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Warum viele Menschen den Holocaust ignoriert haben, darüber wissen wir noch nicht genug, sagt der Historiker Jakob Eder. Auf einer Tagung debattieren Forscher über offene Fragen zur Shoah und aktuelle Diskurse wie Nahostkonflikt und Kolonialismus. Eder, Jacob www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4Vortrag Thomas Braatz: Der Münchmeyer-Verlag: Verleger, Nachfolger, die Autoren Karl May und Robert Kraft(Hördauer 60 Minuten)Diskussion zum Vortrag:(Hördauer 2 Minuten)Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie Seit 1969 steht die Karl-May-Gesellschaft mit ihren Kongressen, Symposien und Publikationen für eine wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Karl Mays (1842 – 1912). Der sächsische Fantast hat durch seine ›Reiseerzählungen‹ viele Generationen lang die Vorstellung der Deutschen und ihrer Nachbarn von außereuropäischen Kulturen geprägt. Wie wichtig ein differenzierter Umgang mit dem wirkungsmächtigen Autor ist, zeigt die lebhafte gesellschaftliche Debatte, die im August 2022 von der Entscheidung des Ravensburger Verlags ausgelöst wurde, die Begleitprodukte zu dem Kinofilm Der junge Häuptling Winnetou zurückzuziehen. Dabei ging es um die Frage, ob die in Nordamerika spielenden Erzählungen Karl Mays aus heutiger Sicht zu einer Diskriminierung indigener Kulturen und einer Verharmlosung der Verbrechen des Kolonialismus beitragen können. Die Karl-May-Gesellschaft lehnt es ab, historische Dokumente und Kunstwerke aus dem Verkehr zu ziehen oder zu verfälschen, beteiligt sich aber aktiv an der kritischen Aufarbeitung diskriminierender Diskurse. Sie hat sich zu der aktuellen Diskussion u. a. in einem Offenen Brief (Anlage) geäußert, den innerhalb von zwei Wochen rund 14000 Menschen durch ihre Unterschrift unterstützten, und bereitet weitere Aktivitäten zu einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik vor.Dr. Frank Usbeck studierte Amerikanistik, Neue und Neueste Geschichte, Journalistik, und American Indian Studies an der Universität Leipzig und der University of Arizona. 2010 schloss er seine Dissertation über die Entwicklung der deutschen Indianerbegeisterung und deren Missbrauch durch die Nazipropaganda in den deutschen Printmedien zwischen 1925 und 1945 ab. Dem folgte ein Postdoc-Projekt an der TU Dresden über die kulturelle Arbeit amerikanischer Soldatenblogs, die Frank Usbeck aus der Perspektive indianischer Kriegerzeremonien betrachtete.Wem dies gefiel, der kann ja hier mal reinhören.oder hier: Realisiert durch: Uwe Kullnick und Steven Lundström
Der Politikwissenschaftler Philip Manow ist Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Universität Siegen und Autor der Bücher »Unter Beobachtung. Die Bestimmung der liberalen Demokratie und ihrer Freunde«, »Die Politische Ökonomie des Populismus« und »Spaltungslinien«.Ein Gespräch über das Verlangen nach politikwissenschaftlicher Aufklärung in Krisenzeiten, Diagnosen vom Schwinden der Demokratie und warum sie auf tönernen Füssen stehen, über Europa, Ungarn, Aufmerksamkeitsprämien und den Hysterese-Effekt, über Politik der Öffnung, Politik der Schließung und warum rechte Parteien Zuspruch in der Arbeiterklasse finden.Zur FolgeBuch »Spaltungslinien«Musik von GhostdubsWeiterhörenFolge .259 mit Daniel Marwecki über wegbrechende Zentren, würdevolles Abstiegsmanagement und die Welt nach dem WestenFolge .282 mit Volker Perthes über die Multipolarisierung der Weltwww.ausrede-podcast.de
Dr. Pia Lamberty ist Psychologin und Autorin, die sich seit vielen Jahren intensiv mit den psychologischen Folgen gesellschaftlicher Krisen auseinandersetzt. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. Rechtspopulismus und -extremismus und Verschwörungsideologien. Auf Basis dieser Erkenntnisse gründete sie das Center for Monitoring, Analysis and Strategy (CEMAS), ein interdisziplinäres Projekt, das demokratiegefährdende Entwicklungen analysiert und daraus Handlungsempfehlungen für Politik, Medien und die Zivilgesellschaft ableitet, ein Versuch, dem wachsenden Einfluss autoritärer Diskurse entgegenzuwirken. Parallel dazu bietet sie nun auch psychologische Online Beratung an, in der sie Menschen unterstützt, die durch anhaltende Unsicherheit, Überforderung und Polarisierung belastet sind, und ihnen hilft, ihre Selbstwirksamkeit wiederzugewinnen. Ihr neues Buch, „Der Untergang kann warten. Wie wir in Krisenzeiten Hoffnung schöpfen“ erscheint im Juni 2026. Im Gespräch betont Pia, dass reine Faktenvermittlung nicht ausreicht, weil Krisen häufig über emotionale und ideologische Kanäle verarbeitet werden. Sie erläutert ein stärkeres Einbeziehen von Analyse und Selbstwirksamkeitskompetenzen bereits im schulischen Kontext. Durch konkrete Beispiele aus ihrer Beratungsarbeit, zeigt sie, wie man sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene gegen das erstickende Klima politischer Verrohung ankämpfen kann. Die Folge liefert damit einen Blick auf die Verquickung von Psychologie und Politik und bietet zugleich handfeste Ansätze, um in einer zunehmend feindseligen öffentlichen Sphäre wieder Hoffnung und Handlungsfähigkeit zu finden.
Thu, 09 Apr 2026 17:06:03 +0000 https://feed.neuezwanziger.de/link/21941/17316553/e01aa72e-ebd5-44a0-b01f-ec71e45af6f8 122584b759af0854a3ec7475b1921647 Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos: neuezwanziger.de Shownotes Wolfgang und Stefan blicken auf die aktuelle Nachrichtenlage und diskutieren das Ausbleiben einer Positionierung der Bundesregierung zur US-Politik im Iran sowie zu Israels militärischem Vorgehen im Libanon. Stefan berichtet von einer Reise ins Saarland und zieht Parallelen zwischen den Kriegerdenkmälern der Schlacht bei Spichern und der gegenwärtigen geopolitischen Situation. Zudem ordnen sie die neu eingeführten Meldepflichten für wehrfähige Männer in Deutschland ein. Salon Zur vollständigen Ausgabe 00:28:27 Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben Wolfgang und Stefan diskutieren anhand von Peter Sloterdijks neuem Buch die Rückkehr autokratischer Führungsfiguren. Sie erläutern, wie Sloterdijk Parallelen zu Machiavellis „Der Fürst“ zieht, um Politiker wie Donald Trump oder Wladimir Putin einzuordnen. Stefan beleuchtet die These, dass moderne Politik zunehmend durch eine kalkulierte „Fernethik“ geprägt sei, während Wolfgang herausarbeitet, inwiefern der Autor ein fatalistisches Bild der gegenwärtigen Demokratie zeichnet. 02:22:53 Sloterdijk in 1 Minute Wolfgang und Stefan fassen die Kernargumente aus Peter Sloterdijks Buch „Der Fürst und seine Erben“ zusammen. Sie resümieren die Diskussion über das Verhältnis von Volk, Macht und autokratischen Tendenzen innerhalb liberaler Demokratien. 02:24:04 Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt Das Gespräch wendet sich Adrian Daubs Analyse der Machtstrukturen im Silicon Valley zu. Wolfgang skizziert, wie Technologie-Milliardäre ihre Plattformen nutzen, um gesellschaftliche Diskurse zu dominieren. Stefan erläutert Daubs Unterscheidung zwischen sogenannten „Caretakern“ und „Creeps“ und wendet diese auf Personen wie Elon Musk an. Gemeinsam betrachten sie die elitäre Abkapselung und die ideologischen Fundamente der Technologiebranche. 03:33:19 Daub in 1 Minute In einem kurzen Fazit bündeln Wolfgang und Stefan die Hauptargumente aus Adrian Daubs Buch. Sie rekapitulieren die vorgebrachte Kritik an der unregulierten Machtausübung und dem Demokratieverständnis der Silicon-Valley-Akteure. 03:34:29 Ben Lerner: Transkription Wolfgang stellt den Roman „Transkription“ von Ben Lerner vor, in dem ein fiktives Interview mit einem 90-jährigen Mentor namens Thomas im Zentrum steht. Er ordnet ein, dass diese Figur stark an den deutschen Autor Alexander Kluge angelehnt ist. Das Gespräch beleuchtet die erzählerischen Ebenen des Buches, insbesondere den Umgang mit Erinnerungen und das Verhältnis der Generationen zueinander. 03:42:13 Haberman, Swan: How Trump Took the U.S. to War With Iran Ausgehend von einem Artikel der New York Times rekonstruieren Wolfgang und Stefan die regierungsinternen Prozesse in den USA, die zum Krieg mit dem Iran führten. Stefan schildert die Treffen im Situation Room und die Dynamiken zwischen Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Beratern wie Marco Rubio. Sie analysieren die Entscheidungsfindung der US-Administration und vergleichen diese Vorgänge mit der zuvor besprochenen Machtanalyse von Sloterdijk. 03:52:26 Jörg Baberowski: Am Volk vorbei Wolfgang präsentiert Jörg Baberowskis Buch „Am Volk vorbei zur Krise der liberalen Demokratie“ als Gegenentwurf zum gängigen Diskurs über den Schutz staatlicher Institutionen. Er gibt Baberowskis These wieder, dass liberale Institutionen und Gerichte den demokratischen Souverän zunehmend entmachten würden. Stefan und Wolfgang debattieren die Kritik des Autors, wonach sich die politische Klasse durch Verrechtlichung vor dem Volkswillen abschirme. 04:08:00 Timothy Snyder: The Next Coup Attempt – And How to Stop It Stefan analysiert einen Text des Historikers Timothy Snyder, der fünf mögliche Szenarien für einen erneuten Putschversuch von Donald Trump skizziert. Stefan bewertet Snyders Ansätze teilweise als realitätsfern, insbesondere im Kontext der parallelen US-Militärhandlungen im Iran. Wolfgang und Stefan vergleichen Snyders Fokus auf den Schutz der Institutionen abschließend mit der zuvor diskutierten Staatskritik von Baberowski. 04:17:28 Roman Widder: »War mir so nicht bewusst« Wolfgang bespricht einen Artikel von Roman Widder aus der Zeitschrift Merkur, der die mediale Rolle deutscher Militärexperten wie Carlo Masala thematisiert. Er referiert Widders Argument, dass der deutschen Öffentlichkeit die tatsächliche innenpolitische und gesellschaftliche Dynamik der Ukraine oftmals vorenthalten bleibe. Stefan und Wolfgang sprechen über die beschriebene Kluft zwischen westeuropäischen Projektionen und den Realitäten innerhalb der ukrainischen Gesellschaft. 04:27:13 Anna Holmes: The People Who Shun Super-Popular Pop Culture Stefan greift einen Text von Anna Holmes aus The Atlantic auf, in dem die Autorin ihre bewusste Vermeidung von Popkultur-Hypes beschreibt. Er erläutert Holmes' Argumentation, dass diese Aversion eine Reaktion auf den Verlust gemeinschaftlicher Seherlebnisse im Streaming-Zeitalter sei. Wolfgang ergänzt die Diskussion durch seine eigene Perspektive zur Allverfügbarkeit von Filmen und Serien. 04:32:33 Fanny Pigeaud: The DRC's security-for-minerals bargain Wolfgang fasst eine Reportage aus Le Monde Diplomatique über den Abbau von Mineralien in der Demokratischen Republik Kongo zusammen. Er beschreibt die marktbeherrschende Stellung Chinas bei Rohstoffen wie Kobalt und Lithium sowie die Versuche der USA, sich über private Initiativen Anteile zu sichern. Zudem verortet er die rohstoffpolitischen Interessen in dem anhaltenden bewaffneten Konflikt in der afrikanischen Region. 