chancen und Herausforderungen, die sich deutschen Unternehmen in Indien bieten, berichtet Sonia Wentzel im Gespräch bei FINANCE TV.

Der Recruiting-Markt für Private-Equity-CFOs bleibt auch 2026 angespannt: Die Nachfrage nach qualifizierten Finanzchefs ist hoch, parallel sind die Anforderungen an die Kandidaten gestiegen. Daniela Nienstedt, Co-Leiterin der European Financial Officers Practice bei Russell Reynolds, gibt im FINANCE-TV-Interview Einblicke in aktuelle Markttrends und erklärt, warum sich Besetzungsprozesse für CFOs bei Private-Equity-Beteiligungen deutlich von denen in Konzernen unterscheiden.Gesucht werden auf beiden Seiten zwar ähnliche Skills. Vergleicht man jedoch die Recruiting-Prozesse, gibt es markante Unterschiede: Während Konzerne mit strukturierteren Prozessen und klaren Gremien punkten, setzen Private-Equity-Häuser auf intensive Prüfungen mit Case Studies und Workshops. Obwohl Private Equity im Recruiting vieles richtig macht, rät die Personalberaterin den Finanzinvestoren trotzdem zu mehr Struktur und Transparenz im Prozess: „Häufige Terminverschiebungen, zusätzliche ungeplante Termine oder Interviewrunden: Die Salamitaktik, die wir manchmal im Private-Equity-Bereich beobachten, ist einfach nicht gut.“Das vollständige Interview mit weiteren Details zu Gehaltsentwicklungen und Recruiting-Strategien gibt es bei FINANCE TV.

2025 sollte die Trendwende am IPO-Markt werden – zumindest, wenn man auf die Prognosen vom Jahresanfang zurückblickt. Doch die Bilanz fällt nüchtern aus: Deutschland brachte lediglich drei größere Börsengänge zustande – im ersten Halbjahr die kleineren IPOs von Pfisterer und Innoscripta, im Herbst dann den mit rund 750 Millionen Euro größten deutschen Börsengang des Jahres von Otto Bock.Die Zurückhaltung, vor allem im ersten Halbjahr, hatte vielschichtige Gründe. „Wir hatten mit der US-Zollpolitik im April und Mai doch größere Verwerfungen an den Kapitalmärkten“, ordnet Carsten Schwefer, Head of Equity Capital Markets DACH bei BNP Paribas, ein. Diese Turbulenzen beeinträchtigten das klassische IPO-Fenster im Juni erheblich. Erst über den Sommer beruhigten sich die Märkte wieder, sodass die Aktivität im zweiten Halbjahr anzog. Ein weiterer entscheidender Faktor: Prominente Börsenkandidaten wie die Oldenburgische Landesbank, Stada oder Tennet Deutschland entschieden sich bewusst für alternative Transaktionswege, wie private M&A-Verkäufe. „Das sind alles Kandidaten, für die es durchaus großes Investoreninteresse für ein IPO gegeben hätte“, so der Kapitalmarktexperte.Trotz aller Herausforderungen blickt der Kapitalmarktexperte optimistisch in die Zukunft: „Ich glaube schon, dass auch Deutschland nach wie vor sehr interessante Börsenkandidaten hat. Am Ende des Tages müssen Unternehmen dafür attraktive Storys an den Markt bringen. Ich glaube, da hat Deutschland noch einiges in der Hinterhand.“ Ob 2026 nun endlich das Jahr der IPO-Welle wird, warum vor allem der Rüstungssektor im Fokus steht und wie sich Unternehmen in einem herausfordernden Marktumfeld am besten auf einen Börsengang vorbereiten – das und mehr erfahren Sie im ausführlichen Interview bei FINANCE TV. Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert BNP Paribas.

Exasol gehört zu den Software-Unternehmen, die lange unter dem Radar liefen – damit könnte bald Schluss ein. Das börsennotierte Unternehmen bietet extrem schnelle Datenbanken an. „Wir sind fünf- bis zehnmal schneller als die Konkurrenten – und das unabhängig von der Datenmenge“, erklärt CFO Jan-Dirk Henrich im Interview bei FINANCE TV. Hinzu komme eine selten gewordene Flexibilität: On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud.2020 ist Exasol an die Börse gegangen. Kurz darauf erreichte die Aktie ihr Allzeithoch von 27 Euro – doch das ist lange vorbei. Seit mehreren Jahren stagniert das Papier bei rund 3 Euro. Der Grund: Nach dem IPO folgte eine ambitionierte, letztlich zu teure Expansion in den USA. Das Unternehmen habe sich sehr viel vorgenommen und ein paar Faktoren falsch eingeschätzt, räumt Henrich ein. 2021 stand ein Verlust von fast 30 Millionen Euro zu Buche. Die Konsequenz: Kosten runter, Cashburn stoppen, Strategie schärfen.Heute fokussiert sich Exasol auf regulierte Branchen wie Finanzindustrie, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und Telekommunikation. „Dort ist Datensouveränität kein Buzzword, sondern Pflicht.“ Operativ zeigt der Kurswechsel Wirkung: Der Umsatz stieg 2025 auf knapp 42 Millionen Euro, das Ebitda auf über 4 Millionen Euro, 2024 war Exasol erstmals seit dem Börsengang profitabel.Trotzdem bleibt die Aktie träge. Einer der Gründe: fehlendes Wachstum bei den wiederkehrenden Umsätzen. Henrich spricht offen von einer „Talsohle beim Churn“, die nun durchschritten sei. Ziel sei es, wieder ins Netto-Wachstum zu kommen – unter anderem durch Referenzkunden wie LBBW oder Finanz Informatik sowie die Partnerschaft mit MariaDB. Seine Botschaft an Investoren ist klar: „All pieces are in place.“Warum das Thema Cloud gerade jetzt an Bedeutung gewinnen könnte, wie KI das Geschäft von Exasol verändert und wann die Aktie ihr großes Comeback feiert – mehr dazu im Interview bei FINANCE TV.

In dieser Spezialfolge von Im Fokus sprechen Jakob Eich, Chef vom Dienst des Finance Magazins, und Heiner Thorborg, einer der renommiertesten Headhunter Deutschlands, über die spannendsten CFO-Situationen im deutschsprachigen Raum. Sie diskutieren herausfordernde Karriereschritte, strategische Entscheidungen und die wichtigsten Fähigkeiten von CFOs in Krisenzeiten. Erfahren Sie mehr über außergewöhnliche Karrieresprünge, die Bedeutung der CEO-CFO-Beziehung und die geopolitischen Herausforderungen, die CFOs heute meistern müssen.

Wie saniert man einen Traditionsverein mit Millionenpublikum – ausgerechnet in der zweiten Liga? In dieser Folge von Future CFO sprechen FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions mit Arnd Wellbrock, Finanzdirektor der HSV Fußball AG & Co. KGaA, über den wirtschaftlichen Turnaround des Hamburger SV. Vier Jahre schwarze Zahlen, netto schuldenfrei und zurück in der Bundesliga – und das nach sieben Jahren Zweitklassigkeit.Wellbrock erklärt in seinem ersten Interview überhaupt, wie der HSV seine Kostenstrukturen und Spielerverträge neu ausgerichtet hat, warum Merchandising zu einem zentralen Wachstumstreiber wurde und wie Spieler im Profifußball bilanziert werden – und weshalb steigende Marktwerte in der Bilanz keine Rolle spielen. Außerdem geht es um die besondere Herausforderung, als Finanzchef eines Fußballvereins zwischen Emotion und Rationalität zu navigieren.Dazu gibt Arnd Wellbrock persönliche Einblicke in seinen Weg über den FC Bayern zum HSV und spricht über die Bedeutung lokaler Partner und 50+1.

Data Analytics, KI, ESG-Reporting – die Liste neuer Anforderungen in der Finance-Welt scheint endlos. Was Finance-Profis wirklich brauchen, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, darum geht es in der neuen Folge Future FINANCE. In der Vielzahl an Zertifikats- und Weiterbildungsangeboten kann man als junger Finanzprofi schnell den Überblick verlieren. Für welche Spezialisierung ist welches Zertifikat relevant? Und für wen sind manche Fortbildungen auch überflüssig? Diese und weitere Fragen beantwortet in dieser Folge Mike Schulze, er ist Honorary Professor in Residence beim Institute of Management Accountants (IMA).Wir schauen uns in dieser Folge das kürzlich aktualisierte IMA Competency Framework 2025 an. Was das ist und wie es Finanzprofis in der Karriere konkret Orientierung bietet, das erklärt Mike im Podcast. Im Interview erklärt er das Konzept der „Proficiency Levels“ und stellt die verschiedenen IMA-Zertifikate vor – vom Einstiegs-FMAA über den anspruchsvollen CMA bis zum strategieorientierten CSCA.Hier können Sie sich selbst einen Überblick über die Zertifikate verschaffen:IMA Competency Framework: https://eu.imanet.org/career-resources/competency-frameworkAI Micro Credential for Finance: https://enterprise.imaglobal.org/pages/ai-microIMA Corporate Membership for employers: https://enterprise.imaglobal.org/Zu Mike SchulzeProf. Dr. Mike Schulze ist Honorary Professor-in-Residence beim Institute of Management Accountants – eine globale Organisation für Finance-Professionals, die sich auf die Fahne geschrieben hat, Finanzerinnen und Finanzer bei ihrer Karriere zu unterstützen. Er ist außerdem Vizepräsident für Forschung & Praxistransfer und Professor für Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement an der CBS International Business School in Mainz. Vor seiner akademischen Laufbahn war er selbst einige Zeit in der Finanzabteilung eines großen Autobauers tätig.Haben Sie noch Fragen an Mike Schulze? Hier können Sie ihn erreichen: Prof. Dr. Mike Schulze | LinkedIn

Britta Schmidt ist eine der renommiertesten Finanzchefinnen in Deutschland. Sie spielte eine zentrale Rolle bei dem Börsengang von Scout24, übernahm eine wichtige Funktion beim Spin-off von Autoscout24 und verhalf dem Internetkonzern Ionos als CFO an die Börse. Dabei hat sie einiges an Erfahrung gesammelt. Schmidt verlässt Ionos nun Ende 2025, trotzdem hat sich die Finanzchefin noch mit FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions für eine Folge „Future CFO“ zusammengesetzt. Wie blickt Schmidt auf ihre Karriere bislang? Und was hat sie jetzt vor? Antworten auf diese Fragen gibt sie im Podcast!

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Finanzabteilung und damit auch das Controlling – doch erst die richtige Kombination aus digitaler Innovation und jahrelanger Expertise macht Unternehmen wirklich erfolgreich, sagt Jens Oerding, Geschäftsführer der Personalberatung Treuenfels Professionals. Sprich: Verschiedene Generationen müssen zusammenarbeiten.Die junge Controller-Generation bringt technisches Know-how mit, während erfahrene Kollegen den entscheidenden Kontext liefern. „Die ältere Generation bringt Erfahrung mit. Sie weiß, wie die Märkte ticken oder was die Zahlen in der Krise bedeuten", erklärt Oerding. Diese Kombination sei goldwert: KI liefert Daten und Prognosen, doch erst erfahrene Controller können beurteilen, ob die Ergebnisse plausibel sind und welche strategischen Schlüsse daraus zu ziehen sind. Der Clou: Beide Seiten profitieren voneinander. Junge Controller lernen Prozessverständnis und Marktanalyse, während die ältere Generation neue digitale Werkzeuge kennenlernt. „Es ist nicht Erfahrung versus KI – beide zusammen sind der Erfolg des Unternehmens“, betont Oerding. Unternehmen, die ausschließlich auf KI oder nur auf Erfahrung setzen, verschenken enormes Potenzial – die einen riskieren Fehlentscheidungen, die anderen verlieren an Effizienz und Geschwindigkeit.Warum die Zusammenarbeit der Generationen kein Selbstläufer ist, wie die Zukunft im Controlling konkret aussieht und welche Karrieretipps Oerding für die Controller hat, das und mehr erfahren Sie im aktuellen FINANCE-TV-Talk.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von Treuenfels.

Die Structured FINANCE 2025 war mit über 2.750 Teilnehmenden die größte Veranstaltung ihrer Geschichte. Wir haben CFOs, Treasurer und weitere Finanzentscheider vor Ort gefragt, was sie derzeit wirklich umtreibt – und die Antworten zeichnen ein klares Bild: Geopolitische Unsicherheiten sind mit 49 Prozent die größte Herausforderung, noch vor Liquiditätsmanagement und Zinslast.In dieser Episode teilen wir die wichtigsten Erkenntnisse: Wie reagiert die Finance-Community auf die Trump-Ära? Warum setzen 45 Prozent auf „Global diversifizieren und diplomatisch lächeln“? Und welche Lehren ziehen Finanzverantwortliche aus 2025 für die Zukunft?Plus: Peer Steinbrück und Carsten Brzeski (ING) ordnen ein, wo Europa im globalen Machtgefüge steht und welche Risiken wirklich dringend sind. Das Fazit der Community: Pragmatisch bleiben, agil handeln – die Zeit fürs Aufregen ist vorbei.

Der Marktanteil der Versicherer am Kautionsgeschäft mit Unternehmen in Deutschland hat sich zwischen 2016 und 2024 von 19 auf 26 Prozent erhöht, hat die Finanzierungsberatung Gracher auf Basis von Daten der Bundesbank ausgerechnet. Diese Verschiebung kommt nicht zufällig zustande, erklärt der Kautionsexperte Alfons-Maria Gracher bei FINANCE TV: „Die Versicherer haben jede Menge Eigenkapital und halten das Kautionsgeschäft für sehr attraktiv. Wir sehen bei ihnen eine hohe Zeichnungsbereitschaft.“ Banken agieren hingegen vor allem aufgrund der sich verschärfenden Eigenkapitalvorschriften nach Basel IV zurückhaltender. Diese Regulierung verlangt von den Banken eine höhere Eigenkapitalunterlegung für Finanzierungsgeschäfte mit Unternehmen, die über kein externes Rating verfügen. „Und das trifft eben auf die meisten Mittelständler in Deutschland zu“, sagt Gracher. „Außerdem privilegiert Basel IV Langfristkredite.“ Banken handelten jetzt schon in Antizipation dieser bald in Kraft tretenden neuen Regelungen.Finanzchefs sollten diese Entwicklung im Auge behalten, rät der Kautionsexperte: „CFOs sollten sich Gedanken darüber machen, ob sie nicht frühzeitig zu Kautionsversicherern wechseln sollten. Das würde viele Finanzierungen wetterfester machen“, glaubt Gracher. Wie sich die Nachfrage nach Avalen in Deutschland mittelfristig entwickeln wird, ob die Kosten für Unternehmen steigen werden und ob es für Finanzabteilungen Unterschiede im Handling gibt, wenn die Avalbürgschaft nicht mehr von einer Bank, sondern von einer Versicherung kommt, beantwortet Alfons-Maria Gracher im FINANCE-TV-Interview.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von Gracher.

Geopolitische Konflikte, US-Zollpolitik und das Kräftemessen mit China stellen international agierende Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Wie sich diese Unwägbarkeiten auf das Geschäft der Handelsfinanzierung auswirken, erläutert Jochen Müller, Head of Cash Management und Trade Finance International Sales bei der Commerzbank bei Finance-TV. Seine Diagnose ist eindeutig: „Ein Kunde hat das ganz gut beschrieben. Er sagte zu mir, er sieht das Umfeld als Volatility im Quadrat.“ Diese Unsicherheit präge derzeit die Entscheidungen in den Unternehmen.In Zeiten zunehmender Sanktionen und fragmentierter Märkte setzen CFOs und Treasurer laut Müller verstärkt auf zwei Strategien: Risikoabsicherung und Liquiditätsoptimierung. „Diversifizierung ist sicherlich das Wort und die Strategie, die im Vordergrund steht“, betont der Banker. Nearshoring und Friendshoring helfen, Bezugsmärkte sicherer zu gestalten, während alternative Absatzmärkte neue Chancen eröffnen – als Beispiel nennt Müller etwa Indien. Entscheidend dabei: Die Bank muss überall dort präsent sein, wo sich die Lieferketten ihrer Kunden neu formieren. Trotz aller Umbrüche bleiben dabei die bewährten Instrumente gefragt. Bestätigte Akkreditive, Exportgarantien und Supply-Chain-Finance-Lösungen erleben eine Renaissance. Beim Ausblick auf das kommende Jahr gibt sich der Commerzbanker zugleich optimistisch als auch realistisch: „Ich glaube, dass wir bei den klassischen Instrumenten bleiben, die sind global anerkannt und akzeptiert.“ Gleichzeitig sieht er in der aktuellen Volatilität auch Chancen für Unternehmen, neue Märkte zu erschließen. Mehr zu Finanzierungskosten, Risikomanagement und digitalen Trends, berichtet Müller im Gespräch bei Finance TV.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von der Commerzbank.

Darum geht es in der vierten Folge der zweiten Staffel Future FINANCE.Die Klischees sind bekannt: 80-Stunden-Wochen, astronomische Boni, Excel-Sheets bis zum Umfallen. Wir tauchen ein in den Olymp der Finanzwelt. Unser Gast beriet bei Milliarden-Deals, steuerte als CFO durch die Finanzkrise und baute Investmentbanken auf. Marcus Schenck gehört zu den einflussreichsten Finanzmanagern Deutschlands. Wir sprechen mit ihm darüber, was es heutzutage braucht, um im Investmentbanking wirklich erfolgreich zu sein. Außerdem gibt er uns exklusive Einblicke in seine persönlichen Karriereentscheidungen.Zu Marcus SchenckMarcus Schenck ist seit Juni 2022 Co-Head of Investment Banking bei Lazard für die DACH-Region. Er startete als McKinsey-Berater, wurde Goldman-Sachs-Partner, später Finanzvorstand bei E.on und stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie CFO der Deutschen Bank. Zuletzt vor seinem Wechsel zu Lazard gründete er den ersten deutschen Standort für die Investmentbank Perella Weinberg. Sie haben noch Fragen an Marcus Schenck? Hier können Sie ihn erreichen: Marcus Schenck | LinkedIn

Der Exit-Stau bei Private-Equity-finanzierten Unternehmen in Deutschland hat ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Im Sommer schockierte Grant Thornton mit der Aussage, dass die durchschnittliche Haltedauer der Portfoliounternehmen mit Sitz in Deutschland inzwischen auf sieben Jahre angestiegen sei. Von 1.100 beobachteten, aktiven PE-Portfoliounternehmen hätten über 400 die typische fünfjährige Haltedauer bereits überschritten – mit weiter zunehmender Tendenz. Glaubt man diesen Zahlen, könnte nahezu die Hälfte aller PE-finanzierten Unternehmen in Deutschland inzwischen überfällig für einen Exit sein. Exit-reif sind jedoch nicht alle von ihnen. Aber auch wenn die Unternehmenskennzahlen nicht überzeugend und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig sind, müssen PE-Eigentümer die Exits hinbekommen, um endlich wie versprochen Mittel an ihre Investoren zurückführen zu können. Dafür greifen sie inzwischen regelmäßig auch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Sie tauschen kurz vor dem Start des Exit-Prozesses noch einmal das Management aus, insbesondere CFOs. „Für herausfordernde Exit-Prozesse sucht Private Equity nach CFOs, die diese Kriterien erfüllen: Bühnenpräsenz, Private-Equity-Erfahrung und idealerweise auch schon Exit-Erfahrung“, berichtet der Headhunter Paul Taaffe. Die wenigen Spezialisten, die dieses anspruchsvolle Profil erfüllen, haben allerdings hohe Erwartungen an die Bezahlung: Exit-Bonus anstelle einer Unternehmensbeteiligung, dahin geht der Markttrend. Nach welchen Kriterien Top-CFOs entscheiden, welches Jobangebot von Private Equity sie annehmen und wie sich die Höhe der Exit-Boni je nach Größenklasse des PE-Investors unterscheidet, berichtet der PE-erfahrene Headhunter Taaffe im Gespräch mit FINANCE TV.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von FPS Finance People Solutions.

Sieben Awards auf einen Streich – und das mitten im schwelenden Übernahmedrama mit der italienischen Unicredit. Im Gespräch mit FINANCE-TV zeigt sich Michael Kotzbauer, Firmenkundenvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, sichtlich erfreut über die Erfolge beim diesjährigen FINANCE Banken-Survey. Die Bank holte sich nicht nur den prestigeträchtigen Titel „Deutschlands beste Firmenkundenbank“ von der Deutschen Bank zurück, sondern räumte auch als beste Mittelstandsbank und Hausbank ab. Drei von vier CFOs zählen Deutschlands zweitgrößte Geschäftsbank fest zu ihren Kernbanken. „Das ist eine ganz tolle Bestätigung vor allem für das Team der Commerzbank“, betont Kotzbauer, dem die Freude über das Kunden-Voting anzumerken ist.Besonders bemerkenswert: Der Sprung von Platz fünf auf Platz zwei beim Thema Kundenzufriedenheit. Das Geheimnis dahinter? „Wir hören in die Interaktion mit unseren Kunden sehr stark rein“, erklärt Kotzbauer, der selbst eine Vielzahl von Kundenterminen jährlich absolviert. Im Interview bei FINANCE-TV äußert sich Kotzbauer auch zum kürzlich bekanntgewordenen Besuch von Unicredit-CEO Andrea Orcel bei Ex-Commerzbank-Chef Manfred Knof am Starnberger See im vergangenen Jahr. Er findet deutliche Worte: „Ich war sehr überrascht – und persönlich auch sehr enttäuscht.“Wo der Firmenkundenchef im eigenen Geschäft noch Potenzial vermutet, was er sich für den heimischen Standort wünscht und mehr erfahren Sie im Talk mit FINANCE-TV.

Der von Bundeskanzler Friedrich Merz beschworene „Herbst der Reformen“ ist noch nicht vorbei – doch die deutsche Wirtschaft kommt nur schleppend in Schwung. Im Finance-TV-Interview zeichnet Robert Schindler, Bereichsvorstand Süd der Mittelstandsbank bei der Commerzbank, ein differenziertes Bild der Lage: zwischen verhaltener Stimmung im Mittelstand und robustem Kreditwachstum seiner Bank.„Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem“, stellt Schindler klar und nennt die Dauerbrenner: Bürokratie, teure Energie, marode Infrastruktur. Die Unternehmen benötigten vor allem eines: „Stabilität und Klarheit – das ist das A und O, was ein Unternehmer braucht, um zu Investitionsentscheidungen zu kommen.“ Trotz erster Reformansätze bleibt das Stimmungsbild verhalten.Dennoch ist das Kreditbuch der Commerzbank im Firmenkundengeschäft zuletzt gewachsen – „durchaus signifikant“, wie Schindler betont. Und das soll auch 2026 so bleiben. Besonders der krisengebeutelte Automotive-Sektor, in dem die Bank stark exponiert ist, erfordere Begleitung: „Sie brauchen eine Bank, die Ihr Geschäftsmodell versteht, die den Sektor versteht“, erklärt er das Rezept. Viele Zulieferer diversifizierten bereits in Richtung Pharma und Verteidigung – „das braucht Zeit, aber bringt Entlastung.“Für 2026 sieht Schindler „durchaus Impulse“ aus dem Sondervermögen der Bundesregierung und rechnet mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung, wenn auch nicht im ursprünglich erhofften Maße. In welchen Bereichen dies der Fall ist und was für einen ganz persönlichen Weihnachtswunsch er hat, verrät Robert Schindler im Gespräch mit FINANCE TV. Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von der Commerzbank.

Darum geht es in der dritten Folge der zweiten Staffel Future FINANCE.Lohnt sich ein Jobwechsel jetzt überhaupt? Und wenn ja, welche Skills sollte ich mitbringen, um mich von der Masse abzuheben? In der neuen Folge von Future FINANCE gibt Personalberater Erich Schwinghammer konkrete Einblicke, welche Profile mit Top-Gehältern vergütet werden. Die zentrale Botschaft: Es geht längst nicht mehr nur um Zahlenkompetenz. Gefragt sind Finanzprofis, die strategisch denken, mutig Entscheidungen treffen und Technologie als Karriere-Turbo verstehen. Schwinghammer macht deutlich, dass gerade in herausfordernden Marktphasen die richtigen Weichenstellungen über die Karriere entscheiden.Zu Erich SchwinghammerErich Schwinghammer ist seit rund 20 Jahren als Personalberater im Bereich Finance tätig. Seit 2011 ist er bei der Personalberatung Hays aktiv und agiert seit 2023 als Bereichsleiter Finance und HR.Sie haben noch Fragen an Erich Schwinghammer? Hier können Sie ihn erreichen: Erich Schwinghammer | LinkedInHier können Sie sich anschauen, was unser Kooperationspartner Hays macht: https://www.hays.de/personaldienstleistung/fachgebiete-finance-festanstellung?utm_campaign=finance_…Hays ist einer der weltweit führenden Personaldienstleister für qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dabei bringen die Experten für Rekrutierung Unternehmen mit Spezialistinnen und Spezialisten zusammen und sorgen für das perfekte Matching. Neben Finance vermittelt Hays Expertinnen und Experten u.a. aus den Bereichen Engineering, IT, HR, Life Science und Sales & Marketing.

Bedenkliche Entwicklung: Maximilian Pluta, Managing Partner der gleichnamigen Kanzlei und Restrukturierungsberatung, berichtet im Gespräch mit FINANCE TV, dass unter dem Eindruck der Insolvenzwelle bei Banken die Bereitschaft deutlich sinkt, Sanierungsversuche bei Unternehmen, die in eine Krise geraten sind, für eine längere Zeit zu begleiten. So beschreibt Pluta das aktuelle Vorgehen der Banken in vielen Restrukturierungssituationen: „In Sanierungsprozessen entscheiden die Banken schneller als früher. Unsicherheiten in den Planungen der Unternehmen preisen sie ein und denken auch stärker in Alternativen zu der vom Unternehmen vorgeschlagenen Restrukturierung.“ Für Restrukturierer und Unternehmenseigentümer bedeute dies: „Die Ausfahrten auf dem Sanierungsweg kommen schneller näher. Und zu den Ausfahrten zählt auch das Einleiten eines Insolvenzverfahrens.“ Wie Banken aktuell zu ihren schnellen Entscheidungen kommen und warum gerade Starug-Verfahren schon sehr frühzeitig in Erwägung gezogen werden sollten, erklärt Pluta im FINANCE-TV-Gespräch. Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von Pluta.

Die Idee klingt verlockend: Statt ERP-Software von der Stange zu kaufen, die nur teilweise zu den eigenen Anforderungen passt, generiert eine KI genau die Anwendungen, die ein Unternehmen braucht. Stefan Sigg, Product Executive bei Everest Systems, arbeitet an dieser Vision. Sein Ansatz: Die kritischen Kernfunktionen eines ERP-Systems – Buchhaltung, Rechnungswesen, alles, was auditierbar sein muss – bleiben traditionell programmiert. Darüber jedoch entstehen kundenspezifische Anwendungen durch KI-Generierung. „Ich spezifiziere aus Business-Sicht, wie ich zum Beispiel ein Cashflow-Management machen will. Dann bitte ich die KI, mir das zu programmieren“, erläutert Sigg das Prinzip in einfachen Worten.Das Versprechen: keine Abweichungen mehr zwischen Anforderung und Umsetzung. Die Kosteneinsparung beziffert Sigg auf 30 bis 40 Prozent im Total Cost of Ownership. Ein entscheidender Vorteil: „KI programmiert ja quasi umsonst."Doch wie vertrauenswürdig können solche Lösungen sein, wenn KI doch dafür bekannt ist, auch mal zu halluzinieren? Für welche Unternehmen wären KI-programmierte Systeme besonders geeignet? Und werden KI-generierte Systeme traditionelle ERP-Lösungen irgendwann komplett ablösen? Dies und mehr im Talk mit Stefan Sigg bei FINANCE-TV. Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von Everest Systems.

Der neue FINANCE-Gehaltsreport 2025 ist da! Und er zeigt: Die aktuellen Unsicherheiten und Krisen wirken sich auch auf den Recruiting-Markt und die Gehälter der Corporate-Finance-Spezialisten aus. Doch: „Eine generelle Stagnation der Löhne können wir nicht feststellen“, beobachtet Hays-Manager und Personalexperte Erich Schwinghammer. Allerdings beeinflusst eine deutlich gestiegene Kostensensibilität die Gehälter der Finanzer. „Die Unsicherheiten spielen hier am stärksten hinein“, sagt er weiter. In den Fokus rücken nun vor allem Positionen, die eine wichtige strategische Rolle einnehmen. Aufpassen sollten dafür Finanzer, die strategisch weniger relevante Aufgaben übernehmen: „Es geht darum, Einsparpotentiale zu identifizieren,“ sagt Schwinghammer. Dazu zählen beispielsweise Kosteneffizienzprogramme. „Je wichtiger eine Rolle oder eine Position dafür ist, umso weniger ist sie von diesem Kostendruck betroffen.“ Welche Positionen in der Finanzabteilung derzeit die besten Gehaltsaussichten haben, ob in den nächsten Jahren Gehaltssteigerungen zu erwarten sind, und welchen Herausforderungen sich Unternehmen bei der Besetzung von Finanzpositionen stellen müssen, das und mehr erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk. Hinweis: Dieser Talk von FINANCE TV wird präsentiert von Hays.

Entwickeln sich bei deutschen Unternehmen das Risiko-Exposure gegenüber Forderungs- oder Lieferausfällen und die darauf abzielende Risikoabsicherung gerade auseinander? Zahlen, die der Warenkreditversicherungsexperte Viktor Margaritopoulos gegenüber FINANCE-TV zitiert, legen dies nahe: Demnach sind die Anzahl der Unternehmen, die in Deutschland insolvent gehen – und die Schadenssummen, die deren Gläubigern dabei entstehen – in den vergangenen beiden Jahren jeweils zweistellig gewachsen. Gleiches wird auch für dieses Jahr befürchtet. 2024 – sagt Margaritopulos – seien im Nachgang von Insolvenzfällen laut Atradius Forderungen in Höhe von 58 Milliarden Euro angemeldet worden. Doch während die Schäden und die damit verbundenen Auszahlungen an Versicherungsnehmer anziehen, ist Daten des Versicherungsverbands GDV zufolge das Gesamtvolumen der gezeichneten Warenkreditversicherungen in Deutschland in den vergangenen Jahren sogar leicht zurückgegangen. Worauf ist diese Diskrepanz zurückzuführen? „Da spielen auf Seiten der Finanzverantwortlichen in den Unternehmen auch menschliches Naturell und Erfahrungswerte eine Rolle“, glaubt Margaritopoulos, der für den Finanzierungsberater Gracher den Bereich Warenkreditversicherungen leitet. „Viele halten Kreditversicherungen für zu teuer und vertrauen auf die Qualität ihrer eigenen Prozesse im Risikomanagement.“ Der Experte sieht diese Vorgehensweise kritisch: „Das ist eine trügerische Gewissheit.“ Das Risiko von großen Forderungsausfällen sei nur so lange weit weg, bis die Situation dann schließlich eintritt. Und dann könnten für CFOs unter Umständen auch persönliche Haftungsrisiken entstehen, warnt Margaritopoulus.Wie hoch die Prämien für Warenkreditversicherungen gerade sind, die Unternehmen leisten müssen, wie sich das Preisumfeld in den nächsten Jahren verändern könnte, und welchen Nutzen Finanzverantwortliche aus dem Datenaustausch mit der Warenkreditversicherung ziehen könnten – mehr dazu in diesem FINANCE-TV-Interview.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von Gracher.

In dem neuen Karrierepodcast Future FINANCE gibt's exklusive Einblicke von Top-Branchenpionieren, die ihre Erfolgsstrategien, ihre Fehler und ihre Geheimnisse preisgeben. Sie erfahren, welche Weichen heute zu stellen sind, um morgen ganz vorne mit dabei zu sein.In der zweiten Folge der zweiten Staffel Future FINANCE spricht die Expertin für Personal Branding, Marina Zayats darüber, wie man LinkedIn als Karriere-Booster nutzen kann. Zu Marina ZayatsMarina Zayats ist Gründerin von Schaffensgeist, der Beratung für souveräne Kommunikation. Sie hat bisher über 300 Vorstände befähigt, ihre Personal Brand aufzubauen und sichtbar zu machen. Ihr Wissen hat sie bisher in über 1.000 Workshops und Keynotes auf Konferenzen, in Podcasts und bei Firmenevents geteilt und ist Autorin des Buches „Digital Personal Branding. Über den Mut, sichtbar zu sein.Sie haben noch Fragen an Marina Zayats? Hier können Sie sie erreichen: Marina Zayats | LinkedInHier können Sie ihre Beratung anschauen: Schaffensgeist - Beratung für souveräne KommunikationFolgen Sie Future FINANCE um up to date zu bleiben und hinterlassen Sie gerne einen Kommentar und/oder eine Sternebewertung.Marina Zayats' Buch: Digital Personal Branding | springerprofessional.de

Gut ein Jahr nach dem überraschenden Einstieg der italienischen Unicredit bei der Commerzbank gleicht die Causa einem Übernahme-Krimi mit immer neuen Überraschungen. Das jüngste Kapitel: Ein bislang nicht bekanntes Treffen zwischen Unicredit-Chef Andrea Orcel und dem damaligen Commerzbank-CEO Manfred Knof am Starnberger See – nur wenige Tage nach dem Einstieg der Italiener. „Dass sich Bank-CEOs einfach so zufällig treffen – da ist einiges an Skepsis angesagt“, kommentiert FINANCE-Chefredakteur Markus Dentz die Begegnung im Gespräch bei FINANCE-TV. Auch die Personalie des ehemaligen Finanzministers, der nun bei einem Kommunikationsberater der Unicredit anheuerte, werfe zumindest Fragen auf.Derzeit hält Unicredit rund 26 Prozent der Anteile an Deutschlands zweitgrößter Geschäftsbank sowie weitere gut 3,5 Prozent in Finanzinstrumenten. Mit einer schnellen Übernahme rechnet Markus Dentz dennoch nicht – nicht zuletzt aufgrund des aktuell hohen Kurses der Commerzbank-Aktie. „Was vielleicht vor einem Jahr noch wie ein Schnäppchen aussah, ist es momentan nicht mehr“, so Dentz.Ein weiteres Hemmnis: Die Bundesregierung hält strategisch wichtige Anteile. „Ich glaube, diese 12 Prozent sind ein starkes Unterpfand“, so Dentz. Orcel müsse auf Berlin zugehen und „werben, dass die Fusion nicht schlecht für Deutschland ist“. Langfristig sei eine „deutsche Lösung“ nach dem Vorbild der Hypovereinsbank-Übernahme durchaus denkbar – wenn Orcel „den langen Atem hat durchzuhalten“.Besonders skeptisch blicken Mittelständler auf die mögliche Fusion. FINANCE-Umfragen zeigen: Vor allem Maschinenbauer und Autozulieferer fürchten um ihre Kreditlinien. „Das sind Unternehmen, die gar nicht so einfach Kredit bekommen und auch nicht einfach ihre Banken austauschen können“, sagt Dentz. Seine persönliche Prognose für den Übernahmekampf? „50:50“ – langfristig könne er sich eine Fusion „schon vorstellen“. Warum das so ist und was dies für die Firmenkunden beider Häuser bedeuten könnte, erläutert er im Gespräch mit FINANCE-TV.

Vor einigen Jahren galt Bastei Lübbe noch als Sorgenkind: Fehlinvestitionen, Unruhe im Vorstand und Bilanzprobleme belasteten den traditionsreichen Verlag. Nach einer Restrukturierung ist heute davon aber nichts mehr zu sehen – die Aktie hat sich längst wieder erholt und die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen einen solide aufgestellten Verlag, der sich stark digitalisiert hat.Ein neuer wichtiger Wachstumsmotor des Verlags, der bislang vor allem mit Top-Autoren wie Dan Brown oder Rebecca Gablé glänzte, sind die sogenannten Community-getriebenen Geschäftsmodelle, berichtet CFO Mathis Gerkensmeyer im Talk mit FINANCE-TV. Deren Besonderheit: Die Autoren und Autorinnen interagieren über Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Tik Tok intensiv mit ihrer (vorwiegend jüngeren) Leserschaft, die so wiederum den Inhalt der Bücher beeinflusst. Diese Community-getriebenen Geschäftsmodelle stehen schon jetzt für 40 Prozent der Gesamtumsätze von Bastei Lübbe. Doch wie geht man mit den dazugehörigen Risiken – etwa sich schnell verändernden Trends auf Social Media – um? Der CFO sieht es gelassen: „Das Risiko ist sogar geringer, weil man durch den Austausch sehr schnell mitbekommt, was die Leser möchten, um sich daran zu orientieren.“ Bleibt trotzdem noch ein anderes Risiko: Die Abhängigkeit vom Algorithmus. „Wir sind mit den Plattformen ganz eng im Austausch“, betont der CFO. Neben organischem Wachstum nimmt Bastei Lübbe auch Zukäufe ins Visier. „Das ist Teil unserer Strategie“, so Gerkensmeyer und ergänzt: „Wir machen es aber sehr vorsichtig, auch aus der Historie heraus, die wir haben.“ Dafür würde das Unternehmen, das derzeit de facto schuldenfrei ist, auch Kapitalmaßnahmen in Betracht ziehen.In welchen Bereichen ein Deal besonders spannend sein könnte, wie Bastei Lübbe Künstliche Intelligenz im eigenen Verlag nutzt, und welches Buch CFOs einmal gelesen haben sollten – dies und mehr berichtet Mathis Gerkensmeyer im Gespräch mit FINANCE-TV.

Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, der erhoffte Rebound am deutschen Leveraged-Finance-Markt ist bislang dennoch ausgeblieben. Was ist schiefgelaufen? „Die ersten zwei Quartale waren sicherlich sehr gedämpft aufgrund der Trump- und der Zolleffekte. Größere Transaktionen sind on hold gesetzt worden“, erklärt Oliver Wolter, Leveraged-Finance-Chef der SMBC für die DACH-Region und Italien. In diesem Jahr gab es aber auch erfolgreich abgeschlossene Deals. Ihr Kernmerkmal: Die zu finanzierenden Unternehmen hatten in der Regel kein „globales Exposure“ – Wolter nennt die Deal-Finanzierungen für Apleona, Motel One und Stepstone als Beispiele. Bezeichnend für den Leveraged-Finance-Markt ist zudem ein ungebrochener Wettbewerbsdruck auf Kreditgeberseite, der vor den Finanzierungskonditionen keinen Halt macht: So seien etwa die Margen für Unitranches weiter gefallen, in umkämpften Sektoren wie Software oder bei Versicherungsmaklern teils auf bis zu 4,25 Prozent. „Das Kreditangebot ist weiterhin höher als die Nachfrage“, analysiert der Leveraged-Finance-Chef die Marktlage. Ob sich der Knoten am Leveraged-Finance-Markt im kommenden Jahr lösen wird, wer 2026 am längeren Hebel sitzt – Finanzierer oder Unternehmen –, und auf welche Branche Private Equity gerade besonders schaut, das und mehr erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von SMBC.

Darum geht es in der ersten Folge der zweiten Staffel Future FINANCE.Die Klimakrise ist längst kein reines Umweltthema mehr – sie verändert grundlegend, wie wir arbeiten, welche Unternehmen erfolgreich sind und wofür Professionals ihre Talente einsetzen wollen. In dieser Auftaktfolge der zweiten Staffel spricht Juristin Baro Vicenta Ra Gabbert über die Schnittstelle zwischen Klimaschutz und Karriere. Ihre klare Botschaft: Junge Menschen wachsen heute mit einem anderen Bewusstsein für ökologische Krisen auf. Hitzesommer, Überflutungen und globale Waldbrände prägen ihr Sicherheitsgefühl – und ihre Erwartungen an Arbeitgeber. Das Gespräch zeigt: Klimagerechtigkeit ist keine Nische mehr, sondern ein entscheidender Faktor für Arbeitgeberattraktivität, Innovationskraft und langfristigen Unternehmenserfolg.Zu Baro Vicenta Ra GabbertBaro Vicenta Ra Gabbert ist Juristin, Autorin, Dozentin und Klimaschutzaktivistin. Seit 2024 ist sie Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit bei Greenpeace Deutschland. Sie studierte Jura an der Bucerius Law School in Hamburg und an der FGV Direito in Rio de Janeiro. 2020 gründete sie an der Bucerius Law School die Climate Clinic, die Klimaaktivistinnen und -aktivisten sowie NGOs seit 2020 ehrenamtlich in Fragen rund um Klima und Recht berät.Sie haben noch Rückfragen an Baro Gabbert? Hier können Sie sie erreichen: Baro Vicenta Ra Gabbert | GreenpeaceGabberts Buch: Keine Zukunft ist auch keine Lösung von Baro Vicenta Ra Gabbert und Fabian Grischkat | PIPERMehr Informationen zum Hamburger Zukunftsentscheid: Hamburger Zukunftsentscheid

Mehr als 1.000 Teilnehmer, rund 230 Experten im Programm, mehr als 50 Workshops – die Zahlen der DEALSOURCING beeindrucken. Doch was macht das Top-Networking-Event der deutschen Corporate Finance Community so besonders? „Das ist ganz eindeutig die Zusammensetzung der Teilnehmer“, erklärt Iris Behrens, Co-Geschäftsführerin von Targecy, auf die Frage nach dem Erfolgsfaktor. Die DEALSOURCING kontingentiert bewusst Tickets für verschiedene Gewerke – von Private Equity über M&A-Berater bis zu Restrukturierungsexperten. Das Ergebnis: eine perfekt austarierte Mischung, die echten Mehrwert schafft. Besonders beeindruckend findet Behrens die Atmosphäre vor Ort: „1.000 Menschen, egal ob schüchtern oder eitel, stürzen sich kopfüber in die Speed Datings und zählen am Ende mit hochroten Wangen und heiseren Stimmen ihre Visitenkarten.“ Diese offene, positive Dynamik unterscheidet die DEALSOURCING auch von klassischen Konferenzen.Inhaltlich dominieren die Themen der Zeit: Geopolitische Unsicherheiten, die weiterhin herrschende Deal-Klemme im Private-Equity-Geschäft und ein wachsender Restrukturierungsbedarf prägen die Diskussionen. 2026 wird sich auf der DEALSOURCING alles um „getting deals done“ drehen, kündigt die Targecy-Geschäftsführerin an. Für das Event im kommenden Jahr plant das Team bereits jetzt eine noch größere Ausgabe – merken Sie sich also jetzt schon den 15. September 2026 vor, wir freuen uns auf Sie!

Aurelius hat in diesem Jahr mindestens drei Gründe zum Feiern: Nicht nur ist der Private-Equity-Investor 2025 stolze 20 Jahre alt geworden, er hat auch den neuesten Midmarket-Fonds bei 830 Millionen Euro geschlossen und die Langzeitbeteiligung Hanseyachts nach 14 Jahren endlich veräußert. Und nicht nur das: In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Aurelius eine große Transformation durchlaufen, vom Special-Situations-Investor zum Spezialisten für operative Wertsteigerung mit einem Fokus auf gesunde Unternehmen. „Unser Kernfokus ist über all die Jahre aber gleich geblieben“, betont Gründungspartner Dirk Markus im Gespräch mit FINANCE-TV. „Wir wollen Unternehmen erwerben, um sie operativ besser, größer und ertragreicher zu machen.“ Wichtigstes Tool dabei: die rund 190 operativen Professionals, ohne die es für den Private-Equity-Investor „nicht ginge“, und die laut Markus auch eine wichtige Rolle beim erfolgreichen Fundraising gespielt haben: „Die jahrzehntelange Ausrichtung auf ein Thema, nämlich die operative Weiterentwicklung, und unser Track Record, waren sehr hilfreich.“Ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr war der Verkauf von Hanseyachts nach rund 14 Jahren. „Wir freuen uns, eine gute neue Heimat für Hanseyachts gefunden zu haben“, resümiert Finanzinvestor Markus. Er gesteht aber auch ein, dass die lange Haltedauer einen Einfluss auf die Rendite gehabt hat. Ob Aurelius mit dem Return trotzdem zufrieden ist, wie der Private-Equity-Investor die Value Creation konkret angeht – Stichwort Künstliche Intelligenz – und ob eine Rückkehr zu den Special-Situations-Wurzeln in der Zukunft möglich ist – das und mehr erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk.

Im Bereich der Private Markets gibt es einen neuen Trend: Mehr und mehr Investoren, die inzwischen vertraut geworden sind mit „klassischen“ Private-Markets-Investments wie Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur, werfen auch einen Blick in die Welt hinter diese Klassiker. „Viele Investoren haben ihre Private-Markets-Portfolien bereits diversifiziert“, sagt Nicola Schierz von Mercer. Wachsendes Interesse sieht die Investmentexpertin speziell bei Cat Bonds, den so genannten „Katastrophenanleihen“, sowie bei „Structured Credit“ und Rohstoffen.Der Vorzug von Cat Bonds? „Cat Bonds korrelieren so gut wie überhaupt nicht mit dem Kapitalmarkt“, erklärt Schierz im Gespräch mit FINANCE-TV. „Die Investoren agieren hier eher wie eine Art Versicherer für das Eintreten bestimmter katastrophaler Ereignisse, zum Beispiel Wirbelstürme oder Überflutungen.“ Aktiv seien in diesem Bereich bislang eher große Pensionsfonds und Family Offices, „aber Cat Bonds werden jetzt auch bei anderen Investoren beliebter“. Doch Schierz formuliert auch eine Warnung an Neueinsteiger: „Weil Investoren mit Cat Bonds auch ihr ganzes eingesetztes Kapital verlieren können, ist eine gewisse Risikotragfähigkeit angezeigt.“Die Anlageklasse „Structured Credit“ enthält vor allem Kreditverbriefungen, beispielsweise in Form von CLOs (Collateralized Loan Obligations). Der Vorteil? „Das gibt den Investoren viele Möglichkeiten, die Kreditrisiken in ihrem Portfolio gezielt zu steuern – vorausgesetzt, sie verstehen, was für Kreditrisiken genau in welchen CLOs enthalten sind“, sagt Schierz. Bei den Rohstoffen hingegen locken die Chancen, in vergleichsweise liquiden Märkten von den dort vorherrschenden hohen Preisschwankungen profitieren zu können. Welche Unterschiede diese „Exoten“ zu eher klassischen alternativen Anlagen aufweisen, allen voran in Sachen Liquidität, Kosten und Anlagehorizont, und welche Kenntnisse Investoren mitbringen sollten, bevor sie dort Kapital investieren, beantwortet Nicola Schierz bei FINANCE-TV.Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von Mercer.

Am 26. und 27. November ist es soweit: Die Kongressmesse Structured FINANCE geht bereits in die 21. Runde! Dann diskutieren CFOs, Treasurer und andere Corporate-Finance-Experten zwei Tage lang über die neusten Trends in der Unternehmensfinanzierung. Für viele ist die Structured FINANCE seit etlichen Jahren ein fester Termin im Kalender – Klassentreffen-Feeling also? Oder doch eher Speed-Dating und Haifischbecken? „Man trifft natürlich viele bekannte Gesichter, die schon lange dabei sind, aber man lernt auch viele Neue kennen“, berichtet FINANCE-Chefredakteur Markus Dentz, der von Anbeginn jede der 21. Kongressmessen miterlebt hat. „Und apropos Haifischbecken: Auf dem Event gibt es auch viele Tipps, wie man im Finanzmarkt, der rau und ruppig sein kann, besteht.“Aber Netzwerken ist natürlich nicht alles – vor allem wird bei der Structured FINANCE über zwei Tage hinweg unheimlich viel Wissen ausgetauscht, unter anderem in den rund 100 Roundtables. „Die Stichworte Volatilität, Krise und Resilienz prägen die Titel der Workshops. Und für viele geht es darum, sich in diesem unsicheren Umfeld die Finanzierung zu sichern“, so Dentz.Dazu hat er auch eine Anekdote parat: „Ein CFO hat mir einmal erzählt, dass er innerhalb der zwei Tage ein millionenschweres Finanzierungspaket mit seinen Banken noch direkt Structured FINANCE auf der geschnürt hat.“Auch gibt es wieder einige Neuheiten auf dem Event: Erstmals wird ein CFO Barcamp angeboten, auf dem nicht die Veranstalter, sondern die CFOs und Treasurer selbst die Themen setzen und darüber in Gruppen diskutieren. Ebenfalls neu: Statt der traditionellen Podiumsdiskussion zu Beginn der Veranstaltung gibt ein nun mehrere Impulstalks, die die wichtigen Themen kurz und prägnant beleuchten.Welche weiteren Highlights die Structured FINANCE bereit hält, wie sich das Event in den 21 Jahren verändert hat und wie Markus Dentz sein Traum-Event planen würde, hätte er unendlich viel Budget zur Verfügung – das und mehr sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.finance-magazin.de/events/structured-finance/

Nach dem Studienabschluss wollen viele Absolventen der Wirtschaftswissenschaften bei den Big Four arbeiten – doch nicht jeder Arbeitgeber ist gleichermaßen beliebt. Deloitte etwa ist am Gefragtesten, zeigt eine jährliche Befragung des Marktforschers Trendence. Woran liegt das? Robindro Ullah, CEO von Trendence, hebt Deloittes Durchhaltevermögen beim Aufbau seiner Arbeitgebermarke hervor. „Es ist ein Marathon, der Jahre dauert“, so Ullah. Immerhin war die Gesellschaft vor einigen Jahren noch das unbeliebteste Big-Four-Haus unter Absolventen und hat sich langsam hochgearbeitet. Dabei hat Deloitte auch irgendwann PwC vom Thron gestoßen. Letztere ist seitdem immerhin noch die zweitbeliebteste Big-Four-Gesellschaft unter den Wirtschaftswissenschaftlern. Weniger gut läuft es hingegen bei KPMG und EY. KPMG verliert bereits seit Jahren an Beliebtheit bei Absolventen. EY ist zuletzt besonders stark abgestürzt und zum Schlusslicht unter den Big Four mutiert. Das dürfte nicht von ungefähr kommen: „EY hat die Aktivitäten bei Recruiting zurückgefahren“, hat Ullah beobachtet. Auch schlechte Presse könne bei der Beliebtheit eines Arbeitgebers eine Rolle spielen – bei EY kommt dabei der Wirecard-Skandal in den Sinn. „Generell steht die Branche nicht für Work-Life-Balance, und interessanterweise auch nicht für Arbeitsplatzsicherheit“, so Ullah weiter. „Die Unternehmen müssen ständig gegen den Absturz anarbeiten, weil das Image so ist, wie es ist.“ Da verwundert es auch nicht, dass die Big Four laut Ullah beim „fairen Gehalt” schlecht abschneiden. Dieses gibt an, ob eine Entlohnung angesichts weicher Faktoren wie Zufriedenheit und Work-Life-Balance als gerecht empfunden wird.Was genau die einzelnen Häuser beim Recruiting besonders gut (aber auch weniger gut) machen und ob Deloitte wohl seine Spitzenposition halten kann? Dies und mehr beantwortet Robindro Ullah im Gespräch mit FINANCE-TV.Hier auf Youtube: https://youtu.be/oFVRoqczSMA

Unternehmen suchen CFOs vermehrt über Stellenanzeigen. Und auch die Finanzmanager gehen aktiver auf Jobsuche. Dahinter steckt ein „Mindset-Change“ auf beiden Seiten: Unternehmen professionalisieren ihre Personalabteilungen und sparen in Zeiten von Kostendruck häufiger den Headhunter ein. Gleichzeitig warten CFOs nicht mehr darauf, „gefunden“ zu werden, sondern treiben ihre Karriere eigenständig voran, beobachtet Johanna von Treuenfels, Geschäftsführerin der Personalberatung Treuenfels. Doch die Headhunterin sieht auch Grenzen: „Je spezieller die Job-Anforderungen, desto schwieriger wird die Suche über Ausschreibungen.“ Wann genau Stellenanzeigen aus Sicht der Personalberaterin nicht ausreichen, warum Unternehmen diesen Weg gehen und welche Auswirkungen die Entwicklung auf den Recruiting-Markt hat, sagt Johanna von Treuenfels im Interview mit FINANCE-TV.

2025 treten in Deutschland sowie in der EU zahlreiche regulatorische Neuerungen in Kraft, die sich auf das Cash Management von Unternehmen auswirken, allen voran die Instant-Payment-Verordnung (Echtzeitüberweisungen). Bereits seit Januar müssen Zahlungsdienstleister in der Eurozone die SEPA-Echtzeitüberweisungen entgegennehmen und ab dem 9. Oktober auch deren Versendung anbieten. Darüber hinaus ist bis Jahresende die technische Einführung eines IBAN-Name-Checks – die sogenannte Verification of Payee (VoP) – vorgeschrieben, welche die Sicherheit von Zahlungen erhöhen soll. Diese beiden Themen sind es, die Finanzentscheider aus Cash-Management-Sicht in diesem Jahr am meisten beschäftigen, wie Jens Schumacher, Head of Trade Finance & Cash Management Germany der Commerzbank, berichtet. Sowohl Instant Payment als auch VoP bieten zahlreiche Vorteile, stellen Banken und Finanzabteilungen jedoch auch vor einige Herausforderungen. „24/7 die Infrastruktur vorzuhalten, dass die Kunden zahlen können, ist eine massive Änderung“, sagt Schumacher.Auch für die Finanzabteilungen in Unternehmen beginnt damit in gewisser Weise eine neue Zeitrechnung. Aber sind diese darauf vorbereitet? „Wir stellen im Firmenkundengeschäft fest, dass die ein oder andere Branche schon gut unterwegs ist“, sagt Schumacher. „Aber der klassische Mittelständler hat jetzt erstmal nicht darauf gewartet, weil die aktuellen Zahlungsprozesse im Unternehmen für die Unternehmung fein waren.“Dennoch beschäftigen Instant Payment und VoP die Firmenkunden mit Näherrücken des Oktobers immens, betont Schumacher. Wie sich Finanzabteilungen spätestens jetzt vorbereiten sollten, erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk.

Unternehmen, die frisches Geld brauchen, stehen derzeit vor vielen Herausforderungen. Steigende Finanzierungskosten prägen den Markt. Zwar sollten die gesunkenen Kreditzinsen eigentlich für Entspannung sorgen. „Aber die Zollunsicherheiten überschatten das“, hat Jens von Loos, Head of Debt & Capital Advisory bei Deloitte, beobachtet. Deswegen sei die Belastbarkeit der Business-Planung derzeit wichtiger denn je: „Die Banken schauen sich die Business-Pläne sehr detailliert an und prüfen sie auf eventuelle Risiken“, so von Loos. Wegen der hohen Finanzierungskosten beim klassischen Bankkredit nehmen viele Mittelständler andere Instrumente in ihren Mix auf – etwa Nordic Bonds, für die es aktuell sehr viel Nachfrage gebe. „Wenn ein Unternehmen nicht das einfachste Geschäftsmodell und nicht die beste Bonität hat, kann es so eine Anleihe platzieren, die in der Regel günstiger ist als im High-Yield-Bond-Markt“, meint von Loos. An eine baldige Entspannung glaubt Jens von Loos nicht – im Gegenteil. „Banken sind offen, ihre Kredite mit deutlichen Verlusten zu verkaufen“, hat er beobachtet. „Die Risikobereitschaft nimmt immer stärker ab.“ Wie sich Private Debt momentan schlägt, was die herausfordernden Zeiten für die Gespräche mit Banken bedeuten und welche Rolle Ratings spielen – Jens von Loos im Talk mit FINANCE-TV. Diesen Talk von FINANCE-TV präsentiert Deloitte.

Wie steuert Private Equity erfolgreich durch eine Welt, die geprägt ist von Volatilität, geopolitischen Spannungen und steigenden Zinsen? In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Jürgen Zapf, Managing Director und Co-Leiter der deutschen Praxis von Alvarez & Marsal, über das neue „Playbook“ für Finanzinvestoren.Wir diskutieren:Warum die Zeit des reinen Financial Engineerings vorbei istWeshalb operative Exzellenz jetzt über Rendite oder Verlust entscheidetWelche Rolle Szenarien statt Prognosen für künftige Investitionen spielenWieso gute Manager nicht nur in Hochzeiten, sondern gerade in Krisen den Unterschied machenWelche Renditeerwartungen heute realistisch sind – und wie Fonds trotzdem attraktiv bleiben könnenEin spannendes Gespräch über den Paradigmenwechsel im Private-Equity-Geschäft – und darüber, warum Resilienz mindestens genauso wichtig wird wie Rendite.

Immer mehr Private-Equity-Fonds drängen in den deutschen Midmarket – und treffen dort auf ein zähes Deal-Umfeld. Welche Folgen das hat und ob sich Häuser wie Triton dadurch unter Druck gesetzt fühlen, sagt Managing Partner Andi Klein. Der deutsche Private-Equity-Markt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. „Die Offenheit gegenüber der Anlageklasse Private Equity ist enorm gestiegen – die Branche ist erwachsen geworden“, sagt Andi Klein, Managing Partner des Smaller-Mid-Cap-Fonds von Triton. Doch die Reife hat auch ihren Preis: Immer mehr internationale Fonds erkennen Investitionschancen in Deutschland und eröffnen hierzulande Büros. „Früher gab es vielleicht vier bis sechs lokale Player – heute sind es mehr als 25“, sagt Klein. Vor Ort treffen die Häuser allerdings auf einen recht zähen Dealflow. Das wiederum befeuert den Wettbewerb um die wenigen verfügbaren qualitativ hochwertigen Assets extrem: „Gerade neue Teams stehen unter Deal-Druck, Transaktionen vorweisen zu müssen. Schließlich kostet es auch einiges, ein Team zu unterhalten“, so Klein. Triton mit zwei Exits in Deutschland in diesem Jahr Für Verkäufer ist der gesteigerte Wettbewerb ein Segen, für die Marktstruktur nicht unbedingt, findet der Triton-Partner. Unter Druck gesetzt fühlt sich Triton durch die wachsende Anzahl an Konkurrenten aber nicht, vor allem weil der Finanzinvestor in den zurückliegenden Monaten mit den Verkäufen von Fläktgroup und Kelvion in Deutschland sowie Dantaxi in Dänemark seinen Geldgebern einige Exits präsentieren konnte. Für die Zukunft rechnet Klein mit einer Marktbereinigung, die Balance zwischen Angebot und Nachfrage werde sich wieder einpendeln. Ob die wachsende Reife des deutschen Private-Equity-Marktes dazu führt, dass perspektivisch schlechtere Deals gemacht werden, und wie Triton die Investitionsopportunitäten in der Bundesrepublik einschätzt, erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk. Reinschauen lohnt sich!

Private-Equity-Investoren entern den Prüfer- und Beratermarkt. Wie verändert das die Gehälter der Partner? Und verliert die Partner-Rolle an Wert? Top-Headhunter Hellmuth Wolf berichtet bei FINANCE-TV.Vor Kurzem noch undenkbar, nun passiert es immer öfter: Ein Private-Equity-Investor steigt bei einer Prüfungs- oder Beratungsgesellschaft ein. Jüngste Beispiele waren etwa PKF WMS oder WTS. Viele Mitarbeiter der Prüfungs- und Beratungshäuser – vor allem die Partner – fragen sich nun: Was bedeutet das für meine Karriere? Immerhin übernimmt der Investor Anteile am Unternehmen, welche vorher den Partnern gehörten, und möchte entsprechend mitbestimmen.Klar ist, dass die Gehaltsstrukturen der Partner wohl angepasst werden müssten, sobald ein Investor zusätzliche Anteile hält, meint Hellmuth Wolf, Managing Partner bei Signium. „Jede Gesellschaft wird mit den potentiellen neuen Equity Partnern reden müssen, weil diese vielleicht ein anderes Vergütungsmodell bekommen werden als die bisherigen Equity Partner“, so Wolf, der unter anderem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater auf Partnerebene vermittelt.Erhöht Private Equity den Druck?Hinzu kommt: Private-Equity-Investoren müssen Rendite machen – das dürfte den Druck, der in der Wirtschaftsprüfer- und Beraterbranche ohnehin schon hoch ist, noch einmal mehr erhöhen. „Es könnte sein, dass ein Private-Equity-Unternehmen sich von Partnern trennt, die auf Dauer nicht performen“, warnt Hellmuth Wolf. Doch er sieht auch Vorteile in einem PE-Einstieg, vor allem für Partner, die sich auf die reine Beratungstätigkeit konzentrieren wollen. „Diesen wird Arbeit abgenommen, was Strategie und interne Themen angeht.“Wird die Partner-Rolle durch einen Private-Equity-Einstieg entwertet? Passen die Kulturen zusammen? Und gab es schon Kandidaten, die sich von einem Arbeitgeber abgewandt haben, weil ein Investor eingestiegen ist? Über das und mehr spricht Hellmuth Wolf bei FINANCE-TV.

Ende Juni hat Autodoc den geplanten Börsengang erneut abgesagt. Was jetzt mit dem Minderheitsanteil von Finanzinvestor Apollo passiert und welche die nächsten Wachstumsschritte sind, berichtet CFO Lennart Schmidt bei FINANCE-TV. Er wurde mit Spannung erwartet und in allerletzter Sekunde doch noch abgesagt: der Börsengang von Autodoc. Ursprünglich wollte der Online-Autoersatzteilehändler Ende Juni an die Börse gehen, doch angesichts der internationalen makroökonomischen Lage, die sich in den Tagen vor dem geplanten IPO verschärft hat, entschied sich das Unternehmen dazu, den Börsengang kurzfristig abzusagen. Es war das zweite Mal – bereits 2021 musste Autodoc den Schritt aufs Parkett vertagen. „Alle Parteien – das Unternehmen, die Shareholder und die Banken – waren sich einig, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um den IPO voranzutreiben“, sagt Lennart Schmidt, Finanzchef von Autodoc, rückblickend. „Angesichts der Volatilität an den Märkten war das Interesse nicht so stark, wie wir es uns gewünscht hätten“, gibt der CFO zu. Autodoc verspürte aber auch keine Notwendigkeit, zu „diesem Zeitpunkt und zu jedem Preis“ an die Börse zu gehen. „Wir sind finanziell robust aufgestellt, wir brauchen das Geld nicht“, betont der CFO im FINANCE-TV-Interview. Autodoc: So geht es weiter mit Apollo Und was passiert nun mit den Anteilen des Minderheitsinvestors Apollo? Der Private-Equity-Investor hatte sich im April 2024 mit rund 15 Prozent an Autodoc beteiligt und wollte im Zuge des IPO neben den Gründern Anteile platzieren. „Unsere Anteilseigner sind nicht auf das Kapital angewiesen. Apollo steht zu 100 Prozent hinter dem Unternehmen und dem Management und wird uns weiterhin begleiten“, sagt CFO Schmidt. Trotz erneuter IPO-Absage ist der Finanzchef zuversichtlich, dass es im dritten Anlauf klappt. „Wir kommen wieder zurück“, kündigt er an. Was Schmidt aus der Absage des Projekts gelernt hat, wie es bei Autodoc weitergehen soll, und ob M&A ein Wachstumsthema für die Berliner ist – das und mehr erfahren Sie im neuen FINANCE-TV-Talk.

Die FINANCE Redaktion hat etwas Neues für Sie: Future FINANCE, der neue Podcast speziell für Young Professionals aus dem Finanzsektor. Für all jene, die mehr wollen als nur Zahlen – die führen, verändern und aktiv gestalten wollen.In dem neuen Karrierepodcast gibt's exklusive Einblicke von Top-Branchenpionieren, die ihre Erfolgsstrategien, ihre Fehler und ihre Geheimnisse preisgeben. Sie erfahren, welche Weichen heute zu stellen sind, um morgen ganz vorne mit dabei zu sein.In der siebten Folge, dem Staffelfinale von Future FINANCE, spricht Dr. Insa Thiele-Eich über das Risiko des Unbekannten.Zu Dr. Insa Thiele-Eich:Dr. Insa Thiele-Eich ist promovierte Meteorologin und Klimaforscherin. Sie betreibt als wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn Grundlagenforschung für eine optimierte Wetter- und Klimavorhersage. Seit 2017 absolviert sie die Ausbildung zur Astronautin. Darüber hinaus ist sie in Bonn in der Kommunalpolitik aktiv und ist als Autorin und Speakerin aktiv.Hat Ihnen der kleine Vorgeschmack gefallen? Die vollständige Folge gibt's hier: Future FINANCE – der Podcast für Young Professionals- FINANCE Viel Spaß beim Weiterhören. Folgen Sie Future FINANCE um up to date zu bleiben und hinterlassen Sie gerne einen Kommentar und/oder eine Sternebewertung.Wirtschaftliche Auswirkungen des Klimawandels (Studie): Die wirtschaftlichen Auswirkungen des KlimawandelsErste deutsche Frau im All: fram2: First Human Spaceflight To Earth's Polar RegionsKosten der Überschwemmungen im Ahrtal: Was uns die Folgen des Klimawandels kosten – Merkblatt #05: Schäden von Flutereignissen in Deutschland

Das „Over-Exposure-Problem“ der Investoren lähmt das Fundraising am Private-Equity-Markt. Doch die Lage könnte sich nun verbessern, argumentiert der Investmentexperte René Wrenger von Mercer bei FINANCE-TV.„Wenn sich die Märkte bewegen und Anlagen unterschiedlich performen, kann der Anteil alternativer, illiquider Assets wie Private Equity am Gesamtportfolio eines Investors von dem ursprünglich gewählten Wert wegdriften.“ So beschreibt René Wrenger, Investmentexperte bei Mercer, das berüchtigte „Over-Exposure-Problem“ gegenüber Private Equity. Dieses Phänomen macht es PE-Fonds nun schon seit mindestens zwei Jahren schwer, neue oder gar zusätzliche Investitionszusagen von ihren Geldgebern zu erhalten, was wiederum die Deal-Tätigkeit speziell am Midmarket hemmt. Doch jetzt deutet sich Besserung an, berichtet Wrenger, der institutionelle Investoren unter anderem bei deren Private-Equity- und Infrastrukturprogrammen begleitet, im Gespräch mit FINANCE-TV: „Die Gesprächsbasis für zusätzliche Investitionen in Private Equity oder Infrastruktur ist zuletzt besser geworden. Das Investitionspaket der neuen Bundesregierung hat die Nachfrage gerade nach Infrastruktur-Investments bereits deutlich steigen lassen.“Doch für eine baldige Renaissance von Private Equity sieht Wrenger eine Hürde: „Der durchschnittlich gute Investment Manager kompensiert nicht für das Illiquiditätsrisiko, das dessen Investoren übernehmen. Die Prämie, die viele PE-Häuser mit ihrer Überrendite erwirtschaften, ist einfach nicht hoch genug.“Ob Evergreen-Fonds eine Lösung für die Illiquidität von Private-Equity-Investments sein könnten, wie Investoren bereits in ihrer Zeichnungsstrategie die immanenten Strukturrisiken von Private-Equity- und Infrastrukturinvestments mitigieren können, und wann er mit dem Lösen des „Over-Exposure-Knotens“ am PE-Markt rechnet, beantwortet Wrenger hier bei FINANCE-TV.

Die Deutsche Beteiligungs AG hat für das Dealsourcing das eigene KI-Tool „Nexus“ entwickelt. Wie es funktioniert und was sich der Finanzinvestor davon verspricht, berichtet Vorstand Jannick Hunecke bei FINANCE-TV. Künstliche Intelligenz dringt immer tiefer in das Private-Equity-Geschäft vor, eine Reihe von PE-Häusern entwickelt gerade oder nutzt bereits in der täglichen Arbeit erste selbst entwickelte KI-Anwendungen. Eines davon ist die Deutsche Beteiligungs AG, die ein KI-basiertes Tool entwickelt hat, welches das Dealsourcing stärken soll und „Nexus“ heißt. „Die Nexus-Software kombiniert die Informationen, die sie aus verschiedensten Datenquellen zusammengetragen hat, mit unserem Netzwerk und zeigt potentielle Berührungspunkte zwischen Leuten, die wir kennen, und den Inhabern eines potentiell interessanten Unternehmens auf“, beschreibt DBAG-Vorstand Jannick Hunecke im Gespräch mit FINANCE-TV das KI-Tool, das seiner Darstellung nach schon jetzt einen konkreten Mehrwert bietet. „Nexus macht unser Dealsourcing wesentlicher effizienter, als es früher war. Wir haben bereits Transaktionen auf diesem Weg generiert und sind darüber hinaus aktuell mit rund 60 Unternehmen in einem strategischen Dialog“, so Hunecke weiter.An welchen Stellen Künstliche Intelligenz als Nächstes im Private-Equity-Markt Fuß fassen könnte und wie die DBAG selbst ihr KI-Tool in den nächsten Jahren ausbauen will, erklärt Jannick Hunecke im FINANCE-TV-Gespräch.