Podcasts about protestbewegungen

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Best podcasts about protestbewegungen

Latest podcast episodes about protestbewegungen

99 ZU EINS
Episode 216: Heißer Herbst, aber ohne den Krieg? mit Leandros Fischer

99 ZU EINS

Play Episode Listen Later Dec 22, 2022 69:10


Die Kriegspolitik des Westens bleibt aus den Klagen und Forderungen der linken Protestbewegungen im sogenannten "Heißen Herbst" weitersgehend unbehandelt. Warum ist das so und was sind die Konsequenzen für diese Bewegungen, darüber sprechen wir mit Leandros Fischer. Link zum erwähnten Jacobin-Artikel: https://jacobin.de/artikel/wir-muessen-ueber-den-krieg-reden-sozialprotest-heisser-herbst-montagsdemos-afd-linke-wagenknecht-solidarischer-herbst-leandros-fischer/ Wir sind 99 ZU EINS! Ein Podcast mit Kommentaren zu aktuellen Geschehnissen, sowie Analysen und Interviews zu den wichtigsten politischen Aufgaben unserer Zeit.#leftisbest #linksbringts #machsmitlinks Wir brauchen eure Hilfe! So könnt ihr uns unterstützen: 1. Bitte abonniert unseren Kanal und liked unsere Videos. 2. Teil unseren content auf social media und folgt uns auch auf Twitter, Instagram und FB 3. Wenn ihr Zugang zu unserer Discord-Community, sowie exklusive After-Show Episoden und Einladungen in unsere Livestreams bekommen wollt, dann unterstützt uns doch bitte auf Patreon: www.patreon.com/99zueins 4. Wir empfangen auch Spenden unter: https://www.paypal.com/donate/?hostedbuttonid=NSABEZ5567QZE

Rendez-vous
Ungewöhnlich scharfe Proteste in China

Rendez-vous

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 30:45


Am Wochenende gingen in China Tausende auf die Strasse, um gegen die Null-Covid-Politik der Regierung zu protestieren. Dabei waren auch Rufe nach einem Rücktritt von Staats- und Parteichef Xi Jinping zu hören.  China sieht sich mit einer der grössten Protestbewegungen seit Jahrzehnten konfrontiert. In vielen Städten gingen übers Wochenende Menschen auf die Strassen, um gegen die Null-Covid-Strategie zu protestieren. Sogar Rücktrittsforderungen an Staatschef Xi Jinping sind kein Tabu mehr. Wie ist das einzuordnen? Fragen an China-Experte Ralph Weber von der Universität Basel. Weitere Themen: - Martin Candinas ist neu der höchste Schweizer - Zögerliche Erfolge bei Pestizid-Reduktion - Fentanyl-Krise: Die unschöne Seite von San Francisco - Happy End nach spektakulärem Kunstraub - Tagesgespräch: Rolle der Kantone beim Energiesparen und Zubauen

Das Politikteil
"Der Protest hat seine Unschuld verloren"

Das Politikteil

Play Episode Listen Later Nov 11, 2022 57:10


Seit Monaten blockieren Aktivisten der Gruppe Letzte Generation immer wieder Straßen und Autobahnen, attackieren Kunstwerke und kleben sich in Museen fest. Die einen sprechen von Notwehr, die anderen sehen in den Klimademonstranten nur eine Truppe von Flegeln, die ins Gefängnis gehört. Politiker von CDU und CSU haben sogar noch erhebliche Strafverschärfungen gefordert. In "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, fragen Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing: Was ist Protest, was ist Widerstand und was ist ziviler Ungehorsam? Was ist moralisch legitim, was ist juristisch gedeckt – und was funktioniert? Und wann kippt eine legitime Protestbewegung ins Radikale, das sich nicht mehr legitimieren lässt? Zu Gast in "Das Politikteil" ist ein Mann, der sich mit Radikalismen auskennt, aber auch damit, wie man sie überwindet: Ralf Fücks, ehemaliges Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland, später Vorsitzender der Grünen, heute leitet er den Thinktank Liberale Moderne. Er war auf vielen Demos dabei, saß sogar einmal drei Monate wegen einer Protestaktion im Gefängnis. Heute sagt er: "Es gibt eine strukturelle Versuchung aller Protestbewegungen, jedes Mittel für recht zu halten." Im Podcast diskutieren wir, wie sich der Protest heute von den Protesten gegen Atommülltransporte oder die Nato-Nachrüstung unterscheidet, welche Rolle das Existenzialistische der Bedrohungsszenarien spielt und die Autosuggestion, die von "Untergangsmetaphern" ausgeht. Fücks ist sich ganz sicher: "Die Welt wird nicht untergehen." Für einen Gastauftritt mit dabei ist auch ZEIT-Redakteurin Laura Cwiertnia, die sich seit Jahren mit Protest beschäftigt, auch mit radikalem Protest, und erklärt, wer die Aktivistinnen und Aktivisten der Letzten Generation sind. Und wo deren Grenzen der Militanz verlaufen. Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche eine Stunde lang über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Als Hosts moderieren Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing im Wechsel mit Ileana Grabitz und Peter Dausend.

Interviews - Deutschlandfunk
Ministerin Lemke über den Klimagipfel - Verständnis für den Zorn der jungen Generation

Interviews - Deutschlandfunk

Play Episode Listen Later Nov 9, 2022 11:27


Durch Ukrainekrieg und Energiekrise erwartet Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) schwierige Verhandlungen auf dem Klimagipfel in Ägypten. Der Druck durch Protestbewegungen und Kritik aus der Wissenschaft seien wichtige Antreiber für den Klimaschutz, betont sie.Steffi Lemke im Gespräch mit Philipp Maywww.deutschlandfunk.de, InterviewsDirekter Link zur Audiodatei

FM4 Auf Laut
Klimaproteste am Kipppunkt

FM4 Auf Laut

Play Episode Listen Later Nov 8, 2022 43:50


Angeschüttete Gemälde, festgeklebte Hände auf Dinoskeletten und Straßenblockaden zu Stoßzeiten - Protestbewegungen wie „Just Stop Oil“ in Großbritannien oder „Die Letzte Generation“ im deutschsprachigen Raum fallen durch immer häufigere und verzweifeltere Aktionen zivilen Ungehorsams auf. Das schafft zwar Aufmerksamkeit für ihre Anliegen, sorgt aber zunehmend auch für Unverständnis und Kontroversen. Tut sich die Klimabewegung mit dieser neuen Dimension des Protests einen Gefallen?! Wen und was können solche Aktionen erreichen? Das bespricht Ali Cem Deniz mit David Sonnenbaum von der Gruppe "Die Letzte Generation" und Hörer:innen.