04:37:09 Alexander Malofeev: forgotten melodies Zum Abschluss verweist Wolfgang auf das Doppelalbum „Forgotten Melodies“ des Pianisten Alexander Malofeev. Er beschreibt die Werkauswahl, die Stücke von exilierten russischen Komponisten wie Nikolai Medtner und Sergej Rachmaninow umfasst. Zudem geht er kurz auf die musikalische Ausführung und die Hintergrundgeschichte der Kompositionen ein. Literatur Die Zeit der "großen" Männer ist keineswegs vorüber: Peter Sloterdijk schlägt für sein Buch "Der Fürst und seine Erben" Machiavellis "Der Fürst" auf und entdeckt deutliche Parallelen zu unserer Gegenwart mit Putin, Musk und Trump. https://www.suhrkamp.de/buch/peter-sloterdijk-der-fuerst-und-seine-erben-t-9783518001363 Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg sind die ungekrönten Könige des Silicon Valley. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub analysiert in "Was das Valley herrschen nennt" die Macht und die Ideologie der Tech-Milliardäre sowie den Vibe-Shift. https://www.suhrkamp.de/buch/adrian-daub-was-das-valley-herrschen-nennt-t-9783518128695 Kurz vor Alexander Kluges Tod hat ihn der Schriftsteller Ben Lerner in seinem Roman "Transkription" verewigt: https://www.suhrkamp.de/buch/ben-lerner-transkription-t-9783518432754 Die NYT-Reporter Jonathan Swan und Maggie Haberman rekonstruieren in einem Vorabdruck aus ihrem im Erscheinen begriffenen Buch "Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump", wie Donald Trump in drei Situation-Room-Sitzungen im Februar entschieden hat, sich Israels Iran-Schlag anzuschließen: https://www.nytimes.com/2026/04/07/us/politics/trump-iran-war.html Der Historiker und streitbare Geist Jörg Baberowski sieht die Demokratie nicht in Gefahr - und zwar nicht trotz, sondern wegen des Populismus. In seinem Buch "Am Volk vorbei" kritisiert er die liberale Demokratie und ihre Verfechter: https://www.chbeck.de/baberowski-volk-vorbei/product/40038683 Der Yale-Historiker Timothy Snyder buchstabiert in einem viel gelesenen Substack-Essay fünf historische Drehbücher durch, nach denen Trump im Schatten des Iran-Kriegs einen Putsch versuchen könnte - und was dagegen zu setzen wäre: https://snyder.substack.com/p/the-next-coup-attempt Der Schriftsteller Roman Widder rechnet mit den Ukraine-Experten in den deutschen Medien ab: https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/war-mir-nicht-so-bewusst-a-mr-80-3-54/ Die Atlantic-Autorin Anna Holmes wundert sich über ihre eigene Abneigung gegen alles, was gerade alle gucken müssen - "The Pitt", "Severance", "Slow Horses" - und kommt nach Gesprächen mit drei Sozialpsychologen zu einer überraschenden Diagnose: Nicht der Hype stört sie, sondern die einsame, asynchrone Rezeption, die das Streaming hinterlassen hat: https://www.theatlantic.com/culture/2026/03/pop-culture-hype-aversion/686312/ Fanny Pigeaud schreibt in "Le Monde diplomatique" über den Mineralienabbau im Kongo: https://mondediplo.com/2026/03/09DRC Der Pianist Alexander Malofeev widmet sich auf seinem Debütalbum "forgotten melodies" russischen Komponisten, die im Exil lebten: https://www.sonyclassical.com/releases/releases-details/forgotten-melodies full Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon no Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt 1807
In dieser Folge spricht Thilo mit Martin Lautwein, einem Sicherheitsexperten und Journalisten, der für diesen Podcast internationale Entwicklungen regelmäßig einordnet und dabei sowohl politische als auch praktische Perspektiven einbringt. Gemeinsam nehmen sie drei viel diskutierte Aussagen von Friedrich Merz unter die Lupe und ordnen sie politisch, gesellschaftlich und faktisch ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie realistisch eine Rückkehr von 80 Prozent der syrischen Geflüchteten nach Syrien tatsächlich wäre. Darüber hinaus sprechen sie darüber, warum Gewalt gegen Frauen nicht pauschal auf Migration reduziert werden kann und welche Risiken eine Klarnamenpflicht im Netz mit sich bringen würde. Thilo und Martin diskutieren, warum Merz mit seinen Aussagen aus Sicht vieler Beobachter eher rechte Narrative verstärkt, anstatt sie zu entschärfen. Sie beleuchten, wie solche Positionen öffentliche Debatten verschieben können, welche Auswirkungen das auf demokratische Diskurse hat und warum es entscheidend ist, zwischen populistischen Zuspitzungen und belastbaren Fakten zu unterscheiden. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Veranstaltungsmitschnitt, aus dem Roten Salon vom 24.11.2025. Zu Gast bei Michael Hopp ist der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering mit seinem Buch »Die Revolte der Erde, KARL MARX UND DIE ÖKOLOGIE« Ökologische Sensibilität bestimmt Karl Marx' Werk von Anfang an. Sie ist nicht erst das Ergebnis eines späten Wandels, sondern imprägniert sein Denken von den frühen Schriften über das „Kapital“ bis in seine letzten Jahre. Marx nimmt das Naturdenken der Romantik auf und stellt es vom spekulativen Kopf auf die empirischen Füße. Dabei spielen Ludwig Tieck und Goethe eine nicht geringere Rolle als Charles Darwin oder Adam Smith. Poetische Texte und Schreibweisen durchdringen gesellschafts- und naturwissenschaftliche Diskurse. In einer Verbindung von Ideengeschichte und intensiven Textlektüren legt der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Detering die überraschende Aktualität von Marx' Schreiben in unserer Zeit frei. Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. Außerdem, Ausschnitte von Marx' »Kapital« (genauer, Marx spöttisches Aufgreifen des 42 Psalm »wie der Hirsch schreiet«), sowie Adalbert Stifter »Der Hochwald«
Let's tuck into the language of food! We discuss advertisements for plant-based food and for meat and dairy, look at cookbooks with our interview guests, and find out how different descriptions of one and the same dish can make it cost more than twice as much in one place than another. Along the way, five people tell us about their work on everything from multilingualism in Korean coffeehouses to the use of foreign languages in early modern English recipes. Liberally sprinkled with metaphors, episode 32 is a feast of all things culinary and linguistic. The episode is accompanied by a blog - for images, references and a full transcript please visit wordsandactionspodcast.wordpress.com. In the episode, the first of five short clips that we play in this episode is by Keri Matwick, a linguist, educator and food studies scholar at Ninyang Technological University in Singapore. Her mention of chefs' metaphors makes Veronika think of research on wine descriptions, for example this open-access article: Creed, A. (2026). Wine words, cultural worlds: A systematic review of metaphor and language in global wine communication. Terminology. https://doi.org/10.1075/term.25016.cre The second sound clip, by Michael Chesnut, he mentions this article about coffee shops in South Korea: Curran, N. M., Istad, F., & Chesnut, M. (2025). Standing out and fitting in: Korean coffee entrepreneurs' strategies for survival. Food, Culture & Society, 28(3), 573-592. The Brexit/breakfast confusion is documented in this video, with serious politicians and news presenters providing unintentional humour. As mentioned by the hosts, several recent conferences have addressed the topic of language and food, including Digital P(a)lates on the language of online food practices, which was held in March 2026 at th Fee University Berlin (with Keri Matwick as one of the keynote speakers). The third clip is by Ursula Kania, and for those of our listeners who read German, we warmly recommend this chapter on lesbian and gay cookbooks: Kania, U. (2017). Warme Mahlzeiten oder: Was is(s)t eine Lesbe? Eine semiosoziologische Analyse schwul-lesbischer Kochbücher. In H. Dingeldein, & E. Gredel (Eds.), Diskurse des Alimentären: Essen und Trinken aus kultur-, literatur- und sprachwissenschaftlicher Perspektive (pp. 229-247). LIT Verlag. Ursula's contribution is followed by a sound clip by Marco Bagli, who demonstrates just how broad the scope of language and food research is, from Italian food at the courts of Elizabeth I and James I to Italianness as a translingual and multimodal identity in digital food discourse. And there is more on metaphor as well in his 2021 book: Bagli, M. (2021). Tastes We Live by: The linguistic conceptualisation of taste in English. Walter de Gruyter. Still in the introduction, the hosts talk about marketing plant-based foods. For an article on veganism and masculinity, see: Brookes, G., & Chałupnik, M. (2022). 'Real men grill vegetables, not dead animals': Discourse representations of men in an online vegan community. Discourse, Context & Media, 49, 100640. On the plant-based side, Oatley's advert pitting its product against Cowhead, a representative of the dairy industry, can be found here and has been analysed in this article: Ledin, P., & Machin, D. (2020). Replacing actual political activism with ethical shopping: The case of Oatly. Discourse, Context & Media, 34, 100344. The metaphor of language as a window pane is proposed by Guy Cook in this book: Cook, G. (2004). Genetically Modified Language: The discourse of arguments for GM crops and food. Routledge. This episode's interview guest, Marcelyn Oostendorp, and Erika talk about cookbooks and the cuisine of the Malay quarter of Cape Town. Marcelyn mentions this article by chef Ruby Tamdoh on the proliferation of food memoirs: Tandoh, R. (2017). The meaning of a food memoir. The Guardian, 3 November. https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2017/nov/03/ruby-tandoh-the-meaning-of-a-food-memoir The analysis section focuses on the relation between descriptions and prices of dishes in restaurants. Matt mentions a book on the language of menus, while Veronika refers to earlier research on the literacy requirements for writing and costing menus: Jurafsky, D. (2014). The Language of Food: A linguist reads the menu. WW Norton & Company. Satchwell, C., & Ivanič, R. (2007). The textuality of learning contexts in UK colleges. Pedagogy, Culture & Society, 15(3), 303–316. https://doi-org.ezproxy.lancs.ac.uk/10.1080/14681360701602190 Finally, the parallel between sparse food descriptions and empty spaces in advertising for luxury travel is based on this article: Thurlow, C., & Jaworski, A. (2012). Elite mobilities: The semiotic landscapes of luxury and privilege. Social Semiotics, 22(4), 487-516. And if you're hungry by now - bon appétit!
