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Viele halten Falschnachrichten für allgegenwärtig, auch wenn das nicht stimmt. Das zeigt eine Studie der Uni Amsterdam. Dadurch glaube jeder nur "das, was er möchte“, sagt der Medienforscher Jakob Ohme. Für eine Gesellschaft sei das „sehr gefährlich“. Ohme, Jakob www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Rabhansl, Christian www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
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Bundesbern folgt seinen Vögten in Brüssel und will ein Zensurregime etablieren. Ein neues Gesetz soll erlauben, Plattformen zu sperren.Ein Standpunkt von Michael Straumann. Rund die Hälfte der Schweizer hat den klassischen Medien den Rücken gekehrt. Das zeigt das neue Jahrbuch Qualität der Medien der Universität Zürich: 46 Prozent gelten inzwischen als „News-Deprivierte“ — Menschen, die kaum Nachrichten nutzen und, wenn überhaupt, nur über Social Media. Ein historischer Höchststand.Neu ist diese Entwicklung nicht. Seit Jahren schrumpft das Vertrauen in die etablierten Medien. Für neu aufkeimende Medien, die eine Lücke im Markt sehen, öffnet sich damit ein Fenster. Für die Altmedien selbst – und erst recht für die Classe politique, die sie als bevorzugte Bühne nutzt – wirkt der Trend dagegen alarmierend. Die Deutungshoheit des politisch-medialen Komplexes erodiert in der Schweiz, wenn auch langsam.Statt sich selbstkritisch zu fragen, warum das Vertrauen seit Jahren bröckelt, weisen Altmedien und Politik hierzulande die Verantwortung gerne von sich. Mal sind es die Russen oder die Chinesen, mal die unregulierten sozialen Medien mit ihren intransparenten Algorithmen. Das Schlagwort lautet dann: Desinformation, Missinformation.Fake News verbreiten immer ‚die Anderen'Im Juni 2024 veröffentlichte der Bund einen Bericht mit dem Titel „Beeinflussungsaktivitäten und Desinformation“, in dem vor den Gefahren vermeintlicher Falschnachrichten gewarnt wird. Und jüngst erklärte Albert Rösti – SVP-Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departments für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) – bei einem Auftritt im Verkehrshaus in Luzern, dass „Desinformation ein Verbrechen“ sei.Wenn dem wirklich so ist, müsste konsequenterweise Alain Berset, ehemaliger Vorsteher des Gesundheitsdepartements, für seine Falschaussagen in der Corona-Zeit strafrechtlich belangt werden – etwa für seinen Auftritt in der Arena vom 5. November 2021, als er fälschlicherweise behauptete, das Covid-Zertifikat zeige, „dass man nicht ansteckend ist“. Doch dazu wird es nicht kommen. Im Gegenteil: Berset mauserte sich zum Generalsekretär des Europarats und erhielt kürzlich von der Universität Freiburg sogar einen Ehrendoktortitel....https://apolut.net/sowjetisierung-der-debatte-von-michael-straumann/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Alles außer Politik: Peter Filzmaier und Ambra Schuster reden über Social Media. „Social Media können Gutes und Schlechtes bringen“, sagt die ehemalige TikTok-Moderatorin der Zeit im Bild. Ein Podcast vom Pragmaticus. Das Thema:Der eine ist mit traditionellen Medien sozialisiert, die andere Pionierin in neuen Formaten. „Wie sozial sind Social Media?“, fragte Peter Filzmaier die ZIB-Moderatorin auf TikTok Ambra Schuster. Ein Gespräch über Fake-News, Hate-Speech und die Zukunft.In dieser 10. Episode von Alles außer Politik, der Podcastreihe mit Peter Filzmaier, geht es um einen Wechsel in der Mediennutzung. Social Media, das gab Peter Filzmaier unumwunden zu, ist eine Sache der jungen Generation. Dann ließ er sich von Ambra Schuster erklären, was sie über Falschnachrichten denkt, wie sie mit Hasspostings umgeht und für welche Formate sie eine große Zukunft sieht.Unser Gast in dieser Folge: Ambra Schuster präsentierte bis Juli 2025 die ZIB-Nachrichten auf TikTok und studiert heute an der City University in New York Engagement Journalism. Ihr Werdegang: Sie hat an der FH Wien Journalismus studiert und ein Praktikum in der ZIB-Außenpolitik absolviert. Danach hat sie in der ORF-Radioinformation gearbeitet. 2021 wechselte sie in den ORF-Newsroom und brachte die ZIB über Social Media einem jungen Publikum nahe. Der Podcast Alles außer Politik mit Peter FilzmaierIn „Alles außer Politik“ vollzieht der Politikwissenschaftler und Polit-Analyst Peter Filzmaier den Drahtseilakt im Gespräch mit Wissenschaftlern und Experten alles zu bereden und doch nicht bei der Politik anzustreifen. Gar nicht so leicht. Und doch ein weites Feld: Jeden 3. Donnerstag im Monat also Gespräche über Alltag, Leben, Philosophie, Kultur und neue Ideen abseits des Politzirkus.Was bisher besprochen wurde: Das Geld mit Gabriel FelbermayrDie Gesundheit mit Katharina Reich Der Marathon mit Julia Mayer Das Land mit Lisz Hirn Die Demokratie mit Oliver RathkolbDie Sicherheit mit Bruno HofbauerDie Durchsetzungsstärke mit Helga Rabl-StadlerDie Migration mit Ali MahlodjiDie Klimakrise mit Monika LangthalerDer Host, Peter FilzmaierPeter Filzmaier stammt aus Wien und ist der Politanalyst des Landes. Die Frequenz seiner Auftritte in den Nachrichtensendungen des ORF kann als Indikator für die Intensität einer politischen Krise dienen. Filzmaier formuliert dann im berühmten Schnellsprech präzise Einschätzungen zur Lage der Parteien und zum Urteil der Wähler. Der Politikwissenschaftler forscht und lehrt ansonsten an den Universitäten Graz und Krems, wo er Professuren für Politische Kommunikation sowie Politikforschung innehat. Und er ist Leiter des Instituts für Strategieanalysen (ISA) in Wien. Alles außer Politik ist der einzige Podcast, in dem er nicht über Politik spricht.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Send us a textViele haben in dieser Woche zum ersten Mal etwas von Charlie Kirk gehört. In den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland wird er als rechter Influencer dargestellt der "routiniert" Falschnachrichten verbreitete. Aber wer war er wirklich und warum wurde er umgebracht? Was bedeutet es, wenn wir in den westlichen Demokratien ein Klima haben wo politische Gegner einfach ermordet werden? Was bedeutet das für uns als Christen? Seid gesegnet! Schalom!Feedback und Anregungen könnt ihr gerne an prophetic.apostolic.ministry@gmail.com schicken. Music credit for podcast:Epic Cinematic Trailer | ELITE by Alex-Productions | https://onsound.eu/ Music promoted by https://www.free-stock-music.com Creative Commons / Attribution 3.0 Unported License (CC BY 3.0) https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en_US
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 14. Juli! Heute ist Internationaler Tag der Stadtschreier. Diesen sehr alten und traditionsreichen Berufsstand möchte ich wie letztes Jahr würdigen. Der Stadtschreier war ein Beschäftigter der Gemeinde, dessen Hauptaufgabe die mündliche Verbreitung amtlicher Bekanntmachungen und sonstiger Angelegenheiten in einem Ort war. Er war also in dieser Hinsicht auch jemand, der Falschnachrichten etwas entgegensetzte. Er hätte vielleicht verhindert, dass Frauke Brosius-Gersdorf, die sich für die Selbstbestimmung von Schwangeren einsetzt und Richterin am Bundesverfassungsgericht werden wollte, öffentlich von CDU und AfD niedergemacht wird. Besonders die Mächtigen sollten sich daran erinnern, was geschieht, wenn man den Bogen überspannt. Es passiert wie bei einer Schraube: "Nach fest kommt ab". Wie immer man das betrachten möchte. Den Bogen überspannt hatte auch die sogenannte Islamische Hochschulgruppe Kiel (IHG), die im Mai eine umstrittene Islamwoche an der CAU Kiel ausrichtete, bei der es Geschlechtertrennung und einen mutmaßlich salafistischen Redner gab. Im Bildungsausschuss wurden nun weitere Details über die umstrittene Veranstaltung bekannt. Besorgniserregend in der Diskussion war die Aussage der CAU-Vizepräsidentin Prof. Catherine Cleophas, dass man nicht Punkt für Punkt kontrollieren könne, welche Veranstaltungen an der CAU stattfinden, weil es an den Kapazitäten mangele. Diese naive Raumvergabe öffnet Tür und Tor für möglicherweise entstehende rechtsextreme Hochschulgruppen. Unsere Themen heute: - "Heckler & Koch tödliche Profite" zur H&K-HV - CCS-Gesetz: Blankoscheck für Klimaverschmutzer – Risiken für die Natur - "Keine Nazis im Rathaus Kiel" Musik: G.L.O.S.S. (Girls Living Outside Society's Shit) (USA) Rancoeur (Frankreich) Abyecta (Chile) EA80 (BRD)
Fake News sind allgegenwärtig – in sozialen Medien, Messenger-Gruppen und sogar auf vermeintlich seriösen Webseiten. Gerade Kinder und Jugendliche sind anfällig für Falschmeldungen, Verschwörungsmythen und manipulierte Inhalte. Doch wie können Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte helfen, Medienkompetenz zu stärken und kritisches Denken zu fördern? In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, warum Fake News so gefährlich sind, wie sie entstehen und warum sie sich so rasant verbreiten. Wir geben praktische Tipps, wie man Falschinformationen erkennt, Quellen überprüft und Kindern vermittelt, kritisch mit digitalen Inhalten umzugehen. Wie können wir gemeinsam für einen sicheren und fairen Umgang mit Informationen im Netz sorgen? Hört rein und werdet zu kompetenten Begleitern im digitalen Alltag eurer Kinder!
Die deutsche Außenministerin bezahlt einen afrikanischen Gigolo für Sex; die Frau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist eigentlich ein Mann; und die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten wiederum führt Kinder Pädokriminellen in Europa zu – all das sind Falschnachrichten, und ihre Spur führt nach Russland. Längst arbeiten russische Trollfabriken und Medienfirmen daran, die öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen. Sie basteln zum Beispiel Doppelgänger-Seiten – Webseiten, die zwar aussehen wie die Internetauftritte bekannter Medien, in Wirklichkeit aber Fälschungen sind, mit lauter Falschnachrichten. Oder sie streuen Falschmeldungen über Telegram-Kanäle und andere soziale Medien. Damit soll in Deutschland – und nicht nur hier – Verwirrung und Zweifel gestreut und die Legitimität von Behörden und Regierung untergraben werden. In dieser Ostcast-Folge diskutieren Michael Thumann und Alice Bota, wie Russland mit seinen Desinformationskampagnen arbeitet und welche Ziele es verfolgt. Sie stellen die Erkenntnisse von Expertinnen und Experten vor, die sich mit Russlands hybridem Informationskrieg seit Jahren beschäftigen. Wie viel Erfolg haben die Angriffe mit Desinformation? Wie gut sind wir darauf vorbereitet? Und was können wir alle dagegen tun? Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. Unter ostcast@zeit.de erreichen Sie das Team per Mail. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Das Netz aus parteinahen Plattformen und eigenen Parteimedien ist wohl bei keiner Partei so dicht wie bei der FPÖ. Wohlwollende Berichterstattung und die Verbreitung von Falschnachrichten sind dabei keine Seltenheit, unabhängige Medien werden von der Partei immer wieder angegriffen. Doch was bedeutet es, wenn die FPÖ bestimmt, welche Publikationen und Plattformen in Österreich für den Staat als unterstützenswert gelten? Harald Fidler, Medienjournalist beim STANDARD, spricht im Podcast darüber, wie das österreichische Mediensystem nach Vorstellung der Freiheitlichen aussieht, über welche konkreten Pläne FPÖ und ÖVP schon verhandeln, und darüber, ob unabhängige Berichterstattung unter einem Kanzler Herbert Kickl noch möglich sein wird.