Was jetzt?
Proteste im Iran: Ein Hauch von 1979

Was jetzt?

Play Episode Listen Later Oct 12, 2022 11:32


Nachdem bislang vor allem Studierende und Schülerinnen und Schüler im Iran die Proteste angetrieben haben, gibt es jetzt Anzeichen, dass sich die Proteste ausweiten. Wie vor der Revolution von 1979 schließen sich offenbar Teile der Arbeiterklasse den Protesten an. Haben die Proteste eine neue Dimension erreicht? Und was unterscheidet sie von den letzten Protestbewegungen in dem Land? Diese Fragen klärt Jannis Carmesin mit dem Filmemacher Ali Samadi, der bereits in der Vergangenheit Proteste im Iran begleitet hat. Die stark steigenden Preise und die schlechte Konjunktur lassen die Zahl der Firmenpleiten in die Höhe schnellen. Besonders groß ist Angst im Osten Deutschlands. August Modersohn ist Redakteur im Leipziger Büro der ZEIT und erklärt im Podcast, warum ostdeutsche Unternehmen besonders anfällig für die hohen Energiekosten sind. Und sonst so? Das vegetarische Krokodil Babiya ist tot. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Marc Fehrmann und Anne Schwedt Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Iran: Proteste gegen das Regime (https://www.zeit.de/thema/iran) Jîna Mahsa Amini: Iran geht verstärkt gegen Demonstranten in Kurdengebieten vor (https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-10/iran-j-na-mahsa-amini-demonstranten-kurdengebiete) Proteste gegen das Regime: Berichte über Streiks in iranischer Ölindustrie (https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-10/iran-frankreich-geiselnahme-catherine-colonna-freilassung-staatsbuerger) Energiekrise: Zahl der Firmeninsolvenzen im September um ein Drittel gestiegen (https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2022-10/energiekrise-insolvenzen-iwh-berechnung) Insolvenz durch Energiekrise: Für Zombie-Firmen wird es eng (https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-09/insolvenz-energiekrise-unternehmen-rezession-gaspreisbremse) Energiekrise in Ostdeutschland: Wohlstand in Scherben (https://www.zeit.de/2022/41/ostdeutschland-wirtschaft-energiekrise) Und sonst so? Das vegetarische Krokodil Babiya ist tot (https://www.newindianexpress.com/states/kerala/2022/oct/10/mysterious-crocodile-babiyano-more-devotees-flow-to-ananthapura-temple-in-kerala-2506632.html)

SWR1 Leute Baden-Württemberg
Florian Werner | Schriftsteller | Darum ist Stuttgart ein Zentrum der Protestbewegungen | SWR1 Leute

SWR1 Leute Baden-Württemberg

Play Episode Listen Later Sep 26, 2022 31:59


Florian Werner sagt: Der Regierungssitz mag sich noch in Berlin befinden. Wir leben schon längst in der Stuttgarter Republik. Denn hier treffen Wutbürger und ökologische Transformation, Querdenker und Willkommenskultur aufeinander.

Übertage
Folge 79: Aus der Praxis - Proteste gegen Preisexplosion

Übertage

Play Episode Listen Later Sep 3, 2022 47:33


In dieser Folge sprechen wir mit Alice und Tobias von der Basisgruppe Antifaschismus aus Bremen, über ihre Praxiserfahrungen mit den Kämpfen gegen die Preisexplosion. Wir sind uns sicher das wir hier alle für unsere entstehenden, oder noch zu bildenden Protestbewegungen etwas mitnehmen können. Linksliste und Übersicht verschiedener Basisinitiativen gegen die Teuerungen (Stand 3.9.22): ----Alle Links zu unseren Gästen---- * Basisgruppe Antifaschismus: http://basisgruppe-antifa.org/wp/ * Ums Ganze: https://www.umsganze.org/ * Beyond Europa: https://beyondeurope.net/ ----Alle Links zu Basisinitiativen gegen die Preisexplosion in Deutschland, die wir kennen und empfehlen---- * Preise runter Bündnis und Initiativen aus Bremen, Frankfurt am Main, Göttingen, Freiburg: https://preise-runter.org/ * Preise runter Dortmund: https://www.instagram.com/preise_runter_dortmund/ * anarchismus.de Materialkampagne zur Unterstützung der sozialen Kämpfe: https://anarchismus.de/preiserhoehungen * 9 Euro Fonds - 9 Euro Ticket selber machen: https://9eurofonds.de/ * Nicht mit uns Erfurt: https://nicht-mit-uns.org/ * scheiße teuer Darmstadt Telegram Koordination: https://t.me/scheisseteuer * Nicht auf unserem Rücken Kampagne: https://nichtaufunseremruecken.noblogs.org/ * Genug ist Genug Kampagne: https://www.wirsagengenug.de/ ----Texte die ihr euch einverleiben solltet zum Thema---- * Situationsanalyse Sommer 2022 von der plattform: Zeit der Krisen? Zeit für Widerstand! https://www.dieplattform.org/2022/08/23/situationsanalyse-sommer-2022-zeit-der-krisen-zeit-fuer-widerstand/ * Der Mythos der Lohn-Preis-Spirale – oder: warum alles teurer wird https://anarchismus.de/blog/der-mythos-der-lohn-preis-spirale * Was tun in der Krise? https://anarchismus.de/blog/was-tun-in-der-krise

SWR Aktuell im Gespräch
Der Protest-Herbst: Ist die Demokratie in Gefahr, Herr Haldenwang?

SWR Aktuell im Gespräch

Play Episode Listen Later Jul 22, 2022 24:51


Werden wir Massen-Demos erleben, wenn die Lebensmittel und Energiepreise steigen und die Heizungen kalt bleiben? Der Verfassungsschutz erwartet, dass die bekannten Protestbewegungen das Thema kapern, um Unruhe in Deutschland zu schüren. Auch Rechtsextreme bereiten sich darauf vor. Das Interview der Woche mit Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang hat Hauptstadtkorrespondentin Evi Seibert geführt.

SWR2 Impuls - Wissen aktuell
Archivradio: Warum Volkszählungen in den 1980ern zu Protesten führten

SWR2 Impuls - Wissen aktuell

Play Episode Listen Later May 30, 2022 4:18


Derzeit bekommen viele Bürger Post zum „Zensus 2022“. In den 1980er Jahren kamen die Volkszähler noch nach Hause – und wurden dort nicht gerade freundlich empfangen. Es entstanden Boykott- und Protestbewegungen.