Sat, 21 Mar 2026 04:33:14 +0000 https://feed.neuezwanziger.de/link/21941/17303062/e65fbba5-39d9-499d-ba5e-7e069e2171cf ba886512764c7c8df3dcd81d8bdfcb64 Wir treffen euch in Frankfurt Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de Livesalon Wolfgang und Stefan geben einen Ausblick auf kommende Buchbesprechungen, darunter Werke von Peter Sloterdijk und Adrian Daub. Zudem erwähnen sie die aktuellen Besprechungen zu den Büchern von Ulrike Herrmann und Bianca Heinicke im Rahmen des Salons. Abschließend verweisen sie auf die bestehenden Abo-Modelle des Podcasts. Nächste Lektüre Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt 00:06:09 Livesalon Nach der Begrüßung des Publikums in Frankfurt am Main schildert Wolfgang seine Eindrücke einer Monet-Ausstellung im Städel Museum. Daran anknüpfend thematisieren Wolfgang und Stefan temporäre Einschränkungen der städtischen Uber-Infrastruktur. Sie führen diese Ausfälle auf das Ende des Ramadan und die damit verbundene Abwesenheit vieler Fahrer zurück. 00:11:49 Nachlese Jürgen Habermas Stefan analysiert eine SWR2-Radiosendung mit Rahel Jaeggi, Philipp Felsch und Peter Neumann zum philosophischen Erbe von Jürgen Habermas. Er konstatiert, dass die Diskussionsteilnehmer den herrschaftsfreien Diskurs in der Sendung lediglich simulieren und sich in formelhaften Sprechakten verlieren. Wolfgang ergänzt, dass Habermas zwar Beiträge zur Transhumanismus-Debatte geliefert, ökonomische Machtverhältnisse jedoch unzureichend kritisiert habe. Abschließend verweist Stefan auf Niklas Luhmanns Text "Die Soziologie der Moral" als soziologischen Gegenentwurf zum Habermasschen Vernunftbegriff. 00:52:36 Iran und die Angebote der AfD Wolfgang und Stefan untersuchen die politischen Diskurse zum Nahostkonflikt anhand diverser Audio-Clips. Zunächst spielen sie Aussagen von Nick Fuentes und Marjorie Taylor Greene ein, die Donald Trumps Vorgehen aus einer antisemitischen Perspektive kritisieren. Anschließend kontrastiert Wolfgang ein Interview von Joachim Gauck mit Aussagen von Tino Chrupalla, der sich bei Markus Lanz gegen militärische Interventionen positioniert. Wolfgang stellt die These auf, dass die AfD durch die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts an Zustimmung gewinnen könnte, merkt jedoch an, dass es innerhalb der Partei Konflikte mit Transatlantikern wie Markus Frohnmaier gibt. 01:49:53 Neues Hollywood Stefan präsentiert Beispiele für KI-generierte Videoclips und Trailer, die die Ästhetik klassischer Blockbuster nachahmen. Er zeigt auf, wie Künstliche Intelligenz genutzt wird, um Gesichter in bestehende Filmszenen einzufügen oder ganze Sequenzen auf Basis von Prompts zu generieren. Wolfgang argumentiert, dass rein KI-generierten Filmen die physische räumliche und schauspielerische Präsenz fehle. Stefan entgegnet, dass die Technologie dennoch die Produktionsbedingungen für konsumorientierte Mainstream-Filme drastisch verändern wird. full Wir treffen euch in Frankfurt no Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt 399
In dieser Folge trifft Catrin auf den 32-jährigen Bartosz-Matthias. Er und seine Partnerin wussten schon immer, dass sie keine Kinder wollen. Nach sieben Jahren Beziehung hat er sich für den radikalen Schnitt entschieden: die Vasektomie, eine Durchtrennung der Samenleiter. Für ihn ein Akt der Verantwortung, für andere unmännlich? Über gesellschaftliche Diskurse, medizinische Abläufe und das Sexleben nach dem Eingriff. Von FU001175.
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 2. März 2026! Es ist doch immer wieder schön zu hören, dass Aufrufe zu einer Straftat wie sie im Januar letzten Jahres von einem Kommentator auf der Facebook-Seite der AfD Neumünster verbreitet wurden und schließlich im April des Jahres zum vierten Anschlag auf das Parteibüro der Grünen am Fürsthof führten, hart von der Justiz bestraft werden. Derjenige, der die Grünen und die Antifa mit Buttersäure überschütten wollte, ist nun vom Landgericht Lüneburg zu einer hohen Geldstrafe verknackt worden. Sollte noch einmal etwas dort passieren, wird man wissen, wo zu suchen ist. Dieser Mensch war mit Klarnamen im Netz unterwegs. Auch bei der CDU von Friedrich Merz herrscht die Annahme, dass Menschen „mit offenem Visier“ zurückhaltender kommunizieren würden. Dafür gibt es wenig Belege. Im Gegenteil gibt es Studien, die zeigen, dass anonyme Nutzer:innen weniger aggressiv kommunizieren und solche die zeigen, dass Rassisten ganz offen hetzen. Die Befürworter:innen der Klarnamenpflicht im Internet ignorieren dabei die demokratische Notwendigkeit von Anonymität und Pseudonymität. Merz hat zudem wenig verstanden von der demokratischen Wichtigkeit anonymer Kommunikation, wenn er die Klarnamenpflicht auf sich selbst bezieht und aus seiner privilegierten, mächtigen Rolle als Bundeskanzler eine Zwangsoffenlegung der Namen aller Menschen fordert, die „sich sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“ Kritik nur noch mit Nummernschild, oder wie ist das zu verstehen? Wer Hass und Hetze im Netz verringern will, der sollte sich selbst mit Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung zurückhalten – und lieber ganz konkret die AfD und ihre Diskurse bekämpfen statt diese in die demokratische Mitte zu heben und zu normalisieren. Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute: +++ Großer Erfolg: Über 450 Besucherinnen und Besucher beim Wärmepumpen-Infotag - Reges Interesse an Heizungstausch +++ Der Igel durch Lebensraumverlust und Umweltgifte schon jetzt auf der Roten Liste. Landtagspetition von BUND und NABU fordert landesweites Nachtfahrverbot von Mährobotern und weitere Maßnahmen zum Schutz von Igeln +++ Interview von Simon mit Folarin Omishade, der ein AfroGospel-Konzert am 24. April veranstaltet Musik: Ausgestorben (Berlin) Night Punch (Hamburg) Draümar (Norwegen)
Ein Kommentar von Paul Clemente.Die Berlinale teilt das Schicksal aller Kulturfestivals im 21. Jahrhundert: Die Präsentation der Werke ist zweitrangig. Das eigentliche Interesse, die großen Schlagzeilen gehören dem politischen Skandal. Kein Leinwand-Spektakel wird sehnsuchtsvoll erwartet, sondern der Tritt in den Fettnapf. Man wartet darauf: Irgendeinem armen Wicht, ob Regisseur, Darsteller oder Jury-Mitglied, rutscht der „falsche“ Satz raus. Und los geht's: Die Aussage wird skandalisiert und der Journalist zum Raubtieren, das seine Beute genüsslich zerfetzt.Dieses Jahr bot sich Wim Wenders als Opfer an. Gleich zu Beginn des Festivals. Dabei ist der achtzigjährige Regisseur null auf Krawall gebürstet. Aber auf der Pressekonferenz der Jury fragte ein Aktivist: ob der Anwesende den Kurs der Bundesrepublik zum Gaza-Krieg unterstütze. Wenders ungeschickte Antwort: „Wir müssen uns aus der Politik raushalten. ... Wir sind das Gegengewicht zur Politik, wir sind das Gegenteil der Politik.“ Damit war der Skandal perfekt. Die publizistische Schlacht konnte beginnen.So erklärte die indische Autorin Arundhati Roy Wenders Replik für „unfassbar“. Konsequenz: Sie sagte ihre Teilnahme an der Berlinale ab. Es folgte ein offener Brief, von 80 Künstlern unterschrieben: Darunter Regisseur Mike Leigh, Fotografin Nan Goldin und Schauspielerin Tilda Swinton. Die empörten sich über das „institutionelle Schweigen“ des Festivals. Mehr noch, sie beschuldigten die Jury der „Beteiligung an der Zensur von Künstlern, die Israels andauernden Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen ablehnen“. Hier ist eine Zwischenfrage fällig: Weshalb die sofortige Eskalation? Wieso ist Frau Roy nicht zur Berlinale geflogen, um ihren Standpunkt vor Ort zu diskutieren? Wozu ein sofortiger Boykott? Das Erzwingen einer bestimmten Positionierung wird die Debattenkultur kaum verbessern.Während des Wenders-Bashings trat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf den Plan: Der Regisseur werde „von Pali-Aktivisten", also anti-israelischen, pro-palästinensischen Aktivisten bedrängt. O-Ton: „Ich würde ihn da gerne in Schutz nehmen, weil ich finde, er hat genau die richtigen Worte gefunden." Die Berlinale sei immer eine politische Veranstaltung gewesen: „Es werden die heiklen Themen alle angesprochen." Tatsächlich haben die Autoren des Offenen Briefes das Berlinale-Programm nicht gelesen. Darin hätten sie die Ankündigung des Films „Chronicles From the Siege“ gefunden. Das Kinodebut des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib zeigt den Alltag, die Überlebensstrategien der Menschen in Gaza. Eine Szene spielt in einer Videothek, wo Filmfans überlegen, ob sie ihre Kultfilme als Brennmaterial verwenden sollen, um nicht zu erfrieren. Alkhatib erhielt den GWFF-Preis für das Beste Spielfilmdebüt. Bei seiner Dankesrede brachte er eine Palästinenser-Flagge auf die Bühne und beschuldigte die Bundesregierung, „Partner des Völkermords in Gaza zu sein". Umweltminister Carsten Schneider verließ daraufhin den Saal. Berlins regierender Bürgermeister Wegner kommentierte: Den Pro-Palästina-Aktivisten gehe es nicht um Menschenrechte, sondern um Hasserzeugung gegen Israel. Politische Inhalte dürften auch die Wahl des Gewinners, die Verleihung des Goldenen Bären mitbestimmt haben. Den erhielt der deutsche Film „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Das letzte Mal, dass ein Film aus hiesigem Lande diese Auszeichnung erhielt, war 2004: „Gegen die Wand“ von Fatih Akin. Mancher wird sich fragen: Ist es Zufall, dass beide Bären-Filme von türkischstämmigen Regisseuren gedreht wurden? Wohl kaum. Denn beide, Akin und Çatak, haben Mut zum Ungeschönten, zum Aufzeigen von Missständen. Ohne Rücksicht auf modische Diskurse. Ein Mut, der vielen ihrer deutschen Kollegen fehlt. Nehmen wir „Gelbe Briefe“: Präsentiert wird ein Ankara, wo Opposition zum sozialen Tod – zu Jobverlust und Isolierung führt....https://apolut.net/die-berlinale-skandale-gewinner-und-vampire-von-paul-clemente/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Eine neue Studie von Arcushin et al. 2026 untersucht die unausgesprochene Verzerrung (unverbalized bias) von KI-Modellen. Sie finden eine eindeutige Richtung: Maschinen bevorzugen Frauen gegenüber Männern und Minderheiten gegenüber Weißen, geben dies aber nicht bekannt. Die aktuelle Forschung zu Large Language Models (LLMs) offenbart eine wachsende Diskrepanz zwischen der internen Logik einer KI und ihren nach außen kommunizierten Begründungen. Diese Phänomene lassen sich durch vier zentrale Konzepte der Informatik und Spieltheorie einordnen: Sycophancy: Optimierung auf soziale Erwünschtheit Ein zentrales Problem ist Sycophancy (Kriechertum). Durch Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF) werden Modelle darauf getrimmt, hohe Zustimmung zu finden. Spieltheoretisch optimiert die KI nicht auf "Wahrheit", sondern auf Belohnungsmaximierung. Dies führt zu Ex-post-Rationalisierung: Die KI trifft Entscheidungen aufgrund ihres Trainings, liefert aber Begründungen, die nur Erwartungen erfüllen. Geometrie der Vorurteile: Vektorräume und Embeddings Das "intuitive" Urteil einer KI basiert auf Word Embeddings. Wörter und Konzepte werden als Vektoren in hochdimensionalen Räumen verortet. Mathematisch bedeutet Bias eine geringere Distanz zwischen bestimmten Vektoren – "Ingenieur" liegt oft näher bei "Mann" als bei "Frau". Wenn ein Modell seine Schritte explizit darlegen soll (Chain of Thought), ist dieser Text oft vom mathematischen Entscheidungsprozess entkoppelt. Die KI "erfindet" eine logische Geschichte für eine Entscheidung, die rein auf geometrischen Besonderheiten basierte. Modell-Autophagie: Gefahr synthetischer Daten Da KIs massenhaft Texte produzieren, die durch Alignment-Prozesse gefiltert wurden, speisen sich zukünftige Trainingsdatensätze zunehmend aus KI-generierten Inhalten statt aus Realität. Dies führt zu Verzerrung: Berufsgruppen, die weniger im Internet publizieren (z. B. klassisches Handwerk), verschwinden aus dem statistischen Fokus, während akademische und "politisch korrekte" Diskurse überrepräsentiert werden. IAT-Paradigmenwechsel: KI als psychologische Entität Studien nutzen vermehrt den Implicit Association Test (IAT), um KIs zu untersuchen. Dies markiert einen Paradigmenwechsel: Wir betrachten KI-Systeme nicht als deterministische Software mit "Bugs", sondern als Entitäten mit "digitalem Unterbewusstsein". Modelle hegen implizite Vorurteile und verschleiern diese aktiv in ihren Erklärungen. Weitere Ressourcen: Verwandtes Video: https://youtu.be/ayxgHMu3bwU Die Studie: https://arxiv.org/pdf/2602.10117 Herkunft der Grafiken: https://x.com/IvanArcus/status/2021592600554168414 Anmeldung Webinar: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/ X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme. Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Der Inhalt dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein Rat.
