Eine Ehe zu führen, bedeutet zu verstehen, dass der Partner körperlich, geistig und emotional anders ist. Beispiel: Beim Frühstück entsteht ein Problem. Um sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, schaltet er ab und vergisst. Für ihn ist es vorbei, aber nicht für sie. Vielleicht ist es zum Teil verarbeitet, aber es ist noch präsent und nicht abgeschlossen. Nach der Arbeit kommt er nach Hause, und es gibt Spannungen. Er denkt: “Was ist das Problem?” Sie denkt: “Wie konnte er das nur vergessen?” Er denkt: “Sie denkt doch sicher nicht immer noch an den Vorfall von heute Morgen?” Dies ist ein guter Moment für den Bibelvers “… seid allesamt gleich gesinnt.” Einander verstehen macht glücklich. Das Gehirn des Mannes ist klar in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es hat klar festgelegte Bereiche: Familie, Arbeit, Freizeit – jede Abteilung ist von der anderen getrennt. Im Gehirn der Frau sind die Bereiche miteinander verbunden. Bei der Arbeit denkt sie an die Kinder, an den Streit beim Frühstück und plant gleichzeitig das Abendessen. Der Vorfall am Morgen ist immer noch in ihrem Kopf. Indem sie diese Unterschiede versteht, gibt sie ihm Zeit, in das ‘Familienabteil' zurückzukehren, bevor sie das Thema nach dem Essen anspricht. Er kann erkennen, dass sie nicht nachtragend ist; sie braucht nur einen Abschluss, um sich in der Beziehung wieder gut zu fühlen. In der Ehe sind manche Probleme zu lösen, während andere zu verarbeiten, zu vergeben und zu vergessen sind. Ist es dein Ziel, in Harmonie zu leben, verinnerliche dieses Prinzip.
Willst du ernsthaft Menschen erreichen und unterrichten, beachte zweierlei: (1) Sprich mit ihnen, nicht über sie. Ein Vorschulkind aß im Auto einen Apfel. “Papa”, sagte er, “warum wird mein Apfel braun?” Sein Vater erklärte: ”Nachdem du die Schale an der Außenseite assimiliert hattest, kam die Kernstruktur des Apfels mit der Atmosphäre in Kontakt, wodurch er oxidierte, und seine molekulare Struktur sich veränderte und sich in eine andere Farbe verwandelte.“ Nach langem Schweigen antwortete der kleine Junge: “Papa, sprichst du mit mir?” Kann der Zuhörer verstehen, was du sagst und es anwenden? Paulus sagte der Gemeinde in Korinth: “Darum habe ich euch nur Milch und keine feste Nahrung gegeben, denn die hättet ihr gar nicht vertragen. Selbst jetzt vertragt ihr diese Nahrung noch nicht.” (1. Kor 3,2 HFA). Jesus achtete darauf, so zu sprechen, dass seine Zuhörer seine Botschaft verstehen konnten. Die Bibel sagt: “Jesus sprach in Gleichnissen zu ihnen, so viel sie verstehen konnten.” Bedenke: Jesus war Gott. Er hätte uns Menschen mit seinem Wissen beeindrucken können. Aber weil er unser Leben zum Besseren verändern wollte, blieb er auf unserer Ebene und sprach in einer Sprache, die wir verstehen. Und du musst lernen, das Gleiche zu tun. (2) Sage es immer und immer wieder. Das Grundgesetz des Lernens ist die Wiederholung. Menschen müssen etwas sechzehn Mal hören, bevor sie es glauben und es wirklich “kapieren”. Die Frage, die dich beschäftigen sollte, ist nicht: “Was werde ich sagen?”, sondern “Was werden die Leute daraus mitnehmen?”
Die fünfte Krone ist die Krone des Ruhmes. Petrus schrieb: “Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, … Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist, und achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt, nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, nicht als solche, die über die Gemeinden herrschen, sondern als Vorbilder der Herde. So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen” (1.Petr 5,1-4 LU). Obwohl diese Krone speziell für christliche Leiter gedacht zu sein scheint, ist sie auch für dich. Ein Pastor erklärt: “Du könntest der Hirte einer kleinen Herde sein, wie deiner Familie oder deiner Sonntagsschulklasse. Der Herr überträgt uns oft die Verantwortung für das geistliche Wohl und die Reifung anderer. Was für eine Gelegenheit, ihm zu dienen!” Eine interessante Frage: Was machen wir mit diesen fünf Kronen? Offenbarung 4,10-11 (HFA) beschreibt einen großen Gottesdienst, der im Himmel stattfinden wird. “Und jedes Mal fallen die vierundzwanzig Ältesten dabei vor ihm nieder und beten den an, dem alle Macht gegeben ist und der ewig lebt. Sie legen ihre Kronen vor seinem Thron nieder und rufen: »Dich, unseren Herrn und Gott, beten wir an. Du allein bist würdig, Ehre und Ruhm zu empfangen und für deine Macht gepriesen zu werden.«” Stell dir vor, du kniest vor dem Herrn und legst deine Krone zu seinen Füßen nieder, überwältigt von Dankbarkeit für alles, was er für dich getan hat.
Die vierte Krone ist die Krone des Lebens. Die Bibel sagt: “Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben” (Jak 1,12 HFA). “Bleibe treu bis zum Tod, dann will ich dir den Siegeskranz des ewigen Lebens geben” (Offb 2,10 NLB). Ein Hirte erklärt: “Die Krone des Lebens wird verliehen als Anerkennung für das Ertragen und Siegen über Versuchungen und Prüfungen, bis hin zum Martyrium. Motiviert von unserer Liebe zu Christus, geben wir nicht auf, bis Er uns nach Hause bringt… Fast das ganze Neue Testament wurde für Gläubige geschrieben, die vom Märtyrertod bedroht waren. Die Apostel rieten ihnen, durchzuhalten, um die Krone des Lebens zu erben.” Heute erleben wir die intensivsten Christenverfolgungen in der Geschichte. Open Doors berichtet über fünfzig Länder, in denen Christen am schlimmsten verfolgt werden. Im Jahr 2017 meldete die Organisation eine Zunahme des Trends, dass „100% der Christen in einundzwanzig Ländern weltweit wegen ihres Glaubens an Christus verfolgt werden und mehr als 215 Millionen Christen einem ‚hohen Maß‘ an Verfolgung ausgesetzt sind. Fast jeder zwölfte Christ lebt heute in einem Gebiet oder einer Kultur, in der das Christentum illegal, verboten oder strafbar ist.“ Die Bibel sagt: “Und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.” (2. Timotheus 3,12 LU). Tröstlich ist, dass Verfolgung uns das Anrecht gibt, die Krone des Lebens zu beanspruchen.
Die dritte Krone ist nach der Schrift die Krone der Gerechtigkeit. Paulus schreibt: “Ich habe den guten Kampf gekämpft, … den Lauf vollendet, … Glauben gehalten. Nun liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die der Herr mir an jenem Tag geben wird und auch allen, die seine Erscheinung geliebt haben” (s. 2.Tim 4,7-8). Ein Pastor ergänzt: “Das Buch 2. Timotheus ist der letzte bekannte Brief des Apostels Paulus. Wir haben Grund zu der Annahme, dass er kurz darauf enthauptet worden ist. Anstatt den Tod zu fürchten, freute er sich auf die Wiederkunft Christi. Paulus‘ Verwendung der sportlichen Metapher ist besonders anschaulich für das Leben des Gläubigen, denn sie beschreibt Kampf, Ausdauer, Disziplin und den endgültigen Sieg. Die Krone der Gerechtigkeit ist denen vorbehalten, die Sehnsucht nach dem Herrn Jesus haben und auf seine Wiederkunft warten.” Zu Titus sagt Paulus, dass er „auf die selige Hoffnung und die herrliche Erscheinung unseres großen Gottes und Erlösers Jesus Christus wartet“ (s. Titus 2,13 LU). Der Pastor fährt fort: “Psychologen sagen, dass Vorfreude eine Emotion mit wunderbaren Heilkräften ist. Menschen in Eis und Schnee freuen sich auf die kommenden Frühlingstage. Unfreiwillig getrennte Paare freuen sich auf ihr Wiedersehen. Verlobte freuen sich auf ihren Hochzeitstag.” Als Christ liegen deine besten Tage noch vor dir. Du hast einen Vorgeschmack auf alle Herrlichkeiten des Himmels und der Ewigkeit. Auf die Wiederkunft Christi zu warten, motiviert dazu, Jesus treu zu sein.
Die zweite Krone ist nach der Schrift die Krone der Freude. Sie wird denen gegeben, die sich daran beteiligen, andere zu Christus zu führen. Apostelgeschichte 17 berichtet von Paulus' Ankunft in Thessalonich. “Er ging in die Synagoge und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift, dass Christus leiden und von den Toten auferstehen musste: ‚Dieser Jesus, den ich euch predige, ist der Christus'” (s. Apg 17, 2-3 LU). Einige seiner Zuhörer bekehrten sich, darunter viele fromme Griechen und eine Reihe prominenter Frauen. So wurde dort eine Gemeinde gegründet. In einem Brief, den Paulus später an sie schrieb, sagte er, dass sie bei der Wiederkunft Christi seine Krone sein würden. Bill Bright war einer der größten Evangelisten des 20. Jahrhunderts. Seinem Beispiel sollten wir folgen: „Obwohl ich im Laufe der Jahre vielen Tausenden von Menschen persönlich von Christus erzählt habe, bin ich ein eher zurückhaltender Mensch, und es fällt mir nicht immer leicht, Zeugnis abzulegen. Aber ich habe mir etwas zur Gewohnheit gemacht, und ich fordere dich auf, das Gleiche zu tun: Gehe davon aus, dass du, wann immer du länger als ein paar Augenblicke mit einer anderen Person allein bist, von Gott dazu berufen bist, ihr die Liebe und Vergebung zu erklären, die sie durch den Glauben an Jesus Christus erfahren kann.“ Wann hast du zuletzt jemandem von Jesus erzählt? Jedes Mal, wenn du das tust, wird dir der Herr eine Freudenkrone geben.
Beschreibt die Bibel unsere himmlischen Belohnungen, spricht sie von Kronen. 1) Die Siegerkrone. „Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist. Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht danebenschlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, sodass ich ihn ganz in die Gewalt bekomme. Ich will nicht anderen predigen und selbst versagen.” (1.Kor 9,25-27 GNB). Athleten trainieren hart. Und wir üben Selbstbeherrschung, auch gegenüber banalen Dingen, die unsere Hingabe an Gott schwächen können: Manchmal schalten wir den Fernseher aus, um unsere Bibel studieren zu können; stehen morgens früher auf, um unsere täglichen Andachten zu halten; üben Selbstbeherrschung in dem, was in unseren Geist kommt. Viele aktuelle TV-Programme und Filme sehen wir nicht an, ganz zu schweigen von den Streaming-Angeboten auf Handys und Computern. Diese Inhalte verstoßen gegen biblischen Normen. Wir schützen unseren Körper vor dem exzessiven Konsum von Drogen oder Alkohol und verhindern, dass sich Unmoral in unsere Beziehungen einschleicht. Unsere Zunge halten wir unter der Kontrolle des Heiligen Geistes. Wir verlassen uns darauf, dass Gott uns in dem Vorsatz stärkt, ein diszipliniertes Leben zu führen. Die Bibel sagt: Sie tun es für einen vergänglichen Siegeskranz. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.
