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Studio B - Lobpreisung und Verriss (Ein Literaturmagazin)
Studio B Klassiker: “The Death and Life of Schneider Wrack” - Nate Crowley

Studio B - Lobpreisung und Verriss (Ein Literaturmagazin)

Play Episode Listen Later Aug 2, 2026 14:11


Es gibt so Bücher, da quält man sich. Ob man das muss, gerade als freier, unbezahlter Rezensent, aber auch als schnöder Leser von Büchern, es ist ein ewiger Streit. Ein Streit, in dem Anzahl und Vehemenz bejahender Argumente reziprok mit dem Alter des Argumentierenden korrelieren. Ok, man kann auch formulieren: Je näher man dem Grabe ist, desto weniger ist man geneigt, einen Autor langsam zur Sache kommen zu lassen. Aber das klingt grausam, oberflächlich, und Anne Findeisen setzt gerade zum “OK Boomer” an.Und es ist tatsächlich ungerecht dem Autor gegenüber, einschränkend: sobald man ihm ein Niveau zugesteht oberhalb des seit ein paar Jahren aufgrund irgendeines Marketingkurses so heftig promoteten “Deutschen Krimis mit Lokalkolorit”, ein Genre, in dem arbeitslose Redakteure von regionalen Tageblättern ihr Gehalt aufbessern, indem sie uns weiß machen wollen, dass es in Berlin-Marzahn fast genauso zur Sache ginge wie in Chicago Southside.Gehen wir also von den guten Autoren aus.Ein Autor schreibt auf leerem Blatt eine Story, und je ferner sie von der Lebenswirklichkeit des Lesers entfernt ist, desto größer des Autor-Dilemma: Erklärt er mit Begriffen, die dem Leser nahe sind, die ferne Seltsamkeit seiner Phantasie, oder lässt er es den Leser selbst herausfinden? Ersteres vergrößert die Chance auf die Bahnhofsbuchhandlung und erhöht die Anzahl der Bücher, die der Leser bis zum Grabgang, siehe oben, lesen kann, enorm, aber es ist auch potentiell langweilig, bricht die Magie, nicht zu reden von der künstlerischen Integrität des Auteur.Kann man also Regeln finden, die man anwenden kann, wenn man auf Seite 10 eines Buches noch kein Wort verstanden hat?Statt theoretisch zu salbadern, greifen wir in den Fundus der aktuellen Falschgoldschen Buchliste “in progress”. Der Punkt, dass darunter ein Buch aus Papier ist, so zum Blättern, mit Rascheln und so, macht deutlich, dass wir hier nicht von anekdotenhafter Beweisführung, sondern regelrecht von Empirie reden können, so alt ist der Rezensent, so viele Bücher las er schon. Dem Zuhörer kommen die Tränen.Das papierne Buch ist dunkelgrün, ein Paperback, und öffnet sich automatisch auf Seite 374/375 - Ein Eselsohr! Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der Papierschnitt, also die Außenseite des geschlossenen Buches, von dieser Stelle an bis zur Seite 1014 glatt ist, die Seiten davor uneben. Denn ich habe Ulysses von James Joyce schon so oft angefangen, und bin so oft nur bis zur Hälfte gekommen, dass ich einmal den Traum hatte, dass der Quizmaster unseres monatlichen Kneipenquiz die Frage stellt, welches Buch folgendermaßen beginnt:Erste Seite UlyssesSTATTLICH UND FEIST erschien Buck Mulligan am Treppenaustritt, ein Seifenbecken in Händen, auf dem gekreuzt ein Spiegel und ein Rasiermesser lagen. Ein gelber Schlafrock mit offenem Gürtel bauschte sich leicht hinter ihm in der milden Morgenluft. Er hielt das Becken in die Höhe und intonierte: “Introibo ad altare Dei.”Woraufhin ich meinem Kollegen beruhigend zuzwinkere “Hab ich”. Im Sinne von “die Antwort”, aber auf keinen Fall “verstanden”. Denn jetzt, auf Seite 374 sitzt Leopold Bloom immer noch am 16.6.1904 und frühstückt Leber. Sehr sympathisch, und das mit dem Frühstück ist nur ein educated guess, ein Drittel im Buch, das berühmterweise einen Tag im Leben eines Anzeigenverkäufers in Dublin beschreibt, das muss noch Frühstück sein.Ach, ich lese mal kurz rein..Dreißig Minuten später habe ich noch keine Ahnung, ob es Frühstück, Brunch oder Mittag ist, aber mehr als eine davon, warum ich das Buch immer wieder beginne: Es ist ein Rätsellabyrinth. Zusammengehalten von der Einfachheit der Prämisse: Ein Mann, ein Tag, eine Stadt, und damit unkompliziert reinzukommen, ist es fast unmöglich, wieder rauszufinden: So viele Fragen gestellt in bildlichster Sprache, man sieht sie vor sich, die verrückten Dubliner, immer etwas schmuddlig, nie unter 3,8 im Turm und dennoch gebildet, klug und rätselhaft. Wenn man weiß, dass man etwas nie ganz verstehen wird, befreit das ungemein, und wenn man weiß, dass das Literaturprofessoren so geht, nicht zu reden von Übersetzern und Rezensenten, ist das ein Argument, das Buch immer wieder zu beginnen, ohne das Ziel, es jemals zu beenden.Ein weiteres Beispiel, ein ganz anderes: Am 20.1. diesen Jahres 2020 kam der neue William Gibson raus, “Agency”, und der Vorbestellen-Knopf war schon halb gedrückt, als ich aus den Augenwinkeln das Cover sah, mh.. erinnert an etwas, und auch die “Kunden kauften sonst noch”-Zeile des bösen Onlinebuchhändlers erinnerte an Bekanntes. Genauer an Gibsons 2014er Roman “Peripherie” und daran, dass ich trotz heftigem Fanboyseins das Buch nicht nur nicht zu Ende gelesen habe, nein, dass ich kaum über Seite 30 hinweggekommen war. Was zumindest für diesen Rezensenten, der eine Buchserie von vorn bis hinten lesen muss, ohne Lücken, es unmöglich macht, den neuen Gibson zu lesen, ohne den alten Gibson gelesen zu haben. Anne Findeisen murmelt übrigens gerade wieder “Ok Boomer”, bekanntermaßen kann sie Simon Beckets David-Hunter-Serie Buch 6 lesen und Buch 5 mal eben so locker überspringen. Sie ist ein Monster.Ich bin keines, also holte ich mir “Peripherie” von William Gibson auf den E-Reader und kann berichten, ich bin sechs Jahre älter, nicht weiser. William Gibson ist ein allgemein anerkannter Visionär und Erfinder des allgegenwärtigen Begriffes “Cyberspace”, der, wie sich das gehört für unsere oberflächliche Zeit, mit dem “Cyberspace” in Gibsons Newromancer nichts, aber auch gar nichts gemein hat. Daraus scheint mir Gibson sein Lehren gezogen zu haben und erklärt nun einfach gar nichts mehr. Wir springen aus dem Wohnwagen eines Kriegsveteranen in ein Computerspiel, Fragezeichen, gespielt mit einem faltbaren, Fragezeichen, Handy als Controller und dargestellt auf mehreren, Fragezeichen, Displays, physischen, Fragezeichen. Eine Welt aus Fragezeichen, aber noch hat Gibson drei Bücher minus 30 Seiten, von denen eines noch nicht mal geschrieben ist, Zeit, uns zu erklären, wie wir bald leben werden, und schon jetzt spüre ich, dass er ziemlich weit daneben liegen wird, denn schon lange ist es nicht mehr möglich, ein Buch in der nahen Zukunft anzusiedeln, ohne von dieser bei Veröffentlichung überholt zu werden. Aber William Gibson muss gelesen werden, er ist Kanon, und kein Weg führt an der Tatsache vorbei, dass es aktuell keinen genaueren Beobachter unserer gegenwärtigen Zukunft gibt. Ich ignoriere also zunächst die Fragezeichen und werde mit großer Wahrscheinlichkeit in Kürze hier an dieser Stelle berichten können, ob Gibson recht hat, ob Periphery und Agency uns helfen, uns zu verstehen.Sich zu verstehen, ist das Hauptproblem des titelgebenden Haupthelden in einem Buch, welches kaum diametraler sein könnte als die bisher angesprochenen “schwer lesbaren” Werke. “The Death and Life of Schneider Wrack” ist kein Bestseller, es spielt weder an einem Tag noch in naher Zukunft. Es ist ein Roman in einer fremden und seltsamen Welt. Geschrieben wurde er von Nate Crowley, einem Briten, den mein Lieblings-Online-Computerspielmagazin mit Namen “Rock, Paper, Shotgun” letztes Jahr eingestellt hat. Ja, Herr Falschgold liest nicht nur seit 25 Jahren Ulysses, sondern auch Computerspielmagazine. Clearly the most interesting man in the world. Gleich nach Nate Crowley muss er jedoch neidlos anerkennen. Nicht nur hat er, wie Herr Falschgold, eine Vorliebe für eine Nische im Computerspielkosmos, in der sich Games an ein Publikum wenden, das nicht reaktionsschnell das fünfhundertachtzigste x-beliebige Monster zu Brei ballern will, sondern stattdessen, das Kinn in die Hand gestützt, stundenlang virtuellen Figuren zuschaut, wie sie nur geringst von ihrem ihnen zuschauenden Gott beeinflusst ihrem Leben nachgehen. Für fantasielose Träumer von Eigentumswohnung und Minivan sind das die Sims, in dem sich realistische 3d-Instagrammodels in realistischen Mietwohnungen realistisch langweilen, für milde fantasiebegabte das aktuelle Lieblingsgame des Rezensenten namens “Rimworld”, in dem drei zufällige und meist ziemlich gestörte Raumfahrer auf einem Planeten stranden und versuchen, ohne dem Kannibalismus zu verfallen, von diesem wieder wegzukommen, dargestellt in der Draufsicht von liebevoll gezeichneten kleinen Pixelmenschen in einer Welt voller Gefahren. Nate Crowley jedoch machte auf sich aufmerksam durch das, was er aus dem Spielen des Programmes “Dwarf Fortress”, also “Zwergenburg”, machte. Ein Spiel, in dem die Personen nicht in 3d gezeigt werden oder pixelsüß animiert sind, sondern einfach nur verschiedenfarbige Buchstaben auf einem schwarzen Bildschirm, die sich blinkend von A nach B bewegen und deren Tun und Sein in Statistiken und gelegentlichen Beschreibungen aufgezeigt wird. Klingt trocken, aber mit dem fantasievollen Kopf eines Nate Crowley wurde daraus eine 23-Folgen-Fortsetzungsstory über “The Basement of Curiosity”, in dem Nate seine alphanumerischen Zwerge die wildesten, lustigsten Abenteuer bestehen lässt und darüber in solch schillernden Farben berichtete, als ginge es um den neuesten photorealistischen Blockbuster unter den Spielen und nicht um eine Textwüste in Grün auf Schwarz. Dazu hat Nate Crowley einen Twitteraccount, auf dem er Fotos seines Terrarium/Aquarium zeigt, welches statt mit den üblichen Fischen und Fröschen komplett mit Krabben, Langusten und ähnlich vielbeinigem Krustengetier bewohnt wird.Wenn man solcherlei seltsames Hobby mit derlei ausschweifender Phantasie kombiniert, muss ein Roman rauskommen. 2017 war es soweit, und es ist ein Trip. Unser Hauptheld Schneider Wrack war gerade noch Bibliothekar in einer postapokalyptischen Hafenstadt und erwacht auf einmal auf.. einem Schiff? Er weiß es nicht. Er weiß so gut wie gar nichts mehr. Er weiß noch nicht mal, ob er lebt. Er bewegt sich, er sieht und fühlt, aber.. er atmet schon mal nicht. Zumindest muss er es nicht. Um ihn herum sind ein paar hundert Menschen, die einen riesigen Wal mit Äxten und Messern traktieren und das rausgehackte Fleisch in Wagons verladen. Das Ganze passiert auf hoher See, so viel scheint klar, aber das Schiff ist so groß, dass er nicht sieht, wo es beginnt und endet. Auch sagt keiner ein Wort, zunächst noch nicht mal er selbst. Es scheint sich niemand um ihn zu kümmern, also beginnt er, auf dem Schiff zu wandern, und sieht die seltsamsten Dinge. Aufseher mit zugewachsenen Mündern, als Wachtiere begleiten sie Haie auf metallenen Beinen. Die Arbeiter haben alle Verletzungen, die auf einen gewaltsamen Tod hindeuten - und doch bewegen sie sich wie.. Zombies! In einer abgelegenen Halle finden sich in eine Ecke gestapelt so kaputte Exemplare, dass sie nicht mehr zur Arbeit zu gebrauchen sind, aber, Horror, sie bewegen sich noch. Auf Händen, so noch welche dran sind, oder sie schauen verwirrt von links nach rechts, wenn der Kopf noch dran ist, der Rest aber schon ab. Es ist eine Freakshow und nichts für schwache Gemüter. Es ist einem permanent ein bisschen schlecht. Es wimmelt von Worten, die ich nicht kenne und Wikipedia auch nicht, Fischarten vermutet man, halb-lateinisch klingend, aber auch Namen von Orten und Städten, bei denen man ob der Tatsache, dass sie so klingen, als müsste man sie kennen, Google Maps aber nichts findet, noch verwirrter ist als unser Hauptheld Schneider Wrack.Endgültig fertig macht Schneider, einige Seiten im Buch, dass er mit niemandem kommunizieren kann, sich niemand um ihn kümmert. Bis er eine Frau mit einem Loch in der Brust trifft, typische Säbelwunde, die leise vor sich hin jammert. Er tauft sie Moana und spricht leise auf sie ein. Bis sie ihm antwortet..Nate Crowley hat einen der abgefahrensten Romane in einer der abgefahrensten Settings ever geschrieben - und ich habe jetzt schon fünf Bücher von Jasper Fforde gelesen, wir erinnern uns, die Detektivin Thursday Next, die in Büchern lebt. Wir müssen unser Vorstellungsvermögen anpassen, alles ist größer als man denkt, und dann noch ein Stück. Wale so groß wie Fußballfelder werden von Kraken gefressen, so groß wie kleine Ostseeinseln. Wir bereisen den Amazonas und bemerken als Leser spätestens dann, warum Nate Crowley dazu neigt, deutsche Worte einzubauen, man sieht die Inspiration zum Buch in dem fiktiven Werk, welches Schneider Wrack, unser Protagonist, auf einmal im Körper einer Krabbe, fragt nicht, liest, es ist der Bericht einer Amazonasexpedition wie geschrieben von Alexander von Humboldt. Wir können das Buch, obwohl lange nicht explizit geschrieben, nur als Parabel auf eine Ökokatastrophe lesen und werden dazu mit moralischen Dilemmata konfrontiert - wann ist man tot und wann ist man so richtig tot? Und was passiert, wenn dann künstliche Intelligenz ins Spiel kommt. All das ist kaum zu greifen durch bestsellergewohntes eiliges Lesen. Man muss sich Zeit nehmen, man muss das Buch weglegen, schon weil einem manchmal ein bisschen übel ist. Aber man wird es immer wieder aufnehmen, man will mehr wissen von dieser fremden und seltsamen Welt des Schneider Wrack und Nate Crowley.Und das ist am Ende das Kriterium für jedes “schwere Buch”. Will man mehr wissen? Und da ist es egal, ob man mehr wissen will, weil man kaum etwas versteht, wie bei Joyces Ulysses, ob man mehr wissen will, weil man weiß, dass der Autor viel zu sagen hat, wie bei jedem Roman von Will Gibson, oder weil man einfach wissen will, ob sich Moana und Schneider, zu Beginn des Romans Zombies und zur Hälfte der eine eine Krabbe und die Andere ein Kampfroboter, am Ende doch bekommen und warum die Welt des Nate Crowley so abgefuckt ist, wie sie ist.Ja, Bücher sind manchmal schwer, inhaltlich, sprachlich, emotional, aber wir haben ein Leben Zeit, oder um es mit James Joyce zu sagen: “„Der längste Umweg ist der kürzeste nach Hause.“ - und hätte ich den Ulysses zu Ende gelesen, hätte ich vielleicht ein wirklich passendes Zitat gefunden. This is a public episode. 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Rechtsgerichtet - Der Podcast über Rechtsextremismus in Deutschland
#75 Höcke und seine rechten Antiimperialisten