Diese Folge ist unser sehr persönlicher Lagebericht aus dem Inneren des x3 Kollektivs: über Förderkrisen, überlastete Strukturen und die Frage, wie ein postmigrantisches Projekt zwischen Ehrenamt, Care-Arbeit und politischer Gegenwart überhaupt weiterexistieren kann.Migration, zivilgesellschaftliches Engagement und Podcast-Arbeit bedeuten derzeit permanente Unsicherheit, un(ter)bezahlte Expertisen und das ständige Aushandeln von Sichtbarkeit. Ausbleibende Förderzusagen, gekürzte Kulturmittel und institutionelle Hierarchien verschärfen den Druck – und machen zugleich deutlich, wie sehr selbstorganisierte Räume gebraucht werden.Mit dieser Folge brechen wir bewusst mit der Social-Media-Kultur, wo nur Erfolg performt. Stattdessen sprechen wir offen über unsere Herausforderungen, Hoffnungen und Entschlossenheit, sie gemeinsam zu meistern. Wir wissen auch, dass unsere Erfahrungen nicht einzigartig sind und exemplarisch dafür stehen, wovon viele Projekte betroffen sind. Deshalb appellieren wir an euch, auch Krisen solidarisch zu denken, um sie gemeinsam durchzustehen.Wie verändert Förderprekarität die Arbeit eines postmigrantischen Kollektivs – inhaltlich, strukturell und emotional?Welche Lücken lassen staatliche Institutionen bewusst offen, wenn sie Diskurse zu Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien weiter marginalisieren?Und wie kann Solidarität praktisch aussehen – jenseits von symbolischen Credits und reiner Sichtbarkeit?
Ein neuer Epochentrotter-Podcast: Ein ungeklärter Mordfall, ein aufgeheizter Wahlkampf und politische Akteure, die daraus Kapital schlagen: Wie erschaffen radikale und extremistische Parteien Feindbilder, wozu dienen sie – und warum funktionieren diese Strategien bis heute? Die Episode verfolgt historische Linien von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart, zeigt überraschende Parallelen zwischen linken und rechten Akteuren und macht sichtbar, wie Angst, Schuldzuweisungen und einfache Erklärungen gezielt eingesetzt werden, um Wähler*innen zu mobilisieren und demokratische Diskurse zu verschieben. Den Podcast "Tatort Baden-Württemberg. Chronik radikaler Parteien" findet ihr auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf der Webseite der Landeszentrale für politische Bildung: https://www.lpb-bw.de/podcasts/tatort-baden-wuerttembergTatort BW auf SpotifyTatort BW auf Apple PodcastTatort BW auf YouTubeEbenso findet ihr den Podcast "Geschichtsnerdismus" von Kaptorga auf allen Podcast-PlattformenUnterstützt Epochentrotter via Steady oder Paypal!Epochentrotter Steady: https://steady.page/de/epochentrotter/aboutEpochentrotter PaypalEpochentrotter WebseiteEpochentrotter DiscordEpochentrotter InstagramEpochentrotter FacebookEpochentrotter TwitchBild: vale, UnsplashMusik: Pixabay Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Im Mai 2024 wollte ich mir einen neuen Film ansehen. Es wurde das traurigste Kinoerlebnis meines Lebens. Der Film war nicht gut. Das kann vorkommen. Es war der Versuch eines Comebacks, aber ein gescheiterter, wie sich nach Minuten herausstellte. Aber auch das war nicht das eigentliche Problem. Im Mai 2024, als sich die Konflikte überall zuspitzten und die medialen Diskurse immer irrer wurden, ging ich ins Kino, um nicht nur für zwei Stunden dieser Wirklichkeit zu entfliehen, ja, ich hoffte, dass nach dem Kinobesuch draußen wieder die 90er-Jahre zurück sind, von denen viele, die sie damals bewusst erlebten, sagen, sie seien fröhlich gewesen. Nicht in irgendeinen Film, sondern den neuen Meg-Ryan-Film hatte ich mir ausgesucht. Ich stellte mir vor, dieser Film könnte eine Zeitmaschine sein, die uns drei Jahrzehnte zurückreisen lässt. Die Schauspielerin Meg Ryan, die seit über 20 Jahren in keinem relevanten Film mehr aufgetreten war und die wie kaum eine andere die Leichtigkeit der 90er-Jahre verkörperte, führte nun selbst Regie und spielte die Hauptrolle, um noch einmal neu durchzustarten und um an eine Zeit anzuknüpfen, die uns heute beinahe unwirklich vorkommt. Oder sind das Illusionen von Spätgeborenen oder Nostalgikern? Die 90er-Jahre mit ihren romantischen Komödien kamen jedenfalls nicht zurück, aber wir sollten sie erneut betrachten, jetzt, da das Ende vom Ende der Geschichte gekommen ist. 120 Minuten widme ich mich diesem Thema im neuen DeepDive der Filmanalyse Plus!Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutBei Steady kann man die Filmanalyse für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
In der heutigen Folge zum Jahresende spricht Thilo mit Samuel Benke. Samuel Benke ist Content Creator, Bookfluencer und Kulturjournalist. Viele kennen ihn aus seinen Reels, in denen er Bücher empfiehlt, feministische Klassiker vorstellt oder queere Perspektiven in Kulturdebatten sichtbar macht. In dieser Folge geht es darum, wie Samuel zum Kulturjournalisten geworden ist, warum es wichtig ist, eine klare Haltung zu haben und gleichzeitig gesprächsbereit zu bleiben. Außerdem auch wie Diskurse in digitalen Räumen weniger polemisch und differenzierter geführt werden können und welche Rolle queere Realitäten in Literatur und Medien spielen. Thilo und Samuel sprechen darüber, wie man sich im übervollen Kulturangebot aus Serien, Theater, Büchern und Filmen orientiert, warum Literatur Menschen durch Krisen begleiten kann und weshalb niedrigschwellige Kulturvermittlung so wichtig ist. Außerdem thematisieren die beiden den Umgang mit Shitstorms, Ragebait und Cancel Culture, und die Gefahr, sich von Algorithmen in Lager ziehen zu lassen. Zum Schluss blicken sie nach vorn auf das Jahr 2026, sprechen über die Notwendigkeit, einen kühlen Kopf in aufgeheizten Zeiten zu bewahren, demokratische Bündnisse zu stärken und trotz gesellschaftlicher Rechtsverschiebung mutig und offen zu leben. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
Ein Unternehmen, das rechtsextreme Funktionäre zu seinen Empfängen einlädt, hat sich längst entschieden – nicht für Dialog, sondern für Normalisierung. Franzi von Kempis bringt in ihrer Klarheit auf den Punkt, was viele in diffuse Diskurse verpacken: Haltung beginnt nicht mit der Entscheidung, ob man die AfD „auch mal einladen“ sollte, sondern damit, sich eine rote Linie zu setzen – und ihr treu zu bleiben.Haltung ist kein Selbstgespräch. Sie zeigt sich dort, wo andere zuschauen: im Team, im Unternehmen, auf der Weihnachtsfeier. Wer sich über menschenfeindliche Positionen empört, aber keine Konsequenz folgen lässt, macht Empörung zur Pose. Franzi fordert eine Führungskultur, die sich nicht hinter Unsicherheit versteckt, sondern klar macht: In dieser Organisation gelten Werte – nicht nur in der Schublade, sondern im Alltag.Ihr Blick auf die AfD ist dabei doppelt scharf: als Gefahr und als Symptom. Wer ihre Funktionär*innen einlädt, stellt nicht nur den Stuhl – er stellt auch eine Bühne. Und wer meint, das sei Dialog, verkennt, dass die Gegenseite gar keinen Dialog will. Die Einladung ist kein neutraler Akt, sie ist ein politischer.Die eigentliche Aufgabe liegt bei denen, die sich sicher fühlen dürfen: Haltung zu zeigen, wo andere sich das nicht leisten können. Denn nicht die radikale Minderheit entscheidet über unsere Zukunft, sondern die schweigende Mehrheit – wenn sie endlich aufhört zu schweigen.Zu Gast:Franzi von Kempis, Politik- und KommunikationsberaterinCreate your podcast today! #madeonzencastrMentioned in this episode:The Elephant Festival 2026 – Jetzt Ticket sichern!13. Januar 2026, Leipzig. Wir bringen Menschen zusammen, die Verantwortung tragen – für Unternehmen, für Ideen, für Entwicklung. “The Elephant” ist kein klassischer Kongress. Es ist ein Festival. Für Haltung, Inspiration und echte Veränderung. Create your podcast today! #madeonzencastrThe Elephant Festival 2026
Wird die Freiheit der Wissenschaft in Frage gestellt, oder gar bedroht? Die aktuellen Konflikte in den USA geben ein Beispiel dafür, dass Befürchtungen in dieser Hinsicht durchaus ihre Berechtigung haben. Wissenschaftlicher Fortschritt hat über Jahrhunderte Öffentlichkeit und gesellschaftliche Strukturen beeinflusst, auch in Bezug darauf, wie Diskurse geführt und Entscheidungen prozessiert werden. Wissenschaftskommunikation hat Demokratie allererst ermöglicht und trägt sie mit. Was ist das „Prinzip Universität“? Und inwiefern gerät es unter Druck? Etwa durch den Impact populistischer Kommunikationsstrategien in den wissenschaftlichen Diskurs hinein. Die Idee der Universität, die Georg Mein Autor des Essays Das Prinzip Universität in der Carl-Auer Reihe update gesellschaft favorisiert, ruht auf drei Prinzipien: Reflexion, Rationalität und Selbstkorrektur. Dies ist für eine demokratische Organisation von Gesellschaft entscheidend. Und es ist etwas komplett anderes, als wenn marktwirtschafte Prinzipien die Forschung selbst dominieren. Die Universität der Zukunft ist – als Verbindung von Wissenschaft und Erziehung/Bildung/Lehre – als eine der unverzichtbaren Institutionen für ein funktionierendes Gemeinwesen zu verstehen; ein „Transmissionsriemen von Öffentlichkeit“. Georg Mein ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Theorie und Direktor des University of Luxembourg Institute for Digital Ethics (ULIDE). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Literatur-, Kultur- und Medientheorie, Ethik des Digtalen und Kulturanthropologie. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock www.carl-auer.de/magazin/blackout…eh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics www.carl-auer.de/magazin/cybernet…s-of-cybernetics Genau Geschaut: www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews www.carl-auer.de/magazin/heidelbe…ische-interviews Zum Wachstum inspirieren www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2