Die Korrespondenten in Singapur
Korrespondentenfamilie plus

Die Korrespondenten in Singapur

Play Episode Listen Later May 19, 2022 24:11


Holger ist mit seinen ältesten Söhnen in Thailand. Ein nachdenkliches Gespräch über fremde Kulturen, Demokratie und der Blick der Jugend auf die Protestbewegungen in Südostasiens.

ndAktuell
Über die Grenzen des Journalismus

ndAktuell

Play Episode Listen Later May 9, 2022 24:07


In der Medienbranche geht es oft darum, die stärksten Bilder und Storys zu haben und am schnellsten zu sein. Schockierende menschliche Schicksale und extreme Bilder und Situationen sind in Kriegszeiten Alltag. Wo ist die Grenze für die Presse zwischen der Aufgabe, darüber aufzuklären und die Menschenwürde anderer zu wahren? Wir haben im System Journalismus per se Spannungen. Das Verlangen, dass möglichst schnell und umfassend berichtet werden soll, steht in einem Spannungsverhältnis zu einer gründlichen Recherche. Dazu kommt die Forderung, die Auflage zu erhalten oder gar zu erhöhen. Das führt wiederum dazu, dass ein gewisser Trend in Richtung drastische, schockierende Bilder und Berichterstattung geht. Und das steht in einer Spannung zur Wertschätzung gegenüber dem Berichtobjekt und dem Schützen derer Privatsphäre. Diese Situation wird gegenwärtig durch Social Media noch verstärkt, weil dort die Menschen Berichte praktisch in Echtzeit geliefert bekommen. Und damit wird der professionelle Journalismus ein Stück weit vor dieser Social Media Geschwindigkeit hergetrieben, weil die gleiche Schnelligkeit erwartet wird, zugleich aber auch seriöse Recherche. Das geht einfach nicht zusammen. Da müssen wir uns auch als Gesellschaft fragen: Was erwarten wir überhaupt von seriösem Journalismus? Wir können nicht nur Forderungen stellen. Für die Veröffentlichung von extremen Bildern wird oft das Argument genannt, dass die Aufklärung über die Situationen der Fokus ist und damit auch politischer Druck ausgeübt werden kann, wie damals im Vietnamkrieg. Wie würden Sie das bewerten? Wo ist die Grenze? Grundsätzlich ist dieser Gedanke richtig. Journalismus hat die Aufgabe zu informieren, damit die Rezipient*innen sich selbst ihre Meinung bilden und ihre Aufgabe als Bürger*innen in einer Demokratie entsprechend wahrnehmen können. Trotzdem bedeutet das nicht, dass diese Aufgabe und Pflicht, zu informieren, ein Freifahrtschein für jede Art von Bildern ist. Wir müssen jeweils auch den Kontext anschauen. In was für einer Gesellschaft findet welche Berichterstattung statt? Im Vietnamkrieg war es wichtig, durch brutale Bilder aufzurütteln. Innerhalb der USA gab es da ein sehr unkritisches Verhältnis zu den Vereinigten Staaten als Kriegspartei. Und erst durch Bilder, wie beispielsweise dieses sehr bekannte Bild von Nick Ut, der Kinder fotografierte, die vor einem Bombenangriff weglaufen, haben sich die Protestbewegungen in Gang gesetzt. So haben Menschen überhaupt erst Widerstand gegen den Krieg formiert. Heute sind wir, denke ich, in einer anderen Situation. Wir haben hier in Europa ein ziemlich klares Verständnis davon, dass Krieg schlecht ist und das, was in der Ukraine passiert, nicht passieren sollte, dass wir dringend etwas tun müssen. Die großen Fragen sind vielmehr: Welche Maßnahmen wollen wir ergreifen und sind wir auch bereit, unbequeme Maßnahmen durchzusetzen, beispielsweise was Wirtschaftssanktionen betrifft? Da sehe ich nicht die Notwendigkeit von brutalen Bildern. Journalist*innen sind neben Ersthelfenden, medizinischem Personal und Grenzpersonal eine der ersten Gruppen, die in Krisensituationen oder in Katastrophen da sind. Doch oft sind sie sich ihrer Verantwortung im Umgang mit traumatisierten Menschen und dieser psychologischen Komponente nicht bewusst. Was wären denn Ansätze für Redaktionen, Journalist*innen besser zu schulen? Wichtig wäre, Kenntnisse in Richtung Krisenintervention und ‑kommunikation zu vermitteln, damit man auch lernt zu verstehen, wie Krisen funktionieren. Nicht zuletzt, weil durch falsches Fragen Traumatisierungen noch einmal verstärkt werden können. Immer wieder hört man das Argument: Die Angehörigen der Verstorbenen haben ja eingewilligt, dass diese Bilder gezeigt werden. Nur kann man nicht von einer wirklich autonomen Entscheidung sprechen, weil die Menschen in solchen Sondersituationen emotional so am Rand dessen sind, was sie überhaupt noch ertragen können. Da kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass sie eine rationale Entscheidung treffen. Menschen sind in besonders belastenden Situationen auch eher bereit, intime Dinge zu erzählen. Die lassen sich zwar gut vermarkten, aber die betroffene Person wird es im Nachhinein vielleicht bereuen, diese Dinge preisgegeben zu haben. Deshalb braucht es Journalist*innen, die bereit sind, aus Respekt der Person gegenüber zugunsten des Berichtobjekts zu entscheiden und auf eigene wirtschaftliche oder berufliche Vorteile zu verzichten. Es braucht Systeme, die eben solches verantwortliches journalistisches Handeln fördern und belohnen. Einzelne, die auf eine sensationsorientierte Berichterstattung verzichten und darauf, die Emotionen von den betroffenen Menschen auszubeuten, sollten keine Nachteile haben. Welche Emotionen werden durch die derzeitigen Bilder in der Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bei Menschen hervorgerufen? Entsetzen, Mitgefühl und Angst. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die kriegerische Konflikte erlebt haben. Das sind unsere hochbetagten Mitbürger*innen, aber auch Menschen, die selbst einen Fluchthintergrund haben und in Deutschland leben. Die werden angetriggert durch solche Bilder. Es werden Angstzustände aus früheren Situationen wachgerufen. Ein weiteres Gefühl ist Ohnmacht: Die Situation ist dramatisch, trotzdem sieht der*die Einzelne nicht, was er*sie dazu beitragen kann, dass sich etwas verbessert. Negative Emotionen können dazu führen, dass Menschen sich abschotten. Wir sollten eigentlich eher Wege und Optionen zeigen, wie sich Menschen engagieren können, wie eben dieses positive Gefühl der Empathie wirksam werden kann. Ich war vor zwei Monaten an der polnisch-ukrainischen Grenze und habe dort einen Helfer kennengelernt, der am Anfang sehr kritisch auf uns reagierte. Später erzählte er, dass zu Beginn des Krieges Journalist*innen an die Grenze gefahren seien und ein Feuer gelegt hätten, um krassere Bilder zu bekommen. Es hat ihn sehr misstrauisch gegenüber Pressevertreter*innen gemacht. Kann als moralisch verstandenes Fehlverhalten zu noch größerem Misstrauen in die Medien führen? Dieses Problem hat man natürlich in jedem Beruf, dass einzelne Vertreter*innen, die sich besonders schlecht verhalten, die Reputation der ganzen Branche gefährden. Das wird man nie in den Griff bekommen. Umso wichtiger ist es, eine sehr solide Ausbildung und klar definierte Verhaltenskodizes zu haben. Das ist im Journalismus der Fall. Außerdem sollte der Journalismus von dem System, das ihn umgibt, also konkret von der Gesellschaft, mehr Unterstützung bekommen und nicht mehr Druck. Wir müssen uns in einer Demokratie bewusst sein, dass guter Journalismus einen Preis hat, dass es dafür Zeit braucht. Und wir müssen die entsprechenden Ressourcen dafür zur Verfügung stellen, wenn uns das ein Anliegen ist. Bei schädlichen Bildern, sowohl für die sehende als auch die fotografierte Person: Könnte man das auch mit einer Triggerwarnung auffangen? Aber könnte es nicht auch passieren, dass Menschen abstumpfen, wenn man zu viele Warnungen ausspricht? Beides ist der Fall. Es macht sicher Sinn, Triggerwarnungen einzusetzen. Mir wurde oft von Menschen erzählt, dass sie sich von Bildern sehr belastet fühlen, besonders auch von bewegten Bildern. Diese versuchen sie bewusst zu vermeiden, gerade wenn sie Triggerwarnungen sehen. Das sind aber natürlich Menschen, die bereits ein hohes Maß an Medienkompetenz mitbringen. Davon kann man nicht im Allgemeinen ausgehen. Manche Menschen werden durch Triggerwarnungen vielleicht gerade in ihrer Neugierde angestoßen, doch hinzusehen. Triggerwarnungen sind aber dennoch sinnvoll, weil sie ein Stück weit Transparenz bedeuten.

