hr2-kultur | Der Tag - Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.

Wenn wir singen, dann wird unsere Stimme zum Instrument und wir können hören, wie viel Schönheit in ihr steckt. Wir können schmeicheln, verführen, aber wir können mit unserer Stimme auch einschüchtern, befehlen und angreifen. Unsere Stimme sagt viel über uns aus und sie wirkt auf andere. Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit der Kommunikationswissenschaftlerin Anabell Hacker. Der Arzt und Opernsänger Bernhard Richter erzählt, wie wir die Schönheit unserer Stimme entdecken und entwickeln können. Ahmad-Reza Sadeghi von der Technischen Universität Darmstadt nimmt uns mit in die Welt der künstlichen Stimmen, er arbeitet an einem System, das echte von KI-Stimmen unterscheiden kann. Wir Menschen haben aber nicht das Monopol auf Klang und Stimme. Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner weiß mehr übers Piepen, Bellen und Röhren und wie Tiere ihre Stimme einsetzen. Podcast-Tipp: hr INFO Kultur Die Stimme und die Zeit: Wie Alter den Gesang verändert Was passiert mit einer Singstimme, wenn Jahrzehnte vergehen? Warum werden manche Töne schwieriger, andere vielleicht erst möglich - und wie viel lässt sich durch Training, Technik oder Erfahrung beeinflussen. Die Stimmen-Medizinerin Veronika Segler und der Musikwissenschaftler Martin Pfleiderer erklären, warum Popstimmen altern - und warum genau diese Veränderungen künstlerisch interessant sein können. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:4dffb1f03a5a0490/

Tschechien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober und wird ein „Meer der literarischen und kulturellen Vielfalt“ präsentieren. So kündigt es die Messe an und wir ahnen: Da ist mehr als nur Bier und Kafka. Höchste Zeit also, mal über die Grenze zu schauen und mehr zu erfahren von unserem Nachbarn. Welche literarischen Traditionen gibt es und was treibt die jungen Autoren um? Aber auch: Wie geht es den Tschechen wirtschaftlich und schauen sie zufrieden auf gut zwei Jahrzehnte Mitgliedschaft in der EU? Und dann ist da noch die Sache mit dem Kulturerbe der Braukunst - und damit wir sind doch wieder beim Bier. Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Winfried Dimmel, der ein Buch über den Mythos des tschechischen Bieres geschrieben hat. Mehr über die aktuelle Literatur erfahren wir vom Autoren Jaroslav Rudiš, der in Berlin lebt und in der Kafka Band singt. Unsere Korrespondentin in Prag, Marianne Allweiss, teilt ihre aktuellen Beobachtungen mit uns, und der Journalist Christoph Scheffer erzählt, was Land und Leute aus seiner Sicht so liebenswert macht. Podcasttipp: Deutschlandfunk Hintergrund Tschechiens Wirtschaft - Emanzipation von Deutschland Lange Zeit galt Tschechien als die Werkbank Deutschlands, vor allem als Zulieferer für die Autoindustrie. Das hat sich gewandelt. Tschechische Firmen haben innovative Ideen und expandieren auch dorthin, wo man es früher nicht vermutet hätte https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:22f9fd2238b74367/

Überall schießen sie aus dem Boden. Der Ausbau von Rechenzentren ist keine rein technische Entscheidung mehr, sondern eine politische und gesellschaftliche Frage. Denn es geht weniger darum ob, sondern eher wie wir den digitalen Fortschritt mit lokaler Netzkapazität, den Klimazielen und echter Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Ohne leistungsstarke Rechenzentren sind moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Streaming und autonomes Fahren nicht realisierbar. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor und wichtig für die digitale Infrastruktur. Aber bedeuten viele neue Rechenzentren auch mehr digitale Souveränität? Sicher ist: Sie sind energieintensiv. Ihr Wachstum gefährdet die Klimaziele, zudem benötigt die Kühlung viel Wasser und kann eine enorme Lärmbelästigung für die Nachbarschaft verursachen. Es ist also nicht einfach, richtige Entscheidungen zu fällen. Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Politologen Karsten McGovern, Geschäftsführer der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA), mit Ralph Hintemann, Gesellschafter der gemeinnützigen Forschungseinrichtung Borderstep Institut, dem Bürgermeister von Groß-Gerau, Jörg Rüddenklau (SPD), und der hr-Reporterin Pia Stenner. Podcasttipp: 11KM - der tagesschau-Podcast KI-Rechenzentren: Verspielt Deutschland die Zukunft? Rechenzentren sind die Basis für moderne KI-Anwendungen - und werden zur strategischen Zukunftsinfrastruktur. Doch beim nötigen Ausbau hakt es in Deutschland. In dieser 11KM-Folge erzählt uns Gregor Schmalzried vom KI-Podcast des BR, wie weit Deutschland und Europa in Sachen KI-Infrastruktur zurückliegen, welche Rolle digitale Souveränität dabei spielt und warum Länder wie die USA ihr Netz rasant ausbauen. Hier geht's zum KI-Podcast von Gregor Schmalzried und seinen Kolleg:innen: https://www.ardsounds.de/sendung/der-ki-podcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/

Nicht zuletzt die Wahl in Sachsen-Anhalt hat gezeigt: Fakten spielen nicht immer die entscheidende Rolle bei der Wahlentscheidung. Viele Menschen beziehen ihre Informationen aus Social Media, ohne zu wissen, ob sie geprüft und verlässlich sind. Algorithmen entscheiden, welche Informationen die Nutzer zu sehen bekommen und KI produziert täuschend echte Bilder von Ereignissen, die sich gar nicht zugetragen haben. Mehr denn je ist eine informierte Öffentlichkeit wichtig, um die Entwicklungen in unserer Gesellschaft und in der Welt verstehen und einordnen zu können. Und damit auch entscheidend für das Funktionieren der Demokratie. Was bedeutet das für Medien? Wie und über was sollten sie berichten? Welche Bedürfnisse haben die Nutzer und wie kann man angesichts der technischen Entwicklungen überhaupt noch zwischen wahr und fake unterscheiden? Zum ersten Mal tun sich ARD, ZDF und viele Zeitungen zusammen, um eine Diskussion über die Bedeutung von unabhängigem Journalismus, demokratischer Öffentlichkeit und Medienkompetenz anzustoßen - unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“. Auch unsere Sendung ist ein Teil davon. Riccardo Mastrocola spricht darüber mit Julia Krittian, Programmdirektorin des Hessischen Rundfunks, mit Henning Eichler, Journalistik-Professor für medienadäquate Inhalteaufbereitung an der HTWK Leipzig, Marc Rath, Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung und Nikolaus Jackob, Co-Autor einer Langzeitstudie zum Medienvertrauen an der Uni Mainz. Hier geht's zur Aktion „Demokratie braucht viele Stimmen“ https://demokratiebrauchtvielestimmen.de/ Podcast-Tipp: BR24 Medien https://www.ardsounds.de/sendung/br24-medien/urn:ard:show:450dd33b072d68ec/

Es ist ein Vierteljahrhundert her, und doch sehen viele von uns die Bilder noch vor sich. Am 11. September 2001 erschütterte der schwerste Terroranschlag der Geschichte die Vereinigten Staaten und leitete eine neue geopolitische Ära ein. Fast 3.000 Menschen verloren an diesem Tag im World Trade Center, im Pentagon und beim Absturz von Flug 93 in Pennsylvania ihr Leben. Der Einsturz der Zwillingstürme in Manhattan markierte nicht nur eine menschliche Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes, sondern auch eine fundamentale Zäsur für die globale Gemeinschaft. Die Folgen von „9/11“ prägen unseren Alltag bis heute - von drastisch verschärften Sicherheitsvorkehrungen an internationalen Flughäfen über die Neuausrichtung der globalen Außen- und Sicherheitspolitik bis hin zu langjährigen militärischen Konflikten im Nahen Osten und einem Generalverdacht, den sich muslimische Menschen zunehmend ausgesetzt sehen. Dazu spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Markus Albrecht, Ersthelfer am Ground Zero, dem ehemaligen ARD-Korrespondenten in New York, Thomas Nehls, dem ARD-Terrorismusexperten Michael Götschenberg und mit Bernhard Docke, dem Anwalt von Murat Kurnaz, der unschuldig in Guantanamo inhaftiert wurde. Podcast-Tipp: Dark Matters In der Sonderstaffel „Staatsgeheimnis 9/11“ folgt WDR-Journalist Nikolaus Steiner der Spur eines Mannes, der nach den Anschlägen im Zentrum internationaler Ermittlungen steht: der saudische Staatsbürger Omar Al-Bayoumi. Mit exklusiven Dokumenten, bislang unveröffentlichten Tonaufnahmen und Gesprächen mit ehemaligen FBI-Ermittlern geht die Serie der Frage nach, welche Rolle Saudi-Arabien möglicherweise gespielt haben könnte. https://www.ardsounds.de/sendung/dark-matters-geheimnisse-der-geheimdienste/urn:ard:show:870aeeecdf31b1b9/ Doku-Tipp: September https://1.ard.de/september?derTag Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Doch wie wurden aus einem einzigen Tag die Erschütterungen, die bis heute nachwirken? "SEPTEMBER" erzählt die Geschichte der Terroranschläge neu - verdichtet auf die 30 Tage eines Monats, der das 21. Jahrhundert prägte.

Jeder will alt werden, niemand will alt sein! Aus diesem vermeintlichen Widerspruch ist ein neuer Trend entstanden. Longevity nennt sich die Philosophie der Langlebigkeit und revolutioniert die Art und Weise, wie wir über das Altern nachdenken. Es geht heute nicht mehr nur darum, möglichst viele Lebensjahre zu erreichen, sondern diese Jahre gesund und bei geistiger Klarheit zu verbringen. Zwischen Ernährung, Bewegung und medizinischer Innovation ist Longevity kein unerreichbarer Jungbrunnen. Es ist die bewusste Entscheidung, durch tägliche Routinen die eigene Zukunft zu gestalten, mit dem Ziel, biologisch jünger zu bleiben, als es die Geburtsurkunde vermuten lässt. Aber wie lang lässt sich der Tod herauszögern? Sind wir dem Wunsch vom ewigen Leben nun einen Schritt nähergekommen? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Prof. Dr. Björn Schumacher, Altersforscher an der Uni Köln, mit Christina Busse, Pilates-Trainerin aus Hamburg, Dr. Katharina Gangl, Direktorin des Instituts für Marktentscheidungen in Nürnberg, mit Klaus Hofmeister von der hr-Kirchenredaktion und mit Stefan Bales, der seit Jahren einen Longevity-Lifestyle pflegt. Podcast-Tipp: Bayern 2 Gesundheitsgespräch Schlaf - getrackt. Essen - fotografiert und hochgeladen. Herzfrequenz - im Blick. Fortschritte beim Fitness - in der App dokumentiert. Selbstoptimierung des Körpers ist ein Trend. Doch: Wozu? Um diese Frage geht es in diesem Podcast in einem Gespräch mit Hausarzt Prof. Jörg Schelling. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:24450ac5b11e8fd3/

In Sachsen-Anhalt wählten fast die Hälfte der Wahlbeteiligten die AfD. Die Gründe dafür sind vielfältig, darunter auch einer, der die Ausrichtung unserer Gesellschaft betrifft. Man misstraut den Eliten, wendet sich gegen „die da oben“ und sucht nach einfachen Lösungen. Mit den Eliten wird pauschal abgelehnt, wen man in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Führungsebenen wähnt. Dort wird über Gesetze entschieden, werden Milliarden verwaltet und wird letztlich die Zukunft unseres Landes geprägt. Doch wer sind diese Eliten überhaupt? Entscheidet Leistung oder Herkunft, wer dazu zählt? Und wie viel Substanz steckt hinter dem Vorwurf, sie hätten den Bezug zur Realität der Bürger verloren? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Prof. em. Michael Hartman, Soziologe und Elitenforscher an der TU Darmstadt, dem Schauspieler und Salem-Schüler Oliver Mommsen, dem Politikwissenschaftler Dr. Lars Vogel von der Uni Leipzig und mit Sabine Helling -Moegen, Geschäftsführerin der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin. Podcast-Tipp: Eliten in der DDR Auch die DDR wurde von Eliten getragen, die nicht in vorderster Parteifront standen, aber den Staat trotzdem am Laufen hielten und dafür auch mit Privilegien belohnt wurden. Als Betriebsdirektor, Schulleiter, Parteisekretär oder Richter gehörten sie zu den „oberen Zehntausend“, zur Elite des Landes. Über diese Menschen ist bisher wenig bekannt. Dieser Podcast stellt einige von ihnen vor. https://www.ardsounds.de/sendung/eliten-in-der-ddr-von-mdr-aktuell/urn:ard:show:dd806317111191c0/

Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist gelaufen und das Ergebnis nicht überraschend: Die AfD hat mit 43,8 % mit Abstand die meisten Stimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Für die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag reicht es allerdings nicht. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Regierungsbildung kompliziert werden wird. Wenn alle Stimmen ausgezählt sind, stellen sich viele weitere Fragen nach den Konsequenzen aus der Wahl. Welche Perspektive sehen junge Menschen in einem Bundesland, das immer mehr Einwohner verliert? Vor allem junge, gut ausgebildete Frauen ziehen weg. Wirtschaftsunternehmen wie auch soziale Einrichtungen sorgen sich um Fachkräfte, für die es Zuwanderung bräuchte. Wie gehen Kultureinrichtungen mit der Situation nach der Wahl um? Und wie kommt man wieder miteinander ins Gespräch, in einem Bundesland in dem es zwei Seiten zu geben scheint: Für oder Gegen die AfD. Darüber sprechen wir mit MDR-Landeskorrespondentin Doreen Jonas, mit Annegret Laabs, Sprecherin der Initiative „Kultur ist Vielfalt und Heimat“, mit Frank Richter, ehemaliger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen und mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. Podcast-Tipp: Berlin Code "Berlin Code" ist der Politik-Podcast aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Linda Zervakis schaut mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten jede Woche hinter die Kulissen der Bundespolitik. https://www.ardsounds.de/sendung/berlin-code-mit-linda-zervakis/urn:ard:show:7d6b2a6353d8a1a6/

Warten aufs Christkind. Warten auf den Bus. Warten auf Godot. Und: Warten auf Gewissheit, sei sie erlösend oder niederschmetternd. Wenn wir warten, sind wir mit unseren Gedanken und Sinnen bei einem Ereignis, das noch nicht eingetreten ist. Einem Ereignis, das zwangsläufig, möglicherweise oder auch gar nicht eintreten wird. Warten ist ein Zustand, der vorübergeht - manchmal (unerwartet!) schnell, aber nach unserem Gefühl meist viel zu langsam. Die Zeit des Wartens kann uns dann vorkommen wie eine Ewigkeit. Und im äußersten Fall kann auch eine tatsächliche Ewigkeit daraus werden. Es sei denn, Godot kommt doch noch irgendwann. Unsere Gedanken und Sinne beschäftigen sich beim Warten aber nicht nur mit dem, worauf wir warten. Sondern unterbewusst auch mit dem Warten selbst. Wie erleben wir die Zeit des Wartens? Wie versuchen wir, sie zu gestalten oder zu vertreiben? Ist warten nur Not oder auch Tugend? Der Schlüssel zum Erfolg? Oder eine Form des Ausgeliefertseins? Warten lassen ist Macht - und warten können vielleicht auch. Aber warum ist warten oft so anstrengend? Und: Wann kann warten glücklich machen? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Psychologin Isabell Winkler, dem Philosophen Timo Reuter, dem Verhaltensökonomen Matthias Sutter und dem Soziologen Rainer Paris. Podcast-Tipp: Achtsamkeit von Deutschlandfunk Nova Viele haben das Warten verlernt. Schnell und einfach direkt auf alles Mögliche zugreifen zu können, hat dazu geführt, dass wir für vieles keine Geduld mehr haben. Dagegen ist Geduld Achtsamkeit. Wie wir Geduld lernen und achtsam Ungeduld in den Griff bekommen können, darum geht es in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5b5c033682068867/

Es gibt immer mehr Elektroautos auf unseren Straßen: Bei den Neuanmeldungen im Juli 2026 stiegen die Zahlen um 60% im Vergleich zum Vorjahr. Aber ist das schon die Verkehrswende? Reicht es, sich auf batterie-betriebene Fahrzeuge zu verlassen? Laut einer neuen Studie reduzieren sie die CO₂-Emissionen gemessen am kompletten Lebenszyklus nur um 41 Prozent - und sind also nicht klimaneutral, wie die EU-Kommission annimmt. Wie sieht es mit Alternativen zum Auto aus, wie ÖPNV und andere Verkehrsmittel wie Fahrräder und Tretroller? Und wie hat das weiterhin hohe Verkehrsaufkommen das Verhalten im Straßenverkehr verändert? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Soziologen und Mobilitätsforscher Andreas Knie, mit Kirstin Zeidler vom Gesamtverband der Versicherer, mit Philipp Kosok, vom Thinktank Agora-Verkehrswende und mit Jutta Deffner vom Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt. Podcast-Tipp: Die Reportage - Geschichten hinter den Nachrichten Verkehrswende auf dem Land: Ein Jahr ohne Auto Während in Großstädten das ÖPNV-Angebot gut ausgebaut ist und Bikesharing boomt, scheint das Auto auf dem Land unersetzlich. Ein Projekt in Sachsen will zeigen, dass es auch anders geht. Eine Reportage von Max Fallert. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f0b79d6cfcfae49c/

Wie viel können und wollen, dürfen und müssen wir in Zukunft noch arbeiten? Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade an vielen Stellen, auf vielfältige und oft auch widersprüchliche Weise: Künstliche Intelligenz nimmt uns viel Arbeit ab - und weg. Sie bedarf aber zugleich der menschlichen Kontrolle. Auf der einen Seite werden reihenweise Stellen gestrichen, aber auf der anderen Seite fehlt es an Fachkräften. Aus der Politik kommt die Botschaft, dass wir alle länger arbeiten sollen. Aber viele von uns sind schon jetzt überlastet. Arbeiten wir also zu viel, zu wenig oder einfach nur falsch? Arbeit gibt es genug. Aber sie wird oft nicht gerecht verteilt, nicht angemessen bezahlt und nicht ihrem Wert entsprechend anerkannt. Wo ist unsere menschliche Arbeitskraft weiterhin gefordert? Woher holen wir die Arbeitskräfte, die uns fehlen? Reichen unsere Kräfte, um länger als bisher zu arbeiten? Und woher nehmen wir die Kraft, um neben unserer bezahlten Arbeit auch noch Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen gerecht zu werden? Es gibt viel zu tun. Aber wie packen wir es an? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit Gästen, die an all diesen Fragen arbeiten: Mit Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, mit Nicole Beste-Fopma, Journalistin und Vorsitzende des Bundesverbands Vereinbarkeit, mit Andreas Werner, Projektleiter im Bereich Digitalisierung am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und mit Nils Backhaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Podcast-Tipp: WDR5 Neugier genügt Wie Arbeit glücklich macht Im Büro, auf dem Bau oder in der Bäckerei: Die meisten Menschen wünschen sich eine Arbeit, die glücklich macht. Wie kann das gelingen und was, wenn das Gegenteil der Fall ist? Der Arzt Claas Lahmann gibt Tipps https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:55286329e89a0581/

Es war ein Sommer der Extreme, wie wir ihn seit dem bisherigen Meilenstein aus dem Jahr 2003 nicht mehr hatten. Heiße Tage bis in Rekordwerte von 42 °C hinein, mehr Hitzetage als in den Jahren zuvor und vor allem zahlreiche Tropennächte, in denen es nachts oft nicht mehr unter 20 °C abkühlte. Dazu kam eine beispiellose Trockenheit, der Wasserstand sank unter ein nie zuvor gemessenes Tief und Regen fiel nur punktuell und dann in Form von heftigen lokalen Gewittern. Starke körperliche Belastungen mit rund 14.000 hitzebedingten Todesfällen, Milliardenschäden für Forst und Landwirtschaft und so nie dagewesene Waldbrände waren die Folge. Dabei stellt sich die Frage, ob dies nur Wetter war oder Ergebnis des menschengemachten Klimawandels. Bleibt so ein Sommer die Ausnahme oder ist das das neue Normal? Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Hanns-Christian Gunga von der Berliner Charité, dem Meteorologen Dominik Jung, mit Peter Hoffmann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und Katharina Wilhelm vom ARD- Kompetenzcenter Klima. Podcast-Tipp: IQ - Wissenschaft und Forschung Hitzewellen, Temperaturrekorde, trockene Flüsse: Die Realität des Klimawandels holt alte Prognosen ein. Haben Forschende die Erderwärmung unterschätzt - oder nicht drastisch genug gewarnt? Ein Podcast mit Renate Ell. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d1ffeb8f14d4d8c1/

Die Wahl in Sachsen-Anhalt steht bevor und alle Umfragen deuten auf ein starkes Ergebnis der AfD hin. Bei einer absoluten Mehrheit könnte die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei die Regierung übernehmen. Was würde das bedeuten für Sachsen-Anhalt, aber auch für ganz Deutschland? Diese Frage wird heiß diskutiert und die Sorge ist groß, dass die AfD auch bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein starkes Ergebnis einfahren könnte. Es werden Erklärungen gesucht, die mit unserem Verständnis von Ost- und Westdeutschland zu tun haben. Aber müssen wir immer noch von einer Spaltung des Landes in Ost- und West sprechen? Und wenn ja, wie können wir sie überwinden? Neben der Sorge steht die Hoffnung. Auch in ostdeutschen Ländern gibt es starke Bewegungen gegen die rechtsextreme Partei: Vereine, Gemeinden, Unternehmen, Menschen, die sich politisch engagieren, Kampagnen starten. Wie stark ist die Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt und wie kann sie noch gestärkt werden? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Annemarie Rosenstock von „Mehr als uns trennt e.V.“, dem Landesjugendpfarrer Peter Herrfurth, der Journalistin und Buchautorin Marieke Reimann („Zweite Wende“) und Albrecht von Lucke, Blätter für deutsche und internationale Politik. Podcast-Tipp: Wahlkreis Ost - der Politik-Podcast aus Leipzig Was bewegt den Osten und was sagt das über Deutschland aus? Warum tickt er anders, warum wählt er anders? Was bedeutet es wiederum für die Menschen zwischen Rügen und Erzgebirge, was in der Hauptstadt ausgehandelt und beschlossen wird. Dieser Podcast erklärt politische und gesellschaftliche Ereignisse, ordnet Debatten ein und sucht nach den Geschichten hinter den Schlagzeilen. https://www.ardsounds.de/sendung/wahlkreis-ost-der-politik-podcast-aus-leipzig/urn:ard:show:f7b12b052fc9a039/