In dieser Episode des Podcasts "Herzen undSysteme" sprechen Tobias Künkler, Dr. Ruth Heß und Martin Leupold über Gender und sexuelle Vielfalt im Kontext der christlichen Diskurse. Themen wie die Polarisierung innerhalb des Christentums, die emotionalen Dimensionen von Geschlecht und die Relevanz von Normen werden eingehend behandelt. Zudem wird die Notwendigkeit einer Vielfalt theologischer Deutungen betont, um einen respektvollen Dialog zu fördern. Dr. Ruth Heß ist Evangelische Theologin und leitet seit 2020das Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie mit Sitz in Hannover. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte dort sind das Spannungsfeld „Männlichkeit und Religiosität“, die Theologie der Anti-Gender-Bewegung sowie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.Martin Leupold war von 2016 bis 2025 Leiter des WeißenKreuzes, eines evangelischen Bildungs- und Beratungs-netzwerks mit dem Schwerpunkt Paarbeziehungen und Sexualität. In dieser Zeit führte er viele seelsorgliche Gespräche mit Menschen, für die es zwischen ihrem Glauben und ihrem Geschlechtserleben Fragen gab. Seine Leidenschaft ist, das Evangelium so zu verstehen, dass es jedem Menschen einen für ihn lebbaren Weg im Glaubeneröffnet. Shownotes:R. Heß: „Jetzt erkenne ich stückweise …“ Nachdenken überGeschlechtlichkeit, Theologie und Kirche, in: „Ich will einfach Mensch sein“. Arbeitshilfe für eine gendersensible und queerfreundliche Praxis, herausgegeben von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, ab 2026 online verfügbar.Zwischen Schöpfung und Erlösung. Drei christlich-theologische Variationen über Geschlecht, in: Gender 2 (2010), 118-132, verfügbar unter: https://budrich-journals.de/index.php/gender/article/view/18030/15705Zurück zur „natürlichen“ Geschlechterordnung. Theologischeund theopolitische Motive im Anti-Gender-Diskurs, in: G. Lämmlin u.a. (Hg.): Religion – Kirche – Vorurteil. Diskussion eines Forschungsprojekts zu Kirchenmitgliedschaft und politischer Kultur, Baden-Baden 2023, 159-195,gekürzte Fassung verfügbar unter: https://bagkr.de/aktuelles/einsprueche-iv/ Martin Leupold: www.weisses-kreuz.de
Slavoj Žižek ist einer der prominentesten Philosophen der Welt. Sein kontraintuitiver Blick beschränkt sich nicht allein auf Tagespolitik oder akademische Diskurse, er betrachtet so auch Filme. Die Dokumentarfilme von Sophie Fiennes bilden das Kondensat seines filmischen Denkens. Die Ideologiekritik steht dabei an erster Stelle, jedoch finden wir fünf verschiedene Analyse-Modi vor, mit denen sich Žižek Filmen nähert. Dabei greift er nicht nur auf Hegel, Marx, Freud und Lacan zurück, um damit das Kino zu erklären, sondern auch der umgekehrte Weg funktioniert: Was, wenn Filme Hegel, Marx, Freud und Lacan erklären? Es ist ein Denken, das ständig in Bewegung ist, aber auch vor Dogmatismus nicht zurückschreckt. Folglich sind nicht alle Filmwissenschaftler von Žižeks Methoden begeistert, zumal er bisweilen damit kokettiert, die Filme zu besprechen, ohne sie überhaupt gesehen zu haben. Tatsächlich ist Kritik berechtigt, denn wie kann es eigentlich sein, dass der Star-Intellektuelle so wenig mit Christopher Nolans „Oppenheimer“ anfangen konnte? Im neuen DeepDive spricht Wolfgang M. Schmitt zwei Stunden über Slavoj Žižeks Blickweisen auf das Kino.Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/q-a-1-the-zone-of-interest-zeit-management/id1586115282?i=1000735357409Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
Schniederjann, Nils www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Günter Grass war ein deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker, der sich zeitlebens durch seine persönliche Biografie verpflichtet sah, einen Beitrag zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands zu leisten. In seinen frühen Werken schildert er eindringlich das Heranwachsen seiner Protagonisten im Umfeld des NS-Regimes, während seine späteren Romane den allmählichen Verlust historischer Erinnerung im Zuge des Generationswechsels thematisieren. Auch der Verlust seiner Heimat Danzig bildet ein wiederkehrendes und prägendes Motiv seines Schaffens. Grass' Sprache zeichnet sich durch eine außergewöhnliche stilistische Dichte und den bewussten Einsatz rhetorischer Mittel aus, die seine Leserinnen und Leser zum Nachdenken und kritischen Hinterfragen anregen sollen. Seine öffentliche Präsenz, die ihm nicht nur nationale, sondern auch internationale Anerkennung und schließlich den Nobelpreis für Literatur einbrachte, nutzte er zugleich als Plattform für politisches Engagement. Als langjähriger Wahlkampfhelfer der SPD pflegte er enge Beziehungen zu den ehemaligen Bundeskanzlern Willy Brandt und Gerhard Schröder, die er sowohl beratend als auch begleitend unterstützte. Grass gilt als herausragendes Beispiel für das fruchtbare Zusammenspiel von Literatur, Kunst und Politik. Mit seiner Stimme als Intellektueller verstand er es, gesellschaftliche Missstände zu benennen, Diskurse anzustoßen und das politische Geschehen aktiv mitzugestalten.
In der heutigen Folge spricht Thilo mit Maryam.fyi —sie ist Musikerin und Ärztin. Anlass für das Gespräch ist die „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz und die anschließenden „Wir sind die Töchter“- Proteste. Thilo wollte von Maryam wissen, wie sie als Person mit Migrationshintergrund auf dieses Thema blickt. Im Gespräch geht es darum, warum Rassismus in Deutschland für viele nie aufgehört hat, wie sich Diskurse verschieben und abwertende Sprache normalisiert wird. Außerdem zieht Thilo Vergleiche zu seiner Recherche in Amerika — und wie schnell Situationen kippen können. Maryam spricht auch über Aktivismus, Erschöpfung und die Kraft von Community, über Musik als Raum von Verbundenheit – und darüber, warum ihr Song „Queen“ für viele zu einem Lied über Stärke und Zusammenhalt geworden ist. Ein Gespräch über Zugehörigkeit, Sprache, Privilegien und die Frage, wie wir uns gegenseitig Halt geben können – in einer Zeit, in der Empörung schnell vergeht, aber Rassismus bleibt. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
Um den Humanismus ist es schlecht bestellt, denn man kann nicht an der Börse auf ihn spekulieren. Stattdessen treibt die selektive Empörung die Diskurse. Damit lässt sich das Bestehende eben auch viel schöner aufrechterhalten, wenn es klare Feinde gibt, muss man die Macht eben nicht hinterfragen. Serdar und Bent schauen auf die Debatten der Gegenwart und sind schockiert über die Selbstgefälligkeit und Bedeutungslosigkeit jener, die sich als engagiert inszenieren. Aktivismus und Aktionismus werden heute zumeist verwechselt. Was können wir tun, um das zukünftig zu verbessern? Wir wollen eine NGO gründen, sonst haben wir Angst und sind traurig! Jetzt unterstützen: https://www.gofundme.com/f/geld-fur-lachen-und-dies-das BOYGROUP Live-Tournee 2025/26 – Jetzt Karten sichern: https://www.eventim.de/artist/serdar-somuncu/serdar-somuncu-bent-erik-scholz-boygroup-make-podcast-sexy-again-3673365/ Der HASSIAS ist wieder da! Serdar Somuncu on Tour: https://somuncu.plus/de/termine "Drei Doofe, ein Gedanke" – die neue Lesebühne mit Bent-Erik Scholz am 5.11.25: https://eventfrog.de/drei-doofe Podcast als Video: https://www.youtube.com/playlist?list=PLdI4HcSO6kBScmb3Fa0YnyMoy4xerN7-7 Serdar Somuncu: https://www.instagram.com/mundzu/ Bent-Erik Scholz: https://www.instagram.com/benterikscholz/ Spenden: https://www.paypal.me/serdarsomuncu Tickets, Texte und Termine: https://somuncu.plus/de
Zwei Schauspielgiganten treffen erstmals aufeinander: #RobertDeNiro und #AlPacino bringt #MichaelMann in diesem Neonoir-Thriller zusammen auf die Leinwand – beim ersten Duell wird geredet, beim zweiten geschossen. „Heat“ ist einer der bedeutendsten Filme des 20. Jahrhunderts, der aber 1995 nicht einmal für einen Oscar nominiert war. Erzählt wird eigentlich eine ganz einfache Geschichte: Ein Cop jagt einen Gangster, doch wenn die beiden einander anblicken, dann sehen sie in ein Spiegelbild. Michael Mann zeigt in seinem knapp dreistündigen Film ein Los Angeles, wie wir es nie zuvor gesehen haben: grau-blau schimmert diese erbarmungslose Stadt, die von totaler Individualisierung geprägt ist. „Heat“ ist in erster Linie ein Film über die Einsamkeit in der Moderne, haltlos und besessen von etwas, das sie nicht benennen können, bewegen sich die Protagonisten durch die Straßen. Das Ziel haben sowohl De Niro als auch Pacino schon lange aus den Augen verloren, zur Umkehr jedoch ist es längst zu spät. Was sollte man auch sonst tun? Im Fernsehen Sport gucken und am Abend Barbecue zubereiten? Der Cop und der Gangster fürchten sich vor der Langeweile und der Gewöhnlichkeit, doch sie zahlen dafür einen hohen Preis. Michael Mann zeichnet nicht nur vielschichtige Figuren innerhalb eines komplexen Netzes aus Ökonomie und Verbrechen, sondern er zeigt auch eine Männlichkeit, die viele aktuelle Diskurse gar nicht wahrnehmen wollen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Wolfgang Schivelbusch: Lichtblicke. Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert. Fischer. Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum. Reclam.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen - vielen Dank!PayPal: http://www.paypal.me/filmanalyseWolfgang M. SchmittSparkasse NeuwiedIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWD Das Best-Of von DIE FILMANALYSE als Buch. Mit einem Vorwort von Dominik Graf. Affiliate-Link: https://amzn.to/3NCkVHBUnser Kinderbuch „Die kleinen Holzdiebe und das Rätsel des Juggernaut“ ist erschienen! Affiliate-Link: https://amzn.to/47h1LQIDie Anthologie SELBST SCHULD! ist jetzt erschienen.Affiliate-Link: https://amzn.to/47qau3a
In der 24. Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über den Vorschlag von Bodo Ramelow, dass Deutschland eine neue Nationalhymne brauche. Wir sehen das anders, wenngleich die Kinderhymne von Bertolt Brecht ihren Reiz hat. Ole erzählt außerdem von seinen Erfahrungen bei Lanz & Co. Weitere Fragen, die uns beschäftigen, drehen sich um das Thema Populismus. Gibt es den nur von rechts oder links? Kann man auch von einem Populismus der Mitte sprechen, wenn fortwährend von „wir“ die Rede ist? Danach beantworten wir Fragen zum Thema Aufklärung über ökonomische Verhältnisse: Sind Linke in Talkshows ein bisschen feige? Kann es eine linke Bild-Zeitung geben? Sind vulgäre linke Streamer aus den USA eine gute Antwort auf verlogene liberale Diskurse? Dabei geht es auch um Finanzierungsfragen: Was, wenn Linke für Krypto-Börsen Werbung machen würden? Dies und mehr gibt es in der neuen Speakeasy-Bar von „Wohlstand für Alle“ mit Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt!Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