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit
Blick auf Europas Osten – Mischa Gabowitsch

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit

Play Episode Listen Later Apr 27, 2022 24:20


Das Bild von Osteuropa ist viel zu ungenau und undifferenziert – auch in Osteuropa selbst, sagt Mischa Gabowitsch. Der Historiker und Soziologe vom Einstein Forum in Potsdam beschäftigt sich insbesondere mit Gedenkkultur und Protestbewegungen. Moderation: Julia Schöning Von WDR 5.

Jacobin Talks
Von der Postpolitik zur Hyperpolitik | mit Anton Jäger

Jacobin Talks

Play Episode Listen Later Mar 6, 2022 28:58


In den 1990er und 2000er Jahren legten Technokraten die politische Auseinandersetzung lahm. Heute ist die Gesellschaft wieder extrem politisiert – aber kaum politisch organisiert. Darum geht es in der Folge von #JacobinTalks. Große politische Protestbewegungen wie Black Live Matters oder Fridays for Future schaffen es kaum, langfristige politische Institutionen zu etablieren und einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbau voranzutreiben. Gleichzeitig reduziert sich das politische Engagement vieler Menschen auf plakative Selbstdarstellung und Moralismus in den Sozialen Medien. Wie gelang politische Organisierung früher und was unterscheidet die aktuelle #Politik von der Phase der Postpolitik (Colin Crouch), die vor allem die Nullerjahre prägte?

Nifty NFTs - Web3 Business & Tech mit Bene & Tom
OpenSea Scam | The DAO | Crypto City

Nifty NFTs - Web3 Business & Tech mit Bene & Tom

Play Episode Listen Later Feb 25, 2022 53:00


In der 6. Episode vom Nifty NFT Podcast reden Tom und Bene über aktuelle NFT Projekte, Hacks und aktuelle Ereignisse, die Web3 und den Kryptobereich nachhaltig prägen. Die heutige Episode steht im Zeichen vom OpenSea Scam vom Jänner 2022, der Enthüllung des Ethereum DAO Hacks und lokalen und regionalen Unterschieden in der rechtlichen Behandlung von Krypto. Weitere Themen: Crypto Cities und Initiativen, die Reaktion der kanadischen Regierung auf Protestbewegungen. Wir freuen uns auf euer Feedback! 00:00 Intro: Themenüberblick (Ukraine, Politik, Cryptohacks: Bitfinex, The DAO & Kanada) 05:15 Tom's NFT Projekt der Woche: Not Your Bro 11:36 OpenSea Hack & Security Tips für die eigenen NFTs 20:20 Ethereum "The DAO" Hacker enthüllt - Kontroverse um Ethereum und Diskussion um Dezentralisierung - Rechtliche Lage zu Ethereum in Hacks 33:10 Kanada - Bürgerrechtsverletzung um Trucker/LKW Fahrer 43:27 Over & Underrated: Bitcoin/Crypto City Initativen: Lugano, Portugal, Miami, El Salvador, Schweiz 52:28 Outro - Kommentieren, liken und abonnieren! Ressourcen: ** Tweet Storm zum OpenSea Scam ** https://twitter.com/isotile/status/1495234649970421760?s=20&t=g-cez0BMsUcodJVS0C9AJg ** Ethereum "The DAO" Hacker enthüllt ** https://www.forbes.com/sites/laurashin/2022/02/22/exclusive-austrian-programmer-and-ex-crypto-ceo-likely-stole-11-billion-of-ether/ ** Geschichte zum The Dao Hack ** https://www.gemini.com/cryptopedia/the-dao-hack-makerdao ** Julian Hosp - Ex-Business Partner vom potenziellen Ethereum DAO Hacker ** https://julianhosp.com/tenx-co-founder-toby-hoenisch-hacked-the-dao/ ** Not Your Bro NFTs ** https://notyourbro.co/ ** CryptoCobie: Incentivestrukturen in Crypto ** https://cobie.substack.com/p/incentives-structures ** Twitter account von GmoneyNFT ** https://twitter.com/gmoneyNFT ** Truckerblockaden der Handelswege zwischen USA/Kanada ** https://www.theringer.com/2022/2/15/22934229/what-american-media-is-getting-wrong-about-canadas-big-protests https://www.derstandard.at/story/2000133366863/berichte-kanadaerwaegt-wegen-trucker-protesten-einen-notstand-auszurufen?ref=NiftyNFTPodcast ** Bank und Cryptokonten der Trucker/Unterstützer eingefroren ** https://blockworks.co/government-crypto-powers-in-spotlight-after-canadian-trucker-protest-is-disbanded/ ** Crypto Cities - Interview mit Balaji Srinivasan ** https://www.youtube.com/watch?v=qRao8xS_nyM ** Puerto Rico - Crypto Steuerparadis** https://decrypt.co/92437/puerto-rico-crypto-tax

