Podcasts about ladeinfrastruktur

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eMobility Insights - der Podcast von electrive
Wie können Städte und Gemeinden Elektromobilität ideal fördern?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Feb 22, 2026


Hohe Rabatte, neue Förderung, politische Richtungswechsel – und mittendrin die Städte. Wie gelingt Elektromobilität dort, wo sie am sichtbarsten ist: im urbanen Raum? In der neuen Episode von „eMobility Insights“ spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Christoph Steinkamp, Geschäftsführer von hySOLUTIONS, über Hamburg als Reallabor der Verkehrswende – und über die Frage, was andere Kommunen daraus lernen können. Hamburg steht beim Hochlauf der Elektromobilität über dem Bundesschnitt. Mehr als 43.000 E-Pkw sind unterwegs, der Anteil wächst kontinuierlich. Für Steinkamp ist das kein Zufall, sondern Ergebnis strategischer Steuerung: frühzeitiger Ausbau der Ladeinfrastruktur, klare politische Zielsetzungen und eine Verwaltung, die nicht nur reguliert, sondern selbst vorangeht. „Wir sind, was die Elektrifizierung des Pkw-Bestands angeht, über dem Bundesschnitt – und das trägt sich seit Jahren“, sagt er. Doch in der „Bubble“ der Elektromobilität ist Geduld Mangelware. Und deshalb hätte auch Steinkamp noch viel mehr erreicht: „Man denkt immer, es könnte alles schneller gehen.“ Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf einzelne Nutzergruppen. Hamburg hat den Taximarkt konsequent elektrifiziert – mit Förderanreizen, Übergangsfristen und klaren Vorgaben. Das Ergebnis: Ein Viertel der Taxis fährt bereits elektrisch. Und das ohne Proteste! „Hättest du mich vor fünf Jahren gefragt, hätte ich mit einer großen Taxidemo gerechnet“, so Steinkamp. „Aber wir haben das kommunikativ gut begleitet – und die Branche kann rechnen.“ Auch bei Bussen, Carsharing, Hafenlogistik und sogar im Fährverkehr auf Elbe und Alster geht Hamburg elektrische Wege. Reine Batteriefähren sind bestellt, die Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr wird datenbasiert geplant und Ladehubs entstehen dort, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Eine Erkenntnis aus Hamburg gilt für Pkw wie Lkw gleichermaßen: Nicht jede Ladesäule gehört in den öffentlichen Raum. „Wenn wir bei ‚Wünsch dir was‘ wären, würde ich Ladeinfrastruktur am liebsten nur auf halböffentlichen Flächen aufbauen – dann hätten wir den öffentlichen Raum für andere Zwecke.“ Aber das reicht natürlich insbesondere für private E-Autos nicht aus. Deshalb baut auch Hamburg – mit sechs Anbietern – weiterhin kontinuierlich aus. Gleichzeitig zeigt das Gespräch mit Christoph Steinkamp, wie fragil der Fortschritt ist. Politische Signale aus Berlin sorgen für Verunsicherung. „Warum soll ich mir jetzt ein Elektrofahrzeug zulegen, wenn gleichzeitig über Technologieoffenheit im Pkw-Verkehr gesprochen wird?“, fragt Steinkamp. Sein Appell an die Bundespolitik ist deutlich: „Im Pkw-Verkehr noch über Technologieoffenheit zu sprechen, ist nicht hilfreich – auch nicht für die deutsche Automobilwirtschaft.“ Die Hamburger Bevölkerung hat sich unterdessen mit einem erfolgreichen Volksentscheid noch ambitioniertere Klimaziele gesetzt: Klimaneutralität bis 2040. Das erhöht den Druck – und macht deutlich, dass Elektromobilität in der Hansestadt vom „Nice-to-have“ zum „New Normal“ werden muss. Nur so lässt sich der CO2-Ausstoß senken. Wie Städte regulatorisch steuern können, warum Wettbewerb bei Ladeinfrastruktur entscheidend ist, welche Rolle Parkraum spielt – und weshalb selbst Toiletten an Ladepunkten ein Thema sind – all' das beleuchtet diese Episode mit überraschender Offenheit. Eine Folge für alle, die Elektromobilität nicht nur als Technologie, sondern als kommunale Gestaltungsaufgabe verstehen. Und für alle, die wissen wollen, ob Hamburg wirklich einen Schritt voraus ist – oder einfach nur konsequenter handelt. Und darum geht es auch bei der ersten Hamburger E-Mobilitätskonferenz am 18. März, bei der Experten aus ganz Deutschland und Europa ihre Ideen für die Zukunft teilen.

VerkehrsRundschau Funk
#341: Brauchen wir Megawatt-Laden? Die große MCS-Debatte

VerkehrsRundschau Funk

Play Episode Listen Later Feb 19, 2026 27:03


Megawatt Charging gilt als Schlüsseltechnologie der elektrischen Langstrecke – oder als überzogener Wunschzettel, der an der Praxis vorbeigeht. In dieser besonderen Folge diskutieren Chefredakteur Gerhard Grünig und Technik‑Ressortleiter Jan Burdorf kontrovers über Sinn und Notwendigkeit eines Megawatt‑Ladenetzes für E‑Lkw. Während Jan argumentiert, dass flächendeckendes ultraschnelles Laden unverzichtbar für Akzeptanz, Flexibilität und reale Einsatzszenarien ist, hält Gerhard dagegen: Die Zukunft liege im Depotladen, in Speicherlösungen und realistischen Einsatzprofilen – und Megawatt Charging sei oft teuer, unnötig oder sogar kontraproduktiv. Eine pointierte, humorvolle und fachlich dichte Debatte über Reichweite, Batterietechnik, Kosten, Ladeinfrastruktur und die Frage, wie Deutschland seine E‑Lkw‑Zukunft wirklich gestalten sollte.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Was Logistikern beim Umstieg auf E-Lkw wirklich fehlt

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Feb 15, 2026 30:31


In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Fabrice Kathmann, CEO und Co-Founder von Nanuq, über die Elektrifizierung von Lkw-Flotten – und warum nicht der E-Lkw selbst das größte Problem ist. Schnell wird klar: Die eigentlichen Hürden liegen bei Ladeinfrastruktur, Netzanschluss und Energiemanagement, also genau dort, wo viele Logistiker keine eigenen Kompetenzen aufbauen wollen oder können. Fabrice erklärt, wie Nanuq mit einem Full-Service-Ansatz inklusive Truck Charging as a Service diese Komplexität reduziert und warum das Modell ohne Vorab-Investitionen für Mittelstand und Konzerne attraktiv ist. Wir sprechen über reale Wirtschaftlichkeit, Break-even-Berechnungen, typische Vorurteile gegenüber E-Lkw und die Bedeutung von Routenprofilen und langfristiger Planung. Auch politische Unsicherheit, fehlende Klarheit bei Förderungen und der Blick auf konkrete Projekte wie einen öffentlichen Megawatt-Ladepark in Bochum kommen zur Sprache. Am Ende wird deutlich: Die Elektrifizierung im Logistikbereich ist weniger eine Technikfrage als eine Frage von Umsetzung, Planung und klaren Entscheidungen.

Unternehmer & Management
Elektromobilität, Software und das Batterie-Ökosystem

Unternehmer & Management

Play Episode Listen Later Feb 13, 2026 17:02


Was Sie erfahren: Warum Elektromobilität das bestehende Ökosystem fundamental verändertWelche Rolle Batterie-Management für Restwerte und Wirtschaftlichkeit spieltWarum längere Laufzeiten und Multicycle-Modelle an Bedeutung gewinnenWelche strategischen Herausforderungen chinesische Hersteller im europäischen Markt habenWie Software Produktionskosten, Servicequalität und Kundenerlebnis beeinflusstWelche neuen Kompetenzen (Chemie, IT, Datenanalyse) im Mobilitätsumfeld erforderlich werdenWarum Unternehmen heute parallel operativ handeln und strategisch neu bauen müssen Im Interview: Dr. Markus Collet Das Thema Elektromobilität, Software und das Batterie-Ökosystem – strategische Implikationen für Fuhrpark & MobilitätDie Elektrifizierung von Fahrzeugflotten ist weit mehr als ein Technologiewechsel. Im Gespräch mit Dr. Markus Collet, Partner und Leiter der Auto-Mobility-Plattform bei Corporate Value Associates**, wird deutlich: Elektromobilität verändert das gesamte Ökosystem der automobilen Wertschöpfung – von der Produktion über Finanzierung und Leasing bis hin zu After Sales, Restwertmanagement und Recycling.Während Elektrofahrzeuge bislang häufig als „ergänzende Technologie“ betrachtet wurden, rückt mit zunehmender Marktdurchdringung die wirtschaftliche Tragfähigkeit in den Fokus. Hersteller und Leasinggesellschaften müssen künftig nicht nur Fahrzeuge produzieren, sondern profitabel betreiben, servicieren und im Zweit- und Drittzyklus managen.Ein zentrales Thema ist dabei die Batterie. Sie ist kein klassisches mechanisches Bauteil, sondern ein chemisches System – mit entsprechend neuen Anforderungen an Know-how, Bewertung, Wartung und Restwertprognose. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmodelle rund um Second Life, Recycling und Multicycle-Nutzung.Ein weiterer entscheidender Faktor ist Software. Sie entwickelt sich zunehmend zum Differenzierungsmerkmal zwischen Herstellern. Over-the-Air-Updates, telematikgestützte Fehlerdiagnose, datenbasierte Serviceprozesse und digitale Plattformen verändern Produktionslogik, Kundenbeziehung und After-Sales-Strukturen grundlegend.Auch im internationalen Wettbewerb zeigen sich Unterschiede: Chinesische Hersteller verfügen über hohe Kompetenz in Produkttechnologie, stehen jedoch im europäischen Markt vor Herausforderungen im Flottenmanagement, bei Restwertstabilität und Serviceinfrastruktur.Für Fuhrparkverantwortliche bedeutet dies: Neben der operativen Steuerung bestehender Flotten müssen strategische Weichen für 2030 gestellt werden – insbesondere in den Bereichen IT-Plattformen, Partnerschaften, Ladeinfrastruktur, Kostenkontrolle und Asset-Management.Das Interview basiert auf dem ausführlichen Gespräch mit Dr. Collet.Zum InterviewpartnerDr. Markus ColletPartner und Leiter der Auto-Mobility-PlattformCorporate Value Associates – Paris/BerlinMarkus Collet leitet den Bereich Automobil-Mobilität bei Corporate Value Associates. Er verfügt über umfassende Expertise entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus und der langfristigen Entwicklung automobiler Wertschöpfungsketten. Darüber hinaus berät er Private-Equity-Gesellschaften bei Investitionen im Automobilsektor und verfügt über fundierte Erfahrung im Leasinggeschäft sowie im Aufbau entsprechender Geschäftsmodelle.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Carlos Ghosn darüber was Chinas E-Auto-Strategie Europa voraus hat

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Feb 11, 2026 45:14


In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Carlos Ghosn, einem der einflussreichsten Topmanager der globalen Automobilindustrie. Als früherer CEO und Chairman von Renault und Nissan hat er zentrale strategische Entscheidungen getroffen und die Elektromobilität früh mitgeprägt. Heute analysiert er die Branche von außen – nüchtern, strategisch und mit klaren Schlussfolgerungen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die globale Verschiebung der Kräfte im Automobilmarkt. Ghosn erklärt, warum der Aufstieg chinesischer Hersteller kein Zufall ist, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Industriepolitik mit klaren Prioritäten, langfristiger Planung und massiven Investitionen in Batterien, Rohstoffe und Ladeinfrastruktur. Europa dagegen beschreibt er als passiv – geprägt von politischem Stop-and-Go, fehlender Planungssicherheit und mangelndem Fokus. Besonders kritisch sieht Ghosn den Versuch, zu viele Antriebstechnologien parallel zu verfolgen. Technologieoffenheit klinge gut, führe in der Praxis aber zu Mittelmaß. Entscheidend seien klare strategische Entscheidungen, verlässliche Rahmenbedingungen und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Reichweite allein reiche nicht aus, entscheidend sei das Sicherheitsgefühl der Nutzer. Auch das Verhältnis zwischen Staat und Industrie ordnet Ghosn ein. Erfolgreiche Industriepolitik bedeute, klare Ziele zu setzen und den Unternehmen die Umsetzung zu überlassen. Mit Blick auf die Zukunft erwartet er einen wachsenden Einfluss chinesischer Konzerne in Europa – direkt oder indirekt. Seine zentrale Botschaft: Europa hat noch Chancen, aber nur mit Fokus, Konsequenz und klaren Entscheidungen. Nun aber genug der Einordnung – lasst uns direkt in das Gespräch einsteigen. Heute ausnahmsweise in englisch.