Wie gelingt der Aufstieg zur führenden globalen Wirtschaftsnation? Nach der Boston Tea Party und dem Unabhängigkeitskrieg hatten sich die Amerikaner von den Briten zwar gelöst, doch ein ebenso wichtiger Kampf lag noch vor ihnen. Die USA waren am Ende des 18. Jahrhunderts weit entfernt von einer kapitalistischen Industrie. Farmer bestimmten das Land, was Thomas Jefferson und seine Mitstreiter auch eigentlich nicht ändern wollten. Anders sah dies hingegen Alexander Hamilton, der fest davon ausging, dass man dringend einen Finanzsektor und ein modernes Bankenwesen benötigte, um prosperieren zu können. Diese Position hatte es zunächst schwer, aber sie war tatsächlich entscheidend für die Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika. Das „land of the free“ führte schon vor 200 Jahren eine Grundsatzdebatte, die noch heute viele aktuelle Diskurse in den USA bestimmt. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!Oles Maro-Heft "Auf der Suche nach der gestohlenen Zeit" könnt ihr nun vorbestellen:https://autorenwelt.de/gestohlene-zeitUnsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutLiteratur:Phil Davies: "The Bank that Hamilton Built", online verfügbar unter: https://www.minneapolisfed.org/article/2007/the-bank-that-hamilton-built. Jonathan Levy: Ages of American Capitalism. A History of the United States, Random House.Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700–1910. Klett-Cotta.Aram Mattioli: Zeiten der Auflehnung. Eine Geschichte des indigenen Widerstandes in den USA 1911–1992. Klett-Cotta.Veranstaltungen:Am 6.9. ist Wolfgang auf einem Podcast-Festival in Zürich: https://reflab-festival.ch/theolounge-mit-wolfgang-m-schmitt-und-manuel-schmid-apokalypse-auf-repeat-warum-wir-den-weltuntergang-immer-wieder-schauen-und-doch-aufs-happy-end-hoffen/Am 7.9. diskutiert Wolfgang in Zürich über den Film „Unser Geld“: https://www.riffraff-houdini.ch/de-ch/film/unser-geld.htmlAm 14.9. ist Wolfgang in Krefeld zu Gast: https://pax-christi-krefeld.de/veranstaltung/Kann-Kunst-anachronistisch-werden-2025.09.14/reflab-festival.ch
Sie kamen als Gastarbeiterinnen, Ehefrauen und Mütter nach Deutschland - und begannen in den 1970er-Jahren, sich gegen strukturelle Diskriminierung zu organisieren. Wie hat die migrantische Frauenbewegung aktuelle feministische Diskurse geprägt? Hoffmann, Jule www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
• Gesellschaftsanalyse • Was ist wirklich? Und was wirkt nur wirklich? Ist das Digitale noch ein Parallel-Universum oder ist das Netz bereits das Universum selbst, das die alte Realität in sich aufgenommen hat? Hörspiel von wittmann/zeitblom – featuring „The Original One“ by Gemma Ray www.deutschlandfunkkultur.de, Hörspiel
Ein Vortrag der Soziologin Laura WiesböckModeration: Katrin Ohlendorf**********Psychische Gesundheit ist ein großes Thema in den sozialen Medien – und das ist gut so, denn das trägt zur Enttabuisierung bei. Aber der Mental-Health-Trend ist auch ein Problem, findet Laura Wiesböck. Warum, das erklärt sie in diesem Vortrag.Laura Wiesböck ist Soziologin und arbeitet in Wien. Zurzeit leitet sie dort die Junior Research Group "Digitalisierung und soziale Transformation" am Institut für Höhere Studien. Sie forscht zum Thema soziale Ungleichheit mit besonderem Schwerpunkt auf Arbeit, Armut, Geschlecht und Digitalisierung. Zum Thema Psychische Gesundheit als Social Media Trend hat sie das Buch "Digitale Diagnosen" geschrieben, erschienen Anfang 2025.Ihren Vortrag "Legitime Überforderung: Psychiatrische Diagnosen im Kontext digitaler 'Mental Health'-Diskurse" hielt sie am 21. März 2025 im Rahmen der Suttner-Vorlesungen an der Bertha von Suttner Privatuniversität.**********+++ Deutschlandfunk Nova +++ Hörsaal +++ Vortrag +++ Gesundheit +++ Krankheit +++ Krise +++ Mental Health +++ Psyche +++ Psychische Gesundheit +++ Seele +++ Seelische Gesundheit +++ Selfcare +++ Selbstfürsorge +++ Social Media +++ Soziale Medien +++ Instagram +++ Youtube +++ Tiktok +++ Internet +++ Selbstdiagnose +++ Eigendiagnose +++ Onlinediagnose +++ Digitale Diagnose +++ Diagnostik +++ Symptome +++ ADHS +++ Depression +++ Angststörung +++ Autismus +++ Trauma +++ Trigger +++ toxisch +++ Influencer +++ Healthfluencer +++ Healthism +++ Tabu +++ Enttabuisierung +++ Pathologisierung +++ Psychotherapie +++ Therapie +++ Psychologie +++ Heilung +++**********Dieses Thema beschäftigt dich?Hier findest du eine Übersicht zu Hilfsangeboten**********Quellen aus der Folge:Karasavva V, Miller C, Groves N, Montiel A, Canu W, et al. (2025) A double-edged hashtag: Evaluation of #ADHD-related TikTok content and its associations with perceptions of ADHD. PLOS ONE 20(3): e0319335Yeung A, Ng E, Abi-Jaoude E. TikTok and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Cross-Sectional Study of Social Media Content Quality. The Canadian Journal of Psychiatry. 2022;67(12):899-906**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Einsamkeit: Gefahr für Körper und SeeleResilienz: Wie wir uns selber krisenfest machenPsychologie: Wie Körperideale entstehen**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Wikipedia macht Wissen für alle Menschen zugänglich - kostenfrei und ohne Algorithmus. Doch die freie Enzyklopädie ist in Gefahr: Seit Monaten attackieren US-Konservative rund um Donald Trump die Plattform. Zu „links“ und zu „woke“ sei sie, schreibt etwa Tech-Milliardär Elon Musk auf X. Ein Trump-naher Staatsanwalt stellte zuletzt sogar die Gemeinnützigkeit der Stiftung Wikimedia infrage, die hinter der Plattform steht. Kommt er damit durch, könnte das zu ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten führen. Gleichzeitig versuchen Rechtsextreme, Informationen und Diskurse auf Wikipedia zu manipulieren. Klar ist: Die Zeiten für Wikipedia und das freie Wissen in den USA dürften schwerer werden. Aber warum ist die freie Enzyklopädie den Rechten in den USA ein solcher Dorn im Auge? Ist sie überhaupt noch zu retten? Und was bedeutet all das für Wikipedia in Deutschland? Darüber sprechen wir mit Franziska Heine, Vorständin von Wikimedia Deutschland, Christoph Schattleitner, Host des Podcasts „Sockenpuppenzoo“, Tomas Rudl, Journalist bei netzpolitik.org, und Henrik Schönemann vom Projekt Safeguarding Research & Culture. Podcast-Tipp: Sockenpuppenzoo - Angriff auf Wikipedia Wikipedia ist die vielleicht wichtigste Webseite unserer Demokratie. Doch das System ist fragil. Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse unerkannt zu manipulieren. Mutmaßlich schrieben sie mithilfe von hunderten von Fake Account Artikel zur deutschen Geschichte um, erfanden Fakten, relativierten den Holocaust - bis sich ihnen eine Handvoll Wikipedianer*innen mutig entgegenstellte. Ob die Täter wirklich gestoppt wurden, ist bis heute nicht klar. Die Investigativjournalisten Christoph Schattleitner und Daniel Laufer nehmen im Podcast Sockenpuppenzoo die Spur auf und fragen: Was sind das für Menschen, die hinter diesem Angriff stecken? Und können wir Wikipedia heute wirklich noch vertrauen? https://www.ardaudiothek.de/sendung/sockenpuppenzoo-angriff-auf-wikipedia/13996869/
Wikipedia macht Wissen für alle Menschen zugänglich - kostenfrei und ohne Algorithmus. Doch die freie Enzyklopädie ist in Gefahr: Seit Monaten attackieren US-Konservative rund um Donald Trump die Plattform. Zu „links“ und zu „woke“ sei sie, schreibt etwa Tech-Milliardär Elon Musk auf X. Ein Trump-naher Staatsanwalt stellte zuletzt sogar die Gemeinnützigkeit der Stiftung Wikimedia infrage, die hinter der Plattform steht. Kommt er damit durch, könnte das zu ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten führen. Gleichzeitig versuchen Rechtsextreme, Informationen und Diskurse auf Wikipedia zu manipulieren. Klar ist: Die Zeiten für Wikipedia und das freie Wissen in den USA dürften schwerer werden. Aber warum ist die freie Enzyklopädie den Rechten in den USA ein solcher Dorn im Auge? Ist sie überhaupt noch zu retten? Und was bedeutet all das für Wikipedia in Deutschland? Darüber sprechen wir mit Franziska Heine, Vorständin von Wikimedia Deutschland, Christoph Schattleitner, Host des Podcasts „Sockenpuppenzoo“, Tomas Rudl, Journalist bei netzpolitik.org, und Henrik Schönemann vom Projekt Safeguarding Research & Culture. Podcast-Tipp: Sockenpuppenzoo - Angriff auf Wikipedia Wikipedia ist die vielleicht wichtigste Webseite unserer Demokratie. Doch das System ist fragil. Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse unerkannt zu manipulieren. Mutmaßlich schrieben sie mithilfe von hunderten von Fake Account Artikel zur deutschen Geschichte um, erfanden Fakten, relativierten den Holocaust - bis sich ihnen eine Handvoll Wikipedianer*innen mutig entgegenstellte. Ob die Täter wirklich gestoppt wurden, ist bis heute nicht klar. Die Investigativjournalisten Christoph Schattleitner und Daniel Laufer nehmen im Podcast Sockenpuppenzoo die Spur auf und fragen: Was sind das für Menschen, die hinter diesem Angriff stecken? Und können wir Wikipedia heute wirklich noch vertrauen? https://www.ardaudiothek.de/sendung/sockenpuppenzoo-angriff-auf-wikipedia/13996869/
Heute, am 5. Mai, jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Jahr 1945. Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Auch in Österreich finden in diesen Tagen zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Doch wie lebendig ist Gedenken noch? Welche Bedeutung hat es heute - in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen leben und politische Diskurse über Erinnerung zunehmend polarisiert verlaufen? Darüber spricht Studio KURIER Host Caroline Bartos mit Innenpolitik-Redakteur Christian Böhmer. Guter Journalismus bringt Klarheit – und kostet Geld. Mit einem KURIER Digital Abo können Sie unsere Arbeit unterstützen.Alles klar? “Studio KURIER” - überall wo es Podcasts gibt und auch auf Youtube als Video-Podcast.Abonniert unseren Podcast auf Apple Podcasts oder Spotify und hinterlasst uns eine Bewertung, wenn euch der Podcast gefällt. Mehr Podcasts gibt es auch unter kurier.at/podcasts. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Daniel Pauw ist systemischer Berater, Coach und Mitautor des Buchs New Work Man. Mit über 15 Jahren Erfahrung in Organisationsentwicklung und Transformationsprozessen arbeitet er heute bei Covolution. Außerdem ist er Gründer von Salty Elephant (Yoga-Reisen) und lebt in München. Vincent Herr ist Autor, Berater für Geschlechtergerechtigkeit und derzeit in Elternzeit mit drei kleinen Kindern. Gemeinsam mit Martin Speer schrieb er das Buch „Wenn die letzte Frau den Raum verlässt“, das mit Einblicken in Männerrunden und männliche Perspektiven auf Gleichstellung sofort zum Bestseller wurde - und es bis heute ist. Während ich mit Daniel stark systemisch und intersektional auf die Probleme schaue, die überkommene männliche Ideale allen machen, also auch den Frauen, spreche ich mit Vincent über das männliche Privileg, das sich auch im Erfolg des aktuellen Buches spiegelt. Warum können Männer dieselben Dinge sagen und werden (auch von vielen Frauen!) als progressiver wahrgenommen, als wenn eine weiblich gelesene Person diese Aussagen oder Analysen platzieren würde? Zentrale Themen mit Daniel: Zentrale Themen: Traditionelle Männlichkeit & ihre Folgen: Männliche Rollenbilder prägen Selbst- und Fremdbild nachhaltig. Sie fördern emotionale Abgrenzung, Selbstüberforderung und wirken sich negativ auf Gesundheit, Sozialkompetenz und Umweltverhalten aus. Männer sterben im Schnitt fünf Jahre früher – nicht biologisch bedingt, sondern durch sozialisierte Lebensführung. Genderstereotype & strukturelle Ungleichheiten: Frauen – auch High Potentials – erhalten überproportional mehr negatives Feedback. Tief verankerte Geschlechterrollen benachteiligen nicht nur Frauen und FLINTA-Personen, sondern auch Männer selbst. Sichtbare Symptome reichen von ungleicher Besteuerung (z. B. Hygieneprodukte) bis zu Alltagsdiskriminierung. Kontakt & Bildung als Schlüssel: Der beste Weg, Vorurteile abzubauen, ist echter Dialog und Kontakt mit Menschen außerhalb der eigenen sozialen Blase. Bildung über Gender, Intersektionalität und strukturelle Ungleichheit ist in Deutschland stark unterrepräsentiert und sollte integraler Bestandteil gesellschaftlicher Diskurse sein. Themen mit Vincent: Der Safe-Space-Effekt: Wenn Frauen einen Raum verlassen, ändert sich der Ton: Männer äußern sich offener, oft abwehrend oder kritisch gegenüber Gleichstellung. Das Buch dokumentiert diese Dynamiken als ehrlichen Spiegel männlicher Innenräume. Wissens- und Perspektivdefizite bei Männern: Viele Männer haben kaum Bewusstsein für strukturellen Sexismus und unterschätzen Alltagsdiskriminierung. Das größte Hindernis für Fortschritt: Ignoranz, nicht aktive Ablehnung. Privilegien erkennen & nutzen: Herr und Speer reflektieren kritisch, dass ihnen als weißen Männern mehr Gehör geschenkt wird – obwohl sie über Probleme sprechen, die sie selbst nicht erleben. Ihr Buch soll daher vor allem anderen Männern helfen, sich zu reflektieren und aktiv zu werden.
In der Umweltpolitik prallen oft gegensätzliche Narrative aufeinander. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung werden diese Diskurse analysiert. Wie kann eine Verständigung funktionieren? Eine Übersicht über die Arbeit unseres Gesprächspartners Henry Hempel am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung findet ihr hier. >> Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/wissen/forschungsquartett-narrative-in-der-umweltpolitik
In der Umweltpolitik prallen oft gegensätzliche Narrative aufeinander. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung werden diese Diskurse analysiert. Wie kann eine Verständigung funktionieren? Eine Übersicht über die Arbeit unseres Gesprächspartners Henry Hempel am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung findet ihr hier. >> Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/wissen/forschungsquartett-narrative-in-der-umweltpolitik
In der Umweltpolitik prallen oft gegensätzliche Narrative aufeinander. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung werden diese Diskurse analysiert. Wie kann eine Verständigung funktionieren? Eine Übersicht über die Arbeit unseres Gesprächspartners Henry Hempel am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung findet ihr hier. >> Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/wissen/forschungsquartett-narrative-in-der-umweltpolitik
Als sich die europäische Bevölkerung innerhalb weniger Generationen im 19. Jahrhundert mehr als verdoppelte, löste das eine Diskussion über die düstere Zukunft in einer übervölkerten Welt aus, die bis heute anhält. In ihrem Buch zeigt Dana Schmalz, dass auch die gegenwärtigen Diskurse zum weltweiten Bevölkerungswachstum immer noch durch diesen anfänglichen Schock und die darauffolgende Panik geprägt sind. Rezension von Leander Scholz
(00:00) INTRO: Applaus-Test | (02:10) RBB: “Kandidatencheck” - Hinter den Kulissen (1) - Publikumsumfrage | (11:18) RBB: “Kandidatencheck” - Hinter den Kulissen (2) - Thomas Baumann - Andrea Vannahme - Sascha Hingst | (19:57) RBB: “Kandidatencheck” - Hinter den Kulissen (3) - Andreas Schneider | (29:52) PODCAST: Elon Musk - Wie er als Besitzer von X Einfluss auf politische Diskurse nimmt - Februar-Tipps - Esther Simon | (40:00) BONUS: Transmediale '98 (1) - Television: Interaktives Fernsehen oder Web-TV? - Michael Rödger | (48:35) BONUS: Transmediale ‘98 (2) - Die Realität und die virtuelle Gegenwelt - Michael Rödger | (53:35) BONUS: Transmediale ‘98 (3a) - Television: Fernsehmythen DDR | (1:02:45) BONUS: Transmediale ‘98 (3b) - Television: Fernsehmythen BRD - Friedrich Küppersbusch | (1:06:56) BONUS: Transmediale ‘98 (4) - Qualitätsfernsehen: Straßenfeger oder Quotenkiller? Quelle: Medienmagazin, 22.02.1998 || Jörg Wagner
In dieser fesselnden Episode von "From Done To Dare" ist der bekannte Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht zu Gast. Precht, bekannt für seine scharfsinnigen Beobachtungen und fundierten Analysen zu Bildung, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel, diskutiert intensiv über die Herausforderungen und Chancen in der modernen Welt. Er teilt seine Einsichten zur Zukunft der Arbeit, den Einfluss sozialer Medien auf die politische Landschaft und die Rolle der Bildung in einer sich schnell verändernden Gesellschaft. Durch seine Geschichten und persönlichen Erfahrungen beleuchtet Precht komplexe Themen auf zugängliche Weise und regt zum Nachdenken an. Diese Episode bietet nicht nur tiefe Einblicke in Prechts Philosophie, sondern auch praktische Überlegungen, wie wir als Gesellschaft und Individuen auf die Zukunft reagieren können.
Ein Vortrag des Erziehungswissenschaftlers Markus Rieger-LadichModeration: Katja Weber **********"Ich als alter weißer Mann..." - diese Aussage signalisiert: Ich bin auf der Höhe der Zeit, ich kenne die gängigen Diskurse. Aber als ritualisierte Beichte bringt diese Erkenntnis gar nichts, meint der Erziehungswissenschaftler Markus Rieger-Ladich.Markus Rieger-Ladich ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen. 2022 erschien sein Band "Das Privileg. Kampfvokabel und Erkenntnisinstrument". Seinen Vortrag mit dem Titel "Was heißt hier Privileg? - Privilegienkritik neu gedacht" hat er auf Einladung des Hörsaals am 11. Oktober 2024 anlässlich des Pocast-Festivals Beats & Bones gehalten. **********Schlagworte: +++ Freiheitsrechte +++ Menschenrechte +++ Feminismus +++ Klassismus +++ Status +++ Soziologie +++ Erziehungswissenschaftler +++ Tradition +++**********Ihr hört in diesem Hörsaal:00:02:20 - Gespräch vor dem Vortrag und was Rieger-Ladichs Oma damit zu tun hat00:08:04 - Beginn Vortrag: Einleitung, These und Überblick00:10:33 - Privileg aus rechtstheoretischer Perspektive00:16:41 - Der Begriff Privileg in der Bildungssoziologie der 1960er und 1970er Jahre00:17:49 - Privilegienkritik als Kampfbegriff in emanzipatorischen Bewegungen00:38:30 - Herausforderungen für einen Neustart der Debatte00: 42:32 - Publikumsfragen nach dem Vortrag**********Empfehlungen aus der Folge:Mohamed Amjahid. Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein. München: Hanser Berlin 2017.Aus Politik und Zeitgeschichte: Privilegien. Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung 2024.Rolf Becker/Wolfgang Lauterbach (Hrsg.): Bildung als Privileg. Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit. 5., erweitere Auflage. Wiesbaden: SpringerVS 2016.Pierre Bourdieu/Jean-Claude Passeron. Die Illusion der Chancengleichheit: Untersuchungen zur Sozio-logie des Bildungswesens am Beispiel Frankreichs. Stuttgart: Klett 1971.Pierre Bourdieu. Bildung. Aus dem Französischen von Barbara Picht u.a. Mit einem Nachwort von Markus Rieger-Ladich. Berlin: Suhrkamp 2018.Esme Choonara/Yuri Prasad. Der Irrweg der Privilegientheorie. In: International Socialism 142 (2020), S. 83-110.Combahee River Collective. Ein Schwarzes feministisches Statement (1977). In: Natascha A. Kelly (Hrsg.): Schwarzer Feminismus. Grundlagentexte. Münster: Unrast 2019, S. 47-60.Didier Eribon. Betrachtungen zur Schwulenfrage. Aus dem Französischen von Bernd Schwibs und Achim Russer. Berlin: Suhrkamp 2019.Roxane Gay. Fragwürdige Privilegien. In: Dies.: Bad Feminist. Essays. München: btb 2019, S. 31-36.Michael S. Kimmel/Abby L. Ferber (Hrsg.): Privilege. A Reader. New York: Routledge 2017.Maria-Sibylla Lotter. Ich bin schuldig, weil ich bin (weiß, männlich und bürgerlich). Politik als Läuterungsdiskurs. In: Herwig Grimm/Stephan Schleissig (Hrsg.): Moral und Schuld. Exkulpationsnarrative in Ethikdebatten. Baden-Baden: Nomos 2019, S. 67-86.Peggy McIntosh. Weißsein als Privileg. Die Privilege Papers. Nachwort von Markus Rieger-Ladich. Ditzingen: Reclam 2024.Walter Benn Michaels. Der Trubel um Diversität. Wie wir lernten, Identitäten zu lieben und Ungleichheiten zu ignorieren. Aus dem Englischen übersetzt von Christoph Hesse. Berlin: Tiamat 2021.Linda Martín Alcoff. Das Problem, für andere zu sprechen. Ditzingen: Reclam 2023.Charles W. Mills. Weißes Nichtwissen. In: Kristina Lepold/Marina Martinez Mateo (Hrsg.): Critical Philosophy of Race. Ein Reader. Berlin: Suhrkamp 2021, S. 180-216,Heinz Mohnhaupt. Privilegien als Sonderrechte in europäischen Rechtsordnungen vom Mittelalter bis heute. Frankfurt/Main: Klostermann 2024.Heinz Mohnhaupt/Barbara Dölemeyer (Hrsg.): Das Privileg im europäischen Vergleich. 2 Bände. Frankfurt/Main: Klostermann 1997/1999.Toni Morrison. Die Herkunft der Anderen. Über Rasse, Rassismus und Literatur. Mit einem Vorwort von Ta-Nehisi Coates. Aus dem Englischen von Thomas Piltz. Reinbek: Rowohlt 2018.Markus Rieger-Ladich. Identitätsdebatte oder: Das Comeback des Privilegs. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 66 (2021), S. 97-104.Markus Rieger-Ladich. Das Privileg. Kampfvokabel und Erkenntnisinstrument. Ditzingen: Reclam 2022.Markus Rieger-Ladich. Privilegien. In: Merkur 77 (2023), Heft 889, S. 71-80.Markus Rieger-Ladich. Neustart der Privilegienkritik. Ein Plädoyer. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 21 (2024), S. 4-10.Jörg Scheller. (Un)Check Your Privilege. Wie die Debatte um Privilegien Gerechtigkeit verhindert. Stuttgart: Hirzel 2022.Steffen Vogel. Das Erbe von 68: Identitätspolitik als Kulturrevolution. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 66 (2021), S. 97-104.Katharina Walgenbach. Bildungsprivilegien im 21. Jahrhundert. In: Meike Sophia Baader/Tatjana Freytag (Hrsg.): Bildung und Ungleichheit in Deutschland. Wiesbaden: VS 2017, S. 513-536. **********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Soziologie: Freundschaften hängen auch vom Geldbeutel abSoziologie: Warum die Klimakrise polarisiertSoziologie: Geld als Kriegsmittel - Wie effektiv das ist**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok auf&ab , TikTok wie_geht und Instagram .