Stadt Wien Podcast
S8E2: Desinformation als politische Strategie

Stadt Wien Podcast

Play Episode Listen Later Jan 16, 2022 19:12


Folge 2 der Staffel  Fake News und Desinformation: Wir beschäftigen uns damit, wie sich die Infodemie ausbreitet und wie gezielte Desinformationen politische Protestbewegungen stärken können. Wie wird die Gesellschaft polarisiert und wer ist dafür anfällig.Produziert von Patrice Fuchs. Die Stadt Wien hat eine  Aufklärungskampagne zum Thema Fake News. Informationen finden Sie hier: https://www.wien.gv.at/medien/fake-news/

Kultur kompakt
Zum Tod der Fotografin Sabine Weiss

Kultur kompakt

Play Episode Listen Later Dec 30, 2021 20:14


(00:00:00) Sie war eine der stilbildenden Fotografinnen der Nachkriegszeit: Sabine Weiss, geboren 1924 in der Westschweiz. Nun ist sie im Alter von 97 Jahren in Paris gestorben. Sabine Weiss wurde als letzte Vertreterin der humanistischen Fotografie gefeiert. Ein Gespräch über ihre Verdienste. Weitere Themen: (00:05:34) Verliebt ins europäische Kino, Jazzmusik und junge Frauen: Woody Allens neuer Film «Rifkins Festival» (00:09:38) Protestbereitschaft: Eine Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart widmet sich der Ästhetik von Protestbewegungen. (00:14:27) Ziviler Ungehorsam in Belgien: Was ist los im belgischen Kulturbetrieb?

SWR2 Zeitgenossen
Alice Bota: „Ich hab ein Faible für Osteuropa“

SWR2 Zeitgenossen

Play Episode Listen Later Dec 18, 2021 44:11


Ob in Georgien, Armenien oder auf dem Maidan in Kiew - als Journalistin berichtet Alice Bota über politische Protestbewegungen weltweit, bevorzugt allerdings aus Osteuropa. Besonders beeindruckt ist die Leiterin des Moskau-Büros der Zeitung DIE ZEIT von den Anführerinnen der Proteste in Minsk, die sie in ihrem Buch „Die Frauen von Belarus“ porträtiert.

Die Woche in Tessin und Romandie
Weniger starkes Ja zum Covid-Gesetz im Tessin und in der Romandie

Die Woche in Tessin und Romandie

Play Episode Listen Later Dec 3, 2021 24:48


Ein deutliches Ja zum Covid-Gesetz gab es aus der Westschweiz und aus dem Tessin. Aber die Zustimmung liess in praktisch allen Kantonen der Westschweiz und auch im Tessin im Vergleich zur ersten Abstimmung im Juni nach. Die hohe Stimmbeteiligung und neue Protestbewegungen könnten der Grund sein. Weitere Themen: * Neues Biomedizin-Zentrum in Bellinzona * Erstes Männerbüro in der Westschweiz in Planung * Der Waadtländer Freiheitsheld Major Davel soll 300 Jahren nach seiner Hinrichtung freigesprochen werden

Was kommt danach?
Eine andere Welt ist (un)denkbar?

Was kommt danach?

Play Episode Listen Later Nov 15, 2021 25:51


Gibt es heute noch Utopien? Sehr wohl! Unsere Gäste haben sich sechs aktuelle Realutopien unterschiedlicher Denker:innen – von Eduard Heimann über Erik Olin Wright bis hin zu Jürgen Habermas und Harald Welzer – angesehen. Bei unsere Montagsrunde berichten Sie, was diese Ideen ausmacht und diskutieren, welche Transformationswege es für die Umsetzbarkeit der Utopien es gibt. Dabei werden u.a. Gerechtigkeits-, Partizipations- und Nachhaltigkeitsfragen aufgeworfen sowie Bezüge zu aktuellen Protestbewegungen hergestellt. Sie fragen, ob wir nicht sofort kluge Anregungen für Reformen der Sozialpolitik aus diesen Realutopien ziehen könnten? Impuls: Gisela Kubon-Gilke (Professorin für Ökonomie, Evangelischen Hochschule Darmstadt) und Remi Maier-Rigaud (Professor für Sozialpolitik, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/ Die Rezension zum Buch "Utopien und Sozialpolitik" finden Sie hier: https://www.prozukunft.org/buecher/utopien-und-sozialpolitik

Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle
Mit Hashtags für mehr Gerechtigkeit?

Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle

Play Episode Listen Later Nov 2, 2021 2:37


Mit Hashtags entwickeln sich heute digitale Protestbewegungen in den Sozialen Medien. Viele Prominente haben die Auswirkungen bereits zu spüren bekommen. Doch worum genau geht es hier und wer protestiert gegen wen?

KaiserTV Podcast
Direkte Aktion! (Livestream vom 27.07.2021)

KaiserTV Podcast

Play Episode Listen Later Jul 28, 2021 38:18


Livestream von 27.07.2021:   Direkte Aktion! Müssen wir zivilien Widerstand leisten? Warum gerade ziviler Ungehorsam? Was bringt zivilier Ungehorsam uns angesichts der politischen und medialen Übermacht des "Gegners"? Welche anderen Aktionsformen bleiben sonst übrig? Die Revolutionen der letzten Jahrzehnte erscheinen eingefroren, ohnmächtig. Selbst große Demonstrationen wie in Paris oder London haben keine Durschlagskraft, weil sie von den Medien nicht gezeigt werden. Die Abhängigkeit der Protestbewegungen von der Medienberichterstattung ist dabei ein wichtiger Punkt.

Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?

Das neuartige Coronavirus verbreitet sich auf der Welt und in Deutschland. In der vierten Folge von „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“ inszeniert sich Ken Jebsen als der Batman-Bösewicht Joker und ruft reichweitenstark zu Protestbewegungen gegen die Corona-Maßnahmen auf. Performance und Protest bis zur Eskalation – fast unbemerkt verlässt er währenddessen die Bühne. Unter bpb.de/cuibono findet ihr zu jeder Episode passende Publikationen mit Hintergrundwissen und weiterführende Infos beispielsweise zum Thema Corona.

