“Pricing Friends†ist ein Interviewformat, in dem Dr. Sebastian Voigt mit führenden Unternehmenslenkern und weiteren spannenden Persönlichkeiten über sein Lieblingsthema “Pricing†spricht. Das sind keine "Fachidiotengespräche" – Sebastian und seine Gäste liefern vielfältige Perspektiven und Anekdoten, um das komplexe Thema Pricing auf eine verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Dem "schweren", analytischen Thema Pricing verleiht er eine gewisse Leichtigkeit und adressiert die Hörer informativ und unterhaltend. Der “Pricing Friends†Podcast erscheint ab Donnerstag, 11. Januar 2024, immer donnerstags um 5:55 Uhr. ÜBER DR. SEBASTIAN VOIGT Dr. Sebastian Voigt ist Partner sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Axel Springer hy GmbH und verantwortlich für die Pricing and Sales Business Unit. Sebastian studierte Wirtschaftsinformatik und promovierte an der TU Darmstadt zu Monetarisierungsstrategien von digitalen Marktplätzen. Seit über 15 Jahren entwickelt er profitable digitale Geschäftsmodelle. Er arbeitete u.a. als Director bei der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners, leitete die Projektteams der Investmentholding von Axel Springer und nahm operative Führungspositionen innerhalb von Bertelsmann und ProSiebenSat1 ein. Connect via LinkedIn Pricing Friends Website

Viele Finanzteams glauben, sie sind digital aufgestellt, dabei tippen sie Daten aus Excel-Tabellen in ERP-Masken. Digitalisiert ja, automatisiert nein. Genau diese Lücke macht Circula zum Geschäftsmodell. In dieser Folge von Pricing Friends spricht Sebastian Voigt mit Nikolai Skatchkov, CEO und Mitgründer von Circula, über Pricing im Mittelstand, KI-gestützte Automatisierung und wie man eine Krise wie Corona nutzt, um gestärkt daraus hervorzugehen. Circula bedient heute knapp 3.000 Unternehmenskunden mit rund 180.000 aktiven Nutzern in 13 Märkten. Das Kernmodul für Reisekosten startet bei 15 Euro pro Nutzer, das neue Modul für Eingangsrechnungen bei 149 Euro für 100 Rechnungen. Die Kennzahlen sprechen für sich: 96 % Logo-Retention, 110 % Net Revenue Retention und ein NPS von 58. Der stärkste Hebel im Verkaufsgespräch ist dabei nicht der Preis, sondern Compliance. CFOs wollen persönliche Haftungsrisiken vermeiden und zahlen dafür auch 50 % mehr als für den günstigsten Anbieter. Mit KI und Large Language Models werden bereits 54 % aller Belege vollständig touchless verbucht, bis Jahresende sollen es 80 % sein. „Compliance ist denen so viel wert, dann ist es denen egal, ob wir auch irgendwie 50 % teurer sind als ein Marktbegleiter, weil im Endeffekt das, was hinten rauskommt bei einer Betriebsprüfung und auch die persönliche Haftung, die ein CFO übernehmen müsste, einfach viel, viel schwerer wiegt." – Nikolai Skatchkov Über den Gast Nikolai Skatchkov ist CEO und Mitgründer von Circula. Nach seinem BWL-Studium in Köln sammelte er Erfahrungen bei ProSieben sowie beim Fintech-Inkubator, wo er Ventures im Open-Banking-Bereich aufbaute. Die Idee zu Circula entstand aus einer eigenen Erfahrung: Nikolai und sein Mitgründer Roman reisten intensiv und erkannten, wie schlecht Reisekostenmanagement in Unternehmen gehandhabt wurde. Seit über neun Jahren führt er Circula als CEO und hat das Unternehmen zu einem der führenden Anbieter für automatisiertes Ausgaben- und Eingangsrechnungsmanagement im Mittelstand entwickelt.

Wie etabliert man Gummibärchen als ernstzunehmendes Premium-Supplement und behält dabei die Margen im Griff? In dieser Folge von Pricing Friends spricht Sebastian Voigt mit Marlena Hien und Laurence Saunier, den Gründerinnen von Bears with Benefits, über Unit Economics, Omnichannel-Strategien und den Weg vom Bootstrapping zum Exit an die Havéa-Gruppe. Bears with Benefits startete mit einem klaren psychologischen Preispunkt von 24,90 Euro, um im Amazon-Umfeld Kaufbarrieren zu senken. Heute liegt der Fokus auf einem durchschnittlichen Warenkorb von fast 60 Euro. Die Economics sind dabei strikt kalkuliert: Bei Herstellungskosten (COGS) von gut 20 Prozent und Marketingkosten im D2C-Bereich von 30 bis 40 Prozent entsteht Profitabilität primär über die Retention. Da der Erstkauf über Meta-Ads oft kaum noch Deckungsbeitrag liefert, muss eine Kundin idealerweise viermal im Jahr kaufen. Ein datenbasiertes CRM setzt dafür bereits ein bis zwei Wochen nach dem Erstkauf an, um die Wiederkaufrate zu sichern. Um Preisparität über alle Kanäle zu wahren und Konflikte zu vermeiden, nutzt das Unternehmen eine differenzierte Verpackungsstrategie. Während im Drogeriemarkt (z. B. DM, Rossmann) kleinere Einheiten zu günstigeren Einstiegspreisen platziert werden, bietet der eigene Online-Shop größere Vorratspackungen und Bundles an. Im Marketing verzichten die Gründerinnen auf aggressive Rabattschlachten (70-80 %) und nutzen Influencer stattdessen als messbaren Performance-Kanal. Der Verkauf an die Havéa-Gruppe ermöglichte schließlich die Professionalisierung der Strukturen und den Start in den USA – ein Expansionsschritt, der ohne strategischen Partner kaum möglich gewesen wäre. Über die Gäste Marlena Hien und Laurence Saunier sind die Gründerinnen von Bears with Benefits. Aus ihrer gemeinsamen Zeit in einer Werbeagentur entwickelten sie die Idee, den angestaubten Supplement-Markt mit einem femininen Lifestyle-Ansatz zu revolutionieren. Sie führten das Unternehmen von den ersten Amazon-Verkäufen bis zum erfolgreichen Exit an die französische Havéa-Gruppe im Jahr 2022 und verantworten heute als Geschäftsführerinnen die internationale Expansion der Marke.

Wie steuert man Pricing, wenn Journalismus, Events, Communities und B2B-Geschäft zusammenwachsen? In dieser Folge von Pricing Friends spricht Sebastian Voigt mit Wiebke Meeder, CMO der Handelsblatt Media Group, über Subscription-Modelle, Preislogiken und den Umbau eines Medienhauses zur Wirtschaftsplattform. Das Handelsblatt setzt auf klar differenzierte Angebote statt eines einheitlichen Abos. Drei Digitalprodukte erfüllen unterschiedliche Funktionen: Standard treibt Volumen, Premium stabilisiert über das E-Paper den Bestandswert, Business adressiert Tiefe und B2B-Nutzung. Kurzfristige 1-Euro-Trials spielen eine untergeordnete Rolle. Stattdessen dominieren rabattierte 12-Monats-Abos mit 30 bis 40 Prozent Nachlass, um den Subscription Lifetime Value zu erhöhen und Nutzer früh zu filtern. Preisdifferenzierung erfolgt datenbasiert nach Nutzung, Endgerät und Abschlusswahrscheinlichkeit. Vertrauen markiert dabei die Grenze jeder Dynamik. Parallel diversifiziert die Handelsblatt Media Group ihr Geschäftsmodell. Rund die Hälfte der Erlöse stammt aus Events, Memberships und New Business. Communities wie der KI-Circle sowie geplante CMO- und CFO-Formate verbinden Inhalte, Netzwerke und Veranstaltungen. Im B2B-Geschäft wird Account-Sharing aktiv adressiert, um Lizenzmodelle sauber zu monetarisieren. Perspektivisch sieht Meeder Potenzial in daten- und analysebasierten Lizenzmodellen, da generative KI die Archivfunktion des offenen Netzes schwächt und verlässliche historische Daten an Wert gewinnen. Über den Gast Wiebke Meeder ist Chief Marketing Officer der Handelsblatt Media Group und verantwortet Marketing und Vertrieb für Handelsblatt und WirtschaftsWoche. Zuvor war sie unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung, beim SPIEGEL und bei Amazon tätig und arbeitete dort an digitalen Abo- und Publisher-Modellen. Ihr Fokus liegt auf Subscription-Wachstum und der Weiterentwicklung journalistischer Geschäftsmodelle.

Wie verkauft man eine Arena mit 14.200 Plätzen zu 99 % Auslastung, ohne Rabattschlachten? In dieser besonderen Videofolge von Pricing Friends sind wir nicht im Studio, sondern mitten in der Uber Arena. Während die Eisbären Berlin ihr Morning Skate absolvieren, spricht Sebastian Voigt mit Marten Schumacher, Senior Director Ticketing bei den Eisbären Berlin, über ein Ticketpricing-System, das bewusst anders funktioniert als klassische Topspiel-Logiken. Statt „großer Gegner gleich hoher Preis“ setzen die Eisbären auf Nachfrage, Timing und Zielgruppen. Über 7.000 Dauerkarteninhaber füllen fast die Hälfte der Arena. Wer früh bucht, erhält den besten Preis. Späte Buchungen sind teurer, Frühentscheider werden nicht benachteiligt. Im Eishockey zählen weiche Faktoren stärker als im Fußball. Wochentag, Uhrzeit und Publikumsmix beeinflussen die Zahlungsbereitschaft. Freitag bedeutet höhere Nachfrage, Sonntag mehr Familien und geringere Zahlungsbereitschaft. Der Gegner spielt eine Rolle, aber nicht die zentrale. Die Fankurve bleibt preisstabil. Rund 2.000 Stehplätze sind dauerhaft von Preiserhöhungen ausgenommen. Einstiegspreise beginnen bei 18 Euro, Premium-Tickets liegen bei bis zu 85 Euro, Suiten bei rund 280 Euro. Die Preise werden vor der Saison festgelegt und nicht nach unten korrigiert. Es gibt keine Last-Minute-Rabatte und keine Panikmechaniken. Wer sich früh entscheidet, soll den besten Preis bekommen. Seit Corona ist dieses Modell auch wirtschaftlich tragfähig. Die Uber Arena ist ganzjährig ausgelastet. Neben den Eisbären spielen Alba Berlin, dazu kommen Konzerte und internationale Events. Das Eis bleibt liegen, wird abgedeckt und funktioniert selbst bei Shows und Großveranstaltungen. Am 25. Februar 2026 veranstalten die Eisbären Berlin ihren ersten Business-Spieltag inklusive Eisbären-Summit in der Uber Arena. Weitere Informationen und Buchung findet Ihr hier. Über den Gast Marten Schumacher ist Senior Director Ticketing bei den Eisbären Berlin. Er verantwortet Ticketumsatz, Budget und Ticketing-Strategie bei den Eisbären Berlin in der Uber Arena mit 14.200 Plätzen und gehört zur Anschutz Entertainment Group.

KI wird oft als Abkürzung verstanden. Schneller schreiben, schneller rechnen, schneller veröffentlichen. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Laura Lewandowski darüber, warum genau diese Erwartung problematisch ist. Laura arbeitet täglich mit KI, ihre Friends nennen sie „AI Queen“. Trotzdem sagt sie klar, dass Disziplin und Erfolg wie ein Muskel sind, den man trainieren muss. Niemand habe Lust, Preise sauber durchzurechnen oder einen Artikel von Grund auf zu schreiben. Mit KI glaube man oft, sich diese Arbeit sparen zu können. Genau dort beginne das Problem. Ein zentrales Thema der Folge ist Mindset. Laura sagt offen, dass man sich jetzt mit KI beschäftigen muss, sonst gibt es den eigenen Job vielleicht bald gar nicht mehr. Entscheidend sei aber nicht Tool-Wissen, sondern die Haltung dahinter. Neugier, Freude am Ausprobieren und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. KI sei ein Werkzeug, kein Ersatz für Denken. Besonders deutlich wird das beim Thema Content. Laura sagt, dass Intellectual Property das ist, was Inhalte in Zukunft wirklich outstanding macht. Wer das Internet nach Trends durchsucht, bleibt Mitläufer und wird niemals Trendsetter. KI kann strukturieren und beschleunigen. Eine eigene Perspektive entwickelt sie nicht. Auch Pricing spielt eine Rolle. Laura spricht darüber, wie sie über faire und psychologisch sinnvolle Preise nachdenkt und warum das mittlere Paket oft das eigentliche Ziel ist. Über den Gast Laura Lewandowski ist Journalistin, Unternehmerin und Investorin. Sie ist Gründerin des Newsletters Smart Chiefs und des KI-Wissensformats AI Americano, mit dem sie Unternehmen beim Aufbau eines tragfähigen KI-Mindsets unterstützt. Zuvor arbeitete sie unter anderem als dpa-Journalistin, Kolumnistin bei Business Insider, Podcasterin und NGO-Reporterin in Ostafrika. Weitere Stationen waren Google, der Bayerische Rundfunk, die Deutsche Welle sowie UFA und MESH Collective. Laura ist bekannt für ihren Brückenschlag zwischen Journalismus, Entrepreneurship und Künstlicher Intelligenz.