Rechtsgerichtet - Der Podcast über Rechtsextremismus in Deutschland

Play Episode Listen Later Jun 24, 2026 68:17 Transcription Available


Wessis sind deutsch sprechende Amerikaner und Ossis die letzten richtigen Deutschen. Mit dieser Behauptung hat der Westdeutsche Björn Höcke vor Kurzem für Aufsehen in den Medien und einen Aufschrei in seiner AfD gesorgt. Dabei war der klassische Antiamerikanismus in Deutschland schon immer Teil moderner rechter Ideologie. Doch was ist dran an Höckes Aussage? Welche Rolle spielt der Aufschrei innerhalb der AfD? Und warum ignorieren Linke so gerne rechten Antiamerikanismus? Darum geht es in Folge 75 von Unbehagen – einem ideologiekritischen Podcast. Außerdem: Gerrit ist ein schlechter Lokalpatriot, und Sven beschäftigt sich mit der Empirie hinter Höckes Aussage.

WDR 5 Morgenecho
VR-Brillen am Gericht: Pilotprojekt in Bielefeld

WDR 5 Morgenecho

Play Episode Listen Later Feb 27, 2026 8:16


Das Landgericht in Bielefeld testet VR-Brillen in Zivilprozessen. "Ich glaube, dass wir so mehr Empirie schaffen können", sagt Juristin Marie Herberger, die das Projekt begleitet. Ziel seien unter anderem mehr Akzeptanz und schnellere Verfahren. Von WDR 5.

So klingt Wirtschaft
Mehr Marketing – aber kein Wachstum? Das ist der Grund

So klingt Wirtschaft

Play Episode Listen Later Jan 14, 2026 17:15 Transcription Available


Newsletter, Content, Kampagnen: Viele Marken optimieren Produkte und Kommunikation – und wachsen trotzdem nicht. Marktforscher Jörg Munkes erklärt, warum Wachstum im Alltag der Menschen entsteht, nicht im Marketingplan.

Ab 21 - Deutschlandfunk Nova
Geschenke - Wie kommen wir mit unterschiedlichen Erwartungen klar?

Ab 21 - Deutschlandfunk Nova

Play Episode Listen Later Dec 12, 2025 21:41


Elâ liebt es, Menschen Geschenke zu machen. Sie denkt schon Monate im Voraus darüber nach und zelebriert das Ganze richtig. Anderen ist das weniger wichtig. Eine Paartherapeutin erklärt, dass solche Unterschiede auch mit der Erziehung zusammenhängen.**********Ihr hört: Autorin und Host: Shalin Rogall  Gesprächspartnerin: Elâ, ihre Love Language sind Geschenke Gesprächspartnerin: Linda Mitterweger, Psychologin und Paartherapeutin Gesprächspartner: Oliver Gansser, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der FOM Redaktion: Lara Lorenz, Jana Niehof, red: Ivy Nortey, Anne Göbel Produktion: Alex Hardt**********Quellen:Ifes Institut für Empirie & Statistik an der FOM Hochschule (Hrsg.) (2024). FOM VerhaltensRadar – Weihnachtsstudie 2024.**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Weihnachten: Das Fest rückt näher, die Geschenke auchWie wir die 5 Sprachen der Liebe richtig sprechenGeschenke: Warum es oft schwer ist, Geschenke anzunehmen**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********Meldet euch!Ihr könnt das Team von Facts & Feelings über Whatsapp erreichen.Uns interessiert: Was beschäftigt euch? Habt ihr ein Thema, über das wir unbedingt in der Sendung und im Podcast sprechen sollen?Schickt uns eine Sprachnachricht oder schreibt uns per 0160-91360852 oder an factsundfeelings@deutschlandradio.de.Wichtig: Wenn ihr diese Nummer speichert und uns eine Nachricht schickt, akzeptiert ihr unsere Regeln zum Datenschutz und bei Whatsapp die Datenschutzrichtlinien von Whatsapp.

Modellansatz
Pagerank

Modellansatz

Play Episode Listen Later Dec 9, 2025 14:46


Diese Folge ist ein Türchen im Adventskalender 2025 von Wissenschaftspodcasts.de. Es ist schon schwer genug, sich geeignete Weihnachtsgeschenke zu überlegen, aber mit einer Idee muss diese dann auch erst im Netz gefunden werden. Für Kaffee-Trinker gibt es die Zwei-Wege oder two-way Kaffe-Tasse oder Physik in der Hand mit dem Handkocher von Empirie. Aber wie findet Google bei Stichworten die richtigen Seiten? Wörter wie Kaffee oder Tasse sind auf vielen Seiten zu finden, eine Suche einfach nach Wörtern wird viel zu viele Ergebnisse liefern. Der Grund, warum Google den Suchmaschinenmarkt umgekrempelt hat, liegt daran, dass sie das Problem mit einem Modell betrachteten: Einerseits werden Wörter auf Seiten gesucht, andererseits werden sie nach einer Art Relevanz sortiert.  Eine Art der Relevanz könnte sein, auf welchen Webseiten Menschen sich häufiger befinden. Die Webseiten sind im Hypertext geschrieben und bestehen aus Text und Links wie ein Graph aus Knoten, den Seiten, und Kanten, den Links. Eine Strategie häufige aufgesuchte Seiten zu finden, ist die Simulation von zufälligen Klicks von Menschen. Das Modell sind also Menschen, die dumm auf Links klicken. Das ist ein stochastischer Prozess. Wenn alle Links gleich "groß" und "sichtbar" sind, ist Gleichverteilung beschreibbar als Markov-Kette. Die Wahrscheinlichkeiten aller Seiten liefern eine Übergangsmatrix mit Wahrscheinlichkeiten in den Spalten. Das Matrix-Vektor-Produkt liefert dann die Wahrscheinlichkeit der nächsten Seiten. Ist aber so ein Prozess der Wahrscheinlichkeiten zufälliger Klicks überhaupt konvergent?  Wenn es eine Konvergenz gibt, so wird das Ergebnis der Wahrscheinlichkeiten stabil und stellt den Eigenvektor zum höchsten Eigenwert dar. Das beschriebene Verfahren des zufälligen Weiterklickens zum Berechnen der Wahrscheinlichkeiten ist die Potenzmethode zur Bestimmung des Eigenvektors zum größten Eigenwert. Das Verfahren wurde von Sergey Brin and Lawrence Page erdacht und auch etwas dadurch stabilisiert, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit festgelegt wurde, mit der Menschen auf einer Seite verbleiben statt weiter zu klicken. Insgesamt wird das Ergebnis dann in logarithmischer Skala PageRank genannt und hilft die Seiten mit den richtigen Stichworten nach Relevanz zu sortieren.

Datenaffaire
Episode 95 – Zahlen, Glauben Zukunft – Empirie trifft Kirche

Datenaffaire

Play Episode Listen Later Sep 22, 2025 35:30


Photo: Privat. Fotograf: Martin Steffen und privat. Was weiß die Kirche über uns? Welche Daten erhebt die Evangelische Kirche Daten? Und was macht sie dann damit?  Dr. Veronika Eufinger und Dr. Kristin Torka vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) sprechen über ihre Befragungen zu Kirchenaustritten, Bestattung und neuen Formaten Glauben zu feiern. Link […]

apolut: M-Pathie
M-PATHIE – Zu Gast heute: Dr. Christian Schubert "Knacken wir den Materialismus!"

apolut: M-Pathie

Play Episode Listen Later Jul 30, 2025 78:47


Professor Dr. Dr. Christian Schubert ist Arzt, Psychologe, Psychotherapeut und Professor für Psychoneuroimmunologie (PNI) an der Medizinischen Universität Innsbruck und blickt auf eine 25-jährige Forschung zurück inklusive des Aufbaus eines Labors für PNI ab 1995. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf dem Gebiet, wie Psyche, Körper und menschliches Immunsystem zusammenarbeiten, um holistische, medizinische Fortschritte zu erlangen.Die allgemeinmedizinische Lehre orientiert sich strikt am materialistischen Weltbild, nach welchem Ärzte und Psychologen nach wie vor ausgebildet werden. Jedoch geht Schubert mittlerweile von einem anderen Menschenbild aus, und zwar von einem, das weniger eindimensional ist. Denn dass die Psyche, das soziale Umfeld, menschliche Berührungen, Beziehungen und Kontakte, seelische Kräfte und Kreativität Heilwirkung besitzen, wird so gut wie gar nicht gelehrt.Würde man aber die Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie in alle medizinischen Berufe einbringen, wären sich die Menschen deutlich bewusster, wie sie selbst ihre Gesundheit verbessern könnten mit dem Ergebnis, dass der Mensch Gesundheit leben könnte.Es wäre ein Wechsel in der Medizin möglich – weg von der Pathogenese (Krankheitsentstehung) hin zur Salutogenese (Gesunderhaltung). Ob sich aber die Pharmaindustrie ebenfalls in eine andere Richtung drehen würde, wäre fraglich. Denn bisher spült Krankheitserhaltung erheblich mehr Geld in die Kassen als Gesunderhaltung. Darin nur böse Absicht zu unterstellen, wäre zu einfach. Schließlich geht dieses Dilemma zurück auf den Philosophen Rene Descartes, der den Geist vom Körper trennte und die materielle Empirie als alleinige wissenschaftliche Methode einführte. Das Seelische sollte fortan dem Klerus überlassen bleiben.Die damalige Trennung von Geist und Körper wurde bis heute fortgeführt und mündet nun im Transhumanismus. Der Mensch ist eine Maschine, die man mit den Mitteln der Medizin und der digitalen Technokratie verbessern kann; so lautet das Weltbild der westlichen Menschheit – im Grunde eine Geisteskrankheit pandemischen Ausmaßes, deren Ursprung und Ursache der Materialismus ist.Mit seiner Forschung und seinen Ideen steht Christian Schubert in der Wissenschaft für mehr Menschlichkeit sowie für mehr Respekt und Achtung für den ganzen Menschen.Der Mensch ist keine Deus ex Maschina (antike Übersetzung), die der Traum der Transhumanisten ist (Gottkomplex). Der Mensch ist ein holistisches Lebewesen mit Geist, Empathie, Gefühlen und einem in diese Welt eingebundenen Spirit.Mehr über Professor Dr. Dr. Christian Schubert hier: http://www.christian-schubert.at+++ Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer "digitalen finanziellen Selbstverteidigung" unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit der: Spenden-Kryptowährung „Nackte Mark“: https://apolut.net/unterstuetzen/#nacktemark oder mit Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoin Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/+++ Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte in den Sozialen Medien. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.+++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Alliteration Am Arsch
AAA343 - "Profitabler Postraub"