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Wie wollen zwei Rebellen aus der Autoindustrie das Aus vom Verbrenner-Aus stoppen?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Feb 8, 2026 27:20


Das geplante Aus für den Verbrennungsmotor ab 2035 erhitzt weiter die Gemüter. In Brüssel könnte die Aufweichung der CO₂-Flottengrenzwerte deutlich schneller durch die EU-Gesetzgebung getrieben werden als gedacht. Doch ausgerechnet aus der deutschen Automobilindustrie selbst kommt nun Widerspruch – laut, organisiert und überraschend klar pro Elektromobilität. In dieser Folge von eMobility Insights spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Christian Eder und Gregor Schmitt. Beide sind seit Jahrzehnten in der Zuliefererindustrie tätig, beide haben an Schlüsseltechnologien der Elektrifizierung gearbeitet – und beide haben eine Petition gestartet, die sich explizit gegen eine deutsche Abkehr vom EU-weiten Verbrenner-Aus 2035 richtet. Mehr als 27.000 Menschen haben bereits unterschrieben – vor allem aus der Autobranche. Warum setzen sich erfahrene Brancheninsider gegen politische Verwässerungen ein, während Teile der Industrie öffentlich auf Plug-in-Hybride und synthetische Kraftstoffe setzen? Eder und Schmitt sprechen offen über Investitionen, die auf dem Spiel stehen, über verlorene Planungssicherheit – und über Elektromobilitäts-Arbeitsplätze, die ausgerechnet jetzt unter Druck geraten. „Diese Transformation ist seit Jahren beschlossen – sie jetzt aufzuweichen, bringt genau die Unsicherheit, die wir nicht brauchen“, sagt Christian Eder mit Blick auf den politischen Kurswechsel. Gregor Schmitt wird noch deutlicher: „Wir reden hier von Elektromobilitäts-Arbeitsplätzen, die abgebaut werden, weil der politische Rahmen nicht klar ist.“ Das Gespräch geht weit über die Petition hinaus. Es geht um die Realität in Zulieferer-Clustern wie der Region Nürnberg, um gescheiterte Skalierung, um chinesische Wettbewerber – und um die Frage, warum Plug-in-Hybride aus Sicht der Ingenieure eher ein Feigenblatt als eine Zukunftstechnologie sind. „Wenn man Elektromobilität wirklich voranbringen will, bringt der Ausbau der Ladeinfrastruktur mehr als jede Plug-in-Förderung“, so Schmitt. Am Ende steht ein Appell, der selten so aus der Branche selbst zu hören ist: Elektromobilität braucht kein weiteres Zögern, sondern klare Entscheidungen. Oder, wie Eder es formuliert: „Planungssicherheit ist kein ideologischer Wunsch – sie ist die Grundlage dafür, dass Industrie funktioniert.“ Eine Episode über politischen Mut, industrielle Verantwortung und die Frage, ob Deutschland aus früheren Technologiebrüchen gelernt hat. Viel Spaß beim Hören! Und wenn Sie die Petition der beiden Profis unterstützen wollen, bitte hier entlang.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Was das Stromnetz beim E-Lkw-Laden wirklich bremst

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Feb 8, 2026 30:01


Im Elektroauto-News Podcast spreche ich mit Sven Assmuth, Gründer und General Manager von Crocodile EnergyStorage, über neue Ansätze für Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher. Seit 2007 ist er in den erneuerbaren Energien aktiv und beschäftigt sich seit 2009 intensiv mit Elektromobilität. Im Gespräch geht es um die größten Hürden der E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich, insbesondere um langsame Netzanschlüsse und fehlende Ladeleistung für Lkw und Busse. Sven erklärt, warum mobile Batteriespeicher aus seiner Sicht die bessere Lösung sind und wie Crocodile mit dem BESS Trailer Strom direkt aus Solar- und Windparks dorthin bringt, wo er gebraucht wird – ohne Umweg über das öffentliche Netz. Wir sprechen über laufende Projekte in Chile, geplante Ladehubs entlang deutscher Autobahnen, Ladeleistungen von bis zu 640 kW pro Punkt und darüber, wie sich Ladeinfrastruktur in wenigen Tagen statt Jahren realisieren lässt. Außerdem geht es um Skalierung, Autarkie und die Rolle mobiler Speicher für die Zukunft der Elektromobilität.

extra 3
Extra 3 vom 05.02.2026 im Ersten

extra 3

Play Episode Listen Later Feb 5, 2026 43:35


extra 3  HQ
Extra 3 vom 05.02.2026 im Ersten

extra 3 HQ

Play Episode Listen Later Feb 5, 2026 43:35


Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Was Renaults Ansatz für bezahlbares E-Auto-Fahren ist

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Jan 28, 2026 26:51


In dieser Folge des Elektroauto-News-Podcast spreche ich mit Florian Kraft, CEO von Renault Deutschland, über die zentralen Stellschrauben für den Erfolg von Elektroautos in einem der anspruchsvollsten Automärkte Europas. Im Fokus steht weniger das einzelne Auto als vielmehr das Gesamtsystem aus Preis, Laden, Nutzung und Erwartungsmanagement. Ein zentrales Thema ist der neue elektrische Renault Twingo. Kraft erläutert, warum Renault bei dem Modell bewusst an der ursprünglichen DNA festhält: Erschwinglichkeit, Einfachheit und Nähe zum Kunden sollen erhalten bleiben, kombiniert mit einer konsequent elektrischen Auslegung. Retro-Design ja, aber ohne technische Kompromisse. Trotz kleinerer Batterie im Vergleich zu Renault 4 und Renault 5 soll der Twingo alles bieten, was Kundinnen und Kunden im A-Segment erwarten – inklusive Konnektivität, variabler Rückbank und Alltagstauglichkeit. Der angepeilte Einstiegspreis von unter 20.000 Euro ist Teil einer klaren Kostenstrategie auf Basis der AmpR-Small-Plattform. Darüber hinaus ordnet Kraft die strategische Ausrichtung von Renault ein. Der Konzern treibt die Elektrifizierung voran, hält aber bewusst an einem breiten Antriebsportfolio fest – von Elektroautos über Hybride bis hin zu Verbrennern. Für Renault ist das kein Widerspruch, sondern Ausdruck von Marktverständnis und Risikobalance. Mut zeigt sich aus seiner Sicht nicht nur bei neuen Elektroplattformen, sondern auch darin, klassische Modelle wie den neuen Clio weiterhin anzubieten. Einen breiten Raum nimmt das Thema Laden ein. Kraft macht deutlich, dass aus seiner Erfahrung nicht die Verfügbarkeit von Ladesäulen das größte Problem ist, sondern die Kosten und die mangelnde Transparenz bei den Ladepreisen. Schnellladepreise von bis zu 1,20 Euro pro Kilowattstunde seien für private Vielfahrer kaum kalkulierbar. Elektromobilität scheitere daher oft nicht am Auto, sondern an der fehlenden Planungssicherheit im Alltag. Als Antwort darauf stellt Renault unter anderem den Mobilize Charge Pass vor, mit dem Kundinnen und Kunden an Ionity-Stationen für 0,39 Euro pro Kilowattstunde laden können. Entscheidend sei weniger der niedrigste Preis als ein verlässlicher Rahmen. Gerade für urbane Elektroautos wie den Twingo denkt Renault zudem über stärker auf AC-Laden zugeschnittene Lösungen nach. Auch die neue Elektroauto-Prämie wird eingeordnet. Kraft sieht sie als unterstützendes Instrument, nicht als entscheidenden Hebel. Der Markt habe sich weiterentwickelt, viele Menschen setzten sich heute aktiv mit Elektromobilität auseinander. Gleichzeitig spricht er offen über die Lernkurve beim Umstieg auf Elektroautos. Eine Anpassungsphase von zwei bis acht Wochen sei realistisch – Ehrlichkeit im Verkauf und Begleitung statt Belehrung seien daher entscheidend. Abgerundet wird das Gespräch durch einen Blick auf die Rolle des Handels im Wandel. Händler bleiben das emotionale Bindeglied zum Kunden, stehen aber vor steigenden Erwartungen, etwa bei Fragen zu Wallboxen, Ladeinfrastruktur und digitalen Diensten. Elektromobilität wird damit zunehmend zu einem Gesamtsystem, das erklärt und begleitet werden muss. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum Elektromobilität weniger an Technik als an Rahmenbedingungen entscheidet – und welche Rolle Hersteller wie Renault dabei spielen.

VerkehrsRundschau Funk
#337: Anzeige – CO₂‑Ziele unter Druck: Welche Rolle Hybrid‑Lkw wirklich spielen

VerkehrsRundschau Funk

Play Episode Listen Later Jan 27, 2026 17:33


Die CO₂‑Vorgaben der EU für schwere Nutzfahrzeuge sind ambitioniert: Bis 2040 sollen die Emissionen um 90 Prozent gegenüber 2019 sinken. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Hochlauf batterieelektrischer Lkw im Fernverkehr langsamer vorankommt als erwartet – unter anderem wegen fehlender Ladeinfrastruktur, Reichweitenanforderungen und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. In dieser Folge von VerkehrsRundschau Funk spricht Alexander Hiebl mit Christian Feldhaus, verantwortlich für Getriebe‑ und Hybridsysteme bei ZF Friedrichshafen, über die Rolle von Hybridantrieben in der Dekarbonisierung des Nutzfahrzeugsektors. Im Fokus steht der TraXon 2 Hybrid und die Frage, ob Plug‑in‑Hybride als langfristiger Technologiepfad eine realistische Antwort auf die CO₂‑Ziele im Fern‑ und Regionalverkehr sein können.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Warum Flottenladen mit PV und Speicher Wettbewerbsvorteile bringt

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Jan 25, 2026 25:19


Ich habe mit Stefan Häfner gesprochen, Head of Sales bei CityWatt. Das Unternehmen beschäftigt sich seit fast zwei Jahrzehnten mit E-Mobilität und ganzheitlichen Energiekonzepten – lange bevor Elektromobilität zum politischen und wirtschaftlichen Mainstream wurde. Stefan bringt dabei vor allem den Blick aus der Praxis ein und zeigt, wie Unternehmen Energie heute neu denken müssen, wenn Flotten elektrifiziert werden sollen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand Flottenladen als strategisches Thema. Nicht als einzelne Ladesäule, sondern als Teil des gesamten Energiesystems eines Unternehmens. CityWatt kombiniert Ladeinfrastruktur mit PV-Anlagen, Speichern, Lastmanagement und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Energie wird damit vom reinen Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil – gerade für Speditionen und größere Flotten, bei denen Stromkosten deutlich stärker ins Gewicht fallen als früher Dieselpreise. Wir sprechen über Lastspitzen, Netzanschlüsse und die Kostenfallen, die entstehen können, wenn Schnelllader oder E-LKWs ohne Konzept geplant werden. An einem konkreten Projekt aus Mittelfranken wird deutlich, wie ein öffentlich zugänglicher E-LKW-Ladepark mit Speicher auch ohne Netzausbau wirtschaftlich betrieben werden kann – mit einer Amortisationszeit von rund drei Jahren. Außerdem geht es um das Geschäftsmodell hinter solchen Projekten, herstelleroffene Planung, transparente Abrechnung für Mitarbeitende, politische Rahmenbedingungen und die Frage, warum Elektromobilität für viele Flotten längst keine Ideologie-, sondern eine Rechenfrage ist. Zum Abschluss werfen wir einen Blick in die Zukunft: bidirektionales Laden, fahrende Speicher und E-LKWs als Teil eines stabilen Energiesystems. Jetzt aber genug der Vorworte – lasst uns direkt in das Gespräch einsteigen.

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Gebrauchte Elektroautos: Warum ticken die Käufer anders?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Jan 25, 2026 26:33


Gebrauchte Elektroautos bleiben bei der neuen Bundesförderung außen vor. Überhaupt kommt der Markt langsamer in Schwung als vielfach erwartet. Doch woran liegt das wirklich? In dieser Ausgabe von eMobility Insights spricht Chefredakteur Peter Schwierz mit Dr. Axel Sprenger, Geschäftsführer von UScale, über die Ergebnisse der großen EV-Gebrauchtwagenstudie. Es ist die vielleicht detaillierteste Untersuchung zum Kaufverhalten von gebrauchten E-Autos überhaupt. Ein zentrales Ergebnis: Gebrauchtwagenkäufer ticken deutlich anders als Neuwagenkäufer! Der wichtigste Unterschied: Während sich Neuwagenkunden häufig für Mittel- und Oberklassemodelle interessieren, suchen Gebrauchtkäufer vor allem Klein- und Kompaktwagen. Genau diese Segmente sind jedoch bislang kaum in relevanten Stückzahlen als gebrauchte E-Autos verfügbar. „Wenn die Fahrzeuge, die gesucht werden, schlicht noch nicht da sind, hilft auch keine Förderung“, bringt Sprenger das Kernproblem auf den Punkt. Hinzu kommt eine neue Käufergruppe mit deutlich geringerem Vorwissen zur Elektromobilität. Viele Gebrauchtwagenkäufer entscheiden sich spontan – und treffen dabei oft auf Verkäufer, die selbst noch nicht ausreichend geschult sind. „Da haben wir eine ungünstige Melange aus wenig informierten Kunden und nicht ausreichend vorbereiteten Verkäufern“, so Sprenger. Bei den Kaufmotiven ähneln sich Neu- und Gebrauchtkäufer zunächst: Technologieinteresse, geringere Betriebskosten und Fahrkomfort spielen eine Rolle. Bei Gebrauchten rückt jedoch der Preis klar in den Vordergrund. Variable Kosten wie für Ladestrom oder Wartung werden in der konkreten Kaufentscheidung deutlich weniger berücksichtigt. Gleichzeitig sehen viele Käufer eine Besonderheit von Elektroautos als Vorteil: „Der große Wertverlust ist beim Gebrauchten schon weg.“ Zu den größten Hemmnissen zählen weniger die Reichweite als vielmehr die Ladeleistung älterer Modelle. Den Kunden sei bewusst, dass die Reichweiten gebrauchter Elektroautos nicht so groß sind wie bei Neuwagen mit der aktuellsten Batterietechnik. Daraus folgt eine Ableitung: „Wenn ich häufiger laden muss, wird entscheidend, wie lange das dauert.“ Weitere Unsicherheiten betreffen Batteriealterung, Reparaturfähigkeit, Garantien und die langfristige Ersatzteilversorgung – insbesondere bei Elektroautos, die nur kurz auf dem Markt waren. Ein weiterer entscheidender Unterschied zeigt sich auch beim Laden: Gebrauchtwagenkäufer wohnen häufiger in Städten und können deutlich seltener zu Hause oder am Arbeitsplatz laden. Sie sind stärker auf öffentliche Infrastruktur angewiesen – und genau dort sieht Axel Sprenger den größten Handlungsbedarf. „Das Sorgenkind sind die Städte. Besser als Autos zu fördern, sollte die Politik die Rahmenbedingungen für Ladeinfrastruktur verbessern.“ Förderprogramme für gebrauchte E-Autos bewertet Sprenger daher skeptisch: Sie könnten zwar helfen, seien aber nicht der entscheidende Hebel. Wichtiger seien passende Fahrzeuge, mehr Transparenz zu Batteriezustand und -haltbarkeit, gezielte Schulungen im Handel und Vertrauen durch belastbare Daten. Dass die Bundesregierung also beim neuen Förderprogramm die Gebrauchten ignoriert, ist verkraftbar. Axel Sprenger findet: Der Hochlauf des Elektro-Gebrauchtwagenmarkts braucht Geduld – aber auch konkretes Handeln. „Es gibt viel mehr zu tun, als einfach nur zu warten.“ Schulungen für Händler sowie Aufklärung und Transparenz für die Kunden zum Beispiel.