WWU-Cast – wissen.leben.hören
Krise der katholischen Kirche: Missbrauchsskandal, Austritte und Protestbewegungen

WWU-Cast – wissen.leben.hören

Play Episode Listen Later Jun 16, 2021 55:43


In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse in der katholischen Kirche überschlagen: Nach der apostolischen Visitation im Erzbistum Köln und dem überraschenden Rücktrittsangebot von Kardinal Marx ist eine hitzige Debatte um die Kirche als Institution entstanden. Prof. Dr. Thomas Schüller, der am Institut für Kanonisches Recht der WWU lehrt und forscht, ordnet die Vorfälle nun im Podcast ein. Neben den aktuellen Ereignissen geht es in dem Gespräch auch um die Präventionsmaßnahmen in den Bistümern, strukturelle Probleme der Kirche und Protestbewegungen wie beispielsweise "Maria 2.0".

Burning Futures: On Ecologies of Existence
#10 Regenerieren statt Erschöpfen: Mit Maja Göpel und Eva von Redecker

Burning Futures: On Ecologies of Existence

Play Episode Listen Later Jun 16, 2021 66:58


“Burning Futures” bringt die Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung und Mitbegründerin von “Scientists for Future” Maja Göpel und die Revolutionsphilosophin und Feministin Eva von Redecker ins Gespräch. Beide haben in jüngster Zeit ihre Stimmen prominent für tiefgreifende Veränderungsprozesse im Kontext von Kapitalismus, Wachstumslogik, Nachhaltigkeit und Autoritarismus erhoben. Neben ihrer beider Kritik an der Verteilung und Funktion von Eigentum entwickeln sie Visionen von Zukünften – ob durch politisch-ökonomische Transformation bei Göpel oder durch die Kraft einer “Gemeinschaft der Teilenden” der jüngsten Protestbewegungen bei von Redecker. Sie diskutieren über ihre gemeinsamen, aber auch differierenden Vorstellungen für einen notwendigen Wandel, der im Regenerieren statt im Erschöpfen von Ressourcen, Naturkulturen und Menschen begründet sein muss.

International
Die furchtlosen Kriegerinnen Afrikas

International

Play Episode Listen Later Jun 12, 2021 25:45


Unterdrückt, arm, abhängig von Männern: Dieses Bild von afrikanischen Frauen herrscht in vielen Köpfen vor. Aber es gibt eine andere Realität: In Afrika kämpfen Frauen mutig an vorderster Front für Frieden und Freiheit, sind Umweltaktivistinnen, stellen sich an die Spitze von Protestbewegungen. Kämpferische Frauen haben in Afrika Tradition. Zumindest in Benin, wo im Königreich «Dahomey» lange Zeit eine Elite-Frauenarmee bestand. Manchen Historikern gelten sie heute als eine Art «Überfeministinnen», deren Geschichte mit dem Hollywoodfilm «Black Panther» vor Kurzem neue Aufmerksamkeit erhielt.  Diese «Amazonen» aus Benin sind Vorbilder, heute aber kämpfen afrikanische Frauen mit anderen Mitteln – wenn auch nicht weniger furchtlos. In dieser Episode werden einige dieser Frauen vorsgestellt: Es sind Frauen wie Stella Nyanzi. Die Wissenschaftlerin, Politikerin und Feministin kämpft lautstark und provokativ gegen Ugandas Langzeitherrscher Yoweri Museveni. Sie wurde verhaftet und misshandelt. Einschüchtern lässt sie sich davon nicht.  In Nigeria waren es 2020 vor allem Frauen, die sich an die Spitze einer Protestbewegung stellten. Sie wehrten sich unter anderem gegen Polizeigewalt. Auch Aisha Yesufu ging auf die Strasse. In Nigeria wurde sie zur Ikone des Protests stilisiert. Aber schon früher hatte sie international auf sich aufmerksam gemacht, als sie die Protestbewegung «Bring back our girls» mitinitiierte. Sie fordert die Freilassung von Mädchen, die von der Terrorgruppe «Boko Haram» entführt worden waren.  In Kenia schliesslich lebt die furchtlose Josephine Ekiru. Um Elefanten zu schützen, legte sie sich auch mit Wilderern an. Die lockten sie in einen Hinterhalt, den sie nur knapp überlebte. Mit ihrer Hartnäckigkeit konnte sie schliesslich gar einen berüchtigten Wilderer davon überzeugen, die Seite zu wechseln.  All diese Frauen stehen für ein anderes Bild afrikanischer Frauen: Das von kämpferischen, mutigen, furchtlosen Afrikanerinnen, die nicht sich nicht länger mundtot machen lassen. 

International HD
Die furchtlosen Kriegerinnen Afrikas

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Play Episode Listen Later Jun 12, 2021 25:45


Unterdrückt, arm, abhängig von Männern: Dieses Bild von afrikanischen Frauen herrscht in vielen Köpfen vor. Aber es gibt eine andere Realität: In Afrika kämpfen Frauen mutig an vorderster Front für Frieden und Freiheit, sind Umweltaktivistinnen, stellen sich an die Spitze von Protestbewegungen. Kämpferische Frauen haben in Afrika Tradition. Zumindest in Benin, wo im Königreich «Dahomey» lange Zeit eine Elite-Frauenarmee bestand. Manchen Historikern gelten sie heute als eine Art «Überfeministinnen», deren Geschichte mit dem Hollywoodfilm «Black Panther» vor Kurzem neue Aufmerksamkeit erhielt.  Diese «Amazonen» aus Benin sind Vorbilder, heute aber kämpfen afrikanische Frauen mit anderen Mitteln – wenn auch nicht weniger furchtlos. In dieser Episode werden einige dieser Frauen vorsgestellt: Es sind Frauen wie Stella Nyanzi. Die Wissenschaftlerin, Politikerin und Feministin kämpft lautstark und provokativ gegen Ugandas Langzeitherrscher Yoweri Museveni. Sie wurde verhaftet und misshandelt. Einschüchtern lässt sie sich davon nicht.  In Nigeria waren es 2020 vor allem Frauen, die sich an die Spitze einer Protestbewegung stellten. Sie wehrten sich unter anderem gegen Polizeigewalt. Auch Aisha Yesufu ging auf die Strasse. In Nigeria wurde sie zur Ikone des Protests stilisiert. Aber schon früher hatte sie international auf sich aufmerksam gemacht, als sie die Protestbewegung «Bring back our girls» mitinitiierte. Sie fordert die Freilassung von Mädchen, die von der Terrorgruppe «Boko Haram» entführt worden waren.  In Kenia schliesslich lebt die furchtlose Josephine Ekiru. Um Elefanten zu schützen, legte sie sich auch mit Wilderern an. Die lockten sie in einen Hinterhalt, den sie nur knapp überlebte. Mit ihrer Hartnäckigkeit konnte sie schliesslich gar einen berüchtigten Wilderer davon überzeugen, die Seite zu wechseln.  All diese Frauen stehen für ein anderes Bild afrikanischer Frauen: Das von kämpferischen, mutigen, furchtlosen Afrikanerinnen, die nicht sich nicht länger mundtot machen lassen. 