Das Vermächtnis des verstorbenen US-Präsidenten Jimmy Carter. Die »Welt«-Posse um Elon Musks AfD-Wahlwerbung. Sondersitzung des Innenausschusses zu Magdeburger Attentat. Das ist die Lage am Montagmorgen. Die Artikel zum Nachlesen: Amerikas meistverkannter Präsident Warum Populisten so leicht die Diskurse kapern Wieso konnte Taleb Al Abdulmohsen auf den Weihnachtsmarkt rasen?+++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
WOSCH WORLDTOUR: https://www.eventim.de/artist/ab17-podcast/?affiliate=GMTKlick hier für Rabatte und Partner Aktionen: https://bio.to/Ab17shownotesDas Steady Weihnachtspaket: hier zum Paket klickenInstagram: https://www.instagram.com/ab17podcastWhatsapp Channel: https://www.whatsapp.com/channel/0029VaBSCV98kyyQceNs4A1IAnfragen wegen Kooperationen oder Werbung gerne an: kontakt@diewoschs.deKathrin und Tommy Wosch laden in ihrer Folge von "Ab 17" zu einem humorvollen und reflektierenden Jahresrückblick ein, diesmal mit dem besonderen Gast Olli Welke. Gemeinsam tauchen sie in die Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres ein, angereichert mit persönlichen Anekdoten, satirischen Spitzen und pointierten Gesellschaftsanalysen. Olli Welke spricht über seine Erfahrungen in der Medienlandschaft, alte und neue Herausforderungen und den besonderen Humor, der Satire prägt.Von skurrilen Geschichten aus der Hotelzeit mit Merkel bis zu kontroversen Anekdoten über frühere TV-Formate wird kein Thema ausgelassen. Die Hosts teilen witzige Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und beleuchten Olli Welkes Karriere, die von Sportmoderation bis hin zur Kult-Satire reicht. Themen wie politische Selbstkritik, die Entwicklung von Persönlichkeiten wie Thomas Gottschalk und Harald Schmidt, sowie der Einfluss von Social Media auf heutige Diskurse werden ebenso angesprochen. Ein besonderes Highlight: Wie Olli Welke eine Bedrohung durch Islamisten humorvoll verarbeitete.Mit charmanter Selbstironie, klugem Witz und einem einzigartigen Gespür für Timing zeigen Kathrin, Tommy und Olli, warum sie zu den besten ihres Fachs gehören. Diese Episode ist ein Muss für alle Fans von bissigem Humor, tiefgehenden Gesprächen und einem Hauch Nostalgie.Inhalt00:00:00 Olli Welke im humorvollen Jahresrückblick00:03:10 Satirische Anekdoten über Politik und Gesellschaft00:07:52 Skurrile Geschichten aus der Medienbranche00:12:30 Der Einfluss von Social Media auf Satire00:18:45 Erinnerungen an gemeinsame Hotelabenteuer00:22:58 Bedrohungslage: Humor in schwierigen Zeiten00:27:06 Nostalgie: Highlights von Gottschalk und Schmidt00:33:21 Olli Welkes frühe Karriere und TV-Erfolge00:39:10 Die Rolle von Satire in der heutigen Politik00:43:28 Abschluss: Humorvolle Ausblicke auf 2025 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Anekdotisch Evident. Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei
Stolz Er sei die schlimmste aller Todsünden, schrieb C.S. Lewis, denn der Stolz führe zu allen anderen Sünden. Jenseits der Religion ist der Stolz ein evolutionärer Vorteil. Wer ihn zur Schau trägt, demonstriert Selbstbewusstsein und Dominanz. Im kapitalistischen Wertesystem gilt denn auch nicht der Stolz als Sünde, sondern ein geringes Selbstwertgefühl. Auf dem Hintergrund von Privilegienkritik fragt Alexandra danach, ob und wann es angebracht ist, stolz auf seine Leistungen zu sein.GerechtigkeitKatrin wirft einen kritischen Blick auf Diskurse über Gerechtigkeit. Denn zu oft wird Gerechtigkeit mit Gleichheit verwechselt. Ein Missverständnis, das zu Neid, Missgunst und Wut über vermeintliche "Ungerechtigkeiten" führt. Ist eine gerechte Gesellschaft wirklich eine, in der alle Menschen gleich behandelt werden, gleich viel haben, gleich viele Freiheiten genießen?Anzeige: Anekdotisch evident wird euch präsentiert von eurobuch.de – der Suchmaschine für Bücher.Links und HintergründeWikipedia: StolzWikipedia: Alain (Émile Chartier)The Ezra Klein Show: The Book That Predicted the 2024 ElectionWikipedia: John RawlsDLF: 50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit Gesellschaft für FreiheitsrechteDigitales Deutsches Frauenarchiv: Hedwig Dohmbpb: ChancengleichheitDer Freitag (€): Emanzipation ist wie Kaviar SZ: Erben ist ungerecht NDR: Die geheime Welt der Superreichen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Fri, 15 Nov 2024 07:00:00 +0000 https://podcast6de73d.podigee.io/107-ostdetuschland 13d8833e8751bbf9c5f10484c8a6f3c2 Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen findest du hier. Gefühlt liegen die Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen bereits eine Ewigkeit zurück – dabei sind sie maximal zweieinhalb Monate her. Wo im September noch alle mit Sorge und Interesse Richtung Ostdeutschland blickten, dominieren inzwischen andere Themen die Schlagzeilen: der Sieg von Trump in den USA und die Auflösung der Ampelkoalition. Selbst das Jubiläum "35 Jahre Mauerfall" am 9. November konnte daran nichts ändern. Gerade in diesen überfordernden Zeiten, die von einem Rechtsruck geprägt sind, ist es jedoch wichtiger denn je, begonnene Diskurse fortzuführen. Statt immer wieder zu versuchen, die Rechten in Ostdeutschland zu verstehen, möchten wir in dieser Folge den Fokus darauf legen, wie Widerstand in Ostdeutschland funktioniert. Wie organisiert man sich bei wachsenden Bedrohungslage? Wo ist der Widerstand erfolgreich? Wie gelingt es, sich gegen Stereotype zu stellen, ohne den Rechtsruck zu verharmlosen? Dazu haben wir mit fünf Menschen gesprochen, die aus Ostdeutschland kommen: der Soziologin Katharina Warda, der Aktivist*in Luna Möbius, der Journalistin Pia Stendera, der Aktivistin Theresa Ertel und der Journalistin Valerie Schönian. Mit ihnen haben wir über ihre Beziehung zu Ost- und Westdeutschland, Protest, Bedrohung, Identität und darüber gesprochen, was die Menschen vor Ort aktuell brauchen. Wir sind unglaublich dankbar für die klugen Stimmen, die wir in dieser Folge zu Wort kommen lassen durften! Hört unbedingt rein! Zivilgesellschaftliche Projekte in Ostdeutschland unterstützen: https://cloud.freiheitswolke.org/apps/forms/s/mC3BcyjMfFg36E5s7BeiSep9 full no Katharina Warda,Luna Möbius,Theresa Ertel,Va
Rechte Diskurse funktionieren professionalisiert und sind gerade in den sozialen Medien dominant und erfolgreich. Was kann man tun, um Menschen dafür zu sensibilisieren, wie Rechte reden? Welche Debatten lohnen sich? Sollte man Rechte in Talkshows einladen? Unsere Gäste: Die Macher von „Wie Rechte reden“ - ein Newsletter von Maria Timtschenko und Johannes Giesler
Das Erstarken des Rechtspopulismus gefährdet die Demokratie in Europa und den USA, heißt es. Doch um die Demokratie steht es in Wahrheit viel besser, als es die alarmistischen Diskurse derzeit vermuten lassen. Ein Kommentar von Wolfgang Merkel www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
Kaum ein deutscher Philosoph hat so intensiv erforscht, wie öffentlicher Streit und Diskurse in der Bundesrepublik funktionieren. Auch mit 95 Jahren analysiert Jürgen Habermas messerscharf aktuelle Geschehnisse. Von Christoph Vormweg.
Es sind düstere Zeiten. Und seit dem Wochenende sind sie etwas düsterer geworden. Mit Irans Angriff auf Israel steht die Region einmal mehr an der Schwelle eines Flächenbrands und die Welt einmal mehr vor der Möglichkeit des Ausbruchs eines weiteren Krieges. Wie bewahrt man in diesen Zeiten einen kühlen Kopf? Hat die Philosophie Rezepte, wie es gelingt sich angesichts der Nachrichtenlage nicht ohnmächtig zu fühlen? Der Wiener Philosoph und Autor Fahim Amir spricht mit Solmaz Khorsand über Hoffnung als politische Tugend in aussichtslosen Zeiten, giftige Diskurse, die unsere Wahrnehmung der Realität verzerren und was das Füttern von Tauben mit echtem Widerstand zu tun hat. Weiterführende Links: Fahim Amirs Podcast mit der Philosophin Lisz Hirn "Hirn und Amir": https://sound.orf.at/podcast/oe1/philosophieren-mit-hirn-und-amir Fahim Amirs Tauben-Essay: https://www.eurozine.com/1000-tauben/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem Podcast