Podcasts about Luhmann

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Best podcasts about Luhmann

Latest podcast episodes about Luhmann

Jung & Naiv
#834 - Soziologe Stefan Kühl über Management, Organisation & Herrschaft

Jung & Naiv

Play Episode Listen Later Jun 23, 2026 177:22 Transcription Available


COACHINGBANDE - DER systemische Coaching-Podcast
"Systemtheorie – der Begriff, den alle nutzen und keiner wirklich kennt" Folge 1

COACHINGBANDE - DER systemische Coaching-Podcast

Play Episode Listen Later Jun 12, 2026 77:50


„Systemisch" steht auf mehr als der Hälfte aller Coaching-Websites. Aber wie viele könnten auf Nachfrage erklären, was das eigentlich bedeutet? Nicht als Buzzword. Sondern wirklich: Was sagt Luhmann? Was ist Autopoiese? Was meint Kriz, wenn er von Kommunikation als Systemelement spricht? Das sollte für alle, die systemisch arbeiten, so selbstverständlich sein wie das kleine Einmaleins. Die theoretische Grundlage des eigenen Handwerks kennen – und sie auch erklären können. In der Praxis ist „systemisch" für viele zu einem Label geworden. Klingt gut. Impliziert Qualität. Aber die Ableitung fehlt. Wir fassen das gerne mal zusammen.

Rebellisch gesund | by detoxRebels für deinen gesunden Lifestyle
#168 Einsamkeit: Warum sie uns alle betrifft! Mit Einsamkeitsforscherin Prof. Dr. Maike Luhmann

Rebellisch gesund | by detoxRebels für deinen gesunden Lifestyle

Play Episode Listen Later Jun 3, 2026 70:28 Transcription Available


Einsamkeit ist weit mehr als das Gefühl, allein zu sein. Sie verändert, wie wir andere Menschen wahrnehmen. Wem wir vertrauen. Wie sehr wir uns in Gemeinschaften einbringen. Und sogar, wie wir auf Politik und Gesellschaft blicken. Deshalb betrifft Einsamkeit nicht nur die Menschen, die sich gerade einsam fühlen. Sie betrifft uns alle. Prof. Dr. Maike Luhmann zählt zu den führenden Einsamkeitsforscherinnen Deutschlands und erklärt, warum Einsamkeit nicht einfach ein persönliches Problem ist, sondern weitreichende Folgen für unser Zusammenleben haben kann. Wir sprechen darüber, wie Einsamkeit entsteht, warum sie Menschen oft in eine Negativspirale führt und weshalb sie Vertrauen, Beziehungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinflusst. Gleichzeitig schauen wir auf die vielleicht wichtigste Frage: Was schützt uns eigentlich vor Einsamkeit? Ein Gespräch über Verbundenheit, Zugehörigkeit und die Erkenntnis, dass starke Beziehungen nicht nur unser Leben bereichern – sondern eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit, Vertrauen, Zusammenarbeit und eine funktionierende Gesellschaft sind.

Flexikon
#122 Quarter- und Midlifecrisis: Wie komm ich da gut durch?

Flexikon

Play Episode Listen Later May 26, 2026 58:08


Bei aller Empathie: Menschen in einer Lebens- und Sinnkrise gehen ihrer Umgebung mitunter ganz schön auf den Keks. In manchen Fällen lindert vielleicht schon ein neues Hobby die Beschwerden. Manchmal sind Töpfern und Geocaching jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zweifel bleiben. Die Journalistin & Creatorin Carlott Bru steckt in ihren 20ern und damit gefühlt in einem anhaltend fordernden Krisenmodus.Sie beschreibt den Struggle, in der Vielfalt der Möglichkeiten, nicht die richtigen Entscheidungen zu treffen, und den eigenen Anforderungen nicht gerecht zu werden.Dr. Laura Buchinger ist Entwicklungspsychologin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Für eine Midlifecrisis gibt es so gar keine wissenschaftlichen Belege, sagt sie. Trotzdem sind sogenannte Anpassungsstörungen ein Ding. Wenn Job, Kindererziehung & vielleicht noch die Pflege der Eltern zusammenkommen, dann ergeben sich nicht selten psychische Probleme. Oft in der Lebensmitte.Tanja Tummeley ist Coach für Persönlichkeitsentwicklung, Führungskräfte und Männer & Frauen in der Midlifecrisis. Erste Regel bei Tanja: Solange man bei ihr im Coaching ist, wird sich nicht getrennt!Häufig sind es sowohl gesellschaftliche Normen als auch strenge Ansprüche an sich selbst, die einen über die Siebträgermaschine in die ernsthafte Krise, und nicht selten in die Arme einer Sucht treiben.Aber da kann man was tun: Freundschaften pflegen, Erfolge aufschreiben, dieses Flexikon hören! Ergänzung bei Min 13:35:Die Lebenszufriedenheit nimmt nicht weiter ab, sondern bleibt über das junge und mittlere Erwachsenenalter hinweg relativ stabil. Worauf sich hier bezogen wird, und was tatsächlich beinahe kontinuierlich über die Lebensspanne hinweg abnimmt, ist die Häufigkeit mit der wir positive Emotionen wie Freude oder Stolz empfinden. Das ist etwas anderes als Lebenszufriedenheit, die eher als Bewertung der eigenen Lebensumstände im Verhältnis zu einem persönlichen Ideal verstanden wird. flexikon@ndr.deStudie zur Midlife Crisis:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167268120301414Quellen:Buecker, S., Luhmann, M., Haehner, P., Bühler, J. L., Dapp, L. C., Luciano, E. C., & Orth, U. (2023). The development of subjective well-being across the life span: A meta-analytic review of longitudinal studies.Psychological Bulletin, 149(7-8), 418–446. https://doi.org/10.1037/bul0000401Bühler, J. L., Krauss, S., & Orth, U. (2021). Development of relationship satisfaction across the life span: A systematic review and meta-analysis.Psychological Bulletin, 147(10), 1012–1053. https://doi.org/10.1037/bul0000342Park, Y., Page-Gould, E., & MacDonald, G. (2022). Satisfying singlehood as a function of age and cohort: Satisfaction with being single increases with age after midlife. Psychology and Aging, 37(5), 626–636. https://doi.org/10.1037/pag0000695 Krisentest: https://www.coachincontact.de/test-midlife-crisisPodcastempfehlung: Willkommen im Club: https://1.ard.de/willkommenimclub?=cp1710

einfach ganz leben
Einsamkeit verstehen und überwinden mit Prof. Maike Luhmann

einfach ganz leben

Play Episode Listen Later May 22, 2026 46:00


+++ Infos zu unseren Sponsoren, Links zu Rabattaktionen etc.: lnkfi.re/einfachganzleben +++ Sind wir heute einsamer denn je – oder sprechen wir nur endlich mehr darüber? Wann machen unsere modernen Lebensumstände uns einsam und wann bewahren sie uns im Gegenteil sogar davor? Die Psychologieprofessorin Maike Luhmann forscht seit 15 Jahren zu Einsamkeit. Im Gespräch mit Jutta Ribbrock erzählt sie einfühlsam und wissenschaftlich fundiert von ihren Erkenntnissen: Wann wird Einsamkeit gefährlich? Wie können wir uns davor bewahren, in eine Einsamkeitsspirale zu geraten? Macht die Digitalisierung uns wirklich einsamer? Und wie sollte unsere Gesellschaft aussehen, um uns gut vor Einsamkeit zu schützen – und was können wir selbst tun, um dazu beizutragen?Zum Weiterhören und Stöbern:Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeit – Warum sie uns alle betrifft (Buch und Hörbuch)Angebote bei Einsamkeit: kompetenznetz-einsamkeit.deGemeinsam für mehr Miteinander in Bochum: vereintbochum.deDie Titelmelodie dieses Podcasts findet ihr auf dem Album balance moods – Ein Tag in der Natur.Noch viel mehr Tipps zu einem bewussten Lebensstil findet ihr auf einfachganzleben.de.Besucht uns auch bei Facebook und Instagram.Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: einfachganzleben@argon-verlag.deIhr könnt Jutta auch direkt schreiben: jutta@juttaribbrock.deUnd ihr findet sie bei Instagram: @jutta_ribbrock Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Antiintuitiv - der Podcast für systemisches Denken in der Wirtschaft
42 systemische Hacks - Einführung und Einblick

Antiintuitiv - der Podcast für systemisches Denken in der Wirtschaft

Play Episode Listen Later Apr 24, 2026 24:53 Transcription Available


Im Carl Auer Verlag erscheint das Buch "42 systemische Hacks - unerwartete Lösungen für Führung und Organisationsentwicklung". Geschrieben hat es die PRAXISFELD Senior Beraterin Sabine Kröhn, die auch für die Entwicklung der 16-tägigen Weiterbildung "systemische Organisationsentwicklung mit TÜV-Rheinland Personenzertifizierung" bei PRAXISFELD verantwortlich zeichnet. Im Buch sind die jahrzehntelangen Erfahrungen aus komplexen Veränderungsprojekten in mehr oder weniger unwegsamem Organisations-Terrain zu kurzen Hacks verdichtet. Diese Folge ist gleichzeitig auch die Auftaktfolge zu einem nicht öffentlich zugänglichen Podcast, der Weiterbildungsteilnehmenden von PRAXISFELD zur Verfügung steht. Sie gibt aber auch einen Einblick über den Aufbau des Buches und wie immer auch in unsere Art, Organisationsphänomen durch die systemtheoretische Brille zu sehen, um sie dann praktisch bearbeiten zu können. Wobei das Ziel oft ist, nicht immer wieder das gleiche Bearbeitungsmuster zu probieren, sondern dinge auch mal mit einem frischen, antiintuitiven Blick anzugehen.

Aktuelle Interviews
Maike Luhmann: "Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft"

Aktuelle Interviews

Play Episode Listen Later Apr 15, 2026 10:47


Maike Luhmann, Psychologin und Professorin an der Ruhr-Universität Bochum, gilt als eine der wichtigsten Stimmen zum Thema "Einsamkeit". In ihrem neuen Buch "Einsamkeit: Warum sie uns alle betrifft", ordnet sie das Thema nüchtern ein und warnt zugleich davor, Einsamkeit zu unterschätzen.

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur
Buchkritik: "Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft" von Maike Luhmann

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Apr 1, 2026 5:59


Billig, Susanne www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur
Buchkritik: "Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft" von Maike Luhmann

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Apr 1, 2026 5:59


Billig, Susanne www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Buchkritik: "Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft" von Maike Luhmann

Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Apr 1, 2026 5:59


Billig, Susanne www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

SWR2 Kultur Info
„Einsamkeit“: Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann

SWR2 Kultur Info

Play Episode Listen Later Mar 30, 2026 4:09


Einsamkeit ist schmerzlich. Arme Menschen und Alleinerziehende sind am ehesten davon betroffen. Soziale Medien stehen zumindest unter Verdacht, einsam zu machen. Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann geht Ursachen und Folgen von Einsamkeit nach und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Literatur - SWR2 lesenswert
„Einsamkeit“: Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann

Literatur - SWR2 lesenswert

Play Episode Listen Later Mar 30, 2026 4:09


Einsamkeit ist schmerzlich. Arme Menschen und Alleinerziehende sind am ehesten davon betroffen. Soziale Medien stehen zumindest unter Verdacht, einsam zu machen. Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann geht Ursachen und Folgen von Einsamkeit nach und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Luhmaniac
98. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 446, K10

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Mar 28, 2026 79:51


Welche strukturellen Kopplungen Recht, Politik und Wirtschaft untereinander einrichten, hängt von der primären Differenzierungsform der Gesellschaft ab. In segmentär differenzierten (tribalen) Gesellschaften ist die primäre Differenzierungsform die Gleichheit der Stämme und ihrer Familien untereinander. Vorherrschend sind Reziprozitätsverhältnisse, die durch gegenseitigen Ausgleich praktiziert werden (schenken, teilen, Gaben, Verteilung von Überschüssen). Dementsprechend gibt es noch keine rechtsförmigen Kopplungen zwischen Recht, Wirtschaft und Politik. Stattdessen dominiert der Zusammenhang von Recht und Gewalt. Normative Erwartungen sind nur durchsetzbar, wenn sie gewaltsam verteidigt werden können (z.B. Streitigkeiten um Besitz). Eigentum ist untrennbar mit Verwandtschaftsbeziehungen verknüpft; es gibt keinen abstrakten Eigentumsbegriff. Verträge existieren nur als sofort vollzogene Transaktionen (z.B. Tausch), die keine rechtlichen Nachwirkungen haben. So kennen frühes griechisches und römisches Recht noch kein separates Eigentumsrecht, da oikos (Haushalt) und familia als soziale Einheit ausreichen. In stratifikatorischen Gesellschaften, die in Stände wie Adel/Volk geschichtet sind, ist die primäre Differenzierungsform dagegen Ungleichheit qua Geburt. Diese wird als »Gottes Wille« und »natürlich« legitimiert. Soziologisch gilt der Übergang eines Systems von einem Prinzip der Stabilität zu einem anderen als Katastrophe (Luhmann, Gesellschaft der Gesellschaft Bd. 2, S. 655). Auslöser dürften Schuldverhältnisse gewesen sein, die sich daraus ergaben, dass einzelne Familien durch den Fernhandel auf der Grundlage des Geldgebrauchs (bzw. seiner Vorläufer wie »Warengeld«) sehr viel reicher wurden als andere. Reziprozität verlangte jedoch Dankbarkeit und einen Ausgleich der Schuld. Bei steigender Ungleichheit konnte die Schuld nicht mehr anders ausgeglichen werden, als sich in den Dienst des Gläubigers zu stellen. Dienstverhältnisse entstanden, die sich dauerhaft verfestigten. Es kommt zur Schichtung. So war Griechenland zur Zeit von Platon eine Sklavenhaltergesellschaft, die alteuropäische Adelsgesellschaft geschichtet in Adel/Volk. Die Oberschicht (Adel und Klerus) genoss Privilegien in allen Funktionssystemen. Den Zugang zum Recht nutzte sie, um politische Macht und ökonomischen Reichtum zu sichern. Dementsprechend gibt es keine strukturellen Kopplungen: Die Oberschicht profitiert davon, dass Politik, Wirtschaft und Recht nicht autonom und nur formal getrennt sind. Politische Machtfragen innerhalb der Oberschicht werden schichtintern »ausgedealt«. Konflikte zwischen den Schichten (Adel/Volk) werden über Hauswirtschaft (Gutsherrschaft) geregelt. In beiden Fällen also: nicht durch ein autonomes Rechtssystem. Vollständiger Text auf https://Luhmaniac.de

Thilo Mischke - Uncovered Podcast
Sind wir einsamer als je zuvor? (m. Prof. Dr. Maike Luhmann)

Thilo Mischke - Uncovered Podcast

Play Episode Listen Later Mar 25, 2026 45:09 Transcription Available


In dieser Folge von Alles muss raus spricht Thilo Mischke mit der Psychologin und Einsamkeitsforscherin Prof. Dr. Maike Luhmann über ein Gefühl, das viele kennen und über das trotzdem oft nur ungern gesprochen wird: Einsamkeit. Gemeinsam geht es um die Frage, ob wir wirklich in einer „Einsamkeitsepidemie“ leben oder ob der öffentliche Alarm größer ist als das tatsächliche Problem. Maike Luhmann erklärt, was Einsamkeit eigentlich ist, warum sie nicht dasselbe wie Alleinsein bedeutet und wann sie für Menschen wirklich gefährlich werden kann. Außerdem sprechen die beiden über junge Menschen und steigende Belastungen, über die sogenannte „Male Loneliness Epidemic“, über soziale Medien, KI, politische Verantwortung und darüber, was jede und jeder ganz konkret gegen Einsamkeit tun kann. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus

ANTAGONÍA  teoría y cotidianidad
Habermas ha muerto: ¿y la esfera pública? + Los Óscares como espectáculo liberal | Ep. 86

ANTAGONÍA teoría y cotidianidad

Play Episode Listen Later Mar 22, 2026 56:29


Regresamos después de una pausa con dos temas que merecían esta conversación.En la primera parte abordamos los Premios Óscar: la hegemonía de Sinners y Una batalla tras otra como expresiones de una élite liberal hollywoodense que convierte la resistencia en ritual identitario sin tocar la estructura económica. ¿Qué significa que el título de la película ganadora normalice la repetición del conflicto en lugar de apuntar a una ruptura? También comentamos las declaraciones de Timothée Chalamet sobre el supuesto declive del ballet y la ópera, y por qué el medio que realmente está en crisis es el cine en sala.En la segunda parte —más extensa— tematizamos la muerte de Jürgen Habermas (1929–2025). Recorremos brevemente su biografía marcada por el nazismo y la posguerra, su relación con Adorno y la Escuela de Frankfurt, sus enfrentamientos con Heidegger, Luhmann, Derrida y Ratzinger, y su papel como intelectual público en Alemania. Discutimos tanto sus aportes —sobre todo su análisis histórico-dialéctico de la esfera pública— como sus límites: su apuesta por la democracia liberal como horizonte insuperable. Tres textos recomendados para quien quiera leerlo en serio:— Historia y crítica de la opinión pública (su tesis doctoral)— Ciencia y técnica como ideología— El discurso filosófico de la modernidad

Luhmaniac
97. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 440, K10

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Jan 12, 2026 104:38


Start des 10. Kapitels: »Strukturelle Kopplungen« sind die Form, in der Systeme Umweltbeziehungen einrichten. Herausragende Einrichtungen, über die Recht, Politik und Wirtschaft strukturell gekoppelt sind, sind Eigentum, Vertrag und Verfassung. An diesen Punkten sind sie kognitiv füreinander offen. Es kann jedoch keinen Transfer von Sinn zwischen Systemen geben, ohne die operative Geschlossenheit der Systeme aufzubrechen. Deswegen spricht Luhmann von wechselseitiger Irritation; die Systeme haben sich wechselseitig zur Umwelt, sind nicht operativ, sondern strukturell aneinander gekopppelt. Funktionssysteme wie Recht, Politik und Wirtschaft sind zwar operativ geschlossen: Sie reproduzieren die Elemente (Kommunikationen), aus denen sie bestehen, ausschließlich selbst (Autopoiesis). Dies erfolgt auf der Basis zweiwertiger Codes, die alle Entscheidungen im System anleiten und wie ein Filter wirken. (Im globalen Kommunikationssystem des Rechts sind dies die Unterscheidung von Recht/Unrecht, in der Politik: machtüberlegene/ machtunterlegene Kommunikation, in der Wirtschaft: zahlen/nicht zahlen.) Die Theorie sozialer Systeme unterscheidet operative und strukturelle Kopplungen. Operative Kopplungen gibt es in zwei Varianten. a) Dauerhafte operative Kopplungen innerhalb des Systems = Autopoiesis. Systeminterne Operationen schließen an systeminterne Operationen an. Die Systeme operieren (entscheiden) autonom. Kein System kann in seiner Umwelt operieren! Z.B.: Nur ein Gericht kann Recht sprechen. Nur die Politik kann Gesetze erlassen. Ein Wirtschaftsunternehmen mag versuchen, Einfluss auf Politiker zu nehmen. Es kann jedoch nicht im Parlament mit abstimmen. 
b) Kurzzeitige operative Kopplungen zwischen System und Umwelt: Dabei handelt es sich um Ereignisse, die für die zeitliche Dauer ihres Ablaufs für mehrere Systeme identisch sind. Z.B.: Die Zahlung einer Rechtsverbindlichkeit betrifft gleichzeitig das Wirtschaftssystem. Systemintern hat das Ereignis jedoch jeweils eine andere Vergangenheit, und es erzeugt unterschiedliche Zukünfte. Das Recht hat damit eine Verbindlichkeit erledigt. Die Wirtschaft hingegen verbucht den Zahlungseingang im Hinblick auf Zukunftsfragen, wofür es das Geld investieren wird. Das Ereignis »Zahlung« ist zwar für beide Systeme identisch. Es wird jedoch unterschiedlich verarbeitet. Jedes System operiert in seiner Eigenzeitlichkeit. Im Gegensatz dazu sind strukturelle Kopplungen dauerhafte Kopplungen zwischen Systemen. Die Punkte, an denen dies geschieht, werden abstrakt »Einrichtungen« genannt. Z.B. ist das Gehirn über Augen und Ohren strukturell mit seiner Umwelt gekoppelt. Strukturelle Kopplung ist eine Zwei-Seiten-Form, das heißt: eine Unterscheidung. Wie jede Unterscheidung, schließt sie etwas ein (das, was gekoppelt werden soll) – und zugleich schließt sie alles andere aus! Durch Unterscheidungen limitiert ein System also das Spektrum dessen, was es in der Umwelt als systemrelevant erachtet – und was nicht. Z.B. nehmen Zellmembranen nur bestimmte Arten von Ionen auf – andere nicht. Die Beschränkung auf wenige Einrichtungen ist die Voraussetzung dafür, dass Systeme ihrer Umwelt gegenüber resonanzfähig sind. Das System kann die gesamtgesellschaftliche Komplexität ignorieren und sich auf das Management weniger Unterscheidungen beschränken. Diese Reduktion von Komplexität ist die Bedingung dafür, systemintern Komplexität aufbauen zu können. Strukturelle Kopplungen trennen und verbinden Systeme also gleichzeitig. In zeitlicher Hinsicht bedeutet das: Es gibt ein analoges Prozessieren – und ein digitales. Analog heißt: Die Systeme existieren gleichzeitig in einer für sie identischen Zeit. Systemintern prozessieren sie jedoch digital. Digitalisierung bedeutet die Einführung von zweiwertigen Unterscheidungen in das Analoge. ... Vollständiger Text auf Luhmaniac.de

Luhmaniac
96. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 434, K09

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Dec 10, 2025 62:59


Gerade weil Politik und Recht eng zusammenhängen, weist die Theorie sozialer Systeme auf ihre unterschiedlichen Systemreferenzen hin. Ein Beobachter kann zwar erkennen, dass sich politische und rechtliche Operationen (Kommunikationen) gegenseitig bedingen und aufeinander auswirken. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Systeme eine Einheit bilden würden. Die Theorie sozialer Systeme geht von getrennten Systemen aus und macht das u.a. an folgenden Begriffen fest. Beide Funktionssysteme vollziehen ihre Autopoiesis (Selbstreproduktion) in jeweils operativer Geschlossenheit. D.h., die Kommunikation unterscheidet laufend, ob sie dem eigenen Netzwerk zuzuordnen ist oder nicht. Ausschlaggebend ist, ob die Kommunikation den eigenen Code berührt. Codes sind binäre (zweiwertige) Leitunterscheidungen. Beide Systeme verwenden unterschiedliche Codes. In der Politik dreht sich alles um die Unterscheidung von machtüberlegener/machtunterlegener Kommunikation. (Milder ausgedrückt: Die Kommunikation unterscheidet Regierende/Regierte, Regierung/Opposition, Amtsmacht/keine Amtsmacht.) Die leitende Unterscheidung des Rechtssystems ist dagegen: Recht/Unrecht. Zusätzlich wird differenziert, ob ein Fall gleich/ungleich ist. Auf diese Weise überprüfen beide Systeme laufend im Prozess der Kommunikation, wo die Grenze des jeweils eigenen Systems zur Umwelt verläuft. Sie konstruieren sich selbst als System in Differenz zur Umwelt (System-Umwelt-Differenz). Beide pflegen rekursive (rückbezügliche) Netzwerke. Die Kommunikation bezieht sich auf Begriffe mit unterschiedlicher politischer/rechtlicher »Vorgeschichte« zurück. Bereits in der Vergangenheit haben politische/rechtliche Kommunikationen auf unterschiedliche Weise Bezug auf Begriffe genommen – zu verschiedenen Zeitpunkten und in verschiedenen Kontexten. Jede dieser früheren Kommunikationen hat ihren eigenen Zeithorizont, ihre eigene Begriffs-Vernetzungsgeschichte. Z.B.: Bundestagsdebatten und rechtswissenschaftliche Studien zum Begriff der Souveränität. Durch Verweisen auf Begriffe werden Kommunikationen (die bereits in der Vergangenheit vernetzt waren) in der Gegenwart neu miteinander vernetzt. Es wird ein jeweils spezifisch rechtlicher/politischer Sinn erzeugt. (Sinn bedeutet: Verweisen auf anderes.) Kurz, ein Beobachter kann zwar erkennen, dass ein Akt wie das Erlassen eines Gesetzes beide Systeme gleichzeitig »betrifft«. Der Sinn, der sich daraus für Politik und Recht ergibt, war und ist jedoch nicht derselbe. Beide Systeme verfolgen unterschiedliche Programme. Die Politik operiert mit Zweckprogrammen (Um-zu-Konstruktionen dienen der Zweckverfolgung, dem Erreichen eines Ziels). Das Recht nutzt Konditionalprogramme (Wenn-dann-Konstruktionen: Jeder Sachverhalt wird an Bedingungen geknüpft. Mehrere Bedingungen können durch und/oder-Konstruktionen verknüpft werden.) Die Operationsweisen beider Systeme sind nicht aneinander anschlussfähig. Simpelstes Beispiel: Das Gericht kann kein Gesetz erlassen, die Politik kein Rechtsurteil sprechen. Dass Recht und Politik keine Einheit bilden, zeigt sich auch darin, dass sie in der Übergangsphase (16. bis 19. Jh.), in der sie sich voneinander und von der Kirche abgegrenzt haben und autonom wurden, kein einheitliches Symbol finden konnten, um die behauptete Einheit einheitlich zu erklären. Das Recht verweist auf die Geltung des Rechts. Der Geltungsbegriff umfasst sowohl die Rechtsgültigkeit des Gerichtsurteils als auch die Geltung der von der Politik erlassenen Gesetze. Also: beide Systeme. Die Politik verweist dagegen auf den Staat und damit auf die Gewaltenteilung zwischen Judikative (Rechtsprechung) und Legislative (Rechtsetzung; wobei auch die Exekutive der Politik unterstellt ist). (Dies schließt nicht aus, dass auch das Recht den Staatsbegriff benutzt.) Man sucht also Einheit und entdeckt Differenz. Die behauptete Einheit blieb zwangsläufig rätselhaft. (>> Fortsetung luhmaniac.de)