Alliteration Am Arsch

Play Episode Listen Later Jul 27, 2025 70:36


Diesmal geht es um Hellblade 2, Hollywood, Sanifair, Betrug bei Games, den großen Postraub, die Kisscam, Öffentlichkeit und eMpirie. Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/AlliterationAmArsch Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio

Auf dem Weg zur Anwältin
#718 Thierry Urwyler über seinen Weg zur eigenen Vorlesung

Auf dem Weg zur Anwältin

Play Episode Listen Later Jul 22, 2025 16:07


In dieser Folge kehrt [Thierry Urwyler](https://www.linkedin.com/in/thierry-urwyler-aa724268/) zurück – Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich seit April 2025. Im Zentrum steht sein Start in der Lehre: Wie bereitet man sich auf die erste Vorlesung vor? Was heisst es, eine eigenständige Veranstaltung zu entwickeln – zwischen fachspezifischem Tiefgang, didaktischer Verantwortung und institutionellen Rahmenbedingungen? Thierry berichtet über sein erstes Proseminar im Herbstsemester und seine geplante Vorlesung im Frühjahrssemester 2026, in der er sich mit dem Alltag im Justizvollzug auseinandersetzt: Fragen zu Briefverkehr, Telefonie, Zwangsbehandlungen und medizinischen Massnahmen – stets empirisch fundiert und rechtlich präzise. Es geht um den Anspruch, Lehre und Forschung von Anfang an eng zu verzahnen, um den bewussten Einsatz von Feedback, Coaching und Selbstbeobachtung als Weg zu guter Lehre – und um die Frage, wie man Lehre nicht nur vermittelt, sondern gestaltet. Auch organisatorische Herausforderungen wie der bevorstehende Habilitationsvortrag, der Einstieg in die universitäre Selbstverwaltung und die künftige Übernahme einer Bachelor-Vorlesung werden thematisiert – ebenso wie die Kunst, eigene Ressourcen klug zu planen. Und schliesslich: die zwischenmenschliche Seite des akademischen Alltags. Wie entsteht kollegiale Offenheit? Was bedeutet es, mit der Fachgruppe regelmässig Mittagessen zu gehen – nicht als Verpflichtung, sondern als gelebtes Mentoring? Ein Gespräch über Lehre als Verantwortung – und über den Versuch, in der akademischen Welt nicht nur Fuss zu fassen, sondern einen eigenen Ton zu entwickeln. Takeaways für angehende Dozierende: - Gute Lehre beginnt nicht im Hörsaal, sondern in der Vorbereitung - Transkription, Rückspiegelung, KI-Feedback – auch Lehrende sollten sich selbst zuhören - Empirie und Recht zusammendenken – besonders im Bereich des Strafvollzugs - Keine Scheu vor Fehlern: Lehre ist ein wachsender Prozess - Vernetzung ist keine Struktur, sondern Haltung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören

Alliteration Am Arsch
AAA328 - "Kafkaeske Kontaktanzeigen"

Alliteration Am Arsch

Play Episode Listen Later Apr 12, 2025 84:12


Diesmal geht es um Aachen, Vorbands, Alkohol und Empirie, ConMom, Brazo, Auswanderer, Pläne fürs Leben, Disketten, die Switch 2, Zölle und Kontaktanzeigen. Sicher Dir Deinen EXKLUSIVEN NordVPN-Deal: Auf nordvpn.com/alliteration erhälst Du Rabatt auf Deinen NordVPN-Plan und außerdem 4 Bonusmonate dazu! Völlig risikofrei mit Nord's 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/AlliterationAmArsch Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio

Kommunale Präventionsketten NRW
Prof. Markus Sauerwein: Wo (ver)steckt sich das Wissen in der Praxis?

Kommunale Präventionsketten NRW

Play Episode Listen Later Mar 27, 2025 44:40


Jahrestagung "kinderstark - NRW schafft Chancen" des Landesjugendamt LWL unter dem Titel „Lebensweltexpertise als Wegweiser kommunaler Präventionsketten: Wo steckt das Wissen in der Praxis?“ am 27.11.2024 Markus Sauerwein ist Professor für Theorie und Empirie der Sozialpädagogik am Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit an der TU Dortmund.

Begehbare Affen
Begehbare Affen Folge 43: Leben als Ausdruckstechnik

Begehbare Affen

Play Episode Listen Later Jan 11, 2025 66:22


Wer immer schaut, was der Andere über ihn denkt, kann nicht frei sein. Warum richten so viele Menschen ihr Leben danach aus, welchen Eindruck sie bei den anderen hinterlassen?

apolut: Standpunkte
Die ultimative Dystopie oder ois voabei. Und jetzt? | Von Werner Roth

apolut: Standpunkte

Play Episode Listen Later Dec 10, 2024 11:21


Ein Standpunkt von Werner Roth. Die „Päpstin“ der empirischen Sozialforschung, Elisabeth Noelle-Neumann, hat schon um die Jahrtausendwende empirisch nachgewiesen, dass die Menschen im Wertewesten ihr Weltbild zu 80% über die Medien bilden. Da der Mensch sich in der Welt überwiegend durch Erzählungen, sog. Narrative, zurecht findet, folgt er den als wahr erachteten Geschichten, die er eben über die Medien vermittelt bekommt. Wer also die Medien kontrolliert, kontrolliert die Weltbilder der Menschen! Und damit, was die Wahrheit ist und was nicht, also, was die Wahrheit im Sinne der Herrschenden sein soll. Wer kontrolliert heute die Medien? Das sind die größten Konzerne mithilfe der geschichtlich mächtigsten Kapitalsammelstellen, wie das allseits bekannte und beliebte Blackrock mit Konsorten.Dahinter wiederum stecken die Menschen mit den größten Vermögen und die kontrollieren somit einfach alles und jeden. Das trug wesentlich dazu bei, dass gerade die westlichen Gesellschaften sich in weiten Teilen von der tatsächlichen Realität entfernt haben und das glauben, was sie nach Ansicht dieser Mega-Reichen glauben sollen. Und dieser u.a. als Deep State titulierte Krake hat seine Finger überall drin. Zwischenfrage: Wer hat die Macht, das viele Geld zur globalen Zerstörungsmaschine, Pentagon genannt, zu lenken?Dieses Kriegsministerium hat vor Jahren ein enorm wichtiges neues Schlachtfeld definiert und es als Mindwar bezeichnet, neben den bis dato üblichen von Land, Wasser, Luft, Cyberraum und Space (=Weltall). Im „Krieg gegen das Gehirn“ wurden bisher ganz bedeutsame Erfolge erzielt. Weitergehendes findet sich u.a. in Jonas Tögels Buch „Kognitive Kriegsführung“. Ein erwünschter Effekt ist dabei, dass ein Großteil der Zeitgenossen noch nicht einmal weiß, wenn sie bösartig agieren und warum sie das eigentlich tun. Sie sind eben nur das, was ihnen gesagt wird, was sie zu sein haben. Dabei fühlen sie sich noch gut, weil sie doch von ganz Oben bestätigt werden, zu „Den Guten“ zu gehören. In der sogenannten Moderne, unserer (über-)technisierten Welt, sind unsere Leben sowieso mehr Traum als Wirklichkeit. Man denke dabei nur an die konstitutive Idee für die USA: The American Dream. Jeder kann es schaffen! Nichts kann falscher sein, wenn man sich mal an die Empirie hält. Man kann, wenn man will, einen Zangenangriff von 2 Seiten auf die Grundfeste des Westens sehen. Was wir derzeit genießen dürfen ist ein totaler Krieg, wobei die eine der beiden Hauptstoßrichtungen die Zerstörung unserer Denkfähigkeit ist. Es werden absolut skrupellos die ultimativen Gehirnmanipulationsmethoden auf Basis der Erkenntnisse aus Psychologie, Neurologie, Marketing und diversen Gedankenkontrollexperimenten wie MK-Ultra (Ash, Milgram, etc.) eingesetzt. Der ganze, jahrzehntelang betriebene Aufwand soll doch nicht umsonst gewesen sein...hier weiterlesen: https://apolut.net/die-ultimative-dystopie-oder-ois-voabei-und-jetzt-von-werner-roth/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Piratensender Powerplay
E191: Wird Lindner jetzt Trumps Finanzminister?

Piratensender Powerplay

Play Episode Listen Later Nov 15, 2024 50:59


PP191:[2:45] Nochmal Luftholen mit einer Woche Abstand: Warum hat Trump die Wahl gewonnen? Wir reflektieren nochmal die stupid Economy und die kognitive Diskrepanz zwischen echter und gefühlter Wirtschaftslage. Was uns zur (späteren) Frage führt: wie in Deutschland besser machen?[9:20] Ausgerechnet AOC hat eine interessante Empirie bereittgestellt: wer hat sie UND Trump gewählt und warum?[21:05] Wie setzt Trump das jetzt um? Siene ersten Picks zeigen: er meint es ernst.[33:25] Die Fußgängerampel und wie es wirklich dazu kam: warum reden alle über Scholz´ Gefühle und niemand über die Schuldenbremse?[45:50] Was passiert jetzt bis zur Wahl im Februar 2025? Wir denken die Notwendigkeit zu einer linken Antwort auf den hocherfolgreichen rechten Populismus weiter.Porträt über Tucker Carlson (The New Yorker).– WERBUNG –Updates, Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartner:innen findet ihr hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
L.I.S.A. - Nationalsozialisten und Neues Palais. Empirie und Einordnung

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG

Play Episode Listen Later Nov 15, 2024 30:51


Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/schloesser_im_nationalsozialismus_luh

Zukunft Denken – Podcast
109 — Was ist Komplexität? Ein Gespräch mit Dr. Marco Wehr