Ann Landers schrieb: “Mädchen müssen ihre Liebe durch unerlaubte sexuelle Beziehungen beweisen: Warum beweist du deine Liebe nicht, indem du deinen Kopf in den Ofen steckst und das Gas aufdrehst oder indem du im Straßenverkehr Bockspringen spielst? Das ist genauso sicher. Jeder, der von dir verlangt, deine Liebe zu beweisen, versucht dich für den größten, leichtgläubigsten Narren der Welt zu halten. Dieser ‘Liebesbeweis' ist einer der dümmsten Sprüche, die je erfunden wurden. Liebe will das Beste für dich. Aber er will, dass du eine unmoralische Handlung begehst, deine Tugend aufgibst, deine Selbstachtung wegwirfst, den Verlust deines Rufes riskierst, in Gefahr gerätst, schwanger zu werden, zu erkranken oder in Schwierigkeiten zu geraten. Pass auf! Er will das Beste für sich selbst: Den Nervenkitzel, mit dem er auf deine Kosten prahlen kann. Liebe? Wer veräppelt hier wen? Ein Mann, der eine Frau liebt, würde sich eher den rechten Arm abhacken, als sie zu verletzen. In Wirklichkeit beweist dieser selbstsüchtige Mensch, dass er dich gar nicht liebt. Die vorhersehbaren Folgen – Don Juan wird immer seines Opfers müde – Er lässt dich fallen, nimmt seine Schnur und wirft woanders – nach ebenso dummen Fischen. Wenn er dich liebt, lass ihn seine Liebe beweisen… am Altar.” Hier ist ein weiser Rat über Sex: „… wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? … darum preist Gott mit eurem Leibe.” (s. 1.Kor 6,19-20 LU).
Wie kann ein glücklicher Zwölfjähriger plötzlich ein mürrischer Dreizehnjähriger werden? Zwei starke Kräfte sind schuld an manchen Verhaltensweisen von Jugendlichen, die Eltern verrückt machen: Der in diesem Alter übliche soziale Druck und hormonelle Veränderungen. Diese beeinflussen nicht nur den physischen Körper, sondern revolutionieren auch die Denkweise. Wenn die Hormone verrückt spielen, kann man unruhig, wütend und sogar depressiv werden. Manchmal macht man sogar Sachen, die keinen Sinn ergeben. Die Hormone können das Selbstbewusstsein stören und ein Gefühl der Bedrohung erzeugen. Eltern verzweifeln oft an der Irrationalität dieser Zeit. Alles, was sie versucht haben, ihren Kindern beizubringen, scheint auf einmal fehlgeschlagen zu sein. Selbstdisziplin, Sauberkeit, Respekt vor Autoritäten und allgemeine Höflichkeit können Risikobereitschaft und allseitiger Albernheit weichen. Wenn es deinem Kind heute so geht, gibt es eine gute Nachricht: Es kommen bessere Tage! Dein unberechenbarer Teenager kann zu einem Felsen in der Brandung werden und gutes Urteilsvermögen entwickeln – wenn er nicht etwas Destruktives tut, bevor sich seine Hormone wieder beruhigen. Was sollten Eltern tun? 1) Keine langfristigen Schlussfolgerungen auf Grund einer kurzfristigen Saison ziehen. 2) Sie wissen lassen, dass sie geliebt sind. Also sei geduldig und bete um Seelenfrieden. „Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“ (Philipper 4,7 LU).
Ein Charaktertest ist, wie du auf den Erfolg anderer reagierst. Das gilt insbesondere dann, wenn sie dort erfolgreich sind, wo du selbst gescheitert oder frustriert bist. F. B. Meyer, ein englischer Schriftsteller und Pastor, erzählte einmal einigen seiner Freunde folgendes: „Es war leicht, für den Erfolg von G. Campbell Morgan zu beten, als er in Amerika war. Aber als er nach England zurückkehrte und eine Kirche in der Nähe meiner Kirche übernahm, war es etwas anderes. Der alte Adam in mir neigte zur Eifersucht, aber ich setzte ihm die Ferse auf den Kopf, und egal, ob ich mich meinem Freund gegenüber im Recht fühlte, ich war entschlossen, richtig zu handeln. Meine Kirche gab einen Empfang für ihn, und ich bestätigte, dass ich ihn gerne selbst hören würde, wenn es nicht notwendig wäre, dass ich am Sonntagabend predige. Das gab mir ein gutes Gefühl ihm gegenüber. Aber sieh nur, wie der liebe Gott mir aus meiner Not geholfen hat! Auf der einen Seite von mir predigte Charles Spurgeon und auf der anderen Seite G. Campbell Morgan. Beide waren so beliebt und zogen so viele Menschen an, dass unsere Kirche den Überlauf auffing und wir alle unterbringen konnten.“ Egal, wie gut du etwas machst, ein anderer wird kommen und es besser machen. Hier sind deine Möglichkeiten: Vergleiche dich mit ihm, konkurriere mit ihm, kritisiere ihn, mache Komplimente und kooperiere mit ihm. Das meinte Paulus, als er schrieb: „In der Bruderliebe zueinander seid voll Herzlichkeit; in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor!“ (Röm 12,10 MB).
Dr. Stephen Olford sagte: „Ich möchte morgens die Stimme Gottes hören, bevor ich die Stimme eines anderen höre, und seine Stimme ist die letzte, die ich am Abend hören möchte.” Egal welche Zeit du wählst, sei konsequent. Mache einen Termin mit Gott und halte ihn ein. Lass Gott nicht hängen! „Wie viel Zeit sollte ich mit ihm verbringen?” fragst du. (1) Beginne mit ein paar Minuten. Fange nicht gleich mit zwei Stunden an, sonst wirst du schnell entmutigt und schaffst Erinnerungen an Misserfolg statt an Erfolg. Wachse in dieser Beziehung, wie auch in jeder anderen. (2) Nimm deine Uhr nicht mit. Das kann deine Stille Zeit schneller als alles andere ruinieren. Nimm dir vor, wie viel Zeit du mit Gottes Wort und Gebet verbringen willst, dann tue es! Manchmal wirst du länger als geplant brauchen, manchmal kürzer. Denke daran: Du redest mit dem ewigen Gott. Beleidige ihn nicht, indem du ständig auf die Uhr schaust. Qualität ist wichtiger als Quantität. Es geht um das, was du tust, wenn du mit Gott zusammen bist, ob es sich um zehn Minuten oder um zwei Stunden handelt. (3) Wähle einen besonderen Ort. „Früh am Morgen ging Abraham an die Stelle, wo er mit dem Herrn gesprochen hatte” (1.Mo 9,27 GNB). Dein besonderer Ort sollte irgendwo sein, wo du laut beten kannst, ohne dass es dir peinlich ist, und wo du es bequem hast. Nicht im Bett – das ist zu bequem! Mit der Zeit wird dir dein besonderer Ort alles bedeuten, aufgrund der wunderbaren Zeiten, die du dort mit dem Herrn verbringst.
Um geistlich zu wachsen, musst du Zeit allein mit Gott verbringen. Komm in seine Gegenwart mit folgenden Einstellungen. (1) Erwartung. Erwarte ein Geben und Nehmen von der gemeinsamen Zeit. Mache daraus eine Zeit der Intimität. Es ist fast unmöglich, eine Liebesaffäre in der Öffentlichkeit zu haben; Intimität erfordert das Alleinsein mit dem geliebten Menschen. Die Bibel nennt Christus den Bräutigam und uns seine Braut. Denke an die geteilte Vorfreude und Aufregung. (2) Ehrfurcht. Eile nicht in der Gegenwart Gottes. Bereite dein Herz vor, indem du still vor ihm bist. Lasse die Stille deine Alltagsgedanken abschalten. Beachte, dass du Gott begegnest, dem Gott, der ‘würdig' ist, „Ehre und Ruhm zu empfangen” (Off 4,11 HFA). (3) Aufmerksamkeit. Geh rechtzeitig schlafen, damit du in der Frühe frisch bist, Gott zu begegnen. Er verdient deine volle Aufmerksamkeit. Gib ihm den Teil deines Tages, in dem du am frischesten bist. Folge dem Beispiel Christi. „Ganz früh, es war noch Nacht, ging Jesus allein an einen einsamen Ort, um zu beten.” Hudson Taylor hat scharfsinnig bemerkt, dass man die Instrumente nicht erst nach dem Konzert stimmt, sondern schon vor Beginn. (4) Bereitwilligkeit. Gehe nicht in die Stille Zeit, um zu entscheiden, was du tun oder nicht tun wirst. Gehe mit der Absicht, alles zu tun, was Gott von dir möchte. Johannes sagt: „Alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt” (1.Joh 3,22 EÜ). Wenn du allein mit Gott bist, nimm dir vor, alles zu tun, was er dir sagt.
Versuche, dir das Feuer in den Augen Jesu und die Anspannung seiner Muskeln vorzustellen, als er die Tische der Geldwechsler im Tempel umstieß. Dabei schwang er eine Peitsche, die er selbst angefertigt hatte. „Da erinnerten sich die Jünger an die Prophezeiung aus der Schrift: ‘Die Leidenschaft für dein Haus brennt in mir.'” Jesus war der weiseste und freundlichste Mensch, der je gelebt hat. Außerdem war er der leidenschaftlichste Mensch. Und diejenigen, die ihm folgen, sollten die leidenschaftlichsten Menschen auf Erden sein. Das Wort “Begeisterung” kommt von zwei griechischen Wörtern: ‘en' und ‘theos', was ‘in Gott' bedeutet. Je mehr man sich auf Gott einlässt, desto mehr Begeisterung entwickelt man.” „Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht” (Ps 37,4 LU). Ja, du sollst deine fleischlichen Begierden täglich kreuzigen. Doch Gott löscht deine Fähigkeit zur Begierde nicht aus; er heiligt sie und lenkt sie um. Wenn du dich ‘am Herrn erfreust', bekommst du ein ‘Lust-Transplantat.' C.S. Lewis sagte: „Wir sind halbherzige Geschöpfe, die mit Alkohol, Sex und Ehrgeiz herumspielen, während uns unendliche Freude geboten wird.” Ein Pastor fügt hinzu: „Sünde ist Energieverschwendung… und sie ist eine doppelte Verschwendung. Nachdem du deine Energie auf Dinge wie Lust und Stolz und Wut verschwendet hast, musst du dann noch mehr Energie auf Dinge wie Schuld, Scham und Bedauern verschwenden. Nichts ist energieraubender als die Sünde, aber nichts ist energiereicher als der Gehorsam. Das ist Energie pur.”
Die Bibel sagt: „Menschen sind Sklaven von dem, was sie besiegt hat” (2.Petr 2,19 GNB). Das gilt insbesondere für Eifersucht. Chuck Swindoll schreibt: „Neid und Eifersucht werden oft für das Gleiche verwendet, aber da ist ein Unterschied. Neid hat leere Hände; er trauert um das, was er nicht hat… Eifersucht hat volle Hände; ist aber davon bedroht, ihren Besitz zu verlieren trotz des Versuchs, ihn festzuhalten. Das war die Sünde Kains. Eifersüchtig auf Abel, nahm er Gott übel, dass er seinen Bruder angenommen hatte. Erst als Abels Blut über Kains Hände geflossen war, war die Eifersucht fort. Jeder, der die Befreiung von diesem höllischen Riesen erlebt hat, weiß nur zu gut, wie Eifersucht eine Freundschaft dezimieren, eine Romanze auflösen, eine Ehe zerstören, Spannungen hervorrufen, die Einheit in einem Team zunichte machen, eine Kirche ruinieren, Prediger trennen, Wettbewerb fördern sowie Bitterkeit und Schuldzuweisungen hervorrufen kann.” Die Bibel sagt: „Wenn ihr bittere Eifersucht in euren Herzen hegt, so verdreht nicht die Wahrheit!” Entscheide stattdessen, dich durch die Gnade Gottes aus ihrer Kontrolle zu befreien. Swindoll fügt hinzu: „Ich lebte viele Jahre im Gehorsam gegenüber ihren Befehlen. Es war die reinste Qual. Schließlich erkannte ich, dass ich nicht in Finsternis leben muss. Ich schlachtete den Riesen und kroch hinaus… und das befreiende Sonnenlicht erfüllte mein Herz. Die Luft war so frisch und rein. Oh, was für ein Unterschied das war! Es ist eine wahre Freude. Frage meine Frau.”
Es gibt eine nette Geschichte über eine junge Frau, die von daheim fortzog und aufs College ging. Nach dem ersten Semester schickte sie ihrer Mutter eine E-Mail, in der sie schrieb: „Ich erzähle dir, was in meinem Leben geschehen ist: Im College-Wohnheim langweilte ich mich. Also stahl ich 50€ von meiner Mitbewohnerin und mietete ein Motorrad. Damit fuhr ich gegen einen Telefonmast. Ich habe mir das Bein gebrochen und kann nicht am Unterricht teilnehmen. Also komme ich nach Hause und lebe bei dir und Papa.” Nachdem sie auf ‘Senden' gedrückt hatte, schickte sie sofort eine zweite E-Mail. „Mama, ich habe nur Spaß gemacht. Ich habe weder Geld gestohlen noch ein Motorrad gemietet noch einen Telefonmast gerammt oder mir ein Bein gebrochen. Und ich werde auch nicht nach Hause kommen und bei dir und Dad wohnen. Aber ich bekomme eine Vier in Mathematik und eine Sechs in Literatur, und ich wollte, dass du meine Noten im richtigen Licht siehst!” Im Ernst: Eine biblische Perspektive auf die Herausforderungen des Lebens kann dich aus Entmutigung und Verzweiflung herausführen. Paulus sagte: „Alles, was einst geschrieben worden ist, ist damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben.” Für jedes deiner Probleme hat Gottes Wort einen Grundsatz, den du anwenden kannst oder eine Verheißung, die du in Anspruch nehmen kannst. Der Weg zur Überwindung von Entmutigung besteht also darin, sich mit Gottes Wort zu beschäftigen und es in sich aufzunehmen.
Könnte es sein, dass die negative Wahrnehmung, welche die Welt von der Kirche hat, auf der negativen Ausstrahlung der Christen beruht? Könnte es sein, dass diese Ausstrahlung von unserer negativen Auffassung von Gerechtigkeit kommt? Wir betrachten Gerechtigkeit fälschlicherweise als ‘nichts Falsches tun': „Tue dies nicht, tue das nicht, dann bist du ok.” Doch: Manchmal tut man zwar das Richtige, aber eben nicht das, wozu Gott einen berufen hat. Glaubst du wirklich, dass es Gottes größter Traum für uns ist, nichts falsch zu machen? Du liebst es, wenn deine Kinder sich entscheiden, nichts Falsches zu tun. Aber es ist viel schöner, wenn sie ihre Gaben und ihr Potential entwickeln. Und das will Gott für jeden von uns. Die Bibel kennt zwei Arten von Sünde: Die begangene Sünde, etwas Verbotenes zu tun, und die Unterlassungssünde, die all die Dinge miteinschließt, die wir hätten tun können, um Gottes Reich zu fördern, aber nicht getan haben. Ein Pastor schreibt: „In Gottes Wirtschaft ist ein ausgeglichenes Ergebnis ein Totalverlust. Im Gleichnis über die Talente brachte der Diener mit einem Talent ein ausgeglichenes Ergebnis, und Jesus nannte ihn ‘böser und fauler Knecht' (Mt 25,26 LU). Das größte Risiko ist, keine Risiken einzugehen. Gerechtigkeit bedeutet, alle unsere gottgegebenen Gaben in ihrem vollen gottgegebenen Potenzial zu nutzen. Die Liebe geht nicht auf Nummer sicher, sie geht Risiken ein. Liebe erfindet keine Ausreden, sie übernimmt Verantwortung. Liebe sieht keine Probleme, sie ergreift die Gelegenheiten und handelt.”
Der Sinn des Lebens ist mit begrenzter Zeit in unterschiedlichen Lebensphasen verknüpft. Anders gesagt: Alles hat einen Anfang und ein Ende. Manche Ziele Gottes können in kurzer Zeit erreicht werden, während andere ein ganzes Leben erfordern. Du wirst nicht immer das tun können, was du heute tust, zumindest nicht in gleichem Umfang. Die Bibel lehrt: „Wie deine Tage, so deine Kraft” (5.Mo 33,25 ELB). Aus diesem Grund wechseln einige der weltbesten Sportler in den Trainerberuf. Drei wichtige Punkte: (1) Verstehe deine aktuelle Zeit und nutze sie gut. (2) Wenn eine Zeit zu Ende geht, wechsele wohlwollend in die nächste. (3) Lerne, die Zeit, in der du dich gerade befindest, zu genießen. Elia übergab seinen Mantel der Kraft an Elisa, aber nirgends lesen wir, dass Elisa ihn auch weitergab. Aber als Paulus seinen Mantel an Timotheus übergab, war das noch nicht alles. Paulus sagte zu ihm: „Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast, das vertraue zuverlässigen Menschen an, die andere lehren” (s. 2.Tim 2,2 EÜ). Anstatt zu jammern, dass seine Zeit zu Ende ging, freute sich Paulus in dem Wissen, dass Gott ihm geholfen hatte, seinen Auftrag zu erfüllen. „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone” (2.Tim 4,7-8 LU). Die Wahrheit ist, dass Gott uns nur für die Lebensphase, in der wir uns befinden, Gnade gewährt. Wenn ein Abschnitt zu Ende geht, wird der Segen aufgehoben. Sei aufmerksam und gehe weiter, wenn es Zeit ist!
Stelle dir vor, du bist mit jemandem im Restaurant, dessen Essen 15€ kostet. Du siehst, wie er mit der Frage ringt, wieviel Trinkgeld er geben soll. Er hat 2€ übrig und weiß, dass 10% Trinkgeld das Mindeste ist, was er geben soll. Fünf Minuten verbringt er damit, den zweiten Euro zu wechseln, damit er 1,50€ Trinkgeld geben kann, anstatt ein wenig mehr zu geben. Was wäre passiert, wenn er die vollen 2€ gegeben hätte? Er hätte der Bedienung den Tag versüßt. 50 Cent scheinen nicht viel zu sein, aber die Botschaft, die dahintersteckt, kann einen großen Unterschied machen, vor allem, wenn der Beschenkte einen schweren Tag hat. Es bedeutet: „Danke, Sie haben es gut gemacht, Sie sind wertvoll.” Vielleicht kommt diese Botschaft nicht an – die Bedienung nimmt das Geld, ohne es zu zählen – aber Gott wird dich auf jeden Fall dafür segnen. „Wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten” (2.Kor 9,6 EÜ). Denk darüber nach: Mit etwas Kleingeld kannst du andere glücklich machen und dich selbst segnen. Das ist ein Beispiel dafür, dass kleine Dinge überraschend große Auswirkungen haben können. Kleine Taten der Freundlichkeit geben den Ton für deinen Tag an. Die Extrameile zu gehen – sei es ein etwas größeres Trinkgeld oder ein unerwartetes Kompliment oder Geschenk – kostet wenig und bringt viel. Ein wichtiger Gedanke: Wir können einen Glauben haben, der Berge versetzt, alle tiefen Lehren der Bibel verstehen und erklären, eine vorzügliche persönliche Heiligkeit vorweisen, doch sagt Gottes Wort, dass wir ohne Liebe ‘nichts' sind (s. 1.Kor 13,2).
Wenn du in einer Führungsposition bist, versuche darauf zu achten, wie du auf die Gefühle, Gedanken und Meinungen der Menschen um dich herum reagierst. Was du als Leiter/Chef sagst, wird mehr Resonanz finden als das, was andere sagen, sei dafür sensibel. Schlägt jemand etwas vor, was du nicht gut findest, widerstehe der Versuchung, es gleich abzulehnen. Ein simples „Danke für Ihren Beitrag“ ist angesagt, kein „Nein, das geht nicht”. Wirkst du abweisend, sendet dies die Botschaft: „Ich ignoriere dich und deine Idee. Deine Gefühle und Ansichten sind unwichtig. Dein Anliegen ist für mich nicht von Belang.” Ausgesprochen oder nicht, diese Aussagen verletzen das Selbstwertgefühl und das Bedürfnis nach Respekt, insbesondere wenn jemand meint, er habe ein Recht auf Aufmerksamkeit. Das alte Sprichwort ist wahr: „Den Menschen ist es egal, wie viel du weißt, bis sie wissen, wie sehr du dich um sie kümmerst.” Wenn du anderen gegenüber abweisend bist, werden sie einen Weg finden, ihre Verärgerung zu zeigen, und manchmal auf eine Art und Weise, die dich teuer zu stehen kommen kann, wenn es darum geht, deine Vision zu verwirklichen. Das kannst du verhindern, indem du dir deine Wirkung auf andere bewusst machst. Die einzige Lösung ist, aus dir herauszugehen, anderen aufmerksam zuzuhören und zu versuchen, ihre Anliegen zu verstehen und respektvoll zu behandeln. Das kann dir großen Gewinn bringen. „Ein jeder sehe nicht nur auf das Seine, sondern auch auf das der anderen.”
In seinem Buch Deep Thoughts (Tiefe Gedanken) schreibt Jack Handey: „Während die Ampel von Rot auf Grün, dann auf Gelb und wieder auf Rot wechselte, saß ich da und dachte über das Leben nach. Besteht es nur aus Hupen und Schreien? Manchmal scheint es so.” Viele von uns warten auf das grüne Licht, das wir bereits erhalten haben. Jesus sagt: „Wer mir nachfolgt… wird das Licht des Lebens haben.” Wann kommen Einsicht, Erleuchtung und Richtung? Dann, wenn du die ersten Glaubensschritte machst. Das heißt nicht, dass du Entscheidungen treffen sollst, ohne nachzudenken oder zu beten. Gott ruft dich. Vor lauter Angst, das Falsche zu tun, tust du nie das Richtige. Es ist ratsam, zu denken und umzudenken, aber nicht zu viel nachzudenken. Zu viel Analyse führt zu geistiger Lähmung. Ein Pastor erklärt: „Wenn du versuchst, den Willen Gottes logisch zu analysieren, wirst du nie einen Glaubensschritt wagen. Denn der Wille Gottes ist nicht logisch, sondern theologisch.” ‘Theos' bedeutet ‘Gott', also beziehst du Gott in die Gleichung mit ein. Der Pastor fährt fort: „Menschlich geht die Rechnung nicht immer auf. Die Impulse des Heiligen Geistes ergeben oft keinen Sinn für die linke Gehirnhälfte. Gottes Ideen erscheinen manchmal als schlechte Ideen. Erlaube dem Heiligen Geist, sich über deinen Intellekt hinwegzusetzen.” Die Jünger Jesu taten zwei Dinge: Sie wirkten Wunder und machten Fehler. Wären sie nicht bereit gewesen, zu scheitern, hätten sie nie die Freude erlebt, Wunder zu tun. Geh los, wenn die Ampel grün ist.
Einer der Indikatoren für den Erfolg eines Vorhabens ist Ausdauer. Es geht nicht nur darum, wie sehr du dich bemühst, sondern, wie lange. Wir neigen dazu, zu überschätzen, wie viel wir auf kurze Sicht erreichen können. Einem amerikanischen Pastor und Autor zufolge, „unterschätzen wir auch, wie viel wir auf lange Sicht erreichen können. Denn Energie ist exponentiell. Je mehr und je länger du arbeitest, umso mehr zahlt es sich aus. Bei einer Studie mit japanischen und amerikanischen Erstklässlern sollten die Kinder ein schwieriges Rätsel lösen, während die Forscher dokumentierten, wie lange sie es versuchten, bevor sie aufgaben. Im Durchschnitt hielten die amerikanischen Kinder 9,47 Minuten durch. Die japanischen Kinder hielten 13,93 Minuten durch, ein Unterschied von 47%. Rate mal, wer am besten bei standardisierten Mathetests abschnitt! Erfolg in jedem Bereich ist ein Nebenprodukt härteren und längeren Bemühens. Es gibt keinen Ausweg und keine Abkürzungen. Egal ob Sport, Studium, Musik oder Mathe. Zahlreiche Studien zeigen, dass es ca. zehn Jahre oder zehntausend Stunden braucht, um in irgendetwas brillant zu sein. Du musst leider viel und lange dafür arbeiten. Malcolm Gladwell sagt: ‚Zehntausend Stunden ist die magische Zahl der Großartigkeit.‘ Gibt es Ideen von Gott, die du aufgegeben hast? Irgendwelche von Gott verordneten Leidenschaften, für die du aufgehört hast zu kämpfen? Gibt es Träume von Gottes Größe, die im Staub des Ungehorsams verstauben? Gib sie nicht auf. Gib dir Mühe, bemühe dich mehr und bemühe dich länger.”
Eine Frau sagte einmal: „Mein Mann und ich führen eine sehr glückliche Ehe. Es gibt nichts, was ich für ihn nicht tun würde und nichts, was er für mich nicht tun würde. So gehen wir durchs Leben – wir tun nichts füreinander!” Wir schmunzeln, aber es ist nicht lustig, wenn es stimmt. In der Ehe und in vielen anderen Bereichen führt diese Einstellung zur Katastrophe. Oft treten Menschen einem Team zu ihrem eigenen Vorteil bei – sie möchten Unterstützung, damit sie das ganze Lob ernten. Aber diese Einstellung verletzt nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Mitarbeiter und verhindert die Ergebnisse, die sie sonst hätten erzielen können. Präsident Woodrow Wilson beteuerte: „Du bist nicht nur hier, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Du bist hier, um der Welt ein besseres Leben mit einer größeren Vision und einem besseren Geist der Hoffnung und des Erfolgs zu ermöglichen. Du bist hier, um die Welt zu bereichern. Du machst dich selbst arm, wenn du diese Aufgabe vergisst.” Wenn du Menschen benutzt und sie ausnutzt, scheiterst du zwangsläufig im Leben. Ist es einfach, mit anderen zusammenzuarbeiten und mit ihnen auszukommen? Mal ja, mal nein. Darum schreibt Paulus: „Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens!” Daran muss man arbeiten. Wenn jemand kritisiert, gleiche es mit einem Kompliment aus. Wenn jemand sich beschwert, finde etwas, wofür du dankbar sein kannst. Wenn jemand egoistisch wirkt, erinnere ihn daran, dass das gemeinsame Ziel, das ihr anstrebt, größer ist als das jedes Einzelnen.
Grund Drei: Temperament. Manche Menschen sind von Natur aus nicht kontaktfreudig. Stehen sie vor Herausforderungen, fällt es ihnen nicht ein, andere um Hilfe zu bitten. Allein wirst du einigen Erfolg erzielen, aber in Kooperation mit den richtigen Leuten wirst du Dinge erreichen, die du nie für möglich gehalten hättest. Wenn du alles allein tust und nie mit anderen kooperierst, bremst du dein eigenes Potential aus. Dr. Allan Fromme witzelte: „Es ist bekannt, dass Menschen mehr erreichen, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten anstatt gegen sie.” Das ist natürlich untertrieben! Chuck Swindoll sagt: „Niemand ist ein ganzes Team… Wir brauchen einander. Du brauchst jemanden, und jemand braucht dich. Wir sind keine einsamen Inseln. Damit dieses Ding namens Leben funktioniert, brauchen wir Stützen und Unterstützung; erzählen und antworten; geben und nehmen; bekennen und vergeben; uns ausstrecken und uns auf andere verlassen. Denn keiner von uns ist ein ganzer, unabhängiger, autarker, superfähiger, allmächtiger Teufelskerl, also lasst uns aufhören, so zu tun als ob. Das Leben ist einsam genug, auch ohne dieses törichte Spiel. Das Spiel ist vorbei. Vernetzen wir uns.” Für eine große Leistung brauchst du andere. Die Bibel sagt: „Wie gut und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen, denn dorthin hat der Herr den Segen befohlen” (Ps 133,1;3 ELB). Verstehst du? Wenn wir zusammenarbeiten, befiehlt Gott seinen Segen auf unsere Mühe. Und ohne Gottes Segen gibt es keinen echten und bleibenden Erfolg.
Die Neugier anderer sollte nicht über dein Mitteilungsbedürfnis entscheiden. Als ein Freund Jesu dessen Verhaftung verhindern wollte, sprach Jesus: „Wisst ihr denn nicht, dass ich meinen Vater um Tausende von Engeln bitten könnte… und er würde sie sofort schicken?” (Mt 26,53 NLB). Als Jesus im Gerichtssaal des Pilatus stand, hatte nicht Pilatus die Macht, sondern Jesus! Die Bibel sagt: „Er tat seinen Mund nicht auf” (Jes 53,7 EÜ). Jesus stand einfach da und sagte nichts. Warum? Er kannte seine Bestimmung und, noch wichtiger, er kannte seinen himmlischen Vater sehr genau. Wenn du Gott kennst, kannst du allem mit Zuversicht begegnen und dir sogar die Freiheit nehmen, nichts zu sagen. Manchmal ist es klug zu sagen: „Jetzt gerade habe ich keine Antwort, aber ich werde nachdenken, beten und wieder auf dich zukommen.” „Ein weiser Mensch preist sein Wissen nicht an, die Narren aber posaunen ihren Unsinn aus” (Spr 12,23 NLB). Wenn Menschen dringend auf Antworten warten, werden sie versuchen, dich unter Druck zu setzen, damit du etwas sagst, bevor du alle Fakten kennst oder die Gelegenheit hattest, zu beten und die Situation sorgfältig zu prüfen. Bittest du Gott, sagt er dir, was du sagen sollst und wann du es sagen sollst. Er verspricht: „Ich habe dir meine Worte in den Mund gelegt, im Schatten meiner Hand habe ich dich verborgen” (Jes 51,16 EÜ). Der Stolz sagt: „Steh nicht nur da, sag etwas!” Die Weisheit sagt: „Sag nicht nur etwas, steh da!” Bitte Gott im Stillen um Einsicht. Ein Gedanke von ihm kann das Problem schnell lösen.
Es ist unmöglich, jemanden voll und ganz zu lieben und gleichzeitig einen anderen zu verachten. Mit geteiltem Herzen kannst du nicht vollkommen lieben. Ein bitteres Herz ist ein geteiltes Herz. Vielleicht sagst du: „Mein Ehepartner ist ein wunderbarer Mensch, aber ich kann ihn gerade nicht lieben.” Reagierst du etwa mit Groll auf jemanden aus deiner Vergangenheit, der dich verletzt hat? Das hindert dich jetzt daran, deinen Ehepartner zu lieben. Das ist ungerecht ihm gegenüber. Viele Menschen haben berechtigten Grund für ihren Ärger. Es heißt, dass 1/3 der Frauen und 1/7 der Männer im Laufe ihres Lebens missbraucht wurden. Lasse die Vergangenheit los, um in der Gegenwart voranzukommen. Um lieben zu können, schließe die Tür zur Vergangenheit. Das geht nur mit Vergebung! Vergib denen, die dich verletzt haben um deiner selbst willen. Nicht, weil sie es verdient haben. Tu es, damit dein Herz heil wird. Die Menschen aus deiner Vergangenheit können dich nicht verletzen, es sei denn, du erlaubst es ihnen, indem du nachtragend bist. Durch deinen Groll gibst du ihnen ein Stück deines Herzens, ein Stück deiner Aufmerksamkeit, ein Stück deines Bewusstseins. Willst du, dass diese Person das hat? Nein? Dann nimm es dir zurück durch Vergebung! Halte dich nicht mit vergangenen Verletzungen auf, sondern lasse los. Und: Beim Vergeben kannst du nicht wählerisch sein: „Ich werde dies vergeben, aber das nicht.” Die Bibel sagt: „Vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!”
Petrus hatte die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen. Jesus sprach: „Fahrt hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze aus!” Nachdem er Jesus erklärt hatte, kein Fisch habe angebissen, sagte Petrus: „Auf dein Wort hin will ich das Netz auswerfen” (Lk 5, 5 LU). Achte auf dieses Detail: Als Jesus sagte: „Werft eure Netze aus”, antwortete Petrus: „Ich werde das Netz auswerfen”, denn Jesus hatte eindeutig einen größeren Fang im Sinn als Petrus! Sie fingen so viele Fische, dass ihre Netze zerrissen. Sie hatten nicht genügend Netze! Denkst du klein, bereitest du dich auf Kleines vor. Doch Gott ist der, „der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt” (Eph 3,20 LU). Als Kind Gottes hast du die Kraft, über das hinauszugehen, was du bereits erreicht hast, und mehr zu tun, als du dir jemals erträumt hast. Das Problem ist: Du hast die richtige Menge Kraft, aber dir fehlt die Vorbereitung! Um mit dem Druck umgehen zu können, der mit Erfolg einhergeht, musst du vorbereitet sein, sonst kann Erfolg dir zum Verhängnis werden. Gott sagt, er ist bereit, die Himmelsfenster aufzutun und so viel Segen herabzuschütten, dass du nicht Raum genug hast, ihn zu verarbeiten (s. Mal 3,10). Bereitest du dich auf großen Segen vor, oder gibst du dich mit dem Status quo zufrieden? Wenn du Erfolg im Beruf willst: Verbesserst du deine Fähigkeiten? Steigerst du deine Arbeitsmoral? Entwickelst du neue Arbeitsmethoden? Bist du lernfähig und teamfähig? Anders gesagt, bereitest du dich vor?
Paulus schreibt: „Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr untadelig und rein seid, Kinder Gottes ohne Makel, mitten unter einem verkehrten und verdrehten Geschlecht, unter dem ihr leuchtet als Lichter in der Welt” (Phil 2,14-15 ZB). Auf welche Haltung zielte Paulus hier ab? Auf's Murren! Wie sah die Lösung aus? Er schrieb an die Thessalonicher: „In allem sagt Dank; das ist der Wille Gottes, in Christus Jesus, für euch” (1. Thess 5,18 ZB). Anstatt nach Problemen zu suchen, über die du dich beschweren kannst, suche nach Dingen, für die du dankbar sein kannst. Wenn dir Murren genauso leicht fällt wie Atmen, achte auf folgende Punkte: (1) Übernimm nicht mehr, als du schaffen kannst. Sag zu einer Bitte um einen persönlichen Gefallen nur dann ja, wenn du es willst oder dich von Gott dazu geführt fühlst. So beugst du Überlastung und Groll vor. (2) Begrenze deine Zeit mit negativen Menschen. „Täuscht euch nicht! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten” (1. Kor 5,18 NeÜ). Stecke dich nicht an! (3) Achte auf die Bedürfnisse anderer. „Arbeitet mit Freude als Christen, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn. Denn ihr wisst ja: Der Herr wird jedem für seine guten Taten den verdienten Lohn geben…” (Eph 6,7-8 HFA). Was du für andere tust, wird Gott auch für dich tun. Zusätzlich zu diesen drei Strategien zur Überwindung von Verdrossenheit bete: „Vater, erlöse mich von meiner Nörgelei. Zeige mir ihre Wurzel und gib mir den Mut, die nötigen Schritte zu tun und sie aus meinem Leben zu verbannen. Im Namen Jesu. Amen.”
Denkst du, dass Gott das Murren nicht ernst nimmt? Lies dies: „Murrt nicht wie einige von ihnen, denn daraufhin schickte Gott seinen Engel… um sie zu vernichten. All diese Ereignisse, die ihnen widerfuhren, dienen uns als Beispiel. Sie wurden für uns, die wir am Ende der Zeiten leben, als Warnung aufgeschrieben” (1. Kor 10,10-11 NLB). Murren verhindert nicht nur, dass deine Gebete erhört werden, sondern es beeinträchtigt deine Gesundheit und das Glück deiner Mitmenschen. Also: (1) Bete, bevor du deinen Tag beginnst. Nimm als Erstes Gottes Hilfe in Anspruch. Warte nicht, bis Probleme dich überwältigen. Bitte ihn um seine Freude, damit du den ganzen Tag in seinem Sinn reagierst. „Die Freude am Herrn ist eure Stärke” (Neh 8,10 LU). (2) Schlafe ausreichend. Zahlreiche Stoffwechsel- und Wiederherstellungsprozesse finden während der verschiedenen Schlafphasen statt. Bekommst du zu wenig Schlaf, ärgerst du dich wahrscheinlich über die unwichtigsten Dinge. David sagte: „Ich liege und schlafe und erwache; denn der Herr hält mich” (Ps 3,5 LU). (3) Sprich mit deinem Arzt. Wenn Menschen und Situationen um dich herum dir ständig das Gefühl geben, dir „auf die Nerven zu gehen”, stimmt vielleicht in deinem Körper etwas nicht. Ein chemisches Ungleichgewicht kann eine klinische Depression auslösen, eine Behandlung kann jedoch deine Perspektive ändern. Achte auf deine Ernährung. Zu viel Koffein und Zucker beeinträchtigen die Laune und bewirken einen Anstieg des Insulinspiegels. Das Körperliche hat eine Auswirkung auf Seele und Geist!
Manche Menschen gehen durchs Leben wie mit einem ‘Geschlossen'-Schild auf der Stirn. Ob durch Angst, Egoismus, Herzlosigkeit oder Geschäftigkeit, sie sind für die Gedanken anderer nicht offen. Das kostet! Betrachte folgende Schriftstellen: „Wer die Zurechtweisung missachtet, schadet sich nur selbst; wer sie aber annimmt, gewinnt Einsicht” (Spr 15,32 NLB). „Ich sah es und zog meine Lehre daraus” (Spr 24,32 GNB). „Unterrichte den Weisen, dann wird er noch weiser; belehre den Gerechten, so lernt er noch mehr” (Spr 9,9 NeÜ). Drei Eigenschaften charakterisieren offene, ansprechbare Menschen: (1) Sensibilität für die Gefühle anderer. Interessant ist, dass sie, obwohl selbst emotional gefestigt, nicht das Gleiche von anderen erwarten. Sie erkennen, dass andere manchmal schlechte Tage haben, und passen sich entsprechend an. (2) Verständnis für die Schwächen der anderen, weil sie sich ihrer eigenen Schwächen bewusst sind. Edgar Howe sagte: “Lache gelegentlich über deine Schwächen; damit zeigst du deinen Freunden, dass du die Wahrheit über dich kennst.” Offene Menschen sind ehrlich bezüglich ihrer Fähigkeiten und ihrer Unzulänglichkeiten. (3) Fähigkeit, anderen zu vergeben und um Vergebung zu bitten. Ein Autor schrieb: „Da nichts von dem, was wir vorhaben, jemals fehlerfrei ist, nichts von dem, was wir versuchen, jemals fehlerfrei ist und nichts von dem, was wir erreichen, ohne ein gewisses Maß an Endlichkeit und Fehlbarkeit, das wir Menschlichkeit nennen, auskommt, werden wir durch Vergebung gerettet.” Sei heute offen und ansprechbar.
Eines Tages wirst du vielleicht einen Angehörigen pflegen müssen. Und um richtig zu pflegen, musst du lernen, auf dich selbst Acht zu geben. Nach dem Tod ihrer Eltern unterlag Beth McLeod einer klinischen Depression. „Indem ich meine körperliche und geistige Gesundheit vernachlässigte, habe ich mir einen Zusammenbruch eingebrockt, von dem mich zu erholen ich zwei volle Jahre gebraucht habe. Pflege… kann erdrückend sein.” David sagte: „Wenn ich nicht mehr weiterweiß, kennst du, Gott, noch einen Ausweg.” Wenn du also jemanden pflegst, beachte folgendes: (1) Setze Grenzen. Lerne NEIN zu sagen, wo du aus Gewohnheit JA sagst. Es ist nichts Schlechtes dabei, für dich selbst zu sorgen, damit du die bestmögliche Pflege geben kannst. (2) Hüte dich vor schädlichen Bewältigungsmaßnahmen. Medikamente missbrauchen, sich überessen, zu viel Alkohol trinken „um sich abzureagieren”: Das kann passieren! (3) Isoliere dich nicht. Lade Freunde ein, die ihre Hilfe angeboten haben. Jemand kann kochen und auf deinen Angehörigen aufpassen, während du mit jemand anderem spazieren gehst. (4) Bitte um Hilfe. Wenn die Familie ihren Beitrag nicht leistet, berufe eine Sitzung ein und delegiere Verantwortung. Verweigere anderen nicht den Segen, der vom „Tragen der Schwachen” kommt (s. 1.Thess 5,14). (5) Schütze deine Zeit. Es ist leicht, jede Minute zu verplanen und keine Zeit für dich selbst zu haben. Tue das nicht, sondern finde etwas, dass dich aufbaut, z.B. Lesen, Sport usw. Plane es fest ein, sonst geschieht es nicht!
Um einen Konflikt zu lösen, solltest du folgendes tun: (1) Fokussiere dich auf das Verhalten des anderen, nicht auf seinen Charakter. Besser, du sagst: „Es war nicht in Ordnung, dass du den Brief aufgemacht hast” anstatt „Ich fasse es nicht, dass du so neugierig warst!” (2) Versuche, das Verhalten des anderen zu verstehen, anstatt dein eigenes zu rechtfertigen. Höre aktiv zu. Zuhören bestätigt die Gefühle des anderen und motiviert ihn dazu, dir zuzuhören. „Gott, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören” (Jes 50,4-5 EÜ). (3) Löse ein Problem nach dem anderen. Verwirre das Gespräch nicht mit Dingen, die nichts mit der Sache zu tun haben. (4) Einigt euch, wie ihr euch in Zukunft in der gleichen Situation verhalten werdet. Konflikt bringt Stress; Stress sollte man meiden. Man kann Konflikte nicht völlig ausräumen, denn jeder Mensch ist einzigartig, hat eine andere Erziehung, eine andere Art zu kommunizieren und andere Wünsche. Aber du kannst dich Problemen stellen, sie lösen und dadurch reifer werden. „Wie schön und wie wunderbar ist es, wenn Brüder einträchtig zusammenleben! Das ist so kostbar wie das duftende Salböl, das Aaron über das Haupt gegossen wurde, das hinabrann in seinen Bart, an seinem Körper hinunter… Es ist so erfrischend wie der Tau vom Berg Hermon, der auf die Berge Zions fällt. Denn dort verheißt der Herr seinen Segen” (Ps 133,1-3 NLB). Versöhnung bringt Frieden und Segen.
Es gibt wenige Dinge im Leben, die mehr Stress bereiten als ein ungelöster Konflikt. Er lässt den Blutdruck steigen und füllt die Gedanken, bis er gelöst ist. Du bist weise, dich sofort darum zu kümmern. Doch nicht jeder denkt so. Obwohl Jesus befahl, uns um Konfliktlösungen zu bemühen, schweigen viele Christen um des lieben Friedens willen. Aber ein ungelöster Konflikt wirkt sich auf deinen Seelenfrieden, deine Leistungsfähigkeit und deine Einstellung zu anderen aus, deshalb musst du dich damit beschäftigen. Die Weigerung, sich einem Problem zu stellen, trägt dazu bei, dass es wahrscheinlich wieder auftaucht. Ein Kommunikationsberater rät, folgende drei Dinge tun: (1) „Bitte Gott, dir sein Wort zu schenken, damit sein Ziel erreicht wird. ‚Mein Wort erreicht, was ich will, und führt das aus, was ich ihm aufgetragen habe'” (Jes 55,11 HFA). (2) Schütte deine Gefühle vor Gott aus, bevor du den Täter konfrontierst. Gefühle neigen dazu, den Fakten in die Quere zu kommen und objektives Denken zu behindern. Es ist nicht so schwer, wie es sich anhört, wenn du dich entschließt, alles zu tun, um das Problem auf harmonische Weise zu lösen. „Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden” (Röm 12,18 EÜ). (3) Sage klar und deutlich, was deiner Meinung nach das Problem ist. Vermeide vage Argumente, die Raum für Fehlinterpretationen lassen. „Du musst es besser machen”, klärt das Problem nicht. Wenn es dein Ziel ist, die Beziehung zu heilen, wird Gott mit dir zusammenarbeiten.
Wenn du mit einem Problem konfrontiert bist, das dir zu groß erscheint, oder wenn du nicht weißt, was du tun oder welchen Weg du einschlagen sollst, versuche es mit der Strategie des Wartens. David hat das getan, und für ihn hat es funktioniert: „Geduldig hatte ich des Herrn geharrt: da neigte er sich zu mir und hörte mein Schreien; er zog mich herauf aus der Grube des Unheils, aus dem schlammigen Sumpf, und stellte meine Füße auf Felsengrund, verlieh meinen Schritten Festigkeit; er legte ein neues Lied mir in den Mund, einen Lobgesang auf unsern Gott… Glückselig der Mann, der sein Vertrauen setzt auf den Herrn… Offene Ohren hast du mir gegeben” (Ps 40, 2-5;6 MEB). Warten ist schwierig, wenn man beunruhigt ist. Geduldig zu warten ist noch schwieriger. Halte ein und überlege, auf wen du wartest: Auf den Herrn! Er ist Herr über alle Umstände, deine miteingeschlossen. Arthur McKinsey schreibt: „Wenn man sich ein … Problem wie eine mittelalterliche Stadt mit Stadtmauern vorstellt, dann werden viele Menschen es frontal angreifen, wie ein Rammbock. Sie werden die Tore stürmen und versuchen, die Mauern mit reiner intellektueller Kraft und Scharfsinn zu durchbrechen. Ich lagere einfach außerhalb der Stadt, warte und denke nach. Bis eines Tages – vielleicht nachdem ich mich einem ganz anderen Problem zugewandt habe – die Zugbrücke fällt und die Verteidiger sagen: ‘Wir kapitulieren.'” Das Problem ist gelöst. So ist es, wenn man auf Gottes Wirken wartet. Während du wartest, ist er für dich tätig.
Um Burnout zu vermeiden, beachte folgendes: (1) Schließe dich einer Kleingruppe an. Wer spielt die Rolle des Paulus für dich, ‘Timotheus'? Wer lehrt dich beten, so wie Jesus seine Jünger lehrte? Mit wem teilst du deine Kämpfe? Die Bibel sagt: „Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mensch einen anderen” (Spr 27,17 NLB). Seelsorger verstehen deine Bedürfnisse und schlagen Neues vor. (2) Lerne, NEIN zu sagen; rechtfertige dich nicht. Sei dir deiner Gaben und Begrenzungen bewusst. Stelle dich deinen Ängsten; tue nicht so, als würden sie nicht existieren. Versuche Hilflosigkeit zu vermeiden. Nimm dir Zeit, nützliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Betrachte alltägliche Ereignisse nicht als Katastrophen: „Die haben es auf mich abgesehen” ist ein sicheres Zeichen für Burnout! Halte nicht an einem bestimmten Standpunkt fest, weil du das schon immer getan hast. Wie veraltete Kleidung, kann er unpassend und absurd werden. (3) Erkenne, dass es nicht falsch ist, Spaß zu haben. Dein Körper wird dich nicht lachen lassen und gleichzeitig ein Magengeschwür entwickeln! Jesus sagte: „Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei” Und: „Wenn ihr nicht wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen” (Mt 18,3 NGÜ). Kinder sind wunderbar unbekümmert und leben im Hier und Jetzt. Sie versuchen nicht, die Welt im Alleingang zu regieren und sorgen sich auch nicht über die Flut an Arbeit. Der einzige Vorteil von Stress ist, dass du früher bei Jesus bist – aber mit mehr Zeit wäre deine Belohnung vielleicht noch größer!
Wusstest du, dass Menschen in helfenden Berufen eine höhere Rate an Drogenmissbrauch, Alkoholismus und Selbstmord erfahren als in anderen Berufen? Einer der Gründe ist, dass sie nur mit Problemen und negativen Seiten von Menschen in Berührung kommen. Um effektiv zu bleiben, musst du folgendes tun: (1) Entwickle neue Disziplinen. Schließe die Tür, lasse deine Anrufe auf die Voicemail gehen. Lasse dich nicht von Schwierigkeiten überraschen, denn Jesus sagte sie voraus (s. Joh 16,33). M. Scott Peck sagt, wenn man sich darauf einstellt, dass das Leben schwer ist, ist es meistens weniger schwer. (2) Nimm dir regelmäßig eine Auszeit. Und tue etwas anders an freien Tagen. Spurgeon sagte: „Ruhe ist für den Geist so notwendig wie der Schlaf für den Körper… Wenn wir uns nicht ausruhen, werden wir zusammenbrechen.” Jesus sagte: „Kommt… und ruht ein wenig” (Mk 6,31 NeÜ), denn Menschen, die nicht zu Ruhe kommen, kommen schließlich durcheinander! (3) Treibe Sport und sorge für genügend Schlaf. Laufe, schwimme, atme tief durch. Dr. Arch Hart sagt: „Erhöhtes Adrenalin verringert das Schlafbedürfnis, aber das ist eine Falle; wir zahlen letztendlich dafür. Die meisten Erwachsenen brauchen 8-9 Stunden Schlaf.” (4) Lerne, dich zu entspannen. Die Entspannungsreaktion ist das Gegenteil der ‘Kampf-oder-Flucht'-Reaktion. Die Bibel sagt: „Ein treuer Bote bringt Heilung“ (Spr 13,17 MEB). Schon zwanzig Minuten pro Tag ohne die Tyrannei von ‘Gegenwärtigem' und ‘Zukünftigem' (Römer 8:38 EÜ) können der schädlichen Wirkung von Stress entgegenwirken.
Stelle dir vor, du bist mittellos und kannst deine Schulden nicht begleichen. Dann übernimmt jemand unerwartet all deine Schulden und überweist zusätzlich eine hohe Geldsumme auf dein Konto, sodass du für den Rest deines Lebens weder arbeiten noch dir Sorgen machen musst. Genau das geschah am Kreuz, als Gott alle deine Sünden von der Wiege bis zum Grab Jesus zurechnete, und dir stattdessen seine ganze Gerechtigkeit schenkte. Überwältigend, oder? Würdest du sagen: „Nein danke, ich bin der Meinung, ich sollte für mich selbst aufkommen?” Oder: „Ich kann nicht zulassen, dass du alles tust, während ich nichts tue, also werde ich für den Rest meines Lebens arbeiten, um mich deiner Liebe und Gnade würdig zu erweisen?”. Erlösung ist wie eine gesunde Ernährung „ohne künstliche Zusatzstoffe”. Verstehe: Die erforderliche Gerechtigkeit, um in den Himmel zu kommen, besteht nicht darin, sich richtig zu verhalten, sondern richtig zu glauben. Aber du fühlst dich so schuldig, wenn du sündigst. Das solltest du auch! Deine neue Natur reagiert auf Sünde wie dein Körper auf eine Lebensmittelvergiftung. Dein wiedergeborener Geist sagt, dass du dir das nicht mehr leisten kannst; das bist du nicht mehr! Warum hat sich Gott den Heilsplan so ausgedacht? Weil jede Gerechtigkeit, die wir selbst erwerben können, reicht bei weitem nicht an seine Maßstäbe heran. Er bezeichnet sie tatsächlich als „ein beschmutztes Kleid”. Deine Belohnung im Himmel beruht auf deinem Verhalten, aber dein Eintritt in den Himmel beruht allein auf deinem Vertrauen in Christus.
Allzu oft werden Menschen abgewertet oder abgewiesen aufgrund dessen, was sie erlebt haben: Teils aufgrund ihrer eigenen Taten, teils aufgrund dessen, was ihnen angetan wurde. Im Ausverkauf gibt es oft wertvolle Sachen zu ermäßigten Preisen; du musst nur wissen, was du suchst. Jesus weiß, was er sucht! In seinen Augen liegst du vielleicht am Boden, aber er ist längst nicht fertig mit dir. Petrus war so traurig darüber, dass er Jesus verleugnet hatte, dass er zu seinem alten Job als Fischer zurückkehrte. Kannst du dir das Getuschel vorstellen? „Das ist der Typ, der Jesus den Rücken gekehrt hat.” Wenn Petrus unser Pastor wäre, würden wir seinen Rücktritt fordern. Zumindest würde uns nicht mehr interessieren, was er noch zu sagen hätte. Und doch war Petrus der erste Mensch, den Jesus nach seiner Auferstehung aufsuchte. Als er ihn sah, erwähnte er den Verrat mit keinem Wort, sondern fragte dreimal: „Liebst du mich?” Als Petrus dreimal mit ‘Ja' antwortete, sagte Jesus zu ihm: „Weide meine Schafe”, was sich auf seine Zukunft als Pastor und Leiter der Gemeinde bezog (s. Joh 21,15-17). Jesus blickte über das Scheitern von Petrus in der Vergangenheit hinaus und sah seine Zukunft. Das Versagen von Petrus war für Jesus keine Überraschung. Er sagte: „Wenn du später umgekehrt und zu mir zurückgekommen bist, dann stärke deine Brüder.” Überwundene Schwäche und wiederherstellende Gnade wurden zu einigen seiner besten Werkzeuge. Ja, Gott wird dich zurechtweisen, aber nur, um dich wiederherzustellen und dich für seine Zwecke einzusetzen.
Im Brief an die Korinther reflektiert Paulus darüber, was es kostet, wenn man Jesus dient: „Von Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger einen; ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem tiefen Meer. Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr unter Räubern, in Gefahr von meinem Volk, in Gefahr von Heiden, in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße” (2.Kor 11,24-27). Was befähigte ihn, über seinen Problemen zu stehen, statt von ihnen erdrückt zu werden? Die Perspektive Gottes! „Darum… wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.” (2.Kor 4,16-18 LU). Paulus verarbeitete die Dinge anders. Er glaubte: „Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus” (Phil 4,19 LU). Angesichts der Todesdrohung schrieb er: „Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre” (Phil 1,23 LU). Bitte Gott heute um seine Perspektive!
Eines Tages schaute Petrus Johannes an und fragte Jesus: „Was ist mit ihm, Herr?” Jesus antwortete: „Was geht das dich an? Folge du mir nach” (Joh 21,22 NLB). Wenn andere dich enttäuschen, denk daran, dass auch du andere enttäuscht hast. Wenn dir andere einen schlechten Rat geben, denk daran, dass auch du mal einen schlechten Rat gegeben hast. Es gibt nur einen, der dich nicht enttäuscht und dir immer den richtigen Weg weisen wird: Jesus. Nicht nur kennt er den Weg, er ist der Weg. „Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben” (Joh 8,12 EÜ). Selbst die besten Christen werden dich manchmal verwirren oder stolpern lassen. Aber Jesus wird jeden deiner Schritte erhellen. Selbst die Jünger Christi hätten dich enttäuscht. Petrus hatte eine rassistische Einstellung und zog die Juden den Heiden vor. Jakobus und Johannes wollten Feuer vom Himmel auf ein Dorf herabrufen, das Jesus und seinen Jüngern die Übernachtung verweigerte. Thomas zweifelte an der Auferstehung und sagte: „Wenn ich nicht die Wunden von den Nägeln in seinen Händen berühre, glaube ich es nicht” (s. Joh 20,25). Ja, Menschen werden dich enttäuschen, aber Jesus wird es nie tun. Die Bibel sagt: „Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens” (Hebr 12,-2 LU). Stütze dich weniger auf Menschen und mehr auf Jesus.