NachhaltigReich
PV-Direktinvestment & Stromanbieter: Fabio Griemens über Rendite, Speicher und Energiewende-Schub

NachhaltigReich

Play Episode Listen Later Jan 20, 2026 45:33


Deutschland braucht bis 2030 deutlich mehr Strom – und zwar sauber, bezahlbar und planbar. In dieser Folge von „Energie im Wandel“ spreche ich mit Fabio Griemens, Gründer und Geschäftsführer der Helio Connect GmbH (und Heliofinanz). Fabio ist Quereinsteiger mit Tech- und Mobility-DNA – und heute mitten im Maschinenraum der Energiewende. Wir reden über ein Modell, das erneuerbare Projekte über PV-Direktinvestments finanziert: Investorinnen und Investoren erwerben trennscharf „ihr“ Stück Anlage (inkl. Wechselrichter, Pachtvertrag, App-Transparenz) und hebeln die Finanzierung ähnlich wie bei Immobilien über Bankdarlehen. Warum startet Helio bewusst über Finanzberater statt Endkundengeschäft – und was bedeutet das für Mindestinvestments und Skalierung? Außerdem: Batteriespeicher als Gamechanger (Lastverschiebung, Preisstabilität, Matching im Bilanzkreis), die Pläne für einen eigenen Stromanbieter 2026 und neue Ventures wie Ladeinfrastruktur für E-LKWs. Ein Gespräch über Rendite mit grünem Rückenwind – und darüber, warum „einfach machen“ manchmal die beste Antwort auf Bürokratie ist.

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast
#110 - Mehr als Stecker und Strom: Wie wir Mobilität neu denken müssen

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast

Play Episode Listen Later Jan 19, 2026 28:40


Mehr als Stecker und Strom: Wie wir Mobilität neu denken müssen ⚡️E-Mobilität ist mehr als nur der Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto. Sie ist der Ausgangspunkt für ein komplett neues Mobilitätssystem – eines, das Energie, Infrastruktur und unser Verständnis von Mobilität neu zusammendenkt.In dieser Folge spricht Ben Link mit Andreas Blin, Senior Director of Segments and Partnerships bei ChargePoint, über die Frage, was wir mit Elektromobilität eigentlich erreichen wollen – und warum es nicht reicht, einfach nur Fahrzeuge auszutauschen.Gemeinsam schauen sie darauf, wie Mobilität flexibler, nachhaltiger und systemisch gedacht werden kann – vom öffentlichen Verkehr über neue Nutzungskonzepte bis hin zur Ladeinfrastruktur als Teil eines größeren Energie-Ökosystems.In dieser Folge geht es um:

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Warum Batteriespeicher zum Rückgrat der Energiewende werden

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Jan 18, 2026 48:56


In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Benito Becker, CEO von Enorin, über die Rolle von Batteriespeichern in der Energiewende. Enorin versteht sich als Infrastrukturdienstleister und setzt auf Batteriespeicher von 250 Kilowattstunden bis in den Gigawattstunden-Bereich – inklusive eigener Software, Betrieb und Vermarktung. Im Gespräch wird schnell klar, warum Wind- und Solarenergie allein nicht ausreichen. Erzeugung und Verbrauch passen zeitlich oft nicht zusammen, klassische Grundlast fällt weg, die Volatilität im Netz steigt. Batteriespeicher werden damit zum zentralen Ausgleichsinstrument. Oder wie Benito es formuliert: „Das Kraftwerk von gestern ist der Energiespeicher von heute.“ Wir sprechen auch über die Verbindung von Speichern und Ladeinfrastruktur. Speicher können Netzanschlüsse entlasten, günstigen Strom zwischenspeichern und netzdienlich eingesetzt werden. Dieser Multi-Use-Ansatz ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit und Systemstabilität. Kritisch blickt Benito auf das heutige Geschäftsmodell vieler Speicherprojekte. Das reine Arbitrage-Prinzip sieht er zeitlich begrenzt. Stattdessen geht es künftig um Verfügbarkeit und Infrastrukturleistung. Gleichzeitig bremsen Netzanschlüsse, Genehmigungen und fehlende Planungssicherheit den Ausbau. Technisch setzt Enorin bewusst auf hohe Wirkungsgrade, eigene Software und Datenhoheit. Auch Themen wie Ausfallsicherheit, Versicherung, Lebensdauer und Recycling spielen eine zentrale Rolle. Der Blick nach vorn zeigt eine Plattform, über die Speicher miteinander kommunizieren und Netze intelligenter genutzt werden können. Nun aber genug der Einordnung – lasst uns direkt in das Gespräch einsteigen.

Logistik4punktnull - Der Podcast für Logistiker
319 - E-LKW und Diesel: “Es kommt drauf an” statt “Ja oder Nein”

Logistik4punktnull - Der Podcast für Logistiker

Play Episode Listen Later Jan 16, 2026 21:59


In dieser Folge werfen wir einen nüchternen Blick auf das Thema alternative Antriebe im Straßengüterverkehr. Wir diskutieren, warum die Debatte rund um E-LKW und Diesel häufig zu schwarz-weiß geführt wird und warum diese Sichtweise der Realität nicht gerecht wird. Anhand aktueller Presseberichte, Zahlen und Praxisbeispiele ordnen wir ein, wo batterieelektrische LKW heute bereits sinnvoll einsetzbar sind – und wo eben nicht. Dabei geht es weniger um Ideologie, sondern um Wirtschaftlichkeit, Einsatzprofile und Routinen im Transportalltag. Ziel der Folge ist es, eine sachliche Grundlage für eigene Entscheidungen zu liefern. - Warum E-LKW im Stückgut- und Begegnungsverkehr bereits wirtschaftlich funktionieren können - Anschaffungs-, Maut- und Energiekosten: Wie sich die Total Cost of Ownership wirklich entwickeln - Wo die Stärken des Diesel-LKW weiterhin klar überwiegen - Welche Rolle feste Routen, Ladeinfrastruktur und Routine für den Einsatz von E-LKW spielen - Ein Blick nach China: Was Zulassungszahlen und Entwicklungen über die Zukunft verraten Am Ende bleibt festzuhalten: Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch bei der Frage E-LKW versus Diesel. Entscheidend ist immer der konkrete Case, das Einsatzszenario und die eigene Struktur. Wenn euch diese Einordnung geholfen hat, teilt die Folge gerne oder lasst uns Feedback da – wir hören uns in der nächsten Episode wieder.

Handwerk Next
Folge #55 | Was der neue Energiemarkt für das Handwerk bedeutet – mit LichtBlick CEO Marc Wallraff

Handwerk Next

Play Episode Listen Later Jan 16, 2026 40:56


In dieser Episode sprechen wir mit Marc Wallraff, Geschäftsführer von LichtBlick, über die tiefgreifenden Veränderungen im Energiemarkt und darüber, was diese Entwicklungen konkret für das Handwerk bedeuten.Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, wie sich Energieversorger von klassischen Stromlieferanten zu integrierten Lösungsanbietern entwickeln – und warum Themen wie Sektorkopplung, Digitalisierung und dezentrale Energieerzeugung dabei eine zentrale Rolle spielen.Marc gibt Einblicke in den Wandel des Geschäftsmodells von LichtBlick: vom reinen Ökostrom-Reseller hin zu einem Anbieter, der eigene Energie-Assets aufbaut, Ladeinfrastruktur betreibt und Energiemanagementsysteme entwickelt. Dabei wird deutlich, wie stark sich der Markt öffnet und welche neuen Player und Geschäftsmodelle entstehen.Ein besonderer Fokus liegt auf dem Handwerk: Welche neuen Anforderungen kommen auf Handwerksbetriebe zu? Warum reicht es künftig nicht mehr aus, nur einzelne Komponenten wie Wärmepumpen zu installieren? Und welche Chancen ergeben sich durch die intelligente Verknüpfung von PV, Speicher, E-Mobilität und dynamischen Stromtarifen?Zum Abschluss sprechen wir über die Rolle von Energiemanagementsystemen, dynamischen Strompreisen und die Frage, wie Energieversorgung in Zukunft für Kundinnen und Kunden möglichst einfach, transparent und wirtschaftlich gestaltet werden kann.Takeaways:Der Energiemarkt befindet sich in einem grundlegenden Umbruch – weg von zentralen Strukturen hin zu dezentralen, digitalen SystemenEnergieversorger entwickeln sich zu Plattformen und Orchestratoren, die Strom, Wärme und Mobilität miteinander verknüpfen.Für das Handwerk entstehen neue Chancen, aber auch neue Anforderungen: Ganzheitliches Denken wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Dynamische Stromtarife und Energiemanagementsysteme ermöglichen Einsparpotenziale – setzen aber Flexibilität und Know-how voraus.Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie für Kundinnen und Kunden einfach und verständlich umgesetzt wird._________Allgemeine Links:

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Warum Ladepreise wichtiger sind als Kaufprämien für E-Lkw

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Jan 11, 2026 20:48


Im aktuellen Podcast spreche ich mit Christoph Wede, einem ausgewiesenen Experten für Nutzfahrzeuge, über die Lage der Branche zum Jahresende 2025. Schon zu Beginn wird klar, wie sehr die politische Entwicklung die Diskussion prägt. Das mögliche Abrücken der EU vom Verbrenner-Aus ab 2035 sorgt nicht nur im PKW-Segment für Unruhe. Christoph ordnet ein, dass solche Signale auch im Nutzfahrzeugbereich Wirkung entfalten. „Das ist ein absoluter Rückschritt“, sagt er, weil Speditionen und Logistiker damit erneut Unsicherheit erleben – eine Unsicherheit, die schon seit dem Wegfall der Förderungen 2024 zu spüren ist. Trotz politischem Gegenwind beschreibt Christoph ein Jahr, in dem vieles vorangegangen ist. Die Verfügbarkeit elektrisch betriebener LKWs habe sich spürbar verbessert. Die großen OEMs wie auch kleinere Anbieter hätten reichlich Modelle auf den Markt gebracht, die technisch überzeugen. „Die Fahrzeuge performen“, so Christoph, und Probleme im täglichen Betrieb höre er derzeit kaum. Die Herausforderungen liegen woanders: in der Nachfrage und der immer noch unzureichend ausgebauten Ladeinfrastruktur auf der Strecke. Depotladen funktioniere sehr zuverlässig, aber unterwegs sei das System noch lückenhaft. Gleichzeitig bleibe der Strompreis der zentrale Kostentreiber – und damit ein Hemmschuh für die Skalierung. Beim Absatz zeigt sich: Die Bereitschaft, auf elektrische Nutzfahrzeuge umzusteigen, ist gedämpft. Ohne Unterstützung etwa über attraktivere Strompreise lohne sich der Umstieg für viele Betriebe schlicht nicht. Christoph bringt es klar auf den Punkt: „Die Kosten draußen zu laden sind aktuell völlig unattraktiv.“ Deshalb würden trotz neuer Modelle weiterhin überwiegend Diesel-LKW gekauft. Sein Vorschlag für eine echte Entlastung ist eindeutig: Strom für definierte Zeiträume subventionieren, speziell für das Laden auf der Strecke. Das wäre seiner Einschätzung nach ein direkter und wirksamer Hebel, um Wirtschaftlichkeit herzustellen und gleichzeitig CO₂-arme Transporte zu fördern. Unser Gespräch führt uns auch zum ÖPNV. Dort setzt die Politik durchaus positive Zeichen. Christoph verweist auf das neue Depotprojekt der BVG, für das der Bund 1,1 Milliarden Euro bereitstellt. Damit lassen sich mehrere tausend E-Busse fördern – ein starkes Signal für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs. Damit endet ein Gespräch, das zeigt, wie viele Stellschrauben im Nutzfahrzeugbereich aktuell gleichzeitig bewegt werden – technisch, politisch und ökonomisch. Vieles entwickelt sich positiv, doch zentrale Punkte wie Strompreis, Ladeinfrastruktur und klare politische Rahmenbedingungen bleiben entscheidend für die kommenden Jahre. Nun aber genug der Vorrede – steigen wir direkt in das Gespräch ein. P.S. Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand noch zur Diskussion, wie viele E-Busse von BYD beschafft werden. Am Ende waren es 200 statt der erwähnten 700.

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Bremst das Aus vom Verbrenner-Aus das Elektroauto aus?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Jan 11, 2026


In dieser Episode von eMobility Insights spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Sebastian Bock, Geschäftsführer von Transport & Environment (T&E) Deutschland, über das neue "Auto-Paket" der EU-Kommission und seine Folgen für Elektromobilität, Industrie und Klima. Bock ordnet den kurz vor Weihnachten vorgestellten Vorschlag ein und kommt zu einem kritischen Fazit: Die geplante Flexibilisierung der CO₂-Regulierung schafft vor allem neue Unsicherheit – für Autohersteller, aber auch für das gesamte Ökosystem der Elektromobilität, von Ladeinfrastruktur über Batteriezellfertigung bis hin zum Netzausbau. Investitionssicherheit gehe verloren, während Mobilität für Kunden eher teurer werde. Zudem warnt Bock vor einer realen Klimaschutzlücke, da Einsparungen teilweise doppelt angerechnet würden. Zentral ist die geplante „10-Prozent-Flexibilität“ ab 2035: Statt eines klaren Null-Emissionsziels dürfen Hersteller einen Emissions-„Rucksack“ füllen – etwa mit Plug-in-Hybriden, Range Extendern oder sogar klassischen Verbrennern. Problematisch ist dabei der große Unterschied zwischen Prüfstands- und Realemissionen, insbesondere bei Plug-in-Hybriden, die auf der Straße bis zu fünfmal mehr CO₂ ausstoßen als offiziell angegeben. Entscheidend wird daher die Weiterentwicklung des sogenannten Utility Factors, der reale Fahrdaten stärker berücksichtigen soll – und politisch heftig umkämpft ist. Anhand konkreter Szenarien diskutieren Bock und Schwierz ganz konkret, wie Hersteller von BMW bis Volkswagen die neuen Regeln strategisch nutzen könnten. Bock warnt aber davor, den elektrischen Hochlauf zu verlangsamen. Denn global – insbesondere in China – sei Elektromobilität längst industriepolitische Realität. Ohne klare Regulierung drohe Europa weiter zurückzufallen. Positive Impulse sieht Bock bei den geplanten Super Credits für kleine, in Europa produzierte Elektroautos sowie bei verbindlichen E-Auto-Quoten für große Unternehmensflotten ab 2030. Gerade der Dienstwagenmarkt könne ein starker Hebel für Nachfrage, Gebrauchtwagenmarkt und heimische Produktion sein. Sein Fazit: Elektromobilität wird sich langfristig durchsetzen – die entscheidenden Fragen sind wie schnell und wer davon profitiert. Die aktuelle Debatte um Technologieoffenheit bremst vor allem den Fortschritt und kommt zur Unzeit. Während Europa zögert, setzt China längst konsequent auf die Technologie der Zukunft.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Wie Ladeinfrastruktur trotz schwachem Netz funktioniert

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Jan 4, 2026 22:50


Im aktuellen Podcast spreche ich mit Christos Tsegkis von Sungrow. Er verantwortet das Geschäft rund um Ladeinfrastruktur in Europa und gibt spannende Einblicke in die Strategie des Unternehmens. Für viele ist Sungrow bisher vor allem als Schwergewicht im Bereich Photovoltaik und Wechselrichter bekannt. Doch das Unternehmen hat sein Portfolio längst ausgeweitet. „Wir sind mit PV bekannt geworden, aber E-Mobilität wird für uns immer wichtiger“, sagt Christos. Genau hier setzen wir im Gespräch an. Sungrow ist in Europa zunächst mit AC-Ladelösungen gestartet und hat sein Angebot schrittweise auf DC-Systeme erweitert – vom kompakten 30-Kilowatt-Lader bis hin zu künftigen Megawatt-Chargern. Der Schwerpunkt im europäischen Markt liegt derzeit bei Ladeleistungen um 400 Kilowatt. Entwicklung und Grunddesign entstehen in China, während in Amsterdam die maßgeschneiderte Anpassung für Europa erfolgt. Produziert werden die Systeme weiterhin in China, bevor sie nach Europa exportiert werden. Besonders deutlich wird im Gespräch, welchen Stellenwert Software inzwischen für Sungrow hat. Christos betont mehrmals, dass sie hier bewusst einen offenen Ansatz verfolgen: „Unsere Software unterscheidet uns. Sie ist modular aufgebaut und offen, weil wir so schneller anpassen und besser mit Kunden zusammenarbeiten können.“ Ziel sei es, Ausfallzeiten zu reduzieren und Ladepunkte stabil zu betreiben – ein zentraler Faktor für Betreiber, die nur dann Einnahmen erzielen, wenn ihre Stationen online sind. Die Software greift dabei aktiv ein, erkennt Muster und kann Störungen vorbeugen. Damit soll die Betriebszeit verbessert werden, was für Betreiber wirtschaftlich entscheidend ist. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Kombination aus Schnellladeinfrastruktur und Batteriespeicher. Sungrow bringt hier viel Erfahrung aus dem Energiemanagement mit und überträgt dieses Know-how in den Mobilitätsbereich. Durch integrierte Speicher lassen sich nicht nur schwache Netzanschlüsse kompensieren, sondern zusätzliche Einnahmemöglichkeiten eröffnen. „Mit dem Speicher kann ich Energie nicht nur zwischenspeichern, sondern auch am Markt handeln. Das senkt Capex und verbessert den Return on Invest“, erklärt Christos. Sungrow liefert dafür die passende Hardware, während der Handel mit Energie über externe Softwarepartner erfolgt. Spannend ist auch der Blick auf bidirektionales Laden. Sungrow setzt hier auf DC-Technologie und plant für das kommende Jahr eine DC-Ladebox, die genau das ermöglicht. Die Entscheidung gegen AC begründet Christos damit, dass DC mehr Steuerungsmöglichkeiten und präzisere Powerflows erlaubt. Für Gewerbe- und Flottenkunden ist das ein wichtiger Punkt, da sie Energiekosten optimieren und Lastspitzen vermeiden müssen. Auch das Thema Megawatt-Charging diskutieren wir ausführlich. Während einige Hersteller die Notwendigkeit infrage stellen, verfolgt Sungrow einen klaren Kurs: „Ab 2027 werden Megawatt-Charger benötigt – und wir werden bereit sein.“ Die Technologie entwickelt Sungrow bereits, denn insbesondere im Logistiksektor werden hohe Ladeleistungen unverzichtbar sein, wenn Standzeiten niedrig bleiben sollen. Langfristig erwartet Christos, dass Megawatt-Laden einen bedeutenden Anteil am Umsatz ausmachen wird. Natürlich spreche ich Christos auch darauf an, ob chinesische Anbieter es im europäischen Markt schwer haben. Seine Antwort zeigt ein gewachsenes Selbstbewusstsein: „Wir sind seit 2011 in Europa. Viele Kunden kennen uns aus dem Energiebereich. Vertrauen entsteht über Jahre – und genau davon profitieren wir.“ Trotzdem müsse man sich gegen starke Marken behaupten. Entscheidend seien nicht Herkunft oder Image, sondern Stabilität, Qualität und Support. Nun aber genug der Vorrede – lass uns direkt in das Gespräch einsteigen.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Elmi Power: Schnellladen trotz kleinem Netzanschluss und dabei noch Geld sparen

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Dec 21, 2025 25:13


Im Gespräch mit Stefan Hahn, Direktor Produktmanagement bei ELMI Power, ging es um einen Bereich, der Ladeinfrastruktur derzeit spürbar verändert: batteriegepuffertes Schnellladen. Stefan und sein Team entwickeln Schnellladestationen, die einen integrierten Batteriespeicher mitbringen und damit klassische Hürden im Ausbau von HPC-Standorten umgehen. Die Idee entsteht aus dem Gedanken, Ladeprojekte wirtschaftlicher, schneller und flexibler zu realisieren. Wie Stefan es zusammenfasst: „Wir haben uns angeschaut, wie man ein Produkt machen kann, das in allen Belangen besser ist als das, was gerade am Markt ist.“ Ein zentraler Vorteil wird schnell klar: Viele Standorte scheitern bislang daran, dass für HPC-Laden ein teurer und oft jahrelang verzögerter Mittelspannungsanschluss nötig ist. LMI Power setzt stattdessen auf Niederspannung – meist innerhalb von drei Monaten verfügbar. Die Batterie gleicht die Leistungsanforderungen aus, sodass trotzdem bis zu 400 kW Ladeleistung erreichbar sind. Für Betreiber bedeutet das nicht nur geringere Anfangsinvestitionen, sondern auch deutlich schneller realisierbare Projekte. Während klassische HPC-Lader an Autobahnen weiterhin sinnvoll sind, öffnet ELMI Power mit dem Speicheransatz neue Einsatzfelder: Supermärkte, Autohäuser, Gewerbeflächen oder komplett netzferne Standorte. Stefan beschreibt sogar Off-Grid-Szenarien, bei denen große PV-Anlagen, Batteriespeicher und Ladesäulen zusammenarbeiten, um Lkw gleichzeitig mit hoher Leistung zu laden – selbst ohne Netzanschluss. „Wir können ohne Probleme auch batteriegestützte Lkw-Ladestandorte mit 30, 40, 50 Ladepunkten realisieren.“ Auch technisch hebt sich ELMI Power ab. Das Unternehmen setzt ausschließlich auf LFP-Zellen mit hoher Sicherheits- und Leistungsreserve. Die verbauten 1,4C-Zellen stammen vom Weltmarktführer und erlauben hohe Entladeströme ohne riesige Speicherkapazitäten. Laut Stefan erreichen die Module rund 8000 Zyklen bis zu 70 Prozent State of Health – ein Wert, der gerade im Dauerbetrieb entscheidend ist. Wie Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit von Ladeinfrastruktur deutlich verbessern Wirtschaftlich eröffnet das Konzept zusätzliche Vorteile. Neben reduzierten Netzkosten können Betreiber den Speicher nutzen, um Strom günstig am Markt einzukaufen oder eigene PV-Anlagen einzubinden. Für viele Fälle sinken damit die Bezugskosten deutlich. Gleichzeitig erwirtschaftet die Batterie Erlöse im Energiehandel, selbst wenn gerade kein Auto lädt. Dazu kommen Werbeeinnahmen über die integrierten Displays, die sich remote bespielen oder vollständig vermarkten lassen. „Wir können das Display wie einen Quadratmeter Werbefläche in die Vermarktung geben – und der Investor bekommt eine Umsatzbeteiligung.“ Dass alle Systeme SIM-vernetzt sind, erleichtert zudem Betrieb und Wartung. Von Echtzeit-Fehleranalysen bis zum Monitoring von State of Charge und State of Health lassen sich die meisten Themen remote lösen. Austausch einzelner Batteriemodule ist ebenfalls möglich. Besonders deutlich wurde im Gespräch, wie sehr batteriegestützte Lösungen Flotten und Logistikbetriebe unterstützen. Große Energiebedarfe, begrenzte Netzanschlüsse und das Ziel, die TCO stabil zu halten, treffen hier unmittelbar aufeinander. Durch Speicher, PV-Einbindung und intelligente Beschaffung sinken die Kosten pro Kilowattstunde oft unter die üblichen Energieversorgerpreise – ein zentraler Punkt im Nutzfahrzeugbereich. „Für Logistiker geht es um die Kosten pro 100 Kilometer. Und genau dort spielen wir unseren Vorteil aus.“ Jetzt aber genug der Einordnung – lass uns direkt ins Gespräch einsteigen.

Folgewirkung: Der Podcast des Klima- und Energiefonds
#42 E-Mobilität: Last oder Lösung für das Stromnetz?

Folgewirkung: Der Podcast des Klima- und Energiefonds

Play Episode Listen Later Dec 18, 2025 32:01


Es ist das klassische Angst-Szenario: Es ist 18 Uhr, alle kommen nach Hause, schalten Geräte an und stecken gleichzeitig ihr E-Auto in die Steckdose – bricht dann das Stromnetz zusammen? In dieser Folge von „Folgewirkung“ gehen wir der Frage nach, ob die Verkehrswende zum Blackout führt oder ob E-Fahrzeuge genau das Gegenteil bewirken können: nämlich das Netz zu stabilisieren. Zu Gast sind zwei Experten, die an der Schnittstelle von Mobilität und Stromnetz arbeiten: Kurt Leonhardsberger, KEM-Manager und Vordenker für E-Mobilitätslösungen, und Markus Makoschitz, Experte für Ladesysteme im Schwerverkehr. Shownotes: • Der Klima- und Energiefonds hat eine neue Plattform gestartet, die Akteure aus Energie, Mobilität und Infrastruktur vernetzt. Besonders Logistikunternehmen und Verkehrsbetriebe finden hier Unterstützung bei der Umstellung ihrer Flotten auf E-Mobilität. Mehr Infos unter: www.stele.at • Mehr Infos zum Projekt „Medusa“ findet ihr hier: https://www.ait.ac.at/themen/power-electronics-system-components/projekte/medusa

Aktuelle Interviews
Brossardt fordert technologieoffene Mobilitätslösungen

Aktuelle Interviews

Play Episode Listen Later Dec 16, 2025 6:32


Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, drängt auf eine technologieoffene Lösung für CO2-Neutralität, die optimierte Verbrenner, E-Fuels und Plug-Ins umfasst. "Es geht ja nicht um die Frage der E-Mobilität, sondern es geht um die Frage, dass wir CO2-neutral werden", sagte er. Die Automobilindustrie benötigt Unterstützung beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und sinkende Stromkosten

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast
#109 - Ladestandorte im Preiskampf: Gute Preise für Kunden und trotzdem profitabel? Das geht nur mit Pufferspeicher.

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast

Play Episode Listen Later Dec 15, 2025 29:54


e-movotion
Ladeinfrastruktur für LKWs

e-movotion

Play Episode Listen Later Nov 25, 2025 30:28


Deep Dive CleanTech // by digital kompakt
E-Lkw & Ladedepots: Die neue Logistikinfrastruktur – mit Johannes Kirnberger, Delta Charge | DeepDive CleanTech #100

Deep Dive CleanTech // by digital kompakt

Play Episode Listen Later Nov 24, 2025 32:51


In dieser DeepDive CleanTech-Episode spricht David Wortmann mit Johannes Kirnberger, Mitgründer von Delta Charge – einem jungen Unternehmen, das Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw im deutschen Mittelstand entwickelt, finanziert und betreibt. Im Fokus steht die Frage, wie die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs gelingen kann – und warum Elektro-Trucks technologisch bereit sind, sich ökonomisch rechnen und den Logistiksektor in den nächsten Jahren grundlegend verändern dürften. Johannes erklärt, wie Speditionen ihre ersten E-Lkw-Flotten aufbauen, welche Rolle Batteriespeicher in Logistik-Depots spielen und warum die Kombination aus Solar, Speicher und intelligentem Energiemanagement zum Skalierungshebel wird. Außerdem geht es um die jüngst abgeschlossene Finanzierungsrunde, den Ausbau des Teams und die Vision, eine neue Infrastrukturklasse aus vernetzten Depotbatterien zu etablieren, die sowohl Laden ermöglicht als auch Energie am Markt platziert. Eine Folge für alle, die verstehen möchten, warum E-Lkw besser sind als ihr Ruf, welches Dekarbonisierungs- und Effizienzpotenzial in elektrifizierten Flotten steckt und wie sich der Logistikmarkt verändert, sobald saubere Technologien auch betriebswirtschaftlich vorne liegen.

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Technologieoffenheit oder Transformation: Wird Stuttgart das neue Detroit?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Nov 23, 2025 42:03


Zulieferer wie ZF und Mahle unter Druck, Mercedes und Porsche nicht mehr auf Elektro-Kurs: Im Vorfeld des nächsten Top-Level-Meetings des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Franz Loogen über die vielleicht entscheidendste Phase der deutschen Automobilindustrie. Ein Reality-Check des Geschäftsführers der e-mobil BW nach 8,5 Jahren SDA – mit klaren Worten, nüchternen Zahlen und einem Blick auf das, was wirklich zählt: die Zukunftsfähigkeit im Ländle! 2017 gestartet, sollte der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg die Branche sicher durch die Transformation führen – hin zu Elektromobilität, Digitalisierung und neuer Wertschöpfung. Es galt, eine Strukturkrise wie in der verfallenen Autometropole Detroit zu vermeiden. Achteinhalb Jahre später steht der SDA vor einem harten Realitätsabgleich – und der ist so kompex wie spannend! Franz Loogen ordnet im Gespräch die Lage ein: globale Überkapazitäten in der Autoindustrie, Local-for-Local-Produktion, geopolitische Verschiebungen, Preis- und Energiefragen, aber auch echte Erfolge aus Baden-Württemberg – von E-Motorenfertigung über Batterierecycling bis hin zu landesweiter Ladeinfrastruktur. Der Experte erklärt, warum die Diskussion um den Verbrenner aus deutscher Perspektive oft verzerrt ist („Physik kann man anmeckern, aber sie geht nicht weg.“), weshalb die Ökologie-Ökonomie-Balance alternativlos bleibt und wieso der Markt trotz aller Debatten klar Richtung Elektroauto fährt. Im zweiten Teil geht es auch um Produktperspektiven: neue E-Modelle aus Deutschland und den realen Fortschritt in der Kundennachfrage etwa. Loogen meint: „Die Leute kaufen kein E-Auto oder Verbrenner – sie kaufen ein Auto. Das Produkt muss überzeugen!“ Außerdem geht es um die Frage, ob die Zulieferer entlang des Neckars wirklich bereit sind – oder ob der Strukturwandel härter zuschlägt als gedacht. Franz Loogen ist jedenfalls überzeugt: „Weinen über die Vergangenheit hat noch nie geholfen.“ Dementsprechend erwartet er auch vom Top-Level-Meeting des SDA am Mittwoch (26.11.2025) frische Visionen für die Zukunft der Mobilität statt Debatten über das Verbrenner-Aus auf EU-Ebene ab 2035. Ein Gespräch über Chancen, Grenzen und die Zukunftsfähigkeit einer Schlüsselindustrie – ohne Schönfärben, aber mit Blick nach vorn.

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Experte: Afrika zeigt, wie schnell E-Mobilität wachsen kann

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Nov 23, 2025 25:33


In der neuen Podcast-Folge spreche ich mit Stefan Heimlich, einem profunden Kenner der Elektromobilität. Stefan bringt nicht nur jahrzehntelange Branchenerfahrung mit, sondern war zuletzt in mehreren afrikanischen Ländern unterwegs und hat dort Entwicklungen gesehen, die in Deutschland viele überraschen dürften. Zu Beginn steigen wir direkt in das Thema Technologieoffenheit ein – ein Begriff, der in Deutschland gerne als Lösung für alle Probleme genutzt wird. Stefan ordnet das differenziert ein und macht deutlich, dass es stark auf das Segment ankommt. Besonders klar wird es im Kleinwagensegment: Hyundai verabschiedet 2026 den i10 und ersetzt ihn durch den rein elektrischen Inster. Für Stefan ist das ein Beispiel dafür, dass „Technologieoffenheit im Kleinwagensegment überhaupt keinen Sinn macht“, weil parallele Antriebsentwicklungen wirtschaftlich schlicht nicht tragbar sind. Premiumsegmente könnten das eventuell noch eine Zeit lang leisten, aber dort endet es für ihn auch schon. Spannend wird es, als Stefan seine Eindrücke aus Afrika teilt. Ein Kontinent, der oft unterschätzt wird, aber enorme Dynamik entwickelt. Von Marokko über Ägypten bis Kenia und Südafrika zeichnet er ein Bild von Ländern, die sich längst auf den Weg zur Elektromobilität gemacht haben – aus ökonomischen Gründen, aus industriepolitischen Motiven und aus gesellschaftlichem Druck einer jungen, gut ausgebildeten Bevölkerung. Marokko baut bereits Batteriefertigung und Ladeinfrastruktur auf, Ägypten hat klare Elektrifizierungsziele für 2040, und Äthiopien hat den Import von Verbrennern bereits seit 2024 verboten. Viele asiatische Player sind dort aktiv, Stellantis ebenso. Deutsche Hersteller spielen preislich kaum eine Rolle. Dabei kommt ein entscheidender Vorteil ins Spiel: erneuerbare Energien. Stefan beschreibt, wie Solar, Wind und vor allem Geothermie den Strom in vielen Ländern unschlagbar günstig machen. In Kenia stammen schon rund 90 Prozent der Energie aus diesen Quellen. Elektrische Motorräder – sogenannte Boda Bodas – dominieren dort inzwischen das Straßenbild, weil sie deutlich günstiger im Betrieb sind. Stefan berichtet: „Die kriegen das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht, weil sie schlicht mehr verdienen.“ Dass Elektromobilität dort funktioniert, liegt aber auch an der Infrastruktur. Nairobi, Mombasa oder Addis Abeba bauen Ladepunkte kontinuierlich aus – und das oft pragmatischer als wir es aus Europa kennen. In ländlichen Regionen lösen Solar-Kits teure Netzanschlüsse ab. Motorräder und Tuk-Tuks werden schnell elektrifiziert, Matatus – die typischen Shuttlebusse – folgen bereits, unterstützt durch neue Fertigungsstätten vor Ort. Mindestens genauso beeindruckend ist, wie weit viele afrikanische Länder bei digitalen Services sind. Stefan erklärt, dass man dort seit 20 Jahren mit M-Pesa bezahlt – lange bevor Smartphones überhaupt verfügbar waren. Bargeld ist kaum noch relevant, Behördengänge laufen digital und deutlich effizienter als hierzulande. Für ihn ist das dritte große Momentum der Mobilitätswende: Energie, elektrische Antriebe und Digitalisierung greifen ineinander. Nigeria, eigentlich bekannt als Erdölnation, schlägt inzwischen eine ähnliche Richtung ein. Die Regierung will elektrische Antriebe fördern, um Luftqualität zu verbessern und lokale Produktion aufzubauen. Hersteller wie Gogo Electric aus Uganda expandieren dorthin und eröffnen neue Werke. Dass E-Autos auch im Alltag funktionieren, zeigt Stefans Beispiel eines Uber-Fahrers in Nairobi im MG4, der ihm sagte: „Der fährt einfach, ist günstiger im Unterhalt – und im städtischen Sprint bin ich immer vorne.“ Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Während in Europa oft noch diskutiert wird, entscheiden sich andere Regionen längst praktisch. Märkte für Verbrenner schrumpfen weltweit, und der Preisvorteil elektrischer Modelle wird immer deutlicher. Stefan bringt es mit seinem Appell zum Schluss auf den Punkt: „Diesen Pragmatismus täte uns in Deutschland auch gut.“ Nun aber genug de

WDR 5 Echo des Tages
Echo des Tages 20.11.2025

WDR 5 Echo des Tages

Play Episode Listen Later Nov 20, 2025 29:56


Umfassende Studie zu Femiziden in Deutschland veröffentlicht. Bundesregierung mit neuem Plan zur Ladeinfrastruktur für E-Autos. Bundesverfassungsgericht spricht von Abschiebung betroffenen Menschen Grundrecht zu. Moderation: Lucas Kreling Von WDR 5.

3 Minuten Umweltrecht
Die Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie – Gamechanger für die Immobilienwirtschaft | NHP Rechtsanwälte

3 Minuten Umweltrecht

Play Episode Listen Later Nov 12, 2025 3:00


Die Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) als Gamechanger für die Immobilienwirtschaft!Die Neufassung der EPBD (Mai 2024) setzt neue Maßstäbe: Ab 2030 müssen Neubauten als Nullemissionsgebäude errichtet werden, bis 2050 soll der gesamte Bestand nachziehen. Rechtsanwalt Gregor Biley zeigt, warum das für Bauträger und Immobilienunternehmen über reine Berichtspflichten hinausgeht und welche konkreten privaten und öffentlichen Pflichten entstehen. Im Fokus: verpflichtende Ladeinfrastruktur, ein Rechtsanspruch von Stellplatz-Nutzenden auf eigene Ladepunkte (unabhängig von Miet- und Eigentumsrecht) und der Bedarf an begleitenden miet- und wohnrechtlichen Anpassungen in Österreich. Umsetzungsfrist: Mai 2026.Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH▶ Facebook: https://www.facebook.com/nhplaw/▶ Instagram: https://www.instagram.com/nhprechtsanwaelte▶ Willkommen Umweltrecht Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCLri6BhPpgVeNWW_DC_QgPA▶ 3 Minuten Umweltrecht YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCgx5TojyAZK462SfK-IFmxQ ▶Linkedin:https://www.linkedin.com/company/niederhuber-&-partner-rechtsanwälte-gmbh#EPBD #Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie#Immobilienwirtschaft #Energierecht #Elektromobilität #Dekarbonisierung#EURecht

CX-Talks - Podcast für Customer Experience Management
#151 E-Auto Boom trotz Ladefrust? Wo CX Management an Grenzen stößt. Axel Sprenger (uscale) bei Peter Pirner

CX-Talks - Podcast für Customer Experience Management

Play Episode Listen Later Nov 11, 2025 41:14


In dieser Sendung geht es um den Markt für Elektroautomobile. Wir zeigen, warum dieser Markt nicht nur ein Autothema ist, sondern ein ganzes Ökosystem ist, bestehend aus dem Fahrzeug und einer Vielzahl an weiteren Serviceanbietern. Wir sprechen über die Marktreife auf allen Ebenen, die wirklichen Pain Points in der Customer Journey und welche Touchpoints Hersteller, Händler und Ladeinfrasturkturanbieter priorisieren müssen, um neue Kunden zu gewinnen.▿ Alle Links und mehr Informationen findest du auf der Website www.cx-talks.com und in den ►Shownotes auf Spotify (Abonnenten des Podcasts), Apple ("Website der Episode"), alternativ auf https://cx-talks.podigee.io

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Spanischer CPO Zunder bringt HPC-Know-how nach Deutschland

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Nov 9, 2025 24:02


In der aktuellen Podcast-Folge habe ich mit Julian Dürk gesprochen, der bei Zunder für Business Development und Key-Account-Management in der D-A-CH-Region verantwortlich ist. Das spanische Unternehmen, das bis 2022 unter dem Namen Easy Charger bekannt war, hat sich vom reinen Ladeinfrastrukturbetreiber zu einem Technologieunternehmen entwickelt. Seit der Gründung 2017 verfolgt Zunder das Ziel, das Leben von E-Auto-Fahrer:innen einfacher zu machen – und das mit einem klaren Fokus auf High Power Charging. Julian erklärt, dass Zunder in Spanien inzwischen zu den wichtigsten unabhängigen Anbietern gehört: „Wir sind mittlerweile mit 185 HPC-Hubs in Spanien aktiv, dazu kommen 16 in Frankreich. Weitere Standorte in Portugal und Belgien sind geplant.“ Dabei hebt er hervor, dass Zunder anders als viele Wettbewerber nicht an große Energieversorger gebunden ist. Diese Unabhängigkeit ermöglicht es dem Unternehmen, flexibel zu agieren und innovative Lösungen schneller umzusetzen. Besonders spannend ist der doppelte Ansatz des Unternehmens: Neben dem Aufbau und Betrieb eigener Schnellladestationen entwickelt Zunder auch die gesamte Software selbst – vom Backend bis hin zur White-Label-App für Flottenkunden. „Wir verstehen uns nicht nur als CPO (Charge Point Operator), sondern auch als Technologieunternehmen. Unser Ziel ist es, ein zuverlässiges und einfaches Ladeerlebnis zu schaffen – für Privatnutzer ebenso wie für Logistikflotten,“ so Julian. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist die vertikale Integration. Zunder deckt Planung, Betrieb, Monitoring und Kundenservice intern ab. Das sorgt für kurze Wege und schnelle Reaktionen, wenn etwas nicht funktioniert. „Unsere Kommunikationswege sind kurz, und wir kümmern uns persönlich um jeden Kunden. Das ist einer unserer größten Vorteile“. Neben dem Energieverkauf gewinnt auch die Software-Sparte zunehmend an Bedeutung. Mehrere Anbieter aus der Branche setzen bereits auf Zunders Lösungen. Der Fokus bleibt jedoch klar: „Unsere Investoren planen weiterhin mit Energieverkauf über eigene Stationen. Das Softwaregeschäft ergänzt unser Kerngeschäft – es ersetzt es nicht.“ Für die D-A-CH-Region verfolgt Julian einen klaren Auftrag: die Marke bekannt machen und erste Partner gewinnen. „In Deutschland, Österreich und der Schweiz kennt uns bislang kaum jemand. Das möchte ich ändern. Wenn jemand an Zunder denkt, soll er sofort an zuverlässiges Laden und gute User Experience denken.“ Denn dort soll es vor allem um die Software und weniger darum gehen, dass Zunder als nächster CPO an den Markt geht. Nun aber genug der Vorworte – lasst uns direkt ins Gespräch einsteigen.

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast
#108 - „Öko reden kann jeder, wir bauen's" - wie Ladeparks wirklich entstehen

BYTES 'N' BATTERIES - Dein e-Mobility Podcast

Play Episode Listen Later Nov 3, 2025 29:31


Vom Plan bis zur Power: Wie Europas Ladeparks wirklich entstehen ⚡️Schnellladeparks sind das Rückgrat der E-Mobilität – doch was nach ein paar Ladesäulen und etwas Asphalt aussieht, ist in Wahrheit ein komplexes Großprojekt.Zwischen der ersten Idee und dem Moment, in dem das erste Kilowatt fließt, liegen Genehmigungen, Bauabschnitte, Netzanschlüsse – und jede Menge Geduld.In dieser Folge spreche ich mit Berislav Kerezovic, Geschäftsführer der BELEKTRO GmbH, über den Weg von der Planung bis zur Inbetriebnahme moderner Ladeparks – und warum es manchmal mehr Ausdauer als Strom braucht, um sie ans Netz zu bringen.Wir sprechen über:

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Wie kann man mit Ladestationen und Speichern Geld verdienen?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Nov 2, 2025 32:43


Die Ladeinfrastruktur in Deutschland wächst, allein der Netzausbau hinkt hinterher. Stefan Hahn von ELMI Power hat dafür eine Lösung: Im Podcast erklärt er, wie Batterie-gestützte Ladestationen die E-Mobilität voranbringen – technisch, wirtschaftlich und strategisch. Ein Gespräch über Sektorenkopplung, Netzengpässe und neue Geschäftsmodelle. Als electrive-Chefredakteur Peter Schwierz seinen Gast begrüßt, ist klar: Hier spricht ein Praktiker mit Visionen. Stefan Hahn hat bei Pionieren wie e.Go und StreetScooter gearbeitet, ehe er bei ABB einstieg und nun bei ELMI Power als Director Product Management den Marktstart in Deutschland verantwortet. Wer ELMI Power noch nicht kennt: Das Startup für Batterie-gestützte Schnellladesäulen hat seinen Sitz in Frankfurt und Shanghai und konnte im April eine Seed-Finanzierungsrunde abschließen, die von Sequoia China/HongShan angeführt wurde. Smarte Systeme statt reiner LadepunkteELMI Power versteht sich als Entwickler integrierter Energiesysteme. Hahn erklärt: „Wir produzieren eine Kombination aus schneller Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher.“ Ziel sei es, „smarte Energiesysteme in den Markt zu bringen, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen“. Dabei geht es nicht nur um Ladeleistung ab 350 kW, sondern um die Verbindung von PV-Anlagen, Pufferspeichern und digitalen Werbeflächen. So entsteht eine vernetzte, wirtschaftlich flexible Infrastruktur, die mehr kann als Strom durchleiten. Ein Kernproblem im Ausbau: der Netzanschluss und seine Kosten! Mittelspannungstransformatoren kosteten bis zu 140.000 Euro, hinzu kommen oft Baukostenzuschüsse an den Netzbetreiber, so dass in Summe bis zu 200.000 Euro zusammen kämen. Zudem dauere die Genehmigung bis zu zwei Jahre. Batteriespeicher ersetzen den teuren Netzausbau und ermöglichen Schnellladen auch bei schwachen Anschlüssen. „Wir können mit einem 40-kW-Netzanschluss dadurch auf 400 kW Ladeleistung puffern.“ Heißt: Man braucht den teuren Netzanschluss gar nicht, spart sich ca. 150.000 Euro und kann bereits nach drei Monaten statt nach zwei Jahren live gehen. Batteriespeicher als Rendite-BoosterDass Batteriespeicher mehr sind als eine Notlösung, zeigt Hahns wirtschaftlicher Ansatz: „Ein Batteriespeicher lädt sich aus dem Netz voll, wenn der Strompreis niedrig ist“, erklärt er. So entstünden Margen durch Arbitrage: „Ich kaufe Strom günstig und verkaufe ihn zu guten Konditionen an Elektroautofahrer.“ Noch lukrativer werde es, wenn PV-Anlagen eingebunden werden. Zudem ermögliche die Integration in den Energiemarkt zusätzlichen Ertrag: „Wir können an der Strombörse handeln – im Day-Ahead- und Intraday-Markt – und mit unserem Speicher Geld verdienen.“ Vom Supermarkt bis zur BaustelleDie Flexibilität der Systeme ist groß. „Wir haben Kunden im Einzelhandel, Flottenbetreiber und Industrieunternehmen“, sagt Hahn. Sogar mobile Varianten für Baustellen seien gefragt: „Da kommt der elektrische Bagger, holt sich seine Schnellladung ab – und in der Zwischenzeit puffert die Batterie wieder.“ Zum Schluss blickt Stefan Hahn nach Asien: Autonome Roboter-Batteriepacks oder der Batterietausch im Lkw-Sektor seien dort längst Standard. Auch Doppel-Ladekabel für höhere Ladeleistungen seien im Einsatz. „Viele Städte sind schon zu 60 bis 100 Prozent elektrifiziert – da sehen wir, wo das weltweit hingehen kann.“ Was ihn wundert, ist das zögerliche Tempo in Deutschland: „Ich habe manchmal das Gefühl, dass man hier zu sehr an der Verbrennungsmaschine festhält.“ Gleichzeitig bleibt er optimistisch: „Wie schnell sich die Technologie verbessert hat, ist Wahnsinn – und wir stehen erst am Anfang.“

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität
Eichrecht beim Laden: Was Zähler wirklich leisten

Elektroauto News: Podcast über Elektromobilität

Play Episode Listen Later Oct 26, 2025 30:12


In der aktuellen Podcast-Folge habe ich mit Michael Zintl gesprochen, Geschäftsführer der DZG Metering GmbH aus Regensburg. Michael kommt ursprünglich aus der Automobilbranche, war viele Jahre bei Continental tätig und verantwortete dort den Bereich Sensorik. Seit zwei Jahren leitet er die DZG Metering, ein Unternehmen mit über 100 Jahren Erfahrung im Haushaltszählergeschäft, das sich seit 2020 erfolgreich auf eichrechtskonforme Messsysteme für Ladeinfrastruktur spezialisiert hat. Im Gespräch ging es um ein Thema, das für viele E-Auto-Fahrer:innen unsichtbar, aber essenziell ist: das Eichrecht. Dahinter steckt die Sicherstellung, dass beim Laden exakt die Energiemenge abgerechnet wird, die auch wirklich im Akku landet. Michael erklärte es einfach: „Der Endkunde möchte genau die Energiemenge bezahlen, die er tatsächlich erhalten hat – dafür ist der Stromzähler da.“ Die Geräte sorgen für Verbraucherschutz, Manipulationssicherheit und Markttransparenz. Jede Ladesäule, die in Deutschland betrieben wird, muss mit einem solchen eichrechtskonformen Zähler ausgestattet sein. Besonders spannend fand ich, dass es für den DC-Bereich (Schnellladen) anfangs gar keine Normen gab. DZG Metering entwickelte in enger Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) den ersten zugelassenen DC-Zähler – eine echte Pionierarbeit. Heute liefern sie unter anderem an große Hersteller wie Alpitronic, ABB und Kempower. Das Unternehmen bietet Zähler in verschiedenen Leistungsklassen an, von 200 kW bis hin zu über zwei MW, also auch für das Megawatt-Laden der Zukunft. Ein weiterer Punkt war die technische Weiterentwicklung: Durch das sogenannte Shunt-Prinzip erreicht DZG besonders präzise Messwerte mit einer Genauigkeit von maximal 0,5 Prozent Abeichung – aktuell ein Alleinstellungsmerkmal. Auch das Thema Transparenz wurde diskutiert: Das Open Charge Metering Format (OCMF) ermöglicht, dass jeder Ladevorgang digital nachvollzogen werden kann, vergleichbar mit einem digitalen Kassenbon. Michael betonte: „So kann der Endverbraucher genau prüfen, dass er nur das bezahlt, was er bekommen hat.“ Natürlich sprachen wir auch über Herausforderungen. Eine Nachrüstung alter Ladesäulen mit neuen, eichrechtskonformen Zählern ist komplex und kaum ohne Zulassungsverfahren möglich. Gleichzeitig gibt es politischen Druck, die Ladeinfrastruktur nicht auszubremsen. Michael brachte es auf den Punkt: Die Behörden wollen stärker prüfen, aber niemand will funktionierende Ladepunkte zurückbauen. Zum Schluss warfen wir noch einen Blick in die Zukunft. Michael wünscht sich pragmatischere Regelungen, etwa den Wegfall des physischen Displays am Zähler zugunsten moderner, digitaler Lösungen. „Nicht jeder braucht ein Display – oft wäre es effizienter, über Smartphone oder Bluetooth zu prüfen“, sagte er. Die neue MID-Richtlinie, die in zwei Jahren greifen soll, könnte genau das ermöglichen. Nun aber genug der Vorrede – lasst uns direkt ins Gespräch mit Michael Zintl einsteigen.

ENERGIEZONE
E#102 Bidirektionales Laden DC vs. AC

ENERGIEZONE

Play Episode Listen Later Oct 18, 2025 44:18


In dieser Episode des Energiezone-Podcasts haben wir erneut Kevin Wieland, den Gründer von OpenWB, zu Gast, um über die Entwicklungen im Bereich der bidirektionalen Wallboxen und deren Anwendung im Alltag zu sprechen. Angesichts des neuen Angebots von BMW, das bidirektionales Laden über eine DC-Wallbox ermöglicht, erörtern wir die Unterschiede zwischen AC- und DC-Ladetechnologien, welche Möglichkeiten OpenWB-Nutzer haben und was es für die Integration in heimische Energiemanagementsysteme bedeutet. Wir beginnen mit einem Rückblick auf die Fortschritte, die seit unserem letzten Gespräch vor über anderthalb Jahren gemacht wurden. Kevin gibt einen Einblick in die Anzahl der im Markt befindlichen Wallboxen und die wachsende Akzeptanz in der B2B- und B2C-Anwendung. Insbesondere erläutert er, dass OpenWB mittlerweile über zehntausend Wallboxen verkauft hat und sich in Richtung intelligenter Ladeinfrastruktur weiterentwickelt hat. Ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung ist die Passive Speichersteuerung, die es den Nutzern ermöglicht, Strompreisschwankungen effektiv zu nutzen. Ein zentrales Thema der Diskussion ist das bidirektionale Laden, das es Nutzern ermöglicht, ihre Elektrofahrzeuge nicht nur aufzuladen, sondern auch als Energiespeicher für das Zuhause zu nutzen. Kevin erklärt die Herausforderungen und Möglichkeiten, die mit AC- und DC-Ladetechnologien verbunden sind, besonders in Bezug auf Effizienz und Funktionalität. Zudem klärt er über die aktuellen Herausforderungen in Deutschland auf, die sich aus regulatorischen Vorgaben und technischen Standards ergeben. Im Laufe des Gesprächs kommen wir auch auf praktische Anwendungen zu sprechen, etwa wie die Integration von Speicherlösungen mit Photovoltaikanlagen und Wallboxen das Nutzererlebnis verbessern kann. Wir erörtern verschiedene Konzepte der Energiegemeinschaften und die potenziellen finanziellen Vorteile, die durch intelligente Energiemanagementsysteme und bidirektionales Laden entstehen könnten. Kevin beschreibt, wie Unternehmen und Privathaushalte von dieser Technologie profitieren können, insbesondere durch die Nutzung von überschüssiger Energie. Ein weiterer spannender Aspekt ist die Zukunft des bidirektionalen Ladens. Kevin äußert sich dazu, was Nutzer hinsichtlich der Entwicklungen in den kommenden Jahren erwarten können und welche Fahrzeugtechnologien dabei eine Rolle spielen könnten. Die Diskussion beleuchtet auch, dass während einige Autofirmen bereits Fortschritte im Bereich bidirektionales Laden gemacht haben, der umfassende Rollout und die breite Akzeptanz noch in den Kinderschuhen stecken. Webseite: [https://www.energiezone.org](http://www.energiezone.org) Community: [https://forum.energiezone.org](https://forum.energiezone.org/) Feedback: team@energiezone.org Alexander Graf: [https://www.linkedin.com/in/alexandergraf/](http://www.linkedin.com/in/alexandergraf/) Ilan Momber: [https://www.linkedin.com/in/imomber/](http:///www.linkedin.com/in/imomber/)

Dachthekenduett
Weniger Demokratie, mehr Wohlstand: Hamburg vor dem Untergang

Dachthekenduett

Play Episode Listen Later Oct 16, 2025 111:49


In Folge 193 des Dachthekenduetts sprechen Sascha Koll und Martin Moczarski über Trumps Gaza-Plan & Sonderwirtschaftszonen, den Hamburger 2040-Volksentscheid und direkte Demokratie, Mario Sixtus' US-Visum, Merz' Brandmauer vs. AfD/rote Linien sowie die Rallye bei Gold/Silber.Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen?––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––Spenden Sie Werkzeuge für die libertäre GlücksschmiedePayPal (auch Kreditkarte) / Überweisung / Bitcoin / Monero:

Zukunft elektrisch
#37 Die Zukunft laden - Neue Chancen vom Einfamilienhaus bis zum Ladepark mit witty

Zukunft elektrisch

Play Episode Listen Later Oct 15, 2025 39:00


In dieser Folge dreht sich alles um Ladeinfrastruktur – warum sie gerade jetzt für Betriebe und das Elektrohandwerk relevant ist. Im Gespräch mit Katharina und Max erklärt der Marktmanager Johannes Klag, wie sich mit der witty-Produktfamilie Projekte jeder Größe realisieren lassen. Wir sprechen über gesetzliche Rahmenbedingungen wie §14a EnWG und werfen einen Blick auf bidirektionales Laden. Praxisbeispiele zeigen, wie der Einstieg gelingt und welche Chancen sich daraus ergeben. Wer heute beginnt, legt das Fundament für morgen – technisch, wirtschaftlich und nachhaltig. +++ Alle Infos zur witty Familie: https://hager.com/de/loesungen/ladeinfrastruktur Auswahlhilfe witty: https://assets.sc.hager.com/de/-/media/project/hagerdeep/deutschland/hager/b2b-de/documents/broschueren/flyer/25de0102-fly-auswahlhilfe-witty-familie-web-compressed.pdf Webinare unter: wwww.hager.de/webinare +++ Wir freuen uns über eure Wünsche und Anmerkungen zum Podcast unter: Instagram: [@hagerdeutschland](https://www.instagram.com/hagerdeutschland/) Facebook: [Hager Deutschland](https://facebook.com/hagerdeutschland) YouTube: [Hager Deutschland](https://youtube.com/hagerdeutschland

Automobilkurznachrichten von Michael Weyland

Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland Thema heute:  E-Auto-Ladenetz - Analyse von fast einer Million Ladepunkten zeigt: Europa verfehlt 2030-Ziel um 74 %   Foto/Grafik: Motointegrator -  Fotograf: DataPulse Research Fünf Jahre vor der 2030-Frist stehen europäischen Autofahrern und Autofahrerinnen weniger als eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. In der EU-27 sind es rund 910.000 - also nur etwa ein Viertel des von der Europäischen Kommission gesetzten Ziels von 3,5 Millionen Ladepunkten. Bei dem derzeitigen Ausbau von rund 150.000 Ladepunkten pro Jahr würde die Gesamtzahl bis 2030 nur etwa 1,7 Millionen erreichen. Um die heutige Lücke zu schließen, müssten jährlich mehr als 500.000 neue Ladepunkte installiert werden. Das Problem in der Praxis ist aber nicht nur die Menge, sondern auch die Verteilung und die Ladegeschwindigkeit. Zentrale Ergebnisse der Studie sind: Bei genauerem Hinschauen stellt man fest, dass sogar Einzelhändler bei der Zahl der Ladepunkte ganze Staaten überholen. So hat alleine Lidl mehr Ladepunkte (8.855) als Irland oder Rumänien. Dazu kommt die mangelnde Ladegeschwindigkeit.  Nicht einmal 10 % der Ladepunkte ermöglichen so genanntes High Power Charging, also Schnellladen mit mehr als 150 kW. Besonders große Lücken gibt es in Nordskandinavien, Zentraldeutschland, im spanischen Binnenland und in Südpolen. Ladewüsten in Europa Die Studie zeigt deutliche Lücken im europäischen Ladenetz. Während Städte meist gut versorgt sind, gibt es dazwischen oft nur wenige Ladepunkte. In dunkelrot markierten Regionen liegt der Abstand zum nächsten Ladepunkt bei mehr als 40 km.  Quantität versus Qualität Wie DataPulse Research im Auftrag von Motointegrator.de auch ermittelte, unterscheiden sich die Länder nach Anzahl der Ladepunkte (pro 100.000 Einwohnende) und Anteil der High Power Charging (HPC)-Stationen (>150 kW). Norwegen führt dabei mit einem HPC-Anteil von 30,8 %, liegt bei der Ladepunktdichte jedoch nur im Mittelfeld (462 pro 100.000 Einwohnende). Die Niederlande führen mit der höchsten Ladepunktdichte (684 pro 100.000 Einwohnende), weisen jedoch lediglich einen Schnellladeanteil von 2,3 % auf. Deutschland liegt im Mittelfeld mit 217 pro 100.000 Einwohnende und 15,9 % Schnellladeanteil. Supermärkte als Treiber Einzelhandelsketten entwickeln sich zu wichtigen Akteuren der Ladeinfrastruktur. Die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) hat Tausende Ladepunkte in Europa aufgebaut. Das zeigt: Private Unternehmen spielen eine zentrale Rolle beim Schließen der Ladelücke.   Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:

eMobility Insights - der Podcast von electrive
Elektro-Lkw im Mittelstand: Vom Brummi zum Summi?

eMobility Insights - der Podcast von electrive

Play Episode Listen Later Oct 12, 2025 31:33


Strom als Antrieb im Straßengüterverkehr ist kein Selbstläufer. Doch immer mehr mittelständische Speditionen erkennen das Potenzial von Elektro-Trucks – und legen los. Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima von GP Joule Connect erklärt in unserem Podcast, wie die Umstellung gelingt – vom ersten E-Truck bis zum großen Lkw-Ladepark. Was zunächst simpel klingt – Diesel raus, Strom rein – ist für viele Speditionen ein komplexer Kraftakt. Denn bevor der erste elektrische Lkw bestellt wird, müssen grundlegende Fragen geklärt werden: Wo soll geladen werden? Wie viel Leistung steht zur Verfügung? Und wie integriert man die neue Technik in bestehende Abläufe? Genau dabei hilft GP Joule Connect: „Wir kümmern uns wirklich von A bis Z um Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur“, sagt Tüllmann-de Lima. Die Kunden, mit denen GP Joule Connect arbeitet, sind vor allem mittelständische Familienbetriebe. „Da sitzt man mit dem Senior, dem Junior oder dem Schwiegersohn am Tisch – und dort wird entschieden“, beschreibt Tüllmann-de Lima gegenüber electrive-Chefredakteur Peter Schwierz die Zusammenarbeit. Doch was treibt die Unternehmen dabei an? Laut Tüllmann-de Lima ist es ein Mix aus Druck von Kunden, Wirtschaftlichkeit und Technologiereife. Viele Auftraggeber verlangen heute CO₂-arme Transporte. „Die Kunden dieser Familienbetriebe sagen: Wir möchten, dass ihr eure Flotte dekarbonisiert.“ Zudem rechnen sich elektrische Lkw zunehmend – nicht zuletzt wegen Mautbefreiung und sinkender Strompreise. „Die Technik ist da, die Trucks kommen in Serie, die Ladeinfrastruktur steht bereit. Jetzt geht's wirklich ohne Förderung.“ Wie aber läuft die Elektrifizierung ab? Tüllmann-de Lima geht in unserem Podcast das fiktive, aber typische Beispiel eines Spediteurs mit 20 Sattelzugmaschinen durch. Der erste Schritt: ein ausführliches Gespräch. „Wir fragen: Wo möchtest Du Deine Lkw einsetzen? Wie viele Kilometer fahrt Ihr am Tag? Wie lange können die Fahrzeuge stehen?“ So entsteht ein klares Bild für Ladeleistung, Netzanschluss und Betriebsabläufe. Wichtig sei, auch technische Ansprechpartner vor Ort einzubeziehen. Lange Wartezeiten für Genehmigungen und TrafosNach den ersten E-Trucks bauen die Speditionen meist rasch aus. Und dann ist auch mehr Strom gefragt: „Wenn drei oder vier Trucks mehrmals am Tag laden müssen, braucht man ein Standortkonzept“, so Tüllmann-de Lima. Dabei gehe es vor allem um Netzanschlüsse und Trafostationen, deren Lieferzeiten teils bis zu einem Jahr betragen. „Je früher man sich hinsetzt, desto besser“, rät er. Deshalb empfiehlt GP Joule Connect den Speditionen, Ladeinfrastruktur in Etappen zu planen – mit langfristigen Ausbaupfaden und frühzeitigen Genehmigungen. Neben den technischen Hürden gibt es aber auch viele Chancen. So öffnen einige Speditionen ihre Ladeparks für Nachbarbetriebe – ein Modell, das GP Joule Connect „Depot-Laden Plus“ nennt. „Die kennen sich alle vor Ort, und je früher man ein Angebot schafft, desto mehr kann man sich die angrenzenden Spediteure sichern“, erklärt Tüllmann-de Lima. So entstünden neue Kooperationen, etwa in Form von Genossenschaften wie beim Logistiker TST oder regionalen Ladegemeinschaften. „Aus Mitbewerbern werden Partner.“ Am Ende des Gesprächs blickt der Experte optimistisch in die Zukunft. Der Markt ziehe an, die Auftragsbücher füllten sich. „Ich finde es super – ein richtig guter Drive gerade. Alle haben Bock“, sagt er. Und dann fällt der Satz, der wie eine stille Verpflichtung klingt: „Wir haben die Verantwortung, diese Branche auf den Weg zu bringen und zu begleiten.“

Moove
Moove | Ladesäule oder Haltestelle - Moritz Baumann über Chancen und Realitäten neuer Mobilität auf dem Land

Moove

Play Episode Listen Later Oct 3, 2025 56:54 Transcription Available


Mobilität im ländlichen Raum ist ein Dauerthema – fehlende Bahnanbindungen, schwacher ÖPNV und der Wunsch nach moderner Infrastruktur. Patrick Lang spricht mit einem der jüngsten Bürgermeister Deutschlands, Moritz Baumann aus Kürnbach, über innovative Lösungsansätze: von Carsharing über Ladeinfrastruktur bis hin zu KI im Bauhof. Eine Folge, die zeigt, wie auch kleine Gemeinden zukunftsfähige Konzepte entwickeln – und warum manchmal weniger Bürokratie der größte Fortschritt wäre.

#heiseshow (Audio)
Flughafen-Attacken, KI-Blase, Elektroauto-Ladepunkte | #heiseshow

#heiseshow (Audio)

Play Episode Listen Later Sep 25, 2025 75:38 Transcription Available


Markus Will, heise-online-Chefredakteur Dr. Volker Zota und Malte Kirchner sprechen in dieser Ausgabe der #heiseshow unter anderem über folgende Themen: - Turbulente Flughafen-Woche: Was sind die Lehren aus Cyberattacke und Drohnen-Überflügen? – Eine Cyberattacke legt Flughäfen lahm, während Drohnen-Sichtungen in Skandinavien für weitere Störungen sorgen. Die Luftfahrtbranche steht vor großen Sicherheitsherausforderungen. Wie können sich Flughäfen besser gegen Cyberangriffe wappnen? Welche Maßnahmen sind gegen unbefugte Drohnen-Überflüge nötig? Und wie lassen sich solche Vorfälle künftig vermeiden? - Zuckerbergs Bubble-Warnung: Steht die KI vor dem großen Knall? – Mark Zuckerberg hält das Platzen der KI-Blase für möglich . Während Milliarden in KI-Entwicklung fließen, mehren sich kritische Stimmen zur aktuellen Bewertung der Technologie. Sind die Investitionen in KI gerechtfertigt oder bereits übertrieben? Und was würde ein Platzen der KI-Blase für die Branche bedeuten? - Kein (Lade-)Anschluss in dieser Kommune: Kann die Verkehrswende so gelingen? – Fast jede zweite deutsche Kommune verfügt noch immer über keine öffentlichen Ladepunkte für Elektroautos. Besonders im ländlichen Raum klafft eine große Lücke in der Ladeinfrastruktur. Wie kann die Verkehrswende ohne flächendeckende Ladeinfrastruktur funktionieren? Welche Lösungsansätze gibt es für den ländlichen Raum? Und wer trägt die Verantwortung für den Ausbau der Ladepunkte? Außerdem wieder mit dabei: ein Nerd-Geburtstag, das WTF der Woche und knifflige Quizfragen.

#heiseshow (HD-Video)
Flughafen-Attacken, KI-Blase, Elektroauto-Ladepunkte | #heiseshow

#heiseshow (HD-Video)

Play Episode Listen Later Sep 25, 2025


Markus Will, heise-online-Chefredakteur Dr. Volker Zota und Malte Kirchner sprechen in dieser Ausgabe der #heiseshow unter anderem über folgende Themen: - Turbulente Flughafen-Woche: Was sind die Lehren aus Cyberattacke und Drohnen-Überflügen? – Eine Cyberattacke legt Flughäfen lahm, während Drohnen-Sichtungen in Skandinavien für weitere Störungen sorgen. Die Luftfahrtbranche steht vor großen Sicherheitsherausforderungen. Wie können sich Flughäfen besser gegen Cyberangriffe wappnen? Welche Maßnahmen sind gegen unbefugte Drohnen-Überflüge nötig? Und wie lassen sich solche Vorfälle künftig vermeiden? - Zuckerbergs Bubble-Warnung: Steht die KI vor dem großen Knall? – Mark Zuckerberg hält das Platzen der KI-Blase für möglich . Während Milliarden in KI-Entwicklung fließen, mehren sich kritische Stimmen zur aktuellen Bewertung der Technologie. Sind die Investitionen in KI gerechtfertigt oder bereits übertrieben? Und was würde ein Platzen der KI-Blase für die Branche bedeuten? - Kein (Lade-)Anschluss in dieser Kommune: Kann die Verkehrswende so gelingen? – Fast jede zweite deutsche Kommune verfügt noch immer über keine öffentlichen Ladepunkte für Elektroautos. Besonders im ländlichen Raum klafft eine große Lücke in der Ladeinfrastruktur. Wie kann die Verkehrswende ohne flächendeckende Ladeinfrastruktur funktionieren? Welche Lösungsansätze gibt es für den ländlichen Raum? Und wer trägt die Verantwortung für den Ausbau der Ladepunkte? Außerdem wieder mit dabei: ein Nerd-Geburtstag, das WTF der Woche und knifflige Quizfragen.

Moove
Moove | Typ-2-Stecker-Entwickler über die Zukunft des Ladens

Moove

Play Episode Listen Later Aug 22, 2025 71:47 Transcription Available


In dieser Episode von Moove – der New Mobility Podcast spricht Luca mit Volker Lazzaro, Geschäftsführer bei Mennekes und Mitentwickler des Typ-2-Steckers. Lazzaro erzählt, wie es zum Typ-2-Standard kam, warum er selbst inzwischen lieber elektrisch fährt und wie er die Zukunft des Ladens sieht – von AC vs. DC, über den internationalen Steckerwettbewerb bis hin zu bidirektionalem Laden. Außerdem geht es um Sicherheit, Open Source, Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz und die Frage, warum das Elektroauto in Deutschland ein Imageproblem hat.

Moove
Moove | Kommt ein Dieselfahrverbot durch die Hintertür?

Moove

Play Episode Listen Later Aug 8, 2025 91:02


Zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vermittelt Franz Loogen wie kaum ein anderer – und genau das macht ihn zu einem gefragten Gesprächspartner, wenn es um die großen Fragen der Mobilität geht. In dieser Folge sprechen wir über die ersten drei Monate der neuen Bundesregierung, die Strompreis-Debatte, das Klimaschutzprogramm 2030, die Rolle synthetischer Kraftstoffe – und wieso es die Amerikaner so gern wieder auf Öl und Gas bei der Energieversorgung setzen.

Female Auto Connect
#20 Hildegard Müller (Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie) bei Female Auto Connect.

Female Auto Connect

Play Episode Listen Later Jun 13, 2025 20:32


#20 Hildegard Müller (Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie) bei Female Auto Connect. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, spricht im Female Auto Connect Podcast über ihren spannenden Werdegang und prägende Momente ihrer Karriere. Sie teilt ihre Perspektiven zur Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland, dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und den immensen Chancen der Künstlichen Intelligenz für nachhaltigere Mobilität. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Female Auto Connect
#20 Hildegard Müller (Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie) bei Female Auto Connect.

Female Auto Connect

Play Episode Listen Later Jun 12, 2025 20:32


#20 Hildegard Müller (Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie) bei Female Auto Connect. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, spricht im Female Auto Connect Podcast über ihren spannenden Werdegang und prägende Momente ihrer Karriere. Sie teilt ihre Perspektiven zur Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland, dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und den immensen Chancen der Künstlichen Intelligenz für nachhaltigere Mobilität.

She drives mobility
„Anschub für morgen“ – Mobilität zwischen Regierung und Rampe

She drives mobility

Play Episode Listen Later May 18, 2025 49:30


Schön, dass du reinschaltest! Meine Arbeit generiert dir Mehrwerte? Dann freue ich mich über weiteren Support! Meinen wöchentlichen Newsletter gibt es bei steady. Ab sofort lohnt sich ein Newsletter noch mehr, weil ich alle 14 Tage Videopodcasts meiner Interviewpartner*innen aus „Raus aus der AUTOkratie – rein in die Mobilität von morgen!“ exklusiv für meine Abonnent*innen zur Verfügung stelle. Am 27. Mai kommt mein erstes Kinderbuch – bestell´ es gern schon vor! Und ab sofort auch vorbestellbar: „Picknick auf der Autobahn.“ In unserem hoffnungsfrohen Buch bieten wir konkrete und detaillierte Antworten und somit Doping für unsere Vorstellungskraft.Meinen Podcast schon abonniert? Wenn dir diese oder auch eine andere Folge gefällt, lass´ gern eine Bewertung da und/oder supporte mich per Ko-Fi oder PayPal. Anfragen an backoffice@katja-diehl.de. Schwerpunkte von Leonore Gewessler: • Warum Technologieoffenheit nicht Stillstand heißen darf • Wie man Klimaziele rückwärts denkt: Vom Jahr 2040 zurück in konkrete Maßnahmen heute • Förderpolitik als Mittel zur Transformation – nicht als „Bonus“, sondern als Einstiegshilfe • Warum systemisches Denken in der Politik so schwer, aber so notwendig ist • Der Appell an Mut, strategisches Lernen und ressortübergreifendes Handeln Leonore Gewessler macht deutlich: Klimapolitik darf sich nicht in Ankündigungen verlieren. Sie schildert aus ihrer Zeit im Ministerium, wie wichtig es ist, über Silogrenzen hinwegzudenken und gemeinsam mit Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft förderpolitische Instrumente zu schaffen, die neue Märkte öffnen statt alte Strukturen zu verwalten. Schwerpunkte von Hubert Schlager: • Praxistest E-LKW: Warum sein Unternehmen jetzt schon 620.000 km elektrisch gefahren ist • Herausforderungen beim Stromnetz, bei Ladeinfrastruktur und im Alltag mit Fahrer:innen • Warum Wasserstoff in seiner Praxis keine Zukunft hat • Wie Förderung Türen öffnet – und wie wichtig eine langfristige Planung ist • Die Rolle seiner Tochter in der Betriebsnachfolge – und warum Transformation auch Familienangelegenheit ist Hubert Schlager berichtet anschaulich und ehrlich aus dem betrieblichen Alltag: von anfänglichen Unsicherheiten bis hin zur Begeisterung vieler Fahrer:innen. Er zeigt, wie Elektromobilität wirtschaftlich, technisch und kulturell funktionieren kann – wenn Politik und Wirtschaft gut zusammenspielen. Gemeinsame Botschaften: • Es braucht politische Mutmacher:innen und unternehmerische Möglichmacher:innen • Klimaschutz beginnt mit klaren Rahmenbedingungen – und dem Mut, neue Wege zu gehen • Planungssicherheit, Systemdenken und Zusammenarbeit sind der Schlüssel zum Erfolg Diese Folge ist ein ermutigendes Beispiel dafür, wie Wandel konkret aussehen kann – mit allen Herausforderungen, aber auch mit ganz viel Tatkraft und Hoffnung. Leonore Gewessler – Zitate 1. „Die Zukunft auf der Straße ist elektrisch – und ja, das funktioniert.“ 2. „Wenn wir sagen, Österreich wird 2040 klimaneutral, dann müssen wir heute ganz konkret zurückrechnen, was das bedeutet.“ 3. „Wir dürfen nicht einfach Technologien austauschen, wir müssen das System anders denken.“ 4. „Förderungen machen eine erste Hürde kleiner – sie bringen Bewegung, wo vorher Stillstand war.“ 5. „Verkehr vermeiden, verlagern, verbessern – das ist die Logik, nach der wir handeln müssen.“ Hubert Schlager – Zitate 1. „Wir haben in 14 Monaten über 620.000 Kilometer elektrisch zurückgelegt – mit 100 % Ökostrom.“ 2. „Ich bin überzeugt: Batteriebetrieb ist die Zukunft. Wasserstoff hat sich bei uns nicht bewährt.“ 3. „Man muss es systemisch denken – Fahrzeug, Stromanschluss, Energieerzeugung, alles zusammen.“ 4. „Unsere Fahrer waren anfangs skeptisch. Heute streiten sie sich darum, wer elektrisch fahren darf.“ 5. „Ich sage immer: Fangt jetzt an! In zehn Jahren ist das Standard. Wer heute nicht plant, bleibt zurück.“

Kassensturz
Neuwagen: Branche will CO2-Regeln während des Spiels ändern

Kassensturz

Play Episode Listen Later Mar 11, 2025 34:39


Weil Schweizer Neuwagen zu viel CO2 ausstossen, drohen der Autobranche Millionenstrafen. Dagegen wehren sich die Autoimporteure vehement, obwohl die Regeln seit Jahren bekannt sind. Was bremst den Verkauf von E-Autos? Ausserdem: E-Trottis im Test. Neuwagen: Branche will CO2-Regeln während des Spiels ändern Weil die Neuwagen in der Schweiz zu viel CO2 ausstossen, drohen der Autobranche Millionenstrafen. Dagegen wehrt sich die Autoimporteure nun vehement, obwohl die Regeln seit Jahren bekannt sind. Was bremst den Verkauf von Elektroautos, die kein CO2 ausstossen und damit die Strafen abwenden könnten? Sind es die hohen Preise oder die fehlende Ladeinfrastruktur für Mieterinnen und Mieter? Oder pusht die Branche die falschen Autos? «Kassensturz» hakt nach beim Präsidenten von Auto Schweiz, Peter Grünenfelder. Preiswerte E-Trottinett im Test: Keines überzeugt komplett Über 100'000 E-Scooter sind schätzungsweise auf Schweizer Strassen unterwegs. «Kassensturz» lässt zehn Modelle zwischen 300 und 480 Franken im Praxistest und auf dem Prüfstand antreten: Welches Trottinett bietet die grösste Reichweite und den besten Fahrkomfort? Besonders im Fokus stehen Bremsen, Beleuchtung und Blinker: Mit welchem Fahrzeug ist man sicher unterwegs? Der Test offenbart deutliche Unterschiede; ein Modell stellt sich gar als illegal heraus. Dürfen Warenhausdetektive draussen kontrollieren? In der Serie «Darf man das?» beantwortet «Kassensturz» Rechtsfragen aus dem Alltag. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können während der Sendung live ihr Rechtsempfinden testen. Heute: Dürfen Warenhausdetektive ausserhalb des Warenhauses Kundschaft anhalten und Kontrollen durchführen? Darf man das? Mit «Kassensturz»-Juristin Gabriela Baumgartner live im Studio.