„[…] Frau Reuter beobachtet vorerst die weitere Dynamik im Elternchat. Ihr ist klar: Jetzt nichts überstürzen. Als jedoch eine Mutter einen WhatsApp-Post teilt, auf dem das Foto von einem Mann in einer Turnhallenumkleidekabine zu sehen ist, mit der Überschrift „AUFPASSEN! Dieser Mann lockt Kinder mit Süßigkeiten an!“, bekommt sie ein ungutes Gefühl. […]“ In dieser Folge geht es um Urban Legends und die Verbreitung von Falschnachrichten in Elternchats. Zu Gast ist erneut Marc Reinelt. Er ist mittlerweile Projektleiter bei der Stabsstelle Kommunale Kriminalprävention der Stadt Stuttgart und kümmert sich dort um die objektive und subjektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam überlegen wir, wie gewisse Dynamiken in Elternchats entstehen, welche Straftaten sich dahinter verbergen können und wer sich verantwortlich fühlen sollte, hier deeskalierend einzuwirken. Quelle Audiobeitrag : SWR aktuell vom 9.3.2023 https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/bempflingen-kinder-angesprochen-weisser-vw-fake-news-100.html Podcast-Website www.schoolcrime.de Instagram: @schoolcrime_podcast.de Kommunale Kriminalprävention Stadt Stuttgart https://www.stuttgart.de/leben/sicherheit/kriminalpraevention/ Technologische Wege aus dem Faktendschungelhttps://www.lmz-bw.de/medienbildung/themen-von-f-bis-z/hatespeech-und-fake-news/fake-news/wie-kann-man-fake-news-erkennen Warnung vor weißem Transporter in mehreren Bundesländern: Polizei sieht keine Gefahr für Kinder https://correctiv.org/faktencheck/2024/04/30/darmstadt-warnung-vor-weissem-transporter-keine-gefahr-fuer-kinder-nicht-gernsbach-schnellmannshausen/ Bempflingen: WhatsApp-Warnung an Eltern - was steckt dahinter? https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/bempflingen-kinder-angesprochen-weisser-vw-fake-news-100.html Kinder von Fremden aus Autos heraus angesprochen? Schulen gehen in die Offensive https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/kinder-auf-schulweg-angesprochen-100.html Polizei gibt Entwarnung: Kinder wurden nicht von Fremden angesprochen https://www.donaukurier.de/lokales/region-augsburg/polizei-gibt-entwarnung-kinder-wurden-nicht-von-fremden-angesprochen-16342877 Eltern-Gruppenchat: Fluch oder Segen? https://www.ardmediathek.de/video/die-ratgeber/eltern-gruppenchat-fluch-oder-segen/hr/MTNiZDdhMjYtNGZkZi00OGU3LWE0OTYtZGY2NDVkMDNlMjNl Ein Elternchat braucht Regeln https://www.dguv-lug.de/magazin-dguv-pluspunkt/archiv/2020/ausgabe-22020/05-ein-elternchat-braucht-regeln/ &
Die Wissenschaft tut sich schwer, Misinformation einheitlich zu definieren und ihre Auswirkung nachzuweisen. Woran liegt das? Anruf bei Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt.
Was ist die grösste Bedrohung der Schweiz? Stellen Sie sich vor, Sie wären ein autokratischer Herrscher in einem fernen Land und möchten dem Westen, insbesondere der Schweiz schaden. Würden Sie eine Bombe auf unser Land werfen, ein paar Raketen abfeuern oder gar Panzer schicken? Das wäre höchst ineffizient. Und zwar nicht nur, weil der Schaden nicht allzu gross wäre, sondern weil dem ganzen Land sofort klar wäre: Wir werden angegriffen. Die Reaktion wäre ein grosses Zusammenrücken. Nein, viel effizienter als Bomben und Raketen ist es, ein Land im Informationsraum anzugreifen. Und zwar indirekt, indem unser Autokrat für Unsicherheit sorgt, das Vertrauen der Bevölkerung in Regierung, Staat und Institutionen untergräbt und schwelende Konflikte schürt. Unser Autokrat muss dafür gar nicht viel tun. Die Medien sind ökonomisch längst auf pure Reichweite gepolt und deshalb äusserst empfänglich für Sensationen, Konflikte und emotionalisierende Inhalte. Ganz besonders gilt das für die sozialen Medien, wo Fake News sich sieben mal so schnell verbreiten wie reale Nachrichten – weil Falschnachrichten meistens sensationeller sind und mehr Emotionen wecken. Unser Autokrat reibt sich also die Hände, er sorgt mit einem kleinen Team gezielt für etwas Desinformation im Land und schon krachts. So weit, so klar. Die spannende Frage ist: Wie kann sich eine westliche Demokratie, wie kann sich die Schweiz davor schützen? Unser Autokrat verweist grinsend auf die Medien- und Meinungsfreiheit – sind dem Staat also die Hände gebunden? Ist die Schweiz feindlicher Desinformation schutzlos ausgeliefert? Denken wir gemeinsam darüber nach: Wie könnte heute eine informationelle Landesverteidigung aussehen?Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.Website: https://www.matthiaszehnder.ch/Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
In der heutigen Teamfolge spricht Marlon mit Alex Sängerlaub. Alex ist Direktor und Mitgründer des Think Tanks "futur eins" und hat zuvor bei der Stiftung Neue Verantwortung Projekte zur digitalen Öffentlichkeit und Desinformation geleitet. Er kann Marlon somit bestens alle Fragen rund um die Themen Desinformation und Fake News beantworten und was dieses Phänomen für uns als Gesellschaft, unsere Politik und die Medien bedeuten und wie man damit umgehen muss. Ausgangspunkt ist ein aktueller Fall in England, wo Ausschreitungen durch digitale Desinformation ausgelöst wurden. Es werden Beispiele wie der Pizzagate-Skandal während der US-Wahlen 2016 und Desinformation während der Corona-Pandemie angeführt, um zu zeigen, wie solche Falschinformationen schwerwiegende Konsequenzen haben können. Desinformation wird oft gezielt als Kommunikationsstrategie genutzt, wie es beispielsweise bei der AfD der Fall ist. Es wird darüber diskutiert, wie Desinformation Stimmungen beeinflusst und welche Gefahren dies birgt, insbesondere in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Social Media bei der Verbreitung von Desinformation und dem damit verbundenen Problem, dass Inhalte oft ungeprüft konsumiert werden. Abschließend besprechen die beiden mögliche Lösungsansätze - wie sollen Medien, Politiker:innen und vor allem die Gesellschaft mit Falschnachrichten umgehen? Hast du Fragen oder Feedback? Schreibe uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast „Alles Muss Raus“ wird vermarktet von Podstars by OMR. Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
In Grossbritannien haben rechtsradikale Randalierer Unterkünfte für Asylsuchende angegriffen. Seit Tagen kommt es in diversen Städten im Land zu Ausschreitungen und Protesten. Auslöser ist ein Messerangriff in Southport. Ein 17-Jähriger tötete drei Mädchen bei einem Taylor-Swift-Tanzkurs. Im Internet waren danach Falschnachrichten verbreitet worden, wonach der mutmassliche Angreifer ein Asylbewerber gewesen sein soll. Die Polizei widersprach dem – es handle sich um einen in Grossbritannien geborenen 17-Jährigen, dessen Eltern aus Ruanda stammten. Rechtsextreme Kreise werfen der Polizei aber vor, zu lügen und gehen seither auf die Strasse. Dazu gab es mehrere Gegendemonstrationen. ____________________ In dieser Episode zu hören: Bettina Schulz, freie Journalistin in London. Sie erzählt, woher diese Wut einiger Menschen auf Migrantinnen und Migranten kommt. Und sie sagt, es sei kein Zufall, dass die Unruhen besonders im Norden und Nordwesten von England gross sind. ________________ Habt Ihr Fragen oder Themen-Inputs? Schreibt und gerne per Mail an newsplus@srf.ch oder sendet uns eine Text-/Sprachnachricht an 076 320 10 37. ____________________ Team: - Moderation: Corina Heinzmann - Produktion: Marielle Gygax. ____________________ Das ist «News Plus»: In einer Viertelstunde die Welt besser verstehen – ein Thema, neue Perspektiven und Antworten auf eure Fragen. Unsere Korrespondenten und Expertinnen aus der Schweiz und der Welt erklären, analysieren und erzählen, was sie bewegt. Ihr erreicht uns mit euren Fragen und Inputs per Mail an newsplus@srf.ch oder per Sprachnachricht an 076 320 10 37. News Plus von SRF erscheint jeden Wochentag um 16 Uhr rechtzeitig zum Feierabend.
Wurzel, Steffen www.deutschlandfunk.de, @mediasres
Moin zum Fleckenhörer am 8. Juli 2024. Wir haben heute den zweiten Montag im Juli und so kann ich heute einen sehr alten und traditionsreichen Berufsstand würdigen, und zwar den des Stadtschreiers. Heute ist Internationaler Tag der Stadtschreier. Es ist schade, dass wir dieses Amt, das heute irgendwo beim Stadtsprecher Stephan Beitz anzusiedeln wäre, nicht mehr haben. Der Stadtschreier war ein Beschäftigter der Gemeinde, dessen Hauptaufgabe die mündliche Verbreitung amtlicher Bekanntmachungen und sonstiger Angelegenheiten in einem Ort war. Er war also in dieser Hinsicht auch jemand, der Falschnachrichten etwas entgegensetzte. In der Politik schreien momentan am lautesten die Agenten Russlands: die AfD, danach kommt gleich das BSW - das Bündnis Sahra Wagenknecht. Am Wochenende verbreitete das BSW die Lüge, dass „72 % der Ukrainer Verhandlungen statt Waffen“ wollen. Das führen sie auf eine Umfrage des Kyiv International Institute of Sociology zurück. Ein schönes Beispiel von Propaganda. In der besagten Umfrage heißt es Verhandlungen NEBEN der Fortführung der militärischen Kampagne. Trotz der vernichtenden Misserfolge der Ukrainer glaubt eine Mehrheit der Befragten noch immer, dass am Ende eine territorial integre und souveräne Ukraine stehen wird. Das BSW schließt übrigens eine Koalition mit Grünen und AfD aus, wobei die AfD als Koalitionspartnerin in Kommunalparlamenten ok ist. Finde den Fehler. Unsere Themen heute: +++ Fleckenhörer goes Fleckenretter 2024: Ich berichte vom Musikfestival, das wir am Samstag mitten auf dem Großflecken organisiert haben +++ Sinti-Union goes Memory Matters: Ein Festival pluraler Erinnerungskultur findet bald in Neumünster statt +++ 29,8 Millionen Euro für Burger, Pommes, Pizza & Co. gaben die Neumünsteraner:innen letztes Jahr aus – Starker „Fast-Food-Hunger“ zur EM erwartet +++ Blockade von Kreuzfahrtschiffen auf der Kieler Förde - Aktivist*innen demonstrieren gegen Kreuzfahrttourismus Musik: Kafvka feat. Once Upon a Punk und AI (BRD/F) First Choice (Neumünster) Maria Iskariot (B) Lyapis Trubetskoy (BY)
Im Internet kursieren viele Falschnachrichten, so eine Studie. Wer hätte das gedacht. Nur in den eigenen Sumpf will man nicht blicken. Schuld sind mal "Verschwörungsschwurbler" oder Nazis, mal Russen oder Araber. Dabei ist die Fake-News-Produktion bei deutschen Medien an der Tagesordnung. Von Susan Bonath
Es war ein Erdbeben, als in den USA der TikTok Mutterkonzern ByteDance aufgefordert wurde, die App innerhalb der nächsten Monate an einen nicht-chinesischen Konzern zu verkaufen - anderfalls würde der Plattform in den USA der Saft abgedreht. Sicherheitsinteresse der USA sind ein Argument, in der Hoffnung, dass sich die Gerichte dieses Mal davon beeindrucken lassen. Bisher hat sich TikTok immer erfolgreich gegen Verbote in den USA gewehrt. Die Gegner des Verbots hingegen sehen die Meinungsfreiheit verletzt - und bei uns? Hilft das Gesetz über digitale Dienste, das wir EU-weit haben? Und worum geht es eigentlich? Um einen Wirtschaftskrimi, eine Spionagegeschichte oder um die Debatte, wie die Gesellschaft in einer digitalen Welt leben will? Das diskutiert Nina Landhofer mit der Staatssekretärin für Digitales, Daniela Kluckert, Jürgen Bering von der Gesellschaft für Freiheitsrechte und Gregor Schmalzried, TikTok-Experte des BR.
Russische Propaganda findet ihren Weg gezielt nach Deutschland – in die Köpfe von Menschen und in den Bundestag. Falschnachrichten verbreiten sich rasant und oft verwischen sich die Spuren. In dieser 11KM-Folge verfolgen wir mit Faktenchecker Max Gilbert vom BR24 Faktenfuchs eine Falschnachricht zurück zum Ursprung. Wer hat sie zuerst in die Welt gesetzt und warum? Hier geht's zum Artikel von Max Gilbert auf br24.de: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/wie-russland-propaganda-zum-zwei-plus-vier-vertrag-streut-ein-faktenfuchs,UAImlU4 Und hier geht es zu radioWissen, unserem Podcasttipp: https://www.ardaudiothek.de/sendung/radiowissen/5945518/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautor: Lukas Waschbüsch Mitarbeit: Katharina Hübel Produktion: Konrad Winkler, Jonas Teichmann und Hanna Brünjes Redaktionsleitung: Fumiko Lipp und Lena Gürtler 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim NDR.
Obwohl die Wissenschaft den Klimawandel tausendfach belegt hat, und auch, dass er menschengemacht und ein echtes Problem ist, stößt man im Internet immer wieder auf falsche Informationen, Mythen und Vorurteile dazu. Auch bei anderen Themen gehen die Wogen hoch und es kursieren unendlich viele Falschnachrichten. Das macht auch Fachleuten Sorge. In einer Umfrage des Weltwirtschaftsforums unter 1500 Befragten kam heraus: Die Mehrheit sieht Desinformation als das größte weltweite Risiko in den nächsten zwei Jahren. Aber wer steckt eigentlich hinter Desinformation? Und warum ist es so schwer, mit der Wahrheit gegen die Lüge anzukommen? Zu diesen Fragen ist in dieser Podcastfolge die Kognitionspsychologin Hannah Metzler zu Gast. Sie erforscht am Complexity Science Hub in Wien, wie Emotionen die Verbreitung von Falschinformationen beeinflussen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Social Media, Fake News, Künstliche Intelligenz - die Medienbranche ändert sich rasant. Währenddessen müssen die Verlage sparen, Privatsender durchlaufen strukturelle Umbrüche. Gleichzeitig wird die Pressefreiheit in vielen Teilen der Welt immer mehr eingeschränkt, kämpfen Demokratien gegen Populismus und Falschnachrichten. Im Rahmen des Schülermedientages beim Bayerischen Rundfunk sprechen einige Jugendliche mit Nina Landhofer darüber, was sie von der Branche halten und was sie besser machen würden. Unterstützt wird sie von der Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk, Maya Götz.
Mit der Initiative #UseTheNews wollen große Medienhäuser die Zielgruppe der 14- bis 24-Jährigen ansprechen. Ziel ist außerdem, gegen Desinformation und Falschnachrichten vorzugehen.
Falschnachrichten bedrohen die Demokratie. Höchste Zeit, etwas dagegen zu tun.
Grosse soziale Medien wie X, Facebook und co. mühen sich derzeit mit massenhaft Falschnachrichten ab - allerdings ohne grossen Erfolg. Wikipedia hingegen gelingt das erstaunlich gut. Was macht diese Online-Plattform besser, im Kampf gegen Fake News? SRF Digitalredaktor Peter Buchmann sagt: Dass Wikipedia der Umgang mit problematischen Inhalten im Gegensatz zu sozialen Medien so gut gelingt, habe viel mit den unterschiedlichen Strukturen der Plattformen zu tun. Und auch bei den Zielen der verschiedenen Plattformen gebe es grundlegende Unterschiede. Während Social Media-Konzerne ihre Nutzer:innen möglichst lange auf ihrer Plattform halten wollen, um mehr Geld zu verdienen, will Wikipedia primär objektive Informationen vermitteln. Habt ihr Feedback oder Themen-Inputs? Meldet euch via newsplus@srf.ch oder 076 320 10 37 Und hier findet ihr noch die im Podcast erwähnten Links: Nahost-Konflikt löst Fake-News-Welle aus (News Plus vom 11.10.23): https://www.srf.ch/audio/news-plus/nahost-konflikt-loest-fake-news-welle-aus?id=12470838 Wer kontrolliert die Wikipedia? Und wer OpenAI? (SRF Digitalpodcast vom 24.11.23): https://www.srf.ch/audio/digital-podcast/wer-kontrolliert-die-wikipedia-und-wer-openai?id=12494703
Im kommenden Jahr finden die Olympischen Sommerspiele in Paris statt. Wenige Monate vorher entdeckt Frankreich nun schädigende Kampagnen gegen sich in den Sozialen Medien. Die Posts rufen auch zum Boykott der Spiele auf. Laut der französischen Ermittler haben viele eine Verbindung zu Aserbaidschan. Von Christiane Kaesswww.deutschlandfunk.de, Sport am SonntagDirekter Link zur Audiodatei
Im kommenden Jahr finden die Olympischen Sommerspiele in Paris statt. Wenige Monate vorher entdeckt Frankreich nun schädigende Kampagnen gegen sich in den Sozialen Medien. Die Posts rufen auch zum Boykott der Spiele auf. Laut der französischen Ermittler haben viele eine Verbindung zu Aserbaidschan. Von Christiane Kaesswww.deutschlandfunk.de, Sport am SonntagDirekter Link zur Audiodatei
Soziale Medien wie Telegram und X (vormals Twitter) spielen eine wichtige Rolle im Gaza Konflikt, auch bei der Verbreitung von Falschnachrichten. Welche Motive stecken dahinter? Geht es nur um Geld? Wie erkennt man Falschnachrichten? Wir haben nachgefragt. Der ganze Podcast im Überblick: (00:00:33) Soziale Medien im Gaza Konflikt
Soziale Medien wie Telegram und X (vormals Twitter) spielen eine wichtige Rolle im Gaza Konflikt, auch bei der Verbreitung von Falschnachrichten. Welche Motive stecken dahinter? Geht es nur um Geld? Wie erkennt man Falschnachrichten? Wir haben nachgefragt. Der ganze Podcast im Überblick: (00:00:33) Soziale Medien im Gaza Konflikt
Auf Instagram, X, TikTok und Co. werden seit dem Angriff der Hamas auf Israel massenhaft Fake News veröffentlicht. «News Plus» fragt: Warum sorgen solch grosse News-Ereignisse jeweils für eine derartige Welle an Falschnachrichten? «In solchen Zeiten sind Menschen in einem Ausnahmezustand. Sie haben ein grosses Informations- und Mitteilungsbedürfnis. Falschmeldungen versuchen genau das auszunutzen». Das sagt Ingrid Brodnig, österreichische Journalistin und Buchautorin. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Desinformation im Internet. Wie kommt man Fake News auf die Spur? Darüber sprechen wir mit SRF-Investigativjournalist Conradin Zellweger. Er hat ein Video einer angeblichen Pro-Hamas-Kundgebung in Zürich als Fake enttarnt. Hier der Link zum Artikel . Habt ihr Feedback oder Themen-Inputs? Meldet euch via newsplus@srf.ch oder 076 320 10 37
Es ist wohl zur Tradition geworden, dass Victoria im Staffelfinale mit Menschen spricht, die sie beim Podcasten inspirieren. Der Journalist Mirko Drotschmann ist einer von ihnen – besser bekannt als MrWissen2Go. Auf seinem gleichnamigen Youtube-Kanal folgt er seit 2012 der Mission, Nutzer*innen zu Wissensprofis rund um Politik, Geschichte und Co zu machen. Damit trifft er einen Nerv und erreicht mittlerweile mehr als 2 Millionen Abonnent*innen. Mit Victoria hat er viele biographische Gemeinsamkeiten und natürlich Bock auf Bildung(sarbeit). Zusammen blicken sie nun zurück auf die Highlights der dritten Staffel „Digga Fake“. Sie sprechen über den Dauerbrenner KI, überraschende Darknet-Mythen, Shitstorm-Sorgen und vieles mehr.
Youtube will Falschnachrichten nicht mehr löschen - Vor dem DFB-Pokalfinale - Moderation: Thomas Schaaf Von WDR5.
Falschinfos kleben in Köpfen wie Leim auf Holz. Wenn wir sie einmal gelesen haben, können wir sie schwer wieder loswerden. Was ist an gefakten Nachrichten so glaubhaft? Und warum halten einige Leute an ihrem Glauben fest, obwohl Fakten offenkundig dagegen sprechen? So viel psychologischen Tiefgang gab's bisher noch nie bei „Digga Fake“: Zusammen mit dem Psychologen Philipp Schmid von der Universität Erfurt blickt Victoria auf Effekte, die unsere Empfindungen für Vertrauen und Richtigkeit bestärken. Eine Folge über mentale Abkürzungen, Wissenschaftsleugnung und was man dagegen tun kann.
Die Präsidentschaft von Donald Trump lässt sich sicherlich sehr gewinnbringend im Hinblick auf die Rolle der Fake-News sowie der Massenmedien im Umgang mit diesen „alternativen Fakten“ analysieren. Es fing schon bei der ersten Pressekonferenz an mit der Größe der Menschenmenge bei seiner Inauguration. Wir, als Gesellschaften, müssen uns fortan fragen, wie mit Falschnachrichten umzugehen ist, wie wir es verhindern, dass Fake News so lange die Realität bearbeiten, bis sie als Fakten akzeptiert werden. Mit den KI-gestützten Bild- und Tongeneratoren kommt da auch noch einiges auf uns zu. Heute blicken wir aber ersteinmal zurück auf einen in dieser Hinsicht visionären Zeitungstext von Max Brod, der im Berliner Börsen-Courier vom 13. April 1923 veröffentlicht wurde. Frank Riede erzählt uns die Legende vom Zeitungsleser, der dem, was in der Zeitung steht, mehr glaubt als sich selbst.
Die Daten auf Social-Media-Plattformen werden in der Regel über Algorithmen verarbeitet. Doch psst, diese sind gut gehütete Geheimnisse. Im Netz kursieren aber immer wieder Videos, in denen behauptet wird, die Algorithmen der Plattformen könnten geknackt werden. Grund genug, da mal näher drauf zu schauen. Victoria spricht mit dem Medienpädagogen Robert Behrendt, der am Datenspende-Projekt Dataskop mitarbeitet. Er sagt, die algorithmischen Systeme der Plattformen seien nicht nur Betriebsgeheimnis, sondern auch eine Black Box, die selbst von den Programmierer*innen nicht konkret durchschaut werden können. Okay, bringen wir ein wenig Licht ins Dunkel.
Mittlerweile gibt's im Netz etliche Games, die dich fürs Bösesein belohnen. Dort kannst du testen, wie gut du andere mit Falschnachrichten hinters Licht führst – ohne tatsächlichen Schaden anzurichten. Ein spielerischer Ansatz von Medienkompetenz, der Victorias Interesse weckt. Sie schlüpft in die Rolle der Spieletesterin und stellt insgesamt fünf Fake News Games auf den Prüfstand. Partner in Crime ist der passionierte Zocker Julian Laschewski vom Gaming-Podcast „Unlocked“. Welche Spiele sind zu empfehlen? Was ist eher frustrierend? Wer ist am Ende das wahre Fake News Mastermind – Victoria oder Julian?
Russland steht auf internationaler Bühne zunehmend isoliert da: Die meisten G20-Mitglieder werden aller Voraussicht nach in der Abschlusserklärung zum Gipfeltreffen auf Bali sowohl den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als auch das atomare Säbelrasseln Russlands verurteilen. Die Chefunterhändler der Europäischen Union und der 19 führenden Wirtschaftsmächte hatten sich schon kurz vor Beginn des G20-Gipfels in Indonesien auf den Entwurf für eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigt. „Die Verurteilung von Drohungen, atomare Waffen einzusetzen, nimmt Russlands Staatschef Wladimir Putin ein klares Druckmittel aus der Hand“, sagt Martin Greive, der aus Bali über den G20-Gipfel berichtet. Denn bei diesem Thema fehle Putin nun auch die Unterstützung seines wichtigsten Verbündeten – des chinesischen Staatschefs Xi Jinping. Das Zwischenfazit: „Durchaus überraschend, wie sich die G20 am ersten Tag hier zusammengerauft hat“, sagt Greive im Gespräch mit Host Anis Mičijević. Außerdem: Seit Tesla-Chef Elon Musk vor rund zwei Wochen Twitter übernommen hat, versinkt der Social-Media-Konzern im Chaos: Zuletzt musste Twitter sein neues Acht-Dollar-Abo pausieren, nachdem es massiven Missbrauch gegeben hatte. Das Abo ermöglicht es Nutzern, für 7,99 Dollar im Monat eine Authentifizierung mit Twitter-Häkchen zu erhalten. Betrüger hatten auf diese Weise täuschend echte Accounts von mehreren Großkonzernen angelegt und Falschnachrichten verbreitet. Ein Fake-Account des US-Pharmakonzerns Eli Lilly hatte beispielsweise die Falschinformation verbreitet, das Unternehmen werde Insulin kostenlos verteilen. Der Aktienkurs von Eli Lilly brach am vergangenen Freitag um mehr als vier Prozent ein. Rechnerisch verlor der Konzern mehr als 13 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Im Podcast spricht Silicon-Valley-Reporter Stephan Scheuer über die aktuellen Probleme bei Twitter. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
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Die Angst, Falschnachrichten könnten sich auf die Midterms in den USA auswirken, ist groß. Doch ist sie berechtigt? Kommunikationsforscherin Judith Möller erklärt, was soziale Medien zur Bekämpfung von Desinformation tun – und tun sollten.Judith Möller im Gespräch mit Katja Bigalke und Martin Böttcherwww.deutschlandfunkkultur.de, BreitbandDirekter Link zur Audiodatei
Wenn Anonymität im Darknet für Dealer wie "Shiny Flakes", Hacker*innen und Whistleblower*innen attraktiv ist – trifft das auch für Treiber*innen von Desinformation zu? Immerhin waren Fake-Waffenhändler im Darknet bereits Propaganda-Werkzeug im Ukraine-Krieg. Victoria spricht mit dem Journalisten und Buchautoren Stefan Mey über die Rolle des Darknets für Fakes und Desinformation. Außerdem thematisieren sie Mythen, die sich um dieses Netzwerk ranken, und geben Tipps für sicheres Surfen im Darknet.
Es geht wieder los! Am 27. Oktober startet die dritte Staffel "Digga Fake". Wie immer wird es witzig, lehrreich und weird mit fantastischen Gästen und spannenden Themen aus dem Desinformationskosmos. Victoria hat schon mega Bock und feiert vor dem Staffelstart noch was komplett Unerwartetes: Ihr Podcast ist für den FACTS HEROES AWARD 2022 nominiert! Was es jetzt zu beachten gilt, erzählt sie im Teaser.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro wurde in der Vergangenheit häufig als „Außenseiter“ beschrieben. Ein Außenseiter, der allerdings eine große Anhängerschaft hinter sich versammeln kann. Ob das nach vier Jahren Regierungsmacht auch so bleibt, entscheiden morgen rund 156 Millionen wahlberechtigte Brasilianerinnen und Brasilianer bei der Präsidentschaftswahl. Gegenkandidat ist der eher linksgerichtete Luiz Inacio Lula da Silva – er lag bei den zuletzt erhobenen Umfragen vorn, Brasilien könnte also vor einem Neuanfang stehen. Aber nach welchen Kriterien wählen die Wählerinnen und Wähler ihren Kandidaten aus? Herausforderungen, die dem Land bevorstehen, gibt es einige. Nicht nur Armut und die hohe Inflation belastet die Menschen. Auch die Folgen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, sind noch nicht überwunden: Mit fast 690.000 Toten hat Brasilien die zweitmeisten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus weltweit. Die womöglich größte Herausforderung ist aber die stark polarisierte Gesellschaft, deren Spaltung durch Desinformation und Falschnachrichten verstärkt wird. Daran hat auch Bolsonaro einen gewichtigen Anteil, der angedeutet hat, eine mögliche Wahlniederlage nicht zu akzeptieren. Was Jetzt?-Host Azadê Peşmen ist in Brasilien vor Ort und hat dort mit Bürgerinnen und Bürgern vor der Wahl gesprochen. Der brasilianische Politikwissenschaftler Marco Teixeira ordnet die derzeitige Situation ein. Könnte es in Brasilien tatsächlich einen Machtwechsel geben? Oder bleibt alles beim Alten? Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Marc Fehrmann Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Transparenzhinweis: Der Aufenthalt der Autorin in Brasilien wurde mit einem Stipendium des Internationalen Journalisten-Programms (IJP) gefördert. Links zur Folge: Wahl in Brasilien: Alles für den Sieg (https://www.zeit.de/2022/39/brasilien-wahl-jair-bolsonaro-anhaenger) Zerstörung des Amazonaswaldes: "Diese Regierung besteht aus Knallköpfen" (https://www.zeit.de/2022/39/amazonas-zerstoerung-regenwald-brasilien-politik) Wahl in Brasilien: Die Demokratie in Händen der Frauen (https://www.zeit.de/kultur/2022-09/brasilien-wahl-jair-bolsonaro-sexismus-10nach8)
Donnerstag: Tessniem Kadiri erzählt euch am 01. September, was in ihren Feeds los war. Die Uni Frankfurt am Main hat mehr als 200 Studierenden erst einen Uni-Platz gegeben und ihn dann wieder zurückgenommen. Hier ist das Video von Funk zu dem Fail bei der Studienplatz-Vergabe und hier die Petition der betroffenen Studierenden. Dutzende Fake-Nachrichtenseiten, die wie große deutsche Medienplattformen aussehen, verbreiten im Internet russische Staatspropaganda. Und: Eine frühere Freundin der Hochstaplerin Anna Sorokin verklagt Netflix, weil sie sich in der dokumentarischen Serie “Inventing Anna” falsch dargestellt fühlt. Hier findet ihr die Initiative zum 9-Euro-Fonds. Und hier den Podcast “Troll Army – Russlands Krieg im Internet.” Seid ihr schonmal auf Falschnachrichten reingefallen? Schreibt es uns an: fomo@spotify.com Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Bewegen wir uns im Internet, begegnen wir an vielen Stellen Desinformationen. Aber die gezielte Streuung von falschen Informationen ist kein neues Phänomen, im Gegenteil. Desinformation ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit. Die zunehmende Digitalisierung und die Nutzung von Sozialen Medien haben dieser Informationsgattung aber eine neue Sichtbarkeit gegeben und den Begriff „Fake News“ geprägt. In dieser Folge schauen wir uns an, was Fake News eigentlich sind und warum der Begriff „Desinformation“ viel präziser ist. Wir wollen außerdem wissen, welchen Einfluss Desinformation auf verschiedene historische Entwicklungen hat. Und wie sie sich in Zukunft entwickeln wird und ob Künstliche Intelligenz diese „Fake News“ noch gefährlicher macht. Und vor allem: was wir tun können, um die tägliche Desinformation zu erkennen. Dazu sprechen wir in dieser Folge mit der Ingenieurin und KI-Expertin Kenza Ait Si Abbou und dem Historiker Michael Homberg. **Literatur:** - Kenza Ait Si Abbou (2020): Keine Panik, ist nur Technik: Warum man auf Algorithmen super tanzen kann und wie wir ihnen den Takt vorgeben. München, Gräfe und Unzer. - Vicinius de Freitas Morais (2021): Broken Bodies, desecrated hosts and crucified children: the Jews in Christian Narratives and the bubonic Plague in the Holy Roman Empire of Late Middle Ages. Brathair. - Bobby Henderson (2007): Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters. München, Goldmann. - Michael Homberg, Volker Barth (2018): Geschichte und Theorie falscher Nachrichten, in: Geschichte und Gesellschaft 44. Jahrg., H. 4 (Oktober - Dezember 2018), pp. 619-642 - Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub, Leonie Schulz (2021): „Quelle: Internet“? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test. Stiftung Neue Verantwortung. - Simone Paganini (2019): Von Evas Apfel bis Noahs Stechmücken: Fake News in der Bibel. Freiburg, Verlag Herder. - Tacitus (o.J.): Annales 15, 39 **Links:** - https://zeithistorische-forschungen.de/2-2011/4723 - https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/giffey-deepfake-falscher-klitschko-ukraine-krieg-100.html - https://www.dw.com/de/als-marsianer-die-usa-angriffen-das-h%C3%B6rspiel-krieg-der-welten-von-orson-welles/a-46067169 - https://www.nytimes.com/1938/10/31/archives/radio-listeners-in-panic-taking-war-drama-as-fact-many-flee-homes.html - https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/245217/luegen-und-politik-im-postfaktischen-zeitalter/ - https://correctiv.org/ - https://www.mimikama.at/ - https://www.zdf.de/nachrichten/thema/zdfheutecheck-faktencheck-recherche-100.html - www.tineye.com (Tineye Reverse Image Search) - https://www.google.de/imghp?hl=de Für Themenvorschläge oder Feedback: terrax-online@zdf.de „Terra-X-Geschichte – der Podcast“ findet ihr jeden zweiten Freitag auf www.terra-x.zdf.de und überall, wo es Podcasts gibt. - Moderation: Mirko Drotschmann - Sprecher:innen: Konstantin Flemig, Inga Haupt, Andrea Kath, Markus Maiwald - Autor:innen und Redaktion objektiv media GmbH: Janine Funke und Andrea Kath - Technik: Moritz Raestrup - Musik: Extreme Music - Fachliche Beratung: Daniela Ssymank - Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF - Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
Damit das zweite Staffelfinale richtig zieht, macht Victoria daraus eine Mottoparty. Sie wählt das Thema Fake-Stories – whoop whoop. Für den Gast der Sendung ist das alles andere als kompliziert. Die Journalistin Aurelie von Blazekovic hat den Storytelling-Podcast über Fakes "ggf. wahr" mitkreiert und ist für Interviews über das Lügen und Belogenwerden quer durch Deutschland gereist. Welchen Effekt hatte die intensive Beschäftigung mit Fakes für Aurelie? Und wie reagiert sie auf die Highlights aus zehn Folgen Digga Fake? Victoria berichtet von Schnappsideen, Fails und Schockermomenten – anhand eindeutiger und mehrdeutiger Rubriken, deren Reihenfolge Aurelie bestimmt.