Sternstunde Philosophie
Mut zur Dissidenz – Leben im Widerstand

Sternstunde Philosophie

Play Episode Listen Later May 30, 2021 60:12


Jede Woche ziehen in Minsk, Myanmar und Hongkong Hunderttausende auf die Strasse. Wolfram Eilenberger spricht mit der belarussischen Philosophin Olga Shparaga und dem Schriftsteller Marko Martin über den Mut zur Freiheit, über neue Protestformen und den globalen Kampf für offene Gesellschaften. Gestohlene Wahlen, verlorene Grundrechte, brutale Militärs. Wie fragil demokratische Ordnungen in Wahrheit sind, zeigt sich derzeit in Hongkong ebenso deutlich wie in Myanmar und Belarus. Unter Einsatz ihrer Existenz ziehen dort jede Woche hunderttausende Bürgerinnen und Bürger auf die Strasse und kämpfen für eine freie Gesellschaft. Was unterscheidet diese neuen Protestbewegungen von ihren Vorläufern? Welche Erfolgschancen haben sie? Sind sie gar Vorläufer neuer, globaler Emanzipationsbewegungen? Darüber spricht Wolfram Eilenberger mit der im Exil lebenden belarussischen Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga – Autorin des Buches «Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus» – und mit dem Schriftsteller und Publizisten Marko Martin – Autor des Buches «Dissidentisches Denken».

Sternstunde Philosophie HD
Mut zur Dissidenz – Leben im Widerstand

Sternstunde Philosophie HD

Play Episode Listen Later May 30, 2021 60:35


Jede Woche ziehen in Minsk, Myanmar und Hongkong Hunderttausende auf die Strasse. Wolfram Eilenberger spricht mit der belarussischen Philosophin Olga Shparaga und dem Schriftsteller Marko Martin über den Mut zur Freiheit, über neue Protestformen und den globalen Kampf für offene Gesellschaften. Gestohlene Wahlen, verlorene Grundrechte, brutale Militärs. Wie fragil demokratische Ordnungen in Wahrheit sind, zeigt sich derzeit in Hongkong ebenso deutlich wie in Myanmar und Belarus. Unter Einsatz ihrer Existenz ziehen dort jede Woche hunderttausende Bürgerinnen und Bürger auf die Strasse und kämpfen für eine freie Gesellschaft. Was unterscheidet diese neuen Protestbewegungen von ihren Vorläufern? Welche Erfolgschancen haben sie? Sind sie gar Vorläufer neuer, globaler Emanzipationsbewegungen? Darüber spricht Wolfram Eilenberger mit der im Exil lebenden belarussischen Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga – Autorin des Buches «Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus» – und mit dem Schriftsteller und Publizisten Marko Martin – Autor des Buches «Dissidentisches Denken».

Sternstunde Philosophie
Mut zur Dissidenz – Leben im Widerstand

Sternstunde Philosophie

Play Episode Listen Later May 30, 2021 60:35


Jede Woche ziehen in Minsk, Myanmar und Hongkong Hunderttausende auf die Strasse. Wolfram Eilenberger spricht mit der belarussischen Philosophin Olga Shparaga und dem Schriftsteller Marko Martin über den Mut zur Freiheit, über neue Protestformen und den globalen Kampf für offene Gesellschaften. Gestohlene Wahlen, verlorene Grundrechte, brutale Militärs. Wie fragil demokratische Ordnungen in Wahrheit sind, zeigt sich derzeit in Hongkong ebenso deutlich wie in Myanmar und Belarus. Unter Einsatz ihrer Existenz ziehen dort jede Woche hunderttausende Bürgerinnen und Bürger auf die Strasse und kämpfen für eine freie Gesellschaft. Was unterscheidet diese neuen Protestbewegungen von ihren Vorläufern? Welche Erfolgschancen haben sie? Sind sie gar Vorläufer neuer, globaler Emanzipationsbewegungen? Darüber spricht Wolfram Eilenberger mit der im Exil lebenden belarussischen Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga – Autorin des Buches «Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus» – und mit dem Schriftsteller und Publizisten Marko Martin – Autor des Buches «Dissidentisches Denken».

Treffpunkt
Aufstand! – Die neue Podcast-Serie

Treffpunkt

Play Episode Listen Later Apr 16, 2021 57:05


In aller Welt gibt es Protestbewegungen. Dahinter stecken vorwiegend jüngere Menschen, die enorme Risiken in Kauf nehmen, um für Dinge zu kämpfen, die in Europa längst selbstverständlich sind. SRF- Korrespondentinnen und -Korrespondenten stellen solche Menschen vor.  Ahmed Ibrahim, Sudan Es war im April 2019 in Khartum, der Hauptstadt des Sudan. Nach wochenlangen Protesten hatte der Langzeitherrscher Baschir seine Macht abgeben müssen. Zehntausende demonstrierten weiter, für die Vollendung ihrer Revolution. Unter ihnen der 24-jährige Ahmed Ibrahim. Afrika-Korrespondent Samuel Burri traf Ahmed in den Strassen Khartums. Er lag auf einem Bettgestell, übermüdet vom wochenlangen Demonstrieren. Die beiden kamen ins Gespräch, tranken zusammen Tee am Ufer des Nils. Ahmed war erfüllt von Euphorie über den geglückten Umsturz und voller Hoffnung, jetzt werde alles besser in einem der ärmsten Länder Afrikas. Travon Brown, USA Der 18-jähriger Schüler Travon Brown bringt die Black-Lives-Matter-Proteste mitten in eine Gegend der USA, in der vor kurzem noch der berüchtigte Ku-Klux-Klan wütete. Er organisierte in der Kleinstadt Marion, im Hinterland des Bundesstaats Virginia, zwei Protestkundgebungen für «Black Lives Matter» - für die Bewegung, die sich gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und gegen die Diskriminierung von Menschen afroamerikanischer Abstammung richtet. USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi erzählt die Geschichte von Travon. Wie der Teenager das alles geschafft hat und welchen Preis er dafür bezahlen musste.