Zukunft Denken – Podcast

Play Episode Listen Later Oct 8, 2024 65:33


Eifrige Hörer des Podcasts werden bemerken, dass es bereits eine Episode zum Thema gab, nämlich Episode 10 mit dem Titel »Komplizierte Komplexität« aus dem Jahr 2019. Es lohnt sich auch, diese nochmals nachzuhören, aber nach fünf Jahren ist es an der Zeit, hier ein Update zu machen. Ganz besonders auch deshalb, weil ich wieder einen hervorragenden Gesprächspartner zum Thema virtuell einladen durfte, Dr. Marco Wehr. Dr. Marco Wehr ist Physiker und promovierter Wissenschaftstheoretiker. Als vielfach ausgezeichneter Autor und Redner beschäftigt er sich mit Fragen der Vorhersehbarkeit, der Rolle des Körpers für das Denken und der Beziehung von Gehirn und Computer. Marco Wehr ist Gründer und Leiter des Philosophischen Labors in Tübingen. Sein neues Buch »Komplexe neue Welt« ist natürlich eine der Grundlagen für dieses Gespräch. Es ist unlängst zum Wissensbuch des Jahres 2024 vorgeschlagen worden. Link zum Buch natürlich wie immer in den Shownotes. Marco beschäftigt sich auch mit der Frage der Modellierung, und sein aktuelles Vortrags-Format für 2025 heißt folgerichtig: »Die Macht mathematischer Modelle«. Wir beginnen mit der Frage, was der Unterschied zwischen komplexen und komplizierten Systemen oder Fragestellungen ist, zumal diese beiden Begriffe umgangssprachlich oft synonym verwendet werden. Was kann man in dieser Hinsicht von Mandelbrot-Fraktalen lernen? Welche Systeme der Welt sind irreduzibel? “Can one predict what will happen? No, there's what I call computational irreducibility: in effect the passage of time corresponds to an irreducible computation that we have to run to know how it will turn out.”, Stephen Wolfram Wie kann man feststellen, ob man ein kompliziertes oder komplexes Problem vor sich hat? Was sind »Inseln der Propheten«? Gibt es eine kognitive Täuschung in den Naturwissenschaften? Der US-amerikanische Wissenschaftsforscher John Ioannidis hält Menschen (und besonders auch Wissenschafter), die glauben, zu viel zu wissen, für eine große Gefahr. Schon der bedeutende Philosoph des 20. Jahrhunderts, Karl Popper, hat dies sehr deutlich ausgedrückt: »Jeder Intellektuelle hat eine ganz spezielle Verantwortung. Er hat das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren. Dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder der Gesellschaft), die Erkenntnisse seines Studiums in der einfachsten und klarsten und bescheidensten Form darzustellen. Das Schlimmste – eine Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen es versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.«  Dann sprechen wir über den Laplacesche Dämon und was man von ihm über die Welt und die Entstehung der Wahrscheinlichkeitsrechnung lernen kann?  Wie hat Urbain Le Verrier den Neptun vorhergesagt?  »Ich möchte, dass man das, was man weiß, und das, was man nicht weiß, deutlich voneinander unterscheidet.« Wie erkennt man einen Experten und wer repräsentiert Wissenschaft? Was sind Rückkopplung und Resonanz und warum ist es so entscheidend, diese Phänomene in komplexen Systemen zu verstehen? Wo sind die Grenzen eines Modells? Gibt es eine saubere Trennung zwischen Beobachter und Modell? Was sind Signaturen komplexer oder chaotischer Systeme? Begehen wir in der heutigen wissenschaftlichen Praxis zu häufig den Fehler »im Licht zu suchen«, statt dort, wo es sinnvoll wäre — besonders in den Bereichen, die man im weiteren Sinne als Data-Science bezeichnet? Man kann versuchen, die Welt zu verstehen, oder die lösbaren Probleme der Welt herauszupicken und daraus falsche Schlüsse über die Welt zu ziehen. Was ist die stoische Landkarte, wie kann und diese weiterhelfen? Hypothese ist immer vor der Empirie und damit bekommen begründete Vorannahmen eine wichtige Rolle im wissenschaftlichen Prozess.  Dazu kommt, dass es nie nur ein Modell gibt, das zu bestimmten Daten »passt«, dies wird auch als Duhem-Quine Hypothese bezeichnet. Was bedeutet dies am Beispiel der Klimamodellierung oder Wirtschaftsmodellen? Kann man die Inseln des Wissens von den Inseln des Unwissens unterscheiden? Welche Rolle spielen Vulkane und andere Naturkatastrophen? Warum ist die Energiewende in Deutschland schiefgegangen? »Am deutschen Wesen soll die Welt genesen...« Die Welt lernt in der Tat von Deutschland, aber wohl eher am Versagen Deutschlands. Das mag gut für die Welt sein, ist aber schlecht für Deutschland. Wie ist das dazu gekommen? Was sind »intellektuelle Insulaner«? Was sind Komplexitätsfallen – natürliche vs. künstliche — heute haben wir es mit beiden zu tun und einer Mischung/Interaktion von beiden? Noch kritischer sind hybride Komplexitätsfallen oder Komplexitätsmonster — wie kommen diese zustande? Was versteht man unter emergenten Effekten? Was sind existenzielle Risiken, und warum ist ein Fokus auf »Klima« kontraproduktiv — Carrington-Event als Beispiel. “There are no solutions, only tradeoffs”, Thomas Sowell Wie gehen wir als Individuen mit radikaler Unsicherheit in komplexen Systemen um? »We control nothing, but we influence everything«, Brian Klaas Was ist die richtige Balance zwischen Sicherheit und Unsicherheit? Ist diese erreichbar? »Die meisten Menschen wollen nicht in einer total vorhersagbaren Welt leben, auch wenn sie das behaupten.« Wie kommen wir als Gesellschaft wieder aus den zahlreichen schweren Problemen heraus, in denen wir uns in den letzten Jahren verstrickt haben? Offene Diskussion scheint das wesentlichste zu sein. Kontroverse steht im Zentrum von Wissenschaft und daraus folgt offener und kritischer gesellschaftlicher Diskurs.  Referenzen Andere Episoden Episode 107: How to Organise Complex Societies? A Conversation with Johan Norberg Episode 106: Wissenschaft als Ersatzreligion? Ein Gespräch mit Manfred Glauninger Episode 99: Entkopplung, Kopplung, Rückkopplung Episode 96: Ist der heutigen Welt nur mehr mit Komödie beizukommen? Ein Gespräch mit Vince Ebert Episode 94: Systemisches Denken und gesellschaftliche Verwundbarkeit, ein Gespräch mit Herbert Saurugg Episode 92: Wissen und Expertise Teil 2 Episode 90: Unintended Consequences (Unerwartete Folgen) Episode 86: Climate Uncertainty and Risk, a conversation with Dr. Judith Curry Episode 85: Naturalismus — was weiß Wissenschaft? Episode 80: Wissen, Expertise und Prognose, eine Reflexion Episode 79: Escape from Model Land, a Conversation with Dr. Erica Thompson Episode 76: Existentielle Risiken Episode 72: Scheitern an komplexen Problemen? Wissenschaft, Sprache und Gesellschaft — Ein Gespräch mit Jan David Zimmermann Episode 69: Complexity in Software Episode 68: Modelle und Realität, ein Gespräch mit Dr. Andreas Windisch Episode 36: Energiewende und Kernkraft, ein Gespräch mit Anna Veronika Wendland Episode 10: Komplizierte Komplexität Dr. Marco Wehr Marco Wehr auf LinkedIn Philosophisches Labor in Tübingen Marco Wehr, Komplexe neue Welt und wie wir lernen, damit klarzukommen, Galiani Berlin (2024) Fachliche Referenzen Steven Wolfram, How to Think Computationally about AI, the Universe and Everything (2023) Daphne Hruby, John Ioannidis: Das Gewissen der Wissenschaft, Ö1 Dimensionen (2024) Karl Popper, Auf der Suche nach einer besseren Welt (1987) Underdetermination of Scientific Theory, Stanford Encyclopedia of Philosophy (2023) Franz Josef Radermacher, Global Energy Solutions Thomas Sowell, A Conflict of Visions: Ideological Origins of Political Struggles (1987) Brian Klaas, Fluke: Chance, Chaos, and Why Everything We Do Matters, John Murray (2024)

1a LAGE - Der Immobilienpodcast
Reich werden mit Immobilien?!?

1a LAGE - Der Immobilienpodcast

Play Episode Listen Later Oct 3, 2024 36:43


Ein Vermögen aufbauen mit Immobilien, davon träumen viele. Doch ist das überhaupt realistisch, und wie sollte man anfangen? Ein 1aLAGE Special mit Christian Kröncke von den Immobilien Freunden. * Christian, sag ein bisschen was zu Deinem Hintergrund * Was spricht für Dich für den Vermögensaufbau mit Immobilien? * Was sagen denn Theorie und Empirie zum Vermögensaufbau? * In den 2010er Jahren lagen die Zinsen deutlich unter den Mietrenditen, jetzt ist es teilweise umgekehrt. Wie sollte man damit umgehen? * Was sind die richtigen Immobilien für Einsteiger? * Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Investieren? Die Antworten auf all diese Fragen und einige mehr findet ihr in dieser Episode 1aLAGE und nun wünschen wir euch spannende Insights und gute Unterhaltung. Viel Spaß! **Unser Kooperationspartner:** Für Immobilien-Investoren und Unternehmer: Erfahre mehr über die IMMOBILIEN FREUNDE und informiere Dich unter www.immobilien-freunde.de oder schreib uns an kontakt@immobilien-freunde.de, um Dich in einem exklusiven Kreis mit Gleichgesinnten zu vernetzen sowie von hochkarätigen Veranstaltungen zu profitieren. ***
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apolut: M-Pathie
M-PATHIE – Zu Gast heute: Julia Szarvasy “Nichts geschieht aus Gleichgültigkeit”

apolut: M-Pathie

Play Episode Listen Later Jun 8, 2024 95:09


Julia Szarvasy ist Moderatorin bei Nuoflix.de. Sie moderiert dort das Format „Bus Office" und „Ruderboot“. Sie war hier auf M-Pathie unser erster Gast und ist heute unser einhundertster. Bekannt geworden ist Szarvasy durch ihr Engagement in der Friedensbewegung, in der sie vor allem durch ihre Kurzvideos für große Aufmerksamkeit sorgte.Bei vielen Menschen, die sich aus sich selbst heraus mit Bildung und Wissen über sich und die Welt ein Bild davon machen möchten, was die Welt im Innersten zusammenhält (Goethe), ist der Weg ähnlich, wie bei Julia Szarvasy. Irgendwann gelangt man dabei auch in die spirituelle Welt und diese lässt einen ab dann nicht mehr los.Man beginnt zu verstehen, dass all die Welten, die wir Menschen zu trennen beginnen, aufspalten und kategorisieren, doch nur eine Welt ist. Es ist die schöpferische Welt, die im Innersten alles zusammenhält. Der Kleber, der sie zusammenhält, scheint das Bewusstsein, das Geistige zu sein, von dem der menschliche Geist einen Teil darstellt.Diese Erkenntnis ist nicht neu. Doch jede Generation wird diese Erkenntnis für sich neu definieren. Julia Szarvasy hatte einen Moment in ihrem Leben, in dem ihr das zutiefst bewusst wurde. Logisch und analytisch hatte sie, wie viele vor ihr auch, alles schon geahnt. Doch etwas gänzlich anderes ist es, wenn man sich dessen durch die Wirklichkeit selbst gewahr wird. Szarvasy erzählt hier ihren Moment.Selbsterkenntnisse über die spirituelle Wirklichkeit können höchst unterschiedlich verlaufen. Jeder Mensch, dem diese Wirklichkeit unvorbereitet oder vorbereitet mit einem Schlag bewusst wird, weiß ab dann, dass die Wirklichkeit der Welt des Lebendigen eine andere ist, als die, die man als Mainstreamwirklichkeit (Wissenschaftlichkeit) aufgesetzt bekam. Die Selbsterfahrung trotzt dabei (bisher) jeglicher Objektivität und macht wissenschaftliche Empirie nutzlos.In dieser Wirklichkeit besteht das Spirituelle in Bezug zur Wahrheit über das Reale bloß subjektiv, einzig zu einer selbst, als subjektiv erlebte und erfahrene Wirklichkeit. Eine wie auch immer vorhandene objektive Realität ist dort zunächst einmal nicht vorhanden. Es scheint, als wäre eine objektive Wirklichkeit oder Realität in Schichten einer subjektiv erfahrbaren Welt nur und ausschließlich über Bewusstwerdungsprozesse möglich.Bewusstsein ist nicht „das“ Bewusstsein. Bewusstsein scheint als ein lebenslanger Lernprozess in einer materiellen Welt der Erfahrbarkeit transzendiert zu sein. Leben ist auch transzendent.Julia Szarvasy macht in diesem Gespräch auf ein wichtiges Buch aufmerksam, das Hinweise darauf bietet, das im deutschsprachigen Raum die spirituelle Welt einmal einen viel größeren Raum einnahm, als es heute ist: Das abendländische Totenbuch, von Karl Otto Schmidt. „Der Tod ist ein Wender, kein Ender.“Mehr über Julia Szarvasy hier: https://nuoflix.de/corona-veraenderte-alles--vivian-richter+++Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer „digitalen finanziellen Selbstverteidigung“ unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoinzahlungInformationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/+++Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.+++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

carls zukunft der woche
#209 Andreas Knie – Wir sind kein Autoland

carls zukunft der woche

Play Episode Listen Later May 30, 2024 44:56


Wie bitte? Deutschland, kein Autoland? Andreas Knie diagnostiziert: Deutschland war ein Fahrradland. Ein Motorradland. Das Auto wurde für einen Österreicher erfunden, von den Amerikanern in Masse produziert, in zahlreichen anderen europäischen Ländern viel stärker verbreitet - bis Hitler kam und das Auto zum Symbol für Fortschritt und Technologie erhob. Damit begann eine nachholende Modernisierung. Erst in den 70ern im Westen und in den 90ern im Osten kam Deutschland auf das Niveau anderer Länder. Andreas Knie ist Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Soziologie an der TU Berlin. Er sagt: Die Nachhol-Dynamik wirkt bis heute und prägt unser irrationales Verhältnis zu Auto und Mobilität.Warum tun wir uns so schwer, eine Mobilität zu denken - oder gar zu realisieren, die nicht das Auto in den Mittelpunkt stellt? Andreas schildert, mit welchem Mindset Politik und Verwaltung Verkehr planen. Im Verkehrsministerium gibt es am Ende nur eine Wahrheit: Was fehlt, sind Straßen. Und Brücken. Und noch mehr Straßen. Denn es gibt Lücken, überall Lücken. Daher müssen wir bauen, bauen, bauen. Als wäre Mobilität wie Wasser: Es kommt, es fließt, es wird immer mehr - und da kann man auch gar nichts tun, als es immer wieder in die richtigen Bahnen zu lenken - und die Bahnen ständig zu vergrößern. Wer Fakten, Wissenschaft, Empirie dagegen hält, erntet ein beherztes „Glaube ich nicht“. Andreas' Fazit: Wir werden von Ideologen regiert.Dabei gibt es Wandel, nur eben nicht in der Politik. Die Mehrheit der Autofahrenden hat die Strecken reduziert, vor allem aus Klimaschutz-Gründen. Und wenn die CDU im Wahlkampf plakatiert: „Hände weg vom Auto!“, dann sieht Andreas die Debatte auf dem richtigen Weg. Wenn das Auto nicht mehr selbstverständlich ist, sondern begründet und verteidigt werden muss, dann kann etwas neues entstehen.Das Narrativ der Technologie Auto ist auserzählt. Freiheit und Wohlstand waren seine Themen, Vernetzung und Teilhabe. Fun fact: Die Scheidungsrate korreliert mit der Anzahl der Autos; Beweglichkeit wirkt. Das neue Narrativ der Mobilität: Autos schaden uns mehr als sie uns nützen. In einer vernetzten Mobilität der Zukunft reichen 25% der heutigen Autos, um ohne Einschränkungen mobil zu sein. Der Rest steht herum, raubt Platz, dominiert unser Bild von Straßen, Städten und Raum. In Berlin allein sind das 900.000 Fahrzeuge. Einfach überflüssig. Aber wir glauben immer noch, uns würde etwas weggenommen, wenn Parkplätze entfallen (Übersetze: Wenn wir Raum für Menschen gewinnen), Fahrspuren aufgehoben werden (Fahrradfahrende sicher unterwegs sein können), etc. Es ist ein Prozess. Und er wird dauern. Aber er ist nicht mehr aufzuhalten. In 15 Jahren, so die Einschätzung von Andreas, werden unsere Städte anders aussehen als heute. Eben doch kein Autoland.Zu Gast: Prof. Dr. Andreas Knie, Leiter der Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung - WZB, Professor für Soziologie an der TU Berlin