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf
PSD 319 FALSIFIZIERUNG – warum auch die beste Wissenschaft keine Wahrheit findet, wie Popper und Luhmann dasselbe anders meinen und was Unternehmen daraus lernen können.

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf

Play Episode Listen Later Dec 8, 2025 19:26


Wahrheit gilt als Ziel der Wissenschaft – doch Karl Popper stellte diese Idee radikal infrage. Seine Falsifizierung macht Schluss mit der Vorstellung, dass Forschung Wahrheit findet. Niklas Luhmann ergänzt: Wissenschaft kommuniziert Wahrheit, sie erzeugt sie nicht. Diese Episode zeigt, warum beide Ansätze sich nicht widersprechen – und wie das Denken in Hypothesen, Irrtum und Viabilität zu einem wirksamen Prinzip für unternehmerische Entscheidungen werden kann. Wenn du mehr zu mir oder zu meinem Business erfahren möchtest, dann schaue hier: https://www.servicearchitekt.com

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf
PSD 318 AUTOPOIESIS – Maturana und Varela zeigen, dass sich lebendige Systeme selbst erschaffen und ihre eigenen Grenzen ziehen - Luhmann zeigt den Zusammenhang zwischen Denken, Körper und Kommunikation und dessen ganzheitliche Potentiale.

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf

Play Episode Listen Later Dec 1, 2025 19:01


Autopoiesis gilt als Herzstück systemischen Denkens – doch was bedeutet es wirklich, wenn Systeme sich selbst erzeugen? Diese Episode zeigt, wie Maturana und Varela den Begriff prägten, wie Luhmann ihn auf Psyche und Kommunikation übertrug und warum die Trennung von Mensch und sozialem System kein kaltes Denken, sondern eine scharfe Analyse ermöglicht. Ein Plädoyer für die Kunst, das Ganze zu sehen – ohne das Ganze zu verwechseln. Wenn du mehr zu mir oder zu meinem Business erfahren möchtest, dann schaue hier: https://www.servicearchitekt.com

Luhmaniac
95. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 431, K09

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Nov 12, 2025 57:33


Luhmanns Hypothese lautet, dass Politik und Recht zwei autonome, operativ geschlossene Funktionssysteme sind. In Abschnitt IV untersucht er hierfür weitere Anhaltspunkte. So geht er der Frage nach, wie Lobbyismus zu bewerten ist: Wie hoch ist der Einfluss von JuristInnen auf das politische System? Anmerkung: Das ist heute besser erforscht als zur Entstehungszeit des Buches vor rund 30 Jahren. In vielen Ländern gibt es Lobbyregister. Mit Studien belegen Nicht-Regierungsorganisationen regelmäßig, mit welchen Lobby-Etats Interessenverbände Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen. In Deutschland z.B. LobbyControl, auf EU-Ebene das Corporate Europe Observatory. Nicht selten werden ganze Textpassagen von externen »ExpertInnen« in Gesetzestexte übernommen, teils im Wortlaut. Ohne Zweifel ist der »legislative Fußabdruck« heute besser dokumentiert als in den 1990er-Jahren. Hauptauftraggeber für juristische (Lobby-)Aktivitäten sind Wirtschaftskonzerne, allen voran die Finanzlobby. Die Erforschung von Kontaktnetzwerken hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Netzwerk- und Diskursanalysen nehmen zu. Luhmanns Frage ist jedoch: In welchem Funktionssystem wird der juristische Einfluss tatsächlich wirksam? Die Entscheidung, einen von JuristInnen verfassten Text in ein Gesetz zu übernehmen, ist eine politische. Das Risiko, damit womöglich gegen geltendes Recht zu verstoßen, trägt der Gesetzgeber allein. JuristInnen mögen die Texte entworfen haben. Die Frage ist jedoch, ob sie überhaupt politische Kontakte pflegen. Häufig vermitteln »Politikberater« die juristische Expertise an die Politik weiter. Ausschlaggebend sind persönliche Beziehungen, um überhaupt Kontakt in Entscheidungskreise des politischen Systems zu erlangen. Juristische Expertise wird natürlich vorausgesetzt. Entscheidend ist jedoch, wie gut ein Akteur mit der Politik vernetzt ist. Eben da setzen LobbyistInnen an. Für die Politik ist zudem die Frage wichtig: Welche Bedeutung hat ein Interessenträger, der JuristInnen beauftragt mit dem Ziel, politischen Einfluss zu nehmen? Eine derartige »Verwendung« von Anwälten ist jedenfalls eher dem politischen System zuzuordnen als dem Rechtssystem. Kurz, der bloße Status »Jurist« ist als alleiniges Kriterium nicht aussagekräftig genug. Man kann damit eine Kommunikation nicht zweifelsfrei Politik oder Recht zuordnen. Wären Politik und Recht eine Einheit, müsste es umgekehrt denkbar sein, dass rechtsdogmatische Erfindungen innerhalb der Parteipolitik zum Thema werden können. Anhand der juristischen Beispielthemen »Anscheinsvollmacht« und »culpa in contrahendo« erscheint es jedoch unwahrscheinlich, dass der Gesetzgeber sich mit solchen juristisch zu entscheidenden Problemlagen befassen würde. Doch selbst wenn er es täte, ist anzunehmen, dass Gerichte derartige Problemstellungen systemintern weiterentwickeln würden. Nachdem der IV. Abschnitt die These von der operativen Geschlossenheit beider Systeme untermauert, will Luhmann im Folgenden überprüfen, ob diese These widerlegbar ist, sowohl von der politischen als auch von der rechtlichen Seite aus. Denn selbstverständlich sind die Kommunikationssysteme Politik und Recht füreinander offen – jedoch nur auf der kognitiven Ebene. Das bedeutet, beide Systeme sind füreinander Umwelt und nehmen jeweils Informationen aus der Umwelt auf. Verarbeitet werden solche »externen Fakten« jedoch systemintern, in operativer Geschlossenheit. Dies erfolgt anhand der inneren Codierung: Im Recht dreht sich alles um die Unterscheidungen von Recht/Unrecht sowie gleicher/ungleicher Fall. In der Politik läuft jede Entscheidung durch den Filter, ob sie mehr/weniger Macht bedeuten könnte. Dieses Verhältnis von operativer Geschlossenheit und kognitiver Offenheit bringt der Terminus »strukturelle Kopplung« zum Ausdruck. Strukturelle Kopplung wird in Kapitel 10 Thema sein. Darauf bereitet der IV. Abschnitt allmählich vor.

Bauherren Podcast Schweiz
Wir testen die begehbare und unbrennbare Aufsparendämmung von Isover an der Holz in Basel - mit Aurélien Luhmann von Isover #470

Bauherren Podcast Schweiz

Play Episode Listen Later Oct 31, 2025 9:13


Das hast du über Isover noch nie gehört! Wir waren an der Holzmesse Basel 2025 zu Besuch bei Aurelien von Isover. Ein Schweizer Traditionsunternehmen, das seit 1937 innovative Dämmstoffe aus 80 % Recyclingglas entwickelt. Hier erfährst du, wie Nachhaltigkeit, Innovation und Schweizer Qualität in der Dämmstoffproduktion neu gedacht werden. Entdecke die Highlights direkt vom Messestand:  ISORIGID – die unbrennbare, begehbare Aufsparrendämmung für den Holzbau  Lanaé Produktlinie – Dämmung mit natürlichen, zuckerbasierten Bindemitteln  Neue Einblaswolle – leicht, effizient & ohne Setzungen  Akustiklösungen – spürbarer Schallschutz live im Akustiktunnel Hier gehts zur Isover Website: https://www.isover.ch/de  Hier geht's direkt zum Isover Youtube Kanal: https://www.youtube.com/@saint-gobainisoversasuisse5780  Wenn du im Holzbau, Dachbau, Innenausbau oder der Architektur tätig bist, darfst du dieses Video nicht verpassen.

Luhmaniac
94. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 426, K09

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Oct 22, 2025 87:12


Welche Rolle spielt der Faktor Zeit für die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umgangs mit Recht? Operativ geschlossene Funktionssysteme wie Politik, Recht und Massenmedien entwickeln Eigenzeitlichkeiten. Das Tempo, in dem Entscheidungen getroffen werden, variiert von System zu System. Zugleich folgt jedes Funktionssystem einem zweiwertigen Code, der alle Entscheidungen anleitet. In der Politik ist dies die Frage: Regierung oder Opposition? (Eine Unter-Codierung der Unterscheidung: machtüberlegene/machtunterlegene Kommunikation.) Das Rechtssystem operiert entlang der Unterscheidung von Recht/Unrecht sowie gleicher/ungleicher Fall. Die Massenmedien wählen aus, ob sie informieren/nicht informieren, anhand der Frage: Ist der Sachverhalt neu? D.h.: Welcher Sachverhalt pro System ausgewählt wird, um erinnert oder für zukünftige Entwicklungen eingeschätzt zu werden (Antezipation), variiert ebenfalls. Gleiches gilt für die Fragen: Welche Unterscheidungen werden dabei zugrunde gelegt? Und in welcher normativen Form vollzieht sich der Entscheidungsfindungsprozess? Wenn Kommunikation systemübergreifend organisiert werden muss, fallen zeitliche Verzögerungen zwischen den Systemen besonders auf. Z.B.: Die Wirtschaft prescht vor – die Wissenschaft sammelt noch Daten aus der Vergangenheit. Besonders bedeutsam ist der Faktor Zeit im Verhältnis von Rechtsetzung durch den Gesetzgeber und Rechtsprechung durch Gerichte. Politik steht unter Zeitdruck. Sie managt Entscheidungsfindungsprozesse mit Machtkalkül: Entscheidungen werden beschleunigt – oder verzögert. Im Vergleich dazu agiert das Rechtssystem behäbig, insbesondere Gerichte. Hier muss jeder Einzelfall sorgfältig begründet werden. Zugleich sind potenzielle Auswirkungen auf gleichartige Fälle in der Zukunft mit einzuschätzen. Diese können die Struktur des gesamten Rechtssystems verändern. Es gibt also eine Zeitdifferenz im Umgang mit Recht: Dass Rechtsprechung »langsam« ist, wird durch die Möglichkeit »schneller« Rechtsetzung gesamtgesellschaftlich ausgeglichen. Wie das Verhältnis von Politik und Recht beobachtet und beschrieben wird, ist wiederum von der Präferenz der Massenmedien für Neues geprägt. Die Auswahl von Informationen anhand dieses Kriteriums bedeutet soziologisch eine Wahrnehmungstäuschung. Über neue Gesetze wird laufend berichtet, selten über ihre Auswirkungen/Nicht-Auswirkungen im Alltag. Luhmann spricht hier von »optischen Schwierigkeiten«, Politik und Recht als getrennte Systeme zu sehen. Die Fokussierung der Berichterstattung auf neue Gesetze dürfte dazu beigetragen haben, dass Politik und Recht lange Zeit als Einheit begriffen wurden, in der die Gesetzgebung hierarchisch über der Rechtsprechung zu stehen schien. Für die These, dass Politik und Recht zwei operativ geschlossene Systeme sind, spricht auch die Art und Weise, in der die Verwaltung gesetzliche Vorgaben »umsetzt«. Als Subsystem der Politik ist die Verwaltung an das Recht gebunden. In der Praxis managt sie ihre Aufgaben jedoch nicht juristisch, sondern: orientiert an politischen Zielvorgaben, in der Form eines Problem-Lösung-Verhaltens. Auf Umsetzungsprobleme reagiert der Gesetzgeber erst dann juristisch, wenn Gesetzesverstöße in größerem Stil auffällig werden, also eine Dauerdevianz (ständige Abweichung) vom Sollverhalten beobachtbar wird. Ein (unspektakulärer) Einzelfall löst noch keine Gesetzesänderung aus.