Treffpunkt
Aufstände in Weissrussland und Polen

Treffpunkt

Play Episode Listen Later Apr 13, 2021 56:52


In aller Welt gibt es Protestbewegungen. Dahinter stecken vorwiegend jüngere Menschen, die enorme Risiken in Kauf nehmen, um für Dinge zu kämpfen, die in Europa längst selbstverständlich sind. Unsere Korrespondent/innen stellen euch solche Menschen vor.  Sie geben einen Einblick, was es heisst, unter teils gefährlichen Umständen über solche Protestbewegungen zu berichten. Heute im «Treffpunkt» am Beispiel von Weissrussland und Polen. Gäste:  * David Nauer, Russlandkorrespondent. Er berichtet auch über Weissrussland * Roman Fillinger, Osteuropakorrespondent. Er ist in Polen stationiert 

FAZ Podcast für Deutschland
Trotz Krieg und Unterdrückung: „Der Arabische Frühling lebt weiter!“

FAZ Podcast für Deutschland

Play Episode Listen Later Apr 12, 2021 29:58


Sie wollten Demokratie und Menschenrechte, bekamen aber Schläge und Giftgas. Wie schauen Oppositionelle ein Jahrzehnt später auf die Arabellion? Und haben die sozialen Medien tatsächlich zum Erfolg der Protestbewegungen beigetragen?

Hotspot
Aufstand! Folge 5: Ali, Irak

Hotspot

Play Episode Listen Later Apr 9, 2021 32:44


Sauberes Wasser, Strom ohne Unterbrüche, faire Chancen auf einen Job: Das sind Dinge, die in der Schweiz für fast alle selbstverständlich sind. Nicht so im Irak. Ali ist einer von Zigtausenden Menschen, die dort für bessere Lebensbedingungen demonstrieren - und dabei ihr Leben riskieren. Um Aktivisten wie Ali geht es in dieser Podcast-Serie über die globalen Protestbewegungen. Nahost-Korrespondentin Susanne Brunner erzählt im Gespräch mit Roger Brändlin, wie sie Ali in Bagdad begegnet ist und wie schwierig es für ihn war, offen zu reden. Weil man im Irak nie sicher sein kann, ob ein Spitzel zuhört: im Dienst des Staates oder von einer der vielen Milizen. Doch Ali fasste Vertrauen in die Journalistin und erzählte ihr seine Geschichte. Dass er in seinen 28 Jahren nichts als Gewalt und Krieg erlebt hat. Wie er von einer der Milizen mit dem Tod bedroht wurde und aus Bagdad flüchten musste. Susanne blieb per Whatsapp und E-Mail mit ihm in Kontakt. Doch auf ihre letzte Mitteilung hat sie keine Antwort mehr erhalten. Ob Ali noch lebt, weiss sie nicht. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Susanne Brunner und Roger Brändlin, Produktion: Marco Morell und Jonathan Sippel, Technik: Andreas Baumann, Distribution: Edith Gillmann und Stefanie Weber, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen

Hotspot
Aufstand! Folge 4: Nathan, Hongkong

Hotspot

Play Episode Listen Later Apr 9, 2021 32:28


Er gehört zu den Führungsfiguren der Demokratiebewegung in Hongkong. Für kurze Zeit war er sogar Abgeordneter im Parlament. Dann musste er ins Gefängnis. Und schliesslich ins Ausland flüchten. Nathan Law hat mit seinen 27 Jahren schon viel erlebt. Um seine Geschichte geht es hier. Seine Mutter hatte ihn immer gewarnt, er solle sich von der Politik fernhalten. Doch er hörte nicht auf sie, nahm die Konfrontation auf mit dem übermächtigen chinesischen Staat. Auch nach seiner Zeit im Gefängnis war Nathan Law wieder politisch aktiv und trug dazu bei, dass die Hongkonger Proteste zum Vorbild wurden für viele andere Protestbewegungen in der Welt. Um diese Bewegungen geht es in dieser Podcast-Serie. Und um die Menschen, die dahinter stehen. China-Korrespondent Martin Aldrovandi erzählt im Gespräch mit Roger Brändlin, wie er Nathan Law in Hongkong begegnet ist und was er von ihm alles erfahren hat. Auch jetzt, wo dieser in London im Exil lebt, hat er erneut Kontakt zu ihm aufgenommen. Nathan hat ihm erklärt, weshalb er die Hoffnung auf ein freieres Hongkong nicht aufgegeben hat. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Martin Aldrovandi und Roger Brändlin, Produktion: Marco Morell und Jonathan Sippel, Technik: Andreas Baumann, Distribution: Edith Gillmann und Stefanie Weber, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen

Hotspot
Aufstand! Folge 3: Ahmed, Sudan

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Play Episode Listen Later Apr 9, 2021 27:26


Es war im April 2019 in Khartum, der Hauptstadt des Sudan. Nach wochenlangen Protesten hatte der Langzeitherrschar Baschir seine Macht abgeben müssen. Zehntausende demonstrierten weiter, für die Vollendung ihrer Revolution. Unter ihnen der 24-jährige Ahmed Ibrahim. Um seine Geschichte geht es hier. Afrika-Korrespondent Samuel Burri traf Ahmed in den Strassen Khartums. Er lag auf einem Bettgestell, übermüdet vom wochenlangen Demonstrieren. Die beiden kamen ins Gespräch, tranken zusammen Tee am Ufer des Nils. Ahmed war erfüllt von Euphorie über den geglückten Umsturz und voller Hoffnung, jetzt werde alles besser in einem der ärmsten Länder Afrikas. Ahmed ist einer von sechs Aktivisten, die wir in dieser Podcast-Serie über die globalen Protestbewegungen vorstellen. Samuel Burri erzählt im Gespräch mit Roger Brändlin, wie er mit Ahmed seit der Begegnung in Khartum per Whatsapp in Kontakt blieb, dass er nur dank solcher Kontakte ein Berichtsgebiet mit über 50 Staaten abdecken kann und dass er dabei aber auch an Grenzen kommt - dort nämlich, wo es abzuwägen gilt, welchen Informationen seiner Kontaktleute er trauen kann und welchen nicht. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Samuel Burri und Roger Brändlin, Produktion: Marco Morell und Jonathan Sippel, Technik: Andreas Baumann, Distribution: Edith Gillmann und Stefanie Weber, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen