Podcasts about imperien

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Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast
Christlicher Glaube als Widerstandskraft

Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast

Play Episode Listen Later May 13, 2026 71:06 Transcription Available


Manuel und Stephan diskutieren, warum christliche Apokalyptik nicht Angst schüren oder autoritäre Politik religiös aufladen soll, sondern falsche Heilsversprechen entlarvt und Hoffnung gegen die Macht der Imperien wachhält. Dabei fragen sie, was «Christlicher Glaube als Widerstandskraft» heute heissen kann – und wie öffentliche Theologie demokratische Kultur stärkt, statt sich von Kulturkampf und Ideologie vereinnahmen zu lassen. «Christlicher Glaube als Widerstandskraft» – was lässt sich darunter heute noch verstehen? Manuel und Stephan knüpfen an ihre Gespräche über christliche Apokalyptik im Umfeld von Peter Thiel und den evangelikal-fundamentalistischen, nationalistischen Bewegungen in den USA an und gehen der Frage nach, warum die Verbindung von Religion, Untergangserzählung und Machtpolitik eine solche Anziehungskraft entfaltet. Im Zentrum steht eine andere Lesart der Apokalyptik: nicht als Mittel, um Angst zu bewirtschaften, Feindbilder zu verschärfen oder politische Erlöserfiguren zu legitimieren, sondern als Sprache der Ent-Täuschung. Christliche Apokalyptik deckt falsche Heilsversprechen auf, entzaubert Imperien und hält die Hoffnung wach, dass die Welt nicht den Mächten gehört, die sich absolut setzen. Dafür schauen die beiden auf Stimmen, die dem christlichen Nationalismus etwas entgegensetzen, etwa auf James Talarico und Amanda Tyler. Was verbindet solche Figuren? Wie gelingt es ihnen, religiöse Sprache nicht als Waffe einzusetzen, sondern als Ressource für Menschenwürde, Barmherzigkeit und gesellschaftliche Verantwortung? Und was lässt sich daraus für Westeuropa lernen? Die Folge fragt auch nach der Lage diesseits des Atlantiks: Wo werden christliche Ideen politisch instrumentalisiert? Wo ziehen sich Kirchen aus Angst vor Vereinnahmung zu stark aus der Öffentlichkeit zurück? Und was könnte das Christliche heute überhaupt noch eintragen – zwischen Moralismus, Kulturkampf und Sprachlosigkeit? Im «Halleluja der Woche» erzählt Manu von einem 4D-Cinema-Erlebnis mit seinem Sohn, während Stephan auf einen Montag zurückblickt, dessen Arbeitsfülle locker für eine ganze Woche gereicht hätte…

Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast
Apokalypse: Das Betriebssystem der evangelikalen Rechten

Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast

Play Episode Listen Later May 6, 2026 68:55 Transcription Available


In dieser zweiten Folge der Ausgeglaubt-Trilogie über Christentum, Macht und neue rechte Sehnsüchte geht es um den US-amerikanischen christlichen Nationalismus – und um die Frage, warum apokalyptisches Denken dabei eine so starke Rolle spielt. In der ersten Folge haben Manuel und Stephan über Tech-Apokalyptik gesprochen: über Peter Thiel, den Antichristen, globale Kontrolle, KI und die Angst vor einer rettenden Weltordnung, die am Ende alles verwaltet. Nun dreht sich die Perspektive: Was passiert, wenn Endzeitdenken nicht nur von Tech-Eliten aufgenommen wird, sondern ganze religiös-politische Milieus prägt? Im Zentrum steht der US-amerikanische Evangelikalismus in seinen rechten und nationalistischen Ausprägungen. Dort ist Apokalyptik nicht einfach ein exotisches Randthema. Sie liefert eine politische Tiefengrammatik: Die Welt steht am Abgrund. Die Nation ist bedroht. Die Gegner sind nicht nur Gegner, sondern Zeichen einer endzeitlichen Gegenmacht. Kompromisse wirken nicht mehr pragmatisch, sondern wie Verrat. Politik wird zum geistlichen Kampf. Manuel und Stephan sprechen darüber, wie sich diese Endzeitdeutungen historisch entwickelt haben: von Erweckungshoffnungen über dispensationalistische Endzeitfahrpläne bis zu Hal Lindsey, Left Behind, Trump, Deep State, Israel, Iran und digitalen Prophetiekanälen. Dabei zeigt sich: Apokalyptik kann Hoffnung der Bedrängten sein – sie kann aber auch zum Brandbeschleuniger politischer Radikalisierung werden. Besonders gefährlich wird es, wenn christlicher Nationalismus und Endzeitdenken ineinandergreifen. Dann erscheint die Nation als letzte Bastion Gottes, politische Gegner werden dämonisiert, starke Männer als Werkzeuge Gottes gedeutet und Kriege als mögliche Prophetieerfüllung gelesen. Die Offenbarung wird dann nicht mehr als Trostbuch gegen Imperien verstanden, sondern als Munition für imperiale Politik. Die theologische Frage dieser Folge lautet deshalb: Wie lässt sich christliche Eschatologie von apokalyptischer Ideologie unterscheiden? Wie kann Hoffnung wach, widerständig und friedensethisch bleiben – ohne in Weltuntergangslust, Verschwörung und Endkampf-Rhetorik zu kippen? Ausserdem berichtet Manu von der Konf seines Sohnes – und davon, was ihn daran berührt hat. Eine Folge über evangelikalen Rechtspopulismus, christlichen Nationalismus, Trumpismus, Endzeitfahrpläne – und die Aufgabe, die Apokalypse den Brandstiftern zu entreissen.

About the Mind
30k im Monat mit Faceless Channels: Wie Fynn Röber YouTube-Imperien automatisiert | #29

About the Mind

Play Episode Listen Later Apr 20, 2026 60:00 Transcription Available


In dieser Folge ist Fynn Röber zu Gast – Tech-Entrepreneur und einer der führenden Experten für Faceless Channels im deutschsprachigen Raum. Fynn hat das Spiel der Content-Automation gemeistert und steuert heute über 20 Kanäle gleichzeitig, die komplett ohne sein Gesicht fünfstellige Gewinne abwerfen.Wir sprechen aber nicht nur über die nackten Zahlen. Fynn gibt tiefe Einblicke in seinen Werdegang, seine Organisations-Hacks und warum er seinen Lebensmittelpunkt nach Schweden verlegt hat. Von der strategischen Diversifizierung bis zur Frage nach der Sinnhaftigkeit hinter dem schnellen Geld – diese Folge ist ein Deep Dive für alle, die Business nicht nur als Einkommensquelle, sondern als System verstehen wollen.In dieser Folge lernst du:• Wie man ein Faceless-Business von Grund auf skaliert.• Warum Diversifizierung der Schlüssel zum langfristigen Erfolg ist.• Wie Fynn seinen Alltag zwischen KI-Automatisierung und Coaching strukturiert.• Warum „Sinn“ wichtiger ist als der nächste Umsatzrekord.Support the show____________________________________________Die Folge hat dir Lust auf mehr gegeben? Dann abonniere unseren Podcast und helfe uns mit einer 5-Sterne Bewertung auf Spotify & iTunes! Willst du unsern Podcast gerne im Videoformat sehen? Dann schaue dir alle Folgen in unserer App "MindClub" an!App Store: https://apps.apple.com/np/app/mind-club/id1643729107 Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=tv.uscreen.mindclubOder auf Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCFg1XNY1KVcb1WQWbcKCmOQ/featuredWillst du selbst mit dem Meditieren beginnen? Im Mindclub findest du eine Vielzahl von geführten Meditationen in Audio- und Videoform, sowie Live-Sessions: https://www.mindclubapp.com/Instagram: https://www.instagram.com/mindfulife.de/Facebook: ...

apolut: Standpunkte
Iran: Der wahre Kriegsgrund der USA | Von Uwe Froschauer

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Mar 9, 2026 15:57


Ein Schlüsselstaat EurasiensEin Standpunkt von Uwe Froschauer.Geht es den USA im Konflikt mit dem Iran wirklich um Menschenrechte, Demokratie oder die angebliche Gefahr iranischer Atomwaffen? Oder verbirgt sich hinter der moralischen Rhetorik ein wesentlich nüchterneres strategisches Kalkül?Ein Blick auf die geopolitische Landkarte legt eine andere Interpretation nahe. Der Iran liegt an einer der wichtigsten Schnittstellen Eurasiens – zwischen den Energiezentren des Nahen Ostens, den Rohstoffregionen Zentralasiens und den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Asiens. Wer diesen Raum kontrolliert oder politisch schwächt, beeinflusst zugleich die Entwicklung eines ganzen Kontinents. Genau deshalb steht der Iran seit Jahrzehnten im Fokus US-amerikanischer Machtpolitik. Nicht Menschenrechte oder Atomprogramme bilden den eigentlichen Kern des Konflikts, sondern die strategische Rolle des Landes als geopolitischer Schlüsselstaat auf dem eurasischen Schachbrett.Das Zusammenwachsen Eurasiens versuchen die USA zur Erhaltung einer unipolaren, von ihnen gesteuerten Weltordnung mit allen denkbaren Mitteln zu verhindern.Halford Mackinder und Zbigniew BrzezinskiIn geopolitischen Analysen gilt der eurasische Kontinent seit über einem Jahrhundert als das strategische Zentrum der Weltpolitik. Bereits der britische Geograf Halford Mackinder formulierte Anfang des 20. Jahrhunderts die berühmte „Heartland-Theorie“. Seine zentrale These lautete, dass die Kontrolle über die große Landmasse Eurasiens – insbesondere über die inneren Regionen zwischen Osteuropa und Zentralasien – einen entscheidenden Einfluss auf die globale Machtverteilung haben könne. Wer diese zentrale Landmasse kontrolliere, so Mackinder, könne langfristig eine dominierende Stellung in der Weltpolitik erlangen.Mackinder fasste seine Überlegungen 1904 in einem oft zitierten geopolitischen Leitsatz zusammen:„Wer Osteuropa beherrscht, kontrolliert das Heartland; wer das Heartland beherrscht, kontrolliert die Weltinsel; wer die Weltinsel beherrscht, kontrolliert die Welt.“Mit der „Weltinsel“ meinte Mackinder die zusammenhängende Landmasse aus Europa, Asien und Afrika – also den mit Abstand größten geopolitischen Raum der Erde. Auf dieser sogenannten Weltinsel leben heute rund 85 Prozent der Weltbevölkerung, hier befinden sich der Großteil der landwirtschaftlichen Produktionsflächen, ein erheblicher Teil der industriellen Kapazitäten sowie die wichtigsten Energie- und Rohstoffreserven der Welt. Eurasien allein umfasst rund 36 Prozent der globalen Landfläche, beherbergt jedoch etwa 70 bis 75 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaftet mehr als 60 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.Aus Mackinders Sicht lag der entscheidende Vorteil des Heartlands darin, dass es im Gegensatz zu den klassischen Seemächten kaum durch Flotten blockiert werden konnte. Wer diese riesige, ressourcenreiche Landmasse kontrollierte und durch Eisenbahnen und später moderne Infrastruktur miteinander verband, hätte langfristig einen strukturellen Machtvorteil gegenüber maritimen Imperien.Diese Überlegungen beeinflussten über Jahrzehnte strategisches Denken im Westen. Besonders deutlich griff der US-amerikanische Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski diese Logik nach dem Ende des Kalten Krieges wieder auf. In seinem 1997 erschienenen Buch "The Grand Chessboard" bezeichnete er Eurasien als das „geopolitische Schachbrett“, auf dem sich die Zukunft der globalen Machtverhältnisse entscheidet....https://apolut.net/iran-der-wahre-kriegsgrund-der-usa-von-uwe-froschauer/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