Susan A. Yates gibt uns biblische Richtlinien für die Erziehung unserer Kinder. (1) Gehe auf Nichtchristen zu. Wenn deine Kinder im Glauben wachsen sollen, bringe sie mit Ungläubigen in Kontakt. Gott hat uns berufen, „Salz und Licht zu sein” (s. Mt 5,13-16). Das geschieht nicht, wenn du dich nur mit Gläubigen umgibst. Kinder gehen eher auf andere zu, wenn ihnen dies vorgelebt wird. Freunde dich mit jemandem aus deinem Umfeld an, der nicht gläubig ist. Es kann beängstigend sein, die Hand auszustrecken. Aber wenn du es riskierst, wird Gott auf spannende Weise durch dich wirken. (2) Zeige Dankbarkeit. Niemand mag ein nörgelndes Kind, auch Gott nicht. Sind wir ihm dankbar, erfreut das sein Herz. „Kinder lernen von den Eltern; sie ahmen sie nach”. Deine Laune bestimmt die Atmosphäre zu Hause, wenn du nörgelst, werden sie das auch tun. Wenn du das Negative betonst, lernen sie, sich auf das zu konzentrieren, was fehlt. (3) Nimm dir Zeit für deinen Ehepartner. Wir sind sehr beschäftigt und denken, dass wir Zeit mit unserem Partner verbringen können, wenn es ruhiger wird. Doch das wird nie der Fall sein. Lass deine Beziehungen nicht von den so genannten wichtigen Dingen überwuchern. Pflege sie, suche nach Wegen, die euch einander näherbringen. Die Sicherheit eurer Kinder beruht darauf, dass sie wissen, dass ihr sie liebt, und sie wächst, wenn sie wissen, dass ihr einander liebt! Die Bibel sagt: „Lehre dein Kind” (Spr 22,6 NLB). Du ziehst die nächste Generation heran, und die muss wissen, dass eine gute Ehe Zeit und Mühe erfordert.
Auf die Frage, ob sie glauben, dass die Bibel Gottes inspiriertes und unfehlbares Wort ist, antwortete eine Mehrheit der 16–29-Jährigen mit „Ja. Aber nur, wenn du es auch lebst.” Eine ehrliche Antwort. Denke darüber nach, wer hat wohl die erste Lüge erzählt? Satan. Im Garten Eden überzeugte er Eva davon, dass es in Ordnung sei, von der verbotenen Frucht zu essen, und dass Gott seine Worte nicht wirklich ernst meinte. Und diese alte Lüge ist immer noch da! Du hörst sie in Bemerkungen wie: (1) „Du kannst die Bibel auf vielerlei Art interpretieren.” Das klingt so lange vernünftig, bis du Folgendes liest: „Niemals nämlich ging eine prophetische Botschaft aus menschlichem Willen hervor, sondern die Propheten redeten als Menschen, aber von Gott her und vom Heiligen Geist getrieben” (2.Petr 2,21 NLB). Jesaja sagte: „Wer damit nicht übereinstimmt, dem wird kein Morgenrot mehr leuchten.” Zwei plus zwei muss vier ergeben. Sonst sind wir alle offen für die Interpretationen und Wertungen der anderen – und einer wird verlieren. (2) „Es ist egal, was du glaubst, solange du ehrlich bist.” Und wenn du dich ernsthaft irrst? Wenn ein Arzt das falsche Medikament verschreibt, könnte es dich umbringen, statt zu heilen. (3) „Lieber nichts sagen, als jemanden zu beleidigen.” Wenn jemandes Haus brennt, würdest du ihn nicht warnen, um sein Leben zu retten? Bevor er verraten wurde, warnte Jesus seine Jünger: „Ihr werdet euch alle von mir abwenden.” (Mk 14,27 NG). Die Wahrheit tut weh, aber sie ist heilsam. Lasst uns treu zum Wort Gottes stehen.
Im Laufe der Geschichte haben einige Gesellschaften Ehebruch mit dem Tragen eines großen scharlachroten Buchstabens ‘A' bestraft (Adultery = Ehebruch). Wurde man beim Stehlen erwischt, musste man eine Kugel an einer Kette mit sich herumschleppen. Vielleicht denkst du: „Geschah ihnen recht”. Wirklich? Jesus sagte, wenn du jemanden nur begehrst, hast du in deinem Herzen Ehebruch begangen (s. Mt 5,28). Er fügte hinzu: „Der Maßstab, mit dem du andere beurteilst, ist derselbe Maßstab, mit dem du selbst beurteilt wirst” (s. Mt 7,1-2). Gott ist nicht sanft zur Sünde: (1) Er wird deine Sünde nicht einfach übersehen. „Der Herr weist die zurecht, die er liebt” (Hebr 12,6 NLB). (2) Er wird sich nicht von dir abwenden. Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen (s. Röm 8,38-39). Wir verwenden heute weder scharlachrote Buchstaben noch Bälle an Ketten. Aber Gott sagt dir: „Wenn dich jemand verletzt, vergib!” Tust du es nicht, wirkt sich das auf dein Denken, Handeln und Reden negativ aus. Und es bindet dich an alte Verletzungen. „Vergebung ist schwierig,” sagst du. Jesus sagt, wir sollen beten für die, die uns beleidigen (s. Mt 5,44). Jemandem zu vergeben, beginnt mit Gebet. Du sagst: „Aber warum sie es getan haben, muss ich doch verstehen!” Manchmal wissen Menschen nicht, was sie tun. Jesus betete für die, die ihn kreuzigten: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.” Vielleicht verstehst du eines Tages die Motive des Verursachers. Aber auch wenn nicht, vergib ihm zu deinem eigenen Wohl.
Angesichts eines Feindes, den er allein nicht besiegen konnte, betete König Asa: „‘Herr, im Streit zwischen einem Mächtigen und einem Schwachen kann niemand so helfen wie du. Hilf uns, denn du bist unsere Stütze, und in deinem Namen sind wir gegen diese Übermacht gezogen. Herr, du bist unser Gott. Lass nicht zu, dass die Sterblichen gegen dich siegen.' Da schlug der Herr die Kuschiter vor Asa” (2.Chr 14,10-11 EÜ). F.B. Meyer schreibt: „Erinnere Gott an seine volle Verantwortung: ‚Niemand kann so helfen wie du.‘ Asa's Aussichten waren extrem schlecht. Da waren eine Million bewaffneter Männer und dreihundert Streitwagen. Es schien unmöglich, sich gegen diese gewaltige Menge zu behaupten. Seine einzige Hoffnung war Gott! Es kann sein, dass deine Schwierigkeiten ein so erschreckendes Ausmaß angenommen haben, dass du gezwungen bist, auf die Hilfe menschlicher Kraft, die du in weniger schweren Prüfungen in Anspruch genommen hast, zu verzichten und dich auf deinen allmächtigen Freund zu verlassen. Stelle Gott zwischen dich und deinen Feind. Nach Asas Überzeugung hatte er selbst keine Kraft. Zwischen Sera und ihm schien Gott zu sein. Und er irrte sich nicht… die Äthiopier wurden vor dem Herrn vernichtet, als würden sich himmlische Krieger für Israel gegen den Feind werfen… Unser Gott ist der Herr der Heerscharen, der zu jeder Zeit unerwartete Verstärkung zur Hilfe seines Volkes herbeirufen kann. Glaube daran, dass er zwischen dir und deinen Schwierigkeiten ist. Was dich verwirrt, wird vor ihm fliehen wie Wolken vor dem Sturmwind.”
Wir sind von Natur aus begehrlich. Wir begehren ständig Sachen, so wie wir den nächsten Atemzug tun. Das Problem ist, dass die begehrten Dinge uns die ersehnte Befriedigung nicht bringen. Wir suchen also nach mehr. Online-Shops sind darauf ausgerichtet, ‘Bedürfnisse zu wecken'. Dinge, die wir ‘wollen', werden zu Dingen, die wir ‘brauchen'. Aber hier liegt das Problem: „Wir können nicht genug von dem bekommen, was wir nicht brauchen. Egal, wie viel wir haben, wir bleiben Menschen, die ‘nicht genug' haben. Es gibt keine dauerhafte Seelenbefriedigung für solche Menschen. Eine Anzeige wirbt mit dem Slogan ‚Gestern wusste ich nicht, dass es existiert; heute kann ich nicht darauf verzichten. ‘Es ist der Mythos von ‘mehr', der Mythos, dass ‘mehr' eines Tages genug sein wird. Wenn wir dem Mythos glauben, verbringen wir unser Leben mit der Suche nach der nächsten Sache. Es kann ein Auto, eine Beförderung oder die Liebe eines Menschen sein. Je nach Alter könnte es ein iPod, ein Lamborghini oder eine besondere Puppe sein… Einige Minuten oder vielleicht Tage erleben wir wahre Seelenbefriedigung. Dann lässt die Wirkung nach. Sie lässt immer nach.” Das musst du verstehen: Nur Jesus bringt dauerhafte Befriedigung; alles andere enttäuscht. Gott sagt: „Denn mein Volk hat eine doppelte Sünde begangen: Erst haben sie mich verlassen, die Quelle mit Leben spendendem Wasser, und… sich rissige Zisternen ausgehauen, die überhaupt kein Wasser halten!” Wenn du ein leeres Leben satthast, komm zu Jesus. Er wird dich nicht enttäuschen.
Die Elternschaft endet nicht, wenn dein Kind zum Teenager wird. Teenager sind mobiler und unabhängiger. Sie eifern Gleichaltrigen nach, die so unreif sind wie sie selbst. Auch wenn du ein gutes Fundament gelegt hast, kommen Zeiten, in denen du fragst: „Was ist los? Was habe ich falsch gemacht?” Die Pubertät ist los! Ihre Frontallappen – der Teil des Gehirns, der mit der moralischen Entwicklung, der emotionalen Reaktionsfähigkeit, der Impulskontrolle und der Entscheidungsfindung zusammenhängt – werden nicht vor seinem zwanzigsten Lebensjahr ausgewachsen sein. Was wird aus den biblischen Geschichten und deinen Bemühungen? Alles ist da, vorübergehend verloren in diesen knospenden Lappen. Deine Kinder sind nicht schlecht oder dumm, auch wenn sie sich manchmal so verhalten. Sie haben deine Lehren nicht aufgegeben. Die Glaubenssysteme, bei deren Aufbau du ihnen zuvor geholfen hast, sind nicht ausgelöscht – sie wurden in eine ‘Warteschleife' verlegt, bis die neuen Gehirnzellen da sind, die die Vernunft wiederherstellen. Vermeide Panik, bete und lasse Gott an ihnen arbeiten. Liebe sie bedingungslos und sei ihnen ein Anker. Bleib standhaft, und lebe nach deinen Prinzipien. Zeige Einfühlungsvermögen und lehre sie, wie ihre Entscheidungen sich auf andere auswirken. Hilf ihnen, Selbstbeherrschung zu lernen, indem du sie die Konsequenzen tragen lässt! Sie geduldig und unterstütze sie. Du hast die Saat des Wortes Gottes gesät, deshalb „Gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten” (Gal 6,9 NLB)!
Kinder zu erziehen, ist herausfordernd und lohnend. Du hilfst, dauerhafte neuronale Bahnen zu schaffen, die sein moralisches und spirituelles Wachstum beeinflussen, indem du sein inneres Glaubenssystem formst. Die Neurowissenschaftler Andrew Newberg und Mark Robert Waldman, Autoren von ‘Geboren, um zu glauben', sagen, dass zwischen sieben und zehn Jahren dein Kind am ehesten das Konzept eines Gottes verstehen wird, den es nicht sehen, spüren oder hören kann. Die Autoren empfehlen hier das Erzählen von Geschichten als wirksamstes Werkzeug für die Entwicklung des Glaubens. Geschichten, die göttliche Prinzipien, moralisches Verhalten, Mut, Glauben, Liebe und Vergebung beinhalten, sind gute, leicht verdauliche Zutaten für die Bildung eines christlichen Charakters. Gott wies die Israeliten an, ihren Kindern seine Wege und sein Wort durch Erzählen zu lehren. Geschichten u.a. von Adam und Eva, Noah, Daniel und David; von Geburt, Leben, Tod und Auferstehung Jesu – sie bewegen das Herz, regen das Interesse und die Fantasie von Kindern an, vermitteln dauerhafte, lebensverändernde Prinzipien. Studien zeigen, dass die Glaubenssysteme von Erwachsenen sogar stark beeinflusst werden von Geschichten, die sie als Kinder gehört haben. Präge deine Kinder mit Geschichten, die zur Untermauerung ihres Charakters und zur Grundlage eines Lebens im Glauben werden. Als Elternteil ist es deine Aufgabe, das sich entwickelnde Gehirn deines Kindes zu ermutigen und es zu Überzeugungen, Entscheidungen und Lebensweisen anzuregen, die Gott wohlgefällig sind!
Sobald wir verstehen, dass Gottes Liebe zu uns sich auf das gründet, was Christus für uns tat, anstatt was wir selbst tun, ist der Kampf vorbei. Wir können aufhören, etwas zu ‘leisten' und Gott dienen, weil wir wissen, dass er uns liebt. Wir müssen nicht versuchen, ihn dazu zu bringen, uns zu lieben. Wir haben keine Angst mehr, dass er uns wegen unserer Fehler ablehnt. Wenn wir etwas Falsches getan haben, müssen wir nur noch Buße tun, Gottes Vergebung annehmen und uns dem Urteil über die Sünde verweigern. Zu erkennen, dass wir trotz unserer Unvollkommenheit geliebt und angenommen sind, bringt große Erleichterung! Gott aus Bedürfnis und nicht aus Pflicht zu dienen, ist unglaublich befreiend! In dem Moment, in dem du dein Vertrauen in Christus setzt, sieht dich Gott als gerecht. Er nimmt dich nicht wegen deiner Leistung an, sondern aufgrund deiner Beziehung zu ihm durch Christus. Das musst du glauben und für dich in Anspruch nehmen. Ein bekannter Pastor schreibt: „Wir werden zu dem, was wir glauben zu sein; darum, wenn wir überzeugt sind, mit Gott im Reinen zu sein, wird unser Verhalten sich bessern. Wir werden das Richtige mit weniger Anstrengung tun. Egal, was andere Menschen dir gesagt haben, dass du nicht bist: Gott freut sich, dir in seinem Wort zu sagen, wer du in ihm bist – geliebt, wertvoll, kostbar, talentiert, begabt, fähig, mächtig, weise und erlöst. Nimm dir einen Moment Zeit, dir diese neun Dinge einzuprägen. Sage: ‘Ich bin geliebt, wertvoll… usw.'” So sieht dich Gott, und so solltest du anfangen, dich zu sehen.
Ein Pastor schreibt: „Als Gott den Menschen schuf, war es ‘zu seinem Ebenbild'. Das war der ursprüngliche Plan Gottes, und er hat sich nicht geändert. Er will uns so machen, wie er selbst ist, indem er durch sein Wort, durch seinen Heiligen Geist und durch Umstände an unserem Charakter arbeitet. Das griechische Wort für ‘Charakter' bedeutet ‘geprüft und für zuverlässig befunden'. Es erinnert an die Arbeit eines Schmieds, da es etwas beschreibt, das durchs Feuer gegangen ist, auf das man eingeschlagen hat – und das den Test bestanden hat.” Eins der ersten Dinge, das Gott den Menschen sagte, war: „Seid fruchtbar”. Und Jesus sagt uns, wie das geht: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, wird viel Frucht bringen” (Joh 15,5 NLB). Frucht braucht Zeit, um zu reifen. Wird der Prozess beschleunigt, leidet der Geschmack. Hast du schon vergaste Tomaten probiert? Wenn man Tomaten reif transportiert, werden sie unterwegs zerquetscht. Sie werden grün geerntet, mit Ethylengas besprüht, bevor sie auf den Markt kommen. Das Gas lässt grüne Tomaten schnell rot werden. An diesen Tomaten ist nichts auszusetzen, aber wenn du schon eine am Strauch gereifte Tomate gegessen hast, weißt du, dass es keinen Vergleich gibt. Genauso braucht es Zeit, bis geistliche Frucht in deinem Leben wächst. Du kannst keinen Crashkurs machen, um geistlich reif zu werden. Man muss ein Leben lang mit Gott unterwegs sein, von ihm lernen und ihn vom ganzen Herzen lieben. In Zusammenarbeit mit ihm wird dein Leben die Frucht des Geistes hervorbringen.
Konsultiere Gott, wenn du eine tägliche To-Do-Liste erstellen willst, die deinen Frieden und deine Freude nicht beeinträchtigt. Wenn du dir zu viel vornimmst, ist Versagen und Stress vorprogrammiert. Wenn du weise bist, planst du nicht mehr als zwei größere Aufgaben am Tag. Das Leben verläuft nicht störungsfrei, egal wie sehr du dir das wünschst. Plane also Zeit für Unterbrechungen, Staus, verlegte Schlüssel, langsame Menschen usw. mit ein. Und sei vorsichtig mit Multitasking! Studien haben durch Multitasking verursachten Stress mit dem Verlust des Kurzzeitgedächtnisses in Verbindung gebracht. Multitasking macht dich weniger effizient, da es die Gehirnleistung verringert, die für die einzelnen Aufgaben benötigt wird. Stelle also sicher, dass du eine Aufgabe zu Ende führst, bevor du mit der nächsten anfängst. Um produktiv zu sein, musst du zielgerichtet arbeiten. Und noch ein sehr wichtiger Gedanke: Stille ist entscheidend für den Erfolg! Bevor Jesus seine Jünger berief, die Menge speiste und den Sturm stillte, nahm er sich Zeit allein für Gott und Gebet. Das aber tun wir oft nicht, und die Ergebnisse sprechen für sich! Wir suchen uns die falschen Leute aus, haben nicht die notwendigen Ressourcen für eine Notlage und werden von den Lebenstürmen überwältigt. Das Großartige am Gebet ist, dass du überall beten kannst – im Berufsverkehr, in der Warteschlange an der Kasse, in deiner Mittagspause oder wenn du am Morgen deine Augen öffnest. Da Gott deine Schritte lenkt und Freude an dir hat, beziehe ihn mehr mit ein.
Mangelnder Glaube ist kein Versagen der Logik, sondern der Vorstellungskraft. Mangelnder Glaube ist die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, sich einen Gott vorzustellen, der fähig ist „weit über das hinaus zu bewirken, was wir im Gebet erbitten oder uns überhaupt vorstellen können, gemäß der Kraft, die ihre Wirkung in uns entfaltet“ (Eph 3,20 DBU). Verstehst du? Gott will deine Vorstellungskraft stärken! Ein Pastor schreibt: „Um eine ewige Auswirkung auf unsere Kultur zu haben, dürfen wir sie nicht bloß kritisieren oder nachahmen. Wir müssen sie erschaffen! Wenn wir unsere Generation mit dem Evangelium erreichen wollen, können wir nicht einfach an die Logik appellieren. Wir müssen ihre Vorstellungskraft anregen. C.S. Lewis ist ein großes Vorbild für beides. Kannst du dir jemanden vorstellen, der mit der linken Gehirnhälfte logischer denkt als Lewis? Seine theologischen Schriften, von ‘Christentum schlechthin' zu ‘Über den Schmerz', sind so logisch wie es nur geht. Aber Lewis vereinte die Logik der linken Gehirnhälfte mit der Kreativität der rechten Gehirnhälfte. Die ‘Chroniken von Narnia' regen außerdem die Fantasie ganzer Generationen an. Die Gemeinde sollte der kreativste Ort des Planeten sein. Sicher gibt es ab und an Einfallsreichtum und Fantasie, aber wir sind weit von unserem kreativen Potenzial entfernt.” Treue ist weder, etwas zu tun, wie es immer getan wurde, noch den Status quo zu bewahren. Gewiss darf unsere Botschaft sich nie ändern, aber unsere Methoden müssen sich ändern, wenn wir die letzte Ernte einbringen wollen.
Wenn es um große Leistungen im Leben geht, ist der Apostel Paulus eine Klasse für sich. Aber ein ganzes Kapitel, Römer 16, widmet er allen Menschen, die ihm geholfen haben, seine Berufung zu erfüllen. Er beginnt mit Phoebe: „Gebt ihr jede Hilfe, die sie braucht. Sie selbst hat vielen geholfen, auch mir” (Röm 16, 2 GNB). Präsident Johnson sagte: „Es gibt keine Probleme, die wir nicht gemeinsam lösen können und sehr wenige, die wir allein lösen können.” Als Gott Adam schuf, sagte er: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen” (1.Mo 2,18 EÜ). Er schuf Eva. Gott lehrt uns, dass sehr wenige Dinge von Bedeutung jemals von einem Einzelnen allein bewirkt werden können. Schau unter die Oberfläche, und du wirst fast immer feststellen, dass alle Einzelleistungen in Wirklichkeit Teamleistungen sind. Daniel Boone hatte Gefährten von der Transylvania Company zur Verfügung, als er auf dem Weg zur Wilderness Road war. Wyatt Earp wurde von seinen zwei Brüdern und von Doc Holliday unterstützt. Charles Lindbergh hatte die finanziellen Mittel von neun Geschäftsleuten aus St. Louis und das Know-how der Ryan Aeronautical Company, die sein Flugzeug baute. Albert Einstein räumte ein: „Viele Male am Tag wird mir bewusst, dass mein äußeres und inneres Leben auf der Arbeit meiner lebenden und toten Mitmenschen aufbaut und dass ich mich anstrengen muss, um so viel zurückzugeben, wie ich erhalten habe.” Das Erfolgsgeheimnis jedes Unterfangens kann man in drei Worten zusammenfassen: Verbinden, verpflichten, mitteilen.