Carl-Auer Sounds of Science
#10 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Die Wirkstatt der Veränderung

Carl-Auer Sounds of Science

Play Episode Listen Later Oct 16, 2025 43:31


In der Abschlussfolge des „Erkenntnistheoretischen Führerscheins“ sprechen Fritz Simon und Andreas Kollar über Selbstorganisation, Macht und die Dynamik von Veränderung. Was heißt es, Systeme zu beeinflussen, ohne sie zu zerstören? Wann wird Beratung paradox? Und warum ist Ambivalenz vielleicht die wichtigste Haltung überhaupt? Zwischen Eiffelturm-Experiment, Ampelmetapher und Führerscheinfazit wird klar: Zieldienlich und nachhaltig beeinflussen kann man Systeme nur, wenn man sie versteht: als selbstorganisierte, lernende Gebilde. Inhalte der Episode • Selbstorganisation verstehen Warum Selbstorganisation der Normalfall ist und Organisation der Versuch, sie zu begrenzen. • Von Fremd- zu Selbststeuerung Kindergärtnerin, Ampel & Wolke: Beispiele für Systeme, die sich selbst ordnen (oder ordnen lassen). • Gleichgewicht & Intervention Fritz' Betonplatten-Experiment auf dem Eiffelturm: Wie jede Intervention Gegenbewegungen auslöst • Ambivalenz als Profession Der Berater als Anwalt der Ambivalenz: Veränderungen begleiten, ohne den Erhalt zu gefährden. • Nicht-normativ beraten Systemisches Denken bedeutet: neugierig bleiben, Sinn annehmen, statt Pathologie zu unterstellen. • Macht & Einfluss Warum Macht kein Makel ist, sondern ein unvermeidliches Strukturmerkmal sozialer Systeme. An Schulhöfen ebenso wie in Vorstandsetagen. • Machtbeziehungen erkennen „Wer braucht wen mehr?“ – eine einfache Formel zur Beobachtung subtiler Abhängigkeiten. • Organisation & Lernen Warum Trainings wenig verändern, solange die Organisation gleich kommuniziert • Kerngruppen & systemischer Wandel Warum man Systeme nicht allein verändern kann, sondern Mitspieler mit derselben inneren Landkarte braucht. • Der Führerschein-Fazit Theorie ist nur nützlich, wenn sie praktisch wird: Plausibilität, Kontext und Handlungsanleitung schlagen Tiefenbohrung. Takeaways • Selbstorganisation ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. • Jede Intervention erzeugt Gegenkräfte und damit neue Dynamik. • Ambivalenz ist kein Fehler, sondern das Herz jeder Veränderung. • Macht ist unvermeidlich! Entscheidend ist, wie sensibel man damit umgeht. • Theorie braucht Praxisübersetzung, nicht Tiefenbohrung. • Kommunikation verändert Systeme, nicht Einzelne. Markante Zitate • „Selbstorganisation ist die Ausgangslage. Organisation ist der Versuch, dagegen zu arbeiten.“ • „Ich bin Anwalt der Ambivalenz.“ • „Wer normativ unterwegs ist, sollte in einer Missionsstation arbeiten.“ • „Macht ist kein Schimpfwort, sie strukturiert Beziehungen.“ • „Wer braucht wen mehr? Das ist die Formel für Machtbeziehungen.“ • „Man sollte nie allein versuchen, ein System zu verändern.“ • „Organisation ist der Versuch, Ordnung hineinzubringen. Selbstorganisation ist der Normalfall.“ • „Ich habe mich immer als Anwalt der Ambivalenz verstanden.“ • „Wer keine Sensibilität für Macht hat, sollte im Garten arbeiten, aber nicht als Berater.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Simon, Fritz B. (2006): Gemeinsam sind wir blöd!? Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. Simon, Fritz B. (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. Watzlawick, Paul (1974): Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels. Bern: Huber. Maturana, Humberto & Varela, Francisco (1987): Der Baum der Erkenntnis. Bern: Scherz Verlag. Luhmann, Niklas (1984): Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf
PSD 310 ANALYSEWERKZEUGE – warum NIKLAS LUHMANN die funktionale Analyse nutzt und warum sieben weitere Methoden (kausal, teleologisch, historisch, strukturell, hermeneutisch, kritisch, kybernetisch) dein Organisations-Denken schärfen.

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf

Play Episode Listen Later Oct 6, 2025 25:38


Nur auf die „Ursachen“ zu schauen, macht blind. Luhmann zeigt in seinem Buch Vertrauen, wie die funktionale Analyse Phänomene als Leistungen fürs System lesbar macht. Dazu lernst du sieben ergänzende Werkzeuge kennen – von der Kausal- bis zur Kybernetik-Analyse. Damit untersuchst du z.B. Phänomene wie Macht, Konflikte, Hierarchien, Motivation und Kultur präziser – ohne in Moral oder simple Schuldfragen zu kippen. Nächste Episode: der Deep Dive der funktionalen Analyse. Wenn du mehr zu mir oder zu meinem Business erfahren möchtest, dann schaue hier: https://www.servicearchitekt.com

Carl-Auer Sounds of Science
#6 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Sprache, Bedeutung & die Logik des Erkenntnisverkehrs

Carl-Auer Sounds of Science

Play Episode Listen Later Sep 18, 2025 38:48


In Folge 6 vertiefen Fritz Simon und Andreas Kollar das Thema Sprache im Kontext von Erkenntnisprozessen. Was unterscheidet Beschreibung, Bewertung und Erklärung? Wie entstehen Bedeutungen im Gebrauch? Und warum braucht man für manche Worte eigentlich einen Waffenschein? Zwischen Paradoxie-Maschine, Busunfall und Wittgenstein geht es um die Frage, wie Sprache Realitäten erschafft, begrenzt – oder verflüssigt. Inhalte der Episode • Widerstand als Paketbegriff Wie Begriffe in der Beratung Bedeutung verdichten: Beschreibung, Bewertung, Erklärung werden oft vermischt. • Dreifache Unterscheidung Wirklichkeitskonstruktionen lassen sich differenzieren: Beschreiben (Was geschieht?), Erklären (Warum?), Bewerten (Wie ist das?). • Wirkung durch Wortwahl Worte tragen implizite Bedeutungen. Die Zuschreibung von Kausalität beeinflusst Entscheidungen (Medikamente vs. neuer Job). • Sprache schafft Wirklichkeit Begriffe sind Rorschach-Tests. Bedeutung ist weder festgelegt noch beliebig – sie entsteht im Gebrauch. • Konfliktebene Sprache In Konflikten weiß man oft nicht, worauf der andere reagiert: auf das Gesagte, das Gemeinte oder das Gehörte? • Die Logik der Sprache vs. die Logik des Lebens Sprachliche Paradoxien führen zu Oszillationen. Prozesse verlaufen anders als Aussagen. • Paradoxie-Maschine Eine selbstgebaute Lampe mit Lichtsensor erzeugt eine technische Paradoxie: an-aus-an-aus. Wie viele Konflikte auch. • Weiche vs. harte Realitäten Psychische Realität ist veränderbarer als physische, aber nicht beliebig formbar. Veränderung braucht Kontext. • Geschichten vs. Theorien Theorien objektivieren. Geschichten erzeugen Identifikation. Beratung verändert oft die erzählte Dramaturgie. • Sprachverkehr als Beziehungsgeschehen Worte sind nie neutral. Sie treffen, verletzen, bewegen. Bedeutung entsteht relational, nicht lexikalisch. Takeaways • Sprache transportiert immer auch Bewertungen und Erklärungen – oft unbewusst. • Beschreibung, Erklärung, Bewertung müssen unterschieden werden, um gezielt intervenieren zu können. • Sprachlogik erzeugt Realitäten - auch paradoxe. • Geschichten wirken länger als Theorien. • Worte haben Wirkung: "Ein falsches Wort kann eine Beziehung beenden." Markante Zitate • "Begriffe sind wie Pakete. Man muss sie manchmal entwirren, bevor man sie verstehen kann." • "Wenn ich meine Kinder positiver bewerte, erkläre ich ihr Verhalten anders." • "Die Logik der Sprache erlaubt Paradoxien – die Logik der Zeit nicht." • "Ein falsches Wort kann eine Beziehung beenden." • "Der Gebrauch bestimmt die Bedeutung der Worte." (Wittgenstein) Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Ludwig Wittgenstein (1953): Philosophische Untersuchungen. Suhrkamp. Berghaus, B. (2020): Luhmann leicht gemacht. Eine Einführung in die Systemtheorie. UTB. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

Luhmaniac
93. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 422, K09

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Play Episode Listen Later Sep 13, 2025 69:58


Was bedeutet der Begriff des Rechtsstaats aus rechtlicher, politischer und soziologischer Perspektive? Der Begriff Rechtsstaat ist ein Klammerbegriff: Er klammert zwei Begriffe und deren Sinngehalte zu einem gemeinsamen neuen zusammen (auch Frame genannt, engl.: Rahmen). Interpretiert werden kann der Begriff politisch oder rechtlich – oder aus der Perspektive eines Beobachters, der beobachtet, wie Politik und Recht den Begriff jeweils für sich interpretieren. Letzteres ist eine Beobachtung zweiter Ordnung. Aus dieser Perspektive der Soziologie lässt sich feststellen: Das Recht ist in der Lage, politische Gewalt zu begrenzen. Die Politik ist jedoch in der Lage, das Recht für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Beide Bestrebungen sind gegenläufig. Dass es gelungen ist, sie zu verbinden, lässt sich als zivilisatorische Errungenschaft feiern. Für das Recht darf niemand über dem Gesetz stehen, auch nicht der Gesetzgeber. Rechtsstaatlichkeit (rule of law) herrscht allein dadurch, dass das Gesetz (law) gilt. Gesetz und Rechtsstaatlichkeit sind für das Recht also dasselbe – eine Tautologie, weil die Unterscheidung beider Begriffe für das Recht keinen Unterschied ergibt. Wie umfassend dieser Anspruch des Rechts auf Geltung ist, zeigt sich darin, dass das Recht auch das »Unbestimmbare« noch bestimmt, nämlich als vom Recht vorgesehene Freiheit. Dabei handelt es sich um Entscheidungsfreiheiten von Funktionssystemen wie der Wirtschaft, ebenso wie um Klagerechte von natürlichen und juristischen Personen, mit denen das Recht den Umgang mit sich selbst festlegt. Indem das Recht universelle Relevanz beansprucht, kam es im 19. Jahrhundert zu einem juristisch geprägten Staatsbegriff. Die deutsche Lehre vom Rechtsstaat betonte die Bindung der Verwaltung an das Gesetz. Die Frage, wie die Politik das Recht instrumentalisiert, um Meinungen zu verdichten, Mehrheiten zu gewinnen und Macht zu erlangen, wurde kaum thematisiert, weswegen die Lehre als »machtfern« gilt. Aus politischer Perspektive ist das Recht ein Instrument, welches es erst möglich macht, politische Ziele zu verwirklichen. Durch Gesetzgebung verrechtlicht die Politik politische Probleme – und wird sie dadurch los. Von da an muss das Problem rechtlich weiterbehandelt werden. D.h., es wird entpolitisiert. Diese Vorgehensweise des Weiterreichens von Politik an Recht betrifft nicht nur Parlamente, sondern auch Verwaltung (Ministerialbehörden) und Staatsverträge zwischen Staaten. Die soziale Funktion der Politik ist es, kollektiv bindende Entscheidungen zu treffen, also: Gesetze zu erlassen. Die Entscheidung muss jedoch rechtskonform sein. In der Regel prüfen darum JuristInnen vorab die Rechtslage. Auch dabei handelt es sich jedoch um eine Operation des Rechts, nicht der Politik. Und an dieser Stelle ist es möglich, dass das politische System – aus Machtgründen – Risiken eingeht. Risiko verweist auf Überschreiten der Systemgrenze. Um zu verstehen, wie die Politik das Recht instrumentalisiert, verweist Luhmann auf die Differenz zwischen Medium und Form im Rechtssystem. Das Medium ist die Norm. An die Einhaltung rechtlicher Normen ist die Politik gebunden. Um eine Norm zu reproduzieren, braucht es jedoch eine Form. Diese Form bestimmt und ändert die Politik, indem sie auswählt, auf welches geltende Recht sich der Gesetzesentwurf bezieht, wie das Recht interpretiert wird, welche Argumente ausgewählt und mit welchen Unterscheidungen sie begründet werden. All dies bietet Möglichkeiten, politische Ziele zu verwirklichen. Vollständiger Text auf Luhmaniac.de

Carl-Auer Sounds of Science
#5 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Kommunikation und der „Erkenntnisverkehr“

Carl-Auer Sounds of Science

Play Episode Listen Later Sep 11, 2025 38:02


In Folge 5 sprechen Fritz Simon und Andreas Kollar über die zentrale Rolle von Kommunikation beim „Erkenntnisverkehr“. Was passiert, wenn niemand losfährt? Warum ist Sprache nicht gleich Bedeutung? Und wie lernen wir eigentlich, Regeln zu befolgen, ohne sie je erklärt bekommen zu haben? Ein Streifzug durch Luhmann, Alltag, Fußball und Weltpolitik. Inhalte der Episode • Kommunikation ≠ Sprechen Kommunikation ist mehr als Sprechen: Erst wenn eine Äußerung verstanden und in Anschlussverhalten überführt wird, findet Kommunikation im systemtheoretischen Sinn statt. • Verstehen zeigt sich im Tun Nicht Harmonie, sondern Anschluss ist der Marker für Verstehen. Ob am Fußballfeld, an der Kreuzung oder im Therapieraum: entscheidend ist, dass die Interaktion weitergeht. • Kontext macht Bedeutung Zeichen haben keinen eingebauten Informationsgehalt. Bedeutung entsteht durch situative Interpretation: durch geteilte Geschichte, Körpersprache und kulturelle Rahmung. • Sprache als schöpferischer Prozess Spracherwerb ist kein Lernen im schulischen Sinn, sondern ein kreativer Rekonstruktionsprozes. Kinder beobachten, abstrahieren, kombinieren und erzeugen Regeln durch Fehler. • Soziales Regelwissen durch gelebte Praxis Regeln werden nicht primär gelehrt, sondern über Affekte, Korrekturen und soziale Rückmeldung verkörpert. Ob in Familien, Betrieben oder auf der Straße: Man merkt, was „man tut“. • Missverstehen ist Standard, nicht Ausnahme Menschen begegnen einander als Rorschach-Test. Projektion ist unvermeidbar. Kommunikation gelingt oft trotz Missverstehen, solange sie nicht abreißt. • Deutungshoheit in der öffentlichen Kommunikation Begriffe steuern Realitäten. Wer „Migrationsflut“ sagt, setzt andere Maßnahmen als jemand, der von „Fachkräftezuwanderung“ spricht. Politik ist ein Kampf um Narrative. • Kartenlesen statt Wahrheitssuche Information ist nie neutral. Entscheidend ist, ob sie zur aktuellen Orientierung passt. Gute Navigation heißt, passende Karte für den Zweck, nicht objektive Wahrheit zu finden. Takeaways • Kommunikation beginnt mit Anschluss, nicht mit Absicht. • Bedeutung entsteht durch Kontext, nicht durch Worte. • Spracherwerb ist kreatives Nach-Erfinden, nicht bloßes Lernen. • Regeln werden verkörpert, nicht nur erklärt. • Klarheit braucht Nachfragen – vor allem in Beratung & Therapie. • Informationen schaffen Wirklichkeiten, nicht nur Abbildungen. Markante Zitate • „Du brauchst immer zwei: Einer, der etwas sagt, und einer, der es versteht – oder etwas versteht.“ • „Sprache ist nichts, was man eintrichtert. Man muss sie erfinden.“ • „Handlungen haben keine Bedeutung. Bedeutung entsteht durch Zuschreibung.“ • „Die größte Verkümmerung liegt nicht in der Sprache, sondern im Kontext ihrer Anwendung.“ • „Wenn wir kommunizieren, spielen wir permanent stille Post – nur mit mehr Kontextverlust.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp. Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Fritz B. Simon: Gemeinsam sind wir blöd!? Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten. Carl-Auer. Luc Ciompi (2019): Affektlogik. Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung. Carl-Auer. Beispiele aus: FAZ, New York Times, Welt, Bild, Taz, Tagesspiegel u. a.

THE HUGE SHOW
The Huge Show - Hope Football Interview - Seth Luhmann 08-26-25

THE HUGE SHOW

Play Episode Listen Later Aug 26, 2025 6:10


We were joined by Hope Football player Seth Luhmann. He talked about why he wanted to play at Hope, talked about the team and the amazing community at Hope, and more. See omnystudio.com/listener for privacy information.

Luhmaniac
92. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 414, K09

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Aug 10, 2025 97:23


Der Begriff Rechtsstaat scheint auszudrücken, dass Politik und Recht ein einheitliches System wären. Die Theorie sozialer Systeme kann jedoch analytisch aufzeigen, dass es sich um zwei operativ geschlossene Systeme handelt. Bereits die Entstehung des Begriffs setzt Gewaltenteilung voraus und damit gegenseitige Anerkennung von Autonomie. Am Widerstandsrecht lässt sich nachvollziehen, wie beide Systeme ihre Ansprüche auf Autonomie verteidigen. Aus Perspektive der Politik ist ein Staatsbürger, der sich mit Berufung aufs Recht in die Politik einmischt, ein Friedensstörer. Aus Perspektive des Rechts darf jedoch niemand, auch nicht der Gesetzgeber, über dem Recht stehen. Sonst gäbe es kein Recht. Diese Auffassung führte zur Entwicklung der civil rights im Common Law. Dass die Systeme sich Machtkämpfe liefern, bestätigt nur ihre operative Geschlossenheit. Sie verteidigen dann jeweils ihren Anspruch darauf. Rechtsstreitigkeiten um dieses Thema führten dazu, dass der Begriff Rechtsstaat nach der Französischen Revolution 1789 zunehmend als Beobachtungsschema verstanden werden konnte. Die Verkettung der beiden Begriffe zu einem gemeinsamen neuen Denkrahmen fordert dazu auf, das Verhältnis zwischen Politik/Recht zu beobachten. Also: gegenseitige Bedingungen und Wechselwirkungen. (Luhmann zitiert hier in Fußnote 17 Novalis, 1795/96, u.a. mit dem Satz: »Jedes ist nur das auf seinem Platz, was es durch den anderen ist.«) Das Ziel ist damit nicht mehr Konsens, der mithilfe von Kriterien wie Vernunft erreichbar wäre. Stattdessen gibt der Begriff Rechtsstaat vor, dass die Systeme ihr Verhältnis zueinander jeweils autonom beschreiben müssen. Im Zentrum stand hier stets die Differenz von Notwendigkeit und Freiheit. Um Freiheit zu gewährleisten, muss sie notwendigerweise durch Gesetze eingeschränkt werden. Die Durchsetzung von Gesetzen verantwortet dann die Exekutive, die Durchsetzung von Gerichtsurteilen die Judikative, jeweils in einem als Nationalstaat begriffenen Territorium. Um Widerstand gegen als ungerecht empfundene Herrschaft in politisch und rechtlich akzeptable Bahnen lenken zu können, musste die Figur des Bürgers mit umfangreichen Rechten ausgestattet werden. Der Bürger braucht Staatsangehörigkeit, Rechtsfähigkeit, Wahlrecht, subjektive Rechte. Parallel zur Ausdifferenzierung der Rechte häufen sich Streitigkeiten darum. Diese klären nach und nach, was darunter jeweils rechtlich und/oder politisch zu verstehen ist. Auch der Rechtsschutz des Bürgers gegenüber politischer Hoheitsgewalt muss erfunden werden. Diese Kontroversen führten dazu, dass der Begriff des Politischen im 19. Jh. fast ausschließlich auf den Nationalstaat bezogen wurde. Infolge der geteilten Gewalten konnten Parteien mit Staatsämtern entstehen. Gesetzgebung, Steuern und Abgaben werden zu Top-Instrumenten der Politik. Dadurch wächst das Normmaterial rasant an. Das führt zu dem Zeitproblem, dass sich Gesetze nicht mehr schnell ändern (»reliquidieren«) lassen, weil immer mehr Material mitbeachtet werden muss. In der Folge schafft der Gesetzgeber beim Versuch, Konflikte zu lösen und politische Ziele zu realisieren, neue Konflikte. Diese ergeben sich erst aus der Gesetzgebung. Und auch diese selbst produzierten Konflikte kann der Gesetzgeber wiederum nur durch Gesetzgebung lösen. Historisch wurde das Rechtsstaatsverständnis dadurch geprägt, dass die Positivierung des Rechts und die Demokratisierung der Politik in etwa parallel verliefen und schrittweise aufeinander abgestimmt werden mussten. Sprachlich wurden dabei zwei Begriffe zu einem gemeinsamen Sinnhorizont verschmolzen. Analytisch handelt es sich jedoch um zwei operativ geschlossene Systeme. Vollständiger Text auf luhmaniac.de

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
L.I.S.A. - Mit Luhmann in die deutsche Geschichte

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG

Play Episode Listen Later Jul 7, 2025 93:15


Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_differenzierte_moderne

Antiintuitiv - der Podcast für systemisches Denken in der Wirtschaft

Systemische Hacks sind kleine und große Kniffe, um in herausfordernden Entscheidungs-Situationen im Organisationskontext auf neue Ideen zu kommen. Die soziologische Systemtheorie ist ja nicht gerade einfach zu verstehen und bietet auch keine direkten Handlungsempfehlungen. Allerdings ist sie nicht ohne Grund in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Differenzierung, Globalisierung und Technisierung entstanden. Die Zeit war (und ist) reif für eine "Supertheorie", die bessere Erklärungen bietet als das überwiegend mechanistische Weltbild des 18. und 19. Jahrhunderts. Gemacht für eine extrem komplexe Welt, ist die Systemtheorie aber notwendigerweise ebenfalls nicht trivial. Wir (und vor allem Sabine) arbeiten daran, die Lücke zwischen Theorie und Praxis mit kompakten Erklärungen von beobachtbaren Organisationsphänomenen und entsprechenden Empfehlungen zu schließen. Die Hacks sollen helfen, mit wenig Hintergrund dennoch typische Probleme in Organisationen wiederzuerkennen und dann über die Empfehlungen auf neue Gedanken zu kommen. Wenn das Projekt fertig ist, wird es unter anderem auch ein Buch geben. Sechs verschiedene Hacks werden wir auch auf unserer Zukunftstagung am 03.09.2025 vorstellen. Neben einigen einführenden Überlegungen diskutieren wir im Podcast ein Beispiel ausführlich. Der Podcast ist übrigens (leider) der erste ohne Martin Mayer. Da Martin selber Geschäftsführer der gut laufenden Kommunikations- und Design-Agentur SGP in Remscheid ist, war der Zeitaufwand nicht mehr so ganz vertretbar. Martin wird aber noch einmal als Gast dabei sein; wir tauschen dann mal die Rollen etwas. In der geplanten Folge erzählt er über Markenstrategie und wie in Veränderungsprozessen die Marke Orientierung und Stabilität bieten kann. Wir haben jetzt auf jeden Fall tolles neues Equipment (RodeCaster Pro II und Rode PodMic) und Aufnahmesoftware (Reaper/Ultraschall). Um uns komplett zu fordern, haben wir die Aufnahme auch noch an zwei Orten aufgenommen (dank StudioLink). Dabei war Sprechen und gleichzeitiges Technik-richtig-bedienen nicht immer ganz einfach. Aber Veränderung ist ja unser Ding und wir werden uns bei den nächsten Aufnahmen wohl noch etwas mehr eigrooven. Dafür haben wir jetzt Kapitelmarken! Zumindest für die, deren Podcast-App Kapitelmarken unterstützt – wie Overcast und Castro (cool) und ja, auch Spotify (leider uncool für Podcasts). Die Apple Podcast App kann's nicht.