WDR 5 Morgenecho
Geopolitik: "Wir haben wieder drei große Imperien"

WDR 5 Morgenecho

Play Episode Listen Later Mar 3, 2026 5:51


Mit dem Angriff auf den Iran durch Israel und USA verschiebt sich die globale Aufmerksamkeit. Wer profitiert? Und welche Folgen hat der Krieg weltweit? Geopolitik-Experte Klemens Fischer ordnet die Situation und Europas Rolle ein. Von WDR 5.

Thema des Tages
Erobern Xi, Putin und Trump die Welt? | Herfried Münkler

Thema des Tages

Play Episode Listen Later Feb 20, 2026 45:25 Transcription Available


Das Zeitalter der Imperien könnte zurück sein. Russland, die USA und China agieren aktuell wie Imperien, die sich künftig die Erdkugel untereinander aufteilen möchten. Ähnlich wie es Großmächte in der Vergangenheit bereits getan haben. Der Universitätsprofessor und führende Experte in Sachen Imperien, Herfried Münkler, beschreibt im STANDARD Podcast, woran man diesen Trend erkennen kann, welche Gefahren davon ausgehen und was Europa dagegen unternehmen könnte.

Terroir & Adiletten - Der Weinpodcast
203: Der Etikettenprolet - mit Willi und Curly

Terroir & Adiletten - Der Weinpodcast

Play Episode Listen Later Jan 28, 2026 70:42


Willi und Curly sind zurück aus der großen weiten Welt - endlich wieder vereint im Studio '26 mit einem ausführlichen Urlaubs-Recap. Curly, direkt aus Asien, jetlagged und verschallert, dafür als neuer Mensch. Was ist passiert? Tokio! Eine Stadt, die ihn verändert hat wie keine zuvor. Curly 2.0 ist ein Vorzeigebürger, der Kippenstummel einsteckt und mit Tieren auf Du ist, Haie, Rochen, Schildkröten, die ganzen putzigen Schwimmviecher. Und unser Lieblingsösterreicher Wilfried Schlögl? Der lässt sich nicht so leicht beeindrucken und ist ganz der Alte - wie ein historischer Rant über Kapstadt beweist. Never change, Willi! In Südafrika hat er überwintert, ganz wie es sich für einen Berliner Hipster gehört. Sein Tip: Johannesburg, da gibt's das beste indische Curry. Kapstadt ist fake. Nicht edgy. Und überhaupt. Den wahren Clash der Kulturen erlebten die beiden Weltreisenden jedoch nicht in fernen Gefilden, nein, der kommt heute - hier, live am Mikro. Die regelbasierte Weltordnung bricht auch bei uns zusammen, wenn es um ein Thema geht, an dem schon Imperien zugrunde gegangen sind: den Aufstieg des Etikettentrinkers. Oha! Folgt Terroir und Adiletten auf Instagram: https://www.instagram.com/terroirundadiletten/ Folgt Willi auf Instagram: https://www.instagram.com/willi_drinks Folgt Curly auf Instagram: https://www.instagram.com/thelifeofcurly Produzent: pleasure* Instagram: https://www.instagram.com/pleasure_berlin TikTok: https://www.tiktok.com/@pleasure_berlin Website: https://www.pleasure-berlin.com/ Magazin: https://www.thisispleasure.com/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pleasureberlin

Probe Podcast
Probe Podcast BONUS: 031 Bye Bye NI?

Probe Podcast

Play Episode Listen Later Jan 27, 2026 74:19


Der längst überfälligen ersten Ausgabe des Podcast-Jahres 2026 implodiert zwei Stunden vor Aufnahme die Vorbereitung samt Thema? Macht nix, woanders implodieren ganze Imperien. Relativ unvorbereitet, aber im Bewusstsein des eigenen Bildungsauftrags wühlen sich die drei durch eine Flut an Infos, besprechen Impact, Legacy und mögliche Konsequenzen und mutieren im Dschungel äusserst unübersichtlicher Behördenplattformen irgendwann zu Journalisten.

apolut: Standpunkte
US-Imperialismus – Wer ist der nächste? | Von Uwe Froschauer

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Jan 26, 2026 17:48


Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.Während der Krieg in der Ukraine bereits die Grundfesten der internationalen Nachkriegsordnung erschüttert, mehren sich weltweit die Anzeichen für eine Rückkehr klassischer Machtpolitik. Die Ordnung, die nach 1945 auf Prinzipien wie staatlicher Souveränität, territorialer Unverletzlichkeit und multilateraler Konfliktlösung beruhte, gerät zunehmend unter Druck. In dieses Klima geopolitischer Instabilität stößt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump mit einer Politik, die weniger auf Regeln als auf Durchsetzung setzt – militärisch, ökonomisch und rhetorisch.Die jüngsten Ereignisse in Venezuela, der eskalierende Streit um Grönland und Trumps aggressive Zollpolitik gegenüber europäischen Staaten zeichnen das Bild eines neuen amerikanischen Imperialismus: nicht mehr in Form klassischer Kolonialverwaltung, sondern als Kombination aus wirtschaftlichem Zwang, militärischer Präsenz und strategischer Einflussnahme.Venezuela: Öl als geopolitische BeuteAnfang Januar 2026 führten die USA militärische Operationen in Venezuela durch. Präsident Nicolás Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Offiziell sprach Washington von einer „Übergangsphase zur Stabilisierung des Landes“. Trump selbst erklärte, die USA würden Venezuela „so lange führen, bis Ordnung und Vernunft hergestellt seien“.Venezuela besitzt nach Angaben der OPEC mit rund 303 Milliarden Barrel die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. Öl macht über 90 % der venezolanischen Exporterlöse aus. Die politische Kontrolle über Caracas bedeutet damit direkten Zugriff auf einen der strategisch wichtigsten Energiestandorte des Planeten.Historisch erinnert dieses Vorgehen an die Logik kolonialer Rohstoffpolitik: Auch europäische Imperien des 19. Jahrhunderts rechtfertigten ihre Interventionen in Afrika und Asien mit dem Versprechen von Ordnung, Fortschritt und Stabilität, während sie faktisch Handelswege, Arbeitskräfte und Ressourcen unter ihre Kontrolle brachten. Besonders das britische Empire perfektionierte diese Form indirekter Herrschaft. London regierte weite Teile seines Weltreiches nicht primär durch formale Annexion, sondern durch wirtschaftliche Abhängigkeiten, militärische Präsenz und lokale Eliten, die britische Interessen absicherten.In Indien etwa zerstörte die britische Kolonialverwaltung gezielt die einheimische Textilproduktion, um den Absatz britischer Industriewaren zu sichern. Millionen Menschen wurden in ein System eingebunden, das Rohstoffe lieferte und Fertigwaren importierte. In Afrika sicherte sich Großbritannien strategische Routen – vom Suezkanal bis zum Kap der Guten Hoffnung – weniger aus kulturellem Sendungsbewusstsein als aus nüchterner Kalkulation: Kontrolle über Transportwege bedeutete Kontrolle über Märkte. Koloniale Gewalt wurde dabei regelmäßig als notwendige Maßnahme zur „Befriedung“ verkauft.Der britische Ökonom John Hobson beschrieb Imperialismus bereits 1902 als„die Suche nach neuen Absatzmärkten und Rohstoffquellen unter militärischem Schutz“.Diese Diagnose zielte direkt auf das britische Weltreich: auf einen Staat, der politische Expansion betrieb, um wirtschaftliche Überproduktion zu kanalisieren und Investitionen abzusichern. Was damals Flaggen, Handelskompanien und Kolonialverwaltungen leisteten, übernehmen heute Sanktionen, Militärbasen und internationale Abkommen. Die Form hat sich verändert – die Logik nicht.So wie das Empire einst unter dem Banner von Zivilisation und Ordnung Rohstoffräume erschloss, legitimieren moderne Großmächte ihre Eingriffe mit Sicherheitsargumenten und Stabilitätsversprechen. Der Zugriff auf Öl, seltene Erden oder strategische Territorien folgt dabei einem bekannten Muster: Wer die Ressourcen kontrolliert, kontrolliert den Handlungsspielraum der anderen. Der britische Imperialismus war das historische Lehrstück dieser Strategie – der heutige Imperialismus ist ihre aktualisierte Version.... Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

apolut: Standpunkte
Im toten Winkel | Von Alberto Zanardi

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Jan 16, 2026 15:07


Ein Standpunkt von Alberto Zanardi.Was ist los mit den USA? Eigentlich nichts. Sie verhalten sich exakt so, wie sich Imperien immer verhalten, wenn ihr Zenit überschritten ist und der Abstieg nicht mehr aufzuhalten ist. Nicht moralisch entgleist, sondern machtlogisch konsequent. Sie pfeifen auf Regeln, weil Regeln nur für Aufsteiger nützlich sind. Imperien im Niedergang haben keine Geduld mehr für Maskerade. Sie schalten um auf Faustrecht.Am 11. Januar 2026 postete US-Präsident Donald Trump auf seinem Netzwerk Truth Social ein Bild im Stile eines Wikipedia-Eintrags, in dem er sich selbst als „amtierenden Präsidenten von Venezuela“ bezeichnete, und erklärte in diesem Kontext, die USA würden Venezuela vorübergehend führen und venezolanisches Öl kontrollieren und auf den Weltmarkt verkaufen. Offizielle Anerkennung oder institutionelle Legitimation besteht dafür nicht. (1)Ein Imperium lebt nicht nur von Verträgen, nicht von Moral, nicht von Werten. Es lebt vor allem vom Mythos der eigenen Unbesiegbarkeit. Es lebt vom Schutz der eroberten Gebiete, indem es die Eroberten aktiv in die Vereidigung der Beute miteinbezieht. Es lässt die Unterdrückten glauben, Teil von etwas Größerem zu sein. (2)Solange diese Täuschung funktioniert, liefert das Imperium nach der Eroberung Ordnung, Sicherheit, Recht und Stabilität. Es schafft eine Währung der Abhängigkeit. Mit dieser Währung kauft es Loyalität. Die Eroberten werden zu Helfern des Gewaltapparats, nicht aus Überzeugung, sondern aus Anpassung.Ein Imperium lebt von der Ausbeutung seiner „Partner“, die ein Stockholm-Syndrom entwickeln und ihre Unterordnung mit Mitsprache verwechseln. Die USA bilden hier keine Ausnahme. Sie hatten nie Freunde. Sie hatten stets nur Interessen. Und diese Interessen hießen immer zuerst USA. America First ist kein Politikstil, sondern ein deaktivierter Tarnmodus. (2)Anders als in der Geschichte üblich, beginnt der Niedergang diesmal nicht mit Überdehnung, sondern mit einer Fehlfokussierung. Die USA haben den rasanten Aufstieg von China unterschätzt, weil sie sich strategisch an Russland festgebissen haben. Zwei Jahrzehnte NATO-Expansion, Regimewechselpolitik, Sanktionen und Eskalationsrhetorik, während Peking Lieferketten, Technologie, Rohstoffe und Märkte gesichert hat. Jetzt dämmert es in Washington. Zu spät. Die BRICS-Staaten sind nicht mehr aufzuhalten. Der Petro-Dollar, Fundament der amerikanischen Machtprojektion seit den 1970er-Jahren, verliert seine Exklusivität. Wer Öl außerhalb des Dollarraums handelt, wird nicht mehr automatisch militärisch ausgeschaltet, sondern bleibt unbehelligt, weil er zu groß ist. Zu wehrhaft. Das ist kein Detail. Das ist tektonisch. (2)Was also tun? Pragmatismus ersetzt Ideologie. Es gilt, Konflikte unterhalb der großen Eskalationsschwelle am Köcheln zu halten. Etwa Russland militärisch zu beschäftigen, ökonomisch zu binden, moralisch zu ächten. Nicht besiegen, das geht nicht, aber binden.Parallel dazu die aufstrebenden oder widerspenstigen Partner zurückstutzen. Europa, allen voran Deutschland. Wie? Energieversorgung zerstören, Abhängigkeiten verschärfen. Ideologische Durchdringung über Parteien, Stiftungen, NGOs. Atomisierung der Gesellschaft über Identitätspolitik und Dauererregung. Ein zerstrittenes Land stellt keine Fragen. Wer zerstritten ist, organisiert keinen Widerstand. (3)...https://apolut.net/im-toten-winkel-von-alberto-zanardi/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Western Unchained
Der Schweinekrieg von 1859

Western Unchained

Play Episode Listen Later Jan 5, 2026 40:40


Nur zwei Jahre vor Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs standen die USA und das Vereinigte Königreich erneut kurz vor einem Krieg;  dem dritten in weniger als 100 Jahren. Ursachen waren ungeklärte Fragen über Oregon, ein Goldrausch in Kanada, und ein englisches Schwein, dass einen amerikanischen Kartoffelacker verwüstete. Ein Grenzvertrag mit schwammigem Wortlaut, eine umstrittene Inselgruppe zwischen Vancouver Island und dem Washington Territory – und dann wühlt ein Berkshire-Schwein in einem Kartoffelbeet. Was nach Slapstick klingt, brachte 1859 tatsächlich Kanonen in Stellung und ließ zwei Imperien gefährlich nah aneinander geraten. In dieser Folge erzählen wir, wie aus einem Grenzstreit im Oregon Territory der legendäre „Schweinekrieg“ wurde – und die Rollen, die die Hudson's Bay Company, Squatter's Rights, ein eskalationsfreudige General Harney und ein gewisser Captain Pickett, der später noch sehr berühmt (und berüchtigt) werden sollte, in diesem Konflikt spielen sollten. 00:00 - Intro und Einleitung 01:49 - Der Streit ums Oregon Territory (1812-1848) 08:29 - Die britische Besiedlung von San Juan Island 10:13 - 1854: Ein erster "Grenzkonflikt" 13:56 - Der Frasier Canyon Gold Rush, und eine neue "Welle" US-amerikanischer Siedler 16:28 - 15.6.1859: Der Konflikt zwischen Lyman Cutler und Jim Griffin 19:54 - General William S. Harney und Captain George Pickett schalten sich ein 25:35 - Royal Navy gegen US-Militär: Gouverneur James Douglas eskaliert die Lage 27:04 - Captain Hornby und Counter-Admiral Baines (RN) vermittelm 31:06 - September 1859: Der Krieg verpufft... 32:28 - 1871: Endgültige Schlichtung unter deutscher Vermittlung 35:35 - Was wurde aus den beteiligten Offizieren? 38:07 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal #western #wildwest #1859 #UK #Kanada #Oregon #civilwar

Stay Forever
Die Welt von Elder Scrolls

Stay Forever

Play Episode Listen Later Dec 24, 2025 128:35 Transcription Available


Was ist "Die Welt von …?" Wenn wir über Video- und Computerspiele sprechen, die entweder elaborat ausgestaltete eigene Welten mit Hintergrundgeschichten haben oder über solche, die ihre Welt aus Literatur, Rollenspiel oder Film borgen, nehmen wir uns zuweilen die Zeit und sprechen ausführlicher über Lore jener Welten als das in den regulären Folgen möglich wäre. Im Format Die Welt von… erforschen Rahel Schmitz und Mháire Stritter die Legenden, die Geografie, die Geschichte, die Politik von diesen fiktiven Welten und holen sich dabei von Fall zu Fall ergänzende Expertise von ausgewiesenen Kennern und Kennerinnen der jeweiligen Welt. Worum geht's: Die Welt der The Elder Scrolls-Spiele ist kein klassisches Fantasy-Reich mit klaren Helden und Bösewichten, sondern ein komplexes Geflecht aus Kulturen, Mythen, Machtstrukturen und Widersprüchen. Tamriel ist ein Kontinent, der von Imperien beherrscht und zugleich von lokalen Traditionen, Religionen und ethnischen Spannungen geprägt ist. Götter existieren hier nicht nur als ferne Legenden, sondern greifen sichtbar in die Geschichte ein, während Wahrheit, Propaganda und Mythos oft ununterscheidbar ineinanderfließen. Die Spiele erzählen diese Welt selten direkt – sie erschließt sich über Bücher, Architektur, Rituale, Fraktionen und die Perspektiven ihrer Bewohner. In dieser Folge erkunden Rahel und Mháire die Eigenheiten dieser Spielwelt: ihre politische Struktur, die Rolle von Magie und Religion, das Nebeneinander von großer Historie und persönlicher Alltagserfahrung sowie die bewusste Mehrdeutigkeit vieler Erzählungen. Es geht darum, wie The Elder Scrolls Weltenbau betreibt, warum sich Tamriel je nach Region völlig anders anfühlt – und weshalb diese Serie bis heute eine der dichtesten und faszinierendsten Fantasy-Welten der Computerspielgeschichte hervorgebracht hat. Einen Gast gibt es auch: Diesmal kommt im Podcast neben den Sprecherinnen Louis Kresoviç zum Einsatz, der betreibt auf YouTube unter dem Namen Amemos den größten deutschsprachigen Lorecast zum Thema Elder Scrolls Podcast-Credits: Sprecher, Redaktion: Rahel Schmitz, Mháire Stritter Gast: Louis Kresoviç Audioproduktion: Sascha Blach, Christian Schmidt Titelgrafik: Paul Schmidt Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik) Die Podcastfolge, in der es um das Spiel Morrowind geht, ist parallel zu dieser Folge erschienen.

JACOBIN Podcast
Die Ukraine droht, unter Imperien aufgeteilt zu werden – von Oleksandr Kyselov

JACOBIN Podcast

Play Episode Listen Later Dec 12, 2025 20:35 Transcription Available


Die Vorschläge der Trump-Regierung für einen Frieden in der Ukraine muten an wie ein Immobilien-Deal: Russland bekommt ukrainisches Land zugesprochen und die USA kassieren dafür Abfindung. Der Führung in Kiew bleiben jedoch kaum Alternativen. Artikel vom 09. Dezember 2025: https://jacobin.de/artikel/ukraine-russland-krieg-friedensplan-trump-putin-selenskyj Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de

History Making Of - Geschichte Podcast
Opiumkriege: Wie Drogenhandel Chinas Kaiserreich zerstörte - Zeit für History #63

History Making Of - Geschichte Podcast

Play Episode Listen Later Nov 30, 2025 54:40


Im 19.Jahrhundert kam es zu einem Konflikt, der nicht nur zwei Nationen, sondern ganze Imperien erschütterte. Die Opiumkriege sind ein düsteres Kapitel unserer Geschichte, das von Macht, Sucht und politischen Intrigen erzählt. Es ist bis heute wohl das größte Trauma, das China gegenüber dem Westen erlitten hat, wirkt sich immer noch auf Hongkong aus und hat unsere Welt für immer verändert. Und ganz nebenbei: Was ist eigentlich Opium? Viel Spaß mit der Folge!Illustrationen zu allen Folgen auf: https://www.instagram.com/zeit.fuer.history/Meine Website: https://geschichte-podcast.de/Simon Kellner auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simon-kellner-3791162b3/Du willst das dein Buch, dein Produkt oder Projekt in meinem Podcast vorgestellt wird? Dann melde dich gerne bei mir. Alle Kooperations- und Werbeanfragen bitte an: historymakingof@gmail.comErlebe "Geschichte Hautnah": https://www.youtube.com/@GeschichteHautnah/videosLiteratur: Matthias Seefelder: Opium - Eine KulturgeschichteHelwig Schmidt-Glintzer: Das neue China - vom Untergang des Kaiserreichs bis zur Gegenwart. Das Folgenbild zeigt eine künstlerische Darstellung verarmter Opiumraucher im 19. Jahrhundert.Quelle: Two Poor Chinese Opium Smokers. Gouache on Rice Paper. Wellcome Collection, 19th century. Web. CC BY 4.0. https://wellcomecollection.org/works/h2vnuwak.Musik: Carlos Ebelhaeuser (blackmail, The Damned don´t Cry) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

BlomCast
[57] Europa 2050 — die Herausforderungen

BlomCast

Play Episode Listen Later Nov 16, 2025 39:58


Europa findet sich in einer neuen Welt, in der große Imperien alles untereinander aufteilen: Wer keinen Platz am Tisch hat, ist auf der Speisekarte. Aber wie können europäische Demokratien überleben? In dieser Folge denke ich über drei fundamentale Säulen nach: Autonomie, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die Herausforderungen sind enorm und die Europäer:innen werden sich entscheiden müssen, ob sie bereit sind, sich für ihre Autonomie einsetzen, oder ob der Kontinent der Kolonisatoren jetzt endlich zur Kolonie anderer Mächte wird.Support the show

Inside Wirtschaft - Der Podcast mit Manuel Koch | Börse und Wirtschaft im Blick
#1424 Inside Wirtschaft - Christian Jasperneite (M.M.Warburg): „Die Zeit der Imperien kommt zurück"

Inside Wirtschaft - Der Podcast mit Manuel Koch | Börse und Wirtschaft im Blick

Play Episode Listen Later Oct 30, 2025 9:18


Geopolitik - wie sehr beeinflusst sie die Finanzmärkte aktuell? „Im Moment finde ich es eigentlich erstaunlich, wie wenig die Märkte reagieren auf das, was passiert. Wir haben das Thema kritische Rohstoffe, seltene Erden werden für die westliche Welt rationiert. Das kann in den nächsten Wochen und Monaten schon zu massiven Verwerfungen in der Produktion vieler Güter führen. Dann fängt China an, sehr billige Chips zu rationieren, die aber überall genutzt werden. Wenn die mal nicht mehr da sind, haben wir in Europa riesen Probleme. Das sind jetzt nur mal ein paar Beispiele, wie China seine Macht nutzt, um geopolitisch zu wirken. Das hat eine Kapitalmarktrelevanz. Ich hab das Gefühl, die Zeit der Imperien kommt zu einem gewissen Grad zurück", so Dr. Christian Jasperneite (CIO bei M.M.Warburg & CO). Alle Details im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch auf dem Börsentag Hamburg und auf https://inside-wirtschaft.de und https://www.mmwarburg.de

apolut: Standpunkte
„Generation Z“-Proteste weltweit – Regime Change oder „Jugendüberschuss“? | Von Hermann Ploppa

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Oct 25, 2025 10:43


n vielen Ländern der südlichen Halbkugel kommt es zu Aufständen der jungen Generation. Was sind die Ursachen?Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.So unterschiedliche Länder wie Peru, Indonesien, Marokko, Madagaskar, Nepal oder Kenia erscheinen peripher in unserer Wahrnehmung. Denn dort brennt und kracht es. Minister werden nackt durch die Straßen gejagt . Aus Hubschraubern der Sicherheitskräfte hagelt es scharfe Munition auf protestierende Jugendliche. Regierungsgebäude gehen in Flammen auf.Der gemeinsame Nenner: es sind junge Leute, Männer wie Frauen, die sehr zornig und kompromisslos auftreten. Sie nehmen den von Werbeindustrie erschaffenen Sammelbegriff „Generation Z“ als verbindende Selbstbezeichnung . Sie haben genug. Sie wollen sich nicht länger mit haltlosen Versprechungen abspeisen lassen. Ihr Protest ist oft spontan und wenig durchdacht. Es gibt keine charismatischen Führergestalten. Hier agiert die Schwarmintelligenz von Millionen von Handy-Nutzern.Es ist nämlich so: die Leute haben kaum was zu essen. Kaum was anzuziehen. Selten eine vernünftige Wohnung. Aber ein Handy haben fast alle in der Dritten Welt. Chinesen haben über Huawei preiswerte 5G-Netze in den armen Ländern hochgezogen. Und das hat auch tatsächlich einen Gebrauchswert in Ländern mit schlechten Straßen. Wenn man 15 Kilometer zum nächsten Markt marschiert ist, kann man Oma noch mal eben fragen, ob man für zu Hause auch noch ein Stück Fleisch mitbringen soll. Auch zum Absenden von Notrufen ist das Handy gut geeignet. Die Handys ermöglichen es zudem den jungen Leuten, sich über weite Strecken für Widerstandsaktionen gegen die Regierung zu verständigen. In Marokko schossen neue soziale Portale wie Pilze aus dem Boden als die Aufstände begannen.Bei uns kommen natürlich nur die Videos mit den brennenden Autos und Häusern an. Wirklich kompetente Deutungen des Geschehens sind eher selten und auf Expertenkreise beschränkt. Da gibt es die Theorie des „Jugendüberschusses“ in jenen wilden Ländern. Auf Englisch heißt dieser Begriff „Youth Bulge“, was man mit „Jugendbeule“ übersetzen könnte. Das bedeutet, dass in all diesen Ländern mit sozialen Unruhen der Anteil der sehr jungen Leute überdurchschnittlich hoch ist im weltweiten Vergleich. In der demographischen Darstellung ergibt sich ganz unten eine Ausbuchtung bei den Menschen im Alter von Null bis 35 Lebensjahren. Entsprechend dieser Wortwahl könnte man bei Deutschland, Italien, China und Japan von einer „Seniorenbeule“ sprechen. Perfide ist die Theorie, dass der überproportionale Bevölkerungsanteil der Youngster fast automatisch zu Revolten, Kriegen und Morden führen müsse. Der mittlerweile verstorbene Bremer Soziologe Gunnar Heinsohn hat gesagt, dass ein Überschuss an arbeitslosen jungen Männern zwangsläufig zu Gewalt führen müsse . Der ehemalige wissenschaftliche Berater der NATO und Stichwortgeber für Thilo Sarrazins Bestseller liefert den Imperien der westlichen Wertegemeinschaft mit seiner Jugendbeulen-Theorie die ideale Ausrede, um sich aus der eigenen Verantwortung am Massenelend in der Dritten Welt freizuschwatzen.Doch auch die fast schon reflexartig auftretende Vermutung, es handele sich hier wieder einmal um ein Regime Change-Theater, geht an der Sache vorbei. Nehmen wir nur mal das Fallbeispiel Marokko. Marokkos König Mohammed der Sechste regiert mit harter Hand eine Scheindemokratie. Der König hat durchgesetzt, dass Marokko ein Vorposten der westlichen Vorherrschaft bleibt....https://apolut.net/generation-z-proteste-weltweit-regime-change-oder-jugenduberschuss-von-hermann-ploppa/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Die Filmanalyse
Ep. 233: Die Macht der Medien und Konzerne: NETWORK - Kritik & Analyse zu Sidney Lumets Klassiker

Die Filmanalyse

Play Episode Listen Later Sep 11, 2025 21:38


Kritik an den Massenmedien und an der Macht der Konzerne ist so aktuell wie nie. Bereits das Kino der 1970er-Jahre setzte damit intensiv auseinander, bis heute ist Sidney Lumets „Network“ unvergessen. Die Mediensatire, die wohl weniger satirisch als realistisch ist, ist längst ein Filmklassiker, in dem große Schauspieler wie Faye Dunaway, Peter Finch und William Holden zeigen, was es heißt, wenn ein TV-Sender ganz von der #Einschaltquote regiert wird. Zugleich erzählt „Network“ aber auch von den wirtschaftlichen Verstrickungen eines Medienkonzerns und legt dabei die Struktur der globalen Wirtschaft bloß. Die Diagnose ist finster: Die #Demokratie ist ein Auslaufmodell, die Zukunft gehört transnationalen Konzernen und ihren Aktionären. Der Film bezieht sich dabei implizit auf eine besondere Denkrichtung des #Neoliberalismus, die tatsächlich die Wirtschaft vor dem Einfluss der Bürger zu schützen sucht und damit postdemokratische Strukturen etabliert. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. Suhrkamp.Quinn Slobodian: Globalists. The End of Empire and the Birth of Neoliberalism. Havard University Press.Deutsche Ausgabe: Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus. Suhrkamp.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen - vielen Dank!PayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon:  https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. SchmittSparkasse NeuwiedIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWD Das Best-Of von DIE FILMANALYSE als Buch. Mit einem Vorwort von Dominik Graf. Affiliate-Link: https://amzn.to/3NCkVHBUnser Kinderbuch „Die kleinen Holzdiebe und das Rätsel des Juggernaut“ ist erschienen! Affiliate-Link: https://amzn.to/47h1LQIDie Anthologie SELBST SCHULD! ist jetzt erschienen.Affiliate-Link: https://amzn.to/47qau3a Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.dehttps://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Seelengevögelt - Für die Rebellen des Lebens
Der Virus, von dem keiner spricht... | der Imperien zu Fall bringt und dich dein Glück kosten kann | Folge 52

Seelengevögelt - Für die Rebellen des Lebens

Play Episode Listen Later Aug 16, 2025 42:47


► Hier findest du alle Infos zu Human Evolutionhttps://www.homodea.com/life-trust-guide/human-evolution/Hey du wundervoller Mensch da draußen, ich freue mich sehr, dass du heute wieder dabei bist – zu einer neuen, tiefgehenden Folge meines Podcasts Human Future Movement.In dieser Episode geht es um einen „Virus“, der sich still und heimlich in unseren Geist schleicht. Er lähmt unsere Schöpferkraft, sabotiert unsere Träume und ist trotzdem gesellschaftlich vollkommen akzeptiert: Opferitis Humana.► Was ist Opferitis Humana?Es ist die Angewohnheit, die Kontrolle über das eigene Leben an äußere Umstände abzugeben. Ein Zustand, in dem wir uns als machtlos erleben – gegenüber Politik, Vergangenheit, Zeitmangel, Beziehungen, Geld oder sogar dem Wetter.► In dieser Episode lade ich dich ein:Ehrlich hinzuschauen, wo du dich (noch) als Opfer erlebstDeinen inneren Fokus wieder auf deine Schöpfermacht auszurichtenDie emotionale Lust am Jammern, Klagen und Empören zu durchbrechenDen Mut zu entwickeln, dich für ein echtes Wachstumsmindset zu entscheidenVerantwortung für dein Leben und dein Umfeld zu übernehmenDenn: Dieser Virus ist nicht nur individuell gefährlich. Er ist gesellschaftlich ansteckend – und kann, wenn wir ihn nicht erkennen, ganze Kulturen schwächen.► Warum ich heute so deutlich spreche?Weil ich daran glaube, dass du – ja, genau du – viel kraftvoller, kreativer und mutiger bist, als du vielleicht gerade denkst.Diese Episode ist ein liebevoller Aufruf: Hör auf, dir leid zu tun. Und fang an, dein Leben in die Hand zu nehmen.► Und wenn du noch tiefer einsteigen willst:Das Buch Weltordnung im Wandel von Ray Dalio bietet brillante Einblicke in globale Muster des Auf- und Abstiegs von Gesellschaften:https://go.homodea.com/ray-dalio-weltordnung-im-wandelWas nimmst du aus dieser Folge mit?Schreib mir gerne in die Kommentare – ich lese jede Nachricht.In Verbundenheit,Veit► Alles zu Veit Lindau: https://go.veitlindau.com/bold-impact► Instagram: https://www.instagram.com/veit.lindau/► Facebook: https://www.facebook.com/veitlindau► Hier geht's zu homodea: http://go.homodea.com/hd191► Instagram: https://www.instagram.com/homodea/► Facebook: https://www.facebook.com/homodea► Schon abonniert? Hier geht's zum Podcast Alles Menschen: https://go.veitlindau.com/allesmenschenIT► Du kannst dir den Podcast überall auf Apple Podcasts, Spotify, meinem Blog, YouTube, SoundCloud und allen Podcastapps kostenlos anhören.► Wir freuen uns sehr, wenn dich die Folge inspiriert. Schreibe uns sehr gern unter podcast@veitlindau.com deine Wünsche für Gäst:innen.► Du möchtest etwas Gutes für die Welt beitragen? Die ichliebedich-Stiftung fördert weltweit integrale Projekte der Potenzialentfaltungund der Kultur des Mitgefühls, besonders für Kinder und Jugendliche.https://ichliebedich-stiftung.de/ich liebe dich-Stiftunghttps://www.paypal.com/paypalme/ichliebedichoderIBAN: DE37 6625 0030 0030 0711 46BIC: SOLADES1BAD#Verantwortung #Selbstwirksamkeit #HumanFutureMovement #Transformation #Bewusstseinswandel

AUF1
Iran-Konflikt: Neue Front im Weltkrieg der Imperien?

AUF1

Play Episode Listen Later Jun 17, 2025 22:52


Giga TECH.täglich
Aldi Nord und Süd stehen vor dem Aus

Giga TECH.täglich

Play Episode Listen Later Jun 2, 2025


Aldi Nord und Süd spalten Deutschland. Das könnte bald ein Ende haben. Nach jahrzehntelanger Trennung bahnt sich im deutschen Einzelhandel eine Sensation an: Die Eigentümerfamilien von Aldi Nord und Aldi Süd verhandeln über einen Zusammenschluss ihrer Imperien. Die mögliche Fusion würde einen der größten Discounter Europas entstehen lassen und die historische Spaltung der Albrecht-Dynastie beenden.

Hörsaal - Deutschlandfunk Nova
Kolonialismus - Die politische Bedeutung des Malariamittels Chinin

Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

Play Episode Listen Later May 30, 2025 47:25


Ein Vortrag des Historikers Tristan Oestermann Moderation: Nina Bust-Bartels ********** Chinin war lange das einzige Mittel gegen Malaria, daher konnte der Zugang zu Chinin über Leben und Tod entscheiden. Der Historiker Tristan Oestermann erzählt die politische Geschichte des Chinins. ********** Tristan Oestermann ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Sein Vortrag heißt: "Die Dekolonisierung des Chinins: Eine politische Geschichte der pharmazeutischen Industrie nach dem Ende der Imperien, 1945–1998", den er am 29. April 2025 im Rahmen des Forschungskolloquium "Geschichte transkulturell" an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt Oder gehalten hat. ********** Schlagworte: +++ Kolonialismus +++ Chinin +++ Dekolonisierung +++ Boehringer +++ Kongo +++ Indosnesien +++ Pharmakina +++ Geschichte +++ Kolonialgeschichte +++ Modernisierung +++ Entwicklung +++ Industrie +++ Pharmazie**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Trump stoppt USAID: Wenn es plötzlich keine Hilfe mehr gibtHydroxychloroquin: Darum testen zwei deutsche Studien weiterhin das umstrittene Malaria-MittelNeuer Impfstoff: WHO startet erste Impfkampagne gegen Malaria**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .

Lesestoff | rbbKultur
"Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien"

Lesestoff | rbbKultur

Play Episode Listen Later May 30, 2025 5:59


Dass Künstliche Intelligenz schnell und effektiv arbeitet, hat nicht nur mit Technik oder verbesserten Algorithmen zu tun. Die KI-Programme werden ständig von Millionen Menschen optimiert. Sie arbeiten zumeist im globalen Süden, unter prekären Bedingungen. Das beschreibt das Autoren-Trio Muldoon, Graham und Grant in seinem Buch "Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien". Arno Orzessek stellt das Buch vor.

Terra X Geschichte – Der Podcast
Rückkehr der Imperien?

Terra X Geschichte – Der Podcast

Play Episode Listen Later Apr 24, 2025 63:49 Transcription Available


Imperien? Diese Zeit ist doch lange vorbei. So haben vermutlich viele gedacht. Spätestens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges schien das Zeitalter der Imperien und des Imperialismus endgültig Geschichte. Aber Staaten wie die USA oder China verfolgen schon seit Jahrzehnten eine imperialistische Handelspolitik. Sie bauen ihre Macht und ihren Einfluss in vielen Weltregionen aus. Staaten wie Russland machen auch nicht davor halt, ihr Territorium gewaltsam zu erweitern. Das wurde spätestens mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine Anfang 2022 klar. Aber was bedeutet dieser Neo-Imperialismus für unsere Welt? Welchen historischen Vorbildern folgen Putin, Trump und Xi? Wann entwickelte sich das erste Imperium der Geschichte? Und warum sind das Persische Reich, das Imperium Romanum und das Mongolenreich am Ende doch untergegangen? Ein Podcast über vergangene und gegenwärtige Imperien und die Frage: war der Imperialismus wirklich jemals Geschichte? Gesprächspartner*innen: Mark C. Elliott Nadin Hée Ulrike von Hirschhausen Bernhard Linke Sönke Neitzel Literatur Asimov, Isaac (2017): Die Foundation-Trilogie. Axworthy, Michael (2014): A History of Iran: Empire of the Mind. Blank-Sangmeister, Ursula (1991): Valerius Maximus, Facta et dicta memorabilia: lateinisch/deutsch = Denkwürdige Taten und Worte. Blösel, Wolfgang (2015): Die römische Republik: Forum und Expansion. Cicero, Tullius M. (70 v. Chr): Reden gegen Verres. Lateinische Bibliothek des Landesbildungsservers Baden-Württemberg. Dabringhaus, Sabine (2009): Geschichte Chinas 1279 – 1949. Elliott, Mark C. (2009): Emperor Qianlong: Son of Heaven, Man of the World. Menzel, Ulrich (2024): Die Ordnung der Welt. Münkler, Herfried (2010): Imperium und Imperialismus. Docupedia-Zeitgeschichte. Neitzel, Sönke (2000): Weltmacht oder Untergang. Die Weltreichslehre im Zeitalter des Imperialismus. Nolte, Hans-Heinrich (2009): Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Hawkins, Angus (2020): Benjamin Disraeli, Speech of the Right Hon. B. Disraeli, MP, at the Banquet of the National Union of Conservative and Constitutional Associations at the Crystal Palace, on Monday June 24, 1872. Heé, Nadin (2012): Imperiales Wissen und koloniale Gewalt. Japans Herrschaft in Taiwan 1895-1945. Hirschhausen von, Ulrike/ Leonhard, Jörn (2023): Empires: Eine globale Geschichte 1780-1920. Kennedy, Paul (1989): The Rise and Fall of Great Powers. Linke, Bernhard (2015): Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla. Linke, Bernhard (2000): Untersuchungen zu den religiösen Rahmenbedingungen für Herrschaftslegitimation im archaischen Griechenland. Rollinger, Robert et al. (2014): Imperien und Reiche der Weltgeschichte. Epochenübergreifende und globalhistorische Vergleiche. Internetquellen https://millercenter.org/the-presidency/presidential-speeches/september-5-1901-speech-buffalo-new-york https://www.civiced.org/quotations-about-democracy https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/deliver/index/docId/585/file/docupedia_muenkler_imperium_v1_de_2010.pdf https://www.goodreads.com/quotes/tag/imperialism https://www.tordesillas.net/descubre-tordesillas/historia/el-tratado-de-tordesillas https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/mongolisches-reich--dschingis-khan-legte-die-saat-fuer-innere-machtkaempfe-35166740.html https://www.projekt-gutenberg.org/cicero/verres/chap007.html http://academics.wellesley.edu/Polisci/wj/China/208/READINGS/qianlong.html https://apps.dtic.mil/sti/tr/pdf/ADA399126.pdf

hy Podcast
Folge 331: Wenn Supermächte stürzen und wie Ray Dalio das deutet

hy Podcast

Play Episode Listen Later Apr 22, 2025 37:52


Märkte schwanken, Allianzen brechen, Zölle explodieren: Die Welt wirkt instabiler denn je. Genau deshalb lohnt sich der Blick aufs große Ganze. In dieser Folge sprechen wir über den weltweiten Machtwandel und darüber, was Unternehmen, Strategen und Entscheiderinnen jetzt verstehen sollten. Ausgangspunkte sind ein viel beachtetes Buch und Video von Ray Dalio, dem Investor und Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates. Darin erklärt er, warum der Aufstieg und Fall großer Imperien bestimmten Mustern folgen – und warum wir heute an einem historischen Wendepunkt stehen könnten. Was bedeutet das für Märkte, Geschäftsmodelle und Führung? Wie sieht wirtschaftliche Resilienz in einer multipolaren Welt aus? Und warum Unternehmen jetzt besonders strategisch denken müssen. Eine Folge für alle, die sich in komplexen Zeiten Orientierung wünschen und bereit sind, aus der Vergangenheit zu lernen und über das Quartalsdenken hinauszublicken. Hier gehts zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=xguam0TKMw8 (Foto: Amy Harris/AP)

RT DEUTSCH – Erfahre Mehr
Wird die UNO das Ende der unipolaren Welt überleben?