Warum orientieren sich Unternehmen bei zentralen Entscheidungen immer noch am niedrigsten Preis, obwohl sie selbst nicht über Billigkeit gewinnen wollen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Gerd Kerkhoff über die Spannungsfelder zwischen Einkauf, Pricing und Wertschöpfung und über die Denkfehler, die entstehen, wenn Kostenoptimierung isoliert betrachtet wird. Gerd Kerkhoff beschreibt Einkauf als Disziplin, die weit über Verhandeln und Sparen hinausgeht. Anhand zahlreicher Anekdoten aus Beratungsprojekten zeigt er, wie Entscheidungen entstehen, wenn Transparenz fehlt oder Verantwortung über den Preis delegiert wird. Besonders bei Beraterauswahl werde häufig der günstigste Anbieter gewählt, obwohl allen Beteiligten klar sei, dass Erfahrung, Umsetzungskraft und Wirkung entscheidend sind. Wenn ein Projekt dann scheitert, sei der niedrige Preis kein Argument, sondern ein schlechtes Alibi. Unternehmen, so Kerkhoff, müssten dieselben Maßstäbe anlegen, die sie auch für ihre eigenen Produkte und Preise gelten lassen. Das Gespräch spannt den Bogen von harten Einkaufsverhandlungen über Cost Engineering und Machtverhältnisse bis hin zu Beispielen aus dem Profifußball, in denen Emotion, Status und Preislogik aufeinandertreffen. Ob Beraterhonorare, Lieferanten, die ihre eigenen Kosten nicht kennen, oder Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß – immer wieder wird deutlich, dass Einkauf vor allem bedeutet, Kostenstrukturen zu verstehen, Wirkungen einzuordnen und bewusste Entscheidungen zu treffen. Einsparungen im Einkauf verlieren ihren Wert, wenn sie durch falsches Pricing oder schlechte Umsetzung wieder aufgezehrt werden. Wert entsteht erst dann, wenn Einkauf und Pricing gemeinsam gedacht werden. Über den Gast Gerd Kerkhoff ist Gründer von Kerkhoff Consulting und einer der bekanntesten Experten für Einkauf, Supply Chain und Verhandlungsstrategien im deutschsprachigen Raum. Seit vielen Jahren berät er Unternehmen bei der Optimierung von Einkaufs- und Wertschöpfungsstrukturen und verbindet operative Einkaufslogik mit einem klaren Fokus auf Wirkung und Value Creation.

Wie Kinder Preise wahrnehmen und was sie über Geld, Wert und Fairness lernen, zeigt sich lange bevor sie rechnen können. Es zeigt sich im Alltag, auf dem Schulhof, wenn ein Kind das neue Smartphone hat und ein anderes nicht, beim Taschengeld oder im Supermarkt, wenn zwei ähnliche Produkte unterschiedlich viel kosten. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Clarissa Corrêa da Silva, bekannt aus Wissensformaten wie Wissen macht Ah! und Die Sendung mit der Maus, über Preisverständnis aus Kinderperspektive und darüber, wie Eltern diese Gespräche begleiten können, ohne zu belehren. Clarissa beschreibt Preise als Regeln, die Orientierung geben und Entscheidungen erleichtern. Geld hat das frühere Tauschen von Waren ersetzt und Werte vergleichbar gemacht. So entstand ein gemeinsames System, das den Alltag strukturiert und das Kinder oft intuitiv verstehen, lange bevor sie es benennen können. Im Gespräch wird deutlich, wie sich diese Logik im Alltag zeigt, etwa im Übergang vom Verhandeln zu festen Preisen oder in psychologischen Effekten wie 1,99 Euro. Auch die Frage, warum Markenprodukte häufig teurer sind als No-Name-Waren, obwohl sie teils aus derselben Produktion stammen, wird eingeordnet. Am Beispiel des Dönerpreises erläutert Clarissa, wie Inflation wirkt und warum Preise steigen, wenn Kosten für Energie, Löhne oder Rohstoffe zunehmen. Auch der rechtliche Rahmen spielt eine Rolle. Der Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) erlaubt Kindern, kleinere Einkäufe selbst zu tätigen, setzt aber klare Grenzen bei größeren Verpflichtungen. Taschengeld wird so zu einem Übungsfeld, in dem Kinder Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen und ein Gefühl für Wert entwickeln. Im Preis der Woche geht es um die Erhöhung des Kindergeldes um fünf Euro ab Januar 2026. Im Pricing Fail um die Anhebung des Deutschlandtickets auf 63 Euro. Über den Gast Clarissa Corrêa da Silva ist Journalistin, Moderatorin und Regisseurin mit Schwerpunkt Wissens- und Bildungsformate. Sie arbeitet für ARD, WDR, MDR, KiKA und ARTE und entwickelt Inhalte, die komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen verständlich und alltagsnah vermitteln. Credits Cover: Foto © Polina Ivanova

Wie verändert sich People Development, wenn Lernen nicht mehr aus statischem Content besteht, sondern sich stärker an Rolle, Bedarf und Ziel der Mitarbeitenden orientiert? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Stefan Peukert, Gründer und CEO von Masterplan, über die Zukunft von Corporate Learning, den Einsatz von KI und die Konsequenzen für Pricing-Modelle. Stefan beschreibt KI als das „Bicycle for the brain“. KI verstärkt kognitive Fähigkeiten und macht Lernen wirksamer, wenn sie gezielt im Kontext eingesetzt wird. Entscheidend ist nicht Technologie um der Technologie willen, sondern die konkrete Weiterentwicklung von Menschen. Ein zentrales Thema der Folge ist Stefans These, dass generischer Content an Bedeutung verliert. Lernen werde sich zunehmend individualisieren. Statt fixer Kurse rücken personalisierte Lernpfade und KI-gestützte Szenarien in den Mittelpunkt. Auch das Geschäftsmodell wird diskutiert. Das Pricing bei Masterplan orientiert sich im Kern an zwei Faktoren: der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer sowie dem thematischen Zugang. Weiterbildung ist damit bewusst niedrigschwellig bepreist – häufig günstiger als zwei Tassen Kaffee pro Mitarbeitendem und Monat – und wird dennoch oft unterschätzt. Im Preis der Woche geht es um günstige Hühnersuppe, im Pricing Fail um stark schwankende Flugpreise bei kurzfristigen Buchungen. Über den Gast Stefan Peukert ist Gründer und CEO von Masterplan. Zuvor gründete er unter anderem ausbildung.de und meinpraktikum.de. Mit Masterplan entwickelt er eine Plattform für modernes Corporate Learning, die von Unternehmen wie Volkswagen, Otto und E.ON genutzt wird. Seit 2025 ist Masterplan Teil der Amadeus Fire Group.

Wie setzt ein Baumarkt Preise, wenn allein ein Markt bis zu 50.000 Artikel führt und online mehrere hunderttausend Produkte dazukommen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Jan Michael Schulte, VP Pricing bei OBI, über die Mechaniken hinter einem Handelssystem, das jeden Tag zwischen Preistransparenz, Sortimentsbreite und operativer Umsetzbarkeit balanciert. Jan erklärt, wie OBI sein Pricing in den vergangenen Jahren professionalisiert hat – von einfachen Setups hin zu einem datenbasierten Ansatz mit länderübergreifenden Prozessen, automatisierten Vorschlagslogiken und dem Rollout elektronischer Preisschilder. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Preissensitivitäten im Baumarkt ausfallen, welche Rolle Eigenmarken im Vergleich zu Markenartikeln spielen und wie Rundungslogiken, Gebindegrößen, lokale Aktionen und Franchise-Strukturen in die Preisgestaltung hineinwirken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie OBI Preiswirkungen sauber diagnostiziert: warum KI vor allem für Mustererkennung relevant ist, welche Faktoren Preisveränderungen überlagern können und wie kanalübergreifend Kundinnen und Kunden heute unterwegs sind – von Marktbesuchen bis zur HeyOBI-App. Im Preis der Woche geht es um die ungewöhnliche Logik großer Champagnergebinde, im Pricing Fail um die zunehmende Zersplitterung von Streaming-Abos. Über den Gast Jan Michael Schulte ist Vice President Pricing bei OBI und seit fast sieben Jahren im Unternehmen tätig. Er verantwortet den Aufbau und die Weiterentwicklung des internationalen Pricing-Teams, das heute für neun europäische Länder arbeitet. Zuvor war er fast acht Jahre bei Oliver Wyman in der Retail- und Consumer-Goods-Praxis tätig, zuletzt als Principal. Frühere Stationen führten ihn unter anderem an die Universität Münster und zur Hannover Rück.

Was passiert, wenn „Suche" nicht mehr bedeutet, Worte einzutippen – sondern einfach ein Foto zu machen? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Anna Lukasson-Herzig, CEO & Gründerin von nyris, über visuelle Suche als Interface: im Retail geht es um Experience und Conversion, in der Industrie um Prozesse, Ersatzteile und Ausfallzeiten. Dabei wird klar: Der Nutzen (und damit auch das Pricing) hängt stark vom konkreten Use Case ab. Anna erklärt, warum visuelle Suche in manchen Kategorien hervorragend funktioniert – und warum andere naheliegende Use Cases (wie Fashion) scheitern. Gleichzeitig zeigt sie, wie nyris früh auf Skalierung gesetzt hat und warum in solchen Systemen nicht nur Modellqualität zählt, sondern vor allem Geschwindigkeit und robuste Integration in reale Workflows. Im Gespräch geht es außerdem um konkrete Pricing-Mechaniken: API-Calls als Value Driver, Paketlogiken, Sockel/Lizenzmodelle zur Abbildung von Setup-Aufwand – und die Herausforderung, dass der tatsächliche Sales- und Setup-Aufwand je Kunde oft erst spät sichtbar wird. Über den Gast Anna Lukasson-Herzig ist CEO & Gründerin von nyris. Sie baut mit nyris eine visuelle Suchmaschine, die Unternehmen hilft, Produkte und Ersatzteile per Bild schneller zu identifizieren – besonders in Industrie und Handel. nyris sitzt in Berlin und Düsseldorf und ist in über 50 Ländern aktiv. Anna hat Ingenieurwesen an der RWTH Aachen studiert und in der Promotion im Bereich Prozessautomatisierung früh mit KI-Methoden für visuelle Messdaten gearbeitet.

Wie steuert man Millionen Preise pro Tag in einem der komplexesten Mobilitätsnetzwerke Europas? Flix berechnet täglich hundert Millionen Preispunkte neu – über tausende Stationen, zahlreiche Streckenabschnitte und unterschiedlichste Nachfragekurven hinweg. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Michael Breiter, Chief of Staff Commercial Excellence & Revenue Management, über die Mechaniken hinter diesem System und darüber, wie Pricing, Forecasting und Netzwerksteuerung in einem globalen Setup zusammenwirken. Michael erklärt, warum bereits wenige Stopps auf einer Strecke zu zahlreichen Ticketkombinationen führen und welche technologische Infrastruktur notwendig ist, um dieses Modell auf ein internationales Netzwerk zu skalieren. Er zeigt, wie Forecasting und Machine Learning genutzt werden, um Nachfrage und Zahlungsbereitschaft auch dort abzuschätzen, wo kaum historische Daten vorliegen, und weshalb nicht nur der Preis selbst, sondern auch seine Darstellung und Einbettung in die Customer Journey entscheidend sind. Zudem geht es um die Zusammenarbeit zwischen Pricing, Revenue Management und Commercial Excellence, die unterschiedlichen Marktmechaniken von Bus und Bahn sowie die Frage, wie globale Strategien in Ländern wie UK oder Schottland lokal umgesetzt werden. Michael beschreibt, wie das asset-light Plattformmodell von Flix funktioniert, welche Rolle Buspartner spielen und wie Kapazitäten, Auslastung und Preislogik in Echtzeit gesteuert werden. Die Folge zeigt, warum dynamisches Pricing weit mehr ist als Preissetzung – es ist ein Zusammenspiel aus Technologie, Forecasting, lokaler Marktkenntnis und der Fähigkeit, ein globales Netzwerk flexibel zu steuern. Über den Gast: Michael Breiter ist Chief of Staff Commercial Excellence & Revenue Management bei Flix. Er bringt mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Pricing und Revenue Management mit – unter anderem als VP Revenue Management & Pricing Central Europe bei Accor sowie in leitenden Rollen bei einem unabhängigen Schweizer Hoteloperator. Bei Flix verantwortet er die Schnittstelle zwischen globalen Pricing- und Revenue-Teams, technologischen Entwicklungen und der lokalen Umsetzung in internationalen Märkten.

Wie gelingt es, ein etabliertes Lizenzmodell in ein zukunftsfähiges Subscription-Modell zu überführen und dabei Kundentreue und Vertrauen zu bewahren? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Boy Hengstmann, Co-CEO von evasys, über die erfolgreiche Transformation von mehr als 1000 Kunden vom klassischen Kauf- und Wartungsmodell hin zu einem modernen Abonnement-System. Boy schildert, warum das 30 Jahre alte Unternehmen diesen Schritt ging, wie sie neun verschiedene Kundensegmente definierten und weshalb sie sich bewusst zusätzliche Zeit für eine gute Vorbereitung nahmen. Im Gespräch wird deutlich, wie entscheidend Projektmanagement, kontinuierliches Lernen und enge Kundenorientierung für den Erfolg eines solchen Programms sind. Zur Sprache kommen zentrale Themen wie der Umgang mit Ausschreibungspflichten, Cloud-Migration als zusätzlicher Value-Hebel und die Frage, wie Preisfairness zwischen langjährigen Bestandskunden und Neukunden hergestellt werden kann. Boy zeigt, wie evasys diesen Wandel gestaltet hat und warum das Unternehmen heute von einer einheitlichen Plattform, klareren Preismodellen und schnelleren Innovationszyklen profitiert. Über den Gast Boy Hengstmann ist seit März 2024 Co-CEO der evasys GmbH und seit November 2023 im Unternehmen tätig. Er verantwortet Vertrieb, Marketing, Professional Services und Organisationsentwicklung. Zuvor war er viele Jahre bei StepStone tätig, zuletzt als Director für Sales Operations und Enablement im UK-Markt, sowie als Berater bei Accenture. Parallel lehrt er als Privatdozent an der Universität zu Köln zu Themen wie Strategic Management und Leadership.

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Zoë Andreae, CEO von Lecare, über einen Markt, der komplexer tickt als viele andere Unternehmensbereiche: Rechtsabteilungen. Ein Gespräch über Aktenlogik, jahrzehntelange Systemwechsel, Anforderungen an Datenschutz und Souveränität, On-Premise-Renaissance, Cloud-Optionen und die Frage, wie Technologie die Arbeit von Juristen verändert – ohne die Grundlogik des Berufs neu zu erfinden. Zoë schildert, wie Lecare aus einem Softwareunternehmen der 80er entstanden ist, wie sich die Plattform in der zweiten Generation weiterentwickelt hat und weshalb Rechtsabteilungen heute zwischen Effizienz, Regulierung, IT-Legacy und KI-Risiken navigieren müssen. Es geht um Workflows, Fristen, Dokumente, Verträge, Legal Spend, die Zusammenarbeit mit Kanzleien sowie um Preismodelle zwischen Lizenz, Wartung und Subscription. Warum On-Premise plötzlich wieder attraktiv wird, weshalb IT-Abteilungen oft stärker über Preise entscheiden als Juristen und wie Lecare seine Position zwischen Aktenlogik und moderner Plattform gefunden hat – all das hört ihr in dieser Folge. Über den Gast Zoë Andreae ist CEO von Lecare, einem der etabliertesten Anbieter für Software in Rechtsabteilungen. Das Unternehmen wurde in den 80er-Jahren gegründet und gehört zu den Pionieren im deutschen Markt. Zoë führt Lecare seit 2017 in zweiter Generation und hat den Übergang von klassischen Windows-Lösungen zu einer browserbasierten Plattform verantwortet, die heute in großen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt wird.

100 Folgen Pricing Friends – über 5 000 Minuten, 100 Gäste und unzählige „Preise der Woche“: von Erdbeeren bis Energie, von Bundesliga-Transfers bis Cannabis, von Bestattungen bis Business Software. Ein großes Dankeschön an alle, die seit der ersten Folge dabei sind und an alle neuen Hörer:innen, die Pricing, Wert und Wirkung genauso spannend finden wie wir. Zum Jubiläum spricht Dr. Sebastian Voigt mit Timo Lokoschat, stellvertretendem Chefredakteur der BILD, über den BILD Kaufberater – ein Beispiel dafür, wie sich Journalismus und Monetarisierung neu verbinden. Ein Gespräch über Reichweite, Commerce und Pricing und darüber, wie Preise nicht nur Produkte, sondern auch journalistische Werte beeinflussen. Timo erklärt, wie der BILD Kaufberater innerhalb weniger Monate zu einem der erfolgreichsten Commerce-Projekte Deutschlands wurde, warum eine Million Leser:innen ausgerechnet den ersten Airfryer-Test anklickten und weshalb Transparenz und Vertrauen heute die wichtigste Währung sind. Er spricht über Affiliate-Modelle, Provisionen und die Frage, wie viel Kommerz Journalismus verträgt. „Dieses Affiliate-Modell verschleiern wir auch nicht – es steht ganz transparent über jedem Artikel“, sagt Lokoschat im Gespräch. Außerdem geht es um den Black Friday, die Kunst ehrlicher Rabatte und den Spagat zwischen Preiswahrnehmung und Umsatz. Warum Affiliate-Geschäft, Paid Content und Preislogik immer enger zusammenrücken – hört Ihr in dieser besonderen Jubiläumsfolge. Und keine Sorge: Pricing Friends geht weiter – die nächsten 100 kommen bestimmt. Über den Gast Timo Lokoschat ist stellvertretender Chefredakteur der BILD und verantwortet seit Ende 2024 den Aufbau des „BILD Kaufberaters“. Zuvor leitete er unter anderem das Paid-Content-Geschäft von BILD Plus und arbeitete als Blattmacher der Printausgabe. Vor seiner Zeit bei BILD war er Journalist beim Spiegel und bei der Münchner Abendzeitung. Mit dem „BILD Kaufberater“ treibt er eines der spannendsten Transformationsprojekte im deutschen Journalismus voran – zwischen Reichweite, Relevanz und Revenue.

Dr. Sebastian Voigt war zu Gast bei Julius Göllner im ARRtist on Air Podcast, bekannt aus der Berlin SaaS Week mit dem ARRtist Summit. In dieser Sonderfolge spricht er über die Ergebnisse der gemeinsamen Studie mit OMR Reviews und darüber, wie sich das SaaS-Pricing im DACH-Markt verändert. Im Mittelpunkt stehen die 4.000 analysierten Softwareunternehmen, die Frage, wie sie heute bepreisen und wie künstliche Intelligenz bestehende Modelle verändert und neue ermöglicht. Sebastian erläutert, warum User-Based Pricing bei 63 % der Anbieter noch Standard ist, aber zunehmend durch hybride und transaktionale Modelle ergänzt wird. Gemeinsam mit Julius diskutiert er, warum drei klar differenzierte Feature-Pakete (Good – Better – Best) nach wie vor Best Practice sind, weshalb Preistransparenz entscheidend bleibt und wie psychologische Effekte – etwa die Reihenfolge der Pakete oder Preisabstände – die Kaufentscheidung beeinflussen. Im Gespräch geht es außerdem um den Übergang von Seat-Based zu Usage- und Outcome-Based-Modellen, um AI-getriebene Kostenstrukturen, um die Bedeutung von Reverse Trials zur Steigerung der Conversion Rate und um die Frage, wann Outcome-Based Pricing tatsächlich funktioniert. Sebastian teilt Einblicke, warum viele Unternehmen trotz wachsender AI-Komponenten Stabilität und Planungssicherheit bevorzugen und welche Lernkurve der deutsche SaaS-Markt dabei noch vor sich hat. Über den Host Julius Göllner ist Mitgründer von ARRtist und Gastgeber des Podcasts ARRtist on Air, dem führenden SaaS-Podcast in der DACH-Region. Mit der Berlin SaaS Week und dem jährlich stattfindenden ARRtist Summit hat er eines der zentralen Netzwerke der europäischen SaaS-Szene aufgebaut. Zuletzt brachte der ARRtist Summit über 500 Gründer:innen und CXOs, 125 Investor:innen und zahlreiche Partner in Berlin zusammen. Göllner beschäftigt sich intensiv mit SaaS- und AI-Themen und vernetzt Gründer:innen, Investor:innen und Vordenker:innen der Tech-Branche. Link zum Report: https://hy.co/pricing-and-sales/saas-ai-report-2026/lp/

Wie viel ist Wissen wert und was macht guten Journalismus heute bezahlbar? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Sebastian Turner, Gründer und Herausgeber von Table.Media, über Paid Content, Fachbriefings und den Preis von Orientierung im Informationszeitalter. Turner erklärt, wie Table.Media mit seinen 14 Themenbriefings zwischen Fachzeitschrift und Tageszeitung ein neues Medienmodell geschaffen hat. Er zeigt, warum Entscheiderinnen und Entscheider bereit sind, zwischen 139 und 199 Euro im Monat für relevante Informationen zu zahlen, und wie sich journalistische Tiefe mit wirtschaftlicher Skalierbarkeit verbinden lässt. Im Gespräch geht es um Abopreise, Retention, Werbeerlöse und Veranstaltungen, aber auch um Haltung: Warum Medien keine Vereinfachung brauchen, sondern Vertrauen, Geschwindigkeit und Kontext. Turner beschreibt, wie sich Table.Media vom Tagesspiegel über den Schritt zu spezialisierten Fachzielgruppen entwickelt hat und was es bedeutet, Orientierung als Produkt zu verstehen. „Zeit ist bei unseren Lesern knapper als Geld“, sagt Turner im Gespräch – und bringt damit auf den Punkt, worauf das Geschäftsmodell von Table.Media basiert. Über den Gast Sebastian Turner ist Gründer und Herausgeber von Table.Media, einem 2020 gegründeten Medienhaus in Berlin mit 14 Briefings zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zuvor war er Herausgeber des Tagesspiegels und Mitgründer von Scholz & Friends Dresden. Mit Table.Media verfolgt er das Ziel, Fachjournalismus aktueller und relevanter zu machen – für Leserinnen und Leser, die täglich über Entscheidungen mit Wirkung treffen.

Was passiert eigentlich auf der anderen Seite des Tisches, wenn Softwareanbieter ihre Preise erhöhen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Alexander van der Steeg, CTO von EntekSystems, über Softwarekostenkontrolle, Lizenzmanagement und die wachsende Preismacht großer Anbieter. Alexander erklärt, warum viele Softwarefirmen Flexibilität heute gezielt monetarisieren, wie indexbasierte Preismodelle funktionieren und weshalb Preissteigerungen oft versteckt in Tokens, Laufzeiten oder Feature-Paketen stattfinden. Er zeigt an Beispielen wie Microsoft (+25 % auf Teams), Adobe und Broadcom/VMware (+1000 %), wie stark Technologie die Preisgestaltung verändert und welche Folgen das für Unternehmen hat. „Ich finde, dass der Kunde eigentlich aus dem gesamten Portfolio auswählen sollte und es nur eine Metrik geben sollte, die ihm totale Transparenz gibt“, sagt van der Steeg im Gespräch. Außerdem geht es um den Trend zur digitalen Souveränität, die Renaissance von On-Premise-Lösungen und die Frage, warum CTOs zunehmend auch zu CFOs ihrer digitalen Assets werden. Über den Gast Alexander van der Steeg ist CTO der EntekSystems GmbH in Haibach bei Aschaffenburg. Mit Inventory360 entwickelt das Unternehmen eine Plattform für IT-Asset- und Software-Lizenzmanagement, die Unternehmen Transparenz über ihre IT-Landschaft verschafft und Softwarekosten steuerbar macht. Zuvor war Alexander Head of IT bei der TB International GmbH und leitete die Softwareentwicklung bei der Dedere Deutschland GmbH. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Full-Stack-Entwicklung, IT-Betrieb, Cloud-Architektur und DevOps und verfolgt mit EntekSystems das Ziel, IT-Management, Preis- und Vertragskontrolle auf eine gemeinsame datengestützte Basis zu stellen.

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Christoph Zöller, Gründer und CEO von Instaffo, über Pricing-Strategien im HRTech-Bereich – von Freemium über Subscription bis hin zu Performance-Based-Modellen. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich der Recruiting-Markt verändert, was Planbarkeit heute wirklich wert ist und warum ein gutes Preismodell oft entscheidet, ob eine Plattform wächst oder stagniert. Christoph erklärt, warum Instaffo vom klassischen Slot- und Jahresmodell zu einer erfolgsbasierten Fee wechselte, welche Rolle Marktzyklen, Liquidität und Daten dabei spielen und weshalb Transparenz und Einfachheit oft stärker wirken als komplexe Preisdifferenzierung. „Wir müssen die Companies nicht zwölf Monate an uns binden. Wir wollen so ein gutes Produkt entwickeln, dass sie immer wieder zu uns zurückkommen – und darauf optimieren wir“, sagt Zöller im Gespräch. Außerdem geht es um den Einsatz von KI und AI-Interviews im Recruiting, um Marktzyklen, die richtige Balance zwischen Angebot und Nachfrage und darum, wie Plattformen nachhaltig wachsen können, ohne an Fairness und Vertrauen zu verlieren. Über den Gast Christoph Zöller ist Gründer und CEO von Instaffo, einer der am schnellsten wachsenden Recruiting-Plattformen Europas. Das 2015 gegründete Unternehmen mit Sitz in Heidelberg vernetzt rund 1.800 Firmen mit qualifizierten Talenten. Mit seinem Team hat Zöller Recruiting neu gedacht – hin zu einem Reverse-Recruiting-Modell, bei dem sich Unternehmen bei Talenten bewerben. Durch KI-basiertes Matching und ein erfolgsbasiertes Preismodell macht Instaffo Bewerbungsprozesse schneller, transparenter und effizienter. Außerdem ist Zöller Co-Founding Shareholder und Chairman bei Paretos sowie Investor in mehrere europäische AI- und SaaS-Start-ups.

Wie entsteht der Preis für eine Handtasche, die mehr kostet als ein Auto? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Alexandra und Jan-Oliver Stück, den Gründer:innen von SACLÀB, über Preisbildung im Luxussegment, künstliche Verknappung und den wachsenden Markt für Secondhand-Designertaschen. Gemeinsam diskutieren sie, wie aus Mode ein Investment werden kann – und welche psychologischen, datengetriebenen und kulturellen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Alexandra und Jan-Oliver erklären, warum Hermès-Modelle wie die Birkin oder Kelly auf dem Zweitmarkt teurer gehandelt werden als im Store, wie Chanel mit limitierter Verfügbarkeit Begehrlichkeit erzeugt und wie sich Trends, Farben und Zustände auf den Wiederverkaufswert auswirken. Sie zeigen, wie SACLÀB Authentifizierung, Datenanalyse und Marktbeobachtung kombiniert, um faire und stabile Preise in einem volatilen Luxusumfeld zu gestalten – und was das über die Zukunft von Wert, Besitz und Nachfrage verrät. Über die Gäste: Alexandra Stück ist Mitgründerin von SACLÀB und verantwortet die kreative Ausrichtung und Markenentwicklung des Unternehmens. Sie kommt aus der Design- und Trendforschung und prägt das Erscheinungsbild, die Ästhetik und den Markenauftritt der Plattform. Jan-Oliver Stück ist Mitgründer und CEO von SACLÀB. Er verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen Handel mit Luxusgütern und hat das datenbasierte Pricing- und Authentifizierungsmodell des Unternehmens maßgeblich aufgebaut. Gemeinsam führen sie SACLÀB von München und Amsterdam aus und gehören zu den prägenden Stimmen im europäischen Luxus-Resale.

Times & Material, individuelle Angebote und kaum wiederkehrende Umsätze – viele IT-Service-Unternehmen stehen vor der gleichen Herausforderung: Wie lassen sich Leistungen skalieren, wenn der Mensch als Ressource durch KI und Automatisierung entlastet wird?Dr. Sebastian Voigt spricht mit Christoph Röttgen, Senior Vice President bei hy, über die Zukunft des IT-Service-Pricings und die Ergebnisse einer aktuellen Studie mit knapp 100 Teilnehmenden aus der Branche. Im Gespräch erklärt Christoph, warum zu viel Individualisierung zum Wachstumshemmnis wird, weshalb Recurring Revenues auch für Dienstleister entscheidend sind und wie Unternehmen Preisdifferenzierung, Value-Based Pricing und Preisanpassungsklauseln erfolgreich etablieren können. Dabei wird deutlich: KI verändert Ressourcen – der Wert bleibt. Außerdem geht es um typische Pricing-Herausforderungen im IT-Service-Bereich, die Rolle von Spezialisierung und KI sowie um konkrete Ansätze, mit denen hy Kunden hilft, ihre Preismodelle zu standardisieren und zu skalieren. Wer tiefer in die Ergebnisse der Studie einsteigen möchte, kann sie direkt bei pricing@hy.co anfragen. Über den Gast: Christoph Röttgen ist Senior Vice President bei hy – the Axel Springer Consulting Group – und Experte für Pricing in Software-, IT- und Servicebranchen. Zuvor war er bei Simon-Kucher, Axel Springer und HelloFresh tätig, wo er das internationale Pricing & Discount Strategy Team aufbaute. Er hat einen Masterabschluss in Management von der Universität Mannheim.

Viele Einkaufsabteilungen arbeiten noch mit Software, die eher nach Windows 95 aussieht – während sich gleichzeitig eine neue Generation von KI-gestützten Plattformen entwickelt. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Fabian Heinrich, CEO von Mercanis, über diesen Wandel im Procurement und die Frage, warum gerade jetzt die Zeit reif ist für moderne Preismodelle und SaaS-Lösungen. "Unser Ziel ist es, dass wir aus den Einkäufern Stars machen." – Fabian Heinrich in der neuen Pricing Friends Folge. Fabian erklärt, warum Einkauf mehr ist als nur Verhandeln, welche Preismodelle sich im Markt etabliert haben und weshalb Mercanis bewusst auf ein nutzerbasiertes Modell setzt. Im Gespräch geht es um Incentives, die Rolle von AI-Copiloten, modulare Plattform-Strategien und die Zukunft des Einkaufs als Werttreiber im Unternehmen. Über den GastFabian Heinrich ist Mitgründer und CEO von Mercanis, einer KI-gestützten Procurement-Suite. Zuvor war er Mitgründer des Start-up scoutbee, baute internationale E-Commerce-Ventures bei Rocket Internet auf und arbeitete u. a. an Plattformprojekten im B2B-Bereich. Fabian studierte in St. Gallen und war in Kanada, Singapur und im Nahen Osten tätig. Mercanis hat zuletzt 20 Mio. US-Dollar Series A Funding eingesammelt, beschäftigt rund 50–60 Mitarbeitende und wächst international.

Warum erreicht keine Branche in der DACH-Region im Innovation Report den Durchschnittswert 3 und was bedeutet das für Preis- und Geschäftsmodelle? Dr. Sebastian Voigt spricht mit seinen Kolleginnen Marie Heitmann und Anna Welbers aus dem Innovation & Ventures Team über den neuen hy Innovation Report und die enge Verbindung zwischen Innovationskraft und Monetarisierung. Marie und Anna erklären, wie sie über 500 Unternehmen anhand von Kapital, Organisation und Technologie bewertet haben und warum nur fünf Unternehmen ein „Bestanden“ erreichen. Sie berichten von typischen Stolperfallen in Innovationsprojekten, zeigen, wie man Geschäftsmodelle entlang von Desirability, Feasibility und Viability validiert und warum 80 % der Ideen besser früh beerdigt werden sollten. Im Gespräch geht es außerdem um die Rolle von KI in Validierungsprozessen, die häufige Kluft zwischen Technologie und Geschäftsmodell sowie die Notwendigkeit, Pricing frühzeitig mitzudenken. Mit Beispielen aus der Praxis machen Anna und Marie klar, dass Zukunftsfähigkeit nur dann zum Wettbewerbsvorteil wird, wenn sie messbar und monetarisierbar ist. Den aktuellen Innovation Report gibt es hier zum Download: https://lmy.de/LnbRx Mit dem Self-Scoring-Tool können Unternehmen ihre Innovationskraft im Branchenvergleich testen: https://selfscoring.hy.co/de Über die GästeMarie Heitmann ist Senior Vice President im Innovation & Ventures Team von hy. Zuvor baute sie u. a. den Risikokapitalarm der Deutschen Bahn mit auf, arbeitete bei Rocket Internet und leitete zahlreiche Corporate-Innovation-Projekte. Anna Welbers ist Senior Consultant im selben Team und Expertin für Innovationsmanagement, Technologie-Analysen und Unternehmensbewertung. Sie war zuvor bei Startups wie Tink sowie im VC- und Company-Building-Umfeld tätig und verantwortet bei hy Validierungsprojekte und M&A Scouting.

Warum geben wir an elektronischen Bestell-Screens mehr Geld aus und greifen häufiger zu ungesunden Optionen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Prof. Kai Widdecke (HAW Hamburg; 2025 Gastprofessor in Münster) über Studien zu Self-Order-Kiosken, Kino-Buchungen und Online-Käufen und was Behavioral Pricing in der Praxis wirklich verändert. Kai erklärt, wie soziale Faktoren, Kinder und durchdachte User Interfaces dafür sorgen, dass Bestellbons im Schnitt um rund 14 % steigen – bei Kalorien und Zucker sogar noch stärker. Außerdem diskutieren die beiden, welche Preistricks wissenschaftlich bestätigt sind, wo sie an Grenzen stoßen und warum Conjoint-Analysen nicht immer besser sind als einfache Kundenbefragungen. Zur Sprache kommen Klassiker wie rote Preise, 99er-Endungen, Good-Better-Best-Modelle, Decoy-Effekte und Knappheitslogiken – mit überraschenden wissenschaftlichen Befunden und praxisnahen Empfehlungen. Über den Gast: Kai Widdecke ist seit 2023 Professor für Marketing an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und 2025 Gastprofessor in Münster (Vorlesungen zu Strategic Pricing, Monetization Models und Behavioral Pricing). Zuvor war er u. a. bei EY-Parthenon (Strategy & Pricing), Bauer Media (Head of Strategic Projects; Aufbau eines Corporate Startups), Unilever und der REWE Group tätig. Seine Schwerpunkte: Pricing, Behavioral Economics, digitale Geschäftsmodelle und Commercial Excellence. Außerdem ist er Initiator des Pricing Club Hamburg, einem offenen Netzwerk für alle, die sich für Preismodelle und Monetarisierung interessieren.

Live im Axel Springer Haus, vor rund 80 Gästen, diskutieren vier Gäste mit Dr. Sebastian Voigt über Pricing in einer Welt, in der Software plötzlich spricht, Token Geld kosten und Investoren Preismodelle auf den Prüfstand stellen. Anlass ist der Launch des SaaS & KI Pricing Reports, den hy gemeinsam mit OMR Reviews erstellt hat. Im Gespräch zeigt sich, warum Good Better Best nach wie vor funktioniert, wo hybride Modelle entstehen und wie Usage- und Outcome-Based Pricing an ihre Grenzen stoßen. Tobias Hagenau erklärt, warum KI-Features bei Awork aktuell noch kostenlos sind und weshalb das so bleiben könnte. Nicola Breyer beschreibt, wie sich Fintechs von rein transaktionalen Modellen lösen. Philipp Schrader spricht über Preisdifferenzierung, Reverse Trials und psychologische Hebel in der Softwarevermarktung. Und Jörg Rheinboldt verrät, worauf er als Frühphaseninvestor bei Pricing wirklich achtet und warum er gerade „fröhlich verwirrt“ durch die neue AI-Welt geht. Über die Gäste: Philipp Schrader leitet OMR Reviews und CRO bei OMR. Er hat zuvor als CCO bei idealo gearbeitet und war Co‑Founder von Preis.de. Tobias Hagenau ist Co‑Founder und CEO von awork, einem Projektmanagement-Tool für Agenturen und Beratungen. Nicola Breyer war CEO & Managing Director von Qwist (Finleap Connect) und gilt heute als FinTech‑, Open‑Finance‑ und Innovationsexpertin mit Fokus auf Strategie, Wachstum und Regelwerksgestaltung. Jörg Rheinboldt ist General Partner bei heartfelt capital, Mitgründer von Alando und ehemaliger CEO des Axel Springer Plug & Play Accelerators. Kostenloser Download: SaaS & AI Pricing Report 2026

In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Malte Kosub, Mitgründer und CEO von Parloa – einem Berliner KI-Unicorn, das AI Agents für die Kundenkommunikation entwickelt. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich Preislogiken in einer Welt verändern, in der nicht mehr Menschen, sondern AI Agents ans Telefon gehen.Malte erklärt, warum AI Agents immer natürlicher klingen, wie sie CRM-, ERP- und Callcenter-Systeme integrieren und welche Rolle Minutenpreise, Plattformmodelle und Unternehmens-APIs dabei spielen. Besonders spannend: die Diskussion über Outcome-Based vs. Consumption-Based Pricing. Denn was zunächst fair klingt („Zahle nur für gelöste Fälle“), entpuppt sich bei näherer Betrachtung oft als Beratungsaufwand oder führt zu verzerrten Anreizsystemen. Außerdem geht es um Value-Based Pricing, den Unterschied zwischen Infrastruktur und vertikalen Lösungen, die Rolle von Token-Kosten, die Zukunft von Conversational Interfaces – und warum SaaS-Preismodelle mit festen Nutzerpreisen für viele KI-Anwendungen ausgedient haben. Malte nennt es „Service as Software“ und macht klar, warum Unternehmen schon heute eigene AI Agents aufbauen sollten, bevor ChatGPT, Siri & Co. den Kundendialog übernehmen. Über den Gast: Malte Kosub ist Mitgründer und CEO von Parloa, einem führenden Anbieter für AI-basierte Kundenkommunikation mit Standorten in Berlin, München und New York. Gemeinsam mit Stefan Ostwald hat er Parloa 2018 gegründet. Das Unternehmen zählt heute Kunden wie IKEA, Decathlon, Booking.com und mehrere große Versicherer und hat zuletzt 120 Millionen Dollar eingesammelt. Malte ist Experte für AI Agents und Pionier im Bereich Conversational AI. SaaS & AI Report 2026 Downloads

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Christian Saxenhammer, Gründer und CEO der M&A-Beratung Saxenhammer, über Unternehmensbewertung und Exit-Strategien im deutschen Mittelstand. „Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum man nicht zustande kommt, dass man im Prinzip ein Mismatch hat zwischen der Expectation des Verkäufers und der Kaufbereitschaft des Käufers", erklärt Christian, warum 20 % aller Deals scheitern. Dabei können sich Multiplikatoren extrem unterscheiden: „Im Bereich KI ist man halt bei zehnmal Umsatz oder vielleicht, wenn es ein ganz heißes Thema ist, auch 20-mal Umsatz" – während traditionelle Branchen nur 0,25x erzielen. Im Zentrum stehen DCF vs. Multiple-Bewertung, Private Equity vs. strategische Käufer und die Frage, wann Wachstum oder Stabilität den Unternehmenswert treiben. Christian zeigt auf, wie erfolgreiche M&A-Prozesse funktionieren: von der Käuferrecherche über vertrauliche Ansprache bis zur finalen Bieterschlacht – und warum deutsche Mittelständler oft qualitative Faktoren über den Höchstpreis stellen. Eine Folge über Unternehmensverkauf, Due Diligence und variable Honorarmodelle im M&A-Geschäft. Über den Gast: Christian Saxenhammer ist Gründer und CEO der M&A-Beratung Saxenhammer. Seit 2006 hat er mit seinem Team über 400 Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro begleitet. Mit Fokus auf Mittelstand und Tech-Firmen an den Standorten Berlin, Frankfurt, München und Zürich.

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Moritz Neuhaus, Gründer und CEO von Insight Consulting, über die Mechanik hinter erfolgreichem Personal Branding und Thought Leadership im B2B-Umfeld. Moritz erklärt, warum Sichtbarkeit heute zur Pflichtaufgabe für Führungskräfte gehört, wie er aus einem Paid-Audit heraus maßgeschneiderte Strategien entwickelt und weshalb organische Reichweite auf LinkedIn oft der entscheidende Hebel ist – lange bevor Paid-Kampagnen Sinn ergeben. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Wirkung und Return on Investment bei einem so langfristigen Thema wie Thought Leadership messen lassen. Moritz zeigt, warum es in der Regel 18 bis 24 Monate dauert, um als CEO zu den Top-3-Stimmen einer Branche zu gehören, welche Rolle datenbasierte Erfolgsmessung spielt und wieso nicht jede Führungskraft zum „Chief Entertainment Officer“ taugt. Außerdem spricht er darüber, wie sich der Markt für Personal Branding verändert hat, warum KI Prozesse effizienter, aber nicht automatisch effektiver macht, und weshalb klare Positionierung der wichtigste erste Schritt bleibt. Eine Folge über Positionierung, Ausdauer und die richtige Balance zwischen Persönlichkeit, Unternehmenszielen und messbarem Impact. Über den Gast: Moritz Neuhaus ist Gründer und CEO von Insight Consulting, einer auf Personal Branding und Thought Leadership spezialisierten Agentur aus Berlin. Seit 2020 hat er mit seinem Team über 475 C-Level-Persönlichkeiten begleitet – von DAX-Vorständen bis zu erfolgreichen Unternehmer:innen im Mittelstand. Mit einem Full-Service-Ansatz von Strategie über Content-Produktion bis PR entwickelt er langfristige Präsenzstrategien, die CEOs und Unternehmen nachhaltig in ihrer Zielgruppe verankern.

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Lara Daniel, Mitgründerin und CEO von Pulse Advertising, über die Mechanik hinter Influencer-Kampagnen, in denen B2B-Thought-Leadership auf B2C-Abverkauf trifft. Lara erläutert, warum erfolgreiche Social-First-Strategien heute global gedacht werden, wie ihr elf Standorte starkes Team ohne Ländergrenzen operiert und welche Chancen künstliche Intelligenz bei Übersetzungen, Content-Produktion und Performance-Tracking eröffnet. Im Zentrum steht die Preislogik der Creator Economy. Lara erklärt: „Das Ganze ist halt schon dynamisches Pricing: Wenn die Nachfrage steigt und das Angebot begrenzt ist, dann steigt der Preis.“ Sie beschreibt, wie begrenzte Creator-Kapazitäten, erfolgsbasierte Honorare und transparente KPIs die Mediakosten verändern und warum Exklusivität nur dann lohnt, wenn sie Mehrwert statt Reichweitenverlust bringt. Gleichzeitig zeigt sie auf, weshalb Marken und Creator gemeinsam datengetriebene Entscheidungen treffen müssen, um Preisdruck abzufedern und Monetarisierung zu optimieren. Eine Folge über Influencer-Marketing-Trends, KI-Turbos und Preise, die nur steigen dürfen, wenn der zusätzliche Nutzen für beide Seiten stimmt. Über den Gast: Lara Daniel ist Mitgründerin und CEO von Pulse Advertising. 2014 gründete sie die Social-First-Agentur aus einem Masterprojekt in Barcelona und betreut heute mit elf internationalen Büros globale Marken wie Apple, BMW Mini, Kering und BlackRock. Als Vordenkerin für Creator Marketing, datengetriebene Monetarisierung und KI-gestützte Performance-Analysen setzt sie auf Pricing-Modelle, die sich konsequent am messbaren Kundennutzen orientieren – für Marken ebenso wie für Creator.

Was macht gutes Pricing auf digitalen Plattformen aus – damals und heute? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Stefan Groß-Selbeck über 20 Jahre Erfahrung mit Geschäftsmodellen, die ganze Branchen verändert haben: Stefan war Deutschlandchef von eBay, CEO von Xing und später Mitgründer von BCG Digital Ventures. Heute ist er als Beirat und Coach tätig – mit klarem Blick für Marktlogiken, Monetarisierung und strategische Führung. Im Gespräch geht es um frühe Pricing-Entscheidungen bei eBay, von Auktionen bis zu Einstellgebühren als Qualitätsfilter, um psychologisch clevere Freemium-Features bei Xing („Wer hat mein Profil besucht?“) und um das Pricing digitaler Ventures zwischen Subscription, Value-based Pricing und Test-and-Learn-Logiken. Stefan erklärt, wie Preise das Kundenerlebnis mitsteuern und warum Beiräte viel öfter über Monetarisierung sprechen sollten. Eine Folge über Plattformmechaniken, Wettbewerbsfähigkeit, die Evolution von Social Networks und die Frage, was man von Freizeitparks und Billigfliegern über gutes und schlechtes Pricing lernen kann. Über den Gast: Stefan Groß-Selbeck ist Unternehmer, Coach und Beirat. Er war unter anderem CEO von Xing (heute New Work SE), Deutschlandchef von eBay und CEO von BCG Digital Ventures, wo er digitale Geschäftsmodelle für etablierte Unternehmen mit aufbaute. Heute unterstützt er technologiegetriebene Firmen dabei, sich strategisch weiterzuentwickeln und nachhaltig zu skalieren.

Diese Folge wurde live beim Schweizer Pricing-Kongress im Dolder Grand Hotel Zürich aufgezeichnet und bietet einen persönlichen wie strategischen Blick auf den Einfluss von KI auf Preismodelle. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Dr. Oliver Pabst, General Partner bei Redalpine, über die Frage, wann Software echten Mehrwert schafft und wann sie zur Commodity wird. Nur wenige KI-Anwendungen liefern so messbaren Impact, dass sich Value-Based oder Outcome-Based Pricing durchsetzen lässt. „Mit KI schaffst du zum ersten Mal einen Wert, der über die Nutzung einer Software hinausgeht und daher kommt die Hypothese, dass das in hohem Maße Pricing verändern wird.“ So fasst es Oliver zusammen – und plädiert für ein neues Verständnis von Preislogik, das über Token und Nutzungseinheiten hinausdenkt. Im Gespräch geht es um Monetarisierungsstrategien für KI-Startups, vertikale Integration, Retention und Go-to-Market. Oliver teilt Learnings aus seiner eigenen Pricing-Erfahrung – von Modenschauen im Showroom bis zur Investmentlogik eines Deep-Tech-VCs. Über den Gast: Dr. Oliver Pabst ist General Partner beim paneuropäischen VC-Fonds Redalpine in Zürich, der über eine Milliarde Dollar verwaltet und in Unternehmen wie N26, Taxfix, Klarna oder Sanity Group investiert. Zuvor war Oliver unter anderem CEO der Mammut Sports Group, im Executive Board von Conzzeta sowie im Board von Bogner aktiv. Frühere Stationen führten ihn zu McKinsey und EQT. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von Unternehmensführung, Innovation und Pricing mit und kennt Wertschöpfung sowohl aus der Konzernperspektive als auch aus der Frühphasenfinanzierung.

Retail Media gilt als dritte große Welle im digitalen Advertising – nach Search und Social. Und während Plattformen wie Amazon längst hochkompetitiv sind, entstehen bei MediaMarktSaturn gerade erst die spannenden Spielräume: für gezieltes Targeting, starke Conversion Rates und einen ROAS (Return on Ad Spend), den andere Kanäle kaum noch erreichen. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Boris Prondzinski, Managing Director bei MediaMarktSaturn Retail Media, über Sponsored Product Ads, Instore-TV, programmatische Werbung und datenbasierte Preislogiken. Es geht um Werbewirkung nahe am Kaufabschluss, differenzierte Floorpreise, Auktionsmodelle und die Frage, wie First-Party-Daten, Data Clean Rooms und KI die Werbepower im Handel neu definieren. Boris bringt es auf den Punkt: „Die Power von Retail Media ist die Performance – egal wo im Funnel. Vor allem im Lower Funnel ist die Wirkung extrem stark. Der ROAS ist da eigentlich immer viel zu gut.“ Über den Gast: Boris Prondzinski ist Managing Director bei MediaMarktSaturn Retail Media und verantwortet seit 2021 die Bereiche Retail Media und Marketing. Zuvor war er Geschäftsführer bei Weischer.Media und COO der Otto Group Media, die er aus einem konzernweiten Datenprojekt heraus mit aufgebaut hat. Boris lebt in Hamburg, stammt aus Berlin-Lichterfelde und bringt über 20 Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von Plattformen, Media und Pricing mit.

Diese Folge ist eine besondere Aufnahme: Im Studio von OMR in Hamburg – dort, wo sonst Philipp Westermeyer seine Gäste begrüßt – sprechen Charlotte Pohlmann (Principal bei hy) und Marvin Müller (VP Marketing bei OMR Reviews) mit Dr. Sebastian Voigt über ihre gemeinsame Studie zum Thema Software Pricing. Die Grundlage: über 4.000 analysierte Anbieterprofile auf OMR Reviews und ergänzende Umfragedaten von rund 130 Unternehmen aus dem hy-Netzwerk. Das Ziel: verstehen, wie SaaS-Unternehmen heute bepreisen – und was sich in den nächsten Jahren ändern muss. „87 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region planen, ihr Preismodell in den nächsten zwei Jahren umzustellen“, sagt Charlotte. Während der Preis pro Nutzer weiterhin Standard ist, gewinnen hybride und usage-basierte Ansätze an Bedeutung. Gleichzeitig zeigt sich: Je höher der Vertragswert, desto geringer die Preistransparenz. Das stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen in Vertrieb, Kommunikation und Kundenbindung. Im Gespräch geht es um Benchmarks, Paketlogiken wie Good Better Best, psychologische Preispunkte, Einstiegshürden, KI-Kosten und neue Monetarisierungsmodelle. Die Folge bietet konkrete Einblicke für alle, die an SaaS-Strategien, Go-to-Market-Modellen und Pricing-Exzellenz arbeiten. Über die Gäste: Charlotte Pohlmann ist Principal für Pricing & Sales bei hy und Expertin für Go-To-Market- und Monetarisierungsstrategien für digitale Geschäftsmodelle. Mit über 10 Jahren Erfahrung in Strategy, Business Development und Strategic Partnerships hat sie zahlreiche Start-ups und etablierte Unternehmen bei der Skalierung ihrer Pricing-Strategien unterstützt. Zuvor sammelte sie umfassende operative Erfahrungen bei Scale-ups wie WATCHMASTER.COM und internationalen Unternehmen wie Navan, wo sie Strategic Partnerships und Account Management Teams leitete Marvin Müller ist VP Marketing bei OMR Reviews, der größten deutschsprachigen Plattform für Softwarebewertungen. Er verantwortet dort die Marketingstrategie sowie die Studien- und Datenformate rund um Software, Tools und Pricing. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er Formate für datenbasierte Marktanalysen, Benchmarks und Entscheidungsgrundlagen für Software-Käufe. Marvin Müller ist VP Marketing bei OMR Reviews, der größten deutschsprachigen Plattform für Softwarebewertungen. Er verantwortet dort die Marketingstrategie sowie die Studien- und Datenformate rund um Software, Tools und Pricing. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er Formate für datenbasierte Marktanalysen, Benchmarks und Entscheidungsgrundlagen für Software-Käufe.

Preise steigen, das kennt man. Aber manchmal verändert sich etwas, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt. Die Packung sieht gleich aus, aber der Inhalt ist kleiner oder die Qualität schlechter. Bei Shrinkflation wird die Füllmenge reduziert, während der Preis gleich bleibt oder sogar steigt. Bei Skimpflation wird an der Zusammensetzung gespart – teurere Zutaten werden durch günstigere ersetzt. Beides sind Formen versteckter Preiserhöhungen, die im Supermarkt längst keine Ausnahme mehr sind. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Lisa Völkel, Referentin für Lebensmittel beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), über das Spannungsfeld zwischen versteckten Preiserhöhungen, Verbraucherschutz und Preistransparenz. Es geht um Mogelpackungen, die Verpackungspolitik großer Marken, um Grundpreise, digitale Preisschilder und um die Frage, welche politischen Forderungen sich aus alldem ableiten lassen. „Man trifft die Kaufentscheidung innerhalb von acht Sekunden – da bleibt kaum Zeit, um versteckte Preiserhöhungen zu erkennen“, sagt Lisa Völkel. Eine zentrale Forderung des Verbraucherschutzes: Ein klarer Hinweis auf der Verpackung, wenn sich Füllmenge oder Zusammensetzung verändert haben. Im Gespräch geht es außerdem um die rechtliche Einordnung solcher Fälle, um Beispiele aus der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale Hamburg und um die besondere Rolle von Community-Wissen, wenn es darum geht, unfaire Preistricks öffentlich zu machen. Über den Gast: Lisa Völkel ist Referentin für Lebensmittel und Ernährung beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin. Dort analysiert sie Preisentwicklungen entlang der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis ins Supermarktregal. Zuvor war sie bei der Berliner Tafel tätig und kennt die Herausforderungen rund um Ernährungsarmut und Verbraucherrechte aus der Praxis. Ihr Ziel: faire, nachvollziehbare und transparente Preise für alle.

Ob limitierte Sneaker, Luxusuhren oder ein Dinosaurierskelett: Wer bei Timeless investiert, kauft Anteile an besonderen Sammlerstücken ab 50 Euro und mit echtem Eigentumsrecht. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Malte Häusler, Gründer und CEO von Timeless Investments, über tokenisierte Collectibles als alternative Anlageklasse. Malte erklärt, wie ein Marktplatz für emotionale Güter funktioniert, was ein Objekt „investmentfähig“ macht und warum Preiskalkulation hier besonders datengetrieben sein muss. Es geht um Rarität, Zustand, Community-Wert aber auch um Sekundärmärkte, Partnernetzwerke, Gebührenlogiken und das Spannungsfeld zwischen Sammelleidenschaft und Vermögensaufbau. „Wir haben inzwischen über 800 Sammlerstücke tokenisiert aber über 90 Prozent lehnen wir ab, weil sie nicht unseren Investmentkriterien entsprechen“, sagt Malte. Seine Vision: Collectibles als eigene Anlageklasse etablieren durch Technologie, Transparenz und Vertrauen. Über den Gast: Malte Häusler ist Gründer und CEO von Timeless Investments. Das Berliner Unternehmen ermöglicht es seit 2021, Anteile an exklusiven Sammlerstücken zu kaufen – von Uhren und Kunst bis hin zu Memorabilia. Zuvor baute Malte eine B2B-Plattform für digitale Fahrzeughistorien auf – ein Projekt, aus dem sich später die Idee zu Timeless entwickelte. Mit Timeless verfolgt er das Ziel, den Zugang zu alternativen Anlageklassen zu demokratisieren: tokenisiert, kuratiert und langfristig orientiert.

This episode is a little different – recorded live at the Journalistenclub in the Axel Springer Tower in Berlin, it captures a rare conversation between two key figures behind one of the most ambitious strategic partnerships in European private equity. Dr. Sebastian Voigt and Jan Hasse from hy speak with Philipp Freise, Co-Head of European Private Equity at KKR, and Dr. Julian Deutz, CEO of Axel Springer Classifieds, about long-term value creation, investment conviction and the practical use of AI across portfolio companies. The discussion covers everything from growth strategies and carve-outs to productivity gains, governance models and the human side of AI transformation. “The first thing that you can do as an owner is to make sure it's on the agenda, full stop,” says Philipp Freise. “In any investments we make – when we research them, when we execute them and when we own and lead them – we make sure that this is top of the agenda.” Set against the backdrop of the Axel Springer–KKR partnership and the recent carve-out of StepStone and Aviv, this episode offers a unique perspective on how leadership, capital and technological change intersect in private markets. About the guests: Philipp Freise is Co-Head of European Private Equity at KKR. He has led numerous investments in Europe across media, technology and services, including the strategic partnership with Axel Springer SE.Dr. Julian Deutz is CEO of Axel Springer Classifieds and a long-time member of the Executive Board of Axel Springer SE. He previously served as Group CFO for over a decade and helped shape the company's digital transformation.

This episode marks a first – it's the Pricing Friends debut in English. Dr. Sebastian Voigt speaks with Kevin Mitchell, President of the Professional Pricing Society (PPS), about global pricing trends, the evolution of the profession, and what defines effective leadership in a rapidly changing environment. Kevin shares insights from his decades of experience in building a worldwide pricing community. How do different regions approach monetization? What role do education and certification play? And how can pricing experts stay ahead when AI and data are transforming their tools and expectations?“The pricing profession has grown tremendously – and with that growth come new responsibilities. Communication, collaboration, and curiosity matter more than ever,” says Kevin. The conversation explores international developments, practical lessons from the PPS network, and the qualities that make today's pricing leaders stand out – from strategic thinking to empathy and the ability to translate value into action. About the guest: Kevin Mitchell is President of the Professional Pricing Society (PPS), the world's leading organization for pricing professionals. Based in Atlanta, PPS has thousands of members around the globe and has certified over 10,000 individuals through its Certified Pricing Professional (CPP) program. Kevin has led the society since 2007 and regularly speaks at conferences across North America, Europe, and Asia. Under his leadership, PPS has become a global hub for education, networking, and the professionalization of pricing.

Wer in diese Folge reinhört, merkt schnell: Hier sprechen nicht nur zwei Pricing-Experten miteinander, sondern auch zwei Podcast-Hosts – strukturiert, fokussiert und mit dem Gespür für gute Fragen zur richtigen Zeit. Das Gespräch bewegt sich mühelos zwischen Strategie und Praxis, zwischen Brancheneinblick und konkretem Pricing-Detail. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Lennart Schneider, Strategieberater für abonnentenbasierte Geschäftsmodelle und Host des Podcasts Subscribe Now, über die Mechaniken erfolgreicher Abomodelle. Was bringt mehr: ein günstiger Einstieg oder das richtige Timing für die Preiserhöhung? Wann kündigen Nutzerinnen und Nutzer und woran erkennt man das frühzeitig „Eigentlich geht es bei Abos immer um den Customer Lifetime Value – also das, was man über die Abodauer mit einem Kunden verdient. Und das Modell hat drei Dimensionen: Abonnentenzahl, Durchschnittsumsatz und Abo-Dauer“, sagt Lennart. Im Gespräch geht es um Trial-Strategien, Preiskommunikation, Zahlungsarten als Frühindikatoren für Churn und die Erkenntnis, dass es den einen magischen Abo-Preis längst nicht mehr gibt. Über den Gast: Lennart Schneider ist Strategieberater für abonnentenbasierte Geschäftsmodelle. Mit Subscribe Now unterstützt er Medienhäuser, Publisher und SaaS-Unternehmen dabei, ihren Customer Lifetime Value zu steigern – durch besseres Onboarding, durchdachte Preisstrategien und datenbasiertes Retention-Management. Zuvor war er über sechs Jahre bei der ZEIT tätig, unter anderem als Projektleiter für das Mitgliedermodell „Freunde der ZEIT“. Mit seinem Newsletter und Podcast Subscribe Now gehört er zu den profiliertesten Stimmen in der deutschsprachigen Abo-Branche.

Loyalitätsprogramme sind für viele Unternehmen zu einem zentralen Hebel geworden – nicht nur, um Kund:innen zu binden, sondern um Interaktionen zu steigern, Daten zu sammeln und Angebote gezielt zu personalisieren. Doch was macht ein Programm wirklich erfolgreich? Und wie gelingt der Spagat zwischen emotionaler Bindung und wirtschaftlicher Wirksamkeit? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Katrin Hana, Global Head of Loyalty & Retention bei MediaMarktSaturn, über die strategische Weiterentwicklung der beiden Programme myMediaMarkt und mySaturn. Im Gespräch geht es um KPI-basierte Kundenbindung, algorithmisches Kampagnenmanagement und die Frage, wie sich Nutzerverhalten kanalübergreifend steuern lässt. Katrin berichtet von App-only-Promotions, Preisgarantie-Mechanismen im Store, Testpiloten und Moments wie Tickets für Taylor Swift – aber auch über die Grenzen von Gamification. „Das klassische Punkteprogramm mag nicht wahnsinnig aufregend wirken – aber es funktioniert“, sagt Katrin Hana. Sie erklärt, warum Statuslevel nicht immer zielführend sind, weshalb der Relaunch beide Marken bewusst zusammengeführt hat und wie sich Loyalität im Alltag wirklich messen lässt. Über den Gast: Katrin Hana ist Head of Omnichannel Retention Germany sowie Global Head of Loyalty & Retention bei MediaMarktSaturn. Sie verantwortet unter anderem die Programme myMediaMarkt und mySaturn mit über 47 Millionen registrierten Mitgliedern weltweit. Ihr Fokus liegt auf App-basiertem Kundenengagement, datengetriebener Personalisierung und kanalübergreifender Bindung. Zuvor war sie acht Jahre bei Payback tätig, wo sie den Aufbau der App, das digitale Couponing und die Internationalisierung des Programms mitgestaltete. Erste Einblicke in die Branche gewann sie bereits in ihrer Diplomarbeit zur „Verwirrtheit in Loyalitätsprogrammen“. Heute zählt sie zu den führenden Köpfen für moderne Retention-Strategien im Handel.

Der Tod ist ein Thema, über das man selten gern spricht und noch seltener in wirtschaftlichen Dimensionen. Trotzdem sind auch hier Entscheidungen zu treffen: Wie soll die Bestattung aussehen? Was ist möglich? Was ist bezahlbar? Und wer hilft dabei, einen klaren Kopf zu bewahren, wenn alles andere emotional verschwimmt? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Katia Lübbert und Manuel Kaiser, den Gründer:innen von Memovida – einem digitalen Bestattungsunternehmen, das Transparenz schaffen will in einem oft intransparenten Markt. Statt Produktshows und versteckter Aufpreise setzen sie auf Paketpreise, verständliche Kommunikation und ein hybrides Modell aus Online-Begleitung und persönlicher Betreuung. „Bei uns wissen die Leute schon vorher, was es kostet – das ist keine Produktshow mit Särgen für 5000 Euro“, sagt Katia Lübbert im Gespräch und beschreibt damit eine neue Herangehensweise an Pricing in einem sensiblen Markt. Es geht um Margenlogik bei Urnen und Särgen, um Einkaufspreise vs. Verkaufspreise, aber auch um gesellschaftliche Veränderungen, die den Umgang mit dem Sterben langfristig verändern. Über die Gäste: Katia Lübbert bringt 20 Jahre Erfahrung im Brandmanagement für internationale Konzerne mit und ist bei Memovida für Kommunikation und Kundenerlebnis verantwortlich. Manuel Kaiser war zuvor Berater mit Fokus auf digitale Geschäftsmodelle und verantwortet bei Memovida den technischen und operativen Aufbau. Gemeinsam haben sie 2024 Memovida gegründet – mit dem Ziel, Bestattungen einfacher, transparenter und würdevoller zu gestalten.

Wie bringt man ein digitales Mehrwegsystem in die Breite – ohne Einstiegskosten, ohne Pfand und ohne Greenwashing? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Dr. Josephine Kreische, Managing Director bei Vytal, über die Rolle von Pricing, Logistik und Nutzerverhalten in einem System, das Verpackungen wie Bücher verleiht und dabei Rückgabequoten von über 99 Prozent erreicht. Josephine erklärt, warum Vytal nicht auf Pfand, sondern auf Tracking setzt, wieso Gastronom:innen nur bei Nutzung zahlen und wie man operative Prozesse und Softwarelösungen so verzahnt, dass Mehrweg für Kantinen, Events oder Stadien wirklich funktioniert. Sie beschreibt, wie sich einzelne Container in lokalen Loops bewegen, welche Rolle verhaltensökonomische Anreize spielen und warum ein konsequent nutzungsbasiertes Modell auch international skalierbar ist. Kurz gesagt: eine Folge über Kreislaufwirtschaft, smarte Monetarisierung und die Frage, was es braucht, damit Nachhaltigkeit kein Extra ist, sondern Standard. Über den Gast: Dr. Josephine Kreische ist seit 2022 Managing Director bei Vytal und verantwortet Tech, Produkt und Marketing. Zuvor war sie bei EINHUNDERT für Pricing und Produktmanagement zuständig. Sie hat International Business und Volkswirtschaftslehre studiert und an der WHU – Otto Beisheim School of Management promoviert.

Wie bringt man eine nachhaltige Marke in den stationären Handel und was braucht es für eine echte Kooperation mit dm? Welche Rolle spielt Pricing, wenn ein Produkt ökologisch überzeugen und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig sein soll? Und was kann unterwegs alles schieflaufen – von der Verpackung bis zur Preisschwelle? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Sebastian Wölke, Co-Gründer der Marke NoPlanetB und ehemaliger Einkäufer bei dm. Die beiden diskutieren über Preiselastizitäten in der Drogerie, das Zusammenspiel von Sortiment, Markenführung und Preispolitik und darüber, warum NoPlanetB heute bewusst auf eine Dauertiefpreisstrategie statt auf eine klassische Aktionspreisstrategie setzt. Sebastian erzählt, warum der erste Markteintritt nicht wie geplant verlief, welche Learnings daraus entstanden sind und weshalb NoPlanetB heute auf ein seltenes Kooperationsmodell mit dm setzt: Während der Handelspartner Produktion, Logistik und Compliance übernimmt, liegt die Markenführung beim Gründerduo. Ein Modell mit klarer Rollenverteilung und einer starken gemeinsamen Vision. Kurz gesagt: eine Folge über nachhaltige Markenführung, faire Preise im Regal und über den Mut und das Durchhaltevermögen, das es braucht, um eine Marke wirklich in den Handel zu bringen. Über den Gast Sebastian Wölke ist Co-Gründer und CEO von NoPlanetB, einer Upcycling-Beauty-Marke, die heute in 13 Ländern bei dm gelistet ist. Gemeinsam mit seiner Frau hat er ein ressourcenschonendes Produktportfolio entwickelt – vom festen Shampoo bis zur Duschpflege mit Zitronenschalenextrakt. Die Besonderheit: NoPlanetB verwendet gezielt Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung, etwa Fruchtschalen oder Kaffeesatz, und macht sie für Pflegeprodukte nutzbar. Vor der Gründung war er unter anderem bei Unilever, der Dr. Wolff Group und dm tätig, zuletzt als Head of Category Buying & Management für Oral Care und Male Grooming. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung im Konsumgüter- und Drogeriemarkt mit – auf Industrie- wie Handelsseite – und berät heute Start-ups beim Markteintritt, bei Preisstrategien und beim Aufbau tragfähiger Vertriebspartnerschaften.

Wie beeinflussen Marktdaten die Preise im Handel – online wie offline? Warum finden fast 30 Prozent aller FMCG-Verkäufe heute im Promotion-Kontext statt? Und wie unterschiedlich gehen Händler mit ihren Preisstrategien um – dauerhaft günstig oder wechselnd rabattiert? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Markus Schuster, Product Manager für Advanced Analytics bei NIQ, über datenbasiertes Pricing im Handel – von Preisbeobachtung über Dynamic Pricing bis zur Frage, wie sich Preiselastizitäten aus realen Abverkaufsdaten ableiten lassen. Markus erklärt, wie NIQ auf Basis von Milliarden Verkaufs-, Wettbewerbs- und Konsumentendaten Preisentscheidungen vorbereitet – etwa durch die Analyse von Werbeprospekten, die Erhebung von Online-Preisen oder den Aufbau automatisierter Tools zur Preisoptimierung. Die beiden diskutieren, wie sich Preisschwankungen auf Sortiment und Marge auswirken, welche Rolle Systemgrenzen, Verfügbarkeiten und Forecasting dabei spielen – und warum eine klare Preisstrategie die Voraussetzung für jedes Pricing-Tool ist. Kurz gesagt: endlich mal wieder eine Folge für alle, die Pricing nicht mit Rabattaktionen verwechseln – sondern mit sauberem Set-up und analytischem Anspruch. Über den Gast: Markus Schuster ist Product Manager bei NIQ und Experte für datengetriebene Preisgestaltung. Seit über 25 Jahren arbeitet er in der Marktforschung – zunächst bei ENCODEX, dann viele Jahre bei GfK in leitenden Produktrollen, unter anderem als Global Product Director Catalog Solutions. Heute verantwortet er bei NIQ unter anderem die Bereiche Preisbeobachtung und Preisoptimierung und berät internationale Händler und Hersteller mit Fokus auf Handel, E-Commerce und technische Gebrauchsgüter.

Was kostet ein Erlebnis auf dem Teller – und wie kalkuliert man Genuss? Diese Folge ist besonders: Sie spielt nicht im Studio, sondern mitten im Restaurant „Am Kai“ in Düsseldorf. Es wird live probiert, erklärt und diskutiert – von gratinierten Austern über Tatar und Büffelmozzarella bis hin zu mariniertem Spargel und Lachs mit Sellerie. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Holger Berens, Küchenchef und Inhaber des Am Kai, über Kalkulation in der Spitzengastronomie, Menügestaltung und die Herausforderungen hinter den Kulissen. Holger teilt, wie saisonale Küche, volatile Einkaufspreise und Compliance-Regeln den Alltag in einem Fine Dining-Restaurant prägen – warum Spargel nicht gleich Spargel ist – und was es braucht, um einen Michelin-Stern zu bekommen. „Ich weiß nicht, ob man sich da glaubwürdig macht, wenn man die letzten Tische günstiger anbietet. Die Gewinnspanne in der Gastronomie ist nicht groß – da braucht es eine Preisphilosophie mit Hand und Fuß“, so Holger im Gespräch. Warum der zweitgünstigste Wein meist die höchste Marge hat, wie es sein kann, dass Hummer plötzlich 60 Euro kostet – und wie man ein Menü kalkuliert, das sowohl kreativ als auch rentabel ist, erfahrt ihr in dieser Episode. Über den Gast:Holger Berens ist Küchenchef und Betreiber des Fine Dining-Restaurants Am Kai im Düsseldorfer Medienhafen. Seit 1998 prägt er die Spitzengastronomie der Stadt mit klarer Handschrift: regionale Produkte, leichte Küche, saisonale Ideen. Neben zahlreichen prominenten Gästen kochte Holger unter anderem für Events von Tommy Hilfiger und gilt als Gastgeber mit Haltung – zwischen Gourmetküche, Wirtschaftlichkeit und ehrlicher Herzlichkeit.

In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Dr. Larissa Leitner, Co-Gründerin und Co-CEO von Empion, über KI-basiertes Recruiting, Cultural Fit und neue Preismodelle im HR-Tech-Markt. Empion kombiniert Unternehmenskulturanalyse mit datengetriebenem Matching und ersetzt klassische Headhunter-Logik durch ein SaaS-Modell mit jährlichen Credits. „Wir haben ein Recurring-Modell im Recruiting-Markt etabliert. Am Anfang hat es sehr viel Überzeugungskraft gekostet, dieses Modell zu erklären – weil Kunden gewohnt waren, für Recruiting klassische Modelle zu nutzen. Monatlich einen Preis zu zahlen, das mussten wir erst erklären“, so Larissa im Gespräch. Warum sich die Gen Z deutlich teurer rekrutieren lässt, was hinter dem Kulturtyp „Leuchtturm“ steckt – und weshalb Post-and-Pray als Recruiting-Strategie längst ausgedient hat, erfahrt ihr in dieser Episode. Über den Gast: Dr. Larissa Leitner ist Co-Gründerin und Co-CEO von Empion. Nach ihrer Promotion an der WHU – Otto Beisheim School of Management zur Quantifizierung von Unternehmenskultur gründete sie gemeinsam mit Dr. Annika von Mutius im Dezember 2021 das HR-Tech-Startup Empion in Berlin. Zuvor sammelte sie Erfahrung in Marketing- und HR-Tech-Unternehmen wie Loopline Systems, Smart Host und Louis Vuitton. Larissa wurde unter anderem vom Handelsblatt als „Mensch des Jahres“ ausgezeichnet und ist Mitglied der Bundesfachkommission für Arbeit des Wirtschaftsrats.

Project A ist nicht nur ein VC, sondern auch eine operative Plattform mit über 100 Expert:innen in Bereichen wie Marketing, Sales, Tech, Data und HR. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Thuy-Ngan Trinh, Co-Managing Director bei Project A, darüber, wie operative Exzellenz zum Gamechanger im Venture Capital werden kann – und wie Startups und PE-Portfolios konkret davon profitieren. Die beiden diskutieren, wie Project A entlang echter Wachstumsschmerzen unterstützt: von Lead-Generierung über Sales-Aufbau bis zur Pricing-Logik. Thuy-Ngan erklärt unter anderem die Methodik Prometheus zur strukturierten Analyse von Wachstumspotenzialen – und warum fehlende KPIs oft mehr blockieren als der Markt selbst. Highlight der Folge: ein DIY-KI-Hack fürs Dynamic Pricing – ganz ohne Softwarelizenz, dafür mit Google Sheets, Regeln und Scraping. Außerdem sprechen sie über den KI-Gipfel in Stuttgart, mit dem Project A praxisnahe KI-Anwendungen in den Mittelstand bringt – nicht aus Kalkül, sondern mit klarem Purpose. Über den Gast: Thuy-Ngan Trinh ist Co-Managing Director bei Project A. Gemeinsam mit Rainer Berak und Stefan Schulz leitet sie die operative Einheit des VCs mit über 100 Expert:innen. Seit rund zehn Jahren ist sie Teil von Project A. Zuvor war sie unter anderem Client Solutions Manager bei Meta (2019–2020) und startete ihre Karriere im Online-Marketing bei Zalando (2012–2014). Sie bringt über 13 Jahre Erfahrung im Digital Marketing mit – mit Schwerpunkten auf

Zolar hat sich neu erfunden: Vom Anbieter für PV-Anlagen hin zur Plattform für lokale Installationsbetriebe. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Janine Will über den wohl radikalsten Pivot im deutschen Energiemarkt – und was das für Pricing, Vertrieb und Software bedeutet. Die beiden diskutieren, wie Zolar mit Marktplatz, SaaS und KI-gestützten Prozessen das PV-Handwerk digitalisiert. Warum User-Lizenzen nur der Anfang sind, welche Rolle Third-Party-Integrationen spielen – und was es mit den geplanten Paketlösungen auf sich hat. Janine erklärt, wie sich Lead-Beschaffung, Software und Finanzierung kombinieren lassen – und warum flexible, transaktionale Modelle besser zur Realität im Handwerk passen. Ein zentrales Thema: der strategische Switch von B2C zu B2B. „Wir wollen die Energiewende von unten heraus gestalten – gemeinsam mit dem lokalen Handwerk“, sagt Janine Will. Über den Gast: Janine Will ist Vice President Revenue Operations bei Zolar. Sie verantwortet den Marktplatz, die neue Softwarelösung Solar Flow sowie alle Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Vor ihrer Zeit bei Zolar war sie in führenden Vertriebspositionen bei Facelift, Joblift und XING tätig. Janine bringt über 15 Jahre Erfahrung im B2B-Vertrieb und in der Transformation skalierbarer Geschäftsmodelle mit.

Philipp Falkner ist Prokurist der Bergbahnen Sölden – einem der größten und innovativsten Skigebiete Österreichs. In dieser Folge spricht er mit Dr. Sebastian Voigt über die Frage, was ein Skipass wirklich kosten darf – und wie sich Preise entlang von Wetter, Nachfrage und Buchungszeitpunkt sinnvoll steuern lassen. Die beiden diskutieren, warum Frühbucherpreise mehr Planungssicherheit schaffen, wie mit Hilfe von Smart Pricer ein dynamisches Modell aufgesetzt wurde und weshalb es ein Fehler ist, im Frühjahr mit Rabatten zu locken. Philipp beschreibt, wie Webshopdaten, Hotelbuchungen und Tourismusverband helfen, Auslastungen frühzeitig zu planen und wie die Verbindung von Skipass, Therme und Frühstück im Hotel zum echten Preismodell wird. Ein zentrales Thema: die Steuerung der Nachfrage. „Wenn wir wenig Nachfrage haben, treibt der Preis nicht so schnell. Wenn wir viel Nachfrage haben, wie zu Weihnachten oder Ostern, steigt er deutlich schneller – das bringt uns Planungssicherheit“, sagt Philipp Falkner. Über den Gast: Philipp Falkner ist Prokurist der Bergbahnen Sölden und Teil der dritten Generation im Familienunternehmen. Er hat Bauingenieurwesen studiert und war vor seinem Wechsel in den Tourismus als Bauleiter tätig. Seit fast fünf Jahren verantwortet er in Sölden die strategische und kaufmännische Steuerung – von Investitionen über Events bis hin zum Dynamic Pricing.

Ob in Apotheken, Online-Shops oder im Teleshopping – die Preise für Pflegeprodukte variieren stark je nach Vertriebskanal. Doch wie legt man die richtige Preisstrategie für eine neue Premium-Marke fest? Und wie überzeugt man Kund:innen, ein Produkt zu kaufen, das in seiner Kategorie bislang so nicht existierte? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Dr. Vivien Karl, Apothekerin, Gründerin und CEO der gleichnamigen Premium-Intimpflegemarke. Ihr Weg führte von der Apotheke über eine virale Höhle der Löwen-Präsenz bis hin zur erfolgreichen Platzierung im Markt. Wie findet man den richtigen Preis für ein Produkt, das es so noch nicht gab? Welche Rolle spielen Vertriebskanäle, Händleraufschläge und Rabatte? Und warum sind Premium-Preise oft die beste Strategie für Nischenprodukte? Vivien gibt Einblicke in die Herausforderungen der Preisgestaltung in der Kosmetik- und Gesundheitsbranche, die Mechanismen des Teleshoppings und ihre Learnings aus der Startup-Welt. Die Preisstrategie von Premium-Produkten erfordert ein tiefes Verständnis für Zielgruppen, Margen und Marktpositionierung. Warum eine Intimpflegecreme viermal teurer sein kann als die Konkurrenz und trotzdem funktioniert, welche Unterschiede zwischen Apotheken, Online-Shops und Teleshopping bestehen und welche Rolle Rabattstrategien dabei spielen, sind zentrale Themen dieser Folge. Zudem geht es um den Kontrast zwischen Startups und etablierten Pharmaunternehmen in der Preisgestaltung und die Frage, was beide Seiten voneinander lernen können. Über den Gast: Dr. Vivien Karl ist promovierte Apothekerin und Gründerin der gleichnamigen Premium-Intimpflegemarke. Gemeinsam mit ihrer Co-Gründerin Julia entwickelte sie Produkte, die sowohl in Apotheken als auch über digitale Kanäle verkauft werden. Ihre Mission: Intimpflege als selbstverständlichen Teil der Körperpflege etablieren. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Auftritt bei Höhle der Löwen, wo sie große Aufmerksamkeit für ihre Marke gewann. Mit ihrer Expertise in Pharmazie und Unternehmertum bringt sie eine einzigartige Perspektive auf die Preisgestaltung im Gesundheits- und Kosmetiksektor mit.

Dynamische Preise, Nachfrageprognosen und smarte Algorithmen – die Hotellerie setzt seit Jahrzehnten auf Revenue Management. Doch wie funktioniert das eigentlich? Was bestimmt, ob ein Zimmer 100 oder 300 Euro kostet? Und warum ist der Preis für dasselbe Frühstück nicht immer gleich? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Jens Kindschuh, Managing Director bei SMARTments Business, über smarte Preisstrategien in der Hotellerie. Wie lassen sich Hotelzimmer, Frühstück und Stornobedingungen optimal bepreisen? Warum gibt es immer noch starre Corporate Rates? Und welche Rolle spielt KI bei der Umsatzoptimierung? Jens berichtet aus über 20 Jahren Erfahrung: Wie verändern moderne Revenue-Management-Systeme die Preisgestaltung? Welche Faktoren steuern die Auslastung in Städten wie Berlin oder Frankfurt? Und warum sind Hotelpreise nicht nur vom Wettbewerb, sondern auch von Stornierungsbedingungen und Buchungskanälen abhängig? Eine Folge über strategisches Pricing, Marktmechanismen und die Frage, was andere Branchen von der Hotellerie lernen können. Über den Gast: Jens Kinschuh ist Managing Director bei SMARTments Business und seit über 20 Jahren im Revenue Management tätig. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann auf Rügen begleitete er als Revenue Manager die Eröffnung von Meliá Berlin. Anschließend war er über ein Jahrzehnt bei Scandic Hotels, zuletzt als Director Commercial Europe (Non-Nordics). Seit Juli 2024 leitet er die Expansion von SMARTments Business.

Preise bestimmen mehr als nur den Umsatz – sie prägen die Wahrnehmung einer Marke, beeinflussen die Kundenbindung und entscheiden über langfristigen Erfolg. Doch wie setzt man eine Preisstrategie um, die auf Rabatte und Dynamic Pricing verzichtet? Und wie schafft es eine nachhaltige Marke, trotz hoher Produktionskosten wettbewerbsfähig zu bleiben? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Sebastian Feuß, Geschäftsführer von Wildling Shoes, über die Kunst der Preisgestaltung ohne Discounts und aggressive Preisstrategien. Wildling setzt auf Direktvertrieb, Preistransparenz und eine enge Kundenbindung – ein Ansatz, der in einer rabattgetriebenen E-Commerce-Welt nicht selbstverständlich ist. Doch funktioniert das wirklich? Sebastian Feuß erklärt, wie Wildling seine Preisstrategie entwickelt hat und warum das Unternehmen lange nach dem simplen „Kosten mal Faktor“-Prinzip kalkulierte. Was passierte, als Wildling die Preise im Erwachsenensegment anheben musste? Wie beeinflusst eine starke Community die Akzeptanz von Preiserhöhungen? Und warum kann ein Gruppenrabatt eine clevere Alternative zu klassischen Neukundenrabatten sein? Die Folge beleuchtet auch, wie sich Inflation, steigende Rohstoffkosten und Wettbewerbsdruck auf nachhaltige Marken auswirken. Lässt sich mit konsequenter Preistreue gegen die Dynamik des Marktes bestehen? Welche Rolle spielen psychologische Preisgrenzen, Preistests und Marktanalysen? Und was passiert, wenn ein Unternehmen wie Wildling sich gegen die gängigen Mechanismen des Online-Handels stellt? Außerdem geht es um innovative Pricing-Ansätze für die Zukunft: Ist ein Kreislaufmodell mit Reparatur- und Secondhand-Angeboten wirtschaftlich tragfähig? Und wie können nachhaltige Marken langfristig bestehen, ohne sich Rabattschlachten und Preiskriegen anzupassen? Über den Gast: Sebastian Feuß ist seit 2019 Geschäftsführer von Wildling Shoes und verantwortet dort die zentralen Unternehmensbereiche. Zuvor war er Berater bei McKinsey mit Fokus auf Konsumgüter und nachhaltige Geschäftsmodelle sowie Visiting Researcher bei Zalando. Neben seiner Tätigkeit bei Wildling ist er Business Angel und unterstützt nachhaltige Startups mit seiner Expertise in der Skalierung und Restrukturierung von Unternehmen.

Ob personalisierte Rabatte, dynamische Preisgestaltung oder algorithmisch optimierte Abo-Modelle – künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Preise entstehen. Doch wer kontrolliert die Algorithmen? Und was passiert, wenn KI nicht nur optimiert, sondern Marktmechanismen verzerrt? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Mina Saidze, Expertin für KI-Governance und Gründerin von Inclusive Tech, über die Chancen und Risiken von Algorithmus getriebenem Pricing. Wie sehr beeinflussen datengetriebene Modelle unsere Kaufentscheidungen? Wo endet Effizienz – und wo beginnt Manipulation? Und wie können Unternehmen sicherstellen, dass KI nicht nur profitabel, sondern auch fair bleibt? Mina betont: „Algorithmen sind nie neutral – sie verstärken das, was wir ihnen beibringen. Wenn wir nicht bewusst gegensteuern, entstehen Verzerrungen, die Märkte und Kund:innen benachteiligen.“Doch wie lässt sich künstliche Intelligenz regulieren, ohne Innovation auszubremsen? In der Folge lernt Ihr, warum KI der Gamechanger für Pricing ist, inwiefern Regulierungen dies beeinflussen und warum Vertrauen in algorithmische Entscheidungen essenziell ist. Über den Gast: Mina Saidze ist Gründerin von Inclusive Tech, Europas erster Initiative für KI-Ethik und Diversität in der Tech-Branche. Sie verantwortet die ESG Strategy & Data bei Axel Springer und setzt sich für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Unternehmen ein. Als Forbes 30 Under 30 und Capital Top 40 under 40 wurde sie für ihre Arbeit im Bereich KI-Governance und Regulierung ausgezeichnet. Ihr Buch „FairTech: Digitalisierung für eine gerechte Gesellschaft neu denken“ zählt zu den wichtigsten Publikationen im Bereich Tech-Ethik. Als gefragte Speakerin und Beraterin arbeitet sie mit Unternehmen, politischen Institutionen und Medien zusammen, um das Bewusstsein für algorithmische Fairness und nachhaltige Technologie zu schärfen.