House of Modern History
Coming of Age der Verwaltung – mit Bennet Rosswag

House of Modern History

Play Episode Listen Later Jun 19, 2025 52:18


In der heutigen Folge geht es noch einmal um die Betrachtung von geschichtswissenschaftlichen Inhalte aus systemtheoretischer Sicht. Was bringt diese Sicht auf Gesellschaft in der historischen Analyse? Warum ist die Systemtheorie in der frühen Neuzeit so ein Ding?Aber wir sprechen auch konkret über Bennets Dissertation, in der es um die Verwaltung im Habsburger Reich in der Sattelzeit geht. Wie haben sogenannte Intelligenzblätter die Gesellschaft geordnet? Was zeigen sie über das Verhältnis von Zentrum und Peripherie?Literatur:Colley, Linda: The Gun, The Ship, The Pen. Warfare, Constitutions and the Making of the Modern World, London 2021.Emich, Birgit. "'Der Hof ist die Lepra des Papsttums' (Papst Franziskus): Patronage und Verwaltung an der römischen Kurie der Frühen Neuzeit." In: Kaspar von Greyerz, André Holenstein, Andreas Würgler: Soldgeschäfte, Klientelismus, Korruption in der Frühen Neuzeit : zum Soldunternehmertum der Familie Zurlauben im schweizerischen und europäischen Kontext, Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit. Göttingen, 2018.Koselleck, Reinhart, u.a. (Hg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, 8 Bd., Stuttgart 1972ff.Luhmann, Niklas: Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität, Konstanz 2014.Margreiter, Markus. Das Kanzleizeremoniell und der gute Geschmack: Verwaltungssprachkritik 1749–1839. Wien: Böhlau, 2013.Schenk, Tobias. Isomorphie und entgrenzte Informalität in der frühneuzeitlichen Reichsjustiz. In: Frühneuzeit-Info 33 (2022), S. 89-116.Schlögl, Rudolf: Europas Frühe Neuzeit: Geschichte und Theorie einer Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne. Wallerstein, 2025.

Future Histories
S03E40 - Jan Overwijk on Cybernetic Capitalism and Critical Systems Theory

Future Histories

Play Episode Listen Later Jun 8, 2025 113:16


Jan Overwijk discusses critical systems theory, sociologies of closure and openness, and cybernetic capitalism.   Shownotes Jan Overwijk at the Frankfurt University Institute for Social Research: https://www.ifs.uni-frankfurt.de/personendetails/jan-overwijk.html Jan at the University of Humanistic Studies Utrecht: https://www.uvh.nl/university-of-humanistic-studies/contact/search-employees?person=jimxneoBsHowOfbPivN Overwijk, J. (2025). Cybernetic Capitalism. A Critical Theory of the Incommunicable. Fordham University Press. https://www.fordhampress.com/9781531508937/cybernetic-capitalism/ on the website of the distributor outside of North America you can order the book with a 30% discount with the code “FFF24”: https://www.combinedacademic.co.uk/9781531508937/cybernetic-capitalism/ on Niklas Luhmann: https://en.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann Baraldi, C., Corsi, G., & Esposito, E. (2021). Unlocking Luhmann. A Keyword Introduction to Systems Theory. transcript. https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5674-9/unlocking-luhmann/ Fischer-Lescano, A. (2011). Critical Systems Theory. Philosophy & Social Criticism, 38(1), 3–23. https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0191453711421600 Möller, K., & Siri, J. (2023). Niklas Luhmann and Critical Systems Theory. In: R. Rogowski (Ed.), The Anthem Companion to Niklas Luhmann (pp. 141–154). https://www.cambridge.org/core/books/abs/anthem-companion-to-niklas-luhmann/niklas-luhmann-and-critical-systems-theory/982BC5427E171D2BA0D14364377A40F5 on Critical Theory: https://en.wikipedia.org/wiki/Critical_theory on Cybernetics: https://en.wikipedia.org/wiki/Cybernetics Future Histories explanation video on cybernetics (in German): https://youtu.be/QBKC9mM8-so?si=64v0OgBKV3xjXvLl on Humberto Matuarana: https://en.wikipedia.org/wiki/Humberto_Maturana on Francisco Varela: https://en.wikipedia.org/wiki/Francisco_Varela Maturana, H. R., & Varela, F. J. (1992). Tree of Knowledge: The Biological Roots of Human Understanding. Shambhala. https://uranos.ch/research/references/Maturana1988/maturana-h-1987-tree-of-knowledge-bkmrk.pdf on Ferdinand de Saussure: https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_de_Saussure on Post-Structuralism: https://en.wikipedia.org/wiki/Post-structuralism on the differentiation of society into subsystems: https://en.wikipedia.org/wiki/Differentiation_(sociology) on Jaques Derrida: https://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Derrida Bob Jessop on Luhmann and the concept of “ecological dominance”: https://www.researchgate.net/publication/318543419_The_relevance_of_Luhmann%27s_systems_theory_and_of_Laclau_and_Mouffe%27s_discourse_analysis_to_the_elaboration_of_Marx%27s_state_theory Jessop, B. (2010). From Hegemony to Crisis? The Continuing Ecological Dominance of Neoliberalism. In: K. Birch & V. Mykhnenko (Eds.). Rise and Fall of Neoliberalism: The Collapse of an Economic Order? (pp. 171–187). Zed Books. https://www.researchgate.net/publication/318524063_The_continuing_ecological_dominance_of_neoliberalism_in_the_crisis on Surplus Value in Marx and Marxism: https://en.wikipedia.org/wiki/Surplus_value on Louis Althusser: https://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Althusser Althusser, L. (2014). On the Reproduction of Capitalism: Ideology and Ideological State Apparatuses. Verso. https://legalform.blog/wp-content/uploads/2017/11/althusser-on-the-reproduction-of-capitalism.pdf on Stuart Hall: https://en.wikipedia.org/wiki/Stuart_Hall_(cultural_theorist) on Capital Strikes: https://en.wikipedia.org/wiki/Capital_strike on the concept of “rationalization” in sociology: https://en.wikipedia.org/wiki/Rationalization_(sociology) on Max Weber: https://en.wikipedia.org/wiki/Max_Weber Weber, M. (2005). The Protestant Ethic and the Spirit of Capitalism. Routledge. https://gpde.direito.ufmg.br/wp-content/uploads/2019/03/MAX-WEBER.pdf Zuboff, S. (2019). The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power. Profile Books. https://profilebooks.com/work/the-age-of-surveillance-capitalism/ on Surveillance Capitalism: https://en.wikipedia.org/wiki/Surveillance_capitalism on Herbert Marcuse: https://en.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse Marcuse, H. (2002). One-Dimensional Man. Studies in the Ideology of Advanced Industrial Society. Routledge. https://files.libcom.org/files/Marcuse,%20H%20-%20One-Dimensional%20Man,%202nd%20edn.%20(Routledge,%202002).pdf on Jürgen Habermas: https://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas on Jean-François Lyotard: https://en.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Lyotard Lyotard, J.-F. (1988). The Differend. Phrases in Dispute. University of Minnesota Press. https://www.upress.umn.edu/9780816616114/differend/ on Thermodynamics: https://en.wikipedia.org/wiki/Thermodynamics on the Technocracy Movement: https://en.wikipedia.org/wiki/Technocracy_movement Bauman, Z. 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University of Chicago Press. https://press.uchicago.edu/ucp/books/book/chicago/C/bo8169881.html Foucualt's quote on socialist governmentality is from this book: Foucault, M. (2008). The Birth of Biopolitics: Lectures at the Collège de France, 1978-1979. Palgrave Macmillan. https://1000littlehammers.wordpress.com/wp-content/uploads/2010/02/birth_of_biopolitics.pdf Groos, J. (2025). Planning as an Art of Government. In: J. Groos & C. Sorg (Eds.). Creative Construction. Democratic Planning in the 21st Century and Beyond (pp. 115-132). Bristol University Press. https://bristoluniversitypress.co.uk/creative-construction   Future Histories Episodes on Related Topics S03E30 | Matt Huber & Kohei Saito on Growth, Progress and Left Imaginaries https://futurehistories-international.com/episodes/s03/e30-matt-huber-kohei-saito-on-growth-progress-and-left-imaginaries/ S03E29 | Nancy Fraser on Alternatives to Capitalism https://futurehistories-international.com/episodes/s03/e29-nancy-fraser-on-alternatives-to-capitalism/ S03E19 | Wendy Brown on Socialist Governmentality https://futurehistories-international.com/episodes/s03/e19-wendy-brown-on-socialist-governmentality/ S03E04 | Tim Platenkamp on Republican Socialism, General Planning and Parametric Control https://futurehistories-international.com/episodes/s03/e04-tim-platenkamp-on-republican-socialism-general-planning-and-parametric-control/ S03E03 | Planning for Entropy on Sociometabolic Planning https://futurehistories-international.com/episodes/s03/e03-planning-for-entropy-on-sociometabolic-planning/ S02E31 | Thomas Swann on Anarchist Cybernetics https://futurehistories-international.com/episodes/s02/e31-thomas-swann-on-anarchist-cybernetics/   --- If you are interested in democratic economic planning, these resources might be of help: Democratic planning – an information website https://www.democratic-planning.com/ Sorg, C. & Groos, J. (eds.)(2025). Rethinking Economic Planning. Competition & Change Special Issue Volume 29 Issue 1. https://journals.sagepub.com/toc/ccha/29/1 Groos, J. & Sorg, C. (2025). Creative Construction - Democratic Planning in the 21st Century and Beyond. Bristol University Press. [for a review copy, please contact: amber.lanfranchi[at]bristol.ac.uk] https://bristoluniversitypress.co.uk/creative-construction International Network for Democratic Economic Planning https://www.indep.network/ Democratic Planning Research Platform: https://www.planningresearch.net/ --- Future Histories Contact & Support If you like Future Histories, please consider supporting us on Patreon: https://www.patreon.com/join/FutureHistories Contact: office@futurehistories.today Twitter: https://twitter.com/FutureHpodcast Instagram: https://www.instagram.com/futurehpodcast/ Mastodon: https://mstdn.social/@FutureHistories English webpage: https://futurehistories-international.com   Episode Keywords #JanOverwijk, #JanGroos, #Interview, #FutureHistories, #FutureHistoriesInternational, #futurehistoriesinternational, #NiklasLuhmann, #FrankfurtSchool, #CriticalTheory, #SystemsTheory, #Sociology, #MaxWeber, #Economy, #Capitalism, #CapitalistState, #Cybernetics, #Rationalization, #PoliticalEconomy, #DemocraticPlanning, #DemocraticEconomicPlanning, #Governmentality, #Ecology, #NewMaterialism, #Posthumanism, #CyberneticCapitalism, #Totality

Luhmaniac
91. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 409, K09

Luhmaniac

Play Episode Listen Later Jun 4, 2025 112:40


Start des 9. Kapitels über das Verhältnis von Politik und Recht. Die Theorie sozialer Systeme geht davon aus, dass Politik und Recht zwei autopoietische, operativ geschlossene Funktionssysteme sind. Historisch scheinen Rechtsetzung und Rechtsprechung eher eine Einheit zu bilden. Diese Auffassung scheint auch der Begriff «Rechtsstaat» zu bestätigen. Gehen wir zunächst auf die systemtheoretische Einordnung ein. Zu Beginn weist Luhmann darauf hin, dass die Theorie sozialer Systeme eine Reflexionstheorie ist. Das bedeutet, sie verlangt eine Beobachtung zweiter Ordnung. Der Forschungsgegenstand «Recht» darf nicht einfach als «gegeben» hingenommen werden. Stattdessen muss ein Beobachter (wir) erstmal beobachten: Welche Bedingungen der Möglichkeit müssen vorliegen, damit es diesen Forschungsgegenstand überhaupt geben kann? Hier stoßen wir auf die System-Umwelt-Differenz: Rechtliche Kommunikation unterscheidet sich selbst von allen anderen Kommunikationen, zum Beispiel von politischen. Das ist beobachtbar und lässt sich nachvollziehen, auch historisch. Anhand der Unterscheidung von rechtlicher/nicht rechtlicher Kommunikation unterscheidet das Rechtssystem sich selbst von der Umwelt und konstituiert sich dadurch erst. Es gäbe kein «Rechtssystem», wenn sich rechtliche Kommunikation nicht selbst von ihrer Umwelt unterscheiden würde. Und das bereits weist darauf hin: Politik und Recht sind operativ geschlossene Systeme. Beide reproduzieren alle Elemente (= Kommunikationen), aus denen sie bestehen, selbst. Dies beschreibt der Begriff der Autopoiesis. Immer, wenn es um Gesetzgebung geht, lässt sich die Kommunikation der Politik zuordnen. Und immer, wenn es um die Unterscheidung von Recht/Unrecht geht und um die Zuordnung, ob der Fall gleich/ungleich ist, lässt sich die Kommunikation dem darauf spezialisierten Rechtssystem zuzuordnen. Beide Kommunikationssysteme erfüllen zudem unterschiedliche Funktionen für die Gesellschaft: Die Funktion der Politik ist, mit soziologischem Abstand betrachtet, das Bereithalten von Kapazität für kollektiv bindende Entscheidungen. Gesetze gelten für alle. Macht wird in einer generalisierten Form ausgeübt. Die soziale Funktion des Rechts ist dagegen die kontrafaktische Stabilisierung von normativen Verhaltenserwartungen. Rechtsprechung mag die Erwartung enttäuschen oder erfüllen, in jedem Fall macht sie besser einschätzbar, was in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Macht wird ebenfalls ausgeübt, jedoch bezogen auf den Einzelfall. Auch die Durchsetzungsmodi unterscheiden sich. Die für alle geltende Gesetzgebung wird durch Regierung, Verwaltung und Justizorgane durchgesetzt. Rechtsprechung betrifft nur den Einzelfall. Das Urteil wird direkt durchgesetzt, zum Beispiel durch Freispruch. Historisch ergibt sich jedoch ein anderes Bild. In Europa lag eine evolutionäre Besonderheit vor. Das römische Zivilrecht hatte sich früh ausdifferenziert und Fragen des Zusammenlebens geprägt. Auf seiner Grundlage wurde das Naturrecht formuliert. Bis ins Mittelalter schien eine Einheit von Politik und Recht zunächst ausgeschlossen zu sein. Das spiegelt auch der Machtkampf Kirche vs. Kaisertum wider. Ab dem 16. Jh. begann sich diese Auffassung zu ändern. Obwohl sie keine Gewaltenteilung im Sinn hatten, auf der sich im 18. Jh. der «Rechtsstaat» begründete, legten Theoretiker wie Suárez, Hobbes und Pufendorf die Grundlagen dafür. Alle drei entwickelten Mechanismen zur Machtkontrolle. Bei Suárez († 1617) findet sich die Idee, dass staatliche Macht rechtlich gebunden sein muss und unter dem Recht stehe. Hobbes entwickelte einen Gesellschaftsvertrag («Leviathan», 1651), der erstmals nicht vom Herrscher, sondern vom «Individuum» ausgeht. Zudem unterschied er zwischen «Staat» und «Herrscher» in Persona, was für die spätere Verrechtlichung staatlicher Macht wichtig war. Pufendorf († 1694) entwickelte das Konzept des rechtlich gebundenen Staates weiter. Vollständiger Text auf Luhmaniac.de

Luhmaniac
90. Luhmann Systemtheorie: Recht der Gesellschaft, S. 403, K08

Luhmaniac

Play Episode Listen Later May 4, 2025 89:14


Hinweis: Für Tonstörungen zwischen der 62. und 74. Minute bitten um Entschuldigung. Letzter Abschnitt über juristische Argumentation: Sich ausdifferenzierende Funktionssysteme wie das Recht verlagern ihre Kernoperationen zunehmend auf die Ebene der Beobachtung zweiter Ordnung. Hierin sieht Luhmann ein Strukturmerkmal der Moderne. Juristisches Argumentieren versteht sich immer im Kontext der Beobachtung zweiter Ordnung. Schon die Vorbereitung der Argumentation rechnet damit, dass ihre Ausführung in einem sozialen System stattfindet und von anderen beobachtet werden wird. Andere werden die Argumentation interpretieren und darauf reagieren. Beobachtung zweiter Ordnung ist die Beobachtung von Beobachtungen – und ein Strukturmerkmal von Funktionssystemen wie Politik, Wirtschaft oder Recht. Das System beobachtet Beobachter, und es richtet sich darauf ein. Die Wirtschaft beobachtet Preise und reagiert auf Preisänderungen, im Bewusstsein, dass Konkurrenten und Konsumenten ebenfalls Preise beobachten und auf Veränderungen reagieren. Der Politik ist bewusst, dass sie von Massenmedien beobachtet wird, an deren veröffentlichter Meinung sich WählerInnen orientieren, was wiederum politische Reaktionen erzwingt. Die Beobachtung von Beobachtungen dient als Orientierungspunkt im System. Offenbar verlagern Funktionssysteme, je mehr sie sich ausdifferenzieren, ihre Kernoperationen zunehmend auf diese Ebene der Beobachtung zweiter Ordnung. Den Umgang damit managen sie jeweils in operativer Geschlossenheit. Wie aber können die Reflexionstheorien solcher Funktionssysteme sicher sein, dass sie sinnvoll beobachten? Hier arbeitet das Recht methodisch mit „inviolate levels“: Bestimmte, als unverbrüchlich geltende Grundannahmen werden nicht weiter hinterfragt. Zum Beispiel: Marktbedingte Preise werden mit rationaler Informationsverarbeitung assoziiert. Oder die „öffentliche Meinung“ mit Demokratie. Derartige Annahmen wirken wie „Abschlussregeln“. Sie geben vor, welcher Teil des Normtextes interpretiert werden soll und welcher nicht. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, Beobachtungsverhältnisse in der Praxis zu organisieren. Methodendiskussionen zeugen von der Tendenz zu Reflexionstheorien. Schon Ludwig Wittgenstein († 1951) wies darauf hin, dass Begriffe für sich genommen leer sind, nur ein „Spiel mit der Sprache“. Ihr Sinn erschließt sich erst aus dem jeweiligen Kontext, in dem Begriffe verwendet werden. In den 1960er-Jahren setzte sich infolge der „strukturierenden Rechtslehre“ von Friedrich Müller die Erkenntnis durch, dass Rechtsprechung immer eine fallbezogene Interpretation eines Individuums ist. Auch der britische Soziologe Anthony Giddens wies 1984 in einer Theorie der Strukturierung auf Wechselwirkungen hin, also auf die Bedeutung von Beobachtungsverhältnissen, die sich gegenseitig unter Spannung halten. Dass Reflexionstheorien nun verstärkt beobachten, wie Beobachter beobachten, bedeutet jedoch nicht, dass sich bewährte Kanone auflösen würden. Eher scheint sich die Beobachtung zweiter Ordnung selbst als Ordnung zu etablieren. Das bedeutet: Was im System jeweils anschlussfähig ist und als „Realität“ gelten soll, wird weniger durch die Argumentation selbst festgelegt und mehr durch ihre Beobachtung.

Carl-Auer Sounds of Science
#226 Harry Lehmann | Kunst – Liebe – Religion. Theorie der Humanmedien

Carl-Auer Sounds of Science

Play Episode Listen Later Apr 24, 2025 45:53


Harry Lehmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Luxemburg mit den Schwerpunkten Systemtheorie, Kunst- und Musikphilosophie, hat in seinem vielfach gelobten Essay Ideologiemaschinen analysiert, wie Cancel Culture funktioniert und was wir mit ihr riskieren. In seinem neuen Buch Kunst – Liebe – Religion legt er eine überzeugende Theorie der Humanmedien vor, für die er Systemtheorie mit Luhmann weit über Luhmann hinausdenkt. Denn die symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien der Macht, des Geldes, des Rechts und der wissenschaftlichen Wahrheit schränken laut Lehmann mit ihren jeweiligen Funktionssystemen die Welt des menschlichen Sinns radikal ein. Hierin haben die spezifisch modernen Erfahrungen einer verwalteten Welt oder des entfremdeten Subjekts ihren Ursprung. Humanmedien bringen über ihre besondere Codierung einen nichtfunktionalen emphatischen Sinn und damit auch Freiheit in die moderne Gesellschaft. Viel Spaß im Gespräch mit Harry Lehmann bei Carl-Auer Sounds of Science. _____________ Folgen Sie auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock www.carl-auer.de/magazin/blackout…eh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics www.carl-auer.de/magazin/cybernet…s-of-cybernetics Genau Geschaut https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews www.carl-auer.de/magazin/heidelbe…ische-interviews Zum Wachstum inspirieren www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden www.carl-auer.de/magazin/treffpunkt-entscheidenr – Anstößige Bilder und Gesellschaftskampfspiele

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf
PSD 284 PERSONAL - Niklas Luhmann zeigt mit der dritten "entscheidbaren Entscheidungsprämisse" was in Organisationen zum Personal entschieden werden kann.

Systemisch Denken - Systemtheorie trifft Wirtschaft, Theorie und Praxis für Ihren Beruf

Play Episode Listen Later Apr 7, 2025 18:13


Entscheiderinnen und Entscheider können NICHT entscheiden, wie das Personal sein sollte. Sie haben keinen (direkten) Zugriff auf die Menschen. Wie die Menschen sich verhalten, das entscheiden NUR die Menschen selbst. Dennoch hat Luhmann "Personal" als "entscheidbare Entscheidungsprämisse" definiert. Luhmann erklärt auch, WAS entschieden werden kann. Viel Spaß beim hören! Wenn du mehr zu mir oder zu meinem Business erfahren möchtest, dann schaue hier: https://www.servicearchitekt.com

Zwiebelschälen bis zum Kern
#100 - Jubiläumsfolge! 100 Fragen an Mark & Lars – wer kennt wen besser?

Zwiebelschälen bis zum Kern

Play Episode Listen Later Apr 7, 2025 76:39


100 Episoden „Zwiebelschälen bis zum Kern“ – das muss gefeiert werden! In dieser ganz besonderen Jubiläumsfolge schauen Mark, Lars und Fabian gemeinsam zurück auf die letzten Jahre, erinnern sich an Lieblingsfolgen, persönliche Aha-Momente und überraschende Learnings.Zur Feier des Tages wird es spielerisch: In einem humorvollen und ehrlichen A/B-Spiel testen Lars und Mark, wie gut sie sich nach all den Jahren wirklich kennen – mit Fragen aus der Community und von Fabian. Es geht um Pommes oder Pasta, Matrix oder Winnetou, Luhmann oder Wohland – und natürlich auch um tiefere Fragen zur Zusammenarbeit, Identität und persönlichen Entwicklung.Außerdem werfen die drei Hosts einen Blick in die Zukunft und auf die nächsten 100 Episoden.Wer mitdiskutieren oder eigene Ideen einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, in der Future Leadership LinkedIn-Gruppe mit über 20.000 Mitgliedern mitzudiskutieren.Schaue Dir hier das YouTube Video an: https://youtu.be/7soaOw4QWLADu hast Vorschläge, Wünsche, Kritik zum Podcast oder möchtest mit anderen Hörern die Ideen und Gedanken diskutieren? Dann besuche unsere LinkedIn-Gruppe „Future Leadership“: https://www.linkedin.com/groups/8943523/intrinsify sorgt für mehr echte Arbeit und weniger sinnlose Beschäftigung.Alle unsere Inhalte findest du im intrinsify Magazin: https://intrinsify.de/Folge intrinsify auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/intrinsify.me/Du möchtest mit Mark, Lars oder Fabian direkt in den Austausch gehen? Nutze ihre LinkedIn-Kanäle!Mark Poppenborg auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/markpoppenborg/Lars Vollmer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/larsvollmer/Fabian Raabe auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/fabian-raabe-338710131/Für weitere Fragen kannst du uns eine E-Mail schicken an team@intrinsify.de

HRM-Podcast
Zwiebelschälen bis zum Kern: #100 - Jubiläumsfolge! 100 Fragen an Mark & Lars – wer kennt wen besser?

HRM-Podcast

Play Episode Listen Later Apr 7, 2025 76:39


100 Episoden „Zwiebelschälen bis zum Kern“ – das muss gefeiert werden! In dieser ganz besonderen Jubiläumsfolge schauen Mark, Lars und Fabian gemeinsam zurück auf die letzten Jahre, erinnern sich an Lieblingsfolgen, persönliche Aha-Momente und überraschende Learnings.Zur Feier des Tages wird es spielerisch: In einem humorvollen und ehrlichen A/B-Spiel testen Lars und Mark, wie gut sie sich nach all den Jahren wirklich kennen – mit Fragen aus der Community und von Fabian. Es geht um Pommes oder Pasta, Matrix oder Winnetou, Luhmann oder Wohland – und natürlich auch um tiefere Fragen zur Zusammenarbeit, Identität und persönlichen Entwicklung.Außerdem werfen die drei Hosts einen Blick in die Zukunft und auf die nächsten 100 Episoden.Wer mitdiskutieren oder eigene Ideen einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, in der Future Leadership LinkedIn-Gruppe mit über 20.000 Mitgliedern mitzudiskutieren.Schaue Dir hier das YouTube Video an: https://youtu.be/7soaOw4QWLADu hast Vorschläge, Wünsche, Kritik zum Podcast oder möchtest mit anderen Hörern die Ideen und Gedanken diskutieren? Dann besuche unsere LinkedIn-Gruppe „Future Leadership“: https://www.linkedin.com/groups/8943523/intrinsify sorgt für mehr echte Arbeit und weniger sinnlose Beschäftigung.Alle unsere Inhalte findest du im intrinsify Magazin: https://intrinsify.de/Folge intrinsify auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/intrinsify.me/Du möchtest mit Mark, Lars oder Fabian direkt in den Austausch gehen? Nutze ihre LinkedIn-Kanäle!Mark Poppenborg auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/markpoppenborg/Lars Vollmer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/larsvollmer/Fabian Raabe auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/fabian-raabe-338710131/Für weitere Fragen kannst du uns eine E-Mail schicken an team@intrinsify.de

What Fresh Hell: Laughing in the Face of Motherhood | Parenting Tips From Funny Moms

This month's Deep Dive series is all about how much fun we are—or aren't—having while raising our kids. Listen to the whole playlist on Spotify. The world wants us to believe that having kids will bring us untold happiness. It's a love you've never known! Your life will never be the same! The reality is a little more complicated, and that can be quite confusing. As psychologist Jean Twenge points out, "Parents might believe that it's their fault when the transition to parenthood is difficult, rather than seeing it as something that everyone experiences." So: does having kids make us happy? Is that even the right question? Is it supposed to? Are the benefits that come from parenting different, and perhaps larger, than happiness? Here are links to some writing and studies on the topic that we discuss in this episode:  Paul Bloom for The Atlantic: What Becoming a Parent Really Does to Your Happiness Dan Kahneman et al: A survey method for characterizing daily life experience: the day reconstruction method Roudi Nazarina Roy et al: Effects of Expected and Perceived Division of Childcare and Household Labor on Mother's Relationship Satisfaction during Their Transition to Parenthood E.E. LeMasters: Parenthood as Crisis M. Luhmann et al: Subjective well-being and adaptation to life events: A meta-analysis.  Jay Belsky et al: Patterns of Marital Change across the Transition to Parenthood: Pregnancy to Three Years Postpartum Jean M. Twenge et al: Parenthood and Marital Satisfaction: A Meta-Analytic Review Rainer Maria Rilke: “Go To The Limits of Your Longing” We love the sponsors that make this show possible! You can always find all the special deals and codes for all our current sponsors on our website: https://www.whatfreshhellpodcast.com/p/promo-codes/ What Fresh Hell is co-hosted by Margaret Ables and Amy Wilson. mom friends, funny moms, parenting advice, parenting experts, parenting tips, mothers, families, parenting skills, parenting strategies, parenting styles, busy moms, self-help for moms, manage kid's behavior, teenager, tween, child development, family activities, family fun, parent child relationship, decluttering, kid-friendly, invisible workload, default parent, parental stress, emotions, kids emotions, parent emotions, uncertainty, fun with kids, fun parenting

Philosophie to go
Aufnahmeschluss - Niklas Luhmann

Philosophie to go

Play Episode Listen Later Jan 18, 2025 46:48


Die Welt besteht aus unzähligen Systemen, jedes mit seiner eigenen, inneren Logik. So zumindest sagt es Niklas Luhmann. Mit dieser Perspektive auf die Welt, hat Luhmann eine Theorie erschaffen, mit der wir uns alle möglichen Systeme anschauen und in Windeseile verstehen können. Wie das genau funktioniert, das erklärte uns Micha in der letzten Episode. In Dieser Folge geraten Micha und Jona nun erneut ins philosophieren über Luhmanns Gedankengänge. Komplett frei, ohne Skripte und ohne Schnitte. **Werbepartner:**

Philosophie to go
Niklas Luhmann - Systemtheorie

Philosophie to go

Play Episode Listen Later Dec 28, 2024 64:49


Ihr wollt mit bloß einer Theorie alles erklären können? Ob es um die deutsche Politik geht, das Verhalten globaler Konzerne oder einfach um den Mikrokosmos Eurer eigenen Schule – Niklas Luhmann hat genau das geschaffen: eine Supertheorie, mit der sich beinahe alles erklären lässt. Sein Ansatz: Die Welt besteht aus unzähligen Systemen, jedes mit seiner eigenen, inneren Logik. Mit dieser Perspektive auf die Welt, hat Luhmann eine Theorie erschaffen, mit der wir uns alle möglichen Systeme anschauen und in Windeseile verstehen können. Wie das genau funktioniert, das erklärt Euch Micha in dieser Episode über Niklas Luhmann und seine Systemtheorie. **Werbepartner:**

kaizen con Jaime Rodríguez de Santiago
Q&A12: Sistemas de aprendizaje, comunicación no violenta, maternidad y paternidad, perfiles híbridos, incentivos al educar, dolor y cambios sociales

kaizen con Jaime Rodríguez de Santiago

Play Episode Listen Later Oct 8, 2024 36:12


(NOTAS Y ENLACES DEL CAPÍTULO AQUÍ: https://www.jaimerodriguezdesantiago.com/kaizen/qa12-sistemas-de-aprendizaje-comunicacion-no-violenta-maternidad-y-paternidad-perfiles-hibridos-incentivos-al-educar-dolor-y-cambios-sociales/)¡Primer capítulo de preguntas y respuestas de esta temporada! Y con este, además, creo que me pongo al día de los mensajes acumulados. De hecho, me estoy planteando cambiar el formato y organizar de vez en cuando alguna grabación en streaming en la que podamos interactuar de forma más directa, pero no lo tengo del todo decidido y no sé tampoco si voy a tener realmente el tiempo de hacerlo, porque es probable que dentro de poco mi tiempo disponible se reduzca por un buen motivo, pero ya te lo contaré más adelante. Hoy el menú es de lo más variado, hablamos de sistemas de aprendizaje, de comunicación no verbal, de maternidad y paternidad, de cómo encajan los perfiles híbridos en el mundo laboral, del uso de incentivos al educar, del dolor y de cambios sociales. Casi nada.PATROCINADOR DEL CAPÍTULO: VDS.tech ¿Te gusta kaizen? Apoya el podcast uniéndote a la Comunidad y accede a contenidos y ventajas exclusivas: https://www.jaimerodriguezdesantiago.com/comunidad-kaizen/

THE HUGE SHOW
The Huge Show - Hope Football Interview - Cole Luhmann 09-30-24

THE HUGE SHOW

Play Episode Listen Later Sep 30, 2024 8:36


We were joined by Hope Linebacker Cole Luhmann. He talked with Huge about his Hope College experience, talked about Hope's big win over Alma this past weekend, talked about their culture, and more. See omnystudio.com/listener for privacy information.

Wie erkläre ich’s meinem Kind? (Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ)
Warum Erwachsene beim Fußball rumschreien dürfen

Wie erkläre ich’s meinem Kind? (Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ)

Play Episode Listen Later Jun 14, 2024 5:02


Sonst sind Erwachsene oft für Ruhe und Besonnenheit, beim Fußball aber brüllen und schimpfen sie wie verrückt. Wie kann das sein? Die Professoren Durkheim und Luhmann können es erklären.

Undisciplined
Interweaving Deleuze & Luhmann w/ Hannah Richter

Undisciplined

Play Episode Listen Later Mar 17, 2024 62:38


Hannah Richter speaks about her fascinating and important book, "The Politics of Orientation: Deleuze Meets Luhmann", published by SUNY Press. The book: https://sunypress.edu/Books/T/The-Politics-of-Orientation2 My book: books.aosis.co.za/index.php/ob/catalog/book/319 My profiles: linktr.ee/undisciplined Art by MJ du Preez

Very Bad Wizards
Episode 272: Neigh Means Yay

Very Bad Wizards

Play Episode Listen Later Nov 15, 2023 84:38


The morality of zoophilia has received shockingly little attention in contemporary ethical discourse…until now. David and Tamler break down the paper “Zoophilia is Morally Permissible” from the latest issue of The Journal of Controversial Ideas. We explore issues of harm, consent, and more… like a lot more. Then we talk about Robert Putnam's classic article “Bowling Alone” (the paper that led to his best selling book) about the decline of civic engagement in American life. Bensto, Fira (Pseudonym) (2023) Zoophilia Is Morally Permissible, Journal of Controversial Ideas, Vol. 3, Issue 2. Putnam, R.D. (1995). Bowling Alone: America's Declining Social Capital. Journal of Democracy 6(1), 65-78. https://doi.org/10.1353/jod.1995.0002. Luhmann, M., Buecker, S., & Rüsberg, M. (2023). Loneliness across time and space. Nature Reviews Psychology, 2(1), 9-23. Sponsored by: BetterHelp: You deserve to be happy. BetterHelp online counseling is there for you. Connect with your professional counselor in a safe and private online environment. Our listeners get 10% off the first month by visiting BetterHelp.com/vbw. Promo Code: VBW

Scoliosis Dialogues: An SRS Podcast
SRS Journal Author Discussion, May 2023 | Dr. Luhmann

Scoliosis Dialogues: An SRS Podcast

Play Episode Listen Later May 17, 2023 22:27


Join host Cynthia V. Nguyen, MD as they interview Scott John Luhmann, MD regarding their article - "The natural history of curve behavior after brace removal in adolescent idiopathic scoliosis: a literature review" - in the May 2023 issue of Spine Deformity, the official journal of SRS.

SoWi-Technik (Maschinen & Soziologie)
Max Webers Technikirrtum

SoWi-Technik (Maschinen & Soziologie)

Play Episode Listen Later Feb 3, 2023 45:57


Wir erklären Max Webers Technikbegriff als Irrtum. Weber sieht uns in der modernen Gesellschaft zunehmend einer Technik ausgeliefert, welche wir nicht verstehen und der gegenüber wir auf Vertrauen angewiesen sind. Doch ist dies nur ein Spezifikum der Technik? Und verirrt sich Weber in einer eurozentristisches Technikverständnis? Sehen wir dieselben Prinzipien nicht auch bei Indigenen, ihren Schamanen und der Magie? Wir revidieren Weber und Professor Diego ist gezwungen, die Klausuren aller seiner ehemaligen Studierenden noch einmal nachzukorrigieren. Außerdem machen wir einen Ausflug in den Rassismus und natürlich darf bei der Frage, was Technik ist, der Luhmann auch nicht fehlen.