RT DEUTSCH – Erfahre Mehr

Play Episode Listen Later Mar 10, 2025 8:28


Die Welt, die Donald Trump aufbauen will, ist eine Welt der großen Imperien. In dieser neuen imperialen Welt soll es fünf bis sieben große imperiale Gebilde geben, was ganz andere Strukturen erfordern wird, um die Koordination untereinander zu gewährleisten. Von Wladimir Moschegow  

Perspektiven
Gender: (k)ein Reizwort für die Theologie

Perspektiven

Play Episode Listen Later Mar 8, 2025 28:31


«Da ist weder männlich noch weiblich», sagte Paulus und meinte das auch so. In der urchristlichen Gemeinde sollte es keine Gender-Hierarchien mehr geben, bestätigt Theologe Moisés Mayordomo. Doch warum ist die Gendertheorie dann Reizwort für Rechtsevangelikale und ultra-konservative Katholiken? Die Bibel übt massive Kritik am Männlichkeitsideal der griechisch-römischen Antike. Denn damit verbunden war eine elitäre Gesellschaftspyramide mit einem Gottkaiser an der Spitze. Judentum und frühes Christentum standen in Opposition zu unterdrückerischen Imperien und ihren Gottkaisern. Den macht- und kraftstrotzenden römischen Kaisern halten die Evangelien das Bild vom gekreuzigten Gottessohn entgegen, – eine in römischen Augen sehr «unmännliche» Figur. – Das hatte Auswirkungen für die frühchristlichen Gläubigen: Ihnen allen gilt dieselbe Ethik und dieselbe Verheissung von Freiheit. Auch denen, die kein Geschlecht haben wollen, öffne Paulus eine Tür zur Gemeinschaft. In der Gemeinschaft Christi sollten Geschlecht, Gender, Ethnie oder Status irrelevant sein. Im Gespräch mit dem Neutestamentler Moisés Mayordomo von der Universität Basel wird klar, was der Arbeitsbegriff Gender zur sachgerechten Deutung der Bibel beiträgt wie auch zur Kritik aktueller Phänomene wie Neo-Imperialismus und Neo-Virilismus. Denn das alte Männlichkeitsideal vom starken Imperator feiert aktuell Urstände, - irritierenderweise auch unter fundamentalistischen Christen und Rechtsevangelikalen. Sie unterstützen mehrheitlich US-Präsident Donald Trump. Mit der Bibel lasse sich das nicht vereinbaren, legt Mayordomo dar. Autorin: Judith Wipfler

{ungeskriptet} - Menschen mit Ecken und Kanten
#169 Ex-Mitglied riskiert sein Leben: Wahrheit über Hells Angels

{ungeskriptet} - Menschen mit Ecken und Kanten

Play Episode Listen Later Mar 1, 2025 332:07


Früher habe ich Hells-Angels-Dokus gesuchtet – die Geschichten von grenzenloser Macht, kriminellen Imperien und dem ungeschriebenen Ehrenkodex faszinierten mich. Heute sitze ich mit einem Mann am Tisch, der all das aus erster Hand erlebt hat: Kassra Zargaran, a.k.a. „Der Perser“. Er war Zuhälter, Hells-Angels-Mitglied und tief in den Strukturen des organisierten Verbrechens verankert. Doch dann kam der Absturz und die Wendung. Sieben Jahre saß er im Gefängnis.** Heute lebt er an einem geheimen Ort, unter falscher Identität, unter ständigem Schutz. Doch wovor genau schützt er sich? Vor ehemaligen Weggefährten? Vor der Justiz? Oder vor einem System, das es niemandem verzeiht, der einmal zur falschen Seite gehört hat? Ich wollte wissen: - Wie funktionieren die kriminellen Strukturen der Hells Angels? - Wie steigt man auf – und warum ist der Ausstieg lebensgefährlich? - Wie entkommt man einer Welt, in der Loyalität über Leben und Tod entscheidet? Sponsoren: (WERBUNG) https://linktr.ee/ungeskriptet_werbepartner KAPITEL: (00:00:00) - Intro (00:01:48) - Vom Zuhälter zum Rockermitglied: Der Einstieg ins Milieu (00:47:41) - Das Geschäft mit den Frauen (01:05:06) - Einblick ins Hells Angels Clubhaus (02:02:01) - Regeln und Insiderwissen (02:47:28) - Blutige Eskalation und Mord-Auftrag (03:26:12) - Nach dem Mord (04:03:27) - Der Ausstieg (05:19:10) - Eine letzte Frage Ben: Youtube: https://www.youtube.com/c/ungeskriptetbyben?sub_confirmation=1 TikTok: https://www.tiktok.com/@ungeskriptet Instagram: https://instagram.com/ben_ungeskriptet X: https://x.com/benungeskriptet?s=21 Kassra: Instagram: https://www.instagram.com/derperser/?hl=de Youtube: https://www.youtube.com/@derperser86 Buch: https://www.amazon.de/dp/374231985X?ref=cm_sw_r_ffobk_cso_cp_apan_dp_NGYYQF92FPDZV4M2N0V6&ref_=cm_sw_r_ffobk_cso_cp_apan_dp_NGYYQF92FPDZV4M2N0V6&social_share=cm_sw_r_ffobk_cso_cp_apan_dp_NGYYQF92FPDZV4M2N0V6&bestFormat=true {ungeskriptet} gibt's hier bei YouTube und überall, wo es Podcasts gibt. Alle weiteren Links: https://www.ungeskriptet.com Mein Ziel ist, der beste Podcast Host Deutschlands zu werden. Ich verspreche dir, die spannendsten Gäste an meinen Tisch zu holen. 100% Realtalk. No Bullshit. #besterpodcast. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

Trend
Best of: DKSH – ein stiller Riese im Handelsgeschäft in Asien

Trend

Play Episode Listen Later Jan 3, 2025 22:49


Der Name DKSH dürfte nur wenigen geläufig sein. Doch der Schweizer Konzern ist seit bald 160 Jahren in Asien tätig und ein wichtiger Akteur im Handelsgeschäft von Thailand über Japan bis nach China. So wie die DKSH-Pioniere Brennwald, Diethelm, Keller, Signer und Hegner waren im vorletzten Jahrhundert auch andere Schweizerinnen und Schweizer in Asien tätig, verkauften Schweizer Industrieprodukte und bauten mit der Zeit richtige Imperien im weltweiten Handel auf. «Trend» schaut sich diese Handelspioniere aus dem kleinen Binnenland Schweiz genauer an und fragt, inwiefern sie die Grundlage sind für den heutigen Status der Schweiz als eine der wichtigsten Zentralen des weltweiten Rohstoffhandels. (Erstausstrahlung: 21. Juni 2024)

Einmischen! Politik Podcast
Zeit der Monster mit Albrecht von Lucke

Einmischen! Politik Podcast

Play Episode Listen Later Dec 23, 2024 289:20


Woop! Woop! Mit dem 1. Januar 2025 treten wir ins zweites Viertel des 21. Jahrhundert. Und vieles spricht dafür, dass sich die Dramaturgie des vergangenen 20. Jahrhunderts wiederholen könnte. War schon dessen erstes Quartal hoch verlustreich gewesen, sollte das zweite noch eine enorme Steigerung bedeuten. „Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster“, lautet das Antonio Gramsci zugeschriebene Zitat, das die Zeit des Interregnums nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Niedergang der alten Imperien auf den Punkt bringt. Was diese Zeit mit sich bringt und welche Monster wir bekämpfen müssen, darüber spreche ich heute mit Albrecht von Lucke (Chef-Redakteur "Blätter+Politikwissenschaftler). Enjoy!^^

apolut: Standpunkte
Die Geschichte zweier PsyOps | Von CJ Hopkins

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Dec 11, 2024 17:39


Ein Standpunkt von CJ Hopkins.Es war einmal, auf einem Planeten namens Erde, ein globales kapitalistisches Imperium. Es war das erste globale Imperium in der Geschichte der Imperien. Es beherrschte den gesamten Planeten.Niemand wusste, wie man das Imperium nennen sollte, weil es so etwas in der Geschichte noch nie gegeben hatte. Es hatte keine äußeren Gegner, also blieb ihm nichts anderes übrig, als „das Gebiet zu säubern und zu halten“, d. h. inneren Widerstand zu neutralisieren und seine Herrschaft über den Planeten zu festigen. Genau daran machte es sich dann auch. Dies geschah zuerst in den Gebieten seines letzten ideologischen Gegners, einem Reich namens Sowjetunion, dessen Ideologie als „Kommunismus“ bekannt war.Dies war als „Zeit nach dem Kalten Krieg“ bekannt. Als Nächstes war der Nahe Osten dran, wo die Menschen immer noch versuchten, ihr Leben nach einer Religion zu leben, die als „Islam“ bekannt ist. Dies war bekannt als „Globaler Krieg gegen den Terror“. Der globale Krieg gegen den Terror sollte ursprünglich ewig andauern, und das wäre er auch, und wird er auch, aber er musste vorübergehend ausgesetzt und umbenannt werden, weil etwas Unerwartetes geschah. Eines Tages, im Sommer 2016 – offiziell „Der Sommer der Angst“ – bemerkte das globale kapitalistische Imperium, dass eine neue Form des Widerstands gegen seine Vorherrschaft über den gesamten Planeten entstanden war. Nicht in der ehemaligen Sowjetunion oder im Nahen und Mittleren Osten, sondern im gesamten Westen, direkt im Herzen des Imperiums.Und so wurde der Krieg gegen den Terror ausgesetzt und der Krieg gegen den Populismus begann. Der Krieg gegen den Populismus tobte vier Jahre lang und gipfelte in der Einführung der „Neuen Normalität“, offiziell bekannt als „die Covid-Pandemie“. Über zwei Jahre lang, d. h. von März 2020 bis etwa Dezember 2022, verwandelte sich das globale kapitalistische Imperium in eine neue Form des Totalitarismus – eine globale kapitalistische Form des Totalitarismus – die mit keiner anderen, früheren Form des Totalitarismus vergleichbar war. Diese Zeit war die „Shock and Awe“- Phase bei der Einführung des Neuen Normalen Reichs. Der Übergang zum Neuen Normalen Reich wurde im gesamten Weltreich ausgestrahlt. Die Botschaft war glasklar. Von nun an würde es eine „neue Normalität“ geben. Sie würde einem permanenten Kriegszustand gleichen, einem permanenten Bürgerkriegszustand. Und so würde von nun an jeder seine Treue zum Reich des „Neuen Normal“ schwören und Befehle befolgen müssen, oder er würde als „Extremist“, „Wissenschaftsleugner“, „Verschwörungstheoretiker“ oder eine andere Art von aufrührerischem Abweichler abgestempelt werden.Die überwiegende Mehrheit der Bürger des Westens verstand die Botschaft, befolgte die Anweisungen und schwor dem Neuen Normalen Reich die Treue. Eine beträchtliche Minderheit tat dies jedoch nicht. Das globale kapitalistische Imperium musste diese beträchtliche Minderheit neutralisieren. Die Mehrheit dieser großen Minderheit bestand aus konservativen, libertären und anderen im Grunde rechtsgerichteten Menschen. Es gab auch einige wenige altmodische Linksgerichtete, aber sie waren eine Minderheit innerhalb einer Minderheit und spielten daher keine Rolle, wenn es darum ging, die größere Minderheit zu neutralisieren, was das Imperium umgehend in Angriff nahm...hier weiterlesen:https://apolut.net/die-geschichte-zweier-psyops-von-cj-hopkins/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Literatur - SWR2 lesenswert
Peter Heather & John Rapley – Stürzende Imperien. Rom, Amerika und die Zukunft des Westens

Literatur - SWR2 lesenswert

Play Episode Listen Later Nov 24, 2024 6:23


Rom, Portugal, Spanien, England, alle Reiche kommen und gehen. Und die USA heute? Ein Historiker und ein Ökonom wagen einen Blick in die Vergangenheit – um in die Zukunft zu sehen. Rezension von Frank Hertweck

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur
Peter Heather und John Rapley: “Stürzende Imperien” - Was der Untergang Roms über die Gegenwart lehren kann

Buchkritik - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Aug 26, 2024 6:09


Peter Heather und John Rapley vergleichen das Ende des Römischen Reichs mit dem gegenwärtigen Niedergang der westlichen Globalherrschaft. Das ist unter Historikern schon lange beliebt. Doch Heather und Rapley leiten daraus andere Schlüsse ab. Von Jens Balzer www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur
Peter Heather und John Rapley: “Stürzende Imperien” - Was der Untergang Roms über die Gegenwart lehren kann

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Aug 26, 2024 6:09


Peter Heather und John Rapley vergleichen das Ende des Römischen Reichs mit dem gegenwärtigen Niedergang der westlichen Globalherrschaft. Das ist unter Historikern schon lange beliebt. Doch Heather und Rapley leiten daraus andere Schlüsse ab. Von Jens Balzer www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur
Peter Heather und John Rapley: “Stürzende Imperien” - Was der Untergang Roms über die Gegenwart lehren kann

Lesart - das Literaturmagazin - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Aug 26, 2024 6:09


Peter Heather und John Rapley vergleichen das Ende des Römischen Reichs mit dem gegenwärtigen Niedergang der westlichen Globalherrschaft. Das ist unter Historikern schon lange beliebt. Doch Heather und Rapley leiten daraus andere Schlüsse ab. Von Jens Balzer www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9

Einmischen! Politik Podcast
Landtagswahlen und "Stürzende Imperien"

Einmischen! Politik Podcast

Play Episode Listen Later Aug 5, 2024 210:29


Woop! Woop! Der Landtagswahlkampf in Brandenburg ist gestartet. Zum Einstieg ins Thema habe ich dafür Daniel Mullis zu Gast und wir stellen uns die Frage wie "Der Aufstieg der Rechten in Krisenzeiten" (Reclam) gelingt. Dann stellt sich Dr. Antje Töpfer von den Grünen Brandenburg meinen Fragen zu Brandenburg. Peter Heather und ich klären dann zum Ende des Podcasts ob "Stürzende Imperien" wie Rom etwas gemeinsam haben mit den USA. Enjoy!^^

Ostausschuss der Salonkolumnisten
Die Achse des Bösen Russland-Iran-China – mit Golineh Atai (S01E34)

Ostausschuss der Salonkolumnisten

Play Episode Listen Later Jun 14, 2024 84:16


Persien, Iran, Russland, Sowjetunion, China – je nachdem, über welchen Zeitabschnitt man spricht, muss man andere Bezeichnungen für die Länder und Imperien wählen, mit denen wir uns in dieser Sitzung befassen. Wir klären unter anderem, was "The Great Game" war und wie die aktuelle Allianz zwischen einer brutalen Theokratie, einem atomar bewaffneten Mafiastaat und einer sich kommunistisch nennenden Überwachungsdiktatur zustande kam. Als Stargast begrüßen wir Golineh AtaiLiteraturtipp: Walerjan Pidmohylnyj - Die Stadt Aus dem Ukrainischen von Alexander Kratochvil, Lukas Joura, Jakob Wunderwald und Lina ZalitokNachwort von Alexander Kratochvil, Lina Zalitok und Susanne FrankGuggolz, 413 Seiten, € 26 Unterstützen Sie uns einmalig oder regelmäßig hierUnser Schwesterpodcast: Der Hauptausschuss der SalonkolumnistenDie Website der SalonkolumnistenDer Ostausschuss der Salonkolumnisten auf TwitterGolineh Atai auf TwitterDas Panel auf Twitter:Dr. Franziska DaviesProf. Jan Claas BehrendsDr. Gustav GresselGabriele WoidelkoDas Moderationsteam:Jan-Philipp HeinRichard VolkmannDavid HarnaschProducer: David HarnaschAudio Engineering: Konrad-Adenauer-StiftungTitle track vocals: Masha (10, from Odesa)

Alles gesagt?
Herfried Münkler, warum gibt es Krieg?

Alles gesagt?

Play Episode Listen Later Mar 21, 2024 280:37


Er ist der derzeit wohl einflussreichste deutsche Politologe, war Berater von mehreren Bundeskanzlern und ist Autor zahlreicher Bestseller. DIE ZEIT nannte ihn einen "Ein-Mann-Thinktank", Kritiker nennen ihn einen "Extremisten der Mitte": Jetzt ist Herfried Münkler zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast. Im Gespräch mit den Gastgebern Christoph Amend und Jochen Wegner spricht Herfried Münkler über Macht und Naivität, über Freiheit und Wohlstand, über Demokratie und Sicherheit. Er erklärt, warum die USA ihre Rolle als Welthüter aufgegeben hat – und warum der Rückzug des Westens aus Afghanistan die wahre Zeitenwende war. Er erzählt von seinen Begegnungen mit Angela Merkel und Helmut Schmidt, von einer Frage, die ihm einmal von Jürgen Habermas gestellt wurde – und was er dem Westen im Umgang mit Wladimir Putin rät. Und er erklärt, was ihn so früh am Philosophen Niccolò Machiavelli fasziniert hat, dass er ein Buch über ihn geschrieben hat, das heute als Standardwerk gilt: "Ich habe Machiavelli gegen den Strich gebürstet." Herfried Münkler wurde 1951 im hessischen Friedberg geboren, hat in Frankfurt studiert und von 1992 bis 2008 an der Berliner Humboldt-Universität gelehrt. Er ist Autor und Herausgeber von über 30 Büchern, darunter "Die neuen Kriege" und "Imperien". Im Podcast erklärt Herfried Münkler, warum er sich bis heute für einen EU-Beitritt der Türkei ausspricht, wieso er in seiner Freizeit am liebsten in seinem Garten "in der Erde wühlt" – und warum Machiavelli kein Machiavellist war. Nach 4 Stunden und 40 Minuten beendet Herfried Münkler das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur der Gast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

WDR ZeitZeichen
Kublai Khan: Mongolischer Großkhan und chinesischer Herrscher

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Feb 17, 2024 14:42


Dschingis Khans Enkel steht weit hinten in der Erbfolge. Trotzdem herrscht Kublai (gestorben am 18.2.1294) über eines der größten Imperien der Menschheitsgeschichte. Von Murat Kayi.

Sternstunde Philosophie
Adom Getachew – Werden wir den Kolonialismus je überwinden?

Sternstunde Philosophie

Play Episode Listen Later Nov 19, 2023 59:55


Das 20. Jahrhundert war jenes der Dekolonisierung. Die jungen Nationalstaaten mussten aber bald feststellen, dass ihr Kampf um Gleichberechtigung hinter den hehren Idealen zurückblieb. Adom Getachew erzählt in einem preisgekrönten Buch packend von diesen Kämpfen, die bis ins Heute reichen. Von William Faulkner stammt der bekannte Satz: «Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.» Das stimmt vielleicht für wenig so sehr wie für die Kolonialgeschichte, in deren Zuge Menschen versklavt und geknechtet wurden und Kulturen und Landschaften geplündert. Bis heute kämpfen wir mit dem Vermächtnis einer blutigen Geschichte, die unter anderem Grossteile Afrikas verarmt und zerrüttet zurückgelassen hat. Angetreten waren die antikolonialen Denker jener Zeit allerdings mit hehren Idealen und grossen Visionen für eine neue Weltwirtschaftsordnung und ein geeintes Afrika. In ihrem mehrfach preisgekrönten Buch «Die Welt nach den Imperien» zeichnet die äthiopisch-amerikanische Politikwissenschafterin Adom Getachew, Professorin an der Universität in Chicago, diese Geschichte packend nach – und entwirft aus dem historischen Vermächtnis eine Vision eines «postkolonialen Kosmopolitismus». Barbara Bleisch trifft die junge Wissenschaftlerin zum Gespräch und fragt nach, was globale Gerechtigkeit heute bedeutet und wie mit den Statuen von Kolonialherren zu verfahren ist. Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 11. Juni 2023.

Sternstunde Philosophie HD
Adom Getachew – Werden wir den Kolonialismus je überwinden?

Sternstunde Philosophie HD

Play Episode Listen Later Nov 19, 2023 59:55


Das 20. Jahrhundert war jenes der Dekolonisierung. Die jungen Nationalstaaten mussten aber bald feststellen, dass ihr Kampf um Gleichberechtigung hinter den hehren Idealen zurückblieb. Adom Getachew erzählt in einem preisgekrönten Buch packend von diesen Kämpfen, die bis ins Heute reichen. Von William Faulkner stammt der bekannte Satz: «Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.» Das stimmt vielleicht für wenig so sehr wie für die Kolonialgeschichte, in deren Zuge Menschen versklavt und geknechtet wurden und Kulturen und Landschaften geplündert. Bis heute kämpfen wir mit dem Vermächtnis einer blutigen Geschichte, die unter anderem Grossteile Afrikas verarmt und zerrüttet zurückgelassen hat. Angetreten waren die antikolonialen Denker jener Zeit allerdings mit hehren Idealen und grossen Visionen für eine neue Weltwirtschaftsordnung und ein geeintes Afrika. In ihrem mehrfach preisgekrönten Buch «Die Welt nach den Imperien» zeichnet die äthiopisch-amerikanische Politikwissenschafterin Adom Getachew, Professorin an der Universität in Chicago, diese Geschichte packend nach – und entwirft aus dem historischen Vermächtnis eine Vision eines «postkolonialen Kosmopolitismus». Barbara Bleisch trifft die junge Wissenschaftlerin zum Gespräch und fragt nach, was globale Gerechtigkeit heute bedeutet und wie mit den Statuen von Kolonialherren zu verfahren ist. Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 11. Juni 2023.

KURIER daily
Neue EU-Regeln für Facebook & Co: Was verändert sich?

KURIER daily

Play Episode Listen Later Aug 25, 2023 17:35


Jeder kennt sie: Tech-Giganten wie Facebook, Apple, Amazon oder TikTok. Sie sind durch ihre Innovationen zu monopolartigen Imperien aufgestiegen, denen man im täglichen Leben heutzutage nur mehr schwer entkommen kann. Sie haben einen fixen Platz im Alltag der meisten Menschen eingenommen, beeinflussen unser Kaufverhalten und unsere Kommunikation. Doch, wie sind diese riesigen Konzerne, die jedes Jahr Milliardenumsätze machen, eigentlich reguliert? Die EU hat für die Digitalriesen nun neue Regeln auf den Weg gebracht, die ab heute europaweit durchgesetzt werden können. Aber was genau steht in diesem neuen Gesetz? Wie realistisch ist es, dass sich die Unternehmen daranhalten? Und was verändert sich für Nutzerinnen und Nutzer? Diese Fragen beantwortet heute Patrick Dax aus unserer Wirtschaftsredaktion. Abonniert unseren Podcast auch auf Apple Podcasts, Spotify oder Google Podcasts und hinterlasst uns eine Bewertung, wenn euch der Podcast gefällt.Mehr Podcasts findest du hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Sternstunde Philosophie
Adom Getachew – Werden wir den Kolonialismus je überwinden?

Sternstunde Philosophie

Play Episode Listen Later Jun 11, 2023 60:40


Das 20. Jahrhundert war jenes der Dekolonisierung. Die jungen Nationalstaaten mussten aber bald feststellen, dass ihr Kampf um Gleichberechtigung hinter den hehren Idealen zurückblieb. Adom Getachew erzählt in einem preisgekrönten Buch packend von diesen Kämpfen, die bis ins Heute reichen. Von William Faulkner stammt der bekannte Satz: «Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.» Das stimmt vielleicht für wenig so sehr wie für die Kolonialgeschichte, in deren Zuge Menschen versklavt und geknechtet wurden und Kulturen und Landschaften geplündert. Bis heute kämpfen wir mit dem Vermächtnis einer blutigen Geschichte, die unter anderem Grossteile Afrikas verarmt und zerrüttet zurückgelassen hat. Angetreten waren die antikolonialen Denker jener Zeit allerdings mit hehren Idealen und grossen Visionen für eine neue Weltwirtschaftsordnung und ein geeintes Afrika. In ihrem mehrfach preisgekrönten Buch «Die Welt nach den Imperien» zeichnet die äthiopisch-amerikanische Politikwissenschafterin Adom Getachew, Professorin an der Universität in Chicago, diese Geschichte packend nach – und entwirft aus dem historischen Vermächtnis eine Vision eines «postkolonialen Kosmopolitismus». Barbara Bleisch trifft die junge Wissenschaftlerin zum Gespräch und fragt nach, was globale Gerechtigkeit heute bedeutet und wie mit den Statuen von Kolonialherren zu verfahren ist.

Sternstunde Philosophie HD
Adom Getachew – Werden wir den Kolonialismus je überwinden?

Sternstunde Philosophie HD

Play Episode Listen Later Jun 11, 2023 60:40


Das 20. Jahrhundert war jenes der Dekolonisierung. Die jungen Nationalstaaten mussten aber bald feststellen, dass ihr Kampf um Gleichberechtigung hinter den hehren Idealen zurückblieb. Adom Getachew erzählt in einem preisgekrönten Buch packend von diesen Kämpfen, die bis ins Heute reichen. Von William Faulkner stammt der bekannte Satz: «Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.» Das stimmt vielleicht für wenig so sehr wie für die Kolonialgeschichte, in deren Zuge Menschen versklavt und geknechtet wurden und Kulturen und Landschaften geplündert. Bis heute kämpfen wir mit dem Vermächtnis einer blutigen Geschichte, die unter anderem Grossteile Afrikas verarmt und zerrüttet zurückgelassen hat. Angetreten waren die antikolonialen Denker jener Zeit allerdings mit hehren Idealen und grossen Visionen für eine neue Weltwirtschaftsordnung und ein geeintes Afrika. In ihrem mehrfach preisgekrönten Buch «Die Welt nach den Imperien» zeichnet die äthiopisch-amerikanische Politikwissenschafterin Adom Getachew, Professorin an der Universität in Chicago, diese Geschichte packend nach – und entwirft aus dem historischen Vermächtnis eine Vision eines «postkolonialen Kosmopolitismus». Barbara Bleisch trifft die junge Wissenschaftlerin zum Gespräch und fragt nach, was globale Gerechtigkeit heute bedeutet und wie mit den Statuen von Kolonialherren zu verfahren ist.

WDR ZeitZeichen
Niederlande werden unabhängig von Spanien (15.5.1648)

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later May 14, 2023 14:51


Die Niederlande sind ein kleines Land, aber schon eine reiche Handelsweltmacht, als sie nach 80 Jahren Krieg die Unabhängigkeit von Spanien erreichen, dem großen, aber überforderten Imperium, noch dazu chronisch pleite. Der erste Friedensschluss zu Münster läutet das "europäische Glücksjahr" 1648 ein. Autor: Heiner Wember Von Heiner Wember.

Kampf der Unternehmen
Redbull vs Monster | Spielverderber | 3

Kampf der Unternehmen

Play Episode Listen Later Nov 29, 2022 25:57


Während die Marketing-Schlacht zwischen Red Bull und Monster ungeahnte Höhen erreicht (bis in die Stratosphäre, um genau zu sein), trifft ein neuer Rivale auf den Plan: 5-Hour Energy mischt mit seinen winzigen Dosen den Markt für Energydrinks auf. Doch im Moment haben Red Bull und Monster größere Probleme. Menschen sterben oder kommen ins Krankenhaus, nachdem sie zu viele Energydrinks getrunken haben. Gerüchte über ein staatliches Verbot bringen die Imperien ins Wanken.Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

FALTER Radio
Macht und Ohnmacht von Imperien - #817

FALTER Radio

Play Episode Listen Later Oct 23, 2022 80:54


Was hat der russische Krieg mit Nationsbildung, Demokratie und der Sucht nach der imperialen Macht des römischen Reiches zu tun? Darüber sprechen in einem Salon Europa Essayist Junko Prochaska (Lemberg-Lviv), Historiker Florian Bieber (Uni Graz), Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk mit Theaterleiterin Anna Maria Krassnigg. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wohlstand für Alle
Ep. 138: Kommt nun die De-Globalisierung?

Wohlstand für Alle

Play Episode Listen Later Mar 30, 2022 32:18


Die Sanktionen des Westens gegenüber Russland treffen Putin hart, doch möglicherweise sind sie ein Schritt in die De-Globalisierung. Zwar hat man Russland aus der Finanzinfrastruktur SWIFT ausgeschlossen, jedoch ist das System nicht alternativlos. Längst haben Russland und China eigene Bezahlsysteme geschaffen, zudem stärken diese Machtblöcke – und nicht zu vergessen: Indien – ihre Binnenwirtschaft, um von Importen aus dem Westen unabhängig zu werden. Durch die Dollar-Hegemonie ist der Westen noch immer sehr mächtig, dies könnte sich aber auf absehbare Zeit ändern, wenn Öl-Staaten anfangen, bei Öl-Importen auch andere Währungen zu akzeptieren. Außerdem ist die Debatte um die Lieferketten neu entfacht: Durch immer häufiger auftretende Produktionsstaus denken Unternehmen mehr und mehr darüber nach, in heimischen Gefilden zu bleiben. Die Weltwirtschaft erlebt eine Regionalisierung, die jedoch wenig mit Postwachstumsidealen zu tun hat. Auch friedlicher und ökologischer wird das globale Wirtschaften auf diese Weise eher nicht. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Wendy Brown: Mauern. Die neue Abschottung und der Niedergang der Souveränität, Suhrkamp. Adam S. Posen: „The End of Globalization?“, in: https://www.foreignaffairs.com/articles/world/2022-03-17/end-globalization. Gideon Rachman: Asiens Stunde. Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert, Weltkiosk. Quinn Slobodian: Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus, Suhrkamp. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Twitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

Das Politikteil
Wladimir Putin und das Gesetz der fortschreitenden Verdummung

Das Politikteil

Play Episode Listen Later Mar 4, 2022 61:27


Sieben Tage nach dem brutalen Überfall Putins auf die Ukraine beherrscht der Krieg unsere Köpfe und Herzen. Jeden Tag sterben Zivilisten, fast eine Million Menschen sind auf der Flucht. Viele Nachrichten sind schwer verifizierbar. Im "Politikteil" versuchen wir in dieser Woche, einen Überblick über die Lage zu bekommen. Gibt es irgendeinen Ausweg aus der grauenhaften Eskalationslogik? Hätte sich dieser Krieg verhindern lassen? Und was müssen wir noch befürchten? Darüber sprechen wir mit dem emeritierten Politikwissenschaftler Herfried Münkler, der sich wie kaum ein anderer mit Kriegen, Grenzen und dem Aufstieg und Fall von Imperien auskennt. Münkler schildert, wie sich Putins blutige Spur vom Krieg in Grosny bis zum Einmarsch in die Ukraine gezogen hat und warum trotzdem niemand den Krieg verhindern konnte. Er erklärt, warum die Ukraine militärisch keine Chance hat, Putin selbst politisch aber auch nicht, weil er wie die meisten Autokraten dem „Gesetz der fortschreitenden Verdummung“ unterliegt. „Der Hochmut des Westens bricht in sich zusammen“, sagt Münkler. In einer Mitgliedschaft der Ukraine für die EU sieht Münkler „nicht viel mehr als eine Verneigung“ vor einem heldenhaft kämpfenden Volk und stellt zugleich fest: „Auch Russland ist eine postheroische Gesellschaft – es gibt keine Begeisterung, für ein Projekt zu sterben“. Und er warnt: Wir müssen Putin alles zutrauen, auch einen Atomkrieg.