Tagesgespräch
Katharina Maag Merki: «An den Schulen rumpelt es, wie noch nie»

Tagesgespräch

Play Episode Listen Later Mar 20, 2024 25:37


Sind Noten noch zeitgemäss? Was taugt das integrative Schulmodell und findet man genügend Lehrpersonen? Schweizer Schulen stehen immer wieder im öffentlichen Fokus. Doch aktuell sei das Rumpeln besonders laut, sagt die Bildungsforscherin Katharina Maag Merki. Es brauche Veränderung. Die Schulen haben in den vergangenen Jahren grosse Herausforderungen gestemmt: Die Pandemie oder die Integration von Kindern aus der Ukraine. Dazu der Mangel an Lehrerinnen und Lehrer. Viele Fachpersonen sind der Meinung, dass jetzt der Moment sei, Veränderungen anzupacken, die Schule sei nicht mehr zeitgemäss. Doch wie sieht eine zeitgemässe Schule aus? Im Tagesgespräch gibt Katharina Maag Merki Antworten aus der Bildungsforschung: So sei es zum Beispiel belegt, dass die Einteilung der Kinder nach sechs Schuljahren in verschiedene Niveaus, nicht sinnvoll sei. Es schliesse Türen, wo es doch in der Schule darum gehen sollte, Türen zu öffnen. Katharina Maag Merki ist Professorin für Theorie und Empirie schulischer Bildungsprozesse an der Universität Zürich.

Zeitsprung Bitcoin
S1E22 - Ist Bitcoin eine Denkschule für Weniger Gier? mit Alex Eser

Zeitsprung Bitcoin

Play Episode Listen Later Nov 9, 2023 92:00


GOOD WORK
Rüdiger Maas: So tickt die GenZ

GOOD WORK

Play Episode Listen Later Aug 18, 2023 63:36


"90 Prozent unserer Befragten halten die GenZ für faul. Doch zu klären ist: Was bedeutet eigentlich faul in diesem Kontext?" Die Frage der Generationenunterschiede erhitzt die Gemüter. Derzeit wird auf allen Kanälen darüber gestritten, ob die sogenannte GenZ wirklich so faul, so freizeitorientiert, so digital-abhängig, so sinnsuchend ist wie medial übermittelt. Und wo immer solch ein Diskurs schwelt, werden eifrig Studien bemüht. So auch bei diesem Thema. Doch nicht alles, was sich Studie nennt, hält diesem Qualitätsanspruch auch Stand. Rüder Maas ist Generationenforscher, Bestseller Autor und Deutschlands prominentestes Gesicht der Empirie hinter diesen Phänomenen. Er forscht nach höchsten wissenschaftlichen Standards und versucht, das Wesen von Generationen zu ergründen. Er gewährt uns einen ungeschminkten Blick in seine empirischen Ergebnisse. Und dabei serviert er uns nüchtern die teilweise irritierenden Zusammenhänge. Wir erfahren in dem Gespräch mit Rüdiger Maas unter anderem etwas darüber - inwieweit unser Denken in Generationen stimmig ist - ob die GenZ wirklich als "faul" bezeichnet werden kann - wie sich ihr Empathievermögen unterscheidet - welche Art von Diskurs sie suchen bzw. nicht eingehen - welchen Impact die high-intense Nutzung von sozialen Medien hinterlässt Es ist sicherlich ein GOOD WORK Gespräch der Kategorie "unbequem", denn es hinterlässt uns mit Fragen und an manchen Stellen auch aufwühlenden Einsichten. Gleichzeitig haben wir nicht häufig die Gelegenheit, innerhalb eines Gespräches so viel dichte Erkenntnisse aus erster Forscherhand einsammeln zu können. Also, hört rein in die Ausführungen von Rüdiger Maas. Interview: Jule Jankowski In unserem GOOD WORK Salon versammeln sich spannende Zeitgenossen: Echte Vordenker:innen, Paradiesvögel ebenso wie fleissige Arbeitsbienchen, Leute aus der Mitte und aus den Nischen unserer Arbeitswelt - kurz: ein bunter Reigen an Menschen, die mit uns ihre klugen Gedanken und gelebten GOOD WORK Geschichten teilen wollen. Die Salongespräche laden ein zu einer wahrhaftigen Begegnung mit diesen Menschen. Im gleichermaßen tiefgründigen wie leichtfüßigen Dialog mit ihnen werden wir uns ausgewählten Phänomenen der Transformation widmen. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten Platz sein für die menschliche Perspektive. Wir rücken ein Stückchen näher heran an unsere Gäste und laden Sie ein, etwas aus ihrem persönlichen Leben mit uns zu teilen. Der Kontext ist und bleibt die Transformation unserer Arbeitswelt auf ihren unterschiedlichen Bühnen. Unsere fünf GOOD WORK Prinzipien bleiben weiterhin als Struktur im Hintergrund bestehen. Wir sprechen künftig auch immer über gelungene Beziehungsgestaltung, flexible Strukturen, digitale Balance, gelebte Agilität und das Denken in Möglichkeiten. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!

Corporate Therapy
Episode #082 // Arbeiterklasse(n) & der Kampf ums Klima // mit Prof. Dr. Klaus Doerre

Corporate Therapy

Play Episode Play 30 sec Highlight Listen Later Aug 10, 2023 80:49


In Episode 82 lassen wir uns vno der Empirie leiten und fragen, warum die Arbeiterklasse sich in Teilen gegen die Aktivitäten zur Bekämpfung des Klimawandels positioniert. Dazu sprechen wir mit Prof. Dr. Klaus Doerre. Er erklärt dabei zunächst was Klasse eigentlich ist und dass wir heute nicht unbedingt auf “die Arbeiterklasse” blicken und wir machen Exkurse zu Arbeitskämpfen. Wenn es um's Klima geht, gibt es aber andere Lager als im klassischen Arbeitskampf: Grenzen ziehen sich zwischen denen, die entscheiden können und denen, die es nicht können, sowie zwischen denen, die berücksichtigt werden und denen, die sich übergangen fühlen.Shownotes:Projekt Klassenanalyse JenaErik Olin Wright, Buch, Warum Klasse zähltRobert Castel, Buch, Die Krise der ArbeitDidier Eribon, Buch, Rückkehr nach ReimsEdward P. Thompson, Buch, Die Entstehung der englischen ArbeiterklaseCorporate Therapy Episode 66 mit Catherine Liu, Professional Managerial ClassGünther Anders, Buch, Die Antiquiertheit des MenschenMariana Mazzucato, Buch, Das Kapital des Staates

Players Guide | Frauen Ansprechen, Daten & Verführen
#114: Was ist FEMALE MATE CHOICE?

Players Guide | Frauen Ansprechen, Daten & Verführen

Play Episode Listen Later Jul 1, 2023 22:03


Die weibliche Partnerwahl wird gerne in der allgemeinen „voguen“ Gesellschaft als romantisch und verhandelbar dargestellt. Aber wer sich wirklich mit der Materie beschäftigt und auskennt, weiß, dass Anziehung nicht verhandelbar ist. Die weibliche Partnerwahl ist von Frau zu Frau leicht anders, aber wenn man von der Empirie spricht und Statistiken glauben darf, dann gibt es sowohl optische als auch geistige Eigenschaften, sowie Verhaltensweisen, die den „besten Fang“ für eine potenzielle Partnerwahl auszeichnen.Was es mit der FEMALE MATE CHOICE auf sich hat und wie auch Du mehr zum Auserwählten wirst, verraten Dir Deine Dating Bros.----Mehr zum Thema findest du bei uns auf Social Media: Instagram: instagram.com/datingbrosTikTok: www.tiktok.com/@datingbros-------Du möchtest dich coachen lassen? Schreib uns eine Nachricht: www.datingbros.net

Carl-Auer autobahnuniversität
Hans Geißlinger - Saurierjagden, Lachkrankheiten und andere Realitäten

Carl-Auer autobahnuniversität

Play Episode Listen Later May 27, 2023 37:39


„Wirklichkeitstransformationen als Beitrag zum empirischen Konstruktivismus“ – so lautete der Untertitel des Vortrages, den der Soziologe und „Story Dealer“ auf einem der großen Konstruktivismus-Kongresse in der Heidelberger Stadthalle Anfang der 1990er Jahre hielt. Ein durchaus, auf den ersten Blick, provokanter Untertitel. Markiert doch das Verhältnis von Empirie und Konstruktion von Wirklichkeit eine erkenntnistheoretische Leitspannung. Die experimentellen Beiträge Hans Geißlingers und der Story Dealer zu den großen Heidelberger Konstruktivismus-Kongressen bis zum Jahr 2012 sind legendär. Dort hinein flossen die Erfahrungen Geißlingers aus der innovativen Begleitung und Durchführung von Kinder- und Jugendfreizeiten für das Bezirksamt Kreuzberg/Berlin, von denen Geißlinger hier erzählt. Und es erschließt sich, was es bedeutet, wenn man den Gedanken der konstruktiven Verfasstheit von Welterfahrung konkret erfährt und damit besser erklären kann, was aus besonderen Wahrnehmungs- und Bewertungstätigkeiten und -erfahrungen geschieht. Eine paradigmatische Geschichte zur alltäglichen Praxis (oder eben Empirie) des Konstruktivismus. Von dem damit verknüpften Humor, den Geißlinger wunderbar vermittelt, ganz abgesehen. Ob im Auto oder mit der oder ohne die Maske in der großen weiten Welt: Autobahnuniversität hören! Und Carl-Auer Sounds of Science, Heidelberger Systemische Interviews, "Sich sicher sein", Formen (reloaded) oder den Wahrnehmungspdcast "Frauen führen besser". Jeder Stau bringt Sie weiter. Wo es geht, die freien Augen und den freien Geist nutzen: Carl-Auer Bücher lesen, Carl-Auer Wissen nutzen! Alle Folgen der "Autobahnuniversität" finden Sie auch hier: www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Die anderen Podcasts des Carl-Auer Verlags finden Sie hier: Heidelberger Systemische Interviews www.carl-auer.de/magazin/heidelbe…ische-interviews Sounds of Science www.carl-auer.de/magazin/sounds-of-science sich-sicher-sein www.carl-auer.de/magazin/sich-sicher-sein

Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Theorie und Empirie

Sozialpsychologie mit Prof. Erb

Play Episode Listen Later May 14, 2023 13:07


In der Psychologie als wissenschaftliche Disziplin spielen einerseits theoretische Überlegungen dazu, wie Menschen denken, fühlen und handeln eine große Rolle. Andererseits sollen sich Theorien auch in der Erfahrung (oder Empirie) bewähren. Dazu werden empirische Studien durchgeführt und deren Ergebnisse als Test für die zuvor getroffenen theoretischen Annahmen angesehen. Über das Verhältnis zwischen Theorie und Empirie in der Psychologie sprechen Luise Hönig vom Podcast "Positiv Korreliert" und Prof. Erb in diesem Video. Der Podcast "Positiv korreliert" von Luise Hönig und Kai Krautter findet sich hier: https://manylink.co/@positivkorreliert Instagram: @positivkorreliert

De Ongelooflijke Podcast
#140 - Wonderbaarlijke genezingen, kan het? Deze arts deed twaalf jaar onderzoek (met Dick Kruijthoff en Stefan Paas)

De Ongelooflijke Podcast

Play Episode Listen Later May 13, 2023 70:19


De gast van vandaag zaten we al ruim drie jaar achterna, en dat heeft alles te maken met zijn fascinerende promotieonderzoek dat hij onlangs afrondde. Huisarts Dick Kruijthoff raakte in 2007 onder de indruk van een verhaal van Janneke Vlot, een van zijn patiënten die bij een gebedsdienst plotseling genas van posttraumatische dystrofie en haar rolstoel niet meer nodig had. Maar kan dat? Genezen door gebed? Dat wilde Dick Kruijthoff onderzoeken en dat heeft hij de afgelopen twaalf jaar gedaan in opdracht van de Vrije Universiteit in Amsterdam. Hij onderzocht - samen met een team van andere artsen - tientallen vermeend wonderbaarlijke genezingen. Wat is er nou echt gebeurd? Is er sprake van een wonder of placebo? Hoe gaat hij om met alle moeilijke vragen die zijn onderzoek oproept?
  David Boogerd in gesprek met arts Dick Kruijthoff en natuurlijk vaste gast theoloog Stefan Paas van de VU in Amsterdam en de Theologische Universiteit Utrecht. Promotieonderzoek Dick Kruijthoff: Healing after Prayer, an interdisciplinary case study (https://research.vu.nl/en/publications/healing-after-prayer-an-interdisciplinary-case-study) Artikel Stefan Paas over gebedsgenezing: Geneest God? Empirie en theologie bij gebedsgenezing (https://www.academia.edu/35116009/Geneest_God_19nov2017_pdf)

Ranní klub
Režisér a scénarista Jan Pachl o nové minisérii Volha

Ranní klub

Play Episode Listen Later Apr 15, 2023 25:30


JAN PACHL po pražském gymnáziu Na Vítězné pláni absolvoval v roce 1999 režii na Soukromé vyšší odborné škole filmové v Písku a na pražské FAMU (2002–2007). Jako scenárista či spoluscenárista a režisér se podílel na několika televizních pořadech (mimo jiné Na cestě) a na seriálech Trapasy (2007), Ať žijí rytíři! (2009) nebo Škoda lásky (2013; 2015). Prosadil se temnými krimi seriály Cirkus Bukowsky (2012; 2014) a Rapl (2016, 2019). V kriminálním žánru debutoval i na filmovém plátně dvěma životopisnými snímky o Radovanu Krejčířovi Gangster Ka a Gangster Ka: Afričan. Pracoval též na reklamních spotech pro Českou televizi a pro soukromé televize (například MTV). – Filmografie: (námět, scénář a režie) studentské kr. filmy Ultimátum (1999), Empirie (2001), Nosnost pro 2 osoby (2001), Pitstop (2001), Hostel (2002), Tady se dějou věci (2002) a Runway (2006), dvoudílný thriller podle knih investigativního novináře Jaroslava Kmenty o známém zločinci Radovanu Krejčířovi Gangster Ka (2015) a Gangster Ka: Afričan (2015), detektivní komedie na motivy stejnojmenné knihy Marie Poledňáková Ten, kdo tě miloval (2018; režie, sc.).VOLHA - Padesátá léta byla podle převažujícího mínění temným obdobím stalinismu. Pak přišla liberalizace a zlatá šedesátá. Co si ale počít s normalizací? Minisérie Volha nabízí odpověď, která se mnohým nebude líbit. Více ZDE

Podcast – Znipcast – Podcast der Znip Academy

Überprüfen Aus der Empirie weißt Du schon, dass Transparenz, Überprüfen und Anpassen die Grundpfeiler der Agilität sind. Bzw. „Inspect before adapt“ könnte man auch sagen. Für alle, die noch ihre Scrum.org Zertifizierung machen ist genau dies wichtig. Also auch Empirie mit Transparency, Inspection und Adaption erklären zu können. Quasi als 3 Säulen des Fundaments. Diese... The post 134 Überprüfen appeared first on Znipcast - für gute Zusammenarbeit | Agilität, Scrum, KanBan, Psychologie, Teamentwicklung und NLP | Podcast der Znip Academy.

Unisonar
SOCIAL MEDIA: Starten wir eine Revolution?

Unisonar

Play Episode Listen Later Nov 23, 2022 29:45


Soziale Medien sind von politischen Protesten nicht mehr zu trennen: In der letzten Folge von Unisonar spricht der Kulturwissenschaftler Dr. Daniel Kunzelmann über seine Forschung zu Protestgruppen in Spanien, den Kampf um Wahrheit auf Social Media und weshalb wir uns in digitalem Minimalismus üben sollten.Wir freuen uns über Ihr Feedback auf podcast@unibas.ch oder auf den Social Media-Kanälen der Universität Basel. Logo und Sounddesign: Berrel Gschwind LüemPostproduktion: Corsin Bader

Zwischenruf - Der politikwissenschaftliche Podcast rund ums Parlament
17: "Politikwissenschaft als Partnerin der Demokratie" - Leben und Wirken von Eberhard Schütt-Wetschky

Zwischenruf - Der politikwissenschaftliche Podcast rund ums Parlament

Play Episode Listen Later Nov 18, 2022 34:42


Die Stiftung Wissenschaft und Demokratie feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Zu diesem feierlichen Anlass wurden Wegbegleiter und Assoziierte der Stiftung und ihren Einrichtungen vor das Mikrofron gebeten, um über den Stifter, Eberhard-Schütt-Wetschky, sein jahrzehntelanges Wirken in der Politikwissenschaft, die er als „Partner der Demokratie“ verstand, seine Motive und Eigenheiten zu sprechen. Neben Einblicken in die Person, bietet diese Folge vor allem einen Kurzüberblick über die Themen, die Eberhard Schütt-Wetschky besonders wichtig waren. Wie funktionieren Parlamente im Zusammenspiel mit Regierung und Parteien? Wer entscheidet, wer beschließt? Und was ist die Aufgabe der Politikwissenschaft? Als Gäste konnten die Geschäftsführerin der SWuD, Dr. Astrid Kuhn, der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Dr. Sebastian Galka sowie Prof. Dr. Joachim Krause gewonnen werden, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel. Dazu konnten wir Prof. Dr. Suzanne S. Schüttemeyer, Gründungsdirektorin des Instituts für Parlamentarismusforschung zu gemeinsamen Wegpunkten mit Eberhard Schütt-Wetschky befragen. Die vier Gespräche, nachfolgend collage-artig zusammengeführt, bilden einen bunten Strauß aus Erinnerungen zu einem Mann, der sein Leben der realitätsnahen Erforschung von Politik und ihren Problemstellungen verschrieb, und dem anlässlich seines 85. Geburtstages am 24. Oktober 2022 besonders gedacht werden soll. Grundlegend, realitätsgerecht, praxisnah ist das Motto des Instituts für Parlamentarismusforschung (IParl). Das gilt auch für unseren „Zwischenruf – der politikwissenschaftliche Podcast rund ums Parlament“. Wenn wir mit unseren Gästen aus Politik, Wissenschaft und Journalismus über Themen rund ums Parlament sprechen, verbinden wir politikwissenschaftliche mit praktischen, politischen Perspektiven. Garantiert ohne Elfenbeinturm. Redaktion und Produktion: Daniel Hellmann, Kevin W. Settles.

Piratensender Powerplay
E104: Wie viel Protest ist noch erlaubt?

Piratensender Powerplay

Play Episode Listen Later Oct 28, 2022 73:18


"Bitte stören Sie uns nicht beim Ignorieren der Weltlage, danke." Wie (un)zumutbar soll/muss Protest sein? Der Kartoffelbrei im Museum Barberini hat uns noch beschäftigt, wir fragen uns wie und ob sich Meinungen und Einstellungen zu diesem Protest verändert haben (auch bei uns), mehr noch versuchen wir aber Folgendes zu beantworten: Was sagt die Empirie und Theorie zur Wirksamkeit disruptiven Protests? Welche Verrenkung haben wir im Diskurs hingelegt, um kritisieren zu können? Und wie geht es weiter?

PinG-Podcast
Cannabis im Rechtsstaat

PinG-Podcast "Corona im Rechtsstaat"

Play Episode Listen Later Sep 27, 2022 30:57


Justus Haucap ist seit 2009 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Gründungsdirektor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE). In dem Gespräch mit Niko Härting erläutert Justus Haucap, weshalb er schon seit langem eine Legalisierung des Konsums, Handels und Anbaus von Cannabis befürwortet. Als Ökonom interessiert sich Haucap für den Drogenmarkt, denn auch ein Schwarzmarkt ist für den Wirtschaftswissenschaftler ein Markt und damit ein Forschungsgegenstand. Es geht um Empirie. Wie erforscht man eigentlich einen Markt, der sich verdeckt in der Illegalität bewegt? Und welche Gründe bewegen einen Ökonomen dazu, eine Freigabe von Cannabis zu befürworten? Justus Haucap leugnet die Gesundheitsgefahren des Cannabiskonsums nicht und betont auch die Notwendigkeit eines Verbraucher- und Jugendschutzes. Allerdings ist Haucap überzeugt, dass sich ein solcher Schutz in einer regulierten Legalität besser verwirklichen lässt als unter den Bedingungen eines Schwarzmarkts. Haucap befürwortet insbesondere auch eine Freigabe des (ohne bereits verbreiteten) Anbaus von Cannabis. Man könne eine Erlaubnis auf zwei oder drei Pflanzen begrenzen. Es geht in dem Gespräch auch um Erfahrungen der Drogenpolitik in den Niederlanden, in Portugal, in den USA und in Kanada und um die Frage, warum nach den Vorstellungen der Bundesregierung nur Cannabis, nicht jedoch Partydrogen, Kokain und andere derzeit illegale Suchtmittel freigeben werden sollen.

Blonde Weisheit
#56 | UNSERE TIPPS! (about food focus, sex, anxiety,…)

Blonde Weisheit

Play Episode Listen Later Sep 6, 2022 50:21


Sind wir bereit, die kleinen und großen Dinge im Leben mit einem adäquaten Klecks blondem Senf zu versehen, um mit süßem bis extra scharfen Spice den Alltag in neuer Würze zu marinieren? Hmmm, das schmeckt! Anders gesagt geben wir euch hiermit die besten Tipps aus eigener Empirie an die Patschehändchen - in üblicher Manier, die besagt: Meinung und Erfahrung überwiegen Lizenzen, TMI ist nur ein Serviervorschlag und Ratschläge sind zwar auch Schläge, aber wir servieren sie mit Handkuss. Gut anschnallen, hier kommt der wilde Ritt durch die Territorien der Hautpflege, Darmgesundheit, destruktive Essgewohnheiten, Angst vor Sex uvm. Ein Genuss. Instagram: @iam.whoiam @coriswane

Podcasts von Tichys Einblick
TE Wecker am 21.08.2022

Podcasts von Tichys Einblick

Play Episode Listen Later Aug 20, 2022 23:31


Am Montag, den 22. August 2022 stellt Bestsellerautor Thilo Sarrazin im Haus der Bundespressekonferenz sein neues Buch „Die Vernunft und ihre Feinde“ vor. Sarrazin beschreibt in seinem neuen Buch den Einfluss von Ideologie auf die politische und gesellschaftliche Ordnung: Wunschvorstellungen und Vorurteile verdrängen auf allen Seiten des politischen Spektrums zunehmend Wissen und klares Urteilsvermögen. Wo Logik und Empirie durch »alternative Fakten« ersetzt werden, weitet sich der Raum für ideologisch geprägtes Denken und die Toleranz nimmt ab. Teil 2 des Gespräches mit Thilo Sarrazin über "Die Vernunft und ihre Feinde“. https://www.tichyseinblick.de

Podcasts von Tichys Einblick
TE Wecker am 20.08.2022

Podcasts von Tichys Einblick

Play Episode Listen Later Aug 19, 2022 26:57


Am Montag, den 22. August 2022 stellt Bestsellerautor Thilo Sarrazin im Haus der Bundespressekonferenz sein neues Buch „Die Vernunft und ihre Feinde“ vor. Sarrazin beschreibt in seinem neuen Buch den Einfluss von Ideologie auf die politische und gesellschaftliche Ordnung: Wunschvorstellungen und Vorurteile verdrängen auf allen Seiten des politischen Spektrums zunehmend Wissen und klares Urteilsvermögen. Wo Logik und Empirie durch »alternative Fakten« ersetzt werden, weitet sich der Raum für ideologisch geprägtes Denken und die Toleranz nimmt ab. Teil 1 eines ausführlichen Gespräches mit Thilo Sarrazin über "Die Vernunft und ihre Feinde“. https://www.tichyseinblick.de

Junkmiles
#62 | Off-Season here we go

Junkmiles

Play Episode Listen Later May 18, 2022 103:26


Blut-Glukose-Messungen während der Belastung? Strain-Werte bei der Live-Übertragung des Giros? Empirie auf Basis verschiedenster Messinstrumente ist toll, sofern die Einordnung für Training, Rennen und Erholung klar ist. In der 62. Folge „Junkmiles“ sind Daniel Beck (Journalist) und Björn Geesmann (Sportwissenschaftler) in Ferienstimmung und schwadronieren kurz vor dem monatelangen Sommerurlaub über Dinge, die die Hörer vor den Empfangsgeräten bewegen: Über Sinn und Unsinn von Gadgets, über potentielle Taperphasen und über Alltagshürden im Training. Die letzte Folge vor der Sommerpause – der Zeitpunkt des Restarts liegt in den Händen der Zuhörerschaft und wird in der Folge geklärt!