Konsole an, Spiel rein, abtauchen - so sah Gaming lange aus. Heute stecken die Spiele in fast jeder Hosentasche auf dem Smartphone. Games wie Fortnite oder Roblox sind mehr als ein Zeitvertreib: Sie gelten als soziale Räume, in denen Menschen Freundschaften pflegen, miteinander konkurrieren, Geld ausgeben. Auf Plattformen wie Discord werden auch gesellschaftliche Konflikte ausgetragen. Gaming ist Alltag. Wie wichtig diese Welt auch für die Politik geworden ist, zeigt die diesjährige Gamescom. Zum ersten Mal besucht mit Frank-Walter Steinmeier ein Bundespräsident die Spielemesse; Demokratie ist ein Schwerpunkt in diesem Jahr. Denn wo Millionen Menschen zusammenkommen, stellt sich auch die Frage nach den Regeln des Zusammenseins: Wer bestimmt sie in digitalen Spielwelten? Wer verdient an unserer Aufmerksamkeit? Warum interessieren sich rechtsextreme Kräfte für Gaming-Communitys? Und kann man durch Computerspiele lernen, wie Demokratie funktioniert? Darüber spricht Tag-Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit hr-Reporter Stefan Kiske live von der Gamescom, dem Medienwissenschaftler und Games-Forscher Hanns Christian Schmidt, Maik Fielitz vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und Felix Zimmermann von der Bundeszentrale für politische Bildung. Podcast-Tipp: Quarks Daily GAMING - Was macht es mit Körper, Psyche und Beziehungen? Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig auf Konsolen, dem PC oder auf dem Smartphone. Gaming gehört zu uns. Trotzdem halten sich viele Klischees hartnäckig: Gamer seien übergewichtig, sozial isoliert oder gar süchtig. Aber was ist wirklich dran? Und was wissen wir aus der Wissenschaft über die Auswirkungen des Spielens auf Körper, Psyche und Beziehungen? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9168f9a173bac893/

Wer heute in einer schönen bezahlbaren Wohnung lebt, sollte besser nie mehr umziehen. Der Wohnungsmangel ist dramatisch, die Mieten steigen unaufhörlich. Aber das soll sich ändern. Das Bauen soll schneller, einfacher und günstiger werden nach dem Willen der Bundesregierung. Das würde auch die Mieten wieder bezahlbar machen. Das klingt nach einem guten Plan. Die Konzepte liegen vor, die ersten Bauten entstehen. Geht schneller, einfacher, günstiger bauen und dann auch noch nachhaltig, lebenswert und vielleicht sogar schön? Müssen es immer Neubauten sein? Wie werden sich die Architektur und unsere Städte verändern? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit dem Architekten Werner Sobek, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, dem Architekturpsychologen Kai Schuster, dem Kulturwissenschaftler Alexander Gutzmer und der Architektin Andrea Bitter von Architects for Future. Podcast-Tipp: Punkt EU - der Europa-Podcast von WDR 5 Hohe Preise, wenig Auswahl: wie die EU gegen Wohnungsnot vorgeht Barcelona, Wien, Paris: Bezahlbarer Wohnraum wird in Europa knapper. Ein Problem sind Kurzzeitvermietungen. Das EU-Parlament fordert strengere Regeln für Airbnb & Co. Was bringt's? Mit Kathrin Schmid, Sebastian Kisters und Sabrina Fritz. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a3a57c52c6c2a92b/

Wir reden von People of Colour. Wir reden von Schwarzen. Aber warum reden wir so selten über Weiße? Weißsein gilt als die vorherrschende Norm hier. Das Weißsein wird fast nie thematisiert. Dabei befinden wir uns mitten im Kulturkampf und da geht es auch ums Weißsein. Die Debatte um das Volksbad in Berlin hat das gezeigt. Schnell war die Rede von „Apartheid“ und „Rassismus“ - dabei ging es um sechs Stunden Schwimmen für benachteiligte, schwarze Kinder. Auch im hessischen Biedenkopf wurde gestritten um die kolonial geprägte Tradition des Grenzgangs, bei der alle sieben Jahre ein weißer Mann, schwarz geschminkt mit einem Säbel durch die Stadt läuft. Weiße Tradition oder verletzendes Blackfacing? Wir wollen darüber sprechen, ob es um Melanin oder gesellschaftlichen Status geht - mit Eske Wollrad, die zum Weißsein und Postkolonialismus geforscht hat. Moderatorin Isabel Reifenrath spricht außerdem mit dem Konfliktforscher Andreas Zick, der Afrikanistin Marianne Bechhaus-Gerst und der Soziologin Seyran Bostanci. Podcast-Tipp: SWR Kultur Forum Rassismus in Deutschland - Wachsende Gefahr oder alter Zopf? Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet und ein allgegenwärtiges Problem, sagt das Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Nimmt Rassismus zu? Was heißt das für den Alltag von Menschen anderer Herkunft, Hautfarbe oder Religion? Und was kann dagegen getan werden? Susanne Babila diskutiert mit Florence Brokowski-Shekete - Schulamtsdirektorin, Autorin und Podcasterin; Dr. Cihan Sinanoğlu - Leiter der Geschäftsstelle des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitoring am DeZIM; Prof. Dr. Detlef Pollack - Kultur- und Religionssoziologe https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:94d2c5b80c5d3f93/

In Deutschland wird immer weniger Wein getrunken. Der Konsum sank im letzten Jahr statistisch gesehen um 1 Flasche pro Kopf. Auf diese sinkende Nachfrage müssen sich die Winzer einstellen. Dazu kommt die Konkurrenz mit den Discountern, die massenhaft billigen Wein aus ganz Europa anbieten. Viele Winzer können da nicht mehr mithalten und geben auf. Unter diesen Vorzeichen beginnt die Weinlese 2026 und sie beginnt außergewöhnlich früh. Da zeigt sich ein weiteres Problem für die Produzenten: die Folgen des Klimawandels, extreme Hitze, extreme Trockenheit. Wird es in Zukunft noch Riesling geben bei uns? Die Rebsorte liebt kühlere Temperaturen… Klar ist, die Deutschen trinken nicht nur Wasser. Was die Menschen zurzeit gerne im Glas haben, und wie die Winzer mit den Herausforderungen umgehen können, darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit Christine Müller von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach, mit Frank Schulz vom Deutschen Weininstitut, mit der Sommeliere Natalie Lumpp und mit Manuela Rimbach-Sator von der Winzerseelsorge Rheinhessen. Podcast-Tipp: ARD Klima Update E-Auto, Wärmepumpe, Hitzeanpassung - Klimaschutz erhitzt die Gemüter. Im ARD Klima Update erfahrt ihr, was sich hinter den aktuellen Debatten verbirgt. Bei uns bekommt ihr Recherchen zum Klimawandel aus Deutschland und der Welt, neue Einblicke und innovative Lösungen, mit fundierten wissenschaftlichen Analysen. Immer mit dem Blick nach vorn: vom Problem zur Perspektive! https://www.ardsounds.de/sendung/ard-klima-update/urn:ard:show:71acd059ed116dc2/

Hilfslieferungen - im Sudan und in Gaza wird die Lage der Menschen immer schlimmer. Hilfsorganisationen versuchen zu helfen, werden dabei aber auch immer häufiger selbst angegriffen oder erreichen Kranke und Hungernde nicht mehr. Gleichzeitig streichen immer mehr Staaten ihre Hilfen. Auch die Bundesregierung hat sie im Zuge von Haushaltseinsparungen drastisch gekürzt. Gespendet wird auch immer weniger. Heute ist der Welttag der Humanitären Hilfe. Wir sprechen mit Helfern, Organisationen und Kritikern, wie es um die Humanitäre Hilfe steht und welche Folgen die Einsparungen auf die globale Gesundheit, Hunger und Fluchtursachen haben. Katrin Jullien ist für die Diakonie in Nairobi und spricht von dort aus mit uns. Martin Keßler ist Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe. Außerdem spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Entwicklungsökonom Axel Dreher und Lukas Driedger von der Hilfsorganisation ADRA. Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Kultur - Im Gespräch Till Wahnbaeck - Wagniskapital bringt Afrikas Start-ups voran Er war Manager bei einem Konsumgüter-Weltkonzern und Chef der Welthungerhilfe. Mit der Idee, Spenden zu Investitionen zu machen, schafft Till Wahnbaeck eine neue Form von Entwicklungshilfe: Die Begegnung auf Augenhöhe - und Gewinne, die zurückfließen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:07a0ee1033398aec/

Ein paar Quadratkilometer Spanien auf afrikanischem Boden: Die EU-Enklave Ceuta hat eine Festlandgrenze mit einem afrikanischen Staat - nämlich Marokko - gesichert durch meterhohe Zäune und modernste Überwachungstechnik. Ein kleines Stück Land, das für viele Marokkaner zu einem Hoffnungsschimmer geworden ist. Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. Vielen hat diese Hoffnung in den letzten Wochen den Tod gebracht, weil sie Ceuta schwimmend erreichen wollten. Die meisten wurden schnell wieder zurückgebracht nach Marokko, einige sind jetzt in Ceuta gestrandet. In der EU hat der Ansturm von mehreren Tausend Marokkanern an einem einzigen Wochenende leichte Panik verursacht. Was läuft schief in Marokko, warum wollen so viele junge Menschen dort weg, wie kann Ceuta mit seiner Lage umgehen und welche Konsequenzen kann die EU ziehen? Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit der Journalistin Kristina Böker aus dem ARD-Studio Madrid, die gerade in Ceuta war, mit unserem Korrespondenten für Marokko, Stefan Ehlert, mit dem Migrationsforscher Franck Düvell und der Integrationsforscherin Naika Foroutan. Podcast-Tipp: Flugmodus - Der ZAPP-Medienpodcast Ceuta-Ansturm: Wie virale Videos Menschen in die Irre führen Zehntausende Migranten kamen Anfang August in die spanische Exklave Ceuta - viele schwimmend. Marokko gibt unter anderem Falschinformationen auf Social Media die Schuld. Aber stimmt das? Julia von Buddenbrock spricht mit NDR Verifikationsexpertin Alice Echtermann über virale Videos, Gerüchte statt einer Kampagne und die mühsame Arbeit von Faktencheckern: Schwamm der berühmte Selfie-Stick-Schwimmer gar nicht nach Ceuta? Wo entstand das Truck-Video wirklich? Und was steckt hinter den Aufrufen zum 15. August? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:fa06eb948969f695/

Die „Mutter aller Deals“ soll es sein, so sieht es jedenfalls EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie meint das Freihandelsabkommen mit Indien. Anfang des Jahres wurde es beschlossen und soll möglichst bald in Kraft treten. Die Wortwahl der Präsidentin zeigt deutlich: Europas Wirtschaft macht sich große Hoffnungen, dass Geschäfte mit Indien ausgleichen können, was in China und in den USA verloren geht. Da will auch Hessen dabei sein und Ministerpräsident Boris Rhein macht sich mit einer Wirtschaftsdelegation auf nach Osten. Aber wie stabil ist der Boom in Indien? Was kann die Mutter aller Deals bewirken und welche Chancen stecken tatsächlich in der Anwerbung von Fachkräften? Darüber spricht Isabel Reifenrath mit der Ökonomin Samina Sultan vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln und mit Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Balkrishna Dubey, Gründer und IT-Berater, erzählt von seiner Sicht auf die deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen und schließlich fragen wir den Schriftsteller Martin Kämpchen, der seit 50 Jahren in Indien lebt, wie sich die aufstrebende Wirtschaftsmacht verändert. Podcast-Tipp: Weltspiegel-Podcast Ein Auslandsthema, einmal die Woche, aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Der Weltspiegel Podcast liefert euch die Hintergründe und erklärt die Zusammenhänge, damit ihr unsere Welt ein Stück besser versteht. Unsere ARD-Korrespondent:innen sind vor Ort, sprechen mit den Menschen und ordnen für euch das Weltgeschehen ein. https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/

Familie. Das sind die Menschen, die uns am nächsten stehen. Die uns auffangen, uns prägen - und manchmal auch am meisten verletzen. Wir erben von unseren Eltern nicht nur Gene. Wir übernehmen vielleicht ihre Werte, ihre Ängste, ihre Vorstellungen vom Leben - manchmal sogar Wunden, die lange vor unserer Geburt entstanden sind. Familie kann Halt geben und Geborgenheit schaffen. Sie kann aber auch einengen, verletzen und so schwierig werden, dass Menschen den Kontakt zueinander abbrechen. Wie viel Nähe ist gut? Wann wird Loyalität zur Belastung und darf man sich von seiner eigenen Familie lösen? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Soziologin Paula-Irene Villa Braslavsky und der Autorin Claudia Haarmann. Außerdem erklärt die Psychiaterin Katharina Drexler, wie Traumata auch über Generationen weitervererbt werden können und die Beziehungsberaterin Andrea Newerla gibt zudem Einblicke in heutige Familienstrukturen. Podcast-Tipp: Herz ohne Filter Kontaktabbruch - Wenn Kinder ihre Eltern verlassen Mama, Papa, ich will euch nie wiedersehen! Eltern fallen oft aus allen Wolken, wenn die eigenen Kinder den Kontakt abbrechen. Kinder haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Was steckt hinter so einem Kontaktabbruch? Kann eine Annäherung wieder gelingen? Darüber spricht Host Sabine Hub mit Eltern, Kindern und der Psychologin Sandra Konrad. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:801cdf81f9a2e7a9/ Doku-Tipp in der ARD Mediathek: Familientherapie mit Franca Cerutti In der neuen ARD-Dokuserie „Familientherapie“ lädt Psychotherapeutin und Podcasterin Franca Cerutti vier Familien aufs Land zu einem Familien-Intensiv- Coaching ein. https://www.ardmediathek.de/serie/familientherapie-mit-franca-cerutti/staffel-1/NjRhYTI2NzQtYzJiOS00OWMwLWI1MmMtM2RmMjVmMDBlOWRj/1

Kein Sommer ohne Waldbrände. Schrecklich vertraut ist uns das längst geworden. Aber in diesem Sommer scheinen die Fachleute besorgter denn je. Die Waldbrände werden immer zahlreicher, heftiger und flächendeckender, und sie lassen sich immer schwerer unter Kontrolle bringen. Menschliche Fahrlässigkeit verbindet sich auf fatale Weise mit den Folgen des Klimawandels. Und gerade der Klimawandel wirkt als Ursache und Hindernis zugleich. Indem er die Natur verändert, begünstigt er die Entstehung von Bränden und erschwert obendrein deren Bekämpfung. Umso dringender ist es, die richtigen Vorkehrungen zu treffen: Sinnvoll umzugehen mit verbrannten Flächen und sie auf nachhaltige Weise wiederzubeleben. Vorzubeugen gegen alle Brandursachen, die wir Menschen in der Hand haben. Vorauszuberechnen, wo die Waldbrandgefahr am größten ist. Und sich vorzubereiten auf den nächsten Ernstfall. Waldbrände haben gravierende Folgen für Mensch und Natur, und so dürfen sie auch nicht folgenlos bleiben für das, was wir tun. Über all das spricht Moderator Oliver Glaap mit dem Meteorologen und Klimaforscher Mojib Latif von der Universität Kiel, mit Moritz Frey, Pressesprecher des Landesbetriebs HessenForst, mit Harald Gross, Fachkampaigner Waldschutz & Holznutzung bei der Umweltorganisation Greenpeace und mit dem Biologen und Ökologen Daniel Scherrer von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in der Schweiz. Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Extremwetter - Kann Landwirtschaft das noch schaffen? Hitze, Dürre, Starkregen: Für viele Landwirte ist das längst Alltag. Justus baut seinen Hof um und probiert neue Anbaumethoden aus. Doch reicht das? Und wie muss sich Landwirtschaft verändern, damit in Zukunft genug Lebensmittel produziert werden? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7b96ee0b61c22c56/

Plötzlich wird es dunkel - doch nicht, weil die Nacht kommt. Die Sonne verschwindet, der Himmel verändert seine Farbe und für einen Moment schauen Millionen Menschen einfach nur nach oben. Denn dort ist nur noch eine schmale Sichel zu sehen. So ungefähr wird die Sonnenfinsternis auch am Mittwoch über Deutschland aussehen. Als wäre das noch nicht genug, sind gerade auch noch die Perseiden unterwegs. Am Nachthimmel ist also ganz schön was los. Warum ziehen uns solche Himmelsspektakel bis heute so stark in ihren Bann? Warum reisen Menschen für eine Minute Dunkelheit extra quer durch Europa? Über die Faszination Universum, über Mythen und Wissenschaft spricht die Moderatorin Jessy Trommer mit Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank und Volker Heinrich vom Physikalischen Verein Frankfurt. Der Astronom und Wissenschaftshistoriker Michael Rappenglück erklärt, wie unsere Vorfahren Sonnenfinsternisse und Sternschnuppen gedeutet haben, außerdem berichtet Astronaut Reinhold Ewald, wie es sich anfühlt, von der Raumstation auf Sonne, Mond und Sterne zu schauen. Podcast-Tipp: Wissenschaft im Brennpunkt Sonnen-Ausbruch - Der unberechenbare Stern Im Jahr 1859 traf ein Sonnensturm der Superlative die Erde. Kann es wieder passieren? Die Folgen für die technisierte Welt wären verheerend. Eine neue Generation von Sonden nähert sich der Sonne. Das Ziel: Gewappnet sein für die nächste Mega-Eruption. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f4e3fd1ed445e2ea/

Es gongt zum neuen Schuljahr. Die Sommer-Pause in Hessen ist vorbei. Und der Schulalltag dürfte für alle Beteiligten wieder eine härtere Prüfung werden als nötig. Denn die Lücken sind groß: Die Landesregierung hat beim Geld den Rotstift angesetzt. Die Versorgung mit Lehrkräften ist oft mangelhaft bis ungenügend. Die Digitalisierung hessischer Schulen macht nicht genügend Fortschritte. Und kaum ein Klassenzimmer ist hitzefrei, weil es auch da an der technischen Ausstattung fehlt. Wegen Geld- und Personalmangels können viele Schulen das vorgeschriebene Klassenziel einer Ganztagsbetreuung erst einmal nicht erreichen. Dafür gibt es in den Augen vieler ein Übermaß an Föderalismus im Bildungswesen und damit zu viel Ungerechtigkeit bei den Anforderungen. Und viele fragen sich, ob unser Schulsystem nicht hoffnungslos in alten Zeiten sitzengeblieben ist. Moderator Oliver Glaap begrüßt zu diesem Schul-TAG: Mareike Klauenflügel, Schulleiterin und 1. Vorsitzende des Interessenverbandes Hessischer Schulleitungen e. V., den Bildungsforscher Kai Maaz vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Silke Müller, ehemalige Schulleiterin und Autorin u. a. des Buches „Schule gegen Kinder“ und den hessischen Landesschulsprecher Laurenz Spies. Podcast-Tipp: Die Schule brennt Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Im Podcast sucht er mit Fachleuten nach Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen. Jede Woche Montag gibt es eine neue Folge. https://www.ardsounds.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/

Wir befinden uns in einer Umbruchphase und das auf mehreren Ebenen. Es sind nicht nur der Klimawandel und die Zeitenwende durch den Ukrainekrieg. Dazu kommen massive Migrationsbewegungen und die Veränderungen in der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz. Viele Menschen haben große Ängste, psychische Probleme nehmen zu, die Zukunft wird als bedrohlich und ungewiss empfunden. Kein Wunder, dass Helden Konjunktur haben. Im Kino z. B. Superman und Supergirl und eine neue Ausgabe der Odyssee. Waren die von Feministinnen und einigen Kulturwissenschaftlern in der Nachkriegszeit ausgerufenen postheroischen, friedliebenden Zeiten nur ein kurzes Intermezzo? Brauchen wir wieder die großen Heldenerzählungen für eine Gesellschaft, in der jeder versucht, Verantwortung zu übernehmen und bereit ist, Opfer zu bringen? Darüber wollen wir sprechen mit dem Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger, mit dem Kulturwissenschaftler Niels Werber, mit dem in Amerika lebenden Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt, der sich mit der Heldeninszenierung von Donald Trump beschäftigt, und mit dem Psychologen Stephan Grünewald, dessen jüngstes Buch über unsere verunsicherte Gesellschaft „Wir Krisenakrobaten“ heißt. Podcast-Tipp: Matthay fragt Was lehren uns vergessenen Heldinnen wie Hedy Lamarr, Filmstar und Technikpionierin? Warum wurden sie nie gefeiert? Sind Heldinnen überhaupt noch zeitgemäß? Sabina Matthay fragt Stefanie von Wietersheim, die sich mit vergessenen Heldinnen befasst hat. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1b3af7286b9f9679/

Die USA geben der Ukraine endlich Patriot-Abwehrraketen. Die NATO hat ein 140-Milliarden-Euro-Paket geschnürt. Die EU will mit der Ukraine zusammen an einer gemeinsamen Raketenabwehr arbeiten und Frankreichs Präsident Macron kündigt multinationale Truppen an, die schon jetzt in den Nachbarländern der Ukraine für die Sicherung eines Waffenstillstands üben sollen. Russland leidet unter den ukrainischen Angriffen auf seine Ölversorgung. Alles gute Nachrichten für die Ukraine. Aber reicht das? Hinter den Kulissen bröckele der Beistand, ist zu lesen. Und die Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter seien nicht ausreichend. Der Ukraine fehlt es an Soldaten. Die Friedensverhandlungen stocken seit Monaten. Manche Experten beschwören die nukleare Eskalation als mögliches Ende des Ukraine-Krieges herauf. Nur, wo steht der Ukraine-Krieg wirklich? Das versuchen wir herauszufinden mit dem in Moskau lebenden Journalisten Michael Thumann, unserem Korrespondenten in Kiew Stephan Laack und den Politikwissenschaftlern Nico Lange und Johannes Varwick. Moderatorin ist Isabel Reifenrath. Podcast-Tipp: Was tun Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet. https://www.ardsounds.de/sendung/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/urn:ard:show:79c63b8ea9460080/

Es sind fünf Jahre vergangen seit der verheerenden Flut im Ahrtal. Die Zerstörungen sind noch nicht alle beseitigt, die Trauer um die Toten dauert an und auch die materiellen Verluste sind für viele schwer zu verarbeiten. Die Fluten haben vieles weggeschwemmt. Leben, Erinnerungen, Zukunft. Aber es gibt auch viel Resilienz, den Willen weiterzumachen, einen Neuanfang zu wagen, wiederaufzubauen. Und wenn es wieder passiert? Wären wir besser vorbereitet? Darüber wollen wir sprechen mit Klaudia Skodnik vom Verein Fortuna hilft, der sich z. B. um traumatisierte Kinder kümmert. Mit der Filmemacherin Susanne Jäger, die in der Flutnacht ihren Vater verloren hat. Mit Edith Wallmeier vom ASB Bundesverband, der eine Studie zur gesellschaftlichen Resilienz nach der Flutkatastrophe vorgelegt hat. Christoph Zielhofer, Geologe an der Uni Leipzig, beschäftigt sich mit Umweltkrisen, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderungen. Und Jörn Brinkmann von der Uni Stuttgart entwickelt Strategien zum Schutz vor Extremwetter und Naturkatastrophen. Podcast-Tipp: Die Flut - Warum musste Johanna sterben? Juli 2021: Die 22-jährige Johanna Orth aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auf dem besten Weg in eine erfüllte Zukunft. Dann reißt sie die Flutwelle aus dem Leben. Der Host Marius Reichert begibt sich zusammen mit ihren Eltern auf die Suche nach Antworten rund um die Ereignisse dieser verhängnisvollen Nacht: Wie kam Johanna ums Leben? Wie konnte es so weit kommen? Warum wurde Johanna nicht früher gewarnt? Wer trägt Verantwortung? https://www.ardsounds.de/sendung/die-flut-warum-musste-johanna-sterben/urn:ard:show:5a0051350237e3c9/ Hier geht's zur Dokumentation unserer Gesprächspartnerin Susanne Jäger: Allein in der Flut https://www.ardmediathek.de/video/allein-in-der-flut/allein-in-der-flut-mein-vater-und-die-toedliche-nacht-im-ahrtal/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZDliMDgxMzctZmM0Mi00YjRhLTgwNjctNmQzYTRjYWIzOTBk

Ohne das Informationsfreiheitsgesetz hätten Journalisten und Transparenzplattformen wohl nie die Maskendeals während der Corona-Pandemie aufdecken können. Auch der Skandal um die Einführung der Autobahnmaut kam dank des Informationsfreiheitsgesetzes ans Licht. Seit 20 Jahren ermöglicht es die Einsicht in die Akten der Behörden. Bisher ist jeder berechtigt, einen Antrag zu stellen. Nun will die Bundesregierung diesen Vorgang erschweren. Nur noch “natürliche Personen” sollen antragsberechtigt sein und künftig soll man begründen müssen, warum man welche Akten einsehen will. Außerdem sollen die Kosten nicht mehr gedeckelt werden. Als Grund nennt die Regierung die aktuelle Bedrohungslage. Die Opposition und Journalistenverbände kritisieren die geplanten Änderungen. Sie befürchten die Abschaffung der Informationsfreiheit. Ein breites Bündnis aus mehr als 100 Organisationen fordert in einem offenen Brief: “Hände weg vom IFG!” Darüber diskutieren wir mit dem Journalisten Jost Müller-Neuhof vom Tagesspiegel, mit Arne Semsrott von FragDenStaat und mit dem Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl. Isabel Reifenrath moderiert. Podcast-Tipp: MDR Aktuell Das Interview Transparency International Deutschland kritisiert die Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz. Was die Geschäftsführerin Christin Lüttich dazu sagt, hören Sie in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:667b41fd57c4e6bd/

Die NATO befindet sich in einer paradoxen Situation: Einerseits wird sie, angesichts der Krisenherde, so dringend gebraucht wie seit Jahrzehnten nicht. Andererseits schürt US-Präsident Donald Trump Zweifel, ob sich die Europäer im Ernstfall weiterhin auf Washington verlassen können. Das führt dazu, dass Europa beginnt, seine Sicherheit ohne Amerika zu planen. Die Zeiten, in denen das Schicksal der NATO untrennbar mit den USA verknüpft war, sind vorbei. Was aber bedeutet es für uns, wenn Abschreckung und Verteidigung plötzlich allein europäische Aufgaben sind? Diese Frage beschäftigt den NATO-Gipfel in Ankara und auch wir wollen darüber reden. In der Sendung spricht Ulrich Sonnenschein mit Aylin Matlé vom Zentrum für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, mit Wiebke Hönicke, Offizier der Bundeswehr, mit Kristina Karasu, Dokumentarfilmautorin in Istanbul und Anne Schneider, der Korrespondentin beim NATO-Gipfel in Ankara. Podcast-Tipp: 11KM - Der tagesschau-Podcast Zerbricht die NATO an Donald Trump? In dieser 11KM-Folge erzählt BR - Experte für Sicherheit, Clemens Verenkotte, wie sich Trumps Haltung zur NATO seit dem Iran-Krieg verändert hat und wie sich Europa und Kanada in Stellung bringen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ebc8485bfe341c45/

Hitze, Ferien, Freibad - das gehört einfach zusammen. Es ist gesund, sich abzukühlen, egal ob beim Bahnen schwimmen, beim Rutschen oder Springen. Weniger gesund und trotzdem ein Muss: Eis und Pommes. Da hört der Spaß mittlerweile aber auch auf. In diesem Sommer nerven eingeschränkte Öffnungszeiten wegen Personalmangels, lange Schlangen am Eingang und dann auch noch Regelverstöße, die allen Stress machen. Manche Bäder schließen sogar ganz und Kindern fehlt die Gelegenheit, Schwimmen zu lernen. Freibäder sind unverzichtbare Erholungsinseln, Treffpunkt, Orte des Sportes und des sozialen Miteinanders - am Beckenrand sind schließlich alle gleich. Was kann also helfen, sie zu erhalten? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Volker Nies vom Betreiber des Freibades Rosenau in Fulda, Martin Holzhause von der DLRG, dem ehemaligen Profi-Schwimmer Thomas Lurz und der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Podcast-Tipp: Radiowissen Das Freibad - Badespaß mit Geschichte Anfang der 1920er erlebte Deutschland einen Boom von neu gebauten "Freibädern". Einerseits hieß "frei", nicht in Hallenbädern schwimmen zu müssen. Andererseits bedeutete "frei" eine Gleichberechtigung jeglicher Form. Frau und Mann, Reich und Arm, alle sonnen sich und baden vereint unter freiem Himmel. Ein Podcast von Martin Trauner https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:8598e84c67c34122/

Ein elegantes Bike, das leicht und schnell über den Asphalt fliegt. Es trägt Sportler über französische Alleen, durch Wälder, vorbei an Königsschlössern, über die Pässe in den Pyrenäen oder unzählige Serpentinen hoch nach Alpe d'Huez. Für die Fahrer bedeutet das Strapazen bis über die Schmerzgrenze hinaus, immer begleitet vom Risiko eines Sturzes. Aber es gibt auch die Hoffnung auf den ganz großen Erfolg im Radsport. Es ist eine inspirierende Quälerei, die da in den nächsten Wochen bei der Tour inszeniert wird. Denn tatsächlich ist Rennrad-Fahren in den letzten Jahren populär geworden. Nicht zuletzt auch bei Frauen, die die eleganten Fahrräder für sich entdeckt haben. Worin liegt die Faszination? Warum heißt ein populäres Rennrad-Portal im Netz „quäldich.de“? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit der Hobby-Sportlerin Franziska Hildenbrandt, die nicht nur Fahrrad fährt, sondern auch Marathon läuft. Vom Kulturwissenschaftler Frank Leinen erfahren wir, warum wir so fasziniert sind von den "Helden auf Rennrädern", wir schalten aktuell zur Tour de France und wir lassen uns von unserem Kollegen Jean-Marie Magro von der Schönheit des Radelns durch Frankreich erzählen. Podcast-Tipp: Sportschau Tourfunk Im Tourfunk der Sportschau werden die aktuellen Themen des Radsports diskutiert und die Hintergründe beleuchtet. Bei der Tour de France berichtet dieser Podcast täglich über das Wichtigste rund um das größte Radrennen der Welt. https://www.ardsounds.de/sendung/sportschau-tourfunk/urn:ard:show:ba042ad385587339/

Vor 250 Jahren haben sie sich losgesagt von einem König, den sie als Tyrannen empfanden. Sie haben ihre Unabhängigkeit erklärt, um politisch selbst zu bestimmen - über ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Streben nach Glück. 13 englische Kolonien, aus denen dann die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. In den zweieinhalb Jahrhunderten danach haben die USA viel Wertvolles geschaffen bei sich und in anderen Teilen der Welt: Ein demokratisches System, viel wirtschaftlichen Reichtum und einen unverwechselbaren „way of life“. Nicht alle in und außerhalb der USA sind damit glücklich und frei geworden. Die indigene Bevölkerung, deren Geschichte viel weiter zurückreicht als schlappe 250 Jahre, wurde vertrieben und unterdrückt. Die Ahnen der heutigen afroamerikanischen Bevölkerung wurden versklavt und auch viele ihrer Nachfahren wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Fortschritte und Rückschläge haben die USA politisch und gesellschaftlich auf Gipfel und an Abgründe geführt. Unter ihrem jetzigen Präsidenten sollen sie nun „wieder groß“ und an erster Stelle stehen. Bei den einen ruft das so viel Jubel hervor wie vor 250 Jahren die Erklärung der Unabhängigkeit. Aber die anderen sehen ihre Freiheit und ihre Demokratie von einem „Tyrannen“ bedroht, und sie wehren sich dagegen - wie vor 250 Jahren bei der Erklärung der Unabhängigkeit. Was ist das für eine Nation, die nun mit Ecken und Kanten ihren runden Geburtstag feiert? Und was bräuchte sie auf ihrem Gabentisch, damit endlich mal alle mitfeiern können? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der US-amerikanischen Journalistin und Podcasterin Jiffer Bourguignon, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann-Stiftung), der Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier (University of California) und dem Ethnologen Markus Lindner (Uni Frankfurt). Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! Ingo Zamperoni ist mit der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon verheiratet. Der Moderator der tagesthemen und die US-Journalistin haben Familie und viele Freunde in den Staaten, die sich ideologisch immer mehr voneinander entfernen. Das Rekord-Tempo und die weitreichenden Umbrüche, mit denen US-Präsident Donald Trump gerade die amerikanische Demokratie auf den Kopf stellt, betreffen die beiden daher persönlich. Ingo und Jiffer beobachten und analysieren die aktuellen Entwicklungen in der US-Politik und welche Auswirkungen sie auch auf uns in Deutschland und Europa haben. Der Podcast erscheint jede Woche neu. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/

80 Jahre ist es am 30. Juni her, dass in Hessen nach Nazi-Diktatur und Zweitem Weltkrieg zum ersten Mal wieder eine freie Wahl stattfand: Die Wahl zur „Verfassung beratenden Landesversammlung Groß-Hessens“. Ihre Aufgabe: Für das neue Bundesland Hessen eine neue Verfassung entwerfen! So wie es einige Jahre später der „Parlamentarische Rat“ für die gesamte Bundesrepublik getan hat. Was uns also heute „selbstverständlich“ vorkommt - dass Hessen einen Landtag, eine Landesregierung und einen Staatsgerichtshof hat - ist damals ausgestaltet und festgeschrieben worden. Von 86 Männern und 4 Frauen. Eine davon: Elisabeth Selbert, die später quasi im Alleingang dafür sorgte, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz kam. Gerade die Geburt der hessischen Demokratie vor 80 Jahren zeigt also, wie schwierig es war (und ist?), das durchzusetzen, was uns heute so „selbstverständlich“ vorkommt: Dass Frauen gleichberechtigt sind, dass sie in Parlamenten genauso vertreten sein sollten wie in der Bevölkerung und dass wichtige politische Ämter ihnen genauso offenstehen wie Männern. Was damals - gerade auch von Frauen - geleistet worden ist in der Landesversammlung Groß-Hessens, das lebt bis heute weiter in der Hessischen Verfassung. Aber viele fürchten, dass sich unsere 80-jährige Demokratie gerade in schlechter Verfassung befindet, weil wir sie viel zu lange als „selbstverständlich“ angesehen haben. Dabei gilt es heute genau wie damals herauszufinden: Wie geht eigentlich Demokratie? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann (CDU), mit dem Verfassungshistoriker Ewald Grothe, mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Ley und der Demokratieforscherin Ursula Birsl (Uni Marburg). Podcast-Tipp: WDR5 Das politische Radio Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e7b85345d45b7d3c/

Wenn die ganz große Hitze vorbei ist, wird es schwül und auf eine andere Art schwer erträglich. Hitze, Wassermangel und dann Unwetter und Starkregen - der Sommer hat kaum begonnen und schon zeigt er sich von seiner extremen Seite. Was wird da noch auf uns zukommen? Müssen wir den Sommer fürchten? Darüber spricht Doris Renck mit dem ARD-Meteorologen Martin Gudd. Welchen Einfluss höhere Temperaturen auf unsere Gesundheit haben, zeigt Alexandra Schneider, die dazu am Helmholtz Zentrum in München forscht. Aber lassen wir uns Angst machen? Wie wir mit dem mulmigen Sommer-Gefühl umgehen können, ohne einfach alles zu verdrängen, verrät uns die Psychologin Lea Dohm. Und am Ende ist der Sommer auch Ferienzeit und wir wollen von der Tourismusforscherin Sabrina Seeler wissen, ob die Hitze auch die Reisegewohnheiten der Deutschen verändert, ob „Coolcation“ wirklich ein Trend wird. Xxx Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Hitzewelle - Wie unsere Städte kühler werden Stefan arbeitet mit 230 Grad heißem Asphalt - mitten in der Hitzewelle. Während Deutschland schwitzt, trifft Hitze manche Menschen besonders hart. Unsere Städte werden immer heißer - aber sind sie darauf vorbereitet? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cd20bf7c272f09fa/

Sie rollt und rollt und rollt: Die Vespa. Sie ist Kult geworden. Dabei ging es Enrico Piaggio vor 80 Jahren vor allem darum, in der Nachkriegsgesellschaft ein sparsames, einfaches Fortbewegungsmittel auf den Markt zu bringen. Schnell kurvte die Vespa auch durch Filme. Ihre Erfolgsgeschichte nahm mit „Ein Herz und eine Krone“ und Audrey Hepburns Abenteuertour durch Rom richtig Fahrt auf. In Rom wird es zum 80. Geburtstag ein großes Vespa-Treffen geben, denn sie rollt bis heute. Die ältesten Modelle sind Wertanlagen, die neuesten könnten als Elektroroller wesentlicher Teil der mobilen Zukunft sein. Wie konnte die Vespa diesen Kultstatus erlangen? Wie hat sie sich in den 80 Jahren weiterentwickelt? Und was macht den Roller bis heute attraktiv? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit dem Präsidenten des Vespa Clubs von Deutschland Christian Laufkötter, mit Günther Uhlig, Autor des Buches „Vespa: Die Geschichte des Kultklassikers“, mit der Konsumentenpsychologin Janina Steinmetz und dem Mobilitätsforscher Andreas Knie. Podcast-Tipp: Land & Leute Mit der Vespa ans Nordkap Von einer Reise ans Nordkap träumen viele! Der Saarländer Klaus Altenhofer hat diesen Traum wahr gemacht - auf einer fast 70 Jahre alten Vespa. Ein Saarländer auf der "Reise seines Lebens". Ein Feature von Uwe Jäger. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6011cd6731829651/

Kriege, Krisen und Konflikte. Armut, Natur und wilde Tiere. Wenn in Europa über den afrikanischen Kontinent gesprochen wird, dann greifen wir im Kopf oft in die Klischeekiste. Die Forschung zeigt: Das Wissen der meisten Menschen in Deutschland über den zweitgrößten Kontinent der Erde ist erschreckend gering und durch eine oft einseitige Berichterstattung schrumpft es eher, als dass es wächst. Selbst jetzt, während der Fußball-Weltmeisterschaft, zeigt die Debatte über das Können afrikanischer Teams koloniale Stereotype. Warum wird in alten Denkmustern verharrt? Welche Folgen hat ein Desinteresse auf den Alltag afrikanischstämmiger und Schwarzer Menschen in Deutschland? Und wie gelingt der Ausbruch aus der kolonialen Denkfalle? Darüber spricht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Frankfurter Ethnologen und Autor des neuen Sammelbands „Afrika-Wissen“ Hans Peter Hahn, mit der Frankfurter Autorin Mirrianne Mahn über Afrikabilder und Alltagserfahrungen und mit dem Politologen Joshua Kwesi Aikins über Kolonialgeschichte und ihre Folgen. Außerdem reisen wir mit der Bike-Packerin Wiebke Lühmann 20.000 Kilometer per Rad quer durch die reale Vielfalt von 18 der 54 afrikanischen Staaten. Podcast-Tipp: Weltspiegel Podcast Afrikas Vielfalt statt Klischees: Georg Restle im Gespräch Von Kenia aus berichtet Georg Restle als ARD-Korrespondent aus mehr als 30 afrikanischen Ländern südlich der Sahara - von Nigeria bis Tansania, von Äthiopien bis zur Demokratischen Republik Kongo. In einige Länder seines neuen Berichtsgebiets kann er als ausländischer Journalist zurzeit gar nicht oder nur unter sehr widrigen Bedingungen einreisen. Wir erfahren aber auch, welche positiven Impulse von den Ländern des afrikanischen Kontinents ausgehen und worauf sich Restle persönlich bei seiner neuen Aufgabe freut. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d4a0541bed76d313/

Die Welt besteht noch zu einem Drittel aus Wald. In den letzten einhundert Jahren haben wir eine Fläche Wald, die zwei Mal so groß wie Australien ist, verloren. Dabei ist der Wald der Ort, wo wir Schatten und Erholung finden und gleichzeitig ist er die Klimaanlage der Erde. Jeder verlorene Baum bedeutet, dass sich der Klimawandel beschleunigt. In Europa wird deshalb längst aufgeforstet. In Deutschland diskutiert man, wie der Wald von morgen aussehen sollte. Das Bundeslandwirtschaftsministerium empfiehlt die so genannte “assistierte Migration”. Sie wirft aber die Frage auf, welche neuen Baumarten unsere Wälder retten können oder ob sie auch neue Risiken mit sich bringen. Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Biologen Pierre L. Ibisch, Christoph von Eisenhart Rothe von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Hessen und dem Philosophen und Waldkauz Ulrich Holbein. Außerdem stellen uns der Geoinformatiker Fabian Faßnacht und die Ökologin Deike Lüdtke zwei Forschungsprojekte vor, die den Wald retten könnten. Podcast-Tipp: Peter Wohlleben - Der mit dem Wald spricht Förster und Autor Peter Wohlleben ist der Mann, der mit dem Wald spricht. Er kennt die Geheimnisse dieses faszinierenden Orts - und in diesem Podcast verrät er Woche für Woche ein neues. https://www.ardsounds.de/sendung/peter-wohlleben-der-mit-dem-wald-spricht/urn:ard:show:69e41855f55650ed/

Schneller als erwartet hat US-Präsident Trump das Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnet. Und seitdem muss sich zeigen, was dieses Papier am Ende wert ist. Werden irgendwann die Waffen dauerhaft schweigen, zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite? Wird Ruhe einkehren im Iran, in Israel, im Libanon und in den Golfstaaten? Und wird die „Straße von Hormus“ wieder gefahrlos passierbar sein? Das sind die drängendsten Fragen. Aber es sind bei weitem nicht die einzigen, und es sind längst nicht alle wichtigen Fragen. Ob von Frieden die Rede sein kann im Nahen und Mittleren Osten, das entscheidet sich daran, wer in diesem Krieg was gewonnen und was verloren hat. Wie stehen nun die Kriegsparteien da, das Mullah-Regime in Teheran und die Regierungen in Washington und Jerusalem? Unter welchen Umständen sind sie bereit, die Füße still zu halten, und was könnte sie zu einer Fortsetzung des Krieges provozieren? Welche roten Linien könnten bei weiteren Verhandlungen gezogen werden? Und welche Zukunft haben die Menschen im Iran und im libanesisch-israelischen Grenzgebiet, über deren Köpfe hinweg dieser Krieg angezettelt worden ist und die bis heute darunter leiden? Moderatorin Hadija Haruna-Oelker spricht darüber mit der deutsch-iranischen Journalistin und Menschenrechtlerin Daniela Sepehri, mit dem deutsch-iranischen Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad, mit Georg Löfflmann, Dozent für US-Außenpolitik an der Queen Mary Universität London und mit Peter Lintl, Israelexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Podcast-Tipp: Amerika verstehen Von George Washington bis Trump: Der deutsch-amerikanische Historiker Volker Depkat erklärt, wie die USA ticken und räumt mit transatlantischen Irrtümern auf. Er blickt mit uns in die Geschichte, damit wir die turbulente US-Politik verstehen. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-verstehen-mit-volker-depkat/urn:ard:show:a237d7fcfddcad5f/

Immer mehr Kinder können nicht ausreichend rechnen. Mittlerweile verlässt jeder zwölfte Schüler die Schule ohne Abschluss. Der Nationale Bildungsbericht zeigt schlechte Leistungen bei Kindern aus Familien, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Schwierigkeiten haben auch Kinder, deren Eltern alleinerziehend sind, selbst einen geringen Bildungsabschluss oder einen Migrationshintergrund haben. In Deutschland gibt es 350 verschiedene Maßnahmen gegen Bildungsungleichheit. Nur erfolgreich scheinen diese vielen Maßnahmen nicht zu sein. Die Bundesregierung will Eltern und Kitas stärker in die Pflicht nehmen. In Hessen wird zwar so viel Geld wie noch nie für die Bildung ausgegeben, aber bei den Gesamtschulen werden 70 Millionen Euro eingespart. Dagegen wird demonstriert. Die Politik argumentiert, dass weniger Geflüchtete gekommen seien und der Förderbedarf sinke und die meisten Kinder ohnehin mittlerweile zusammen in einer Klasse unterrichtet würden. Ist es also kein Problem, an Gesamtschulen und Förderschulen zu sparen? Was wäre nötig, um unser Bildungssystem gerechter zu machen und allen Kindern eine gute Chance zu geben? Darüber diskutiert Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Schülersprecher Luca Albert Dobrita und dem Schulleiter Thorsten Giese, den Bildungsforschern Prof. Dr. Kai Maaz und Dr. Cornelia Gresch. Podcast-Tipp: Die Schule brennt - der Bildungspodcast mit Bob Blume Im Bildungssystem herrscht Reformstau. Die schulischen Leistungen gehen messbar zurück, es fehlen tausende Lehrkräfte bei gleichzeitig wachsender Bildungsungerechtigkeit. Und dann noch KI! Es gibt in Schulen aber auch tolle Entwicklungen, von denen andere lernen könnten. Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Im Podcast sucht er mit Fachleuten nach Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen. Jede Woche Montag gibt es eine neue Folge. https://www.ardsounds.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/

Ein gebrochenes Herz ist nicht nur ein metaphorischer Begriff für die Trauer um eine gescheiterte Liebesbeziehung. Dahinter verbirgt sich tatsächlich eine messbare und potenziell lebensbedrohliche Realität. Der tragische Tod von Marjane Satrapi, Autorin des weltberühmten Comix “Persepolis” mit nur 56 Jahren führt vor Augen: Tiefe Trauer und sozialer Entzug können uns zerstören. Es heißt, sie sei an der Trauer über den Verlust ihres geliebten Mannes, Matthias Ripa, gestorben. Tatsächlich unterscheidet sich die klinische Trauer nach einem Todesfall von der traumatischen Ungewissheit und dem klassischen Liebeskummer bei einer Trennung. Was genau ist das Broken-Heart-Syndrom und wie lässt sich ein tiefer Liebeskummer überstehen? Der Tag fragt, was passiert, wenn das Herz bricht? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Dr. Stephanie Grabhorn, Chefärztin der Blomenburg Privatklinik sowie dem Kardiologen Prof. Norbert Frey von der Uni Heidelberg, mit Elena Sohn, Trauerbegleiterin, Autorin und Gründerin der Beratungsplattform “Die Liebeskümmerer” und mit der Schriftstellerin Amelie Fried. Podcast-Tipp: SWR - Herz ohne Filter/ Toxische Beziehungen - Wenn Liebe weh tut Am Anfang ist es die ganz große Liebe und dann geht der Horror los: Manipulation, Demütigung, Machtspiele, Gewalt. Menschen, die in einer toxischen Beziehung sind, fällt es sehr schwer, sich daraus zu lösen. Warum ist das so? Was ist eigentlich eine toxische Beziehung, wie entsteht sie und wie kommt man da wieder raus? Darüber spricht Sabine mit der Psychotherapeutin Anne Johne. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6ce964f22bac2cf9/

Seit der vergangenen Woche greift sie nun: die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. GEAS gilt seit dem 12. Juni EU-weit und damit auch in Deutschland. Die neuen Rechtsakte verändern die Asylverfahren grundlegend und fordern von den EU-Staaten Härte und Solidarität. Die Reform sollte Migration europäisch ordnen, doch die Praxis zeigt unterschiedliche Wirkungen: Grenzkontrollen, nationale Alleingänge, Abschreckung. Die Einigkeit über die Praxis ist instabil in Europa. So riskieren Staaten den Bruch mit Brüssel, um innenpolitisch Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Dazu kommen neben GEAS neue EU-Beschlüsse wie die Rückkehrverordnung und geplante Return-Hubs, die die öffentliche Debatte über Asyl weiter befeuern. Die Politik verspricht der Bevölkerung durch die Reform und Verordnungen bessere und schnellere Kontrolle, bewegt sich dabei juristisch aber auf dünnem Eis. Diskutiert wird außerdem, was moralisch und humanitär vertretbar ist. Denn was bedeutet all das für die geflüchteten Menschen? Und löst dieser politische Kurs die logistischen Probleme in den Kommunen? Wie kann der europäische Traum vom gemeinsamen Grenzmanagement umgesetzt werden? Und welche gesellschaftlichen und ethischen Werte stehen dabei auf dem Spiel? Darüber sprechen wir mit Svenja Niederfranke vom Zentrum für Migration der DGAP, mit dem Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrates, Hamado Dipama, und dem Asylexperten Daniel Thym. Außerdem zu Gast: Karl Kopp, Geschäftsführer von Pro Asyl, und Kerstin Schlögl-Flierl vom Deutschen Ethikrat. Podcast-Tipp: Kaffee, extra schwarz. Der Podcast mit Mansour und Mayer-Rüth: GEAS - kommt jetzt die Asylwende? Gespräch mit Prof. Ruud Koopmans Professor Ruud Koopmans ist Migrationsforscher an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im neuen BR-Podcast "Kaffee, extra schwarz" sprechen der Autor Ahmad Mansour und der Journalist Oliver Mayer-Rüth mit ihm über GEAS. In knapp 30 Minuten beleuchten die beiden unterhaltsam, fundiert, provokant regelmäßig ein wichtiges Thema. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1a8fec8fe02a6688/

WM 2026: Der Fußball könnte wieder einmal die Welt vereinen - so der Traum. Stattdessen hagelt es schon jetzt Kritik von sehr vielen Seiten. Dieses Ereignis werde den „größten CO2-Fußabdruck“ in der Geschichte des internationalen Sports hinterlassen, glaubt die Universität Lausanne, wenn rund sechs Millionen Fans zwischen 16 Spielorten mit großen Distanzen unterwegs sind. Die FIFA hat die WM von 64 auf 104 Spiele vergrößert und wird vor allem mit Erlösen in Milliardenhöhe selbst davon profitieren, so weitere Befürchtungen. Und was bleibt für die Menschen in den Austragungsländern beim Ansturm von Fans, drastischen Sicherheitsmaßnahmen und zu teuren Tickets? Diese Frage stellt sich auch bei anderen Sport-Großveranstaltungen wie Europameisterschaften oder Olympischen Spielen. Wie können solche Großereignisse so ausgerichtet werden, dass sie nicht zum Albtraum für die Bevölkerung werden? Und wo bleibt eigentlich der Spaß am Spiel? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit Helena Raspe von Misereor, mit Eckart Maudrich von Nolympia Hamburg, dem Sportwissenschaftler Jörg Königstorfer und dem ARD-Sportreporter Philipp Hofmeister, der auch von dieser WM berichtet. Podcast-Tipp: Behind The Games - Wer den Sport kontrolliert? Seit zehn Jahren ist Gianni Infantino FIFA-Präsident und dabei so mächtig wie kein Fußballfunktionär vor ihm. "Behind The Games” blickt tief in das raffinierte System Infantino und erzählt bisher unbekannte Hintergründe zur Fußball-WM 2026. https://www.ardsounds.de/sendung/behind-the-games-wer-den-sport-kontrolliert/urn:ard:show:35e9fc449f24e316/

Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass eine Vielzahl der Dinge, die wir täglich benutzen, den Stempel „Made in China“ trägt. Früher waren diese Haushaltsgegenstände günstig und meist von minderer Qualität. Das hat sich geändert: Inzwischen kommen hochwertige Elektroartikel bis hin zu E-Autos aus China und drängen auf den europäischen Markt, sodass die einheimische Industrie unter Druck gerät. Denn was dem chinesischen Binnenmarkt an Kaufkraft fehlt, versucht er durch Exporte auszugleichen - und die Abschottung der USA tut ihr Übriges. Worauf müssen wir uns in Deutschland einstellen, wenn zunehmend günstige Waren aus China zu uns kommen, aber dringend benötigte Rohstoffe wie Seltene Erden ausbleiben? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft, mit Prof. Aoife Hanley von der Kiel Institute China Initiative, mit unserem Brüssel-Korrespondenten Andreas Meyer-Feist und der Korrespondentin in Shanghai Eva Lamby-Schmitt. Podcast-Tipp: Welt.Macht.China Was macht China zur Weltmacht und was macht China mit der Welt? Wie funktionieren Politik, Wirtschaft, Kultur und Technik in der Volksrepublik? Und wie sieht der Alltag dort aus? Joyce Lee und Axel Dorloff sprechen darüber im ARD-Podcast „Welt.Macht.China“ mit aktuellen sowie ehemaligen China-Korrespondenten und -Expertinnen. Sie liefern tiefere Einblicke in das Land, Hintergründe, Analysen und Beobachtungen - und räumen nebenbei mit so manchem Vorurteil und Klischee auf. https://www.ardsounds.de/sendung/welt-macht-china/urn:ard:show:b5d8f07b1baa22d0/

Haben Sie auch schon Ihr Mikrobiom analysieren lassen, wiegen Sie täglich die Ballaststoffe in Ihrem Essen oder sind Sie Team „Pflanzen-Challenge“? Dann liegen Sie voll im Trend. Was wir essen und was unser Körper daraus macht, beschäftigt viele Menschen, denn wir wissen mittlerweile mehr über den Darm, in dem Immunsystem, Psyche und Hormone mit der Ernährung zusammenspielen. Und andere machen Geld daraus, dass sich Menschen für ihren Darm mehr denn je interessieren, bieten Tests sowie Beratung mit zweifelhaften Versprechen an. Warum ist der Darm für unsere Gesundheit so bedeutend? Wie eng arbeitet er mit unserem Hirn zusammen? Und was können wir wissenschaftlich erwiesenermaßen dem Verdauungsorgan und damit dem ganzen Körper Gutes tun? Darüber sprechen wir mit der Ernährungsmedizinerin Luisa Werner, dem Gastroenterologen Ulrich Pape und dem Künstler Mike Bouchet. Podcast-Tipp: Die blaue Couch Dr. Ulrich Selz, Darm Doc Als Kind hatten er und sein Bruder selbst massive Darmprobleme, heute beschäftigt er sich intensiv mit unserem "Bauch-Gehirn". Warum wir einen Regenbogen essen sollten, wie der Magen knurrt, was Fasten bewirkt und warum es bei ihm daheim keine Süßigkeiten-Schublade gibt, darüber spricht Ulrich Selz mit Dominique Knoll. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e00791e0b4a3f378/

Wie in vielen anderen Ländern gewinnen auch in Deutschland rechtsextreme und autoritäre Kräfte an Einfluss. In Umfragen ist die AfD die stärkste politische Partei. Hilflos beobachten wir, wie eine gemeinsame Wirklichkeitsebene zerfällt, in unterschiedliche Blasen und Medienräume, die Zuspitzungen belohnen, anstatt Lösungsansätze zu fördern. Es gibt eine Vielzahl von Krisen, die unsere Sicherheit und unseren Wohlstand bedrohen. Bei vielen wächst die Angst vor Armut und Ausgeschlossensein, was irrationale Feindbilder und den Wunsch nach einfachen Lösungen befördert. Klare politische Antworten fehlen ebenso wie eine durchdachte Prävention. Wenn demokratische Perspektiven viele Menschen nicht mehr überzeugen, was hilft dann gegen das Erstarken des Rechtsextremismus? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit den Politikwissenschaftlern Hajo Funke und Wolfgang Merkel, mit Karolin Schwarz, Expertin für Rechtsterrorismus und Desinformation im Internet, dem Autor Hasnain Kazim, der sich für den interkulturellen Dialog stark macht und mit Lea Lochau von der Amadeu Antonio Stiftung, die den Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention koordiniert. Podcast-Tipp: ARD Radiofeature Heilige Krieger - Christfluencer und die Neue Rechte Das ARD Radiofeature zeigt wie Religion auf Social Media funktioniert, wie neurechte Aktivisten das Christentum als Bollwerk gegen Liberalismus, Feminismus und Vielfalt beanspruchen und die Kirchen versuchen ihre Definition universaler christlicher Werte in einer Welt im Wandel zu verteidigen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:8b35b1523073b67d/

Sirenen heulen, das Handy warnt, der Strom fällt aus - und was passiert dann? Durch den Krieg in Europa, Cyberangriffe und Extremwetter hat sich die Sicherheitslage in Deutschland deutlich verschärft. Deshalb soll das Land jetzt krisenfester werden. Mit einem neuen Pakt für den Bevölkerungsschutz will die Bundesregierung zehn Milliarden Euro in Zivilschutz und Vorsorge investieren. Doch viele Experten und Hilfsorganisationen bezweifeln, dass die Pläne ausreichen. Wie gut sind wir auf Blackouts, Katastrophen und Co vorbereitet? Was macht Staat und Gesellschaft krisenfest, genügen die Vorschläge der Regierung und wo sollten wir selbst aktiv werden? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit der Sicherheitsexpertin Helena Quis, Michael Schnatz vom ASB, Lars Gerhold, Psychologieprofessor an der TU Braunschweig und Peter Aurnhammer, Gründer und Geschäftsführer des Deutschen Schutzraum-Zentrums. Podcast-Tipp: Die Großen Fragen in 10 Minuten Wer überlebt die Apokalypse? Die Prepper-Szene bereitet sich konzentriert auf den Tag X vor - den Tag, an dem ein Dritter Weltkrieg oder eine andere Apokalypse den Planeten unbewohnbar machen könnte. Aber kann man sich auf so etwas überhaupt vorbereiten? Kann man das überleben? Das Leben hat bisher jede vergangene Apokalypse, jedes Massensterben überstanden. Irgendeine Spezies hat es immer geschafft. Doch was ist das Geheimrezept, um Katastrophen zu überstehen? Welche erfolgreichen Strategien hält das Leben bereit? Diese Episode widmet sich den Grundprinzipien von Leben und Überleben, der Frage, wie flexibel Leben eigentlich ist, und was das Wort "lebensfeindlich" überhaupt bedeutet. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a4cbcaaaab41cfae/

„Aus Fehlern kann man lernen“, heißt es. Aber das ist oft einfacher gesagt als getan. Denn Fehler tun weh, stören unseren Perfektionismus, erzeugen Angst vor Scham und Blamage. Gerade in unserer Leistungsgesellschaft gilt Scheitern noch immer als Makel, über den man lieber schweigt. Warum ist das so? Können wir lernen, offener mit Fehlern umzugehen und was würde das verändern? Über persönliche Krisen, politische und wirtschaftliche Fehlentscheidungen und die Frage, warum eine echte Fehlerkultur so schwer ist, spricht Barbara Pieroth mit der Autorin und Speakerin Melanie Amelie Opalka, dem Politikberater und Publizisten Martin Fuchs, der Bloggerin und Unternehmerin Béa Beste und mit Jutta Stahl, Professorin für Psychologie an der Uni Köln. Podcast-Tipp: Wie wir ticken - Euer Psychologie Podcast So nicht! - Wie Feedback konstruktiv gelingt Wie gelingt Feedback und wie nimmt man Kritik an? Eine wertschätzende Feedbackkultur braucht psychologische Sicherheit in Teams. Gutes Feedback kann Menschen weiterbringen. Ein Podcast von Sofie Czilwik. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5c915df5d1a1c332/

Migration. Demokratie. Medien. Kaum ein Thema, bei dem wir uns noch einig zu sein scheinen. In sozialen Netzwerken wird gestritten, in Talkshows diskutiert, im Alltag oft geschwiegen. Viele haben das Gefühl: Deutschland driftet auseinander. Aber stimmt das überhaupt? Für das ARD-Projekt „Was Deutschland verbindet“ sind 84 Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten und ganz unterschiedliche Lebensrealitäten haben, zusammengekommen. Nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Kommentarspalten. Sondern von Angesicht zu Angesicht. Sie haben diskutiert, widersprochen, zugehört. Was verbindet uns in Deutschland noch? Können wir unterschiedliche Meinungen noch aushalten? Oder haben wir verlernt, miteinander zu reden? Und warum wirkt unsere Gesellschaft oft gespaltener, als sie vielleicht ist? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit zwei Teilnehmern des Projekts sowie mit der Projektleiterin Nina Pater. Außerdem klären wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan-Hinrik Schmidt und dem Soziologen Prof. Stephan Lessenich, wie es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht. Doku-Tipp in der Mediathek: Die Dokumentation zum Projekt gibt es in der ARD Mediathek zum Streamen: https://1.ard.de/WasDeutschlandverbindet?c=DERTAG

Migration. Demokratie. Medien. Kaum ein Thema, bei dem wir uns noch einig zu sein scheinen. In sozialen Netzwerken wird gestritten, in Talkshows diskutiert, im Alltag oft geschwiegen. Viele haben das Gefühl: Deutschland driftet auseinander. Aber stimmt das überhaupt? Für das ARD-Projekt „Was Deutschland verbindet“ sind 84 Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten und ganz unterschiedliche Lebensrealitäten haben, zusammengekommen. Nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Kommentarspalten. Sondern von Angesicht zu Angesicht. Sie haben diskutiert, widersprochen, zugehört. Was verbindet uns in Deutschland noch? Können wir unterschiedliche Meinungen noch aushalten? Oder haben wir verlernt, miteinander zu reden? Und warum wirkt unsere Gesellschaft oft gespaltener, als sie vielleicht ist? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit zwei Teilnehmern des Projekts sowie mit der Projektleiterin Nina Pater. Außerdem klären wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan-Hinrik Schmidt und dem Soziologen Prof. Stephan Lessenich, wie es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht. Doku-Tipp in der Mediathek: Die Dokumentation zum Projekt gibt es in der ARD Mediathek zum Streamen: https://1.ard.de/WasDeutschlandverbindet?c=DERTAG

„Jedermann weiß, dass mit der Kultur auch die Macht verbunden ist“, hat der Historiker Leopold von Ranke gesagt. Auf jeden Fall wissen das offenbar diejenigen, die dabei oder darauf aus sind, sich kultureller Einrichtungen zu bemächtigen: In den USA baut Präsident Donald Trump Museen und das Kennedy-Center in seinem Sinne um. In Frankreich kauft der rechtsgerichtete Milliardär Vincent Bolloré den Sender Canal Plus, die wichtigste Finanzquelle des französischen Kinos, und schickt Filmschaffenden, die sich kritisch geäußert haben, die Kündigung. In Polen hat die Regierungszeit der nationalkonservativen PiS-Partei tiefe kulturelle Spuren hinterlassen. Und in Sachsen-Anhalt fürchtet die „Stiftung Bauhaus Dessau“ um ihre Existenz, falls die nächste Landesregierung von der AfD angeführt wird. Die Kultur scheint ein beliebtes Einfallstor zu sein für alle, die Macht und Einfluss ausbauen oder zementieren wollen, im Moment vor allem von ganz rechts. Warum ist das so? Weil Kultur der Förderung bedarf und deshalb besonders anfällig ist? Und weil sich mit Kultur am leichtesten das Denken und Fühlen sehr vieler Menschen erreichen und beeinflussen lässt? Kultur ist für alle. Und Kultur gehört allen. Welche Folgen hat es also, wenn einzelne Menschen oder Parteien Kultur vereinnahmen, wenn sie Kultur als Plattform für sich selbst nutzen, wenn sie Kulturschaffende und ihr Wirken unterdrücken? Und wie schwierig ist es, die bedrohte oder zerstörte Vielfalt einer Kulturlandschaft zu retten oder wiederherzustellen? Darüber spricht Moderator Oliver Glaap mit Hélène Miard-Delacroix, Politikwissenschaftlerin an der Sorbonne Université in Paris, mit Barbara Steiner, Kunsthistorikerin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, mit Axel Brüggemann, Journalist, Publizist und Host des Podcasts „Klang der Macht“, und mit dem langjährigen ARD-Korrespondenten in Polen, Martin Adam. Podcast-Tipp: Klang der Macht In dem sechsteiligen Podcast „Klang der Macht - Dresdens Freiheitskampf & Putins Kulturagenda“ zeichnen Axel Brüggemann und Jeanny Wasielewski ein erschreckend aktuelles Bild von Putins Verflechtung von Macht und Kultur - von seiner KGB-Vergangenheit in Dresden über die Panama Papers bis zum Ukraine-Krieg. https://www.ardsounds.de/sendung/klang-der-macht/urn:ard:show:db6549a6df1be026/

104 Spiele. 48 Teams. Drei Länder. Neun Milliarden Umsatz. Die Männer-Fußball-WM 2026 soll mega werden. Alle vier Jahre verbindet das Sport-Spektakel die ganze Welt. Doch während Donald Trump Amerika inszeniert, die FIFA sich selbst feiert, die Ticketpreise in die Höhe schießen und irgendwo noch ein Ball über das Spielfeld rollt, fragen sich viele: Wem gehört die WM noch? Den Fans? Den Spielern? Oder längst nur noch der Politik und dem Profit? Und trotzdem: Wir werden gucken. Oder nicht? Kann man diese WM noch mit gutem Gewissen feiern? Darüber und was uns bei dem Event noch erwartet, spricht Moderatorin Jessy Trommer mit Thomas Kessen von der Fan-Vereinigung „Unsere Kurve e.V.“ und Comedian Matze Knop, dem Kapitän der „Komiker-Nationalmannschaft”. Außerdem ordnet Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, drohende Einsätze in und vor den Stadien durch die Einwanderungs-behörde ICE ein und Henk Erik Meier, Professor für Sportsozialwissenschaften an der Universität Münster, berichtet zudem über die Stimmung bei den deutschen Fans und wie sie der WM entgegenblicken. Podcast-Tipp: Sportschau Die Sportschau bietet aktuelle Sportnachrichten, Berichte aus der Fußball-Bundesliga, Live-Audiostreams und hintergründige Reportagen. https://www.ardsounds.de/sendung/sportschau/urn:ard:show:26245f8ecddaccff/