In dieser Sonderfolge geht es um das Thema Nachrichten und Falschnachrichten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Für diese Folge haben die PGZ-Referent*innen einen Gast eingeladen, nämlich Fiete Stegers aus dem Projekt #UseTheNews der dpa. Wir sprechen darüber, warum Medienkompetenz insbesondere im Zusammenhang mit den Nachrichten zum Ukraine Krieg so wichtig ist, und wir geben Hinweise zu Informationsangeboten für pädagogische Fachkräfte, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten. Im Podcast „RADIKAL querdurchdacht“ des Projekts Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ) dreht sich alles rund das Thema „Radikalisierungsprävention“. Das PGZ-Projekt ist Teil der Zentralstelle für Politische Jugendbildung des Deutschen Volkshochschul-Verbands e. V.
Fake News haben gerade in Pandemie- und Kriegszeiten Konjunktur. Fakten haben es dagegen oft schwer. Wissenschaftler der George Washington University in den USA haben jetzt versucht, ein System zu entwickeln, mit dem Falschnachrichten entdeckt und bekämpft werden können. Von Arthur Landwehr
Was sind Fake-News? Und wie unterscheiden sie sich eigentlich von Propaganda? In einer neuen Folge „Bär on Air“ spricht Dorothee Bär mit Frau Prof. Dr. Zowislo-Grünewald über die Gefahren von Falschnachrichten und notwendige gesellschaftliche Resilienz. Was können Institutionen für ihre Glaubwürdigkeit im Netz tun? Wie helfen dabei Technologien wie Künstliche Intelligenz? Auf diese und weitere spannende Fragen gibt es Antworten bei einer neuen Wanderung durchs DigiTal.
Ist es Zensur, wenn ein regierungskritischer, chinafreundlicher Nachrichtensender seine Lizenz verliert - oder hat er sich das selbst eingebrockt? Es ist viel passiert, über das wir reden müssen. Taiwan führt eine Corona-Testpflicht für alle Einreisenden ein und könnte damit seine eigenen Staatsbürger aussperren. Beef Noodles beeinflussen die nationale Politik. Und Foxconn demonstriert in den USA die schlechte Seite von Taiwans Unternehmenskultur. KAPITEL: 00:00 Begrüßung 03:07 Corona: Einreise nach Taiwan nur noch mit PCR-Test 10:25 Kann Deutschland sich was von Taiwan abgucken? 13:39 WHO zensiert das Wort “Taiwan” 16:46 Neues aus den USA 19:56 Nachrichtensender Cti verliert Sendelizenz 30:30 Weiter Streit um Ractopamin in US-Schweinefleisch 35:21 Foxconn: neue Fabrik in China, Fehlschlag in Wisconsin 45:35 Verabschiedung und Ausblick SHOWNOTES: Podcast-Abrufzahlen Corona: Neue Einreise-Regeln Krankenhäuser für PCR-Tests in Taiwan Klaus' Bericht bei n-tv Chinesische Übersetzung des Artikels Bericht bei Liberty Times Reuters über WHO-Sperre von "Taiwan" auf Facebook NPR über Joe Biden und den Handelskrieg Cti TV News verliert Lizenz 70 Prozent der Sendezeit für Han Kuo-yu Falschnachrichten über Pomelo-Vernichtung Stellungnahme “Reporter ohne Grenzen” Umstrittene Aufnahmen in KMT-Video Regierungssprecher tritt wegen Aussage zu Beef-Noodle-Restaurant zurück The Verge über Foxconn in Wisconsin MEHR ZUM PODCAST: Alle Folgen in der Übersicht Taiwancast bei Spotify Taiwancast bei Apple Podcasts / iTunes RSS-Feed Taiwancast bei YouTube Taiwancast unterstützen bei Patreon Auf Twitter: Taiwancast / Klaus / Mariano Feedback als Audiokommentar hinterlassen: Datei per Mail an podcast (at) taiwanreporter (punkt) de, oder hier aufsprechen: 03212 – 1147357 bzw. +49 (3212) 1147357 (bitte angeben, wenn es nicht im Podcast gespielt werden soll) Folge direkt herunterladen
Der Menschenrechtsexperte Manfred Nowak spricht im profil-Podcast über Meinungsfreiheit und andere Grundrechte in Zeiten der Coronavirus-Krise. Manfred Nowak ist einer der renommiertes Experten die Österreich – auch auf internationaler Ebene – in Bezug auf das Thema Menschenrechte zu bieten hat. Zurzeit hat der Gründer des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte auch jene Maßnahmen genau im Blick, die in verschiedenen Ländern zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie zur Anwendung kommen. Eine der Problemstellung dabei ist der richtige Umgang mit Falschnachrichten, etwa in sozialen Netzwerken. „Ich glaube nicht, dass man Fake News unter Strafe stellen sollte“, sagt Nowak im profil-Podcast. Eine Ausnahme seien etwa Hetzkampagnen, bei denen zum Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen aufgerufen werde. Ansonsten müsse die Meinungsfreiheit aber umfassen, dass es auch einmal Falschinformationen geben könne. Nowak spricht sich im Kampf gegen Verschwörungstheorien für Aufklärungsarbeit aus. Es sei wesentlich, dass Medien eine entsprechende Verantwortung wahrnehmen und nicht unterdrückt würden. „Gerade in Zeiten der Krise ist die Meinungsfreiheit unglaublich wichtig“, sagt Nowak. Aufpassen müsse man, wenn – wie derzeit in Ungarn diskutiert – sogenannte Falschnachrichten unter Strafe gestellt würden, „wobei nicht klar ist, wer genau entscheidet, welche Nachricht falsch und richtig ist“. Mit Blick auf Ungarn warnt Nowak auch davor, die Coronavirus-Epidemie dazu zu nutzen, um auf Dauer die demokratischen Institutionen zu untergraben: „Der Ausnahmezustand darf nicht zur Regel werden.“ profil veröffentlicht diese Woche mehrere Podcasts mit hochrangigen Experten zum Thema Grund- und Menschenrechte in der Coronavirus-Krise. Bereits erschienen ist ein Interview mit dem Verfassungsrechtler Theo Öhlinger. https://www.profil.at/shortlist/oesterreich/tiroler-corona-faelle-klage-menschenrechtsgerichtshof-oehlinger-podcast-11409386