Der IT und Rechtspodcast
(15) Wirtschaftsinformatiker Dr. Daniel Schnurr, wie tickt die Datenökonomie? Datenmacht = Marktmacht?

Der IT und Rechtspodcast

Play Episode Listen Later Apr 15, 2022 53:56


Ein Jurist fragt einen Empiriker! Wir sind wieder am Start und rücken heute mal den DATEN-Begriff in den Mittelpunkt unserer Analyse. Fakt ist: Keine Digitalisierung ohne Daten! Keine Künstliche Intelligenz ohne Daten! Aber wie funktioniert eigentlich die Welt der Daten? Wieso erheben wir Daten? Was sind Pixel-Tags? Was ist Cross-Device Tracking? Welchen Einfluss haben Daten auf die Akkumulation von Marktmacht? Welche Rolle spielen evidenzbasierte und ökonomische Erkenntnisse bei dogmatischen u. hermeneutischen Entscheidungen? Handelt die Rechtswissenschaft empiriebefreit? All das und noch viel mehr, besprechen wir in dieser Episode mit unserem Gast, den Wirtschaftsinformatiker Dr. Daniel Schnurr. Daniel Schnurr leitet seit April 2017 die Forschungsgruppe Data Policies an der Universität Passau. In seiner Forschung befasst sich Daniel Schnurr mit den ökonomischen und strategischen Implikationen der Digitalisierung. Seine Arbeiten zur wettbewerblichen Bedeutung des Zugangs zu Daten und Netzinfrastruktur hat er in renommierten Zeitschriften wie beispielsweise Management Science, Journal of Industrial Economics und MIT Sloan Management Review publiziert. ▶ Mehr Infos zu Daniel Schnurr: https://www.datapolicies.uni-passau.de/team/dr-daniel-schnurr/ ▶ Der angesprochene Buchbeitrag: Marktmacht durch Daten: Eine Analyse aus ökonomischer Perspektive. In (Specht, L., Werry, N. & Werry, S.), Handbuch Datenrecht in der Digitalisierung, Erich Schmidt Verlag. ▶ Working Paper zu Big Data and Digital Markets Contestability: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3789510 ▶ Youtube-Link zu "Regulation of Data-driven Market Power in the Digital Economy" by Daniel Schnurr: https://www.youtube.com/watch?v=wWDBFvaaMZI ▶ Google Scholar: https://scholar.google.de/citations?user=a9collMAAAAJ&hl=de ▶ Timeline: 5:50 - Juristen und Empirie ? 9:00 - Datentracking, Pixel-Tags, Cross Device 21:00 - Der Wert von personenbezogenen Daten ? 24:00 - Targeting, Datentransparenz und die Tucker-Feldstudie 31:00 - Keine Informatiker im Bundestag? Wieso? 32:00 - KI-Daten-Horrorvisionen und Black Mirror 36:00 - Datenmacht = Marktmacht? Das Wettbewerbsrecht lässt grüßen ... 40:00 - Netzwerkeffekte und Marktkonzentration 43:00 - Proprietäre Märkte und Datenmacht 47:00 - Wie bewerten Informatiker unsere Datengesetze?

House of Modern History
Dürfen Wissenschaftler:innen Quellen erfinden? – mit Thomas Etzemüller

House of Modern History

Play Episode Listen Later Apr 7, 2022 53:15


Unser heutiger Gast ist Thomas Etzemüller, Professor an der Uni Oldenburg für Kulturgeschichte der Moderne unter besonderer Berücksichtigung Nordeuropas. Wie sein Studium der Geschichts-, Film- und empirische Kulturwissenschaft ihn in seinem Denken und Arbeiten beeinflusst hat erzählt er uns in dieser Folge. Seine Doku-Fiktion "Henning von Rittersdorf: Das Deutsche Schicksal. Erinnerungen eines Rassenanthropologen.", handelt von einem Rassenanthropolge, der unter dem Naziregime an die Uni kam und nach dem Krieg klar stellen will, dass er nur reine Wissenschaft betrieben hat. Wir sprechen in Bezug auf dieses Buch darüber wo die Grenzen zwischen Forschungsliteratur und Romanen sind, wie Wissenschaft schreiben sollte und warum es vielleicht einfacher ist über die Frühe Neuzeit zu schreiben. Außerdem sprechen wir nicht nur über die Rassenanthropologie unter dem Nazirregime sondern welche sie Rolle sie auch heute noch spielt. Wer Gast sein möchte, Fragen oder Feedback hat, kann dieses gerne an houseofmodernhistory@gmail.com oder auf Twitter an @houseofModHist richten. Literatur & Quellen: Alkemeyer, Thomas: Präsenz der stummen Macht symbolischer Gewalt. Zeitschrift für Qualitative Forschung, 8(1), 2007, S. 11-31. Darnton, Robert: Das große Katzenmassaker. Streifzüge durch die französische Kultur vor der Revolution. München: Carl Hanser, 1989. Davis, Natalie Zimon: Die wahrhaftige Geschichte von der Wiederkehr des. Martin Guerre. München: Piper, 1984. Etzemüller, Thomas: Auf der Suche nach dem Nordischen Menschen. Die deutsche Rassenanthropologie in der modernen Welt, Bielefeld 2015. Etzemüller, Thomas: Biographien: Lesen - erforschen - erzählen. Campus Verlag, 2012. Etzemüller, Thomas (Hg.): Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft. transcript, 2019. Etzemüller, Thomas: Henning von Rittersdorf: Das Deutsche Schicksal. Erinnerungen eines Rassenanthropologen. transcript, 2021. Etzemüller, Projekte: Imagination und Intervention: https://uol.de/thomas-etzemueller/forschung/moderne Etzemüller, Thomas: Rezension zu von Richard J. Evans: Fakten und Fiktion. https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-3168 Etzemüller, Thomas: Romantischer Rhein - Eiserner Rhein. Ein Fluß als imaginary landscape der Moderne, in: Historische Zeitschrift 295, 2012, S. 390-424. Etzemüller, Thomas: Sozialgeschichte als politische Geschichte: Werner Conze und die Neuorientierung der westdeutschen Geschichtswissenschaft nach 1945. Oldenburg, 2001. Etzemüller, Thomas: Was wahr sein könnte. Plädoyer für eine fiktionale Empirie, in: Merkur 72, 2018, H. 835, S. 17-28. Harris, Robert: Fatherland, 1992. Mantel, Hilary: Trilogie: Wolf Hall, Bring Up the Bodies, The Mirror & the Light, 2009-2020. Medick, Hans: Der Dreißigjährige Krieg – Zeugnisse vom Leben mit Gewalt. Wallstein, 2018. Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1800-1866. Bürgerwelt und Starker Staat. C.H. Beck, 2013. Schelsky, Helmut: Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart. Darstellung und Deutung einer empirisch-soziologischen Tatbestandsaufnahme. 2. Auflage. Ferdinand Enke, Stuttgart 1954. Schlumbohm, Jürgen: Lebendige Phantome. Ein Entbindungshospital und seine Patientinnen 1751–1830, Wallstein, Göttingen 2012. Sedlmayr, Hans: Verlust der Mitte. Salzburg-Wien, 1948. Suderland, Maja: Die Sozioanalyse literarischer Texte als Methode der qualitativen Sozialforschung oder: Welche Wirklichkeit enthält Fiktion? Historical Social Research, 40(1), 2017, S. 323-350. Timm, Uwe: Ikarien. Kiepenheuer & Witsch, 2017. Wehler, Hans Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. München: C. H. Beck, 1987. Zola, Emil: Der Zyklus Die Rougon-Macquart, 1869-1893.

hy Podcast
Folge 185: Ranga Yogeshwar, leben wir in einer postfaktischen Gesellschaft?

hy Podcast

Play Episode Listen Later Feb 10, 2022 37:25


Ranga Yogeshwar ist einer der bekanntesten Wissenschaftsjournalisten und Publizisten des Landes. Mit kritischem Blick beobachtet er die Debatte um Pandemie, Empirie, Klimawandel und Energiepolitik. Leben wir in einer postfaktischen Gesellschaft? Löst sich der gesellschaftliche Konsens auf? Wirkt das Konzept der Aufklärung tatsächlich noch breit in die Gegenwart noch? Etablieren sich andere Weltbilder, die den Dialog erschweren und der Gesellschaft ihre politische Basis entziehen? Welche Einfluss haben soziale Medien auf diese Entwicklung? Und weshalb führt mehr Information nicht unbedingt zu mehr Wissen? Von Fragen wie diesen handelt unser Gespräch im ersten Teil. Im zweiten Teil erörtern wir die Energiepolitik: Steht Kernkraft vor einer Renaissance? Kann der Traum von sauberer, unbegrenzter Energie jemals wahr werden? Eine Folge für alle, die sich für das Denken einer klügsten Beobachter unserer Zeit interessieren.

Reporter HD
Strafe muss sein – Gespräche mit Gefangenen

Reporter HD

Play Episode Listen Later Nov 24, 2021 32:55


Was nützt es, Menschen zu strafen? Werden sie dadurch zu besseren Menschen? «Reporter» fragt Häftlinge, die jahrelang in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies eingesperrt sind. «Was wäre ohne Gefängnisse?», fragt der 30-jährige Giorgio, um die Frage gleich selbst zu beantworten: «Anarchie würde herrschen. Strafe muss sein. Wer einbrechen oder einen Mord begehen konnte, der muss bezahlen.» Er selber wurde zu 6 Jahren und 9 Monaten Freiheitsentzug verurteilt wegen bandenmässigem Einbruchdiebstahl. Bald wird er entlassen. Dann will er sich einen Job suchen und seinen Platz in der Gesellschaft finden. Ohne Ausbildung ist das allerdings schwer. Er hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt – trotz seiner Biografie. Im Alter von drei Jahren kam er ins Heim. Dann von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Und schon bald stand er zum ersten Mal vor dem Jugendanwalt: der Anfang einer kriminellen Karriere, die nun endlich enden soll. «Ich will nie wieder in den Knast!», sagt Giorgio. Haben Strafen eine abschreckende Wirkung? Und: Lässt sich diese Wirkung mit härteren Strafen steigern? Diese Fragen gehören zu den am besten erforschten Themen der Kriminologie. Und die Antworten sind klar, erfahren die Reporter Christof Franzen und Simon Christen an der juristischen Fakultät der Universität Fribourg. Strafen wirken sehr wohl. Aber ihre Wirkung lässt sich mit höherer Dosierung nicht steigern. «Politiker fordern immer wieder härtere Strafen, auch wenn wissenschaftlich erwiesen ist, dass diese nicht besser wirken», sagt Marcel Niggli, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie. Dass diese Fragen trotz klarer Empirie ein medialer und politischer Dauerbrenner bleiben, erklärt er so: «Daraus lässt sich einfaches politisches Kapital schlagen, auch wenn alle Fachleute wissen, dass es nichts bringt.» Klar ist indes: Das Strafen birgt auch Risiken. Gennaro wurde im Alter von 18 Jahren wegen einer Messerstecherei zu 10 Jahren verurteilt. Er ist der jüngste Insasse der Justizvollzugsanstalt Pöschwies. «Mit der Zeit passt man sich seinem Umfeld an», sagt er. Und dieses Umfeld besteht in einem Gefängnis aus Verbrechern. «Das ist hier kein Camp von Gutmenschen.» Nicht nur die Mitgefangenen können einen allerdings negativ beeinflussen. Sondern auch die Tatsache, dass einem hinter Gittern alles abgenommen wird: Es gibt ein ganzes Netz von Fachpersonen, die einem helfen, den Alltag in den Griff zu bekommen. «Man verlernt hier drin das normale Leben», stellt Andreas Naegeli, der Direktor der JVA-Pöschwies, fest. Auf die Frage, ob die Menschen denn besser seien nach dem Gefängnis, antwortet er: «Ich bin schon froh, wenn sie nicht schlechter sind.»

Reporter
Strafe muss sein – Gespräche mit Gefangenen

Reporter

Play Episode Listen Later Nov 24, 2021 32:55


Was nützt es, Menschen zu strafen? Werden sie dadurch zu besseren Menschen? «Reporter» fragt Häftlinge, die jahrelang in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies eingesperrt sind. «Was wäre ohne Gefängnisse?», fragt der 30-jährige Giorgio, um die Frage gleich selbst zu beantworten: «Anarchie würde herrschen. Strafe muss sein. Wer einbrechen oder einen Mord begehen konnte, der muss bezahlen.» Er selber wurde zu 6 Jahren und 9 Monaten Freiheitsentzug verurteilt wegen bandenmässigem Einbruchdiebstahl. Bald wird er entlassen. Dann will er sich einen Job suchen und seinen Platz in der Gesellschaft finden. Ohne Ausbildung ist das allerdings schwer. Er hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt – trotz seiner Biografie. Im Alter von drei Jahren kam er ins Heim. Dann von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Und schon bald stand er zum ersten Mal vor dem Jugendanwalt: der Anfang einer kriminellen Karriere, die nun endlich enden soll. «Ich will nie wieder in den Knast!», sagt Giorgio. Haben Strafen eine abschreckende Wirkung? Und: Lässt sich diese Wirkung mit härteren Strafen steigern? Diese Fragen gehören zu den am besten erforschten Themen der Kriminologie. Und die Antworten sind klar, erfahren die Reporter Christof Franzen und Simon Christen an der juristischen Fakultät der Universität Fribourg. Strafen wirken sehr wohl. Aber ihre Wirkung lässt sich mit höherer Dosierung nicht steigern. «Politiker fordern immer wieder härtere Strafen, auch wenn wissenschaftlich erwiesen ist, dass diese nicht besser wirken», sagt Marcel Niggli, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie. Dass diese Fragen trotz klarer Empirie ein medialer und politischer Dauerbrenner bleiben, erklärt er so: «Daraus lässt sich einfaches politisches Kapital schlagen, auch wenn alle Fachleute wissen, dass es nichts bringt.» Klar ist indes: Das Strafen birgt auch Risiken. Gennaro wurde im Alter von 18 Jahren wegen einer Messerstecherei zu 10 Jahren verurteilt. Er ist der jüngste Insasse der Justizvollzugsanstalt Pöschwies. «Mit der Zeit passt man sich seinem Umfeld an», sagt er. Und dieses Umfeld besteht in einem Gefängnis aus Verbrechern. «Das ist hier kein Camp von Gutmenschen.» Nicht nur die Mitgefangenen können einen allerdings negativ beeinflussen. Sondern auch die Tatsache, dass einem hinter Gittern alles abgenommen wird: Es gibt ein ganzes Netz von Fachpersonen, die einem helfen, den Alltag in den Griff zu bekommen. «Man verlernt hier drin das normale Leben», stellt Andreas Naegeli, der Direktor der JVA-Pöschwies, fest. Auf die Frage, ob die Menschen denn besser seien nach dem Gefängnis, antwortet er: «Ich bin schon froh, wenn sie nicht schlechter sind.»

Bildungspolitik
Bildungssteuerung im Mehrebenensystem

Bildungspolitik

Play Episode Listen Later Nov 19, 2021 53:17 Transcription Available


Das Kolloquium startet mit einem Impuls aus dem benachbarten Föderalstaat Schweiz. Katharina Maag Merki, die als Professorin für Theorie und Empirie schulischer Bildungsprozesse an der Universität Zürich lehrt, beleuchtet u.a. die spezifischen Steuerungsprobleme der Bildung im Mehrebenensystem. In der Auftaktsitzung soll aus einer übergreifenden (Educational Governance-)Perspektive auf Steuerungsdefizite und Herausforderungen des Bildungssystems eingegangen werden, die in den Folgesitzungen in Bezug auf die beiden übergreifenden Herausforderungen „Digitalisierung“ und „Bildungsungleichheiten“ konkretisiert werden. Mark Rackles, Fellow am WZB und langjähriger Staatssekretär für Bildung, moderiert die Sitzung. Die Begrüßung erfolgt durch die Präsidentin des WZB, Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.

Personal Agility Podcast
Agility from first Priciples: Empirie

Personal Agility Podcast

Play Episode Listen Later Nov 18, 2021 18:16


Agilität fußt auf der Erkenntnis, dass wir vieles nicht wissen oder voraussagen können. Das agile Prinzip der Empirie ermöglicht und mithilfe von Hypothesen und Wetten mit diesem „Nicht-Wissen“ erfolgreich umzugehen. Hat es Euch gefallen? Habt Ihr Verbesserungsvorschläge, Fragen oder Themenwünsche? Kommt auf mich zu:Ihr könnt die Folge auf https://www.personal-agility-podcast.de/ kommentieren  und diskutieren.Twitter @p_a_pc Instagramm @p_a_pc Facebook

Piratensender Powerplay
Piratensender Powerplay, Episode 61: "Strategische Abwesenheit"

Piratensender Powerplay

Play Episode Listen Later Nov 13, 2021 57:42


Shownotes 00:17 “Hello again!” (Der Satz wird später nochmal lustiger) DANKE an alle die bei der Buchpremiere waren, ihr wundervollen Menschen! Whoa! Und: es gibt wieder Bücher! 05:58: Friedemann fährt einmal mit dem politischen Fahrrad eine Tour de Rage durch die gesamte epidemiologische Situation und ihre Verwaltung. Warum ist alles schlauer gemanagt als die aktuelle Impfkampagne? Warum wurde über Empirie nicht geklärt, aus welchen Gründen sich nicht geimpft wird? 12:45: Warum verhält sich Angela Merkel als sei sie eine Praktikantin? 17:30 Samira bezeichnet es als strategische Abwesenheit, die Frage ist, was ist schlimmer: ahnungslos gewesen zu sein oder mit dem Wissen nichts getan zu haben? Und: Warum das Wort “Machtvakuum” auch einfach in dem Kontext nicht funktioniert. Wir haben gerade die fatalste Konstellation für ein Interregnum und genauso wie andere Momente äußerlicher Umstände nicht mitbedacht worden sind während der Pandemie, Sommerferien, Schulstart, Weihnachten, wurde auch diese Phase des Interregnums nicht mit antizipiert. 27:50 Die kommende Regierung muss doch auch auf Langfristigkeit hin arbeiten. Solange das Virus mutiert muss man damit rechnen immer wieder in Wellen reinzulaufen. 32:70 Flüchtlinge und Migranten werden als Geisel eines Despoten gehalten um die EU zu erpressen, Samira rekapituliert was passiert ist und wie es zu der Situation an der Grenze Polen und Belarus kam. Es ist nicht weniger als eine staatlich orchestrierte Schlepperkampagne zur Erpressung der EU. 43:02 Die EU hat sich erpressbar gemacht aufgrund eine ausbleibenden solidarischen Strategie, und auch hier hat die Regierung zu spät geschalten. 51:12 Lasst euch Boosterimpfen :) Schönes Wochenende!

multiinteressiert
#33 Astrologie - Ein Blick in die Sterne

multiinteressiert

Play Episode Listen Later Oct 3, 2021 54:13


Heute wird es mystisch im Hause Multiinteressiert. Zwischen Mythos, Geschichte und Hype der Astrologie erfahren wir auch private Details aus den Horoskopen unserer beiden Protagonisten. Lernt mit uns kennen, wo der Ursprung der Astrologie liegt, was wir als Menschheit der frühen Forschung zu verdanken und haben und was die Empirie zur Sterndeutung sagt. Warum (vielleicht dennoch) gerade ein großer Hype um Tierkreiszeichen und Horoskope erblüht, warum wir als Gesellschaft nach der Voraussage unserer Lebensbestände streben - hört rein. Wer zudem noch mehr über die Sternzeichen und Lebenszahlen unsere beiden erfahren möchte ist hier richtig, natürlich gibt es auch hier Effekte, denen wir auf den Leim gehen. _________ Hier gibt es mehr: - Instagram multiinteressiert: https://www.instagram.com/multiinteressiert/ - Instagram Stephen: http://www.instagram.com/stephen.schueller/ - Instagram Friederike: http://www.instagram.com/friederikehenz/ Quellen: - Die Geschichte der Astrologie: https://www.br.de/wissen/astrologie-horoskop-geschichte-100.html https://www.astro.com/astrologie/in_intro_g.htm https://www.wasistwas.de/details-wissenschaft/astronomie-und-astrologie.html - Die Wahrheit über Astrologie: https://www.youtube.com/watch?v=h5zzEHHsdSc Astrologie: Was ist dran an Horoskop und Sternzeichen? | Quarks - Junge greifen wieder nach den Sternen: https://orf.at/stories/3144887/ - Warum Astrologie bei jungen Menschen gerade boomt: https://www.derstandard.de/story/2000124701851/warum-astrologie-bei-jungen-menschen-gerade-boomt - Der neue Hype um die Astrologie: https://www.azonline.de/welt/ratgeber/gesundheit/der-neue-hype-um-die-astrologie-1066802 - Was uns die Sterne wirklich sagen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/astrologie-um-horoskope-sternenbilder-und-co-ist-ein-hype-entfacht https://www.astromind.de/wie-ein-horoskop-aufgebaut-ist.html https://www.videamus.de/sternzeichen-und-ihre-spiritualitaet __________ Grüße gehen raus! Euer Stephen, eure Friederike

re:publica 17 - All Sessions
Etwas Empirie: Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen

re:publica 17 - All Sessions

Play Episode Listen Later May 10, 2017 53:51


Konrad Lischka, Christian Stöcker Wir setzten der leicht hysterischen Debatte über Öffentlichkeit in der digitalen Sphäre Rationalität und Empirie entgegen. Wir beantworten nach bestem Wissen und Gewissen drei Fragen: Was wissen wir darüber, wie Algorithmen, Plattformen, Bots etc. die Öffentlichkeit verändern? Was wissen wir nicht? Was tun? Wir analysieren und präsentieren die empirischen Ergebnisse zu Merkmalen von Inhalten, Nutzern, Medien und Plattformen. Welche Faktoren wirken auf Öffentlichkeit und Diskurs in der digitalen Sphäre? Zum Beispiel: Emotionalisierte Inhalte, Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung bei Aufmerksamkeitsverteilern, Psyche und soziale Identität der einzelnen Nutzer, automatisierte Erzeugung und Verbreitung von Inhalten. Was sagen Psychologen, Soziologen, Mathematiker, Informatiker und Kommunikationswissenschaftler zu dieser Frage? Welche Studien gibt es bereits, welche sind in Arbeit, wie sieht der aktuelle Wissensstand aus? Was tun? Das wollen wir mit dem Publikum diskutieren und erarbeiten. Wir sammeln Ideen und Lösungsvorschläge und strukturieren ein gemeinsames Brainstorming. Eine Aufarbeitung des Inputs stellen wir im Anschluss der Öffentlichkeit zur Verfügung. Denkbare Themen für dieses interaktive letzte Drittel: Wer Antworten will, muss zuerst Ziele definieren. Welche Öffentlichkeit wollen wir als Gesellschaft?  Wie übersetzen wir berufsethische Qualitätsstandards in die postredaktionelle Gesellschaft?  Wie definieren wir Vielfalt als Zielgröße in der digitalen Sphäre?  Wo und wie debattieren wir öffentlich Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung?

re:publica 17 - All Sessions
Etwas Empirie: Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen (en)

re:publica 17 - All Sessions

Play Episode Listen Later May 10, 2017 60:24


Konrad Lischka, Christian Stöcker Wir setzten der leicht hysterischen Debatte über Öffentlichkeit in der digitalen Sphäre Rationalität und Empirie entgegen. Wir beantworten nach bestem Wissen und Gewissen drei Fragen: Was wissen wir darüber, wie Algorithmen, Plattformen, Bots etc. die Öffentlichkeit verändern? Was wissen wir nicht? Was tun? Wir analysieren und präsentieren die empirischen Ergebnisse zu Merkmalen von Inhalten, Nutzern, Medien und Plattformen. Welche Faktoren wirken auf Öffentlichkeit und Diskurs in der digitalen Sphäre? Zum Beispiel: Emotionalisierte Inhalte, Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung bei Aufmerksamkeitsverteilern, Psyche und soziale Identität der einzelnen Nutzer, automatisierte Erzeugung und Verbreitung von Inhalten. Was sagen Psychologen, Soziologen, Mathematiker, Informatiker und Kommunikationswissenschaftler zu dieser Frage? Welche Studien gibt es bereits, welche sind in Arbeit, wie sieht der aktuelle Wissensstand aus? Was tun? Das wollen wir mit dem Publikum diskutieren und erarbeiten. Wir sammeln Ideen und Lösungsvorschläge und strukturieren ein gemeinsames Brainstorming. Eine Aufarbeitung des Inputs stellen wir im Anschluss der Öffentlichkeit zur Verfügung. Denkbare Themen für dieses interaktive letzte Drittel: Wer Antworten will, muss zuerst Ziele definieren. Welche Öffentlichkeit wollen wir als Gesellschaft?  Wie übersetzen wir berufsethische Qualitätsstandards in die postredaktionelle Gesellschaft?  Wie definieren wir Vielfalt als Zielgröße in der digitalen Sphäre?  Wo und wie debattieren wir öffentlich Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung?